Bücher mit dem Tag "distanz"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "distanz" gekennzeichnet haben.

30 Bücher

  1. Cover des Buches Die Seiten der Welt – Nachtland (ISBN: 9783596198535)
    Kai Meyer

    Die Seiten der Welt – Nachtland

    (682)
    Aktuelle Rezension von: Christin87

    Die Umgarnte und ihre Auftraggeberin, Mater Antiqua, sind vernichtet, doch der Kampf geht weiter. Sechs Monate sind vergangen, das Faerfax Anwesen ist nun Unterschlupf für zahlreiche Exlibri und Furia, Cat und Finnian sind bereits wieder im Einsatz. Das neue Ziel lautet das Sanktuarium zu vernichten - das Heiligtum der Adamitschen Akademie. Wir begegnen neuen Gegnern, wie Marduk, einem Siebenstern-Exlibri, der der "König des Exlibri-Ghettos" in Libropolis ist. Wir bekommen einen ausführlichen Einblick in die Familie Himmel, eine der drei führenden Familien der Akademie. Und wir treffen Summerbelle und Duncan, die Furias und Isis` Crew in ihrem Kampf unterstützen. Doch die Gegner kommen nicht nur von außen - auch innerhalb der Clique entstehen Zwietracht und Misstrauen. 

    Mit "den Ideen" gibt es neue Gegner, die aber wohl erst in Band 3 ihren großen Auftritt erhalten werden. Und zahlreiche Protagonisten bezahlen die Geschehnisse dieses Bandes mit ihrem Leben.

    Mit dem Vorwissen aus Band 1 bin ich diesmal schneller mit der Story zurechtgekommen. Ich habe auch was zu biblischer Geschichte gelernt und hatte ein paar Aha-Momente, was die komplizierten Namenswahlen angeht.

    Ich mochte sehr Duncan als neuen Charakter und fand die gruseligen Tintlinge wirklich schaurig.
    Insgesamt ist auch in diesem Band der Kampf um gut gegen böse mit extrem kreativen Ideen durchzogen. Und jeder Fantasy-Liebhaber sollte seine helle Freude hieran haben.

    Irgendwann, wenn Band 3 mich bei einer Schnäppchenaktion anlacht, werde ich auch diesen noch lesen.

    Aber vorerst freue ich mich darauf wieder in eine realere Buchwelt abzutauchen. 

    Auch Band 2 bekommt von mir 4 Sterne.

  2. Cover des Buches Der Märchenerzähler (ISBN: 9783751202701)
    Antonia Michaelis

    Der Märchenerzähler

    (1.532)
    Aktuelle Rezension von: phantastische_fluchten

    Klappentext:

    Geliebter Mörder? Atemlos spannend - ein Meisterwerk von Antonia Michaelis! Abel Tannatek ist ein Außenseiter, ein Schulschwänzer und Drogendealer. Wider besseres Wissen verliebt Anna sich rettungslos in ihn. Denn es gibt noch einen anderen Abel: den sanften, traurigen Jungen, der für seine Schwester sorgt und der ein Märchen erzählt, das Anna tief berührt. Doch die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verschwimmen. Was, wenn das Märchen gar kein Märchen ist, sondern grausame Wirklichkeit? Was, wenn Annas schlimmste Befürchtungen wahr werden? Ein temporeicher Thriller und eine zu Herzen gehende Liebesgeschichte – lässt nicht los! Eindrucksvoll, begeisternd und abwechslungsreich.

    Kommentar:

    Normalerweise kopiere ich keine Klappentexte als Einleitung zu einer Rezension. Ich versuche, den Inhalt in eigenen Worten zusammen zu fassen.

    Hier ist mir das nicht gelungen. Das Buch ist so vieles, es besteht aus unheimlich vielen Facetten und es weckt Emotionen in dem Lesenden, mir hat es teilweise das Herz zerrissen. 

    Der Roman erzählt eine Liebesgeschichte. Wer mich kennt weiß, dass ich das Genre meide. Das Buch wird als Jugendbuch gehandelt. Young adult meide ich ebenfalls. Warum also hat ausgerechnet dieses Buch so geflasht?

    Weil Antonia Michalis keinen geraden Weg geht, keine einzige Erwartung des Lesenden erfüllt und mich fassungslos zurückgelassen hat. Schon der Epilog lässt ahnen, dass es sich um kein einfaches Jugendbuch handelt, er ist blutig und brutal. Damit steht er im starken Kontrast zu den ersten Kapiteln des Buches. Wir lernen Anna kennen. Ein siebzehnjähriges Mädchen aus gutem Haus, wohlerzogen. Sie macht ihren Eltern keine Probleme und sie steht kurz vor einem erfolgreichen Abitur. Sie hat feste Pläne für die Zeit danach, ihr Lebensweg scheint vorgezeichnet.

    Auf der anderen Seite Abel Tannatek. Ein Außenseiter. Er wird der „Kurzwarenhändler“ genannt, Anna versteht nicht warum. Die Nachfrage eröffnet ihr eine bis dahin unbekannte Welt. Sie spricht den Jungen an, etwas, was sonst niemand in der Schule bisher getan hat. Für alle ist er nur der Pole, der Außenseiter bei dem sie ihre Partydrogen kaufen können. Anna sieht mehr, sie ist direkt und sie stellt Fragen. Abel kann ihr nicht ausweichen, auch, wenn er es versucht. So wird Anne in das Leben des Märchenerzählers hineingesogen, sie wird ein Teil des Märchens, das von der kleinen Klippenkönigin handelt. Das ist Abels kleine Schwester Micha, die der Junge abgöttisch liebt. Er würde alles tun, um Micha zu beschützen. Vor der Lehrerin, die ständig nach der Mutter fragt, vor den Sozialarbeitern, die ihm das Mädchen wegnehmen möchten, vor dem Stiefvater, den er hasst. Eine gewaltige Aufgabe für einen 17jährigen Jungen.   

