Bücher mit dem Tag "dreierbeziehung"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "dreierbeziehung" gekennzeichnet haben.

24 Bücher

  1. Cover des Buches Ich liebe dich - und dich (ISBN: 9783442382941)
    Luisa Valentin

    Ich liebe dich - und dich

     (45)
    Aktuelle Rezension von: KatjasLeselounge

    Eine Frau + zwei Männer ergibt eine Dreiecksbeziehung.


    Nachdem ich diesen Monat schon ein Buch mit einer Dreiecksbeziehung gelesen hatte, war ich gespannt, wie diese Geschichte hier umgesetzt wurde.

    Und ja, hier haben wir eine Geschichte, mit der ich vollends zufrieden bin.


    Es geht um Melanie und Jonas, die in einer harmonischen Beziehung leben. Und doch fehlt etwas. Jonas hat einen Wunsch, den er gern mit Melanie ausleben würde. Doch diese kann sich nicht wirklich damit anfreunden und Jonas ist umsichtig genug, um sie nicht zu drängen.

    Die Situation ändert sich, als Melanie Tom kennenlernt und merkt, dass zwischen ihnen beiden eine sexuelle Anziehungskraft herrscht. Da sie aber in einer glücklichen Beziehung mit Jonas ist, steckt sie in einer Zwickmühle, denn diese Beziehung möchte sie nicht gefährden.

    Doch Melanie hat nicht mit Tom's Hartnäckigkeit gerechnet. Dieser hat sich nämlich in Melanie verliebt und versucht, auch über den Umweg zu Jonas, weiterhin Kontakt mit ihr zu halten.

    Und plötzlich hat Jonas eine Idee, wie sie alle drei mit der etwas verzwickten Situation umgehen können. Die Lösung heisst Dreiecksbeziehung.


    Wenn drei Menschen zusammen kommen, dann ist immer irgendwann einer zuviel. In dieser Konstellation 'eine Frau und zwei Männer' hat sicherlich die Frau den Vorteil. Doch alle drei gehen sehr vorsichtig miteinander und mit der ungewohnten Situation um und sind sich der Verantwortung den anderen gegenüber bewusst.


    Das Interessante an dieser Geschichte ist ausserdem, dass schon im ersten Kapitel quasi das Ende erzählt wird und man dann in Rückblenden erfährt, wie es dazu gekommen ist.


    Die Autorin ist meiner Meinung nach hochsensibel mit diesem Thema umgegangen. Und diese Art der Dreiecksbeziehung hätte ich nach Lesen des Klappentextes nicht erwartet. Umso erfreuter war ich, dass hier die Möglichkeit aufgezeigt wird, wie es richtig toll funktionieren kann. Natürlich geht das auch nur, wenn sich die drei Menschen Vertrauen entgegenbringen und offen miteinander umgehen.


    Fazit


    Ein tolles Buch mit einem hochsensiblen Thema. Hier wird gezeigt, wie Dreiecksbeziehungen möglich sind, wenn man verantwortungsbewusst mit den Gefühlen und Wünschen der Beteiligten umgeht.


    Absolute Leseempfehlung.

  2. Cover des Buches Make it count - Dreisam (ISBN: 9783426518137)
    Ally Taylor

    Make it count - Dreisam

     (119)
    Aktuelle Rezension von: MelaM
    Inhalt:
    Auch in diesen Sommersemesterferien arbeiten Julie und ihre beste Freundin Caroline wieder im Main & Carmichael Resort in Oceanside. Carolines Freund
    Lucas und Julies bester Kumpel Kyle sind auch mit dabei. Alles wäre wie immer, wenn Julie nicht bei ihrem letzten Treffen mit Kyle geschlafen hätte. Als Julie in Oceanside ankommt, ist sie sich sicher, dass Kyle der Richtige für sie ist. Doch dann begegnet sie Jake Baker und nichts ist mehr so, wie es war. Julie versucht, sich zu wehren, aber die Anziehung ist stärker. Noch ahnt sie nicht, wer Jake wirklich ist

