Bücher mit dem Tag "diktator"
31 Bücher
- Marie Lu
Legend (Band 1) - Fallender Himmel
(2.292)Aktuelle Rezension von: PearlDiverofBooks"Legend" konnte mich als Dystopie-Fan absolut abholen. Zwei Perspektiven, vielschichtige Charaktere, so viele Plottwists und jede Menge Verrat und Intrigen - genau das habe ich erwartet und Marie Lu hat auch genau das geliefert. Anfangs braucht die Geschichte ein bisschen, um an Geschwindigkeit aufzunehmen, dann geht es aber Schlag auf Schlag und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Hin und wieder waren einige Elemente des Worldbuildungs für mich nicht genug ausgearbeitet. Die Idee des Buches und die allgemeine Umsetzung sind allerdings chef's kiss (ich meine, wir bekommen wieder ein Agentensetting und das kann ich nur lieben!) und ich bin sehr gespannt, wie es mit June und Day weitergeht!
- Marie Lu
Legend (Band 2) - Schwelender Sturm
(1.190)Aktuelle Rezension von: PearlDiverofBooksWenn ich eine Sache an Geschichten liebe, dann sind ungeahnte Wendungen - und davon hatte der zweite Band von "Legend" seeehr viele. Das Buch war eine wahre Achterbahnfahrt der Emotionen und jedes Kapitel hat neue Plottwists mit sich gebracht. Auch das Worldbuilding konnte mich in diesem Band komplett abholen und war sehr einzigartig. Besonders der Fakt, dass Moral in diesem Buch eine große Rolle spielt, hat mir sehr gut gefallen. Einzig und allein das Ende hat mich ein wenig enttäuscht zurückgelassen.
- Marie Lu
Legend (Band 3) - Berstende Sterne
(881)Aktuelle Rezension von: PearlDiverofBooksEiner der Gründe, warum ich (YA) Dystopien liebe, ist der Mix aus Gesellschaftskritik, Action, Spannung und einer packenden Liebesgeschichte. Und der finale Band von "Legend" hat genau das geliefert. Von der ersten Seite an war ich Feuer und Flamme und habe jede einzelne Wendung, jeden einzelnen Plottwist geliebt. Auch in diesem Teil hat Marie Lu die Welt nochmal erweitert und ein weiteres interessantes Gesellschaftssystem aufgegriffen. Das Ende hat mich emotional zerstört und zu Tränen gerührt, weil Junes und Days Liebesgeschichte einfach etwas so, so Besonderes ist.
- Brandon Sanderson
Krieger des Feuers
(224)Aktuelle Rezension von: Booknerd232"Krieger des Feuers" – Ein Fantasy-Meisterwerk
Als Fortsetzung von "Kinder des Nebels" hält "Krieger des Feuers" das hohe Niveau. Die Charaktere sind herausragend und entwickeln sich glaubwürdig. Ihre Dialoge sind intelligent und voller subtiler Hinweise.
Die Handlung dreht sich um Vin, eine Allomantin, die Metalle verbrennt, um magische Kräfte zu erlangen. Die Suche nach dem seltenen Metall Atium, das einen Blick in die Zukunft ermöglicht, treibt die spannende Geschichte voran. Autor Brandon Sanderson setzt die simple Grundidee, wie eine Heldin aus den Straßen zur Beschützerin wird, phänomenal um. Die Welt und das Magiesystem sind unglaublich einfallsreich und überraschend.
Der Schreibstil ist so bildgewaltig, dass die Geschichte wie ein Hollywood-Film wirkt. Die meisterhafte Wortwahl und die detailreichen Beschreibungen machen jede Seite zu einem Genuss.
Fazit: Dieses Buch ist ein absolutes Highlight. Für Fantasy-Liebhaber ist es ein Muss, aber man sollte unbedingt mit dem ersten Band beginnen, um die Welt zu verstehen.
- Marcus Schneider
Plötzlich Diktator
(18)Aktuelle Rezension von: LemonYanni ist Student in Berlin - bis er nach dem Tod seines Vaters der neue König von Bayern wird.
Schon der Titel und das Cover haben mein Interesse geweckt und dasThema ist unglaublich spannend. Das Buch hat definitiv meinen Horizont erweitert. Es zeigt uns die Perspektive eines Diktators, eines Menschen in den ich mich normalerweise nicht versuchen würde hineinzuversetzen. Und das macht "plötzlich Diktator" sehr lesenswert und originell. Ich mochte die Charaktere und ihre Entwicklung ist sehr gut gelungen. Und der Plot war fesselnd und überraschte mit unerwarteten Wendungen.
Alles in allem hatte ich sehr viel Spaß beim Lesen und kann das Buch nur wärmstens weiterempfehlen.
- Ursula Hauser
Die Rebellin
(8)Aktuelle Rezension von: Diana182Dass Cover zeigt eine ältere, sympathische Dame mit einem offenen Lächeln im Gesicht. Bisher war sie mir leider noch nicht bekannt, die Buschbeschreibung klang jedoch sehr ansprechend. Daher wollte ich sehr gerne mehr erfahren.
Dieses Leben ist alles andere als Alltäglich und Durchschnittlich. Die Hauptperson berichte von so einigen Höhen und Tiefen in ihrem Leben, welche anderen Leuten schon den Boden unter den Füßen weggerissen hätte- nicht aber Ursula Hauser! Sie lässt sich nicht unterkriegen und geht ihren Weg, so steinig er auch sein mag. Dieser Lebenswille und das Durchhaltevermögen haben mir sehr imponiert.