    Die unberührte Welt von Anne bekommt Risse, sie muss erkennen, dass nicht alles nur schwarz oder weiß ist. Trotz aller Unterschiede verliebt sie sich in den Außenseiter. Alle warnen sie. Ihre Freundin Gitta, die nichts als Partys und Amüsement im Kopf hat, ihr Mitschüler Bertil, der selber in Anna verliebt ist und der beginnt, das Paar zu stalken. Auch ihre Eltern sind misstrauisch aber Micha erobert ihr Herzen im Sturm. Vor allem Linda, Annes Mutter, die sich immer ein zweites Kind gewünscht hat, verwöhnt Micha nach Strich und Faden. Und Abel gehört nun einmal zu Micha, ohne Abel keine Micha.

    Obwohl es sich um eine Liebesgeschichte handelt, wirkt die Geschichte von Beginn an unterschwellig gruselig. Ich hatte von Anfang an Angst, was wohl passieren mag. Und diese Angst hat sich von Seite zu Seite gesteigert, Man wünscht Anna und Abel nur das Beste und ahnt dennoch, dass diese Liebe unmöglich vom Glück gesegnet sein kann. Diese Liebe ist von Anfang an mit Tragik durchzogen. Abel möchte Anne nicht an sich heranlassen, sie lässt sich nicht abweisen. Sie gewinnt und Stück für Stück bröckelt seine Mauer. Das Märchen der kleinen Klippenkönigin bekommt neue Facetten und je weiter Abel das Märchen erzählt, umso mehr verstehen die Lesenden, dass sich Märchen und Realität nähern. Wie schon in den alten Märchen der Gebrüder Grimm, gibt es auch hier Bedrohungen und Gewalt, es wird mit den Ängsten der Zuhörenden und Lesenden gespielt. Doch immer wieder gewinnt das Gute, denn es ist ein Märchen. Im echten Leben gibt es keine Märchen und Abel weiß das.

    Ich habe bei den Top Ten Thursday viel über Antonia Michaelis gehört und gelesen und war sehr neugierig, warum sie so begeistert. Dies ist mein erstes Buch von ihr aber sicher nicht mein letztes. Die Autorin nutzt eine einfache und geradlinige Sprache, sie erzählt ihre Geschichte ohne Abschweifungen, direkt und klar. Zwei Menschen, die sich annähern, sich verlieben und beginnen, viel Zeit miteinander zu verbringen. Also alles normal. Nur, dass hier nichts normal ist. 

    Sehr gut haben mir die Bezüge zu den Songs von Leonard Cohen gefallen. Die melancholischen Texte passen wunderbar zu dieser Geschichte und „ballad for the young“ ist der perfekte Einstieg. Das Cover in diversen Grüntönen ist perfekt auf das Buch eingestimmt. Das Buch ist von 2012, ich habe keine Ahnung, warum mir diese Autorin bisher entgangen ist.

    Und gerade habe ich gesehen, dass es eine weitere Geschichte im Schatten des Märchenerzählers gibt.  


    Fazit:

    Für jeden, der außergewöhnliche und berührende Geschichten mag, die nie die Erwartungen des Lesenden erfüllen. Berührend, wunderschön, traurig und herzlich. 

    Titel: Der Märchenerzähler

  3. Cover des Buches Nächstes Jahr am selben Tag (ISBN: 9783423718455)
    Colleen Hoover

    Nächstes Jahr am selben Tag

    (1.278)
    Aktuelle Rezension von: Ebru88

    Colleen Hoover steckt sehr viel liebe in das Buch mit viel Humor und Emotionen. Emotionen die jemandem tief ins Herz gehen. Fallon will ihre Schuspielkarriere nicht beenden und Ben möchte Schriftsteller werden daher wollen sie sich nicht im Weg stehen und versuchen die Beziehung (Fernbeziehung) irgendwie ungewohnt auf Beinen zu halten. 

  4. Cover des Buches Wer braucht schon Liebe? (ISBN: 9783570307922)
    Denise Deegan

    Wer braucht schon Liebe?

    (84)
    Aktuelle Rezension von: lovebooks0401
    Eine tolle fesselnde Geschichte über schlechte Familienverhältnisse, Verluste durch einen Tod und Liebe
  5. Cover des Buches Say You’ll Remember Me (ISBN: 9783423264402)
    Abby Jimenez

    Say You’ll Remember Me

    (226)
    Aktuelle Rezension von: Kirschkompott

    Say You'll remember me war das erste Buch das ich von der Autorin Abby Jimenez gelesen habe. Es hat mir sehr gut gefallen und ich bin froh es entdeckt zu haben. Das bunte Cover hat mich auf das Buch aufmerksam gemacht. Eine wunderschöne Liebesgeschichte die vor einige Herausforderungen gestellt wird. Mir hat besonders an dem Buch gefallen das auch schwierige Themen wie Demenz behandelt werden. Eine klare Leseempfehlung von mir.

  6. Cover des Buches Deine kalten Hände (ISBN: 9783746637310)
    Han Kang

    Deine kalten Hände

    (108)
    Aktuelle Rezension von: Msche

    Dies ist für mich das schwächste Buch der Autorin und irgendwie habe ich den Sinn wohl nicht rausgefunden. Das ist sehr schade, denn eigentlich mag ich den Stil. Und die 2 anderen Bücher haben mir gut gefallen. Hier habe ich die Idee nicht nachvollziehen können und nur das Ende war irgendwie etwas witzig/skurril.

  7. Cover des Buches Dich immer wiedersehen (ISBN: 9783551556592)
    Jennifer E. Smith

    Dich immer wiedersehen

    (85)
    Aktuelle Rezension von: some_books_4_you

    Lucy und Owen lernen sich während eines Stromausfalls in einem stehengeblieben Fahrstul kennen. Eine Nacht lang ziehen sie durch New York und genießen die Zeit. Am nächsten Morgen ist Owen verschwunden. Als beide von New York wegziehen schicken sie sich Postkarten, aber in ihrem "neuen Leben" ist nicht viel Platz für den jeweils anderen.

    Ich hab nicht arg viel von dem Buch erwartet, muss ich sagen. Das ganze hört sich schon kitschig an und so. Aber es war absolut null Kitsch. Ehrlich nicht, und das hat mich echt auch irgendwie überrascht. Die Story war einerseits auch nichts besonderes, andererseits aber schon. Es spielte in so vielen Städten und Ländern. London, Prag, San Francisco, Rom, Edinburgh... Ich hatte richtig Fernweh! Allerdings hätte man die Städte schon etwas mehr beschreiben können und nicht nur nennen. Trotzdem hat gerade diese Rumreiserei der beiden mega gut gefallen.

