Bücher mit dem Tag "drehbuch"
50 Bücher
- Joanne K. Rowling
Harry Potter und das verwunschene Kind. Teil eins und zwei (Deutsche Bühnenfassung) (Harry Potter)
(2.098)Aktuelle Rezension von: walli007Harry Potter kann es kaum glauben, jetzt ist er schon 37 Jahre und sein zweiter Sohn Albus kommt endlich nach Hogwarts. Albus jedoch ist nicht so begeistert, auf die Schule zu kommen. Und dann kommt er auch noch zum Haus Slytherin. Wenigstens einen Freund findet er in Scorpius Malfoy. Die Jahre gehen ins Land und das Verhältnis zwischen Harry und Albus bessert sich nicht und auch sein Stand in Hogwarts hat noch Luft nach oben. Da erhält Harry Potter eine besorgniserregende Nachricht. Er muss das sofort mit Hermine besprechen, die ihre Stellung als Zauberministerin bestens ausfüllt.
Im achten Band aus dem Harry Potter Universum kann man den großen Zauberer nochmal neu kennenlernen. Er ist erwachsen geworden, verheiratet mit Ginny, Familienvater. Trotzdem ist er noch Harry Potter, ein Teamplayer, manchmal sogar etwas unsicher. Gerade mit seinem Sohn Albus hat er Probleme. Der Junge sollte sich doch auf seine Zeit in Hogwarts freuen. Und dann landet er ausgerechnet in Haus Slytherin gemeinsam mit Scorpius Malfoy. Harry macht sich Sorgen und kann sich seinem Sohn doch nicht öffnen. Was für ein Abenteuer Albus und Scorpius im vierten Jahr zu bestehen haben, ist schon sehr aufwühlend.
Gerne wollte man mehr von Harry Potter erfahren, aber wie soll das gehen, wenn die Schule abgeschlossen und die große Schlacht geschlagen ist. Mit dieser zeitlichen Lücke von fast zwanzig Jahren in Harrys Leben war wohl nicht zu rechnen. Dennoch fügt sich dieser Band, der einen Theatertext darstellt, sehr gut in die Reihe ein. Denn es gibt noch was zu erzählen. Harry ist wahrscheinlich genauso älter geworden wie seine Fans. Dazu die Vater-Sohn-Problematik, in die sich einige Leser sicher gut einfühlen können. Auch wie Albus auf eine Art durch seine Freundschaft mit Scorpius wächst und auch zu seinem Freund steht, gibt ein sehr schönes Beispiel, was Freundschaft bewirken kann. Durch die Darstellung als Theaterstück, das auch tatsächlich in Hamburg noch gespielt wird, wirkt der Text sehr lebendig und man bleibt immer gefesselt.
- Sarah Sprinz
Dunbridge Academy - Anyone
(612)Aktuelle Rezension von: NefinaNach Band 1 musste ich natürlich sofort weiterlesen und mittlerweile bin ich offiziell der Dunbridge Academy verfallen.
Diese Reihe hat einfach etwas an sich, das dafür sorgt, dass man immer noch ein Kapitel lesen möchte und plötzlich sind wieder 100 Seiten vorbei.Und ganz ehrlich? Ich kann bis jetzt überhaupt nicht sagen, welches Paar mir besser gefällt. Emma und Henry habe ich geliebt, aber Tori und Sinclair stehen ihnen in absolut nichts nach. Beide Geschichten haben ihren ganz eigenen Charme und genau das macht die Reihe für mich so besonders.
Besonders begeistert hat mich diesmal das Theater-Setting. Die Proben, die Aufführungen und die vielen Shakespeare-Anspielungen haben der Geschichte eine ganz besondere Atmosphäre verliehen. Dazu kamen die feministischen Themen, die immer wieder aufgegriffen wurden und der Geschichte zusätzliche Tiefe gegeben haben, ohne sich jemals aufdringlich anzufühlen.
Tori und Sinclair haben mich teilweise wirklich an den Rand des Wahnsinns gebracht. Man möchte die beiden manchmal einfach nehmen, in einen Raum sperren und ihnen sagen, dass sie endlich miteinander reden sollen. Aber genau dieses Hin und Her hat dafür gesorgt, dass ich die ganze Zeit mitgefiebert habe. Die Gefühle zwischen ihnen waren von Anfang an spürbar und ich habe jede gemeinsame Szene geliebt.
Auch hier war der Schreibstil wieder unglaublich leicht und angenehm zu lesen. Sarah Sprinz schafft es einfach, ernste Themen mit Leichtigkeit, Humor und ganz viel Gefühl zu verbinden. Dadurch fühlt sich das Buch gleichzeitig emotional und cozy an.
Und dann natürlich die Dunbridge Academy selbst. Mittlerweile fühlt sie sich fast wie ein zweites Zuhause an. Die Freundschaften, die bekannten Gesichter aus Band 1 und die gesamte Atmosphäre haben dafür gesorgt, dass ich komplett in der Geschichte versunken bin.
Für mich war Anyone ein wunderschöner Friends-to-Lovers-Roman mit viel Herz, tollen Charakteren, einem großartigen Theater-Setting und genau der richtigen Mischung aus Wohlfühlmomenten und Emotionen.
Fazit: Ich bin endgültig der Dunbridge Academy verfallen. Tori und Sinclair haben mein Herz genauso erobert wie Emma und Henry zuvor und ich konnte es kaum erwarten, direkt mit dem nächsten Band weiterzumachen.
- Joanne K. Rowling
Harry Potter and the Cursed Child
(820)Aktuelle Rezension von: Anja_WeinholdDas Skript setzt genau dort an, wo der Epilog von "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes" aufhört. Harry und Co. schaffen ihre Kinder zum Hogwarts Express. Für Albus Severus Potter ist es sein erstes Jahr. Entgegen aller Wahrscheinlichkeit kommt der jedoch nach Slytherin und freundet sich mit Scorpius Malfoy, dem Sohn von Harry einstigen Erzrevalen Draco an. Die Jahre vergehen und während Albus von Gryffindors und Slytherins gleichermaßen gehänselt wird, weil er so gar nicht nach seinem Vater kommt halten sich hartnäckig Gerüchte Scorpius sei in Wirklichkeit das Kind von Lord Voldemort, die ihm das Leben zur Hölle machen. Die Jahre vergehen und beide Jungs entfremden sich immer mehr von ihren Vätern. In Albus und Scopius dritten leidgeplagten Jahr in Hogwarts sorgen die familiären Zwiste schließlich dafür, dass die beiden Jungs auf die wahnwitzige Idee einer Zeitreise kommen. Und es geht schief, was nur schief gehen kann.