So habe ich dieses Buch auch fast am Stück verschlungen und wollte mit dem Lesen gar nicht mehr aushören. Frau Hauser wirkt direkt vertraut und sympathisch und die Beschreibung der einzelnen Begebenheiten fand ich sehr interessant und lesenswert.
Mein Fazit:
Eine tolle, spannende, lesenswerte Geschichte über eine starke Frau, die ihren Weg geht und niemals aufgibt! - Young-sook Moon
Flucht über den Tumen
(3)Aktuelle Rezension von: linasue
★★★★★ (5 von 5 Sterne)
Inhalt:
Yeong-dae ist gerade einmal 12 Jahre.
Er lebt mit seinen Eltern und seinen beiden Schwestern in einem kleinen Ort in Nordkorea.
Dort herrschen schreckliche Lebensbedingungen, die Jeong-dae und seine Familie zu einen Kampf ums Überleben fordern. Es gibt nicht genug zu Essen, die Schule fordert Geld oder Gegenstände wie Metall, was die Kinder mitbringen sollen um die Schule besuchen zu können.
Nur wer gutes Geld oder Metall mitbringt bekommt Schulhefte,denn Jeong-dae ist es Leid seine Handschrift in Sand zu üben.
Eines Tages entschloss sich Jeong-dae´s große Schwester Jeong-ran nach China zu gehen.
Eine Frau bot ihr Hilfe an und versprach ihr, dass sie Arbeit und Essen bekommen würde.
Jeong-ran schlich sich Nachts aus dem Haus, ohne zu wissen, dass sie verkauft wird.
Seitdem ist sie spurlos verschwunden.
Das Essen wird immer knapper, die Eltern können ihre Kinder kaum noch ernähren, so entschloss sich der Vater in die Berge zu gehen um Essen zu finden, wo er jedoch einen Unfall hatte und Tage später starb.
Kurz darauf wird auch Jeong-dae´s Mutter wegen Kapitalismus verhaften. Jeong-dae und seine kleine Schwester Jeong-ok machen sich auf den Weg zu ihrer Großmutter. Doch diese Reise ist lang und erschwerlich.
Als Jeong-dae auch noch seine kleine Schwester sterben sehen muss, beschließt er über den Tumen nach China zu fliehen und seine große Schwester zu suchen.
Es wird der schwerste Weg seines Lebens.
Meinung:
´´Eine Geschichte für Jugendliche, übersetzt von Jugendlichen.´´
Bei dem Satz wurde ich auf das Buch aufmerksam. Ich war sehr neugierig auf die Geschichte, über Jeong-dae´s Kampf und seine Flucht nach China.
Mich hat diese Geschichte sehr zum Nachdenken angeregt. Man stellt sich vor, wie viele Kinder/Jugendliche auf dieser Welt, solch schreckliche Dinge erleben müssen?
Man stellt sich die Frage, warum so schlimme Dinge passieren müssen?
Ich habe mit Jeong-dae mitgefiebert, mitgeweint und auch mitgehofft.
Diese Geschichte berührt einem wirklich sehr.
Von mir gibt es 5 Sterne, denn mir hat sie trotz der schlimmen Sachen, den Verlust und der Trauer sehr gut gefallen.
Fazit:
Ich kann dieses Buch weiter empfehlen und ich hoffe es wird einige Leute zum Helfen anregen. - Patrick Ness
Chaos Walking - Es gibt immer eine Wahl
(61)Aktuelle Rezension von: books09Handlung: Todd und Viola haben endlich das Ziel ihrer Flucht erreicht. Doch in der vermeintlich sicheren Stadt erwartet sie niemand anders als ihr Verfolger Major Prentiss. Unter seinem Kommando wandelt sich die zuvor so friedliche Gemeinschaft zu genau dem, wovor die beiden geflohen sind. Viola gerät dabei unter den Einfluss einer sektenartigen Gemeinschaft und Todd wird gezwungen, sich dem Regime von Prentiss zu unterwerfen. Ein ums andere Mal fordert dieser von ihm Dinge, die allem widersprechen, woran Todd glaubt. Und auch Viola muss immer wieder gegen ihr Gewissen handeln. Hin- und hergerissen zwischen Zweifeln und Kompromissen, Verdächtigungen und Verrat, wird die Freundschaft der beiden auf ihre härteste Probe gestellt …
Meinung: Der zweite Band der Reihe „Chaos Walking“ hat mir viel besser gefallen, als der erste. Ich war einfach nur begeistert von den Charakteren, davon wie sehr Viola und Todd sich weiterentwickelt haben und, wie spannend die Geschichte erzählt wird. Patrick Ness hat mit „Es gibt immer eine Wahl“ einen absoluten Pageturner geschrieben, der sich mithilfe der wechselnden Perspektiven von Viola und Todd so anfühlt, als wäre der Leser selbst in New Prentisstown dabei. Es gab einige Sätze, die mich fassungslos zurückließen und einige Wendungen, die ziemlich überraschend waren. Beispielsweise das Zitat „Aber ein Vertrauen, das Beweise braucht, ist kein Vertrauen“ oder „Wir haben die Wahl, was aus uns wird“ haben mich ziemlich zum Nachdenken gebracht. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass „Es gibt immer eine Wahl“ zwar grausamer, aber auch spannender und fesselnder als Band eins ist.
