Bücher mit dem Tag "dracula"
83 Bücher
- Bram Stoker
Dracula
(1.168)Aktuelle Rezension von: Roxy31Dracula
von Bram Stoker
Mit Dracula hat Bram Stoker nicht nur einen Roman geschrieben, sondern im Grunde ein ganzes Genre geprägt. Viele kennen die Figur des Vampirs aus Filmen oder modernen Adaptionen, doch das Original überrascht mit viel mehr Tiefe, Atmosphäre und psychologischer Spannung, als man zunächst erwartet. Beim Lesen merkt man schnell: Dieses Buch lebt nicht von billigen Schockmomenten, sondern von einer stetig wachsenden, unheimlichen Stimmung.
Worum geht es?
Im Mittelpunkt steht der junge Anwalt Jonathan Harker, der nach Transsilvanien reist, um dem geheimnisvollen Grafen Dracula beim Kauf eines Hauses in England zu helfen. Schon bald merkt Jonathan, dass in Draculas Schloss etwas nicht stimmt. Der Graf verhält sich seltsam, bewegt sich unnatürlich und scheint kein normaler Mensch zu sein.
Parallel dazu verlagert sich die Handlung nach England, wo Draculas Einfluss langsam, aber bedrohlich spürbar wird. Besonders Lucy Westenra und später Mina Murray geraten in seinen Bann. Gemeinsam mit Professor Van Helsing beginnt eine Jagd auf das Böse, die nicht nur körperlich, sondern auch seelisch an die Grenzen geht.
Was die Geschichte so spannend macht, ist nicht nur der Kampf gegen Dracula, sondern die Frage, wie Menschen reagieren, wenn das Übernatürliche plötzlich Realität wird.
Erzählstil und Aufbau
Stoker erzählt die Geschichte in Form von Tagebüchern, Briefen, Zeitungsartikeln und Protokollen. Anfangs war ich skeptisch, ob mich diese Form dauerhaft fesseln kann, aber genau das Gegenteil ist passiert. Dadurch wirkt alles sehr persönlich und unmittelbar, fast so, als würde man selbst Teil der Geschehnisse werden.
Der Stil ist natürlich klassisch und stellenweise etwas ausführlicher, als man es aus modernen Thrillern kennt. Trotzdem hat mich das kaum gestört, weil die Sprache unglaublich viel Atmosphäre transportiert. Man spürt förmlich die Kälte Transsilvaniens, die Enge des Schlosses und später die unterschwellige Bedrohung in England.
Das Tempo ist eher schleichend als rasant, aber genau das passt perfekt zur Geschichte. Der Horror entsteht nicht plötzlich, sondern baut sich Stück für Stück auf.
Figuren und psychologische Tiefe
Die Figuren sind für ein Werk aus dem 19. Jahrhundert erstaunlich lebendig.
Jonathan Harker entwickelt sich vom rationalen Anwalt zu einem traumatisierten Zeugen des Bösen.
Mina ist für mich eine der stärksten Figuren: klug, emotional, loyal und weit mehr als nur eine Nebenfigur.
Van Helsing bringt mit seiner Mischung aus Wissenschaft und Glauben eine spannende Dynamik in die Handlung.
Und natürlich Graf Dracula selbst: kein plumper Monster-Vampir, sondern eine faszinierende, manipulative und bedrohliche Figur. Er wirkt oft ruhig und kontrolliert, was ihn sogar noch unheimlicher macht. Für mich liegt die Stärke des Romans darin, dass Dracula nicht ständig präsent sein muss, um Angst auszulösen. Seine Wirkung entfaltet sich auch im Hintergrund.
Spannung, Atmosphäre und Themen
Dracula lebt vor allem von seiner dichten, dunklen Atmosphäre. Es geht nicht nur um Blut und Untote, sondern um Themen wie:
- Angst vor dem Fremden
- Kontrollverlust
- Moral und Schuld
- Wissenschaft versus Aberglaube
- Macht und Verführung
Gerade dieser psychologische Unterbau macht das Buch für mich so interessant. Man liest nicht einfach eine Gruselgeschichte, sondern begleitet Menschen, die versuchen, das Unfassbare zu begreifen und dagegen anzukämpfen.
Manchmal zieht sich die Handlung etwas, besonders in den sehr detaillierten Beschreibungen, aber gleichzeitig geben genau diese Stellen dem Roman seine Tiefe und Ernsthaftigkeit.
Stärken
- Sehr dichte, düstere Atmosphäre
- Ungewöhnlicher Tagebuch- und Briefroman-Stil
- Starke Figuren, vor allem Mina und Dracula
- Psychologischer Horror statt billiger Effekte
- Ein Klassiker, der noch immer wirkt
Schwächen
- Für heutige Leser stellenweise etwas langatmig
- Sprachlich anspruchsvoller als moderne Thriller
- Das Tempo ist eher ruhig als actionreich
Mein Gesamteindruck
Dracula ist kein Buch, das man „mal eben“ wegliest, sondern eines, in das man eintaucht. Ich mochte besonders, wie sich der Horror langsam entfaltet und wie viel Raum Stoker den inneren Konflikten seiner Figuren gibt. Für mich ist das kein reiner Gruselroman, sondern eine Mischung aus Spannung, Psychologie und Gesellschaftsbild seiner Zeit.
Wer schnelle Action erwartet, wird vielleicht ungeduldig. Wer aber Atmosphäre, Tiefe und einen echten Klassiker erleben möchte, bekommt hier eine Geschichte, die auch nach über hundert Jahren nichts von ihrer Wirkung verloren hat.
⭐ Fazit und Bewertung
5 von 5 Sternen ⭐⭐⭐⭐⭐
Dracula von Bram Stoker ist ein zeitloser Klassiker, der mit Atmosphäre, psychologischer Spannung und starken Figuren überzeugt. Die Geschichte wirkt nicht überholt, sondern überraschend modern in ihren Themen. Für alle, die sich auf einen ruhigen, intensiven und düsteren Roman einlassen wollen, ist dieses Buch ein absolutes Muss.
- Elizabeth Kostova
Der Historiker
(313)Aktuelle Rezension von: argenteumÜber dieses Buch bin ich nur ganz zufällig gestolpert, da es total unbekannt ist. Hier geht es auf die Suche nach Dracula. Ist er noch am Leben? Wenn ja, wo ist er? Auch hier wundert es mich, dass dieses Buch total untergeht, da es heute sehr viele beliebte Themen vereint. Ein überraschender Element ist das Dark Academia. Das durchforsten von Folianten und alten Pergamentfragmenten. Schon beim Schreiben, geht einem das Herz auf. Eine lange Reise mit vielen unerwarteten Begegnungen und neuen Orten. Ich habe jede Seite geliebt.
