Bücher mit dem Tag "diskriminierung"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "diskriminierung" gekennzeichnet haben.

257 Bücher

  1. Cover des Buches Cinder & Ella (ISBN: 9783846600702)
    Kelly Oram

    Cinder & Ella

     (1.285)
    Aktuelle Rezension von: Michelle27xo

    Rezension:

    Ja das Buch ist wirklich kitschig, mit Sicherheit auch etwas unrealistisch aber solche Bücher darf es doch auch mal geben!

    Das Buch ist aber nicht nur oberflächlich es ist mir wirklich nahe gegangen und beim Lesen flossen mir einige Tränen über die Wange. Dieses Buch ist der Grund warum ich mir einen #bookstagram Account angelegt habe. Die Community hat mich in dem Buch so sehr fasziniert, dass ich auch ein Teil davon sein wollte.


    Ella ist eine so starke Persönlichkeit, die es schafft, sich nach einigen Schicksalsschlägen wieder hochzukämpfen. Die Geschichte weist hier auch auf wirklich ernste Themen hin und ist nicht nur zuckersüß und kitschig wie es zuerst den Anschein macht. Hier macht es einfach Mischung aus Dauergrinsen und Tränen in den Augen, sie war für mich hier genau richtig.


    Die Liebesgeschichte ist zwar vorhanden aber sie findet die meiste Zeit eher im Hintergrund statt. Die Entwicklung der Familien Situation war auch sehr spannend und hat sich stetig entwickelt und verändert. Wie auch ihm waren Leben ist hier nicht alles glänzend und schön, aber sie geben sich Mühe.

    Der Schreibstil ist sehr angenehm, er ist sehr locker und flüssig und nimmt einen mit. Er passt sehr gut zu der Geschichte.

    Die Protagonisten sind wirklich interessant gestaltet, alle haben ihre Ecken und kanten und sind doch das Herz des Buches. Vor allem Ella hat es mir angetan ihre stärke Persönlichkeit ihr Ehrgeiz sind wirklich inspirieren. Sie ist stark und mutig und kämpft sich wieder in das Leben zurück.

    Bei Cinder musste man erst einmal hinter seine Fassade schauen und auch in ihm steckt viel mehr als es am Anfang den Anschein macht. Juliette macht eine unfassbar tolle Entwicklung durch und ich habe sie einfach ins Herz geschlossen. Aber auch Ella ihre Freunde sind wirklich tolle Charaktere.


    Das Buch ist nicht perfekt und doch ist es für mich das Buch das mich von Herzen berührt.

  2. Cover des Buches Children of Blood and Bone – Goldener Zorn (ISBN: 9783841440297)
    Tomi Adeyemi

    Children of Blood and Bone – Goldener Zorn

     (428)
    Aktuelle Rezension von: Nadine_Heinrich

    Zélie Adebola ist eine Halbwaise. Sie lebt in Orisha, ein Land, in dem alle Bewohner mit magischen Fähigkeiten, die sogenannten „Maji“, getötet wurden. Ihre Nachfahren, die „Diviné“, deren Magie nicht erweckt ist, erfahren dort Unterdrückung, Hass und Verachtung. Zélie ist auch eine von ihnen und  durch einen Zufall kommen ihr Bruder Tzain und sie mit der Königstochter Amari und einer magischen Schriftrolle zusammen. Die drei sind bestimmt, die Magie wieder nach Orisha zu bringen doch Amaris Bruder, Prinz Inan, ist ihnen dicht auf den Fersen und versucht, das zu verhindern um seinen Vater stolz zu machen. Ein Kampf auf Leben und Tod beginnt.

    Meinung
    Das Cover hat mich gleich in seinen Bann gezogen. Dieses dunkle Gesicht und die wehenden weißen Haare, haben meine Neugier geweckt. Ich habe schon lange kein Buch mehr gelesen, das Spannung und Emotion so gut zusammen spielen lässt, wie hier. Jede Figur in diesem Buch hat eine Emotion ausgelöst und mit jeder konnte ich mitfühlen. Zelie die Stark sein soll, ihren Willen nicht brechen lassen will und doch, ist sie ein Kind das eine unglaubliche Verantwortung bekommt und daran fast zerbricht. Wie oft wollte ich sie während dem Lesen in den Arm nehmen. Amari stellt sich gegen ihren Vater, den König, obwohl sie ein verängstigtes kleines Prinzesschen ist. Im Laufe der Zeit wird sie eine selbstbewusste junge Frau, die für ihr Volk kämpfen will. Sie hat glaube ich sogar die größte Veränderung in dem Buch gemacht. Ganz toller Charakter der hier geschaffen wurde.
    Inan ist total überfordert mit seiner Magie und dem Glauben für sein Vater und sein Land stark sein zu müssen. Er war mir trotz allem sehr sympathisch und hat einfach nur versucht, es allen recht zu machen, vorallem seinem Vater, der nichts mehr verachtet, als die Magie. Jede Figur war mir sympathisch und jede hat auf ihre Art, das Buch bereichert.
    Hier wurde eine tolle Welt erschaffen, die mehr ist wie in jeder anderen Fantasy Welt. Hier geht es auch um gesellschaftliche Themen wie, Ausbeutung, Diebstahl, Misshandlung, Vergewaltigung und Mord an einem ganzen Volk. Noch nie in einem Buch habe ich sooft mit den Tränen gekämpft wie hier. Es ging mir so nahe, weil alles hier drin so gegenwärtig ist. Es ist nichts was man sich ausgedacht hat, es sind Tatsachen, die wirklich in unserer Welt passiert.
    Auch die Mythologie der Afrikanischen Kultur kommt hier sehr zum Tragen und es ist einfach so erfrischend es zu lesen. Die Spannung ist allgegenwärtig und die Nerven sind bis zum Anschlag gespannt gewesen. Ich konnte kaum aufhören zu lesen.Der ganze Schreibstil ist einfach so leicht und auch wenn manche Wörter und auch Namen einem nur schwer über die Lippen kommen, war es trotzdem so einfach zu lesen und es war viel zu schnell vorbei.

    Fazit
    Dies ist definitiv mein Jahreshighlight und ich glaube es wird schwer, dies zu toppen. Die Autorin hat ganze Arbeit mit diesem Buch und die Tolle Welt geleistet. Ich würde immer wieder dorthin zurückkehren wollen.
    Ich kann gar nicht so viele Sterne vergeben, wie dieses Buch verdienen würde, es wäre einfach nicht genug.

  3. Cover des Buches Die Chirurgin (ISBN: 9783442360673)
    Tess Gerritsen

    Die Chirurgin

     (1.945)
    Aktuelle Rezension von: Moina

    Ich bin eigentlich nur durch Zufall auf dieses Buch gestoßen, da ich selbst im Pflegebereich arbeite.
    Ich finde dass Buch ist sehr realistisch und spannend geschrieben. Es sind keine langatmigen Stellen enthalten sondern fließt richtig.
    Für Thrillerfans bestens geeignet!!