- Juan Reinaldo Sanchez
Das verborgene Leben des Fidel Castro
(1)Aktuelle Rezension von: GernotUhlAus: https://www.eulengezwitscher.com/single-post/rezension/castro
Er war der ewige Revolutionär: Fidel Castro. Auf der großen Bühne der Sozialromantik hat er alle Rollen gegeben: er war der Aufrührer an der Uni, der ehrenvoll gescheiterte Putschist als junger Rechtsanwalt, der heldenhafte Guerillakämpfer in den Bergen der Sierra Maestra, der erste Arbeiter und Bauer des sozialistischen Karibikidylls auf Kuba und der große Freund der Dritten Welt. Zwei neue Biografien erlauben ungewohnte Blicke in die Maske dieses begnadeten Selbstinszenierers.
Was ist das für ein Mann, der sein Leben für Ideale riskiert, die er dann verrät und entehrt?
Der junge Fidel Castro streitet gegen den kubanischen Militärdiktator Batista und für seine (gewöhnungsbedürftigen) Vorstellungen von Freiheit und Demokratie. Zumindest gibt er das vor. Denn kaum, dass seine siegreiche Revolution den Tyrannen vertrieben hat, sitzt auch schon der nächste große Unterdrücker in Havanna. Anfangs jubeln ihm die vermeintlich befreiten Kubaner euphorisch zu, weil Castro die amerikanischen Konzerne enteignet und den Großgrundbesitz auf die armen Landbauern verteilt. Sie bewundern ihn dafür, dass er den wutschnaubenden US-Politikern in Washington trotzig die Stirn bietet (auch wenn er sich dafür den Sowjets andienen muss). Sie freuen sich über bessere Bildung und Gesundheitsversorgungen, und sehen geflissentlich darüber hinweg, dass Castros Kuba auch nichts anderes als eine Zweiklassengesellschaft ist. Sie feiern einen Volkstribunen, der selbst mit der Machete das Zuckerrohr schneidet und können doch nicht wissen, dass hinter der Fassade des genügsamen Landmanns ohne eigenen Besitz ein den Luxus liebender Macho steckt, der sich eine geheimgehaltene Paradisinsel, eine Yacht und viele andere Annehmlichkeiten gönnt.
Davon berichtet Castros ehemaliger Leibwächter in leuchtenden Farben. Juan Reinaldo Sanchéz' Blick auf den Maximo Lider ist eine Abrechnung.Was ist das für ein Mann, der sein Leben für Ideale riskiert, die er dann verrät und entehrt? Der junge Fidel Castro streitet gegen den kubanischen Militärdiktator Batista und für seine (gewöhnungsbedürftigen) Vorstellungen von Freiheit und Demokratie. Zumindest gibt er das vor. Denn kaum, dass seine siegreiche Revolution den Tyrannen vertrieben hat, sitzt auch schon der nächste große Unterdrücker in Havanna. Anfangs jubeln ihm die vermeintlich befreiten Kubaner euphorisch zu, weil Castro die amerikanischen Konzerne enteignet und den Großgrundbesitz auf die armen Landbauern verteilt. Sie bewundern ihn dafür, dass er den wutschnaubenden US-Politikern in Washington trotzig die Stirn bietet (auch wenn er sich dafür den Sowjets andienen muss). Sie freuen sich über bessere Bildung und Gesundheitsversorgungen, und sehen geflissentlich darüber hinweg, dass Castros Kuba auch nichts anderes als eine Zweiklassengesellschaft ist. Sie feiern einen Volkstribunen, der selbst mit der Machete das Zuckerrohr schneidet und können doch nicht wissen, dass hinter der Fassade des genügsamen Landmanns ohne eigenen Besitz ein den Luxus liebender Macho steckt, der sich eine geheimgehaltene Paradiesinsel, eine Yacht und viele andere Annehmlichkeiten gönnt. Davon berichtet Castros ehemaliger Leibwächter in leuchtenden Farben. Juan Reinaldo Sanchéz' Blick auf den Maximo Lider ist eine Abrechnung.Analyse des Wissenschaftlers, Abrechnung des Bodyguards Der langjährige Bodyguard will am Ende seiner Laufbahn ins Gefängnis geraten sein, weil er um Vorruhestand gebeten habe. Solcher Undank löst die Bande der bedingungslosen Loyalität - und Sanchéz plaudert durchaus kurzweilig aus dem Nähkästchen. Es ist zwar nicht wirklich sensationell oder ganz und ganz unvorstellbar, was er da ans Licht bringt, denn dass Macht korrumpiert, ist ja an sich keine echte Überraschung. Aber Sanchéz zerstört eines der Bilder, das Castro zeitlebens von sich zeichnet: Das des uneigennützigen, väterlichen Herrschers, dessen Freizeit nur Kuba gilt, aber nie den eigenen Vergnügungen.
Wesentlich weniger aufgeregt nähert sich Roman Rhode Castros Lebensgang und Lebenswerk. Was Rhode vorgelegt hat, ist nicht weniger als ein Lehrstück politischer Biografik. Nüchtern und distanziert beschreibt und analysiert er die Entwicklung von Castro und Kuba. Er beherrscht die mehrsprachige und vieltausendseitige Literaturlage (was allerdings zur Folge hat, dass er mitunter etwas zuviel voraussetzt) und er fällt kein Vorurteil. Aber seine geradezu emotionslose Schilderung führt nochmals eindringlicher vor Augen, wie Castro seine eigenen Ideale ins Gegenteil verkehrt. Beeindruckend ist die exemplarische Anatomie des Schauprozesses gegen den ehemaligen General Ocho (von dem auch Sanchéz erzählt). Rhode zeigt, wie Castro kurzen Prozess mit allen macht, die ihm nicht folgen. Der einstige Freiheitskämpfer verachtet die Freiheit des Andersdenkens straft selbst Widerworte von engen Vertrauten mit Kerker (wie im Fall Sanchéz) und Tod (wie bei Ochoa). Beide Biografien tragen auf ganz unterschiedliche Weise - Boulevard und Wissenschaft - dazu bei, dass der Mythos Castro bröckelt und dass seine Legende möglicher kürzer lebt, als er selbst...