    Meine Meinung:
    Vorweg möchte ich sagen , dass die Bücher dieser Reihe alle unabhängig voneinander gelesen werden können.
    Ally Taylor (bzw Anne Freytag) hat auch in diesem Werk wieder gezeigt wie sie mit ihrem witzigen und vor allem charmantem Schreibstil unglaublich tolle Charaktere erschaffen kann.
    Mir waren die Protagonisten wirklich sehr sympathisch. Vor allem Caroline fand ich als beste Freundin einfach toll. So eine beste Freundin wünscht man sich.
    Ich persönlich finde Dreiecksbeziehungen immer ein wenig schwierig. Ich komme in solchen Büchern immer irgendwann an den Punkt, dass ich der Frau die sich entscheiden muss am liebsten den Hals umdrehen möchte. Aber hier war das ganz anders. Die Autorin ist die Erste, die es geschafft hat, dass ich Julie verstehen konnte. Von der ersten bis zur letzten Seite.
    Für mich hatte das Buch leider eine kleine Länge (wo kann ich leider nicht verraten ohne zu Spoilern, weswegen ich einen Stern abziehe. Aber bis auf das hat mir dieses Buch voller unterschiedlicher Gefühle sehr gut gefallen.

    Fazit:
    Eine schöne Liebesgeschichte, die mir den Sommer an diesen kalten Tagen ein wenig näher gebracht hat.
  3. Cover des Buches Die Leiden des jungen Werthers (ISBN: 9783150192351)
    Johann Wolfgang von Goethe

    Die Leiden des jungen Werthers

     (1.603)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    Dieser 1774 erschienene Briefroman von Johann Wolfgang Goethe gilt als eines der wichtigsten Werke des Sturm und Drang. Die Handlung gilt als autobiografisch und wird von einem auktorialen, fiktiven Herausgeber erzählt. Die lebenslange Naturerforschung des Dichters fliessen im Roman ebenso ein wie seine Abneigung gegen bürgerliche Zwänge und Regeln. Die Beschreibung der hohen Empfindsamkeit des jungen Werther mit all seinen Ausprägungen wie Melancholie, Liebeskummer, Realitätsverlust und schliesslich seiner Neigung zum Suizid, war ein Novum zu dieser Zeit. Die narzisstische Art und die überaus emotional aufgeladenen Reden muten heute teilweise sehr kitschig an. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts begeisterten sie jedoch viele Leser, was unter anderem zum Werther-Effekt führte und viele junge Männer zur Nachahmung veranlasste.


    Es handelt sich um ein bedeutendes Werk der deutschen Literatur, das zu lesen sich lohnt.

  4. Cover des Buches Auf die andere Art (ISBN: 9783958690820)
    Phoebe Ann Miller

    Auf die andere Art

     (29)
    Aktuelle Rezension von: AmaliaZeichnerin

    Diese Rezension enthält zwei Spoiler, die ich weiter unten gekennzeichnet habe.

    Die Handlung spielt in der amerikanischen Stadt Bangor (Maine) und es wird erwähnt, dass Stephen King ein berühmter Einwohner der Stadt ist.

    Zu Beginn erleben wir Charlotte in ihren Berufsalltag (als Assistentin in einer Anwaltskanzlei) und wie sie Dominic kennenlernt. Entsprechend bringt die Autorin hier viele Einzelheiten aus der Arbeit von Anwälten mit ein. Eine Nebenhandlung ist ein kniffliger Fall, der sich durch das gesamte Buch zieht. Ob die Darstellung der Bearbeitung dieses Falls authentisch ist, kann ich nicht einschätzen, da ich mich mit entsprechenden Tätigkeiten in Amerika nicht auskenne.

    Charlottes Mann Jason bleibt anfangs etwas blass und auch seine Tätigkeit als Autor wird nur ansatzweise beleuchtet, aber im späteren Verlauf wird er als Person deutlicher herausgearbeitet.


