Bücher mit dem Tag "dorf"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "dorf" gekennzeichnet haben.

1.357 Bücher

  1. Cover des Buches Wie die Luft zum Atmen (ISBN: 9783736303188)
    Brittainy C. Cherry

    Wie die Luft zum Atmen

     (1.020)
    Aktuelle Rezension von: PatriciaD

    Eine unglaublich herzzerreißende Geschichte. Noch nie habe ich ein Buch so schnell gelesen und war gleichzeitig traurig als auch gerührt über das Ende. Die Protagonisten füllten die Geschichte genauso gut aus wie mein Herz. 

  2. Cover des Buches Die Chemie des Todes (ISBN: 9783499256462)
    Simon Beckett

    Die Chemie des Todes

     (7.230)
    Aktuelle Rezension von: Chrilia

    „Die Chemie des Todes“ ist der erste Teil der David Hunter Reihe und gleichzeitig auch das erste Buch, dass ich von Simon Beckett gelesen habe. Der Schreibstil des Autors gefällt mir sehr gut. Er ist sehr detailreich, vor allem, wenn es um die Beschreibung von Leichen und Tatort geht, aber auch sehr spannend. Das Buch wird aus mehreren Perspektiven erzählt, dies sind die Perspektive von David Hunter, den potentiellen Opfern und die Täterperspektive. Bei der Perspektive von David Hunter gefällt mir vor allem gut, dass einige Ereignisse wie aus einem Tagebuch berichtet werden, als würde er das erlebte gerade aufschreiben oder rekapitulieren. David Hunter als Charakter gefällt mir sehr gut. Nach einem einschneidenen Erlebnis in seiner Vergangenheit, hängt er seinen früheren Beruf an den Nagel und wird Arzt in einem kleinen Dorf.  Gut in der Story gefällt mir auch, dass hier die Ermittlungen aus Sicht eines Rechtsmediziners beschrieben werden und nicht die Polizei in diesem Sinne im Fokus steht. Hier gibt es einige detaillierte Beschreibungen der Toten, die nicht jedermanns Sache sein müssen. Ich fand die Arbeit von David Hunter aber sehr spannend, vor allem woran er die Tote identifizieren konnte. Aber auch das Drumherum gefiel mir sehr gut. Der Autor beschreibt hier sehr gut, wie die Mentalität einer Ortschaft sich verändert, wenn ein Mörder unter ihnen zugange ist und somit das Misstrauen der Leute geweckt wird. Alles in allem ist das Buch ein sehr spannender Auftakt einer Reihe, die ich auf jeden Fall weiterverfolgen möchte.

  3. Cover des Buches Children of Blood and Bone – Goldener Zorn (ISBN: 9783841440297)
    Tomi Adeyemi

    Children of Blood and Bone – Goldener Zorn

     (460)
    Aktuelle Rezension von: BookAddicted

    Seit der Blutnacht hat sich Orisha verändert. Die Magie ist fort und ihre zurückgebliebenen Kinder werden wie Sklaven behandelt. Zelie ist eine davon. Während sie noch immer den Tod ihrer Mutter zu verarbeiten versucht, muss sie sich auch in einem Leben voller Unterdrückung zurecht finden.
    Ein Leben, das sich von jetzt auf gleich ändert, als ein unverhoffter Verbündeter ihr die Möglichkeit bietet, die Magie zurückzuholen.
    Doch können sie allen Widrigkeiten trotzen oder wird König Saran erneut gewinnen? Und welchen Preis sind sie bereit zu zahlen?


    Zu Beginn dauert es recht lange, bis man sich in Zelies Welt zurecht findet und mit ihr warm wird. Vieles ist sehr neu und abstrakt für den Leser und auch Zelie hat so ihre Eigenheiten, mit denen man sich erst anfreunden muss.
    Dennoch ist der Einstieg in die Geschichte gut gewählt, da man zum Einen den Widerstand der jungen Divines und gleichzeitig die Unterdrückung erfährt.
    Sobald die Handlung an Fahrt aufnimmt und man sich in Orisha zurechtfindet, kann man sich dann kaum noch vom Buch lösen. Die Mischung aus Mythologie und Politik, Militär und Monarchie ist faszinierend. Passenderweise hat die Autorin gleich mehrere Figuren als Erzähler erwählt, sodass man sowohl die einzelnen Sichtweisen versteht, als auch diese Welt viel besser begreifen kann. Und man wird dadurch noch tiefer in diese Welt hineingesogen.
    An manchen Stellen kommen die Perspektivwechsel zu schnell und gerade die ein- bis zweiseitigen Kapitel stören ein wenig den Lesefluss, aber oftmals liegt der Grund für dieses jeweilige Kapitel auf der Hand und bereichert die Geschichte.
    Der Autorin gelingt es, geschickt die Mythologie mit Spannung zu verweben und ihr einen Hauch der Realität zu verpassen. So ist es vor allem Zelie, die an die Götter glaubt, während andere ihre Existenz anzweifeln. Eine Mischung, die es auch in der realen Welt gibt. Dadurch fühlt sich diese Welt noch viel echter an und kann einen noch stärker berühren. Zumal die Autorin auch offen anspricht, dass Erfahrungen mit Rassismus in dieses Buch eingeflossen sind und der Roman Menschen zum Umdenken bewegen soll. Denn Rassismus ist ein großer Makel vom Königreich Orisha.
    Die Figurenkonstellation ist geschickt gewählt, da man gefühlt alle vertretenen Sichtweisen erfährt und einen vollumfänglichen Blick von Orisha bekommt. Gleichzeitig kann man die Figuren ins Herz schließen - manche mehr, manche weniger und man bangt, lacht und weint mit ihnen. Gerade das Verhältnis zwischen Zelie und ihrem Bruder Tzain ist sehr berührend und realistisch. Auch sind die Figuren sehr vielschichtig, was sie noch realer wirken lässt.

  4. Cover des Buches Die Bücherdiebin (ISBN: 9783570403235)
    Markus Zusak

    Die Bücherdiebin

     (4.581)
    Aktuelle Rezension von: Krizzy

    Zusammenfassung

    Liesel klaut Bücher. Liesel lebt für Bücher. Doch in Nazi-Deutschland ist das Leben nicht so leicht. Der Tod erzählt uns ihre Geschichte.


    Rezension

    Wow. Was für ein Ende. Ich möchte nicht Spoilern, aber das Buch ist nicht umsonst ein Beststeller. Ein Meisterwerk mit den Themen Freundschaft, Liebe, Leidenschaft. Dazu im krassen Gegenzug der Hass der Nazis, der Mangelwirtschaft des Krieges und die Zerstörung. Und zu alles Überfluss wird die Geschichte von niemand geringerem Erzählt als vom Tod himself!


    An die Erzählform muss man sich allerdings erstmal gewöhnen. Geschmückt von unzähligen Metaphern, wirft der Tod ständig Erklärungen und Anmerkungen in den Text. Hat ein wenig gedauert, bis ich mich daran gewöhnt hatte. Anfangs dachte ich, mein Buch sei ein Mängelexemplar, dass komische Kommentare enthalten hatte :-)

    Außerdem fand ich doof, dass uns der Tod selbst immer wieder gespoilert hat. Aber das tat er wohl absichtlich...


    Soviel dazu, dass ich das Buch großartig fand. Jetzt zum schrecklichen Teil: Der Krieg, die Verfolgung und die Massenmorde. Die Kriegsjahre 1939 bis 1945 sind und bleiben ein schwarzer Fleck in der Geschichte Deutschlands. Hoffentlich wird sich ein solches Ereignis wie wiederholen.


    Es gab in der Geschichte auch mal längen. Den ein oder anderen Raubzug hätte man wohl weglassen oder verkürzt erzählen können. Dennoch ist und bleibt es ein Wunderwerk der deutschen Literatur.

  5. Cover des Buches Neon Birds (ISBN: 9783404200009)
    Marie Graßhoff

    Neon Birds

     (434)
    Aktuelle Rezension von: Resi_liest

    Auch mal wieder eine wahre SuB-Leiche, die endlich von mir gelesen wurde. Die Story konnte mich durchaus überzeugen, allerdings war ich nach dem Lesen doch etwas zweigespalten, was die Bewertung betrifft.

    Erstmal muss man natürlich die Gestaltung des Buches würdigen. Die Charakterzeichnungen und Auszüge aus diversen Akten im Buch sind ein richtiger Hingucker und machen das Leseerlebnis auf jeden Fall zu etwas Besonderem.

    Die Charaktere sind authentisch gezeichnet, auch wenn ich am Anfang etwas Zeit gebraucht habe, um alle auseinanderhalten zu können. Das Buch ist aus unterschiedlichen Perspektiven geschrieben, sodass man immer wieder spannende Einblicke in die Geschichte aus unterschiedlichen Richtungen erhält und durch fiese Cliffhanger am Kapitelende die Spannung aufrecht erhalten wird. Dadurch erfährt man aber auch nicht super viel über alle wichtigen Personen und manchmal wirkte das Verhalten der Personen etwas distanziert auf mich, da ich es nie geschafft habe, wirklich eine Bindung zu jemandem aufzubauen, da dann die Sichtweise schon wieder gewechselt wurde.

    Die Story erinnert zuerst an eine typische Science Fiction Geschichte, aber die Technologie-Aspekte haben ihr dann aber den gewissen Touch verliehen. Ich fand das Konzept an sich total spannend und auch erschreckend und habe den Plot interessiert verfolgt. Mir ist aber irgendwie am Ende zu wenig bei rumgekommen. Für fast 500 Seiten war mir die Handlung dann doch etwas zu wenig und auch wenn es eine Trilogie ist, hätte nach meinem Geschmack doch ein bisschen mehr passieren können, so wirkt es, nach dem Lesen betrachtete, doch sehr langatmig, was beim Lesen nur durch den flüssigen Schreibstil wett gemacht wurde.

    Fazit; eine tolle Idee mit interessanten Ideen, mir jedoch etwas zu wenig Inhalt, zu wenig Charaktertiefe, als dass ich das Buch wirklich als Highlight betiteln könnte.

    Gesamt: 3,5/ 5 Sterne

  6. Cover des Buches Das Lied der Dunkelheit (ISBN: 9783453524767)
    Peter V. Brett

    Das Lied der Dunkelheit

     (1.176)
    Aktuelle Rezension von: Damaris_E_Moreau

    Empfehle ich das Buch? Ich bin zwiegespalten.

    Der Einstieg fiel mir nicht ganz so leicht. Es kommen gleich zu Anfang viele Ortsnamen vor und diese sind etwas seltsam, meiner Meinung nach. Vieles liegt vermutlich aber an der Übersetzung vom Englischen ins Deutsche.

    Das Buch wirkt auf mich jedenfalls eher wie ein Jugendroman. Die Protagonisten sind sehr jung und manchmal verhalten sie sich seltsam. Ständig spuckt wer herum, sie spucken sich sogar gegenseitig an oder verprügeln sich. Oft konnte ich die Handlungsweisen nicht nachvollziehen. Wo wir auch schon bei der Handlung selbst sind: Der Großteil des Buches dreht sich um die Sorgen und Probleme der sehr jungen Protagonisten und ich musste mich fragen, wann die Geschichte endlich zum Punkt kommt.

    Geschrieben ist das Buch im auktorialen Erzählstil, den ich nicht besonders mag. Aber das ist wahrscheinlich auch Geschmackssache.

    Die Welt ist eigentlich recht cool. Die Idee der Dämonen finde ich faszinierend und die Kämpfe sind auch gut. Gut gefallen hat mir das Ende und ich denke, ich werde mir die nächsten Bände dann doch noch aus der Bücherei ausleihen.

     

  7. Cover des Buches Die Zahlen der Toten (ISBN: 9783596512416)
    Linda Castillo

    Die Zahlen der Toten

     (768)
    Aktuelle Rezension von: IchLeseGerneUndDu

    Ich möchte vorab nicht unerwähnt lassen, dass es in diesem Buch einige unschöne, brutale, blutige, bestialische Szenen gibt.

    So harmlos das Cover erscheint, so brutaler geht es auf den ersten Seiten zur Sache. Obwohl die Szenen nicht detailliert beschrieben sind, springt das Kopfkino mächtig an. Ja, man leidet nahezu mit. Schon bald tritt dann auch die Hauptprotagonistin, Kate Burkholder, auf, die erst im Laufe der Geschichte nahbar wird. Ihre Vergangenheit zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte, so dass die Spannung immer gleichbleibend wirkt. Ermittlerische Verstärkung erhält sie durch John Tomasetti, der ebenfalls eine bewegte Vergangenheit hat. Die beiden kommen sich zwar näher, aber diese Liebelei steht nie im Vordergrund. Es ist nach all den brutalen Szenen eher als Entspannung zu betrachten. Linda Castillo versteht es, die Polizeichefin als Hauptperson darzustellen, aber das Geschehen nie ausser Acht zu lassen. Durch den prägnanten Schreibstil wollte ich immer mehr wissen und konnte das Buch kaum aus den Händen legen.

    Ich freue mich schon auf den Nachfolgeband, der bereits für mich bereit liegt.