Eulengezwitscher. Bücher, Biografien und Blog von Gernot Uhl
- Jens Lubbadeh
Der Klon
(28)Aktuelle Rezension von: ineed_morebookshelvesIch habe das Buch unglaublich gerne gelesen. Die Geschichte ist erschütternd und extrem, aber sehr gut gemacht. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, durch ihn konnte man der Geschichte gut folgen, trotz dass die Geschehnisse sehr komplex waren. Wenn man sich vorstellt, dass die Geschichte wirklich so passieren würde, ist das sehr beängstigend.
- Sam Eastland
Roter Zar
(48)Aktuelle Rezension von: ArmilleeDie Geschichte beginnt 1929, 10 Jahre nach der Ermordung des letzten Zaren und seiner Frau, den 4 Töchtern, sowie Alexei, der einzige Sohn.
Pekkala war ein enger Vertrauter des Zaren und nach der Revolution wurde er als Zwangsarbeiter in die sibirische Taiga geschickt. Er ist dort Baummarkierer, lebt völlig isoliert in einer selbstgebauten Erdhöhle und eigentlich überlebt man in dieser unwirtlichen Gegend in diesem Beruf im Schnitt nur 6 Monate.
1929 ist Stalin an der Macht und die Gerüchte um den Goldschatz des Zaren sind nie verstummt.
Nun wird Pekkala begnadigt, aber nur, wenn er die Ermittlungen aufnimmt um den oder die Mörder der Zarenfamilie zu finden. Sollte ihm das gelingen, ist er frei.
Ich sage es mal vorweg : ich bin kein Fan von diesem ganzen Spionagekram, Gulag, Kommunisten, Kalter Krieg, Bomben + andere Waffen u.s.w.
Aber ich habe mich schon auf den ersten Seiten festgelesen. Obwohl hier alles versammelt ist, was ich nicht mag, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Und das sagt eine Menge über die Qualität aus. Mein erstes Buch von Sam Eastland.
Es gibt zwei Handlungsstränge :
-> die Gegenwart, wie Pekkala wieder gefunden und rekrutiert wird. Dann begleitet ihn der Leser auf der Suche nach der (gefährlichen) Wahrheit bis zur Aufklärung.
-> der Rückblick, der bei Pekkalas Elternhaus und seinem älteren Bruder beginnt. Seit Vater ist Bestatter und Pekkala hilft ihm schon in jungen Jahren bei der Arbeit, denn später soll er alles übernehmen. Aber das Schicksal will es anders. Pekkala bewirbt sich für die Ausbildung als Kadett, um dem Zaren zu dienen / beschützen. Ich werde als Leser zur ersten Begegnung mitgenommen, lerne viel über den Tagesablauf der Zarenfamilie, wie es politisch sehr gefährlich wurde, das Exil und schließlich der scheußliche Mord an sechs Menschen..
Und auch ich will wissen -> wer war das ?
Und ich will wissen, ob es den Zarenschatz wirklich gibt !
Die fiktive Geschichte wirkt absolut real. Ich war dabei.
Am Ende des Buches hat der Autor die wahre Abfolge aufgelistet.
Ein Buch ist auch dann für mich super, wenn mich das Gelesene so bewegt, dass ich weiter im Internet recherchiere und noch mehr wissen will. Ich schau mir die Bilder und Fotos an und habe das Gefühl : dieser Autor hat mich 100% abgeholt.
- Loel Zwecker
Vom Anfang bis heute
(19)Aktuelle Rezension von: WolfhoundLoel Zwecker komprimiert uns hier die Weltgeschichte auf unter 500 Seiten.
Dabei schafft er es durch seinen Schreibstil, aber auch durch vereinzelt eingestreute unnütze Anekdoten, den manchmal doch recht trockenen Geschichtsaspekt aufzulockern. An einigen Stellen konnte ich mir ein Schmunzeln oder auch Lachen nicht verkneifen.
Die Themen sind gut aufgearbeitet und machen auch Spaß. So bekommt man einen schönen knackig kurzen Einblick in vielen Aspekte unserer Geschichte.
Jedoch werden auch hier (unvermeidbare?!) Schwerpunkte wie z. b. die französische Revolution gesetzt und andere Bereiche werden nur angerissen. So werden Jahrhunderte der afrikanischen Geschichte nur wenige Seiten.
Auf der anderen Seite sind so schwierige Themen wie Rassismus und die Kolonialisierung meiner Meinung nach gut dargestellt und aufgearbeitet.
Leider ist der lockere, moderne Stil des Buches auch auf einigen Strecken etwas anstrengend und die Coolness und der Humor wirken zu gewollt, was mir zum Ende hin den Lesespaß etwas verhagelt hat. Dennoch ist es ein absolut lesenswertes Buch, aus dem man einiges mitnehmen kann und das mein Wissen in einigen Belangen doch wieder sehr aufgefrischt hat
- Susanne Mathies
Das Auge der Ahnen
(9)Aktuelle Rezension von: Diana182Das Cover zeigt rote Holzskulpturen vor einem dunklen Hintergrund. So ganz konnte ich dem Titelbild leider nichts abgewinnen und empfinde es auch nach dem lesen nicht wirklich ansprechend.
Dennoch machte mich die Buchbeschreibung neugierig und ich wollte mehr über die enthaltene Geschichte erfahren.
Der Einstig in das Buch viel mir eigentlich nicht sonderlich schwer. Es beginnt direkt spannend los und zeigte viel Potential für die enthaltene Geschichte auf.
