Bücher mit dem Tag "dolmetscher"

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28 Bücher

  1. Cover des Buches Alles ist erleuchtet (ISBN: 9783596510498)
    Jonathan Safran Foer

    Alles ist erleuchtet

     (515)
    Aktuelle Rezension von: Jana_Kleine_Bardenhorst

    Jonathan Safran Foer möchte die Vergangenheit seiner Familie beleuchten. Seine Großeltern sind nach dem Krieg in die USA gekommen, aber ursprünglich aus der Ukraine/Polen.

    Um Licht in die Sache zu bringen und sich bei der Retterin seines Großvaters zu bedanken fliegt er dorthin. Da er der Sprache nicht mächtig ist hat er einen Fremdenführer, dessen eigene Geschichte ebenso mit diesem Ort verbunden ist. Aber davon weiß zunächst niemand.


    Die Geschichte wird als Briefwechsel zwischen dem Autor und seinem Fremdenführer erzählt. Hierbei ändert sich auch immer wieder die Sprache und der Schreibstil.


    Ich habe viele Seiten gebraucht um in die Geschichte rein zu kommen. Doch dann hat sie mich so sehr in ihren Bann gezogen, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen wollte.

  2. Cover des Buches Der Russe ist einer, der Birken liebt (ISBN: 9783423142465)
    Olga Grjasnowa

    Der Russe ist einer, der Birken liebt

     (182)
    Aktuelle Rezension von: Lesegezwitscher



    *Klappentext*

    Mit kühler Ironie und beeindruckender Prägnanz erzählt Olga Grjasnowa die Geschichte der höchst eigenwilligen jungen Mascha, die keine Grenzen kennt. In ihrer Welt kommen viele Kulturen und viele Traditionen zusammen. Sie könnte überall leben. Doch eine Heimat hat sie nicht.

    (©dtv_verlag )


    *Meinung*

    Wow, dieses kurze Buch beinhaltet so viele Themen. Mascha ist traumatisiert von dem Bürgerkrieg in ihrem Geburtsland Aserbaidschan und erfährt in Deutschland eine Retraumatisierung durch einen schweren Schicksalsschlag. 

    Sie kann fünf Sprachen und hat verschiedene Wurzeln. Sie ist Jüdin, Russin, Deutsche.

    Es geht um Zugehörigkeit und um die Frage, wie sehr wir uns mit unserer Herkunft identifizieren (müssen?) und in wie fern sie uns ausmacht. 

    🌳🌳🌳🌳🌳🌳

    Die Geschichte wurde gegen Mitte etwas zäh und das zog sich bis zum Ende hin. Der Roman lebt nicht davon, DASS die Geschichte erzählt wird, sondern WIE.

    Die Autorin hat es aber sehr gut geschafft, das "Innere" der Protagonisten nach Außen zu bringen und es gleichzeitig geschafft, dass sie uns fern bleibt, weil sie einfach niemanden an sich ran lässt.


    *Fazit*

    Für mich ein gutes Buch, welches wichtige Themen anspricht, mich aber ab der zweiten Hälfte nicht mehr richtig packen konnte.

    Hätte ich es nicht empfohlen bekommen, wäre es mir aufgrund des (meiner Meinung nach) nicht gelungen Covers wohl nicht aufgefallen. 

  3. Cover des Buches Der Fall Collini - Filmausgabe (ISBN: 9783442718665)
    Ferdinand von Schirach

    Der Fall Collini - Filmausgabe

     (473)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Caspar Leinen, ein junger Strafverteidiger, wird einen Monat nach Erhalt seiner Zulassung, das Mandat zur Strafverteidigung von Fabrizio Collini zugeordnet. Der gebürtige Italiener, der 34 Jahre lang völlig unauffällig bei Mercedes gearbeitet hat, hat in einem Berliner Luxushotel den 85-jährigen Hans Meyer ermordet. Nicht nur ermordet, sondern regelrecht hingerichtet - anschließend hat er sich widerstandslos verhaften lassen und schweigt seither. Weder seinem Verteidiger Leinen noch dem Gericht gibt er Auskunft über ein Motiv für den Mord. 

    Lange Zeit finden weder die Staatsanwaltschaft noch Leinen eine Antwort auf die Frage nach dem Warum. Eine Kindheitserinnerung Caspar Leinens lässt den Verteidiger in eine längst vergangen geglaubte Welt eintauchen und fördert nicht nur eine unschöne Seite des Mordopfers sondern auch das Versagen der deutschen Justiz in der Nachkriegszeit und der Aufarbeitung des NS-Regimes zu Tage. 

    Meine Meinung: 

    Der sachliche, schnörkellose Schreibstil des Autors, der weiß worüber er schreibt, gefällt mir außerordentlich gut. Ferdinand von Schirach ist Jurist, Strafverteidiger und Enkel des NS-Reichsjugendführers Baldur von Schirach. 

    Spannend ist der Einblick in das Gerichtsverfahren, das ja im Normalfall nicht mehr Gegenstand eines Krimis ist. Der Schwerpunkt liegt natürlich auf Seiten der Verteidigung. Interessant ist auch, wie Caspar Leinens Vergangenheit und die Collinis in den Ablauf eingeflochten sind.  

    Der Autor lässt seinen Lesern jede Menge Spielraum für eigene Gedanken und Schlussfolgerungen. Durch die Ausführungen der Sachverständigen Dr. Sybille Schwan wird deutlich, wie die Rechtsprechung im (Nachkriegs-)Deutschland den Tätern und nicht den (mehrheitlich jüdischen) Opfern zugeneigt war. Dieser Justiz-Krimi zeigt die Irrwege und Nachlässigkeiten der Vergangenheitsbewältigung in Deutschland (und auch in Österreich) auf. 

    Diese Geschichte ist 2018 mit Franco Nero als Fabrizio Collini grandios verfilmt worden. 

    Fazit:

    Dieser Justiz-Krimi zeigt die Irrwege und Nachlässigkeiten der Vergangenheitsbewältigung in Deutschland (und auch in Österreich) auf. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

     

     

  4. Cover des Buches Die tausend Herbste des Jacob de Zoet (ISBN: 9783499255335)
    David Mitchell

    Die tausend Herbste des Jacob de Zoet

     (116)
    Aktuelle Rezension von: Bibliomania
    Jacob de Zoet ist Holländer und will als Kaufmann in Dejima, einer künstlichen japanischen sein Glück finden. Zu Hause hat er eine Verlobte, doch Dejima bietet eine schillernde, interessante und geheimnisvolle Welt, nicht zuletzt durch die Hebamme und Medizinstudentin Aibagawa Orito. Doch das ist nur eine Seite der Medaille. Korruption, zwielichtige Gestalten, illegale Geschäfte und die gesamte Tradition Japans zeigen genauso die Schattenseiten dieses exotischen Landes. Unversehens gerät Jacob genau in die Fronten.
    Nach "cloud atlas" und "Die Knochenuhren" hat David Mitchell mit diesem wirklich tollen, japanischen Unterhaltungsroman eine richtig bodenständige, wenn auch verruchte Geschichte kreiert. Dieses Mal keine phantastischen Elemente, dafür umso mehr Tradition und ein Teil Geschichte der Ostindien-Kompanie. 
    Die Hauptfigur ist Jacob de Zoet. Eine sympathischer Protagonist, aber auch ein armes Würstchen. Ich war sofort auf seiner Seite und konnte alles nachvollziehen. Denn eigentlich ist er stark in einer erst  schillernden und nach und nach abgewirtschafteten Zone, die ihn gefangen hält.
    Ein Buch, das genau richtig für lange Winterabende ist, das durch die Exotik Japans, die Kultur und die unausgesprochenen Verbote spannend und aufregend ist. Für mich ein zusätzliches Plus, dass es in Japan spielt. Wer sich also für das Land und die Kultur interessiert, wird definitiv auf seine Kosten kommen. Und für alle anderen: ein toller Schmöker!
  5. Cover des Buches Der Meister und Margarita (ISBN: 9783844810295)
    Michail Bulgakow

    Der Meister und Margarita

     (371)
    Aktuelle Rezension von: Curtis

    Zu dem Buch kann man nur eines sagen: Lesen!

    Ein absoluter Klassiker und nicht ganz einfach zu begreifen. Empfehle zusätzliche Hintergründe zum Buch zu recherchieren. Sehr spannend.

  6. Cover des Buches Mein Herz so weiß (ISBN: 9783596512751)
    Javier Marías

    Mein Herz so weiß

     (290)
    Aktuelle Rezension von: Das_literarische_Parkett

    Könnt ihr euch  einen Protagonisten vorstellen, der auf der Suche nach Antworten ist: Antworten auf den Suizid der Mutter, die gescheiterte Ehe und die Widersprüchlichkeit des Wortes?
    Marias' Schreibstil hebt sich nicht durch erzwungene Spannungskurven und billige Tricks ab, sondern durch kühl-detallierte Beschreibungen eines Protagonisten, der sich in der surreal erscheinenden Nüchternheit verliert. Er wandelt zwischen seiner Gegenwart und der Vergangenheit seiner Eltern umher auf der Suche nach - was eigentlich? Vielleicht der Wahrheit, die sich hinter der Sprache versteckt.

  7. Cover des Buches Das Meer (ISBN: 9783426307076)
    Wolfram Fleischhauer

    Das Meer

     (34)
    Aktuelle Rezension von: GrPieper

    Die Story mag ja interessant und originell sein, aber beim Lesen kam mir das Buch vor eher wie ein Pamphlet einer Umwelt-NGO als ein echter „Thriller“. Ab Seite 100 ist der Plot schon klar: danach gibt’s keine überraschende Wendungen, es kommt keine echte Spannung auf. Die Story zieht sich eher lahm in die Länge, garniert mit den meist überflüssigen autobiographischen Elementen des Autors, der in der Figur des Dolmetschers Adrian durch den Roman zieht. 

    Inhaltlich können die Ansichten zur Fischerei unterschiedlich sein: im Buch halte ich fest dass manche Fakten stimmen, manche aber sind veraltet (nicht allen Beständen geht es schlecht und viele haben sich in den letzten Jahren sogar erholt). Auch die üblichen Klischées über die EU-Flotte kursieren (zB wir fischen den Afrikanern die Fische weg und zwingen sie so, Flüchtlinge oder Piraten zu werden“...). Das sind die Mantras der Oceana, WWF, Pew usw. die man seit 2 Jahrzehnten hört und ziemlich realitätsfremd sind. Bin selbst seit über 12 Jahren im Geschäft und kenne mich ein bisschen aus. Auch die Rolle der „Bösen“ (illegale Fischer und deren skrupellose Hintermänner) sollte besser fokussiert werden: nicht dass es solche Typen nicht gibt, aber welche Akteure sind das echte Problem? Die EU bzw. unsere Fangflotte sind eher ein Teil der Lösung, nicht des Problems! Wenn sich die Fangflotten von China, Taiwan, Russland, Korea u.ä. an unsere EU-Standards halten würden, wäre der Zustand der Fischbestände weltweit deutlich besser. Auch das Schicksal der Fischereibeobachter ist nicht überall gleich: die im Buch zitierten Fälle von Übergriffen fanden in den Meeresgebieten von IATTC und WCPFC statt: dort könnte Teresa wahrscheinlich dasselbe widerfahren... aber im NAFO-Gebiet? Und auf einem spanischen Freezer-Trawler? Wage es zu bezweifeln...

    Zuletzt noch die Aktivisten: deren Plan ist durchaus originell (wer hat schon mal etwas von Ciguatera gehört?) aber ihre Handlung driftet ziemlich bald in eine Fantasy-Ebene ab: soll eine Handvoll verwegener Idealisten es schaffen, aus dem tiefsten Dschungel eines rückständigen Landes ohne Logistik, wie aus Zauberhand, eine globale, perfekt koordinierte Aktion durchzuführen? Und Heerscharen von Idealisten zu rekrutieren und auszubilden, die dafür das Risiko gravierender strafrechtlicher Folgen für sich selbst in Kauf nehmen? Nun ja, schön wär‘s....

    Fazit: gut recherchiert und sprachlich ansprechend, aber inhaltlich etwas zu politisch-belehrend, um ein unterhaltsamer Roman zu sein!

  8. Cover des Buches Kirschblüten im Wind (ISBN: 9783453405813)
    Susanne Wahl

    Kirschblüten im Wind

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Perle
    Klappentext:
    Die abenteuerliche Reiswe einer mutigen Frau
    1691: Die siebzehnjährige Katharina ist entsetzt. Ihr Vater will sie mit einen reichen, alten Kaufmann verheiraten. Eine Reise zu Verwandten nach Amsterdam nutzt sie zur Flucht. Ihr Jugendfreund Severin soll den Arzt Dr. Martin Liebau nach Japan begleiten, er möchzte aber nicht auf die gefährliche Reise gehen. Kurz entschlossen verkleidet sich Katharina als Mann und schifft sich an seiner Stelle auf dem Ostindiensegler ein. So wird die junge Frau zum Arztgehilfen Severin.

    Ein großér, historischer Roman von der faszinierenden Kulisse Japans

    Eigene Meinung:
    Diesen historischen Japan-Roman kaufte ich vor knapp 2 Jahren bei Kodi als Mängelexemplar. Mir gefiel das Cover su gut und auch den Titel des Buches, da ich Kirschblüten seit Jhrzehnte über alles liebe.

    Ich freute mich schon seit langem dieses Buch zu lesen und dachte mir, dass er mit Sicherheit sehr romantisch und gefühlvoll geschrieben sein müsste. Die >Autorin Susabnne Wahl sagte mir gar nichts, ich hatte noch nie von ihr gehört geschweige denn gelesen. War also sehr neugierig auf das Buch und alles drum und dran.

    Der Anfang war etwas schwierig zu lesen und zu verstehn, doch weitere Seiten später wurde es immer besser und ich kan in den tollen Genuss und las ab einer gewissen Seite mit Begeisterung. Ich lies mir gute 4 Tage Zeit mit dem Buch. Ganze 468 Seiten zählte es und ich kam am Wochenende gut voran. Es passte so richztig in den Sommer rein. Ich bin zwar nicht gabz warm geworden mit den Protagonisten, aber sie hatten alle eine nette passende Rolle, ob positiv oder negativ, ob lieb oder böse, die Geschichte war interesssant unbd gut gewählt. Hatte Freude beim Lesen.

    Ich musste mal schmunzeln, über manche Wörter oder Sätze war ich etwas überrascht, aber auch in Japan gibt es anscheinend die sexuelle Sprache. Einen Schreibfehler habe ich entdeckt, die Seite habe ich mir leider nicht gemerkt. Der Vollmond spielte auch eine große Rolle, obwohl es ja heißt, in Japan geht die Sonne auf.

    Wer einen faszinieren Roman lesen möchte, kommt bei "Kirschblüten im Wind" voll auf seine Kosten. Ich kann dies nur unterstreichen.  Und auch gut und gerne weiterempfehlen, besonders für die Leseratten, die historische Romane lieben. Ihr werdet es bestimmt nicht bereuen.

    Vergebe hierfür gerbe, liebgemeinte 4 Sterne!


  9. Cover des Buches Endstation Herkules (ISBN: 9783741885907)
    Heike Susanne Rogg

    Endstation Herkules

     (6)
    Aktuelle Rezension von: _jamii_
    So hatte sich Busfahrer Hannes den Ausflug mit einem saarländischen Kegelverein nicht vorgestellt.

    Während er sich Kassel von oben ansieht, stolpert er über eine Leiche, die offensichtlich vom Herkules gefallen ist. Nicht nur, dass er in dem Toten einen seiner Fahrgäste erkennt, Hannes wird von der Kasseler Polizei auch noch als Verdächtiger eingestuft.
    So bleibt ihm nichts anderes übrig, als den Fall, in bester Miss-Marple-Manier, selbst in die Hand zu nehmen.
    Die Geschichte ist gut und flüssig geschrieben, es kommt Spannung auf. Trotzdem wird sie durch einiges an Humor aufgelockert. Vor allem die sprachlichen Barrieren und einige Vorurteile sorgten für den einen oder anderen Lacher. Am Ende gibt es eine unerwartete Wendung, was die Spannung aufrechterhält.
    Die Fussnoten bringen zwar zusätzliche Informationen, allerdings sind sie doch eher unnötig für einen Roman. Aber eine nette Idee.
    Bei so vielen wiederkehrenden Charakteren, ist das Personenverzeichnis am Anfang sehr hilfreich, so kann man jederzeit kurz nachlesen, wer wer ist.
    Hannes ist mir zwar sympathisch, allerdings hatte ich doch etwas Mühe, dass er sich so selbstverständlich und aktiv in die Ermittlungen eingemischt hat… Auch mit dem Kommissar bin ich nicht ganz klargekommen, so nachlässig und fast schon naiv, dass er wichtige Schritte unterlässt, und somit von einem selbsternannten Hobbydetektiv ausgestochen wird.
    Alles in Allem ein guter und humorvoller Krimi.
  10. Cover des Buches Das böse Mädchen (ISBN: 9783518468173)
    Mario Vargas Llosa

