Bücher mit dem Tag "dolomiten"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "dolomiten" gekennzeichnet haben.

35 Bücher

  1. Cover des Buches Marianengraben (ISBN: 9783847900429)
    Jasmin Schreiber

    Marianengraben

     (273)
    Aktuelle Rezension von: LisaH

    „Marianengraben“ ist ein berührender Roman über die Bewältigung von Trauer und Schicksalsschlägen. Beschrieben aus der Ich-Perspektive von Paula wechseln die Handlungsstränge zwischen Paulas Gedanken, die sie an ihren verstorbenen Bruder richtet und ihn mit „du“ anspricht, den Geschehnissen aus der Gegenwart (Reise mit Helmut) sowie ihren allgemeinen Gedanken. Diese Mischung hat mir sehr gut gefallen! Das Buch hat Tiefe, wird aber durch die Erlebnisse auf der Reise und den Gesprächen mit Helmut aufgelockert.

    Alle Charaktere sind authentisch und gut beschrieben. Ich habe mit Paula mitgefühlt und mich auch Helmut nah gefühlt. Ihre Dialoge sind spritzig, auch wenn sie manchmal über schmerzvolle Erinnerungen sprechen. Es ist schön zu sehen, wie sich ihre Freundschaft entwickelt - eine Freundschaft zwischen zwei ganz unterschiedlichen Personen, aber verbunden durch ähnliche Schicksalsschläge. 

    Definitiv ein Must-Read, das mitten im Herz berührt, mich aber auch mehrfach zum schmunzeln brachte. 




  2. Cover des Buches Für einen Sommer und immer (ISBN: 9783863960810)
    Julie Leuze

    Für einen Sommer und immer

     (116)
    Aktuelle Rezension von: schneefloecke
    Kurzmeinung: Mein absolutes Lieblingsbuch

    Inhalt: Für die Karriere stellt Annika alles andere hinten an. Vor allem ihre Gefühle und sich selbst. Als sie von einem schweren Schicksalsschlag getroffen wird, reist sie vollkommen überfordert nach Südtirol in die Dolomiten. Dort kommt sie nicht nur dem charmanten Bergführer Samuel mit den tollen Locken, sondern auch sich selbst und ihren Träumen um einiges näher. 

    Meine Meinung: Ich bin absolut verliebt in dieses Buch. In die Charaktere, in die Handlung, in das Setting und vor allem in den Schreibstil von Julie Leuze. Dieses Buch ist bereits das Zweite, welches ich zum zweiten Mal von der Autorin gelesen habe und ihr Schreibstil ist einfach so flüssig, mitreißend und angenehm, dass es mir schwer fällt das Buch überhaupt aus der Hand zu legen. 
    Annikas Entwicklung im Laufe des Buches ist wunderbar mit anzusehen und es ist wunderbar mit Samuel und ihr einen Teil der Dolomiten zu erkunden. Nicht nur ihre Beziehung mit Samuel, sondern auch die zu ihrer Mutter und ihrer besten Freundin Helene, so wie die Beziehung zu ihrem Job war interessant mitzuverfolgen. 

    Ich freue mich bereits darauf, dieses Buch zum dritten Mal zu lesen und kann es jedem nur wärmstens empfehlen. 


  3. Cover des Buches Das dunkle Dorf (ISBN: 9783462053043)
    Lenz Koppelstätter

    Das dunkle Dorf

     (58)
    Aktuelle Rezension von: Mary2

    Der sechste Fall für Commissarion Grauner und Ispettore Saltapepe führt das Südtiroler Ermittler-Duo ins Grödner-Tal. Mitten in der Skisaison, wenn sich die Schönen und Reichen auf den Pisten tummeln, findet man den Dorfpolizisten ermordet auf. Die Ermittler geraten bei ihrer Arbeit in das gefährliche Umfeld der italienischen und der russischen Mafia…

    Grauner allerdings beschäftigt noch mehr das Verschwinden seiner Tochter Sara und ein größerer Drogenfund in ihrem Zimmer beunruhigt ihn sehr. Gemeinsam mit seiner Frau Alba sucht er die junge Frau und unterstützt die Ermittlungen im Grödner-Tal. Dort wird es für Ispettore Saltapepe lebensgefährlich, hat er doch in der Vergangenheit einen Mafia-Boss hinter Gittern gebracht, der Rache geschworen hatte.

    Die Leser lernen in diesem Buch die italienische Sondereinheit DIA zur Mafiabekämpfung kennen sowie das Gefängnis und die Haftbedingungen für verurteilte Mafiosi. Auch  Unterschiede sowie Codex der Mafia-Gruppen werden thematisiert, was durchaus interessant zu lesen ist.

    Ein sehr spannender Fall mit viel Dramatik und einem recht großen Anteil an persönlichen Verstrickungen liegt hier vor. Auch die Landschaft wird wieder wunderbar beschrieben, so dass das Lesen bereits einem kleinen Winterurlaub gleichkommt. Da ich die vorangegangenen Bände kenne, hat mich die Geschichte gut abgeholt und ich konnte mit den Protagonisten mitfiebern. Überraschende Wendungen führen zu einem unerwarteten, aber stimmigem Schluss.

    Ich bin einmal mehr vom wunderbaren Cover beeindruckt. Sprachlich habe ich nichts auszusetzen – wieder einmal ein voller Lesegenuss! Gespannt erwarte ich den nächsten Fall, der bereits angekündigt ist.

  4. Cover des Buches Der Tod so kalt (ISBN: 9783421047595)
    Luca D'Andrea

    Der Tod so kalt

     (75)
    Aktuelle Rezension von: Jules113

    Nach einem tragischen Unfall in den Bergen befindet sich Jeremiah Salinger auf dem Wege der Genesung. Der Unfall ist bei seiner Arbeit als Dokumentarfilmer geschehen, worauf er seiner Familie versprochen hat für mindestens ein Jahr kein neues Projekt anzufangen. Als er nun vom Bletterbach-Massaker aus dem Jahre 1985 erfährt, bei dem drei jungen Menschen ermordet wurden, kann er nicht mehr davonlassen und fängt trotz Versprechungen wieder an zu recherchieren.
    Schon das aufwendige Cover macht einen guten Eindruck, ebenso wie die Zeichnungen der Berge in der Innenhülle. Das immer wiederkehrende Kreuz in der Gebirgswelt wirkt sehr eindringlich und gibt die Richtung des Romans an. Die Handlung kommt nur ein wenig schwerfällig in Gang hat mich alsdann jedoch gefesselt und unterhalten. Das Buch ist eher ein Krimi und zum Thriller fehlt nach meiner Meinung doch einiges, dennoch bietet er einiges an Spannung an. Vor allem der Schreibstil hat mir gefallen, denn dieser ist flüssig und führt den Leser durch das Buch ohne Langeweile oder anderen Schwächen. Selbst etwas blutigere Szenen werden stilvoll umschrieben, ohne zu sehr ins Detail zu gehen, zeigen aber ihre Wirkung. Der Protagonist Jeremiah Salinger wird anschaulich dargestellt, was vor allem durch die Ich-Erzählung des Buches gelingt. So ist es möglich sich mit dem Protagonisten anzufreunden und ihn auf seinem Weg zu begleiten. Fazit: Lesenswerter Roman der sich mit der Bergwelt ebenso wie mit den Morden befasst.

