Bücher mit dem Tag "diversity"
116 Bücher
- Laura Kneidl
Someone New: Special Edition
(1.679)Aktuelle Rezension von: VeeziLaura Kneidl hat einen super angenehmen und spannenden Schreibstil. Die Charaktere sind einem direkt vertraut und man ist in der Geschichte drin. Ich konnte die beiden Protagonisten teilweise nicht immer ganz verstehen - also ihre Handlung. Der Plotttwist gegen Ende hat mich komplett aus dem Nichts erwischt.
- Cassandra Clare
Lord of Shadows
(498)Aktuelle Rezension von: miartEmma,
manchmal frage ich mich, wie viel Gewicht ein Herz tragen kann, bevor es endgültig zerbricht. Das Parabatai-Band zieht uns jetzt in die Tiefe. Du glaubst, Marks Nähe könnte mich retten? Doch alles, was ich sehe, ist das Feuer, in dem wir beide brennen - selbst wenn wir versuchen, uns voneinander zu lösen.
Die Welt um uns herum zerfällt in Scherben. Das Institut ist voller Schatten und nicht nur jener, die wir bekämpfen. Kit - der verlorene Herondale - trägt die Last seiner Herkunft, auch wenn er seinen Platz langsam findet. Ty und Livvy sind wie Licht und Dunkelheit untrennbar verbunden. Und dann Mark, Kieran und Cristina - ihre Liebe ist wie ein Lied in drei Stimmen - Polyamorie - so wild und chaotisch wie die Feenwelt, aus der sie stammen. Wir kämpfen, lieben, verlieren. Jeder Schlag hinterlässt neue Risse in unserem Schicksal.
Cassandra hat uns eine Welt geschenkt, die so lebendig ist, dass ich den Sand von Idris auf meiner Haut spüre. Ihre Magie liegt in den Details und ausführliche Charakterzeichnungen, die uns gefangen nehmen.
Emma, du bist Kriegerin, Heldin - und meine unerreichbare Sehnsucht. Verloren in einer Geschichte, die uns zerbricht. Doch trotz aller Länge, trotz aller Tragik bleibe ich hier, gefangen zwischen Pflicht und Verlangen.
Immer dein,
Julian - Bernardine Evaristo
Mädchen, Frau etc. - Booker Prize 2019
(168)Aktuelle Rezension von: Leseratte_09Trotz aller Bemühungen für mehr Gleichberechtigung und Integration von Frauen in Berufs- und öffentlicher Welt leben wir nach wie vor in einer patriarchalen Welt. Schon für weiße Frauen ist es oft ein steiniger Weg mit vielen Vorurteilen und viel fehlender Solidarität unter Frauen. Wie viel schwerer muss es da sein, wenn noch eine andere Hautfarbe hinzukommt.
In ihrem mit dem Booker Price ausgezeichneten Roman wirft Bernardine Evaristo einen Blick auf gleich 12 Frauenschicksale.
Als erstes ist mir die Textgestaltung aufgefallen: Abschnitte beginnen mit Kleinbuchstaben, die Absätze sind ungewöhnlich eingerückt. Die Sprache wirkt stakkatohaft und hindert mich daran, wirklich in die Geschichte einzutauchen. Und doch enthält der Roman wunderschöne Formulierungen, wie „Carole, deren Alltagswortschatz sich im Orbit von Dividenden, Terminkontrakten und Finanzplanung bewegt“ (S.149). Auch berühren die Themen der einzelnen Geschichten Aspekte des Lebens, mit denen sich viele auseinandersetzen, egal der Hautfarbe, Orientierung und Alter. Es geht um Nichtaufgeben, sich nicht entmutigen lassen, unabhängig werden von den Urteilen anderer. Wichtige Themen, die durchaus zum Nachdenken anregen. Die Protagonisten sind grundsätzlich interessante und meist auch starke Frauen, Dennoch hat mich der Roman nicht wirklich erreicht und ist nur wenig in mir nachgehallt.
- Leigh Bardugo
Six of Crows: Collector's Edition: Book 1
(232)Aktuelle Rezension von: StoriesToBeRemembered4.5⭐️
Ich weiß, dass ich etwas (sehr) spät dran bin, aber ich habe es endlich geschafft, sowohl Six of Crows als auch Crooked Kingdom zu lesen und ich bin absolut begeistert.
Das erste Buch beginnt mit einem Job, der alles andere als einfach zu sein scheint - wer wäre also besser dafür geeignet, als Kaz und seine Crew? Die Krähen begeben sich auf eine Mission, bei der es um Leben und Tod geht, um in einen der am besten bewachten Orte der Welt einzubrechen und jemandem zur Flucht zu verhelfen. Was könnte da schon schiefgehen? Nun... alles, aber wenn die Chancen schlecht stehen, ändert man einfach das Spiel, nicht wahr? Und genau das haben sie getan! Zu lesen, wie die Krähen einen Coup durchziehen, den alle anderen (und manchmal sogar sie selbst) für unmöglich hielten, war absolut unglaublich. Beim lesen habe ich gar keine andere Wahl gehabt, als mitzufiebern.
Obwohl ich normalerweise kein großer Fan von zu vielen POVs bin, hat es bei diesem Buch gut funktioniert. Jede einzelne von ihnen hat dazu beigetragen, das Puzzle zusammenzusetzen. Dieses Buch war die Definition von "Just one more Chapter..", weil die Kapitel so häufig mit einem Cliffhanger endeten, das ich gar nicht anders konnte, als durch die Seiten zu fliegen. Die Atmosphäre war fantastisch und man konnte förmlich spüren, wie die Spannung in der Luft knisterte.
