Bücher mit dem Tag "dostojewski"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "dostojewski" gekennzeichnet haben.

59 Bücher

  1. Cover des Buches Schlaf (ISBN: 9783832161361)
    Haruki Murakami

    Schlaf

     (207)
    Aktuelle Rezension von: Cadness

    Mit 'Schlaf' hat es Haruki Murakami erneut geschafft, mich in seinen Bann zu ziehen. Was würde ich machen, wenn ich plötzlich nicht mehr schlafen könnte? 

    Die Handlung bleibt durchweg interessant und punktet mit einem Ende, mit dem ich nicht unbedingt gerechnet hätte. Hinzu kommen die wirklich toll gestalteten Illustrationen. Ich bin begeistert und freue mich auf das nächste Werk des Autors!

  2. Cover des Buches Die Sanfte (ISBN: 9783866475014)
    Fjodor M. Dostojewski

    Die Sanfte

     (72)
    Aktuelle Rezension von: Nelebooks

    Inhalt (LB): „ In einem inneren Monolog lässt er den Witwer sein Leben überdenken: An Leid und Gram und Schuld zerbrochen, ist er ebenso sehr Opfer wie Täter. Ein ergreifendes Stück Weltliteratur über Verletzlichkeit und Rachsucht, über späte Reue und die schmerzliche Plötzlichkeit der Liebe.“

    Meinung: Die Geschichte fängt zwar etwas diffus an, aber dennoch bin ich gut hineingekommen. Gerade das etwas Verwirrte passt ja auch zur Handlung/Person. Der Protagonist ist mir nicht sonderlich sympathisch und richtig schlau wurde ich aus ihm auch irgendwie nicht, aber es war sehr spannend, seinen Ausführungen hier zu folgen. Die Ehe ist für mich sehr seltsam und ganz durchgestiegen bin ich hier nicht, alles recht befremdlich und trübsinnig. Es ist keine fröhlich, aber durchaus interessante Geschichte, die einen interpretieren und nachdenken lässt.

  3. Cover des Buches Die Hessin auf dem Zarenthron (ISBN: 9783806234367)
    Marianna Butenschön

    Die Hessin auf dem Zarenthron

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Ladybella911

    Eine hessische Prinzessin heiratet aus Liebe den Thronfolger von Russland und wird zu einer mächtigen, vom Volk verehrten und geachteten Kaiserin Russlands.

    Was mit einer Liebesheirat begann sollte 40 Jahre Bestand haben, aber glücklich wurde Maria Alexandrowna, wie sie nach ihrer Heirat genannt wurde, nicht, obwohl sie ihrem Mann acht Kinder gebar.

    In unserem Bewußtsein ist sie nicht verankert, sie war eine Frau, die mehr im Hintergrund agierte, was einerseits ihrer Schüchternheit andererseits der Tatsache, dass am Zarenhof ein äußerst strenges Hofzeremoniell herrschte, zuzuschreiben ist.

    Sie scheint ihren Mann, der als Zar Alexeander II. In die Geschichte einging, sehr geliebt zu haben, negierte sie doch seine Affären und langjährige Geliebten.

    Es ist eine ungeheure Fülle an Informationen, die uns die Autorin, Marianna Butenschön, hier präsentiert, und man ist oftmals verwirrt beim Lesen, vor allem was die vielfältigen verwandtschaftlichen Beziehungen angeht, sehr oft begegnen uns die gleichen Namen , aber es sind unterschiedliche Personen.

    Sehr hilfreich sind daher die Bibliographie sowie eine Zeittafel und ein Glossar, welche sich im Anhang befinden, dies vereinfacht die Lektüre ungemein. Schön auch die Bilder in der Mitte des Buches, welche uns einen Eindruck der damals herrschenden Mode geben. Dass sich das Leben des Adels zur damaligen Zeit in äußerst prunkvoller Umgebung abspielte, ist hinreichend bekannt, und man weiß um die zunehmende Unzufriedenheit des Volkes, die sich diese verschwenderische Lebensart nicht länger ansehen wollte.

    Es ist der Autorin bestens gelungen, hier nicht nur ein wissenschaftliches Sachbuch zu schreiben, sondern auch, durch das Einflechten kleiner Anekdoten, die von Zeitzeugen berichtet wurden, ein sehr lebendiges Bild von der Kaiserin, ihrer Familie und ihrem Leben zu schaffen.


    Ein beeindruckendes Buch, welches ich Liebhabern, die gerne gut recherchierte Biographien lesen, ans Herz legen möchte.

  4. Cover des Buches Rock Me, Dostojewski! (ISBN: 9783038482246)
    Markus Spieker

    Rock Me, Dostojewski!

     (11)
    Aktuelle Rezension von: 65_buchliebhaber

    Ich nehme es voraus, das Buch ist absolut empfehlenswert. Mit der ungewöhnlichen Art, eine Biografie mit den Werken des Schriftstellers zu verbinden, sticht es hervor. Viele Zitate aus seinen Büchern, Notizen und umfangreicher Korrespondenz unterstreichen die von den Autoren ausgewählten Aspekte. Man lernt Fjodor Michailowitsch Dostojewski von vielen Seiten kennen und wird in sein Denken hineingezogen. Sein ereignisreiches Leben, sein Privatleben und seine Ansichten, all das wird detailreich und unterhaltsam erzählt. Was sich sehr gut herauslesen lässt: er war seiner Zeit voraus. Er war eine bemerkenswerte Persönlichkeit, was die Autoren mit diesem Buch auf den Punkt bringen. Schon der Titel weckt Neugierde, denn wie das ganze Buch ist er ungewöhnlich. Der Untertitel beschreibt die Aspekte dieses Buch bestens.

    Die Gestaltung des Buches gefällt mir ausgesprochen gut. Insbesondere der Umschlag hebt sich von herkömmlichen Büchern ab. Die unterschiedlichen Schrifttypen bei Kapitelüberschriften und Text sind gelungen, ebenso die Zitate als Einschübe. Bei der Aufteilung der Kapitel gilt zwar eine chronologische Abfolge, die aber innerhalb der Abschnitte nicht ganz so streng erfolgt wird, was die Texte extrem auflockert. Die Sprache ist modern und doch angepasst. Man merkt sehr gut, dass die Autoren sich dem Schriftsteller, dem sie zum 200. Geburtstag hier ein Denkmal gebaut haben, schon lange verbunden fühlen. Dieses Buch bringt dem Leser Fjodor Michailowitsch Dostojewski menschlich und literarisch näher – ein sehr gelungenes Werk.

  5. Cover des Buches Der Spieler (ISBN: B00ANU7HD0)
    Fjodor M. Dostojewski

    Der Spieler

     (36)
    Aktuelle Rezension von: lesemaus
    In Roulettenburg treffen Menschen aufeinander, die Geld- und Liebesprobleme haben. Aber auch gleichzeitig mit Menschen spielen.

    Jeder aus der Geschichte versucht mit dem Spielen viel Geld zu machen, was in den meisten Fällen nicht geschah. Eines Tages trifft die Nachricht ein, dass die Erbtante vom General das Zeitliche gesegnet hat, aber dies ist nicht der Fall. Denn einige Tage später trifft sie putzmunter und voller Energie in Roulettenburg ein. Und gemeinsam mit Aleksej Iwanowitsch, der der Hauslehrer vom General ist, spielt und gewinnt sie im Casino viel Geld. Aleksej liebt Polina unsterblich und macht alles um ihre Liebe zu gewinnen, sie aber nutzt ihn nur aus. Wie die einzelnen Geschichten der Beteiligten ausgeht, verrät das Buch.

    Mir hat das Buch nicht viel mitgeben können, so dass ich sehr enttäuscht das Buch beendet habe. Mich hat auch der Schreibstil nicht überzeugend können, so dass ich dieses Buch leider nicht weiterempfehlen kann.
  6. Cover des Buches Der Spieler (ISBN: 9783746638768)
    Fjodor M. Dostojewski

    Der Spieler

     (281)
    Aktuelle Rezension von: mabo63

    Der Roman spielt in einem fiktiven deutschen Ort mit Namen Roulettenburg.

    Alexej Iwanowitsch - ist Hauslehrer einer russischen Generalsfamilie, die sich in einem vornehmen Hotel einquartiert hat. Obwohl man kein Geld hat, lebt man auf großem Fuß, in täglicher Erwartung einer üppigen Erbschaft. Immer wieder werden Telegramme nach Moskau gesandt mit der Frage nach dem Gesundheitszustand einer reichen Erbtante..


    Bis plötzlich und unerwartet die reiche Erbtante auf der Bildfläche erscheint, keineswegs dem Tode nah, sondern quicklebendig, und verspielt (nach anfänglich unglaublichem Spielglück)fast ihr ganzes beträchtliches Vermögen. So nimmt die Katastrophe ihren Lauf, besonders für jene, die auf die Erbschaft ihre Hoffnung gesetzt hatten..


    Und so gehts zu und her wenn die reiche Tante dann am Roulettisch sitzt: "Rien e va plus!" ruft der Groupier [..] "Mein Gott! zu spät! Die wollen loskurbeln!Setz!Setz! erregt sich Grosmutter. Dös mir ja nicht ein, los mach schon!"gerät sie ausser sich und treibt mich kräftig an. "Auf was soll ich denn setzen, Grossmutter?" "Auf Zero! Auf Zero! Nochmal auf Zero! Setz soviel du kannst! [..]"Setz immer 20 auf einmal!" "Um Gottes Willen Grosmutter! Manchmal müssen erst 200 Spiele vergehen ehe sie wieder einmal fällt! Sie verlieren noch ihr gesamtes Vermögen!" "Unsinn! Alles Unsinn! Setz nur! Red kein dummes Zeug! Ich weiss was ich tue" und sie zittert vor Wut am ganzen Leibe.. 

    F.Dostojewskij


    Ich habe mich köstlich amüsiert ab dieser literarischen Perle!

  7. Cover des Buches Die Brüder Karamasow (ISBN: 9783746639000)
    Fjodor M. Dostojewski

    Die Brüder Karamasow

     (38)
    Aktuelle Rezension von: LottenTotten

    Dostojewski ist nichts, was ich mal nebenbei lese. Es ist auch keine Literatur, die ich als erstes wählen würde. Aber ich weiß, dass ich ohne ihn auch nicht leben könnte. Es ist nicht vergleichbar mit einer Hassliebe, eher ist es eine wahnsinnige Herausforderung. 

    Ich hatte Glück, dass ich ,,Die Brüder Karamsow,, innerhalb einer Leserunde lesen und verstehen konnte. Mit Sicherheit hätte ich es sonst nicht weit geschafft. Zum Verständnis und zur Beendigung hat es jedenfalls sehr viel beigetragen.

    Dostojewski hat gefühlt hier alle Themen reingebracht, die ihn beschäftigt haben: Kirche/Glaube (ganz groß), Familie und soziale Verhältnisse, Frauen natürlich, die Justiz und ihre Arbeitsweise, Gewaltverhalten, Sozialkritik (Verständnis für die Benachteiligten)...Große Themen,  die auch mich auf jeden Fall beschäftigen und er hat es mir nochmal bewusst gemacht. Danke dafür. 

    Aber so dankbar ich ihm auch bin, so sehr habe ich auch manchmal gedacht,  dass ich nicht vorankomme.  Und das ist nicht nur auf das Lesen bezogen, sondern auch auf meine Gedanken und Gefühle. Obwohl das Buch in sich eine runde Geschichte abgibt, ist es ein vollgepackter Frachter, der einfach nur massiv wirkt.

    Man muss sich auf Dostojewski einlassen, ihn verstehen lernen und, ich sehe es persönlich so, ihn irgendwie auch menschlich mögen und ,,nahe,, sein 😄

  8. Cover des Buches Die Brüder Karamasow (ISBN: 9783596907328)
    Fjodor M. Dostojewski

    Die Brüder Karamasow

     (208)
    Aktuelle Rezension von: EliasWittekind

    Leseempfehlung: Unbedingt lesen, wer tiefe Gedanken, Psychologie, Glaubensfragen, Spannung und undurchsichtige Charaktere schätzt und gerne interpretiert.

    Inhalt: Drei Brüder schlagen wegen ihres chaotischen Familienhintergrundes früh verschiedene Lebenswege ein. Der Mord an ihrem Vater, dessen einer von ihnen verdächtig ist, führt sie wieder zusammen und erschüttert ihre Lebenseinstellungen und Überzeugungen.

    Charaktere: Die Protagonisten sind Brüder und dennoch sehr unterschiedlich. Die Wesenzüge variieren von klug und berechnend, vertrauensvoll und empathisch zu impulsiv und hedonistisch. Dostojewskij vermochte es, mich zwischen Ablehnung und Symapthie, Empörung und Mitgefühl schwanken zu lassen. Seine Charaktere sind realistisch, komplex und nachvollziehbar. Sie erlauben es einem nicht, sich ein abschließendes Urteil zu bilden - dessen man sich meiner Meinung nach auch im Leben enthalten sollte.

    Schreibstil: Auch nach 150 Jahren lebendig und ergreifend. Besonders hervorheben möchte ich die langen Dialoge und Monologe als Erzählmittel. Jeder Charakter hat eine eigene Sprache, die ihn abbildet.

    Meine Meinung: Dieses Buch hat mich fast dazu gebracht, mittendrin abzubrechen, so düster und deprimierend ist das Schicksal der Protagonisten und Nebencharaktere teilweise. Ich habe es nicht bereut, zuende gelesen zu haben, denn in den Kämpfen der Figuren mit sich selbst und ihrem Leben kommt das umfassende Denken des Autors zum Ausdruck. Dieses Werk zeichnet meines Erachtens besonders Dostojewskijs unvergleichlich tiefe Auseinandersetzung mit der Vereinbarkeit des Leides mit Gott in der Welt aus und der Schwierigkeit, das Richtige zu tun in einer Welt, in der, zeitgenössischen Denkern zufolge, alles erlaubt ist.


    Manchmal fühlte ich mich in ein Evangelium versetzt, wenn ich die Geschichten las vom zurückgekehrten Erlöser, von den drei Fagen des Teufels in der Wüste, über das Selbstbelügen, über die Unbegreiflichkeit des Leides (der Kinder) und Gottes Welt, über die Mickrigkeit der Sünde angesichts der unermesslichen Liebe Gottes, über die werktätige Liebe, von der Schuld eines jeden allen und allem gegenüber, von der Unentbehrlichkeit Gottes, von der einzigen guten Tat, dem verschenkten Zwiebelchen, und von dem Quadrillionen Kilometer langen Weg.

    Ich denke, diese Geschichte wäre auch nach 1.000 weiteren Seiten nicht fertig erzählt.

    Nicht das Buch der Bücher aber vielleicht der Roman der Romane. Fünf von fünf Sternen.

  9. Cover des Buches Das Handwerk der Freiheit (ISBN: 9783596156474)
    Peter Bieri

    Das Handwerk der Freiheit

     (25)
    Aktuelle Rezension von: glowinggloom
    Über die Entdeckung des eigenen Willens. 400 Seiten Philosophie zum Thema Willensfreiheit, fatalistische Vorherbestimmtheit, die Idee der Verantwortung, den Alptraum des unbedingten freien Willens, das Verstehen, wie sich Freiheit und Unfreiheit im Rahmen universeller Bedingtheit unterscheiden. Es kommt für die Freiheitserfahrung des Willens, nicht auf tatsächliche, sondern auf vorgestellte Möglichkeiten an, nicht auf die Welt, sondern die Phantasie. Die Freiheit des Willens ist etwas, was man sich erarbeiten (aneignen) muß. Diese Aneignung hat drei Dimensionen: Artikulation, Verstehen und Bewertung des eigenen Willens. Das Selbst ist etwas, das sich durch die Aneignung herausbildet. Das Abbröckeln alter Bewertungen und vermeintlicher Einsichten, den Willen betreffend und das Entstehen neuer Strukturen gleicht eher einer geologischen Umschichtung als einem planvollen Spiel. Man gerät stets von neuem in Strudel des Erlebens, die einen im Willen taumeln lassen und dazu zwingen, die Anstrengung der Aneignung zu unternehmen. Ob solche Anstrengungen je dazu führen, daß unser Wille die volle Transparenz und Stimmigkeit erreicht, ist zweifelhaft. Vielleicht ist Willensfreiheit in ihrer vollkommenen Ausprägung, eher ein Ideal als eine Wirklichkeit.
  10. Cover des Buches Onkelchens Traum (ISBN: 9783492028806)
    Fjodor M Dostojewskij

    Onkelchens Traum

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Tano

    Dostijewski ist mit diesm Buch ein großer Wurf gelungen. 

    Unbedingt noch lesenswert

  11. Cover des Buches Die Eleganz des Igels (ISBN: 9783869091716)
    Muriel Barbery

    Die Eleganz des Igels

     (37)
    Aktuelle Rezension von: MaFu

    Die Geschichte der Concierge Renee, die ihre Intelligenz hinter der Fassade der ruppigen Hausmeisterin verbirgt und ein geheimes Leben voller Wissen und philosophischer Überlegungen führt. Nicht immer einfach zu lesen bzw. zu hören, aber die Stimme von Katharina Thalbach passt so perfekt zu Renee, dass man glaubt, ihr gegenüber zu sitzen! Ihre Enkelin Anna Thalbach verleiht der 12jährigen Paloma ein Gesicht, die ihren Selbstmord plant. Geschichte und Hörerlebnis passen hier hervorragend zusammen!

  12. Cover des Buches Sämtliche Werke, 10 Bde. (ISBN: 9783492242608)
    Fjodor M. Dostojewski

    Sämtliche Werke, 10 Bde.

     (3)
    Noch keine Rezension vorhanden
  13. Cover des Buches Aufzeichnungen aus dem Kellerloch (ISBN: 9783104018720)
    Fjodor M. Dostojewski

    Aufzeichnungen aus dem Kellerloch

     (115)
    Aktuelle Rezension von: berenstein

    Ein Mensch kübelt seinen gesamten Weltekel und Menschenhass aus. Und das ist das Buch, die Essenz des Textes. – Wirklich? – Ja, schon. Aber nicht ganz. Nicht nur. In „Aufzeichnungen aus dem Kellerloch“ seziert Dostojewski einen Charakter, der zwischen Minderwertigkeitskomplexen und Größenwahn, zwischen dem Bedürfnis zu gefallen und dem Hass auf alle und alles changiert; und niemals einen Ruhepunkt finden.


    Dieses Buch ist intensiv, kraftvoll und auf seine Art verstörend. Man sollte es gelesen haben, wenn man sich für die menschliche Psyche interessiert und die Finger davon lassen, wenn man ein simples, eindimensionales Menschenbild kultivieren möchte.
  14. Cover des Buches Schuld und Sühne (ISBN: 9783862317288)
    Fjodor M. Dostojewski

    Schuld und Sühne

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Daphne1962

    Hörspiel "Schuld und Sühne" von Fjodor Dostojewski, gesprochen u.a. von Siegfried Wischnewski, Klaus Kammer und einige mehr.

    Es gibt einige tolle Klassiker aus der Feder der Russen. Dostojewski
    ist so ein Schriftsteller gewesen. Schuld und Sühne ist eines seiner bekanntesten Werke. 

    Rodion Raskolnikow, ein armer Student gibt sich derzeit seinen Depressionen hin, versetzt ein paar kleine Schmuckstücke bei einer alten Pfandleiherin. Als das Geld immer knapper wird begeht er einen Mord. Er erschlägt die gierige Alte und deren Schwester, die allerdings ungeplant zum Tatort kam. Er denkt es sei der perfekte Mord, den er begangen hat. Bald wird er zu einem Hauptverdächtigen, allerdings fehlen die Beweise zur Überführung des Täters. 

    Sein Gewissen bekommt Schaden. Damit hatte er nicht gerechnet. Er will büßen, versucht woanders den Samariter zu spielen. Tagelang liegt er im Delirium in seiner kargen Stube. 

    Dostojewski wusste, wovon er schrieb. Auch er litt die meiste Zeit seines Lebens unter Geldmangel. Aus seinen gesamten schwierigen Lebensumständen heraus konnten so seine großen Romane entstehen. 

    Durch die einzelnen Sprecher wurde das Stück zu einem lebendigen Krimi. Es wurde im Jahr 1960 vom WDR produziert. Es gibt nur Zimmergeräusche zu hören, aber das tut der Spannung keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil. Die Konzentration konnte sich deshalb sehr gut auf die Sprecher richten. Es erinnert auch an die Hörspiele meiner Jugendzeit, die regelmäßig im Radio liefen. Ausdrucksstark wurde ein zeitloses Werk des großen Schriftstellers erzählt. Ich hoffe, ich finde noch solche tollen Hörspiele, die die damalige Zeit widerspiegeln. 
  15. Cover des Buches Der Traum eines lächerlichen Menschen und andere Erzählungen (ISBN: 9783458326762)
    Fjodor M. Dostojewski

    Der Traum eines lächerlichen Menschen und andere Erzählungen

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Zunächst eine Verfilmung. Ist auf russisch. Muss man aber mal gesehen haben. http://www.youtube.com/watch?v=SoVVI1fuNls&feature=player_embedded
  16. Cover des Buches Sternstunden der Menschheit (ISBN: 9783150206393)
    Stefan Zweig

    Sternstunden der Menschheit

     (199)
    Aktuelle Rezension von: Seralina1989

    Eine Empfehlung einen Profs, weil im Buch viele sog. „Schwarze Schwäne“ in den Geschichten enthalten sein sollten. Schwarze Schwäne gelten hier als der am unwahrscheinlichsten eintretende (negative) Fall. Deswegen hat es mich interessiert und ich habe mir das Buch mH des Hörbuchs zu Gemüte geführt.

    Nicht immer sind die schwarzen Schwäne in den Anekdoten aus der Weltgeschichte so offensichtlich zu finden. Zeitgleich bekommt man aber auch einige interessante Entwicklungen aus der Geschichte, die man so – wenn überhaupt - vielleicht bisher noch nicht gekannt hat.

    Muss leider anmerken, dass in meiner Print-Ausgabe von Edition Anaconda 2 Kapitel fehlen (Cicero und Wilson). 

  17. Cover des Buches Die Dämonen (ISBN: 9783866478640)
    Fjodor M. Dostojewski

    Die Dämonen

     (3)
    Aktuelle Rezension von: KaterinaFrancesca
    In einer russichen Provinzstadt brodelt es. Der Nihilist Nikolai Stawrogin, Sprössling einer reichen und einflussreichen Generalswitwe und der amoralische Pjotr Werschowenski, seines Zeichens Sohn des Protegees der Generalswitwe, sind in revolutionöre sozalistische Bestrebungen verstrickt und wiegeln auf diese Weise die leichtgläubigen und manipulierbaren Sympathisanten des Sozialimsuses auf. Ihre verbrecherischen und tollen Handlungen halten die Stadt in Atem und schrecken auch vor Mord nicht zurück.

    Der Einstieg in Die Dämonen  ist mir sehr schwergefallen, da es einige Kapitel in Anspruch nimmt, ehe die Geschehnisse um die beiden jungen Männer in den Mittelpunkt rücken. Im Zentrum steht am Anfang hingegen Stepan Werchowenski, Pjotrs Vater. Er ist eine denkbar anstrengende Figut, hat in seiner Jugend einst sozialistische anmutenden Vorlesungen gehalten und hält sich daher für wichtig. Sein pathetisches Auftreten ist eine Strapaze für die Nerven, in seinen Ergüssen fällt er immer wieder ins Französische und redet ohne Punkt und Komma. Die Beziehung zu seiner Gönnerin Wawara (Nikolais Mutter) ist denkbar komisch, da sie eisern über ihn herrscht und seit 20 Jahren für seinen Unterhalt aufkommt und ihn vor allem Unbill der Wirklichkeit abschirmt. Zentral ist er auch deshalb, weil er mit einer liberalen Halung das einzige Rollenvorbild für Nikolai und in geringem Maße für Pjotr war, von dem er lange Jahre getrennt lebte. Die revolutionären Agitationen, die vor allem von Pjotr initiiert werden nehmen in der Folge die unglaublichsten Formen an. Die fanatischen Theorien der Verschwörer bilden einen Mix aus Atheismus, blutiger Revolution, märtyrerhafter Selbstaufopferung und münden in ihrem Kreis in absolute Anarchie. Dabei konnte ich mir kaum einen Reim auf die Motive der beiden Protagonisten machen. Nikolai ist scheinbar ein Nihilist, dem alles egal ist, während Pjotr auch kein übereugter Sozialist ist, sondern viel mehr ein Spötter, der es liebt, Chaos zu stiften und der andere Menschen wie die Marionetten für sich tanzen lässt.
    Dennoch gibt der Roman ein eindrückliches Bild von den geistigen Strömungen, ja Verwerfungen, des 19 Jahrhunderts. Die liberale und dabei völlig weltfremde und unselbständige Haltung Stepans steht in völligem Widerspruch zu den Intrigen und Verbechen seines Sohnes oder der vollkommenen Indifferenz Nikolais.
  18. Cover des Buches Weiße Nächte (ISBN: 9783150142370)
    Fjodor M. Dostojewski

    Weiße Nächte

     (182)
    Aktuelle Rezension von: Sandrica89

    Mein erstes Buch von Dostojewski. Ich will unbedingt seine Werke lesen, weil ich schon so viel Gutes gehört habe. Weil ich mich aber noch nicht so richtig traure, dachte ich, diese Novelle sei ein perfekter Einstieg, um den Autor besser kennenzulernen. Und ich habe es definitiv nicht bereut.

    Der junge Protagonist spaziert Abends durch Petersburg und trifft dann zufällig auf eine junge, weinende Frau. Er ist so entzückt von ihr, dass er ihr über sein Leben zu erzählen beginnt. Anschliessend erzählt die junge Frau ihm ihr Leben und beide merken, dass sie Träumer sind, die sich alleine fühlen.

    Im Grunde passiert nicht viel in dieser Novelle, aber Dostojewski hat es mit so viel Herz gefüllt, dass es einfach nur schön war. Der Schreibstil ist sehr poetisch und träumerisch, wie der Erzähler. Es passte einfach alles wie die Faust aufs Auge. Ich mochte den Erzähler von Anfang an, denn er ist ein typischer Träumer: sensibel, aufmerksam, ehrlich, schüchtern... und verliebt sich daher sehr schnell, sobald ihm eine Dame mehr Aufmerksamkeit schenkt. Die junge Frau tat mir sehr Leid, in welcher Situation sie sich gerade befand. Schön fand ich daher, wie der Autor das Schicksal diese beiden Menschen miteinander verknüpft hat. Es fängt harmlos an, wie ein Schmetterlingsflügel, und endet tragisch. Eine zarte Liebe, die jedoch unerfüllt bleibt. 

    Es hat mich sehr berührt, diese Novelle zu lesen. Ich habe die beiden gleich in mein Herz geschlossen, insbesondere den Erzähler. Ich wollte unbedingt ihr Glück erleben und fieberte mit ihnen, was nun als nächstes passiert. Doch das Ende war eine sehr unerwartete und traurige Wendung, die mich ebenso ratlos zurückgelassen hat. Eine sehr kurze Novelle mit so viel Gefühl. Damit hätte ich wirklich nicht gerechnet.

    Eine wunderschöne Geschichte mit einem sehr poetischem Schreibstil, die mir unglaublich gut gefallen hat. Diesen Klassiker sollte man unbedingt gelesen haben.

  19. Cover des Buches Der Idiot. (ISBN: B002H983KG)
    FEDOR M. DOSTOJEWSKI

    Der Idiot.

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  20. Cover des Buches Die schönsten Weihnachtsgeschichten aus aller Welt (ISBN: 9783898970051)
    Johannes Thiele

    Die schönsten Weihnachtsgeschichten aus aller Welt

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Puzzeline
    Rezension: Johannes Thiele hat in dieser Weltbild-Ausgabe 13 Weihnachtsgeschichten aus der ganzen Welt zusammengestellt. Geschichten von namhaften Autoren sind hier zu lesen: Dostojewski, Storm oder auch Walser. Manche Geschichten sind bekannt, wie „Das Mädchen mit den Schwefelhölzchen“, andere sind mir persönlich noch nicht begegnet, wie „Das Weihnachtsschwein“. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es ist interessant zu erfahren, was sich andere Länder unter einem schönen Weihnachtsfest vorstellen. Im Buch gibt es immer wieder kleine, liebevolle Illustrationen zu den Kapiteln. Manche Weihnachtsgeschichten sind jedoch nicht geeignet, um sie Kindern vorzulesen. Teilweise ist von Tod, Sterben und Gewalt die Rede, in einer Geschichte wird beispielsweise detailliert beschrieben, wie ein Schwein geschlachtet wird. Ein großer Kritikpunkt ist aber, dass häufig Komma- und Tippfehler in dem Buch vorkommen. Das stört nach einiger Zeit, vor allem wenn sie so ins Auge fallen, wie „HarKen“, statt „Harken“. Trotz allem ist dieses Buch gut zum weihnachtlichen Stöbern geeignet und man kommt leicht in Weihnachtsstimmung. Fazit: „Die schönsten Weihnachtsgeschichten aus aller Welt“ ist eine tolle Sammlung von Weihnachtsgeschichten. Trotz unnötiger Rechtschreibfehler sind schöne Geschichten enthalten. Mit diesem Buch kann man sich schöne Adventsabende vor dem Kamin machen.
  21. Cover des Buches Der Idiot. Roman in vier Teilen. Deutsch von Hartmut Herboth. (Gesammelte Werke in zwanzig Bänden) (ISBN: B00597UEN2)
  22. Cover des Buches Russische Literatur in Einzelinterpretationen / Der russische Roman (ISBN: 9783412180010)
  23. Cover des Buches Ich denke immer nur an Dich (ISBN: 9783351039288)
    Anna Dostojewskaja

    Ich denke immer nur an Dich

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  24. Cover des Buches Das Krokodil (ISBN: 9783717523628)
    Fjodor M. Dostojewski

    Das Krokodil

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Minoo
    Die Gestaltung dieses kleinen Büchleins ist hervorragend. Ausgestattet mit einem Einband in Krokodillederoptik, einem passend grünen Lesebändchen und dem besonderen Format von 10 x 2,7 x 15,6 cm eignet es sich perfekt als Geschenk. Doch auch der Inhalt kann sich sehen lassen, denn dieses Buch umfasst nicht nur die Kurzgeschichte "Das Krokodil" sondern vier weitere Erzählungen sowie ein umfangreiches Nachwort des Herausgebers Eckhard Henscheid.

    Roman in neun Briefen (1847)
    Der "Roman in neun Briefen" wird durch den Briefwechsel zweier Männer erzählt. Zu Beginn bezeichnen sich die beiden als Freunde, doch der Ton verschärft sich von Brief zu Brief. Vorwürfe bestimmen den Ton und der Leser fühlt sich zwischen den beiden Männern hin- und hergerissen, kann die Beweggründe beider verstehen. Das an der Nase herumführen gelang Dostojewski mit dieser Erzählung hervorragend und mit einer ordentlichen Portion Humor.

    Das Krokodil (1865)
    "Das Krokodil" ist wahrscheinlich die absurdeste Geschichte dieses Sammelbandes. Jeder Charakter der Geschichte, versucht das Beste aus der Situation, in der Matwejitsch bei lebendigem Leibe von einem Krokodil verschluckt wird und in dessen Körper weiter lebt, zu machen. Die Reaktionen sind komisch, tragisch und bringen den Leser zum Schmunzeln.

    Eine peinliche Geschichte (1862)
    Mein Favorit ist ganz klar "Eine peinliche Geschichte". An Komik war diese Erzählung kaum zu überbieten. Die Geschichte, in welcher sich ein Mann hohen Ranges dazu entschließt durch Menschlichkeit und Nähe, die Liebe des niederen Volkes zu gewinnen und so ziemlich alles falsch macht, was man nur falsch machen kann, brachte mich nicht nur mehrfach zum Lachen, sondern auch zum Fremdschämen.

    Die Sanftmütige (1876)
    Die große Überraschung dieses Sammelbandes kam mit "Die Sanftmütige". Ich war darauf eingestellt auch hier eine komische Geschichte zu lesen, allerdings handelt diese Erzählung von der Geschichte einer Selbstmörderin. Wie es zu dem Selbstmord kommen konnte schildert ihr Ehemann, der an dem Unglück der Frau nicht ganz unbeteiligt war. Diese Geschichte ist weder komisch noch heiter, aber sehr spannend und eindringlich.

    Ein kleiner Held (1857)
    In „Ein kleiner Held“ (1857) blickt ein Mann zurück auf seine erste Schwärmerei mit elf Jahren. Dabei geriet er in die Irrungen und Wirrungen auf einem Gutshof. Diese Geschichte überraschte mich mit Dostojewskis Einfühlungsvermögen in die Gefühle eines pubertierenden Jungen. Auch in dieser Erzählung gibt es zwar einige witzige Stellen, doch die Geschichte wird vor allem durch den bildhaften Schreibstil und die Authentizität der Charaktere getragen.

    Abgerundet wird dieser Sammelband durch Fußnoten, Anmerkungen und einem interessanten Nachwort von Eckhard Henscheid.

    Fazit: Empfehlenswert für alle, die sich für russische Literatur interessieren. Egal, ob Dostojewski-Kenner oder Dostojewski-Neuling.

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks