Bücher mit dem Tag "dokumente"

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80 Bücher

  1. Cover des Buches Illuminae (ISBN: 9783423761833)
    Amie Kaufman

    Illuminae

     (464)
    Aktuelle Rezension von: Sarah_CubeManga

    Vorweg: Als E-Book kann ich dieses Buch nicht empfehlen, da hier unterschiedliche Medien verwendet werden, um die Geschichte zu erzählen. Dabei werden einige Sachen auch zweiseitig gezeigt. Das lässt sich denke ich mal über den E-Reader schlecht dar stellen Ich habe zwar die E-Reader Variante bisher nicht gesehen, aber kann mir gut vorstellen, dass es nicht so umsetzbar ist wie im Buch.

    Mit dem Schreibstil habe ich mich anfangs echt schwer getan. Die unterschiedlichen Arten eine Geschichte zu erzählen, habe mich erst sehr überfordert. Vor allem, weil am Anfang zwischen Verhören, Chat-Nachrichten und allgemeinen Berichten viel hin und her gewechselt wurde. Das bleibt aber auch über den gesamten Verlauf so. Als ich aber einmal in die Erzählweise rein gefunden habe und mich auch auf die Geschichte voll und ganz eingelassen habe, habe ich die Seiten quasi nur so weg geblättert. Gut an manchen Stellen stand auch echt nicht viel auf den Seiten, aber eigentlich wollte ich sagen, dass sich das Buch dann letztendlich sehr flüssig lesen lassen hat. Gerade die längeren Berichte zwischen drin empfand ich als sehr angenehm, weil sie der klassischen Erzählweise eines Buches entsprachen. Mit den Chatverläufen konnte ich mich mit der Zeit auch gut abfinden. 


    Ehrlich gesagt traue ich mich gar nicht den Inhalt in meinen eigenen Worten nochmal wieder zu geben, weil ich Angst habe zu spoilern. Die Zusammenfassung beschreibt den Anfang des Buches schon verdammt gut. Allerdings kann ich zumindest sagen,, dass ich anfänglich einige Schwierigkeiten hatte in die Geschichte einzufinden. Gerade die Verhöre von Kady und Ezra fand ich schwer. Man hat zwar innerhalb des Verhörs sehr viel Informationen bekommen, aber mir hätte da eine klassische Einführung wie in einem "normalen" Buch deutlich besser gefallen. Nichts desto trotz hat mich das Buch in seinen Bann gezogen. Ca. ab Seite 80 empfand ich es schon als spannend, aber ab ca. Seite 200 konnte ich es gar nicht mehr aus der Hand legen. Ich bin so begeistert von dem Buch, dass ich die Rezi direkt nach beenden des Buches schreiben musste. Und ich habe so unfassbar viel Redebedarf.


    Hauptsächlich begleitet man Ezra und Kady, die sich beide auf unterschiedlichen Rettungsschiffe befinden. Während Kady auf der Hyperthia gelandet ist, befindet sich Ezra auf der Alexander. Kady und Ezra verbindet ein wichtiges Detail: Sie waren Mal zusammen und insgeheim hegen beide noch Gefühle füreinander. Kady ist ein IT-Genie. Sie hackt sich immer Mal wieder in verschiedene Systeme rein, so auch in das System der Alexander. Ich empfand sie als freches, aber sehr taffes Mädchen mit der Tendenz zur Arroganz. Wobei die Arroganz bei ihr einfach zum Charakter gepasst hat. Es gab zwar die ein oder andere Situation, wo ich die Augen verdreht habe, aber letztendlich hat es einfach gepasst. Zudem war sie auch noch auf andere Weise ein sehr faszinierender Charakter. Besonders ihren Ehrgeiz und ihren starken Willen habe ich sehr geschätzt. Gerade zum Ende des Buches fand ich sie einfach grandios. Ich persönlich hätte mich in den ganzen Szenen zum Ende in, weinend, vielleicht hysterisch im Kreis gedreht.


    Ezra wirkt im Vergleich zu Kady dagegen wie ein riesiger Spaßvogel. Auch er ist recht frech und oft auch in seiner Ausdrucksweise sehr vulgär. Dennoch mochte ich ihn wegen seiner lockeren Art und das er immer wieder ein Spruch auf den Lippen hatte. Gleichzeitig war er Kady gegenüber manchmal ein riesen Romantiker. Da musste ich das ein oder andere Mal schmunzelt die Augen verdrehen, weil es so kitschig war.

    Aber neben dem kitschigen, frechen Zügen, beweist er auch das ein oder andere Mal, dass er ein sehr mutiger Typ ist. 


    Fazit:

    Trotz meiner anfänglichen Skepsis konnte die Geschichte mich in ihren Bann ziehen. Am Ende saß ich perplex und schockiert vor dem Buch, weil ich die Entwicklung der Geschichte nicht kommen sehen konnte. Von gefühlt jetzt auf gleich hat es sich in eine grandiose Story verwandelt und 400 von 600 Seiten habe ich an einem Stück gelesen, da ich es einfach nicht weg legen konnte. Obwohl Scince-Fiction nicht so mein Genre ist und ich auch gehypten Büchern grundsätzlich skeptisch gegenüber bin, kann ich nur sagen, dass dieses Buch den Hype sowas von wert ist.
    Einziges Problem, was ich mit der Reihe habe: Band 3 wird vom Verlag nach aktuellem Stand nicht ins deutsche übersetzt. Für mich wird die englische Ausgabe dann her halten müssen, aber grundsätzlich hoffe ich auf eine deutschsprachige Übersetzung.

  2. Cover des Buches Dublin Street - Gefährliche Sehnsucht (Deutsche Ausgabe) (ISBN: 9783548285672)
    Samantha Young

    Dublin Street - Gefährliche Sehnsucht (Deutsche Ausgabe)

     (1.386)
    Aktuelle Rezension von: Lese-Eule-Steffi

    Jocelyn Butler stammt eigentlich aus den USA und ist mit dem zarten Alter von 18 nach Schottland gezogen um dort den Verlust ihrer Familie besser verdrängen zu können. Als sie eine neue Wohnung sucht trifft sie dort auf ihre zukünftige Mitbewohnerin Ellie und ihren überaus attraktiven Bruder Braden. Braden möchte Jocelyn für sich gewinnen und ihr näher kommen, doch sie möchte sich auf keinen Mann einlassen, auch nicht wenn er so attraktiv und erfolgreich wie Braden ist.


    „Dublin Street“ ist der zweite New Adult Roman den ich gelesen habe und wurde auch von diesem nicht enttäuscht, trotzdem gab es kleine Schwächen und einige Dinge die mich gestört haben. Der Schreibstil von Samantha Young ist flüssig und auch sehr anschaulich beschrieben. So lässt sich das Buch schnell und einfach lesen und konnte mich somit in seinen Bann ziehen. Die Geschichte und der Verlauf und Entwicklung haben mir gut gefallen, waren aber zum Teil sehr vorhersehbar. Das Zusammenspiel zwischen Jocelyn und Braden war spannend zu lesen, obwohl viel Klischee bei den beiden mitgewirkt hat. Ein Mädchen welches in ihrer Vergangenheit schlimme Dinge erlebt hat, trifft auf attraktiven und sexy jungen Mann, welcher mit seiner Arroganz dann doch noch das Mädchen bekommt. Das Ende hat mir sehr gut gefallen, obwohl es dann doch ein wenig kitschig war.


    Gleich zu Beginn mochte ich Joss wirklich gerne, sie zeigte sich stark und selbstbewusst und auch total unabhängig. Aber sie zeigt den Menschen in ihrem Umfeld auch oft ihre kalte Schulter und so ist es für sie unmöglich Menschen näher an sich heranzulassen. Auch denen die sie liebt kann sie sich nicht öffnen. Als Joss dann auf Braden trifft war es aber ein Hin und Her ihrer Gefühle und sie hat sich anders gezeigt, als sie zuvor beschrieben wurde. Dem Leser wird schnell klar, dass sie Braden mag und ihn attraktiv findet, jedoch beschwerte sie sich über seine Arroganz und Herrschsucht.

    Braden ist sowieso das typische Klischee, so wie es zu diesen Büchern eben passt, er ist so wahnsinnig sexy und super erfolgreich und natürlich sehr überzeugt von sich selbst. Mich hat es gestört, dass er energisch reagiert hat, wenn auch nur ein anderer Mann Joss angeschaut oder berührt hat. Joss nannte ihn ganz sachte „Höhlenmensch“ und das passte wohl auch zu ihm.

    Und dann gibt es da noch Ellie. Ellie war für mich eine der besten Charaktere in der ganzen Geschichte. Ich möchte ihre unordentliche aber auch einfühlsame Art wirklich gerne und ich hab sie sofort in mein Herz geschlossen. Sie muss man einfach lieb haben. Die Freundschaft zwischen ihr und Joss hat mir sehr gefallen und ich denke dass die Freundschaft auch Joss unheimlich gut getan hat und sie eine solche Freundin wie Ellie eine ist, gebraucht hat.

  3. Cover des Buches Der Historiker (ISBN: 9783833303944)
    Elizabeth Kostova

    Der Historiker

     (298)
    Aktuelle Rezension von: FabAusten

    Dracula lebt!

    Das behauptet zumindest sein Doktorvater, als Historiker Paul mit Rossi über ein mittelalterliches Buches spricht, dessen Inhalt allein aus dem Holzschnitt eines Drachen besteht. Er erfährt, dass auch sein Mentor ein solches Exemplar auf ungewöhnliche Weise erhalten hat. Unmittelbar nach ihrem Gespräch verschwindet Rossi plötzlich genauso spurlos wie rätselhaft. Paul ist alarmiert und macht sich mit seiner Zufallsbekanntschaft Helen auf die Suche nach ihm und damit nach Dracula, denn er glaubt Rossi und hält den Untoten für den Drahtzieher der Entführung. Die Jagd führt das ungleiche Paar in die Türkei, nach Ungarn, Bulgarien und Rumänien.
    Viele Jahre später lebt Paul mit seiner Tochter Eva in Amsterdam und reist als Diplomat durch die Welt. Eines Tages findet Eva in der Bibliothek ihres Vaters ein seltsames Buch und darin das furchteinflößende Bild eines Drachens.

    Der Historiker einen dicken Wälzer zu nennen, ist keine Übertreibung. Man könnte damit wohl Dracula erschlagen, wenn es nicht etwas mehr als pures Gewicht bräuchte, ihn zur Strecke zu bringen. Auch inhaltlich hat der Roman einiges zu bieten.

    Alles fängt mit Eva als Erzählerin an. Später wechselt sie sich mit Paul ab, der in Briefen von seiner gefährlichen Suche berichtet. Auch Helene darf später in Briefen ihre Sicht darlegen. Durch diesen Kniff springt die Handlung abwechslungsreich zwischen den Jahrzehnten hin und her.
    Das Dracula kaum persönlich in Erscheinung tritt, ist ein weiterer Kunstgriff. Erstaunlicherweise funktioniert das sehr gut. Er ist Jäger und Gejagter zur gleichen Zeit, ist eine ständig Bedrohung und so gleichsam gefürchtetes wie ersehntes Ziel der Suche. Die führt nicht nur in die Ostblockländer der Siebzigerjahre, in Bibliotheken, Archive und Klöster, sondern auch zurück in die Geschichte des Mittelalters. Es ist absolut faszinierend, wie die Autorin Fakten und Fiktion auf spannende Weise miteinander verknüpft. Historische Forschung ist immer auch Detektivarbeit. Hinweise und Spuren werden gesucht, verfolgt, Thesen be- oder widerlegt, Sackgassen überwunden werden. Diesen Aspekt macht Kostova wunderbar deutlich und lässt daraus eine wendungsreiche Schnitzeljagd entstehen. Die Atmosphäre ist durchgehend düster und unheilschwanger, was die Spannung unterstützt.
    Wer allerdings weder dafür noch für mittelalterliche bzw. osteuropäische Geschichte ein Interesse mitbringt, wird es wohl schwer haben. Dem könnte der Roman zu weitschweifig, zu detailliert erscheinen. Allerdings weist die Handlung jederzeit ein gewisses Tempo auf und gerade wenn wissenschaftliche Erklärungen Oberhand zu gewinnen scheinen, entfacht ein Cliffhanger die Spannung neu. In Anbetracht der offensichtlichen Liebe, Sorgfalt und des Kenntnisreichtums, die jederzeit zu bemerken sind, lassen sich manch unglaubliche Zufälle hinnehmen. Die Sprache hat eine schöne Melodie, ist leicht verständlich, aber nicht simpel und trägt angenehm durch die Erzählung.

    Obwohl das Ende ab ca. Seite 700 allein aufgrund dessen, was bereits alles hinter den Lesern liegt herbeigesehnt werden kann, ist Der Historiker im besten Sinne ein Schmöker. Er zieht die geneigten Leser in eine spannende und interessante Erzählung, die sich auf vielen Ebenen entfaltet. Geschichte, Politik, Kunst, aber auch menschliche Emotionen, Beziehungen und schließlich der große Mythos Dracula als historische Figur oder Gespinst des Aberglaubens werden verwoben. Eine ganz bemerkenswerte literarische Leistung. Selbst LeserInnen, die mit Vampirgeschichten sonst nichts anfangen können, können einen tollen Roman entdecken.

  4. Cover des Buches Gesamtausgabe (ISBN: 9783596905911)
    Anne Frank

    Gesamtausgabe

     (2.384)
    Aktuelle Rezension von: Papiertiger17

    Der historischen Zusammenhänge und der immensen Bedeutung dieses Zeitdokumentes bewusst, trafen mich die Lebensfreude und die teils sehr unterhaltsamen Anekdoten der jungen Autorin doch unvorbereitet. So überrascht, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Das Tagebuch der Anne Frank gewährt ein fesselndes Eintauchen in ihre Gedanken- und Gefühlswelt und lässt einem ganz beiläufig erfahren, wie es ist, von einem deutschen Unrechtsstaats das eigene Daseinsrecht abgesprochen zu bekommen. Es ist unfassbar, dass die Deutschen damals ihre ethnischen Säuberungen sogar im Radio angekündigt haben. Und alle haben gewusst, was mit jenen passiert, die weggeholt und abtransportiert wurden. Alle haben es gewusst!

  5. Cover des Buches Illuminae (ISBN: 9780553499117)
    Amie Kaufman

    Illuminae

     (119)
    Aktuelle Rezension von: cbee
    Inhalt:

    Kady hat gerade mit Ezra Schluss gemacht, als ihre Kolonie von BeiTech überfallen wird. Die zwei werden gerettet, befinden sich aber auf unterschiedlichen Raumschiffen. Nicht nur, dass BeiTech die Verfolgung aufnimmt, nein, es bricht auch noch eine seltsame Krankheit aus und AIDEN, die künstliche Intellegenz der Flotte, übernimmt plötzlich die Kontrolle ...

    Meinung:

    Nachdem ich so viel über dieses Buch gehört habe, musste ich es auch lesen. Allerdings habe ich es nicht nur gelesen sondern gleichzeitig auch gehört. Beides zusammen ergab einen Lesegenuss der höchsten Art. Die Geschichte wird mit Hilfe von Berichten, Chatprotokollen, Funksprüchen usw erzählt. Im Hörbuch gibt es für jeden Charakter eine eigene Stimme und teilweise hört man auch zusätzliche Geräusche.

    Ich konnte mich sehr schnell mit Kady identifizieren und habe mit ihr mitgefiebert, gelitten und gefreut. Kady ist eine sehr starke junge Frau bzw bleibt ihr hier auch gar nichts anderes übrig, als stark zu sein.

    Es war mehr oder weniger mein erster Sci-Fi-Roman und er hat mir wahnsinnig gut gefallen.

    Fazit:
    Tolle Erzählweise und starke Hauptprotagonistin!
  6. Cover des Buches Am Ende des Schweigens (ISBN: 9783442376407)
    Charlotte Link

    Am Ende des Schweigens

     (598)
    Aktuelle Rezension von: Peachesfloop

    Mein zweites Charlotte Link Buch innerhalb kurzer Zeit. 

    Jetzt in der Lockdown Phase hat man endlich wieder Zeit für die wirklich wichtigen Dingen im Leben: Lesen. 

    Und so lese ich mich aktuell auch sämtliche Bücher durch. Wie auch dieses. 

    Ich muss sagen, der Einstieg fiel mir zuerst etwas schwer, ich brauchte ein bisschen bis ich mich mit der Geschichte anfreunden konnte. Doch natürlich ist der erste Teil gleich mal gut geschrieben. Er Verrät nicht zu viel, nur so viel, wie man eben wissen braucht. Und dann geht es los. Auch wenn man bei fast 600 Seiten am Anfang denkt, Puh, das wird sich ziehen, hatte ich das Buch schnell durch. 

    Es fesselte mich tatsächlich doch noch. Charlotte Link hat einfach die Gabe, so viel in einem Buch zu verpacken. Fast mühelos scheinen die Wörter des 600 Seiten Romans von der Hand zu gehen, so kommt es zumindest dem Leser vor.

    Das man bis fast zur Letzten Seite nicht weiß, wer der Mörder ist und so ständig immer wieder zu unfassbaren neuen Erkenntnissen kommt, fesselte nur noch mehr. Obwohl ich bei solchen Büchern immer gut bin, die Zusammenhänge zu erkennen, konnte ich mich dieses Mal nicht durchsetzen und war auch bis zuletzt auch der falschen Fährte des Mörders. 

    Die Hauptfiguren waren alle Zusammen, meiner Meinung nach wirklich gestört. Und ich war immer wieder erschüttert, welche Abgründe sich da auftaten. Alle wirken normal, doch tiefe, tiefe Geheimnisse sind in Ihnen und das reist sie in einen Strudel voller weiteren Abgründe. 

    Ein gutes Buch, sehr zum empfehlen bei langen langen Corona-Tagen. 

  7. Cover des Buches Das Foucaultsche Pendel (ISBN: 9783423211109)
    Umberto Eco

    Das Foucaultsche Pendel

     (337)
    Aktuelle Rezension von: Scriba

    Trotz eines spannenden Themas leider sehr langatmig umgesetzt.
    Die Protagonisten wirken konfus und deplatziert. Die relevanten Themen werden
  8. Cover des Buches Black Dagger - Blinder König (ISBN: 9783453533509)
    J.R.Ward

    Black Dagger - Blinder König

     (595)
    Aktuelle Rezension von: Chrissy87

    Im 14. Teil der Reihe geht die Geschichte von Ehlena und Rhevenge weiter.
    Den zweiten Teil von Rhevenge und Ehlena fand ich sogar noch spannender als den ersten, gerade zum Schluss hin wurde es richtig nervenaufreibend.
    Jetzt freue ich mich aber darauf, dass in den nächsten beiden Bänden endlich John Matthew im Fordergrund stehen wird, denn auf seine Geschichte freue ich mich seitdem er zum ersten Mal in Band drei aufgetaucht ist.
    Nach wie vor kann ich jedem diese Reihe nur wärmstens empfehlen.

  9. Cover des Buches Die Purpurlinie (ISBN: 9783426197837)
    Wolfram Fleischhauer

    Die Purpurlinie

     (50)
    Aktuelle Rezension von: vormi
    Wie schon mal erwähnt, werden dieser Autor und ich nicht mehr die dicksten Freunde. Aber dieses Buch habe ich bis ganz zum Ende geschafft. Ich musste zwar wieder für Verworrenheit ein Sternchen abziehen, aber dieses Buch hat mir in den Grundzügen gut gefallen. Mal eine etwas andere Idee dahinter.
  10. Cover des Buches Wir sind der Iran (ISBN: 9783462036510)
    Nasrin Alavi

    Wir sind der Iran

     (4)
    Noch keine Rezension vorhanden
  11. Cover des Buches Der Engländer (ISBN: 9783492243070)
    Daniel Silva

    Der Engländer

     (49)
    Aktuelle Rezension von: Rose75

    Ich habe diese Reihe durch den 17.  Band "Der Drahtzieher" kennengelernt und mir danach vorgenommen, die komplette Reihe zu lesen.

    Diesmal ist der israelische Profikiller und Gemälde-Restaurateur eigentlich in seinem Element. Er soll die Hintergründe des Todes eines schweizer Privatbankiers aufklären und im Rahmen seiner Untersuchung stößt er auf ein gut gehütetes Geheimnis.  Der entsprechende Herr hatte in den Dreißiger Jahren Kontakt zu ranghohen NS-Persönlichkeiten und konnte sich mit deren Hilfe einen privaten Schatz zulegen. 

    Es geht in diesem Band viel um Kunst, die Judenverfolgung, die besondere Rolle der Schweiz in der NS-Zeit und den speziellen  Stil des israelischen Geheimdienstes. 

    Als der "Der Engländer" wird eine Person in diese Reihe eingeführt, die auch in späteren Bänden   eine Rolle spielt und daher hatte ich eine Ahnung wie sein spezieller Auftrag in diesem Fall ausgeht. 

    Mir haben die historischen Hintergründe besonders gut gefallen und dank des angenehmen Schreibstils konnte ich das Buch auch sehr zügig lesen.  Ich freue mich schon auf Band 3 "Die Loge"

  12. Cover des Buches Staatsfeind WikiLeaks (ISBN: 9783442102372)
    Marcel Rosenbach

    Staatsfeind WikiLeaks

     (17)
    Aktuelle Rezension von: StMoonlight

    Die Autoren beschreiben Julian Assange, als auch Daniel Domscheidt-Berg. Von der Idee der Plattform WikiLeaks, über die Umwandlung bis hin zum Ausstieg Domscheidt-Bergs. Auch Freunde und Bekannte kommen zu Wort, beschreiben wie sie die Veränderungen, unter anderem besonders von Assange, wahrgenommen haben. Aber natürlich auch – und das ist vielleicht fast das Wichtigste, die Reaktion der USA (und anderen Unternehmen) auf die Veröffentlichung hochbrisanter Daten.

    Bei der Lektüre stellt sich der Leser unweigerlich eine Menge (politische) Fragen. In jedem Fall regt es zum Nachdenken an.

    Geschrieben ist das Buch ein wenig wie ein Artikel des Magazins Stern. Ein bisschen redaktionell, aber auch ein wenig reißerisch. Mir hat dieser Schreibstil nicht wirklich gefallen.

    Leider werden anderweitige Quellen mit den eigenen Gesprächen der Autoren (z.B. der Aussage von Bradley Manning) vermischt, so dass es irgendwann wirklich schwer ist noch Die Echtheit daraus zu selektieren. Ebenso verwenden die Autoren hier Social-Media-Postings als Referenz, außerdem vergleichen Sie ihre Arbeit mit der von WikiLeaks, was an sich ja schon gar nicht möglich ist. So etwas hätte ich von Journalisten nicht erwartet. Erhofft hatte ich mir etwas Neues zu erfahren, Hintergründe kennenzulernen, tiefer einzudringen, in die Arbeit von WikiLeaks. Bekommen habe ich eine wirre Mischung zusammengesammelter Redaktionsfetzen. Ich bin wirklich enttäuscht.

  13. Cover des Buches Audrey Hepburn (ISBN: 9783896027238)
    Ellen Erwin

    Audrey Hepburn

     (9)
    Aktuelle Rezension von: mistellor

    Dieses Buch zählt jetzt zu meinen Lieblingsbüchern. Es ist liebevoll aufgemacht, mit wunderbaren Bildern, die man nicht oft gesehen hat.

    Das Buch besteht aber nicht nur aus Bildern und Text, sondern im Buch sind viele Überraschungen in Tüten versteckt. Zum Beispiel Kinokarten, Filmfotos, Privatfotos, Programme, Programmzettel, Theaterprogramme, Drehpläne, Drehbuchseiten, Briefe, Zeichnungen, handgeschriebene Zettel und vieles mehr. Natürlich alles Kopien, aber der Verlag hat bei den Reproduktionen sich sehr viel Mühe gegeben und sie liebevoll aufbereitet.

    Auch der Text ist sehr persönlich gehalten. Man erfährt noch viel Neues, auch wenn man sich vorher mit Audrey Hepburn beschäftigt hat. Einer der Autoren des Buches ist Sean Hepburn Ferrer, der Sohn von Audrey Hepburn. Es berichten außerdem in diesem Band vor allem Menschen, die sie auch wirklich gekannt haben, dadurch erlebt man Audrey Hepburn ganz neu.

    Ich kann dieses Buch nur für jeden Filminteressierten empfehlen, es ist jeden Cent wert. 

    Das Portrait eine sehr schönen, sehr intelligenten und besonders einfühlsamen und sozial engagierten Frau.

    Eine der schönsten Bildband-Biographien die ich kenne.

  14. Cover des Buches Die Teufelsbibel (ISBN: 9783404163267)
    Richard Dübell

    Die Teufelsbibel

     (105)
    Aktuelle Rezension von: Sommerkindt
    Die Geschichte ist interessant ja aber viel zu langatmig.
    Mal abgesehen davon entführt der Autor den Leser in eine dunkle brutale Welt, in der das Wohlergehen der Menschen auf dem Wohlwollen anderer beruht. Weder die Kirche noch das normale Volk scheint den geringsten Begriff von gut oder böse zu haben bzw. nur in geringen Mase.
    Anfangs ist man von den vielen Protagonisten überfordert. Erst im Laufe der Geschichte klamüsert sich heraus wer wohin gehört.
    Wer historische Romane mag kann ich dieses Buch nur empfehlen alle anderen nur wenn sie grad Langeweile haben und mal in eine andere Zeit eintauchen will.
    Und die Geschichte hat eine wirklich überraschende Wendung.
    Es werden mehrere Handlungsbögen aufgebaut, was auch daran liegt das sich die Geschichte so zieht. Aber wenn man erstmal Blut gleckt hat bleibt man dran. Man braucht einfach nur einen sehr langen Aten.

  15. Cover des Buches Das Fragment (ISBN: 9783868002447)
    Ton van Mourik

    Das Fragment

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Die Entdeckung der Hälfte eines alten Pergaments ruft eine geheime Bruderschaft auf den Plan, die sich auf die Übernahme der Weltherrschaft vorbereitet. Dies bringt die Besitzerin des Pergaments und ihre Freunde bzw. Helfer in ziemliche Gefahr. Das Thema gehört wohl in die Gruppe der "Geheimgesellschafts-Thriller" à la Illuminati oder Freimaurer. Allerdings eher in die Rubrik "Ferner liefen..." So richtig spannend wird es nicht, wenn auch durchaus einige interessante Stellen und spannende Wendungen vorhanden sind. Aber insgesamt hat man eher das Gefühl, der Autor hätte irgendwann die Lust verloren und mehr aus Pflicht als aus Freude weitergeschrieben. Die gute Grundidee hätte Stoff für deutlich mehr hergegeben, aber diese Chance wurde verpaßt. Und das Ende ist mehr als enttäuschend, man sucht unwillkürlich nach den Hinweisen auf Band 2. - Aber vielleicht ist der ja noch geplant...
  16. Cover des Buches Der Ruf der Rache (ISBN: 9783846600955)
    Mary E. Pearson

    Der Ruf der Rache

     (84)
    Aktuelle Rezension von: MsChili

    Hierbei handelt es sich um den Abschluss der Dilogie „Die Chroniken der Hoffnung“, die ein paar Jahre nach der Reihe „Die Chroniken der Verbliebenen“ spielt.

    Ich habe den ersten Band vor längerer Zeit gelesen und mir viel der Einstieg in diese Fortsetzung etwas schwer. Ich konnte die Namen anfangs keinen Personen zuordnen bzw. war mir über die Familienkonstellationen lange unklar. Das wurde im Laufe des Buches besser und irgendwann wusste ich wieder, wer mit wem verwandt ist oder was der- oder diejenige verbrochen hat. Der Stil ist gewohnt flüssig zu lesen und sie schafft es mich schnell gefangen zu nehmen. Die Geschichte selbst ist wieder spannend, wobei es auch einige Momente gibt, die mir fast zu langatmig beschrieben wurden. Hier wäre weniger mehr gewesen. Dennoch kann das Buch mit einzigartigen Charakteren und einem wundervollen Setting aufwarten und ich liebe die Ballengers. So einen Zusammenhalt wünscht man sich selbst auch. Besonders gefällt mir hier der Wechsel zwischen Kazi und Jasi und die Kraft der beiden. Jeder kämpft für sich und den anderen und überwindet dabei Grenzen. Und das Ende ist ein wundervoller Abschluss der Reihe. Ich hoffe jedoch, dass wir nochmal in diese zauberhafte Welt zurückkehren werden.

     

    Von mir gibt es auch hier eine klare Empfehlung. Ich habe die beiden Reihen geliebt.

  17. Cover des Buches Kampf gegen Sternlauf. Der Weg des deutschen Partisanen Fritz Schmenkel (ISBN: B0000BSTMV)
  18. Cover des Buches Die Hexentrilogie (ISBN: 9783899962710)
    Wolfgang Lohmeyer

    Die Hexentrilogie

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Kitsune87
    Lohmeyer erzählt über die kölsche Postmeisterin Katharine Henot, die als Hexe von Köln in die Geschicht einging.
  19. Cover des Buches Wer spaltete Deutschland? (ISBN: 9783360018182)
    Herbert Graf

    Wer spaltete Deutschland?

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Heike110566
    Immer wieder wollen uns die Herrschenden in der BRD einreden, dass die DDR ein Unrechtsstaat gewesen sei, dass Walter Ulbricht und seine Gefährten von Anfang an die Errichtung einer kommunistischen Diktatur planten und später Ulbricht alles tat, um seine Macht zu erhalten. Desweiteren will man uns Glauben machen, dass es im Herbst 1989 eine friedliche Revolution gegeben habe, die die (angebliche) SED-Diktatur gestürzt hat und dass es der Willen der Bevölkerung der DDR war, die DDR und die BRD unter kapitalistischen Grundsätzen zu vereinigen. Die Geschichte der beiden deutschen Staaten ist aber weit komplizierter, als uns die bürgerlichen Meinungsmanipulatoren weis machen wollen. Die Spaltung Deutschlands war kein Wunsch und Werk der Kommunisten, sondern ergab sich aus Prozessen, die lange vor dem 8. Mai 1945 (Tag der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands) begannen und damit auch lange vor der Zeit der Rückkehr Walter Ulbrichts und der anderen Genossen aus dem Exil. Herbert Graf hat sich intensiv mit diesen Prozessen beschäftigt, Dokumente, Zeitzeugenberichte und andere Quellen durchgearbeitet und weist nun in diesem Buch, anhand des heute zugänglichen Materials, akribisch genau nach, was da tatsächlich geschah und wer die treibenden Kräfte dieser Entwicklungen waren. Aber bevor er sich der Frage nach der Spaltung Deutschlands widmet, beschäftigt er sich mit der heutzutage uns vermittelten Geschichtsschreibung, die durch die herrschenden Kräfte in der BRD und den bürgerlichen Medien massiv betrieben wird. So zB geht er auf die immer wieder geäußerte Behauptung ein, die DDR sei ein Unrechtsstaat gewesen. Da steht natürlich die Frage im Raum, was denn ein Unrechtsstaat überhaupt sei. Dazu: "Der wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestages erklärte auf Anfrage 2008: 'Eine wissenschaftlich haltbare Definition des Begriffes Unrechtsstaat gibt es weder in der Rechtswissenschaft noch in den Sozial- und Geisteswissenschaften.'" (S. 23) Und auch im DUDEN, der für den Wortschatz der deutschen Sprache maßgebend ist, sucht man diesen Begriff vergebens. Es gibt dieses Wortkonstrukt einfach nicht. Es ist einzig von den Herrschenden erschaffen worden, um die DDR mit einem Kampfbegriff zu diffamieren. Ebenfalls die andere Legende, die von der friedlichen Revolution 1989, die angeblich das Ende der DDR herbeiführte, wird im ersten Kapitel näher unter die Lupe genommen. Gorbatschow bekannte 1999 in einer Rede in der amerikanischen Universität in Ankara: "Mein Lebensziel war die Zerschlagung des Kommunismus, der eine unerträgliche Diktatur über das Volk ist. In dieser Haltung hat mich meine Ehefrau unterstützt und bestärkt. Am meisten konnte ich dafür in den höchsten Funktionen tun. Deshalb empfahl mir meine Frau Raissa, mich um höhere Funktionen zu bemühen. Als ich den Westen kennengelernt habe, war meine Meinung umumkehrbar. Ich musste die gesamte Führung der UdSSR entfernen. Ich musste auch die Führungen in all den sozialistischen Staaten beseitigen. Mein Ideal war der Weg der sozialdemokratischen Parteien." (S. 42) Gorbatschow hatte also niemals Interesse an Perestroika und Glasnost, an einem besseren Sozialismus. Seine ganze Tätigkeit in der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU) hatte nur das Ziel den Sozialismus zu beseitigen. Dazu schaltete er Andersdenkende rigoros aus. Er nahm seine Sicht als die einzig wahre und seligmachende und ignorierte die Arbeit und die Leistungen der Abermillionen Menschen, die fleißig am Aufbau der sozialistischen Gesellschaft und für einen hohen Lebensstandard täglich ihre Energie einsetzten. Interessant ist doch die Tatsache, dass er bei allen Reformen, die er angeblich für mehr Demokratie machte, niemals auch nur die kleinste Machtbeschneidung seines eigenen Amtes, des Generalsekretärs der KPdSU, ins Auge fasste. Nicht nur in der UdSSR ignorierte und zerstörte er bewusst die Leistungen all der fleißigen Menschen, sondern auch in allen anderen sozialistischen Staaten. Er destabilisierte diese Staaten ganz bewusst, was zu schlechteren Lebensstandards in den Ländern führte und schließlich Unmut gegen die eigenen Regierungen provozieren sollte. Was real gar nicht von der Politik der sozialistischen Staaten erzeugt wurde, hat er extra geschaffen, um es gegen diese Staaten zu verwenden. Er hat damit Abermillionen Menschen um ihr Lebenswerk betrogen und wohl sehr viele aufrechte und ehrliche Mitstreiter beim Aufbau des Sozialismus als Menschen vernichtet. Auch in Bezug auf die DDR war sein Handeln von seinen Prämissen geleitet. Er destabilisierte den sozialistischen deutschen Staat und hetzte ganz bewusst die Bevölkerung der DDR gegen die eigene Regierung auf. Gorbatschow und seine Helfershelfer (die auch in Washington und Bonn saßen, wie Dokumente nachweisen) führten das Ende der DDR herbei. Er benutzte das Volk der DDR im Grunde wie Schachfiguren. Sie waren seine Marionetten. Aber wie war das nun mit der Teilung? Wie war das mit Walter Ulbricht und Gefährten? - Der Autor weist anhand zahlreicher Unterlagen nach, dass weder Stalin ein sonderliches Interesse daran hatte, die sowjetische Besatzungszone (SBZ) dauerhaft in einen sozialistisch ausgerichteten deutschen Staat zu verwandeln noch dass Walter Ulbricht und seine Genossen auserkoren waren, in der SBZ einen sozialistischen Staat zu errichten. Als erstes ist schon mal das Verhältnis zwischen Stalin und Ulbricht interessant. Ulbricht und andere deutsche Kommunisten lebten zwar im Exil in der UdSSR während der Hitler-Diktatur, aber sie hatten kaum Kontakte zur sowjetischen Führung. Stalin war, laut den Dokumenten, von einer starken Skepsis gegenüber den Mitgliedern der Exil-KPD