Die Krähen sind eine Familie, und jeder Einzelne von ihnen ist auf seine Weise ein liebenswerter Charakter. Ich fand es toll zu sehen, wie sich die Beziehungen zwischen ihnen entwickelt haben. Obwohl jeder Einzelne von ihnen Schwächen hat und mit seinen persönlichen Dämonen zu kämpfen hat, versuchen sie, sich und einander zu helfen. Ich mochte ihre Verbundenheit sehr, und auch wenn Kaz jeden glauben lassen möchte, dass es nur ein Job ist, wissen wir alle, dass es mehr als das ist. Sie werden sich immer gegenseitig den Rücken stärken und für einander da sein. Nachdem ich fertig war, wusste ich, dass ich mir sofort das nächste Buch schnappen musste!
- Leigh Bardugo
Crooked Kingdom
(153)Aktuelle Rezension von: ImaginarySpaceDieses Buch hat mir besser gefallen als das erste, vor allem, weil der Schwerpunkt nicht so sehr auf einer sich entwickelnden Liebesgeschichte liegt. Kaz und Inej sind immer noch über alle Maßen edgy, und mein innerer Teenager weiß das immer noch zu schätzen. Insgesamt unterhaltsam und die Stadt Ketterdam ist ein interessanter Schauplatz und eine nette Abwechslung zu den üblichen Fantasy-Settings.
- Anne Freytag
Den Mund voll ungesagter Dinge
(693)Aktuelle Rezension von: downey_jr"Und ich gebe es ja nur sehr ungern zu, weil es so traurig und langweilig ist, aber irgendwie ist normal zu sein auch beruhigend. Weil man kein einzelner Fisch, sondern Teil eines riesigen Schwarms ist. Weil man Deckung und Schutz in der Masse findet. Weil man weiß, dass man nicht allein ist."
Das Leben der 17jährigen Sophie war von Anfang an nicht einfach: Ihre Mutter verließ sie gleich nach ihrer Geburt und sie wuchs alleine bei ihrem Vater Christian in Hamburg auf. Ihr bester Freund Lukas, mit dem sie von klein auf unzertrennlich war, ist zu seiner Freundin nach Frankreich gezogen, um dort sein Abitur zu machen.
Sophie selbst war noch nie richtig verliebt, obwohl sie schon was mit dem einen oder anderen Jungen hatte.
Als ihre Vater eine ernsthafte Beziehung eingeht, muss Sophie gegen ihren Willen zu Lena und ihren Söhne Leon und Valentin nach München ziehen.
Sophie ist fest entschlossen, Lena und ihre Söhne nicht zu mögen, doch Lena ist so ganz das Gegenteil einer "typischen" Stiefmutter.
Und dann ist da noch das Nachbarsmädchen Alex, von der Sophie gleich fasziniert ist.
Das Leben in der neuen Stadt ist besser, als Sophie erwartet hätte, doch ein unerwarteter Kuss bringt alles durcheinander...
Anne Freytags Erzählstil hat mir auch bei diesem Jugendbuch sehr gut gefallen. Sophies Verhalten konnte ich (vor allem Jungs gegenüber) nicht immer nachempfinden oder gut finden, ihre Selbstzweifel und Ängste kamen jedoch sehr gut rüber.
Besonders liebenswert fand ich die Charaktere von Leon und Lena. Auch Alex fand ich recht authentisch getroffen, und einen besten Freund wie Lukas hätten wohl viele Mädchen gerne.
Schön ist, dass Anne Freytag nicht explizit die sexuelle Orientierung hervorhebt, sondern das Gefühl, geliebt zu werden und zu lieben.
Die stets treffend formulierten Kapitelüberschriften sowie die am Ende des Buchs aufgeführte Playlist sind schon typisch für Anne Freytag und gefallen mir richtig gut.
Ein sehr schöner, emotionaler Coming-of-Age-Roman (nicht nur) für Jugendliche.
- Becky Chambers
Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten
(259)Aktuelle Rezension von: die_pingus_Becky Chambers’ Roman ist kein klassischer Science-Fiction-Plotroman, sondern eine soziale Langzeitbeobachtung im Gewand eines Raumabenteuers. Die Handlung folgt der Crew der Wayfarer, einem Tunnelbauschiff, dessen eigentliche Aufgabe weniger relevant ist als das Zusammenleben der Figuren an Bord.
Der Fokus liegt klar auf zwischenmenschlichen und interkulturellen Dynamiken. Chambers konstruiert ein vielschichtiges Universum mit unterschiedlichen Spezies, politischen Systemen und biologischen Voraussetzungen, verzichtet jedoch bewusst auf dramatische Eskalation. Konflikte entstehen leise, oft aus Missverständnissen, kulturellen Differenzen oder individuellen Traumata, nicht aus äußeren Bedrohungen.
Stärken des Romans sind die Figurenzeichnung und die konsequente Humanisierung des Fremden. Jede Spezies wird nicht als Allegorie, sondern als eigenständige Lebensform mit innerer Logik dargestellt. Moralische Fragen zu Zugehörigkeit, Identität, Familie und Verantwortung werden nicht diskutiert, sondern gelebt. Chambers zwingt keine Antworten auf, sondern zeigt Konsequenzen.
Schwächen ergeben sich aus genau diesem Ansatz. Wer eine stringente Handlung, Spannungsbögen oder klassische Science-Fiction-Setpieces erwartet, wird enttäuscht. Der Roman ist episodisch, stellenweise fragmentarisch und verweigert narrative Zuspitzung. Das Erzähltempo ist langsam, die Konfliktauflösung oft unspektakulär.
Sprachlich bleibt die deutsche Übersetzung zugänglich und funktional. Stilistische Experimente fehlen, was zum ruhigen Ton passt, aber keine literarischen Höhepunkte erzeugt. Der Roman lebt nicht von Sprache, sondern von Haltung.
Der lange Weg zu einem kleinen, zornigen Planeten ist ein bewusst entschleunigtes Buch über Zusammenleben statt Überleben, Science Fiction als sozialer Raum, nicht als Schlachtfeld. Für Leserinnen und Leser, die Weltbau über Handlung, Empathie über Spannung und Beobachtung über Dramaturgie stellen.Rezensiert von Herr U.
- Simona Ahrnstedt
After Work
(306)Aktuelle Rezension von: ReiShimuraDas Cover des Buches ist normalerweise kein Thema bei meinen Rezensionen, da ich die Beurteilung des Inhalts des Buches als wichtiger erachte. In diesem Fall mache ich aber eine Ausnahme. Denn das Cover stößt mir ein wenig sauer auf. Auf den ersten Blick passt es ja wirklich gut zum Titel des Buches, aber leider nur bedingt zum Inhalt. Denn die Themen Gewicht, body shaming und falsche Schönheitsideale in der Werbung sind zentrale Punkte in der Geschichte. Und trotzdem tappt der Verlag hier in die gleiche Falle und wählt ein ausnehmend schlankes Model für das Cover. Sehr schade.
Mit Lexia Vikander konnte ich mich recht schnell anfreunden und mich auch in sie hineinversetzen. Ihre Unsicherheiten und Unzulänglichkeiten sind manchmal ein wenig anstrengend und nervig, machen sie auf der anderen Seite aber auch realistisch, menschlich und sympathisch. Ähnliches gilt für Adam Nylund. Bei ihm war meine Sympathie sehr stark davon abhängig welche seiner vielen Seiten er gerade gezeigt hat. Den harten Hund in geschäftlichen Dingen fand ich nicht immer sympathisch, konnte seine Handlungen aber verstehen. Nicht nachvollziehen konnte ich seine Gedanken bezüglich seiner Exfreundin, diese waren für mich völlig aus der Luft gegriffen und haben für die Geschichte keinen Mehrwert geliefert. Außer die Seitenzahl zu erhöhen und das Ganze ein wenig in die Länge zu ziehen.
Autorin Simona Ahrnstedt spricht in ihrem Buch sehr viele wichtige Themen an. Manche davon sind heute nicht mehr ganz so relevant. Die Werbung ist in den letzten Jahren, das Buch ist immerhin bereits 2018 erschienen, durchaus vielfältiger und diverser geworden. Andere Themen werden wahrscheinlich nie an Aktualität verlieren, auch wenn es wünschenswert wäre. Body positivity wird zwar überall propagiert, so ganz ist das in den Köpfen der Menschen aber noch nicht angekommen. Fälle von body shaming und Mobbing wegen eines von der Norm abweichenden Aussehen sind ist gerade in den sozialen Medien noch immer gang und gäbe.
Bei mir hinterlässt das Buch ein wenig das Gefühl, dass die Autorin es mit den "schwierigen" Themen ein klein wenig übertrieben hat. Da wurde für meinen Geschmack zu viel reingepackt, vor allem Dinge, die für die Geschichte keinen Mehrwert bringen, sondern nur dazu dienen, dass das Buch politisch korrekt ist und sich jede und jeder mitgemeint fühlt.
Die Liebesgeschichte zwischen Lexia und Adam würde ich als glaubwürdig bezeichnen, was für mich persönlich immer sehr wichtig ist. Die pikanten Szenen kommen natürlich vor, sind aber durchaus akzeptabel formuliert und nehmen nicht zu viel Raum ein.
Der Erzählstil der Autorin gefällt mir und sie konnte das Gefühlschaos der Protagonisten glaubwürdig transportieren. Leider sind viele der Nebencharaktere nur platte Randfiguren. Da wird tief in die Klischeekiste gegriffen und wie oben bereits erwähnt, versucht möglichst viele Randgruppen und Minderheiten auch noch zu integrieren. Einige der Personen hätten auch Potential gehabt, kamen in der Geschichte aber ein wenig zu kurz.
Alles in allem war es ein angenehmes, teilweise aber auch langatmiges Leseerlebnis. Ich hätte aber auch nichts dagegen einzuwenden gehabt, wenn der eine oder andere Handlungsstrang gefehlt hätte.
- Casey McQuiston
Red, White & Royal Blue (English Edition)
(169)Aktuelle Rezension von: abouteverybookHandlung: Der Prinz Henry von Wales und der Präsidentensohn Alex können sich nicht ausstehen und bekommen sich bei jedem Zusammentreffen in die Haare. So auch auf der Hochzeit von Henrys Bruder, wobei es diesmal zu einem Chaos führt. Das Königshaus und die Präsidentin sind sich einig: Um Schadenbegrenzung zu betreiben müssen Henry und Alex so tun als ob sie die besten Freunde wären. Das beinhaltet aber auch, dass sie sich bei öffentlichen Veranstaltungen zusammen zeigen. Doch je mehr Zeit die beiden miteinander verbringen, desto mehr fällt Alex auf, dass Henry gar nicht so spießig ist und Henry fällt auf, dass Alex nicht so nervig ist. Bis es zu einem Kuss kommt.
Charaktere: Alex mochte ich echt gerne. Er war teilweise etwas hin und hergerissen und obwohl er manchmal nicht wusste was er wollte, wusste er doch im Kern, wofür er sich gerne einsetzen möchte. Außerdem war es schön in auf seiner Reise der Selbstfindung zu begleiten.
Henry fand ich richtig süß. Erst hat er auf mich auch spießig gewirkt, aber eigentlich war das nur Fassade. Er hat ein großes Herz und versucht einfach nur in der Welt klarzukommen und es jedem recht zu machen. Er ist verletzlich und das hat ihn so authentisch gemacht.
Zusammen sind die beiden auch einfach nur niedlich, weswegen ich den ein oder anderen Fangirlmoment hatte.
June und Norah sind wirklich toll und gerade June ist eine sehr gute Schwester für Alex. Pez fand ich schon irgendwie süß.
Philipp fand ich echt unsympathisch, auch wenn er es am Ende versucht hat.