Als Doctor Who Folge wäre das Theaterstück vermutlich ein großer Spaß, als ernsthafter Beitrag zum HP-Universum ist das jedoch so trashig und fanfictinös, dass es so manchen Fan wohl eher zum weinen bringt. Was schade ist, denn es hat einige interessante Ansätze wie die paralell laufenden Vater-Sohn-Beziehungen von Harry und Draco, die beide Elternteile beinahe maximal verpfuschen, weil sie ihre Kindern gern zu etwas machen würden, was sie nicht sind. Das Skript hat seine größten Momente in diesen charakterstarken Augenblicken. Das große Problem ist die ganze Zeitreise-Story drumherum, die man einfach nur als absolut hirnrissig beschreiben kann. Hier macht absolut nichts Sinn und die Auflösung der vielen Zeitreise-Paradoxas ist einfach nur maximal bekloppt (Delphi!) und zu großen Teilen komplett Out of Character. Das ist schade, denn als Charakterdrama über das Erwachsenwerden hätte das richtig toll sein können. Selbst für so einen Band-7-Epilog-Verächter wie mich, der bei den Kevinismus-Namen selbst 15 Jahre nach erscheinen des letzten HP-Bands immer noch lachen muss.
So bin ich hin und hergerissen zwischen den Figuren mit all ihrem Potential und der komplett bescheuerten Hauptsstory, die ich nicht eine Sekunde ernst nehmen konnte. Unterschwellig habe ich immer darauf gewartet, dass endlich mal die blaue Telefonzelle erscheint. Dieses Zeitreisechaos kann einzig der Doctor noch vernünftig erklären. Muss ich also doch noch mein Harry-Potter-Doctor-Who-Crossover schreiben. Alles andere wäre unlogisch. - Joanne K. Rowling
Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind: Das Originaldrehbuch
(1.545)Aktuelle Rezension von: tobi101996In dem Buch Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind von J. K. Rowling, geht es um Newt Scamander, welcher gerade mit dem Schiff nach New York kommt. Eigentlich wollte er nur einen kurzen Zwischenstopp dort einlegen, aber als sein magischer Koffer verloren geht und einige seiner faszinierenden Tierwesen entkommen, steckt Newt in der Klemme. In den Straßen von New York der 1920er Jahre, beginnt eine aufregende Jagd nach den entflohenen magischen Geschöpfen zusammen mit noch anderen Menschen, die darin verwickelt werden.
Meine Meinung:
Die Geschichte lässt sich schnell lesen, da sie in Drehbuch Form geschrieben ist, das heißt wenig Text und viele Absätze. Kann man mal machen, muss man aber nicht. Für Harry Potter Fans auf jeden Fall schön, sonst eher traurig. Lieber hätte ich eine richtige Geschichte dazu gelesen und nicht nur kurze Sätze oder Texte. Die fünf ⭐️ vergebe ich an den Inhalt der Geschichte, weil sie mir sehr gut gefallen hat und ich gleichzeitig noch den Film dazu kenne.
Fazit:
Wer den Film mag, braucht die Geschichte dazu nicht zu lesen. Es ist genau gleich, aber die Geschichte war trotzdem schön.
- Martin Suter
Montecristo
(175)Aktuelle Rezension von: Stephan58Welchen Preis bist du bereit für die Verwirklichung deiner Träume zu zahlen?
Suter entwickelt eine fesselnde Story über einen Video-Journalisten, der eigentlich ein Filmemacher sein will, für das tägliche Überleben Life-Style-Stories dreht und sich plötzlich in den Ermittlungen zu einem kaum glaublichen Finanzskandal wiederfindet. Als ihm unverhofft die Verwirklichung seine Filmprojekts Montecristo ermöglicht wird, stellt sich die Frage, ob er bereit ist, dafür die anderen, politisch brisanten Recherchen fallen zu lassen. Psychologisch ein hochinteressanter Stoff. Nur das Ende, das für mich der Realisation einer Verschwörungstheorie nahekam, konnte mich nicht überzeugen.
- Julia K. Stein
Chasing Dreams
(126)Aktuelle Rezension von: toja1911Ich mochte das Buch echt gerne eigentlich! Ich fand das Setting in dem Buch mit so Ranch-Leben neben dem College-Leben total interessant und mochte das auch echt gerne! Was ich außerdem toll fand, war der flüssige, hunorvolle und gut nachvollziehbare Schteibstil der Autorin! Ich mochte auch, dass er sich, je nachdem aus welcher Sicht gerade geschrieben wurde, verändert hat, was den Protagonisten noch mehr Individualität und Charakter verliehen hat! Apropros, die Protagonisten fand ich auch sehr sympathisch, ich konnte ihre Handlungen nachvollziehen und hab mich nicht unnötig aufgeregt, das ist auch immer schon ein Pluspunkt 🤭 Es gab allerdings vor allem am Anfang ein paar Aussagen, die ich sehr schwierig finde, einerseits gegenüber Psychotherapie, das kann aber auch nur falsch rübergekommen sein, aber andererseits wurden teilweise Menschen als "indianisch aussehend" beschrieben und es gab auch noch weitere Aussagen, hinter denen ich nicht stehe und dir ich eher problematisch finde. Außerdem fand ich das Buch im Mittelteil schon ein bisschen langatmig, aber am Ende kam die Spannung und ich freue mich auf den zweiten Teil!! 🩵
- Joanne K. Rowling
Fantastic Beasts and Where to Find Them
(127)Aktuelle Rezension von: das_lesende_ich🪄
𝘐 𝘥𝘰𝘯‘𝘵 𝘵𝘩𝘪𝘯𝘬 𝘐‘𝘮 𝘥𝘳𝘦𝘢𝘮𝘪𝘯𝘨.
𝘐 𝘢𝘪𝘯‘𝘵 𝘨𝘰𝘵 𝘵𝘩𝘦 𝘣𝘳𝘢𝘪𝘯𝘴 𝘵𝘰 𝘮𝘢𝘬𝘦 𝘵𝘩𝘪𝘴 𝘶𝘱.
Explorer and Magizoologist Newt Scamander has just completed a round-the-globe trip in search of the most rare and unusual magical creatures. Arriving in New York, he intends his stay to be just a brief stopover. However, when Newt’s case is misplaced and some of his fantastic beasts escape into the city, it spells trouble for everyone.
💭
Gerade die Welt der Fantastischen Tierwesen gefällt mir besonders gut und ich liebe es mit meinem Lieblings-Huffelpuff in diese Welt abzutauchen.
🧳
Vor allem der magische Moment, in dem Jacob Newt in seinem Koffer folgt.
Niffler, Bowtruckle, Mooncalf, Murtlap, Occamy, Thunderbird, Graphorn, Fwooper, Doxy, Glow Bug, Grindylow, Diricawl, Erumpent, Demiguise.
All diese Wesen offenbart uns dieser erste Teil im New York 1926. Schon dieses Setting und die Bandbreite an Tierwesen machen es für mich so einzigartig.
𝘕𝘦𝘸 𝘠𝘰𝘳𝘬 𝘪𝘴 𝘤𝘰𝘯𝘴𝘪𝘥𝘦𝘳𝘢𝘣𝘭𝘺 𝘮𝘰𝘳𝘦 𝘪𝘯𝘵𝘦𝘳𝘦𝘴𝘵𝘪𝘯𝘨 𝘵𝘩𝘢𝘯 𝘐 𝘦𝘹𝘱𝘦𝘤𝘵𝘦𝘥.🗽
Für mich sind Newt und Jacob das perfekte Duo aus Magier und No-Maj.
Die schüchterne, liebevolle und zugleich spezielle Art von Newt macht ihn außergewöhnlich.
𝘐 𝘳𝘦𝘴𝘤𝘶𝘦, 𝘯𝘶𝘳𝘵𝘶𝘳𝘦 𝘢𝘯𝘥 𝘱𝘳𝘰𝘵𝘦𝘤𝘵 𝘵𝘩𝘦𝘮, 𝘢𝘯𝘥 𝘐‘𝘮 𝘨𝘦𝘯𝘵𝘭𝘺 𝘵𝘳𝘺𝘪𝘯𝘨 𝘵𝘰 𝘦𝘥𝘶𝘤𝘢𝘵𝘦 𝘮𝘺 𝘧𝘦𝘭𝘭𝘰𝘸 𝘸𝘪𝘻𝘢𝘳𝘥𝘴 𝘢𝘣𝘰𝘶𝘵 𝘵𝘩𝘦𝘮.
🌱
𝘗𝘪𝘤𝘬𝘦𝘵𝘵 𝘩𝘢𝘥 𝘢 𝘤𝘰𝘭𝘥. 𝘏𝘦 𝘯𝘦𝘦𝘥𝘦𝘥 𝘴𝘰𝘮𝘦 𝘣𝘰𝘥𝘺 𝘸𝘢𝘳𝘮𝘵𝘩.
🧁
Ich mag außerdem die Stelle, an der wir Jacob kennen lernen, der ja eigentlich nur eine Bäckerei eröffnen möchte, und er dann durch einen dummen Zufall in die Welt der Magie entführt wird.
𝘏𝘦𝘺, 𝘔𝘳 𝘌𝘯𝘨𝘭𝘪𝘴𝘩 𝘨𝘶𝘺! 𝘐 𝘵𝘩𝘪𝘯𝘬 𝘺𝘰𝘶𝘳 𝘦𝘨𝘨 𝘪𝘴 𝘩𝘢𝘵𝘤𝘩𝘪𝘯𝘨. 🥚
Seine Tollpatschigkeit und die Weise, wie man das Staunen und die Faszination in seiner Mimik ablesen kann, machen ihn super sympathisch.
𝘖𝘩, 𝘯𝘰, 𝘺𝘦𝘢𝘩, 𝘯𝘰, 𝘺𝘦𝘢𝘩 𝘰𝘧 𝘤𝘰𝘶𝘳𝘴𝘦 𝘐 𝘩𝘢𝘷𝘦 ... 𝘐 𝘭𝘰𝘷𝘦 𝘩𝘰𝘶𝘴𝘦-𝘦𝘭𝘷𝘦𝘴. 𝘔𝘺 𝘶𝘯𝘤𝘭𝘦‘𝘴 𝘢 𝘩𝘰𝘶𝘴𝘦-𝘦𝘭𝘧.
Unterteilt sind die Kapitel und Abschnitte von super schön illustrierten Tierwesen oder deren Pfotenabdrücke. 🐾
Ich mag es sehr ein Screenplay zu lesen und dabei den Film im Kopf noch einmal abspielen zu lassen. Daher sind Screenplays für mich die Art Bücher, die ich tatsächlich erst nach dem Film lese. 🎬
Für Fantastic Beasts Fans sicher ein Muss.
Aber auch um die Begeisterung für das Lesen zu wecken sicher eine gute Idee und Empfehlung.
⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
- Julia Whelan
Mein Jahr mit Dir
(247)Aktuelle Rezension von: Leseeule35Mein Jahr mit Dir – Julia Whelan, erschienen 14. Januar 2019 / 16. August 2023, beim Verlag: Penguin, als eBook Taschenbuch und Hörbuch
„Mein Jahr mit Dir“ ist die Romanvorlage zum Netflix-Film „My Oxford Year“. Diese Tropes sind im Buch zu finden: Enemies to Lovers, Slowburn, Forced Proximity Romeo & Julia.
Zum Inhalt: Du kannst dein Leben planen, aber nicht deine große Liebe … Es soll das Jahr ihres Lebens werden. Mit einem Stipendium erfüllt sich Ella endlich ihren lang ersehnten Traum von einem Auslandsjahr in Oxford. Doch gleich am ersten Tag stößt sie dort mit dem arroganten Jamie Davenport zusammen, der zu allem Übel auch noch ihren Literaturkurs leitet. Als Ella und Jamie eines Abends gemeinsam in einem Pub landen, kommen sie sich viel näher als geplant. Und obwohl sie sich dagegen wehrt, spürt Ella, dass sie sich in ihn verlieben wird. Sie ahnt nichts von Jamies tragischem Geheimnis und davon, dass diese Liebe sie vor die größte Entscheidung ihres Lebens stellen wird ...
Vor jedem neuen Kapitel gibt es einen lyrischen Exkurs einer englischen Literatur lange vor unserer Zeit. Ich mag dieses englische Feeling, Universität, gebildete Charaktere mit ihrem ganz besonderen Charme und in einer Zeitepoche mit eingebunden, die schon so lange vorbei ist, aber die englische Sittsamkeit und literarische Geschichte wieder hervorbringt. Und das alles zur einer höchst modernen Zeit. Ella, eine junge amerikanische Frau hat es nach Oxford geschafft und möchte dort ein Jahr lang englische Sprache und Literatur studieren. Nebenbei engagiert sie sich für die Politik ihres Landes und ist mitten in einem Wahlkampf dabei, auch wenn der Ozean beide Länder trennt. Sie trifft in ihrer ersten Vorlesung auf andere interessante Charaktere und auch ihr zukünftiger Professor ist ihr kein Unbekannter. Ella weiß was sie will, sie ist entschlossen, klug und neugierig. Spaß haben darf jeder, nur verlieben muss nicht sein, schließlich ist ihre Zeit begrenzt und sie will alles kennenlernen was nur möglich ist. Es endet in einem Epilog.
Der Roman schreitet zwar zunächst langsam voran, macht für mich dann jedoch einen enormen Sprung und auch die besondere Erzählweise bei diesem Sprung ist zunächst ungewöhnlich. Dennoch ist es mitreißend, tiefgründig und poetisch. Die Literatur spielt eine große Rolle und auch die verschiedenen Sichtweisen etwas zum empfinden. Auch gibt es eine unvorhergesehene Wendung, die die Geschichte neu betrachten lässt und einen anderen Touch gibt. Es ist schmerzlich, emotional und mitnehmend, auch wenn mich nicht alles so ergreifen konnte, wie ich gedacht hätte. Die Dynamik ist dennoch anziehend und einnehmend. Die Gefühle sind greifbar, auch wenn ich mir hier mehr gewünscht und mehr spürbare Energie und Romantik gewünscht hätte. Aber diese plätschert ganz leise daher und auf anderen Umwegen. Den Film selbst kenne ich nicht, würde ich mir sicherlich ansehen, wenn es dazu kommt, aber es ist für mich kein Muss und selten kann mich beides gleichermaßen überzeugen.
Eleanor Duran, 24, aus Ohio ist eine bewundernswerte und stake junge Frau. Sie hat früh gelernt für sich einzustehen, selbstständig zu sein, ehrgeizig und hilfsbereit. Sie hat eine gewisse Vorstellung von ihrem Leben, auch wenn fast alles anders kommt als geplant, aber das Leben kann man nun mal nicht planen, es hat seinen ganz eigenen Rhythmus.
Jamie Davenport, ist ein junger Mann, mit festem Ziel vor Augen und gewiss nicht einschätzbar. Nach außen wirkt er anders, als viele meinen und er hält sich privat stark im Hintergrund. Doch er ist gezeichnet und möchte niemanden verletzen. Seine Familie ist ein wunder Punkt.
Der Schreibstil ist angenehm, bewegend, mit sehr gutem Humor besetzt und lyrisch untermauert, dennoch jederzeit modern. Die Kapitellängen sind unterschiedlich lang. Die Dialoge und Erzählungen sind zart humorvoll bis schmerzlich treffend, gefühlvoll, emotional und tiefsinnig ehrlich, so dass die gesamte Gefühlspalette genutzt wird, doch leider nicht immer on Point so rüberkommt.
Dazwischen gibt es tiefgreifende Momente, nachdenkliche, aber auch romantische Augenblicke. Ella erzählt ihre Geschichte aus alleiniger Sicht in der Ich-Perspektive. Natürlich kommt die andere Sicht hierbei nicht zu kurz, auch wenn es Ella´s Geschichte ist, dennoch hätte ich mir hier ab und an einen Perspektivenwechsel gewünscht.
Die Klappbroschur ist wunderschön gestaltet, mit feinen und kleinen Details.
Mein Fazit: Ein ehrlicher und berührender Roman, auch wenn er nicht an allen Stellen für mich durchweg transparent und mitnehmend war. Der Ausflug nach Oxford und die feine englische Annehmlichkeit zur Literatur hat mir ansonsten gut gefallen. - Katerina Poladjan
Goldstrand
(55)Aktuelle Rezension von: Miamou"Goldstrand" ist kein Roman, den man einfach liest und wieder zuklappt. Er lässt viele Fragen offen – vor allem die, was von Elis Erzählungen tatsächlich Erinnerung ist und was vielleicht seiner Fantasie entspringt. Genau das hat mich während des Lesens öfter beschäftigt.
Eli, ein alternder Filmregisseur, erzählt seiner Therapeutin seine Familiengeschichte. Dabei hatte ich immer wieder gefragt, ob er Erinnerungen schildert oder sie als Szenen insziniert. Vielleicht sucht er unbewusst nach einer Geschichte für einen neuen Film – schließlich wird deutlich, wie sehr ihn beschäftigt, dass er seit langer Zeit keinen mehr gedreht hat. Der Roman wirkt dadurch stellenweise fast wie ein Filmskript: kurze Szenen, knappe Dialoge und Bilder, die mehr andeuten als erklären.
Besonders gefallen hat mir Poladjans Stil. Mit wenigen, prägnanten Sätzen schafft sie es, Figuren und Stimmungen entstehen zu lassen, ohne alles auszuerklären. Die kurzen Dialoge haben eine große Wirkung, weil oft gerade das Ungesagte am meisten erzählt. Ich mag Bücher, die ihren Leserinnen und Lesern zutrauen, zwischen den Zeilen zu lesen – und genau das tut "Goldstrand".
Eli selbst hat bei mir gemischte Gefühle ausgelöst. Einerseits tat er mir leid: Er wirkt einsam, orientierungslos und hängt seiner Vergangenheit nach. Andererseits hatte ich immer wieder das unterschwellige Gefühl, dass er die Verantwortung für sein Leben eher bei den Umständen und anderen Menschen sucht als bei sich selbst. Gerade diese Ambivalenz macht ihn als Figur interessant, aber auch ein wenig anstrengend.
Auch das offene Ende hat für mich gut zum Roman gepasst. Es gibt keine einfachen Antworten und keine endgültige Auflösung. Es bleibt eine melancholische Stimmung und die Frage, wie sehr wir unsere Erinnerungen eigentlich selbst erzählen und formen.
"Goldstrand" lebt weniger von seiner Handlung als von seiner Sprache und Atmosphäre. Wer einen klaren Plot mit eindeutigen Antworten sucht, wird vielleicht nicht ganz glücklich. Wer aber poetische, klug komponierte Romane mit viel Raum für eigene Gedanken mag, sollte diesem Buch eine Chance geben.
- Gilly Macmillan
Perfect Girl - Nur du kennst die Wahrheit
(185)Aktuelle Rezension von: _jamii_Niemals darf Zoes Stiefvater erfahren, was vor drei Jahren geschehen ist. Das hat ihre Mutter Maria der 18-Jährigen wieder und wieder eingetrichtert. Nichts darf die Idylle ihres perfekten neuen Lebens zerstören. Doch als die hochbegabte Pianistin Zoe gemeinsam mit ihrem Stiefbruder ein Konzert gibt, taucht im Publikum ein Mann auf, der Zoe als Mörderin beschimpft. Wenige Stunden später ist ihre Mutter tot. Und es zeigt sich, dass Zoe nicht die einzige ist, die ein dunkles Geheimnis hütet ...
Der Schreibstil ist ganz in Ordnung, nicht überragend aber dennoch interessant. Da immer wieder zwischen Gegenwart und Vergangenheit abgewechselt wird, erfährt man mit der Zeit immer mehr, was damals passiert ist und warum der Mann Zoe als Mörderin beschimpft. Natürlich immer nur gerade so viel, dass man unbedingt weiterlesen muss. Es wird aus mehreren Perspektiven geschrieben, so dass man ein rundes Gesamtbild hat, wobei nicht jeder Charakter gleich wichtig ist bzw. gleich viel zum Verlauf der Geschichte beiträgt.
Zoe ist grundsätzlich ein gutes Mädchen, dem das Schicksal übel mitgespielt hat. Sie ist mir sympathisch und ich fiebere mit ihr mit, sowohl damals, wie auch jetzt. Die anderen Familienmitglieder mag ich weniger. Während mir Chris vollkommen unsympathisch ist, geht mir Zoes Mutter mit ihrer rundum künstlichen Art auf die Nerven. Generell kann ich nicht viel mit der nach aussen getragenen perfekten Familie anfangen.