    Der Schreibstil war toll und ich LIEBE die Unterteilungen! Ihr wisst jetzt nichts was ich meine, aber wenn ihr das Buch auch lest, werdet ihr es auch lieben


    3,5 Sterne

  8. Cover des Buches Ada (ISBN: 9783550200465)
    Christian Berkel

    Ada

    (139)
    Aktuelle Rezension von: liebelein

    Die Geschichte von “Ada“ ist die Fortsetzung des Romans “Der Apfelbaum“ von Christian Berkel, in welcher er seine Herkunft und Familiengeschichte nicht nur erzählt, sondern auch aufarbeitet – mit einer nachhaltigen Tiefe im Gedächtnis.

    Es ist die Geschichte eines Mädchens mit ihrer jüdischen Mutter, das weit nach dem Krieg in den 50er Jahren mit der Mutter aus Argentinien in ein ihr sehr fremdes Deutschland nach West-Berlin zurückkehrt. Sie erlangt wieder Kontakt mit ihrem Vater Otto (falls es ihr Vater ist), den sie sehr vermisst hat, doch ihre Vorstellungen von ihrem Vater und Familie werden nicht erfüllt. Auch mit ihrem später geborenen Bruder kann sie wenig anfangen, sie fühlt sich in dem unbekannten Land mit der autoritären Erziehung fehl platziert und vermisst die vorherige Freiheit und freies Denken in einer Familie, die lieber über alle Geschehnisse schweigt. Sie fühlt sich missverstanden und vereinsamt und flüchtet sich in eine Rebellion gegen die Regeln und Spießigkeit der Erwachsenen auf der Suche nach sich selbst.

    Und findet dies in ihrem Dasein als Studentin, Woodstock und alle weiteren Randerscheinungen der Generation der 68er, mit freier Liebe, Drogen und Demos mit Gleichen.

    In einem angenehmen Erzählstil geschrieben, nimmt Berkel uns mit in die Umbruchphase in Deutschland in der Person von Ada. Man versteht ihren Zwiespalt und ihre Sehnsüchte, die Abspaltung von den Kriegsjahren und jeglichen konstruierten Regeln, die eine junge Frau in dieser Zeit nur einschränkt und oft verzweifeln lässt. Man fühlt in vielen Situationen mit Ada und begleitet sie zu einer emanzipierten Frau. Interessant ist, dass die ganze Geschichte Adas als Erzählung aus einer Therapiesitzung stammt.  

    Mir hat die Geschichte über die etwas “andere“ Protagonistin gefallen, leider nicht komplett in allen Passagen abgeholt, jedoch empfinde ich es trotzdem empfehlenswert. 

  9. Cover des Buches Lieben (ISBN: 9783442713219)
    Karl Ove Knausgård

    Lieben

    (88)
    Aktuelle Rezension von: reisendebuecher
    Ich bin dem Knausgård'schen Fieber erlegen. Keiner kann so schreiben, wie er, vor allem wenn es um banales und doch so essentielles geht. Auch der zweite Teil seines autobiographisches Projektes hat mir also wieder sehr gut gefallen. Gern hätte ich alle literarischen Referenzen verstanden, aber dazu fehlt mir einfach Hintergrundwissen. Der zweite Teil geht grundlegend auf die Beziehung zwischen ihm und Linda ein, sowie seine Kinder. Ich weiß nicht, ob ich das alles wirklich beurteilen darf, da es ja es nicht-fiktional ist, aber Linda empfand ich schon als etwas anstrengend. Aber insgesamt wieder richtig gut!
  10. Cover des Buches Vom Ende der Nacht (ISBN: 9783446281714)
    Claire Daverley

    Vom Ende der Nacht

    (242)
    Aktuelle Rezension von: LydisBooks

    Rosie und Will spüren eine Verbindung zueinander, die nicht erst erklärt werden muss, da sie aber lieber auf das hört, was ihr Umfeld ihr vorgibt und auch selbst kaum weiß wer sie ist und was sie möchte, gelingt ihr der Weg ins Glück leider nicht.

    Ich hätte mir mehr Mut von Rosie gewünscht und ein bisschen weniger Anpassung.

    Will ist sanft und verständnisvoll, vielleicht ein wenig zu zurückhaltend.

    Als die beiden sich endlich trauen dem Gefühl zwischen ihnen zu vertrauen, ist es fast zu spät und ich fand es regelrecht schade, dass sie so wenig Mut hatten und so wenig mit dieser Liebe anzufangen wussten.

    Ein tolles Buch, sehr schön geschrieben, aber leider sehr zögerlich und wenig erfüllend. 

  11. Cover des Buches Für immer ist ganz schön lange (ISBN: 9783036959603)
    Lynne Sharon Schwartz

    Für immer ist ganz schön lange

    (17)
    Aktuelle Rezension von: schokoloko29
    Caroline und Ivan treffen sich Anfang/ Ende zwanzig auf einer Hochzeitsparty in Rom. Sie verlieben sich ineinander und nach kurzer Zeit heiraten sie noch in Italien. In Boston ziehen sie in eine Wohnung. In der ersten Zeit der Ehe kommen sie gut miteinander aus. Doch Caroline fällt auf, dass Ivan sich innerlich immer mehr distanziert. Es entsteht in dieser Ehe ein sich aus den Augen verlieren und ein Annähern und sich ineinander verlieben.
    Dieser Tanz von Nähe und Distanz ist für Caroline sehr schmerzhaft. Dann bekommt sie nicht das gewünschte Kind (da sie nicht von Ivan schwanger wird) und sie beginnt mehrere nichtssagende Affären.
    Doch obwohl sie sich immer wieder anderen Männern zuwendet (und Ivan betrügt bestimmt auch Caroline) finden sie immer wieder zueinander; obwohl es schmerzlich für sie ist.

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen, da es die Hochs und die Tiefs einer Ehe wieder spiegeln. Für mich war das Buch sehr glaubwürdig und ehrlich.
    Als Leser war mit den destruktiven Anwandlungen der beiden natürlich nicht einverstanden, aber die Liebe und Gefühle sind nicht logisch. Leider kann man nicht wählen, welchen Menschen man liebt oder welchen man nicht liebt.

