Bücher mit dem Tag "diskussion"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "diskussion" gekennzeichnet haben.

79 Bücher

  1. Cover des Buches Paper Princess (ISBN: 9783492060714)
    Erin Watt

    Paper Princess

     (2.097)
    Aktuelle Rezension von: 9Buecherwurm9

    Ella Harper ist auf sich allein gestellt. Ihren Vater hat sie nie kennengelernt und seitdem ihre Mutter gestorben ist schlägt sie sich als Stripperin durch. Doch eines Tages taucht Callum Royal an ihrer Schule auf und behauptet ihr Vormund zu sein. Der Multimillionär nimmt sie mit auf sein Anwesen zu seinen fünf Söhnen um sich um Ella zu kümmern. So wie es sich Ellas Vater und Callums bester Freund Steve gewünscht hat.


    Wirklich viel kann ich über dieses Buch gar nicht sagen. Zu Beginn fand ich es ganz interessant, es wurde dann aber sehr schnell zu unlogisch, dramatisch und langweilig. Viele Veränderungen passierten zu schnell und Hauruck artig, sodass mir leider die Logik dahinter fehlte. Auch gibt Ella ihre Werte für meinen Geschmack viel zu schnell auf. Die Geschichte ist leider sehr oberflächlich und einseitig, ich musste mich teilweise ziemlich durch quälen.

  2. Cover des Buches Cinder & Ella (ISBN: 9783846600702)
    Kelly Oram

    Cinder & Ella

     (1.394)
    Aktuelle Rezension von: buntetraeumerin

    Mein Herz ist geschmolzen, meine Augen sind zu Herzchen geworden und meine Finger haben gekribbelt.
    Dieses Buch war so unfassbar kitschig, aber doch schnell zu lesen.

    Ella ist eine Protagonistin, die bisher in ihrem Leben viel durchmachen musste. Sie ist stark und sehr selbstbestimmt. Die Einblicke in ihre mentale Gesundheit fand ich auch sehr gut und sehr wichtig, jedoch manchmal zu oberflächlich. Viele ihre Gedankengänge wurden angeschnitten, jedoch nicht komplett besprochen.
    Auch ihre Familiensituation mit ihren Stiefschwestern fand ich sehr gut getroffen!!

    Cinder hingegen konnte mich nicht so sehr überzeugen. Er war ganz süß, aber nicht besonders tiefgründig. Teilweise ist er mir echt auf die Nerven gegangen. Seine Sicht hat mir nicht so gut gefallen, wie die von Ella.

    Die Liebesgeschichte der beiden hingegen war zuckersüß. Ihre Liebe zu Büchern und dem Droidenprinz war einfach nur klasse! Auch die Chemie hat sehr gestimmt, wobei mehr Einblicke in die Vergangenheit der beiden ihrer Beziehung sicher mehr Tiefe gegeben hätte.

    Auch, wenn ich Kitsch liebe, war mir das Ende dann doch zu viel des Guten. Fast schon war es too much...

    Ich empfehle das Buch jedem, der mal ein kitschiges Märchen zum weinen für zwischendurch benötigt!

  3. Cover des Buches Die Känguru-Chroniken (ISBN: 9783548372570)
    Marc-Uwe Kling

    Die Känguru-Chroniken

     (1.162)
    Aktuelle Rezension von: Diandra-Anja

    Hab das Buch von einer Kollegin geliehen bekommen, mit den Worten "Das ist auch was für dich!" ... Und was soll ich sagen: Sie hatte völlig Recht, ich mag es und musste ganz oft Lachen.
    Das Känguru ist schon echt durchgeknallt, doch das macht es auch wieder irgendwie Extremst Lustig. Auch wenn ich ziemlich sicher bin, das ist kein Humor für Jedermann. Einigen wird es zu Extrem sein, man sollte, schon eine gehörige Dosis Schwarzen Humar mögen, wenn man sich für das Buch entscheidet..

    Über das Cover lässt sich streiten, ich mag halt Grün nicht so sehr und es sagt auch nicht´s darüber, Was einem im Buch erwartet. Im Buchladen hätte ich, ehrlicherweise, wohl nicht danach gegriffen. Es wäre mir denke ich gar nicht aufgefallen.

    Die Story selber finde ich gar nicht schlecht und gut erzählt. Genau das Richtige für ein Wochenende. Hab auch vorhin gesehen, das Buch wurde verfilmt. - Ich glaube den Film sehe ich mir doch noch an, könnte ein schöner DVD Abend werden.

  4. Cover des Buches Der Zauberberg (ISBN: 9783596904167)
    Thomas Mann

    Der Zauberberg

     (526)
    Aktuelle Rezension von: LottenTotten

    Ich lese oft nicht, um mir einen Inhalt zu merken, um mir Details einzuprägen. Ich möchte die Atmosphäre aufnehmen, den Autor kennenlernen. Mittlerweile kann ich oft Autor und Buch nicht mehr voneinander trennen. Ich möchte herausfinden, wieso mich ein Buch anspricht und da ist stets hinter jeder Geschichte der Autor. 

    Nachdem ich nun Thomas Mann, sicher sehr oberflächlich, kennengelernt habe, kann ich mich auch nach fast einem Jahr  in,, Der Zauberberg,, hineinversetzen. Es war für mich ein Roman, der zufällig genau zum richtigen Zeitpunkt in mein Leben getreten ist. Im Zusammenhang damit würde ich sagen(vermuten, vorschlagen?!),dass ,, Der Zauberberg,, in die richtige Zeit eines Lesers gehört. Jedenfalls kann ich mir nicht vorstellen, es zwischendurch, ohne jegliche Beeinflussung der Umstände, zu lesen. 

    Das Lesen dieses Romans hat mich nicht die ganze Zeit total erfüllt, dafür waren mir einige Stellen zu anstrengend. Die Auseinandersetzung mit vielen Wissensbereichen, wie Medizin, Botanik, Politik ist gewiss passend, da sich der Protagonist dort oben weiterentwickeln möchte. Aber im Nachhinein war es (leider) zu umfangreich. Dennoch: diese Welt da oben in Davos hat mich genauso gefangen gehalten, ähnlich wie Hans Castorp, den Protagonisten.

    Dieser Kontrast zwischen vermeintlich abwertenden, kalten Äußerungen und dann wieder eindringlichen, poetischen, sensiblen Beschreibungen gibt die Grundlage für mich, sich mit dem Mann dahinter auseinanderzusetzen und dieses Werk auch im Nachhinein als für mich besonderen Roman einzuschätzen. 

  5. Cover des Buches Flammenbrut (ISBN: 9783499249167)
    Simon Beckett

    Flammenbrut

     (857)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Nachdem ich Tiere von Simon Beckett – ein weiteres rot/weiß Buch – gelesen hatte und wirklich enttäuscht war, habe ich einem zweiten Einzelband im Buddyread eine Chance gegeben. Gleich vorweg: Auch dieses Buch konnte mich nicht begeistern und wir haben sogar einstimmig entschieden, den Buddyread nach nur drei Tagen abzubrechen und die gekürzte Hörbuchversion zu wählen. Im Grunde, wollten wir lediglich wissen wie es nun ausgeht.

    Am besten an diesem Buch war das Cover. Ich mag diesen Stil und habe aus diesem Grund auch alle vier Bücher dieser Art im Regal stehen, ist jetzt eben Deko. Der Erzählstil war eintönig und ich habe keinen Bezug zu den Charakteren gefunden. Es stellte sich als sehr schwer heraus auch nur einen der Charaktere zu mögen. Ich glaube sogar, dass „der Böse“ in dieser Runde den meisten Tiefgang hatte und somit am längsten im Gedächtnis bleiben wird.

    Kate Powell – die Protagonistin – ist meines Erachtens egoistisch, unbedacht und wahnsinnig stur. Sie versucht ihre Ziele durchzusetzen und denkt zu wenig über die möglichen Folgen nach. Im Grunde ist sie einsam und denkt, dass sie mithilfe eines Kindes ein erfüllteres Leben führen wird. Jeder der bei klarem Verstand ist, weiß, dass ein Kind nicht die Lösung für die eigenen psychischen Probleme ist und einen auch nicht aus der Einsamkeit befreien kann. Als alleinerziehende Mutter weiß ich, dass das Leben gerade mit Kind auch sehr einsam sein kann, weil man in einigen Situationen nicht mehr weiter weiß und eigentlich auf Hilfe eines Partners angewiesen ist. Letztendlich ist zusammenfassend zu sagen, dass Kate Powell eine unzufriedene Existenzgründerin und ein frustrierter Single ist, die über ihren betrügerischen Exfreund nicht hinweg kommt.

    Ihre beste (und leider auch einzige) Freundin Lucy ist verheiratet und hat zwei Kinder, sie hält nichts von Kates Entscheidung und das ist meiner Meinung nach ein guter Rat. Aber auch ihr fehlt es manchmal an Einfühlungsvermögen und Sympathie. Ihr Mann Jack wird nur kurz angeschnitten und spielt im Grunde keine tragende Rolle in der Story. Und dann ist das noch Alex Turner – der Samenspender. Ein Psychiater mit einem offensichtlichen Geheimnis. Dass etwas mit ihm nicht stimmte, war von Anfang an klar und das fand ich etwas schade. Man hätte durch ihn mehr Spannung erzeugen können, aber auch hier wurde das eigentliche Potential nicht ausgeschöpft. Da ich an der Stelle nicht spoilern möchte, werde ich mit der Charakterbeschreibung aufhören.

    Das Ende war ebenfalls vorhersehbar und hat keine Überraschungen mehr bereitgehalten. Zwei Herzen gibt es allein für das Profil des Täters, da dieser trotz mangelhafter Beschreibung und größtenteils hervorsehbarer Vergangenheit ein bisschen Interesse geweckt hat, das Buch in gekürzter Variante zu beenden.

    Der Verlag zeigt auf seiner Website folgende zwei Kurzmeinungen: „Absolut lesenswert!“ Rheinische Post und „Überraschend und rasant.“ Ruhr Nachrichten. Natürlich wird der Verlag keine Verriss Rezensionen zeigen, aber das kann ich echt nicht nachvollziehen. Ich bin mir nicht sicher, ob das Buch von so einem großen Verlag herausgebracht worden wäre, wenn es ein unbekannter Autor geschrieben hätte. Aber das werden wir niemals erfahren.

    Ich werde den anderen beiden Büchern sicher irgendwann noch eine Chance geben, aber erstmal bin ich geheilt.

  6. Cover des Buches Engel der Nacht (ISBN: 9783442472086)
    Becca Fitzpatrick

    Engel der Nacht

     (1.183)
    Aktuelle Rezension von: Fire

     

  7. Cover des Buches Nichts ist okay! (ISBN: 9783423650243)
    Jason Reynolds

    Nichts ist okay!

     (38)
    Aktuelle Rezension von: CorniHolmes

    Der Jugendroman „Nichts ist okay!“ von Jason Reynolds und Brendan Kiely ist erstmalig im August 2016 auf Deutsch erschienen. Das Buch könnte wohl aber aktueller nicht sein, schließlich behandelt es eine immens wichtige Thematik: Rassismus und Polizeigewalt gegen Schwarze in den USA. Da ich mir fest vorgenommen habe, mehr Bücher über dieses Thema zu lesen, stand für mich sofort fest, dass ich das Gemeinschaftswerk der beiden US-amerikanischen Autoren unbedingt bei mir einziehen lassen muss! 



    Der 16-jährige Rashad möchte diesen Freitagabend zusammen mit seinen Freunden zu einer angesagten Party gehen. Vorher macht er noch einen kleinen Abstecher zu Jerry‘s, um dort eine Tüte Chips zu kaufen. Als er sich bückt, um sein Handy aus seiner Sporttasche zu holen, stolpert eine Kundin plötzlich über ihn. Ehe es sich Rashad versieht, wird er von einem jungen Polizisten gepackt und aus dem Laden gezerrt. Er wirft ihm Diebstahl vor und beginnt brutal auf ihn einzuschlagen. Rashad verliert das Bewusstsein und wacht erst im Krankenhaus mit gebrochener Nase, Rippenbrüchen und inneren Blutungen wieder auf.

    Quinn, ein weißer Mitschüler von Rashad, war an dem Freitag ebenfalls auf dem Weg zu Jerry‘s und hat die Szenerie schockiert beobachtet. Was das Ganze noch schlimmer für ihn macht: Quinn kennt den weißen Polizisten, der den schwarzen Jungen vor dem Laden so heftig verprügelt. Bei ihm handelt es sich um Paul Galluzzo, der große Bruder seines besten Freundes. Quinn weiß nicht, wie er sich nun verhalten soll. Er schweigt zunächst und hofft, dass niemand gesehen hat, dass er Zeuge dieser schrecklichen Szene war.

