Bücher mit dem Tag "dostojewski"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "dostojewski" gekennzeichnet haben.

57 Bücher

  1. Cover des Buches Schuld und Sühne (ISBN: 9783866477650)
    Sven Michaelsen

    Schuld und Sühne

     (484)
    Aktuelle Rezension von: AmirasBibliothek

    Zuerst möchte ich sagen, dass ich das Buch als Hörbuch gehört habe. Ob das eine gute Entscheidung war? Das musst du natürlich selbst entscheiden, es ist aber gar nicht so einfach, eine passende Vertonung zu finden.  Ich habe eine gefunden, mit der ich mich gut arrangieren konnte. Denn ihr könnt euch sicher denken, dass es min. ein Monatsvorhaben ist. Ich glaube, ich war zwei beschäftigt. Mit einer nervigen Stimme sicher kein spaßiges Vergnügen. Wer das Buch aber intensiv lesen möchte, dazu gehört meiner Meinung nach auch, sich Bemerkungen am Rand zu machen, der sollte es lieber gleich selbst lesen. Ich habe viel mitbekommen, aber manchmal bin ich auch mit den Gedanken abgeschweift. 

    Ganz ehrlich: Es ist kein Klassiker, den ich bedingungslos weiterempfehle oder den man meiner Meinung nach gelesen haben muss. Es gilt als der Ur-Krimi. Ich bezweifle das. Das fängt schon dabei an, dass es eher ein Psychothriller ist, der aufzeichnet, wie die Gewissensbisse den Mörder auffressen. Da der Erzähler auktorial ist, können die einzelnen Figuren bis in die hintersten Ecken durchleuchtet werden. Was in ihnen vorgeht, wissen die Leser*innen sofort. Es geht also nicht per se um die Ermittlungen, sondern darum, ob Raskolnikow ungestraft davonkommt. 

    Eine andere Besonderheit des Romans sind die vielen gesellschaftlichen Themen, die mitmischen, allen voran die Theorie über die Polarität der Menschheit in Große und weniger wertvolle. Aber das hat mich persönlich jetzt nicht sonderlich inspiriert, weil ich die Theorie nicht für tragfähig und deswegen auch für bedeutungslos halte. Zu sehen, dass Raskolnikow daran scheitert, sie zu bestätigen, hat mich keineswegs überrascht. Es ist wohl eher eine Ermessenssache, dass manche Morde aufgrund deren (positiver) Wirkung in den Hintergrund geraten und ungestraft davon kommen. Die meisten von uns, wenn sie sich die Taten vor Augen führen, werden sie aber doch wohl trotzdem verurteilen. Vielleicht bin ich da aber auch zu optimistisch. Man sollte den Roman auch nicht aus dem räumlichen und zeitlichen Kontext seiner Entstehung heben. Für mich klang es jedenfalls an manchen Stellen ziemlich aus der Luft gegriffen. Das durchgängige geisteswissenschaftliche Geplätscher (Die Hinzunahme vieler verschiedener Diskurse von Politik über Philosophie bis hin zu Psychologie) erinnert stark an Dostojewski erinnert stark an seinen Kollegen Tolstoi. Von beiden russischen Autoren habe ich bis jetzt nur ein Werk gelesen, weswegen es schwer fällt, die Beobachtungen zu verallgemeinern. Aber Tolstoi konnte mich besser unterhalten. Bei ihm habe ich mehr Witz vorgefunden und in der Düsternis der gläsernen Figuren (beide schaffen es, dass man sich in die verschiedensten Personen hineinversetzen und ihre Schwächen erkennen kann) ist auch mehr Wärme übrig geblieben. Schwierig machen es einem beide, was die Namen angeht, besonders für den ungeübten. Wer bitteschön hat sich das russische Namensystem ausgedacht?

    Das Ende von Schuld und Sühne war auch gar nicht mein Fall. Wenn ich ihm auch lassen muss, dass es gar nicht mal so einfach ist, am Ende die Frage zu beantworten, ob er denn nun gerecht gestraft wurde oder nicht. Fast alle Diskussionen im Buch haben mit dieser Schlüsselfrage irgendwie zu tun, weswegen ich schon sagen würde, dass es sich als Schullektüre eignete, wenn es nicht so dick wäre. Sprachlich ist es auch gut lesbar. Aber genauso gut kann man meiner Meinung nach auch Das Parfum von Süsskind oder Der Prozess von Kafka lesen. Auch Der Richter und sein Henker von Dürrenmatt wären thematisch eine gute Alternative. Das einzige Argument, das für mich für Dostojewski sprechen würde, wäre die besondere psychologische Innensicht und die auktoriale Erzählhaltung. Vielleicht sollte ich noch mehr von ihm lesen, um ein besseres Urteil zu fällen.

  2. Cover des Buches Weiße Nächte (ISBN: 9783458345343)
    Fjodor M. Dostojewski

    Weiße Nächte

     (174)
    Aktuelle Rezension von: LottenTotten

    Ein Mann lernt eine Frau kennen.  Nicht auf klassische Weise. Viele Gedankenspiele und innere Zerrissenheit tragen beide mit sich.  Die Liebe zu Petersburg sowie zu seinen Charakteren wird deutlich. Es ist verträumt schön und gleichzeitig realistisch-traurig.

  3. Cover des Buches Schlaf (ISBN: 9783832161361)
    Haruki Murakami

    Schlaf

     (202)
    Aktuelle Rezension von: Cadness

    Mit 'Schlaf' hat es Haruki Murakami erneut geschafft, mich in seinen Bann zu ziehen. Was würde ich machen, wenn ich plötzlich nicht mehr schlafen könnte? 

    Die Handlung bleibt durchweg interessant und punktet mit einem Ende, mit dem ich nicht unbedingt gerechnet hätte. Hinzu kommen die wirklich toll gestalteten Illustrationen. Ich bin begeistert und freue mich auf das nächste Werk des Autors!

  4. Cover des Buches Die Sanfte (ISBN: 9783866475014)
    Fjodor Michailowitsch Dostojewski

    Die Sanfte

     (66)
    Aktuelle Rezension von: steffi.liest
    Inhalt : Ein Pfandleiher steht vor der Leiche seiner Frau, die sich vor wenigen Stunden selbst ermordet hat und erinnert sich zurück an sein Leben mit ihr.
    Als 41-jähriger hat er die Not der damals nicht einmal 16-jährigen ausgenutzt, die von ihren zwei Tanten als Sklavin gehalten wurde und an einen widerwärtigen Krämer verheiratet werden sollte. Er hielt um ihre Hand an und somit entschied sich das Mädchen für das wohl kleinere Übel und nahm den Heiratsantrag an. Die Beziehung ist von Anfang an geprägt von Strenge und Schweigsamkeit und der Pfandleiher gibt zu, dass er sich seine Frau auf diese Weise erziehen wollte. Erst als es zu spät ist, werden ihm seine Fehler bewusst.

    Meine Meinung: Dieses schmale Büchlein besteht aus einem inneren Monolog des Pfandleihers, der die Beziehung zu seiner nun toten Frau überdenkt. Man erfährt, wie die Beiden sich kennen gelernt haben, wie sich die Beziehung entwickelt hat und wie es letztendlich zu dem Selbstmord der jungen Frau kam. Außerdem berichtet der Pfandleiher auch ein wenig aus seiner Vergangenheit - darüber, wie er zu seinem Beruf kam und was er in seinem Leben schon durchmachen musste.
    Am Anfang sind die Gedanken des Pfandleihers recht konfus, aber relativ schnell werden sie strukturierter und man kann besser folgen. Der Mann war mir nicht sympathisch, denn er gesteht, dass er in seiner Frau einen Freund gesucht hat, den er sich erziehen und besiegen muss. Er macht einen sehr selbstgerechten Eindruck und ihm scheint jegliche Wärme zu fehlen. Seine Frau und er wirken wie Fremde und die Wesensveränderung des Pfandleihers am Ende kam mir etwas plötzlich.
    Da ich mich etwas schwer getan habe, mich in den Pfandleiher hineinzuversetzen und seine Gedanken nachzuvollziehen, konnte mich das Buch nicht so richtig begeistern. Trotzdem mochte ich den Schreibstil, der gut verständlich war, aber natürlich trotzdem nicht ganz einfach, da es sich um ein sehr altes Buch (Erstausgabe 1876) handelt. Ich würde ihn als blumig und poetisch beschreiben.
    Auch wenn mich die Geschichte nicht ganz erreicht hat, ist sie doch aufwühlend und zeigt, wie wichtig es ist, miteinander zu sprechen, Gefühle zu zeigen und nichts als selbstverständlich hinzunehmen.
  5. Cover des Buches Der Doppelgänger (ISBN: 9783458345855)
    Stephanie Lang von Langen

    Der Doppelgänger

     (50)
    Aktuelle Rezension von: Julian69420

    Das Buch hat mir an sich ziemlich gut gefallen. Es ist interessant geschrieben, und die Idee an sich hat mich sowieso gereizt. Wie bei vielen Büchern braucht die Geschichte aber leider ziemlich lang um wirklich loszugehen, was den Anfang ziemlich langweilig gemacht hat. Die Schreibweise ist natürlich etwas altmodisch, was mich aber nicht davon abhielt, das Buch zu genießen. Ich hatte mir schon die ganze Zeit gedacht, dass sich Herr Goljadnik den Doppelgänger wahrscheinlich nur einbildet, also war der Plot Twist am Ende leider keine große Überraschung für mich, trotzdem gefiel es mir, dass das Buch so trotzdem noch in der Realität blieb und sich nicht einfach irgendeine Gegebenheit ausgedacht hat.

  6. Cover des Buches Der Spieler (ISBN: B00ANU7HD0)
    Fjodor M. Dostojewski

    Der Spieler

     (35)
    Aktuelle Rezension von: lesemaus
    In Roulettenburg treffen Menschen aufeinander, die Geld- und Liebesprobleme haben. Aber auch gleichzeitig mit Menschen spielen.

    Jeder aus der Geschichte versucht mit dem Spielen viel Geld zu machen, was in den meisten Fällen nicht geschah. Eines Tages trifft die Nachricht ein, dass die Erbtante vom General das Zeitliche gesegnet hat, aber dies ist nicht der Fall. Denn einige Tage später trifft sie putzmunter und voller Energie in Roulettenburg ein. Und gemeinsam mit Aleksej Iwanowitsch, der der Hauslehrer vom General ist, spielt und gewinnt sie im Casino viel Geld. Aleksej liebt Polina unsterblich und macht alles um ihre Liebe zu gewinnen, sie aber nutzt ihn nur aus. Wie die einzelnen Geschichten der Beteiligten ausgeht, verrät das Buch.

    Mir hat das Buch nicht viel mitgeben können, so dass ich sehr enttäuscht das Buch beendet habe. Mich hat auch der Schreibstil nicht überzeugend können, so dass ich dieses Buch leider nicht weiterempfehlen kann.
  7. Cover des Buches Onkelchens Traum (ISBN: 9783492028806)
    Fjodor M Dostojewskij

    Onkelchens Traum

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Tano

    Dostijewski ist mit diesm Buch ein großer Wurf gelungen. 

    Unbedingt noch lesenswert

  8. Cover des Buches Das Handwerk der Freiheit (ISBN: 9783596156474)
    Peter Bieri

    Das Handwerk der Freiheit

     (24)
    Aktuelle Rezension von: glowinggloom
    Über die Entdeckung des eigenen Willens. 400 Seiten Philosophie zum Thema Willensfreiheit, fatalistische Vorherbestimmtheit, die Idee der Verantwortung, den Alptraum des unbedingten freien Willens, das Verstehen, wie sich Freiheit und Unfreiheit im Rahmen universeller Bedingtheit unterscheiden. Es kommt für die Freiheitserfahrung des Willens, nicht auf tatsächliche, sondern auf vorgestellte Möglichkeiten an, nicht auf die Welt, sondern die Phantasie. Die Freiheit des Willens ist etwas, was man sich erarbeiten (aneignen) muß. Diese Aneignung hat drei Dimensionen: Artikulation, Verstehen und Bewertung des eigenen Willens. Das Selbst ist etwas, das sich durch die Aneignung herausbildet. Das Abbröckeln alter Bewertungen und vermeintlicher Einsichten, den Willen betreffend und das Entstehen neuer Strukturen gleicht eher einer geologischen Umschichtung als einem planvollen Spiel. Man gerät stets von neuem in Strudel des Erlebens, die einen im Willen taumeln lassen und dazu zwingen, die Anstrengung der Aneignung zu unternehmen. Ob solche Anstrengungen je dazu führen, daß unser Wille die volle Transparenz und Stimmigkeit erreicht, ist zweifelhaft. Vielleicht ist Willensfreiheit in ihrer vollkommenen Ausprägung, eher ein Ideal als eine Wirklichkeit.
  9. Cover des Buches Sämtliche Werke, 10 Bde. (ISBN: 9783492242608)
    Fjodor M. Dostojewski

    Sämtliche Werke, 10 Bde.

     (3)
    Noch keine Rezension vorhanden
  10. Cover des Buches Der Spieler (ISBN: 9783746638768)
    Fjodor M. Dostojewski

    Der Spieler

     (255)
    Aktuelle Rezension von: Pongokater

    Diese Neuübersetzung von Alexander Nitzberg ist so gelungen, dass sich auch Kenner des Romans  an die Neulektüre machen sollten. Nitzberg hat nach eigener Aussage das Rotzige, Flüchtige, Widersprüchliche des Originals zu betont statt es zu glätten oder gar zu retuschieren. Und so passt der Stil jetzt genau zum Inhalt der Selbstdarstellung eines Spielsüchtigen, der sich gerade dann offenbart, wenn er sich über andere erhebt. Oberndrein schafft er ein wunderbares Bild des Baden-Baden des 19. Jahrhundets. Erst in dieser Übersetzung wirklich stimmig.

  11. Cover des Buches Die Eleganz des Igels (ISBN: 9783869091716)
    Muriel Barbery

    Die Eleganz des Igels

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Neling
    Ich weiß, dass dieses Buch sehr viel gelobt wird und habe schon begeisterte Rezensionen darüber gelesen. Darum wollte ich es nun auch kennen lernen und habe gedacht mit einem Hörbuch gesprochen von Anna und Katharina Thalbach kann man nichts verkehrt machen. Allerdings hat mich das Buch überhaupt nicht erreicht. Ich fand die beiden Protagonisten so nervig, dass ich das Hörbuch nach der Hälfte abbrach.  Das Buch hat keine richtige Handlung, stattdessen gibt es nur hochtrabendes Philosophieren zweier total snobistischer Protagonistinnen. Das war absolut nichts für mich und zeigt einmal mehr, wie unterschiedlich die Lesegeschmäcker doch sind. Ich war froh, dass ich das Hörbuch von der Bibliothek ausgeliehen hatte und ärgerte mich nur darüber nicht früher abgeschaltet zu haben.  Darum gibt es folgerichtig von mir nur die Empfehlung sich das zu sparen und nur einen Stern, da man weniger nicht geben kann. 
  12. Cover des Buches Die schönsten Weihnachtsgeschichten aus aller Welt (ISBN: 9783898970051)
    Johannes Thiele

    Die schönsten Weihnachtsgeschichten aus aller Welt

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Puzzeline
    Rezension: Johannes Thiele hat in dieser Weltbild-Ausgabe 13 Weihnachtsgeschichten aus der ganzen Welt zusammengestellt. Geschichten von namhaften Autoren sind hier zu lesen: Dostojewski, Storm oder auch Walser. Manche Geschichten sind bekannt, wie „Das Mädchen mit den Schwefelhölzchen“, andere sind mir persönlich noch nicht begegnet, wie „Das Weihnachtsschwein“. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es ist interessant zu erfahren, was sich andere Länder unter einem schönen Weihnachtsfest vorstellen. Im Buch gibt es immer wieder kleine, liebevolle Illustrationen zu den Kapiteln. Manche Weihnachtsgeschichten sind jedoch nicht geeignet, um sie Kindern vorzulesen. Teilweise ist von Tod, Sterben und Gewalt die Rede, in einer Geschichte wird beispielsweise detailliert beschrieben, wie ein Schwein geschlachtet wird. Ein großer Kritikpunkt ist aber, dass häufig Komma- und Tippfehler in dem Buch vorkommen. Das stört nach einiger Zeit, vor allem wenn sie so ins Auge fallen, wie „HarKen“, statt „Harken“. Trotz allem ist dieses Buch gut zum weihnachtlichen Stöbern geeignet und man kommt leicht in Weihnachtsstimmung. Fazit: „Die schönsten Weihnachtsgeschichten aus aller Welt“ ist eine tolle Sammlung von Weihnachtsgeschichten. Trotz unnötiger Rechtschreibfehler sind schöne Geschichten enthalten. Mit diesem Buch kann man sich schöne Adventsabende vor dem Kamin machen.
  13. Cover des Buches Der Traum eines lächerlichen Menschen und andere Erzählungen (ISBN: 9783458326762)
    Fjodor M. Dostojewski

    Der Traum eines lächerlichen Menschen und andere Erzählungen

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Zunächst eine Verfilmung. Ist auf russisch. Muss man aber mal gesehen haben. http://www.youtube.com/watch?v=SoVVI1fuNls&feature=player_embedded
  14. Cover des Buches Der Idiot. (ISBN: B002H983KG)
    FEDOR M. DOSTOJEWSKI

    Der Idiot.

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  15. Cover des Buches Spektrum der Literatur. (10. Themabd.) (ISBN: 9783570089354)
  16. Cover des Buches Der Doppelgänger - Weiße Nächte - Frühe Prosa 1 und 2. (ISBN: B00BJ8E8ZA)
  17. Cover des Buches Russische Meistererzählungen (ISBN: 9783866477667)
    Ekkehard Jäkel

    Russische Meistererzählungen

     (6)
    Aktuelle Rezension von: sabatayn76
    Gogol, Garschin, Gontscharow Inhalt und eigene Meinung: 'Russische Meistererzählungen' beinhaltet 16 Erzählungen von bekannten und (zumindest mir) weniger bekannten Autoren des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Sehr gut gefallen haben mir die Kurzbiographien, die zu jedem Autor geboten werden und die Erzählungen oft noch spannender machen, da sie diese in persönlichen Bezug zu Autor, Werk und Zeit stellen. Obwohl ich bereits einige Autoren des zaristischen Russlands gelesen habe, habe ich durch das vorliegende Buch erstens noch weitere, mir bislang unbekannte Autoren (z.B. Gleb Uspenski, Wladimir Korolenko) kennen gelernt und zweitens ganz 'neue' Erzählungen mir bekannter und geschätzter Autoren (z.B. 'Der Schuss' von Alexander Puschkin, 'Wieviel Erde braucht der Mensch?' von Leo Tolstoi) lesen können. Einzig die Aufmachung des Buches ist zu bemängeln, da das Layout eher leserunfreundlich gehalten wurde. Mein Resümee: Ein großartiger Einblick in die Literatur des zaristischen Russlands und eine Auswahl, die ich sehr empfehlen kann.
  18. Cover des Buches Der Sturm (ISBN: 9783100170262)
    Per Johansson

    Der Sturm

     (3)
    Aktuelle Rezension von: WinfriedStanzick
    Dieser Kriminalroman gehört zu den wenigen Büchern, die schon vor ihrem Erscheinen im Buchhandel zu einer großen Debatte geführt haben. Seit Tagen wird nicht nur in den großen Feuilletons der Republik, sondern auch auf viele Radioprogrammen über das bei Fischer verlegte Buch „Der Sturm“ eines schwedischen Newcomers namens Per Johansson diskutiert. Dazu gleich später. Ich habe das Buch gelesen einige Tage bevor durch einen Artikel des Literaturkritikers Richard Kämmerlings in der WELT die Autorenschaft von „Der Sturm“ in Frage gestellt wurde. Ich fand das Buch schlecht gemacht. Wenn ein Krimi mit seitenlangen und langweiligen Naturbeschreibungen beginnt, wenn seine Ermittlerfigur, hier ein gescheiterter Journalist namens Ronny Gustavsson, nicht durch eigene Kombination und Recherche voran kommt, sondern ihm die Ergebnisse quasi vor die Füße fallen, und wenn auch dem unbefangen an die Lektüre gehenden Leser die Schilderung des schlechten Charakters des auf die übelste Art zu Tode gekommenen deutschen Chefredakteurs irgendwie seltsam und hasserfüllt vorkommt, dann hat er beim Rezensenten schon viel Minuspunkte gesammelt. Es geht um die geheimen Aktionen von Computernerds, die das internationale Finanzsystem lahmlegen wollen. Ich nehme an, dass es dieses aktuelle Thema war, das die Lektoren des Fischerverlags leichtsinnig gemacht hat, weil sie unbedingt einen solchen Themenkrimi in ihrem Herbstprogramm haben wollten. Jedem informierten Kenner der Szene hätte die extreme Darstellung des deutschen Chefredakteurs auffallen müssen, die Richard Kämmerlings, als er, wie so etliche andere Kritiker das Buch vor seinem Erscheinen gelesen hatte, hinter dem unbekannten schwedischen Autor das Pseudonym des Leiters des Kulturteils des Süddeutschen Zeitung, Thomas Steinfeld aufdeckte und hinter der Figur des auf brutale Art zu Tode gekommenen Christian Meier den Herausgeber der FAZ, Frank Schirrmacher vermutete. Man muss wissen, dass Thomas Steinfeld von 1997 bis 2001 Leiter des Literaturteils der FAZ war und seine Beziehung zu Schirrmacher wohl nie die beste war. Ob Steinfeld nun aus persönlicher Ehrverletzung oder Rache gehandelt hat, oder ob er es, durch den eingeplanten Skandal zu einem Bestseller schaffen wollte – ich weiß es nicht. Jedenfalls hat es so etwas nicht mehr gegeben, seit Martin Walser in seinem „Tod eines Kritikers“ im Jahr 2002 seinen Intimfeind Marcel Reich-Ranicki zu Tode kommen ließ. Es mag sein, dass sich das Buch gut verkauft, es ist dennoch schlecht geschrieben und gereicht dem Fischerverlag nicht zur Ehre. Seinem Autor Thomas Steinfeld der mittlerweile zugegeben hat, dass er das Buch schrieb, erst recht nicht. Für ihn und für seine „Südddeutsche“ ist das Ganze wohl nur noch peinlich und sie hoffen auf schnelles Vergessen.
  19. Cover des Buches Das Krokodil (ISBN: 9783717523628)
    Christiane Pöhlmann

    Das Krokodil

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Minoo
    Die Gestaltung dieses kleinen Büchleins ist hervorragend. Ausgestattet mit einem Einband in Krokodillederoptik, einem passend grünen Lesebändchen und dem besonderen Format von 10 x 2,7 x 15,6 cm eignet es sich perfekt als Geschenk. Doch auch der Inhalt kann sich sehen lassen, denn dieses Buch umfasst nicht nur die Kurzgeschichte "Das Krokodil" sondern vier weitere Erzählungen sowie ein umfangreiches Nachwort des Herausgebers Eckhard Henscheid.

    Roman in neun Briefen (1847)
    Der "Roman in neun Briefen" wird durch den Briefwechsel zweier Männer erzählt. Zu Beginn bezeichnen sich die beiden als Freunde, doch der Ton verschärft sich von Brief zu Brief. Vorwürfe bestimmen den Ton und der Leser fühlt sich zwischen den beiden Männern hin- und hergerissen, kann die Beweggründe beider verstehen. Das an der Nase herumführen gelang Dostojewski mit dieser Erzählung hervorragend und mit einer ordentlichen Portion Humor.

    Das Krokodil (1865)
    "Das Krokodil" ist wahrscheinlich die absurdeste Geschichte dieses Sammelbandes. Jeder Charakter der Geschichte, versucht das Beste aus der Situation, in der Matwejitsch bei lebendigem Leibe von einem Krokodil verschluckt wird und in dessen Körper weiter lebt, zu machen. Die Reaktionen sind komisch, tragisch und bringen den Leser zum Schmunzeln.

    Eine peinliche Geschichte (1862)
    Mein Favorit ist ganz klar "Eine peinliche Geschichte". An Komik war diese Erzählung kaum zu überbieten. Die Geschichte, in welcher sich ein Mann hohen Ranges dazu entschließt durch Menschlichkeit und Nähe, die Liebe des niederen Volkes zu gewinnen und so ziemlich alles falsch macht, was man nur falsch machen kann, brachte mich nicht nur mehrfach zum Lachen, sondern auch zum Fremdschämen.

    Die Sanftmütige (1876)
    Die große Überraschung dieses Sammelbandes kam mit "Die Sanftmütige". Ich war darauf eingestellt auch hier eine komische Geschichte zu lesen, allerdings handelt diese Erzählung von der Geschichte einer Selbstmörderin. Wie es zu dem Selbstmord kommen konnte schildert ihr Ehemann, der an dem Unglück der Frau nicht ganz unbeteiligt war. Diese Geschichte ist weder komisch noch heiter, aber sehr spannend und eindringlich.

    Ein kleiner Held (1857)
    In „Ein kleiner Held“ (1857) blickt ein Mann zurück auf seine erste Schwärmerei mit elf Jahren. Dabei geriet er in die Irrungen und Wirrungen auf einem Gutshof. Diese Geschichte überraschte mich mit Dostojewskis Einfühlungsvermögen in die Gefühle eines pubertierenden Jungen. Auch in dieser Erzählung gibt es zwar einige witzige Stellen, doch die Geschichte wird vor allem durch den bildhaften Schreibstil und die Authentizität der Charaktere getragen.

    Abgerundet wird dieser Sammelband durch Fußnoten, Anmerkungen und einem interessanten Nachwort von Eckhard Henscheid.

    Fazit: Empfehlenswert für alle, die sich für russische Literatur interessieren. Egal, ob Dostojewski-Kenner oder Dostojewski-Neuling.
  20. Cover des Buches Der Spieler (ISBN: 9783750295773)
    Fjodor M. Dostojewski

    Der Spieler

     (4)
    Aktuelle Rezension von: MrsHeathcliff

    Inhalt / Klappentext:

    Der junge Alexej Iwanowitsch ist Hauslehrer einer russischen Generalsfamilie, die in einem vornehmen Hotel im fiktiven Kurort Roulettenburg einquartiert ist. Man lebt auf großem Fuß, trotz finanzieller Misere, dem Glücksspiel zugeneigt und in der überzeugten Erwartung eines großen Wurfs. Iwanowitsch, der in die Generalstochter Polina verliebt ist, ohne sich deren Gegenliebe gewiss zu sein, bemüht sich darum, am Spieltisch dringend benötigte Barmittel zu beschaffen. „Der Spieler“ trägt autobiographische Züge, Dostojewski, der selber dem Glücksspiel verfallen war, beschreibt detailliert die Tragik dieser Sucht, während er zugleich eine unerfüllte Liebe verarbeitet. 


    Meine Meinung:

    Ich habe die Geschichte am Stück verschlungen und konnte das Buch nicht aus der Hand legen. "Der Spieler" hat mich wirklich beeindruckt. Dostojewski gelingt es in seinen Büchern, die Menschen bis in ihr Innerstes zu offenbaren und damit die Figuren in seiner Geschichte entwaffnend gläsern erscheinen zu lassen. Wie inbrünstig die Hauptfigur Alexej Iwanowitsch von seiner Liebe und seinen Empfindungen gegenüber Polina spricht und wie er sich ihr gegenüber völlig bloßstellt, fand ich absolut faszinierend. 


    Ohne hier mehr vorweg zu greifen:: Das Buch ist absolut empfehlenswert und ich würde es sofort wieder lesen!

  21. Cover des Buches Dostojewski in Deutschland (ISBN: 9783458342762)
    Karla Hielscher

    Dostojewski in Deutschland

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Ein sehr aufwandsreicher Extrakt zum Thema. An dem Buch gibt es keinen Zweifel.
  22. Cover des Buches Aufzeichnungen aus einem Totenhaus (ISBN: B0000BHIRM)
    Fjodor M. Dostojewski

    Aufzeichnungen aus einem Totenhaus

     (34)
    Aktuelle Rezension von: Molks
    Alexánder Petrówitsch Gorjántschikow wird nach dem Mord an seiner Ehefrau in ein Gefängnislager nach Sibirien deportiert. Als Mann adliger Herkunft hat er von Beginn an einen schweren Stand unter den Insassen. Dostojewski schildert das Leben im Lager streckenweise autobiographisch anhand seiner eigenen Erfahrungen. Eine tolle Erzählung in der die verschiedenen Charaktere und Schwierigkeiten im Gefängnis großartig beschrieben werden.
  23. Cover des Buches Das diabolische Experiment (ISBN: 9783867030793)
    Jürgen Heimlich

    Das diabolische Experiment

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  24. Cover des Buches Onkelchens Traum - Das Gut Stepantschikowo und seine Bewohner. (Gesammelte Werke in 20 Bänden, hg. von Gerhard Dudek und Michael Wegner). Deutsch von Günter Dalitz. OLnbd. mit OSU (berieben, leicht abgestoßen), obere Ecken etwas eingedrückt. - 489 S. (pages) (ISBN: B002HQNJ4E)

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