Bücher mit dem Tag "dorfleben"
180 Bücher
- Juli Zeh
Unterleuten
(681)Aktuelle Rezension von: Hubertus_FeldmannUm es vorwegzusagen: Dieses Buch ist zum Wiederlesen geeignet, auch zum Verschenken. Ja, auch zum Verschenken, trotz seiner über 600 Seiten und erst recht, aus dem Gefühl heraus, es könnte dem Beschenkten nicht gefallen. Diese Gefahr besteht hier kaum. Eher besteht die Gefahr, dass der Beschenke dieses Buch bereits gelesen hat.
Für die Erstleser empfiehlt sich ein gut gespitzter Bleistift, denn hier wird nicht nur eine äußerst vielseitige und vertrackte Geschichte (es sind eher Geschichten, die zueinanderfinden) aufgeblättert, sondern es kommt so manche Lebensweisheit zum Zuge oder ins „Gespräch“, die den Leser einnimmt, ihn aufrüttelt und ein stückweit begleitet – bis zum nächsten Highlight. Und dies alles in einer Sprache, die komponiert erscheint, in denen die Worte stilsicher zueinander finden, die das Lesen als solches schon zu einem Genuss machen.
So werden beim Lesen Verstand und Emotionen vielfach gefordert, ohne zu überfordern. Mal staunt man über die „Hartnäckigkeit“ (oder ist es Sturheit, Überforderung, Verletztheit, Traurigkeit?) mancher Akteure, mal über die Leichtigkeit, mit der Dinge angepackt werden. Wären da nicht diese Einflüsse von außen, so könnte die Geschichte sicher endlos weitergesponnen werden. So aber kann sich auch Unterleuten nicht weiter wegducken und das Lebensspiel „unter sich“ ausmachen. Wie die sich daraus ergebenden alten Fälle in die neuen hineinschleichen, wie all dies verwoben ist, dafür gibt es nur einen Begriff: brillant.
(20.11.2018)
- Mariana Leky
Was man von hier aus sehen kann
(979)Aktuelle Rezension von: AnirahMariana Lekys Roman ist wie ein modernes Märchen für Erwachsene – voller schräger Charaktere, dörflicher Idylle und einer Prise magischem Realismus. Die Geschichte rund um Selma, die den Tod eines Dorfbewohners voraussieht, sobald sie von einem Okapi träumt, ist sprachlich wunderschön und mit viel Feingefühl für das Zwischenmenschliche erzählt.
Was mir gefallen hat:
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Der Schreibstil: Leky findet Bilder und Vergleiche, die man so noch nie gelesen hat. Man fliegt förmlich durch die Seiten.
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Die Atmosphäre: Das Dorf Westerwald wird so lebendig beschrieben, dass man sich sofort als Teil dieser kauzigen Gemeinschaft fühlt.
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Die Charaktere: Besonders der Optiker und seine unterdrückten Gefühle sind herzzerreißend und wunderbar beobachtet.
Kritikpunkte: Obwohl die einzelnen Szenen glänzen und die Melancholie des Buches sehr einnehmend ist, fehlte mir am Ende der rote Faden, der alles zu einem bedeutsamen Ganzen verknüpft. Viele Handlungsstränge bleiben eher anekdotisch, und manche philosophischen Ansätze wirken zwar charmant, gehen aber nicht wirklich in die Tiefe.
Fazit:
Es ist mitreißend zu lesen, aber leider kommt dabei nichts Großes dabei heraus. Ein schönes Buch für zwischendurch, das durch seine Sprache besticht, mich aber emotional nicht so nachhaltig bewegt hat, wie ich es bei der Grundidee erwartet hätte.
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- Kelly Moran
Redwood Love – Es beginnt mit einem Blick
(1.244)Aktuelle Rezension von: Ilona67Klappentext
Kleine Stadt, große Gefühle
Redwood, ein malerisches kleines Städtchen in Oregon. Genau der richtige Ort für einen Neuanfang. Und den braucht Avery Stowe nach einer desaströsen Ehe dringend, ebenso für sich wie für ihre autistische Tochter Hailey. Da gibt es nur ein Problem: den attraktiven Tierarzt Cade O‘Grady. Eine neue Beziehung ist das Letzte, was Avery will. Sie ist sich nur nicht sicher, wie lange sie Cade widerstehen kann. Vor allem, da sich anscheinend der ganz Ort gegen sie verschworen hat und Amor spielt …
Eine Geschichte in der man bekommt was man erwartet. Gefühle, etwas Spice und ein netter kleiner Ort mit Protas die so ihre Probleme haben. Daher nette Lektüre für zwischendurch. Mehr aber auch nicht.
- John Ironmonger
Der Wal und das Ende der Welt
(507)Aktuelle Rezension von: Ralph-KerpaEin wirklich schöner Roman, der Schreibstil des Autors gefällt mir sehr gut. Eine Geschichte aus einer Zeit, in der die Welt unterzugehen scheint.
Eine Geschichte, die den meisten bekannt vorkommen dürfte. Eine Geschichte, in der der Zusammenhalt und die Zuversicht den Menschen die Hoffnung gibt, dass eben dies nicht passiert. Der Roman ist kurz vor der Corona Pandemie geschrieben worden, sehr schön geschrieben.
Ein lesenswertes Buch, das zum nachdenken anregt.
- Juli Zeh
Über Menschen
(440)Aktuelle Rezension von: marie_d„Über Menschen“ von Juli Zeh hat mich wirklich verblüfft. Es ist eines dieser Bücher, das einen zum Nachdenken bringt – nicht durch große Thesen, sondern durch die ruhige Art, wie es eine Geschichte erzählt, die so real wirkt, dass man sich selbst darin wiederfinden könnte.
Besonders stark fand ich, dass mir das Buch eine Situation vor Augen geführt hat, die ich so im echten Leben bisher nie wirklich erlebt habe – wahrscheinlich auch aus Gründen von Ignoranz oder Distanz. Dora, die Hauptfigur, verlässt Berlin und zieht aufs Land, weg aus ihrer vertrauten, politisch klaren Blase. Dort trifft sie auf Gote, ihren Nachbarn – jemanden, der offen zugibt, die AfD zu wählen. Und trotzdem entsteht zwischen den beiden eine vorsichtige, menschliche Beziehung, die voller Spannungen, aber auch Ehrlichkeit ist.
Das Buch eröffnet Perspektiven, die unbequem sind, und zeigt, wie kompliziert moralische Überzeugungen werden können, wenn sie auf echte Menschen treffen. Gleichzeitig hatte ich stellenweise das Gefühl, dass „Über Menschen“ etwas Naives an sich hat – auch wenn „naiv“ vielleicht nicht ganz das richtige Wort ist. Vielleicht, weil das Buch manchmal zu sehr an das Gute im Menschen glaubt oder Konflikte etwas glättet.
- Dörte Hansen
Mittagsstunde
(288)Aktuelle Rezension von: mrs_overcityDas perfekte Buch für die norddeutsche Provinz.aber auch überall sonst absolut lesenswert! Warmherzig und mit viel Humor erzählt die Autorin die kleinen und großen Dramen eines Dorfes im Wandel.
Es wird viel getanzt: Vom Line-Dance der 'Brinkbüll Buffalos' in Kunstleder-Cowboystiefeln bis zum letzten Schneewalzer ist alles dabei,.
- Lucy Maud Montgomery
Anne auf Green Gables
(411)Aktuelle Rezension von: RheaWinterDie Serie um "Anne auf Green Gables" ist einer DER kanadischen Jugendbuchklassiker schlechthin und erzählt vom Leben des Waisenmädchens Anne, das zu den Geschwistern Marilla und Matthew Cuthbert auf die Farm Green Gables kommt. Matthew schließt sie schnell ins Herz, doch bei Marilla ist Anne zunächst nicht besonders erwünscht, da sie aus dem Waisenhaus eigentlich einen Jungen für die Farmarbeit erwartet hat. Auch mit dem smarten Gilbert, dessen Versuche, ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen, erstmal fehlschlagen, und der schadenfreudigen Josie hat sie es nicht leicht, doch mit Hilfe ihrer Seelenverwandten Diana lebt sich Anne schließlich auf Green Gables und der Dorfgemeinschaft von Avonlea ein.
Das bekannte Buch von Lucy Maud Montgomery wurde 1908 veröffentlicht, weshalb die Autorin authentisch vom Leben der damaligen Zeit berichten kann. Die Figur der mutigen Anne, die dem frechen Gilbert sogar ihre Schiefertafel über den Kopf zieht, war für die damalige Zeit außerdem außergewöhnlich, da sie einen Gegenentwurf zum braven Mädchen, das alles erdulden muss, bietet. Außerdem überzeugt das Buch mit den wundervollen Schauplätzen Kanadas, so zum Beispiel der Insel Prince Edward Island.
- Emily Henry
Book Lovers - Die Liebe steckt zwischen den Zeilen
(475)Aktuelle Rezension von: die_gluecksfeeDie Literaturagentin Nora fühlt sich als Stadtmensch in New York pudelwohl. Ihre Schwester Libby kann sie mit grosser Mühe überzeugen, Urlaub in der Kleinstadt Sunshine Falls zu machen. Dort hoffen beide, ihre Geschwisterbeziehung zu stärken. Libby hat aber noch andere Pläne für ihre Schwester. Zudem wird der Urlaub durch das Auftauchen von Charlie Lastra gestört, den Nora nicht leiden kann.
Ich habe verhältnismässig lange gebraucht (100 Seiten), um in die Geschichte reinzukommen. Erst dann steigt die Spannung etwas, wo sich Nora und Charlie in Sunshine Falls begegnen und sich annähern. Leider war das auch das Highlight der Handlung, denn danach plätschert die Geschichte vor sich hin und ist sehr vorhersehbar. Ich habe mich insgesamt nicht gut unterhalten gefühlt, und durch die nicht überzeugende Handlung musste ich mich fast durchgängig durch das Buch quälen.
Die Figuren sind an sich realitätsnah gezeichnet und weisen auch eine gewisse Tiefe und ihre individuellen Probleme auf. Schlussendlich konnte ich aber mit keinem wirklich warm werden. Die Beziehung zwischen Libby und Nora hat mich auch eher genervt.
Der Schreibstil war in Ordnung - mit einer Prise Humor.
Ich kann für das Buch keine Empfehlung aussprechen. Ich kann mir aber vorstellen, dass jüngere Lesende das Buch toll finden könnten.
- Ulla Hahn
Das verborgene Wort
(177)Aktuelle Rezension von: la_vieIch war wirklich sehr gespannt auf "Das verborgene Wort" von Ulla Hahn. Ein Mädchen, das im Nachkriegsdeutschland um ihr Recht auf Bildung kämpft. Die Idee fand ich wirklich gut und wichtig. Leider konnte mich die Autorin gar nicht erreichen. Die Geschichte war eine Aneinanderreihung von völlig unzusammenhängenden Momentaufnahmen. Erst geht es um ein verschwundenes Kaninchen, das dann auf dem Essenstisch landet, dann wird von einem Besuch eines Glasbläsers in der Schule erzählt, im nächsten Moment geht es um die Erfahrungen der Menschen im Nationalsozialismus. Ich habe einfach nicht verstanden, was mir die Autorin sagen wollte.
Was aber das Lesen noch viel anstrengender gemacht hat, war der ständige Wechsel zwischen Hochdeutsch und rheinischem Platt. Es fiel mir total schwer, den Dialekt zu verstehen. Teilweise kam ich mir richtig doof vor, weil ich ständig in den Fußnoten nachlesen musste, was das bedeuten soll. Hat den Lesefluss leider total kaputt gemacht.
Ich breche wirklich selten Bücher ab. Aber bei diesem könnte ich nach 100 Seiten nicht mehr.
- Bov Bjerg
Auerhaus
(363)Aktuelle Rezension von: rkuehneEine schöne und wirklich ganz klassische Coming-of-Age Geschichte. Frieder versucht sich das Leben zu nehmen, scheitert und soll oder will nach dem Klinikaufenthalt nicht mehr alleine wohnen und zieht mit einigen seiner Schulfreunde in ein altes Bauernhaus seines Opas. Das Auerhaus. Grundsätzlich solide Geschichte, auch gut geschrieben, aber der Funke ist zu mir nicht übergesprungen, ich hab kaum Bindung zu den Figuren gewonnen und daher verbleibt es im Mittelmaß.
- Saša Stanišić
Vor dem Fest
(197)Aktuelle Rezension von: EmmaWinterIn Fürstenfelde steht das jährliche Anna-Fest bevor. Der Erzähler, der in dem "wir" der Dorfgemeinschaft aufgeht und namenlos bleibt, berichtet in der Nacht vor dem Fest vom hier und jetzt in Fürstenfelde, von gestern und von vielen Jahrhunderten zuvor. Bizarre und schräge Typen alle Couleur bevölkern das Dorf, das sich auf dem absteigenden Ast befindet, aber nicht aufgibt und zudem voll ist von kuriosen Geschichten.
"Wir trinken in Ullis Garage, weil nirgends sonst Sitzgelegenheiten und Lügen und ein Kühlschrank so zusammenkommen, dass es für die Männer miteinander und mit Alkohol schön und gleichzeitig nicht zu schön ist. Nirgends, wo nicht Zuhause ist, gibt es überdacht und in Laufdistanz Pils und Sky Bundesliga und Rauchen und Unter-sich-Sein." (S. 19)
Hinter jeder Straßenecke und hinter jedem Fenster entdecken wir neue Figuren und Teile ihrer Biografie. Wir hören eine Weile zu und gehen weiter, lesen ein Kapitel und treffen neue Menschen oder alte Bekannte, wie Herrn Schramm, "ehemaliger Oberstleutnant, Förster, Rentner", der eigentlich nur eine Zigarette rauchen will und dann mit einer Pistole seinem Leben ein Ende setzen möchte.
Der Roman hat mich sehr überrascht. Er ist skurril, witzig, traurig und absolut ungewöhnlich. Es gibt keine wirkliche, stringente Handlung im herkömmlichen Sinne. Immer wieder gibt es hingegen Einschübe aus der alten Dorfchronik, aus der sich auch Figuren verselbständigt haben, die immer wieder im Roman auftauchen. Mythen, vermeintlich historische Ereignisse haben immer noch ihren Platz in der Gegenwart, ebenso wie die Fähe, die Füchsin. Dass die "historischen" Textpassagen entsprechend ihrer Zeit in Frühneuhochdeutsch verfasst sind, macht diese Abschnitte nochmal so interessant.
Insgesamt hatte ich große Freude an diesem ungewöhnlichen Roman, der vor Einfällen des Autors nur so sprüht. Leseempfehlung für alle, die sich auf unkonventionelles Erzählen einlassen.
- Lize Spit
Und es schmilzt
(266)Aktuelle Rezension von: fitreadDa ich keine Triggerwarnungen im Buch finden konnte, nennen wir die schlimmsten Themen, die Kernthemen des Romans, doch mal beim Namen: Es geht um (sexuellen) Missbrauch bzw. Übergriffe und um Suizid. Wer damit keine Probleme hat, findet eine sehr ausgeklügelt konstruierte Handlung mit unterschiedlichen Strängen vor, die schlussendlich ineinander fußen. In seiner Düsternis ist dieser Roman ein Meisterwerk. Ich glaube, man kann die Details des Dorflebens, der Umgebung, der Verhaltensweisen der Menschen nur so genau beschreiben, wenn man selbst Teil davon gewesen ist. Und das beängstigt mich, so sehr geht mir das Buch unter die Haut. Zugleich bin ich angeekelt, fasziniert, erschüttert. Es wird mich noch ein paar Tage lang nachdenklich zurücklassen.
- Eric Stehfest
9 Tage wach
(80)Aktuelle Rezension von: Miss_ZuckerwatteDas Buch beschreibt einen langen und sehr exzessiven Lebensabschnitt des jungen Mannes. Es beschreibt schonungslos die vielen Rauschzustände und Eskapaden des Schauspielers und ist durchaus interessant, da es sich hier um eine wirklich erlebte Geschichte handelt.
Ich hatte immer wieder Probleme in die Geschichte einzufinden und dran zu bleiben. Oft hatte ich nach 10 Seiten auch keine Lust mehr. Ich bin froh, dass ich es durch habe...
- Martin Walker
Bruno Chef de police
(276)Aktuelle Rezension von: Sanne54Nachdem ich schon sehr oft über Bruno, den Chef de Police eines kleinen Örtchens in der französischen Provinz gestolpert bin, nie aber ein Buch gelesen habe, habe ich nun doch mal einen Blick in den ersten Teil gewagt.
Und bin auch eine durchaus charmant konstruierte Geschichte gestoßen, was den namensgebenden Protagonisten und das Setting betrifft. Ein bisschen wie Rosamunde Pilcher in Frankreich. (Passenderweise kommen auch einige Engländer vor.) Bruno, dessen Rolle nicht so ganz trennscharf auf den örtlichen Polizisten festzulegen ist, hat eine große Schwäche fürs Kulinarische und die Tradition seines Perigords, wofür er sich gerne auch mal mit der EU anlegte, und ist anerkannter Teil seiner Gemeinde Saint-Denis. Obwohl kleinere Versuche gewagt werden, der Figur Tiefe zu verleihen (betrifft seine Vergangenheit in der Armee und dass er als Waise aufgewachsen ist), bleibt der überzeugte (?), aber begehrte Junggeselle sympathisch, allerdings ohne Ecken und Kanten. Das finde ich persönlich Schade.
Insgesamt wartet das Buch für mich mit zu vielen Klischees auf. Vielleicht trägt das zum "Cosy"-Gefühl bei, das diese Krimi-Reihe so erfolgreich macht, ich würde mir mehr Authentizität wünschen und weniger "Reiseführer"-Feeling. Da sind die Figuren die entscheidenden Stellschrauben, wie ich finde.Und dann macht zwischen Wochenmarkt, Kulinarik und Tennisplatz der Fall plötzlich eine überraschende Wendung. Nicht nur durch den brutalen Mord, bei dem Bruno den Ermittlern zuarbeitet, sondern auch durch den politisch-historischen Hintergrund, den der Autor einarbeitet. Hier werden interessante Themen aufgeworfen, die aber in diesem Kontext einfach zu flach und banal bearbeitet werden. Das wird der Thematik einfach nicht gerecht, weshalb ich einen zweiten Punkt abziehe. Vielleicht passen die folgenden Fälle Brunos besser zum Setting und sind nicht im Bereich des politisch-brisanten Kapitalverbrechens angesiedelt, denn das würde ihnen meiner Meinung nach besser zu Gesicht stehen.
Im Großen und Ganzen leicht lesbare Unterhaltung und ein sympathischer, spitzbübischer Protagonist, der nachvollziehbar viele Fans hat und hier aber leider in eine zu ambitionierte Story verwickelt wurde.
- Melanie Raabe
Die Wälder
(278)Aktuelle Rezension von: NalasBuchBlogBei dem Klappentext war ich schon ziemlich gespannt auf das Buch. Denn irgendwie klingt es mysteriös, fesselnd und ein bisschen unheimlich.
Der ausschlaggebende Punkt für dieses Abenteuer war ein Brief, den Nina von ihrem kürzlich verstorbenen Freund Tim erhalten hat. Darin geht es um das Verschwinden von Gloria, was bis zum letzten Tag nie aufgeklärt wurde.
Kurz darauf macht sie sich auf den Weg und trifft hierbei auch auf andere Personen aus der Vergangenheit… Wird sie es schaffen, den Fall nach so vielen Jahren aufzuklären?
Die Geschichte wird größtenteils in der Gegenwart erzählt, wo die Protagonisten bereits erwachsen sind und sich in unterschiedliche Richtungen entwickelt haben. Unterbrochen wird dies mit einer gewissen Regelmäßigkeit durch Einblicke in deren Leben als Kinder, als diese noch in dem Dorf gewohnt haben und Gloria verschwand.
Ob es diese Rückblicke wirklich gebraucht hätte, kann ich nicht sagen. Denn wirklich aufschlussreich fand ich diese nicht. Zwar erfährt man ein bisschen mehr über die Verhältnisse der Kinder zu ihren Eltern und untereinander, aber für das aktuelle Geschehen war das nicht wirklich notwendig.
Doch auch wenn ich nur die Hauptstory betrachte, konnte mich die Geschichte absolut nicht erreichen. Größtenteils sitzen Nina, ein Fremder und Wolff im Auto und fahren durch die Gegend. Währenddessen geht sie alle möglichen Szenarien durch, liest immer wieder den Brief und versucht Wolff ein paar Geheimnisse zu entlocken.
Wirklich Bewegung kommt erst im letzten Viertel des Buches rein, was dann auch so schnell vorbei ist, dass ich am Ende sehr unbefriedigend zurückgeblieben bin.
- Martha Grimes
Inspector Jury schläft außer Haus
(180)Aktuelle Rezension von: Igelmanu66»Ja, auf das Konto eines anderen. Es fragt sich nur, auf wessen? Die Bevölkerung hier in der Gegend nimmt von Tag zu Tag ab.«
Wenige Tage vor Weihnachten ist in dem tiefverschneiten Dorf Long Piddleton von Frieden auf Erden nichts zu merken, zwei gruselige Morde mit bizarr zur Schau gestellten Opfern sorgen für Angst und Schrecken. Inspector Jury, aus London von Scotland Yard angereist, macht sich an die Ermittlung und ist sich schon nach kurzer Zeit sicher, dass der Täter jemand aus der Gegend sein muss. Und leider muss Jury außerdem feststellen, dass der Mörder mit seinem Werk noch nicht fertig ist…
Malerische Häuschen, schöne Natur, diverse skurrile Charaktere und mittendrin ein Serienmörder – das ist der Stoff für dieses Buch. Dieser erste Band der umfangreichen Reihe war auch mein erster Kontakt mit Inspector Jury. Anfangs begeisterte mich der Stil nicht gerade, alles lief dörflich-gemächlich ab, da musste ich mich erst einmal reinfinden. Aber dann, nach einer Weile, hatte das Buch mich doch gepackt. Der Inspector hat eine nett unangepasste Art, die mir gefiel. Seinen Assistenten Wiggins mochte ich ebenfalls, ein dauer-erkälteter junger Mann, der möglicherweise schwer unterschätzt wird. Die Nebencharaktere präsentierten sich in einer großen Vielfalt, von sympathisch bis extrem nervig.
Fazit: Ruhiger Krimi vor schöner Kulisse, mit so einigen interessanten Charakteren, die das Ganze unterhaltsam machen.
»Und Ihre Berufsethik? Ein anständiger Polizist würde so etwas nie tun.«
»Ich habe auch nie behauptet, ich wäre einer, oder?« - Katharina Herzog
Das kleine Bücherdorf: Winterglitzern
(199)Aktuelle Rezension von: ButtaIch weiß ja schon, dass so reine romance oft nicht mein Ding sind (außer Nalini Singh und Ana Huang) aber diese Romance hatte nicht mal eine ordentliche Romanze.
Gefallen hat mir: das Setting und die Landschaftsbeschreibung, dieser Buchort und die Buchhandlung.
Das wars auch schon. Die charactere sind flach und langweilig, dafür gibt es viele aber keiner hat Tiefe. Ihre Handlungen waren nicht nachvollziehbar, man konnte sich nicht in sie hineinversetzen, ich hab absolut keinerlei Verbindung oder Gefühle zu denen. Es war mir völlig egal was mit ihnen passiert.
Das Buch lässt sich zwar schnell lesen aber auch der Schreibstil ist irgendwie langweilig.
Vicky ging mir auf die nerven. Siew ar ein totaler push-over Character, wollte ständig Dinge nicht macht sie dann aber weil sie nicht nein sagen und ihre Grenzen aufzeigen kann. Das fand ich sehr demotivierend und ich fand auch nicht wirklich, dass sie sich zum Ende hin entwickelt hat. Beziehungsweise war es dann zu plötzlich/ nicht gut gemacht. Außerdem war sie dauernd voller Vorurteile.
Die gesamte Prämisse des Buches macht für mich keinen Sinn. Zum einen weil sie davon ausgeht, dass ein antiquarischer Buchhändler nicht den Wert einer seltenen Ausgabe kennt und zum anderen, weil sie ihren Job nicht macht. Das ist doch nicht das erste Mal, dass sie was fürs Auktionshaus holen geht? Warum nicht einfach wie sonst darüber reden und stattdessen dort durch eine Lüge zu arbeiten? Andauernd lügt sie, das ist so anstrengend. Sie wirkt außerdem extrem empathielos gegenüber der ganzen toten Mutter Sache oder auch wenn andere von ihren Familientragödien erzählen. Außerdem hat sie wirkllich viele Probleme, die sie ersr mal lösen sollte wie ihre Daddy-Issues und ihre Körper wahrnehmung. Allgemein vermittelt das Buch keine gute Bodypositivity. Weihnachtgefühle gabs auch nicht. Ich mochte niemanden wirklich.Die Romanze kam aus dem Nichts, da war kein Aufbau, keine Anziehungen, keine Chemie. Nada. Und die haben nach den paar Tagen und kaum Gesprächen und Zeit miteinander von der großen Liebe geredet...
Das Buch hat mich ziemlich genervt und aufgeregt, ich war null unterhalten, es war nicht lustig, es war nicht zum mitfühlen...Ich werde die Reihe definitiv nicht weiter lesen.
Noch ein Spoiler zum Schluss:
Ich verstehe nicht warum er ihr einfach verziehen hat? Sie kam nicht um sich ordentlich zu entschuldigen, stattdessen kam er an. Das macht gar kein sinn! Wäre es anders herum würden wir erwarten, dass er zu Kreuze kriecht und sich beweist. Was ist denn das für ne Beziehungsbasis? Was wenn die weiter lügt? allein schon ja über Sachen wie ihre Ernährungsweise?
Auch die Sache mit den Eltern war schrecklich. Warum wird nicht richtig über das Verhalten der Mutter geredet? Stattdessen klingt es immer noch so als wäre der Vater schuld weil er nicht nachgereist ist....
- Romy Fölck
Totenweg
(320)Aktuelle Rezension von: MeinbuecherregalTotenweg von Romy Fölck aus dem #lübbeverlag
Band 1 - unabhängig zu lesender Krimi
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Dieses Buch spielt in Norddeutschland in der Marsch… musste ich natürlich auch endlich einmal lesen.
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Leider leider fand ich es gar nicht so gut 😅 aber das ist nur meine persönliche Meinung
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Ob es nun in der Marsch oder im Allgäu spielt… mir fehlte hier mehr Lokalkolorit. Mehr Insiderwissen. Mehr landestypische Eindrücke.
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Frida, die Protagonistin, mag ich nicht. 18 Jahre hat sie geschwiegen. 18 Jahre hat sie nichts gesagt. 18 Jahre hat sie nichts getan. … Ich könnte sie schütteln.
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Ihre Ermittlungen… sie tappt im Dunkeln. Ich ahne schlimmes.
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Die Auflösung. Wer warum und mit wem? Und wo. Fand ich hier nicht so beeindruckend. Erinnert an eine Soap.
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Vergebe 3 Sterne.
- Hanni Münzer
Heimat ist ein Sehnsuchtsort
(108)Aktuelle Rezension von: KleinerVampirBuchinhalt:
Schlesien, 1928: Nach dem Tod des Vaters muss der Komponist Laurenz den elterlichen Hof übernehmen. Mit seiner Frau Annemarie und den beiden Töchtern Kathi und Franzi findet Laurenz auch als Bauer sein Glück und die beiden Kinder wachsen auf dem elterlichen Hof auf. Während Kathi mathematisch hochbegabt ist, leidet Franzi an einer seltenen Krankheit und kann nicht sprechen. Als die Nationalsozialisten im Deutschen Reich die Macht übernehmen, scheint auch die dörfliche Idylle, in der die schlesische Familie lebt, zusehends betroffen. Denn Kathi gerät in den Fokus der Behörden, als sie einen Mathematikwettbewerb gewinnt und auch Annemarie hütet ein großes Geheimnis....
Persönlicher Eindruck:
Hanni Münzer erzählt im ersten Band ihrer Heimat-Dilogie vom Leben einer schlesischen Bauersfamilie. Das Leben auf dem Land, das Aufwachsen der beiden Kinder und die politischen Gegebenheiten, die Ende der 1920er Jahre zweifelsohne einen Umbruch in der Geschichte des Deutschen Reiches bringen, sind allesamt Thema dieses spannenden und mitreißenden Romans.
Im Mittelpunkt stehen letztendlich die beiden Töchter der Sadlers, Kathi und Franzi. Kathi ist schon seit früher Kindheit ein Wunderkind – sie interessiert sich für komplexe Zusammenhänge, liebt Mathematik und Physik. Ihre kleine Schwester Franz hingehen leidet an einer seltenen Krankheit, weshalb sie auch nie sprechen lernt und sich mit Kathi lediglich durch Summen verständigt. Zudem scheint Kathi auch geistig etwas zurückgeblieben, wird aber dennoch von allen geliebt und wächst scheinbar glücklich und unbeschwert auf dem elterlichen Hof auf.
Die Erzählung ist eingängig, der Schreibstil sehr mitreißend und man kann das Buch kaum aus der Hand legen. Die Figuren sind mit Tiefe und Profil angelegt und man kann sich ein gutes Bild machen von diesem Stück Deutschland, das so sehr mit Polen verbunden war.
Gut gefallen hat mir Dorota, die polnische Haushälterin der Sadlers. Sie ist ein mütterlicher Charakter für de Familie und für die beiden Kinder der Mittelpunkt ihrer Kindheit.
Im Laufe der Handlung schwingt der Roman ein bisschen ins Übersinnliche um, denn Dorota hat das „zweite Gesicht“ und öfter Visionen, die ihr die Zukunft verschiedener Personen voraussagen. Wenn ich ehrlich bin fand ich diese „Zufälle“ etwas zu sehr konstruiert. Ebenso die Tatsache, dass die Nationalsozialisten – nach allem, was man inzwischen über sie weiß – sich so rein gar nicht für die behinderte Franzi interessieren und eine kurze Rückmeldung an den Bürgermeister genügt, um sie aus dem Fadenkreuz zu bringen. Auch die Kommunikation von Franzi mttels Summen halte ich für unrealistisch - vor allem, dass dann auch nur Kathi diese Art der "Verständigung" verstehen soll und "übersetzen" muss. In meinen Augen schon sehr an den Haaren herbeigezogen, mit Verlaub. Ein bisschen zu viel Fantasy und Hokuspokus.....
Die über allem stehende Antagonistin der Familie ist die Frau eben dieses Bürgermeisters, eine überzeugte Nationalsozialistin und ein Biest wie es im Buche steht. Gerade deshalb wundert mich umso mehr, dass die Familie ihre jüngere Tochter bei sich behalten darf.
Kindheit und Jugend der beiden Mädchen sind sehr gut und unterhaltend geschildert, kleine und große Tragödien wechseln ab mit glücklichen Sommern, der Freundschaft zu anderen Kindern und auch zu Tieren, so hier der Hofhund oder ein zahmer Rehbock, den Kathi mit der Flasche aufzieht.
Gegen Ende des Romans kommt dann Annemaries Geheimnis aus ihrer Vergangenheit zum Tragen und die beiden Mädchen geraten in den Fokus der Roten Armee, was letztendlich in einem Cliffhanger zum zweiten Band überleitet. Jedenfalls bin ich sehr gespannt, wie die Geschichte weiter geht und kann hier trotz einiger Kritikpunkte eine Leseempfehlung aussprechen für alle, die historische Romane aus der Zeit der Weltkriege mögen und mehr über Schlesien uund seine Bewohner erfahren möchten.
- Jess Kidd
Heilige und andere Tote
(226)Aktuelle Rezension von: PapercutMit „Der Freund der Toten“ legt Jess Kidd einen ebenso ungewöhnlichen wie bezaubernden Roman vor, der Krimi, Geistergeschichte und Gesellschaftsporträt auf faszinierende Weise miteinander verbindet. Schauplatz ist das Irland der 1970er-Jahre, genauer gesagt eine kleine Küstenstadt, in der nichts so ist, wie es auf den ersten Blick scheint.
Im Mittelpunkt steht Mahony, ein junger Mann, der nach dem Verschwinden seiner Mutter in das Städtchen Mulderrig zurückkehrt. Mahony besitzt eine besondere Gabe: Er kann mit den Toten sprechen. Diese begleiten ihn nicht nur als Stimmen aus dem Jenseits, sondern auch als Kommentatoren des Geschehens – mal humorvoll, mal melancholisch, oft erschreckend ehrlich. Auf der Suche nach der Wahrheit über seine Mutter stößt Mahony auf ein Netz aus Lügen, Gewalt und verdrängten Geheimnissen, das die ganze Stadt durchzieht.
Jess Kidds größte Stärke liegt in ihrer Sprache und Atmosphäre. Ihr Schreibstil ist poetisch, bildreich und zugleich von schwarzem Humor durchzogen. Bereits nach den ersten paar Kapiteln bekommt das Buch einen gewissen "The 6th Sence" Charme. Die Toten, die Mahony begleiten, wirken nie bloß als erzählerischer Kunstgriff, sondern verleihen dem Roman eine besondere Tiefe und Menschlichkeit. Trotz der düsteren Themen – Missbrauch, Schuld, Verlust – bewahrt die Geschichte eine gewisse Leichtigkeit und Wärme.
Die Figuren sind schrullig, vielschichtig und oft moralisch ambivalent. Gerade diese Unschärfe macht sie glaubwürdig und spannend. Mulderrig selbst wird zu einer Art eigenständigem Charakter: ein Ort voller Schönheit, aber auch voller Abgründe.
„Der Freund der Toten“ ist kein klassischer Kriminalroman, sondern ein literarisch anspruchsvolles Werk, das sich Zeit nimmt, Stimmungen aufzubauen und seine Leserinnen und Leser in eine ganz eigene Welt zu ziehen. Ein außergewöhnlicher Roman, der unter die Haut geht – poetisch, düster, humorvoll, mit Tiefgang und zutiefst menschlich.
- Antonia Vitz
Nerventee
(37)Aktuelle Rezension von: Oliver_StarkDieser Roman bietet alles... Witz, Humor, etwas Spannung und Wendungen... selten hat man so oft geschmunzelt, gelacht und gewundert... der Schreibstil ist angenehm und flüssig... die Protagonisten sind perfekt ausgearbeite... die Story einfach nur genial... absolut mega gelungen... und dazu ein Wohlfühlbuch
- Barbara Leciejewski
Fritz und Emma
(249)Aktuelle Rezension von: eldora151Fritz und Emma von Barbara Leciejewski ist für mich eines der schönsten Bücher der letzten Jahre. Es hat mich tief bewegt, ich habe gelacht, geweint und mich oft geärgert – besonders über die beiden Hauptfiguren, die so stur sind, dass sie ihre große Liebe nicht einfach leben können. Diese Mischung aus Wut, Trauer und Hoffnung hat mich sehr berührt und lange beschäftigt.
Eine besondere Rolle spielt Marie, die mit ihrem Mann, dem neuen Pfarrer, ins Dorf zieht. Sie hadert zunächst mit dem Landleben, doch nach und nach öffnet sie sich den Menschen und gewinnt Vertrauen. Mit viel Geduld und Einfühlungsvermögen versucht sie schließlich, Fritz und Emma wieder zueinander zu bringen.
Ein Roman voller Emotionen, der zeigt, wie kostbar die Liebe ist – und wie sehr Entscheidungen, aber auch Sturheit, ein Leben prägen können. Ein Buch, das noch lange nachhallt.
- Elizabeth George
Gott schütze dieses Haus
(465)Aktuelle Rezension von: MartinAGOTT SCHÜTZE DIESES HAUS mag der erste Lynley-Krimi sein, denn Elizabeth George geschrieben hat, aber es ist nicht der erste. In MEIN IST DIE RACHE wird die Vorgeschichte erzählt, aber man kann die Bücher auch in der Reihenfolge lesen, in der sie geschrieben wurden. GOTT SCHÜTZE DIESE HAUS ist kein actionreicher Thriller, sondern ein klassischer britischer Ermittlungsroman mit starkem Fokus auf Charaktere und Atmosphäre. Und so lässt sich George auch Zeit, baut ihre Geschichte langsam auf. Auch mit der Vorstellung ihrr Protagonisten lässt sie sich Zeit, ohne dabei den Leser zu langweilen. Von Anfang an schafft sie es den Leser bei der Stange zu halten und so langsam sich ihr Fall aufbaut so langsam (aber nachhaltig) steigt das Entsetzen und der Unglaube des Lesers. Ein intelligenter, psychologisch ausgefeilter Krimi, der hinter die Fassade englischen Dorflebens blickt. Havers und Lynley harmonieren gut, auf ungewöhnliche Weise und trotz aller Unterschiede weiß Lynley Havers zu nehmen und sie in ihre Schranken zu weisen und sie gleichzeitig zu fördern. Und man merkt auch, welchen Einfluss Havers langsam auf ihren Vorgesetzten ausübt. Und so bietet GOTT SCHÜTZE DIESES HAUS nicht nur einen spannenden Krimi, der trotz fehlender Gemetzel durchaus nahegeht, sondern auch zwei faszinierende Ermittler, mit Ecken und Kanten.
Ein Muss für jeden Fan klassischer Krimis und es ist schon fast schade, dass ich sie erst jetzt lese obwohl ich das schon so lange vor hatte (seit der ersten Lynley Serie)
- Ellen Berg
Ich küss dich tot
(97)Aktuelle Rezension von: Stephanie_RuhAnnabelle steht kurz davor, den Job ihres Lebens in Singapur anzutreten, als sie ein Hilferuf ihrer Eltern ins heimische Hotel in die Alpen ruft. Auf dem Weg dorthin trifft sie einen tollen Typ, findet leider jedoch auch eine Leiche, die nicht die einzige bleiben wird. Es wird turbulent in Puxdorf….
Auf dem Cover, das sofort als ein typisches Ellen-Berg-Cover zu erkennen ist, sieht man eine Bergkulisse, vor deren Hintergrund ein Mann aus Schnee ein Herz formt, hin zu einer Frau mit einer Nikolausmütze. Die gezeichneten Figuren sehen älter aus als die „echten“ Protagonisten, ansonsten passt die Zeichnung gut zum Buch.
„Ich küss dich tot“ zeigt den gleichen tollen Humor wie ihre anderen Bücher, ich mag das sehr. Wobei dieses Buch, vermutlich den Leichen geschuldet, nicht ganz so lustig ist wie manch anderes Buch der Autorin. Die Charaktere sind gut geschildert und wachsen einem im Laufe des Buches ans Herz, vor allem auch die Oma und der Max. Auch Nachdenkliches kommt vor, deshalb hat mich dieses Buch sehr gut unterhalten und es wird bestimmt nicht das letzte von Ellen Berg gewesen sein.























