Bücher mit dem Tag "dorfgemeinschaft"
110 Bücher
- Leonie Swann
Glennkill
(3.691)Aktuelle Rezension von: Jessi123Ein Krimi aus der Sicht einer Schafherde – allein diese Idee macht das Buch zu etwas ganz Besonderem. Die unterschiedlichen Charaktere der Schafe sind liebevoll ausgearbeitet und jeder bringt seine ganz eigene Persönlichkeit und Motivation in die Ermittlungen ein. Gerade diese Vielfalt sorgt für viele unterhaltsame und überraschende Momente. Mit viel Charme, Witz und einer spannenden Geschichte hebt sich dieser Schafkrimi wohltuend von klassischen Krimis ab. Eine originelle Lektüre, die mir viel Freude bereitet hat.
- Juli Zeh
Unterleuten
(688)Aktuelle Rezension von: Buecherwurm76Mit „Unterleuten” ist Juli Zeh ein beeindruckend vielschichtiger Roman gelungen, der ein ganzes Dorf zum Brennpunkt gesellschaftlicher, politischer und moralischer Spannungen macht. Das Buch spielt im fiktiven brandenburgischen Dorf Unterleuten, die Handlung ist im Jahr 2010 angesiedelt. Was auf den ersten Blick wie eine idyllische Ortsbeschreibung wirkt, entpuppt sich als Darstellung eines Ortes, der durch alte Feindschaften, neue Interessen und äußere Einflüsse rapide aus dem Gleichgewicht gerät.
Auslöser ist der geplante Bau eines Windparks, der das soziale Gefüge des Dorfes komplett sprengt. Einheimische und Zugezogene, Idealisten und Opportunisten, Naturschützer und Investoren verfolgen ihre jeweiligen Ziele und wechseln je nach persönlichem Vorteil ihre Allianzen. Der Roman zeigt eindringlich, wie schnell ein Dorf mit nur rund 200 Einwohnern in einen Strudel aus Misstrauen, Manipulation und Machtkämpfen geraten kann. Die eigentliche Tragik liegt darin, dass fast alle Beteiligten von ihrer eigenen Rechtmäßigkeit überzeugt sind.
Multiperspektivisches Erzählen – Wahrheit ist subjektiv:
Die narrative Kraft des Romans basiert darauf, dass Zeh bewusst auf simplen Gut-Böse-Schemata verzichtet. Stattdessen arbeitet sie mit häufigem Kapitelwechsel aus unterschiedlichen Figurenperspektiven. Jede Figur handelt aus ihrer eigenen, subjektiven Logik heraus. Diese Konstruktion verdeutlicht pointiert: Es gibt nicht DIE objektive Wahrheit in diesem Streit. Die verschiedenen Standpunkte führen zwangsläufig zu tragischen Missverständnissen und eskalierenden Situationen. Dieser Ansatz fordert den Leser aktiv zur Reflexion über Mehrdeutigkeit und Partialwahrheiten heraus.
Stil und Wirkung
Zeh schreibt präzise, analytisch und zugleich unterhaltsam. Ihr Stil lässt sich als scharf beobachtend, politisch, psychologisch feinfühlig und oft ironisch beschreiben. Bemerkenswert ist, dass sich die über 600 Seiten trotz der inhaltlichen Komplexität erstaunlich flüssig lesen, da jeder Perspektivenwechsel neue narrative Dynamik ins Spiel bringt. Der Leser wird vom Sog des Ganzen erfasst, obwohl es keine klassische Krimi-Struktur gibt.
Fazit
„Unterleuten” ist ein herausragender Gesellschaftsroman, der eindrücklich demonstriert, wie fragil Gemeinschaften tatsächlich sind – und wie schnell Menschen zu Gegnern werden, sobald Interessenskonflikte auftreten. Juli Zeh entwirft ein präzises, spannungsgeladenes und oft erschreckend realistisches Bild ländlicher Machtstrukturen sowie menschlicher Abgründe.
Dies ist kein gemütliches Dorfgeschichtenbuch. Es handelt sich vielmehr um eine schonungslose Gesellschaftsanalyse, die lange nachhallt und zum Nachdenken zwingt. Besondere Stärken liegen in der brillanten Figurenzeichnung – jede Figur ist glaubwürdig, widersprüchlich und authentisch menschlich –, der thematischen Relevanz (Energiewende, Demokratie, soziale Spaltung) sowie der unerwarteten Spannungsentwicklung trotz fehlender genre-typischer Strukturen.
Eine uneingeschränkte Leseempfehlung für alle, die anspruchsvolle zeitgenössische Literatur schätzen und verstehen möchten, wie das moderne Deutschland an den Schnittstellen von Ökologie, Politik und Menschlichkeit zerrieben wird.