    Die Stadt Springfield gerät in einen Ausnahmezustand, als ein Video über den Vorfall auftaucht und die Medien verstärkt über die Ereignisse berichten. Während Rashad im Krankenhaus von den Auswirkungen der Geschehnisse erfährt, steckt Quinn mittendrin. Sein innerer Konflikt wird immer größer. Soll er weiter den Mund halten und Paul schützen? Oder soll er sich der Wahrheit stellen und aktiv werden? 



    Als ich mit dem Lesen begann, haben mich bereits die ersten Seiten erschüttert und aufgewühlt. Rassismus, Vorurteile und Gewalt sind definitiv keine leichten Themen, aber ungemein wichtige, über die man sich dringend informieren sollte! Solltet ihr gerade auf der Suche nach einem richtig guten Jugendbuch sein, das diese ernste Thematik ausgezeichnet behandelt, kann ich euch nur sehr ans Herz legen, „Nichts ist okay!“ von Jason Reynolds und Brendan Kiely zu lesen!



    In meinen Augen haben die beiden Autoren gemeinsam ein unglaublich tolles Buch aufs Papier gebracht, welches man meiner Ansicht nach unbedingt im Unterricht durchnehmen sollte. Als Schullektüre eignet es sich wahrlich hervorragend, da es eine Menge Stoff zum Nachdenken und Diskutieren liefert und auf eine absolut authentische und einfühlsame Weise aufzeigt, dass Rassismus nicht der Vergangenheit angehört, sondern leider nach wie vor ein Teil unserer Gesellschaft ist. Viele wollen das nicht wahrhaben und verschließen die Augen vor der Wahrheit, aber das ändert nichts an der Tatsache: Rassismus ist nach wie vor brandaktuell. Darüber schweigen, wegsehen und nichts tun ist vollkommen falsch – wir müssen aktiv werden und handeln, nur so wird es uns hoffentlich gelingen, diese große Diskriminierung, die immer noch unter uns Menschen herrscht, irgendwann zu überwinden.



    Diese Aussage und noch manches mehr wird uns anhand der Erzählungen von Rashad und Quinn verdeutlicht. Das Buch wird im Wechsel der beiden erzählt, jeweils in der Ich-Perspektive. Mir haben die ständig wechselnden Sichtweisen wahnsinnig gut gefallen, da wir dank dieser zwei verschiedene Blickwinkel auf die Geschehnisse erhalten.

    Während Jason Reynolds, der selbst Afroamerikaner ist, den Part des schwarzen Rashads übernommen hat, hat der weiße Autor Brendan Kiely die Kapitel des hellhäutigen Quinns geschrieben. Meiner Meinung nach haben beide Autoren einen grandiosen Job gemacht. Beide schildern sie die Vorkommnisse auf eine schonungslos ehrliche und erschreckend realistische Weise und frei von jeglichen Klischees. Rashad und Quinn bewegen sich im selben Umfeld und gehen auf dieselbe Schule. Sie sind zwei ganz normale amerikanische Teenager, deren Leben sich eigentlich gar nicht so sehr voneinander unterscheiden. Wäre da nicht ihre unterschiedliche Hautfarbe. 



    Ich persönlich mochte die Kapitel aus Quinns Sicht ein bisschen lieber, da ich mich mit ihm besser identifizieren konnte. Ich muss gestehen, dass ich nicht weiß, wie ich an seiner Stelle gehandelt hätte. Vermutlich hätte ich mich wie er verhalten und zunächst aus Angst und Unsicherheit einfach geschwiegen. Dass dieser Weg der falsche ist, wird Quinn aber noch realisieren. Die Darstellung seines inneren Konflikts und das Herantasten an dessen Lösung hat mir unsagbar gut gefallen.

    Rashads Passagen fand ich aber selbstverständlich auch große Klasse! Wie Quinn, so war mir auch Rashad auf Anhieb sympathisch und da seine Gefühls- und Gedankenwelt ebenfalls sehr anschaulich und feinfühlig beschrieben wird, konnte ich mich auch ihn jederzeit spielend leicht hineinversetzen. 

    Mit den Nebenfiguren konnte mich das Autorenduo ebenfalls komplett überzeugen. Allesamt wurden sie sehr glaubhaft und erstklassig ausgearbeitet.



    Ein weiterer Punkt, mit welchem mich die beiden Autoren hellauf begeistern konnten, ist der leichte, jugendliche Schreibstil. Die lockere Jugendsprache gefiel mir vom ersten Moment an unheimlich gut. Sie verleiht dem gesamten Buch nur noch mehr Authentizität und wird garantiert vor allem bei der Zielgruppe, sprich Leser ab 14 Jahren, mega gut ankommen. 



    Mit dem Ende konnten Jason Reynolds und Brendan Kiely ebenfalls vollends bei mir punkten. Es lässt so einige Fragen offen, was manche vielleicht stören wird, was mir aber gerade gut gefallen hat, da es meinem Empfinden nach einfach nur perfekt zur Geschichte passt.



    Fazit: Ein großartiger Jugendroman über eine hochaktuelle Thematik! Jason Reynolds und Brendan Kiely ist gemeinsam ein unfassbar wichtiges Buch gelungen, welches auf eine realistische, emotionale und aufrüttelnde Weise die Themen Rassismus und Polizeigewalt gegen Schwarze in den USA behandelt. Die packende Geschichte reißt einen von Beginn an mit und lässt einen einfach nicht mehr los. Sie bewegt, rüttelt auf und regt extrem zum Nachdenken an. In mir zumindest hat die Handlung genau das hervorgerufen. Ich hatte öfters Gänsehaut beim Lesen und da ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen konnte, habe ich es quasi in einem Rutsch durchgesuchtet. Ich habe eine unvergessliche und äußerst intensive Zeit mit diesem Roman verbracht und kann abschließend nur sagen: Unbedingt lesen! „Nichts ist okay!“ erhält von mir 5 von 5 Sternen!

  8. Cover des Buches Deine Juliet (ISBN: 9783442713844)
    Mary Ann Shaffer

    Deine Juliet

     (307)
    Aktuelle Rezension von: Jessica-Lang

    Deine Juliet habe ich vorweg als Film gesehen und musste mir danach das Buch kaufen um noch einmal in den Genuss zu kommen. Es ist eine wunderbare Geschichte die einem zeigt wieviel Wert einem die Menschlichkeit gibt und wie unzufrieden man sein kann wenn man bereits alles hat.

    Als Frau im Journalismus hat man es schwer und noch schwerer wird es wenn man sich im Jahr nach dem 2. Weltkrieg befindet. Doch Juliet ist mit vollem Herzen bei der Sache und lässt sich nicht unterkriegen. Als sie auf einen Brief der Guernseyer Freunde von Dichtung und Kartoffelschalenauflauf stößt, macht sie sich auf den Weg genau diese Menschen kennenzulernen und ihre Geschichte in Erfahrung zu bringen. Doch dies gestaltet sich schwieriger als erwartet, den Juliet trifft auf eine Gruppe Menschen die teilweise tief verletzt und verstört sind und ein Interview oder ein einfacher Vier-Augen-Gespräch wird beinahe so gut wie unmöglich.

    Juliet verliert ihr Herz vollkommen an die kleine Gruppe und opfert ihr Herz und ihre wenige Zeit mit ihrem beinahe Verlobten um alles in Erfahrung zu bringen und den Menschen das Leid aus dieser Zeit zu nehmen, das sie gar nicht merk wie unglücklich sie in London ist und die Verbindung zu ihrem Verlobten reißt immer stärker ein. Der nette und attraktive Bauer Dawsey Adams tut dem Ganzen wirrwarr in ihrem Herzen gar nicht gut und beinahe ist sie soweit alles abzubrechen und ihr Leben als Journalistin aufzugeben.

  9. Cover des Buches Hals über Kopf (ISBN: 9783442369768)
    Kathy Reichs

    Hals über Kopf

     (324)
    Aktuelle Rezension von: Nala73

    Mit jedem Band den ich lese wird diese Reihe besser und ich kann es kaum erwarten mit dem nächsten anzufangen.


    Was wie ein harmloser Exkurs auf eine idyllische Ferieninsel beginnt, endet für die forensische Anthropologin Tempe Brennan in einem Albtraum. Archäologische Grabungen im Sand von Dewees Island, South Carolina, fördern nicht nur bestattete Ureinwohner zutage, sondern auch eine Leiche, die erst vor wenigen Jahren verscharrt worden ist. Damit nicht genug. In einem Sumpfgebiet auf dem Festland werden Überreste eines vermeintlichen Selbstmörders entdeckt. Eigenartige Einkerbungen an den Halswirbeln des Toten sagen Tempe, dass eine makabre Verbindung zwischen den beiden Fällen bestehen muss .

  10. Cover des Buches Drei aus dem Ruder (ISBN: 9783453418912)
    Annette Lies

    Drei aus dem Ruder

     (35)
    Aktuelle Rezension von: abuelita

    sind dazu da, dass man aufgibt oder sie meistert. Das geht am besten zusammen – das jedenfalls merken die drei Frauen, die sich in einer psychosomatischen Klinik treffen. Dabei könnten sie unterschiedlicher nicht sein. Henriette weiß nicht mehr wer sie ist und was sie überhaupt will – Mieke liebt einen verheirateten Mann und Coco vertraut nur noch der Esoterik…

    Es ist ein unterhaltsamer Roman und der Schreibstil ist locker und witzig. Die drei Frauen sind plastisch und gut vorstellbar gezeichnet und Ihre gemeinsame Zeit wird von der Autorin so locker dargestellt, dass die Seiten nur so dahinfliegen.  Auch ein paar andere Charaktere sind sehr gut gestaltet, so z.B. die Psychologin Küppers, der sogar ich vertrauen würde… 😊

     

  11. Cover des Buches Das Lied der Träumerin (ISBN: 9783596188253)
    Tanya Stewner

    Das Lied der Träumerin

     (181)
    Aktuelle Rezension von: Fina
    Cover:
    Schon das Cover bei diesem Buch wirkt sehr verträumt und passt mit den Kopfhörern und den verschnörkelten Buchstaben des Titels sehr gut zur Geschichte, die von der Musik lebt. Auch das helle Blau ist für mich genau das Richtige, um Träumerei auszudrücken und ich finde die Aufmachung insgesamt sehr gelungen und wunderschön anzuschauen!
    Außerdem sein erwähnt, dass jedem Kapitelanfang ein Zitat aus Lieder oder von Musikern oder Dichtern beisteht, das wunderbar zum jeweiligen Abschnitt passt und das ganze Buch noch spezieller macht und aufwertet.

    Schreibstil:
    Ich begann das Buch zu lesen und wurde von vollkommen von der Geschichte eingesogen. Tanya Stewner schreibt federleicht, greift aber dennoch viele tiefgründige und philosophische Gedanken auf, die das Leben so aufwerfen kann. Dabei liest es sich trotzdem genauso flüssig und spannend, wie es bei einem Jugendbuch sein sollte, hat aber die passende Priese Ernsthaftigkeit und Tiefsinn dabei. Eine wirklich tolle Mischung, die es viel öfter im Jugendgenre geben sollte.

    Thema/ Inhalt:
    Der Tod ihres Vaters ist für Jana nicht nur ein Grund, um zu trauern, sondern um richtig zu leben. Kurzerhand schmeißt sie die Schule und zieht mit etwas Geld und ohne das Einverständnis ihrer Mutter nach London- die Stadt der Träumer. Hier spielte auch einst ihr Vater mit größter Leidenschaft Musik und arbeitete ein seinem Traum einer erfolgreichen Musikerkarriere. Aber wieso hat ihr Vater seinen Traum damals aufgegeben und zog mit ihrer rationalen, langweiligen Mutter nach Deutschland? Dieser Frage geht Jana, die nun als Angelia bekannt werden will, nach versucht dabei ihre Träume zu leben...

    Idee/ Umsetzung:
    Tanya Stewner hat ein wunderschönes Thema für ihr Buch gewählt. Wer denkt nicht gerne über tiefste Herzenswünsche und Träume vom Unmöglichen nach? Genau dafür bietet das Buch viel Raum und es ist eine Freude, Angelia nach London zu begleiten. Nicht nur auf viele inspirierende und besondere Menschen stößt sie dort, sie gräbt auch in der Vergangenheit und muss sich zusätzlich noch finanziell über Wasser halten. Dabei ist Angelias ständiger Begleiter nach wie vor die Musik, nach der sie ihr ganzes Leben ausrichtet und die für sie viel mehr ist als nur Gesang und das Spielen von Instrumenten- sie fühlt die Musik. Die ganze Geschichte beinhaltet sowohl die knallharte Realität, so auch den Tod, als auch viele träumerische Gedanken und Handlungen. Diese Mischung ist wirklich einzigartig und ich höre nach diesem Buch Musik nicht nur mit anderen Ohren, ich habe auch einen etwas veränderten Blickwinkel auf das Leben. Und wenn Bücher so etwas schaffen, ist das doch wirklich großartig, oder?

    Charaktere:
    Das Buch strotzt nicht nur vor Ideen und Denkanstößen, sondern hat auch spannende, lebhafte Charaktere, die in allen möglichen Farben zu leuchten scheinen. Josh ist ein so toller Kumpel, den ich mir auch wünsche und Jeremy ist einfach viel zu besonders, als dass man ihn in ein paar Sätzen abhandeln könnte. Alle Figuren sind facettenreich, haben ihren eigenen Kopf und ihre eigene Sicht auf das Leben. Liebe, Tod, Gedichte und Freundschaft in diesem Buch bleibt kein Thema zum Nachdenken aus und die Geschichte lebt von den Charakteren und diese bringen auch, mit dem was sie tun und sagen, die wunderbarsten und grausamsten Erkenntnisse des Lebens schonungslos zu Tage.

    Ende:
    Wo der Weg eines Träumers langführt, bleibt immer offen und lässt sich nicht vorschreiben. Denn jemand, der träumt, geht den Weg, welcher ungenutzter erscheint.
    Ich habe beinahe weinen müssen bei Angelias Ende der Geschichte und hoffe, dass ihr der Geschichte eine Chance gibt und für einige Stunden auch zum Träumer werdet!

    Fazit:
    Angelia goes London, und wir mit ihr! Wenn ihr zu diesem Jugendbuch der besonderen Art greift erwartet euch Spannung, Überraschung, viel Material zum Nachdenken, verrückte und ausgefallene Charaktere zum Anfassen und ganz viel Träumerei.
    Ich wünsche euch einen schönen Aufenthalt in London und musikalische Stunden im Land der Träumer!
  12. Cover des Buches Alles - worum es geht (ISBN: 9783446243170)
    Janne Teller

    Alles - worum es geht

     (47)
    Aktuelle Rezension von: kvel

    Inhalt und meine Meinung:

    Dieses Büchlein enthält eine Sammlung von ganz unterschiedlichen Kurzgeschichten, die im wesentlichen das „Alles“ thematisieren.


    Am besten hat mir gleich der erste Text mit dem Titel „Warum?“ gefallen.
    Eigentlich war diese Geschichte von allen die am schwersten Verständliche und machte mir somit den Einstieg in das Büchlein nicht leicht.

    Es wird ein Dialog geschildert, in dem eigentlich kaum etwas gesprochen wird.
    Und es geht auch aus den Dialogen kaum hervor, wer da mit wem spricht.
    Aber im Laufe des Textes klärt sich das Bild, so dass dies meiner Vermutung nach ein Patientengespräch einer Psychologin mit einem Jugendlichen ist, der eine Gewalttat begangen hat, in dem sie versucht das Motiv für diese Tat zu erfragen.
    Die begangene Gewalttat war, dass er genervt von einer brennenden Straßenlaterne jemanden mit einer herumliegenden Eisenstange zusammengeschlagen hat.

    Beispielzitat (S. 16):
    “Also bin ich nicht schuld?“
    „ ... Nein, eigentlich nicht … “
    “Du an meiner Stelle hättest das selbe getan?“
    „Äh … das weiß ich nicht … “
    „Du bist natürlich nie in meiner Situation gewesen. Aber mal angenommen …?“
    „Mal angenommen … Vielleicht ja … “
    „Du verstehst es also?“
    „ … “
    „Auf jeden Fall findest du es nicht merkwürdig, dass jemand in meiner Situation so was gemacht hat? […] Wenn man an die fehlenden Grenzen denkt, an das Licht der Straßenlaterne, den Rost der Eisenstange, dann ist es durchaus verständlich, dass ich das getan habe?“
    „ … Ja-a … “


    Diese Warum-Geschichte mit ihrem rudimentären Gespräch zeigt die Sprachlosigkeit und Hilflosigkeit von Tätern zu ihren Motiven.
    Und die immerwährende Güte und positive Grundhaltung, um nicht zu sagen „Verständnis“, von Psychologen gegenüber Gewalttätern, obwohl sie das zugrundeliegende Motiv nicht verstehen.


    Fazit: Die Texte sollen meiner Meinung nach nicht gefallen, sondern sie sollen berühren und zum Nachdenken anregen.


  13. Cover des Buches 99 harmlose Fragen für überraschende Unterhaltungen zwischen Eltern und Kindern (ISBN: 9783958625921)
    Ralph Caspers

    99 harmlose Fragen für überraschende Unterhaltungen zwischen Eltern und Kindern

     (53)
    Aktuelle Rezension von: HubertM

    Es waren einige Fragen, die ich mir nie gestellt habe. Oft  musste ich schmunzeln.

    Ralph Caspers haben wir auf der Buchmesse gesehen und seine lustige und so oft

    selbstironische Art haben wir in diesem Hörbuch wiedergefunden und genießen können.

    Das Hörbuch regt zum Nachdenken an und ist für die ganze Familie geeignet.

  14. Cover des Buches Post von Karlheinz (ISBN: 9783328102724)
    Hasnain Kazim

    Post von Karlheinz

     (24)
    Aktuelle Rezension von: Radagast

    Heutzutage wird man, sofern man es möchte, mit Nachrichten, Artikeln und Einträgen in diversen Foren überhäuft. Gewisse Themen sind ein gesellschaftlicher Dauerbrenner wie z.B. Politik, Migration und Demokratie (zumindest in Deutschland/Österreich). 

    Der Journalist Hasnain Kazim hat seit Anfang der 90iger Jahre immer wieder Post von wütenden und rechtsorientierten Menschen bekommen. Ein Potpourri an diversen Nachrichten von erbosten Menschen die ihm geschrieben haben, hat er in diesem Buch veröffentlicht.
    Beim Lesen dieser Nachrichten die Hr. Kazim bekam, bekam ich zeitweise Gänsehaut bzw. musste ich etwas schmunzeln. Gänsehaut bekam ich, wenn ich die Nachrichten von Menschen las die blindwütig in die Tasten hauten und ihrer Dummheit freien lauf ließen. Schmunzeln musste ich wenn sie als Antwort getrollt wurden und es ihnen schlagartig die "Tastatur verschlug". Die Art und Weise wie er auf diese Nachrichten antwortete fand ich zeitweise provokant und auch wieder passend. Auch dass er sich die Zeit nahm und nicht nur zwei Zeiler schrieb, sondern sich wirklich Gedanken machte wie und was er antwortete beeindruckte mich. 

    Ich kann dieses Buch jenen Menschen empfehlen denen es nicht egal ist wie man mit "Fremden" umgeht. Überlegt und liberal auf Hass und Vorurteile antwortet bzw. diskutiert. Auch ist es ein Buch wo man sich selbst reflegtieren kann. Wie fremdenfeindlich bin ich? Kenne ich meine eigene Religion (wenn man einer Religion angehört)? In welcher Gesellschaft möchte ich leben bzw. was kann ich tun um sie gut zu herhalten?

  15. Cover des Buches Der Jane Austen Club (ISBN: 9783442542468)
    Karen Joy Fowler

    Der Jane Austen Club

     (222)
    Aktuelle Rezension von: DaniW
    Wie der Titel schon vermuten läßt, handelt dieses Buch von sechs Menschen, die ihn ihrem Buchclub Jane-Austen-Romane diskutieren. Der Roman hat insgesamt sechs Kapitel, in denen es jeweils neben einem Werk von Jane Austen (eine kurze Inhaltsangabe der Romane befindet sich am Ende des Buches) vor allem um einen der Buchclubmitglieder geht. Die Bücher von Jane Austen sind dabei wie gesagt weniger wichtig als die fünf Frauen und ein Mann, die alle unterschiedliche Perspektiven und Lebenserfahrungen in die Diskussionen bringen. Mit jedem Kapitel erfährt der Leser so mehr von den einzelnen Personen und ihrem Leben außerhalb des Buchclubs. Und Karen Joy Fowler beschreibt anhand der diskutierten Jane-Austen-Romane auf eindringliche Weise die Kraft und Wirkung, die Bücher auf das Leben eines Einzelnen haben können. Ein sehr schönes Buch für ein gemütliches Wochenende - und Jane Austen-Fans kommen durch die zahlreichen Anspielungen noch mehr auf ihre Kosten!
  16. Cover des Buches Schattenschwestern (ISBN: 9783453526143)
    Christine Feehan

    Schattenschwestern

     (57)
    Aktuelle Rezension von: Mimabano
    ACHTUNG! Vierter Teil der DER BUND DER SCHATTENGÄNGER-REIHE Diese Reihe macht mich ganz wahnsinnig!Entweder finde ich einen Teil sehr gut oder wie dieser hier, Mittelmass.Ich kann nicht genau sagen was mich hier am meisten gestört hat.Ich wurde mit den Protagonisten einfach nicht warm.Habe keine emotionale Verbindung herstellen können.Es liess mich alles relativ kalt.Es gab durchaus spannende Momente.Leider stockte ich beim lesen immer wieder.Es mag auch sein das nicht jeder meiner Meinung ist,aber das Buch hat wieder zuviele Seiten, sodass immer wieder langweilige Abschnitte vorkommen.Da es wie gesagt auch gute Bände gab (für mich jedenfalls),werde ich die Reihe weiterverfolgen.Hier vergebe ich 3 Sterne für ein mittelmässiges Buch,das immer wieder an Spannung verliert.KLAPPENTEXT : 📖 Sie sind die Schattengänger,eine Gruppe herausragender Kämpfer,deren Begabung von dem brillanten Wissenschaftler Dr.Whitney verstärkt wurden.Eine von ihnen ist die Zirkusartistin Briony Jenkins, die sich aufgrund ihrer besonderen Fähigkeiten zeitlebens überall fremd und unbehaglich fühlte.Bis sie im kongolesischen Dschungel auf den verwegenen Schattengänger Jack trifft.In seinen Armen findet sie endlich die ersehnte menschliche Nähe und Leidenschaft.Dock plötzlich macht eine militärische Geheimtruppe Jagd auf sie, und eine atemberaubende Flucht in die USA beginnt...
  17. Cover des Buches Rob (ISBN: 9783802590740)
    Stefanie Ross

    Rob

     (68)
    Aktuelle Rezension von: SanNit

    Ich habe mich gleich zu Beginn gefühlt, als wenn man nach Hause kommt.
    Es ist sehr schön, wenn Charaktere noch nachhallen.
    Rob mochte ich schütteln, und mit den anderen abklatschen, weil sie so eine gute Idee hatten, damit Rob sich ein wenig den Kopf durchpusten lassen kann.
    Da kommen wir auch schon zur Story rund um Cat und Rob und noch so vielem mehr.
    Da es ja auch eine Romance ist und nicht nur Crime, war es eine Herausforderung, bei steter Verfolgung noch herzliche und gar leidenschaftliche Szenen einzubauen, die nicht ganz unrealistisch auf den Leser wirken. Für mich hat es nicht immer ganz geklappt aber irgendwie mussten die Beiden auch eine Bindung zueinander aufbauen. Es waren auf jeden Fall schöne Szenen.
    Es gibt wieder viel Militär und andere Streitkräfte, die dem Ganzen die nötige Spannung aber auch den Grund boten, hier voll konzentriert bei der Sache zu bleiben. Und das war ich. Ich hing gebannt an den Zeilen.
    Cat und Rob als Personen fand ich großartig. Beide bieten viel Zündstoff und sind trotzdem Herzensmenschen.
    Ich werde die Reihe auf jeden Fall weiter verfolgen. Aber auch die Nebendarsteller machen neugierig. Das heißt dann für mich, ich habe noch ganz viel Lesestoff vor mir.


  18. Cover des Buches Auf sie mit Gebrüll! (ISBN: 9783328104933)
    Hasnain Kazim

    Auf sie mit Gebrüll!

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Henri3tt3

    Wie ist das mit der Meinungsfreiheit?

    Was darf man sagen und was nicht?

    Darf man widersprechen?

    Oder nicht?

    Oder muss man sogar widersprechen?

    Und wenn ja, wie?

    Soll man Leute im Netz blocken?

    Soll man den Kontakt zu Bekannten abbrechen, wenn sie Corona leugnen oder rassistische Witze machen?

    Dieses Buch ist zwar keine konkrete Anleitung à la "Wenn jemand dies sagt, dann musst du das sagen", aber ich habe trotzdem viel gelernt und fühle mich jetzt nicht mehr so hilflos, verwirrt und vor allem sprachlos.

    Danke, Hasnain Kazim! ❤️

  19. Cover des Buches Cancel Culture (ISBN: 9783960790860)
    Kolja Zydatiss

    Cancel Culture

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Dr_M

    So etwas liest sich gut, klingt ungefährlich und steht auf der Rückseite des Buches. Doch das Deutsche Grundgesetz sichert die Meinungsfreiheit, man muss dafür nicht extra noch plädieren. Was soll das also? Und was bedeutet Wiederbesinnung? Ist uns die Meinungsfreiheit irgendwie aus dem Sinn gekommen? Leiden wir plötzlich unter Vergesslichkeit? Oder ist ein solcher Satz etwa eine Bitte an die Leute, die den Meinungskorridor aggressiv immer mehr einschränken?

    Der Autor dieses Buches befasst sich mit der sogenannten Cancel Culture, einem Phänomen, das Teil eines Vernichtungsfeldzuges gegen die westliche Kultur ist, die vom weißen Mann geschaffen wurde. Seit wann reagiert man auf die drohende Vernichtung lang und schwer erkämpfter Rechte und Zustände mit einem Bittgesuch? Oder mit einer Warnung, dass die westliche Demokratie in Gefahr sei?

    Obwohl der Autor auch hier herumeiert: Die Cancel Culture Bewegung ist Teil eines linken Umsturzversuches in eine neue Gesellschaft, die uns hinter die Aufklärung zurückwerfen würde. Sie funktioniert nur in den westlichen Ländern, nicht jedoch anderswo in der Welt. Und offenbar hat sich der Westen seit 1968 selbst sturmreif gemacht. Auf seine Weise verdeutlicht das auch dieser vorsichtige Text. Leider macht er nicht nur den Eindruck einer Seminararbeit, er liest sich auch so. Statt die Dinge klar und deutlich beim Namen zu nennen und eine eigene Analyse zu wagen, verschanzt sich Kolja Zydatiss hinter Aussagen anderer, die er zitiert und kommentiert.

    Das Buch beginnt mit vielen Beispielen aus der jüngsten Zeit: Menschen haben ihre Anstellung verloren, weil sie sich "falsch" geäußert oder mit den "falschen" Leuten getroffen haben. Da hilft auch keine Selbstkritik mehr wie man sie aus dem maoistischen China kennt. Im zweiten Teil befasst sich der Autor dann mit den "Treibern der Cancel Culture", um dann abschließend im dritten Teil zu klagen, dass die Demokratie in Gefahr sei.

    Das Buch bringt viele Dinge eigentlich ganz gut auf den Punkt, erklärt aber nicht die systematische Vorgehensweise der Kulturrevolutionäre und sträubt sich etwas dagegen, den marxistischen Hintergrund dieser Bewegung zu benennen. Und leider gibt es auch keine wirklich praktischen Ratschläge, wie man handeln soll, wenn man in die Fallen gelaufen ist, die dieses Vernichtungssystem ausmachen.

    Wie funktioniert also Cancel Culture? Zunächst wird ein dichtes Netz aus allen möglichen Sünden aufgespannt, dem man faktisch gar nicht entweichen kann, denn irgendein Ismus, der ganz fürchterlich schlimm ist, kann einem immer zugeordnet werden. Wirklich komisch ist dabei immer, dass diese infamen Menschen selbst genau das machen, was sie anderen vorwerfen. Wenn man nun jedoch anfängt, das mit Argumenten beweisen zu wollen, oder wenn man sich rechtfertigt, sitzt man in der perfekt aufgestellten Falle.

    Cancel Culture ist keine Form der intellektuellen Auseinandersetzung, sondern nichts weiter als ein sehr aggressiver Versuch, Dominanz und Macht zu demonstrieren und letztlich auszuüben. Wer sich dagegen mit Argumenten zu wehren versucht, hat das nicht begriffen. Das ist ungefähr so, als ob man einem Straßenschläger zu erklären versucht, dass man doch ganz lieb ist. Cancel Culture ist eine typische linke Eskalationsstrategie: Je mehr man zurückweicht, umso aggressiver wird sie. Leider ist das noch nicht bis zu Kolja Zydatiss durchgedrungen.

    Abgesehen von dieser grundsätzlichen Kritik und dem Stil des Autors, lässt sich wenig gegen seinen Text sagen. Er ist informativ, aber in seiner Laschheit wieder nur ein Beweis für die Kraftlosigkeit, mit der sich „bürgerliche“ Kräfte gegen den linken Weg in den Totalitarismus zu wehren versuchen. Man kann das gut verstehen, denn der normale Bürger ist diese gnadenlose Aggressivität nicht gewohnt und versucht, sich im Rahmen seiner ihm antrainierten Fähigkeiten zu wehren. Die Demokratie wurde schon immer von radikalen und gut organisierten Minderheiten bedroht, die sich für Auserwählte hielten und eine neue Welt schaffen wollten, die angeblich gerechter oder besser werden sollte als die alte. Herausgekommen ist dabei immer ein Gewaltregime, das Andersdenkende hemmungslos verfolgte.

    Im Übrigen zieht auch Intellektualität dagegen schon deshalb nicht, weil diese Bestrebungen stets mit einem religiösen Eifer verbunden sind, der offenbar im Menschen angelegt ist, wenn sich Größenwahn auf der einen und Herdentrieb auf der anderen Seite vereinigen. Die deutsche Geschichte bringt eigentlich Beispiele genug dafür. Aber ein Blick ins bolschewistische Russland oder ins maoistische China offenbaren dasselbe Phänomen. Gut versteckt hinter wohlklingenden Erlösungsversprechen finden die Allmachtsansprüche einer kleinen Minderheit unter bestimmten Bedingungen immer genug Gefolgsleute, um schreckliche Regimes zu installieren.

    Es wäre schön gewesen, wenn der Autor dieses Buches dieses Prinzip hinter der sogenannten Cancel Culture beschrieben hätte. Es geht nicht um irgendeine Kulturrevolution oder um Wiedergutmachung irgendwelcher vergangener böser Taten. Das ist alles nur vorgeschoben. In Wirklichkeit soll äußerst aggressiv Widerstand gebrochen werden, um in der Folge dieser Einschüchterung die Gesellschaft nach den eigenen Vorstellungen grundlegend umbauen zu können.

    Erst die jahrelange Unterwanderung eigentlich konservativer Kräfte hat den in diesem Buch beschrieben Kräften die Möglichkeit gegeben, sich in der ganzen Gesellschaft lautstark artikulieren zu können. Am Beispiel der geistigen und personellen Entkernung angeblich bürgerlicher Parteien in Deutschland sieht man sowohl das Prinzip, die Vorgehensweise und das Ergebnis von Cancel Culture, als auch die ganze Hilflosigkeit, mit der ihr begegnet wird.

    Wenn also noch nicht einmal angeblich bürgerliche Parteien sich diesem Treiben in ihrem Inneren zu widersetzen in der Lage sind, besteht wenig Hoffnung auf eine Umkehr aus diesem Marsch ins Verderben. Dessen ungeachtet setzen gewisse Leute immer noch hoffnungsvoll auf die sogenannte "bürgerliche Mitte" und übersehen dabei, dass es gerade der Nachwuchs aus diesem satten Bürgertum ist, der sich in der Cancel Culture und anderen Erlösungsbewegungen engagiert.

    Wenn man es mit Leuten zu tun bekommt, die wie oben beschrieben agieren, dann darf man sich niemals gebeugt in die Rechtfertigungsfalle drängen lassen, sondern muss mit breiter Brust die moralischen Heuchler aus ihrer selbstgefälligen Position drängen und sie mit ihren eigenen Waffen schlagen. Ihr Handeln entschlossen als das, was es wirklich ist, zu benennen und ihre Ziele zu entlarven, ist dazu eine passende Methode.

  20. Cover des Buches Der Vorname (ISBN: 9783833738982)
    Claudius Pläging

    Der Vorname

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Hellena92

    Stephan und seine Frau laden zum Dinner ein. Das Hähnchencurry ist im Ofen, der Nachtisch steht kalt. Alles ist perfekt, bis der Besuch eintrudelt. Sowohl der beste Freund der Ehefrau, als auch ihr Bruder mit Frau sind eingeladen. Könnte gemütlich sein,  wenn da nicht etwas im Raum stehen würde. Die Wahl des Vornamens des noch nicht geborenen Sohnes des Schwagers von Stephan. Soll dieser doch tatsächlich adolf heißen! Bald entsteht eine hitzige Diskussion zwischen pro und contra, die bald in Gehässigkeiten und ungesagten, dann aber ausgesprochenen Vorwürfen brandet.

    Mein Fazit:

    Eigentlich weiß man von Anfang an, wie das ganze laufen wird und Siebe da, es läuft so. Die Vorwürfe, die Diskussionen, als das mutet zunächst lustig an, geht aber in den 1,5h einfach zu weit und wird langweilig. Dann, als eigentlich alles mehr oder weniger geklärt ist, kommt das klassische Finale und Ende, das so bekloppt und unwichtig ist, dass ich hätte kotzen können. Wieso versteht ihr nicht, wann es reicht, wann ein Film gut ist und es reicht? Jedes Mal passiert es, dass noch einer drauf gekloppt wird. Danke, aber nein danke. 6 gute Schauspieler machen noch keinen guten Film. 

  21. Cover des Buches Links oder rechts? (ISBN: 9783328100751)
    Jakob Augstein

    Links oder rechts?

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Antonia_Salomon
    Das ist schon lange kein Schlagabtausch mehr, sondern das schlaffe Wiederholen von längst Gesagtem, wobei Augstein als rechthaberischer Ideologe zunehmend langweilt.
  22. Cover des Buches Wir leuchten (ISBN: 9783969666944)
    Joe Rain

    Wir leuchten

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Marie-Therese_Goldmann

    Das Buch ‚Wir leuchten‘ von Joe Rain lag lange auf meinem virtuellen SuB - schon seit letztem Jahr, ehrlich gesagt. Nun habe ich mich ‚durchgerungen‘ & es nicht eine Sekunde bereut! 

    Ich bin kein Mensch, der sich groß mit Politik beschäftigt. Ich weiß ein bisschen was und denke mir bei politischen Themen wie ‚Flüchtlingskrise‘ auch etwas dabei, aber so richtig laut und glühend für etwas in der Richtung einstehen - nein, so bin ich nicht. 

    Wahrscheinlich konnte ich mich deshalb so gut mit Estelle, der Meinungslosen, identifizieren. Die ist eine ganz geradlinige Schülerin, die eines Tages aber an genau dieser Geradlinigkeit zweifelt - und abhaut. Und zwar mit zwei Menschen, die sie nicht kennt: Isy, die Kommunistin und Daniel, der AfD-Wähler. 

    Da prallen also Welten aufeinander und es wird sehr, sehr viel diskutiert. Und das ist es, was ‚Wir leuchten‘ in meinen Augen so großartig macht: Denn bei all den Diskussionen beginnt auch der Leser, sich und seine Meinung zu hinterfragen. Soziale und politische Themen werden von vielen Seiten beleuchtet, sodass man gar nicht umhin kommt, mitzudenken und vielleicht auch mal seine Meinung zu ändern. Der flüssige Schreibstil von Joe Rain macht es einem dann noch leichter. 

    .

    Ich liebe, liebe, liebe dieses Buch. Es ist ein richtiger Goldschatz. Bitte Leute, lest dieses Buch und helft dieser grandiosen Autorin, bekannter zu werden!

  23. Cover des Buches Humankapital (ISBN: 9783732292240)
    Lyl Boyd

    Humankapital

     (20)
    Aktuelle Rezension von: StMoonlight
    Im Prinzip handelt es sich hier um die Aufzeichnung eines Gespräches, denn viel mehr erfährt der Leser nicht. Doch der Inhalt des selbigen ist überraschend:

    Ein junger Mann, der sich seinen Lebensunterhalt damit verdient Werte zu berechnen, gerät in einen Schneesturm. Durch einen Zufall findet er eine offene Schutzhütte und trifft auf einen alten Herren. Die beiden unterhalten sich und der Schutzsuchende gerät schnell in Erklärungsnot, denn was er berechnet ist das Leben von Menschen...

    Eine sehr kurze, aber doch durchaus tiefgründige Geschichte, an dessen Ende sich der Leser zwangsläufig die Frage stellt:
    Was ist (m)ein Leben wert?
  24. Cover des Buches Tyrannen müssen nicht sein (ISBN: 9783442172023)
    Michael Winterhoff

    Tyrannen müssen nicht sein

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Buecherteich
    Leider wie so oft nicht mehr der ganz große Erfolg wie das vorherige Buch von Michael Winterhoff. In gewohnter Weise analysiert er Beziehungen. Wer das erste Buch gelesen hat, erfährt hier nicht mehr so viel Neues. Trotzdem lesens- und empfehlenswert.

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks