Bücher mit dem Tag "drehbuchautor"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "drehbuchautor" gekennzeichnet haben.

48 Bücher

  1. Cover des Buches Calendar Girl - Verführt (ISBN: 9783548288840)
    Audrey Carlan

    Calendar Girl - Verführt

     (1.055)
    Aktuelle Rezension von: ErzaFairy

    Was würdest du tun, um deine Familie zu beschützen?

    Die Autorin zeigt dem Leser mit einer fesselnden Geschichte auf, wie ein einzelnes Mädchen versucht, ihre Familie aus dem Ruin zu retten.

    Der Schreibstil ist größtenteils sehr angenehm und lässt die Leute in die Geschichte eintauchen. 

    Es gibt in diesem Buch nicht nur einen Mann an ihrer Seite - sondern gleich drei Monate voll mit verschiedenen Dates - vorerst. Aber es geht dabei nicht nur um das eine. Mia hilft wo sie es kann - auf ihre Art. Und die Männer... einfach zum anbeißen... ;)

    Fazit: Ich kann das Buch denen empfehlen, die gerne mal ein etwas anderes Escort-Buch lesen wollen.

  2. Cover des Buches Die Betrogene (ISBN: 9783734100857)
    Charlotte Link

    Die Betrogene

     (513)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Normalerweise lese ich die Bücher von Charlotte Link sehr gerne. Mir gefällt ihr Stil und auch ihre Fantasie, die stets realistisch bleibt. 

    Bei diesem Werk häufen sich leider die Wiederholungen. Informationen werden widergekäut, ohne dass dies nötig wäre. Zudem ist leider vieles in dem Buch im Nachhinein für die eigentliche Handlung völlig irrelevant. 

    Gefallen hat mir, dass es - wieder! - sehr spannend und flüssig geschrieben ist. 


  3. Cover des Buches Es (ISBN: 9783453504080)
    Stephen King

    Es

     (2.270)
    Aktuelle Rezension von: Buecherphantasie

    Stephen King liefert mit dem Buch einen Roman mit etwas 1500 Seiten. Es ist ein typischer Roman und vorab möchte ich direkt sagen, dass das Buch definitiv nichts für Leser ist, die es nicht mögen viele Seiten ohne Spannung zu lesen. Bei Es ist der Einstieg in der Geschichte sehr langsam. Zunächst lernt man die Protagonisten kennen und alles ist sehr detailliert beschrieben. Man lernt auch die Geschichte von Derry, der Stadt in der das Buch spielt, kennen. Durch die Liebe fürs Detail von Stephen King  konnte ich mir alles hautnah vor meinem geistigen Auge vorstellen. Die Emotionen meinerseits haben einer Achterbahn geglichen. Es war zwar nicht durchgehen gruselig, aber ab und an kamen echt gruselige Szenen.

    Insgesamt ist es für mich definitiv ein Klassiker, den man als Stephen King Liebhaber lesen sollte.

    Trotzdem konnte ich nur 4 Sterne vergeben, da ich manchmal die intensiven Phasen der Erzählungen und Beschreibungen irgendwann einfach als zu viel empfand. 

  4. Cover des Buches Zirkuskind (ISBN: 9783257229660)
    John Irving

    Zirkuskind

     (245)
    Aktuelle Rezension von: Samaire

    Farrokh Daruwalla ist ein Mann auf der Suche nach seiner Identität. In Kanada ist er zu sehr Inder, in Indien zu sehr Kanadier. Dennoch kann er nicht von Indien lassen, auch wenn er es eigentlich hasst. Grund dafür ist auch sein Ziehsohn John D., der in Indien ein großer Bollywood-Star ist. Eine Tatache, an der Dr. Daruwalla nicht ganz unschuldig ist. Als in dem elitären Duckworth Club ein Mitglied ermordet wird, gerät der Doktor mitten in eine Mordserie, die mehr mit ihm zu tun hat, als ihm lieb ist.

    John Irving goes Indien und ich muss gleich vorweg sagen: Ich habe jede einzelne Seite genossen. Natürlich gibt es viel, was man von Irving kennt, die gewohnt starke Frauenrolle ist natürlich auch dabei, dennoch war es, dank des exotischen Settings, etwas neues. Die Geschichte, die gegen Ende zu einem wahren Kriminalfall wird, ist in keiner Minute langweilig und ich kann das Buch nur besten Gewissens jedem empfehlen, der Irving kennt und natürlich auch jedem, der ihn noch nicht kennt. Ein gewisser Hang zur Absurdität muss, wie eigentlich bei jedem Irving, aber gegeben sein.

  5. Cover des Buches Straight White Male (ISBN: 9783453268487)
    John Niven

    Straight White Male

     (68)
    Aktuelle Rezension von: VickyGmuend

    John Niven ist für mich der legitime Nachfolger von Charles Bukowski und ja, den kann man selbst als Frau genial finden. So begnadet Niven in der Prosa ist, so unterhaltsam ist er in der Story. Er pfeift sich nichts, hat keine Angst vor politisch unkorrekten Äußerungen und gleichzeitig keinerlei Angst davor seinem Helden ein unrealistisches aber herzerwärmendes Happy End zu gönnen. Für diesen Mut den fünften Stern!

  6. Cover des Buches Perfekte Männer gibt es nicht (ISBN: 9783442372003)
    Meg Cabot

    Perfekte Männer gibt es nicht

     (97)
    Aktuelle Rezension von: Bell_1703

    Nach der Trennung von ihrem langjährigen Freund schwört Drehbuchautorin Lou, sich nie wieder auf einen Schauspieler einzulassen. Allen voran nicht auf jemandem wie Jack, Hollywood-Star, Frauenaufreißer des Jahrhunderts und Hauptdarsteller der Filme, für die sie die Drehbücher schreibt.

    Eine Aneinanderreihung unglücklicher Ereignisse endet damit, dass der Hubschrauber, der Lou und Jack zu einem Drehort bringen sollte, mitten im Nirgendwo abstürzt und dafür sorgt, dass beide ihre gegenseitige Abneigung überwinden und zusammenarbeiten müssen, um zu überleben.

    Sowohl Lou als auch Jack waren mir von Anfang an sympathisch. Eine ordentliche Portion Witz, vor Sarkasmus triefende Wortgefechte und im späteren verlauf viel Liebe – im Großen und Ganzen also das Komplettpacket!

    Natürlich gibt es ein paar Sachen, die ein wenig over-the-top sind, aber für ein entspanntes Lesevergnügen ist das Buch durchaus geeignet!

  7. Cover des Buches Der Gast (ISBN: 9783453435315)
    Richard Laymon

    Der Gast

     (61)
    Aktuelle Rezension von: PSF

    Irgendwo habe ich gelesen: "Laymon ist wie King, nur ohne Gewissen!"

    Dem kann ich nur zustimmen. Auf über 700 Seiten geht es in "Der Gast" ordentlich zur Sache. Der Protagonist verwandelt sich von einem ängstlichen unsicheren jungen Mann in den Jäger eines sadistischen Killers. Dabei beschreibt Laymon immer wieder und sehr detailliert die erotischen Eskapaden des Neal Darden.

    Die Idee, in andere Menschen als Gast zu schlüpfen und in ihnen zu reisen, ihre Gedanken zu lesen und ihre Gefühle zu empfinden kam mir im Laufe der Geschichte als selbstverständlich vor.

    Und als ich dachte, jetzt ist es gleich vorbei, hat das Ende noch eine Knaller-Überraschung bereitgehalten. 


  8. Cover des Buches Der Architekt (ISBN: 9783426512753)
    Jonas Winner

    Der Architekt

     (115)
    Aktuelle Rezension von: sabalina
    Mit "Der Architekt" habe ich das zweite Buch von Jonas Winner gelesen und muss gestehen, dass es mich leider genauso enttäuscht hat wie "Die Party".

    Der Autor Ben ist auf der Suche nach einem neuen Bestseller und wird zufällig auf den laufenden Prozess von Julian Götz aufmerksam, der seine Frau und seine beiden Töchter kaltblütig ermordet haben soll.

    Ben wittert hier eine gute Story und schafft es auch, den Angeklagten zu überzeugen, ein Buch über ihn und den Prozess zu schreiben.

    Bei seiner Recherche passieren jedoch seltsame Dinge und schnell kommen Ben Zweifel an der Glaubwürdigkeit Julians. 

    Es ist ein langes hin und her, dass mich leider müde gemacht hat, weiterzulesen. Dennoch hab ich mich durchgekämpft und war froh, das Ende erreicht zu haben.

    Dieses hat mich jedoch nicht vom Hocker gehauen, wie die Handlung generell. Der Schreibstil des Autor gefällt mir leider gar nicht und auch zu den Charakteren konnte ich überhaupt keine Beziehung aufbauen.

    Fazit:
    Für mich definitiv das letzte Buch, was ich von dem Autor gelesen habe. 
  9. Cover des Buches Zwischen mir und dir (ISBN: 9783746636191)
    Christina Lauren

    Zwischen mir und dir

     (26)
    Aktuelle Rezension von: my_bookpalace

    Ich lese mega gerne Bücher die zwischen drin einen Zeitsprung haben. Und man zum Beispiel nach 10 Jahren erfährt was den Protagonisten so alles passiert ist... 

    So auch in diesem Buch.Die Geschichte zwischen Tate und Sam beginnt in meiner absoluten Lieblings Stadt. London! 

    Ich finde es zwar etwas unrealistisch, das die beiden in so kurzer Zeit so tiefe Gefühle füreinander entwickeln, aber es war auch sehr schön zu lesen. Die Begegnungen war ja auch eher reiner Zufall und passiert wahrscheinlich den wenigsten so. Aber darum soll es auch eigentlich gar nicht gehen, denn es ist trotzdem ein wundervolles Buch!

    Tate war mir gleich sympathisch, ich mochte ihre offene Art und ihre Sehnsucht nach großen Träumen. Ihre Großmutter ist mir aber ziemliche auf die Nerven gegangen und auch als Tate von ihrer Mutter erzählt war ich etwas genervt von den beiden. Diese panische Angst der  beiden konnte ich wirklich nicht nachvollziehen... 

    Bei Sam habe ich ein paar Seiten gebraucht, aber auch er war sehr einfühlsam und offen. 

    Wer allerdings etwas aufmerksam beim lesen ist, errät schnell wie die beiden sich wieder begegnen und wie es ihnen in der getrennten Zeit ergangen ist.Daher war es für mich keine Überraschung oder ein mega Plot Twist. 

    Auch die anderen Charaktere waren mir alle sympathisch, naja vielleicht alle bis auf ihren Vater aber ansonsten waren sie alle toll!

    Auch die Landwirtschaft und das Setting haben mich sehr beeindruckt. 

    Also wer es noch nicht gelesen hat, dem gebe ich eine große Lese Empfehlung!

  10. Cover des Buches Malibu (ISBN: 9783257234343)
    Leon de Winter

    Malibu

     (76)
    Aktuelle Rezension von: Petra54

    Für
    diese Geschichte braucht der Leser nicht nur gute Nerven, sondern
    muss vor allem in der Lage sein, zwischen den Zeilen zu lesen. Zuerst
    einmal sollte man die ersten dreißig Seiten überblättern, die von
    verschiedenen Umständen berichten, die allerdings kaum etwas mit der
    Geschichte zu tun haben.




    Gleich
    zu Anfang trifft sich die Hauptperson Joop mit seinem ehemaligen
    Schulfreund Philip in einem Motel in Los Angeles. Beide Männer sind
    holländische Juden. Joop reagiert entsetzt über Philips „Bitte“,
    für den israelischen Geheimdienst einen Mann auszuspionieren. Es ist
    alles vorbereitet: eine passende Arbeitsstelle samt Vertrag (den Joop
    nie im Leben erhalten hätte), ein abhörfähiges Handy und natürlich
    Geld.


    Genau
    in diesem Moment erfährt Joop, dass seine Tochter verunglückte.
    Danach ereignen sich immer mehr erschreckende „Zufälle“, die
    mich die ganze Nacht nicht schlafen ließen.


    Joop
    versteht das Ausmaß der Manipulation und das grausame Verbrechen
    erst, als der Leser auf der letzten Seite ist, schiebt aber seine
    Erkenntnis weit von sich.


    Der
    Roman ist wegen der Verkettung der unterschiedlichsten Umstände und
    Begegnungen durchweg spannend. Der Schluss machte mich sehr
    betroffen, wütend und fassungslos. Ich fühlte mich nicht in der
    Lage, das Nachwort zu lesen und weiß demnach nicht, ob diese
    schlimme Geschichte auf Tatsachen beruht.

  11. Cover des Buches Westlich des Sunset (ISBN: 9783499269370)
    Stewart O′Nan

    Westlich des Sunset

     (31)
    Aktuelle Rezension von: TheSaint

    Stewart O'Nan schildert mit diesem Roman die letzten Lebensjahre des amerikanischen Schriftstellers Francis Scott Key Fitzgerald (1896-1940), der als 23jähriger den Roman "This Side Of Paradise" ("Diesseits vom Paradies") veröffentlichte und damit binnen kurzer Zeit zu großer Berühmtheit gelangte.

    Von der Zeit des Kennenlernens Zelda Sayre's und den turbulenten Ehejahren mit ihr von 1918 bis 1934 erfährt der Leser nur fragmentarisch in Rückblenden. O'Nan konzentriert sich auf die Zeit, als die Schulden- und Alkoholflaschenberge des Schriftstellers zu gefährlichen Dimensionen anwachsen und seine Beziehung zu der britisch-stämmigen Klatschkolumnistin Sheilah Graham (1904-1988) den einzigen sicheren Hafen in den stürmischen Gewässern einer sich in einer Nervenklinik befindlichen Ehefrau und der gemeinsamen entfremdeten Tochter Frances, genannt "Scottie", darstellt. O'Nan erzählt von den mühsamen Versuchen Fitzgerald's, sich vom Misserfolg seines Romanes "Tender Is The Night" ("Zärtlich ist die Nacht", 1934) zu erholen und endlich einen Roman zu schaffen, der seinem Wunsch, ein so bedeutender Autor zu werden wie Ernest Hemingway oder William Faulkner, gerecht wird. Doch die immensen Schulden zwingen ihn immer wieder zu Kurzgeschichten und zu Lohnarbeiten in  den Hollywood-Studios... Erst 1939 beginnt er mit "The Last Tycoon"... kann diesen Roman aber nicht mehr vollenden. Er stirbt 44jährig nach zwei Herzinfarkten im Dezember 1940.

    Stewart O'Nan hat eine intensive Recherche betrieben und schildert (im Gegensatz zum Protagonisten) nüchtern und ereignislos den zähen und schwierigen Kampf um die Geldbeschaffung zur Begleichung der Klinik- und Internatskosten sowie des eigenen Lebensunterhalts und des Bestrebens, endlich einen von Kritik und Leserschaft anerkannten und bedeutenden Roman zu verfassen. O'Nan setzt eine gewisse Vorkenntnis über Fitzgerald's Leben voraus, denn in dem Roman verweist er oft nur mit Vornamen auf wichtige Bezugspersonen im Leben dieses Schriftstellers. So muss man selbst nach den Beziehungen zu Dorothy Parker, zu Ernest Hemingway oder zu seinem Literaturagenten Harold Ober oder dem Lektor Perkins forschen, um zu erfahren, dass die letzten beiden Herren sehr oft mit Vorschüssen und Darlehen zu Hilfe eilen mussten.

    "Der große Gatsby" war zum Zeitpunkt der Veröffentlichung ein moderater Erfolg... Zu einem weltweiten Megaseller wurde dieser 1925 erschienene Roman erst in den 1970ern aufgrund der Verfilmung mit Robert Redford und Mia Farrow. Eine perfekte Ergänzung zu "Westlich des Sunset" sind die Amazon-TV-Serien "The Last Tycoon" sowie "Z: The Beginning Of Everything".

  12. Cover des Buches Herr Blunagalli hat kein Humor (ISBN: 9783499625916)
    Angelo Colagrossi

    Herr Blunagalli hat kein Humor

     (38)
    Aktuelle Rezension von: Dolores999

    Das Buch fing lustig an, blieb aber genau so stecken wie der Zug. Außerdem hätte der Grund der Reise, also das Treffen mit dem Produzenten in mehr als einem kurzen PS, aufgelöst werden sollen.

  13. Cover des Buches Soap (ISBN: 9783000402869)
    Michael Meisheit

    Soap

     (37)
    Aktuelle Rezension von: PMthinks
    Inhalt:
    Lukas Witek träumt vom Schreiben großer Hollywoodfilme – und landet als Drehbuchautor bei der Soap „Schöneberg“. Was er nicht ahnt: von nun an wird auch sein Leben wie eine Soap ablaufen, begonnen damit, dass er sich in die Freundin seines Chefs verliebt, dann aber die heiße Vanessa bekommt. Und so nimmt das Drama seinen Lauf...

    Taschenbuch
    Seitenanzahl: 221
    Sprache: deutsch

    Meine Meinung:
    Wenn man jahrelang Autor einer bekannten deutschen Serie ist, liegt es dann nahe, über ebenso eine Soap ein Buch zu schreiben? Michael Meisheit hat dies getan und das Ergebnis überzeugt.

    Denn obwohl Drama auf der Karte steht, bekommt der Leser ein Werk, dass einen fast durchgehend den Kopf schütteln lässt, aber auch süchtig macht.

    Lukas (der uns seine Geschichte erzählt) wirkt anfangs noch ganz normal, naja, ein normaler, filmsüchtiger Student eben. Er kann ganze Dialoge mitreden (sehr sympathisch!) und träumt davon, der Autor von großen Filmen zu sein – doch dann landet er bei Schöneberg, lernt Maria kennen und lieben. Aber es wäre ja zu leicht, wenn es das schon gewesen wäre. Also folgt eine Sexbombe, eine ungewünschte Beziehung und viele, viele weitere Irrungen und Wirrungen – bis zum bombastischen Finale, das schon etwas nach einer Fortsetzung verlangt.

    Die Charaktere sind natürlich total überdreht, aber immer sympathisch. Zumindest die meisten. Für manch einen könnte es ungewohnt sein, dass der Autor die Personen nicht komplett bildlich darstellt, aber mir gefiel es, mir meine eigenen Bilder machen zu können – zudem weicht mein Bild meist eh von den Beschreibungen ab.

    Die Sprache ist leicht verständlich, teils etwas abgehackt, man merkt, dass ein Drehbuchautor dahintersteckt, aber mir hat das gut gefallen. „Leider“ sind dadurch die knapp 200 Seiten sehr schnell weggelesen und das Lesevergnügen vorbei – aber lasst euch gesagt sein: dieses Buch kann man mehrmals lesen.

    Soap ist alles, nur nicht realitätsnah. Überspitzt, humorvoll und völlig verkorkst – und deswegen klasse! Und mal ehrlich: die absurdesten Geschichten schreibt wirklich das Leben.

  14. Cover des Buches Anima mundi (ISBN: 9783257231205)
    Susanna Tamaro

    Anima mundi

     (31)
    Aktuelle Rezension von: janaobrist

    Irgendwie tut er mir echt leid, 2 Sterne sind echt nicht viel. Aber wenn ich das Buch nichtmal fertig lesen konnte, sagt das eigentlich schon alles. In dem Buch geht es um einen Jungen, dieser hatte nicht eine einfache Kindheit und musste mit vielen ungeheilten Traumas umgehen. Dann kommen noch Drogenprobleme dazu und so nimmt die Geschichte seinen lauf. Das Buch ist in 3 Teile geteilt: Feuer, Erde, Wind; Die Zeit des Wachsens, Die Zeit der Verführbarkeit durch äusseren Schein und die Zeit der vertieften Einsicht ins eigenen Selbst und das Wesen der Dinge. Ich finde das Konzept tönt mal mega toll. Aber ich habe was komplett anderes erwartet. Ich habe eine Buch erwartet das mir vielleicht etwas beibringt und mir und meinem Selbst weiterhilft oder meiner Persönlichkeitsentwicklung. Stattdessen ist es ein sehr deprimierte und hasserfühlte Geschichte eines Jungen der nie den Sinn zu seinem Leben fand. Das ist wenigstens ehrlich, aber wirklich nicht das was ich in einem Buch suche. Ich sage nicht das es schlecht ist, der Schreibstil hat mich zugebenermasse echt beeindruckt. Aber es war einfach kein gutes Buch für mich. Ich sah keine Hoffnung darin und nichts was mir die Euphorie gibt weiterzulesen. Der 1. und 2. Teil fand ich noch recht angenehm und fast spannend zu lesen. Weil etwas passiert ist und es auch Wechslungen der Gefühlslage gab. Aber im 3. Teil musste ich aufhören. Ich wollte einfach nicht mehr...

  15. Cover des Buches Der Mann, der die Mandelbäumchen malte (ISBN: 9783426198452)
    Johannes Mario Simmel

    Der Mann, der die Mandelbäumchen malte

     (20)
    Aktuelle Rezension von: spagetti
    Johannes Mario Simmel, so kenne ich ihn nicht. Viele seiner Bücher habe gelesen, immer sind es 600 Seiten lange Romane. Doch dieses Büchlein ist ganz was anderes.
    Es fängt an in diesem Zug der "Train bleu", er fahrt von Paris nach Cannes.
    "Trinken wir auf mich", so Mrs. Collins, ich habe ein neues Leben begonnen....."

    Es ist eine besondere Geschichte.

    Wie sagte Mrs. Collins: ich werde werde Vater und Mutter vergessen. Ich werde alles vergessen, nur niemals diesen Nachmittag. An diesem Nachmittag erst wurde ich zur Frau". Und das mit fünfundvierzig Jahren.

    Es ist die Geschichte einer LIebe, einer ganz grossen LIebe, wie sie einem nur einmal im Leben begegnet.

    Pierre, dieser wundervoller Liebhaber, zärtlich und wild zugleich.
    Hinzu kommt der Flair Südfrankreichs, den Simmel so vermittelt.

  16. Cover des Buches Vom Geist der Gesetze (ISBN: 9783499249853)
    Georg M. Oswald

    Vom Geist der Gesetze

     (18)
    Aktuelle Rezension von: claudiaausgrone
    Vom Inhalt verrate ich euch nichts, das tut dann schon der Klappentext. Aber ich verrate euch, dass das Buch lesenswert ist - auch mal was für Männer.
    Gut geschrieben, gut erzählt, aber zynisch. Über die Lust am eigenen Vorteil, Lug, Betrug und Scheinheiligkeit. Hohe Tiere, die viel zu verbergen haben. Rechtsanwälte, die diese verteidigen und raushauen, koste es was es wolle. Für Geld, für das Renommee, für den Vorteil. Einen wirklichen Gewinner kann es nicht geben in dieser Welt, auch wenn nicht alle gleichermaßen abgebrüht sind. 
    Liest sich wie ein Krimi. 
  17. Cover des Buches Tanz der Zitronen (ISBN: 9783944251134)
    Nicole Joens

    Tanz der Zitronen

     (28)
    Aktuelle Rezension von: LolitaBuettner
    Ernst und doch mit Humor erzählt die Drehbuchautorin Nicole Joens in ihrem Buch "Tanz der Zitronen" von ihrer Arbeit und ihren Erfahrungen im Filmgeschäft. Sie gewährt Einblicke, die dem Leser nicht gefallen werden.

    Mehr als 20 Jahre arbeitet die Autorin für gute Unterhaltung und scheitert immer wieder an Redakteuren von ARD und ZDF. Diese nutzen ihre Machtstellung gern zu ihren Gunsten, nicht aber für die Qualität. "Redakteure sind keine Urheber, versuchen aber stets die kreative Kontrolle an sich zu reißen", schreibt Joens und weiter: "In den Redaktionen heißt es gerne, intelligente Geschichten seien zu anstrengend. Kann man seichte Volksverdummung schreiben, bekommt man heutzutage als Autor viele Aufträge."
    Das kann ich so unterschreiben.
    Ich selbst habe versucht, für ein Doku-Soap-Format zu schreiben. Es lockte mich die gute Bezahlung. Ich bin kläglich gescheitert. Schon beim Schreiben hatte ich Probleme. Dabei habe ich sonst immer eine blühende Fantasie. Es ging um Geheimnisse. Ich saß tagelang vor meinem Laptop und starrte auf die Zeilen, die nicht plakativ oder übertrieben genug sein wollten. Am Ende gab ich auf.

    Auslöser für das Buch "Tanz der Zitronen" war der Tod einer machtvollen Redakteurin. Im Buch heißt sie Annika. Der Leser erfährt von Schleichwerbung, Korruption, Skandalen und Missgunst. Aber auch von der Respektlosigkeit gegenüber den Menschen, welche die Geschichten schreiben, die wir uns abends gemütlich auf dem Sofa ansehen.

    Eine Passage gefiel mir besonders. ARD und ZDF, die immer wieder im Klinsch miteinander stehen, begegnen sich personifiziert bei der Tanztherapie. Sehr unterhaltsam. Das sollte man auch mal verfilmen.

    Ein wahrhaftiges Buch, das für Ernüchterung sorgt.
  18. Cover des Buches Die drei ??? - Das düstere Vermächtnis (ISBN: 9783865361240)
    Ben Nevis

    Die drei ??? - Das düstere Vermächtnis

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Buechergarten

    INHALT:

    Eigentlich wollten Peter und Bob nur etwas Theaterluft schnuppern und ein Schulpraktikum in einer bekannten Theatergruppe in Rocky Beach machen. Doch schon vor der Premiere des lang erwarteten Bühnenstückes zu „Das düstere Vermächtnis“ geschehen seltsame Dinge. Der Spürsinn der drei Detektive ist geweckt: Welche Rolle spielt das verschwundene Rätsel der Königin von Saba aus dem Theaterstück? Was hatte ein Steinzeitmensch in einem der Schauspielwohnwagen zu suchen? Und was wollte der verstorbene Drehbuchautor Scott Carrara mit seiner detailliert geplanten Uraufführung wirklich bezwecken?

     

    EIGENE MEINUNG:

    Das Cover von „Das düstere Vermächtnis“ ist in den Drei Fragezeichen-Farben gehalten. Auf blauem Hintergrund liegt ein rotes Kissen. Es ist umgeben von einem roten Theatervorhang und darauf liegt eine goldene Krone. Sie ist besetzt mit einem hell funkelnden Stein und nach ihr greift eine schwarz behandschuhte Hand. Sehr passend, atmosphärisch, in außergewöhnlich knalligen Farben und detailreich.

    Zu Beginn wusste ich bei diesem Fall gar nicht so Recht wo er hinführen sollte. Steinzeitmenschen, Theaterschauspieler, Fitnessstudio-Besitzer, uvm. Aber als die Drei Fragezeichen die ersten Rätsel entdecken und der Lösung immer näher kommen hat es mich doch gepackt. Leider kann man bei zu wenig selbst mit raten. Wie schon öfter löst Justus den Fall zum Schluss unter dem Erstaunen aller auf. Hier hat der Hörer aber noch mal eine kleine Möglichkeit selbst hinter die Lösung zu kommen. Ansonsten ist es spannend den ersten Detektiv diesmal zu Beginn in einer ganz anderen und zum Schluss in einer besonderen Rolle zu erleben!

     

    Tracks:

    1.    Erwischt

    2.    Der Chef

    3.    Islamisches Heiligtum

    4.    Ein Pflegefall

    5.    Im Geisterhaus

    6.    „Fly“ – die Fliege

    7.    Die Maske des Steinzeitmenschen

    8.    Die einzig existierende Textvorlage

    9.    Feuer!

    10.  Ein wichtiges Detail

    11.  „Dime ahora…“

    12.  Pressemitteilung

    13.  Premiere

     

    Trivia:

    -       Eine unheimliche Begegnung mit dem Dämon ist leider nur im Buch enthalten. Im Hörspiel fehlt sie.

    -       Justus hat sich bei dem Versuch, einem Eiswagen hinterher zu laufen, das Bein gebrochen und ist durch ein Gipsbein an die Zentrale gefesselt. Aus diesem Grund übernimmt der erste Detektiv diesmal die Aufgaben seines Detektivkollegen Bob - Recherche und Archiv. 

    -       Der pensionierte Hauptkommissar Reynolds hat auch in dieser Folge einen kurzen Gastauftritt. Offensichtlich ist der Autor Ben Nevis ein Fan des ehemaligen Polizeichefs von Rocky-Beach... 

    -       Der geheimnisvolle Rätseltext der Saba zum mitraten:

    Sobre aquellos flores vuelan - en enamorades cercos – providas

    abejas, sobre - estotras, al mismo tiempo - inmudas moscas

     

    Saba fragt:

    Sag mir, von diesen beiden Blumensträußen, welche Blumen sind, von weitem, echt und welche falsch?

    Und Salomon antwortet:

    Über diesen Blüten fliegen, in verliebten Kreisen, vorsorgliche Bienen, und über jenen, zur gleichen Zeit, schmutzige Fliegen.

    (Quelle:https://www.3fragezeichen.net/?ziel=https://www.3fragezeichen.net/buchdb.php?buch=117)

     

    FAZIT:

    Durchaus spannende Geschichte die mir besonders rund um das Rätsel gefallen hat. Davor war es etwas wirr, das Ende ist kein Highlight und der erste Detektiv hat einen besonderen Auftritt.

  19. Cover des Buches Du hättest gehen sollen (ISBN: 9783498035730)
    Daniel Kehlmann

    Du hättest gehen sollen

     (78)
    Aktuelle Rezension von: Tobie


    Ein Ehepaar fährt mit deren Tochter in ein Ferienhaus. Der Mann will dort an einem Drehbuch schreiben und Mutter und Tochter begleiten ihn. Es handelt sich um ein augenscheinlich modernes Ferienhaus in den Bergen, sehr abgelegen. Es gibt ein Dorf, das aber so weit entfernt liegt, dass es fußläufig schwer erreichbar ist. Nach und nach fallen dem Vater merkwürdige Dinge auf, die er zunächst als Einbildung oder optische Täuschung abtut. Jedoch geschehen mit der Zeit immer absurdere Dinge im Haus, auch dessen Raumaufteilung stellt sich als wandelbar heraus. Die Familie beschließt den Aufenthalt abzubrechen und nach Hause zu fahren, was sich aber schwieriger gestaltet als gedacht.

    Ich bin wirklich beeindruckt, wie man mit so wenigen Worten – und dann mitunter auch noch im Stil eines Drehbuchtextes – so viel Atmosphäre schaffen kann. Da gibt es Bücher mit 600 Seiten und man hat das Gefühl außen vor zu bleiben und hier schafft es der Autor den Leser auf 96 Seiten völlig abtauchen zu lassen.

    Die Geschichte ordne ich als Mischung aus Science Fiction und Mystery ein. Völlig surreal. Man kommt ins Grübeln, allein schon bei dem Versuch sich bildlich vorzustellen, was die Protagonisten dort sehen. Ich musste an Paralleldimensionen denken (Stichwort Geodreieck). Gegruselt habe ich mich leider nicht, spannend war es aber trotzdem.

    Ein gelungener kleiner Spuk-Ausflug :-) 

  20. Cover des Buches Ich gestehe alles (ISBN: 9783426602713)
    Johannes Mario Simmel

    Ich gestehe alles

     (26)
    Aktuelle Rezension von: Jens65
    James Elroy Chandler, erfolgreicher Autor vieler Hollywood-Filme, arbeitet in Deutschland an einem neuen Drehbuch. Das Einvernehmen mit dem Produktionschef wird von Intriganten gestört, seine Ehe droht zu zerbrechen, die Beziehung zur exzentrischen, leidenschaftlichen Geliebten nimmt bedrohliche Züge an. Da erfährt Chandler, daß er unheilbar krank ist. Er hat nur noch ein Jahr zu leben...
  21. Cover des Buches Mein Leben zwischen den Zeilen (ISBN: 9783442365890)
    Sidney Sheldon

    Mein Leben zwischen den Zeilen

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  22. Cover des Buches Wer hat Blagden Cole umgebracht? (ISBN: 9783257231533)
    Eric Ambler

    Wer hat Blagden Cole umgebracht?

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Joachim_Tiele
    Es ist eher selten, dass sich ein Autor im Vorwort eines Buches bei seinen Lesern für das Buch entschuldigt. Hier entschuldigt sich Eric Ambler im vorliegenden zweiten Teil seiner Autobiographie nicht nur für diesen, sondern für den ersten gleich mit, indem er von beider Zustandekommen berichtet, und von den von ihm selbst unterschätzten Schwierigkeiten, eine wahrheitsgetreue Autobiographie zu verfassen. Hinter dieser Autobiographie versteckt sich… Eric Ambler hatte ich meine Rezension zu Ambler by Ambler überschrieben, und daran schließt sich meine Überschrift zu dieser Rezension an. Aber der Reihe nach… Here lies Eric Ambler ist der Originaltitel zu Ambler by Ambler, ein Wortspiel, das man als Hier liegt Eric Ambler (etwa als Inschrift eines Grabsteins) oder als Hier lügt Eric Ambler interpretieren kann. Auf die erste Lesart anspielend, betitelt er das Vorwort zur Fortsetzung mit Nachträgliche Gedanken zu einem Nachruf, gewissermaßen einem Nachruf zu Lebzeiten und in eigener Sache, denn Ambler by Ambler begann mit der Schilderung eines Verkehrsunfalls, den er tatsächlich nur knapp überlebt hatte. Der Gedanke an seinen möglicherweise kurz bevorstehenden Tod, er war damals bereits zweiundsiebzig Jahre alt, mag zum Teil dabei Pate gestanden haben, sich auf die von seinem britischen Verleger vorgeschlagene Idee einer Autobiographie überhaupt einzulassen, obwohl sich vieles in ihm dagegen gesträubt hatte. Er schildert, wie er sich auf das Gespräch dazu vorbereitet hatte, und seine feste Absicht, die Idee abzulehnen. Er schuldete dem Verleger vertraglich noch einen Roman, und den würde er bekommen. Eine Autobiographie nicht. An dem Gespräch nahm zusätzlich ein von Ambler sehr geschätzter ehemaliger Redakteur des Times Literary Supplement teil, der dem Verleger persönlich geraten hatte, Ambler den Vorschlag zu einer Autobiographie zu machen. Ambler war dann wohl zu sehr Gentleman, und alle seine wohldurchdachten Gegenargumente waren vom Tisch, bevor er sie überhaupt vorbringen konnte… Statt dessen sage ich lahm, dass ich das Buch natürlich schreiben würde. Das Ausmaß meiner Dummheit war nicht sofort zu erkennen. Ich fand eine Möglichkeit, das Buch so anfangen zu lassen, dass es sich fast wie ein Thriller las. Das war leicht. Doch dann musste ich meine Kindheit beschreiben, und es kam nur Blödsinn heraus. Blödsinn in jeder Beziehung. […] Ich zerriss alles und fing wieder von vorn an. […] Ich hasste das Ding. Wäre es ein Roman gewesen, hätte ich ihn als undurchführbar ad acta gelegt. […] Am vorgesehenen Wendepunkt des Buches, wo ich kurz und bündig das Scheitern meiner ersten Ehe berichten wollte, brach ich das Buch ab. Ich hatte genug von mir. (S. 9 f)

    Was er damit bei seinen Lesern angerichtet hatte, wurde ihm dann aber auch bald klar, denn Ambler by Ambler schrie geradezu nach einer Fortsetzung. Kaum die Hälfte seiner Romane hatte er im ersten Teil der Autobiographie erwähnt, und seine Hollywood-Jahre als erfolgreicher Drehbuchautor gar nicht. Aber wirklich dran gehen wollte er auch nicht. Es dauerte fast zehn Jahre, bis er einen Dreh fand, den formalen Anspruch der Fortsetzung seiner Autobiographie zu erfüllen und sich trotzdem weiterhin davor zu drücken. Und wie ihm das gelang, hat durchaus Charme. Ambler hatte im Lauf seiner langen Karriere nur sehr wenige kürzere Prosatexte veröffentlicht, teilweise in sehr obskuren Zeitschriften und Anthologien. Diese holte er wieder hervor und umgab sie mit Schilderungen der Lebenssituationen, in denen er sie verfasst hatte. Zufall oder nicht, diese Geschichten verteilten sich so gut in seinem Lebenslauf, dass sie das Buch gliedern konnten. […] in ihrer Gesamtheit lassen sie eine Erzählstruktur erkennen, die ich immer sehr überzeugend gefunden habe: Anfang, Mitte und Ende.“ (S. 11 f) Der Reigen beginnt mit Die Armee der Schatten. Ambler hatte bereits seinen ersten Roman Der dunkle Grenzbezirk veröffentlicht, arbeite aber noch hauptberuflich in einer Werbeagentur. Sein Verlag hatte von der Londoner Stadtverwaltung den Auftrag erhalten, einen Sammelband herauszubringen, dessen Erlös dem Britischen Roten Kreuz zugutekommen sollte, The Queen‘s Book of the Red Cross. Obwohl er sich nach der Ablehnung einiger Kurzgeschichten durch eine Agentin vorgenommen hatte, keine weiteren Kurzprosa zu schreiben, arbeitete er zügig und ohne seine zu dieser Zeit üblichen Unsicherheiten, denn er hatte etwas zu sagen, das laut und unverblümt zu sagen bald sehr viel schwieriger sein würde: dass nämlich nicht das deutsche Volk unser Feind war, sondern die Nazityrannei. (S. 26). Schon kurz darauf erhielt Ambler einen weiteren Auftrag, diesmal über sechs Detektivgeschichten für eine Zeitschrift. Er besorgte sich das zweibändige damalige britische Standardwerk der Gerichtsmedizin und erfand mit dessen Hilfe sechs hübsche kleine Mordgeschichten; sechs kleine Rätsel mit sechs Lösungen […]. Gefragt war jetzt ein Meisterdetektiv. Er musste sich in kleine Geschichten einfügen. […] Er musste erkennbar in unsere Zeit gehören. Kurz und gut, es musste ein Flüchtling her. (S. 59) Die Geschichten standen unter dem Obertitel Dr. Czissar mischt sich ein, mit Dr. Czissar als einem vor den Nazis geflohenen hohen Beamten der Prager Polizei. Schon seinerzeit waren Flüchtlinge nicht überall nur gerne gesehen, und so kommen Dr. Czissars Einmischungen, obwohl er ein Empfehlungsschreiben eines hohen Tiers aus dem Innenministerium hat, nicht überall bei Scotland Yard gut an… In diese Zeit fielen Amblers Bewerbungen bei den unterschiedlichen Waffengattungen der Britischen Armee und seine erste Eheschließung. Seine Themen und seine politische Haltung waren klar: antifaschistisch und internationalistisch – bis heute die Kerngedanken linken und progressiven Denkens.

    Dann kommt, was kommen musste: Bis ich wieder eine Erzählung schrieb, vergingen fünfundzwanzig Jahre. (S. 151) Und Ambler verfällt ab da auch im zweiten Teil seiner Autobiographie in die Untugenden des ersten. Zuerst gibt er sich noch Mühe, hält sich an Daten und Fakten und bleibt textlich konzise. Aber dieses bei genauem Lesen nur scheinbar. Eben noch hatte er geheiratet (unmittelbar vor Beginn der Geschichten um Dr. Czissar), und zwei Seiten danach folgt die Scheidung – nach achtzehn Ehejahren. Diese und auch alle übrigen Aspekte von Amblers Leben in dieser Zeit werden nahezu unterschlagen. Es folgen der Umzug nach Hollywood und gleich darauf seine zweite Eheschließung mit der damaligen Produzentin Alfred Hitchcocks. Hollywood-Klatsch und die beginnende wirkliche Prominenz“ – von der sattsam bekannten Anekdote William Faulkners, der als angestellter Drehbuchautor mit Präsenzpflicht im Großraumbüro einmal eigenmächtig zu Hause in Mississippi gearbeitet hatte, als er kurzfristig an einer Besprechung des Studios teilnehmen sollte und unauffindbar war, über Bekanntschaften Amblers in der Bel Etage Hollywoods bis zum Handshake mit verschiedenen US-Präsidenten – schließen sich an. Breiten Raum und übertriebene Ausführlichkeit in der Beschreibung der Details nimmt das Abbrennen des Hauses der Amblers in den Hollywood Hills ein, bei dem für niemanden eine konkrete Verletzungsgefahr bestanden hatte. Dennoch nehmen sie dies zum Anlass, die USA zu verlassen. Zwar beziehen sie dort noch ein neues Haus, das besser brandgeschützt ist, aber sie sind viel auf Reisen, insbesondere in der Karibik, bevor sie sich nach Europa begeben, wo Amblers Frau Studentin an der Sorbonne und in Oxford gewesen war, und wo sie inzwischen bessere Möglichkeiten für die Produktion anspruchsvoller Filme sah: Wir beide gingen auf die Sechzig zu. Vielleicht wurde es Zeit, dass wir uns nach neuen Betätigungsfeldern umsahen. (S. 187) Aber es war die Karibik, die den Hintergrund zur nächsten Erzählung lieferte, Der Kuhhandel, in der einem durch einen Staatsstreich gestürzten Präsidenten eines ungenannt bleibenden mittelamerikanischen Staates ein starker Abgang gelingt, bauernschlau eingefädelt und sehr lesenswert.

    Im nächsten Kapitel leben die Amblers bereits in der Schweiz, in dem Ort am Genfer See, in dem sich der am Anfang von Ambler by Ambler beschriebene Autounfall ereignet hatte. Die Beschreibung, sowohl der Schweiz und ihrer Verhältnisse als auch der Nachbarn und Bekannten, kann man nur als burlesk bezeichnen und lieferte mir als Leser – nach langem Nachdenken – eine Erklärung für einen Aspekt von Amblers Biographie, den ich, und vermutlich viele andere, nie so richtig verstanden hatten. Als er in einer US-Talkshow nach dem Erscheinen des Romans Topkapi gefragt worden war, warum er einen so widerwärtigen Kerl wie Arthur Simpson, Zuhälter, Pornographen und Dieb, zum Protagonisten gemacht hätte, hatte Ambler zum Entsetzen der Interviewerin geantwortet, dass dieser Roman in der Tat autobiographisch ist (die Zitate entstammen der von Ambler verfassten Bildunterschrift zu einem Foto der Interview-Situation, abgedruckt in Über Eric Ambler, herausgegeben von Gerd Haffmans, Diogenes Verlag, erweiterte Neuausgabe 1989, S. 230 f). Nun gibt aber auch gar nichts in Amblers Lebensgeschichte auch nur den leisesten Hinweis darauf, dass dem so sein könne. Wenn man Amblers Kenntnisse der psychoanalytischen Psychologie heranzieht, und weiß, wie er diese gelegentlich nicht nur auf seine Romanfiguren, sondern auch auf sich selbst anwendet, bleibt als Lösung nur die Annahme einer Wunschprojektion. Es könnte sein (man beachte den Konjunktiv!), dass er sich sein Leben als einen ungelebt gebliebenen Schelmenroman erträumt hat. Einige der Situationen, die er in der Schweiz ansiedelt, wie zum Beispiel die, dass die Leiche eines Nachbarn bei der Trauerandacht aus dem Sarg fällt und er, Ambler durch seine Geistesgegenwart die Situation rettet, sind so haarsträubend und an den Haaren herbeigezogen, wie manches in den beiden Romanen, in denen die Figur Arthur Simpson vorkommt, für dessen verkorkstes Leben allerdings künstlerisch gut entworfen. Hier, in der Autobiographie, sehe ich es als eine Wunschäußerung des Unbewussten. Als Erfüllung eines – von seinen Lesern ¬– unerwarteten Wunsches kann auch die letzte Erzählung angesehen werden, Wer hat Blagden Cole umgebracht?, die titelgebende Künstlernovelle (sic!). Wenn man Amblers Fernduelle mit Raymond Chandler, und dessen zeitlebendes Leiden daran, nicht als ernsthafter Romancier wahrgenommen zu werden, kennt, verwundert es, dass auch Ambler hier in fremdem Terrain wildert, wie jemand, der zum Schluss noch einmal sagen will, dass er auch ganz anderes gekonnt hätte.

    Das biographische Versteckspiel aus Ambler by Ambler geht also in der Fortsetzung weiter. Allerdings hier reflektierter und charmanter. Dafür ein Bewertungsstern mehr.

    01.06.2016 – Joachim Tiele
  23. Cover des Buches Soap Fabrik (ISBN: 9783379008518)
    Manon Spierenburg

    Soap Fabrik

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    Aktuelle Rezension von: Minerva
    Nur was für wahre Daily-Soap Gucker und Enthusiasten!
  24. Cover des Buches Mohammed Superstar (ISBN: 9783550063817)
    Richard Grenier

    Mohammed Superstar

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    Noch keine Rezension vorhanden

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