- Mariana Leky
Was man von hier aus sehen kann
(992)Aktuelle Rezension von: ArtVandaleyZunächst hatte ich gedacht, es handele sich um eine Art Dorfchronik und ein Portrait diverse liebenswerter Charaktere. Wirklich relevant wurde das Buch dann, als den Portraitierten eine Reihe von Schicksalsschlägen erteilt, die alle auf eine harte Probe stellen. Mariana Leky schreibt in ihrer typischen Art und lässt uns daran teilhaben, wie ihre Charaktere die Herausforderungen des Lebens meistern. Dies ist mein zweites Leky-Buch nach "Erste Hilfe" und ich finde, es ist wesentlich besser gelungen.
- J. K. Rowling
Ein plötzlicher Todesfall
(781)Aktuelle Rezension von: fayreadsIn der Kleinstadt Pagford stirbt Barry Fairbrother. Die AnwohnerInnen sind erschüttert über seinen plötzlichen Tod, doch mit dem Todestag wird der Abgrund der Stadt deutlich. Fairbrother war ein bedeutendes Gemeinderat-Mitglied und nun ist ein Platz frei, den viele wollen, aber nur einer bekommen kann.
Diese Streitereien bekommen auch die Kinder der Kleinstadt-PolitikerInnen mit und auch sie haben einige Schwierigkeiten in ihrem Leben. Doch sie können nicht tatenlos zugucken und hacken die Homepage des Gemeinderats und offenbaren nach und nach immer mehr Geheimnisse.
Fazit:
Durch die Autorin hatte ich gewisse Ansprüche und wurde auch nicht enttäuscht. Anfangs hatte ich eine andere Geschichte erwartet, doch der Kleinstadt-Krieg, den ich bekommen habe, habe ich auch gerne gelesen.
Leider waren es mir zu viele Figuren, da ich die ersten 200 Seiten damit verbracht habe, mich zu fragen, welche Sicht ich gerade lese und wer das noch einmal war.
Außerdem waren mir die Jugendlichen etwas zu gewollt wild geschrieben. Sie dachten eigentlich immer nur an Sex oder wie sie ihre Eltern ruinieren können und das war mir etwas zu viel. Bei den Jugendlichen hätte ich auch gerne mehr über Gaia gelesen, die mir etwas zu kurz kam, obwohl sie eigentlich ein interessanter Charakter war.
Das Ende war extrem deprimierend. Zwischendurch hatte ich die Hoffnung auf ein Happy-End, doch dann wurde ich enttäuscht. Ich hätte mir eindeutig ein anderes Ende gewünscht und wenigstens ein paar Figuren ein schönes Leben gewünscht.
- Nele Neuhaus
Im Wald (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 8)
(644)Aktuelle Rezension von: reading_squirrel3.5 Sterne
Vermutlich ist meine Erwartungshaltung einfach falsch. Für mich sind Nervenkitzel à la Andreas Gruber und raffiniert aufgelöste, ineinander verstrickte Fälle, wie man sie aus dem Norden kennt, ein unverhandelbares Muss bei Krimis. Ich muss gestehen, dass ich in diesem Buch beide Punkte etwas vermisst habe.
Es dauert eine gefühlte Ewigkeit, bis Leben in die Geschehnisse kommt und ich musste teils ziemlich mit mir selbst ringen, um weiterzulesen. Dann steht aber auf einmal plötzlich alles Kopf - lieben wir! Ansonsten sind die Kapitel angenehm gegliedert und nicht zu lange; Man erhält in den einzelnen Kapiteln Einblicke aus unterschiedlichsten Sichtweisen, was ich von anderen Autoren so nicht kenne und wiederum den eher laschen Spannungsbogen etwas hoch zieht. Das Ermittlerduo harmoniert gut, auch wenn es für mich jetzt nicht unbedingt die einprägsamsten Hauptfiguren sind.
Ich möchte die Reihe zu einem späteren Zeitpunkt definitiv weiterverfolgen, ungeachtet dessen, dass mir dieser Teil nicht so hundertprozentig zugesagt hat.
- John Ironmonger
Der Wal und das Ende der Welt
(513)Aktuelle Rezension von: Marnie_StapfDieses Buch wurde mir empfohlen – und ich bin heute noch dankbar dafür. Schon beim Lesen hat es mich tief berührt. Besonders beeindruckt hat mich, dass der Roman lange vor der Corona-Pandemie geschrieben wurde und dennoch vieles beschreibt, was uns später tatsächlich begegnet ist. Das war an manchen Stellen fast erschreckend. Gleichzeitig erzählt das Buch auf wunderbare Weise von Menschlichkeit, Zusammenhalt und der Hoffnung, die selbst in schwierigen Zeiten entstehen kann. Genau diese zwischenmenschlichen Momente haben mich besonders bewegt. Für mich ist „Der Wal und das Ende der Welt“ eines dieser Bücher, die man nach dem Zuklappen nicht einfach wieder vergisst. Es hallt nach und regt noch lange zum Nachdenken an. Eine absolute Leseempfehlung.