  8. Cover des Buches Das Dorf (ISBN: 9783596198344)
    Arno Strobel

    Das Dorf

     (392)
    Aktuelle Rezension von: quer_shelf_ein

    Inhalt: Der Journalist Bastian Thanner bekommt einen unerwarteten Anruf seiner Ex-Freundin Anna, die ihn vor drei Monaten nach nur vier Wochen Beziehung verlassen hat. Durch die schlechte Verbindung ist alles was Bastian verstehen kann, dass Anna Todesangst hat und der Name eines Dorfes.
    Kurzerhand ruft er seinen Freund, den neurotischen Fotografen, Safi an und gemeinsam machen die beiden sich auf Anna zu retten.
    In dem seltsamen, weit angelegenem Dorf angekommen beginnt für Bastian der Albtraum: düstere Gestalten, schwarze Messen, das Verschwinden von Safi und die Begegnungen mit angeblich längst Verstorbenen... oder sind dies doch alles nur Wahnvorstellungen?

    [enthält SPOILER!]

    Meinung: Das Dorf ist mein erster Titel von Arno Strobel und war direkt von der Idee einer Sekte und ihren dunklen Zusammenkünften angetan... leider konnte der Thriller meine Erwartungen absolut nicht erfüllen.
    Bastians Story in dem Dorf und der sich ständige wiederholende Wechsel zwischen vermeintlichen Wahnvorstellungen und der Realität haben sich für mich leider gezogen wie altes Kaugummi, so dass ich recht schnell nur noch ungeduldig und genervt war.

    Das Motiv und die Auflösung am Ende sind für mich absolut an den Haaren herbeigezogen - eine große Gruppe Menschen findet sich zusammen, um den Sohn eines extremen Sadisten über Tage hinweg durch ausgeklügelte Verwirrspiele in den Wahnsinn zu treiben und so dazu zu bringen seinen besten Freund zu ermorden. Dafür richten sie sogar ein komplett verlassenes Dorf wieder her, um es bewohnt erscheinen zu lassen... und das alles, um den Sohn wegsperren zu lassen, für den Fall er habe die bösen Gene seines Vater geerbt.

    Also ich weiß ja nicht.

  9. Cover des Buches Ein Käfig aus Rache und Blut (ISBN: 9783959912914)
    Laura Labas

    Ein Käfig aus Rache und Blut

     (335)
    Aktuelle Rezension von: Bellchen2905

    Cover:

    Sorry, aber ich finde es wirklich nicht schön. Wenn mir der Drachenmondverlag das nicht in einer Box geschickt hätte, hätte ich es nie zur Hand genommen. Nicht nur das ich eigentlich weniger Menschen auf Covern mag. Aber so...


    Inhalt:

    Alison's Familie wird von Königsdämonen umgebracht, ist schwört Rache und lässt sich von Ihrer Tante zur Jägerin ausbilden. Wird aber eines Tages aus Dummheit von einem Dämon gefangen genommen und so kommt eins zum anderen. Letztendlich geht sie einem Pakt mit dem Anführer der Dämonen aus Ihrer Stadt ein. 


    Fazit: 

    Anfangs bin ich mit Alison gar nicht warm geworden. Als Kind war sie mir zwecks den Büchern noch ganz sympatisch aber als Erwachsene finde ich sie einfach Naiv und furchtbar überheblich. Das ändert sich aber mit der Zeit etwas vor allem nach dem Ortswechsel. Gareth und Noah sind mir eher sympatischer. Die letzten Kapitel auch mit den Formwandlern fand ich schon spannender und freie mich auf den zweiten Band. 

  10. Cover des Buches Those Girls – Was dich nicht tötet (ISBN: 9783596034703)
    Chevy Stevens

    Those Girls – Was dich nicht tötet

     (271)
    Aktuelle Rezension von: Ellen784

    Hallo Ihr Lieben, 

    wenn eines klar ist, dann das dieses Buch nichts für schwache Nerven ist oder aber Opfer von sexueller Gewalt, denn dieses Thema spielt die Hauptrolle in diesem Buch. Es geht hier um drei Schwestern, welche wir auf ihrem Lebensweg begleiten. Die drei müssen früh lernen, auf eigenen Beinen zu stehen. Durch ein Unglück, sind sie gezwungen zu fliehen und geraten in die die Hölle. Sie können ihr zwar entkommen aber sind geprägt. 

    Die erste Hälfte war absolut brutal...pure Gewalt. Die Mitte zog sich für meinen Geschmack und das Ende war für mich fast eine Wiederholung vom Anfang. Es war vorhersehbar was passiert und für mich somit nicht mehr spektakülar. Ich habe die letzten seiten auch nur noch überflogen, weil es mich gelangweilt hat. Leider...

    Das ist das zweite Buch der Autorin, welches ich gelesen habe und ich bin nur sehr semi begeistert. 

    Gefallen hat mir tatsächlich der Zusammenhalt der Geschwister. Die Liebe und den Respekt den sie sich entgegengebracht haben. 

    Für einen Thriller einfach zu "unspannend". Die Story liest sich flüssig weg, dass wars aber dann auch schon fast. Empfehlen kann ich das Buch leider nicht. Viele Grüße

  11. Cover des Buches Alte Sorten (ISBN: 9783832165307)
    Ewald Arenz

    Alte Sorten

     (324)
    Aktuelle Rezension von: Vivi_pcl

    Ein Buch, welches mir die gemeinsamen Unterschiede von Einsamkeit und Zusammenhalt, Stille und Lärm, Liebe und Hass hervorragend aufgezeigt hat: Das ist definitiv „Alte Sorten“ von Ewald Arenz. Auch wenn der metaphernreiche Schreibstil zu Beginn sehr ungewohnt für mich war, konnte ich mich schnell in den Roman reinfitzen und habe die Kapitel beinahe wie die Luft zum Atmen eingesaugt. Während mir Liss mit ihrer ruhigen und tiefgründigen Art sofort sympathisch war, brauchte ich bei Sally‘s chaotischem Dasein ein bisschen länger. Zusammen ergaben die beiden eine heftige Portion von Authentizität, die man sich im realen Leben kaum vorstellen kann. In den herbstlichen, warmen Tage im September webt sich ein untrennbares Geflecht zwischen den beiden, grundverschiedenen Frauen, die doch gleichzeitig mehr gemeinsam haben, als am Anfang zu ahnen ist. Mit den bildhaften Beschreibungen, schafft es Ewald Arenz, dem Leser ein unverwechselbares Bild von herbstlicher Romantik zu liefern.

  12. Cover des Buches Gebannt - Unter fremdem Himmel (ISBN: 9783841503138)
    Veronica Rossi

    Gebannt - Unter fremdem Himmel

     (1.122)
    Aktuelle Rezension von: EllaVins

    Der Schreibstil ist überzeugend gelungen, die Figuren werden sehr gut eingeführt, haben eine plausible Charakterisierung und sind Sympathieträger. Durch und durch hat das Buch vieles richtig gemacht und stellt eine wundervolle Mischung dar. Es gibt genügend Spannung und Action, diese wird detailliert, aber nicht zu viel beschrieben. Auch die Eindrücke und Gefühle der Protagonistin Aria sind durchweg nachvollziehbar. Und auch die aufbauende Liebesgeschichte passt perfekt in das Setting. Es wirkt nicht gewollt aufgezwungen, sondern fließt nebenher und erkämpft sich langsam eine hohe Bedeutung im Buch.

    Meine Kritik gilt dem Anfang. Es hätte nicht ganz so lang sein müssen, als wirklich störend empfand ich es jedoch nicht.

    Fazit: Das Buch eignet sich für viele verschiedene Lesetypen. Es hat alles, was es braucht, angefangen bei der Spannung und aufgehört bei der Liebe. Trotzdem ist es weder kitschig noch aufgezwungen.

    Persönlich besonders hervorheben möchte ich, dass das Buch einen unglaublichen Leseflow bei mir bewirkt hat. Zeit und Raum habe ich völlig vergessen. Ich greife immer wieder mal zu diesem Buch, weil ich weiß, dass es auch beim erneuten Lesen einen fesselt und überzeugt.

  13. Cover des Buches Splitterherz (ISBN: 9783839001424)
    Bettina Belitz

    Splitterherz

     (1.743)
    Aktuelle Rezension von: Oktodoc

    Das Buch ist mal eine nette Abwechslung zu den ständigen Vampiren. Ich konnte es kaum weglegen. Die Charaktere sind sehr spannend aber etwas fad.

    Was mich hier gestört hat war, dass lange Zeit gar nichts passiert, es ist ein ständiges hin und her. Auch gibt es wenig zur Außenwelt des Charakters.

    Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt wie es in Teil 2 weitergeht.

  14. Cover des Buches 1Q84 (Buch 1, 2) (ISBN: 9783442743629)
    Haruki Murakami

    1Q84 (Buch 1, 2)

     (723)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Es sind zwei Monde, oben am tiefblauen Himmel. Zwei Monde, die daraufhin weisen, dass es nicht das Jahr 1984 ist, in dem wir uns befinden. Zumindest nicht das "normale" 1984. Das 1984, das wir kennen. Wir sind falsch abgebogen, in einen falschen Zug gestiegen, bei dessen Schienen eine Weiche umgestellt wurde, so dass wir jetzt woanders sind, in einer anderen Welt. In 1Q84. Doch wir sind nicht alleine. Wir sind nicht die einzigen, deren Welt, deren Leben, sich in einem einzigen Moment völlig verändert. Auch Tengo findet sich in 1Q84 wieder. Tengo, Mathematiklehrer und aufstrebender Autor, der sich dazu bereit erklärt hat, das Manuskript der 17-jähiren Fukaeri so zu überarbeiten, dass der Jury gar nichts anderes übrig bleibt, als ihr den begehrten Literaturpreis eines renommierten Magazins zu verleihen. Und auch Aomame muss sich mit dem Leben in 1Q84 arrangieren. Eigentlich ist sie Fitnesstrainerin, doch nebenbei empfiehlt sie sich als Auftragskillerin, die die Männer misshandelter Frauen für ihre begangenen Taten bestraft. Ihr nächster Auftrag wird dabei auch ihr Letzter sein, denn die Gefahr, in die sie sich dafür begibt, kann größer kaum sein. Weder Tengo, noch Aomame ahnen, welche gravierenden Folgen ihre Entscheidungen und Handlungen in 1Q84 nach sich ziehen und in welchem unglaublichen Kosmos sie sich befinden. Denn nicht nur die veränderte Realität stellt eine Herausforderung für die beiden dar, sondern eine Reihe weiterer Gefahren wartet auf sie. Bereit zuzuschlagen. Da sind die Vorreiter, eine anfangs politische Gruppe, die sich, völlig radikalisiert, zu einer fanatischen religiösen Sekte entwickelt hat.  Da ist ein alt eingesessener Professor, der insgeheim seine eigenen Ziele verfolgt. Und da sind die „Little People“, eine unbekannte Macht, kraftvoll und undurchsichtig, die scheinbar überall ihre Fäden zieht und mysteriöse Puppen aus Luft spinnt. Es ist schwer in Worte zu fassen, dieses 1Q84, dieses unglaubliche Universum, in das Murakami den Leser rückhaltlos zieht. Dabei handelt es sich bei 1Q84, anders als vielerorts vermutet, nicht etwa um eine Parallelwelt zu der unseren, sondern schlichtweg um eine Veränderung der Realität, einer Weiche, die umgestellt wurde. Die Frage, welche Entscheidungen und Handlungen  zu der Umstellung der Weiche führen, ist eine der spannendsten des gesamten Romans. Ist eine Art Strafe für moralische Vergehen, ganz im Sinne von Kafka’s Prozess? Ist es purer Zufall, dass sowohl Tengo, als auch Aomame in dieser Welt gelandet sind ? Oder ist es vielmehr ihre Liebe, die die beiden, obwohl sie sich Jahre lang nicht mehr gesehen haben, gemeinsam hineinwirft in diese gefährliche, undurchsichtige Welt? Die Sprache ist typisch Murakami – bildhaft, metaphorisch, geladen. In alt üblicher Manier schildert der Autor diese Welt so detailreich, so fantastisch, dass man gar nicht in der Lage ist, die Existenz von Dingen wie den „Little People“ in Frage zu stellen. Dass man niemals anzweifeln würde, dass durch das Spinnen einer Puppe aus Luft eine gewaltige Explosion entstehen kann. Dabei spannt Murakami den Bogen weit über aktuelle Themen wie Politik, Religion, die Rolle von Sekten, Literatur und Musik – alles taucht auf im Kosmos von 1Q84. Da wird sich auf von Wittgenstein berufen, auf Jung, Platon und Aristoteles. Es wird Proust gelesen und Schallplatten der 50er gehört. Und es wird Orwell zitiert. Immer wieder rückt dessen Dystopie "1984" in den Fokus, so dass die Parallelen unvermeidbar werden. Der "Big Brother" und die "Little People" - beide kontrollieren sie, beide bewachen sie. Doch im Gegensatz zu dem "Big Brother", der alles von oben in seinem alles überschauenden Blick hat, agieren die "Little People" in kleineren Dimensionen, bewachen von innen, direkt aus der Gesellschaft heraus. Es ist keine Frage: 1Q84 ist ein unglaubliches, ein mitreißendes Buch. Es ist eine Art Dystopie und gleichzeitig eine Geschichte über Mut, Freundschaft  und bedingungsloses Vertrauen. Und es ist eine Geschichte über Liebe. Über grenzenlose, Jahre überdauernde Liebe. Über zwei Menschen, die sich durch nur einen einzigen Moment ein Leben lang verbunden fühlen und einander nicht aufgeben. Zugegeben, Sie müssen sich darauf einlassen, auf die Reise in die Welt von 1Q84. Doch haben Sie dies getan, werden Sie dieser Welt nicht mehr so schnell entfliehen können. Die gut 1000 Seiten lesen sich dabei wie im Flug und der unglaubliche (unglaublich böse) Cliffhänger am Ende von Buch 2 wird sie direkt zu Buch 3 greifen lassen. Neben "Hard boiled wonderland und das Ende der Welt" für mich der beste Murakami!                            