  4. Cover des Buches After Work (ISBN: 9783736305595)
    Simona Ahrnstedt

    After Work

     (284)
    Aktuelle Rezension von: Asen0501

    Die Geschichte von Lexia und Adam war emotional und prickelnd.  Es hatte auch humorvolle Aspekte und hat mich dahingehend positiv emotional berührt,  da Lexia in der Webebranche erfolgreich  ist und nur rine von wenigen Frauen  in diesem Job.  Sie hat täglich  mit Vorurteilen und Hürden zu ihrem Erfolg,  ihrem Geschlecht und ihres leicht molligen Körpers zu Kämpfen.  Adam hingegen ist erfolgreich und liebt den Job. Leider ist er dadurch  oft alleine und hat niemanden wofür  es sich lohnt mal was anderes im Leben zu tun.  Durch Lexia und ihrer offenen direkten  Art lernt er einige Freuden  des Lebens kennen und Lexia,  sich so zu akzeotieren wie sie ist und das nicht alles so schlimm ist wie anfangs gedacht. Eine locker leichte  Liebesgeschichte  mit reiferen Charakteren und wichtige  Themen  aus dem Alltag wie,  Vorurteile,  mobbing und Cybermobbing und psyschichem Stress. Eine klare Lesemepfehlung von mir für  alle die eine unterhaltsame, süsse  Liebesgeschichte lesen möchten ohne besondere Klischees. 4⭐ 

  5. Cover des Buches Wenn die Nacht verstummt (ISBN: 9783596184521)
    Linda Castillo

    Wenn die Nacht verstummt

     (391)
    Aktuelle Rezension von: Gartenfee007

    Darum geht es (Klappentext):

    Sie leben wie vor hundert Jahren. Sie sind gottesfürchtig und rechtschaffen.

    Doch auch sie trifft der Hass.

    Der dritte Band der Bestseller-Serie über die Amisch-Gemeinde in Painters Mill

    Die Eltern waren rechtschaffene Leute, gottesfürchtig und in der Amisch-Gemeinde von Painters Mill sehr angesehen. Doch nun liegen sie tot in der Güllegrube. Warum wollte der Mörder die Familie zerstören und die vier Kinder zu Waisen machen? Oder stehen diese Morde in einem Zusammenhang mit den Tätlichkeiten gegen Amische, die in letzter Zeit immer häufiger vorgekommen sind?

    Für Polizeichefin Kate Burkholder hat dieser Fall höchste Priorität und gemeinsam mit ihrem Freund John Tomasetti kommt sie einem dunklen Geheimnis auf die Spur, das die Idylle der kleinen Amisch-Gemeinde in Painters Mill für immer zerstören wird. 


    Meine Meinung:

    Der Titel "Wenn die Nacht verstummt" von Linda Castillo, ist sehr treffend gewählt worden. Auch das Cover passt sehr gut.

    Der Leser erfährt sehr schnell und auf entsetzlicher Weise warum die Nacht verstummt. 

    Der Spannungsbogennimmt Fahrt auf, und wenn man denkt, man ist dem Täter auf den Fersen, wendet sich das Blatt wieder. Es ist der 3. Fall für Kate Burkholder und genau so spannend wie die anderen Fälle. Wer die Vorgänger nicht kennt, kann trotzdem einsteigen. Er werden Begebenheiten aus der Vergangenheit, insbesondere von Kate Burkholder und John Tomasetti immer wieder kurz erläutert. 

    Der erste Fall hat mich schon so geflasht, das ich alle Bücherlesen möchte!! Ich kann gar nicht mehr aufhören ;) 

    Haben die abgeschlachteten Tiere auf einer Weide und ein Farmer der an seinem umgekippten Fuhrwerk gefesselt und fast erfroren wäre, mit den Leichen in der Güllegrube auf der Farm der Familie Slabaugh etwas miteinander zu tun? Die Opfer sind immer Amische. Es wird immer verzwickter und spannender und als Leser fiebert man eifrig mit. Können Kate und ihr tolles Team mit John die Fälle lösen?? Da Kate mal eine Amische war, kennt sie sich mit der Lebensweise und die Strukturen sehr gut aus. Ob ihr das helfen kann?? Als Leser lernt man viel über die Amische und ich bin beeindruckt, wie sie Leben und mit wie wenig sie brauchen. Ihr Leben ist so anders und trotz ihrer eher zurückgezogenen Art, sind sie vor Anfeindungen nicht verschont. Das Finale ist so schnell und spannend geschrieben, das man als Leser das Buch nicht aus der Hand legen kann. Was für ein unerwartetes Ende!!! Es konnte nicht erschreckender und trauriger zugleich sein!!

  6. Cover des Buches So wüst und schön sah ich noch keinen Tag (ISBN: 9783446250826)
    Elizabeth LaBan

    So wüst und schön sah ich noch keinen Tag

     (190)
    Aktuelle Rezension von: MaggieCanda

    Ich habe lange kein Jugendbuch mehr gelesen, das so toll geschrieben wurde. Man taucht so einfach in die Geschichte ein, die für mich das Gefühl vom letzten Schuljahr und die Schritte zum Erwachsen werden wunderbar widerspiegeln. Viele Passagen des Buches erinnern mich an die Erzählungen von John Greene, in denen auch gerade die Protagonisten glänzen.  Die Geschichte ist nicht sonderlich rasant oder springt von einem Ereignis zum Nächsten. Aber gerade dadurch entfalten sich die Charaktere und ihre Gedanken und Erfahrungen meiner Meinung nach am besten. Durch die verschiedenen Erlebnisse von Duncan und Tim lernt man die Unberechenbarkeit des Lebens, die Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens und die schönen Momente in diesen Phasen zu schätzen. Ich würde mir eine Fortsetzung, gerade von Tims Geschichte, unheimlich wünschen!

  7. Cover des Buches Wer die Nachtigall stört ... (ISBN: 9783499271571)
    Harper Lee

    Wer die Nachtigall stört ...

     (923)
    Aktuelle Rezension von: Alexander_Bally

    Bei Büchern ist es oft ähnlich wie bei Menschen: Da gibt es wen, den kennt vage schon seit langem, aber es ergab sich nie ein näheres Kennenlernen. Wenn es doch geschieht, erkennt man mitunter, dass man seit Jahren eine wunderbare Begegnung versäumt hat.

    So ging es mit mit Harper Lee und „Wer die Nachtigall stört“. ‚Amerikanischer moderner Klassiker, nett zu lesen und wohl auch lohnend‘, das wusste ich. Aber näher bin ich dem Buch nie gekommen und selbst die oskarprämierte Verfilmung aus dem Jahr 1962 war an mir vorbeigegangen, obwohl ich das Kino der sechziger Jahre sehr schätze und ebenso Gregory Peck.

    Und dann war neulich meine Bettlektüre zu Ende und ich war zu faul einen anderen lieben Band im Bücherbord auszusuchen. Zufällig lag Harper Lee gerade herum und ich war nun einfach neugierig. Und dann? Den Anfang fand ich ein wenig harzig. Die Erlebnisse des altklugen Wildfangs, der sechsjährigen Jean Louise Finch, genannt Scout, fand ich nett, aber mehr auch nicht. Ich las, wie sie sich von ihrer Lehrerin ungerecht behandelt fühlt, über ihre Schulweg- und Schulhofabenteuer, die sich immer wieder um Arthur „Boo“ Ridley drehen, den geheimnisvollen Nachbarn, der die Menschen scheut und seit vielen Jahren nie das Haus verließ. Für die Kinder wurde er so zu einer Art Sagen-und Schreckgestalt. Scout und ihr älterer Bruder Jem versuchen in immer neuen Anläufen ihn aus dem Haus zu locken. Alles las sich angenehm und die Figuren waren stets plastisch und lebendig gezeichnet, doch wohin wollte die Geschichte?

    Erzählerisch bricht das Buch mit sehr vielen Regeln, die ein Autor besser beachten sollte. Vor allem in der Erzählstruktur. Scout stellt dem Leser eine Unmenge Figuren vor, doch der Leser bleibt alleingelassen mit der Frage, warum er dies gezeigt bekommt. Die eher anekdotische Handlung meandert zwischen dem Finchschen Anwesen und dem Postamt hin und her, schweift ab in die Tiefen in die Familengeschichte um dann scheinbar Volten drehend wieder zum geheimnisvollen Boo Ridley zurückzukehren. Scout ist zwar hinreißend, doch auch die beste Protagonistin braucht eine Thema, dem sie folgen kann, um ihre Geschichte zu erzählen.

    Fast hätte ich das Buch wieder weggelegt. Und doch war da etwas, was mich zum weiterlesen bewog: Der Schauplatz Maycomb. Harper Lee zeichnet sehr genau ein Bild dieser fiktiven Kleinstadt in Alabama zur Zeit der Depression, führt das typische Personal vor Augen, bigotte Damenkränzchen, unverbiegbare Farmer an der Armutsgrenze, die dennoch stolz und aufrecht nie etwas schuldig bleiben wollen und ihre Schulden mit Eiern oder einem Ferkel bezahlen, verschlagene Rednecks, weißes Prekariat am Rande der Gesellschaft und die Parallelgesellschaft der Farbigen. Seit meiner Jugend kenne ich dank Tom Sawyer, die Waltons. Durch sie und viele andere Quellen war ich vertraut mit diesen Versatzstücken, doch Harper Lee hat sie, das merkte ich erst auf den zweiten Blick, zu einem dichten und lebendigen Mikrokosmos verwoben. Vor allem aber, das ist ihre große Stärke, blickt sie immer wieder genau in die Seelen der Figuren, belässt es nie beim Anschein, der vertrauten Oberfläche, dem Klischee. Das erzählende Kind begegnet allen Menschen unvoreingenommen und lotet so die Charaktere aus, immer wieder auch mit Hilfe ihre verwitweten Vaters, Atticus Finch, einem alternden Anwalt in der Gemeinde. Er glaubt an Freiheit und die Gleichheit vor dem Gesetz und lebt dies auch vor. Seinen Kindern ist er Vertrauter und Vorbild und vor allem Freund, der sie auch als Gesprächspartner ernst nimmt. Ansonsten lässt er ihnen sehr viel Freiheiten. Weit mehr, als Calpurnia, die schwarze Haushälterin, die mit Strenge und Liebe die eigentliche Erziehungsarbeit übernimmt.

    Ein Weilchen lag das Buch mit einem Lesezeichen in der Mitte neben meiner Bettstatt unberührt. Ich fand den Ruf, den es genießt, eher rätselhaft. Doch dann las ich weiter und endlich schälten sich aus den vielen, vielen Themen im Buch drei heraus, die sich in der zweiten Hälfte immer dichter verwoben: Rassismus, Gerechtigkeit und vor allem die Menschlichkeit in ihren guten und schlechten Ausprägungen.

    Als Atticus einen Schwarzen als Pflichtverteidiger vertritt, der beschuldigt wird, ein weißes Mädchen vergewaltigt zu haben, ein Vorwurf, der in Alabama in dieser Zeit beinahe automatisch zur Verurteilung führt, und er dieses Mandat auch noch sehr ernst nimmt, kommt es zu verdeckten und offenen Anfeindungen gegen diese „Niggerfreunde“. Atticus gelingt der Ritt auf der Rasierklinge, gelassen den gehässigen Klatsch zu überhören und sich dennoch sich dem Unrecht, notfalls auch dem Lynchmob entgegenzustellen, mit nichts weiter bewaffnet als aufrichtiger Überzeugung und Manieren. Er lehrt er seine Kinder, die Menschen zu verstehen, sich in die anderen hineinzuversetzen und niemanden zu verurteilen, nicht einmal die Bekannten und Nachbarn, die den Angeklagten lynchen wollten. Denn manchmal, so lehrt er sie, sind auch vernünftige Menschen verblendet. Dann stünde irgendetwas zwischen ihnen und ihrer Vernunft, ein Vorurteil, eine Angst oder sonst ein Gefühl.

    So wird über niemandem der Stab gebrochen, denn man muss ja auch in Zukunft friedlich zusammenleben. Dennoch werden im Roman die Schwächen und Unzulänglichkeiten und das Unrecht nie ausgeblendet, verleugnet und auch nicht beschönigt, denn der Angeklagte muss sterben, auch wenn Atticus im zentralen Prozess seine Unschuld offen zu Tage fördern kann. War sein Einsatz umsonst? So sieht es sein Sohn, und doch hat sich manches geändert, wenn auch einstweilen nur in den Köpfen. Aber genau da, in den Köpfen der Menschen, muss wohl alle gesellschaftliche Veränderung beginnen.

    So birgt das Buch gewaltigen gesellschaftspolitischer Sprengstoff, liebenswürdig verpackt in rosa Seidenpapier mit Schleifchen. Im seinem Kern ist es hochexplosiv und gerade heute so hochaktuell wie vor sechzig Jahren, als es erschien – in Amerika ebenso wie bei uns und vielleicht überall, wo Menschen mit Vorurteilen die Gesellschaft gestalten.

    Wie konnte ich dieses Buch nur übersehen? Es hielt mich bis drei Uhr wach, und nun, da ich das Werk als ganzes kenne, bin ich begeistert. Ich glaube, es verdient ein Plätzchen bei meinen Lieblingsbüchern.

    Rezension von www.perspektivwechsel.webador.de

  8. Cover des Buches Falling Skye - Kannst du deinem Verstand trauen? (ISBN: 9783649633440)
    Lina Frisch

    Falling Skye - Kannst du deinem Verstand trauen?

     (230)
    Aktuelle Rezension von: vib_very_important_books

    Okay also dieses Buch war ein einziges Auf & Ab...🙊

    Der Anfang war wirklich (so leid es mir tut!) miserabel. Das ist auch der Grund, weshalb ich diesem Buch keine 5 STERNE geben kann. Bis Seite 250 hat es sich gezogen & es ist nicht wirklich etwas spannendes passiert ... aber dann hat das ganze eine 360° Wendung durchgemacht! 

    Skye ist mir sympathischer geworden & Alexander mochte ich richtig, richtig gerne! Und dann? Ja, Dann sind die Ereignisse explodiert!🙈

    Ich finde, dass dieses Buch ein sehr wichtiges & leider Gottes immer noch aktuelles Thema behandelt - und die verschiedenen Plottwists machen einen echt fertig!😂

    Also dieses Buch ist auf jeden Fall eine Leseempfehlung!! ♥️♥️

  9. Cover des Buches Miroloi (ISBN: 9783446261716)
    Karen Köhler

    Miroloi

     (149)
    Aktuelle Rezension von: Runenmädchen

    Die Autorin hat eine Welt erschaffen, die sich auf eine einzige Insel bezieht. Man weiß nicht, wo sie liegt. Aber man weiß durch Händler, dass es außerhalb der Insel fortschrittlicher und moderner zugeht. 

    Die Erschaffung dieser Welt wirkte auf mich sehr abstrus. Die Autorin hat sich an (uns in der Realität bekannten) verschiedenen (teils vergangenen) Gesellschaften, Kulturen und Subkulturen bedient, um ihre eigene Welt zu schaffen. 

    Es entstand ein strenges Patriarchat, das von allen hingenommen wird. Alles wird vorgegeben, freie Entscheidungen gibt es nicht, Unterdrückung ist an der Tagesordnung. Es gibt auch keine Anflüge von Feminismus oder Emanzipation. Es gibt eine Religion, die ein Mix aus unseren Weltreligionen und einigen Sekten zu sein scheint. 

    Usw. 

    Im Prinzip eine gute Idee. Aber die Welt wird gefühlt nur anhand von Aufzählungen und Aneinanderreihungen beschrieben. Wie eine betriebliche Anleitung, weniger wie eine Geschichte, die erzählt wird. Es wirkte alles zu konstruiert, die Leichtigkeit hat mir gefehlt. Dadurch konnte ich keine Beziehung zu der Protagonistin oder anderen Figuren aufbauen. 

    Der Schreibstil wirkte auf mich teilweise zu plump, zu salopp, oder auch zu gewollt in Bezug auf Unschuld und Naivität. Und es war mir zu gegensätzlich: Manchmal war es kindlich naiv und dann wieder rotzig vulgär. Passte im Verhältnis nicht zueinander. Schlichtweg mochte ich den Ausdruck nicht. Zudem wurde etliches wiederholt. 

    Vieles hat für mich nicht funktioniert oder war unlogisch. Das war einfach nicht mein Buch.

  10. Cover des Buches Der Zopf (ISBN: 9783596522668)
    Laetitia Colombani

    Der Zopf

     (590)
    Aktuelle Rezension von: Hortensia13

    Smita will den Status als Unberührbare in Indien nicht hinnehmen. Ihre Tochter hat eine andere Zukunft als Ausgestossene der Gesellschaft verdient. Smita muss eine weitreichende Entscheidung treffen. Zur gleichen Zeit steht Giulia in Sizilien auch einem lebensverändernden Schritt. Sie muss ihr Familienunternehmen retten. Sarah steht in Kanada vor dem Ziel ihrer beruflichen Karriere, doch dann erfährt sie, dass das Leben anderes mit ihr geplant hat.

    Laetitia Colombani erzählt die Geschichte von drei Frauen, die rund um den Globus unabhängig voneinander leben und doch wie ein Zopf verpflochten ist. Mich hat besonders die Situation von Smita bewegt. Unter welchen Bedingungen Frauen in gewissen Länder leben und leiden müssen, ist einfach nur schrecklich.

    Den Schreibstil der Autorin finde ich nach wie vor etwas eigen, da sie keine direkte Rede nutzt. Aber sie schaffte es mich so auf den Lebensweg jeder einzelnen Frau mitzunehmen, so dass mich das kaum mehr störte.

    Mein Fazit: Ein schlichter Roman der aus dem Leben erzählt, aber das Herz bewegt. 5 Sterne.

  11. Cover des Buches Kim Jiyoung, geboren 1982 (ISBN: 9783462053289)
    Nam-Joo Cho

    Kim Jiyoung, geboren 1982

     (246)
    Aktuelle Rezension von: Caro_Lesemaus

    Es ist Alltagssexismus, den die Autorin Nam-Joo Cho hier beschreibt. Erschreckend, dieses Wort, "Alltagssexismus", als wäre es etwas ganz Normales. Aber letztlich ist es genau das - Sexismus ist Normalität. Benachteiligung von Frauen in alltäglichen Situationen, im Beruf, unter Freunden, sogar innerhalb der eigenen Familie und ganz besonders im Zuge der Mutterschaft. Einige Aspekte scheinen in Korea noch weitaus ungerechter und prägender zu sein, aber letztlich gibt es diese Probleme auch bei uns und vermutlich (leider) in jedem anderen Land auf dieser Welt mit unterschiedlicher Härte und Konsequenzen für die Frauen. 

    Die Autorin schreibt die Geschichte von Kim Jiyoung in einem deskriptiven Stil, der wenig Romanhaftes an sich hat und damit eine so authentische Atmosphäre schafft, als wäre dies eine Biographie. Im letzten Kapitel erschließt sich der Grund für diesen Stil, den ich in seiner Nüchternheit sehr geschätzt habe, weil es verdeutlicht, wie wenig besonders diese Probleme sind, die Kim Jiyoung durch ihre Rolle als Frau und Mutter hat. Beinahe jede Frau auf dieser Welt kann zumindest Teile des Geschilderten sehr gut nachvollziehen, da es ihr selbst so ähnlich passiert ist. Wie schlimm, dass dies unser Alltag ist und wie gut, dass Nam-Joo Cho dieses Buch geschrieben hat, das zu Recht international Aufsehen erregt hat.

    Fazit:

    Der nüchterne, deskriptive Erzählstil bringt die Dramatik und Verzweiflung dieser jungen Frau auf den Punkt. Man wird wütend, man wird betroffen, man kann das alles nur zu gut verstehen. Ich wünsche mir, dass viele Chefs, Ehemänner, Väter diesen Text lesen und es irgendwann eine Generation geben kann, in denen diese hier dargestellten Geschlechterunterschiede keine Rolle mehr spielen.