  5. Cover des Buches Die gestohlene Zeit (ISBN: 9783426513118)
    Heike Eva Schmidt

    Die gestohlene Zeit

     (96)
    Aktuelle Rezension von: Laudia89

    Emma geht mit Schülern auf eine Reise und kommt nicht wieder. SIe wird in eine Höhle entführt und schafft es zu fliehen und das nächste Abenteuer beginnt.

    Der Schreibstil is gut gemacht und lässt einen gleich in das Buch einsteigen. Ich fand die Erzählungen über die Zwerge und wie sie in dei Höhle kommt sehr gzt. Auch die Charktere sind gut beschrieben und man kann sich alle sehr gut vorstellen.

    Leider hat es nach der Flucht mit dem Buch abgenommen Die Spannung im ersten Teil war sehr gut gemacht. Ich könnte das Buch kaum aus den Händen legen, aber dann man könnte vieles erahnen und es kam keine richtige Spannung mehr auf.Ich möchte nicht sagen das ich mich durch das Buch gequält habe, aber ich hab es ab und an weg gelegt und nicht das Verlangen gehabt, weiter zu erfahren wie es weiter geht.

    Es ist eine schöne Mischung auf Phantasie, Zeitreise und Sagen, aber mich persönlich hat es nicht überzeugt. Das Ende hätte ein wenig spannender sein können und eine bessere Wendung.

  6. Cover des Buches Die Eismacher (ISBN: 9783442717453)
    Ernest van der Kwast

    Die Eismacher

     (113)
    Aktuelle Rezension von: VanCa

    Worum geht es?
    Das Buch erzählt von einer Familie die sich seit Generationen der Eisherstellung widmet. Es geht um das Familienleben, um die Übernahme des Betriebs und den Sohn der dies verweigert um seiner Berufung zu folgen. Der andere Sohn bleibt allein zurück um die Tradition fortzuführen und hegt über Jahre einen Groll gegen seinen älteren Bruder, bis dieser ihm plötzlich helfen soll.

    Persönliche Meinung:
    Der Schreibstil hat mir außerordentlich gut gefallen.
    Die Herstellung des Eis ist detailreich beschrieben und durchweg im ganzen Buch ein Thema. Der Fokus der Familiengeschichte liegt auf dieser Tradition und das wird konsequent im Vordergrund gehalten. Das hat mir wirklich gut gefallen.
    Die Personen hingegen fand ich weniger ausgereift. Giovanni erzählt aus der Ich-Perspektive. Jedoch konnte ich nicht einmal ihn richtig greifen. Die Personen haben teilweise auch einen unsympathischen Charakter, sodass ich von ihnen eigentlich gar nicht mehr lesen wollte.
    Die Familie von Giovanni hat eine interessante Beziehung. Der Umgang der Familie untereinander war ein großes Thema und meiner Meinung nach wurde diesem Thema mehr Aufmerksamkeit gewidmet als der Abmachung der beiden Brüder. Ich hatte mich vom Klappentext her eher auf eine Haupthandlung mit den beiden Brüdern eingestellt. In gewisser Weise war dies auch ein Thema aber das eigentlich Angekündigte (Klappentext: Bis eines Tages sein Bruder Luca ein höchst ungewöhnliches Anliegen hat …) kam erst relativ spät, für mich persönlich zu spät. Ich hätte gern mehr über diesen Teil der Story erfahren. Daher gibt es von mir 3 Sterne.

  7. Cover des Buches Das Evangelium nach Satan (ISBN: 9783442371259)
    Patrick Graham

    Das Evangelium nach Satan

     (147)
    Aktuelle Rezension von: LadyMay
    Im „Evangelium nach Satan“ geht es um Maria Parks, die FBI-Ermittlerin ist und nach einem Verkehrsunfall spezielle Fähigkeiten hat, die ihr erlauben sich durch Visionen in die Opfer zu versetzen. Sie wird zu einem Vermisstenfall hinzugezogen und so auch in Machenschaften der Kirche und ihrer Gegenspieler gezogen. Der Thriller ist meiner Meinung nach sehr speziell. Nicht nur das er sehr brutal und vulgär ist, es wiederholen sich oft Szenen und Ereignisse, wodurch sich die über 600 Seiten doch sehr ziehen. Alles in allem konnte mich die relativ gute Grundstory nicht über den eigenwilligen Schreibstil hinwegtrösten.
  8. Cover des Buches Espenlaub (ISBN: 9783957341914)
    Jürgen Mette

    Espenlaub

     (15)
    Aktuelle Rezension von: mabuerele

    „...Das Hirtenleben hatte etwas Archaisches, es ist eine Berufung jenseits aller technischen Errungenschaften...“


    Anton Hinteregger lebt in einem Südtiroler Bergdorf. Im Sommer zieht er mit den Kühen auf die Alm. Obwohl er erst Mitte 30 ist, bemerkt er, dass sich seine Bewegungen verlangsamen und die Gelenke steif werden. Er baut sich deshalb Hilfen für die Arbeit.

    In London wird eine Frau von der Polizei aufgegriffen. Sie heißt Eva, ist Mitglied einer Endzeitsekte, studiert Medizin und möchte aus der Sekte aussteigen.

    Dann geht die Geschichte zurück in die Vergangenheit. Ich erfahre mehr über das Leben von Anton und Eva.

    Der Autor hat zwei fesselnde Lebensbilder kreiert. Anton ist Waise. Bevor er ihm Heim landen konnte, hat ihn die Bäuerin Walburga Schmidt in ihre Familie aufgenommen. Sie war eine Freundin seiner Mutter. Ihr hat es Anton zu verdanken, dass er lesen und schreiben lernt. Walburga ist in Glaubensfragen sehr offen und tolerant. Trotzdem vermittelt sie ihren Kindern und damit auch Anton eine feste Glaubensgrundlage.

    Eva ist in einem gutbürgerlichen Haushalt aufgewachsen. Ihr Vater ist Betriebsdirektor und trotzdem Mensch geblieben. Evas Mutter aber plant für ihre Tochter eine sogenannte gute Partie, wenn sie ein erfolgreiches Auslandsstudium absolviert hat. Zuvor aber arbeitet Eva für zwei Jahre als Hausmädchen bei Walburga. Dort lernen sich Anton und Eva kennen und lieben. Dann aber geht Eva nach England.