Auch der Schreibstil ist flüssig und detailliert, so dass man eigentlich ziemlich schnell durch die Seiten gleitet.
Doch leider muss ich gestehen, dass ich irgendwann etwas den Überblick verloren habe um was es hier schlussendlich geht und wer welche Rolle und Handlung innehat.
Hin und wieder musste ich ein paar Lesepausen einlegen, weil ich an manchen Passagen einfach erst einmal nicht weiterkam und meine Gedanken sortieren musste. So habe ich zwar über mehrere Wochen hinweg bis zum Ende hin weiter gelesen, doch konnte mich auch die hier dargestellte Auflösung des Falles nur bedingt zufrieden stellen.
Dass stimmige Gesamtbild zeigte sich mir am Ende leider nicht. - Wolfgang Schieder
Benito Mussolini
(2)Aktuelle Rezension von: Andreas_OberenderWenn Wolfgang Schieder am Anfang seiner schmalen biographischen Skizze über Benito Mussolini behauptet, der italienische Diktator gehöre zu den "am meisten biographisch porträtierten Politikern des 20. Jahrhunderts", dann fragt man sich als deutscher Leser unwillkürlich, warum so wenige Mussolini-Biographien auf den deutschen Buchmarkt gelangt sind, sei es in der Vergangenheit, sei es in der Gegenwart. Seit der Biographie des Briten Denis Mack Smith (1981) wurde keine bedeutende und wissenschaftliche fundierte Mussolini-Biographie mehr ins Deutsche übersetzt. Das gilt etwa für das Werk des Franzosen Pierre Milza (1999) und die Biographie des australischen Faschismus-Experten Richard Bosworth (2002). Eine umfassende Mussolini-Biographie aus der Feder eines deutschen Historikers hat es noch nie gegeben. Die von Schieder im Literaturverzeichnis (S. 122) aufgeführte Biographie des Würzburger Historikers Wolfgang Altgeld wird seit Jahren vom Kohlhammer-Verlag angekündigt, ist aber bisher nicht erschienen.
Schieder, einer der besten deutschen Kenner des italienischen Faschismus, hat eine knappe, aber gehaltvolle und informative biographische Skizze vorgelegt, die vor allem für Leser geeignet ist, die sich erstmals mit Mussolini beschäftigen wollen. Mangels Alternativen wird sich das Büchlein sicher rasch als Einstiegslektüre durchsetzen. Von den 13 Kapiteln sind besonders die beiden ersten von Interesse. Schieder charakterisiert zunächst den Menschen und Politiker Mussolini, bevor er ab Kapitel 3 die Entstehung der faschistischen Bewegung, die Machtergreifung der Faschisten und Mussolinis Herrschaft untersucht. Die Kapitel 3 bis 13 weisen eine erhebliche inhaltliche Überschneidung (bis hin zu identischen Formulierungen) mit Schieders Band "Der italienische Faschismus" auf, der 2010 in der gleichen Buchreihe erschienen ist. Was die Funktionsweise des faschistischen Herrschaftssystems betrifft, so geht Schieder in seiner Analyse nicht über das hinaus, was er in dem früheren Band dargelegt hat.
Lange Zeit wurde Mussolini nicht ernst genommen. Er wurde als Operettendiktator, wenn nicht gar politischer Clown und Possenreißer abgetan, zeigen doch historische Filmaufnahmen einen Mann, der vom Balkon des Palazzo Venezia wild gestikulierend und grimassierend zum Volk spricht. Apologetische italienische Historiker der Nachkriegszeit versuchten, ihn als vermeintlich "schwachen Diktator" zu verharmlosen. Schieder wendet sich energisch gegen solche Zerrbilder. Er warnt davor, Mussolini zu unterschätzen. Was die Persönlichkeitsstruktur des Diktators angeht, so hebt Schieder Mussolinis ausgeprägten Machtinstinkt, taktische Wendigkeit, intellektuelle Oberflächlichkeit, ideologische Konturlosigkeit und unverhohlene Gewalttätigkeit hervor. Mussolini war kein Mann der Ideen, sondern ein Mann der Tat, der Aktion. Seine voluntaristische Lebenseinstellung vertrug sich nicht mit programmatischen Festlegungen und einem festgefügten, eindeutigen ideologischen Bekenntnis. Als Außenseiter verdankte er seinen Weg an die Macht dem eigenen Geschick, aber auch günstigen historischen Umständen, d.h. der schweren Krise, von der Italien nach dem Ersten Weltkrieg heimgesucht wurde. Detailliert schildert Schieder, wie sich Mussolini innerhalb der faschistischen Partei als Führer durchsetzte und wie er nach der Ernennung zum Ministerpräsidenten (Oktober 1922) schrittweise seine Stellung als Diktator ausbaute.
Mussolinis politisches Meisterstück bestand darin, sich weder der faschistischen Partei zu unterwerfen noch sich von den traditionellen Eliten vereinnahmen zu lassen, die ihm als Steigbügelhalter gedient hatten. Einmal gezähmt, übte die Partei keinerlei Einfluss auf die Regierungsgeschäfte aus. Der italienische Faschismus war keine Parteidiktatur, sondern die persönliche Diktatur Mussolinis, der mit großem Geschick sowohl die Partei als auch den Staatsapparat zu bloßen ausführenden Organen seines Willens degradierte. Eine zusätzliche Stütze seiner Herrschaft war die charismatische Beziehung zum Volk, dem er sich als weiser und unfehlbarer Führer präsentierte. Diese charismatische Beziehung konnte aber nur so lange funktionieren, wie der Diktator handfeste Erfolge vorzuweisen hatte. Mussolini, der nie irgendwelchen Utopien anhing, strebte nicht nach einer Transformation Italiens, nicht nach dem Aufbau einer gänzlich neuen Gesellschaftsordnung. Seine Politik war darauf gerichtet, Italien zu neuer imperialer Größe zu führen, vor allem durch koloniale Expansion in Afrika und Gebietserwerb auf dem Balkan.
Breiten Raum nehmen die Beziehungen zwischen Italien und dem Dritten Reich und die Dynamik des Verhältnisses zwischen Hitler und Mussolini ein. Schieder sieht in Mussolinis enger Anlehnung an Hitler keinen Fehler. Im Gegenteil, er betont, dass das Zusammengehen mit Deutschland die faschistische Diktatur stabilisiert und Mussolini einen größeren außenpolitischen Handlungsspielraum verschafft habe. Ohne den deutschen Verbündeten hätte Mussolini seine ambitionierten imperialen Pläne nicht verwirklichen können. Die Misserfolge der Kriegszeit und die daraus resultierende Diskreditierung des Faschismus und Mussolinis als Führer waren in den 1930er Jahren nicht vorherzusehen. Es hätte auch anders kommen können, als es ab 1943 tatsächlich kam: Mussolini, von den eigenen Gefolgsleuten gestürzt, errichtete im Norden Italiens ein auf deutsche Waffen gestütztes Marionettenregime, ehe er im April 1945 einen schmählichen Tod fand. Der gewiefte Taktiker Mussolini, dem lange Zeit so vieles geglückt war, sah sich am Ende mit Kräften konfrontiert, gegen die seine Manipulationskunst nichts auszurichten vermochte.
Der Band enthält keinerlei Abbildungen, aber immerhin eine Chronologie und eine Bibliographie.(Hinweis: Diese Rezension habe ich zuerst im August 2014 bei Amazon gepostet)
- Goscinny
Asterix als Gladiator (Grosser Asterix - Band 3)
(4)Aktuelle Rezension von: JoennaAsterix als Gladiator von Goscinny
Der Barde wird gefangen genommen und Cesar als Geschenk gebracht. Natürlich machen sich Asterix und Obelix auf nach Rom um den Barden Troubadix zu befreien. Auf der Seereise begegnen sie auch Piraten aber die sind natürlich kein Problem für die beiden. Als sie in Rom ankommen, machen sie sich auf die Suche nach dem Barden und erfahren das er den Löwen vorgeworfen werden soll. Also beschliessen sie Gladiatoren zu werden und so den Barden zu befreien. Was sie natürlich auch schaffen.
- Carlos Collado Seidel
Franco
(1)Aktuelle Rezension von: Bellis-PerennisAutor Carlos Collado Seidel versucht in diesem Buch der Person Franco neutral gegenüber zu treten. Dies ist ein schwieriges Unterfangen, da es meterweise Bücher, Biographien und Kommentare zum Leben des Claudillos gibt.
Seidel lässt Gefolgsleute und Feinde zu Wort kommen. Er ergänzt seine Schlüsse reichlich mit Zitaten aus beiden Lagern und zahlreichen Fotos.
Francisco Franco (1892-1975), stilisierte sich als Führer Spaniens von Gottes Gnaden hoch. Er beherrschte Spanien fast vierzig Jahre als Diktator. Schon während des Spanischen Bürgerkriegs (1936-1939) war Franco umstritten. Die einen hielten ihn für den Zerstörer der die bürgerlich-demokratischen Ordnung, die anderen lobten ihn, weil er Spanien aus dem Zweiten Weltkrieg heraus hielt. Dass dies nicht ganz so war, zeigt die Geschichte.
Der gibt uns einen Überblick über Leben und Nachleben Francos. Durch die vielen Zitate wird Franco lebendig dargestellt. Für Interessierte ist diese Biographie ein guter Einstieg in das Leben dieses Mannes. Die Quellen sind übersichtlich angegeben. - Manfred Fuhrmann
Cicero
(6)Aktuelle Rezension von: AdmiralCicero gehört bestimmt mit Caesar, Pompeius und Alexander zu denjenigen Gestalten der Antike, die jede Generation für sich neuentdecken und neuinterpretieren muss. Ist er ein nerviger und vergangenheitsidealistischer gescheiterter Republikaner oder ein geistiges Fundament unseres heutigen Europa ? Oder gar beides ?
In dieser Biographie "Cicero und die römische Republik" (meine Ausgabe: 2. Auflage von 1994) versucht Manfred Fuhrmann (auch/besonders ?) dem fachfernen Interessenten, Cicero näherzubringen. Dieses Buch ist hier eventuell als Gipfel einer langjährigen Beschäftigung Fuhrmanns mit Cicero anzusehen. Immerhin ist Fuhrmann besonders durch seine umfassende Übersetzungstätigkeit zum (oratorischen) Werk Ciceros bekannt und geschätzt. Auch für mich waren die Übersetzungen und Kurzeinleitungen/-kommentare immer eine große Hilfe.
Cicero behandelt er hier in diesem Buch besonders kontextlastig. Das heißt, anhand von Cicero beschreibt er auch die römische Umstände sehr intensiv mit: zeitgenössische Ereignisgeschichte, Einführung in die Philosophie, Korrespondenzen, Ämterlaufbahn, Provinzialadministration, Rechtsprechung, Elitengeschichte, ideele Grundlagen, etc. Auch die Perspektive, aus der Fuhrmann heraus Cicero betrachtet, ist wohl die näherungsweise richtigste. Der Buchtitel weist daraufhin, dass Cicero eng verknüpft ist mit dem politischen Geschehen in der und um die Römische(n) Republik. Und tatsächlich zeigen Ciceros Reden und Briefe tatsächlich, dass er sich selbst auch diesem Lebensinhalt gewidmet hat. So zeigt denn auch Fuhrmann Bewertung von Ciceros Schriftstellerei, dass sie erst entstehen konnte, als Cicero sein Potenzial nicht mehr in politische Betätigung kanalisieren konnte (die in den Rezensionen viel zitierte Stelle S. 114f.).
Die Lebensbeschreibung ist streng chronologisch ausgerichtet (nicht thematisch wie Kienasts Cato-Biographie aufgrund der dürftigen Quellen) und wir begleiten Cicero von der Geburt in Arpinum 106 bis zu seinem Tod auf der Flucht in den Osten 43. Dabei erhalten wir auch einen einzigartigen Einblick in die Gedankenwelt dieses Mannes, da von sonst keiner Person der Antike so viel (persönliches) überliefert ist. Folgerichtig arbeitet Fuhrmann auch viel mit diesen Quellen.
Evtl. orientiert sich Fuhrmann dabei ein wenig zu stark an Ciceros Eigenbild. Die Übertreibung Ciceros bzgl. der Catilina-Affäre ist evtl. etwas unterschätzt, Cicero als Staatsmann evtl. etwas überschätzt. Wir müssen wohl nicht direkt dem harten und polemischen Urteil Mommsens folgen (ein »Staatsmann ohne Einsicht, Ansicht und Absicht«, ein »Menschen mit schwach überfirnißter Oberflächlichkeit«, von »gräßlicher Gedankenöde«), doch ist Ciceros Scheitern zwischen Optimaten und Popularen doch etwas schwerwiegender als es bei Fuhrmann rüberkommt.
Alles in allem aber auf jeden Fall ein sehr lesenswertes Buch, das in 18 überwiegend kurzen Kapiteln, Ciceros Leben mit deutschen Übersetzungen der lat. Cicero-Quellen untermauert darstellt. Fuhrmann Sprache ist hierbei überraschend angenehm und unaufdringlich. Das Buch lässt sich (beinahe) wie ein netter Roman lesen. Dabei ist jedoch die Episode der Bürgerkriege zwischen Caesarianern und Republikanern und dann der angedeutete zwischen Antonius und Octavian verwirrend und seltsam aufgezogen. Antonius' Politik scheint seltsam ziellos und Octavian scheint seltsam passiv bis tatenlos.
In die philosophischen und staatstheoretischen Schriften führt Fuhrmann sehr knapp und pointiert ein, ohne den Lesefluss zu unterbrechen. Leider kommen Kontext und Erklärung bei einigen Reden (zB de imperio Pompei) mMn deutlich zu kurz.
Störend empfand ich die Art der deutschen Quellenzitate und Zitatsangaben.
Beigefügt ist noch ein Stammbaum der Tullii Cicerones (der leider recht unnötig ist, da -wie Fuhrmann selbst 308 erwähnt- Cicero der einzige wirklich bekannte Vertreter dieser gens ist. Anders zB im julisch-claudischen Kaiserhaus, wo der Überblick ohne -manchmal aber auch trotzdem- Stammbaum schnell verloren geht), ein knappes Literaturverzeichnis, ein Register und 2 Karten, von denen besonders die 2. für Ciceros Kilikienaufenthalt sehr hilfreich ist.
Fuhrmann bleibt auch das ganze Buch über seinem Ausgangsanspruch treu, das Buch für fachfremde Interessenten les- und verstehbar zu machen. Er scheint dabei auch Erfolg gehabt zu haben, da das Buch bereits in 5. Auflage zu sein scheint, wenn ich das auf Wikipedia richtig gesehen habe.
Für diese "Rezension" (das soll zumindest eine sein. Ob sie es ist, entscheidet ihr ;D) habe ich noch in einige mehr oder weniger wissenschaftliche Rezensionen reingesehen. Ich nehme sie hier in eine kurze Literaturliste mit auf:
Graffenried, in: SZG 43 (1993), S. 617.
Radke, in: Gymnasium 97 (1990), S. 568-570. (er behandelt hier noch zusätzlich die Arbeiten Habichts und Narduccis zu Cicero)
Girardet, in: HZ 252 (1991), S. 135-6.
Habicht, in: Gnomon 63 (1991), S. 269-70.
Kytzler, in: Rhetorik 10 (1991), S. 153-4.
Falls ihr die Möglichkeit habt, in diese Zeitschriften reinzuschauen, lest zusätzlich die dortigen Rezensionen. ;)
- Hergé
Tim und Struppi: Tim und Struppi Dialektausgabe: Tim un die Picaros
(18)Aktuelle Rezension von: HoldenTim und Haddock erfahren, daß ihre Freundin, die "Mailänder Nachtigall" Signora Castafiore, während einer Tournee in San Theodorus verhaftet wurde, weil man ihr vorwirft, Teil einer ausländischen Verschwörung zu sein, die den Diktator Tapioca zu stürzen beabsichtigt. Via TV und damit rund um die Welt beschuldigt besagter Diktator auch die Bewohner von Schloß Mühlenhof, Teil der Verschwörung zu sein, in hetzerisch-aufbrausender Weise (womit er bei Haddock natürlich gerade an den Richtigen gerät). Haddock und Bienlein reisen nach San Theodorus, um die Sache zu klären, während Tim dem versprochenen freien Geleit nicht traut und erst mal nicht mitfährt. Im zweiten Teil des Buches entwickelt sich die Geschichte zu einer tollen Satire auf selbsternannte Revoluzzer a la Castro und Guevara. Und hoffentlich wurde Haddock inwischen von seiner Alkoholunverträglichkeit geheilt! - Jürgen Roth
Die neuen Paten
(5)Aktuelle Rezension von: SommerregenDieses Werk soll aufzeigen, wie Trump, Putin, Erdogan, Orbán & Co als die "neuen Paten" regelrechte "Mafia-Staaten" errichten. So bedienen sich die autoritären Machthaber mafiöser Strategien um den Staatsapparat nicht nur zu infiltrieren und zu schwächen, sondern letztlich ganz zu übernehmen. Dabei ist jeder, der die Herrschaft bedroht, als Feind zu betrachten und zu behandeln.
