Bücher mit dem Tag "dorfidylle"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "dorfidylle" gekennzeichnet haben.

42 Bücher

  1. Cover des Buches Tschick (ISBN: 9783499256356)
    Wolfgang Herrndorf

    Tschick

     (2.810)
    Aktuelle Rezension von: BraDaPu

    In diesem Buch geht es um einen Roadtrip. Beim gemeinsamen Lesen in der Schule war ich leider die gesamte Zeit gelangweilt. Normalerweise lese ich längere Bücher, aber von diesem Buch würde ich mir keine längere Version antun. Eindeutig keine Empfehlung von mir. Da finde ich Conni Pixie-Bücher unterhaltsamer.

  2. Cover des Buches Das Dorf der Lügen (ISBN: 9783492304733)
    Barbara Wendelken

    Das Dorf der Lügen

     (87)
    Aktuelle Rezension von: lisbethsalander2102

    Dies ist der erste Band einer Krimireihe, die in einem fiktiven ostfriesischen Dorf namens Martinsfehn spielt. Die erst vor kurzem gestartete blutjunge Beamtin Viktoria Engel erschießt bei einem Polizeieinsatz, der sie gemeinsam mit ihrem Kollegen zu einem einsamen Hof gerufen hat, versehentlich den ebenfalls jungen Sohn des Pfarrers, Rouven Kramer. Das Ganze war eine Verkettung von unglücklichen Umständen, deshalb versucht Engel mit ihrem Kollegen, mit dem sie nebenbei bemerkt auch noch eine Affäre hat, den Sachverhalt zu vertuschen, da sie natürlich berufliche Nachteile durch den fatalen Fehler  befürchtet.  Dass das nicht gut gehen kann, ist dem Leser von vornherein klar, und so nimmt das Drama seinen Lauf. Die Jugend im Dorf ahnt, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht, organisiert Proteste, und wenige Tage später geht Viktoria Engels Wohnung in Flammen auf, wie durch ein Wunder war sie selbst nicht zu Hause. Die Kripo vor Ort ermittelt, allen voran der sympathische langjährige und erfahrene Dienstleiter Renke Nordmann, der sich als einer der wenigen von der jungen noch dazu bildhübschen Polizistin Engel nicht den Kopf verdrehen lässt. Oft glaubte ich als Leser zu wissen, wie alles zusammen hängt, durch kleine Details ändert sich dann die Handlungsrichtung, und man wird wieder auf eine neue Fährte gelockt, die Autorin hält die Spannung bis zum Schluss. 

    Fazit: ein unaufgeregter Lokalkrimi mit fantastisch und unglaublich authentisch gezeichneten Charakteren, der mir durch den sehr angenehmen und spannenden Schreibstil der Autorin kurzweilige Leseunterhaltung geboten hat. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil der Reihe!

  3. Cover des Buches Shotgun Lovesongs (ISBN: 9783453437821)
    Nickolas Butler

    Shotgun Lovesongs

     (178)
    Aktuelle Rezension von: Herbstrose

    Während ihrer Schulzeit in Little Wing, einen kleinen Stadt in Wisconsin, waren sie unzertrennliche Freunde: Lee, Kip, Ronny, Henry und Beth. Dann hat das Leben sie getrennt und in alle Winde verschlagen. Lee wurde ein berühmter Musiker, Kip machte Karriere als Makler, Ronny war bis zu seinem Unfall ein bekannter Rodeo-Reiter, Henry und Beth waren schon damals ein Paar, haben inzwischen geheiratet und sind Farmer geworden. Allen gemeinsam ist die Sehnsucht nach der Heimat und die Erinnerung an ihre Freundschaft. Nun werden sie wieder zusammen kommen, zur Hochzeit von Kip, der sich in Little Wing eine Existenz aufbauen will. Auch Lee ist des Reisens müde und will in der Nähe der Freunde leben. Beinahe ist es nun wie früher, bis Lee ein jahrelang gut gehütetes Geheimnis ausplaudert – jetzt ist ihre Freundschaft in Gefahr …

    Der Autor Nickolas Butler ist in einer Kleinstadt in Wisconsin aufgewachsen. Seine Liebe zur Heimat ist in der Geschichte zu spüren und drückt sich auch in den großartigen Landschaftsbeschreibungen aus. Er ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt noch heute in ländlicher Gegend von Wisconsin.

    „Shot Gun Love Songs“ ist ein Buch über Freundschaft und Liebe, über Schicksalsschläge und Prüfungen, über das Leben im Allgemeinen mit all seinen Facetten und über Musik. Der Schreibstil ist dabei sehr lebendig und flüssig und vermittelt mit liebevoll und gefühlvoll erzählten Details ein angenehmes Leseerlebnis. Jeder der Protagonisten berichtet abwechselnd aus seiner Sicht über sich selbst, seine gegenwärtigen und vergangenen Gefühle und Erlebnisse und über sein spezielles Verhältnis zu den Freunden. Dadurch erhält der Leser ein umfassendes Bild und den Eindruck, die Akteure persönlich zu kennen. Der etwas sentimentale Grundton und die leicht melancholische Stimmung vermitteln ein wohliges Gefühl der Geborgenheit innerhalb der Gemeinschaft der Freunde.

    Fazit: Ein warmer, gefühlvoller Debütroman über das tägliche Leben im mittleren Westen, in dem nicht viel geschieht und doch alles gesagt wird.

  4. Cover des Buches Blasmusikpop oder Wie die Wissenschaft in die Berge kam (ISBN: 9783462046038)
    Vea Kaiser

    Blasmusikpop oder Wie die Wissenschaft in die Berge kam

     (147)
    Aktuelle Rezension von: Maseli

    Johannes Gerlitzen wohnt mit seiner schwangeren Frau Elisabeth in St. Peter am Anger. Der Ort, ein knapp 500 Einwohner zählendes Alpendorf und unterhalb der Sporzer Alpen, mit den 4000 m hohen Gipfeln, gelegen, weißt eine lange Geschichte als rebellische uneinnehmbare Hochburg auf. Weder Kaiser noch Papst konnten dem Dorf Herr werden, eine Tatsache, auf die die St. Petrianer besonders stolz sind. Und so ist es auch, dass kein St. Petrianer sein Dorf verlässt und kaum ein Nicht-St. Petrianer ins Dorf einheiratet. Das ändert sich als Elisabeth eine Tochter zur Welt bringt, in der Johannes seinen Erzfeind und Nachbar Götsch zu erkennen glaubt. Johannes packt seine Sachen und zieht aus dem gemeinsamen Haus aus und ins Kirchenhaus ein. Dort unterzieht er sich einer Entwurmungskur, mit welcher er sich seines 14,8 m langen Bandwurms entledigt und damit seine Berufung für die Naturwissenschaft begründet. Er verlässt sein Dorf, seine Frau und das Mädchen, das sie ihm geboren hat.

    Nach vielen Jahren, Ilse ist nun fast 11 Jahre alt, erkrankt Elisabeth unheilbar an Parkinson. Johannes kehrt ins Dorf zurück, versöhnt sich mit seiner Frau und den St. Petrianern und wird Dorfarzt. Einzig allein das Zusammenleben mit seiner Tochter bleibt extrem schwierig. Auch der Tod der Mutter kann beide nicht zueinander finden lassen. Nachdem Ilse, gegen den Willen des Vaters, Alois heiratet und nach vielen Ehejahren einen Sohn zur Welt bringt, dem sie den Namen ihres Vaters geben und mit A. den Namen des Vaters dazufügen, kommt das Verhältnis der beiden einigermaßen in Ordnung. 

    Johannes A. und der Doktor Opa sind ein Herz und eine Seele. Es ist der Doktor Opa, der den kleinen Johannes A. in die Naturwissenschaft einführt, mit ihm griechische Mythologie liest und den Jungen in seiner Eigenart und ablehnenden Haltung gegenüber den Bergbarbaren, wie Doktor Opa die Dorfbewohner betitelt, fördert. Als er stirbt, ist Johannes A. im Grundschulalter und eine Welt bricht für den Jungen zusammen. 

    Es braucht den Zufall, dass Johannes A. Irrwein, der sich seit dem Tod seines Doktor Opa von der Familie und dem Dorf vollkommen zurückgezogen hat, ein Stipendium bekommt und somit auf das Gymnasium des Benediktinerklosters in Lenk gehen kann. Hier, unter dem Schutz von Pater Tobias erlebt Johannes seine erste glückliche Zeit. Johannes A. wird Mitglied des Digamma-Klubs, dessen Hauptziel der Erhalt der klassisch-europäischen Bildung ist. Die Liebe zu Klassik und die Überzeugung, dass seine Erfüllung in der Fortführung Herodots Geschichtsschreibung liegt, wird für Johannes und die St. Petrianer zu einer großen Herausforderung.

    Meine persönlichen Leseeindrücke

    Der Debütroman von Vea Kaiser ist ein heiteres Werk über ein skurriles Bergdorf und seinen Bewohnern. Darin plaudert sie mit Nonchalance über die St. Petrianer, die in den Dorfchroniken als Bergbarbaren geführt sind, und hat über jeden etwas zu berichten. Auch die Gepflogenheiten, Eigenheiten und Sonderheiten beschreibt sie recht ausführlich. All das macht das Buch stellenweise etwas langatmig. Die vielen direkten Reden im strengen Dialekt sind für mich als Südtirolerin sehr beschwingt zu lesen, ob ein jeder damit zurechtkommt, wage ich zu bezweifeln. Das letzte Drittel des Romans, beginnend mit Johannes‘ verpatzter Maturaprüfung, ist mit Sicherheit am besten gelungen. 

    Fazit

    Nachdem ich ihren letzten Roman „Rückwärtswalzer“ gelesen hatte, wolle ich auch ihre anderen Romane kennenlernen. Mit „Blasmusikpop“ ist ihr ein heiterer Debütroman über das entlegene Dorf St. Peter am Anger und seiner sich der Moderne widerstrebenden Dorfgemeinschaft gelungen. Leider ist das Buch etwas anstrengend und obwohl ab dem letzten Drittel sehr amüsant und lustig geschrieben, ist der Weg dahin doch mühsam.

    4,5 Sterne

  5. Cover des Buches Prost, auf die Wirtin (ISBN: 9782496703467)
    Friedrich Kalpenstein

    Prost, auf die Wirtin

     (86)
    Aktuelle Rezension von: Pixibuch

    Wer auf alpenländisches Szenario Wert legt, der ist mit diesem Krimi bestens beraten. Urig, witzig und sehr spannend. Hauptkommissar Tischler läßt sich von der Hauptstadt aufs Land in in das beschauliche Brunngries versetzen. Sein Dienst hat eigentlich noch gar nicht begonnen, da wird er schon zu einem Mordfall gerufen. Die fesche Leidingerin, Wirtin vom Brunnen, wir dim Wald erschossen aufgefunden. Rätsel geben die beiden Koffer auf, die sie bei sich hatte. Schnell wird ihr Ehemann verdächtigt, der ein gewalttätiger Alkoholiker ist und ein Arsenal an Waffen besitzt. Aber bei der Vernehmung verhalten sich der italienische Koch und die tschechische Bedienung sehr merkwürdig. Und dann gibt es das Metzgerehepaar, auch die scheinen so ihre Heimlichkeiten zu habe. Jedenfalls lockt uns der Autor mit so einigen Verdächtigen, die aber allesamt sich als Fake erweisen. Wunderbar spritzig finde ich den Schlagabtausch zwischen Tischler und dem jungen Beamten Fink. Er erscheint übereifrig, aber gerade deshalb gelingt ihm so mancher Fauxpax. Tischler liebt seinen alten Jaguar und Fink wird man nie ohne seinen Trachebjanker antreffen. Die Dorfbewohner werden hier so richtig schrullig als Nebendarsteller aufgeführt, do dass man sich so manches Mal das Lachen nicht verkneifen kann. Die Ausdrucksweise ist klar und einfach und mit guten bayerischen Sätzen aufgelockert. Das Cover ist Bayerisch:: A Mass, a Dackel, a Herzerl.  Ein Hirschgeweih an der Wand darf natürlich nicht fehlen, Inzwischen sind zwei weitere Bände des Ermittlerduos Tischler/Fink erschienen, die dem ersten Band an nichts nachstehen

  6. Cover des Buches Mordsacker (ISBN: 9783956496813)
    Cathrin Moeller

    Mordsacker

     (53)
    Aktuelle Rezension von: abuelita

    so empfinde ich dieses Buch.

    Klara Himmel hat es samt Familie ins mecklenburgische Mordsacker verschlagen. Wieso und warum erschließt sich dann erst nach und nach im Buch.

    Klara, überzeugte Großstädterin, versucht sich in eine brave Hausfrau zu verwandeln. Ihr Mann, der neue Dorfpolizist, wird zu einem Fall gerufen  - ein Bauer liegt tot in der Güllegrube. Nun ist aber der arme Paul so sehr krank, dass er nicht ermitteln kann – und damit schlägt Klaras große Stunde – schließlich muss sie ihm doch helfen !

    Mich hat dieses Buch nicht überzeugt und ich bin froh, dass ich es im Rahmen meines Kindle kostenlos lesen konnte. Es gibt mir einfach zu viele Ungereimtheiten, die vorne und hinten nicht passen. So kann Klara z.B. überhaupt nicht backen und mehrere Versuche landen in der Mülltonne. DANN aber, direkt vor dem großen Fest, gelingen ihr zwei so fantastische Käsekuchen (und das auch noch aus selbst hergestelltem Quark!!!), und sie wird die Tortenkönigin…

    Und so gibt es ein paar Sachen mehr. Dabei fand ich es- teilweise -schon lustig und auch leidlich spannend, aber es war alles in allem zu viel.

    Den zweiten Band müsste ich nun kaufen, aber wie gesagt, so gut fand ich diesen Teil nicht...also werde ich das mal schön lassen…

     


  7. Cover des Buches Hamish Macbeth fischt im Trüben (ISBN: 9783404174355)
    M. C. Beaton

    Hamish Macbeth fischt im Trüben

     (60)
    Aktuelle Rezension von: Tamarisk

    Ich liebe Cozy-Krimis, aber hier war ich nahe daran abzubrechen. 

    Leider fehlte hier der Humor komplett und die Protagonisten sind durchweg unsympathisch. Dadurch, dass aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird und nicht aus der Sicht des angeblichen Hauptprotagonisten Hamish, wird man auch nicht richtig warm mit ihm. 



  8. Cover des Buches Leise rieselt der Tod (ISBN: 9783740809485)
    Uli Aechtner

    Leise rieselt der Tod

     (47)
    Aktuelle Rezension von: Anni84

    Ein sehr schöner Krimi. Mir hat es Spaß gemacht ihn zu lesen und Spannung war auf jedenfall auch dabei. Man könnte meinen das sogar ein zweiter Teil möglich wäre. Ich empfehle das Buch auf jedenfall gerne weiter. 

  9. Cover des Buches Agatha Raisin und der tote Gutsherr (ISBN: 9783404176458)
    M. C. Beaton

    Agatha Raisin und der tote Gutsherr

     (32)
    Aktuelle Rezension von: Chrissy87

    Agatha zieht nach Norfolk, weil eine Wahrsagerin ihr vorrausgesagt hat, das sie dort einen Mann kennen lernen würde. Doch vor Ort wird sie mal wieder in einen Mord verwickelt.

    Die Geschichte mochte ich wieder ein wenig mehr als die vorherige. Ich bin ja mittlerweile ein großer Fan von Agatha und Charles als Ermittler-Duo. Und ich hoffe die beiden werden in Zukunft auch noch bei dem ein oder anderen Fall zusammen ermittlen, auch wenn das Ende des Buches nicht darauf schließen lässt.

    Ansonsten finde ich es schön, wie sehr sich Agatha mittlerweile in Carsley heimisch fühlt und auch immer wieder dort hin zurück kehrt.

  10. Cover des Buches Toni und Moni oder: Anleitung zum Heimatroman (ISBN: 9783218010795)
    Petra Piuk

    Toni und Moni oder: Anleitung zum Heimatroman

     (26)
    Aktuelle Rezension von: Literatur_Famulus

    Herzhaft lachen ist befreiend, wenn das Lachen steckenbleibt bringt es dich weiter.

    Und wie ich gelacht habe (am Anfang), und wie das Steckenbleiben immer mehr zum Würgen wurde!

    Vor Jahren wurde mir während einer Kur von Therapeutinnen das Lesen von Karl Valentin verboten, mein Lachen hatte die Kojen zu stark geschüttet. Ich glaube, „Toni und Moni – Oder: Eine Anleitung zum Heimatroman“ hätten sie mir auch verboten.

    Im zweiten Teil die Schluckbeschwerden: Tief in der Kehle und zu spüren über die Ohren, bis hinab in die Zehen habe ich sie wahrgenommen und sie regen mich immer noch an.

    Wie die Schriftstellerin, wie Petra Piuk, wie Toni und Moni und auch ein wenig wie die Lektorin, bemühe ich auch einen alten Hadern: „Ich sprenge alle Ketten“ grölten sie alle und ließen nicht ein Kettenglied eingehängt in diesem Mysterien- ups, Literaturspiel. Vielleicht habe ich noch nie ein Buch gelesen, in dem die Fußnoten, das Personenverzeichnis (beinahe alle Alphabet Buchstaben), die Perspektivenwechsel, ein Dorf und meine Erinnerungen als Leser so treffend eingesetzt, beziehungsweise angestoßen wurden.

    Herzliche Gratulation Petra, Frau Schriftstellerin und Tanja

  11. Cover des Buches Bluternte (ISBN: 9783442546763)
    Sharon Bolton

    Bluternte

     (97)
    Aktuelle Rezension von: Tulpen

    Die Geschichte spielt in einem fiktiven englischen Dorf, in dem Traditionen groß geschrieben werden und man es als Zugezogener nicht immer leicht hat. Das erfahren sowohl der neue Vikar als auch die Familie Fletcher, die ein Haus direkt neben der Kirche und dem Friedhof bezieht. Merkwürdige Geräusche in der Kirche, üble Streiche und ein Mädchen, das auf dem Friedhof herumschleicht - schnell wird klar: hier stimmt etwas nicht. Als bekannt wird, dass bereits mehrere Kinder in der Gegend verunglückt oder verschwunden sind, fürchten die Fletchers auch um ihre Kinder. Dann taucht ein Grab mit mehreren Kinderleichen auf...

    Dieser Krimi hat auf jeden Fall seine Stärken. Die Atmosphäre ist sehr schön gruselig, nicht zuletzt, weil die Geschichte vorwiegend im Herbst spielt und die teilweise schauerlichen Rituale zum Erntedank und zur Guy-Fawkes-Nacht voll zur Geltung kommen. Die Handlung ist gut durchdacht, stimmig und in dieser Form nicht vorhersehbar. Und dennoch... Alles in allem wirkt der Krimi für mich etwas unausgegoren. Trotz der Länge bleiben mir viele Personen zu oberflächlich und deshalb packt mich ihr Schicksal nicht so richtig. Außerdem gibt es einige logische Schwächen und Merkwürdigkeiten, zum Beispiel das ständige Auftauchen von Gillian zur falschen Zeit.

  12. Cover des Buches Leichenschmaus im Herrenhaus (ISBN: 9783958192683)
    Karin Kehrer

    Leichenschmaus im Herrenhaus

     (30)
    Aktuelle Rezension von: frollein_line

    Als erstes möchte ich zu diesem Buch sagen, dass es sich zwar um den 2. Fall der herzlichen 66 jährigen Bee handelt aber, dass man Band 1 nicht gelesen haben muss. Jedoch bekommt man ein paar wenige Infos zum 1. Teil und wird gespoilert.

     

    Der Schreibstil der Autorin ist angenehm locker.  Zu Beginn findet der Leser sich langsam in South Pendrick ein und lernt die Bewohner etwas kennen. Dann gibt es auch schon den 1. Toten und der 2. folgt bald darauf. Die Geschichte nimmt also ihren Lauf und ist dabei trotz der Morde ein süßer Wohlfühlkrimi mit Spannungsfaktor. Ab und an konnte ich ein bisschen Schmunzeln und irgendwie hat es die Geschichte geschafft mich als kleiner Teil von South Pendrick zu fühlen. 

    Als kleine schöne Nebensache bekommt der Leser 2 unterschiedliche Liebesgeschichten serviert die nicht unnötig viel Platz einnehmen und damit die Hauptstory nicht überschatten. 

     

    Ich konnte schnell mein Herz für Bee und Lavinia erwärmen. Bee ist einfach eine so patente und liebevolle Frau mit der man gerne mal einen Tee zusammen trinken möchte. Nach dem Tod ihres Mannes wünscht man ihr nur das Beste für ihre Zukunft und erhofft sich, dass sie schnell wieder einen Mann findet der sie glücklich macht denn man merkt ihr an, dass ihr etwas in ihrem Leben fehlt. 

    Desweiteren wird sie immer wieder ungewollter Ermittler im Fall. Eigentlich möchte sie der Polizei nicht in die Queere kommen, jedoch möchte sie ihrer Nachbarin Lavinia zur Seite stehen da auch Bee Lavinia in ihr Herz geschlossen hat.

    Lavinia ist eine unverstandene Frau. Für die meisten Bewohner ist sie nur die Dazugezogene die immer wieder als Prinzesschen abgestempelt wird da sie einen reichen Mann, namens Percy, geheiratet hat. Sie war eine Friseuse und wurde zur reichen Ehefrau. Sie tut mir wirklich Leid da sich niemand außer Bee mal die Mühe macht sie wirklich kennen zu lernen. Ich mochte sie wirklich gerne da ich sie immer aufrichtig fand. Sie wollte einfach nur gemocht und verstanden werden.

     

    Die Spannung war nicht hoch und blieb eher konstant aber das war genau so richtig. Ich konnte trotzdem miträtseln und zwar wurde mir schnell klar wer der Mörder ist aber ich hatte mehrere Theorien wieso diese Person getötet hat und war daher gespannt auf den Grund.

     

    Karin Kehrer versteht es einer Geschichte die richtige Würze zu geben und schweift dabei nicht von der eigentlich Story ab. Sie schreibt detailliert und ihre Charaktere sind gut ausgearbeitet und haben allesamt ihren eigenen Charme und Eigenheiten so, dass man sie in Erinnerung behält.

     

    Ich freue mich bereits auf den nächsten Fall von Bee.

     

  13. Cover des Buches Winterkartoffelknödel (ISBN: 9783862313600)
    Rita Falk

    Winterkartoffelknödel

     (137)
    Aktuelle Rezension von: MariePu
    Welt: Die Geschichte spielt in einem bayrische Dorf. Das Dorf war mit sehr sympathisch und es war gut ausgewählt. 

    Charaktere: Bis auf die Oma hat mir eigentlich kein Charakter so richtig zugesagt und mich in seinen Bann gezogen.

    Geschichte: Ich habe das habe Buch gewartet,dass etwas passiert. aber es mag nicht so recht spannend werden. Dazu kommen Zeitsprünge und Dinge aus der Vergangenheit, die ich nicht nachvollziehen konnte. 

    Fazit: Ich bin wahrscheinlich einfach eher der nordische Typ. Trotzdem habe ich mich wohlgefühlt im Buch und an einigen Stellen gelacht. Die Morde waren kreativ.  2,5 von 5 Sternen
  14. Cover des Buches Schnee, der auf Zedern fällt (ISBN: 9783455651430)
    David Guterson

    Schnee, der auf Zedern fällt

     (241)
    Aktuelle Rezension von: Dini94

    Zu Beginn des Buches befindet sich der Leser in einer Gerichtsverhandlung. Der japanischstämmige Amerikaner Kabou Minamoto wird wegen Mordes an einen amerikanischen Bürger angeklagt. Der Einzige der ihm eventuell helfen könnte, wäre der einarmiger Journalist namens Ishmael Chamber. Dieser jedoch befindet sich in Zwiespalt, denn seine Jugendliebe ist jetzt Kabou´s Frau.

    Der Klapptext deutet auf eine spannende Geschichte, jedoch wird der Leser sehr oft in die Vergangenheit zurück versetzt. Der Autor versucht mit den vielen Rücksprüngen, die damalige angespannte Situation zwischen Amerikaner und japanischstämmigen Amerikaner darzustellen.

    Das Gerichtsverfahren und die Mordaufklärung sind eher nebensächlich. Der Mordvorgang klärt sich auf die restlichen 100 Seiten. Tut mir Leid für den Spoiler. 

    Ja, es ist ein historischer Roman und ja, die Grundidee ist gelungen aber der Inhalt könnte etwas anders verpackt bzw. erzählt werden. Wem langwierige Lebensgeschichten gefallen, wird dieses Buch mögen.

  15. Cover des Buches Die Infantin trägt den Scheitel links (ISBN: 9783990272428)
    Helena Adler

    Die Infantin trägt den Scheitel links

     (38)
    Aktuelle Rezension von: Xirxe

    Man sollte den ersten Satz des ersten Kapitels des Buches durchaus wörtlich nehmen:

    Nehmen Sie ein Gemälde von Pieter Bruegel. Nun animieren Sie es.

    Wenn Du dazu noch weißt, dass die jeweiligen Kapitelüberschriften Gemäldetitel sind und Dir die Mühe machst, Dir vor dem Lesen diese Bilder anzuschauen (im Anhang sind die Maler mit ihren Gemälden genannt), hast Du so ungefähr eine Ahnung, was da auf Dich zukommt. Vielleicht aber auch nicht.
    Helena Adler lässt eine junge Frau rückblickend ihre Kindheit und Jugend erzählen, allerdings, wie von Kindern mit einer überbordenden Phantasie nicht anders zu erwarten, maßlos und voller Übertreibungen. Doch damit nicht genug, gibt es anstatt Heidi-Idyll ein Inferno Danteschen Ausmaßes.

    Die Krallen der Mutter sind messerscharf. Gelb und schrecklich sind ihre hakenförmigen Klauen, am liebsten jagt sie kleine Angsthasen und Faultiere wie mich. Ihr spitzer Schnabel ist ein Hackebeil, damit kann sie Gelenke brechen und Knochen zerschmettern.
    Der Himmel donnert, grollt und erleuchtet die Nacht mit Blitzen. Bäume fallen um. Aus den nassen Lochmäulern der Viermagentiere tropft literweise Speichel. Gehörnte Geifergeschöpfe.

    Daneben ist die Handlung kaum der Rede wert – Landleben eben. Kindheit und Jugend mit einem liebenden, aber saufendem, esoterischem Vater, einer hyperreligiösen depressiven Mutter, gehässigen älteren Zwillingsschwestern, die nichts als Arbeit kennenden Großeltern, dem Pfarrer und dem Bürgermeister. Spannung entsteht kaum, nur die Sprache, die im Fortgang der Geschichte etwas milder wird, ist durchaus bewundernswert. Doch dieses Übermaß an Allem, dieses Übertriebene und das Extreme nutzen sich auf Dauer ab, sodass selbst bei den weniger als 200 Seiten eine Art Gewöhnungseffekt eintritt, was durch die eher schlichte Handlung zu einer gewissen Eintönigkeit führt.

    Vielleicht beim nächsten Mal: Etwas weniger extrem die Sprache, dafür ein Mehr an Handlung – das könnte richtig klasse werden!

  16. Cover des Buches Röslein tot (ISBN: 9783954511518)
    Marketa Haist

    Röslein tot

     (10)
    Aktuelle Rezension von: abuelita

    Die ersten paar Seiten dachte ich, nanu, was ist das denn? Aber dann war klar: hier spricht der Holunder mit mir…. *g*

    Denn hier ist nicht der Gärtner ist nicht der Mörder sondern das Opfer, der Holunder ist der Chef bei den Ermittlungen und die anderen Pflanzen, speziell die Rosen, helfen fleissig mit beim Ermitteln.

    Wie gesagt, mal was ganz anderes und ganz nett zu lesen, aber so richtig konnte mich das trotzdem nicht begeistern.


    Ich würde sagen: man kann es durchaus lesen so für einfach mal zwischendurch, aber als richtigen Krimi kann ich persönlich so etwas nicht sehen. 

  17. Cover des Buches Das Glück der anderen (ISBN: 9783499234309)
    Stewart O′Nan

    Das Glück der anderen

     (65)
    Aktuelle Rezension von: Fantasia08

    Dieses Buch wurde in einem P.M Magazin als Buchtipp angepriesen. Der Inhalt klang sehr spannend, weshalb ich mir das Buch sofort, bei der Buchhandlung meines Vertrauens, bestellt habe.

    Inhalt:
    In einer amerikanischen Kleinstadt bricht eine Seuche aus. Jacob Hansen, Sheriff, Leichenbestatter und Pastor, muss hilflos zusehen, wie die Bewohner seine Warnungen vor der Krankheit in den Wind schlagen und alle Quarantänemaßnahmen missachten. Die Zahl der Toten wächst dramatisch, von der friedlichen Dorfidylle ist nichts mehr zu spüren. 

    Fazit:
    Irgendwie eine Koinzidenz im Moment ein Buch zu lesen, in welchem es um eine Seuche geht, wo wir doch gerade in einer Pandemie stecken.
    Die erste Überraschung hatte ich als ich anfing das Buch zu lesen. Das Buch ist nicht wie gewöhnlich aus der Ich-Perspektive geschrieben oder auktorial erzählt. Es ist eine Art personale Erzählperspektive, in welcher der Erzähler den Hauptprotagonist immer in der Du-Form anspricht. Zum Beispiel: Das geht nicht! flüsterst Du, Eure Gesichter berühren sich fast, dein Schenkel klemmt zwischen ihren Knien. Sie ist so enttäuscht, dass du am liebsten nachgeben würdest....

    Auch die Entwicklung welcher der Hauptprotagonist durchmacht, ist wahnsinnig erstaunlich, vom sehr gläubigen Christen zum Mörder...

    Ich mochte das Buch, es war strukturiert, überraschend und hat spannende Twists. Es lässt sich ring lesen und hat doch einen touch klassische Literatur an sich.

  18. Cover des Buches Mathilda oder Irgendwer stirbt immer (ISBN: 9783423219495)
    Dora Heldt

    Mathilda oder Irgendwer stirbt immer

     (41)
    Aktuelle Rezension von: AnneMayaJannika

    Zum Buch:
    Mathilda wohnt mit ihrem Mann und ihrer Mutter in ihrem Heimatdorf in Schleswig Holstein. Sie fühlt sich da sehr wohl. Ihre Kinder sind zwar weggezogen, aber kommen doch ab und zu zu Besuch.
    Und dann passieren Unfälle, die das Dorf zwar in Aufruhr versetzten, aber trotzdem dafür Sorgen, dass der Frieden und die Harmonie der Dorfgemeinschaft wieder hergestellt werden.

    Meine Meinung:
    Dora Heldt hat in ihrer unnachahmlichen Art einen Krimi geschrieben. Keinen blutrünstigen Thriller, sondern einen Harmonie-Krimi.
    Mathilda wächst einem von der ersten Seite an ans Herz. Sie versucht ein schönes Leben im Alter zu haben, aber immer kommt etwas dazwischen und stört dabei (Mutter Ilse, die Klatschbase von neben an, der abtrünnige Bruder). Auch die ganze Dorfdynamik ist amüsant und die jeweiligen Gedanken, warum man dort so unbedingt wegwollte und sich am Ende doch wieder hier trifft, wo sich Hase und Igel gute Nacht sagen.

    Fazit:
    Gute Unterhaltung für dunkle Wintertage.

  19. Cover des Buches Das Wunder von Treviso (ISBN: 9783463406008)
    Susanne Falk

    Das Wunder von Treviso

     (62)
    Aktuelle Rezension von: cachingguys

    Das Cover lässt vermuten, dass das Buch den Leser in die 50er Jahre entführt, weit gefehlt, es handelt im Jetzt, wenn die Zeit in dem verträumten norditalienischen Dörfchen Treviso auch still zu stehen scheint. Arm und überaltert hat es nicht viel zu bieten, im Gegensatz zu dem Nachbarort, der seinen Namen und seine Berühmtheit Benito Mussolini verdankt, der dort einmal Halt gemacht hat. Don Antonio, der 67 jähriger Pfarrer, stößt auf eine Notiz in der Zeitung, dass in einem Bergdorf der Anden eine weinende Madonnenstatue entdeckt wurde und zum Erhalt um Spenden gebeten wird. Nur solch ein Wunder könnte sein Dorf Retten. Doch zunächst ereilen ihn ein Hexenschuss und dann auch noch seine Schwester Maria, die ihn Pflegen will. Die im 2. Weltkrieg geschändete Marienstatue, der man die Augen gestohlen hat, wird aus dem Schuppen geholt, mit einem Mechanismus versehen, damit sie auf Knopfdruck, blutige Tränen weint. Der Erfolg folgt auf dem Fuße. Die Presse reagiert sofort und so wird Treviso innerhalb kürzester Zeit zum Touristenmagneten. Die Ruhe dieses verschlafenen Dörfchens ist dahin und der Euro rollt. Wenn da nicht der Abgesandte des Vatikans, Francesco di Renzi wäre, der sich von der Richtigkeit dieses Wunders überzeugen will und natürlich der neidische Nachbarort…Der Stil hat viel Charme und das italienische Flair hat Susanne Falk hervorragend eingefangen. Ein bisschen erinnert die Geschichte an Don Camillo, aber die Geschichten waren ja auch gut. Das Buch ist ein flüssig geschriebener unterhaltsamer, netter Roman. Etwas Leichtes für den Urlaub.

  20. Cover des Buches Das Dorf in den roten Wäldern. Der erste Fall für Gamache (ISBN: 9783742410429)
    Louise Penny

    Das Dorf in den roten Wäldern. Der erste Fall für Gamache

     (4)
    Aktuelle Rezension von: tragalibros
    Inspector Gamache ermittelt: In den herrlichen Wäldern Kanadas wird die Leiche einer Küstlerin gefunden, offenbar mit einem Pfeil getötet. Gamache und sein Ermittler-Team stoßen auf eine eingeschworene Dorfgemeinschaft und tief vergrabene Geheimnisse...

    Ich war zunächst sehr angetan von diesem (Hör-)Buch. Der Klappentext hat mir gut gefallen, die Location wirkte vielversprechend und auch der Sprecher dieses Hörbuches hat mir gut gefallen.
    Leider stellte sich schon nach recht kurzer Zeit heraus, dass das Buch oft abschweift und die Mordermittlungen eher in den Hintergrund treten. Der Fokus der Handlung lag auf den Kleinstädtern, die hier alle irgendwie in den Fall verwickelt zu sein scheinen.
    Zudem ist der Handlungsverlauf sehr gemächlich. Auch hier hatte ich mir mehr Schwung erhofft. Stattdessen hält sich die Handlung sehr an Charakter- und Umgebungsbeschreibungen auf, was sich in meinen Augen negativ auf die Geschichte und den Spannungsbogen auswirkt.

    Ich möchte diesem Buch daher nur 2 Sterne geben. Leider ist "Das Dorf in den roten Wäldern" nicht mein Fall.
  21. Cover des Buches Stille Post in Kleinöd (ISBN: 9783492247696)
    Katharina Gerwens

    Stille Post in Kleinöd

     (32)
    Aktuelle Rezension von: KiraNear

    Name: Stille Post in Kleinöd
    Autor: Gerwens & Schröger
    Genre: Regionalkrimi
    Preis: € 8,95 [D] | € 9,20 [A]
    Seiten: 323
    Sprache: Deutsch
    Erscheinungsjahr: 2007
    ISBN: 978-3-492-24769-6
    Verlag: Piper Verlag GmbH


     Rückentext:

    "Ja Bluatsakrament", flucht Joseph Langrieger, als er in seiner Odelgrube einen Toten entdeckt. Das Ganze gibt der Polizei im niederbayerischen Kleinöd Rätsel auf. Ein Fall für die Kripo, entscheide Polizeiobermeister Adolf Schmiedinger, und Kriminalkommissarin Franziska Hausmann muß in ihrem ersten Mord auf dem Land ermitteln. Dabei stellt sich bald heraus, daß der Täter aus Kleinöd stammen muß. Und tatsächlich lauern hinter der scheinbar tadellosen Fassade des hübschen Dorfes jede Menge dunkle Geheimnisse, zerrüttete Ehen, Betrug und Erpressung ... 

     

    Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):

    Das hier ist wieder eines der Bücher, wo ich mir nicht sicher bin, ob ich es mag oder nicht, ob es mir gefallen hat oder nicht, und wenn ja, wie viel. An sich fand ich den Fall sehr interessant, auch wenn für mich der Mörder schnell feststand. Dass es in so einem kleinen Dorf spielt, fand ich dagegen sehr interessant, wie auch die Tatsache, dass das Buch in Niederbayern spielt. Da ich jedoch aus Oberbayern komme, kann ich nicht genau sagen, wie genau die Menschen getroffen wurden oder nicht. 

    Das Buch ist auf jeden Fall gut geschrieben, es hat sich flüssig gelesen und hat schon sehr viel Spaß gemacht. Allerdings habe ich oft die Namen nicht den Leuten zuordnen können und immer mal wieder vergessen, welche Funktion jetzt dieser oder jener Charakter hat. Außerdem denke ich neutral über die Ermittlerin. Sie ist an sich ganz in Ordnung, ein Mensch mit Stärken und Schwächen, aber sie kommt auf jeden Fall besser rüber als die Ermittlerin aus meinem letzten Krimi. Auch wirken die Ermittlungen von ihr und ihren Kollegen besser, auch wenn sie mir gefühlt ab und zu auf der Stelle tritt und eigentlich nur Zeit verschwendet, aber gut, so ist es bei echten Ermittlungen vermutlich auch, nicht jede Spur oder jeder Hinweis führt ins Ziel. Das fand ich gut, so fühlte sich das Ende richtig ermittelt an, nicht so, als wäre ihnen der Täter einfach in den Schoß gefallen. Nur das Motiv hat mich nicht so wirklich überzeugt. 

    Was ich auch seltsam fand, war die 9-11 Besessenheit der Ermittlerin, die in jedem, der ihr krumm kam, einen Betrüger vermutete, der 9-11 dazu genutzt hat, um den eigenen Tod vorzutäuschen und dann ganz woanders mit dem Versicherungsgeld ein neues Leben anzufangen. Genauso, wie sie off-screen die anderen Charaktere damit genervt hat, nervt sie einen den Leser damit hin und wieder. Ohne das hätte die Geschichte sogar noch mehr Spaß gemacht.

    Außerdem gibt es da einen Storypunkt, der einen Kollegen von ihr betrifft, auf den leider nicht näher eingegangen wird, das finde ich sehr schade, das wäre auch mal ein interessanter Punkt gewesen. Vielleicht kann ich es ja im nächsten Band der Reihe lesen, wenn ich mir den eines Tages ausleihen kann. 

     

    Leseprobe:

    Joseph Langrieder hatte gewartet, bis es so dunkel war, daß ihn keiner der Nachbarn mehr mit bloßem Auge erkennen konnte. Es war kurz nach acht. Bestimmt saßen jetzt alle vor den Abendnachrichten. Er selbst hätte auch lieber ferngesehen, aber dem bestialischen Gestank, der seit einigen Tagen von der Sickergrube aus seinen Hof verpestete, mußte endlich ein Ende gemacht werden. Vorsorglich hatte er alle Lichter gelöscht, sogar die Glühbirne aus dem Bewegungsmelder herausgedreht, und war dann mit der Saugpumpe im Schlepptau zur Grubenöffnung geschlichen. Einen Anschlußschlacuch, der direkt in den städtischen Gully führte, hatte er bereits am Nachmittag installiert, jetzt ging es nur noch darum, das eine Ende in die Kanalisation zu führen und das andere direkt an den Grubenrand zu legen.

    Er hatte das immer so gemacht und vor ihm sein Vater, auch wenn es damals noch keine elektrischen Saugpumpen gegeben hatte und der Abwasserschacht mit großen Schöpfkellen in bereitstehende Güllewagen geleert worden war. Kruzifix, was war das jedesmal für eine Sauerei gewesen! Doch anschließend wurde der Badeofen eingeheizt, und dann roch die ganze Familie wie an hohen Feiertagen. Das war schön gewesen. Im Herbst hatte die Großmutter Apfelpfannkuchen mit Zimt gebacken. 

     

    Fazit:

    Das Buch ist an sich weder besonders gut, noch besonders schlecht, sondern einfach in der Mitte. Es hat gute Elemente, aber auch welche, die mir jetzt nicht so gut gefallen haben. Dadurch hält sich das Buch insgesamt die Waage. Von mir bekommt es drei Rubine und ich bin mal gespannt, wie der zweite Band der Reihe ist. Ich denke, danach werde ich erst entscheiden, ob ich die komplette Reihe mal lese oder ob ich es dann bei den beiden ersten belasse. 

  22. Cover des Buches Schlafes Bruder (ISBN: 9783150205679)
    Herbert Willi

    Schlafes Bruder

     (680)
    Aktuelle Rezension von: addicted3books

    Elias Adler ist Sohn eines Bauern, doch seine Welt ist die Musik. Was in Eschberg zählt, sind junge Burschen, die hart anpacken können. Aber das ist nicht er. Elias spielt begnadet Orgel, hat das völlig absolute Gehör, wodurch er seine bäuerliche Umwelt eher verstört, als sie zu beeindrucken. Er ist eben nun mal in ein archaisches Bergdorf hineingeboren. Elias zerbricht daran. Er beschließt seinem Leben ein Ende zu setzen, indem er sich den Schlaf entzieht.

    Welch eine Verschwendung, ein solch unentdecktes Talent. Robert Schneider appelliert an potentielle Förderer, eine derartige Genialität auch wachzuküssen. Denn es wäre ein unendlicher Gewinn für eine Menschheit, die sich Großteils in Belanglosigkeiten verliert. Ein Milieu, das ein Potential mit seiner Ignoranz und seinem Muff erdrückt, lebt kein Leben, sondern wandelt im Suff, im Rausch, im Schlaf. Doch die sind die Brüder des Todes.

    Robert Schneider schildert die Katharsis des verkannten Genies in brillanter Erzählung, die das Lesen zum absoluten Genuss macht.

  23. Cover des Buches Madame Josette oder ein Dorf trumpft auf (ISBN: 9783423215770)
    Julia Stagg

    Madame Josette oder ein Dorf trumpft auf

     (37)
    Aktuelle Rezension von: Geschichtenliebhaberin

    Inhalt:

    Bereits als der Neffe von Madame Josette in dem kleinen Pyrenäendorf auftaucht, um sein Erbe in Anspruch zu nehmen, endet es im Chaos. Es sollte jedoch nicht das letzte Mal sein. Nur widerwillig akzeptiert die kleine Dorfgemeinschaft den Neuankömmling, sind die Bewohner doch eher argwöhnisch gegenüber jeglichen Veränderungen, welche ihr beschauliches Leben durcheinander bringen könnte. Doch nach und nach finden die Ideen des jungen Parisers Anklang und immer mehr wird er ein neues Mitglied der Gemeinschaft. Als schließlich ein dunkles Kapitel aus der Vergangenheit einen der ihren einholt, helfen alle zusammen. Denn wer sich mit einem von ihnen anlegt, der bekommt es mit allen zu tun!


    Meine Gedanken zum Buch:

    Ich fand den Roman von Anfang bis Ende unglaublich unterhaltsam und witzig. Die einzelnen Charaktere sind jeder für sich ein eigenes Highlight, sind sie doch auf ihre eigene Art und Weise schrullig und liebenswert. Zusammen ergibt all das eine bunte Dorfgemeinschaft, in der es nie langweilig wird und es immer ein offenes Ohr für jeden gibt. Auch ist das Buch nicht nur sehr unterhaltsam, sondern auch spannend. Für mich persönlich eine sehr wichtige Eigenschaft einer guten Geschichte, die hier nicht zu kurz kam!


    Fazit:

    Madame Josette oder ein Dorf trumpft auf - von mir gibt es für dieses Buch eine ganz klare Leseempfehlung für jeden, der gerne unterhaltsame, witzige Romane mit schrulligen Charakteren und einer ordentliche Portion Spannung liest!

  24. Cover des Buches Die Holzhammer-Methode (ISBN: 9783499258763)
    Fredrika Gers

    Die Holzhammer-Methode

     (91)
    Aktuelle Rezension von: DramaLama

    Die Holzhammer-Methode von Fredrika Gers

    Cover: Für Krimifans, die Regionalität mögen, ist das Cover sehr ansprechend.

    Schreibstil: Einfach gehalten, leicht zu lesen, dialektische Rede vorhanden 

    Inhalt: Ein Krimi, der mehrere Fäden zieht, die aber am Ende sich gut ineinander fügen. Es gab einiges Lehrreiche z.B. über das Murmeltierfett und die Giftpflanzen. 

    Protagonisten: Holzhammer, der ermittelnde Polizist, scheint eher gemütlich zu sein und sitzt Dinge auch gerne einfach mal aus, was seinem Chef natürlich gar nicht gefällt. Sein Chef, möchte noch gerne etwas reißen und wirkt dadurch sehr ungeduldig. Christine ist in ihrer Ehe unglücklich, da sie betrogen wurde und wird mit in die Ermittlungen gezogen, was für mich nicht immer ganz so klar war, da sie ja selbst noch einen anderen Job hat. Und Holzhammers Kollege, der dann mit Christine anbändelt. 

    Was hat mir gut gefallen? Der Mittelteil des Krimis fand ich gut, da erst dort die Ermittlungen so richtig in Gang kamen. Franz Holzhammer mag ich sehr gern, da er eine gewisse Gemütlichkeit ausstrahlt. Mir hat auch gut gefallen, dass es kein blutrünstiger Krimi war.

    Was hat mir nicht gefallen? Zwischendurch gab es immer wieder träge Stellen, in denen es nur um die Liebelei ging. 

    Fazit: Ein netter, regionaler Krimi für zwischendurch. Deshalb vergebe ich 4 Sterne.

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