  15. Cover des Buches Was man von hier aus sehen kann (ISBN: 9783832164577)
    Mariana Leky

    Was man von hier aus sehen kann

     (731)
    Aktuelle Rezension von: saphira13

    Da ich viele kenne die auf dieses Buch schwören musste ich „Was man von hier aus sehen kann“, natürlich auch mal lesen. Die Geschichte handelt über das Dorfleben von Luise. Sie selbst erzählt über wichtige Ereignisse ihres bisherigen Lebens.

    Dabei trifft man auf die abergläubische Elsbeth, den Weltreisenden Vater, den buddhistischen Frederick und auf viele mehr.

    Und man trifft auf die alte Selma, immer wenn sie von einem Okapi träumt stirbt ein Dorfbewohner.

    Man sieht: Es sind ziemlich einzigartige Charaktere die genau mit ihren unterschiedlichen Ticks beschrieben werden. Die Geschichte spielt in mehreren Zeitebenen, die vor allem im ersten Teil oft wechseln. Ich spürte die Lust und Cleverness, wie die Geschichte erzählte wurde. Wortspiele, steinalte Hunde und Fledermausherzen … Ich denke man sollte ohne zu viel darüber zu wissen in das Lesen eintauchen.

    Mir hat dieses bodenständige, zum Teil aber auch leicht magische Buch mit seinen skurrilen Personen sehr gefallen. Ich würde 84/100 Sternchen vergeben.

  16. Cover des Buches Der Wal und das Ende der Welt (ISBN: 9783596523047)
    John Ironmonger

    Der Wal und das Ende der Welt

     (414)
    Aktuelle Rezension von: Uli_liest

    Ein sehr bewegendes Buch über die Menschlichkeit mit aktuellen Themen wie Pandemie und Wirtschaftskrise.

    In einem Dorf in England liegt ein nackter Mann am Strand und dieser wird von Bewohnern des Dorfs gerettet. Der gestrandet Mann ist der zentrale Charakter des Buchs.

    Es ist ein sehr lesenswertes Buch über ein mögliches Ende der Welt und wie die Menschen mit dieser Situation umgehen. 

    Es ist fesselnd, rührend und ergreifen.

    Ich kann es nur jedem empfehlen zu lesen. 

  17. Cover des Buches Unbarmherzig (Ein Gina-Angelucci-Krimi 2) (ISBN: 9783548290973)
    Inge Löhnig

    Unbarmherzig (Ein Gina-Angelucci-Krimi 2)

     (262)
    Aktuelle Rezension von: Simi159

    Wer die Tino Dühnfort Reihe von Inge Löhnig kennt, der kennt auch Gina Angelucci. Sie ermittelte mit Tino zusammen, dann wurden sie ein Paar und Eltern. Jetzt leitet sie die Abteilung für Cold-Cases der Münchner Kripo und hat ihre eigene Reihe…ja auch im deutschen Krimi gibt es Spin-Offs. 

    Unbarmherzig ist der zweite Fall für Gina, die frisch aus der Elternzeit zurück sich um einen Fall in Altbruck kümmern muss. Dort werden in einer Kiesgrube zwei Leichen gefunden, die schon mehrere Jahrzehnte vergraben waren. Eine davon stammt aus dem Baltikum, doch die Intensität bleibt ein Rätsel. Waren es zwei Zwangsarbeiter, die in der ehemaligen Munitionsfabrik dort gearbeitet haben? 

    Gina möchte den Mörder finden und durch die Klärung der Identität für eine, wenn auch späte Totenruhe sorgen. Doch ich allen in Altbruck gefallen die Ermittlungen und vielen Fragen nach der Vergangenheit….


    Fazit: Wie auch schon in der Reihe um Tino Dühnfort, erzählt Inge Löhnig auch in dieser Reihe in einen ruhigen und gelassenen Ton. Eher wie ein friedliches Plätschern baut sich Kapitel für Kapitel Spannung auf. Stück für Stück deckt Gina Angelucci den alten Fall auf und bastelt die einzelnen Teile zusammen. 

    Eingeschobene Rückblicke nehmen die Leser immer wieder mit ins Jahr 1944 und lassen so die Zusammenhänge besser verstehen und sorgen gleichzeitig für Spannung wegen falscher Fährten und überraschender    Wendungen.


    Die Charaktere sind sympathisch und auch in ihrem Handeln authentisch. Wer Gina mag, wird auch die Reihe um Tino Dühnfort mögen. 


    Ich hätte diesen Spinn-Off generell nicht gebraucht, für mich kann auch ein Paar weiter ermitteln…egal, für Unbarmherzig gibt es 


    4 STERNE.

  18. Cover des Buches Rocky Mountain Lion (ISBN: 9783906882048)
    Virginia Fox

    Rocky Mountain Lion

     (208)
    Aktuelle Rezension von: KerstinMC

    Auf dem Cover sieht man sehr schön einen wichtigen Bestandteil der Geschichte. Wie der Titel „Rocky Mountain Lion“ schon verrät geht es um den Puma bzw. Berglöwen. Das Tier liegt im unteren Bereich des Bildes ganz entspannt, doch im Buch kommt es nur als Wildtier vor. Auf der anderen Seite deuten kleine Accessoires auf die Jahreszeit hin. Es liegt Schnee in Independence. Ich finde es immer wieder schön, wie hier kleine Details vom Inhalt der Geschichte einen Platz auf dem Cover erhalten.

    Rocky Mountain Lion ist das 9. Hörbuch der Rocky Mountain Reihe. Inzwischen sind 11 Bücher der Reihe eingesprochen und es werden noch einige folgen. Für mich ist diese Reihe genau das richtige, um nebenbei an meinem Schreibtisch zu sitzen und zu basteln. Oder es ist auch gerne ein Begleiter bei einsamen Waldspaziergängen, wobei ich da lieber ein Buch in der Hand halte, um die Natur hören zu können.

    Hörbücher und ich sind seit Kindertagen die besten Freunde und ich kann Stunde um Stunde mich von einer angenehmen Stimme berieseln lassen. Diese habe ich in Karoline Mask von Oppen gefunden. Wie du ganz unweigerlich bei mir schon mitbekommen hast. So hat die Reihe von Virginia Fox bei mir erst eine Chance bekommen. Für alle eine Win Win Situation. Ich weiß jeden Monat was für ein Hörbuch ich mir kaufe. Ich bin gespannt ob das Einsprechen im aktuellen Tempo weitergeht.

    So, aber nun zum aktuellen Hörbuch. Wie oben schon erwähnt spielt der Puma eine ganz wichtige Rolle. Er lebt in den Rocky Mountains noch in freier Wildbahn. Die Ethologin Quinn auf der Lone Wolf Ranch folgt einer Berglöwin durch den Schnee, um ein Bewegungsmuster zu erstellen und das wunderbare Tier abzulichten. Ihr Kollege Archer ist ebenfalls auf der Fährte der Berglöwen, doch aus einer ganz anderen Motivation heraus. 

    Quinn und Archer sind die Protagonisten des Hörbuchs und stehen sich selbst im Weg. Ihre Annäherungsversuche sind amüsant anzuhören und so vergehen die Stunden im Nu. Wie gewohnt ist in der Geschichte auch ein gewisser Spannungsmoment mit eingebaut. Den kannst du dir durch die Inhaltsangabe weiter unten am besten selbst zusammen reimen.

    Für mich war es ein spannendes Hörbuch. Ich habe die Bewohner von Independence inzwischen lieb gewonnen und freue mich jeden Monat auf eine Rückkehr in die Rocky Mountains. Wer auf romantische Serien mit spannenden Elementen steht ist hier genau richtig. Theoretisch ist jedes Buch eine in sich abgeschlossene Geschichte, allerdings werden nebenbei die früheren Liebespaare wieder aufgegriffen und deren Leben weiter erzählt. Wie es halt klassisch für eine Serie ist, die irgendwann süchtig macht. Mich hat die Serie als Unterhaltung für Zwischendurch einfach gepackt und nichts ist besser, als stundenlang dem Hörbuch am Stück lauschen zu können während man über die Autobahn fährt. Von mir gibt es eine klare Hör- bzw. Leseempfehlung. Es macht einfach Spaß.

  19. Cover des Buches Tanz auf Glas (ISBN: 9783426512814)
    Ka Hancock

    Tanz auf Glas

     (422)
    Aktuelle Rezension von: lyla_2912

    *Tanz auf Glas* hat mir als Taschenbuch leider nur mittelmäßig gefallen. Es ist schön gestaltet und gut geschrieben, jedoch auch sehr schwermütig und wirkt zeitweise überlastet mit Problemen der Charaktere. 

    Zu Beginn hat mir die Geschichte recht gut gefallen, als dann jedoch die Vergangenheitskapitel hinzukamen, die meiner Meinung nach für den Verlauf der Geschichte völlig unerheblich waren, verlor ich die Lust an der Geschichte. 

    Auch die Hintergrundgeschichten der jeweiligen Charaktere waren mit etwas zu überladen mit gesundheitlichen Problemen und zogen sich wie ein dunkler Faden durch die ganze Geschichte. 

    Die Hauptidee und der Schreibstil haben mir gefallen, aber für die Fülle des Buches fanden sich leider zu viele, die Lücken füllenden Stellen, die leider kaum etwas für den Zauber der eigentlichen Geschichte getan haben. 

    Die Charaktere wirkten zeitweise sehr naiv auf mich und die Gespräche waren meist oberflächlich und zu ausgedacht. 

    Im Gesamten ist dieses Buch also nicht mein Fall, was jedoch eher an der Ausarbeitung, als an der Idee der Geschichte liegt. 


  20. Cover des Buches Die Schlange von Essex (ISBN: 9783847900306)
    Sarah Perry

    Die Schlange von Essex

     (154)
    Aktuelle Rezension von: Eleonora

    England, Ende des 19. Jahrhunderts. Cora Seaborne hat gerade ihren Mann verloren. Doch anstatt in Trauer zu versinken fasst sie neuen Lebensmut, denn nach Jahren der Unterdrückung sieht sie jetzt die Chance neu aufzublühen und endlich ihren eigenen Weg zu gehen. Zusammen mit ihrem etwas sonderbaren Sohn Francis und ihrer treuen Freundin Martha machen sie sich auf nach Aldwinter, denn es geht das Gerücht um, dass dort eine riesige Schlange ihr Unwesen treibt und Mensch und Dorf in Angst und Schrecken versetzt. Seltsame Dinge geschehen offenbar an diesem abgelegen Ort. Menschen verschwinden, kommen im Moor um und auch Weidetiere segnet ganz plötzlich das Zeitliche. Viele geben an, das große, schaurige Ungeheuer bereits gesehen zu haben und alle scheinen sich einig: Es ist eine Strafe Gottes für ihre Sünden. Der Dorfpfarrer William Ransome jedoch ist anderer Ansicht. Er glaubt nicht an das Monster und sieht die Vorkommnisse eher als Zufall an. Er versucht seine Gemeinde zu beruhigen, doch dies mag ihm nicht recht gelingen. Cora glaubt ebenfalls nicht an eine Strafe, hält aber die Existenz eines solchen Wesens für durchaus möglich und möchte es aufspüren. In ihrem Ehrgeiz wittert sie bereits einen großen Fund und sieht ihn mit ihrem Namen darunter schon als Sensation im Museum stehen. Sie freundet sich trotz ihrer unterschiedlichen Vorstellungen und Ansichten mit William Ransome an und wird ein steter und gern gesehener Gast in seinem Haus. Jedoch merken beide bald, dass dort mehr zwischen ihnen zu sein scheint als nur oberflächliche Zuneigung. Ein verheirateter Dorfpfarrer ist aber ein absolutes Tabu und sie droht mit ihren Gefühlen und Überzeugungen in Ungnade zu fallen, falls sie länger im Dorf bleiben sollte.📖