    Das böse Mädchen

     (221)
    Aktuelle Rezension von: Beust

    Welchen Roman auch immer ich von Mario Vargas Llosa lese – immer begeistert mich seine Fähigkeit, mit Saft und Kraft zu erzählen. Selbst „Das böse Mädchen“ hat mich irgendwann gepackt, obschon ich weder die lebenslange kitschige Ergebenheit Ricardos noch die eiskalte egoistische Aufstiegsgier des bösen Mädchens besonders anziehend fand. Doch auch ich erlag im Vorbeigang der Seiten der Faszination, die das „böse Mädchen“ umgibt und fieberte der nächsten Begegnung der beiden, der nächsten ungeheuerlichen Trennung entgegen.

    Ricardo und Lily stammen beide aus Peru und wachsen dort in kleinen, bürgerlichen Verhältnissen auf. Schon früh allerdings sorgt Lilys Geltungssucht für einen gewaltigen Eklat: Dass sie aus Chile sei, aus gutem Hause zudem, ist nur erfunden! Fortan war die Schülerin aus der Clique verbannt, von der Schule geflohen. Der einzige, der noch zu ihr halten möchte, ist der in sie „wie ein Mondkalb verschossene“ Ricardo – doch kann es nicht: Denn sie ist weg. Dieses Muster – Hochstapelei, Eklat, Verschwinden – wiederholt sich in der großmannssüchtigen, mythomanischen Lebensweise der Gottesanbeterin immer und immer wieder. „Ich werde nie zufrieden sein mit dem, was ich habe. Ich werde immer mehr wollen.“ (S. 83) Auch Ricardos Verzeihen, denn die einzige Konstante im Leben des bösen Mädchens ist die Liebe, Ricardos, die bedingungslos zu sein scheint. Seine Rolle scheint lebenslang zu sein: „Der arme Teufel, der nur lebt, um dich zu begehren und an dich zu denken.“ (S. 175)

    Der Roman führt seine beiden Protagonisten an unterschiedliche Schauplätze außerhalb Perus – Paris, London, Tokyo und Madrid – und durch vierzig Jahre ihres Lebens. Doch Ricardo verliert den Kontakt nach Peru nicht, wie auch Vargas Llosa nicht vergisst, an sein Peru zu denken. Immerhin hat der Nobelpreisträger ja sogar einmal versucht, peruanischer Präsident zu werden, weshalb das Gesellschaftliche bei ihm nie ganz fehlen darf.

    Das böse Mädchen wechselt im Laufe der Kapitel ihre Identitäten und ihre Namen. Mal ist sie, die als Otilia geboren wurde, Madame Arnaux, dann Ms Richardson, mal Kuriko. Der Erzähler – es ist Ricardo – nennt sie bei ihren neuen Namen, nur die Bezeichnung „böses Mädchen“ bleibt.

    Die großen Themen des Romans sind die Frage nach Liebe und Lebensglück – und ob sie zusammenhängen. Mich hat die Dichte der Erzählung beeindruckt, wie auch der ständige Rollenwechsel des bösen Mädchens, zu dem sich Ricardo, „der gute Junge“ stets neu verhalten musste. Was ist Glück? Macht Reichtum glücklich? Führt ein Leben auf Kosten anderer zu einem guten Ende? Der Roman hat hierauf eine eindeutige Antwort. Nicht so eindeutig hingegen ist die Frage beantwortet, ob Liebe die Lösung ist. Oder anders gesagt: „Liebeskummer führt also zu Hirnschädeln“ (S. 367).

    Wunderbar erzählte, traurig-schöne Geschichte.

  11. Cover des Buches Shogun (ISBN: 0440178002)
    James Clavell

    Shogun

     (156)
    Aktuelle Rezension von: glasratz

    Vermutlich werde ich mir keine Freunde mit dieser Rezension machen, aber ich denke, es sollte einmal gesagt werden.

    Clavell ist ein meisterhafter Erzähler. Er schafft es ein große und komplexe Geschichte mit einer Vielzahl an Charakteren so zu erzählen, dass sie gut verständlich und niemals verwirrend ist. Er bedient sich dabei eines Schreibstils, von welchem einem jeder Ratgeber für kreatives Schreiben deutlichst abraten und als Fehler bezeichnen würde, den der Autor aber perfektioniert hat. Er wechselt in fast jeder Szene fließend die Perspektive von einer Person auf die andere. Dies wirkt natürlich, kein Bisschen gekünstelt und erleichtert das Verständnis für Hintergründe und Motive der einzelnen Personen deutlich. Hätte er, wie fast jeder andere Autor, pro Szene nur eine Perspektive gewählt, wäre der Roman wahrscheinlich drei Mal so lange geworden.
    Tatsächlich ist die Länge die größte Schwäche des Romans. Er umfasst über 900 Seiten. Das Problem dabei ist meiner Ansicht nach, dass die Geschichte dieses Ausmaß nicht rechtfertigt. Viele Dinge werden mehrfach durchgekaut und immer wieder aufgebracht. Manche Szenen, ja ganze Erzählstränge, scheinen nur zu existieren um dem Leser ein besseres Verständnis für die japanische Kultur an der Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert zu geben. Dies ist ganz interessant, führt aber nirgendwo hin und artet meiner Meinung nach auch stark aus. Wäre der Roman ein Erstlingswerk gewesen, so hätte ein Lektor Clavell vermutlich eine ganze Reihe von Charakteren mitsamt ihren Geschichten gestrichen.
    Auf der anderen Seite stellt sich mir die Frage, warum machen Personen überhaupt nicht ausgearbeitet werden. Clavell konzentriert sich so stark auf das Umfeld der Hauptpersonen, dass deren Widersacher zu kurz kommen. Ishido, der große Antagonist Toronagas bekommt so wenig Text ab, dass er als Gegenspieler vollkommen unbrauchbar wird. Über ihn, ja eigentlich alle Mitglieder des Regentschaftsrats und deren Umfeld, wird meist nur indirekt gesprochen. Dies nimmt sehr viel Spannung aus der Geschichte.
    Auch historisch sehe ich einige Punkte die mir seltsam erscheinen. Mir kommt es so vor, als würde sich der Autor perfekt in der Geschichte der japanischen Kultur auskennen, hat aber scheinbar ein paar Lücken in jener der Westlichen. Blackthornes anfängliches Unverständnis für die Ausgrenzung der Eta wirkt merkwürdig, wo doch im Europa jener Zeit auch viele Menschen aus der "ehrbaren" Gesellschaft ausgeschlossen wurden - deren Berufsgruppen deckten sich sogar zum großen Teil mit jener der Eta, wie Beispielsweise Schlachter und Gerber.
    Insgesamt ist es ein schönes und interessantes Buch, aber ich denke nicht, dass sich der große Zeitaufwand aufgrund der Länge wirklich lohnt.

  12. Cover des Buches Der Geruch von Licht (ISBN: B013RYITTY)
    Bettina Wohlert

    Der Geruch von Licht

     (17)
    Aktuelle Rezension von: wederbieri
    Bettina Wohlert Versteht es, sich in andere Personen hinein zu denken und lässt Dich teilhaben an der Geschichte. Überall habe ich Spuren von Martina gefunden. Beispiel: Eine schiefe, angemalte Türe, im hohen Norden und so weiter. Diesen Lesegenuss solltest Du nicht verpassen. Den Buchtitel verstehst Du, wenn Du das Buch gelesen hast.
  13. Cover des Buches Geheime Melodie (ISBN: 9783548607566)
    John le Carré

    Geheime Melodie

     (23)
    Aktuelle Rezension von: Angel10
    Der sehr sympathishe Protagonist Salvo arbeitet als Dolmetscher für den britischen Geheimdienst. Er spricht mehrere afrikanische Sprachen fließend.  Während eines Einsatzes wird er Zeuge, wie ein Putsch vorbereitet wird, um an die Rohstoffe im Kongo zu kommen.

    Ein spannendes Thema wurde leider etwas zu ausschweifend behandelt. Deshalb gibt es nur 3 Sterne von mirl.
  14. Cover des Buches Der Duft des Sussita (ISBN: 9783446240292)
    Robert Scheer

    Der Duft des Sussita

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Daphne1962
    Der Autor: Robert Scheer wurde 1973 in
    Rumänien geboren und lebte mit seiner
    Familie ab 1985 in Israel. Er versuchte sich
    als Rockmusiker in London, auch als
    Dolmetscher und als Musikproduzent. Heute
    lebt er seit 1999 in Tübingen und ist nach
    einem Philosophiestudium als Buchhändler
    und auch Schriftsteller tätig. Aber auch
    sonst ist er sehr vielseitig begabt.

    Dieses Buch ist 2012 im Hansa-Verlag
    erschienen.

    In 12 wunderbaren Kurzgeschichten
    berichtet Robert Scheer u. A. über den
    Duft des Sussita. Es handelt sich
    nicht um eine Modemarke oder
    Parfum, nein es ist ein Auto. Über eine
    glückliche Familie, die ihren ersten
    Ausflug mit diesem neuen Auto macht
    und nach dem Essen das Auto nicht
    mehr finden kann. Oder wie ein
    Opernbesuch zum ersten Richard
    Wagner Konzert in Israel bei den
    Israelis ankommt. Ganz besonders
    gefallen hat mir die Geschichte mit
    Lothar Matthäus, der sich in Israel
    als Trainer versucht hat und leider
    den Spieler mit dem falschen Namen
    arrangieren wollte oder die Privatisierung
    der Essenlieferungen an der Front für
    die Soldaten.

    Der Leser bekommt einen hervorragenden
    Einblick in die Lebensweise und auch
    Denkweise der in Israel lebenden Menschen,
    mit all ihren Macken und Eigenarten.
    Sehr amüsant fand ich es.

    Auch hat Robert Scheer so seinen ganz
    eigenen Stil etwas zu erzählen. Durch
    häufige Wiederholungen der Wörter und
    Sätze prägt sich der Text richtig ein.
    Lässt es noch mal Revue passieren, denkt
    darüber nach und ich musste dann auch
    immer mal wieder Dinge nachschlagen
    oder auch Passagen aus der Bibel
    heraussuchen. Habe einiges neues gelernt,
    über die ausgestorbene Gattung der
    Amalekiter und über die geheimnisvollen
    Drusen, die nur noch in einigen wenigen
    Ländern leben.

