Bücher mit dem Tag "dostojewskij"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "dostojewskij" gekennzeichnet haben.

21 Bücher

  1. Cover des Buches Schuld und Sühne (ISBN: 9783866477650)
    Sven Michaelsen

    Schuld und Sühne

     (485)
    Aktuelle Rezension von: AmirasBibliothek

    Zuerst möchte ich sagen, dass ich das Buch als Hörbuch gehört habe. Ob das eine gute Entscheidung war? Das musst du natürlich selbst entscheiden, es ist aber gar nicht so einfach, eine passende Vertonung zu finden.  Ich habe eine gefunden, mit der ich mich gut arrangieren konnte. Denn ihr könnt euch sicher denken, dass es min. ein Monatsvorhaben ist. Ich glaube, ich war zwei beschäftigt. Mit einer nervigen Stimme sicher kein spaßiges Vergnügen. Wer das Buch aber intensiv lesen möchte, dazu gehört meiner Meinung nach auch, sich Bemerkungen am Rand zu machen, der sollte es lieber gleich selbst lesen. Ich habe viel mitbekommen, aber manchmal bin ich auch mit den Gedanken abgeschweift. 

    Ganz ehrlich: Es ist kein Klassiker, den ich bedingungslos weiterempfehle oder den man meiner Meinung nach gelesen haben muss. Es gilt als der Ur-Krimi. Ich bezweifle das. Das fängt schon dabei an, dass es eher ein Psychothriller ist, der aufzeichnet, wie die Gewissensbisse den Mörder auffressen. Da der Erzähler auktorial ist, können die einzelnen Figuren bis in die hintersten Ecken durchleuchtet werden. Was in ihnen vorgeht, wissen die Leser*innen sofort. Es geht also nicht per se um die Ermittlungen, sondern darum, ob Raskolnikow ungestraft davonkommt. 

    Eine andere Besonderheit des Romans sind die vielen gesellschaftlichen Themen, die mitmischen, allen voran die Theorie über die Polarität der Menschheit in Große und weniger wertvolle. Aber das hat mich persönlich jetzt nicht sonderlich inspiriert, weil ich die Theorie nicht für tragfähig und deswegen auch für bedeutungslos halte. Zu sehen, dass Raskolnikow daran scheitert, sie zu bestätigen, hat mich keineswegs überrascht. Es ist wohl eher eine Ermessenssache, dass manche Morde aufgrund deren (positiver) Wirkung in den Hintergrund geraten und ungestraft davon kommen. Die meisten von uns, wenn sie sich die Taten vor Augen führen, werden sie aber doch wohl trotzdem verurteilen. Vielleicht bin ich da aber auch zu optimistisch. Man sollte den Roman auch nicht aus dem räumlichen und zeitlichen Kontext seiner Entstehung heben. Für mich klang es jedenfalls an manchen Stellen ziemlich aus der Luft gegriffen. Das durchgängige geisteswissenschaftliche Geplätscher (Die Hinzunahme vieler verschiedener Diskurse von Politik über Philosophie bis hin zu Psychologie) erinnert stark an Dostojewski erinnert stark an seinen Kollegen Tolstoi. Von beiden russischen Autoren habe ich bis jetzt nur ein Werk gelesen, weswegen es schwer fällt, die Beobachtungen zu verallgemeinern. Aber Tolstoi konnte mich besser unterhalten. Bei ihm habe ich mehr Witz vorgefunden und in der Düsternis der gläsernen Figuren (beide schaffen es, dass man sich in die verschiedensten Personen hineinversetzen und ihre Schwächen erkennen kann) ist auch mehr Wärme übrig geblieben. Schwierig machen es einem beide, was die Namen angeht, besonders für den ungeübten. Wer bitteschön hat sich das russische Namensystem ausgedacht?

    Das Ende von Schuld und Sühne war auch gar nicht mein Fall. Wenn ich ihm auch lassen muss, dass es gar nicht mal so einfach ist, am Ende die Frage zu beantworten, ob er denn nun gerecht gestraft wurde oder nicht. Fast alle Diskussionen im Buch haben mit dieser Schlüsselfrage irgendwie zu tun, weswegen ich schon sagen würde, dass es sich als Schullektüre eignete, wenn es nicht so dick wäre. Sprachlich ist es auch gut lesbar. Aber genauso gut kann man meiner Meinung nach auch Das Parfum von Süsskind oder Der Prozess von Kafka lesen. Auch Der Richter und sein Henker von Dürrenmatt wären thematisch eine gute Alternative. Das einzige Argument, das für mich für Dostojewski sprechen würde, wäre die besondere psychologische Innensicht und die auktoriale Erzählhaltung. Vielleicht sollte ich noch mehr von ihm lesen, um ein besseres Urteil zu fällen.

  2. Cover des Buches Weiße Nächte (ISBN: 9783458345343)
    Fjodor M. Dostojewski

    Weiße Nächte

     (175)
    Aktuelle Rezension von: LottenTotten

    Ein Mann lernt eine Frau kennen.  Nicht auf klassische Weise. Viele Gedankenspiele und innere Zerrissenheit tragen beide mit sich.  Die Liebe zu Petersburg sowie zu seinen Charakteren wird deutlich. Es ist verträumt schön und gleichzeitig realistisch-traurig.

  3. Cover des Buches Der Idiot (ISBN: 9783596901869)
    Fjodor Michailowitsch Dostojewski

    Der Idiot

     (270)
    Aktuelle Rezension von: Nickmeh

    Beim Lesen habe ich mich des Öfteren gefragt: Wieso lese ich das eigentlich? Die vielen verschiedenen Hauptcharaktere, die je nach Situation, mit unterschiedlichen Namen angesprochen wurden, trugen zur allgemeinen Verwirrung bei. Dabei war jedoch die Erzählweise von Dostojewski erfrischend, weil facettenreich. Lebedew und der immer betrunkene, aber total geistreiche General, sind für mich Unikate, die das Geschehen belebten. Wegen denen wurde es nur phasenweise langweilig. Trotzdem ist sein Roman für mich viel zu lang geraten. 

    Dabei wurde die Stimmung von Dostojewski latent hochgehalten, jedoch konnte das Ende, dieses verheißungsvolle Versprechen einer großartigen Krönung,  nicht halten. Ich persönlich empfand nur wenig Freude am eigentlichen Geschehen. Auf der anderen Seiten waren aber die Gespräche der verschiedenen "Teilnehmer" immer humorvoll, philosophisch, gesellschaftskritisch und auch politisch relevant. 

    Übrigens taugte der Fürst nur wenig zum Sympathieträger, da er zwar wußte, was es hieß moralisch zu sein, Moral auch ausübte, sie aber am Ende, wenn es darauf ankommt, wieder verlor. 

    "Der Spieler" von Dostojewski war aber deutlich besser.

  4. Cover des Buches Orangen für Dostojewskij (ISBN: 9783992002979)
    Michael Dangl

    Orangen für Dostojewskij

     (44)
    Aktuelle Rezension von: claudiaZ

    Der russische Dichter Fjodor M. Dostojewski befindet sich auf einer Reise durch Europa und steigt zu Beginn des Buches in Venedig aus dem Zug. Schwermütig und geprägt durch seinen Erfahrungen aus der Gefangenschaft und Verbannung in Sibirien streift er zunächst einsam und allein durch die Gassen Venedigs. Auch die Restaurantbesuche können nicht dazu beitragen, dass er sich vom Flair der Lagunenstadt anstecken lässt und sich wohler fühlt. Dies geschieht erst, als er, nach dem er sich eigentlich schon zur Abreise entschieden hat, zufällig auf den Komponisten G. Rossini trifft. Beide Künstler befinden sich in unterschiedlichen Lebens- und Schaffensphasen, finden jedoch auch gewisse Gemeinsamkeiten bzw. Parallelen in ihren Leben, denn auch Rossini sind Schaffenskrisen nicht fremd. Doch zunächst lernt Dostojewski im Kreis der Sänger und Schauspieler um Rossini die italienische Lebensfreude kennen und findet dadurch zurück ins Leben. 

    Ich bin sehr froh den Hinweis zu diesem Buch hier auf LovelyBooks gefunden zu haben und dem Autor durch Venedig gefolgt zu sein. 

  5. Cover des Buches Die Sanfte (ISBN: 9783866475014)
    Fjodor Michailowitsch Dostojewski

    Die Sanfte

     (66)
    Aktuelle Rezension von: steffi.liest
    Inhalt : Ein Pfandleiher steht vor der Leiche seiner Frau, die sich vor wenigen Stunden selbst ermordet hat und erinnert sich zurück an sein Leben mit ihr.
    Als 41-jähriger hat er die Not der damals nicht einmal 16-jährigen ausgenutzt, die von ihren zwei Tanten als Sklavin gehalten wurde und an einen widerwärtigen Krämer verheiratet werden sollte. Er hielt um ihre Hand an und somit entschied sich das Mädchen für das wohl kleinere Übel und nahm den Heiratsantrag an. Die Beziehung ist von Anfang an geprägt von Strenge und Schweigsamkeit und der Pfandleiher gibt zu, dass er sich seine Frau auf diese Weise erziehen wollte. Erst als es zu spät ist, werden ihm seine Fehler bewusst.

    Meine Meinung: Dieses schmale Büchlein besteht aus einem inneren Monolog des Pfandleihers, der die Beziehung zu seiner nun toten Frau überdenkt. Man erfährt, wie die Beiden sich kennen gelernt haben, wie sich die Beziehung entwickelt hat und wie es letztendlich zu dem Selbstmord der jungen Frau kam. Außerdem berichtet der Pfandleiher auch ein wenig aus seiner Vergangenheit - darüber, wie er zu seinem Beruf kam und was er in seinem Leben schon durchmachen musste.
    Am Anfang sind die Gedanken des Pfandleihers recht konfus, aber relativ schnell werden sie strukturierter und man kann besser folgen. Der Mann war mir nicht sympathisch, denn er gesteht, dass er in seiner Frau einen Freund gesucht hat, den er sich erziehen und besiegen muss. Er macht einen sehr selbstgerechten Eindruck und ihm scheint jegliche Wärme zu fehlen. Seine Frau und er wirken wie Fremde und die Wesensveränderung des Pfandleihers am Ende kam mir etwas plötzlich.
    Da ich mich etwas schwer getan habe, mich in den Pfandleiher hineinzuversetzen und seine Gedanken nachzuvollziehen, konnte mich das Buch nicht so richtig begeistern. Trotzdem mochte ich den Schreibstil, der gut verständlich war, aber natürlich trotzdem nicht ganz einfach, da es sich um ein sehr altes Buch (Erstausgabe 1876) handelt. Ich würde ihn als blumig und poetisch beschreiben.
    Auch wenn mich die Geschichte nicht ganz erreicht hat, ist sie doch aufwühlend und zeigt, wie wichtig es ist, miteinander zu sprechen, Gefühle zu zeigen und nichts als selbstverständlich hinzunehmen.
  6. Cover des Buches Arme Leute (ISBN: 9783458338468)
    Fjodor Michailowitsch Dostojewski

    Arme Leute

     (38)
    Aktuelle Rezension von: Mikki44

    Inhaltliche Geschmackssache, würde ich mal sagen. Das Buch ist in Form eines Briefwechsels zwischen dem älteren Dewuschkin und der jungen Warwara geschrieben - beide arm. Dostojewski beschreibt die monetäre Armut und schlechte gesellschaftlichen Zustände in St. Petersburg und zeitgleich den inneren Reichtum von Ausgegrenzten und Randgruppen. Es war schwer zu lesen, wie sich beide trotz eigener finanzieller Nöte immer wieder das Geld hin und her geschoben haben. Aber dieser Schreibstil in den Briefen, der war mir zu zuckersüß und gestelzt.

  7. Cover des Buches Verbrechen und Strafe (ISBN: 9783596907304)
    Fjodor M. Dostojewski

    Verbrechen und Strafe

     (158)
    Aktuelle Rezension von: Schlehenfee

    Rodion Romanowitsch Raskolnikow, ein ehemaliger Student, fristet ein ärmliches Dasein und muss immer wieder Geld bei einer alten Wucherin leihen. Da er sich zu Höherem berufen fühlt und die alte Frau für ihn nur eine Laus ist, will er sie umbringen. Nachdem Raskolnikow seinen Plan umgesetzt hat, plagt ihn jedoch sein Gewissen und die Polizei gerät auf seine Spur. Wird er mit seiner Tat davonkommen oder nicht? 


    „Verbrechen und Strafe“ ist mein erstes Werkt von Fjodor Dostojewski und ich wusste vorher nicht, dass Elemente eines Kriminalromans in dieses Buch eingeflossen sind. So wurde es unerwarteterweise phasenweise echt spannend. Vor allem Raskolnikows Katz-und-Maus-Spiel mit den Ermittlern und der verbale „Showdown“ mit Porfirij Petrowitsch waren ganz großartig herausgearbeitet.

    Durch die Ermordung der Alten glaubt Raskolnikow der Menschheit etwas Gutes zu tun, da er „unwertes“ Leben beseitigt. Wenn ihr euch jetzt fragt, „Habe ich das nicht schon einmal irgendwo gehört?“ oder es euch beklemmend aktuell vorkommt, dann geht es euch wie mir. Gerade die Aktualität der zugrundeliegenden Motive des Protagonisten, gepaart mit dem Blick auf arme und reiche Menschen in Sankt Petersburg, auf die man im Roman trifft, haben mich begeistert! Dadurch wird „Verbrechen und Strafe“ zu einem zeitlosen Meisterwerk.


    Es gibt noch einige weitere Erzählstränge, die sich um Sonja und Raskolnikows Familie drehen. Dabei geht es wieder um Armut und um Wege, daraus zu entkommen. Außerdem wird ein gutes Bild der damaligen Gesellschaft gezeichnet. Dies hat mir ebenfalls sehr gut gefallen.


    Die Charaktere sind alle gut gezeichnet: Dunja gefiel mir extrem gut mit ihrer Charakterstärke, Dmitrij lockert die Handlung auf und bringt eine humorvolle Note mit ein, Sonja ist eine gute Seele und verantwortlich für die Läuterung Raskolnikows. Luschin ist ein Narzisst, Swidrigajlow ein widerlicher Pädophiler und Porfirij Petrowitsch ein gerissener Ermittler.


    Mit Swetlana Geiers Übersetzung bin ich sehr gut zurechtgekommen. Der Stil eines Romans aus dem 19. Jahrhundert wird als Rahmen beibehalten, doch lockern zeitgenössische Worte und ein modernerer Satzbau das Ganze auf lassen den Leser nicht ermüden. So macht das Lesen russischer Klassiker Spaß! Ich bin mir sicher, dass ich gerne noch zu weiteren Werken Dostojewskis greifen werde. 

  8. Cover des Buches Der Spieler (ISBN: 9783746638768)
    Fjodor M. Dostojewski

    Der Spieler

     (255)
    Aktuelle Rezension von: Pongokater

    Diese Neuübersetzung von Alexander Nitzberg ist so gelungen, dass sich auch Kenner des Romans  an die Neulektüre machen sollten. Nitzberg hat nach eigener Aussage das Rotzige, Flüchtige, Widersprüchliche des Originals zu betont statt es zu glätten oder gar zu retuschieren. Und so passt der Stil jetzt genau zum Inhalt der Selbstdarstellung eines Spielsüchtigen, der sich gerade dann offenbart, wenn er sich über andere erhebt. Oberndrein schafft er ein wunderbares Bild des Baden-Baden des 19. Jahrhundets. Erst in dieser Übersetzung wirklich stimmig.

  9. Cover des Buches Die Brüder Karamasow (ISBN: 9783746639000)
    Fjodor Michailowitsch Dostojewski

    Die Brüder Karamasow

     (213)
    Aktuelle Rezension von: EliasWittekind

    Leseempfehlung: Unbedingt lesen, wer tiefe Gedanken, Psychologie, Glaubensfragen, Spannung und undurchsichtige Charaktere schätzt und gerne interpretiert.

    Inhalt: Drei Brüder schlagen wegen ihres chaotischen Familienhintergrundes früh verschiedene Lebenswege ein. Der Mord an ihrem Vater, dessen einer von ihnen verdächtig ist, führt sie wieder zusammen und erschüttert ihre Lebenseinstellungen und Überzeugungen.

    Charaktere: Die Protagonisten sind Brüder und dennoch sehr unterschiedlich. Die Wesenzüge variieren von klug und berechnend, vertrauensvoll und empathisch zu impulsiv und hedonistisch. Dostojewskij vermochte es, mich zwischen Ablehnung und Symapthie, Empörung und Mitgefühl schwanken zu lassen. Seine Charaktere sind realistisch, komplex und nachvollziehbar. Sie erlauben es einem nicht, sich ein abschließendes Urteil zu bilden - dessen man sich meiner Meinung nach auch im Leben enthalten sollte.

    Schreibstil: Auch nach 150 Jahren lebendig und ergreifend. Besonders hervorheben möchte ich die langen Dialoge und Monologe als Erzählmittel. Jeder Charakter hat eine eigene Sprache, die ihn abbildet.

    Meine Meinung: Dieses Buch hat mich fast dazu gebracht, mittendrin abzubrechen, so düster und deprimierend ist das Schicksal der Protagonisten und Nebencharaktere teilweise. Ich habe es nicht bereut, zuende gelesen zu haben, denn in den Kämpfen der Figuren mit sich selbst und ihrem Leben kommt das umfassende Denken des Autors zum Ausdruck. Dieses Werk zeichnet meines Erachtens besonders Dostojewskijs unvergleichlich tiefe Auseinandersetzung mit der Vereinbarkeit des Leides mit Gott in der Welt aus und der Schwierigkeit, das Richtige zu tun in einer Welt, in der, zeitgenössischen Denkern zufolge, alles erlaubt ist.


    Manchmal fühlte ich mich in ein Evangelium versetzt, wenn ich die Geschichten las vom zurückgekehrten Erlöser, von den drei Fagen des Teufels in der Wüste, über das Selbstbelügen, über die Unbegreiflichkeit des Leides (der Kinder) und Gottes Welt, über die Mickrigkeit der Sünde angesichts der unermesslichen Liebe Gottes, über die werktätige Liebe, von der Schuld eines jeden allen und allem gegenüber, von der Unentbehrlichkeit Gottes, von der einzigen guten Tat, dem verschenkten Zwiebelchen, und von dem Quadrillionen Kilometer langen Weg.

    Ich denke, diese Geschichte wäre auch nach 1.000 weiteren Seiten nicht fertig erzählt.

    Nicht das Buch der Bücher aber vielleicht der Roman der Romane. Fünf von fünf Sternen.

  10. Cover des Buches Fjodor M. Dostojevskij (ISBN: 9783499500886)
    Janko Lavrin

    Fjodor M. Dostojevskij

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Wenn man jemandem Dostojewski nahe bringen möchte: Dieses Buch gewährt sicherlich eine Art Erfolgsgarantie. Kurz prägnant fesselnd.
  11. Cover des Buches Wie ich einmal ohne Dich leben soll, mag ich mir nicht vorstellen (ISBN: 9783492242660)
    Ursula Ludz

    Wie ich einmal ohne Dich leben soll, mag ich mir nicht vorstellen

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Cornelia_Ruoff

    WIE ICH EINMAL OHNE DICH LEBEN SOLL, MAG ICH MIR NICHT VORSTELLEN“ VON HANNAH ARENDT

    1. KLAPPENTEXT

    Freundschaft, so Arendt in ihrem Denktagebuch, gehört zu den »tätigen Modi des Lebendigseins«, und Briefe sind deren herausragende Zeugnisse. Dieser Band versammelt weitgehend unveröffentlichte Briefwechsel der politischen Philosophin mit ihren langjährigen Freundinnen Charlotte Beradt, Rose Feitelson, Hilde Fränkel, Anne Weil-Mendelsohn und Helen Wolff. Neben den gemeinsamen Projekten prägte die Freundschaften auch, dass alle Frauen die Wirklichkeiten von Emigration und Immigration kannten. Die Briefwechsel führen mitten hinein in Arendts Gedanken- und Arbeitswelt, sie erzählen Privates und Alltägliches aus fünf sehr unterschiedlichen, intensiv gelebten Freundschaften.

    2. ZUR PERSON HANNAH ARENDT


    1924 lernte Hannah Arendt in Marburg Martin Heidegger kennen. Sie hatte ein Verhältnis mit den 16 Jahre älteren Familienvater. 1926 wechselte sich nach Freiburg zu Edmund Husserl und dann nach Heidelberg zu Karl Jaspers. Bei ihm promovierte sie über den „Liebesbegriff bei Augustin“. Auch Hans Jonas arbeitete dort über Augustinus.

    Hannah Arendt heiratete Günther Stern bzw. Anders (Die Antiquiertheit des Menschen). Das Ehepaar flüchtete 33 nach Berlin. Dort wurde Hanne Arendt durch die Gestapo festgenommen und acht Tage inhaftiert. Heidegger trat im gleichen Jahr der NSDAP bei. Hannah Arendt erlebte somit selbst die „Entfremdung von Feinden“. Sie emigrierte ohne Papiere nach Paris. 1937 ließ sich das Ehepaar Arendt/Stern scheiden.

    1937 wurde ihr die deutsche Staatsangehörigkeit aberkannt. In Paris war sie Teil der Gruppe (Walter Benjamin, Erich Cohn-Bendit und Kurt Heidenreich und weitere) um Heinrich Blücher, ihren früheren Kommilitonen, den sie 1940 heiratete.

    Im gleichen Jahr wurde das Ehepaar zusammen mit anderen interniert. Sie galten als feindlichen Ausländer. „Freunde internieren dich, Feinde schicken dich ins Konzentrationslager“.

    Sie konnten flüchten und reisten über Lissabon aus. Walter Benjamin tötete sich selbst. In New York fand das Ehepaar eine Heimat. Hannah Arendt betrachtete sich selbst als „Amerikanerin“.

    Eine wichtige Rolle fand sie als als Reporterin der Zeitschrift „The New Yorker“ in Israel beim Eichmann Prozess. Daraus gingen Reportagen und auch eines ihrer bekanntesten und bis heute umstrittesten Werke „Die Banalität des Bösen“ hervor Sie polarisierte. Dies und ihre Darstellung der Rolle der Judenräte eckte vor allem in Israel außerordentlich an. Langjährige Freunde wie Blumenfeld wandten sich von ihr ab. Ich empfehle hierzu den Film „Hannah Arendt“ von Margaretha Trotta mit Barbara Sukova.
    Der interessierte Leser entdeckt in diesem Film auch Charlotte Beradt und lernt ein wenig vom „Mythos Hannah Arendt“ kennen. Das Buch zum Film findest du auch bei Piper, sowie zahlreiche weitere Bücher zum Thema oder von Hannah Arendt 

    3. ZUM INHALT

    Ich habe Hannah Arendts Leben im vorigen Punkt zusammengefasst, weil es mir wichtig erscheint, was in ihrem Umfeld geschah, wo sie war, welche Erfahrung sie gemacht hat und in welcher Gefahr sie schwebte. Sie lebte viele Jahre damit, verfolgt zu werden, verlor Freunde an das System. Nur so kann man ermessen, welche Bedeutung „Freundschaft“ für Hannah Arendt hat. Nachzulesen in ihrem „Denktagebuch“.

    Die Herausgeberinnen Ingeborg Nordmann und Ursula Lutz editierten die Briefen hervorragend und immer unter Arendts Begriff der Freundschaft. Namen wie Karl Jaspers, Martin Heidegger oder Blumenfeld kennt der Leser im Zusammenhang zu Hannah Arendt. Die Absenderinnen der hier veröffentlichten Briefe sind weniger bekannt. Deswegen gefallen mir die kurzen Biografien der Damen zur Einführung. Es sind private Briefe.

    Die Briefe sind von unterschiedlichen Freundinnen, die mit ihr gemeinsam den Status der „Verfolgten“ hatten.

    Ich war enttäuscht, dass es sich nur bei Hilde Fränkel um einen Briefverkehr handelt, bei den anderen sehen wir die Briefe der Freundinnen, aber wenig von Hannah Arendt. Dennoch zeigen die Briefe, in in welchem Verhältnis Hannah Arendt zu ihnen stand. Allerdings sagen die Briefe weniger über Hannah Arendt aus als über die Zeit, das Leben in dieser Zeit und über die Freundinnen.

    5/5 Punkten

    4. BRIEFE VON

    Rose Feitelson (Briefe 1952 bis 1963) und Helen Wolff Briefe 1954. Der nachfolgende Briefverkehr, wenn auch einseitig, ist wirklich sehr intim, besonders die Briefe von oder an Hilde Fränkel haben mich sehr berührt und ich fühlte mich als unerwünschter Lauscher.

    ANNE WEIL (BRIEFE 1945 BIS 1975)

    160 Seiten an Briefen. Anne Weil ist die Jugendfreundin aus Königsberger Zeiten. Arendt bezeichnet ihre Beziehung zu Anne sei „wie ein warmes Tuch über den Schultern“. Es war eine sichere beständige Freundschaft ohne Risiken.

    HILDE FRÄNKEL (BRIEFE 1949 BIS 1950)

    Hilde Fränkel bekämpft zu dieser Zeit mit Tapferkeit ihre Krebserkrankung.
    Der Ton ist der völlige Gegensatz zu Anne Weil:
    Die Briefe von Hilde Fränkel sind voll stürmischer Gefühle.

    Fränkel zu Arendt: „Du bist der einzige Mensch in meinem Leben, zu dem ich voll und ganz ja sage. Entweder fehlt das Menschliche oder das Geistige Du hast alles in vollstem Maße.“

    Arendt antwortet: „Wie ich einmal ohne dich Leben soll, mag ich mir nicht vorstellen“.

    Man braucht nicht viel Vorstellungsvermögen, um die Tiefe dieser Freundschaft zu empfinden. Das ist Liebe.

    Aber wie gesagt, genau bei diesen Briefen kam ich mir, wie ein Voyeur vor.

    CHARLOTTE BERADT (BRIEFE 1955 BIS 1976)

    Charlotte Beradt hatte mit Heinrich Blücher, Arendts zweitem Ehemann, schon vor ihrer Freundschaft mit Hannah Arendt, ein Liebesverhältnis. Dies weitete sich zeitweise in eine „Menage a trois“ aus. Charlotte war die, die Blücher und Arendt ein Gefühl von Geborgenheit und Heimat gab. Sie sorgte für beide.

    5/5 Punkten

    5. COVER UND ÄUSSERE ERSCHEINUN

    „Wie ich einmal ohne Dich leben soll, mag ich mir nicht vorstellen“ von Hannah Arendt, herausgegeben von Ursula Ludz und Ingeborg Nordmann hat 688 Seiten, einen festen Einband und ist am 01.12.2017 unter der ISBN 978-3-492-97837-8 bei Piper unter dem Genre Biografien erschienen und kostet 28,99 €.

    Das Cover ist ein sehr apartes Foto der jungen Hannah Arend. In Interview aus den 60er oder 70er Jahren wirkt sie auf mich um einiges härter.
    Die editorischen Notizen am Schluss des Buches und die Einführungen zu den unterschiedlichen „Briefwechseln“ gefallen mir gut. Man erfährt einige Eckdaten der Brieffreundinnen und erkennt die Gemeinsamkeiten oder auch Unterschiede, das erleichtert das Verständnis.

    5/5 Punkten

    6. FAZIT

    Die Briefe sind Zeitdokumente einer Zeit vor meiner Geburt. Die Briefe waren für mich Farbklekse auf eine Tabula rasa, einer leeren Tafel, deren Gesamtheit ein dunkles Abbild dieser Zeit mit kleinen strahlenden Punkten, die den Mut und die Tapferkeit im Alltag der Emigration und Immigration der Frauen darstellen.

    Ich möchte betonen, dass diese Rezension keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit hat. Hannah Arendt hätte noch viele weitere Seiten Ausführung verdient, aber das würde den Rahmen sprengen. Deswegen dieser kleine Ausflug in „Hannah Arendts Welt“.

    @netgalley und Piper
    Vielen Dank für dieses bemerkenswerte Rezensionsexemplar! Die Briefe sind wahrlich Zeitzeugen!

    Ich vergebe insgesamt 5/5 Punkten.

     

    Connie’s Schreibblogg https://schreibblogg.de

  12. Cover des Buches Die Dämonen (ISBN: 9783746638997)
    Fjodor M. Dostojewski

    Die Dämonen

     (80)
    Aktuelle Rezension von: the_eastern_front

    Nach "Schuld und Sühne" ist es das zweite Buch, welches ich jemals von Dostojewski gelesen habe ... und ich muss sagen, ich kann mich nicht entscheiden on ich es lieben oder hassen soll. 

    Ich habe selten ein Buch gelesen in dem so viele unterschiedliche Charaktere aufeinander treffen. Manche von ihnen habe ich innig geliebt wie z.B. Nikolai Stawrogin mit seiner unglaublich vielschichtigen Art und seinen tausend Facetten, andere Charaktere wie der wehleidige, ewig jammernde Stepan Trofimowitsch haben mich schier verzweifeln lassen und mir den letzten Nerv geraubt. Mit manchen habe ich ein tiefes Mitgefühl empfunden (Marija Lebjadkina) und über die Denk- und Sichtweisen einiger (Kirillow) musste ich ernsthaft nachdenken.

    Wer sich ein wenig mit der Geschichte Russlands befasst hat, dem ist nach wenigen Seiten klar, dass dieses Buch ein perfektes Abziehbild der damaligen gesellschaftlichen, politischen und sozialen Situation ist. Intrigen, Politik, Macht, Religion, Liebe ... von A bis Z ist alles geboten und wahrscheinlich hätte man diesen Roman noch endlos fortsetzen können ohne wirklich zum Ende zu kommen.

    Nichtsdestotrotz hatte ich bei diesem Buch das Gefühl, dass die Schilderung der Handlung an einigen Stellen unnötig aufgebläht und in die Länge gezogen war. Für dieses Stück Weltliteratur braucht man definitiv einen langen Atem und darf vor langwierigen Diskussionen über Gott und Mütterchen Russland nicht zurückschrecken. 

    Ich kann jedoch nicht behaupten, dass ich bereue es gelesen zu haben ... jede einzelne, liebevoll gestaltete Figur in diesem Buch ist es wert, dass man sie kennenlernt. Für jeden Leser, der mit den Klassikern der Weltliteratur etwas anfangen kann, bietet dieses Buch definitiv einen Mehrwert.


  13. Cover des Buches Der Meister von Petersburg (ISBN: 9783596151363)
    J.M. Coetzee

    Der Meister von Petersburg

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Ambermoon
    J.M. Coetzee konstruiert in seinem Roman eine literarische Fiktion um Fjodor Dostojwskij: Ein alternder Schriftsteller namens Fjodor Michailowitsch reist 1869 von Dresden nach Petersburg, um die näheren Umstände des Todes seines Stiefsohnes Pawel zu erfahren. Ist Pawel von der zaristischen Polizei getötet worden, handelt es sich um Selbstmord, oder sind gar die Anarchistem um Sergej Netschajew für Pawels Tod verantwortlich? Der zwischen Trauer und Schuldgefühlen hin- und hergerissene Fjodor verstrickt sich zusehends in die Petersburger Verhältnisse, die die seines Sohnes waren und nun seine eigenen werden: Er zieht in Pawels ehemaliges Zimmer, schlüpft in dessen Anzug, stellt Pawels Wirtin, der sinnlichen Anna Sergejewna, nach und verbringt einige wilde, verzweifelte Nächte mit ihr. Coetzee schildert Euphorie und Alpdruck, die einem epileptischen Anfall vorausgehen, mit ebenso großem psychologischem Einfühlungsvermögen wie Fjodors vergebliche Versuche, den Tod des Sohnes zu verwinden. Die wahre Trauerarbeit leistet Dostojewskij schließlich schreibend: An Pawels Schreibtisch beginnt er, die ersten Seiten der "Dämonen" zu skizzieren.
    Geschickt montiert Coetzee in seinem Roman immer wieder Orte, Situationen und Charaktere, die Assoziationen an Dostojewskijs Werk wachrufen oder an Episoden aus seinem Leben erinnern...
    (innerer Klappentext)

                                            ---------------------------------

    Ich bin ein großer Fan der russischen Klassiker und allen voran von Dostojewskij. Daher war es für mich fast schon ein Muss zu diesem Buch zu greifen.
    Der Autor J.M. Coetzee selbst, obwohl Literaturnobelpreisträgre, war mir bis dahin gänzlich unbekannt.
    Nach dieser Lektüre wage ich es jedoch zu bezweifeln mich nochmals für ein Buch von ihm zu entscheiden.
    Ich erwartete anspruchsvolle Literatur und anspruchsvoll war dieser Roman auch, jedoch eher für meine Nerven.

    Die Handlung selbst wird im Großen und Ganzen schon im Klappentext beschrieben und mehr passiert auch nicht. Wobei dieses Manko eher dem Verlag zuzuschreiben ist - zu viel Information für dieses 255 Seiten Büchlein.
    Der Autor selbst schafft es anfangs einfach nicht in die Gänge zu kommen und die Handlung scheint bereits auf den ersten Seiten festzustecken.
    Der Grund - unsinnige und ohne Zusammenhang wirkende geistigen Ergüsse seitens Coetzee, die da z.B. wären:

             "Er stellt sich vor, er kehrte zurück ins Ei - oder zumindest
               in etwas Glattes, Kühles, Graues. Vielleicht ist es nicht
               nur ein Ei, vielleicht ist es die Seele, vielleicht sieht die
               Seele aus wie ein Ei."

    Solche "Metaphern", die irgendwie aus dem Nichts entstehen, unterbrechen anfangs immerzu die Handlung.
    Man benötigt als Leser also einen Batzen Geduld, bis die Handlung endlich Gestalt annimmt und sich einem ein Portrait des russischen Schriftstellers entfaltet.
    Denn obwohl dieser Roman nur eine literarische Fiktion aus der Feder J.M. Coetzees ist (Dostojewskij kehrte erst 1871 von seiner Europareise nach Petersburg zurück und nicht bereits 1869. / Es wurde nicht Dostojewskijs Sohn Pawel ermordet, sondern ein russ. Student der dieser Naroduaja Rasprawa angehörte), weist er doch viele Parallelen bezüglich Dostojewskijs auf.
    Dadurch entsteht ein Psychogramm des ständig getriebenen, komplizierten und an Epilepsie leidenden Schriftstellers mit Annäherung an dessen Werk "Dämonen"
    Diese innere Zerrissenheit, dieses Wurzellose und die Prodromalphase eines Epilepsieanfalls, werden von Coetzee mit all seinen Facetten eingefangen und wiedergegeben. Dadurch erhält der Leser in gewisser Weise Einblick in Dostojewskijs Gefühlswelt und es wird verständlich, weshalb manche Werke einen wahnhaften Touch aufweisen.

    Vom psychologischem Standpunkt aus betrachtet Top!
    Vom Schriftstellerischem her eher mäßig.
    Denn J.M. Coetzee schafft es manchmal nicht Handlungen vollständig zu Ende zu bringen, springt von einer Handlung zur nächsten und schweift zusätzlich in irgendwelche fleischlichen und sexuellen Szenarien ab, welche so gar nicht zum Rest passen wollen.

    Bsp.: Im ersten Moment trauert Dostojweskij herzzereißend um seinen Sohn. Im nächsten Absatz überkommt es ihn wie aus dem Nichts und er macht sich an die Wirtin ran, welche sich jedoch ziert und sagt "Nicht jetzt!". Er schien sich mit der Abfuhr abgefunden zu haben und plötzlich tummeln sich die Beiden doch in den Lacken.
    Wie die Beiden auf einmal im Bett landen konnten bleibt ein Rätsel.

    Diese Handlungen bringt er aber zumindest immer zu Ende und beschreibt diese auch ausführlich.

    Diese Sprunghaftigkeit durchzieht den Roman leider mit Konsequenz.
    Zusätzlich kommt es häufig zu Längen, welche so überhaupt nicht enden wollen und die ebenfalls an des Lesers Nerven zerren.
    Des Weiteren scheint der Autor das Prinzip des inneren Monologes nicht ganz verstanden zu haben.
    Manchmal spricht Dostojewskij zu seinem Gegenüber, verfällt dann in einen inneren Monolog, um dann einfach, als hätte er dies Alles zu seinem Gegenüber gesagt, weiterzusprechen.
    Die Gesprächspartner scheinen alle Hellseher zu sein, da sie auf diesen inneren Monolog sehr wohl eingehen.
    Zudem kommt es vor, dass die Protagonisten ständig ihre Meinung und ihren Standpunkt ändern. Daher drehen sich manche Dialoge regelrecht im Kreis.

    Fazit:
    Manchmal war ich angetan von der Handlung und dem tiefen Einblick in eine ruhelose Seele. Doch dies wurde immerzu von den oben genannten Mankos unterbrochen und somit quälte ich mich teilweise durch diese 255 Seiten.
    Ich für meinen Teil werde wohl in Zukunft nicht mehr so schnell ein Buch von J.M. Coetzee lesen und bleibe lieber den dicken Schicken von Dostojewskij, Tolstoi und Co treu, welche sich trotz der oft 1000 Seiten lange nicht so ziehen wie dieses dünne Büchlein.
  14. Cover des Buches Der kleine Held (ISBN: 9783871640865)
    Fjodor M Dostojewskij

    Der kleine Held

     (5)
    Noch keine Rezension vorhanden
  15. Cover des Buches Erniedrigte und Beleidigte (ISBN: 9783746660622)
    Fjodor M. Dostojewski

    Erniedrigte und Beleidigte

     (29)
    Aktuelle Rezension von: rkuehne
    Man muss ja auch mal die Klassiker lesen, sagen die Leute, die großen Meister, die Erfinder der Literatur, das müsse man einfach auch kennen, denn das von heute, das ist ja eigentlich nur deren Brut und Ernte. Ja, so sagen sie manchmal, die Experten, und dann macht man das und lässt sich von irgendwas beeinflussen und nimmt sich nen ollen Dostojewski und erhofft sich, nun was Besonderes zu lesen. Hat nicht geklappt. „Erniedrigte und Beleidigte“ ist, wie witzigerweise auch im Nachwort erwähnt, nicht unbedingt Dostojewskis größter Wurf. Die Zeichnung der Gesellschaft des St. Petersburg des 19. Jahrhunderts ist stellenweise zwar interessant, manchmal auch ein wenig ergreifend, aber über weite Strecken auch langatmig, verwirrend und schlichtweg uninteressant. Einige Personen und Passagen waren in der Tat liebevoll und herzlich gezeichnet und beschrieben, aber im Großen und Ganzen war das Buch dann eigentlich doch verzichtbar.
  16. Cover des Buches Aufzeichnungen aus einem Totenhaus (ISBN: B0000BHIRM)
    Iris Hauth

    Aufzeichnungen aus einem Totenhaus

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Molks
    Alexánder Petrówitsch Gorjántschikow wird nach dem Mord an seiner Ehefrau in ein Gefängnislager nach Sibirien deportiert. Als Mann adliger Herkunft hat er von Beginn an einen schweren Stand unter den Insassen. Dostojewski schildert das Leben im Lager streckenweise autobiographisch anhand seiner eigenen Erfahrungen. Eine tolle Erzählung in der die verschiedenen Charaktere und Schwierigkeiten im Gefängnis großartig beschrieben werden.
  17. Cover des Buches Aufzeichnungen aus dem Kellerloch (ISBN: 9783104018720)
    Fjodor M. Dostojewski

    Aufzeichnungen aus dem Kellerloch

     (112)
    Aktuelle Rezension von: berenstein

    Ein Mensch kübelt seinen gesamten Weltekel und Menschenhass aus. Und das ist das Buch, die Essenz des Textes. – Wirklich? – Ja, schon. Aber nicht ganz. Nicht nur. In „Aufzeichnungen aus dem Kellerloch“ seziert Dostojewski einen Charakter, der zwischen Minderwertigkeitskomplexen und Größenwahn, zwischen dem Bedürfnis zu gefallen und dem Hass auf alle und alles changiert; und niemals einen Ruhepunkt finden.


    Dieses Buch ist intensiv, kraftvoll und auf seine Art verstörend. Man sollte es gelesen haben, wenn man sich für die menschliche Psyche interessiert und die Finger davon lassen, wenn man ein simples, eindimensionales Menschenbild kultivieren möchte.
  18. Cover des Buches RUSSLAND (ISBN: 9783746983837)
    Katharina Füllenbach

    RUSSLAND

     (20)
    Noch keine Rezension vorhanden
  19. Cover des Buches Der ewige Ehemann. (ISBN: 9783150024850)
    Fjodor M. Dostojewski

    Der ewige Ehemann.

     (8)
    Noch keine Rezension vorhanden
  20. Cover des Buches Tagebuch eines Schriftstellers. Notierte Gedanken (ISBN: 9783492104098)
    Fjodor M. Dostojewski

    Tagebuch eines Schriftstellers. Notierte Gedanken

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Veröffentlichung 1873 erstmalig veröffentlicht in der slawophilen Zeitschrift „Der Bürger“ (deren Redakteur Dostojewski zu dieser Zeit auch gewesen ist) Ab 1875/76 dann im Selbstverlag erschienen. Inhalt Das Tagebuch eines Schriftstellers ist kein Tagebuch im eigentlichen Sinne, sondern ein Periodikum, das Dostojewskis Betrachtungen zu Politik, Geschichte und Literatur beinhaltet. Faktisch ein Ein-Mann-Periodikum. Im selbigen veröffentliche Dostojewski ausnahmslos eigene Texte. „Wie bereits früher, enthielt das Tagebuch von 1876-77, philosophische Meditationen, Feuilletons, literarische Betrachtungen, didaktische Fingerzeige, belletristische Skizzen als auch Meistererzählungen.“ Maurina; Dostojewskij S. 146 Diese Beschreibung darf man auch für das gesamte Erscheinen des Tagebuchs gelten lassen. „Allzu naiv meinte ich, daß es ein wirkliches Tagebuch sein wird. Ein wirkliches Tagebuch ist fast unmöglich; sobald man es publiziert, hat es etwas Dienstmäßiges. Es ist nicht möglich, vor Fremden zu beichten.“ Ebenda Anmerkungen 1873 Er lieferte erste Texte für das Tagebuch eines Schriftstellers in Form von Beiträgen zum "Staatsbürger", wo er zu dieser Zeit als Redakteur angestellt ist. 1876 Seine Stelle als Redakteur hat er längst gekündigt und gibt das Tagebuch eines Schriftstellers nun im Selbstverlag heraus. 1878 Er stellte seine Arbeit am Tagebuch eines Schriftstellers vorübergehend ein um sich der Arbeit an den Brüdern Karamasow zu widmen. Seine feste und belegte Absicht, das Tagebuch weiterhin zu veröffentlichen, verhinderte sein Tod. Die letzte Ausgabe erschien postum. „Bei diesem `Tagebuch` handelt es sich um ein Fortsetzungswerk, das der Autor im Selbstverlag herausgebracht hat, um mit missionarischem Furor seine streitbaren Statements über Gott und die Welt, über Europa und Asien, über die Balkan- und die Judenfrage, vor allem aber über Russlands Gegenwart und Zukunft zum Besten zu geben. Dostojewski erweist sich hier als ein zutiefst reaktionärer, fundamental europakritischer und hemmungslos chauvinistischer, dabei fraglos gottgläubiger und zarentreuer Patriot, dem kaum etwas anzumerken ist von dem `allmenschlichen` Versöhnungswillen, den er zu gleicher Zeit wortreich zu bekunden pflegte. ( . . . ) Dostojewskis Wirkungsmacht bezieht ihre staunenswerte Energie gleichermaßen aus dem Fundus seiner ebenso abgründigen wie weitreichenden Gedankenwelt, die für Leser jeglicher politischen oder ideologischen Orientierung passende `Wahrheiten` bereithält, Wahrheiten für den Alltagsgebrauch ebenso wie solche, die Ewigkeitsanspruch haben.“ Neue Züricher Zeitung Online; Vor einer konservativen Revolution? Mai 2005 Sicherlich fasst diese Beschreibung einen Großteil dieser Publikation recht zutreffend zusammen. Das Tagebuch enthält indessen ferner folgende Erzählungen: Bobok (1873) Bauer Maraj (1876) Die Sanfte (1876) Der Knabe mit dem Händchen (1876) Der kleine Knabe am Weihnachtsabend beim Herrn Jesus (1876) Traum eines lächerlichen Menschen (1877)
  21. Cover des Buches Therapie auf vier Pfoten (ISBN: 9783492242646)
    Fjodor M Dostojewskij

    Therapie auf vier Pfoten

     (53)
    Aktuelle Rezension von: Julian69420

    Das Buch hat mir an sich ziemlich gut gefallen. Es ist interessant geschrieben, und die Idee an sich hat mich sowieso gereizt. Wie bei vielen Büchern braucht die Geschichte aber leider ziemlich lang um wirklich loszugehen, was den Anfang ziemlich langweilig gemacht hat. Die Schreibweise ist natürlich etwas altmodisch, was mich aber nicht davon abhielt, das Buch zu genießen. Ich hatte mir schon die ganze Zeit gedacht, dass sich Herr Goljadnik den Doppelgänger wahrscheinlich nur einbildet, also war der Plot Twist am Ende leider keine große Überraschung für mich, trotzdem gefiel es mir, dass das Buch so trotzdem noch in der Realität blieb und sich nicht einfach irgendeine Gegebenheit ausgedacht hat.

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