  12. Cover des Buches The Hate U Give (ISBN: 9780062498533)
    Angie Thomas

    The Hate U Give

     (144)
    Aktuelle Rezension von: ourbookstories_

    𝒵𝓊𝓈𝒶𝓂𝓂𝑒𝓃𝒻𝒶𝓈𝓈𝓊𝓃𝑔:

    Starr ist 16 Jahre alt und lebt in Garden Heights, dem „Ghetto“, wo Kriminalität und Drogen alltäglich sind. Sie hat das Glück außerhalb von Garden Heights zur Schule zu gehen. Auf die High School gehen sonst nur weiße, reiche Jugendliche. Eigentlich führt Starr ein relativ langweiliges Leben, bis eines Abends ihr bester Freund Khalil von einem Polizisten erschossen wird. Und das Schlimmste: sie muss dabei zusehen.
    Dieser schreckliche Vorfall löst Proteste aus und als die Medien Khalil als einen schwarzen Drogendealer abstempeln, beginnt die Situation immer mehr zu eskalieren. Da Starr die einzige Zeugin ist, hat sie die Chance, die Menschen davon zu überzeugen, dass Khalil viel mehr als ein Drogendealer war, aber sobald sie die Aufmerksamkeit auf sich lenkt, könnte sie in Lebensgefahr schweben. Soll sie ihr Leben wirklich riskieren, um den Fall ihres besten Freundes aufzuklären?

    𝐹𝒶𝓏𝒾𝓉 :

    Dieses Buch veranschaulicht das Thema Rassismus und Polizeigewalt so gut wie kein anderes. Gerade auch für jüngere Menschen ist das Buch besonders geeignet, um an die Thematik heranzuführen. Angie Thomas hat einen wunderbaren Schreibstil. Das Buch ist einfach und flüssig geschrieben und deshalb sehr fesselnd. Die Autorin hat es geschafft, den Leser voll und ganz in die Geschichte eintauchen zu lassen.
    Starr entwickelt sich zu einem sehr starken und mutigen Charakter, was sie meiner Meinung nach auf jeden Fall ist. Nach dem Tod ihres besten Freundes versucht sie immer noch für Andere da zu sein und sich nicht einschüchtern zu lassen.
    Man kann sich sehr gut in Starr, ihre Probleme und Ängste hineinversetzen und möchte das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen. Die Story ist realistisch und ergreifend dargestellt.
    Außerdem sorgt das Buch dafür, dass man beginnt sich mit der Thematik genauer zu beschäftigen. Mich hat es jedenfalls bisher nicht wieder losgelassen.
    Alles in allem auf jeden Fall eines unserer Must-Reads, gerade da es ein so wichtiges Thema in unserer Gesellschaft aufgreift.

  13. Cover des Buches To Kill A Mockingbird (ISBN: 9781784752637)
    Harper Lee

    To Kill A Mockingbird

     (448)
    Aktuelle Rezension von: chillbibliophie

    INHALT:

    At the age of eight, Scout Finch is an entrenched free-thinker. She can accept her father's warning that it is a sin to kill a mockingbird, because mockingbirds harm no one and give great pleasure. But Scouts world isn‘t as happy as it seems. 

    REZENSION:

    Ich bin relativ schwer in das Buch hineingekommen. Das könnte aber an der englischen Version liegen. 

    Die Geschichte wird aus der kindlichen Sicht von Scout, was also auch etwas anders ist. 

    Leider war für mich einfach nicht wirklich viel los. Erst am Seite 200/310 ging es mal. Da wurde auch endlich das Hauptthema aufgegriffen. 

  14. Cover des Buches The Hate U Give (ISBN: 9783570312988)
    Angie Thomas

    The Hate U Give

     (611)
    Aktuelle Rezension von: Mayalu

    The Hate u Give ist  brilliat. Das Buch hat mich total gefesselt. Die Handlung ist einfach genual und hat mich nach jedem Kapitel aufs neue überrascht. Absolut empfehlenswert!!

  15. Cover des Buches Die Dämonenakademie - Der Erwählte (ISBN: 9783453269842)
    Taran Matharu

    Die Dämonenakademie - Der Erwählte

     (121)
    Aktuelle Rezension von: Betty1337

    Ein Buch für alle die Action und Fantasy lieben, aber mit Liebe an sich nichts am Hut haben.

    In einem Land namens Hominium, das zwischen dem Land der Elfen und dem der Orks liegt, herrscht Krieg.
    Gegen die Elfen im Norden und den Orks im Süden. Doch selbst in Hominium gibt es Zwergenaufstände.
    Ja richtig! Elfen, Orks und Zwerge. Und es gibt Dämonenbändiger

    Die Elfen sind immer kurz davor mit dem Menschen Frieden zu schließen. Doch es herrscht immer noch Krieg...
    Die Orks sind grausam und werden immer stärker.
    Den Zwergen gehört eigentlich das Land Hominium, doch als die Menschen es Besetzten zogen sie sich zurück und leben nun Teilweise unter ihnen.
    Sie sind die einzigen Hersteller von Musketen, eine Art Pistolen, die Wirkungsvoller gegen Orks sind als Schwerter. Man kann auch sagen das einzige das die Orks aufhält.
    Dämonenbändiger sind sowohl unter den Menschen als auch unter den Elfen, Zwergen und Orks vertreten.
    Die Dämonenbändiger unter den Menschen sind meist Vertreter einer Adelsfamilie oder Bastarde einer.

    In diesem Hominium gibt es eine kleine Stadt in der Nähe der Elfenfront namens Pelz.
    Und eines Nachts wird vor dem Tor dieser Stadt ein kleines Baby mitten im Schnee gefunden.
    Es wird von dem Schmied Berdon aufgenommen und aufgezogen.
    Er nennt es Fletcher.

    Pelz wird von einer gemeinen Familie, den Cavells kontrolliert.
    Und ausgerechnet Fletcher scheint das Hauptziel der Schikane deren Jüngsten Sprösslings, Didric, zu sein.
    Er versucht ständig ihn und seinen Ziehvater bei irgendetwas zu erwischen um ihn bei seinem Vater anzuklagen.
    Oder er lässt Fletcher nicht durch das Haupttor wenn dieser von der Jagd kommt.