    Von solchen Geschichten darf es ruhig
    noch mehr geben. 
  15. Cover des Buches Das schöne Fräulein Li (ISBN: 9783955520069)
    Peter Brock

    Das schöne Fräulein Li

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Im verschneiten Berlin des Jahres 1922 beginnt eine Mordserie an Chinesen, die den trinkfesten Kommissar Kappe bald ziemlich auf Trab halten wird. Die Boulevardpresse stürzt sich mit Freude darauf, und der Druck auf die ermittelnden Beamten der Schutzpolizei steigt täglich. Die ermordeten Männer gehörten rivalisierenden Großhandelsunternehmen an, die an Haustüren Papierblumen oder Jade-Schmucksteine verkaufen. Liegt hier ein einfacher Gebietsstreit vor, der eskaliert ist? Die Schilderung des Milieus der armen Einwanderer und der Arbeiter wird nicht ausreichend betrieben, und die Darstellung des reaktionären Zeitgeistes in der jungen Weimarer Republik ebenfalls nicht. Die Liebesgeschichte ist läppisch, aber bis zum Ende ist es einigermaßen spannend.
  16. Cover des Buches Als ich dir zeigte, wie die Welt klingt (ISBN: 9783784433561)
    Eleni Torossi

    Als ich dir zeigte, wie die Welt klingt

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Jajena
    Wer sagt dass man Klänge unbedingt hören muss? Vielleicht kann man sie auch einfach sehen, schmecken, riechen und fühlen. Vielleicht sind sie tief im Herzen verankert, sobald wir sie kennen, weil wir sie einst liebten.

    Zuerst möchte ich loswerden das ich großen Respekt vor Personen habe, die den Mut finden ihre Lebensgeschichte als Buch zu veröffentlichen. Sie lassen uns Teil haben an ihrem Sein und erlauben uns sie ein Stück ihres Weges zu begleiten.

    Die Autorin Eleni Torossi versteht es oftmals die richtige Stimmung aufkommen zu lassen, indem sie die passenden Worte wählt. Sie beschreibt sehr bildlich. Womit ich allerdings etwas überfordert war waren die vielen ungeordneten Zeitsprünge, gleich zu Beginn der Geschichte. So hat sie es mir wirklich schwer gemacht mit ihrem Buch warm zu werden, da ich von einem Geschehen gleich ins Nächste stolperte. Überhaupt waren die ersten Seiten ein wahres hinfallen und wieder aufstehen. Alles wurde oberflächlich etwas angekratzt, um dann an ganz anderer Stelle wieder weiterzumachen. Und auch die Personen wirkten in ihren Beschreibungen, vor allem zu Beginn, ziemlich unnahbar auf mich.

    Gegen Ende gefiel mir die Geschichte dann aber doch besser. Der gefühlvolle Teil stieg etwas an, um dann am Ende einen schönen Ausklang zu finden.

    Cover:

    Eine Mutter rennt mit ihrem Kind an der Hand einen Bootssteg entlang. Sie haben keine Angst vor dem Sprung. Sie freuen sich darauf.

    Das Bild ist in Schwarzweiß gehalten, während die Schrift in rot und orange erstrahlt. Als wolle das grau die Taubheit der Mutter verdeutlichen und die Buchstaben dass die Welt trotzdem bunt ist, dass ein Klang eine Farbe sein kann.

    Zugegeben anfangs fand ich das Cover etwas langweilig. Bei näherer Betrachtung passt es aber ganz gut zum Inhalt des Buches: Denn Mutter und Tochter wagen den Sprung ins Leben. Trotz eines Handicaps, verschiedener Ängste und einer Andersartigkeit die sie Beide in sich sehen.

    Inhalt:

    Die Mutter ist dreizehn Jahre alt, als sie im Fieberschlaf ihr Gehör verliert.

    Jahre später hat sie eine Tochter an ihrer Seite, die ihr Leben bereichert. Die Gehörlosigkeit blieb, doch das Kind setzt alles daran ihr zu übersetzen. Die Frau liest von den Lippen ab, erkennt die Zeichen, aber es bleibt schwierig für sie. Die Welt mit ihren Klängen bleibt ihr verwehrt.

    Als dann, im Athen der 60er Jahre, plötzlich ein Panzer vor ihrer Tür steht, fassen Mutter und Tochter einen unumstößlichen Entschluss: Sie müssen raus aus dieser Wohnung. Raus aus diesem Land. Auf ins sichere Deutschland, das Diktatur, sowie Krieg, schon hinter sich hat und in dem man frei leben und sich entfalten kann.

    Mit einem gewieften Trick schaffen die beiden Frauen es tatsächlich der Militärjunta in Griechenland zu entkommen. Mit den richtigen Pässen im Gepäck geht es nun problemlos nach Deutschland.

    Wenig später folgt der Freund der Tochter, Caruso, der den beiden tatkräftig unter die Arme greift. So ist zum Beispiel schnell ein Job gefunden.

    Aber zuvor liegen den Frauen noch einige Stolpersteine im Weg. Wie zum Beispiel der Antrag auf Asyl oder die Ausstellung einer Arbeitserlaubnis …

    Zitat:

    „»Der Mensch hält alles aus«, höre ich sie jetzt zu mir sagen. Das hat sie immer gesagt. Auch sie hat ein ganzes Leben lang das unendliche Schweigen ausgehalten. Genauso wie das Ringen und Bemühen um die anderen. Sie verstehen zu wollen und es nicht zu können, verstanden werden zu wollen und es nicht zu schaffen.“

    Seite 265

    Pro:

    Was mir am besten gefiel war der Schreibstiel. Die Wahl der Worte und Begriffe, welche die Autorin hin und wieder geschickt setzte. Beschreibungen wurden dadurch bunter, bildlicher und auch nicht so spannende Szenen bekommen gleich mehr Gewicht und sind schöner zu lesen.

    Im Laufe der Geschichte bauten sich dann doch langsam Bindungen auf und ich bekam endlich einen richtigen Anschluss an das Ganze. Erst recht als auch ein paar Namen fielen, die ich anfangs doch sehr vermisste, als ich dabei war mich in diesem Leben einzufinden.

    Ich mochte es auch die kleinen aber feinen Unterschiede zwischen Griechenland und Deutschland aufgezeigt zu bekommen.

    Mir gefielen außerdem die wenigen Kapitel aus der Sicht der Mutter. Sie sind leicht von den Normalen zu unterscheiden, da sie im Gegensatz zu denen der Ich-Erzählerin kursiv geschrieben sind.

    Zudem die liebevoll ausgewählten Zitate vor jedem neuen Teilabschnitt des Buches.

    Am Ende hing dann wohl das ganze Herzblut der Autorin. Die letzten Szenen waren die wohl gefühlvollsten.

    Kontra:

    Ein Problem hatte ich, vor allem am Anfang, da ich einfach nicht mit den Personen warm werden konnte. Es dümpelte an der Oberfläche. Namen wurden nicht, bzw. erst sehr viel später genannt. Gegen Ende war ich dann doch ganz gut in der Erzählung drin.

    Weiterhin haben mich ungemein diese großen Sprünge gestört. Mal ging es in der Zeit weit vor, dann wieder ganz weit zurück. Normalerweise komme ich damit ganz gut klar, aber hier hat es mir nicht gefallen und ich hatte schon fast zu Beginn den Faden verloren. Teilweise musste ich kurz überlegen wo ich gerade im Geschehen war.

    Auch durch die kurzen Kapitel wirkte alles ein wenig unruhig auf mich, aber das ist wohl eher ein persönliches Empfinden von mir.

    Dann die gefühlten tausend Straßennamen. Es war lieb gemeint, doch sehr verwirrend, wenn man diese nicht kennt.

    Zudem vermisste ich teilweise etwas Gefühl, Tiefsinn, ja kurzum die große Zärtlichkeit die der Klappentext doch versprochen hatte. Es gab ein paar schöne Szenen, aber nicht besonders viele. Oder waren einfach meine Erwartungen zu hoch?

    Und letzten Endes die Politik, welche einem sich in fast jedem Kapitel förmlich aufdrängte.

    Fazit:

    Ein Buch das ich geschenkt bekommen habe. Etwas Besonderes. Für meinen Geschmack war es aber nicht ganz so gefühlvoll wie es hätte sein können. Die Personen waren oftmals nicht greifbar.

    Trotzdem ist „Als ich dir zeigte, wie die Welt klingt" durchaus Lesenswert. Es wird eine Geschichte erzählt die einfach echt wirkt. Nichts ist aufgesetzt, unnötig ausgeschmückt oder sonst irgendwie übertrieben. Es ist ein Buch wie es nur das Leben schreibt.

    Ich empfehle es vor allem denjenigen die ein Interesse an politischen Zusammenhängen, Integration, kulturellen Unterschieden oder auch dem Thema Taubheit, die Welt mit anderen Sinnen wahrzunehmen, hegen.

    Ich vergebe dafür gute 3*!

  17. Cover des Buches Der Zahir (ISBN: 9783257602661)
    Paulo Coelho

    Der Zahir

     (318)
    Aktuelle Rezension von: MurphyS91
    Da ich bereits zwei weitere Bücher von Coelho gelesen hatte bevor ich im Sommer mit Zahir angefangen habe, hatte ich bereits hohe Erwartungen an dieses Buch, da die zwei Vorläufer (Der Alchemist, Elf Minuten) mich total von den Socken gehauen hatten.

    Die Handlung von diesem Romand fand ich etwas simpler im Gegensatz zu Coelhos anderen Büchern, die ich gelesen hatte. Jedoch fand ich das Buch nicht total langweilig, weil auf jeder Seite ein lesenswertes Zitat zu finden war. Und genau das liebe ich so sehr an Coelho: Egal wie wenig die Story dem Leser gefällt, durch Coelhos bemerkenswertem Schreibstil und Esprit sind alle seine Werke lesbar.
  18. Cover des Buches Gaudí in Manhattan (ISBN: 9783458358107)
    Carlos Ruiz Zafón

    Gaudí in Manhattan

     (28)
    Aktuelle Rezension von: DominicsBücherWelt

    Gaudi in Manhattan von Carlos Ruiz Zafon (Inselverlag, 56 Seiten)

    Inhalt: Da es sich um eine Kurzgeschichte handelt möchte ich nicht zu viel verraten, aber soviel: Ein junger, mittelloser Architekturstudent soll dank der Mitthilfe eines Unterstützers für Antonio Gaudi arbeiten. Gaudi hat ein Angebot zum Bau eines Wolkenkratzers in Manhattan, spricht aber kein Wort Englisch. Der Architekturstudent soll ihn auf der Reise nach Amerika begleiten.

    Meinung: Das Buch ist das Erste, was ich von Carlos Ruiz Zafon gelesen habe, aber der Sprache und der Geschichte konnte ich mich nicht entziehen. Der Autor beschreibt die Charaktere und die Geschichte in einer unnachahmlichen Art, die mich sofort begeistert hat. Es wird mit Sicherheit nicht mein letztes Buch von diesem Autor sein.