    Der Schriftstil des Buches ist hochwertig. Sehr detailliert wird das Leben im Dorf und auf der Alm beschrieben. Der Sommer auf der Alm ist eine Zeit harter Arbeit, aber auch geprägt von Einsamkeit.

    Antons Kindheit fällt in die Zeit des 2. Weltkrieges. Was das für Südtirol bedeutete, hat der Autor kurz und treffend so formuliert:


    „...Das treuherzige und politisch unmündige Bergvolk war verschaukelt worden, ohne es gemerkt zu haben...“


    Berührend dargelegt werden Antons Gedanken. Trotz seiner gesundheitlichen Probleme hat er die Hoffnung auf eine Zukunft nie aufgegeben. Das heißt nicht, dass es auch Zeiten gibt, wo er mit seinem Schicksal hadert. Doch das Lesen in der Bibel und seine Beschäftigung mit guter Literatur helfen ihm, sein Leben zu spiegeln und sich im Gebet für Eva einzusetzen.. In seinen Gedanken klingt das so:


    „...Wenn sie schwach war, musste er stark sein. Er musste weiter durchhalten...“


    Gleichzeitig erlebe ich in London Evas Kampf gegen das Gedankengut der Sekte. Das bedeutet aber auch eine ganz persönliche Auseinandersetzung mit Glaubensfragen. Sie hatte alle Brücken hinter sich abgebrochen. Der Neuanfang verlangt wichtige Entscheidungen.

    Anton erkrankt in jungen Jahren an Parkinson. Das Buch zeigt auf, wie sich die Behandlung der Krankheit im Laufe der Zeit weiter verbessert hat.

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es ist einerseits eine Auseinandersetzung mit falschen Glaubensvorstellungen und zeigt andererseits, wozu Glaube und Liebe fähig sind.

    Im Anhang gibt es eine umfangreiche Abhandlung zur Espe und den Zittern ihrer Blätter.

  9. Cover des Buches Nobiltà (ISBN: 9783257231779)
    Donna Leon

    Nobiltà

     (184)
    Aktuelle Rezension von: Jana_hat_buecher

    In Commissario Brunettis siebtem Fall wird eine Leiche nahe der Dolomiten gefunden. Da sich herausstellt, dass der Tote der vor zwei Jahren entführte Sohn eines sehr anerkannten und erfolgreichen Geschäftsmann aus Venedig ist, übernimmt Brunetti die Ermittlungen. Doch was hat dazu geführt, dass die Lösegeldforderungen der Entführer nicht erfüllt wurden und der junge Mann sterben musste? Donna Leon kreiert die Figur Brunetti jedes Mal etwas weiter und man wird einfach süchtig nach dem Dolce-Vita-liebenden "Grantler" (wie wir in Bayern sagen würden). Der Fall führt einen in verschiedene Richtungen und mit dem Ende hätte ich nicht wirklich gerechnet. Ich bin schon gespannt auf das nächste Buch, das in meinem SUB wartet. Schönes, leichtes Leseabenteuer mit Italien-Fernweh-Garantie!

  10. Cover des Buches Das Fell des Bären (ISBN: 9783453422872)
    Matteo Righetto

    Das Fell des Bären

     (32)
    Aktuelle Rezension von: Maseli

    Domenico und sein Vater Pietro leben in einem Bergdorf in den Dolomiten. Seit die Mutter vor ein paar Jahren gestorben ist, hat sich das Leben beider Männer sehr geändert. Pietro ist unzugänglich, jähzornig und manchmal auch gewalttätig und Domenico versucht, seinem Vater alles Recht zu machen und ihn ja nicht zu reizen. Als ein Bär die Bergregion in Angst und Schrecken versetzt, erkennt Pietro seine Chance. Er will ihn erlegen. Zuerst wird er ungläubig von den Männern des Dorfes betrachtet, dann ausgelacht aber schlussendlich wird eine enorme Geldsummer vereinbart, sollte Pietro es tatsächlich schaffen, den Bären zu töten.

    Am Tag danach, an einem Herbstmorgen im Jahr 1963, brechen Pietro und Domenico auf. Dabei haben sie Proviant für mehrere Tage und zwei alte Gewehre. Das Abenteuer wird Domenico an seine Grenzen aber gleichzeitig auch um Herzen seines Vaters führen.

    Meine Leseeindrücke

    Mein erster Eindruck: das ist ein toller Jugendroman. Er hat alles, was junge Leser brauchen: eine spannende, mitreißende und altersgerechte Geschichte und eine Hauptfigur, mit der man sich identifizieren kann und die am Ende eine große Veränderung erfahren wird. Auf 152 Seiten gibt es eine Vater-Sohn-Geschichte, eindringlich und aufrichtig geschrieben, wie die Berge, in denen die Handlung spielt.

    Das Thema ist hochaktuell! Der Bär ist in unser Leben zurückgekehrt und gesellschaftliche Spannungen zeigen ein schwieriges Zusammenleben zwischen Mensch, Nutztier, Bär und Wolf. 

    Fazit

    „Das Fell des Bären“ von Matteo Righetto ist eine tolle Lektüre für abenteuerbegeisterte junge Leser. Gerne zitiere ich Marc Reichwein - Welt am Sonntag vom 11.11.2017: »In einfacher, fast märchenhafter Kinderbuchsprache entwickelt Righetto seine Erzählung, mit dem Sog aller zeitlosen Geschichten.« 

  11. Cover des Buches Totentanz am Col di Lana (ISBN: 9788868392680)
    Erik Durschmied

    Totentanz am Col di Lana

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Vampir989
    Klapptext:


    Ein schroffer Felsen steht im Sturm, ein Gipfel von atemberaubender Schönheit. Seine Geschichte im Ersten Weltkrieg ist in Blut geschrieben. Die Angreifer verfluchen ihn als »Berg des Blutes Col di Sangue« und die Verteidiger als »Berg des Eisens«.
    Tirol, Mai 1915. Die Sturmglocken läuten. Das Land ist in Gefahr: »Der Welsche kimmt!« Wie bereits anno 1809 ist Tirol wieder auf sich selbst angewiesen. Ein »letztes Aufgebot« der Tiroler Standschützen soll das Unheil verhindern. Fünfzehnjährige stehen mit ihren Großvätern Gipfelwacht. Sie machen sich keine Illusion die Übermacht des anmarschierenden Feindes ist zu gewaltig.
    Ein Berg in den Dolomiten wird zum Symbol. Der Tanz auf dem Vulkan beginnt ...



    Erik Durchschmied ist hier ein wahnsinnig packender und aufregender Roman gelungen.Wir begeben uns auf den Col di Lana im 1.Weltkrieg.Dort erleben wir die brutalen und schrecklichen Kämpfe der Tiroler und italienischen Truppen mit.Ein sinnloser Kampf um einen Berg der viele Menschenleben gekostet hat.
    Mitreisend und packend erzählt uns der Autor von den Ereignissen dort.Die Gefühle,Gedanken und Ängste der Menschen konnte ich richtig spüren und ich hatte das Gefühl alles selbst mit zu erleben.Durch die atemberaubende und faszinierende Erzählweise des Autors wurde ich förmlich in die Geschichte hinein gezogen.Das hat mir sehr gut gefallen.Beeindruckt hat mich zu lesen wie die Tiroler gegen Hunger,Kälte und Unterlegenkeit gekämpft haben.Für Treue und Ehre ihrers Vaterlandes haben sie alles geopfert.
    Durch die guten Recherchen des Autors erfahren wir sehr viel Informatives über die Kämpfe am Col di Lana.Erik Durchschmied der selbst Kriegsreporter ist gelingt es auch durch seine guten beruflichen Erfahrungen uns dies sehr authentisch nahe zu bringen .Viele Schauplätze werden sehr bildhaft und ansprechend beschrieben.Ich habe mit den Menschen mit gelitten,mit gefühlt,mit gekämpft und mit gebangt.Es hat mit tief bewegt und berührt.Dieses Buch hat mich zum Nachdenken angeregt.Es zeigt das Kriege sinnlos sind und nur Leid,Elend und Tot bringen.
    Mir hat diese Lektüre sehr gut gefallen.Für Leseliebhaber die sich für Geschichte interessieren ist das Buch sehr empfehlenswert.

  12. Cover des Buches Die Rote Wand (ISBN: 9783453438767)
    David Pfeifer

    Die Rote Wand

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Sommerregen
    An einem klaren Aprilmorgen in Meran beschließt ein Mädchen ihrem Vater in den Krieg zu folgen. Schon einmal hat sie im vergangenen Sommer auf ihn warten müssen, bangte um seine Rückkehr als er nach Galazien einberufen wurde. Als er wiederkam war er nicht mehr derselbe: Sämtliches Leben schien aus ihm gewichen, in seinen Augen lag etwas Düsteres und dennoch antwortete er auf die Fragen seiner Tochter nur mit Lob für echte Kameraden, ohne die man draußen nicht zu überlegen vermochte.
    Als dann also der Beginn des Ersten Weltkrieges droht und das Mädchen erneut alleine gelassen wird, beschließt es, sich als Junge zu verkleiden. Das lange blonde Haar kurz geschnitten und die Kleidung des Vaters angezogen, macht es sich auf den Weg.
    Die 15jährige macht sich zwei Jahre älter, gibt sich den Namen Richard und erklärt, sie müsse in den Krieg ziehen um ihren Vater zu suchen. Kurz nachdem sie dies ausgesprochen hat, fürchtet sie eine falsche Begründung abgegeben zu haben - wären Volk, Vaterland, Kaiser und Gott nicht eine bessere Antwort gewesen? Tatsächlich ist man aber so verzweifelt auf der Suche nach Kämpfern, dass sie genommen wird. Der Schwindel ist noch nicht aufgeflogen.
    Immer wieder versucht sie, beispielsweise von einem Arzt, zu erfahren, wo ihr Vater stationiert ist. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich jemand an einen Mann erinnert und ihr weiterhelfen kann, geschwindend gering, was ihr Tag für Tag immer schmerzhafter bewusst wird. "Zum Sterben ist man ja nie zu jung." (S.33) heißt es zwar von Seiten des Arztes,
    "Und wenn dann einst, so leid mir's tut,
    Mein Lebenslicht verlischt,
    Freu ich mich, dass der Himmel auch
    Schön wie die Heimat ist." (S.35f.) tönt es jedoch von den Soldaten.
    Und so marschiert die ausgemergelte, graue Karwane mit austauschbaren Kämpfern, begleitet vom Ruf "Für Gott, Kaiser und Vaterland" zur Roten Wand. Erbitterte Kämpfe auf Felsvorsprüngen oder Gipfeln mit den unterschiedlichsten Waffen prägen den Stellungskrieg. An der Seite eines echten Kameraden namens Max hält das Mädchen Erstaunliches aus, wird kräftiger, abgehärteter und willensstärker, als sie es von sich erwartet hätte. Denn das Ziel, ihrem Vater zu begegnen und ihn zu beschützen, hegt sie noch immer.
    Doch auch das Mädchen Richard muss miterleben, wie immer mehr Soldaten fallen, Granaten explodieren und den Männern die Körper zerfetzen. Dabei ist es für sie von großer Bedeutung, dass die große Lüge über ihre wahre Identität niemals auffliegt.
    Eine Sekunde der Unachtsamkeit und man ist verloren, so lernt sie; schließlich lauert der Feind überall und vermag von allen Seiten anzugreifen...
    Das Mädchen durchlebt Höhen wie Tiefen, erfährt Langeweile bei gleichzeitiger Anspannung, lernt das Fürchten und das Töten. Aber es sind schon ganz andere im Kampf gefallen...

    Im Buchdeckel und über die erste Seite erstreckt sich eine Übersichts-Karte der Rotwand, damit der Leser immerhin einen groben Überblick zum Handlungsort er- und behalten kann. Denn da das Mädchen mit verschiedenen Truppen stetig weiterzieht, ändert sich der Schauplatz Mal um Mal.
    Das Buch beginnt mit einem Prolog, der einen direkt in eine Kampfszene katapultiert. Schon dort gibt es erste Verluste und die sehr bildhafte Sprache bewirkt, dass man aufmerksam jede Bewegung der Figuren verfolgt. "Er will noch etwas sagen, einen letzten Befehl oder vielleicht eine Verwünschung hauchen. Doch dann verlischt er, wie ein Zündholz, das in den Schnee geworfen wurde." (S. 10) Dann springt die Erzählung und man steht ganz am Anfang bei dem Entschluss des Mädchens in den Krieg zu ziehen. Den Namen der Protagonistin erfährt man im Verlaufe des gesamten Buches nicht, was den Leser permanent auf Distanz hält. Ich vermochte keine wirkliche Bindung zu ihr aufzubauen, da sie mir immer fern und nicht ganz verständlich war.
    Das mag auch daran liegen, dass man kaum etwas über ihre Gedanken und Empfindungen liest. Eigentlich war ich davon ausgegangen, dass diese, gerade bei der Thematik des Buches, durchaus behandelt würden, da in einer solchen Erzählung nicht nur die einzelnen Gefechte von Belang sind. Aber nur selten blitzt bei "dem Mädchen" eine dem Leser bemerkbare Gefühlsregung auf...
    Leider wandelt sich mit dem ersten Kapitel der Schreibstil allmählich, da von der ausgeschmückten Erzählweise immer weniger übrig bleibt. Am Anfang wird dies noch durch das Zitieren einiger Lieder ausgeglichen, diese fallen aber nach und nach weg, sodass eher als Ausnahme mal eine Strophe angeführt wird. Auch werden die Sätze immer simpler, weswegen das Buch auf rein sprachlicher Ebene bestens auch für junge Leser geeignet wäre.
    Das Buch erscheint mehr wie ein Bericht als wie ein Roman, was meines Erachtens sehr schade ist. In einem Interview gab der Autor an, weswegen die Geschichte für ihn so faszinierend war: "Zunächst einmal den Versteckspielaspekt, also eine Spannungsebene, die weder Alpen-Krimi noch Stahlgewitter-Romantik braucht. Das Mädchen muss ja in einer reinen Männerwelt überleben. Für diese Mimikry beobachtet sie die Männer genau und ahmt Verhaltensweisen nach. Nichts studiert man so aufmerksam wie ein Objekt, das man kopieren möchte. Dazu kam die Front an sich, die mit keinem anderen Kriegsschauplatz vergleichbar war."
    Ehrlich gesagt hätte ich mir sehr gewünscht, dieser psychologische Aspekt wäre wirklich mehr herausgearbeitet worden. Allerdings wird hier höchstens an der Oberfläche gekratzt, weswegen die Protagonistin auch nicht wirklich lebendig wirkt. Besser konnte ich mit den Nebenfiguren fühlen, wobei auch diese eher blass gezeichnet wurden.
    Auf mich wirkt es eher so, als hätte der Autor möglichst viele Informationen gesucht, die für ein Sachbuch jedoch nicht ausreichten, um diese dann aneinander zu fügen und gelegentlich durch eine erdachte Sequenz zusammen zu basteln. Betrachtet man die faktenreichen Beschreibungen, so merkt man durchaus, dass sich David Pfeifer mit der Thematik auseinandergestezt hat.
    Was mich am meisten beeindruckt ist, dass dieses Werk auf einer wahren Begebenheit beruht. Das namenlose Mädchen, welches wegen ihres Vaters an die Front geht, hieß in Wirklichkeit Viktoria Savs. Nach Kriegsende wurde sie wohl von den Nationalsozialisten zu Propagandazwecken "benutzt".
    Führt man sich beim Lesen vor Augen, was sie und all die anderen Soldaten durchleben mussten, ist dies erschütternd.

    Somit wird hier zwar ein bewegendes Schicksal behandelt, dieses aber nicht als solches vermittelt. Die Erzählung bleibt meines Erachtens weit hinter ihren Möglichkeiten, da die wie ein Bericht anmutende Geschichte wenig bis gar keinen Raum für Gefühle lässt. Ausführlicher wird sich den Beschreibungen der Front und der mit ihr verbundenen Schwierigkeiten gewidmet, wobei die Passagen zu den Felsen in meinen Augen zu genau waren. Wer sich mit dem Gebirge auskennt, mag sich bei diesen Ausführungen vielleicht ein Bild vom Ort des Geschehens machen können, mir war dies jedoch so gut wie unmöglich. Wer etwas über den Krieg in den Dolomiten erfahren möchte, kann mit dieser Lektüre vielleicht einen Einstieg finden. Auf mich wirkt das Buch leider nicht ganz rund, für Dolomiten-Interessierte hält es wohlmöglich mehr Spannung bereit.

    2,5 Sterne
  13. Cover des Buches Dolomiten (ISBN: 9783405164072)
    Sepp Schnürer

    Dolomiten

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  14. Cover des Buches Baedeker SMART Reiseführer Südtirol (ISBN: 9783829734233)
    Margit Kohl

    Baedeker SMART Reiseführer Südtirol

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Caillean79

    Das große Plus: Handlichkeit & Verarbeitung

    Das große Minus: nicht gefunden…

    Ende September 2017 entdeckten wir mit Hilfe des BaedekerSmart die Region um Bruneck im Pustertal, d.h. das östliche Südtirol. Wie alle Reiseführer von Südtirol enthält auch dieser neben Pustertal, Dolomiten und Eisacktal im Osten natürlich auch den westlichen Teil, also auch Vinschgau sowie die Umgebung von Meran und die Gegend südlich von Bozen. Eins kann ich schon mal sagen: in einer Woche Urlaub kann man nur einen Bruchteil der Gegend erleben und so wird das Buch definitiv noch einmal zum Einsatz kommen, wenn wir das nächste Mal im westlichen Teil unterwegs sind ;-)

    Jetzt zum Reiseführer an sich: ich war besonders begeistert von seiner flexiblen Spiralbindung. So bleibt die gewünschte Seite immer offen und es entstehen keine Knicke usw. Auch das Papier ist glatt und hochwertig, es scheint ziemlich reißfest zu sein. Dank der Spiralbindung sieht das Buch auch nach einer Woche täglichem Gebrauch noch aus wie neu.

    Das Buch ist nach Regionen unterteilt und bietet für jede Region Überblickswissen, Ausflugsziele und Übernachtungs- sowie Restaurantempfehlungen. Adressen, Öffnungszeiten und Webseiten sind übersichtlich dargestellt. Besondere Tipps sind jeweils unten in einem Kästchen angegeben. Auch Routenvorschläge für Tagestouren fehlen nicht. Ergänzt wird das Ganze von praktischen Tipps (Notfallnummern, beste Reisezeit,Veranstaltungskalender, etc.), einem Reiseatlas auf den letzten Seiten sowie einer herausnehmbaren Karte der Region. Trotz Navi hätte ich darauf nicht verzichten wollen J

    Einziges kleines Manko: für tiefergehende Informationen zu einzelnen Reisezielen habe ich dann doch öfters mal das Internet bzw. den zweiten mitgenommenen Reiseführer bemühen müssen. Wenn man aber kurz und prägnant die wichtigsten Sachen im Überblick haben möchte, ist der BaedekerSmart aus meiner Sicht unschlagbar. Beim nächsten Reiseziel ist daher mit Sicherheit auch wieder ein Smart-Reiseführer an Bord.

  15. Cover des Buches Fräulein Else (ISBN: 9783746715186)
    Arthur Schnitzler

    Fräulein Else

     (110)
    Aktuelle Rezension von: awogfli

    Es ist schon eine Kunst, wenn ein Autor einer sehr verstaubten Novelle, die ja schließlich die Moralvorstellungen nicht vom letzten sondern vom vorletzten Jahrhundert vertritt, diese so zu konzipieren vermag, dass die Nöte der Protagonistin, die auf Grund dieser Moral entstehen, so konsistent und genial vermittelt werden, dass wir sie auch heute noch nachvollziehen zu vermögen.

    Zudem ist Fräulein Else wie schon der Leutnant Gustl stilistisch in Form eines ziemlich genialen inneren Monologs konzipiert. Man bedenke, dass diese Erzählform von Schnitzler VOR dem meiner nach total überschätzten James Joyce weitaus brillianter eingeführt wurde, da Schnitzlers Monologe erstens angenehmst kürzer, und viel tiefgängiger als jene des Ulysses verfassst wurden, die ja im Gegensatz zu Schnitzler keine substantiellen Probleme der Protagonisten sondern nur nichtiges Geschwätz beinhalten. Die Novellen von Leutnant Gustl und Fräulein Else stellen für mich ohnehin die Highlights aus Schnitzlers Werk dar, obwohl mir ein paar Theaterstücke und die Traumnovelle auch ganz gut gefallen haben.

    Aber nun zum Inhalt:
    Schnitzler wirft die Leserschaft in die Welt einer glorreichen Fassade hinter der alles verrottet ist. Das junge schöne Fräulein Else ist mit der guten Gesellschaft in der Sommerfrische im Ausland und bekommt einen unangehmen Expressbrief von Mama. Der Herr Papa hat Gelder von Mündeln veruntreut und gestohlen. Wenn sie nicht bis morgen 30.000 Gulden vom unsympathischen Herrn Dorsday bekommt, muss Papa ins Gefängnis. Bald stellt sich heraus, was der schmierige Herr Dorsday von dem 19-jährigen Mädl, das außer Schwärmereien noch gar keine sexuellen Erfahrungen hatte, verlangt. Sie soll sich um Mitternacht mit ihm im Wald treffen und sich ihm splitternackt präsentieren. Zwar schwört der alte Wüstling Stein und Bein, von ihr sonst nichts weiter zu verlangen, aber so einer Situation alleine mitten in der Nacht im Wald würde ich mich nicht einmal heutzutage aussetzen, aus Sorge, vergewaltigt zu werden.

    In ihrem inneren Monolog wälzt die junge unerfahrene Else ihre Probleme und denkt sogar daran, sich das Leben zu nehmen. Ist auch glaubwürdig, dass sie mit dem Tod kokettiert, wenn sie sich für die Ehre des Herrn Papa ihren Körper an den Herrn Dorsday verschachern muss und sich eben im Gegenzug zur Rettung des Vaters der lebenslangen Schande aussetzen muss und sich opfern sollte. Schlussendlich fordert der Vater in einer zweiten Depesche fast doppelt so viel Geld, also wird sie auch mehr geben müssen. Zudem ist sie ja mit 19 Jahren noch Jungfrau, da würde ich in der Situation und unter diesem enormen Druck auch mal an Schlaftabletten denken

    Was für ein Arschloch von Papa, so etwas außerdem nicht einmal selbst zu erbitten, sondern dies indirekt über die sehr naive Mutter, die die Schuldkeule schwingt, zu verlangen. Anstatt dass der Vater für sein Versagen und für seine Taten geradesteht und die Schande des Diebstahls und des Gefängnisses annimmt, soll sich Else einer ganz anderen Schande opfern. So zahlen die Kinder die Schulden der Eltern. Else fragt sich zu Recht, warum eigentlich sie die Fehler des Vaters ausbaden soll und dem geilen Bock von Geldgeber zu Willen sein muss. Das Mädchen wäre lebenslang ruiniert, gesellschaftlich wie finanziell, denn Arbeit geht nicht, sie hat ja nix Gscheites gelernt und Ehe ist danach auch nicht mehr möglich, wenn sich der Dorsday im Wald am Mädl vergreift, denn er hat ja für die Nutte ordentlich bezahlt. Sie wird ohne eigentlich ursprünglich involviert zu sein, zwischen den beiden fordernden Männern und den gesellschaftlichen Konventionen zermalmt. Immer wieder konzipiert sie im Kopf Fluchtwege und Notausgänge aus dieser Situation.

    Sehenden Auges wird auch eine andere Dramatik offenbar, denn der Vater ist ja nicht einzigartig und zufällig in einer derartigen Notlage, sondern die hoffnungslose Spielsucht des Papas und deren jahrelange und stetige Vertuschung mit den Auswirkungen wie Unterschlagung und Diebstahl hat auf die öffentliche Offenbarung der Schande der Familie ja nur eine kurze, aufschiebende Wirkung. Der Kater lässt trotz aller Beteuerungen das Mausen (das Spielen und das Prassen) nicht.

    Letztendlich scheitert jeder Notausgang und Else opfert sich völlig unnotwendig einem verantwortungslosen Vater, einem geilen Bock und den gesellschaftlichen Konventionen, indem sie sich umbringt. Sie hat im Fieberwahn der Ausweglosigkeit das Versprechen eingelöst, sich nicht nur Herrn Dorsday, sondern der gesamten Gesellschaft nackt gezeigt und sich dann ob der Schande mit Veronal vergiftet. Na hoffentlich hat der Herr Papa wenigstens das Scheiß-Blutgeld bekommen und einen Aufschub seiner Schande erhalten, denn Else hat ihr Wort gehalten und die 50.000 Gulden redlich für die Familie verdient. Wenn sie auch diese Peinlichkeit nicht ertragen konnte und sich entleibt hat. Was für ein tragisches Opfer, das Else in den letzten Sekunden ihres Lebens auch noch bereut!

    Fazit: Ein zeitloser Klassiker, der auch heute noch gut zu lesen und zu verstehen ist. Nicht deshalb, weil wir so etwas ohnehin heute auch noch verstehen können, sondern weil uns Schnitzler die Nöte und Ängste des Mädches derart nahezubringen vermag, dass das Mitfühlen und Verstehen ganz einfach gelingt.

  16. Cover des Buches Die Höhlenkinder Bd. 2 (ISBN: 9783423701419)
    Alois Th. Sonnleitner

    Die Höhlenkinder Bd. 2

     (3)
    Aktuelle Rezension von: JuliaO
    Eva und Peter suchen in einem verlassenen Hochgebirgstal in den Dolomiten Unterschlupf vor einem Gewitter. Dabei werden sie durch einen Erdrutsch von der Außenwelt abgeschnitten und sind völlig auf sich selbst gestellt. Sie leben in einer Höhle, lernen, sich Nahrung und Werkzeuge zu beschaffen, Feuer anzufachen und sich gegen Wetter und Raubtiere zu schützen. Ein Klassiker - und absolut toll geschrieben!
  17. Cover des Buches Liebe spricht nicht auf die Mailbox (ISBN: 9783752620306)
    Charly Renk

    Liebe spricht nicht auf die Mailbox

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Kati-Books

    Diese Geschichte ist eine Mischung aus Würzburg im Arbeitsmodus, Sankt Peter-Ording in Urlaubstimmung und die Dolomiten in Feierlaune.

    Seit neugierig  was es mit Lui, dem hinreißenden halb Schwede /halb Italiener, auf sich hat, der doch so gar kein Frauenverächter war; und wohin Caro immer so heimlich und für mehrere Wochen hin verschwindet. Und was hat es mit der Schmiedewerkstatt auf sich, die unter dem Loft von Luis Zuhause ist?
    Verändert Liebe einen Menschen und überwindet Liebe Hindernisse? Lui glaubt daran.

    Das Cover gibt schon so einiges Preis worum es in dem Buch mit der Geschichte über Caro und Luis geht, und über deren grösste Leidenschaften. 

    Hat das Herz und die Seele der Beiden noch eine wichtige Leidenschaft versteckt? Lasst eure Haut prickeln und den Wind um die Nase wehen und genießt einen leckeren Tropfen, wenn ihr in dieses Buch abtaucht und am liebsten immer weiterlesen möchtet, denn so erging es mir.
    Charly‘s unnachahmlicher Schreibstil fasziniert mich immer wieder und lässt mein Herz höher schlagen beim lesen, und alles um mich herum vergessen.

  18. Cover des Buches Die Kriege der Viktoria Savs: Von der Frontsoldatin 1917 zu Hitlers Gehilfin (ISBN: 9783218009911)
    Frank Gerbert

    Die Kriege der Viktoria Savs: Von der Frontsoldatin 1917 zu Hitlers Gehilfin

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Anchesenamun
    Ich habe ja schon viele Bücher über den Zweiten Weltkrieg und die Nazizeit gelesen, aber über den Ersten Weltkrieg weiß ich ehrlich gesagt nicht sonderlich viel. Dass es damals auch so genannte "Heldenmädchen" gab, also Frauen, die als große Ausnahmen im Militärdienst dienten, obwohl dies nicht vorgesehen war, fand ich sehr spannend. Deshalb wollte ich die Geschichte von Viktoria Savs unbedingt lesen.

    Es gibt zahlreiche (historische) Zeitungsberichte über diese Frau, die damals zur Heldin hochstilisiert wurde, letztendlich aber eine umstrittene Figur auch unter Militärangehörigen blieb. Sowohl im Ersten als auch Zweiten Weltkrieg war sie aktiv und wurde dort für Propagandazwecke "missbraucht" - oder auch nicht, denn so wie es aussieht, hat die kampfbegeisterte Viktoria selbst all die Heldengeschichten um ihre Person nur zu gerne in Umlauf gebracht bzw. bestätigt.

    Nun ist also der Journalist Frank Gerbert auf Viktoria Savs Spuren gewandelt. Gleich im Vorwort kam für mich das überraschende Eingeständnis, dass Gerbert lediglich den Versuch vornehmen kann, ein Bild von Viktoria Savs zu zeichnen. Ich hatte eigentlich vermutet, dass er mehr gesicherte Informationen über diese Frau zu bieten hätte und hier mit einer fundierten Biographie aufwartet. Dem ist jedoch nicht so, und so sind die meisten Geschichten rund um die Savs mit Vorsicht zu genießen, in einigen Teilen gibt es auch widersprüchliche Überlieferungen. Es muss also meist bei Mutmaßungen bleiben, was ich sehr schade fand. Immerhin ist der Autor aber diesbezüglich ehrlich, so dass man gleich zu Beginn weiß, worauf man sich beim Lesen einlässt.

    Gerber rekonstruiert also anhand von Zeitungsberichten, erhaltenen Dokumenten, bereits vorhandenen Recherchearbeiten und Gesprächen mit Zeitzeugen Viktoria Savs Leben und ihren Charakter. Viele Überlieferungen bleiben hierbei umstritten und gehören in den Augen des Journalisten eher in das Reich der Mythen. So ist es zum Beispiel fraglich, ob Viktoria Savs wirklich als Soldatin an der Front gekämpft hat oder lediglich niedrige Aufgaben übernahm, für die durchaus auch Frauen eingesetzt werden konnten. So gibt es gar einen Leserbrief von anderen Soldaten, denen die Heroisierung ihrer "Kameradin" in den Zeitungen so sauer aufstößt, dass sie behaupten, ihr wurde der Fuß völlig unprätentiös bei einer Sprengung von Felsgestein abgerissen, als die Dame gerade auf dem Lokus weilte...

    Die Frau, die der Leser kennenlernt, ist doch eher unsympathischer Natur. Viktoria war ein "Tomboy", verhielt sich Zeit ihres Lebens wie ein Mann, hatte vermutlich auch eine lesbische Beziehung mit einer jüngeren Frau, die sie offiziell nach dem Zweiten Weltkrieg adoptierte. Ihre Halbschwester, mit der sie jedoch kaum etwas zu tun hat, beschreibt Viktoria als herrisch, egozentrisch und wenig liebenswert. Dem Vater folgt sie begeistert in den Krieg, sie möchte unbedingt gegen die Italiener kämpfen. Auch nach dem Unfall, bei dem Viktoria einen Fuß verlor, wollte sie sofort wieder zurück an die Front. Später dann ließ sie sich nur allzu gern von den Nationalsozialisten einspannen und arbeitete u. a. als Spionin gegen ihre eigene Heimat. Ein Bild zeigt sie mit hohen Funktionären der gefürchteten Waffen-SS. Spätestens hier werden wohl alle Sympathien für sie verpuffen. So bezeichnet Gerber sie denn auch im seinem Schlusswort als "ebenso faszinierendes wie abstoßendes politisch-psychologisches Unikum".

    Die ersten Kapitel fand ich noch etwas holprig, ich kam nicht so recht in den Schreibstil hinein. Das mag aber auch daran liegen, dass ich erstmal dem Buch gegenüber negativ eingestellt war, nachdem ich gelesen hatte, dass es lediglich auf Rekonstruktionen und Mutmaßungen basiert. Im Laufe des Buches fand ich jedoch immer mehr hinein, und dann ließ es sich auch flüssig und durchaus unterhaltsam lesen. Gerber hat keinen nüchtern-sachlichen Stil, sondern einen lockeren, ja mitunter humorigen Erzählstil, der das Buch recht kurzweilig gestaltete.

    Alles in allem wird dem Leser hier eine interessante, wenn auch nicht gerade sympathische Persönlichkeit vorgestellt, von der leider noch zu viele Fakten im Dunkeln liegen, so dass man sich zusammen mit dem Autor oft mit Spekulationen zufrieden geben muss.
  19. Cover des Buches Speranza (ISBN: 9783852189413)
    Jeannine Meighörner

    Speranza

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Carol-Grayson


    Die Autorin beschreibt mit schlichten Worten, aber in fast poetischer Dichte, wie Hoffnung aus einem tatsächlich geschehenen Unglück entstehen kann. Am 09. Oktober 1963 wurde durch einen Bergrutsch in einen Stausee und die daraus resultierende Flutwelle die kleine italienische Stadt Longarone in den Dolomiten komplett ausradiert, mit Tausenden von Toten. Und wie immer ist es nicht nur eine Naturkatastrophe, sondern ein hausgemachtes Geschehen, das Profitgier und falsche Politik zu verantworten haben. Offenbar lernen die Menschen bis heute nichts daraus. Und damals wie heute ringen die Überlebenden um ihre Entschädigungen. 