Es handelt sich hierbei viel mehr um ein trauriges Familiendrama, für mich ist das ganz und gar kein Thriller, dafür fehlt einfach die Brisanz. Generell ist es wohl eher für jugendliche Lesende gedacht, als für Erwachsene.
Das Ende ist irgendwie überraschend und irgendwie doch nicht. Obwohl ich alles aus der Sicht der Charaktere nachvollziehen kann, ist es moralisch doch ein bisschen bedenklich.
Alles in allem gutes Buch, eher für Zwischendurch.
- Anna Dimitrova
Between the Lines (Love Off Script 1)
(11)Aktuelle Rezension von: RamgardiaAuf dem Cover sehen wir Kali und Rei, die Hauptdarsteller dieser RomCom, sie stehen an einem Regiestuhl, denn die beiden studieren an Filmakademie. Erwähnenswert ist auch der Buchschnitt, der passend zum Cover eingefärbt Filmicons abbildet.
Zum ersten Mal treffen die völlig entnervte, heulende Kali und der mysteriöse Filmstudent auf der Unisextoilette aufeinander. Da sie sich nicht sehen können, braucht es schon etwas Zeit, bis sie dann aufeinandertreffen. Aber diese Eingangsszene ist humorvoll geschrieben und lässt und auf eine romantische Geschichte hoffen. Doch so schnell kommen die beiden nicht zusammen, denn Rei benimmt sich beim zweiten Treffen sehr abweisend. Da ist es gut, dass Kali in ihrer WG zwei nette Mitbewohnerinnen hat. Beide sind auch sehr interessant angelegte Charaktere. Maya, die sich immer nicht nur um ihre Geschwister kümmert, sondern auch den WG-Haushalt schmeißt und Lias, von der es heißt, wenn sie jemanden Opfer nennt, bedeutet, dass das sie ihn liebt.
Die Beziehung von Kali und Rey ist nicht einfach zu beschreiben, eigentlich finden sie immer wieder Gründe, dass sie nur Freunde sein wollen, dabei spürt man genau, wie es zwischen ihnen knistert.
In der Figur von Kali, die davon träumt eine gefragt Drehbuchautorin zu werden, steckt viel biografisches. So hat sie bulgarische Wurzeln und ist davon überzeugt, dass ihre Familie sie eher klein hält, statt sie zu unterstützen.
Die Sprache empfinde ich als sehr jugendlich, so gibt es viel englische Begriffe, ganz häufig wird das Wort „Same“ benutzt. Über viele humorvolle Passagen habe ich mich amüsieren können, aber es gibt auch tiefgründige Stellen und zu Ende habe ich die Spannung deutlich gespürt.
- Kathinka Engel
This is Our Life
(163)Aktuelle Rezension von: Chianti_ClassicoFerne ist über Nacht zum Netflix-Star geworden, doch sie will nicht vor, sondern hinter der Kamera stehen.
Nachdem This is Our Time abgedreht und auch ihre Beziehung zu ihrem Co-Star Rio McQuoid in die Brüche gegangen ist, will sie sich wieder auf ihr Studium konzentrieren, doch sie hat ihre Rechnung nicht mit Netflix gemacht, und so wird sie auch für eine zweite Staffel vor der Kamera stehen und zu Promotionszwecken eine Fake-Beziehung mit Rio eingehen müssen.
Werden sie die Scherben ihrer Beziehung kitten können?
"This is Our Life" von Kathinka Engel ist der zweite Band der Hollywood Dreams Reihe, der aus den wechselnden Ich-Perspektiven des dreiundzwanzig Jahre alten Rio McQuoid und der zweiundzwanzig Jahre alten Ferne Resnik erzählt wird.
Drei Monate ist es her, dass die erste Folge der Netflixserie This is Our Time ausgestrahlt wurde und Fernes Leben aus den Fugen geraten ist.
Sie hatte gehofft, dass sie nach dem großen Erfolg der ersten Staffel von This is Our Time wieder in ihr bodenständiges Leben zurückkehren würde, doch bevor sie sich versieht, ist sie auch schon wieder am Set und der Drehstart der zweiten Staffel steht an.
Mit Rio hat sie nicht mehr geredet, denn er ist komplett abgetaucht, aber natürlich kehrt auch er für die zweite Staffel zurück. Noch immer stehen die Geschehnisse zwischen ihnen, über die sie jedoch nicht sprechen.
Am liebsten würde Ferne ihm aus dem Weg gehen, doch dann sollen die beiden eine Beziehung für die Presse faken und sind sich wieder näher, als gedacht.
Der erste Band hat meinen Geschmack nicht zu hundert Prozent getroffen, aber ich wollte den zweiten Band dennoch lesen.
Die erste Hälfte hat mich noch nicht ganz so stark fesseln können.
Ich hätte mir gewünscht, dass Rio und Ferne vielleicht schon etwas früher miteinander geredet und alle Karten auf den Tisch gelegt hätten, weil wirklich sehr viel zwischen ihnen stand.
Die zweite Hälfte konnte mich dann positiv überraschen!
Es wurden noch völlig neue Themen angesprochen, mit denen ich so nicht gerechnet hätte und die ich sehr spannend fand. Manches hätte gerne noch weiter vertieft werden dürfen, aber ich mochte es, dass Rio sich selbst reflektiert und an sich arbeitet.
Ich mochte es auch, dass wir nicht ganz so viel Zeit am Set selbst verbracht haben und mir hat das Hollywood-Setting in diesem Band besser gefallen als im ersten Band.
Ich mochte Ferne und Rio zum Schluss auch echt gerne. Da bin ich froh, dass ich weitergelesen habe und dem zweiten Band eine Chance gegeben habe!
Fazit:
"This is Our Life" von Kathinka Engel hat mir besser gefallen als der Auftakt!
Ich mochte Ferne und besonders Rios Entwicklung hier echt gerne und auch das Hollywood-Setting hat mir hier besser gefallen.
Die erste Hälfte konnte mich noch nicht ganz so stark packen, allerdings hat mich die zweite Hälfte dann positiv überrascht, und ich mochte das Buch insgesamt doch lieber, als ich erwartet habe!
Ich vergebe vier Kleeblätter! - Kathinka Engel
This is Our Time
(255)Aktuelle Rezension von: Lia_BischoffAnfangs fand ich Rio wirklich richtig unsympathisch und bin überhaupt nicht mit ihm warm geworden. Im Laufe der Geschichte hat sich das zum Glück noch geändert und am Ende mochte ich ihn dann doch ganz gerne. Die Chemie zwischen den beiden Protagonisten konnte ich definitiv spüren, auch wenn mich ihre Entwicklung insgesamt nicht vollkommen überzeugen konnte. Vor allem das Ende fand ich ehrlich gesagt ziemlich lächerlich und für mich wirkte es sehr nach dem Motto: Wir brauchen jetzt noch schnell einen Grund für einen Cliffhanger für Band 2. Dadurch hat das Buch für mich leider einiges an Wirkung verloren. Mal schauen, ob Band 2 mich noch vom Gegenteil überzeugen kann.
- Stephanie Garber
Alchemy of Secrets
(100)Aktuelle Rezension von: JackandRockyDies war mein erstes Buch von Stephanie Garber und ich bin völlig ohne Erwartung in die Story gestartet. Im Nachhinein bin ich richtig froh darüber, denn genau so konnte ich mich vollkommen auf die Rätsel und die Handlung einlassen.
Und Wow!! Dieses Buch hat mich überrascht!😍
Alchemy of Secrets ist unglaublich spannend aufgebaut. Die Geschichte spielt sich größtenteils innerhalb von etwa 24 Stunden ab und hat dadurch ein hohes Erzähltempo. Stellenweise hatte ich tatsächlich das Gefühl, alles fast in Echtzeit mitzuerleben.
Ich fühlte mich wie ein Teil der Schatzsuche und habe bei jedem Hinweis mitgerätselt.
Ich fand, es war eine gute Mischung aus Murder Mystery, ganz viel Mystik und jede Menge Puzzleteile, die zusammengesetzt werden wollen. 🔍✨
Auch bei den Charakteren wusste ich irgendwann nicht mehr, wem ich vertrauen kann. Holland fand ich als Protagonistin richtig spannend, auch wenn sie mich mit ihrer Vertrauensseligkeit zwischendurch fast in den Wahnsinn getrieben hat. 🙈
Bei den drei männlichen Protas war ich ebenfalls ständig am Schwanken: Wem kann man glauben und wem besser nicht?
Besonders toll fand ich die Vorlesungen der Folklore 517. Dies waren eigene Kapitel bei denen der Leser direkt mit „du“ angesprochen wird. Dadurch fühlte ich mich sofort in die Geschichte hineingezogen.
Ein kleiner Kritikpunkt bleibt für mich Hollands Schwester January. Obwohl sie kaum selbst zu Wort kommt, dreht sich ein Hauptteil der Story um sie. Hier hätte ich mir etwas mehr Aufklärung gewünscht.
Ansonsten hat mich das Buch von der ersten bis zur letzten Seite gepackt. Mystisch, spannend, rätselhaft und mit einem Erzähltempo, das mich regelrecht durch die Seiten gejagt hat.
- Nicole Joens
Tanz der Zitronen
(28)Aktuelle Rezension von: LolitaBuettnerErnst und doch mit Humor erzählt die Drehbuchautorin Nicole Joens in ihrem Buch "Tanz der Zitronen" von ihrer Arbeit und ihren Erfahrungen im Filmgeschäft. Sie gewährt Einblicke, die dem Leser nicht gefallen werden.
Mehr als 20 Jahre arbeitet die Autorin für gute Unterhaltung und scheitert immer wieder an Redakteuren von ARD und ZDF. Diese nutzen ihre Machtstellung gern zu ihren Gunsten, nicht aber für die Qualität. "Redakteure sind keine Urheber, versuchen aber stets die kreative Kontrolle an sich zu reißen", schreibt Joens und weiter: "In den Redaktionen heißt es gerne, intelligente Geschichten seien zu anstrengend. Kann man seichte Volksverdummung schreiben, bekommt man heutzutage als Autor viele Aufträge."
Das kann ich so unterschreiben.
Ich selbst habe versucht, für ein Doku-Soap-Format zu schreiben. Es lockte mich die gute Bezahlung. Ich bin kläglich gescheitert. Schon beim Schreiben hatte ich Probleme. Dabei habe ich sonst immer eine blühende Fantasie. Es ging um Geheimnisse. Ich saß tagelang vor meinem Laptop und starrte auf die Zeilen, die nicht plakativ oder übertrieben genug sein wollten. Am Ende gab ich auf.
Auslöser für das Buch "Tanz der Zitronen" war der Tod einer machtvollen Redakteurin. Im Buch heißt sie Annika. Der Leser erfährt von Schleichwerbung, Korruption, Skandalen und Missgunst. Aber auch von der Respektlosigkeit gegenüber den Menschen, welche die Geschichten schreiben, die wir uns abends gemütlich auf dem Sofa ansehen.
Eine Passage gefiel mir besonders. ARD und ZDF, die immer wieder im Klinsch miteinander stehen, begegnen sich personifiziert bei der Tanztherapie. Sehr unterhaltsam. Das sollte man auch mal verfilmen.
Ein wahrhaftiges Buch, das für Ernüchterung sorgt. - Jean-Paul Sartre
Das Spiel ist aus
(254)Aktuelle Rezension von: NaimaHermioneMarieSartres Schreibstil ist hier sehr distanziert und es wirkt teils wie ein Protokoll der Geschehnisse. Dennoch gefiel mir das Buch sehr gut, die Geschichte ist fesselnd und regt zum Nachdenken an. Mit nur knapp 130 Seiten kann man das Buch schnell abschließen und bekommt auch keine Szene unnötig in die Länge gezogen. Manchmal hätte ich mir sogar etwas mehr "Zeit" gewünscht, gerade am Anfang wo die Romanze der Hauptpersonen recht schnell vorangeht. Die Figuren sind alle klar und man mag sie gerne und das Ende des Buches hat mir auch gut gefallen.
- Joanne K. Rowling
Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen (Das Originaldrehbuch)
(175)Aktuelle Rezension von: happy_bookplace_Inhaltsangabe:
In »Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind« wurde der mächtige schwarze Magier Gellert Grindelwald mit Unterstützung des Magizoologen Newt Scamander gefasst. Doch jetzt gelingt Grindelwald die Flucht und er beginnt Anhänger um sich zu scharen. Sein wahres Ziel – die Herrschaft von reinblütigen Hexen und Zauberern über alle nichtmagischen Wesen – ist nur den wenigsten von ihnen bekannt. Um diesen Plan zu durchkreuzen, wird Newt von Grindelwalds größtem Widersacher um Hilfe gebeten: Albus Dumbledore. Als Newt einwilligt, ahnt er jedoch noch nicht, welche Gefahren vor ihm liegen …
Fazit:
Ich kann dieses Buch jedem Harry Potter- und der Magischen Tierwelt-Fan empfehlen. Das Buch ist wunderschön verarbeitet, egal ob der Schutzumschlag oder das Buch an sich. Mina Lima hat hier wieder ein echtes Schmuckstück gezaubert. Ich liebe ihre Werke.
Die Geschichte ist dem Film sehr ähnlich und was soll ich sagen: ich liebe die ganze Reihe von "Phantastische Tierwesen". Vom lustigen Jakob zum ruhigen Newt. Einfach eine atemberaubende Welt, die J. K. Rowling geschaffen hat. Aber zu ihrer Person muss ich nicht mehr viel sagen. Einfach für jeden Potterhead ein Muss.
- Katrin Bongard
Junimond
(42)Aktuelle Rezension von: FantasticfoxDas Cover ist ohne Frage wunderschön.
Der Inhalt und auch der Stil hat mich jedoch eher etwas enttäuscht, um ehrlich zu sein.
Andere Bücher der Autorin haben mich so begeistert, dass ich wohl mit einer zu guten Einstellung an das Buch rangegangen bin und schon nach einigen Seiten keine Lust mehr hatte.
Ich habe mich dann bis zur Hälfte irgendwie durchgelesen, um anschließend abzubrechen.
Vielleicht bekommt das Buch ja nochmal eine zweite Chance...
- Kate Alcott
Zurück nach Tara
(21)Aktuelle Rezension von: MarySophieHandlung:
Hollywood 1938Julie hat es geschafft. Sie ist aus der Idylle und der Ruhe ihres Elternhauses entflohen und versucht ihr Glück nun in Hollywood. Ihr größter Wunsch ist es, Drehbücher zu schreiben und vielleicht später einen Roman herauszubringen. Doch die Realität sieht anders aus. Erst einmal ist die unsicher und schüchterne Julie eine kleine Schreibkraft in der Produktionsfirma von David O. Selznick, der gerade dabei ist, „Vom Winde verweht“ zu drehen. Julie kommt nicht nur in Kontakt mit diversen Schauspielern und Schauspielerinnen, sondern ist bei vielen Ereignissen am Set live mit dabei und lernt Andy kennen. Allerhand los im Leben der jungen Frau, dabei vergisst sie fast ihren Wunsch, ein Drehbuch zu schreiben und ihre Wünsche zu verfolgen...
Meinung:
Leider fiel mir der Start in den Roman schwer. Ich hatte das Gefühl, einfach ins Wassser geworfen zu werden, ohne Vorwarnung und ohne Details. Mir fiel es schwer, mich in der Handlung zurechtzufinden und besonders, die Protagonisten auseinanderzuhalten und mir ihre Namen zu merken. Ich muss auch sagen, dass hier die Schreibweise nicht sonderlich hilfreich war, sondern ich mich auch daran erst einmal gewöhnen musste. Nach kurzer Zeit war ich ziemlich enttäuscht und hatte so meine Bedenken, dass mich der Roman an irgendeiner Stelle fesseln könnte.
Glücklicherweise fand ich nach vielleicht 50-60 Seiten in die Handlung und hatte Freude beim Lesen. Auch an die Schreibweise hatte ich mich zu diesem Zeitpunkt gewöhnt und kann nach dem Beenden der Lektüre sagen, dass ich mit der Zeit gefallen daran gefunden habe. Es wurde eine einfache Ausdrucksweise genutzt, der besondere Twist hierbei war, dass viele Gespräche durch die Blume stattgefunden haben und man als Leser nicht alles auf dem Silbertablett serviert bekommen hat, sondern seinen Verstand einsetzen musste, um alles aufnehmen zu können.
Das Setting wurde gut beschrieben, trotzdem fiel es mir bei dem Lesen schwer, mir die Dimensionen vorzustellen, sei es von dem gesamten Filmset oder den Kulissen. Es erschien alles gigantisch und fast schon zu riesig, hier wären eventuell Bilder hilfreich gewesen, die am Ende des Buches hätten stehen können, um dem Leser einen besseren Eindruck zu vermitteln.
Mir hat die Vermischung von fiktiven und realen Persönlichkeiten gut gefallen, die Autorin hat es perfekt geschafft, allen gleich viel Lebendigkeit zu geben. Leider hatte ich das Problem, dass ich mit Julie ein bisschen unzufrieden war. Sie war an sich ein liebenswerter Charakter, der sich angenehm weiterentwickelt hat und auch vielfältig beschrieben wurde. Trotzdem fand ich sie schwierig und konnte zu ihr keine richtige Sympathie aufbauen, auch wenn ich mich für sie an einigen Stellen mitgefreut habe. Am Besten hat Julie mir tatsächlich im letzten Kapitel gefallen, hier wirkte sie angekommen und entschlossen und nicht mehr so unsicher wie noch am Anfang. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass sie der perfekte Prototyp eines Mädchens in den 1930er Jahren war. Ehrgeizig zieht sie in die Großstadt, mit einer rosa Brille auf der Nase und großen Ambitionen.
Schade fand ich es außerdem, dass manche Personen, die am Anfang eine wichtige Rolle in Julies Leben spielen, mit der Zeit immer weniger erwähnt werden und in Vergessenheit geraten oder nur noch einmal kurz erwähnt werden. Diese Erwähnung ist dann immer unwichtig und wirkt krampfhaft eingebunden.
Bei dem Nachwort hätte ich mir gewünscht, dass es noch etwas ausführlicher Informationen über andere historische Personen beinhaltet hätte, z.B.: zu dem Filmproduzenten Selznick. Es hat lediglich zu den wichtigsten Personen Informationen gegeben, was fein so war, jedoch gerne noch ausführlicher hätte sein können.
An einigen Stellen erschien mir die Entwicklung zwischen dem einfachen Mädchen Julie, die eine unbedeutende Rolle an dem gesamten Filmset spielt, mit den Schauspielern zu unglaubwürdig. Innerhalb kürzester Zeit ist sie mir scheinbar allen per du und erfährt bei Problemen immer sofort mit als erstes davon. Dies waren nur zwei Beispiele dafür, ich könnte noch einige mehr geben, will jedoch nicht zu viel von der Handlung vorwegnehmen.
Fazit:
Eine unglaublich tolle Grundidee, die mir zu weiten Teile gut gefallen hat und sich nach Anfangsschwierigkeiten leicht lesen lassen hat. Leider gibt es ein paar Punkte, die mir nicht so gut gefallen haben, weshalb ich dafür in meiner Bewertung einen Punkt wegnehme. - Nicolas Giacobone
Das geschwärzte Notizbuch
(18)Aktuelle Rezension von: alexandra_bartekDas geschwärzte Notizbuch hörte sich für mich vom Klapptext her total spannend an.
Doch die ernüchterung erfolgte Relativ schnell.
Es war einfach nur extrem langweilig und irgenwie kam man in die Geschichte nicht rein. Dann das ganze wirr war. Mir fällt es hierzu extrem schwer eine Rezesion zu schreiben, da es einfach nur ein Buch war was man gelesen hat, wobei ich hier auch echt lang für ca 180 Seiten gebraucht habe, zudem hatte ich das gefühl ich lese, ja ,aber ich weiß nicht so recht was ich lese, was zur Folge hat das ich den Inhalt einfach nicht mehr wiedergeben kann.
Lag es nun an der Erwartung die der Klapptext hergab, oder war es einfach nicht mein Genre?
Ich finde, dieses Buch muss nicht zwingend gelesen werden, jedoch wird es Leserìnnen geben,die dieses Genre mögen.
Ich kann hier nur 1 Stern vergeben.
- Catharina Junk
Bis zum Himmel und zurück
(127)Aktuelle Rezension von: Um_Buchseites_BreiteZusammenfassung
Katja ist Drehbuchautorin und schreibt für eine Polizeiserie namens „Wache Mitte“ das Skript. Der Beruf ist von tempoärem Stress geprägt, da sie bei plötzlichen Änderungswünschen in kürzester Zeit ihre Geschichte anpassen muss. Doch sie will nicht ewig für eine Polizeiserie schreiben, ein Familiendrama wäre super. Doch lieber nicht ihr eigenes. Plötzlich steht ihre kleine Halbschwester Jella vor ihrer Haustür, von deren Existenz nicht wusste, ihre Mutter meldet sich nach Ewigkeiten bei ihr und auch ihrem Vater ist etwas passiert. Zu allem Überfluss ist da auch noch Joost, der sie zu verstehen scheint und der ihre aktuelle „Beziehung“ zu ihrem Kumpel Ratko etwas durcheinanderbringt.
Schreibstil
Catharina Junk hat einen sehr humorvollen Schreibtstil. Katja nimmt sich selber nicht allzu ernst, auch wenn ihre Lage und ihre Probleme es dennoch sind. Die Geschichte wird abwechselnd in der Gegenwart und der Vergangenheit erzählt, sodass man den Problemen von Katja sehr gut folgen kann. Die Themen sind nicht leicht, dennoch arbeitet Catharina Junk diese sehr gut und gefühlvoll auf.
Charaktere
Katja ist sehr introvertiert und lebt etwas zurückgezogen. Sie liebt es Geschichten zu schreiben und so in eine andere Welt zu fliehen. In den Geschichten verarbeitet sie zudem Probleme, die sie beschäftigen. Ein zetrales Ereigns in ihrer Familiengeschichte hat sie nachhaltig verändert. Nicht nur sie, sondern ihr gesamtes Leben, nichts ist wie es war. Schon früh musste sie Verantwortung übernehmen und fand dann dennoch die Kraft sich von der Familie zu distanzieren. Als nun Jella von ihr steht und ihr mitteilt, dass sie dringend mitkommen muss, weil ihrem Vater etwas zugestoßen ist, muss sich Katja entscheiden ob sie sich erneut in die Umlaufbahn begeben will oder Angst vor einem erneuten Kometenhagel hat. Den auch wenn sie therapiert ist, kann Kajta erneut alte Wunden aufreißen.
Zahlreiche Nebencharaktere haben mir sehr gut gefallen. Darunter zählte ich Jella, als liebenswerte kleine Halbschwester, Joost, als verständnisvollen Loveinterest, aber vor allem Ratko, mit seiner liebenswerten, verpeilten Art.
Fazit
„Bis zum Himmel und zurück“ ist ein sehr emotionales Buch. Es thematisiert hauptsächlich die psychischen Probleme, die resultieren können, wenn ein Familiengebilde auseinander bricht, weiterhin ist der wirklich interessante Beruf der Protagonistin immer Präsent und die Astrologie spielt ein ebenfalls sehr großes Thema. Die Geschichte konnte mich oft zum Lachen bringen. In jeder Zeile war aber dennoch der Schmerz von Katja zu spüren, sodass ich total ergriffen vom Ende war.
- Joan Weng
Das Café unter den Linden
(87)Aktuelle Rezension von: FranziDieBuechertanteAuf Instagram hab ich diesen Roman mit " (...) denn ich denke, es wird mich entführen zum träumen, es ist zum genießen und es wird elegant mit einem gewissen Charme" vorgestellt. Ob er dies erfüllt hat, lest ihr in der Rezension. (SPOILER)
Das fand ich gut:
Zu Beginn ist es schon etwas düster sowohl Fritzi selbst, als auch ihre Ansichten und wie Berlin dargestellt wird. Dies fand ich aber zum Verlauf der Geschichte passend.
Die anbahnende Liebesgeschichte habe ich sofort geahnt und fand ich sehr stimmig. Für mich hätte es Gable gar nicht gebraucht, wenn auch seine Geschichte einen gewissen Witz zum Ende hatte. Fritzi selbst machte eine sehr schöne Entwicklung durch von dem Mauerblümchen zu einer toughen Frau. Besonders gefallen hat mir der Geräteschuppen von Wlad und Rose. Ein wirklich schöner Ort.
Das fand ich nicht so gut:
Was mich bei lesen sehr gestört hat, war die Tatsache, dass das Cafe an sich gar nicht so die tragende Rolle hatte und Fritzi die ganzen Menschen nicht zwingend im Cafe kennengelernt hat. Dies ist sehr schade, wenn der Titel dieses in den Fokus setzt.
Die Kapitel empfand ich als ungewöhnlich lang.
Fazit:
Dieser Roman hat etwas feines, elegantes mit einen gewissen Charme. Ein bisschen hat es was von Märchen und "sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende". Auch wenn ich nicht alles rund fand, war ich gut unterhalten.
- Salman Rushdie
Golden House
(11)Aktuelle Rezension von: JorokaMan kennt von Salman Rushdie vor allem die Satanischen Verse. In seinem 2017 erschienenen Roman rückt er jedoch das damalige Zeitgeschehen sowie seine eigenen Wurzeln in Indien in den Fokus.
Nero Golden flieht mit seinen drei Söhnen nach New York, doch ihre Vergangenheit holt sie ein. Das Land, das lange Zeit nicht beim Namen genannt werden darf, ist Indien. Was genau die Familie zur Flucht bewogen hat, klärt sich erst gegen Ende auf. An Geld mangelt es ihnen jedenfalls nicht. Die Geschehnisse werden aus der Sicht eines Nachbarn geschildert, der immer tiefer in die Verstrickungen der Familie hineingezogen wird.
Der Roman braucht einen langen Anlauf, bevor die Handlung wirklich an Spannung gewinnt. Zum Ende hin konnte ich jedoch kaum noch mit dem Zuhören aufhören. In Rückblicken wird die Geschichte der drei ungleichen Söhne und eines Nachzöglings detailliert aufgerollt.
Rushdie nimmt kein Blatt vor den Mund und ein gewisser Präsident wird bei ihm zur Figur des Jokers aus Badman.
Es handelt sich um eine vollständige Lesung mit ca. 14,5 Stunden Laufzeit, routiniert und packend gelesen von Simon Jäger.
Fazit: Nimmt erst in der 2. Hälfte an Fahrt auf - dann aber richtig.
- Annie Robertson
Ich schreibe uns ein Happy End
(11)Aktuelle Rezension von: Frau-AragornIch war überhaupt nicht begeistert von diesem Buch. Einfach viel zu oberflächlich und dadurch fast langweilig.Die ausführliche Rezension findet ihr bei uns auf www.buchszene.dehttps://buchszene.de/ich-schreibe-uns-ein-happy-end-annie-robertson-buchvorstellung/























