Bücher mit dem Tag "down-syndrom"
36 Bücher
- Cecelia Ahern
Das Jahr, in dem ich dich traf
(400)Aktuelle Rezension von: MiripandaSchwaches Buch der Autorin...
Jasmine wird von der Arbeit freigestellt und kümmert sich 1 Jahr um sich selbst und ihren Garten. Ihrem Nachbarn Matt geschieht Ähnliches, sie kann ihn allerdings nicht ab, stalkt ihn aber aus Gründen...
Letztendlich entwickelt sich über Umwege eine Freundschaft und das Leben von Jasmine ändert sich.
Die Geschichte beginnt interessant und bis zur Hälfte bin ich auch am Ball geblieben, allerdings ändert sich nur das Leben von Jasmine. Sie selber entwickelt sich gefühlt auf den letzten 10 Seiten.
Man sollte auch meinen, dass sie keine Erwachsene ist. Sie trifft nicht nachvollziehbare Entscheidungen, lügt mehrfach und lernt nix daraus. Welcher Erwachsene verteilt bitte als Rache Klopapier in Nachbars Garten...
Der Alkoholmissbrauch ging mir auch zu weit in diesem Buch.
3 Sterne nur gerade so, weil es bis zur Hälfte gut war und ich die Nebenrollen mochte.
- Lauren Asher
Dreamland Billionaires - The Fine Print
(267)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerDieses Buch hat mich von der ersten Seite an komplett begeistert und ist inzwischen zu einem meiner absoluten Lieblingsbücher geworden – ich habe es schon weiterverliehen! Das Setting rund um den Freizeitpark („Dreamland“) versprüht direkte Disneyland-Vibes und bringt eine einmalige Atmosphäre mit sich.
Die Charaktere und ihre Dynamik:
Zahra: Sie ist eine frohe, aufgeweckte und starke Protagonistin, die sich nicht unterkriegen lässt. Besonders stark fand ich ihr Engagement dafür, den Freizeitpark inklusiver zu gestalten.
Rowan: Als klassischer „Grumpy“ macht er eine wunderschöne Entwicklung durch. Es macht unglaublich viel Spaß zu lesen, wie er Kapitel für Kapitel weicher wird.
Die Dynamik zwischen den beiden ist einfach perfekt umgesetzt! Auch Nebenfiguren wie Zahras Schwester Ani machen die Geschichte unglaublich herzlich.
Mein Fazit
Die Handlung steigt direkt ohne langatmige Monologe oder Rückblenden voll ein. Dass sich die weiteren Bände jeweils um die anderen Kane-Brüder drehen, macht die gesamte Reihe absolut lesenswert.
- Ruth Hogan
Mr. Peardews Sammlung der verlorenen Dinge
(196)Aktuelle Rezension von: namaste_jenEin schön geschriebener Roman, der sich leicht lesen lässt. Am Anfang war ich von der zweiten Handlungsebene etwas verwirrt und wusste nicht, worauf sie hinauswill – am Ende fügt sich aber alles zusammen. Zwischendurch war es stellenweise etwas langatmig, sodass ich einzelne Abschnitte eher überflogen habe. Gut gefallen hat mir die Dynamik zwischen Laura, Freddy und Sunshine.
- B.A. Paris
Saving Grace - Bis dein Tod uns scheidet
(418)Aktuelle Rezension von: B_rose_naInhalt ✨
Grace und Jack Angel wirken wie das perfekte Paar. Er ist erfolgreich, charmant und setzt sich als Anwalt für misshandelte Frauen ein. Sie ist warmherzig, schön und scheint ein beneidenswertes Leben zu führen.
Doch hinter dieser perfekten Fassade stimmt etwas nicht. Grace ist nie allein. Jack ist immer an ihrer Seite. Und je genauer man hinsieht, desto unheimlicher wird dieses scheinbar makellose Leben.
Meine Meinung 🤍
Auf BookTok habe ich dieses Buch ständig gesehen, vor allem in Videos über krasse Thriller und überraschende Wendungen. Irgendwann war ich zu neugierig und musste es selbst lesen.
Und ja, ich verstehe den Hype.
Die ersten hundert Seiten haben sich für mich noch etwas gezogen und Grace konnte ich anfangs nicht immer nachvollziehen. Aber ab der Mitte wurde es richtig stark.
Die Grundidee ist nicht neu, aber B. A. Paris erzählt sie so spannend und durchdacht, dass ich trotzdem völlig gefesselt war. Man ahnt zwar, wohin die Geschichte führen könnte, aber das Spannende ist hier nicht nur das Ende, sondern der Weg dorthin.
Besonders das Finale hat mich überzeugt. Alles war sauber aufgebaut, clever geplant und für mich richtig befriedigend gelöst.
Wäre der Einstieg etwas straffer gewesen, hätte es für mich sogar 5 Sterne werden können. So sind es sehr starke 4 von 5 Sternen.
Und noch etwas: Das deutsche Cover gefällt mir hier ausnahmsweise viel besser als das englische. Dieses Cover hätte mich im Buchladen sofort neugierig gemacht. 📚
- Stephanie Schuster
Die Wunderfrauen - Alles, was das Herz begehrt
(202)Aktuelle Rezension von: Buchwurm05Inhalt:
1953. Endlich geht es in Deutschland wieder aufwärts. Die mageren Jahre sind vorbei. Während Luise von einem eigenen Laden träumt, nehmen Luises Brüder die heimatvertriebene Marie bei sich auf dem Bauernhof auf. Helga, die aus reichem Haus stammt, flüchtet vor ihren Eltern und beginnt eine Ausbildung als Krankenschwester in der Geburtsklinik von Dr. von Thaler. Durch ein Missverständnis zieht sie den Zorn von dessen Gattin Annabel auf sich. Jede versucht das Beste aus ihrer Situation zu machen. Noch wissen sie nicht, dass sich ihre Wege immer wieder kreuzen werden.....