    Eine Leseempfehlung von mir!
  12. Cover des Buches Worüber wir nicht reden (ISBN: 9783784434162)
    Jenny Bünnig

    Worüber wir nicht reden

    (20)
    Aktuelle Rezension von: DieBerta

    Worüber wir nicht reden von Jenny Bünnig

    - Taschenbuch: 320 Seiten

    - Verlag: Langen-Müller; Auflage: 1 (22. Dezember 2016)

    - Sprache: Deutsch

    - ISBN-10: 3784434169

    - ISBN-13: 978-3784434162

    - Größe und/oder Gewicht: 13,6 x 2,7 x 21,6 cm

    Klappentext
    Vier Tage mit der Familie. Als Daniel mit seinen Kindern ankommt und vor dem Haus seiner Eltern parkt, kann er zunächst nicht aussteigen. Zu viel beschäftigt ihn. Seine Frau, die nicht anruft. Seine Schwester Patrizia, die er lange nicht gesehen hat. Seine schwer kranke Mutter und sein starrsinniger Vater.
    Zeitgleich im Haus betrachtet sich Patrizia im Badezimmerspiegel. Warum ist das Gefühl so stark, eine Versagerin zu sein? Jahrelang hat sie alles richtig gemacht. Dachte sie. Erfolgreiches Studium, Karriere an der Universität. Und plötzlich steht sie ohne Job da. Was macht man, wenn das, wofür man hart gearbeitet hat, plötzlich nichts mehr wert ist? Man fährt nach Hause zu seinen Eltern.
    Daniel und Patrizia müssen an diesem Wochenende verschiedene Rollen einnehmen. Sie sind Bruder, Sohn, Vater bzw. Schwester, Tochter, Tante – meist alles gleichzeitig.
    Ein wundervoller berührender Roman, der die Facetten des Familienlebens beleuchtet und in dem wir uns alle irgendwie wieder finden.

     

    Die 320 Seiten des Buches teilen sich auf vier unterschiedlich lange Kapitel mit den Überschriften Donnerstag, Freitag, Samstag , Sonntag auf. Der Leser begleitet die Familie durch en turbulentes Wochenende. Die Geschwister Patrizia und Daniel und Daniels Kinder verbringen ein Wochenende im Elternhaus. Jeder hat seine eigenen Probleme, über Vergangenes und die Zukunft wird erst mal nicht gesprochen. Der Weg zu mehr Gemeinsamkeit ist sehr humorvoll geschrieben, so dass man das Buch auch gut in vier Tagen lesen kann.

  13. Cover des Buches Das war die schönste Zeit (ISBN: 9783442490387)
    Jane Sanderson

    Das war die schönste Zeit

    (47)
    Aktuelle Rezension von: Alinchen

    Dan Lawrence ist Anfang 50 und lebt mit seiner Partnerin in Schottland. Von Beruf ist er freier Journalist und schreibt über Musik, womit er sein Hobby zum Beruf machen konnte. Eigentlich ist er ganz zufrieden mit seinem Leben. Bis ein alter Schulfreund ihm bei Twitter einen Link zum Profil von Alison McCormack (ehemals Conner) schickt. 35 Jahre zuvor war Alison Dans erste große Liebe, bevor sie den Kontakt abbrach, plötzlich weg zog und damit Dans Herz brach. Nach einigem Zögern nimmt Dan dennoch Kontakt mit Alison auf. Er schickt ihr ein Lied aus ihrer gemeinsamen Zeit. Alison, die inzwischen verheiratet ist, zwei Töchter hat und als Autorin in Australien lebt, antwortet - ebenfalls mit einem Song. Es entsteht eine neue Verbindung, die beide gleichzeitig an ihre gemeinsame Vergangenheit erinnert. In Rückblenden erfährt der Leser, wie Alison und Daniel damals zusammen gekommen waren und auch, warum die Beziehung nicht hielt.

    Die Idee des Buchs fand ich ganz schön. Und von den Rückblicken in die Vergangenheit hätte ich gerne noch viel mehr gelesen. Doch der Erzählstrang in der Gegenwart (mal aus Dans und mal aus Alisons Sicht erzählt) hatte viele Längen. Beim ersten Lesen hatte ich das Buch abgebrochen und ich weiß wieder, warum. Auch waren mir viele Figuren nicht immer sympathisch.

  14. Cover des Buches Der stille Amerikaner (ISBN: 9783552056398)
    Graham Greene

    Der stille Amerikaner

    (59)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Graham Greenes erstmals 1955 veröffentlichtes Werk war geradezu visionär. Und wer wissen möchte, warum Greene anschließend bis zu seinem Tode von den US-amerikanischen Geheimdiensten überwacht wurde, kommt an diesem kurzweiligen Lesevergnügen nicht herum.

    Greene erzählt im Kern eine klassische Rivalität zweier Männer um eine Frau. Dass der britische Ich-Erzähler Thomas Fowler dabei etwa doppelt so alt ist wie sein Kontrahent der amerikanische Alden Pyle, und dass die Vietnamesin Phuong, Ziel der unterschiedlichen Begierden, gerade einmal 20 Jahre alt ist, ist lediglich eine Variation unzähliger ähnlicher Geschichten. Auch die Kriminalerzählung, die sich durch den Roman zieht, ist aus heutiger Perspektive weder besonders innovativ noch besonders undurchsichtig. Selbst die Protagonisten sind häufig eher Stereotyp und Klischee, denn ausgereifte Persönlichkeiten. So ist die Vietnamesin still und kindlich. Der Amerikaner ist jung, naiv, draufgängerisch und emotional, während der ältere Brite ruhig, distanziert, abgeklärt aber zum Teil auch desinteressiert ist. Was macht dann den „stillen Amerikaner“ so besonders? Wodurch entsteht das kurzweilige Lesevergnügen?

    Greenes Roman ist im Vietnam der 50er Jahre des 20. Jahrhunderts angesiedelt. Es ist die Zeit des sogenannten Indochinakrieges. Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich kämpft gegen die Befreiungsbewegung der Việt Minh („Liga für die Unabhängigkeit Vietnams“), einem Bündnis aus nationalistischen und kommunistischen Gruppen. Es ist ein brutaler Kolonialkrieg bei dem nicht nur die Franzosen ihre Vorherrschaft verlieren können. Es ist vor allem auch ein vermeintlicher Kampf zweier Systeme. Es geht um die Herrschaft des (kolonialen) Kapitalismus gegen den Kommunismus. Es geht um Fremdbestimmung gegen Selbstbestimmung. Und damit ist der Krieg zu wichtig, als dass die US-Amerikaner ihn den Franzosen überlassen würden.