    Vorweg muss ich sagen, dass das Buch wirklich ein äußerst hübsches Cover besitzt, das mich, neben dem Interesse für eine Geschichte, die in England im 19. Jahrhundert spielt, auch dazu animiert hat, es zu lesen. Desweiteren wurde es erst kürzlich mit Claire Danes und Tom Hiddleston verfilmt, was mich auch neugierig gemacht hat.
    Die Geschichte an sich brauchte ein Weilchen um mich an sich zu binden. Überhaupt ist das Buch eher ein Sittenbild, ein Ausschnitt der damaligen Zeit. Wer ein spannendes Abenteuer rund um ein Seemonster erwartet ist hier falsch, denn sowas taucht erstmal gar nicht wirklich auf. Es geht eher darum, wie man damals mit einer vermeintlich bedrohenden Situation umgegangen ist und natürlich flüchtete man sich schnell in eigenes Verschulden, eine Strafe Gottes für die begangenen Sünden. Aber es gab natürlich auch bereits Freigeister, die diese Denkweise in Zweifel zogen, hier in Verkörperung von u.a. Cora Seaborne und überraschenderweise auch teilweise dem Dorfpfarrer William Ransome, die erst gar nicht an die Existenz eines solchen Monsters glaubten oder es für ein überlebendes Überbleibsel einer früheren Tierart ansahen. Auch ein Teil der Geschichte sind Coras freundschaftliche Verbindung zu einem karrierebewusstem Arzt, der sie unbedingt näher an sich binden wollte (,,Ihre Jugend hatte sie im Besitz eines Mannes verbracht, und nun, da sie kaum ein paar Monate in Freiheit gelebt hatte, wollte ihr schon wieder ein Mann seinen Stempel aufdrücken?") und der Kampf ihrer Freundin Martha für bessere Lebensbedingungen der unteren Gesellschaftsschichten.
    Der Schreibstil war gut und unkompliziert zu lesen. Aus der Sicht der 3. Person bekam man mitunter gleich mehrerere Beschreibungen und Gedanken verschiedener Charaktere hintereinander dargestellt. Von machen Rezensent/innen habe ich gelesen, dass sie die Geschichte mit Werken von Jane Austen verglichen. Dem kann ich nicht wirklich zustimmen. Vielleicht ein wenig im Bezug auf die Darstellung einer dörflichen Gemeinde zu einer früheren Zeit, ansonsten ist Jane Austen natürlich aber eine Liga für sich.
    Eine, meiner Meinung nach, doch ruhigere Geschichte als ich erwartet hatte, die aber durchaus lesenswert ist, wenn man Lust auf eine kleine Zeitreise hat und sich für das 19. Jahrhundert interessiert. Leider muss ich sagen, dass das Buch mich doch irgendwie ein klein wenig unbefriedigt zurückgelassen hat. Manche Erzählstränge hätte ich gerne abgeschlossener gesehen. Trotzdem hat es mich eine Zeit lang gut unterhalten. 3,5/4⭐️🙂


  21. Cover des Buches The Mister (ISBN: 9783442490240)
    E. L. James

    The Mister

     (244)
    Aktuelle Rezension von: TabithaEgger

    Ich bin ja eigentlich überhaupt kein Fan von fifty shades of grey, aber ich habe bei The Mister den Klappentext einfach interessant gefunden und mir gedacht, ich gebe dem Buch jetzt eine Chance. 


    Tatsächlich hat es mir sehr gut gefallen. 

    Gleich am Anfang ist mir die wechselnde Perspektive in der Erzählung aufgefallen. Während die Kapitel über den Protagonisten in der  Ich-Erzählung gehalten sind, greift die Autorin in den Kapiteln der Protagonistin auf die personale Erzählung zurück. Wirklich mal etwas Anderes ☺️ 


    Für die Handlung an sich würde ich 4 Sterne geben. Sie war zwar mitreißend, der Mittelteil aber für meinen Geschmack zu eintönig. Gegen Ende ist es dann wieder viel besser und etwas spannend geworden. 

  22. Cover des Buches Happy Ever After – Wo das Glück zu Hause ist (ISBN: 9783492316347)
    Jenny Colgan

    Happy Ever After – Wo das Glück zu Hause ist

     (250)
    Aktuelle Rezension von: Alice9

    Inhalt

    Nina ist Bibliothekarin, doch aufgrund von Schließungen und Umstrukturierungen verliert sie ihren Job. Daher beschließt sie kurzerhand, sich selbstständig zu machen. Sie kauft einen riesigen Laster und verwandelt ihn in eine mobile Buchhandlung. Da sie bei sich zu Hause keine Möglichkeit dazu hat, fährt sie in die schottischen Highlands und verzaubert die Menschen dort mit neuen Geschichten. Doch ganz so reibungslos läuft das alles nicht, wenn sie hat mit einigen Problemen zu kämpfen und noch dazu begegnet sie einem interessanten Mann...


    Meine Meinung

    Nachdem mir alle Bücher der Autorin schon richtig gut gefallen haben, wurde es langsam Zeit, dass ich mir auch diese Reihe einmal vornehme. Und was soll ich sagen? Ich bin einfach nur hin und weg davon.


    Zunächst einmal fand ich das Setting einfach nur großartig. Die Idylle der Highlands kam wunderbar rüber und hat einen zum Träumen eingeladen. Dadurch wurde auch der Kontrast zu England deutlich und sorgte damit auch für eine gewisse Spannung hinsichtlich Ninas Entscheidungen. 

    Die Ausgangssituation rund um Ninas Beruf sorgte für Spannung und weckte meine Neugier auf Ninas Entwicklung und der weiteren Handlung. 

    Die Handlung sorgte für viele Höhen und Tiefen, sodass die Geschichte abwechslungsreich blieb und die Spannung stets hochgehalten wurde. 

    Ninas Liebe zu Büchern und generell, wie hier das Lesen und die Bücher dargestellt wurden, war einfach nur großartig und wurde wunderbar greifbar gemacht. Generell stellte die Geschichte eine wunderbare Hommage an Bücher und das Lesen dar.

    Doch es wurden auch andere, ernstere Themen angesprochen, die ihren Raum bekommen haben und greifbar wurden. Diese sorgten auch für eine paar ernstere Töne und damit auch für einen guten Ausgleich zu der stets witzigen, humorvollen und leichten Geschichte, was mir gut Gefallen hat.


    Nina war eine tolle Protagonistin, die mir sehr ans Herz gewachsen ist. Ihre zurückhaltende und introvertierte Art hat mir quasi aus dem Herzen gesprochen, weshalb ich mich gut in sie einfühlen konnte. Doch mit ihrer Entscheidung für den Bücherwagen, war auch schnell klar, dass hier Entwicklungspotenzial vorhanden war, was meine Neugier geweckt hatte.

    Nina und auch die anderen Protagonisten der Geschichte kamen sehr authentisch und lebendig rüber.


    Der Schreibstil war einfach und flüssig gehalten, brachte aber alle nötigen Gefühle und Emotionen gut rüber. Zudem sorgte er auch für eine tolle Leichtigkeit und eine gute Unterhaltung. Auch der Witz und Charme der Geschichte wurde greifbar gemacht und hat mich wunderbar in die Geschichte eintauchen lassen. Die Atmosphäre war aufgrund des tollen Settings sehr ruhig und idyllisch, bekam aber auch gefühlvolle und ernste Züge an den entsprechenden Stellen.


    Insgesamt also eine wirklich wunderschöne Geschichte vom Lesen, Lieben und Leben.

  23. Cover des Buches Miroloi (ISBN: 9783446261716)
    Karen Köhler

    Miroloi

     (175)
    Aktuelle Rezension von: enalarson

    Ich fand es etwas zäh, aber zum Ende hin hat es mich dann doch noch gepackt.

  24. Cover des Buches Der Hof (ISBN: 9783499268380)
    Simon Beckett

    Der Hof

     (658)
    Aktuelle Rezension von: FairyFlower

    Nachdem ich die „David Hunter“-Reihe von Simon Beckett verschlungen habe und auch einige seiner alleinstehenden Werke bereits auf den Gelesen-Stapel entlassen durfte, habe ich mich nun an den Thriller „Der Hof“ gewagt. Der Roman erschien bereits 2014 in England unter dem Titel „Stone Bruises“ und wurde hierzulande 2015 im Rowohlt Taschenbuch Verlag veröffentlicht. Die 464 Seiten lange Geschichte klang für mich von Anfang an sehr spannend, ich war jedoch trotz der Spiegel Bestseller Platzierung ein wenig abgeschreckt von den, doch eher mittelmäßigen, Kritiken, die ich im Vorfeld gelesen hatte. Am Ende siegte meine Neugier und ich nahm den Roman zur Hand. 

    Der junge Engländer Shawn reist ziellos per Anhalter durch Südfrankreich, nachdem er London fluchtartig verlassen hat. Auf seiner Reise kommt er an einem verlassenen Hof vorbei und tritt in eine versteckte Bärenfalle. Alleine kann er sich nicht befreien, sodass er auf die Hilfe von Mathilde angewiesen ist, die auf dem heruntergekommenen Hof mit ihrer Familie lebt. Sie pflegt Shawn gesund, der unter der Voraussetzung bleiben darf, dass er das alte Gemäuer erneuet. Doch die friedliche Stille dieses Ortes trügt… 

    Die Geschichte wird in kurzen Kapiteln aus der Ich-Perspektive von Shawn erzählt. Dieser ist zeitweise völlig ahnungslos und hat andererseits einen gewaltigen Wissensvorsprung, was in London passiert ist. So lösen wir einerseits Schritt für Schritt mit ihm das Geheimnis um die Familie Arnaud und begleiten ihn andererseits bei seiner physischen und psychischen Heilung. Ungewohnt ist außerdem, dass sowohl die Rückblicke als auch die Gegenwartsgeschichte in Südfrankreich im Präsens geschrieben sind. Hieran gewöhnt man sich aber relativ schnell. Der Thriller endet mit einem sehr ausführlichen Epilog, der die Geschehnisse Revue passieren lässt und noch einige Logiklöcher stopft. 

    Der Protagonist Shawn ist am Anfang ein getriebener und unentschlossener junger Mann, der nicht weiß, wie er nach einer traumatischen Erfahrung am besten weiterleben soll. Er ist intelligent und kennt sich gut mit Filmen und Sprache aus. Auf dem verlassenen Hof in Südfrankreich drückt er bei seinem Leben auf die Stopptaste und geht noch einmal gedanklich durch, was ihm in London widerfahren ist. Dabei ist sein verletzter Fuß eine Metapher für seine traumatischen Erfahrungen. Je weiter die Heilung voranschreitet, desto mehr gibt er dem Leser und auch sich selbst gegenüber preis.

    Die Familie Arnaud verhält sich von Anfang an verdächtig und man weiß sofort, dass es ein dunkles Geheimnis gibt. Während Mathilde ruhig und reserviert ist, hat man bei ihrer Schwester Gretchen fast den Eindruck, dass sie jeden Moment in die Luft gehen könnte. Genauso unberechenbar ist der Vater der Familie. 

    Insgesamt habe ich viel mehr in die einzelnen Figuren der Familie hineininterpretiert, als sie dann am Ende wirklich darstellen. Mathilde ist noch die größte Überraschung. Der Vater durchläuft keine Charakterentwicklung und bleibt durch und durch böse. Gretchen wirkte nur interessant, wenn sie ihre Verhaltensweise von einer auf die andere Sekunde plötzlich komplett veränderte. Auf diese Eigenschaft wurde aber kaum mehr eingegangen. Mehr als einmal nervte mich auch Shawn, wenn er völlig vertrauensselig auf einem Dachboden eines verlassenen Hofes liegt und darauf hofft, gut versorgt zu werden. Zudem hätte ich andere Probleme, wenn mir der Fuß halb abgerissen würde, als auf die üppigen Hüften und Brüste meiner Retterin zu starren. Das fand ich etwas befremdlich und kann mir nicht vorstellen, dass dies ein natürliches Verhalten eines Mannes wäre. 

    Die Handlung in Südfrankreich war außerdem sehr langatmig, während die Handlung in London fürchterlich vorhersehbar voranschritt. Das es auf eine Drogenproblematik zulief, merkte ich, im Gegensatz zu Shawn, bereits nach einigen Seiten. Shawns Arbeit an der Mauer oder seine langen Spaziergänge in Südfrankreich wurden in einer Ausführlichkeit beschrieben, die lieber in den Plot hätte gesteckt werden sollen. Denn dieser wurde im Epilog noch einmal ausufernd erläutert, weshalb erst dann die ganze Geschichte halbwegs rund erschien. Diese Art des Erzählens wirkte etwas plump. 

    Gefallen hat mir an dem Thriller, dass sich die Stimmung auf dem Hof in Südfrankreich stimmig und real angefühlt hat. Die detaillierten Beschreibungen des schwülen Sommers und der unterschiedlichen Gerüche haben dazu beigetragen. Auch die wachsenden Anspannung war stets greifbar. Des Weiteren waren die letzten 50 Seiten noch einmal spannend, sobald sich Shawn dazu entschied, die Kontrolle über sein Leben wiederzuerlangen. 

    Ich würde den Thriller den Lesenden empfehlen, die nichts gegen eine sich langsam aufbauende Geschichte haben, bei der sich die Atmosphäre immer weiter verdichtet. Das Ende ist gewohnt rasant, wie man es bereits aus anderen Beckett-Büchern kennt. Damit ist „Der Hof“ auch für jeden Fan etwas. Allerdings sollte man nicht zu viel Charaktertiefe oder Überraschungsmomente erwarten. Ich gebe 2 Sterne.  

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