Bücher mit dem Tag "dorfpolizist"

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37 Bücher

  1. Cover des Buches Winterkartoffelknödel (ISBN: 9783423217941)
    Rita Falk

    Winterkartoffelknödel

    (1.083)
    Aktuelle Rezension von: Aischa

    "Winterkartoffelknödel“ von Rita Falk habe ich mit einer gewissen Erwartung gelesen, denn die Verfilmungen der Eberhofer-Krimis kenne und liebe ich. Sebastian Bezzel als Franz Eberhofer und Simon Schwarz als Rudi Birkenberger sind für mich ein kongeniales Team, dessen Schlagabtausch, Timing und Charme auf der Leinwand einfach perfekt funktionieren.

    Umso schwerer fiel mir zunächst der Einstieg in die Romanvorlage. Die teils sehr abgehackte, knappe Sprache aus Franz Eberhofers Ich-Perspektive ist gewöhnungsbedürftig. Auch wirkt der literarische Eberhofer deutlich kantiger und weniger sympathisch als sein filmisches Alter Ego. Was im Film durch Mimik, Humor und Schauspiel aufgefangen wird, steht im Buch oft nüchterner und sperriger im Raum.

    Mit zunehmender Lektüre habe ich jedoch die Eigenständigkeit des Romans schätzen gelernt. Falk erzählt ruhiger und ausführlicher, gibt mehr Einblick in Eberhofers Gedankenwelt und zeichnet das Dorfleben und seine Abgründe detaillierter, als es der Film kann. Manche Figuren und Konflikte wirken im Buch weniger klamaukig, dafür bodenständiger – was gut zum Genre des Provinzkrimis passt. Auch wenn mir persönlich der Franz Eberhofer auf der Leinwand näher ist, bietet „Winterkartoffelknödel“ solide, kurzweilige Unterhaltung mit viel bayerischem Lokalkolorit, schrägen Figuren und einem kriminalistischen Plot, der nicht von Spannung, sondern vom Milieu lebt.

    Unterm Strich ist der Roman vielleicht nicht ganz so leichtfüßig und charmant wie seine Verfilmung, aber er ist ein gelungener Auftakt zu einer Reihe, die völlig zu Recht viele Fans hat. Für alle, die bayerische Regionalkrimis mögen, ist „Winterkartoffelknödel“ auf jeden Fall eine lohnende Lektüre – besonders dann, wenn man bereit ist, Buch und Film als zwei unterschiedliche, jeweils eigene Erzählformen zu genießen.

  2. Cover des Buches Bruno Chef de police (ISBN: 9783257261219)
    Martin Walker

    Bruno Chef de police

    (276)
    Aktuelle Rezension von: Sanne54

    Nachdem ich schon sehr oft über Bruno, den Chef de Police eines kleinen Örtchens in der französischen Provinz gestolpert bin, nie aber ein Buch gelesen habe, habe ich nun doch mal einen Blick in den ersten Teil gewagt.

    Und bin auch eine durchaus charmant konstruierte Geschichte gestoßen, was den namensgebenden Protagonisten und das Setting betrifft. Ein bisschen wie Rosamunde Pilcher in Frankreich. (Passenderweise kommen auch einige Engländer vor.) Bruno, dessen Rolle nicht so ganz trennscharf auf den örtlichen Polizisten festzulegen ist, hat eine große Schwäche fürs Kulinarische und die Tradition seines Perigords, wofür er sich gerne auch mal mit der EU anlegte, und ist anerkannter Teil seiner Gemeinde Saint-Denis. Obwohl kleinere Versuche gewagt werden, der Figur Tiefe zu verleihen (betrifft seine Vergangenheit in der Armee und dass er als Waise aufgewachsen ist), bleibt der überzeugte (?), aber begehrte Junggeselle sympathisch, allerdings ohne Ecken und Kanten. Das finde ich persönlich Schade.

    Insgesamt wartet das Buch für mich mit zu vielen Klischees auf. Vielleicht trägt das zum "Cosy"-Gefühl bei, das diese Krimi-Reihe so erfolgreich macht, ich würde mir mehr Authentizität wünschen und weniger "Reiseführer"-Feeling. Da sind die Figuren die entscheidenden Stellschrauben, wie ich finde.

    Und dann macht zwischen Wochenmarkt, Kulinarik und Tennisplatz der Fall plötzlich eine überraschende Wendung. Nicht nur durch den brutalen Mord, bei dem Bruno den Ermittlern zuarbeitet, sondern auch durch den politisch-historischen Hintergrund, den der Autor einarbeitet. Hier werden interessante Themen aufgeworfen, die aber in diesem Kontext einfach zu flach und banal bearbeitet werden. Das wird der Thematik einfach nicht gerecht, weshalb ich einen zweiten Punkt abziehe. Vielleicht passen die folgenden Fälle Brunos besser zum Setting und sind nicht im Bereich des politisch-brisanten Kapitalverbrechens angesiedelt, denn das würde ihnen meiner Meinung nach besser zu Gesicht stehen.

    Im Großen und Ganzen leicht lesbare Unterhaltung und ein sympathischer, spitzbübischer Protagonist, der nachvollziehbar viele Fans hat und hier aber leider in eine zu ambitionierte Story verwickelt wurde.


  3. Cover des Buches Nur Gisela sang schöner (ISBN: 9783981701647)
    Dany R. Wood

    Nur Gisela sang schöner

    (76)
    Aktuelle Rezension von: suntweety

    Jupp ist im beschaulichen Ort Hirschweiler der dortige Polizist. Er hat innerlich den Wunsch mal etwas Aufregenderes in seinem Beruf zu erleben und stolpert prompt mit seiner Ehefrau Inge über eine Leiche. Seine Nachbarin Beate wird tot in der Badewanne vorgefunden. Zunächst geht man von einem tragischen Unfall aus, aber bald kommt dies Jupp doch spanisch vor. Insgeheim beginnt er mit seiner Frau Inge und Schwiegermutter Käthe zu ermitteln und findet dort sehr viel Ungereimtheiten in Hirschweiler heraus.


    Dies ist der 3. Band um Familie Backes. Ich liebe diese Reihe. Sie ist kurzweilig, hat immer einen spannenden Mord im Petto und einige lustige und urkomische Sprüche zu Situationen.


    Dieses mal habe ich dies als Hörbuch genossen. An den Erzähler musste ich mich erstmal gewöhnen. Aber so nach und nach kam ich mit ihm als Sprecher zurecht und finde am Ende, das er eine gute Wahl ist.


    Die Geschichte war wieder bis zum Ende hin gut ausgedacht. Es gab mehrere Handlungsstränge und Verdächtige. Zu den Hauptstrang kamen somit doch noch einige Nebenschauplätze hinzu, die den Leser nur noch mehr gefesselt haben.


    Ich fiebere auf neue Werke des Autors hin. 


  4. Cover des Buches Hamish Macbeth fischt im Trüben (ISBN: 9783404193486)
    M. C. Beaton

    Hamish Macbeth fischt im Trüben

    (76)
    Aktuelle Rezension von: Petzi_Maus

    Der erste Band der Reihe um den schottischen Dorfpolizisten Hamish Macbeth war auch für mich der erste; und ich musste anfangs erstmal mit den teilweise schottischen Namen zurechtkommen - vor allem aber mit den vielen handelnden Personen!
    Zum Glück gibt es zu Beginn ein Personenregister, was einerseits hilfreich ist, andererseits aber erstmal abschreckt. ;) Doch durch die unterschiedlichen Charaktere kann man mit der Zeit alle gut auseinanderhalten.
    Allen voran Alice Wilson, eine unvermögende Sekretärin, aus deren Sicht man viel erzählt bekommt. Ich habe sie sofort in mein Herz geschlossen, denn ich mag ihre Kombination aus Schüchternheit und Taffheit.

    Worum geht's eigentlich? John Cartwright bietet gemeinsam mit seiner Frau Heather Kurse in seiner Angelschule an, wo sich diesmal acht unterschiedliche Persönlichkeiten zusammengefunden haben, die eine Woche zum Fischen in der wunderschönen Gegend um (das fiktive) Lochdubh verbringen.
    Eine davon ist die aufdringliche, unverschämte und penetrante Lady Jane Winter, die gegen alle Teilnehmer stichelt und einige in die Bredouille bringt. Denn es gibt Geheimnisse, die nicht ans Tageslicht kommen sollen.
    Als anstatt von Lachsen Lady Jane am Morgen des vierten Tages des Kurses tot aus dem Fluss geangelt wird, stellt sich heraus, dass sie eigentlich eine Klatschkolumnistin ist. Niemand konnte sie wegen ihrer Art leiden und somit haben alle ein Motiv. Doch wer hat es tatsächlich fertiggebracht, sie zu strangulieren? Und was ist das tatsächliche Motiv?

    Der gutmütige Dorfpolizist Hamish Macbeth soll sich laut den Ermittlern aus der Stadt heraushalten, denn er ist deren Meinung nach dafür nicht geeignet - doch genau DAS stachelt ihn auf, und er will nun selbst den Täter enttarnen - auch um Priscilla, der Tochter des örtlichen Großgrundbesitzers zu imponieren.
    Ich mag die ruhige und trockenhumorige Art von Hamish, und dass ihn alle unterschätzen.
    Auch die unterschiedlich ausgearbeiteten Charaktere der Angelschüler sind interessant, und die wunderschöne schottische Landschaft samt der vielen Lochs ist anschaulich beschrieben.
    Nur die Infos zum Angeln waren mir (als nicht-Kennerin) manchmal etwas zu viel.
    Die Auflösung war zwar glaubhaft, aber mir ging es zu schnell, wie Hamish plötzlich den Täter entlarvt hat.


    Fazit:
    Humorvoller Cozy Crime mit viel schottischem Lokalkolorit, einem auf den ersten Blick etwas dümmlichen Dorfpolizisten, der von allen unterschätzt wird und eine illustre Angelgesellschaft unterhalten im ersten Band der Hamish Macbeth-Reihe.

  5. Cover des Buches Nur Uschi kochte schärfer (ISBN: 9783981701654)
    Dany R. Wood

    Nur Uschi kochte schärfer

    (76)
    Aktuelle Rezension von: suntweety

    Der ehemalige Französischlehrer reist nach Hirschweiler zum Klassentreffen. Käthe lernt diesen über das Internet kennen und verknallt sich Hals über Kopf in ihn. Am nächsten Morgen wird dieser tot im Hotelzimmer aufgefunden - Herzinfarkt. Bald wird dies revidiert - es war Mord. Und die Oma steht unter Verdacht. Jupp beginnt zu ermitteln und bekommt von seiner Gattin Unterstützung. 


    Dies ist der 2. Band um Familie Backes. Der Krimi ist an sich abgeschlossen, somit kann man die Bände auch unabhängig voneinander lesen. 

    Das Cover passt zur Geschichte und der Artikel zu der Reihe - es hat schon Widererkennungswert. 


    Die Familie liebe ich. So unterschiedlich sie auch sind, aber sie halten immer zusammen. Inge und ihre naive Art, Jupp mit seiner ruppigen Weise und die Oma, als ewige Teenagerin.


    Herrlich die Unterhaltungen und urkomischen Situationen. Man mag das Buch garnicht mehr aus der Hand legen.


    Selbst der Krimi lässt den Leser miträtseln und man bekommt Stück für Stück neue Indizien und Häppchen zugewiesen.


    Ich freu mich jetzt schon auf weitere Bücher der Reihe.


  6. Cover des Buches Ministermord (ISBN: 9783958131132)
    Kriminalinski

    Ministermord

    (27)
    Aktuelle Rezension von: Wildpony

    Ministermord – Kriminalinski

    Kurzbeschreibung Amazon:

    Hendrik "Pommes" Willen ist Dorfpolizist in Cappeln, einer kleinen Gemeinde in Niedersachsen. Er wird zu einem Verkehrsunfall gerufen. Auf der Landstraße ist ein Auto explodiert und vollständig ausgebrannt. Es handelt sich dabei um den Dienstwagen des Landwirtschaftsministers, der in Cappeln seine Privatwohnung hat. Im Auto befinden sich zwei bis zur Unkenntlichkeit verkohlte Leichen. Die Hure Dausen-Dörte, eine gute Freundin von Willen, befürchtet, dass es sich bei einer der beiden Leichen um ihre Freundin Anna, eine Escort-Dame bzw. Edel-Prostituierte, handeln könnte. Die Kripo stuft den Vorfall aber als Verkehrsunfall ein und schließt die Akte. Daher bittet Dörte Willen, weiter zu ermitteln, was er natürlich nicht kann, da das Sache der Kripo ist. Um Dörte den Gefallen zu tun, ermittelt er daher auf eigene Faust. Willen findet heraus, dass der Minister die Dienste von Anna regelmäßig nutzt. Dem Minister gefallen Willens eigenmächtige Ermittlungen nicht. Er befürchtet, der Polizist macht ihn für den Tod der Escort-Dame verantwortlich. Willen macht weiter und findet Ungeahntes heraus.

    Mein Leseeindruck:

    Ministermord ist der erste Krimi, den ich von dem Autor Andreas Kaminski, der sich Kriminalinski nennt, lesen durfte. Und mit diesem ersten Werk hat mich der Autor schon richtig überzeugen und fesseln können.

    Der Protagonist Hendrik Willen, genannt Pommes, ist ein normaler Dorfpolizist in Niedersachsen. Aber ich fand die Figur von Anfang an gut gezeichnet und beschrieben und so konnte ich ihn mir auch vor meinem inneren Leserauge gut vorstellen.

    Mit der Geschichte an sich sticht unser Autor schon irgendwie in ein Wespennest und so ist es auch super das hier Hendrik auf eigene Faust ermittelt. Schließlich schließt die Kripo viel zu schnell die Akte in diesem Fall und ermittelt nicht weiter, da die Explosion als Unfall eingestuft wird. Aber unser Dorfpolizist zeigt war wirklich in ihm steckt!

    Kriminalinski hat es sofort geschafft mich in die Geschichte mit hinein zu ziehen und ich hatte interessante, spannende und humorvolle Lesestunden. Für einen Debütkrimi ist dieses Buch für mich ein absoluter Volltreffer. Und daher kann ich es auch noch wärmstens empfehlen.

    Fazit:

    Spannende Story, interessante Protagonisten, nachvollziehbare Handlungsweisen und ein zufriedenstellendes Ende – all das ist verpackt in diesen tollen Krimi von Andreas Kaminski.

    Für mich heißt das beide Daumen hoch und zu meiner uneingeschränkten Leseempfehlung gibt es natürlich noch wohlverdiente 5 Sterne *****

  7. Cover des Buches Hamish Macbeth verschlägt es die Sprache (ISBN: 9783404189724)
    M. C. Beaton

    Hamish Macbeth verschlägt es die Sprache

    (13)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Einen ersten Blick auf das Geschehen erlaubt die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:

    Auch der vierzehnte Band der Reihe beschert dem Leser angenehme Krimi-Unterhaltung - ohne sich sonderlich von den Vorgängern abzuheben. Wie immer geht es bei den Ermittlungen eher gemütlich zu - nägelkauende Spannung sucht man hier vergeblich. Das ist bei diesem Genre aber auch zu erwarten. Die Figuren sind gut heraus gearbeitet - die Hauptprotagonisten sind dem Reihenleser ja längst bekannt.

    Wieder ein schöner Band, der die Lust hinterlässt weitere solcher Bücher zu lesen.

  8. Cover des Buches Hamish Macbeth fängt einen dicken Fisch (ISBN: 9783404192427)
    M. C. Beaton

    Hamish Macbeth fängt einen dicken Fisch

    (11)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Einen kurzen Blick auf die Handlung ermöglicht die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:

    Der 15. Band dieser schönen Cosy-Crime-Reihe um den Dorfpolizisten Hamish Macbeth schlisset sich inhaltsmäßig unmittelbar an das Vorgängerbuch an. Das ist übrigens auch eines der Erfolgsgeheimnisse der Reihe: Nämlich die kontinuierliche Weiterentwicklung der Handlung und der Protagonisten.

    Auch diesmal ist der Spannungsanteil eher mäßig - aber für dieses Genre ausreichend. Der Charme des Buches liegt mehr im Zusammenspiel der verschiedenen Figuren, die sehr schön gezeichnet sind.

    Ein sehr unterhaltsamer Band der Reihe der Lust macht auf das nächste Buch.

  9. Cover des Buches Ein irischer Dorfpolizist (ISBN: 9783839897072)
    Graham Norton

    Ein irischer Dorfpolizist

    (46)
    Aktuelle Rezension von: MAZERAK

    PJ Collins ist Sergeant in Duneen, einem kleinen Ort im Süden Irlands. Sein Leben ist beschaulich, aufgrund seines Körperumfangs manchmal beschwerlich, aber es verläuft in geregelten Bahnen. Als auf einem Baugrund menschliche Knochen gefunden werden, ändert sich von einem Tag auf den anderen plötzlich alles. Und gleich mehrere Dorfbewohner scheinen in diesen „Cold Case“ verstrickt zu sein. PJ Collins macht sich auf Spurensuche und entdeckt Unerwartetes…

    Wer hier einen gruseligen Krimi erwartet, wird vielleicht enttäuscht sein. Aber Graham Norton ist eine sehr, sehr liebenswerte und unterhaltsame Geschichte gelungen, die von Schicksalsschlägen erzählt, die das Leben mancher Menschen völlig aus der Spur wirft. Er schreibt lebendig, detailreich und farbenfroh, und begeistert den Hörer mit viel irischem Flair. Seine Menschen sind echt und voller Gefühle, und man spürt den Sog, den Strudel, in den PJ Collins unweigerlich gezogen wird. 

    Obwohl die Story vom Leben und Lieben der Menschen getragen wird und viele Rückblicke immer wieder etwas mehr Licht in die tödliche Vergangenheit bringen, gelingt es nicht, einen Täter zu fokusieren. Und so staunt man über ein unvorhergesehenes Ende, das gleichermaßen erschreckend wie auch berührend ist. 

    Mir hat das Hörbuch sehr gut gefallen und Charlie Hübner ist einfach der perfekte Interpret für diesen eigentlich dramatischen Fall.

  10. Cover des Buches Ein irischer Dorfpolizist (ISBN: 9783499291487)
    Graham Norton

    Ein irischer Dorfpolizist

    (87)
    Aktuelle Rezension von: TanjaJasmin

    Nachdem in dem Dörfchen Duneen bei Bauarbeiten die sterblichen Überreste eines Menschen gefunden werden, ist der örtliche Polizist Sergeant "PJ" Collins nach Jahrzehnten das erste Mal wieder richtig gefordert. Es gilt, einen echten Kriminalfall zu lösen und die jahrzehntelang gehüteten Geheimnisse des Dorfes und ihrer Bewohner zu lüften.

    Doch auch wenn sich die Dorfbewohner einig sind, dass es sich bei den sterblichen Überresten um den vor zwanzig Jahren spurlos verschwundenen Tommy Burke handeln muss: so einfach löst sich ein jahrzehntelang gut gehütetes Geheimnis nicht! Schon gar nicht, wenn seinerzeit gleich zwei junge Damen, Brid und Evelyn, um die Liebe des Mannes buhlten. 

    Um etwaigen Enttäuschungen vorzubeugen sei an dieser Stelle direkt gesagt, dass der Kriminalfall respektive die Ermittlungsarbeit hier nicht im Vordergrund stehen. Vielmehr dient dieser als eine Art roter Faden, anhand dessen die Lebensgeschichten der Protagonisten erzählt werden (ähnlich wie in "Der Gesang der Flusskrebse" von Delia Owens).

    Und das macht Graham Norton wirklich ganz wunderbar. Die Figuren sind liebevoll gezeichnet und toll ausgearbeitet. Es eint sie der tiefe Wunsch nach Liebe und Anerkennung und einem Gefühl von Zugehörigkeit. Gleichzeitig wird deutlich, welch zerstörerische Kraft dunkle Geheimnisse haben können, angefangen bei jahrzehntelang aufrecht erhaltener und zu unrecht empfundener Scham bis hin zu ungelebten Leben aufgrund einem Verharren in der nicht aufgearbeiteten Vergangenheit. 

    Durch den Fund des Toten erwachen die Protagonisten jedoch gefühlt zu neuem Leben und stellen sich diesem vielleicht zum ersten Mal. 

    Besonders gut gefallen hat mir auch die Charakterentwicklung der Figuren im Laufe der Geschichte, wobei hier insbesondere Brid und PJ mein Herz erwärmt haben. Die beiden Charaktere wurden sehr komplex dargestellt und haben sich für mich dadurch wirklich authentisch angefühlt. Brid, die mehr und mehr erstarkt und PJ, der sich selbst seit jeher unterschätzt und dabei doch ein so feines Gespür für Menschen und Situationen hat. 

    Der Erzählton ist eher dunkel, wird jedoch durch einen gelegentlichen feinen Witz durch den Autor aufgelockert, ohne der Geschichte dadurch jedoch ihre Ernsthaftigkeit zu nehmen. 

    Und obwohl dies kein Krimi ist, wird es am Ende doch noch einmal richtig nervenaufreibend! 

    Von mir eine klare und absolute Leseempfehlung und ich werde mir nun auch die weiteren Werke von Graham Norton anschauen! 



  11. Cover des Buches Himmelfahrtskommando - Ein Mordsacker-Krimi (ISBN: 9783956497995)
    Cathrin Moeller

    Himmelfahrtskommando - Ein Mordsacker-Krimi

    (39)
    Aktuelle Rezension von: Anett_Heincke

    „Himmelfahrtskommando“ ist der 2. Mordsacker-Krimi

    Klara Himmel und ihre Familie wurde im Rahmen eines Zeugenschutzprogrammes in das beschauliche Dörfchen Mosacker umgesiedelt. Ihr Mann Paul arbeitet als Dorfpolizist und ihre Tochter Sophie als Landärztin. Nur Klara selbst hat keine wirkliche Aufgabe mehr. Nachdem sie dort erfolgreich in einem Mordfall ermittelt hatte, fehlt ihr nun das Großstadtleben und der Nervenkitzel. Zu Hause ist sie zur Hausfrau mutiert und lebt zwischen Marmelademachen, Gemüseputzen und Ziegenstall. Notgedrungen ist sie Mitglied bei den Landfrauen geworden, hat sich aber nicht wirklich eingelebt und ist höchst unzufrieden. 

    Zum Glück gibt es endlich einen Todesfall, den Klara sofort als Mord einstuft. Nun lässt sie sich auch dazu überreden, beim jährlichen Theaterstück mitzuspielen, für die die Tote das Drehbuch schreiben wollte. Da ihr Paul im Urlaub ist, weil sich Nachwuchs bei seinen Ziegen ankündigt, übernimmt ein sehr arrogante Kommissar den Fall. Außerdem spielt die junge und hübsche Schamanin Alina eine Rolle und verwirrt Klara das eine oder andere Mal gehörig. 

    Mit Klaras Vorgehen ist die Handlung sicher sehr unrealistisch. Trotzdem fand ich das Buch doch sehr amüsant. Immer wieder kam sie mit neuen Verdächtigen und Zusammenhängen. Und am Ende war doch alles anders. Klara ist zwar relativ anstrengend und nervt viele Menschen, trotzdem mag ich sie. Pauls Verhalten dagegen empfand ich als ziemlich schäbig. Er kümmert sich nur um seinen Garten und seine Ziegen, füllt die Küche mit Obst und Gemüse und erwartet von Klara, dass sie alles verarbeitet und straft sie ansonsten mit Missachtung. Und obwohl Klara an der Situation ihrer Familie schuld ist, ist sie einfach keine Hausfrau. Gegen Ende entspannt sich die Situation zwischen den beiden aber wieder. 

    Mir hat das Buch gut gefallen. Es gab viele interessante, mehr oder weniger sympathische Menschen und eine rasante Handlung und ich würde auch gern noch mehr mit Klara ermitteln.

    Das Cover ist absolut süß und passt zum Landleben. 

  12. Cover des Buches Hamish Macbeth und das Skelett im Moor (ISBN: 9783404176083)
    M. C. Beaton

    Hamish Macbeth und das Skelett im Moor

    (38)
    Aktuelle Rezension von: Chrissy87

    Hamish Macbeth soll die Urlaubsvertretung in einem sehr unbeliebten Dorf machen, doch als ein Skelett gefunden wird, hat er alle Hände voll zu tun den Täter zu finden.

    Auch dieser Fall war wieder spannend, unterhaltsam und auch stellenweise lustig. Man muss Hamish einfach in sein Herz schließen.

    Mit jedem weiteren Buch werde ich zu einem größeren Fan. 

    Das sind wirklich Geschichten die den Titel "Cosycrime" verdienen. Es gibt Mord und Totschlag und meistens einige Personen die echt ätzend sind, aber trotzdem fühlt man sich in Schottland und mit Hamish wohl.


  13. Cover des Buches Hamish Macbeth riskiert Kopf und Kragen (ISBN: 9783404185443)
    M. C. Beaton

    Hamish Macbeth riskiert Kopf und Kragen

    (18)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Es ist das bewährte Muster, nach dem M.C. Beaton all  ihre Hamish Macbeth-Romane gestrickt hat. Ein allseits unbeliebter Unsympath, diesesmal ein Ehemann, der seine Gattin wie den letzten Dreck behandelt, wird ermordet. So kommt wieder einmal Hamish Macbeth ins Spiel, diesmal allerdings nicht als Ermittler, sondern als kurzzeitig Verdächtigter. Nach der Trennung von Priscilla Halburton-Smythe, für die er als verantwortlich gilt, wird er in Lochdubh von allen geschnitten, daher beschließt er, zunächst einmal Abstand zu gewinnen und Urlab zu machen, also fährt er ins romantische Küstenstädtchen Skag, auf das er in einer Anzeige einer Pension, die mit besonders günstigen Preisen wirbt, gestoßen ist. Nicht nur, dass der geringe Preis einem miserablen Essen geschuldet ist, die Stimmung der in der Pension vereinten Zufallsgemeinschaft wird durch die ständigen Ausfälle des stinkstiefeligen Gatten gegen seine Frau zusätzlich getrübt. Um für sich und die anderen das beste aus dem Urlaub zu retten, macht Hamish dem Mann eine klare Ansage mit unbedachten Worten, die auf ihn zurückfallen, als der später ermordet aufgefunden wird. Den hinzugezogenen Polizisten wird zwar schnell klar, dass Hamish unschuldig ist, aber er soll weiterhin undercover in der Pension ermitteln, da den anderen Gästen sein Beruf zunächst nicht bekannt ist. So kämpft Hamish an zwei Fronten, zum einen versucht er den Mörder zu finden, zum anderen möchte er den anderen soviel Urlaubsfeeling retten wie möglich. So wächst eine kleine Schicksalsgemeinschaft heran, allerdings in dem Wissen, dass einer unter ihnen ein Mörder ist.

    Wenn man das oben genannte Strickmuster mag, so wie ich es tu, dann wird man auch im 11. Hamish Macbeth-Roman gut unterhalten, allerdings gibt es einen Wermutstropfen, denn Hamishs langjähriger treuer Begleiter  Trowser stirbt. Schwer vorstellbar, wie es mit dem Polizisten ohen Hund weitergehen soll.

  14. Cover des Buches Hamish Macbeth und das tote Flittchen (ISBN: 9783404177851)
    M. C. Beaton

    Hamish Macbeth und das tote Flittchen

    (28)
    Aktuelle Rezension von: Chrissy87

    Ein Auto geht in Flammen auf und die Frau darin stirbt. Hamish beginnt mit den Ermittlungen und stößt dabei auf allerhand Geheimnisse die die Tote hatte. Doch kurz darauf wird ein weiteres Auto manipuliert.

    Bei diesem Teil hat es etwas länger gedauert bis der eigentliche Mord geschehen ist, was aber auch mal interessant war. So konnte man schön nachvollziehen wer alles ein Motiv haben könnte.

    Der Anfang der Geschichte war sehr lustig, ich musste stellenweise echt lachen. Ansonsten war die Geschichte wie immer sehr unterhaltsam, spannend, lustig und auch skurril.

  15. Cover des Buches Hamish Macbeth gerät ins Schwitzen (ISBN: 9783404194070)
    M. C. Beaton

    Hamish Macbeth gerät ins Schwitzen

    (13)
    Aktuelle Rezension von: PeterK

    An sich eine super  Handlung... aber es hat wohl nicht für genügend Seiten gereicht. Es tauchen immer wieder neue Verdächtige auf, alte werden reaktiviert und man - zumindest ich nicht -  blickt bei der Vielzahl der Namen überhaupt nicht durch. Völlig unglaubwürdig ist Hamish Macbeth pubertäre Haltung Frauen gegenüber. Eigentlich steht die Liebe vor der Türe, aber Hamish verhält sich eher kindlich, Dass passt nicht zu sein Verhalten in den früheren Stories. Also - eine schwächere Ausgabe der an sich guten Reihe und das Lesen war eher zäh als spassig!

  16. Cover des Buches Hamish Macbeth spuckt Gift und Galle (ISBN: 9783404176748)
    M. C. Beaton

    Hamish Macbeth spuckt Gift und Galle

    (30)
    Aktuelle Rezension von: Pegasus1989

    Und noch ein richtig gut gemachter Krimi dieser wunderschönen Reihe. Beim Lesen merkt man sofort, wie angespannt die Lage ist. Die Frauen sehen Trixie als ihr Idol an und einige wollen ihr nacheifern und die Männer sind mehr als nur eifersüchtig, da sie vernachlässigt werden. Viele Verdächtige, angefangen vom Pfarrer bis hin zum kleinen Koch und doch ist am Ende nur eine Person der Täter. Interessant sind die Befragungen und das Motiv, was sich am Ende heraus kristallisiert. Hamish zeigt mal wieder erstaunliche Ermittlungsfähigkeiten, obwohl im selbst die Angst im Nacken sitzt, jemanden aus seinem geliebten Dorf verhaften zu müssen. Toll gemacht und auch der Highland-Humor kommt mal wieder mehr als nur gelungen rüber.

  17. Cover des Buches Hamish Macbeth ist reif für die Insel (ISBN: 9783404178292)
    M. C. Beaton

    Hamish Macbeth ist reif für die Insel

    (32)
    Aktuelle Rezension von: admit

    Im Buch wird sogar in einem Dialog erwähnt, dass Agatha Christie einen ähnlich konstruierten Mordfall geschrieben hat. Das fand ich ehrlich, denn die Autorin gibt sich alle Mühe, in die die großen Fußstapfen ihres offensichtlichen Vorbildes zu treten. Hamish Macbeth ist zwar kein pingeliger Poirot, dafür ein stoischer Dorfpolizist, der verschnupft in ein Gesundheits-Hotel eincheckt, weil die Inhaberin einen Anschlag auf ihr Leben fürchtet. Die Inselbewohner sind alle gegen sie, ihr Ex-Mann ist auch keine Hilfe und unter ihren illustren Gästen befindet sich ein weiblicher Snob, der bald ein rüdes Ende findet. Wen wundert es da, dass die Dame in Not den gutmütigen Helden verführen will, doch dieser widersteht. Nach nur 148 Seiten hat er den Fall aufgeklärt und seine Gesundheit wieder. Das ganze Setting fand ich ansprechend und die meisten Charaktere sympathisch.

  18. Cover des Buches Hamish Macbeth lässt sich nicht um den Finger wickeln (ISBN: 9783404184149)
    M. C. Beaton

    Hamish Macbeth lässt sich nicht um den Finger wickeln

    (23)
    Aktuelle Rezension von: Chattys_Buecherblog

    In diesem Buch präsentiert die Autorin, nicht nur die Ermittlungen zu einem ziemlich verzwickten Mord, sondern auch die Gefühlsduseleien von Hamish und Priscilla.


    "Nie hat man seine Ruhe, manchmal liegt's an der Leiche." So beginnt der Bastei Lübbe Verlag die Kurzbeschreibung des zehnten Bandes mit dem charmanten, aber auch eigenbrötlerischen Constabler Hamish Macbeth.. Wie man aus dem Einleitungssatz des Verlages und dem Titel bereits erkennen kann, geht es in diesem Buch nicht wirklich ruhig und entspannt zu. Hamish's Gefühlswelt wird kräftig durcheinander gewirbelt und am Ende .... Na ja, mehr werde ich dazu nicht erzählen, da es für euch ja spannend bleiben sollte.


                                                                                       ***


    Dieses Buch ist wieder einmal ein Beispiel dafür, dass die Autorin einfach ein glückliches Händchen für die Verwicklungen von Mensch und Tat hat. Auf der einen Seite steht der Neubürger im Nachbarort im Fokus, dem scheinbar alle Frauen zu Füßen liegen, auf der anderen Seite geht es um die Beziehung von Hamish und Priscilla. Wer denkt, dass zwischen den Beiden alles Friede, Freude, Eierkuchen ist, der irrt gewaltig. Denn auch hier hat die Autorin tief in die Trickkiste gegriffen. 

    Ich bin ein großer Fan des skurillen, aber charmanten schottischen Ermittlers, so dass ich mich schon auf die weiteren Bände freue und die Übersetzungen kaum erwarten kann.

  19. Cover des Buches Guglhupfgeschwader (ISBN: 9783742425645)
    Rita Falk

    Guglhupfgeschwader

    (76)
    Aktuelle Rezension von: mysticcat

    Mit Guglhupfgeschwader, dem zehnten Band der Eberhofer-Reihe, hat Rita Falk wieder einmal abgeliefert – und zwar auf ganzer Linie. Wer die Mischung aus bairischem Charme, skurrilem Humor und überraschend raffiniertem Kriminalfall liebt, kommt hier voll und ganz auf seine Kosten. Ich jedenfalls habe es wieder in vollen Zügen genossen!

    Besonders hervorheben möchte ich auch diesmal die konstant großartige Sprecherleistung von Christian Tramitz – ja, die Schreibweise ist korrekt. Seine Stimme verleiht den Figuren so viel Leben, Witz und Charakter, dass man beim Hören fast vergisst, dass es sich „nur“ um ein Hörbuch handelt. Tramitz ist Franz Eberhofer – mit jeder Betonung, jedem Seufzer und jedem grantigen Kommentar trifft er genau den richtigen Ton. Ohne ihn wäre das Hörerlebnis nur halb so gut.

    Was Guglhupfgeschwader besonders macht: Es ist nicht einfach „nur“ ein weiterer Fall – es ist der zehnte Band der Reihe und bringt damit eine gewisse Feierlichkeit mit sich. Der Eberhofer wird sogar ausgezeichnet – und das mit all den liebevollen Eigenheiten, die ihn so sympathisch machen. Gleichzeitig bleibt Rita Falk ihrer Linie treu und lässt uns weiterhin am Leben in Niederkaltenkirchen teilhaben. Die Entwicklungen im Familien- und Freundeskreis sind genauso spannend wie der eigentliche Kriminalfall.

    Meine Lieblingsfigur bleibt und bleibt die Oma – ihr trockener Humor, ihr legendärer Guglhupf und ihre bodenständige Art sind einfach unschlagbar. Ich hoffe sehr, dass sie uns noch in vielen weiteren Bänden erhalten bleibt. Sie ist das Herzstück der Reihe.

    Natürlich gilt auch hier: Wer neu einsteigt, sollte unbedingt mit Band eins beginnen – die Charaktere entfalten ihren vollen Charme erst, wenn man sie wachsen sieht. Für alle, die die Serie schon kennen und lieben, ist Guglhupfgeschwader ein würdiges Jubiläum und ein echtes Schmankerl.

    Fazit: Ein Krimi, der mehr ist als ein Krimi – mit Herz, Humor und Heimatgefühl. Dank Rita Falks pointierter Erzählweise und Christian Tramitz’ brillanter Lesung wird auch dieser Band zum echten Highlight. Absolute Hörempfehlung!

  20. Cover des Buches Krabbenkuss mit Schuss (ISBN: 9783499002441)
    Christiane Franke

    Krabbenkuss mit Schuss

    (38)
    Aktuelle Rezension von: mabuerele

    „...Viel spaßiger ist es, wenn Sie einen Spaziergang mit den Alpakas buchen. Die Tiere tragen dabei ein Halfter, die Kinder führen sie am Zügel...“


    Rosa ist auf der Alpakafarm erschienen, um ein Veranstaltung für ihre Klasse zu vereinbaren. Als Edda ins Haus geht, um den Prospekt zu holen, finden sie am Fuße der Treppe ihren Mann. Wiederbelebungsversuche scheitern. Der Arzt schließt einen Unfall aus.

    Die Autorinnen haben eine amüsanten und spannenden Krimi geschrieben. Die Geschichte lässt sich flott lesen.

    Für mich ist es das erste Buch aus der Reihe. Trotzdem konnte ich der Handlung problemlos folgen.

    Kommissar Schnepel – der Mann hat seinen Beruf verfehlt. Beweise sind für ihn Schall und Rauch. Er weiß sofort, wer der Täter ist. Auch Empathie gehört nicht zu seinen besonderen Fähigkeiten. Verhöre werden gern einmal in der Öffentlichkeit durchgeführt. Dass sein Vorgesetzter hier nicht die Bremse zieht, kann ich allerdings nicht verstehen. Dorfpolizist Rudi versucht auf seine Art, die Wogen zu glätten. Und Rosa geht bei den Ermittlungen mal wieder eigene Wege.

    Doch nicht nur der Mord ist aufzuklären. Bei einer alteingesessenen Teefirma wurde die goldene Teekanne vor dem Eingang abmontiert. Im Erpresserbrief wird verlangt, dass die Seniorenwohnheime mit besseren Tee versorgt werden. Hängen die Fälle zusammen? Der Tote ist ausgerechnet der Teetester der Firma.

    Das Buch zeichnet sich an vielen Stellen durch gekonnte Situationskomik aus, sie es bei den Dates von Rosa oder bei der Wohnungsbesichtigung von Hoyko mit seinem Enkel.


    „..Jetzt wird auch Sven wach. „Welche Stufe hat der Energiepass, wie ist die Effizienz?“ „Stufe F.“ „Das ist ganz schlecht, Opa. Das Beste wäre Klasse A.“ Erneut wendet sich Sven an den Makler: „Gibt es schnelles Internet im Haus?“ Ratlosigkeit im Blick des Makler...“


    Als Rosa dem Täter ganz nah kommt, wird es haarig. Doch alles geht gut.

    Am Ende des Buches werden noch verschiedene Rezepte ausführlich abgedruckt.

    Das Buch hat mich prima unterhalten.

  21. Cover des Buches Hamish Macbeth hat ein Date mit dem Tod (ISBN: 9783404179947)
    M. C. Beaton

    Hamish Macbeth hat ein Date mit dem Tod

    (44)
    Aktuelle Rezension von: Buchtagebuch

    Ich habe mich sehr auf den nächsten Band der Hamish-Macbeth-Reihe gefreut, und auch diesmal wurde ich nicht enttäuscht. Hamish bleibt der liebenswerte, ein bisschen chaotische Dorfpolizist, den man einfach gernhaben muss.


    Die Geschichte ist kurzweilig und humorvoll, mit den typischen skurrilen Dorfbewohnern, die für viele Lacher sorgen. Der Mordfall ist clever konstruiert, hält die Spannung aber eher sanft – perfekt für einen gemütlichen Lesetag ohne Nervenkitzel. Besonders gefallen haben mir die kleinen romantischen Momente zwischen Hamish und Priscilla, die der Geschichte Wärme und Herz geben.

    Für mich war es wieder ein herrlicher Cosy-Crime-Leseabend: leicht, witzig und charmant, genau das, was ich an dieser Reihe so liebe.


    🌟 Fazit: Wer Hamish kennt, wird auch diesen Band verschlingen – charmant, humorvoll und unterhaltsam.


  22. Cover des Buches Hamish Macbeth geht auf die Pirsch (ISBN: 9783404175253)
    M. C. Beaton

    Hamish Macbeth geht auf die Pirsch

    (39)
    Aktuelle Rezension von: Chiarra

    Wer bei dieser Serie Thriller oder schnelle Pageturner-Krimis erwartet, wird hier nicht fündig.
    Wer jedoch wie ich zwischendurch auch gerne einmal ruhige, unaufgeregte und im alten englischen Stil geschriebene Krimis mit viel Regionalkolorit und gerne Krimiserien liest, ist hier aus meiner Sicht richtig beraten.
    All dies finde ich in den bisher von mir gelesenen Krimis rund um Hamish Macbeth und zusätzlich noch einen von mir sehr geschätzten feinsinnigem Humor.
    Spannende, ruhige Unterhaltung hatte ich erwartet und diese gefunden.

    Gelesen und bewertet 18.11.2022

  23. Cover des Buches Blutvilla (ISBN: 9783839221198)
    Stefanie Gregg

    Blutvilla

    (30)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    3,5 Sterne

    Ein unterhaltsamer und eher gemütlicher Krimi mit Schauplatz Kiel. Eine millionenschwere Fabrikbesitzerin wird ermordet. Feinde hatte sie scheinbar viele; kaum jemand mochte sie. Kommissar Sven Fricke nimmt die Ermittlungen auf... 

    Der Anfang war sehr gut; spannend, unterhaltsam, interessant. Es tauchen viele Fragen auf, wie das in einem Krimi zu Beginn meistens so ist. Wer ist die Tote, warum musste sie sterben, wer hat sie getötet? Darum lese ich Krimis auch so gerne; weil ich dieses Entwirren und Rätseln so mag. 

    Dieser Krimi gehört zu den ruhigen und gemütlichen, die ich auch durchaus sehr mag und oft lese, aber hier war mir der Kommissar irgendwie nicht wirklich sympathisch. Sein Liebesleben ist hier oft ein Thema bzw. sein gewünschtes Liebesleben. Auch dagegen habe ich grundsätzlich nichts, aber hier war es mir doch zu viel bzw. ich mochte die Art nicht, wie es beschrieben wurde. 

    Der Kriminalfall hat mir sehr gut gefallen, ging aber teilweise ein bisschen unter. 

  24. Cover des Buches Blut und Blümchen - Mord hat immer Saison (ISBN: 9783751761574)
    Christian Humberg

    Blut und Blümchen - Mord hat immer Saison

    (23)
    Aktuelle Rezension von: Henri3tt3

    Seit Jahren warte ich drauf, dass es einen neuen Schrebergartenkrimi von Mona Nikolay gibt. Deshalb habe ich ersatzweise zu dieser Reihe gegriffen und sogar die ersten zwei Bände gelesen. Das Setting ist wirklich nett und die Krimis sind auch okay. Aber es gibt hier ein paar Dinge, die mir sehr auf den Zeiger gehen: 

    a) Frauen werden mit ihrem Nachnamen bezeichnet. "Schneider setzte sich." Das irritiert mich beim Lesen. Vor allem wenn der Nachname auch ein männlicher Vorname sein könnte.

    b) Nele will das Lokal ihrer Großeltern wieder eröffnen, kann aber gar nicht kochen. Sie geht einfach einkaufen ohne Plan und denkt sich, dass sie im Netz sicher Rezepte finden wird. Als ob man so eine Gastronomie betreiben könnte.

    c) Die Schrebergärtner helfen alle im Lokal mit, sie bringen Gemüse, Salat, Kartoffeln aus den eigenen Gärten, einer steht am Tresen, eine steht am Herd. Das machen sie alle ohne Lohn und am Ende bezahlen sie sogar für Essen und Getränke. In welcher Welt soll das bitte funktionieren? Und um Dinge wie Schankerlaubnis, Hygienevorschriften und Gesundheitspass kümmert sie sich auch nicht.

    d) In beiden Bänden, die ich gelesen habe, gibt es je eine Person, die ständig wechselnde Partner hat, mit denen sie "aber nur spielt". Das wird als extrem verwerflich dargestellt, vor allem wenn es dabei um Ehebruch geht. Nicht dass mir so etwas sympathisch wäre, aber wir sind doch nicht mehr in den 50er Jahren, als das noch als Sünde galt und Menschen "schuldig geschieden" wurden. Es ist Privatsache. Diese Empörung über diese "leichtlebigen Personen" ist ein deutliches Zeichen patriarchaler Strukturen, die in der Realität zum Glück endlich verschwinden.

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