- Lucy Score
Things We Hide From The Light (Knockemout 2)
(148)Aktuelle Rezension von: Books_of_sanDer zweite Teil der Knockemout-Trilogie kann definitiv mit Band eins mithalten. Tatsächlich gefiel mir Band 2 insgesamt noch besser. Die Chemie zwischen Lina und Nash war einfach toll und es war klasse, dass die Hintergrundgeschichte aus Band 1 hier fortgeführt wurde und alle bekannten Figuren oft und regelmäßig aufgetaucht sind.
Nur im Mittelteil hatte ich einen kleinen Hänger. Da wurde mir das mit dem männlichen Machtgehabe und freundschaftlichen Einmischungen etwas zu viel. Aber das dauerte zum Glück nicht lange an. Das Ende war wieder so spannend wie in Band 1 und die Epiloge wie gewohnt zuckersüß.
Im letzten Viertel kamen immer wieder Szenen vor, die keinen Zweifel daran lassen, dass auch Band 3 lesenswert sein wird. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.
- Martin Walker
Bruno Chef de police
(276)Aktuelle Rezension von: Sanne54Nachdem ich schon sehr oft über Bruno, den Chef de Police eines kleinen Örtchens in der französischen Provinz gestolpert bin, nie aber ein Buch gelesen habe, habe ich nun doch mal einen Blick in den ersten Teil gewagt.
Und bin auch eine durchaus charmant konstruierte Geschichte gestoßen, was den namensgebenden Protagonisten und das Setting betrifft. Ein bisschen wie Rosamunde Pilcher in Frankreich. (Passenderweise kommen auch einige Engländer vor.) Bruno, dessen Rolle nicht so ganz trennscharf auf den örtlichen Polizisten festzulegen ist, hat eine große Schwäche fürs Kulinarische und die Tradition seines Perigords, wofür er sich gerne auch mal mit der EU anlegte, und ist anerkannter Teil seiner Gemeinde Saint-Denis. Obwohl kleinere Versuche gewagt werden, der Figur Tiefe zu verleihen (betrifft seine Vergangenheit in der Armee und dass er als Waise aufgewachsen ist), bleibt der überzeugte (?), aber begehrte Junggeselle sympathisch, allerdings ohne Ecken und Kanten. Das finde ich persönlich Schade.
Insgesamt wartet das Buch für mich mit zu vielen Klischees auf. Vielleicht trägt das zum "Cosy"-Gefühl bei, das diese Krimi-Reihe so erfolgreich macht, ich würde mir mehr Authentizität wünschen und weniger "Reiseführer"-Feeling. Da sind die Figuren die entscheidenden Stellschrauben, wie ich finde.Und dann macht zwischen Wochenmarkt, Kulinarik und Tennisplatz der Fall plötzlich eine überraschende Wendung. Nicht nur durch den brutalen Mord, bei dem Bruno den Ermittlern zuarbeitet, sondern auch durch den politisch-historischen Hintergrund, den der Autor einarbeitet. Hier werden interessante Themen aufgeworfen, die aber in diesem Kontext einfach zu flach und banal bearbeitet werden. Das wird der Thematik einfach nicht gerecht, weshalb ich einen zweiten Punkt abziehe. Vielleicht passen die folgenden Fälle Brunos besser zum Setting und sind nicht im Bereich des politisch-brisanten Kapitalverbrechens angesiedelt, denn das würde ihnen meiner Meinung nach besser zu Gesicht stehen.
Im Großen und Ganzen leicht lesbare Unterhaltung und ein sympathischer, spitzbübischer Protagonist, der nachvollziehbar viele Fans hat und hier aber leider in eine zu ambitionierte Story verwickelt wurde.
- C.J. Tudor
Das Gotteshaus
(134)Aktuelle Rezension von: käutzchenIch wahe schon von der " Kreidemann" begeistert gewesen , aber " das Gottes Haus " wahr noch mehr nach meinen Geschmack gewesen , das Buch zog mich in einen sog das ich schlecht aufhören konnte zu lesen . Ich wahr praktisch eine gefangene gewesen .. bei knapp über 550 Seiten kam kein mal langweile auf , es zog sich nicht in der länge , ich hätte davon nochmal so lange lesen können ..der Schreibstil ist locker , bei den Protagonist gab es keine Verwechslungsgefahr. Aber das Ende fand ich sehr überraschend, damit hätte ich überhaupt nicht gerechnet...wie es schon bei den Kurzbeschreibung von Buchrücken steht , man sollte sich beim Lesen des Buches nix anderes vornehmen !!!
Aber worin geht es in den Buch: für die Pfarrerin Jack Brooks und ihrer Tochter Flo sollte es ein Neustart sein . Neuer Job , neues Zuhause. Aber Jack stößt auf eine eingeschworene Dorfgemeinschaft, in der Misstrauen gegenüber fremden tief verwurzelt ist . Schon bald muss sie sich fragen. Wer schickt ihnen düstere drohbotschaften? Und warum hat Flo Visionen von brennenden Mädchen? Chapel crofts Geheimnisse liegen verborgen in einem dunklen Grab , aber nun kehren die alten Gespenster zurück, und sie werden keinen Frieden finden , bis sie Vergeltung geübt haben .