Leseeindruck:
"Die Wunderfrauen - Alles was das Herz begehrt" ist der erste Band einer Trilogie. Die Kapitel sind abwechselnd aus der Sicht von Luise, Marie, Helga und Annabel geschrieben. So konnte ich sie nach und nach besser kennenlernen und wurde tief in die Geschichte hineingezogen. Es hat mich gut und kurzweilig unterhalten, ihren Lebensweg zu verfolgen. Ich habe es bewundert, wie sie das Beste aus ihrer Situation gemacht und immer wieder Mut gefasst haben. Dabei kam es gerade zum Ende hin auch zu Szenen, die ich so nicht erwartet habe. Auf der einen Seite wurde es nicht langweilig und es gab für mich unerwartete Wendungen. Auf der anderen Seite, hat das gar nicht zu den Figuren gepasst. Auch, wenn das jeweils in Ausnahmesituationen geschehen ist, kam mir persönlich das etwas zu unerwartet.
Fazit:
"Die Wunderfrauen - Alles was das Herz begehrt" hat mir unterhaltsame Lesestunden beschert. Es ist eher ein leichter Roman, bei dem ich mich schnell in die Figuren hineinversetzen konnte. Von mir gibt es eine Leseempfehlung. - Kristina Moninger
Wenn gestern unser morgen wäre
(170)Aktuelle Rezension von: Schnee_prinzessinWenn gestern unser Morgen wäre ist ein Roman, der mich nicht sofort abgeholt hat der aber genau deshalb umso nachhaltiger wirkt. Die ersten rund 80 Seiten empfand ich als sehr anstrengend, vor allem wegen der Hauptfigur Sara. Sie war mir anfangs extrem unsympathisch: Sie ist mitverantwortlich dafür, dass hunderte Menschen ihren Job verlieren, betrügt ihren scheinbar perfekten Freund und gibt ihrer Schwester einen kalten, folgenschweren Ratschlag. All diese Entscheidungen wirken hart, egoistisch und schwer nachvollziehbar.
Gleichzeitig merkt man jedoch schon früh, dass Sara selbst mit ihrem Leben unzufrieden ist. Sie funktioniert, sie entscheidet rational, karriereorientiert, aber glücklich ist sie dabei nicht. Diese innere Leere wird zwar nicht sofort sympathisch, aber sie ist spürbar.
Nach dem Unfall und dem Sprung zehn Tage in die Vergangenheit verändert sich der Ton des Buches. Sara bekommt eine zweite Chance, ihre Entscheidungen zu überdenken – und vor allem, sich selbst zu hinterfragen. Die Wandlung ihrer Figur geschieht nicht abrupt, sondern langsam und glaubwürdig. Mit jeder neuen Entscheidung, jeder bewussteren Handlung und jeder Begegnung, besonders mit Matt, wird klarer, was sie wirklich braucht, um zufrieden zu sein.
Gerade diese schrittweise Entwicklung hat mir sehr gefallen. Sara wird nicht plötzlich „besser“, sondern lernt nach und nach, Verantwortung zu übernehmen und auf ihr eigenes Gefühl zu hören. Dadurch wurde sie für mich zunehmend greifbar und schließlich sogar sympathisch.
Thematisch geht es viel um Liebe, Schuld, Verdrängung und den Mut, das eigene Leben ehrlich zu betrachten. Besonders stark fand ich die Aussage, dass perfekte Leben von außen oft ganz anders aussehen, als sie sich von innen anfühlen.
Fazit:
Ein emotionaler Roman über zweite Chancen und persönliche Entwicklung, der Geduld verlangt, diese aber belohnt. Eine schöne, nachdenkliche Geschichte über Liebe, Fehlentscheidungen und die Frage, was uns wirklich glücklich macht. - Petra Hülsmann
Meistens kommt es anders, wenn man denkt
(270)Aktuelle Rezension von: elycalxaIn „Meistens kommt es anders, wenn man denkt“ begleiten wir Nele, die von der Liebe endgültig die Nase voll hat. Nach einer Enttäuschung will sie sich eigentlich nur noch auf ihre Karriere konzentrieren und heuert bei einer angesagten Hamburger Werbe- und PR-Agentur an. Doch ihr Plan geht natürlich nicht so ganz auf: Ihr attraktiver neuer Chef Claas bringt ihr Herz ziemlich schnell ins Stolpern. Gleichzeitig sorgt ihr Privatleben für Trubel, denn ihr kleiner Bruder Lenny, der das Down-Syndrom hat, beschließt, dass er flügge werden und in eine eigene Wohnung ziehen möchte. Nele muss sich neu sortieren und feststellen, dass sich das Leben eben nicht immer strikt durchplanen lässt.
Nele als Protagonistin ist unheimlich sympathisch und lebensnah gezeichnet. Man kann ihren Hang, es immer allen recht machen zu wollen, und ihre Sorgen gut nachempfinden. Besonders die liebevoll gestalteten Nebenfiguren – allen voran ihr Bruder Lenny und natürlich der aus anderen Büchern bekannte Taxifahrer Knut – sorgen für viel Herz und ordentlich Schwung. Petra Hülsmanns Schreibstil ist wie gewohnt spritzig, locker und lässt sich super flüssig weglesen. Das typische Hamburger Lokalkolorit bringt zudem wieder richtig schönes Flair in die Geschichte.
Einen Punktabzug gibt es von mir allerdings für die Entwicklung der Handlung: An einigen Stellen zieht sich die Geschichte leider etwas arg in die Länge. Zudem driften mir manche Szenen, gerade was die Liebesgeschichte angeht, doch ein bisschen zu sehr ins Kitschige ab. Hier hätte die Autorin die Story gerne etwas straffen dürfen, um den Schwung durchgehend aufrechtzuerhalten.
Fazit:
Trotz kleiner Längen und einer Extra-Dosis Kitsch ist es eine schöne, leichtfüßige Lektüre für zwischendurch. Wer Herzensgeschichten mit familiärem Trubel und Hamburger Charme mag, macht hier wenig falsch. Von mir gibt es daher gute 3,5 bis 4 von 5 Sternen! - Fabian Sixtus Körner
Mit anderen Augen
(33)Aktuelle Rezension von: peedeeEine Geburt verändert das Leben der werdenden Eltern für immer. Was, wenn das Kind nicht gesund ist? Was, wenn es behindert ist? Als der Autor im Kreisssaal seine Tochter Yanti zum ersten Mal im Arm hält, schaut sie ihn mit leicht schräg gestellten Augen an. Sie scheint anders zu sein… Der medizinische Code „Q90“ auf der Geburtskarte verrät: Trisomie 21! Wie soll das Leben nun für die Familie weitergehen?
Erster Eindruck: Ein schönes Cover mit der kleinen Familie; ein guter Buchtitel – gefällt mir. Im Mittelteil des Buches hat zahlreiche Fotos, die einen solchen Bericht immer sehr bereichern.
Der Name des Autors war mir zwar bekannt, aber ich habe bisher kein Buch des „Journeyman“ gelesen. Hier nun sein sehr persönlicher Bericht, wie die kleine Yanti das Leben ihrer Eltern auf den Kopf stellte. Gleich zu Beginn erwähnt der Autor seinen Pessimismus: „Ich bin Pessimist. Darin liegt mein Optimismus. Das Worst-Case-Szenario ist mein ständiger Begleiter – nur beunruhigt es mich nicht.“ Für mich wirkt der Autor überhaupt nicht pessimistisch, und ich denke, dass jemand, der solche (Abenteuer)Reisen macht, wo gar nicht alles durchgeplant werden kann, nicht wirklich pessimistisch sein kann.
Der Start ins Leben ist für Yanti nicht einfach: sie kämpft mit mehreren gesundheitlichen Problemen und muss auf der Intensivstation liegen. Als Fabian seinen Eltern mitteilte, dass ihre Enkelin das Down-Syndrom habe, hat mich deren Reaktion sehr berührt. Sie hatten nicht, wie viele andere, Mitleid, sondern haben sich sehr über das Kind gefreut.
Als freiheitsliebende und unternehmungslustige Menschen sind Fabian und seine Freundin Nico häufig und lange unterwegs. Können sie das auch noch mit Yanti? Ja, und ob! Als Fabian dies seinem Vater mitteilt, meinte der bloss stolz „Dann wird Yanti wohl das erste Surfer-Girl mit Down-Syndrom. Finde ich super.“
Regelrecht erschütternd waren die Informationen zu den Schwangerschaftsabbrüchen, die in verschiedenen Ländern aufgrund der Diagnose Down-Syndrom erfolgen. In Island z.B. gibt es durchschnittlich zwei Geburten pro Jahr mit Down-Syndrom – und diese zwei Geburten seien meist auch nur das Resultat von Fehldiagnosen in der Schwangerschaft. Nahezu 100% werden somit abgetrieben. Ich will überhaupt nicht darüber richten, ob eine Abtreibung „richtig“ oder „falsch“ ist, schliesslich ist es eine persönliche und unwiderrufliche Entscheidung – es hat mich einfach sehr überrascht, solche harten Zahlen zu sehen.
Den Bericht empfand ich als sehr persönlich, offen und ehrlich, er ist auch mutmachend. Von mir gibt es 5 Sterne. - Yrsa Sigurdardottir
Feuernacht
(110)Aktuelle Rezension von: PoldisHoerspielseiteWas mich an Yrsa Sigurðardóttir immer wieder fesselt, ist dieses typisch isländische Gefühl von Kälte, Weite und unterschwelligem Grauen – und genau das trifft mich in Feuernacht sofort wieder. Schon die ersten Seiten haben etwas Beklemmendes: ein Brand in einem Behindertenheim, fünf Tote, ein junger Mann mit Down-Syndrom, der als Täter feststeht – aber irgendwie spürt man sofort, dass hier etwas nicht stimmt. Genau dieses Misstrauen, dieses leise Unbehagen, ist es, das mich durch den ganzen Roman begleitet hat.Was Sigurðardóttir hier erzählt, wirkt nicht wie ein klassischer Whodunit, sondern vielmehr wie ein schleichendes Auseinanderdriften verschiedener Wahrheiten, die erst nach und nach sichtbar werden. Dóra, die ich in den früheren Bänden ohnehin schon gern begleitet habe, wirkt hier noch ein bisschen wacher, vorsichtiger, gleichzeitig viel persönlicher. Man spürt deutlich, wie sehr sie sich von dieser Geschichte berühren lässt, ohne dass es je kitschig oder sentimental wird. Sie geht ihren Weg – mal behutsam, mal mit einer fast schon sturen Hartnäckigkeit –, und gerade das macht sie so glaubwürdig.
Besonders beeindruckt hat mich, wie konsequent Sigurðardóttir die Themen Behinderung, Ausgrenzung und institutionelle Verantwortung in die Handlung einwebt, ohne sie zu überhöhen oder moralisch zu verkleistern. Man erfährt hier viel über Lebenswelten, die man sonst selten in Krimis liest. Und das tut weh. Man merkt sehr schnell, dass der Brand nicht nur ein Verbrechen gegen fünf Menschen war, sondern auch ein Angriff auf ihre Würde – und auf das fragile System, das sie eigentlich schützen sollte.
Atmosphärisch funktioniert Feuernacht für mich besonders stark in zwei Bereichen: Erstens in der bedrückenden Darstellung der psychiatrischen Einrichtung, in der Jakob lebt; zweitens in den unheimlichen Szenen rund um den Spukfall, der auf den ersten Blick völlig losgelöst wirkt – und dann doch langsam seine Verbindung bekommt. Yrsa schafft es einfach: diese leisen, irritierenden Momente, die einen kurz frösteln lassen. Nie übertrieben, nie Effekthascherei, sondern diese typisch nordische Art, in der das Übernatürliche als Möglichkeit einfach im Raum stehen darf.
Auch die Struktur des Romans mochte ich: die parallelen Handlungsstränge, die immer wieder aufeinander zulaufen, ohne dass man jemals den Faden verliert. Es gibt Wendungen, die ich früh erahnt habe, und andere, die mich auf den letzten Metern doch kalt erwischt haben. Vor allem das Ende hat mich überrascht – nicht, weil es einen Schockmoment liefert, sondern weil es in seiner Logik erschreckend plausibel wirkt. Genau die Art Auflösung, die einem erst mal durch den Kopf schießt und dann nachhallt.
Was mich zusätzlich gepackt hat, sind die kleinen Menschlichkeiten, die Yrsa immer wieder einbaut: Dóras alltägliche Momente, Probleme, Begegnungen. Nichts davon nimmt übermäßigen Raum ein, aber es erdet die Geschichte und hält die düstere Grundstimmung im Gleichgewicht. Der Humor ist typisch isländisch: trocken, knapp, fast beiläufig – und genau deshalb wirkungsvoll.
Wenn ich Feuernacht in die Reihe einordne, dann gehört es für mich zu den stärkeren Bänden. Vielleicht nicht ganz so brachial atmosphärisch wie Geisterfjord – aber dafür thematisch dichter, gesellschaftlich härter und erzählerisch subtiler. Es ist ein Buch, das weniger auf Schock setzt als auf das stille Entsetzen, das entsteht, wenn man erkennt, welche Abgründe hinter scheinbar „normalen“ Fassaden lauern. Und die Tatsache, dass ein junger Mann mit Down-Syndrom im Mittelpunkt steht, macht das Ganze noch so viel tragischer – und gleichzeitig umso wichtiger.
Unterm Strich ist Feuernacht für mich ein klug aufgebauter, intensiv erzählter Island-Krimi, der Spannung, gesellschaftliche Relevanz und eine Prise Mystery perfekt miteinander verbindet. Ein Buch, das man nicht einfach nach dem letzten Satz weglegt, sondern das einem noch ein paar Tage im Kopf bleibt – und das ist meistens das beste Zeichen.
- Tina Stein
Secret Forest Academy. Avas Bestimmung
(86)Aktuelle Rezension von: Anja_SteinvorthAvas Eltern sind nach einem Brand spurlos verschwunden. Als wäre das nicht schon schwer genug, steht plötzlich ein sprechender Bär vor ihr und nimmt sie mit in die magische Giant Academy. Dort taucht Ava in eine faszinierende Welt voller Magie, Seelentiere und geheimnisvoller Bäume ein, doch auch Gefahren lauern auf sie. Ist Ava bereit, sich ihrem magischen Schicksal zu stellen?
Zunächst müssen wir sagen, dass wir total begeistert von dem Cover sind. Es vermittelt eine ganz besondere, geheimnisvolle Atmosphäre und wirkt durch die goldenen Elemente wunderschön und sehr hochwertig. Für uns ist es definitiv ein echter Hingucker!
Im Mittelpunkt der Geschichte steht die zwölfjährige Ava, die wir vom ersten Moment an ins Herz geschlossen haben. Sie ist stark und lässt sich trotz ihrer Schicksalsschläge nicht so leicht entmutigen, zeigt aber auch eine unsichere und verletzliche Seite. Von einem Moment auf den anderen wird ihre gesamte Welt auf den Kopf gestellt, als sie erfährt, dass Magie in ihr schlummert. Mutig macht sie sich auf den Weg in die Akademie und damit hinein in ein völlig neues Leben.
Dort begegnet sie den unterschiedlichsten magischen Kreaturen sowie netten und weniger netten Mitschülern. Sie schließt erste Freundschaften, muss aber auch feststellen, dass es nicht jeder an der Akademie gut mit ihr meint. Nach und nach gewinnt sie immer mehr Selbstvertrauen und lernt, auch ihrer magischen Seite und ihren eigenen Fähigkeiten zu vertrauen.
Auch die Seelentiere – allen voran die beiden Bären Urs und Spirit – haben uns richtig gut gefallen. Wir lieben die Vorstellung, dass jedes Kind einen solchen tierischen Freund und Gefährten an seiner Seite hat.
Tina Stein hat eine beeindruckende magische Welt erschaffen, die uns komplett in ihren Bann gezogen hat. Mit viel Fantasie und Kreativität verbindet sie Magie und Natur miteinander. Eine ganz besondere Rolle spielen dabei die Bäume. Die dahinter stehende Idee – wir wollen nicht zu viel verraten – fanden wir wunderschön und außergewöhnlich. Ganz nebenbei erfährt man sogar einiges über verschiedene Baumarten. So haben wir beispielsweise den Sandbüchsenbaum kennengelernt, von dem wir vorher noch nie gehört hatten.
Zum Ende hin wurde die Geschichte noch einmal richtig spannend und das Finale hat uns mit einem fiesen Cliffhanger zurückgelassen. Umso froher sind wir, dass der zweite Band bereits bei uns bereitliegt und wir direkt weiterlesen können!
Fazit: Ein spannender Reihenauftakt, der uns mit seiner fantasievollen Welt verzaubert hat. Besonders gelungen finden wir die Verbindung von Fantasy, Freundschaft und Natur sowie Avas Suche nach ihrer eigenen Identität und ihrem Platz in dieser neuen Welt.
- Noa C. Walker
Der Tanz unseres Lebens
(58)Aktuelle Rezension von: LujomaWinter in den Schweizer Bergen, eine einsame Tänzerin auf dem See. Als sie plötzlich nach einem Sprung durch das Eis bricht und versinkt, glaubt sie, dass ihr Leben zu Ende sei. Doch Martin, eine junger Kinderarzt, zieht sie aus dem eiskalten Wasser und bringt sie ins Warme. Dort, bei Claire findet sie nicht nur eine Stelle zum Aufwärmen, sondern auch eine Aufgabe. So entschließt sich Florence, die eigentlich nur auf der Durchreise war, zu bleiben. Sie kümmert sich liebevoll um Zoé, Claire‘s Tochter mit Down-Syndrom, tanzt sich mit der Zeit aber auch in Martins Herz. Der ahnt noch nicht welches Geheimnis Florence ganz fest in sich verschlossen hat und seine Geduld wird auf eine harte Probe gestellt. Doch während die Monate vergehen, verändert sich ganz langsam so manches in dem kleinen Bergdorf…..
Ich habe inzwischen fast alle Bücher von Noa C. Walker gelesen und bin immer wieder fasziniert von ihren Geschichten. „Der Tanz unseres Lebens“ erzählt eine leise Geschichte über plötzliche Einschnitte und verlorene Träume, Veränderung von Lebensplänen, aber auch neue Hoffnungen und die Kraft der Liebe. Ich habe beim Lesen gelacht und geweint… Florence ist Musicaldarstellerin und eine begabte Tänzerin, die nie stillsteht, die ihre tiefen Gefühle tanzen muss. Mit ihrer Lebendigkeit ist sie eine tolle Begleiterin für Zoé und eine große Hilfe für die alleinerziehende Claire. Auch Martin hat schon Schweres erlebt und deshalb einen krassem Kurswechsel vorgenommen. Als Kinderarzt in den Bergen hat er einen neuen und sehr guten Platz gefunden. Und dann ist da noch ein Einsiedler, der kaum mit jemand spricht, aber doch so viel zu sagen hat… Die Geschichte verwebt auf wunderbare Weise all diese Schicksale und lässt etwas Neues daraus erwachsen. Mehr möchte ich nicht verraten. Lest selbst!
- Doro Zachmann
Bin Knüller!: Herz an Herz mit Jonas
(3)Aktuelle Rezension von: NelingSehr bewegendes Buch aus dem Alltag eines Kindes mit Down Syndrom, geschrieben von der Mutter und ihrem behinderten Sohn. 5 Sterne!
Das ist das 2. von 3 Büchern über Jonas . Doro Zachmann erzählt in diesem Buch aus ihrem herausfordernden Familienalltag. Sie und ihr Mann sind Eltern von inzwischen 4 erwachsenen Kindern und in diesem Buch geht es vor allem um Jonas. Er hat nicht nur das Downsyndrom sondern auch einen Herzfehler. In diesem Buch ist Jonas 14 und hier erzählt die Mutter von der Herz-OP und hält immer wieder Rückblick auf die vergangenen Jahre. Es wird deutlich, dass Jonas ganz viel Lebensfreude hat und der Alltag mit ihm zwar eine Herausforderung ist, aber eine an der die Familie auch gewachsen ist. Jonas bringt ganz viel Freude und Sonnenschein in die Menschen um ihn herum seien Lebensfreude und Dankbarkeit ist ansteckend. Sehr bereichernd an dem Buch ist auch, dass es nicht nur einfach Text ist. Viele Familienfotos, Kindermund und Bilder/Schriftstücke von Jonas lockern das Buch genauso auf , wie die sehr nachdenklichen Gedichte der Mutter.Das Buch ist trotz des schweren Themas überhaupt nicht belastend und traurig, sondern der Grundtenor ist total positiv, wertschätzend, humorvoll. Für mich mit Abstand das Beste , was es über das Thema zu lesen gibt.Ich weiß dass die 3 Bücher von und über Jonas schon ganz viele Eltern ermutigt hat, die ein behindertes Kind haben und auch vielen anderen Menschen schon geholfen hat mit dem schwierigen Thema umzugehen, geistig Behinderte besser anzunehmen.Dafür gibt es wohlverdiente 5 Sterne und ich wünsche den 3 Büchern eine breite Leserschaft. - Inge Löhnig
Unbarmherzig (Ein Gina-Angelucci-Krimi 2)
(267)Aktuelle Rezension von: knuddelbackeMit Unbarmherzig hielt ich seit langem mal wieder einen Deutschen krimi in der Hand , der mich wirklich fesseln und begeistern konnte. Es handelt sich hierbei zwar um den 2. Teil einer Reihe, doch auch ohne den ersten teil gelesen zu haben fiel mir der Einstieg in das Buch leicht. Zum einen fand ich die Charaktere sehr realistisch und glaubhaft. Allen voran die ermittelnde Kommisarin Gina Angelucci, die nach Ihrer Elternzeit wieder zurück in den Dienst kommt. Hierbei hat sie nicht nur mit einigen überschüssigen Kilos zu viel zu kämpfen, sondern auch mit der Balance von Familie und Beruf. Vor allem weibliche Leserinnen dürften sich also wieder erkennen und an der ein oder anderen Stelle des Buches auf Grund eigener Erfahrungen aufseufzen.
Auch der Kontext des 70 Jahre zurückliegenden Kriminalfalls, um den es hier geht sprach mich auf Anhieb an. Der 2. Weltkrieg und die damit verbundenen Zwangsarbeiter in der deutschen Industrie , sowie eine verschwiegene Dorfgemeinschaft bilden den Dreh- und Angelpunkt dieses Kriminalfalls, der bis zum Ende durch Spannung und einige überraschende Wendungen überzeugen kann. Frau Löhnig ist ein fundierter und spannender Kriminalroman gelungen, der Lust auf mehr macht.
- Mara Ferr
41 Rue Loubert
(24)Aktuelle Rezension von: Jan-SpelunkaWas für ein einmaliger, gut geschriebener und origineller Kriminalroman! Die Österreicherin Mara Ferr entführt uns in die Pariser Rue Loubert. Das Haus mit der Nummer 41 ist seit Langem geheimnisvoll und verrucht zugleich. Dort lebt die fast sechzigjährige Louise, die sich schon früh durch Verstand und Gespür vom mittellosen, aus Marseille gekommenen Freudenmädchen zu einer großen Dame der Pariser Gesellschaft entwickelt hat, dabei aber immer bodenständig geblieben ist. 44 Jahre hat sie mittlerweile in diesem Haus gelebt, gearbeitet und getöpfert. Dass sie dort auch allerlei andere Dinge angestellt hat, versteht sich – vor allem wird viel darüber spekuliert. Kein Wunder, gehört doch auch eine Guillotine zum Inventar.
Bei der Auswahl ihrer Kunden war Louise stets wählerisch. Mehr als 20 Männer standen nie gleichzeitig auf ihrer Kundenliste. Von Anfang an dabei war Hendrik, ein erfolgreicher Spediteur mit Herz und guten Manieren, dessen Geschäfte irgendwie von selbst zu laufen scheinen. Er kümmert sich ausschließlich um seinen behinderten, längst erwachsenen Sohn Luc, dem er es ebenfalls ermöglicht, regelmäßig die Dienste der geschätzten Madame aus der Rue Loubert in Anspruch zu nehmen. Hendrik, Luc und Louise verbindet mehr als eine jahrzehntelange Freundschaft.
Marcel, ein karrieresüchtiger Kommissar, hat sich dagegen in den Kopf gesetzt, Louise auf die Schliche zu kommen. Er ist fest davon überzeugt, dass sie etwas mit dem plötzlichen Verschwinden von 18 Männern zu tun hat. Gebremst wird er durch seinen Vorgesetzten. Aus gutem Grund, gehört doch auch der Chef zu den erlesenen Besuchern von Haus Nr. 41. Marcel bleibt stur wie kein Zweiter, verzettelt sich oft und kommt, wenn überhaupt, nur langsam voran. Er unterschätzt Louises Beliebtheit und ihre Weitsicht.
All dies wird spannend, geschickt, auch humorvoll erzählt. Wären da nicht die neuzeitlichen Geräte wie Laptops oder Videokameras, fühlte man sich stellenweise auch in ein älteres Paris zurückversetzt.
- Birger Brand
Tod am Kreidefelsen: Ostseekrimi
(17)Aktuelle Rezension von: Vampir989Klapptext:
Sassnitz, Rügen. Die Leiche des zwanzigjährigen Kellners Benjamin W. taucht eines Morgens am Fuß des Kreidefelsens auf. Als die herbeigerufene Kripo das Haus des Opfers durchsucht, kommt es zu einem schwerwiegenden Zwischenfall. Steckt mehr als nur Fahrlässigkeit dahinter? Sind hier Polizeibeamte gar in ein Verbrechen verstrickt? Nur kurze Zeit später bringt der Tod eines Verdächtigen in seiner Zelle das Fass zum Überlaufen - und weckt das Interesse von Lydia Westphal.
Die Leiterin des LKA-Dezernats für Interne Ermittlungen (Schwerin) fährt unverzüglich nach Sassnitz, um Licht ins Dunkel zu bringen. Im Zuge ihrer Nachforschungen gerät die Kriminalrätin in ein Gemenge aus Rachegelüsten, himmelschreiender Inkompetenz und Sex-Dienstleistungen der speziellen Art.
In einem feindseligen Klima beginnt sich die Ermittlerin schnell unsicher zu fühlen. Schwebt sie tatsächlich in Gefahr? Auf welche Kollegen kann sie sich verlassen? Wer arbeitet im Geheimen gegen sie? Werden weitere Opfer folgen? Ein Ereignis jagt das andere, menschliche Abgründe tun sich auf, der große Knall steht bevor…
Dies ist der Auftakt einer Ostseekrimireihe mit der Kommissarin Lydia Westphal.Ich hatte große Erwartungen an diesen Krimi.Und ich muss sagen das ich nicht enttäuscht wurde.Birger Brand entführte mich auf die wunderschöne Insel Rügen.Der Schreibstil ist leicht,locker und flüssig.Die Seiten flogen nur so dahin.Einmal angefangen mit lesen konnte ich das Buch nicht mehr aus den Händen legen.Ich begleitete die Kommissarin für eine Weile bei ihren Ermittlungen und erlebte dabei spannende und interessante Momente.Die Protoganisten wurden sehr gut beschrieben.Ich konnte sie mir klar und deutlich vorstellen.Es gab viele unterschiedliche Charaktere welche bestens ausgearbeitet wurden.Besonders sympatisch fand ich Lydia Westphal.Ich habe sie gleich in mein Herz geschlossen.Aber auch alle anderen Figuren waren sehr interessant egal ob bösartig oder liebenswert.Der Autor hat eine geheimnisvolle und düstere Atmosphäre geschaffen.In mir war Kopfkino.Viele Szenen wurden sehr detailliert dargestellt und so war ich teilweise direkt im Geschehen dabei.Ich habe mitgelitten,mitgebangt und mitgefühlt.Durch die fesselnde und packende Erzählweise wurde ich förmlich in die Geschichte hinein gezogen.Immer wieder gab es unvorhersehbare Wendungen und Ereignisse.Dadurch blieb es durchweg spannend und wahnsinnig interessant.Zu keiner Zeit wurde mir langweilig.Viele brisante und aktuelle Themen spricht der Autor in diesem Krimi an.Da geht es um Ausländerhass,Homosexualität,Alkohol und Prostitution.Dies in die Geschichte einzubauen ist ihm hervorragend gelungen.Auch wurde ich immer wieder auf eine falsche Spur geführt was den Täter anbelangt.Und so habe ich bis zum Schluss mit gerätselt wer es denn nun sein könnte.Fasziniert haben mich auch die sehr ansprechenden und bildhaften Beschreibungen der einzelnen Schauplätze.Besonders die tollen Landschaftsbeschreibungen der Insel Rügen fand ich grandios und wunderschön.Viel zu schnell war ich am Ende des Buches angelangt.Ich hätte noch ewig weiter lesen können.Den Abschluss fand ich sehr gelungen.Auch das Cover finde ich sehr ansprechend und gut gewählt.Schon beim ersten Anblick bekommt man Lust zum Lesen.Für mich rundet es das Meisterwerk ab.Mir hat das Lesen dieses Buches viele spannende und interessante Momente beschert.Ich vergebe glatte 5 Sterne und freue mich schon auf einen weiteren Fall mit Lydia Westphal. - Rebecca Dernelle-Fischer
Und dann kam Pia
(3)Aktuelle Rezension von: JoRoAIn diesem Buch, beschreibt die Autorin ihren Weg zur Adoption eines Kindes mit Downsyndrom. Man erfährt über ihre ersten Gedanken, Hintergründe und welche Schritte man gehen muss. Es ist sehr authentisch erzählt und die Autorin spricht auch Zweifel, die sie befielen, an.