    In Pelz gibt es einen Tag im Jahr, an dem die die an die Elfenfront geschickt werden bei ihnen vorbeikommen um noch ein paar Sachen zu kaufen oder zu verkaufen.
    So kam es das an diesem Tag auch ein seltsamer Händler auftauchte, der allerlei Dinge von der Ork Front mitbrachte.
    Darunter auch ein Tagebuch eines Dämonenbändigers.
    Er hatte zu all seinen Wahren eine Geschichte zu erzählen.
    Fletcher der bei Berdon in der Schmiede beim Verkauf mithalf Hörte ihm gern zu.
    Am Abend trafen sich Fletcher und der Händler in der Taverne.
    Sie Freundeten sich an. Doch dann tauchte Didric auf und verlangte das Tagebuch das der Händler am Tag nicht verkaufen konnte.
    Doch dieser wollte es ihm nicht geben. Es kam zu einem Kampf, den Fletcher und der Händler gerade so gewannen.
    Zum Abschied schenkte der Händler Fletcher das Buch, da er ihm danken wollte.
    Fletcher war so neugierig dass er das Buch aufschlug kaum das er Zuhause war. Das erste was er darin fand war eine Beschwörungsformel.
    Noch am selben Abend machte er sich auf den Weg zu Friedhof um mal zu schauen was passiert. Er erwartete nichts doch man kann es ja versuchen.

    Ich finde der erste Band ist ein gelungener Auftakt der Trilogie. Sie hat mich in ihren Bann gezogen. Und kaum das ich mich versah war es auch schon zu Ende.
    Im späteren verlauf lernen wir auch den kleinen Dämon Ignatius, den Zwerg Othello und die Elfe Sylva kennen.
    Die Geschichte ist sehr ausführlich geschrieben.
    Tipp an alle Leseratten die gerne vor Spannung Platzen könnten, hört niemals beim Ende eines Kapitels auf, den ihr werdet sonst nicht schlafen können.
    Fletcher ist ein gutes Vorbild für alle die nur wenig auf sich halten, er zeigt das man mit Kreativität, Freundschaft und ein wenig Mut großes erreichen kann.
    Doch auch in einem Buch voller Magie kommt der Schwertkampf und das Bogenschießen nicht zu kurz. Also für alle die Action lieben und mehr über Waffen und Kampfausrüstung wissen wollen ist auch was dabei.
    Den einzigen Minuspunkt gebe ich dafür, dass das Ende viel zu kurz ist. Es ist nicht ganz so ausführlich geschrieben wie der Anfang.

    Aber genug von mir. Bildet euch selbst eine Meinung.

  16. Cover des Buches Die Analphabetin, die rechnen konnte (ISBN: 9783328100157)
    Jonas Jonasson

    Die Analphabetin, die rechnen konnte

     (688)
    Aktuelle Rezension von: -nicole-

    Die unglaubliche Geschichte von Nombeko Mayeki, die von Südafrika nach Schweden reiste – mit schwerem Gepäck... 

    Mit fünf fing sie an zu arbeiten, mit zehn wurde sie Waise, mit fünfzehn von einem Auto überfahren. Im Grunde deutete alles darauf hin, dass Nombeko ihr Dasein in ihrer Hütte im größten Slum Südafrikas fristen und sehr früh sterben würde. Aber Nombeko war ein Rechengenie – und schon bald lag das Schicksal der Welt in ihren Händen...
    (Quelle: Klappentext – Verlage carl’s books /Penguin


    Inzwischen habe ich alle Romane von Jonas Jonasson gelesen – bis auf „Die Analphabetin, die rechnen konnte“. Das Buch erschien erstmals im November 2013 und war damals der zweite Roman des Autors. Das habe ich nun nachgeholt – das Buch ist genau wie seine anderen Romane: Herrlich skurril mit absolut schrägem Verlauf. Hauptfigur hier ist die anfangs vierzehnjährige Nombeko Mayeki, die in einem Armenviertel in Südafrika aufwächst, als Latrinentonnenträgerin arbeitet und in einer kleinen Hütte lebt. Doch schon bald entdeckt Nombeko, die nie eine Schule besucht hat, ihre Leidenschaft für Zahlen und erstellt in Sekundenschnelle die kompliziertesten Berechnungen. Auch wird sie von der Analphabetin schnell zu einer begeisterten Leserin. Als sie es endlich schafft, ihr altes Leben hinter sich zu lassen und sich von Soweto auf dem Weg zur Nationalbibliothek von Pretoria macht, wird sie prompt von einem Auto überfahren – und so nimmt das Schicksal schließlich seinen Lauf…

    Ab diesem Moment erlebt Nombeko einiges: Von einem hochgeheimen Projekt, das ein Ingenieur leitet, der eigentlich keine Ahnung hat, über eine Atombombe, die es eigentlich gar nicht gibt bis hin zu der Bekanntschaft von schwedischen Zwillingen, die auch nur zur Hälfte existieren.    

    Von Südafrika geht es für Nombeko zufällig nach Schweden, wo die ehemalige Analphabetin einiges durcheinanderbringt – und etwas im Gepäck hat, was mal eben alles aus den Angeln heben könnte. Auf ihrem Weg begleiten sie u.a. die Holger 1 und Holger 2, die ebenfalls schon ein ziemlich ungewöhnliches Leben hinter sich haben. Und natürlich läuft alles anders als geplant:

     „Wenn erst einmal der Wurm drin ist, dann ist er so richtig drin. Natürlich war die Bombe zum einzigen Schrottplatz auf der ganzen weiten Welt gebracht worden, zu dem sie nicht hätte gebracht werden dürfen.“ 
    – Seite 279


    Wie schon bei „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ mischt auch hier die Hauptfigur - eher unbewusst- in der Weltpolitik mit. Mal mit schwarzem, aber auch ziemlich  trockenem Humor schildert der Autor die aktuelle Lage. Die an sich schon schrägen Charaktere machen hier einiges mit.


    „Nombeko hatte den Fahrerwechsel vorgeschlagen. Schlimm genug, wenn sie mit einer Atombombe auf einem überladenen Anhänger durch die Gegend fuhren. Dann sollte der Fahrer zumindest den Führerschein haben.“ – Seite 284


    Das erste Drittel verlief zeitweise etwas schleppend, mache Ausführungen fand ich hier zu ausschweifend. Als Nombeko dann nach Schweden kommt, wird es interessant. Hier kommt Schwung in die Geschichte mit einigen Überraschungen. Die Handlung erstreckt sich über mehrere Jahrzehnte und nimmt einen ziemlich verrückten und überraschenden Verlauf, in dem auch berühmte Persönlichkeiten nicht fehlen.

    Mein Fazit: Ein herrlich schräger Roman im typischen Jonasson-Stil. Die skurrile Handlung mit ihren besonderen Charakteren hält einige Überraschungen bereit. Anfangs etwas schleppend, nimmt die Story dann aber an Fahrt auf und entwickelt sich interessant und ziemlich unglaublich. Man muss sich auf die Geschichte einlassen, da sie schon sehr speziell ist. Doch in dieser Form ist sie gelungen und sehr unterhaltsam!

  17. Cover des Buches Die Nickel Boys (ISBN: 9783446262768)
    Colson Whitehead

    Die Nickel Boys

     (158)
    Aktuelle Rezension von: Papiertiger17

    Über weite Strecken ein durchschnittlicher Roman. Die Figuren wirken über die Hälfte des Werkes eher eindimensional und die Erzählweise kann einen nicht so richtig packen. Erst die letzten beiden Kapitel sind dem Autor mit einer ergreifenden Wendung und enormer Tiefe sehr gut gelungen. Für thematisch interessierte Leser auf jeden Fall empfehlenswert.

  18. Cover des Buches Drachenläufer (ISBN: 9783833308116)
    Khaled Hosseini

    Drachenläufer

     (1.920)
    Aktuelle Rezension von: gst

    Dies ist die Geschichte von Amir und Hassan, zwei afghanischen Jungs. Sie sind befreundet, obwohl der Vater von Amir geschätzt und wohlhabend ist und Hassan „nur“ sein Diener. Während Amir zur Schule geht, bügelt ihm Hassan die Hemden. Als Hazara gehört er einer Ethnie an, die von den meisten Afghanen verachtet wird. Doch Hassan ist treu, lässt nichts auf Amir kommen. Das Aufwachsen ohne Mutter, nur mit dem Vater, verbindet sie. Allerdings lebt Hassan bei seinem Vater Ali in einer armseligen Hütte und Amir in einem palastähnlichen Haus.

    Schon im ersten Kapitel erfahren wir vom Ich-Erzähler Amir, dass er mit zwölf Jahren, im Winter 1975, große Schuld auf sich geladen hat. Dann berichtet er – fast übergangslos - von der gemeinsamen Kindheit in Kabul vor der sowjetischen Invasion. Da wird eine Stadt lebendig, die es so schon lange nicht mehr gibt.


    Khaled Hosseini ist ein begnadeter Geschichtenerzähler. Er wurde am 4. März 1965 als ältestes von fünf Kindern in Kabul geboren. Sein Vater stand im Dienst des afghanischen Außenministeriums, seine Mutter unterrichtete Persisch und Geschichte an einer Mädchen-High-School. Nach Aufenthalten in Teheran und Paris erhielt die Familie 1980 Asyl in den USA, wo Khaled 1993 zum Doktor der Medizin promovierte. „Drachenläufer“ erschien 2003 und war der erste Roman des verheirateten, zweifachen Vaters.


    Als Leserin bin ich in dem Roman versunken und habe alles um mich herum vergessen. Ganz nebenbei erfuhr ich so einiges aus der Geschichte Afghanistans seit 1975: Von den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen, vom anfangs noch unbeschwerten Leben und dem Übergang zur Talibanherrschaft, die Amirs Vater veranlasste, mit seinem Sohn nach Amerika auszuwandern. Nun weiß ich, dass Afghanen auch im Exil ihre Bräuche in Ehren halten.
     Der Autor weiß seine Leser zu fesseln, literarisch und emotional. Manchmal kann man auflachen, auf anderen Seiten die Tränen nicht zurückhalten. Dieses Buch hat mich aufgewühlt und von jeglicher Lethargie befreit, weshalb ich es in meine persönliche literarische Apotheke aufnehme.

  19. Cover des Buches Mädchen, Frau etc. - Booker Prize 2019 (ISBN: 9783608504842)
    Bernardine Evaristo

    Mädchen, Frau etc. - Booker Prize 2019

     (82)
    Aktuelle Rezension von: Katja_Brnngr

    Ein beeindruckendes Buch über das Leben von 12 Frauen. Das Thema ist hoch aktuell und sollte von jedem erst genommen werden!


    Das Cover hat mich zuerst begeistert und mich zum Lesen verführt. Der Schreibstil ist anfangs etwas merkwürdig - man gewöhnt sich jedoch recht schnell daran (ab uns d zu fehlen ein paar Satzzeichen und man muss manches 2x lesen, um den Sinn richtig zu verstehen).


    Eine mitreisende Geschichte, die an manchen Punkten leicht überzogen ist. Dennoch absolut empfehlenswert und mit Recht ausgezeichnet mit dem "Booker Prize".

  20. Cover des Buches We Will Fall (ISBN: 9783737356015)
    Shannon Dunlap

    We Will Fall

     (102)
    Aktuelle Rezension von: bellxkpx

    Inhalt:

    Tristan und Izzy - Liebe auf den ersten Blick. 

    Als Izzy von der Lower East Side, in das für sie noch fremde Brooklyn zieht, hat sie wenig Erwartungen. Sie kennt hier niemanden. Wie soll sie an ihrer neuen Schule Freunde finden?

    Eines Abends begegnet sie zufällig dem schüchternen, aber intelligenten Tristan. Die Funken sprühen. Beide wissen sofort, dass es Liebe auf den ersten Blick ist. 

    Doch diese Liebe wird viele Probleme mit sich bringen. Tristans Cousin Marcus, der Boss im Viertel, hat es ausgerechnet auf Izzy abgesehen. Marcus weiß nichts von Tristan und Izzys Beziehung. So kommt es, dass beide sich nur heimlich treffen können. Doch jedes Geheimnis wird irgendwann ans Licht kommen und so nimmt das Schicksal seinen Lauf...


    Meine Meinung:

    Bei der Bewertung habe ich sehr lange Zeit mit mir gerungen. Ich vergebe trotzdem fünf von fünf Sternen, dennoch mit einem kleinen Abzug. Die Geschichte hat mich schon auf der ersten Seite mitgerissen und gleichzeitig fasziniert. Ich dachte, besser geht es  nicht! Doch dann kam plötzlich das Ende. Aber dazu später mehr.

    Fangen wir zuerst bei den Protagonisten an. Das Buch wird aus drei Sichtweisen erzählt. Tristan und Izzy waren mir vom ersten Moment total sympathisch. Zwei einzigartige Charaktere. Ich fand es sehr spannend, dass beide eher  naturwissenschaftlich veranlagt sind, denn in letzter Zeit habe ich viele Bücher über lyrisch und poetisch veranlagte Charaktere gelesen, die sich ja nun doch ganz anders verhalten. :D Am interessantesten fand ich jedoch das außergewöhnliche Schachtalent von Tristan. Schach ist ein sehr spezielles, aber gleichzeitig spannendes Thema. Brianna, also die dritte Erzählerin, war auch, wie ich fand, eine sehr sympathische Figur mit ihrer Vorliebe für Tarot-Karten und das Wahrsagen.

    Nun aber zurück zu Izzy und Tristan. Beide haben mich begeistert. Ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Wohl auch aufgrund des angenehmen Schreibstils der Autorin. Ihre Beziehung war intensiv, manchmal haben mir aber doch noch ein paar mehr tiefgründige Gespräche gefehlt. 

    Jetzt möchte ich noch ein paar Worte zum Ende loswerden. Ich muss einfach sagen, dass ich es sehr schade fand. Beim Lesen war ich zuerst irgendwie wütend, aber auch gleichzeitig traurig.
    Man hätte es einfach anders konstruieren können, glaube ich. Tristans Tod wirkte für mich sehr aus dem Kontext gerissen. Ich wäre sogar besser damit klargekommen, wenn er in Beziehung zu Marcus gestanden hätte, muss ich zugeben. Aber durch die Vorrausblenden an machen Stellen, wusste man eben schon genau, dass alles tragisch ausgehen wird. 

    Trotzdem ist dieses Buch sehr gelungen. Ich habe es in einem Zug durchgelesen und das ist auf jeden Fall etwas positives! Ich fand es auch schön, dass es Parallen gab zur Liebesgeschichte von Tristan und Isolde (einige Beispiele: der Liebestrank oder die "zweite" Isolde). 

    Über dieses Buch werde ich mit Sicherheit noch länger nachdenken! :D


    Fazit: Letztendlich fünf von fünf Sterne von mir!

  21. Cover des Buches Die Welle (ISBN: 9783473544042)
    Morton Rhue

    Die Welle

     (2.260)
    Aktuelle Rezension von: Kayuri

    Die Welle zeigt ein Experiment eines Lehrers bezüglich des zweiten Weltkrieges.

    Kann es auch heute noch passieren das ein Mensch eine Gruppe Personen so sehr kontrollieren kann das sie nicht mehr nachdenken was sie tun?

    Das Buch ist sehr einfach und schnell zu lesen. Es ist gut zu verstehen.

    Die Figuren handeln nachvollziehbar. Auch heute sieht man noch wie schnell sich Menschen manipulieren lassen. Im Buch wird klar das es hierbei nicht wichtig ist wie intelligent diese Personen sind oder aus welchem sozialen Umfeld sie kommen. 

  22. Cover des Buches Vergebung (ISBN: 9783453438224)
    Stieg Larsson

    Vergebung

     (2.285)
    Aktuelle Rezension von: juliakerscher

    In Vergebung wird die Geschichte, die im zweiten Teil begonnen hat, fortgesetzt. Der erste Teil ist ziemlich langsam, was aber nicht schlecht sein muss. Es kommt ganz darauf an, was der Leser bevorzugt. Für meinen Geschmack war es manchmal ein bisschen langatmig, aber nicht so sehr, dass es mich groß gestört hätte. 

    Ein toller Abschluss der Trilogie! 


  23. Cover des Buches Americanah (ISBN: 9783596521067)
    Chimamanda Ngozi Adichie

    Americanah

     (172)
    Aktuelle Rezension von: Pondofwords

    „Americanah“ zeichnet sich durch eine einfache und klare Sprache aus, sodass man leicht in das Leben von Ifemelu und Obinze eintaucht. Die Geschichte ist in sieben Teilen aufgeteilt, die jeweils ein Kapitel ihres Lebens behandeln. Immer wieder verbindet Adichie die Gegenwart mit Rückblicken in die Vergangenheit, dabei verliert man als Leser aber nicht den Faden. Viel eher erfährt man Seite für Seite mehr von den beiden Protagonisten, ihrer Gefühlswelt und ihren Entscheidungen. Mit Ifemelu und Obinze schrieb Adichie zwei unglaublich sympathische und starke Charaktere, denen man sich als Leser sehr nahe fühlt.

    Obwohl viele schwere und ernste Themen angesprochen werden, ist die Geschichte nicht erdrückend. Adichie schafft es mit ihren spitzen Bemerkungen und ihrer humorvollen Art dem Ganzen eine Leichtigkeit zu geben. Der Roman verliert trotz seiner Länge nie an Spannung, er besticht mit einem vielschichtigen Inhalt.

    Durch den Roman gewinnt man eine völlig neue Sichtweise auf die Welt. Man bekommt einen Einblick in den Alltag einer Person, die sich jeden Tag mit Diskriminierung, Vorurteilen und Rassismus auseinandersetzen muss. Ebenso lernt man die Perspektivlosigkeit kennen, die ganze Generationen betrifft. Der Roman schafft Verständnis für die Entscheidung, aus dem Land zu fliehen, um sich ein besseres Leben zu ermöglichen.

    Ich denke gerade jetzt, in Zeiten, in denen diese Themen immer größer werden, ist „Americanah“ aktueller und wichtiger den je. Allein, dass man aufmerksamer durch die Welt geht und Vorurteile oder nicht so ernst gemeinte Sprüche hinterfragt, trägt viel zu einer offeneren Gesellschaft bei. Wir alle können einander zuhören, dazu lernen und Verständnis füreinander zeigen. Ich würde jedem empfehlen dieses Buch zu lesen. 

  24. Cover des Buches Gute Geister (ISBN: 9783442714506)
    Kathryn Stockett

    Gute Geister

     (671)
    Aktuelle Rezension von: primweltenarchiv

    Wir werden zurückversetzt in eine Zeit, die vielleicht in manchen Belangen besser war, jedoch in keiner Weise in dem Punkt, den dieses Buch behandelt: Die Rassentrennung.

    Inmitten vieler furchtbarer Charaktere, die man aus heutiger Sicht nur verurteilen kann, haben wir eine herrlich sympathische Weiße, die die Rassentrennung für falsch hält – stand sie doch selbst ihrem wunderbaren Häusmädchen näher, als es zur damaligen Zeit "normal" war. Um die Missstände aufzudecken und das System ins Wanken zu bringen, will sie über die Geschichten der schwarzen Dienstmädchen schreiben. Ein absolutes No Go für solche, sich negativ über ihre Hausherren zu äußern. Doch eine mutige Frau wagt den Anfang und viele folgen ihr. 

    Ich liebe die Protagonistin, ihre Aufgeschlossenheit, sie ist ein fröhlicher Wirbelwind in finsteren Zeiten. Und ganz besonders sind mir die verschiedenen Dienstmädchen nahegegangen. Es gab traurige Moment, in denen ich den Kopf schütteln musste, und ich durfte herzlich lachen (insbesondere bei dieser einen speziellen Szene :D)

     

    Mein Fazit:

    Ein Buch, das meiner Ansicht nach jeder Mensch mal gelesen haben sollte. Hier wird ein wichtiges Thema behandelt, das zwar heute nicht mehr in diesem Ausmaß vorhanden ist, aber es ist noch da, wir bekommen es immer wieder mit, wie unsere dunkelhäutigen Mitmenschen herabgesetzt werden. Das muss aufhören und dieses Buch zeigt uns, dass wir zumindest schon einen ganzen Schritt geschafft haben in den letzten Jahrzehnten. Must Read und 5 von 5 Sternen!

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