Absolut empfehlenswert!!!!
- Romy Fölck
Totenweg
(322)Aktuelle Rezension von: MeinbuecherregalTotenweg von Romy Fölck aus dem #lübbeverlag
Band 1 - unabhängig zu lesender Krimi
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Dieses Buch spielt in Norddeutschland in der Marsch… musste ich natürlich auch endlich einmal lesen.
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Leider leider fand ich es gar nicht so gut 😅 aber das ist nur meine persönliche Meinung
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Ob es nun in der Marsch oder im Allgäu spielt… mir fehlte hier mehr Lokalkolorit. Mehr Insiderwissen. Mehr landestypische Eindrücke.
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Frida, die Protagonistin, mag ich nicht. 18 Jahre hat sie geschwiegen. 18 Jahre hat sie nichts gesagt. 18 Jahre hat sie nichts getan. … Ich könnte sie schütteln.
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Ihre Ermittlungen… sie tappt im Dunkeln. Ich ahne schlimmes.
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Die Auflösung. Wer warum und mit wem? Und wo. Fand ich hier nicht so beeindruckend. Erinnert an eine Soap.
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Vergebe 3 Sterne.
- Rebecca Gablé
Die Siedler von Catan
(452)Aktuelle Rezension von: nasaDie Siedler von Catan von Rebecca Gablé ist ein großartiger Roman der auf dem gleichnamigen Spiel basiert. Ich habe das Spiel nie gespielt, bin aber ein großer Fan der Autorin. Auch dieses Buch hat mich wieder wunderbar unterhalten.
Das Dorf Elasund wird des Öfteren von den Turonländern überfallen. Als es einen weiteren sehr schweren Überfall gab und die Elasunder einen Hungerwinter erleiden, beschließt das Dorf ihre Heimat für immer zu verlassen. Nach dem Hungerwinter machen sich neun Schiffe auf um eine neue Heimat zu finden. Nach einem starken Sturm der einige Verluste mit sich brachte, kommen die Siedler zu einer unbewohnten Insel die sie nur aus ihren Sagen kennen - Catan. Die Siedler beginnen dort ein neues Leben. Doch es ist mit vielen ungeahnten Schwierigkeiten, Streit und auch Zerwürfnissen verbunden.
Rebecca Gablé hat einen angenehmen, leichten, sehr bildhaften Schreibstil. Ich habe sofort in die Geschichte reingefunden und konnte mir die Personen und Gegebenheiten gut vorstellen. Es hat Spaß gemacht mit den Siedlern diese Geschichte zu erleben. Es gibt einige Wendungen mit denen man so nicht gerechnet hat, andere waren schon vorhersehbar.
Obwohl es sich bei dem Buch um eine rein Fiktive Geschichte handelt, kann man sich gut vorstellen das es damals um 850 genau sowas gab. Normalerweise verbindet die Autorin immer Fakten mit Fiktion. Also historische belegte Orte, Personen oder Geschehnissen. Doch in diesem Buch ist alles reine Erfindung.
Was mich etwas störte waren die teilweise sehr ähnlichen Namen. Aber wenn man sie erstmal kannte und wusste welcher wirklich wichtig war jnd welcher nicht ging es. Auch sind die Schilderungen von Kämpfen, Ritualen, Opfern usw oft sehr detailliert und plastisch dargestellt. Wer also zartbesaitet ist könnte hier an seine Grenze kommen. Mich persönlich hat es nicht stark gestört.
Es ist ein gelungener Roman, den ich sehr gerne gelesen habe.
- Robyn Carr
Neubeginn in Virgin River
(240)Aktuelle Rezension von: mattderEine Krankenschwester will einen Neubeginn und nimmt eine stelle in Virgin River an. Der Arzt ist alt und braucht hilfe. Die will er nicht an nehmen. Es entwickelt sich eine schöne Geschichte mit Herz schmerz. Aber auch Kriminalität. Na ja ist ein Frauen Roman macht trotzdem SPSS zu lesen. Wer die Serie kenn wird es lieben.
- Jess Kidd
Heilige und andere Tote
(226)Aktuelle Rezension von: PapercutMit „Der Freund der Toten“ legt Jess Kidd einen ebenso ungewöhnlichen wie bezaubernden Roman vor, der Krimi, Geistergeschichte und Gesellschaftsporträt auf faszinierende Weise miteinander verbindet. Schauplatz ist das Irland der 1970er-Jahre, genauer gesagt eine kleine Küstenstadt, in der nichts so ist, wie es auf den ersten Blick scheint.
Im Mittelpunkt steht Mahony, ein junger Mann, der nach dem Verschwinden seiner Mutter in das Städtchen Mulderrig zurückkehrt. Mahony besitzt eine besondere Gabe: Er kann mit den Toten sprechen. Diese begleiten ihn nicht nur als Stimmen aus dem Jenseits, sondern auch als Kommentatoren des Geschehens – mal humorvoll, mal melancholisch, oft erschreckend ehrlich. Auf der Suche nach der Wahrheit über seine Mutter stößt Mahony auf ein Netz aus Lügen, Gewalt und verdrängten Geheimnissen, das die ganze Stadt durchzieht.
Jess Kidds größte Stärke liegt in ihrer Sprache und Atmosphäre. Ihr Schreibstil ist poetisch, bildreich und zugleich von schwarzem Humor durchzogen. Bereits nach den ersten paar Kapiteln bekommt das Buch einen gewissen "The 6th Sence" Charme. Die Toten, die Mahony begleiten, wirken nie bloß als erzählerischer Kunstgriff, sondern verleihen dem Roman eine besondere Tiefe und Menschlichkeit. Trotz der düsteren Themen – Missbrauch, Schuld, Verlust – bewahrt die Geschichte eine gewisse Leichtigkeit und Wärme.
Die Figuren sind schrullig, vielschichtig und oft moralisch ambivalent. Gerade diese Unschärfe macht sie glaubwürdig und spannend. Mulderrig selbst wird zu einer Art eigenständigem Charakter: ein Ort voller Schönheit, aber auch voller Abgründe.
„Der Freund der Toten“ ist kein klassischer Kriminalroman, sondern ein literarisch anspruchsvolles Werk, das sich Zeit nimmt, Stimmungen aufzubauen und seine Leserinnen und Leser in eine ganz eigene Welt zu ziehen. Ein außergewöhnlicher Roman, der unter die Haut geht – poetisch, düster, humorvoll, mit Tiefgang und zutiefst menschlich.
- Barbara Leciejewski
Fritz und Emma
(250)Aktuelle Rezension von: eldora151Fritz und Emma von Barbara Leciejewski ist für mich eines der schönsten Bücher der letzten Jahre. Es hat mich tief bewegt, ich habe gelacht, geweint und mich oft geärgert – besonders über die beiden Hauptfiguren, die so stur sind, dass sie ihre große Liebe nicht einfach leben können. Diese Mischung aus Wut, Trauer und Hoffnung hat mich sehr berührt und lange beschäftigt.
Eine besondere Rolle spielt Marie, die mit ihrem Mann, dem neuen Pfarrer, ins Dorf zieht. Sie hadert zunächst mit dem Landleben, doch nach und nach öffnet sie sich den Menschen und gewinnt Vertrauen. Mit viel Geduld und Einfühlungsvermögen versucht sie schließlich, Fritz und Emma wieder zueinander zu bringen.
Ein Roman voller Emotionen, der zeigt, wie kostbar die Liebe ist – und wie sehr Entscheidungen, aber auch Sturheit, ein Leben prägen können. Ein Buch, das noch lange nachhallt.
- Eva Menasse
Dunkelblum
(98)Aktuelle Rezension von: Hubertus_FeldmannBereits häufiger wurde der Frage nachgegangen, ob Literatur (oder Kunst allgemein) in der Lage sei, positiv auf Menschen, und damit auf die Gesellschaft insgesamt, einwirken, die Welt zumindest ein kleines Bisschen besser machen könne. Mit Büchern wie dieses von Eva Menasse stünden die Chancen jedenfalls nicht schlecht.
„Dunkelblum“ ist ein fiktiver Ort, eine Kleinstadt in Österreich unmittelbar an der Grenze zu Ungarn. Die Geschichte spielt kurz vor dem „Fall der Mauer“ 1989, erschöpft sich allerdings nicht in dieser Zeit, sondern greift zurück in die dunkle Geschichte der Nazi-Vergangenheit des Ortes und seiner Bewohner. Markiert dabei die Gegensätze zwischen denjenigen die „Mitmachen“ (oder nur „Zuschauen“) und denen die „aussortiert“ werden. Und danach unterscheidet der „Eiserne Vorhang“ in „Hüben“ und „Drüben“ – auch in den Köpfen der „Hiesigen“, wahlweise der „Unsrigen“. Konsequenterweise steht man auf der „richtigen Seite“ und qualifiziert die „von Drüben“, die „Drüberen“, die „Drüberisch“ sprechen, bereits wortwählerisch ab. Insofern wird die geographische Lage zu einem Brennglas menschlicher „Möglichkeitsräume“.
Dabei hätte man genug zu tun mit der Aufarbeitung der eigenen Vergangenheit, bräuchte kein solches Ventil, wenn es denn nicht so schmerzhaft wäre, und im Umkehrschluss so einfach, sich eines Sündenbocks zu bedienen, der einem diese Last abnimmt. Oder ganz einfach sich seine Wahrheit zurechtbastelt, so wie hier beschrieben: „Dem Gedächtnis Einzelner ist nur in begrenztem Ausmaß zu trauen, die meisten erinnern sich lediglich an das, was ihnen selbst in den Kram passt, ihre eigene Rolle in ein besseres Licht rückt oder ihre Gefühle schont.“ Es funktioniert, solange es eben geht. Und in diesem Fall sind es gleich mehrere Ereignisse, die dafür sorgen, dass die Ereignisse aus der Vergangenheit (zum Beispiel die Hinrichtungen in den letzten Tagen des Nazi-Regimes) ans Licht drängen.
In diesem vielstimmigen Konzert der Stimmen, im Wechselspiel von Beharren und Aufklären, passieren außergewöhnliche Dinge, die diesem Roman zusätzlich eine gewisse Spannung verleihen. Es braucht allerdings einige Zeit, bis man diese Stimmen im Kopf sortiert bekommt. Zum Glück gibt es im Anhang ein „Figurenverzeichnis“ (mit Kurzbeschreibungen). Und für die Nicht-Österreicher ein „Glossar der Austriazismen“. So geholfen kann man sich ganz auf das Geschehen einlassen, Dinge hinterfragen und letztlich seine eigene Haltung überprüfen.
(15.8.2023)
- Joachim B. Schmidt
Kalmann
(282)Aktuelle Rezension von: FrieKalmann Ödinnsson lebt in Raufarhöfn im Norden Islands. Er ist Haifischjäger und stellt den besten Gammelhai der Insel her. Fast schlafwandlerisch kann er das Wetter der nächsten Stunden vorhersagen und findet sich bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit draußen zurecht. Dieses Wissen hat er von seinem Großvater gelernt – dem einzigen Menschen, der immer an ihn geglaubt und ihm mit Geduld und Liebe alles beigebracht hat.
Denn Kalmann hat auch viele Einschränkungen. Er ist ein Sonderling, möglicherweise autistisch oder – wie seine Mutter einmal sagte – das Ergebnis von „Ärztepfusch“. Seit der Großvater dement im Heim lebt, ist die Mutter sein Vormund. Sie arbeitet als Krankenschwester in einem drei Stunden entfernten Ort und schaut gelegentlich nach dem Rechten.
Mit Büchse (vom mütterlichen Opa), Mauser (vom väterlichen Opa), Cowboyhut und Sheriffstern ist Kalmann der selbsternannte Sheriff von Raufarhöfn. Ansonsten schaut er Trash-TV, ernährt sich ungesund und träumt davon, an der Seite einer schönen Frau zu leben.
Als ein Mann im Ort verschwindet und Kalmann beim Arctic Henge eine Blutlache entdeckt, gerät sein bisher überschaubares Leben aus den Fugen. Plötzlich interessiert sich die Polizei für ihn (hier insbesondere die schöne Birna), Reporter wollen Interviews; sein gemurmeltes Stichwort 'Eisbär' macht die Dinge nicht besser.
Eine weitere Frau stirbt – die Kalmann als Letzter lebend gesehen hat und weitere Ereignisse, in die er verwickelt ist, stellen sein Leben auf den Kopf.
Joachim B. Schmidt hat mit Kalmann einen Antihelden geschaffen, der mit schlichter, oft berührender Klarheit Dinge auf den Punkt bringt. Wir erfahren zum Beispiel, dass es unter einem Eisbären dunkel und still ist – wahrscheinlich wie in einem Sarg. In einem Sarg war Kalmann allerdings noch nie.
Der Roman gibt außerdem einen spannenden Einblick in die Strukturen eines ehemals vom Fischfang lebenden Ortes kurz vor dem Polarkreis – mit sehr anziehenden Landschaftsbeschreibungen.
Von mir gibt es 4 Sterne. - Jane Harper
Hitze
(175)Aktuelle Rezension von: supersusiWow, was für ein Buch !
Luke Hadler, seine Frau und sein Sohn werden erschossen aufgefunden. Es scheint eindeutig, dass Luke, seine Familie und dann sich selbst ermordet hat. Aber Lukes Eltern wollen sich damit nicht abfinden und bitten seinen Jugendfreund Aaron Falk, der inzwischen als Polizist in Melbourne lebt, zur Trauerfeier zu kommen und bitten ihn dort, die Wahrheit herauszufinden. Es gibt die ein oder andere Unstimmigkeit, aber nichts, was Luke wirklich entlasten könnte. Aaron ist nicht willkommen in dem Dörfchen seiner Kindheit im australischen Nowhere. Er mußte damals mit seinem Vater fliehen und die Bewohner drohen ihm deutlich, er solle gefälligst verschwinden.
Die Charaktere sind gut beschrieben, das Buch liest sich flüssig, Rückblenden sind kursiv gedruckt und dadurch deutlich erkennbar. Aber das Beste an dem Buch : es ist wahnsinnig spannend. Es gibt immer wieder Sackgassen und Wendungen, aber die richtig große Überraschung ist die Auflösung. Ein spannender Krimi, wie ich schon lange keinen mehr verschlungen habe. Werde jetzt gleich mal gucken, ob die Autorin noch weitere Bücher geschrieben hat.
Klare Leseempfehlung.
- Luca D'Andrea
Der Tod so kalt
(86)Aktuelle Rezension von: seelenseitenIch habe das Buch kurz vor meinem Urlaub beendet und bin mir immer noch nicht im Klaren darüber, wie ich es fand.
Auf der einen Seite herrscht über die gesamte Handlung hinweg eine unglaublich düstere Atmosphäre – etwas, das ich in Thrillern gern habe, weil es brenzlige Situationen und Plottwists noch ernster wirken lässt und ab und an auch für eine Gänsehaut gut ist.
Darin versteht sich der Autor meisterlich.
Auch die Grundidee des Thrillers finde ich wirklich ansprechend.
Leider bringt dies dem Thriller gar nichts, wenn die eigentlichen Geschehnisse nicht mindestens genauso eine Wirkung haben. Und die hatten sie leider auf mich nicht.
Manchmal habe ich mich beim Lesen erwischt, wie ich gedanklich abgedriftet bin, weil es stellenweise wirklich langweilig wurde.
In solchen Momenten hatte ich den Eindruck, dass der Informationsfokus mehr auf den nebensächlichen Themen lag.
Die Haupthandlung kam mir dann immer komplett unwichtig und oberflächlich vor. Rückblickend ist dies etwas zu häufig passiert.
Mich konnte dieser Thriller einfach nicht packen und zum Dranbleiben motivieren, weshalb ich auch länger als vier Wochen daran gelesen habe. - Johanna Swanberg
Sommer ohne Plan
(42)Aktuelle Rezension von: twentytwoCassi hat die Nase voll. Obwohl sie sich als erfolgreiche Geschäftsfrau ihren Platz in der Gesellschaft erarbeitet hat, kehrt sie frustriert und ausgelaugt diesem Leben von jetzt auf gleich den Rücken. Sie zieht sich von allem und jedem zurück und ihre sozialen Kontakte reduzieren sich auf ihren Hund und ihren Weinvorrat. Das kann auf Dauer natürlich nicht gut gehen und ehe sie sich versieht, ist sie plötzlich Besitzerin eines kleinen heruntergekommenen Hauses, mitten im Nirgendwo. Gezwungenermaßen versucht sie nach ihrem Einzug den Ansprüchen der Einheimischen gerecht zu werden. Dass diese Cassi, aus welchen Gründen auch immer, für eine Art Wunderheilerin halten ist schließlich nicht ihre Schuld. Zu ihrem eigenem Erstaunen kommen ihre zweifelhaften Aktionen erstaunlich gut an und so erfindet sie lustig munter eine neue Therapieform nach der anderen. Dass ihr dabei ständig die Angst im Nacken sitzt enttarnt zu werden verdrängt sie dabei ziemlich erfolgreich. Doch das Unausweichliche lässt nicht lange auf sich warten – und plötzlich ist es zu spät und Cassi muss Farbe bekennen.
FAZIT
Ein herzerfrischender Sommerroman, der beweist, dass es auch ohne Plan möglich ist ans Ziel zu kommen. - Susanne Fröhlich
Verzogen
(44)Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider
Andrea gibt nach und somit erfüllt sich der Traum von ihrem Paul. Es geht raus aufs Land, mitten in ein kleines Dorf und Paul übernimmt die Praxis eines Kollegen. Andrea zieht mit in das große Haus und will im Home Office weiter arbeiten. Ihre Mutter kommt samt Pflegerin mit und so wirbeln die vier das Dorfleben auf. 365 Tage wollen sie erstmal da bleiben und dann schauen, wie es weiter geht und wer was will. Andrea denkt sich, das kann so schwer und lang doch nicht sein, aber die Tage ziehen sich, die Besuche der Dorfbewohner werden mehr und sie sieht sich in Haushaltskursen und bei Kaffeetafeln wieder und in ihr regt sich ein Wunsch, zurück ins Reihenhaus. Oder?
Susanne Fröhlich ist einfach klasse und Andrea hat hier eine neue Challenge und muss sich beweisen und einen neuen Weg einschlagen. Ich bin so ein großer Fan und es wird einfach nie langweilig. Witzig, voller Esprit und kuriosen Momenten, aber eben auch immer mal ein ruhiger, nachdenklicher Moment. Verzogen.
- Agustín Martínez
Monteperdido – Das Dorf der verschwundenen Mädchen
(128)Aktuelle Rezension von: SternenstaubfeeEin Krimi mit einer düsteren und beklemmenden Atmosphäre. Ein Thema, das betroffen macht.
Die düstere Grundstimmung zieht sich durch das gesamte Buch.
Zwei elfjährige Mädchen sind spurlos verschwunden, nach fünf Jahren taucht eines der Mädchen wieder auf...
Der Fall wird neu aufgerollt. Was wurde damals übersehen?
Spannend, dunkel, überraschend. Hat mir sehr gut gefallen, auch wenn ich mich an den Erzählstil zunächst etwas gewöhnen musste. - Thomas B. Morgenstern
Der Milchkontrolleur: Kriminalroman (Milchkontrolleur-Krimis)
(20)Aktuelle Rezension von: ElefantinoMit durchgeschnittener Kehle wird Else Weber in einem Graben aufgefunden. Sie stand in dem zweifelhaften Ruf, die "Dorfhure" zu sein, die von der bäuerlichen Ehegemeinschaft frustrierte Landbewohner tröstete und verwöhnte. Entsprechend üppig erscheint die Zahl möglicher Verdächtiger, zumal Else über ihre Besucher Buch geführt haben könnte, so ein Gerücht im Dorf. Erpressung ist ein mögliches Motiv. Der ermittelnde Staatsanwalt Werner Allmers hat Bedenken, ob sich die Dorfgemeinschaft ihm gegenüber bei Befragungen hinreichend öffnet, da kommt es ihm gelegen, dass sein Bruder Hans-Georg als Milchkontrolleur sämtliche Gehöfte des Ortes von Amts wegen besucht. Er bittet ihn, bei seinen Kontrollen Augen und Ohren offen zu halten und die ein oder andere Frage zu stellen. Gern unterstützt Hans-Georg den Bruder, zu dem er ein schwieriges Verhältnis hat, nicht. Zudem ist der Ermittler wider Willen durch die Journalistin Susanne abgelenkt, zu der er sich stark hingezogen fühlt.
Das Klischee des beschaulichen und idyllischen Landlebens bedient Thomas B. Morgenstern nicht. Ebenso wenig das der verschworenen Dorfgemeinschaft, die mit einer Mauer des Schweigens sämtlichen Anfeindungen von außen entschlossen trotzt. In dem kleinen Ort zwischen Elbmarsch und Moor regieren vielmehr verschleppte Konflikte, Neid und Mißgunst, so dass jeder bereit ist jeden zu verdächtigen.
Die Spannung dieses norddeutschen Krimis resultiert aus der naturgemäß unprofessionellen Ermittlungstätigkeit des Protagonisten, der lange Zeit ebenso wie der Leser im Dunklen tappt, den plötzlichen Wendungen des Falls fast hilflos gegenübersteht.
Der Autor zeichnet glaubwürdige Charaktere, von denen Allmers durch religiöse Frömmelei emotional verstümmelte Mutter der beeindruckendste ist. Weniger schlüssig erscheint die jäh erwachende Verliebtheit von Hans-Georg und Susanne. Man fragt sich, was beide aneinander so begeistert, denn der Autor gibt darauf nur spärliche bis keine Hinweise.
Fazit: Gut lesbarer, spannender (Norddeutsch-)Landkrimi. Athmosphärisch dicht. Tipp: Wem "Der Milchkontrolleur" gefällt, dem sei auch "Tod an der Schleuse" von Alexandra Kui empfohlen. - Kristina Günak
Die Liebe kommt auf Zehenspitzen
(102)Aktuelle Rezension von: Booklove_by_M"Die Liebe kommt auf Zehenspitzen" ist ein wirklich zauberhaftes Wohlfühlbuch❤️
Lucy und Ben waren mir von Beginn an sehr sympathisch. Besonders mit Lucy konnte ich mich sehr schnell identifizieren. Das sich ihre Romanze so langsam entwickelt und unterschwellig trotzdem immer greifbar ist, war großartig umgesetzt. Auch die Nebencharaktere waren sehr liebenswert beschrieben und man ist fast traurig nicht selbst in dem.kleinen Dorf zu wohnen.
Sehr empfehlenswert🥰
- Louise Penny
Das Dorf in den roten Wäldern
(118)Aktuelle Rezension von: miss_amanogawaIch bin froh, dem Buch eine zweite Chance gegeben zu haben. Auch wenn mir aufgrund des Geplänkels zwischendurch einige Details entglitten sind und mein Hirn auf Leerlauf schaltete, hatte ich meinen Spaß, Vermutungen anzustellen, die leider ins Leere gingen.
So zeichneten diesen Krimi keine außerordentlich präsente Spannung oder unvorhersehbare Wendungen aus (wobei es die auch gab!). Vielmehr sind es die Bewohner von Three Pines, ihr Leben, ihre Sorgen, und der schrullige, einfühlsame Inspector Armand Gamache, der nach und nach Teil der Gemeinschaft wird, welche der Geschichte eine ganz besondere Atmosphäre verleihen und mich zum Weiterlesen animierten.
Gepaart mit einer schönen Tasse Tee/Kakao/Kaffee, liefert das Herbstsetting des Buches die perfekte Lektüre für den goldenen Oktober.