Spannung: So richtig spannend fand ich die Geschichte nicht, womöglich weil ich den Film schon gesehen habe. Das Ende war lediglich etwas spannungsvoller.
Teilweise zog sich die Geschichte aber sehr in die Länge, wobei einige Details deutlich kürzer hätten erzählt werden können. Dadurch fiel es mir sehr schwer das Buch in die Hand zu nehmen und zu lesen.
Schreibstil: Den Schreibstil mochte ich, aber die Kapitel waren viel zu lang. Ständig musste ich mitten im Kapitel unterbrechen, weil ich keine Zeit mehr hatte weiterzulesen. Gefühlt habe ich auch gelesen und gelesen und keinen Fortschritt bemerkt. Leider war das Buch dadurch ziemlich anstrengend.
Cover: Das Cover gefällt mir gut. Es passt zur Geschichte und ich mag, dass es Pink ist.
Fazit: Ich gebe dem Buch 3/5 Sterne. Mir haben die Charaktere gefallen und im Grunde hat mir auch die Geschichte gefallen. Leider hat sie sich manchmal sehr gezogen und die Kapitel waren für meinen Geschmack viel zu lang, weswegen ich sehr unmotiviert war das Buch weiterzulesen. Dennoch ist es eine Empfehlung meinerseits. - Sophie Bichon
Und ich leuchte mit den Wolken
(148)Aktuelle Rezension von: abouteverybookDieses Buch liegt schon ewig auf meinem SuB und ich weiß gar nicht, wieso ich so lange gebraucht habe, um es anzufangen, denn ich habe es wirklich sehr genossen. Neben der coolen Mignon und der mutigen Lilou, die man auch einfach nur ins Herz schließen musste, gab es auch großartige Nebencharaktere. Benoît war schon irgendwie mein Favorit.
Ebenfalls gut gefallen hat mir das Setting und die Handlung an sich. Ich habe zwar recht schnell die richtigen Vermutungen angestellt, aber trotzdem wurde es nicht langweilig. An der ein oder anderen Stelle gab es für meinen Geschmack ein bisschen zu viel Misskommunikation oder auch Situationen in denen Kommunikation definitiv geholfen hätte. Gegen Ende fand ich Lilous Verhalten gegenüber ihrem Vater auch nicht so toll und ziemlich unfair, daran konnte man aber gut merken, dass sie wirklich noch jung ist.
Ein größerer Kritikpunkt war für mich die Länge der Kapitel. Dadurch musste man viel Zeit für ein komplettes Kapitel aufbringen, was leider manchmal im Alltag nicht gegeben war. Das hat dazu geführt, dass es etwas schwierig war immer wieder in die Geschichte reinzukommen.
Ich gebe dem Buch 4/5 Sterne. Ich habe es sehr genossen und auch die Charaktere haben mir gut gefallen. - Kübra Gümüsay
Sprache und Sein
(128)Aktuelle Rezension von: BibliokateEin Stereotyp ist wie ein Panzer. Doch er beschützt nicht diejenigen, die ihn tragen, sondern die Ignoranz der Außenstehenden. Stereotype sind Panzer der Ignoranz, die die Ignorierten zu tragen haben. Sie wiegen schwer, sie belasten die Träger*innen und zwingen sie in schwachen, menschlichen Momenten in die Knie" s. 69
Kübra Gümüşay hat mit "Sprache und Sein" ein beeindruckendes, manchmal schmerzhaftes und wachrüttelndes Buch verfasst.
Wie beeinflusst Sprache wie wir Unterschiede wahrnehmen, wie manifestiert sich Rassimus und unterdrückung in unserem Sprachgebrauch und welche Schritte und Methoden braucht es um unsere Sprache und somit auch unser Denken zu verändern.
Mal wissenschaftlich, mal sehr persönlich erkundet sie die Möglichkeiten die unsere Sprache uns eröffnet aber auch die Grenzen ebendieser.
Wie können wir eine Pluralistische Welt schaffen in der alle Erfahrungen und Lebensrealitäten valide sind?
"Wie aber würde sich unsere Wahrnehmung dieser Gesellschaft verändern, wenn wir sie ausschließlich mit dem Blick eines von Armut bedrohten Menschen betrachten und beschreiben würden? Wie würden sich unsere Geschichten über uns selbst verändern und infolgedessen unsere Gesellschaft selbst?" S.161
Was Kübra Gümüşay auf diesen knapp 200 Seiten auszudrücken vermag ist absolut unglaublich, kraftvoll und zum umdenken anregend.
Ein Buch das beim Erscheinen nicht umsonst große Beachtung erfahren hat und nach wie vor absolut empfehlenswert ist. Ich hoffe dieses großartige Buch erreicht noch einige Köpfe und Herzen mehr.
- Jennifer Niven
Stell dir vor, dass ich dich liebe
(326)Aktuelle Rezension von: Kitty_CatinaNachdem ich vor ein paar Jahren schon so gar nicht in „All die verdammt perfekten Tage“, einem weiteren Roman von Jennifer Niven, hineinfinden konnte, war ich etwas skeptisch, was diesen hier anbelangt, muss aber sagen, dass ich wirklich positiv überrascht wurde, denn er konnte mich tatsächlich auf gewisse Weise in seinen Bann ziehen.
Durch die sehr kurzen, aber prägnanten Kapitel, fiel es mir wirklich leicht, in die Geschichte hineinzufinden und bei der Sache zu bleiben. Überhaupt ließ sich das Buch richtig schnell und flüssig lesen, was nicht nur an der Kürze der Kapitel lag, sondern auch am guten und flüssigen Schreibstil der Autorin. Ebenso hat sie ein riesiges Talent, das Setting, die Charaktere und deren Gefühle zu beschreiben.
Dabei fand ich die beiden Protagonisten sehr interessant, wie sie sich weiterentwickeln und schlussendlich zueinanderfinden. Beide haben eine gewisse Last zu tragen und alle zwei sind richtig gut geschrieben, vor allem aber Libby, die zwar innerlich sehr unsicher ist und mit den Dämonen ihrer Vergangenheit und auch ein Stück weit der Gegenwart zu kämpfen hat, aber dennoch wahnsinnig schlagfertig ist und sich nichts bieten lässt. Für mich ist sie ein sehr starker und liebenswerter Mensch, selbst wenn sie selbst eine Weile braucht, um das zu begreifen. Im Gegensatz dazu wirkt Jack, obwohl er beliebt ist, gut aussieht und mit dem scheinbar coolsten Mädchen der Schule zusammen ist, sehr unsicher. Er versteckt sein Problem und versucht allein damit klar zu werden. Als beide aufeinandertreffen und sich näher kennenlernen, können sie sich gegenseitig helfen, wobei auch hier wieder Libby eher die treibende Kraft ist.
Schön fand ich auch, wie gut sich die Autorin informiert hat. Obwohl ich vorher nicht viel über Gesichtsblindheit wusste, habe ich in diesem Buch noch viel darüber gelernt. Ebenso über die Folgen und Probleme, die damit einhergehen. Dennoch konnte ich mir nicht so recht vorstellen, wie Jack es so lange geheim halten konnte. Ebenso fand ich die Problematik von Libbys Übergewicht etwas zu überdramatisiert. Gut, bis zu dem Part, als sie das dickste Mädchen Amerikas war, fand ich das Interesse daran noch nachvollziehbar und auch, dass sie danach noch als dieses abgestempelt wird. Dennoch gibt es in Amerika so viele übergewichtige Menschen, dass sie in ihre Schule nicht so herausstechen sollte, wie sie es tut.
Trotzdem mochte ich die Geschichte wirklich gern, konnte beide Protagonisten richtig gut leiden und habe sie auch gern dabei begleitet, zu sich zu finden und auch zueinander. Ich habe Libby wirklich für ihre Schlagfertigkeit gefeiert und Jack mochte ich, weil er einen guten, sanften Charakter hat. Beide zusammen ergeben ein gutes Team. Und selbst, wenn mir am Ende das gewisse Etwas noch gefehlt hat, würde ich das Buch uneingeschränkt weiterempfehlen, denn es ist süß, kurzweilig und stellenweise sogar richtig tiefgründig.
- Alicia Zett
Wie Wellen im Sturm
(135)Aktuelle Rezension von: Bianca_CimiottiWas für eine süße Geschichte. Ein toller Start der Reihe. Hier geht es nicht nur um queere Liebe, sondern um auch um Selbstfindung, Outing um Gemeinschaft und Freundschaft, sowie Zusammenhalt. Freunde die dich so nehmen wie du bist und dich nicht ändern wollen. Zum ersten Mal sehe ich auch eine Pronomen Tabelle, Neopronomen.
🤔Ob ich mich daran gewöhnen konnte?
Ehrlich gesagt weiß ich es nicht. In meinem Umfeld kenne ich zumindest keinen der sie anwendet. Es würde wahrscheinlich eine ganze Weile dauern, bis ich sie drauf hätte. Einfach weil es noch immer so ungewöhnlich ist.
Louise wird in ihrer Schule ausgegrenzt, nach dem sie ein Mädchen geküsst hat. Sie flüchtet sich daher in ihre selbstgeschriebene Fantasy-Geschichte, in der sie auch ihre Gefühle verarbeiten kann. Den sie liebt es zu Schreiben. Auch in diese Geschichte darf man als Leser eintauchen.
Ein Stipendium ermöglicht ihr den Schulwechsel auf ein renommiertes Internat namens Schloss Mare an der Nordsee. Doch nun steht ihr Leben erst Recht Kopf. Im Fußball Team des Internats findet sie schnell Anschluss und Freundschaften. Auf dem Internat kann sie auch endlich ohne schlechten Gewissen ihrer Leidenschaft dem Schreiben nach gehen. So erfahren wir von ihrer Fantasie Geschichte von Kimari und Prinzessin Liana. Kimari ist eine Kriegerin. Sie spukt auch oft in Louises Kopf und feuert sie gedanklich an mutig zu sein. Mutig zu ihren Gefühlen und diese auch mitzuteilen. So kommt es manchmal zu witzigen Wortwechsel.Interessant finde ich auch, dass es im Internat eine >Queere & Friends-AG<gibt. Ich glaube so etwas sollte es mittlerweile auf jeder Schule geben. Eine Gemeinschaft in der man sich unter Gleichgesinnten austauschen kann. Mut zu sich zu finden.
Ich freu mich auf den zweiten Teil. Durch den angenehmen Schreibstil und der schönen Geschichte bin ich nur so durch die Seiten geflogen.
- Adam Silvera
Was ist mit uns
(134)Aktuelle Rezension von: FlameHashiraArthur verbringt die Ferien über in New York, wo er in einer Anwaltskanzlei ein Praktikum absolviert. Ben muss die Ferien dagegen in der Sommerschule verbringen, mit seinem Ex-Freund. Beide begegnen sich zufällig in einem Paketshop und irgendwas blüht zwischen ihnen auf - etwas, dem sie gemeinsam auf den Grund gehen wollen. Eine Frage bleibt jedoch - "Was ist mit uns" - da Arthur zum Ende der Sommerferien wieder zurück nach Hause gehen wird...
"Was ist mit uns", geschrieben von Becky Albertalli & Adam Silvera, ist angenehm zu lesen. Der Schreibstil ist flüssig, Gedanken und Emotionen werden gut rübergebracht und man erhält einen großartigen Einblick in das Innere der Charaktere.