    Der Schreibstil hat mir gut gefallen, das Buch liest sich aus meiner Sicht angenehm flüssig. Alles wird aus der Sicht von Charlotte (in der Ich-Perspektive) erzählt; ihre Gefühle und Gedanken werden lebendig geschildert, so dass ich mich gut in sie hineinversetzen konnte.


    Kritikpunkte: An einigen Stellen hätte ich mir mehr „Show, don‘t tell” gewünscht, zum Beispiel Dialoge – gerade zu Beginn, zum Beispiel, als Charlotte Dominic zu sich und ihrem Mann nach Hause einlädt und diese sich unterhalten. Es wird aus Charlottes Sicht zwar beschrieben, dass sich die beiden Männer gut verstehen, dies wird aber nicht anschaulich gezeigt. Auch später, auf einer Party, als sich Charlotte und Dominic lange unterhalten, würden sich zumindest einige ausgeschriebene Dialoge sehr gut anbieten, aber auch hier wird nur erzählt, über welche Themen sich die Charaktere unterhalten. Dialoge gibt es durchaus, zum Beispiel, wenn es um einen Fall aus der Kanzlei geht, den Dominic und Charlotte bearbeiten. Aber ausgerechnet bei den privateren Gesprächen fehlen sie, zumindest am Anfang.

    Charlottes beste Freundin Sandra wirkte auf mich teilweise etwas klischeehaft und kindisch. Sie scheint als Charakter in erster Linie dazu zu dienen, um zu zeigen, wie aufopferungsvoll sich Charlotte um sie kümmert bzw. Sorgen um sie macht. Und auch im späteren Verlauf kommt sie erst mal nicht gut weg, aber immerhin gibt es dafür auch einen triftigen Grund.

    An manchen Stellen tauchen die Begriffe „offene Ehe”, Polygamie und Polyamorie auf und werden verwendet, als ob das ein und dasselbe wäre, was es aber nicht ist.


    – Spoiler Alert –


    Als die Handlung dahin geht, dass Charlotte ernsthaft überlegt, ob sie sowohl mit Jason als auch Dominic zusammen sein könnte, spricht Jason mit ihrer Mutter – die ihm rät, seine Eifersucht quasi auszuschalten. Nach allem, was mir über Polyamorie bekannt ist, ist das kein besonders guter Rat, oder in diesem Fall schlecht formuliert, denn auch polyamor lebende Menschen erleben zumindest hin und wieder Eifersucht.

    Positiv habe ich empfunden, wie Polyamorie und ihre speziellen Herausforderungen hier aus Sicht der Hauptcharaktere letztendlich betrachtet werden und dass sie sich alle auf diese besondere Beziehungsform einlassen.


    – Spoiler Ende –


    Von den oben genannten Kritikpunkten abgesehen, habe ich das Buch sehr gern innerhalb kurzer Zeit gelesen und mir waren die drei Hauptcharaktere sympathisch in ihrem Zusammenspiel.


  5. Cover des Buches Die Schneemänner. Roman Teil 1 - 3 (ISBN: B01CTQ10ZG)
    Nora Amelie

    Die Schneemänner. Roman Teil 1 - 3

     (26)
    Aktuelle Rezension von: black_snapper

    „Die Schneemänner 1-3“ ist der Auftakt einer mehrteiligen Reihe über eine ungewöhnliche Partnerschaft, nämlich die von Liebesromanautorin Louisa und den beiden Ärzten Jacob und Paul. 

    Wer bereits Bücher von Nora Amelie gelesen hat, der weiß, daß sie gerne (aber nicht nur) über nicht alltägliche Beziehungsformen schreibt. Louisa wird von den beiden Männern von dem Angebot überrascht, eine Beziehung mit beiden zu führen, weil sie beruflich dermaßen eingespannt sind, daß daran in der Vergangenheit Beziehungen gescheitert sind. Sexuell passt es bei den dreien schon mal gut. 

    Mir hat der Auftakt der Reihe sehr gut gefallen, vielleicht sogar am besten von allen Büchern der Autorin. Die Geschichte entwickelt sich in einem angenehmen Tempo. Man wird keinesfalls in eine ungewöhnliche Situation geworfen. Man hat genug Zeit, sich damit auseinanderzusetzen, genauso wie die Protagonistin. Ihre Zwiesprache habe ich als sehr realistisch empfunden. Diese Gedanken hätte ich mir in ihrer Situation auch gemacht. Ich finde Louisa angenehm ungekünstelt, fest im Leben stehend, sehr genau wissend, was sie möchte und was nicht. Ihr starker, gut ausgearbeiteter Charakter war mir äußerst sympathisch.

    Die beiden Männer sind sehr unterschiedlich, harmonieren aber perfekt miteinander, wie ein Körper mit 2 Köpfen und 4 Händen. Gerade von letzteren profitiert Louisa immer wieder sehr....Die beiden sind zum einen aus dem normalen Leben gegriffen. 2 Berliner Männer, der eine Zahnarzt, der andere Chirurg, die gerne gut essen und abends auch mal ausgehen und tiefsinnigen Gesprächen nicht aus dem Weg gehen und sich selbst reflektieren können. Zum anderen haben sie aber diese spezielle sexuelle Neigung, die eben nicht alltäglich ist. Ich finde das höchst spannend. Die beiden haben mich ebenso wie Louisa ständig überrascht. Auch wenn die Beziehungsform für mich nicht (mehr) in Frage kommt, so finde ich es doch äußerst spannend und anregend darüber zu lesen. Gerade deshalb war es für mich auch wichtig, mich wie Louisa langsam an das Thema heranzutasten und viel zu reflektieren. Dabei doziert der Roman jedoch nicht. Louisas Gedankengänge fügen sich wunderbar harmonisch in das Gesamtgeschehen ein.

    Ich kann bestätigen, daß „Die Schneemänner“ für leidenschaftliche Liebesroman-Verschlinger geeignet ist. Die erotischen Szenen sind nicht allezu hart, teilweise nur angedeutet und mit nur einem Hauch BDSM, so daß ich der Meinung bin, auch Weichgespülte könnten das Buch genießen. Tatsächlich habe ich es als Mittelweg zwischen hart und soft empfunden. Im Mittelpunkt steht eindeutig die Auseinandersetzung mit der Polyamorie und die Entwicklung der Dreier-Beziehung.

    Noch etwas ganz anderes: Ich habe viel über das Leben und Arbeiten eines Selfpublishers gelernt. Dabei frage ich mich: wie viel Nora Amelie steckt in Louisa? Sie haben nicht nur den Beruf gemeinsam, auch Hühnergötter, Bernstein, dunkle Schokolade und Haftnotizen an der Wand. 

    „Die Schneemänner“ ist ein Buch, so sympathisch wie die Autorin. Deshalb vergebe ich die volle Punktzahl und eine unbedingte Leseempfehlung.


  6. Cover des Buches Eine Frage der Höflichkeit (ISBN: 9783548288222)
    Amor Towles

    Eine Frage der Höflichkeit

     (94)
    Aktuelle Rezension von: alex_we

    Ein wirklich sehr guter Roman, liest man "unfreiwillig" in paar Tagen aus. Erinnert mich sehr an den Schreibstil von F. Scott Fitzgerald in "Die Schönen und Verdammten". Habe anschließend "Ein Gentleman in Moskau gelesen, ist leider bei weitem nicht so gut.

  7. Cover des Buches Glücksspieler (ISBN: 9783453406476)
    Amelie Fried

    Glücksspieler

     (78)
    Aktuelle Rezension von: j125
    Inhalt:
    Gregor liebt Luxus und gibt gern das Geld seiner Frau aus. Mona investiert das Geld ihres Mannes in Stoffe und Kleidung, aber das macht sie auch nicht glücklich. Kim hingegen muss sich jeden Cent hart erarbeiteten und am Ende reicht es doch oft nicht. Als die drei aufeinandertreffen entwickelt sich ein Plan, der all ihre Wünsche erfüllen soll, doch ihre Motive ändern sich und am Ende ist alles anders als geplant.

    Meine Meinung:
    Ich habe mehrmals überlegt das Buch auszusortieren, aber irgendetwas am Klappentext hat mich doch gereizt, sodass das Buch bleiben durfte.

    Schon auf den ersten Seiten haben sich die Protagonisten bei mir unbeliebt gemacht. Leider hat sich das im Verlauf des Buches wenig bis gar nicht geändert. Alle drei sind sehr auf Geld und Luxus bedacht, alles andere ist nebensächlich. Ich konnte kaum gute Seiten an ihnen entdecken und fand sie größtenteils sehr unsympathisch.

    Die Handlung zog sich im Verlauf sehr dahin. Der tolle Plan der Drei ist nach etwa der Hälfte des Buches beendet. Zwar finden danach noch einige wichtige Charakterentwicklungen statt, insgesamt wirkte es dennoch wie ein 200-seitiger Epilog auf mich. Immerhin haben einige der Ereignisse bewirkt, dass ich zumindest Mitgefühl Kim gegenüber hatte und ihr Nachbar mir dann doch irgendwie ans Herz gewachsen ist, auch wenn er anfangs nicht so mein Fall war.

    Fazit:

    Für mich keine Empfehlung, da ich die Protagonisten so gar nicht leiden konnte und mich auch die Handlung nicht gefesselt hat.
  8. Cover des Buches Savages – Zeit des Zorns (ISBN: 9783518464892)
    Don Winslow

    Savages – Zeit des Zorns

     (110)
    Aktuelle Rezension von: turnthepage

    Auch wenn mich der Plot nicht sehr interessiert hat, ist das Buch sprachlich so fesselnd geschrieben, mit spannenden Figuren, dass ich es einfach fertig lesen musste, und es bleibt auch ein starkes Gefühl des Abenteuers zurück.

  9. Cover des Buches Warte auf mich (ISBN: 9783492305105)
    Philipp Andersen

    Warte auf mich

     (160)
    Aktuelle Rezension von: wbetty77
    Auf einer Verlagsparty lernen sich die Autoren Philipp und Miriam näher kennen. Sie verbringen die Nacht, in der kaum etwas zwischen ihnen passiert, miteinander. In den darauffolgenden Wochen bleiben sie per Email in Kontakt, schicken sich gegenseitig ihre Bücher zu und kommen sich durch den regen Austausch näher. Bis die Frage nach einem erneuten, persönlichen Treffen aufkommt. Philipp, ein glücklich verheirateter Mann und Miriam, eine geschiedene Frau, die sich eine Familie wünscht. Eine schlechte Ausgangsposition, dennoch verlieben sich die beiden in einander. Miriam, zwar nicht mit der Rolle der Geliebten einverstanden, gibt schlussendlich Philipps Drängen nach. Für beide beginnt eine glückliche Zeit, die nur selten von der Realität überschattet wird. Wird am Ende der Affäre ein Happy End stehen und wann ja, wie kann es aussehen?
    Miriam und Philipp verlieben sich in einander. Philipp, wesentlich älter und glücklich verheiratet, bekennt gleich zu Anfang, dass er seine Frau keinesfalls verlassen wird. Dennoch wirbt er unablässig um Miriam, die sich letztendlich seinem Charme nicht entziehen kann. Sie stolpern in eine monatelange Affäre, obwohl Miriam sich mit ihrer Rolle als Geliebte nur schwer arrangieren kann. Miriam wünscht sich als Enddreißigerin sehnlich eine eigene Familie. Jedes Für und Wieder wägen die beiden hoffnungslos Verliebten ab, jedoch bleibt die Frage, ob es eine gemeinsame Zukunft geben kann, bestehen!
    Der Roman beginnt hoffnungsvoll, sowohl für die Figuren als auch für den Leser, doch dann plätschert die Geschichte langweilig vor sich hin. Abwechselnd wird aus Philipps bzw. Miriams Sicht erzählt. Leider fehlt es den Figuren an Tiefe. Viele Situationen und Handlungen werden für den Leser schlichtweg nicht nachvollziehbar erzählt. Zum Beispiel nimmt Philipps Frau, die er keinesfalls verlassen möchte, eine viel zu kleine Rolle in der gesamten Geschichte ein, so dass der Leser kaum versteht, warum Philipp so vehement an der Ehe festhält. Hin und wieder kommen Hinweise auf depressive Schübe, welche anscheinend beiden Protagonisten zu schaffen machen. Leider bleibt es eine Randinformation, die genauso gut unerwähnt bleiben könnte. Meine Erwartungen an den Roman wurden enttäuscht. Alles in allem schildert der Roman sachlich und gänzlich ohne Witz oder überraschende Wendungen, die Geschichte einer aussichtslosen Affäre, die zum größten Teil in wechselnden Hotelbetten gelebt wird. Nur das Ende stimmte mich als Leser etwas versöhnlich.
  10. Cover des Buches Die Liebesblödigkeit (ISBN: 9783423252843)
    Wilhelm Genazino