    Das Buch trägt die biographischen Züge des jungen italienischen Paares Clara und Riccardo Fontanella, das als Gastarbeiter in Deutschland lebt. In einer Zeit, in der man mit harter Arbeit noch viel Geld verdienen konnte, in der Deutschland sich voll im Wirtschaftswachstum nach dem zweiten Weltkrieg befand. Doch das fleissige und einfache, bürgerliche Leben von Clara und Riccardo gerät durch diese Katastrophe aus der Bahn, Clara verliert ihr noch ungeborenes Kind, ihr Mann trauert noch jahrelang seinen toten Angehörigen nach. Clara wird später noch einmal mit einem Sohn schwanger, den sie Speranza (Hoffnung) nennt. Es bleibt ihr einziges Kind. Aber selbst das Leben des Sohnes wird von den Auswirkungen der lange zurückliegenden Katastrophe gezeichnet.

    Die Autorin beschreibt am Beispiel der Familia Fontanella und einiger anderer Überlebenden aus Longarone, wie Menschen sich nach einer solchen Tragödie wieder behutsam an den Alltag annähern. Dabei berücksichtigt sie die damals vorherrschenden Gegebenheiten und historische Fakten, ebenso wie den persönlichen Schmerz. Ein ganz besonders authentisches Buch, das zu Herzen geht. 
  20. Cover des Buches Bildschöne Dolomiten (ISBN: 9783765448249)
    Axel M. Mosler

    Bildschöne Dolomiten

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Chrisu
    Ein wunderschönes Buch über die Dolomiten.
  21. Cover des Buches Seeking Crystal (ISBN: 9780192793522)
    Joss Stirling

    Seeking Crystal

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Chianti Classico
    Crystal ist in einer großen Familie von begabten Savants aufgewachsen und hat stets darunter gelitten, dass sie nur eine kleine Gabe besitzt und noch dazu unfähig ist Telepathie zu benutzen. Sie hat sich immer ausgeschlossen gefühlt, doch als ihre Familie und die Benedicts sich einem gemeinsamen Feind stellen müssen, muss Crystal feststellen, dass sie vielleicht doch wertvoller ist, als sie gedacht hat...

    "Seeking Crystal" ist der dritte Band von Joss Stirlings Benedict Reihe und wird aus der Sicht von Crystal Brook erzählt.
    Es ist bereits ein paar Jahre her, dass ich das Buch auf Deutsch gelesen habe. Nachdem ich jetzt den Abschluss der Reihe "Summer Shadows" gelesen habe, bekam ich große Lust darauf meinen liebsten Band der Reihe nochmal auf Englisch zu re-readen.

    Was mir an "Seeking Crystal" besonders gefällt, ist die tolle Dynamik zwischen den Protagonisten Crystal und Xav. So habe ich es sehr genossen nochmal in ihre Welt einzutauchen und mitzuerleben wie die beiden zueinander finden. Ich mag alle Pärchen der Reihe total gerne, aber Xav und Crystal sind definitiv mein Lieblingspaar!

    Das liegt auch daran, dass ich Xav und Crystal als Protagonisten einfach genial finde! Crystal macht in der Geschichte eine großartige Entwicklung durch, denn von Selbstbewusstsein ist überhaupt keine Spur, als man sie das erste Mal kennenlernt. Mit Xav hat sie ihr perfektes Gegenstück gefunden und gemeinsam wachsen sie beide über sich hinaus. Xav muss man mit seinem tollen Humor einfach nur gernhaben, aber gemeinsam mit Crystal ist er unschlagbar!

    Fazit:
    "Seeking Crystal" bleibt definitiv mein Lieblingsband von Joss Stirlings Benedict Reihe und es hat mir so viel Spaß gemacht diesen nochmal zu lesen! Mir hat das Buch genauso gut gefallen, wie beim ersten Lesen, auch weil Crystal und Xav mein liebstes Paar der Reihe sind und ich viel Freude daran hatte, die beiden nochmal zu begleiten und zu sehen, wie sie zueinander finden!
  22. Cover des Buches Erlebnis Eggental (ISBN: 9783852565217)
    Andreas G. Hempel

    Erlebnis Eggental

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  23. Cover des Buches Südtiroler Almgeschichten (ISBN: 9783706624855)
    Irene Prugger

    Südtiroler Almgeschichten

     (2)
    Aktuelle Rezension von: leserin
    "Südtiroler Almgeschichten" ist sehr gut gelungenes Buch. Der Leser findet viele wahre Geschichten über das harte Leben auf Südtirols Almen. Vorgestellt werden kleine und große, touristische und verborgene, Genossenschafts- und private Almen, Almen mit Milchviehhaltung, Galtviehalmen, oder Almen, auf denen hauptsächlich Pferde, Ziegen, Schafe oder gar Yaks gehalten werden. Die Auswahl reicht von Hochgebirgsalmen im Norden und in den Dolomiten bis zu Almen mit südlichem Flair. Aufgelockert wird das Buch durch Interviews mit z.B. Reinhold Messner, Josef Zoderer, Käsespezialisten u.a. Großartige Fotos, von der Autorin selbst (teilweise von einem Fotografen) angefertigt, von der beeindruckenden Natur und den Bergen, sowie einmalige Menschenportraits zwischen den Berichten machen das Buch zu einem weiteren Highlight. Zu jeder Alm werden von Irene Prugger genaue Daten über Erreichbarkeit, ob sie bewirtschaftet oder privat geführt wird, über Verpflegung und weitere Besonderheiten angegeben. Besonders bei den Erzählungen über die Käseerzeugung und die gesamte Südtiroler Kulinarik lief mir das Wasser im Mund zusammen. Wer diesen speziellen Teil von Südtirol kennt oder noch besser kennenlernen möchte, sollte sich unbedingt dieses "Abenteuer-Buch" zu Gemüte führen.
  24. Cover des Buches Arrivederci, Roma! (ISBN: 9783548281438)
    Stefan Ulrich

    Arrivederci, Roma!

     (59)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    SZ-Mann Stefan Ulrich berichtet in seinem zweiten Buch von seiner Zeit als Auslandskorrespondent in Italien, von seiner sympathischen famiglia und von den Beneidungen seiner Kollegen in München, die meinen, Ulrich müßte im Paradies leben. Denkste! Er sieht auch die Schattenseiten der Stadt und ist dabei, die Faszination für diese einmalige Stadt zu verlieren, die ihn bei früheren Romreisen immer in ihren Bann geschlagen hat. Von den komischen Seiten des Lebens als "Halbrömer" berichtet er ebenso wie von ernsthaften Themen wie dem schrecklichen Erdbeben in L`Aquila, das Hunderte von Menschenleben kostete. Trotz allem bleibt Ulrich ein Glückspilz, der ein wunderbares Leben in einer atemberaubenden Stadt führen durfte!

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