Unsere Hauptcharaktere sind Arthur und Ben, beide waren mir leider den Großteil des Buchs nicht gerade sympathisch. Sie sind definitiv Charaktere mit Ecken und Kanten, mit Sorgen und Zukunftsängsten, mit einer Vergangenheit und auch einer Zukunft - und gegen Ende hin, konnte ich mit ihnen auch gut klarkommen. Das macht den Großteil des Buchs leider nicht wett und es war für mich stellenweise extrem anstrengend weiterzulesen. Ein großer Grund dafür ist für mich, der - meiner Meinung nach - extreme Kitsch, der stets in der Luft liegt. Das ist selbstverständlich sehr subjektiv, aber für mich war es oftmals einfach sehr übertrieben. Zukunftsvorstellungen, direkte Gedanken über ein gemeinsames Leben, wie perfekt alles war und an ein Musical oder sondergleichen erinnert - mir war es definitiv zu viel.
Die Romanze war mir persönlich auch etwas zu... schnell? Man kann natürlich argumentieren, dass dies unter dem Zeitdruck geschah, dass Arthur am Ende der Sommerferien wieder nach Hause fuhr, aber das macht es für mich nicht unbedingt besser. Die Dates waren gut beschrieben, der erste Kuss war süß - aber irgendwie liest es sich mit der Zeit so, als wären nicht wenige Tage/Wochen vergangen, sondern wesentlich mehr Zeit.
Ansonsten gibt es im Buch Drama, dass sich für mich einfach völlig unnötig angefühlt hat. Ben ist mit seinem Ex-Freund in der Sommerschule... Für mich ergibt sich da kein Grund für einen großen Streit. Arthurs Freunde (Jessy & Ethan) führen eine Beziehung und haben das ein paar Monate geheim gehalten. Auch wenn Arthur gerade den Streit mit Ben hatte... mir ergibt sich auch HIER absolut nicht, warum das so aufgebauscht werden musste. ...Das hat sich für mich recht gezwungen angefühlt und zu genervten Seufzern meinerseits geführt. Allerdings muss man vermutlich sagen, dass dies dem Alter der Charaktere geschuldet ist, da diese im Abschlussjahr sind, also schätze ich sie mal 16/17 Jahre alt. (Genervt hat es mich dennoch.)
Pluspunkte für mich sind, die gesunde Trennung der beiden und wie die Freundschaften aufgearbeitet wurden - das geschieht zwar erst relativ spät, aber ist schön zu lesen.
Am Ende muss ich wohl einfach zugeben, dass das Genre nicht für mich gedacht ist und ich jüngere Charaktere einfach nicht mehr "fühle" in dem, wie sie sich benehmen.
- Judith Vogt
Ace in Space
(18)Aktuelle Rezension von: RevontuletWas wir auf den ersten Blick bekommen, ist eine actiongeladene Story in der Welt der Chokey Gangs, die auf Ruhm und Likes aus sind. Was sich durch Flugchallenges und ähnliches bewerkstelligen lässt. Dabei finde ich die Slangausdrücke, die sich die Vögte überlegt haben, innovativ und sehr passend. Sie haben diese Gangs außerdem als protzig und toxisch dargestellt, ohne auf allzu diskriminierende Klischees zurückzugreifen. Ein Konzept ist die No-Fomo Mentalität (Fomo steht hier für Fear of Making out und belächelt heteronormative monogame Beziehungen). Toller Move, etwas gesellschaftlich Vorherrschendes zu wählen, um die toxischen Strukturen innerhalb der Gangs aufzuzeigen. Das funktioniert super und es werden keine Minderheiten beleidigt.
Als weiteren wichtigen Handlungsstrang gibt es eine Siedlung auf Valoun II, die sowohl von einer Sekte als auch von einem großen Konzern bedroht wird - alles aufgrund eines wertvollen Rohstoffvorkommens. Hier ziehen die Vögte teilweise Parallelen zu Rojava, was auch im Schlusswort explizit erwähnt wird.
Mehr möchte ich nicht verraten, aber es lohnt sich, auch wenn ihr nicht so Social Media affin seid und manche Anspielungen und Witze nicht versteht, trotzdem weiterzulesen, weil es ein weit komplexerer Roman ist als es auf den ersten Blick scheint. Action, Liebe, politischer Aktivismus, Diversität sind nur einige Schlagworte, die den Roman beschreiben.
Das Buch bewegt sich auf so vielen Ebenen, die mich nachhaltig beeindruckt haben.
- Sophie Bichon
Und wir tanzen über den Flüssen
(65)Aktuelle Rezension von: booksforeverMit diesem Band findet die love is love Reihe ihr Ende. Wie auch schon die vorigen Bände hat dieses ein wunderschönes Cover und ähnelt sich den anderen, sodass es auf jeden Fall einen Wiedererkennungseffekt hat.
Die Geschichte beinhaltet das Thema Polyamorie, für mich völliges Neuland, ich habe in diese Richtung noch keinen New Adult Roman gelesen.
Die Protagonisten sind Kian, June und Ash, es wird aus allen drei Perspektiven erzählt, sodass man Einblicke in die Gedanken und Gefühle der drei erhält.
Ich liebe den poetischen und bildhaften Schreibstil der Autorin, der sich auch wieder in diesem Buch zeigt. Dadurch mochte ich die Geschichte ganz gerne, die ganzen Emotionen, Zweifel und Ängste werden von Sophie Bichon authentisch vermittelt und man fiebert mit den Protagonisten mit.
Insgesamt ein super schöner Abschluss für die Reihe.
- Becky Chambers
Unter uns die Nacht
(61)Aktuelle Rezension von: eastEndlich wieder Wayfarer! Im dritten Teil der Reihe nimmt uns Becky Chambers mit zur Exodus-Flotte: Dem Ort, an dem die Überreste der Menschheit leben, seitdem sie die Erde verlassen haben. Seit Jahrhunderten.
An der Seite von vielen komplett unterschiedlichen Protagonisten bereisen wir eine Welt, die unserer so nah ist und doch ganz anders, denn auf eine Weise sind diese Menschen, die Exodaner, im Vergleich zu uns auch bloß Aliens. Wir erleben eine Welt, in der die Menschen aus ihren Fehlern gelernt haben, auf Frieden und Gemeinschaft schwören und doch in der Galaktischen Gemeinschaft eher belächelt und geduldet als gewünscht sind.
Mit ihrem gewohnten Tiefgang erzählt die Autorin Lebensgeschichten aus einer unfassbar kreativen Welt, die voller verborgener Denkanstöße stecken - und voller Optimismus. (Und EasterEggs aus anderen Teilen der Reihe)
Es braucht Ruhe zum Nachdenken, um diese Reihe zu lesen, sonst hat man nichts von der Geschichte. Explosionen und Action findet man hier nicht, aber dafür warmherzige Menschen (und andere Aliens), die nicht zuerst das Schlechte sehen, sondern immer noch voll staunen die Sterne betrachten.
- Mark Lawrence
Klingentänzer
(46)Aktuelle Rezension von: ariadneZwar gibt uns der Autor am Anfang des Buches eine Kurze Zusammenfassung der bisherigen Handlung, trotzdem war ich ziemlich verloren, was mein Wissen vom 1. Band betraf. Das wird mich lehren, nicht zu lange zwischen Serien zu warten.
Ich fand die Geschichte um Nona wieder sehr gelungen und spannend, auch mit den neuen und alten Herausforderungen, denen sie sich stellen muss. Aber irgendwie konnte ich diesmal keine richtige Bindung zum Buch oder der Protagonistin herstellen. Vielleicht lag es auch an mir, dass mein Interesse nachließ und mich zum Teil die Story nicht packte. Schade eigentlich.
Ich werde schauen, ob ich den nächsten Band noch lesen werde, denn irgendwie fand ich die Welt super toll und mal etwas Originelleres, als in anderen Fantasybüchern zu finden.
- Leyla J. Ağca
Freiheitsflüstern
(24)Aktuelle Rezension von: pinkdinoprincessInhalt: Als Mera in der Villa Cadieux als Dienstmagd anfängt, hat sie nur ein Ziel: Genug Geld zu sammeln, um ihre Familie über Wasser zu halten. Zu diesem Zweck scheut sie auch nicht vor dem ein oder anderen Diebstahl zurück. Nur Célian, einer der Söhne der Gräfin Cadieux, weiß, wer sie wirklich ist - und treibt Mera mit seiner unverschämten Art häufig fast in den Wahnsinn. Doch Célian ist mit dem Kopf nicht nur bei Mera, sondern auch verbissen darauf, seine 13-jährige Schwester von ihren Heiratsplänen abzuhalten. Und während sowohl Célian als auch Mera dafür kämpfen, ihre Familien zu retten, wird ihnen klar, dass sie sich vielleicht mehr ähneln, als ihnen lieb ist...
Fazit: "Freiheitsflüstern" besticht nicht nur durch einen sehr angenehmen Schreibstil, sondern auch durch unheimlich authentische Figuren. Es ist der erste historische Roman, den ich gelesen habe, in dem Jugendliche auch einfach mal das waren: Jugendliche. Dadurch ist es der Autorin gelungen, eine einzigartige Atmosphäre zu erschaffen, in der ich mich stundenlang verloren habe. Außerdem würde das Thema der Aufklärung auf eine Weise eingearbeitet, die aktueller nicht sein könnte - ich bin begeistert.
Empfehlung: Definitiv! Ich überlege schon, welcher Jugendlichen ich dieses Buch gern schenken würde - aber auch junge Erwachsene können viel Freude mit dieser Geschichte haben.
- Juno Dawson
How to Be Gay
(37)Aktuelle Rezension von: Bücher_TiniDieses Buch wurde mir empfohlen als ich auf der Suche für Bücher für eine Schulbibliothek war . Ich muss gestehen es ist gut, es ist locker geschrieben und man liest es sehr flott , ohne große Umwege wird erklärt und begrifflichkeiten nahe gebracht. Sowohl für Jugendliche als auch für mich als Mutter ist es ein wirklich gelungenes aufklärendes Buch um sich besser zu verständigen.
Es ist kein plattes Sachbuch , was nur erklärt , nein hier komm auch betroffene ( das klingt blöd) zu Wort und das ohne ihre Texte umzuschreiben, man merkt das es aus ihnen heraus kommt und das macht es verständlich und nahbar.
- Maggie Stiefvater
All the Crooked Saints
(13)Aktuelle Rezension von: WeltentraeumerinInhalt:
Die mexikanischstämmige Familie Soria wohnt seit Generationen in einem kleinen Ort, Bicho Raro, mitten in der Wüste in Colorado, wo sie unzählige Pilger anzieht, die auf die Wunder hoffen, für die die Familie bekannt ist.
Beatriz, die keine Gefühle hat, aber dafür Logik, Joaquin, der insgeheim DJ werden will, und Daniel, der Heilige, der die Wunder vollbringt, sind drei Jugendliche der Soria-Familie, die heimlich einen Radiosender betreiben. Tony und Pete dagegen kommen gerade erst in Bicho Raro an. Tony, weil er ein Wunder sucht, und Pete, weil er Arbeit sucht. Sie stoßen mitten hinein in ein Leben jenseits der Normalität, in dem Wunder alltäglich sind.
Meine Meinung:
Ich habe mich buchstäblich mit dem ersten Satz in dieses Buch verliebt. Im Ernst, ich liebe den Schreibstil der Autorin, die Poetik, die Art, wie sie mit den Wörtern spielt, Metaphern benutzt, , die Art, wie sie ihre Sätze formt, die schiere Ästhetik hinter all dem. Der feine Humor, der sich durch die Sätze zieht, mich unterhielt, zum Schmunzeln brachte. Die Beschreibungen, die dazu sorgten, dass die Atmosphäre zu hundert Prozent bei mir ankam. Das Erzählerische, das das Ganze wie ein Märchen wirken lässt. Kurz gesagt: Die ganze Poetik, die ich so unheimlich geliebt habe, die ich gar nicht beschreiben kann, aber die das Buch zu so einem einzigartigen Leseerlebnis hat werden lassen.
Eigentlich war es da auch fast egal, was passiert ist. Auch wenn die Geschichte selbst zu dem Stil passt. Auch wenn diese Geschichte so absolut einzigartig und außergewöhnlich ist.
Ich habe jetzt schon öfter gelesen, dass Leute Probleme mit ebendiesem Stil hatten, von dem ich hier gerade schwärme, und ja, es ist eben auch ein sehr eigener Stil, mit dem nicht alle klarkommen. Es ist ein sehr ruhiger Erzählstil, die Dinge entwickeln sich sehr langsam, es wird mehr Wert auf die Charaktere und die Dialoge gelegt als auf die Handlung und auch diese ist jetzt nicht von Action oder schnellen Wechseln geprägt. Ich mochte die Story, die vermittelten Botschaften, diese außergewöhnliche Idee der Wunder, ich habe jedes einzelne Wort genossen und mich auf die ruhige, beschreibende Erzählweise eingelassen, aber ich kann verstehen, dass das nicht jeder*m zusagt.
Die Idee der Wunder fand ich allein schon deshalb so ungewöhnlich, weil sie so alltäglich praktiziert wird. Es ist nichts Magisches, nichts Beeindruckendes, für die Sorias ist es ganz normal und üblich, und die Art und Weise, wie das Ganze rübergebracht wird, hat mich fasziniert. Dabei geht es auch sehr viel um innere Dämonen, Ängste und Schwächen, um persönliche Weiterentwicklung und Selbstfindung, um Zusammenhalt und Einsamkeit, um Hilfe und um so vieles mehr. Manchmal wirkt es, als sei die Geschichte selbst eine Metapher. Oder vielmehr mehrere.
Die Autorin zeichnet sich hier dadurch aus, dass sie überaus einzigartige, tiefgründige und lebendige Charaktere geschaffen hat. Am Anfang werden sie mit dem vorgestellt, was sie wollen und wovor sie sich am meisten fürchten, und dann geht ihre Charakterisierung um Längen darüber hinaus. Selbst die Nebencharaktere sind unheimlich vielschichtig und verfügen über sehr viel Tiefe.
Die Personen sind durch ihre Vergangenheiten geprägt, ihr Verhalten ist nicht immer okay, aber es hat immer Gründe. Ihre Beziehungen untereinander sind komplex und sie haben versteckte Gefühle, manchen davon sind sie sich selbst nicht bewusst. Darüber hinaus wirken sie alle auch ungemein lebensecht.
Fazit: Sehr ruhige Erzählweise einer außergewöhnlichen Geschichte mit einzigartigen, tiefgründigen und lebensechten Charakteren. Allein schon in den wunderschönen poetischen Schreibstil habe ich mich verliebt!
- Anne Lück
This is our show
(80)Aktuelle Rezension von: JJs_Magical_World_Of_BooksIch habe schon ein paar Bücher von Anne Lück gelesen, aber dieses ist etwas ganz Besonderes. Irgendwie ganz anders als viele andere Romance-Geschichten im New-Adult-Bereich, die ich sonst so lese. Und ich wünschte, die Tendenz dieser Bücher würde wieder in eine solche Richtung gehen.
Die Handlung dreht sich hauptsächlich ums “Jax”, eine Bar in der fiktiven Kleinstadt Liberton, und ihre “Familie” - bestehend aus den Besitzern der Bar, den Angestellten, den Gästen und vor allem den Drag Queens, die jeden Donnerstag dort auftreten dürfen. Von diesen mochte ich natürlich Grace bzw. Emery am liebsten, die gleichzeitig auch eine der Besitzerinnen der Bar ist. Generell hat sich Emery zu meiner absoluten Lieblingsfigur in diesem Buch entwickelt.
Die Liebesgeschichte allerdings spielt sich zwischen Silas und Dawn ab. Beide waren mir gleich zu Anfang sympathisch – und blieben dies bis zum Ende.
- Jessica Love
Julian ist eine Meerjungfrau
(10)Aktuelle Rezension von: herr_hyggeLetze Woche habe ich euch in meinen Stories dieses Bilderbuch gezeigt, dass ich euch unbedingt noch einmal ans Herz legen möchte:
Der kleine Julian findet Meerjungfrauen ganz wunderbar und möchte am liebstes selbst eine sein. Was sollte denn dagegen sprechen?
Jessica Love (@jesslovedraws) ist es gelungen mit wenigen Worten und ausdrucksstarken Bilder ein ganz bezauberndes Buch zu schaffen, dass Themen wie Selbstbewusstsein, Akzeptanz und Diversität aufgreift. Damit zeigt sie nicht nur Kindern, dass jeder gut ist, so wie er ist.
Das Buch ist in deutscher Übersetzung im @knesebeck_verlag erschienen. - Olivia Wenzel
1000 Serpentinen Angst
(61)Aktuelle Rezension von: Hannah_wulf_3232Eines der außergewöhnlichsten Bücher, die ich gelesen habe. Der Schreibstil und die Art des Erzählens sind ungewöhnlich. Im ersten und letzten Drittel Frage- Antwort- Sätze, in der Mitte werden Fotos beschrieben. Die ganze Handlung spielt sich im Kopf der Erzählerin ab, und die springt immer hin und her (wie das so ist mit den eigenen Gedanken). Darauf muss man sich einlassen können. Ich selbst war begeistert, fand es sehr fesselnd und berührend. Aber kann auch verstehen, wenn es jemanden nicht gefällt.