    Zehn Jahre bevor die USA offiziell in Vietnam agieren, beschreibt Greene bereits den Einsatz von CIA-Agenten, von verdeckten Operationen, um die Geschicke Vietnams zu beeinflussen. Dabei schrecken die USA nicht vor Sprengstoffanschlägen zurück, bei denen unschuldige Menschen ermordet werden. Die menschenverachtende Politik US-amerikanischer Geheimdienste wird durch Pyle versprachlicht:

    „Das waren doch nur Kriegsverluste“, entgegnete er. „Es war tief bedauerlich, aber man kann nicht immer sein Ziel treffen. Jedenfalls starben die Leute für die richtige Sache. […] In gewissem Sinne könnte man behaupten, daß sie für die Sache der Demokratie gefallen sind.“

    Und was die richtige Sache ist, entscheiden natürlich nicht die Menschen selber, das entscheidet der neue Hegemon.

    Greenes „Der stille Amerikaner“ wurde (und wird auch teilweise noch heute) als antiamerikanische Literatur gebrandmarkt. In Zeiten in denen die interventionistische Politik der USA in Vietnam der strengsten Geheimhaltung unterlag, wirkte der Roman wie ein Geheimnisverrat. Und es ist dieses Setting, dass sich im Hintergrund der erzählten Geschichte abspielt, dass den Roman so außergewöhnlich macht. Der Roman, dessen Rahmung weltgeschichtliche Relevanz hat, verbleibt immer beim Erleben des Ich-Erzählers. Das subjektive Erleben und nicht die Weltgeschichte strukturiert die Erzählung, die wie nebenbei im Hintergrund verbleibt und dabei doch der eigentliche Protagonist ist.

    Die beeindruckende Leistung Greenes ist es einen Kriminal- und Beziehungsroman vorzulegen, der in den Empfindungen des Ich-Erzählers wie beiläufig eine der größten Tragödien der Menschheit (den Vietnamkrieg) ankündigt.

    Zeitlos aktuell bleibt dabei auch immer die Frage nach der Positionierung in Konflikten. Auf welcher Seite greift man ein? Wer sind die Guten? Gibt es die überhaupt? Und was geschieht, wenn man interveniert?

    Und wenn man „Der stille Amerikaner“ beendet hat, fällt einem plötzlich auf, dass die scheinbar stereotypen Figuren, eine Tiefe entwickelt haben, die so unaufdringlich herbeigeführt wurde, dass man sich wünscht, die Geschichte würde weitergehen. Greene at its best!

    Der stille Amerikaner wurde von Phillip Noyce hervorragend und sehr dicht am Buch verfilmt. So wunderbar auch die Verfilmung gelungen ist, so bleibt am Ende doch wieder der ewige Eindruck: Bücher sind die besseren Filme!

  15. Cover des Buches Fallen Shadows: Lost Heart (ISBN: 9783752643428)
    Hannah A. Lear & Eva Abyss

    Fallen Shadows: Lost Heart

    (21)
    Aktuelle Rezension von: Bookfriend

    ❤️‍🔥 𝕀𝕟 𝕖𝕚𝕟𝕖𝕞 𝕊𝕒𝕥𝕫:

    𝕎𝕒𝕤 𝕗ü𝕣 𝕖𝕚𝕟 𝕖𝕡𝕚𝕤𝕔𝕙𝕖𝕤 ℍö𝕣𝕖𝕣𝕝𝕖𝕓𝕟𝕚𝕤! ❤️‍🔥

    Dieses Hörbuch hat mich von der ersten Minute an komplett in seinen Bann gezogen. Die Welt, die hier erschaffen wurde, ist unglaublich vielschichtig, atmosphärisch und mit so viel Liebe zum Detail gestaltet – ein wahres Highlight für alle Worldbuilding und High Fantasy-Fans! ✨

    Die fünf Protagonisten – Rijel, Arian, Ileana, Duarte und Angor – könnten unterschiedlicher nicht sein und doch verbindet sie ein gemeinsames Schicksal. Jeder von ihnen bringt eine eigene Perspektive und Tiefe mit, die die Geschichte lebendig und emotional greifbar macht. Besonders die Brüder Duarte und Angor, die im Untergrund zusammen mit Leyan aufgewachsen sind und ihren rechtmäßigen Platz auf dem Thron zurückfordern wollen, sorgen für ordentlich Spannung. Aber auch Rijels und Ileanas innere Zerrissenheit und die zarte aufkeimende Liebe sorgen für wahre Gänsehautmomente. ♥️

    Die Hörbuchsprecher? Einfach Grandios!

    Sie hauchen der Geschichte echtes Leben ein und machen es unmöglich, das Hören zu unterbrechen. Man fühlt sich mit jeder Szene, jedem Dialog und jeder Enthüllung mitten im Geschehen – als wäre man selbst Teil dieser Reise. ✨

    Mein Fazit: Ein fesselnder, epischer Auftakt voller Emotion, Intrigen, Liebe und Magie – und zum Glück habe ich Band 2 schon parat, denn man kann einfach nicht aufhören! 😍🖤

  16. Cover des Buches Ibbe & Knut - Zwei Freunde und das Meer (ISBN: 9783734820618)
    Kristina Scharmacher-Schreiber

    Ibbe & Knut - Zwei Freunde und das Meer

    (7)
    Aktuelle Rezension von: kinderbuchundbastelei

    Inselratte und Kaninchenkapitän - was für sympathische Protagonisten sich Kristina Scharmacher-Schreiber für ihre Nordseegeschichten ausgesucht hat! In diesem ersten Band lernen sich die beiden kennen und werden Freunde. Doch nicht etwa, weil die beiden im gleichen Dorf leben oder sich am gleichen Nordseestrand haben den Wind um die Nase brausen lassen. Oh nein, das Zuhause der beiden Tiere ist etwas wirklich Besonderes! Ibbe hat es sich in seinem alten Leuchtturm so richtig gemütlich gemacht, und Knut wohnt in einem ebenso kuscheligen Fischerhaus. Allerdings jeder für sich ganz allein, jeder auf seiner eigenen winzig kleinen Insel mitten im Meer. Wie schön wäre es doch, diese wunderbare Welt, in der sie leben, mit jemandem zu teilen! Wie sie sich eines Tages finden und was Ebbe und Flut und das Watt damit zu tun haben, das erfahren unsere Kinder in diesem wirklich herzigen Buch, das von Caroline Opheys unheimlich sympathisch illustriert wurde. Ich bin ganz verliebt! 


    Es gefällt mir auch der Erzählstil von @kristina.schreibt wahnsinnig gut - ich bin wirklich ein großer Fan ihrer Kinderbücher!


    Am Ende des Buches gibt es für die Kinder noch interessante Infos über das Watt. Nach der lieben Geschichte selbst sind diese Seiten nochmal ein besonderes Highlight.


  17. Cover des Buches Feinde mit gewissen Vorzügen (ISBN: 9783646601084)
    Amelie Murmann

    Feinde mit gewissen Vorzügen

    (125)
    Aktuelle Rezension von: Stinsome

    Die bittersweet-Kurzgeschichten, die ich bisher gelesen habe (Summer Boys, Just Friends, Wir sehen uns GESTERN), haben mir immer gut gefallen und sind perfekt dafür geeignet, einfach mal zwischendrin gelesen zu werden, wenn man mal gerade nicht so viel Zeit hat oder nach etwas schwerer Lesekost wieder runterkommen möchte. "Feinde mit gewissen Vorzügen" hat mich vom Klappentext her auch sofort angesprochen, da ich ein großer Enemies to Lovers-Fan bin. Er verspricht auch nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig, denn "Summer Boys" und "Wir sehen uns GESTERN" bleiben immer noch meine Highlights aus der Kurzgeschichten-Reihe.

    Die Handlung bleibt relativ oberflächlich und vorhersehbar - etwas anderes habe ich auch nicht wirklich erwartet, denn bei 70 Seiten hat man als Autor schließlich nicht so viele Möglichkeiten. Die Figuren sind sympathisch und authentisch, auch wenn man nur das Nötigste über sie erfährt, und die Dialoge sind unterhaltsam, auch wenn mir noch eine Prise Humor gefehlt hat, um mich wirklich mal zum Grinsen zu bringen.

    Die Liebesgeschichte ist, wie bereits erwähnt, eine Hassliebe-Geschichte. Der Hass ist zugegebenermaßen doch recht dezent und äußert sich hauptsächlich in ständigen Streitereien zwischen den beiden Protagonisten - also ganz typisches Balzgehabe im Rahmen der Pubertät. Ein wenig hätte ich mir gewünscht, dass die Gefühle noch etwas spürbarer gemacht worden wären - damit man als Leser wirklich mitfiebert und vielleicht sogar Schmetterlinge im Bauch spürt. Das war hier doch etwas zu oberflächlich, um richtig mitzureißen, auch wenn es nichtsdestotrotz Unterhaltungswert hatte.

    Da mich keine der anderen verbleibenden bittersweet-Kurzgeschichten vom Klappentext anspricht, war dies eventuell mein letzter Ausflug in die Reihe - "Feinde mit gewissen Vorzügen" kann ich aber als kleinen Snack für zwischendurch trotz kleinerer und größerer Kritikpunkte durchaus empfehlen, wenn man seine Erwartungen anpasst.

    Fazit

    Eine ganz süße Kurzgeschichte, die man mal zwischendurch lesen kann, um etwas abzuschalten. Ein Highlight ist es wegen fehlender Schmetterlinge im Bauch und fehlendem Dauergrinsen leider nicht, aber Zeitverschwendung ist es auch nicht. Andere Kurzgeschichten der Reihe haben mir aber besser gefallen. 3 Sterne gibt es von mir.

  18. Cover des Buches Das kalte Haus (ISBN: 9783492057899)
    Martin Osterberg

    Das kalte Haus

    (7)
    Aktuelle Rezension von: little_luck
    Ein interessantes Buch, man bekommt tiefe Einblicke in die Befindlichkeiten der Nachkriegsgeneration. Vieles wird den in den 50ern und 60ern Geborenen bekannt vorkommen, besonders die emotionale Nichterreichbarkeit der Eltern. Hauptsache die Kinder sind satt und sauber.
    Insgesamt hätte ich mir vom Autor weniger Weinerlichkeit/Selbstmiteid und mehr Verständnis gewünscht, denn natürlich hatte die Elterngeneration ein riesiges Bündel an Verletzungen zu tragen und gerade deshalb für den Nachwuchs das Beste gewollt.
    Eher empfehlenswert zum Thema finde ich "Nachkriegskinder" (Bode)
  19. Cover des Buches Von Ja bis Nein darf alles sein. Ich entscheide! (ISBN: 9783903408203)
    Cornelia Lindner

    Von Ja bis Nein darf alles sein. Ich entscheide!

    (5)
    Aktuelle Rezension von: Tinkerbelle

    Warum ich es so wertvoll finde? Das Buch... 

    📚 zeigt Consent, ohne belehrend zu sein ubd zwar in beide Richtungen!

    📚 macht Körpergrenzen schon für die Kleinsten greifbar

    📚 fragt auf jeder Seite: Wie ist das bei dir? Und lädt damit zu Gesprächen ein

    📚 zeigt vielfältige Familien & Situationen aus dem echten Leben. Alltagsmomente, die Kinder wirklich kennen: Kita, Badezimmer, Kinderarzt, Essen und viele mehr.


    Pädagogisch betrachtet:

    Kinder erleben durch dieses Buch, dass Nein sagen okay ist – und dass es auch in Ordnung ist, ein Ja zu überdenken. Sie lernen, sich selbst zu spüren und andere zu respektieren. Auch die Oma darf nein sagen, wenn Lou auf ihren Schoß sitzen möchte.


    Durch die dicken Pappseiten und die einfach gehaltene Ausdrucksweise ist das Buch auch schon für die Kleinsten sehr gut geeignet. 


    Und die Illustrationen? Ein Volltreffer.