Das Buch ist in Kapitel zu den jeweiligen Politikern unterteilt. Im Anschluss daran findet sich auf den Seiten 271 bis 304 das Quellenverzeichnis. Auf mich machte es den Eindruck, als sollte jede Aussage gut belegt werden - auch wenn dies zum Teil mithilfe von anderen Werken des Autors, Bild-Artikeln sowie Facebook-oder YouTube-Links geschieht. In meinen Augen ist dies etwas schade, da ich mich mehr über weniger und dafür durchweg seriöse Quellen gefreut hätte.
Generell, empfand ich das Buch als anstrengend zu lesen, obwohl mich die Thematik sehr reizte. Oft beeinhaltete ein einzelner Abschnitt bereits derart viele, mir nicht geläufige Namen (über die ich mich vorm Weiterlesen dann erst etwas informieren wollte), dass von einem Lesefluss kaum zu sprechen war. Auch erdrückten mich die vielen Hochrechnungen (oder besser Schätzungen...?) passagenweise.
Gerade in dem Kapitel zu Donald Trump bestand ein großer Teil aus Informationen, die - zumindest in groben Zügen - mittlerweile geläufig sein sollten (Stichwort Beton). Oder - egal ob es nun letztendlich gänzlich stimmt -, dass Trump "nach Recherchen [der Washington Post] in diesen einhundert Tagen 492 Mal falsche oder irreführende Aussagen gemacht hat. [...] Nur an zehn von hundert Tagen habe Trump keine falschen oder irreführenden Aussagen von sich gegeben. An sechs dieser zehn Tagen soll er übrigens Golf spielen gewesen sein" (S. 39).
Dennoch gab es auch einige sehr interessante Informationen. Besonders bemerkenswert waren einige Zitate, beispielsweise eines von Seehofer, der über Trump lobend sagte:
"Er setzt mit Konsequenz und Geschwindigkeit seine Wahlversprechen Punkt für Pukt um. In Deutschland würden wir da erst mal einen Arbeitskreis einsetzen, dann eine Prüfgruppe und dann noch eine Umsetzungsgruppe" (S.16). Bei manchen, nicht vom Autor getroffenen, Aussagen hätte ich am liebsten aufgeschrien. Auch, etwas genauer den schier überall praktizierten Nepotismus vor Augen geführt zu bekommen, war beeindruckend. Denn dieser findet sich keineswegs nur bei Trump, der öffentlich bekennt, Vetternwirtschaft zu mögen (S.42).
Mich lässt das Buch zwiegespalten zurück, da ich einerseits die Thematik als äußerst wichtig, die Umsetzung aber zum Teil als nicht gelungen erachte. Sehr dichte Passagen wechseln sich mit eher lockeren und weniger wissenschaftlichen Abschnitten ab. - Xavier Dorison
Schloss der Tiere. Band 1
(13)Aktuelle Rezension von: MandastySchloss der Tiere. Band 1: Miss Bengalore von Xavier Dorison ist ein wahrhaft großartiger Auftakt einer Fabel, die in ihrer Tiefe und Emotionalität ihresgleichen sucht. Mit deutlichen Parallelen zu Orwells Farm der Tiere erzählt Dorison eine Geschichte, die gleichermaßen berührt, schockiert und zum Nachdenken anregt.
Die Handlung spielt in einer düsteren Welt, in der Solidarität und Gemeinschaft nur Fassade sind. Die Protagonistin Miss Bengalore, eine mutige Katzendame, ist das Herzstück der Geschichte. Ihr Kampf gegen das unterdrückerische Regime des Stiers Silvio und ihrer Entschluss, für eine bessere Zukunft zu kämpfen, zieht die Leser in einen emotionalen Strudel. Unterstützt wird sie von faszinierenden Figuren wie dem charmanten Kaninchen Cäsar und der weisen Ratte Azelar, die der Geschichte Tiefe und Vielfalt verleihen.
Der Zeichenstil von Félix Delep ist atemberaubend und verleiht der Geschichte eine zusätzliche Dimension. Die ausdrucksstarken Illustrationen machen die Emotionen der tierischen Charaktere greifbar und setzen die düstere, aber hoffnungsvolle Atmosphäre perfekt in Szene. Jede Seite ist ein visuelles Kunstwerk, das die Geschichte zum Leben erweckt.
Was dieses Werk besonders macht, ist die scharfsinnige Modernisierung von Orwells Ideen. Es ist mehr als nur eine Fabel – es ist ein Spiegel, der die Leser auffordert, über Machtstrukturen, Solidarität und Widerstand nachzudenken.
Schloss der Tiere. Band 1 ist ein Muss für alle, die tiefgründige Geschichten mit starken Charakteren und fantastischen Illustrationen schätzen. Ein außergewöhnliches Buch, das lange nachhallt!