- Bram Stoker
Dracula
(243)Aktuelle Rezension von: FranziskaBo96Im Rahmen einer Klassiker-Leserunde habe ich mich mal an diesen Klassiker auf Englisch getraut - und habe es nicht bereut!
Natürlich, der Schreibstil ist für unseren heutigen Geschmack sicherlich zu ausschweifend und detailliert und manche Weltansichten überholt, aber darauf stellt man sich auch ein, wenn man ein Buch aus dem 19. Jahrhundert liest.
Ich war begeistert davon, zu erfahren, woher ein Großteil des Vampir-Mythos kommt und wie viel davon auch noch heute in unserer Popkultur zu finden ist (gleichzeitig aber auch, wie sehr sich das Grundverständnis der Figur Dracula vom Original in manchen Aspekten entfernt hat). Besonders überrascht war ich darüber, wie oft ich mich doch tatsächlich noch so richtig gegruselt habe.
Sicher gibt es einige Stellen, durch die man sich etwas durchkämpfen muss, aber für mich war es das allemal wert, um den Originalmythos einmal hautnah zu erleben!
- Kerri Maniscalco
Hunting Prince Dracula
(171)Aktuelle Rezension von: Lisabooktook„Hunting Prince Dracula“ ist ein fesselnder Auftakt voller Gothic-Romantik, Spannung und feinem Humor. Kerri Maniscalco entführt die Leser nach Rümanien, wo Audrey Rose erneut in dunkle Geheimnisse und mysteriöse Morde verwickelt wird. Sie ist eine mutige, neugierige Protagonistin, deren Abenteuerlust die Geschichte vorantreibt, während Thomas Cresswell für charmante, langsam aufbauende romantische Momente sorgt.
Besonders gefallen hat mir der Slow Burn .
Ihre sich langsam entwickelnde Chemie und das subtile Knistern machen ihre Beziehung unglaublich reizvoll und glaubwürdig.
Auch die Nebencharaktere sind vielschichtig und lebendig – sie verleihen der Geschichte Tiefe und lassen die Welt rund um Audrey Rose spürbar werden.
Die Spannung bleibt bis zum Schluss hoch, und durch viele irreleitende Hinweise konnte ich bis zum Ende nicht erahnen, wer hinter den Morden steckt – ein großer Pluspunkt gegenüber dem ersten Band.
Manche Szenen ziehen sich ein wenig, und einige Beschreibungen sind etwas ausschweifend, doch insgesamt überwiegen die fesselnden Wendungen und die lebendige Dynamik der Figuren deutlich.
Alles in allem ist „Hunting Prince Dracula“ atmosphärisch und spannende mit dichter Stimmung, cleverem Plot und einer charmant langsam entfachenden Romanze.
Für Fans historischer Mystery-Thriller mit Gothic-Flair und subtiler Romantik ist dieses Buch auf jeden Fall empfehlenswert.
Ich vergebe 4 Sterne und freue mich schon auf die Fortsetzungen!
- David Safier
Happy Family
(619)Aktuelle Rezension von: ScriptumFelicisEine Familie findet durch unzählige Widrigkeiten wieder zusammen – jedes Mal eine schöne Idee für eine Geschichte. Eigentlich…
Es handelt sich hierbei um ein typisches »David Safier«-Buch, welches man nicht unbedingt gelesen haben muss. Kurzer Hinweis für die, die David Safier als Autor nicht kennen. Er schreibt Bücher die übertrieben, absurd und sehr auf Komik bedacht sind. Seine Charaktere haben kaum Tiefgang, sind eindimensional und meist auch sehr klischeebehaftet. Ich habe keine hohen Erwartungen an solche Bücher. Dennoch mag ich es, hin und wieder Geschichten zu lesen, die verrückt sind und bei denen man auch einfach mal das Hirn ausschalten kann. Aber das hier? Ich mochte »Traumprinz«, »Mieses Karma« und »Mieses Karma hoch 2« waren durchschnittlich und »Plötzlich Shakespeare« fiel sogar auf 2 Sterne runter. Dieses Buch hier wird sich in etwa auch dort einpendeln.
Irgendwie ist die Luft raus. Die Komik in dem Buch wirkt zu gewollt und zu konstruiert. Der Leser rennt von einem Abenteuer ins nächste, ohne einen roten Faden – das Ganze hätte wohl ewig so weitergehen können. Ein Monster da, ein neues Monster dort, usw. Und dann taucht natürlich auch noch Imhotep auf. Der glaubt, in der Tochter der Wünschmanns, seine Anck-Su-Namun zu erkennen. Da winkt aber der Film „Die Mumie kehrt zurück“ gerade sehr auffällig mit dem Zaunpfahl. Na, hat da jemand eine Idee abgeguckt? Na ja, solche Dinge finde ich grundsätzlich nicht verkehrt und auch in Ordnung, wenn man etwas anderes/eigenes daraus macht.
Was soll ich sagen? Es war okay, mehr aber auch nicht. Es ist kein Buch, welches ich weiterempfehlen würde oder welches Erinnerungspotenzial hat. Es ist auch kein Buch, welches ich jemals wieder re-readen würde. Aber ich kann auch nicht behaupten, dass dieses Buch völlig unlustig war. Nein, natürlich nicht. Es gab durchaus den ein- oder anderen Lacher aber dennoch nicht genug, wenn man bedenkt, dass dieses Buch humoristisch sein soll.
Absolutes Highlight sind jedoch die Kapitel aus Franks Sicht, die in Comicform wiedergegebenen worden sind.
Der Schreibstil des Buches ist nach wie vor sehr einfach gehalten, weshalb sich das Buch schnell lesen lässt.
Fazit:
Es ist kein Buch, welches ich weiterempfehlen oder noch einmal lesen würde.
Jetzt darf es sein Leben in meinen Bücherregalen fristen, bis ich zu wenig Platz habe für neue Bücher. Dann muss es ausziehen.
Sternewertung:
1.5 Sterne
- Kim Newman
Die Vampire
(64)Aktuelle Rezension von: TheSaintIn diesem 1.280 Seiten dicken Werk findet sich die "Anno Dracula"-Trilogie.
Der erste Roman "Anno Dracula" wurde von mir bereits rezensiert (siehe in meiner Bibliothek unter "Buchserien") und daher geh ich in dieser Rezension gleich zum zweiten Roman "Der rote Baron" weiter:
Britische Revolutionäre hatten Dracula, der nach der Ehelichung Queen Victoria's zum nominellen Oberhaupt des Britischen Empire geworden war, 1888 erfolgreich vom Thron gestossen. Ihm gelang die Flucht auf das europäische Festland... In den Jahren der Suche nach einem geeigneten Strohmann wird Dracula 1905 mit Kaiser Wilhelm II. fündig. Dessen Träume nach einem Weltreich entsprechen den Plänen des Vampirs und so steigt dieser zum Vertrauten des Kaisers auf. Als Kanzler des Deutschen Reiches schlußendlich entfesselt der Vampirfürst den I. Weltkrieg... 1918 toben die Kämpfe zu Luft und zur Erde. Über deutschem Boden fällt den Briten ein Kampfflieger besonders auf... es ist Manfred von Richthofen, der als "Roter Baron" mit seinem Jagdgeschwader 1 kühnste Attacken fliegt und britische Flieger zuhauf vom Himmel schießt. Die Kriegsberichte, die an London gemeldet werden und von einem "Kaiserangriff" berichten und von einer kurz vor der Fertigstellung stehenden Geheimwaffe rufen den "Diogenes Club" auf den Plan. Charles Beauregard bricht an die Front auf und und arbeitet sich an das Château du Malinbois heran - dem Stützpunkt des Richthofen-Jagdgeschwaders. Als sich dann auch ein Zeppelin mit Dracula an Bord dem Château nähert scheint klar, wo sich die Geheimwaffe befindet und wo Beauregard ansetzen muss, um den Krieg zu entscheiden...
Der dritte Roman "Dracula Cha-Cha-Cha" bringt Charles Beauregard, mittlerweile 106 Jahre alt, nach Rom in Italien. Es ist 1959 und die mittlerweile "graue Eminenz" des "Diogenes-Club" hat ein aufmerksames Auge auf Dracula, der anscheinend das Leben eines Müßiggängers führt. Als sich die Gerüchte über eine weitere Verehelichung des Vampirfürsten - diesmal mit der rumänischen Vampirältesten Asa Vajda - verdichten, nimmt der "Diogenes-Club" an, dass Dracula über diese Ehe zumindest in Rumänien mittels der Kommunisten wieder an die Macht kommen möchte. Als sich ein maskierter Vampirmörder daran macht, die zu den Hochzeitsfeierlichkeiten eintreffenden Vampirältesten zu ermorden, ist Beistand für Charles notwendig: Der "Diogenes-Club" entsendet Commander Hamish Bond... die Journalistin Kate Reed, die eigentlich nur Charles besuchen wollte und in die Ereignisse um die Vampirmorde verwickelt wird, gesellt sich mit Geneviève Dieudonné (selbst Vampirälteste und Partnerin von Beauregard) in den Palazzo Otranto, wo es abermals zu einer dramatischen Konfrontation der Lebenden mit den Untoten kommt...
Kim James Newman (*1959), ein englischer Journalist, Filmkritiker und Schriftsteller präsentiert uns in dieser Trilogie einen Dracula abseits von Bram Stoker: sein Vampirfürst ist ein rücksichtsloser, zu allem entschlossener Krieger... ein wahrer Überlebenskünstler, der den Vernichtungsversuchen des "Diogenes-Club" immer wieder entgeht. Die hier präsentierten Geschichten spielen in einer alternativen Welt... Newman's Kenntnisse über Geschichte und wirklich gelebte Personen werden mit einer Unmenge an fiktionalen Figuren aus der Pulp Fiction verwoben. Im ersten Roman taucht Jack the Ripper auf, im zweiten Roman tummeln sich neben den wirklich gelebten Richthofen-Brüdern, Edgar Poe und Mata Hari fiktionale Größen wie Dr. Caligari oder Lord Ruthven. In der dritten Geschichte haben wir die wunderbare Hommage an den filmischen James Bond in der Figur des schottischen Hamish Bond oder wir finden Tom Ripley unter den Hochzeitsgästen. Die Ideenflut und die Begeisterung des Autors ist überwältigend und die Plots spielerisch und intelligent mit realem geschichtlichen Setting verquickt. "Dracula Cha-Cha-Cha" war übrigens WIRKLICH ein Euro-Hit... 1959 von Bruno Martino gesungen (findet man auch auf YouTube).
Es ist sehr erfreulich, dass der "Heyne"-Verlag hier in einer sehr gelungenen Übersetzung diese Genreperle dem deutschen Leser präsentiert. Leider scheint die deutsche Verlagswelt nicht so sehr überzeugt von der Annahme der wuchtigen schaurig-schrägen Geschichten Newman's durch den deutschsprachigen Horrorleser zu sein, denn die losen weiteren Geschichten aus der Dracula-Welt sowie die der des Sherlock Holmes und des "Diogenes-Club" blieben bis dato unübersetzt. Eine klare Leseempfehlung für den Dracula/Vampir-Fan!
- Guillermo del Toro
Das Blut
(191)Aktuelle Rezension von: Anja_Weinhold"Das Blut" ist Teil 2 der Vampirhorror-Trilogie von Guillermo Del Toro und hat die typischen Probleme eines Trilogie-Mittelteils. Da wäre z.b. dass das Buch keinen rechten Anfang aber auch kein rechtes Ende hat. Die Ereignisse überschlagen sich zum Teil nur um dann wieder abzuflauen. Es ist der Fluch von Trilogie-Mitten, denn ohne Teil 1 und Teil 3 ist Teil 2 schlicht wertlos. Die ereignisse müssen in einen größeren Zusammenhang gebracht werden und das gelingt natürlich nur, wenn die Reihe bereits komplett ist.
Natürlich gilt auch hier wie schon beim Vorgänger: Es ist blutig, düster und der Vampir darf hier noch Vampir sein. Kein Romance, kein geglitzer! Nur raubtierhafte Triebe und das Verlangen nach Blut.
- Will Hill
Department 19 - Die Mission
(180)Aktuelle Rezension von: YoyomausDein Vater ist ein Verräter,
seine Taten verfolgen dich überall hin…
doch was, wenn alles nicht so ist, wie es scheint?
Was, wenn deine Familie in etwas viel Größeres verwickelt ist?
Was, wenn deine schlimmsten Albträume wahr werden?
Zum Inhalt (Booklet):
In dieser Nacht bricht für Jamie Carpenter die Hölle los: Sein Vater wird ermordet, seine Mutter verschwindet, ein Mädchen fällt vom Himmel und greift ihn an ... Jamie überlebt die Nacht nur knapp, denn er wird von einer riesigen Kreatur entführt und in Sicherheit gebracht: an einen Ort wie aus einem Science-Fiction-Film.
Hier residiert die geheimste Organisation der britischen Regierung: Das Department 19 ist seit 1892 verantwortlich für die Überwachung und Bekämpfung von Vampiren. Gegründet vor mehr als einem Jahrhundert von keinem Geringeren als Abraham van Helsing.
Jamie wird zum Rekruten ausgebildet und nimmt den Kampf gegen die Vampire auf. Auf der Suche nach seiner Mutter stößt Jamie auf eine uralte Macht, die die Welt in den Abgrund zu reißen droht ... Dracula.
DEPARTMENT 19 ist eine fesselnde Mischung aus Thriller, Horror, Young Adult und Urban Fantasy - voller spannender Rätsel, überwältigendem Chaos und überraschender Wendungen.Cover:
Das Cover hat mich sofort angesprochen. Bei meiner Version sieht man in meinen Augen die Ruckansicht eines englischen Gentleman, typisch mit Umhang und Zylinder. Es schein mir hier zuerst um eine Geschichte zu handeln, welche im viktorianischen Zeitalter spielt, fast hatte ich auch schon ein bisschen die Hoffnung, dass es sich hier vielleicht um eine Story rund um Jack the Ripper handeln könnte, weshalb ich hier zum Inhalt gesehen habe. Jack gab es für mich nicht, dafür aber andere vielversprechende Elemente, welche mich hier haben doch zugreifen lassen.
Eigener Eindruck:
Als der Jugendliche Jamie Carpenter die Ermordung seines Vaters mit ansehen muss, steht für ihn fest, dass dieser sein Land verraten hat und er der Sohn eines Verräters ist. Fortan lebt Jamie mit seiner Mutter wie ein Nomade, denn nirgendwo kommen sie wirklich an und die Taten seines Vaters scheinen ihm überall hin zu folgen. Seit dieser Nacht fühlt sich Jamie aber auch nicht mehr sicher, denn ihm ist immer wieder, als ob etwas in der Dunkelheit lauert. Als er im Park von einem geheimnisvollen Mädchen angesprochen wird, ist er sich sicher dieses Gesicht schon einmal gesehen zu haben. Als dann auch noch seine Mutter entführt wird und er nur knapp dem Angriff übernatürlicher Wesen entkommen kann, beginnt für Jamie eine Reise in eine völlig neue, geheime Welt und das mitten im beschaulichen Großbritannien. Jamie sieht sich plötzlich Vampiren gegenüber und ist Mitglied einer Geheimorganisation welche diese brutalen Wesen bekämpft. Denn seine Mutter wurde nicht einfach so entführt. Sie soll der Köder für ihn sein, damit ein uralter Vampir endlich Rache an der Familie Carpenter nehmen kann. Jamie muss schnell lernen, dass nicht alles so ist, wie es scheint und auch muss er feststellen, dass er seinen Vater scheinbar nie richtig gekannt hat…Dies ist der erste Band der Reihe „Department 19“, welche aus der Feder des Autors Will Hill stammt. Der Einstieg in die Geschichte klappt sehr schnell und bereits auf den ersten Seiten bleibt einem beim Lesen die spucke weg, denn die Vorgeschichte zu Jamie ist doch recht rasant, enthält unerwartete Wendungen und zeigt auch gleich, dass das Buch nicht gerade zimperlich gestaltet ist. Nach diesem Einstieg bekommen wir erst einmal einen Einblick in die Welt von Jamie, welcher sich immer wieder Schlägern gegenübersieht, welche ihn wegen seiner Vorgeschichte als Opfer auserkoren haben. Das führt dazu, dass er und seine Mutter oft umziehen müssen und so leidet auch die Beziehung zwischen Mutter und Sohn immens. Man kann die Verzweiflung von Jamie regelrecht greifen und auch die Enttäuschung über seinen Vater, was ich persönlich richtig gut finde. Jamie macht dann im Verlauf der Geschichte eine ganz tolle Entwicklung und man kann mit ihm wachsen, ohne, dass er aber zum absoluten Superhelden wird, was die Story für mich ungemein sympathisch macht. Schön finde ich auch die Details in dem Buch. Es wird alles sehr gut erklärt, es gibt auch detaillierte Szenen rund um die Thematik Vampirismus und es wird auch recht deutlich: Vampire sind gefährlich! Mit denen ist kein Zuckerschlecken angesagt. Neben Jamie gibt es eine Reihe von interessanten Charakteren, welche ich hier nicht spoilern möchte, aber so viel sei gesagt: wir bekommen hier Stoff zum lieben, wir bekommen viel Stoff zum hassen und wir bekommen ebenso viel Charaktere bei denen man sich nicht sicher sein kann, ob sie dem jungen Carpenter gut oder schlecht gewillt sind. Das ergibt natürlich auch recht interessante Dialoge, welche bisweilen recht pfeffrig daherkommen. Das macht Spaß und treibt die Story voran. Einzig was mir an der Story nicht so gefallen hat war der eine Exkurs in die Vampirsiedlung… einerseits interessant zu sehen, dass Vampire auch anders können, von Larissa aus verständlich, warum sie da hinwollte, aber so wirklich passend fand ich den dann doch nicht, aber gut, darüber lässt sich streiten. Was mich an der Geschichte dann doch wieder sehr begeistern konnte, war der Exkurs in die Vorgeschichte des Department 19. Ich meine, wie cool ist das bitte? Abraham van Helsing als Gründungsmitglied? Viele Charaktere rund um die sagenumwobene Gestalt Dracula, aber noch einmal in einem völlig neuen Licht? Das war schon ein toller Bonus und ich habe mich immer wieder gefreut, wenn es dazu etwas zu lesen gab. Schön fand ich hier auch, dass die Vorgeschichte farblich noch einmal abgehoben wurde indem man die Seiten leicht vergilbt dargestellt hat. Richtig klasse gemacht. Ich jedenfalls freue mich schon auf die Fortsetzung der Geschichte und erhoffe mir hier, dass der eine oder andere Charakter vielleicht doch noch eine größere Rolle bekommt. Außerdem bin ich gespannt, was Jamie mit seiner neuen Lebenssituation machen wird, welche nun noch einmal eine ganz dramatische Wendung genommen hat.
Fazit:
Ein actiongeladener, dusterer Auftakt zu einer Reihe, welche wirklich vielversprechend ist. Wir bekommen hier durchaus blutige Szenen, wir bekommen Fantasy und einen Ausflug in die klassische Sagenwelt rund um Dracula, Frankenstein und van Helsing! Ich bin begeistert.