    Fazit: Klare, absolute Leseempfehlung. Freunde/Fans von Carlos Ruiz Zafon werden die Geschichte mit Sicherheit bereits kennen, aber auch für Leser die ihn noch nicht kennen (so wie mich) ist das Buch meiner Meinung nach absolut empfehlenswert.
  19. Cover des Buches Die Abenteuer des Sherlock Holmes I (ISBN: B003LQDGIS)
    Arthur Conan Doyle

    Die Abenteuer des Sherlock Holmes I

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Klassische Sherlock-Holmes-Geschichten, die die Grundlage für die 80er-Jahre-Serie mit Jeremy Brett in der Hauptrolle bildeten (den viele für den besten Holmes-Darsteller ever ever ever halten), bekannte Fälle wie "Das gefleckte Band" und "Die tanzenden Männchen", alles versehen mit Fotos aus der Serie, die auch heute noch gut zu schauen ist. Einfach der beste Detektiv, find ich genauso spannend wie vor 25 Jahren.
  20. Cover des Buches Erlebte Geschichte 1940 - 1943 ; Dolmetscher und Diplomat gegen Faschismus und Krieg (ISBN: B00187QIC8)
  21. Cover des Buches Zeit für Wolke 7 (ISBN: 9783455009941)
    Winfried Hammelmann

    Zeit für Wolke 7

     (24)
    Aktuelle Rezension von: abetterway
    Inhalt:
    " Nils Petersen führt ein ziemlich überschaubares Leben. Er arbeitet in einer Bank, findet die Ordnung von Zahlenkolonnen beruhigend und fährt jedes Jahr zur selben Zeit mit seinen besten Freunden nach Sylt. Doch dann ist da plötzlich Lena, und Nils bis über beide Ohren verknallt. Bevor sie ihn aber überhaupt richtig bemerken kann, kommt Lena bei einem Motorradunfall ums Leben. Was die beiden nicht ahnen: Eigentlich hätte sie noch gar nicht sterben sollen, aber Petrus hat im Himmel einen Fehler gemacht. Für Nils gibt es aber noch eine kleine Chance auf die große Liebe. Er muss einfach nur genügend Zeit sammeln, um Lena zurück auf die Erde zu holen. Doch woher bekommt man 473352 Stunden?"

    Meinung:
    Das Cover bringt einen schon zum schmunzeln und der Inhalt schafft es umso mehr. Der Schreibstil ist sehr leicht, humorvoll und reißt einen mit.
    Man befindet sich gleich in der Geschichte und hat ein paar humorvolle Lesestunden.
    Ein wichtiges Thema in diesem Buch ist die Freundschaft...eine Passagen bringen einen auch zum nachdenken. Ein wirklich tolles Buch.

    Fazit:
    Ein sehr humorvolles Buch, welches ich wirklich gerne gelesen habe.
  22. Cover des Buches Der Kanzler hat die Stirn gerunzelt (ISBN: 9783404107964)
    Walter Henkels

    Der Kanzler hat die Stirn gerunzelt

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Der Untertitel lautet "35 Jahre Bonner Szene", und genau das bekommt man auch: einen guten Überblick über die ersten Jahrzehnte der jungen Bundesrepublik von den Kanzlern Adenauer bis Kohl anhand von Zeitungsartikeln, die überwiegend in der FAZ erschienen sind.
  23. Cover des Buches Gai-Jin. (ISBN: B000M633UQ)
    James Clavell

    Gai-Jin.

     (3)
    Noch keine Rezension vorhanden
  24. Cover des Buches Sie konnten mich nicht töten: Als Afghanin im Einsatz für die Bundeswehr (ISBN: 9783843709187)
    Soraya Alekozei

    Sie konnten mich nicht töten: Als Afghanin im Einsatz für die Bundeswehr

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Solengelen

    Soraya, gebürtige Afghanin, wächst in gehobener Schicht, mit modern eingestelltem Vater, behütet in Kabul auf. Sie erhält eine gute Schulbildung und auch das Tragen einer Burka entfällt. Sie wird angehalten eigene Entscheidungen zu treffen, setzt sich schon als Kind für andere ein, für nicht so Privilegierte. Ihr Vater, die Sanftmut in Person, hat schreckliches durchmachen müssen. War er doch Anhänger des liberalen Königs und seiner Frau, die auch Namensgeberin von Soraya war. 
    Nach der Heirat mit ihrem Cousins, er studiert in Deutschland, folgt sie ihm. Aber sie ist dort nicht glücklich, vermisst ihre Heimat. Sie findet einen Weg etwas mit ihrem Land für ihr Land zu tun, sie geht mit der Bundeswehr als Dolmetscherin zurück. Engagiert sich für ihre Landsleute, bis zu diesem schrecklichen Tag. Es sollte ihr letzter Einsatz sein, sie hatte es ihrem Mann und ihren Söhnen versprochen. Obwohl ihr so etwas schreckliches widerfahren ist, ist sie ohne Groll, ohne Hass. 
    Die leichte, bildhafte Sprache nimmt den Leser mit, mit in das Afghanistan aus Sorayas Jugend, ein Land wie aus 1001 Nacht, ein Land mit Tradition und Moderne. Ein Land, dass früh diesen Spagat geschafft hatte, bis erst die Engländer Unmut schürten, die Russen einfielen und die Taliban das Land in Chaos, Angst und Zerstörung stürzten. 
    Soraya, eine wundervolle, mitfühlende, mutige, kämpferische Frau, die sich für ihr Land, ihre Landsleute und den Frieden einsetzt. 
    Mit "Sie konnten mich nicht töten" ist es Soraya Alekozei gelungen uns das eigentliche Afghanistan, die Menschen, aber auch das unterdrückte Afghanistan, näher zu bringen. Man spürt ihre Liebe zu ihrer Heimat, den Willen etwas zu verändern/verbessern, ihre Schuldgefühle. Mit viel Gespür, Liebe, Klarheit, erzählt sie ihr Leben, ihre Verbundenheit mit einem leidenden Land. Soraya ist eine bemerkenswerte Frau, die trotz allem die Liebe für ihr Land nicht verloren hat. Ein Buch, das unbedingt gelesen werden sollte. Leider kann ich nur 5 Sterne vergeben. 

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