befangen. Er verdächtigte Ulbricht und Pieck sogar des Trotzkismus und ließ sie entsprechend bespitzeln. Über die Verhandlungen, die Stalin mit den alliierten Partnern USA und Großbritannien führte, und die getroffenen Regelungen wurden die deutschen Kommunisten nicht informiert. Stalin selber machte während der genannten Verhandlungen über Nachkriegs-Deutschland übrigens auch niemals eigene Teilungsvorschläge, wie die Protokolle beweisen. Diese Teilungsvorschläge kamen immer von Seiten der USA und Großbritanniens. Auch die Sektorenaufteilung Berlins nahm Stalin einfach nur hin und betrachtete nicht mal, was dieser Irrsinn bedeutete, denn eine einzelne Stadt innerhalb einer Zone sollte gemeinsam verwaltet werden. Weshalb? Keine andere Stadt Deutschlands betraf dies ebenfalls. Nicht München, nicht Frankfurt a. M., nicht Hamburg, nicht Bremen ... - Er erkannte einfach nicht, dass die westlichen Alliierten einen Pfahl im Fleische der SBZ haben wollten, um sie nicht zur Ruhe zu kommen zu lassen. Interessant ist, dass nirgendwo vertraglich geregelt wurde, wie denn die westlichen Alliierten in ihre Sektoren kommen wollten. Nirgendwo wurden Festlegungen getroffen, dass ein permanenter Zugang durch die SBZ und später die DDR zu gewährleisten sei. Nirgendwo auf der Welt hat es jemals einen solchen Irrsinn gegeben. Stalin hätte dies auffallen müssen, aber da er nicht sonderlich an einer dauerhaften Besatzung von Teilen Deutschlands interessiert war, was die Dokumente belegen, hat er sich auch wenig Gedanken um solche Sachen gemacht. Und Ulbricht? - Klar wollte Ulbricht und seine Genossen sicher gerne einen sozialistischen deutschen Staat. Aber sie waren sich, nach ihrer Rückkehr und der Kenntnisnahme der tatsächlichen Gegebenheiten, klar darüber, dass die SBZ allein nicht lebensfähig sein kann. Deshalb war ihr Bestreben auch nicht die Errichtung eines sozialistischen Staates auf diesem Gebiet, sondern sie wollten ein geeintes Deutschland. Und dass ein solches keineswegs sozialistisch ausgerichtet sein würde, war ihnen ebenfalls klar. Antifaschistisch-demokratisch sollte es sein, durchaus bürgerlich-parlamentarisch, neutral und antimilitaristisch. Diese Forderungen waren aber, wie auch durch Dokumente belegt wird, dem Westen schon zuviel, bildeten doch viele der Eliten Nazi-Deutschlands die Grundlage für den Aufbau in den westlichen Zonen und wollten die westlichen Alliierten Deutschland zu einem Bollwerk gegen die UdSSR und den Kommunismus ausbauen. Sie verfolgten daher auch strikt einen Prozess der Teilung Deutschlands. Gaben lieber einen teil Deutschlands auf, damit sie den anderen für ihre Zwecke mißbrauchen konnten. Die SBZ reagierte stets nur auf Teilungsinitiativen des Westens, wie die Währungsreform in den Westzonen, die Bildung der Bi- und später der Tri-Zone, die Arbeiten an einer westlichen Separatsstaatsgründung usw. - Die Ausrufung der Deutschen Demokratischen Republik erweist sich in letzter Konsequenz als vom Westen erzwungen, wenn man all die angeführten Dokumente zur Kenntnis genommen hat. Auch die Zeit danach wird beleuchtet. Nachdem Ulbricht, Pieck, Grotewohl und Co gezwungen waren, einen Staat auf dem Gebiet der SBZ zu führen, sahen sie diesen immer noch als Provisorium an. Und die Bedingungen, unter denen sie regierten, waren nicht so, dass man damit einen sozialistischen Staat aus eigener Kraft aufbauen konnte. Antifaschistisch-demokratisch sollte er sein. Aber selbst das war schwierig, wenn man nicht Herr im eigenen Hause ist, sondern einen Vormund in Moskau hat, der immer wieder die eigenen Ideen nicht unterstützte, ja sogar torpedierte. Hätte die UdSSR ein Interesse an einer sozialistischen Entwicklung in der DDR gehabt, dann hätte sie sicher nicht all die Reparationen von ihr kassiert und permanent auch die Versorgung der Besatzungsmacht aus der laufenden Produktion der DDR absichern lassen, denn ihr musste klar sein, dass man diesen Teil Deutschlands damit extrem schwächt. Die UdSSR forderte aber all dies von der DDR und so arbeiteten die fleißigen Menschen vom Prinzip dafür, dass die deutsche Schuld für all die begangenen Verbrechen wenigstens finanziell und materiell wiedergutgemacht wird. Für sie selber blieb so sehr wenig. Der Lebensstandard stieg nur sehr langsam. Die BRD bekam hingegen Marshallplanhilfe und wurde nicht deindustrialisiert. Der Unmut der DDR-Bevölkerung hatten aber Ulbricht, Pieck, Grotewohl und Co auszubaden. Sie wurden als Verantwortliche gesehen und ins Rampenlicht gezogen, obwohl sie daran gar keinen Anteil hatten. Auch auf die Beziehungen zwischen der UdSSR und der DDR während der Regierungsjahre Chruschtschows und der Ära Breshnew wird der Fokus gerichtet. Und ebenfalls zeigt hier der Autor anhand von zahlreichen Belegmaterial auf, dass der Aufbau der DDR maßgeblich durch Moskau bestimmt wurde und im Grunde zu keinem Zeitpunkt die SED-Führung oder die Regierung der DDR ihren Weg so gehen konnte, wie sie es wollte. Daher ist es einfach völlig ahistorisch, wenn die Machthaber in der BRD ihre geschichtsklitternden Vorwürfe immer wiederholen. - Aber hier geht es ja den bürgerlichen Geschichtsfälschern auch nicht um historische Tatsachen, sondern es geht ihnen einzig darum, den Sozialismus als die einzig erstrebenswerte Alternative zum Kapitalismus zu verunglimpfen, damit sie weiter ihre Macht erhalten können. Es ist faszinierend, wie all dies durch Dokumente akribisch belegt wird. Und obwohl alle Dokumente auch den Herrschenden der BRD heute bekannt bzw zugänglich sind, werden weiterhin Unwahrheiten als Tatsachen den Menschen eingeredet, um die eigene Macht zu legitimieren. Deshalb sind solche Bücher, wie dies von Herbert Graf, einfach wichtig, weil so die Wahrheit bewahrt wird und man so auch mithelfen kann, dass bewusst erzeugte falsche Bild bei den Menschen zu ändern. Dies würde dann natürlich Konsequenzen haben für die jetzt Herrschenden, wenn dies bei vielen Menschen eintritt. Und daran haben sie kein Interesse. Deshalb nutzen sie Meinungsmache-Monopol, um die Menschen gegen die DDR und die sozialisische Idee wider besseren Wissens aufzuhetzen. Aber es wird ihnen nichts helfen. Sie können vielleicht Geschichte verzögern, aber sie werden sie nicht aufhalten können.
  20. Cover des Buches Liebe in Zartbitter (ISBN: B00HB83TCU)
    Christa Dorn

    Liebe in Zartbitter

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Queenelyza

    Studentin und Reiseleiterin Helena macht sich frohen Mutes auf zu ihrem ersten Auslandseinsatz, einer Busreise nach Belgien. Denn der Reiseleiter ist ein heimlicher Schwarm von ihr. Doch am Startpunkt angekommen, ist alles anders. Der Typ, der mit ihr im Bus sitzt ist ein arroganter Typ, den sie noch nie gesehen hat - und noch schlimmer, den man beim Reiseunternehmen auf ihre Nachfrage hin nicht einmal kennt. In Brüssel angekommen, ist das Chaos bald perfekt, und Helena findet sich mit einem anderen, sehr attraktiven Gentleman im Gepäckfach des Busses wieder...

    Klingt wild? Nun, verwirrend ist die Story um zwei Frauen, die sich zum Verwechseln ähnlich sind, nur zu Beginn. Leider wird die Geschichte aber auch mit dem Verknüpfen der einzelnen Fäden belangloser und auch ein wenig langweiliger. Was spritzig und originell begann, läuft letztendlich mit angezogener Handbremse auf ein absehbares Happy End zu.

    Die Geschichte an sich ist zwar nicht neu, beginnt aber mit hohem Tempo und eigenwilligen Charakteren. Dadurch, dass sie sich relativ schnell ins Durchschnittliche und Kalkulierbare verläuft, hat es mir leider einiges an Lesespaß genommen. Irgendwie wirkte es so, als wären der Autorin in der zweiten Hälfte Dampf und Ideen ein wenig abhanden gekommen. Schade, denn der Einsteig bot die besten Voraussetzungen, um im Hollywood-Style als Verwechslungskomödie verfilmt zu werden.

    Nichtsdestotrotz war das Lesen von "Liebe in Zartbitter" dennoch keine Zeitverschwendung. Nur frage ich mich bis heute, warum die Protagonistin jedes Mal bittere Schokolade auf der Zunge schmeckt, wenn sie einem attraktiven Mann begegnet? Fand ich jetzt nicht ganz logisch, bei mir wäre das eher Vollmilchschokolade - oder eben etwas Scharfes! :-)

  21. Cover des Buches Unter Wölfen (ISBN: 9783734109843)
    Alex Beer

    Unter Wölfen

     (45)
    Aktuelle Rezension von: Julianchen

    Wow, ich bin wirklich begeistert. Der Krimi war sehr spannend, interessante Geschichte, gute Figuren und ein sehr bildhafter Schreibstil. Das Buch ließ sich in einem Rutsch weglesen. Wie realistisch die Story um den jüdischen Antiquar ist, der sich als nationalsozialistischer Kommissar ausgibt, sei dahingestellt. Für mich aber einer der spannendsten Krimis, die ich in diesem Jahr gelesen habe.

  22. Cover des Buches Wörter Sex Schnitt (ISBN: 9783939444244)
    Rolf Dieter Brinkmann

    Wörter Sex Schnitt

     (3)
    Noch keine Rezension vorhanden
  23. Cover des Buches Erläuterungen und Dokumente zu Franz Kafka: Das Urteil (ISBN: 9783150160015)
  24. Cover des Buches Des Teufels Werkstatt (ISBN: 9783938045237)
    Adolf Burger

    Des Teufels Werkstatt

     (7)
    Noch keine Rezension vorhanden

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