Idee: 5/5
Charaktere: 4/5
Logik: 4/5
Spannung: 4/5
Emotionen: 4/5
Gesamt: 4/5
Daten aktuell:
ISBN: 9783751775106
Sprache: Deutsch
Ausgabe: eBook
Umfang: 493 Seiten
Verlag: beTHRILLED
Erscheinungsdatum: 01.02.2025
Daten meiner Hardcoverversion:
Gebundenes Buch
Erschienen am 21.09.2012
im Bastei Lübbe Verlag
Deutsch
ISBN: 9783785760802
- Meg Cabot
Eternity
(277)Aktuelle Rezension von: KayuriFrau, Single und geplagt mit der Fähigkeit den Tod anderer Menschen voraus zu sehen. In ihrem Job läuft es gut, könnte aber besser sein. Das Privatleben eher ruhig.
Sie trifft auf einen gut aussehenden, geheimnisvollen Mann. Zu diesem fühlt sie sich sofort hingezogen. Und ein zweiter gut aussehender Mann kommt und sagt sie habe sich in den König der Vampire verliebt.Die Geschichte rund um die Vampire fand ich gut. Klar gab es einige Klischees aber dennoch war es solide umgesetzt.
Das Problem waren einfach die Charaktere. Manchmal fragte ich mich wieso sie jetzt Witze oder Gedanken eines pubertären hervor bringen. Leider hat das so gar nicht meinen Geschmack getroffen. Es war stellenweise zum verzweifeln. Das fand ich sehr schade, war die Umsetzung der Fantasy dich wirklich gelungen.
- Jochen Till
Memento Monstrum (Bd. 1)
(61)Aktuelle Rezension von: Alice9Inhalt
Vlad soll auf seine drei Enkel aufpassen, da seine Frau und seine Tochter zusammen einen Trip nach Paris machen. Er hat kein gutes Gefühl dabei, da er nicht weiß, wie er mit ihnen umgehen soll und Angst hat, dass etwas passiert. Doch letztlich bleibt ihm keine Wahl. Als seine Enkelin ein altes Fotoalbum findet, finden die vier doch schnell einen Draht zueinander und Vlad beginnt von seiner Vergangenheit zu erzählen.
Meine Meinung
Vor allem dieses wunderschöne Cover hat meine Aufmerksamkeit auf das Buch gezogen. Die Figuren sehen einfach niedlich aus und generell wirkt die Gestaltung sehr edel und passend für eine Vampirgeschichte. Daher war meine Neugier sofort geweckt und ich musste mir das Buch zulegen – auch wenn ich nicht ganz zu der Zielgruppe gehöre.
Die Geschichte ist mindestens genauso niedlich und wunderschön, wie das Buch selbst. Mit viel Liebe zum Detail und einer ganz eigenen Vorstellung von der Erzählung Draculas und Van Helsings wird hier dem jungen Leser eine berührende Geschichte mit einer tollen Botschaft nahe gebracht.
Auch für mich als Erwachsene war die Geschichte einfach nur einzigartig und es war toll, die ganz neue Erzählung zu entdecken. Vor allem, wenn man die Geschichte von Dracula und Van Helsing kennt, war es hier sehr unterhaltsam, diese ganz neue und kindgerechte Version einmal zu lesen.
Damit einhergehend fand ich es auch spannend, wie noch weitere bekannte Fabelwesen oder Romanfiguren hier Eingang in die Geschichte gefunden haben und in die Erzählung von Vlad eingebaut wurden.
Die Themen Freundschaft und Vorurteile werden hier angesprochen und den jungen Lesern auf eine sehr charmante und nachvollziehbare Art und Weise nahe gebracht.
Schön fand ich auch die Gestaltung der Figuren. Vlad hat hier nichts mehr von dem grausamen Vampir Dracula, sondern er ist ein sehr liebenswürdiger und einfühlsamer, kleiner Blutsauger, mit einer ganz besonderen und einzigartigen Geschichte.
Auch wenn die Geschichte natürlich recht kurz ist, baut man sehr schnell eine Beziehung zu den Figuren auf, was vor allem an den wunderschönen Illustrationen liegt. Diese sind ein absoluter Hingucker und stellen eine tolle Ergänzung zu der Geschichte dar.
Ebenso konnte mich der Schreibstil überzeugen. Die Geschichte ließ sich einfach und flüssig lesen, sodass sie auch für junge Leser:innen leicht zu folgen ist.
Trotz der wenigen Worte, wird eine schöne heimelige Atmosphäre rüber gebracht und auch die Gefühle waren präsent. Die Geschichte war natürlich jetzt nicht überladen mit Emotionen, sondern kindgerecht wurden einem Gefühle zum Thema Freundschaft und Familie näher gebracht, sodass dahingehend auch eine gute Beziehung zu der Geschichte und den Figuren aufgebaut werden konnte.
Insgesamt also ein wunderschöner und überzeugender erster Band mit liebenswerten Figuren.
- Lioba Werrelmann
Tod in Siebenbürgen
(141)Aktuelle Rezension von: LesehonigÜberraschend bekommt der Journalist Paul Schwartzmüller Post aus Rumänien. Er soll wohl seine Tante beerben. Die glaubte er seit Jahrzehnten längst unter der Erde. Als Jugendlicher hatten er und sein Vater Siebenbürgen fluchtartig verlassen. Die Hintergründe waren dem Jungen damals völlig unklar. Also begibt sich Paul auf die Spuren seiner Vergangenheit und reist nach Rumänien, ins Land der Siebenbürger Sachsen. Dort trifft er seinen alten Freund Sorin wieder, der jedoch schon bald unter Verdacht steht einen Mord begangen zu haben. Zwischen Realität und alten Gruselgeschichten über die Untoten, zwischen Schlafwandeln und Aberglauben, verschwimmen die Grenzen zwischen der Wirklichkeit und einer anderen ganz unwirklichen Welt. Als Leser steht man ebenso wie Paul Schwartzmüller zwischen Wahn und Wirklichkeit. Zum einen versucht man den Mord aufzuklären wird zum anderen aber durch die Dorfbewohner mit ihren mystischen Anekdoten über Dracula und ihren absonderlichen Ritualen, abgelenkt. Ich hatte bereits eine Begegnung mit Paul und den Siebenbürger Sachsen, da ich den zweiten Teil vor dem ersten gelesen habe. Und auch dieses Wiedersehen hat mir sehr gut gefallen. Paul ist ein liebenswerter Charakter und Rumänien ein wirklich spannendes Land.
- Jeaniene Frost
Im Feuer der Begierde
(191)Aktuelle Rezension von: dorothea84Die Geschichte von Vlad und Leila geht weiter. Kann Leila das Herz von Vlad erobern. Es geht spannend weiter und man merkt schnell, dass die beiden sich weiterentwickelt haben. Außerdem bekommen wir mehr über Vlad erzählt, wir tauchen in seine Vergangenheit ein und bekommen so manche interessanten Einblicke. Mir gefällt es, dass es auch ein Band ist, wo es um die Folgen geht. Folgen aus Band 1, die man so nicht erwartet hatte und auch welche wo man sich fragt, ob es nur der Anfang ist und man noch einiges erleben darf. Auf jeden Fall muss das nächste Band bald her.
- Dana Grigorcea
Die nicht sterben
(84)Aktuelle Rezension von: Sarita143Ich habe das Buch über die Aktion `Blinddate with a book` aus meiner Bücherei ausgeliehen mit der Beschreibung: Grusel/ Horror.
Leider bin ich nicht wirklich reingekommen. Einen Vampirroman stelle ich mir anders vor. Die Sprache war sehr poetisch, leicht zu lesen und angenehm. Die Personen, das Dorf sowie das Leben waren gut beschrieben. Aber die Geschichte ist weitentfernt von Horror oder Grusel. Das es den deutschen Bruchpreis nominiert war, erklärt einiges. Dort werden tolle Bücher ausgewählt, aber ich denke, alle haben einen Anspruch, den sie gerecht werden. Nur leider brauche ich für einen Gruselroman eben Spannung, Grusel und Dramatik, die ich hier nicht gefunden habe.
- Silvia Stolzenburg
Der Teufelsfürst
(74)Aktuelle Rezension von: kupfis_buecherkisteDie Sage von Graf Vlad Dracula ist weit bekannt. Silvia Stolzenburg hat sich dieser Sage angenommen, ohne dem Vampirmythos Raum zu geben. Es geht vielmehr um das Leben des Fürsten, der seinerzeit für Angst und Schrecken gesorgt hat.
Wir finden uns in Ulm wieder im mitten im 15. Jahrhundert. Karl von Katzenstein wird eines Morgens ermordet aufgefunden. Da seine Tochter nicht dem erwarteten Erscheinungsbild entspricht, wird sie zur Schuldigen erkoren. Eine Hausangestellte liefert den vermeintlichen Hinweis, und Zehra wird als Hexe angeklagt und verurteilt. Zwar kann ihr Urteil gemildert werden durch einen Prokurator, aber sie muss dennoch die Stadt für immer verlassen. So wird sie von einem Sinti-Stamm aufgegabelt und kann unter den Sinti leben. Gleichzeitig muss Utz, Zehras Bruder, um sein Eigentum fürchten. Denn Helwig von Katzenstein erhebt Anspruch auf Grund und Boden, aber auch auf die Kaufmannsfirma von Utz Familie. Graf Ulrich von Helfenstein will Utz helfen, und macht ihm ein Angebot. Kann Helfenstein Utz unter die Arme greifen und ihm helfen? Helwigs Anliegen scheint nicht ganz legal zu sein, und sie scheint nichts Gutes zu wollen. Selbst ihrem Sohn und ihrer Enkelin wird das schnell klar, und beide müssen gegen ihre eigene Mutter bzw. Großmutter ankämpfen. Utz muss nicht nur um sein Eigentum kämpfen, sondern auch sich auf die Suche nach seiner Schwester begeben, denn diese ist für ihn erstmal vom Radar verschwunden.
Im zweiten Erzählstrang wird von Vlad Draculea erzählt. Er wird bekanntermaßen mit seinem Bruder Radu als Faustpfand an den Sultan Murad II übergeben. Die beiden werden gefoltert, aber beide gehen unterschiedlichst mit ihrem Schicksal um. Während Radu sich ergibt, erkämpft sich Vlad Stück für Stück seine Freiheit zurück.
Wer sich nun fragt, was beide Geschichten miteinander zu tun haben, dem sei gesagt: diese Frage habe ich mir auch lange gestellt. Erst im letzten Viertel des Buches werden beide Erzählstränge zusammen geführt. Für mich leider etwas zu gewollt. Wenn ich nun erklären würde, wie die Erzählstränge zusammen kommen, würde ich komplett Spoilern, und das möchte ich nicht. Für mich war der Knoten der Erzählstränge fast etwas gewollt, und passte für mein Empfinden nicht ganz zu dieser Geschichte. Das Leben von Vlad Draculea ist ein sehr tragisches, für mein Empfinden mehr als das von der Familie Katzenstein. Die beiden Geschichten sind so unabhängig von einander, so dass man fast schon zwei Bücher hätte draus machen können. Ja, die Geschichte der Katzensteins als solches ist erfunden, wobei sie sicherlich so oder in ähnlicher Form nicht nur einmal während der Hexenverbrennung stattgefunden hat. Viele Frauen wurden wegen Fadenscheinigen Gründen als Hexe zu unrecht verurteilt, und so wurden Familien ihrer existenziellen Grundlagen entrissen. Ich hätte mir hier gewünscht, dass aus dieser Geschichte ein historischer Krimi gemacht worden wäre, der für mich weitaus mehr Hand und Fuß hatte. Ähnliches gilt für das Leben von Vlad Draculea. Sein Leben bietet weitaus mehr Gesprächsstoff und Geschichte als nur Füllmaterial für diese Geschichte zu sein. Am Ende habe ich mich lange gefragt, was mir diese zwei Geschichten in einem Buch sagen sollen. Auch wenn es als solches sehr gut zu lesen war, fiel es mir am Ende doch schwer zu sagen, dass mich der Erzählstrang überzeugt hat. Das Ende war stückweit abzusehen. Ehrlicherweise muss ich dazu sagen, dass diese Geschichte noch einen zweiten Teil hat, in der die Geschichte der Protagonisten weiter erzählt wird. Vielleicht ergibt dann die Verbindung der Erzählstränge mehr sind.
Was mir recht gut gefallen hat, waren die Protagonisten sowie die Beschreibungen der Umgebung. Silvia Stolzenburg beschreibt das Umfeld der Protagonisten recht bildhaft, so dass man sich sehr gut in die Umgebung einfühlen kann. Sie nimmt aber auch kein Blatt vor dem Mund und beschönigt das Mittelalter nicht. Zehra wird bei ihrer Verurteilung bloß gestellt, wie es vermutlich hunderfach bei den Hexenprozessen passiert ist. Auch die Foltern, die Vlad und Radu erlitten haben, werden deutlich beschrieben. Daher bitte ich euch, solltet ihr das Buch lesen, seid euch bitte bewusst, dass hier Details drin stehen, die einem sehr nahe gehen können.
Fazit: Dies ist ein Buch für die Historienroman-Fans, die mit Folterbeschreibungen umgehen können, aber auch auf einen romantischen Hintergrund einen Fokus legen.
- Maya Shepherd
Die Grimm-Chroniken - Der Schlafende Tod
(209)Aktuelle Rezension von: Schnee_prinzessinAuch der dritte Band der Grimm-Chroniken liest sich wieder unglaublich schnell und hält die Spannung von Anfang bis Ende aufrecht. Will und seine Freunde beginnen langsam zu begreifen, dass sie in einem Märchen gefangen sind und dass dieses Märchen weit düsterer ist, als es zunächst scheint. Besonders bei Will wird die innere Zerrissenheit spürbar: Er erkennt immer mehr, dass sein Vater vielleicht doch nicht so verrückt ist, wie alle geglaubt haben.
Vor eine kaum lösbare Aufgabe gestellt, soll er Schneewittchen im Schlaf töten, indem er ihr Herz herausschneidet. Doch als er ihr in seinen Träumen begegnet, verändert sich alles: Statt der bösen Märchenfigur sieht er ein tieftrauriges Mädchen, das selbst nicht böse sein möchte. Diese Begegnungen verleihen der Geschichte eine emotionale Tiefe, die berührt und nachdenklich stimmt.
Parallel dazu wird die Vergangenheit weitererzählt, und man erfährt mehr über Schneewittchens Eltern, deren Schicksal ebenfalls voller Geheimnisse steckt. Ihr Weg führt schließlich hinaus auf ein Schiff, das Kurs auf einen geheimnisvollen Turm im Meer nimmt ein Ende, das neugierig auf die kommenden Teile macht.
Maya Shepherd verbindet auch hier wieder bekannte Märchenelemente mit einer düsteren, originellen Note. So entsteht ein spannender Übergangsband, der sowohl Fragen beantwortet als auch neue Rätsel aufwirft.
- Theodora Goss
Die wilde Jagd nach der Monströsen Dame
(34)Aktuelle Rezension von: Barbara_NeltingEine würdige Fortsetzung von Teil 1, die für meinen Geschmack vor allem dort punktet, wo die Erzählstränge sich teilen und die Mitglieder des Athena-Clubs separat unterwegs sind. Hier kommt man als Leserin den Protagonistinnen näher, als dies in der großen Runde der Fall ist, wo die Autorin allzu sehr bemüht ist, allen in gleichen Teilen gerecht zu werden. Selbst die oberkorrekte Mary ist einem zum Schluss fast sympathisch... Teil 3 ist bestellt!
- Bram Stoker
Stoker - Dracula
(1)Aktuelle Rezension von: rainybooksNachdem ich kürzlich Carmilla gelesen habe, hatte ich irgendwie Lust, auch Dracula zu lesen.
Ich habe die englische Ausgabe teils gelesen, teils gehört – und muss sagen: Es war okay.
Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven in Form von Tagebucheinträgen erzählt, was ich grundsätzlich ganz interessant fand.
Da ich schon einige Verfilmungen kannte, war die Story für mich nicht wirklich neu – auch wenn das Buch in einigen Punkten abweicht.
Die zweite Hälfte bis zum Schluss empfand ich als ziemlich langatmig – besonders das letzte Drittel, in dem die Jagd auf Dracula beginnt, zog sich doch sehr. Die Figuren sind gefühlt ewig unterwegs, ohne dass viel passiert. Den Anfang bis zur Mitte fand ich deutlich spannender.
Der Schreibstil ist für einen Klassiker gut lesbar, und auch das Hörbuch kann ich empfehlen.
Fazit: War ganz okay, aber Carmilla fand ich deutlich besser.
- Silvia Stolzenburg
Das Ende des Teufelsfürsten
(35)Aktuelle Rezension von: jackdeckBuda, März 1463: Als die vierzehnjährige Bojarentochter Floarea bei einem Bankett am Hof des ungarischen Königs plötzlich dem Mörder ihres Vaters gegenübersteht, werden alte Alpträume lebendig. Vlad Draculea, der entmachtete Woiwode der Walachei, ist zwar des Hochverrats beschuldigt worden. Doch seine Hinrichtung lässt auf sich warten. Anstatt ihn wie einen gemeinen Verbrecher zu behandeln, hat ihn der König unter Hausarrest gestellt und präsentiert ihn immer wieder als barbarische Attraktion an seinem Hof. Die Wut, der Hass und die Angst vor dem Ungeheuer, das über hunderttausend Menschen auf dem Gewissen hat, lassen Floarea den Entschluss fassen, den Woiwoden zu töten - selbst wenn sie dadurch ihr eigenes Todesurteil unterschreibt. Unterdessen sinnt auch Vlads fünfzehnjähriger Sohn Carol - Floareas Spielkamerad aus Kindertagen - auf Rache für den gewaltsamen Tod seiner Mutter. Verfolgt von den Soldaten Sultan Mehmeds, der ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt hat, macht sich Carol auf die Suche nach seinem Vater. Doch auch die junge Ehefrau Ilona Szilágyi, ist bereit, alles zu tun, um ihren Gemahl zu schützen. Darüber hinaus weiß der Gelehrte Marzio, der sich in Floarea verliebt hat, um ihren Plan und erpresst sie damit. Als schließlich Floareas Tante Cosmina entführt wird, liegt es an Carol, eine Entscheidung herbeizuführen.
Zum Inhalt: Mir gefällt die Handlung sehr gut, da es eine relativ einfache Geschichte ist und man ihr (auch ohne die vorherigen Bände zu kennen ;) ohne Verwirrungen folgen kann. Die Autorin lässt keine Langeweile aufkommen und schafft es, den Leser zu fesseln und mit den Charakteren mitfiebern zu lassen.
Dies gelingt ihr vor allem durch einen spannenden Schreibstil, der leicht verständlich ist und einen durch die Seiten fliegen lässt. Sie schreibt sehr anschaulich und man kann sich die damaligen Lebensverhältnisse genau vorstellen. - Oscar Muriel
Die Todesfee der Grindlay Street
(81)Aktuelle Rezension von: SunnySue"Oft, uns in eignes Elend zu verlocken,
Erzählen Wahrheit uns des Dunkels Schergen,
Verlocken erst durch schuldlos Spielwerk, um
Vernichtend uns im Letzten zu betrügen." (Macbeth, Banquo)
"Die Todesfee der Grindlay Street" ist der nunmehr dritte Fall des Ermittlerduos Frey und McGray, einer viktorianischen Krimireihe aus der Feder von Oscar de Muriel.
Übersetzt von Peter Beyer.
London 1889: Der Virhang fällt, die letzte Aufführung von "Macbeth" war grandios. Doch dann wird eine mit Blut geschriebene Botschaft gefunden, die prophezeit, dass bei den Aufführungen in Edinburgh jemand aus der Theatergruppe seinen Tod finden wird. Der englische Dandy Ian Frey hält das Ganze einfach nur für gute Publicity, denn so schnell waren die Karten noch nie verkauft. Sein schottischer Kollege McGray hingegen ist von einem übernatürlichen Phänomen überzeugt, denn einige Personen behaupten eine Todesfee in der Nähe des Theaters gesehen und ihren schrillen Schrei vernommen zu haben. Die Zeit rennt dem Ermittlerduo allmählich davon, denn die Premierennacht rückt immer näher ...
"Die Todesfee der Grindlay Street" hat mir ausgesprochen gut gefallen, denn es verschlägt uns in eine Zeit, in der Bram Stoker Intendant am Londoner Lyceum Theater war und an der Seite von Henry Irving die Welt bereiste. Wir tauchen mit Shakespeares "Macbeth" ein in die Welt des Theaters und dürfen sogar Oscar Wilde treffen. De Muriel hat hier sehr gut recherchiert und ich habe noch einiges Interessantes - gerade auch über Bram Stoker - erfahren, das mir die Lektüre noch zusätzlich versüßt hat.
Wer Lust auf einen viktorianischen Krimi hat und zudem ein Freund des Theaters ist, wird hier sicher seine Freude haben. - Meg Cabot
Endless
(113)Aktuelle Rezension von: Crazygirl1Der Schreibstil ist weiterhin leicht und flüssig.
Mit Meena werde ich auch in diesem letzten Teil nicht wirklich warm. Sie ist manchmal echt sehr schwer von Begriff. Wo der Leser schon lange eins und eins zusammengezählt hat, braucht sie unendlich lange um es zu begreifen, obwohl sie auf dem selben Stand ist. Auch gefühlstechnisch kam hier wieder nicht viel bei mir an, obwohl die Liebe hier mehr Raum einnimmt als beim Vorgänger. Mir kam es hier eher so vor, dass Lucien leider niedergemacht wurde und Alaric als billiger Ersatz herhalten musste. Schade.
Insgesamt war auch dieser Teil okay, mit vielen humorvollen Stellen etwas aufgepeppt, die es aber trotzdem nicht rausreissen. Knappe 3 Sterne
- Syrie James
Dracula, my love
(32)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderEngland im Jahre 1890. James will seine Verlobte Mina endlich heiraten. Alles ist geplant und ausgemacht und sie sind überglücklich. Als Mina Herrn Wagner aus Salzburg kennen lernt, verfällt sie seinem Charme. Dieser tolle Mann hat etwas ganz besonderes und faszinierendes an sich und das lässt Mina nicht mehr los. Nach der Hochzeit kann sie Herrn Wagner nicht vergessen und lässt sich auf ein gewagtes Spiel ein, dass sie nicht nur die Liebe kosten könnte.Die Legende von Graf Dracula neu erzählt und zwar aus der Sicht von Mina. Gefühlvoll, spannend, prickelnd und einfach großartig und faszinierend.
- Stephanie Sanders
Darko Drexler (1). Alle mir nach!*
(10)Aktuelle Rezension von: SillivMein Sohn hat mir dieses Buch wärmstens empfohlen, fast sein Lieblingsbuch, umso enttäuschter bin ich. Erst nach über 100 Seiten wurde es etwas interessant. Das kenne ich so nicht von anderen Kinderbücher, in denen es meist schnell zur Sache geht.
Aus Darko wird man nicht so schlau, will er böse sein und kann es nicht oder ist er einfach nur langweilig? - J Gordon Melton
The Vampire Book: The Encyclopedia of the Undead
(1)Aktuelle Rezension von: TheSaint1994 erschien die erste "Enzyklopädie der Untoten" und sorgte wegen des Hypes um die erste Buchverfilmung von Anne Rice's "Vampir-Chroniken" mit Tom Cruise und Brad Pitt als Hauptdarstellern für einen überraschenden Bucherfolg.Die Zeit schien reif für die Kinder der Nacht, den Buchmarkt zu erobern...
J. Gordon Melton, ein amerikanischer Religionswissenschafter, begann sich während seiner Collegezeit intensiv mit dem Thema Vampirismus zu beschäftigen und sammelte in seiner Freizeit ein Riesenwissen dazu an.Das überwältigende Feedback der Leser mit einer Vielzahl von Vorschlägen, weitere Bereiche in diese erste Enzyklopädie aufzunehmen, brachte dann die hier vorliegende rezensierte Auflage hervor. Sie erschien 1999 und bietet auf über 900 Seiten einen unglaublichen Fundus an Fakten und Fiktion zu den Vampiren...
Dieses "revamped Vampire Book" beleuchtet die Ursprünge der Untoten im Jahre 1047, als erstmals in russischen Dokumenten ein "Upir Lichy" (ein böser Vampir) in schriftlicher Form erwähnt wird, bis herauf ins Jahr 1997, wo sich die Veröffentlichung von Bram Stoker's Roman "Dracula" zum 100. Male jährte.
Alphabetisch bietet das Buch Unmengen an Informationen über Schriftsteller, die sich dieses Genres widmeten, über historische Personen wie Elizabeth Bathory, John Polidori oder den Deutschen Fritz Haarmann (1879-1925), der in die Kehlen seiner Opfer biss und deren Blut trank.Wir erfahren detaillierte Informationen über Schaupieler, die Vampire verkörperten oder in Filmen und Serien über dieses Thema mitwirkten.Unendlich viel wird über die US-Kultserie "Dark Shadows" berichtet und deren Einfluss auf spätere Hit-Serien wie "Buffy" oder "Angel".
Wir erfahren über die Vampirkulte und okkulte Vereinigungen und Gesellschaften auf allen Kontinenten dieser Welt, tauchen ein in die Mythen der jeweiligen Kulturen und erlangen Kenntnis über Mönche, Priester und andere Wissenschafter, die sich im Laufe der Jahrhunderte ernsthaft mit all den Geschichten und Legenden über Wiedergänger, Nosferati oder Blutsauger beschäftigten.
Diese Mischung aus Fakten und Fiktion machen das Buch zu einem kurzweiligen und auch lehrhaften Lesespaß.
Ob man sich nun über das Leben eines kultigen Autors informieren möchte oder ob es in Japan auch Vampirlegenden gibt... es muss nicht immer das Internet sein, welches blitzschnell Informationen liefert...Der geneigte Freund der "Kinder der Nacht" bedient sich staubiger Bibliotheken und dicker Wälzer, um diesen Themenkreis stilvoll und in akribischer Kleinarbeit zu erkunden...
Für Freunde der Untoten... ein KLARE Leseempfehlung!