    Verena Tschemernjak fängt mit viel Herz Vielfalt und gelebte Inklusion ein:

    🎨 Unterschiedliche Hautfarben

    🎨 Verschiedene Körperformen

    🎨 Familien mit und ohne Behinderung


    Diese Bilder sagen: Du bist genau richtig, wie du bist. 🤍

    Für Zuhause, Kitas & Krippen – und für alle, die Kinder liebevoll begleiten wollen. Dieses Buch gehört in jedes Bücherregal.

  20. Cover des Buches Nicht mein Ding (ISBN: 9783895613579)
    Jami Attenberg

    Nicht mein Ding

    (22)
    Aktuelle Rezension von: lemonreads

    Dieses Buch hat meine Erwartungen, die ich an es hatte zwar nicht getroffen, doch trotzdem hat es mich gut unterhalten. 

    Jedes Kapitel ist wie eine Kurzgeschichte aus dem Leben der Protagonistin Andrea, die als Single und gescheiterte Künstlerin in New York lebt. 


    Erwartet hatte ich eine Geschichte über eine Frau, die keine Lust auf eine konventionelle Lebensweise hat, für die Heiraten, Kinder zu bekommen und eine Familie zu gründen nicht das ultimative Ziel darstellt. All das tut sie auch nicht, aber es wirkt nicht so, als wäre dieses Leben frei gewählt. Eher scheint es, als würde sie sich dieses Modell doch sehr wünschen. 

    In ihrer eigenen Familie Halt zu finden, fällt ihr aufgrund verschiedener Schicksalsschläge schwer und sie versucht mit allen Mitteln, sich den Problemen, die das mit sich bringt so lange zu entziehen, bis sie nicht mehr anders kann, als sich ihnen zu stellen.

  21. Cover des Buches Zwischen den Meeren (ISBN: 9783866482579)
    Sarah Moss

    Zwischen den Meeren

    (29)
    Aktuelle Rezension von: Bibliomania

    Ein wunderschönes Cover, wie es sie immer im mare Verlag gibt. Hochwertig mit Lesebändchen und dem typischen weißen Rand an der unteren Seite des Buches, fühle ich mich einfach immer von diesem Verlag angesprochen. Besonders dieses Cover mit den Farben und dem Motiv erinnert mich an Japan, was auch ein wichtiger Bestandteil des vorliegenden Buches ist.

    In Sarah Moss neuer Geschichte erzählt sie von einem jungen, frisch vermählten Ehepaar, Tom und Ally, die schon nach ein paar Wochen Eheleben für längere Zeit getrennt sein werden. Tom baut Leuchttürme und wird nach Japan entsandt. Ally ist Ärztin und interessiert sich besonders für psychisch Kranke. Während Tom in Japan versucht die dortige Welt und deren Menschen zu verstehen, taucht Ally immer tiefer in die Welt der Irrenanstalt zu Hause in Cornwall ein. Beide sind auf ihre Art einsam und versuchen damit klar zu kommen. Ihnen bleibt nichts weiter als Briefe, auf die sie wochenlang warten müssen, um ihre Beziehung aufrecht zu erhalten.

    Zwei sehr interessante Erzählstränge, in Japan und in einer Psychiatrischen Anstalt, zwischen denen die Autorin hin und her wechselt. Mir haben besonders die Teile in Japan gefallen, wobei von Toms Arbeit kaum die Rede ist. Das finde ich störend, denn das war der eigentlich Grund für seine Reise. Es geht eher um die Gepflogenheiten und das viele Unverständnis Toms. So denkt er viel über die (Geister-)Füchse nach, die stets negativ für Familien sind. Er möchte das Land verstehen, kennen lernen und die Natur genießen. Er will das Land gar nicht mehr verlassen und wünscht, er hätte Ally gebeten mitzukommen. In Japan ist er nie allein und lernt, dass Essen aus vielen verschiedenen Konsistenzen bestehen kann, anders als in England. Er vermisst seine Frau und will doch nicht weg.

    Ally wohnt derweil in ihrem Haus, in dem es nass und kalt und schimmelig ist. Da Tom über das Jahr hinweg in Japan bleiben muss, beschließt sie zu ihrer Mutter zu gehen. Eine Frau, vor der sie Angst hat. Eine Frau, die sich selbst nicht wertschätzt, nichts als arbeitet und sich den ganzen Tag von einem Stück Zwieback ernährt. Und dennoch geht Ally dorthin, sie hofft es hätte sich etwas verändert. Sie hofft es so sehr und hat weiterhin so große Angst vor ihrer eigenen Mutter, dass sie selbst in den Status einer Patientin in einer nervlichen Heilanstalt gerät.

    Sarah Moss schreibt in einer tollen Sprache und unaufgeregt. Sie schafft es, dass man besonders mit Ally leidet, die es ihrer Mutter nicht recht machen kann. Ihr Drift in den Verfolgungswahn ist so realistisch beschrieben, dass man die Stimme der Mutter im eigenen Kopf hören kann.

    Ein bisschen unzufrieden war ich dann allerdings mit dem Ende, das ich hier natürlich nicht verraten möchte. Für mich war der Epilog überflüssig und hat der eigenen Phantasie alles genommen.

  22. Cover des Buches An einem klaren, eiskalten Januarmorgen zu Beginn des 21. Jahrhunderts (ISBN: 9783596034765)
    Roland Schimmelpfennig

    An einem klaren, eiskalten Januarmorgen zu Beginn des 21. Jahrhunderts

    (27)
    Aktuelle Rezension von: Raven

    Das Buch "An einem klaren, eiskalten Januarmorgen zu Beginn des 21. Jahrhunderts" von Roland Schimmelpfennig ist  256 Seiten lang und über Fischerverlag erschienen.

    Das Buch wurde in einer Hardcoverausgabe, Softcoverausgabe sowie als Ebook und Hörbuch verlegt.

    Das Hörbuch hat einen Umfang von 4 Stunden und 40 Minuten. Der Sprecher hat eine ältere, ruhige, düstere Stimme, die sehr gut zum Buch passt. 

    Ein Wolf wurde gesichtet, der von Polen nach Berlin geht. Er kreuzt schicksalhaft die Wege mit Menschen, die selbst Einsam und verloren zu sein scheinen. 

    Das Werk ist tiefgehend und atmosphärisch. Es beschäftigt sich mit Schicksalen der heutigen Gesellschaft. Der Wolf selbst steht für das Verloren sein und die Einsamkeit und einen harten, steinigen Weg, den er gehen muss. So scheint es auch den Menschen zu ergehen, die seinen Weg kreuzen. Mir hat die emotionale Bindung zu den Protagonisten gefehlt, damit ich wirklich mitleiden kann, aber das Werk ist dennoch sehr flüssig geschrieben und schnell gelesen. Es ist sehr beklemmend von der ersten bis zur letzten Seite.  


    Fazit: Sehr szenische, bedrückende Literatur, die sich mit der momentanen Gesellschaft und ihren Problemen auseinandersetzt. Lese- und Hörempfehlung!

  23. Cover des Buches Das Schicksal ist ein Schläger (ISBN: 9783775157315)
    Christina Rammler

    Das Schicksal ist ein Schläger

    (6)
    Aktuelle Rezension von: LEXI
    "Was passiert, wenn ein Schicksalsschlag den Boden unter den Füßen ins Wanken bringt und die heile Welt erschüttert?"

    Die Autorin schrieb dieses Buch gemäß ihrer Aussage für jene Menschen, die so wie sie selber manchmal am Leben und der Unlogik menschlicher Erfahrungen verzweifeln, die keine Antworten auf alle Fragen haben, besonders auf die Frage nach dem „Warum?“

    So erzählt sie von verschiedenen Schicksalen, indem sie einerseits über das Erlebte aus ihrer eigenen Sicht berichtet, andererseits die Betroffenen selber zu Wort kommen lässt.

    Das Mädchen Eliza beschreibt beispielsweise, wie sehr die Trauer und der seelische Verlust nach dem Tod eines nahen Angehörigen einen Menschen verändern können, seinen Glauben auf eine harte Probe stellen oder gar zerstören.

    David berichtet von einer Ehe, die von Beginn an unter keinem guten Stern stand und der nachfolgenden Trennung, die ihn beinahe völlig zerstörte.

    Jonathan wurde bereits in jungen Jahren mehrfach mit dem Tod konfrontiert, seine Welt geriet aus den Fugen.

    Der Krebs raubte Gabriel seinen neu entdeckten Glauben, seinen Kontakt zu den Töchtern und seinen Lebenswillen.

    Elianas Kindheit war weder einfach, noch glücklich, und sexueller Missbrauch drohte die junge Frau vollständig zu zerbrechen.

    Doch in all diesen Lebensgeschichten berichtet Christina Rammler von der Erkenntnis, dass der Glaube an Gott oder eine besondere Gotteserfahrung den Menschen wieder neue Kraft zu geben vermag. „Manchmal greift Gott ein, um den Lauf der Welt für immer zu verändern – und das immer zum Besten!“

    Die Erkenntnisse jener Menschen, die in diesem Buch ihrem Schmerz und ihrer Leiderfahrung Ausdruck verleihen, sind teilweise besonders berührend. Für den krebskranken Gabriel ist beispielsweise eines klar: „ Gott hat einen Plan, er hat alles im Griff, hat zu jeder Zeit die Kontrolle.“ Genauso klar ist für ihn aber auch, „dass Gott für das Leid in der Welt nicht verantwortlich ist, schließlich gibt es in der Gott-Leid-Gleichung einen unberechenbaren Faktor: den freien Willen des Menschen.“ Seine Perspektive auf das, was im Leben wirklich zählt, hat sich in den letzten Jahren sehr verändert: es geht ihm nicht mehr darum, ein möglichst einfaches, für ihn angenehmes Leben zu führen, das Schmerz vermeidet. Es geht ihm nicht mehr darum, dem Geld hinterherzujagen und Erfolg zu haben, wie man ihn landläufig definiert. Was für Gabriel zählt, ist, dass er selbst liebesfähiger wird, dass er selbst dazu beitragen kann, dass andere Menschen Gottes Liebe erleben können – und zwar durch ihn.“ Gabriels Schicksal und seine innere Einstellung dazu, seine Art, mit den Schlägen, die das Leben verteilt, umzugehen, haben mich am meisten angesprochen und beeindruckt.

    Die Autorin liefert in diesem Buch keine einfachen Antworten oder Lösungen, hebt aber sowohl in ihren eigenen Schilderungen wie auch durch jene der Betroffenen ganz klar und deutlich hervor, dass es jemanden gibt, der da ist, der alles weiß, der uns versteht und uns durch schwere Zeiten trägt.

    Da ich das in düsterem Schwarz gehaltene Buchcover mit der pinkfarbenen Kick-Boxerin eher als abschreckend empfand, trat ich mit einer geringen Erwartungshaltung an dieses Buch heran. Ich war positiv überrascht von der einfühlsamen Art und Weise der Autorin, die verschiedenen Lebensberichte wiederzugeben.

    Leider muss ich mich jedoch einem Vorrezensenten anschließend, der die „exzessiven Wortwiederholungen“ in diesem Buch als störend empfand. Auch ich war sehr befremdet, als ich ganze Abschnitte oder gar ganze Seiten über stets dasselbe Wort (bzw. zwei oder drei Wörter) in endloser Aneinanderreihung vorgefunden habe. Da es sich hierbei keineswegs um einen Einzelfall handelt, hat es auch bei mir den Lesefluss beeinträchtigt.

    Zudem war auch der großzügige Umgang der Gossensprache im Buch ein Störfaktor für mich – auch, wenn es vermutlich einer authentischen Wiedergabe von Lebensberichten geschuldet war, erwarte ich mir von einem christlichen Verlag, dass solche Ausdrücke in ihren Büchern vermieden werden. Schade.
  24. Cover des Buches #FOR99DAYS (ISBN: 9783737512442)
    Tommy Warzecha

    #FOR99DAYS

    (3)
    Aktuelle Rezension von: jens80

    aktuell versucht sich der Autor heute in elektronische Musik sicher mit sicher viel Erfolg,denn er trifft ja oft den "Nagel auf den Kopf" was Trendsets angeht. (Meine zu glauben das er jeden zweiten Monat eine neue Platte veröffentlicht?!) Keinesweges Faul der Gute. Multitalent und das meine ich in der Tat. Wäre toll,wenn er nochmal ein Buch schreiben täte, denn in der Schreibart und Stil absolut köstlich und völlig anders als alles was ich bisher gelesen habe 

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