Der Buchtitel ist leicht verwirrend. Ich hätte mir gerne gewünscht, mehr über Pia zu erfahren, von ihrer Behinderung, sowie vom Alltag in der Familie. Jedoch kommt das sehr zu kurz und der Fokus ist eher auf den langen Weg, bis man ein Kind bekommt, gerichtet.
- Debbie Macomber
Leise rieselt das Glück
(60)Aktuelle Rezension von: Linda19_7Merry muss zurzeit viele Überstunden machen und hat deshalb kaum Zeit für die Liebe. Das macht ihrer Mutter und ihrem durch das Downsyndrom beeinträchtigten Bruder etwas Sorgen. Darum melden die Beiden sie heimlich auf einer Datingwebside an. Als ihr Profilbild, stellen die zwei den Familienhund ein. Es dauert nicht lange, schon schreibt ihr ein netter junger Mann. Dieser hat ebenfalls einen Hund als Profilbild. Findet sie in ihm die große Liebe?
Das Buch ist perfekt für einen gemütlichen Wintertag auf dem Sofa geeignet. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und beinhaltet viel Witz und Humor. Die Geschichte wirkt manchmal etwas älter gerade in Bezug auf die Technik (SMS, Datingportal über PC…) das macht aber gar nichts. Manchmal finde ich die Darstellung von Patrick mit seinem Downsyndrom etwas grenzwertig. Er wird hin und wieder als etwas dumm dargestellt. Da das Buch aber allgemein etwas älter wirkt, denke ich, dass die Ansichten einfach etwas veraltet sind. Da hat sich in den letzten Jahren ja einiges getan.
Die Geschichte wird aus der Perspektive von Merry und Jay erzählt. So kann man sich sehr gut in beide Sichten hineinversetzen.
Die Storyline an sich ist nichts wirklich neues und auch der Ausgang und die Wendungen sind sehr vorhersehbar. Es hat aber trotzdem viel Spaß gemacht das Buch zu lesen.
- Harald Darer
Mongo
(35)Aktuelle Rezension von: beme65Mongo hat leider meine Erwartungen nicht erfüllen können. Das Thema, wie gehen eine schwangere Frau und der Partner an ihrer Seite mit der Angst um, dass ihr Kind an Trisomie21 leiden könnte, ist vieleschichtig und hätte verdient gehabt, dass es ernsthaft dargestellt wird. Der Schreibstil mit vielen Wiederholungen von Formulierungen und Worten ist ermüdend, obwohl er sicher locker und leicht geraten sollte. Das Lesen wird dadurch sehr anstrengend und gleichzeitig hatte ich das Gefühl, das eingentliche Thema kommt viel zu kurz. Es bleibt vieles an der Oberfläche und Personen werden mir auch nach vielen Kapiteln nicht nahe gebracht. Ich hatte erwartet, dass ich berührt werde, von den Ängsten und Unsicherheiten der Protagonisten aber die Oberflächlichkeit des Geschriebenen hat dieses Gefühl nicht aufkommen lassen.
Insgesamt fehlte mir der rote Faden des Ganzen und lässt mich als Leser sehr unzufrieden zurück, da das Thema wirklich bedeutsam ist und ein wenig mehr Tiefgang verdient hätte.
- Birte Müller
Willis Welt
(10)Aktuelle Rezension von: sunlightWie stemmt eine Mutter den Alltag mit zwei Kindern? Eins mit Down-Syndrom und das jüngere mit Normal-Syndrom.
Birte Müller ist Kinderbuchillustratorin, Autorin und schreibt seit der Geburt ihres Sohnes Willi Kolumnen für „Spiegel online“ und „a Tempo“über ihr Familienleben. Immer mit einer großen Portion Humor, Selbstkritik, aber auch mit einem Blick auf unsere Gesellschaft.
In ihrem zweiten Buch über das Leben mit Willi, als Mutter eines schwerbehinderten Kindes, reflektiert sie ihren normalen Familienalltag. Sie benennt die Herausforderungen, aber auch die vielen glücklichen Momente, die Willi ihr und anderen Menschen schenkt. Wer liebt schon so innig Blasmusik oder Klassik wie Willi und tanzt selbstvergessen dazu?
Der Spagat zwischen den eigenen Anforderungen, perfekt zu sein und der Realität, die eher Kreativität und Gelassenheit fordert, bringt Birte Müller mehr als einmal an ihre Grenzen und sie überschreitet sie auch. Gerade diese Passagen in denen sie genau reflektiert, sind für alle Eltern so lesenswert. Wie hat sich die Kindererziehung verändert, welche Ansprüche stellen Eltern an sich und natürlich auch an die Kinder? Wem dient man damit? Den Kindern oder soll ein besonders glänzendes Bild des Superkindes und der Superfamilie vorgezeigt werden?
Das Buch ist sehr kurzweilig zu lesen, in kurzen Kapiteln und es gibt so viele Stellen, die mich schmunzeln ließen, aber auch innehalten und nachdenken.
Die Lektüre empfehle ich allen Eltern, denn das Buch rückt so manchen Blickwinkel gerade. Und das, tut allen gut – Eltern und Kindern!
- Fabien Toulmé
Dich hatte ich mir anders vorgestellt ...
(7)Aktuelle Rezension von: PantoffeltierAls Fabien seine neugeborene Tochter Julia zum ersten Mal sieht, bricht für ihn eine Welt zusammen. Denn Julia hat Trisomie 21, was bei den Vorsorgeuntersuchungen unentdeckt blieb. Fabien fühlt sich außerstande, sein Kind zu lieben und hat Angst davor, sich ein Leben lang um ein Kind kümmern zu müssen, das nie selbstständig sein wird. Doch mit der Zeit schleicht sich Julia in sein Herz.
Schonungslos ehrlich erzählt der Autor seine Geschichte. Davon, wie ihn die mitleidigen Reaktionen von Passanten, die Julia sehen, verletzen, wie ihm Gespräche mit Expertinnen und anderen Eltern helfen, aber auch von unerwarteten Glücksmomenten. Gemeinsam mit dem Autor erfahren wir, wie unterschiedlich Menschen mit Trisomie 21 sind und was es für den Alltag bedeutet, ein Kind mit Behinderung zu betreuen und auch zu fördern. Besonders gut hat mir gefallen, dass es kein einmaliges Erweckungserlebnis gibt, sondern viele kleine Momente, die Fabien und auch seiner Frau helfen, Angst und Abneigung zu überwinden. Ganz allmählich, fast ohne es selbst zu merken, beginnen sie Julia zu lieben und sich um sie zu sorgen.
Auch die Zeichnungen haben mir gut gefallen, sie passen gut und nehmen dem Thema ein wenig die Schwere.
Ein wichtiges Thema, das schmerzhaft ehrlich behandelt wird. Es gibt nicht nur einen Einblick, was es bedeutet, ein behindertes Kind zu betreuen, sondern stellt die Vorstellungen von einem normalen (Familien-)leben in Frage. - Heike Denzau
Dunkle Marsch
(19)Aktuelle Rezension von: julestodoein würdiger Nachfolger der ersten Bände! Dieser Krimi wurde in 2 Zeitebenen geschrieben. Einmal die aktuellen Ereignisse, ein Reporter, der eine Reportage über einen einflussreiche Itzehoer Familie schreiben soll. Dann wird er vergiftet und zwar genau in dem Haus der Familie, über die er berichten soll...
Die Ermittlungen beginnen und reichen bis zurück in die Nazi- Zeit...
Gut recherchiertes Buch und sehr spannend zu lesen!
5 Sterne und eine Leseempfehlung!
- Rona Jaffe
Diese wilden, wunderbaren Jahre
(9)Aktuelle Rezension von: lisbethsalander2102Im zweiten Teil, der Fortsetzungsgeschichte um vier, mittlerweile nicht mehr junge Frauen, die einst gemeinsam aufs College gingen, hat mich wieder rundherum überzeugt und sehr gut unterhalten! Nachdem wir im ersten Band die Jugend von Daphne, Chris, Anabelle und Emily verfolgt hatten, in der sie einander auf dem College begegnet waren, treffen wir sie nun in der Mitte ihres Lebens. Was haben sie erreicht von ihren Plänen, Träumen, Lebensmodellen? Letztendlich kann man irgendwie sagen, sind sie alle auf die eine oder andere Weise gescheitert, keine von ihnen lebt so, wie sie es sich in ihrer Jugend erträumt haben. Aber gerade das macht die vier für mich so unglaublich sympathisch, authentisch, man kann sich mit ihnen identifizieren, u. eins eint sie alle, sie geben sich nicht auf, u. bei allen Rückschlägen, Enttäuschungen und kleinen privaten Dramen, stehen sie immer wieder auf und erfinden sich neu. Selbst Emily, vielleicht sogar gerade sie, die ich anfangs als hoffnungslosen Fall abgetan hatte, übertrifft sich letztendlich selbst, verwirklicht sich, sie verlässt ihre große Liebe, die sie nie glücklich gemacht hatte, gründet mit ihrem Sohn eine eigene kleine Firma, für mich ganz großes Kino. Obwohl die vier Frauen mit der Vorgabe aufgewachsen waren, ein Ehemann hat das Zentrum ihres privaten Glücks zu sein, strampeln sie sich alle irgendwie frei, die eine mehr, die andere weniger, aber alle überzeugend. Ich war am Ende traurig, dass das Buch beendet war, für mich hätte es noch ewig so weiter gehen können!
- Jutta Wilke
Stechmückensommer
(21)Aktuelle Rezension von: Books66Ich fand es toll, dass die Protagonistin einfach aus diesem Camp abgehauen ist und mit JUlian weiterhin mitgefahren ist und dass sie sich am Ende so liebt, wie sie ist.
Ich fand nicht so toll, dass sie sich nicht gegen die Sticheleien gewehrt hat...
Im Ganzen hat mir das Buch gefallen, aber es war jetzt nicht so etwas, wo ich denke "Wow, das ist mega spannend und das lese ich gleich nochmals" abes es war ganz gut.