    Die Liebesblödigkeit

     (107)
    Aktuelle Rezension von: The iron butterfly

    Für einen Apokalypse-Spezialisten lebt der zweiundfünfzigjährige Protagonist ein sehr beschauliches, unaufgeregtes Leben. Auf Spaziergängen durch die Stadt beobachtet er sehr genau das Leben, das im schnellen Vorbeihasten nicht präsent wäre, ihm jedoch sehr deutlich ins Auge sticht. Die Vorbereitung seiner Vorträge und die Organisation der Veranstaltungen nehmen ihn in Beschlag, denn Apokalypse ist gerade wieder einmal gefragt. Dies ist leider nicht immer so, aber er lebt sein Leben bescheiden, gönnt sich jedoch den Gefühlsluxus von zwei völlig unterschiedlichen Geliebten, die nichts voneinander ahnen. Sowohl Sandra, als auch Judith, sind ihm seit vielen Jahren bekannt und er konnte in ausreichendem Maß an ihren Leben teilnehmen, um zu erkennen, dass jede der beiden für ihn eine andere Art von Komfort und Glückseligkeit anbietet. Bislang ging das alles gut, alle leben ihr Leben, alle scheinen zufrieden. Doch die Zeit schreitet voran und das Alter bringt zum Beispiel bei ihm Krampfadern mit sich, die man eventuell stationär behandeln lassen sollte. Ein Zusammentreffen der beiden Geliebten am Krankenbett wäre nun tatsächlich ein apokalytischer Akt und muss unbedingt zum Schutz aller Beteiligten verhindert werden. Eine Entscheidung muss gefällt werden.

    Genazino beschreibt nicht nur die Protagonisten, sondern auch diese sympathische Zwickmühle sehr klug und mit feiner Ironie. Bis zum Ende verfolgte ich gespannt das Geschehen um die Liebesblödigkeit. Wilhelm Genazino – immer wieder gerne.


  11. Cover des Buches Hot Summer (ISBN: 9783899416343)
    Megan Hart

    Hot Summer

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Adora
    Das war das erste Buch, was ich in diesem Genre gelesen habe. Und was soll ich sagen. Ich fand es einfach nur super gut. Schon allein das Cover ist sehr passend und erotisch. Man sieht sofort auf was man sich einlässt. Da es schon eine Zeit her ist, dass ich es gelesen habe, weiß ich natürlich nicht, wie ich jetzt darüber denken würde, wo ich schon etwas mehr Erfahrung mit erotischer Literatur gemacht habe. Vielleicht lese ich es noch einmal um zu schauen ob ich noch immer genauso Positiv darüber denke.
  12. Cover des Buches Unerwartet (ISBN: 9783741242335)
    Melanie Hinz

    Unerwartet

     (108)
    Aktuelle Rezension von: jessica_nguy
    Inhalt:
    Ihren eigenen Coffeeshop und einen pubertierenden Teenager zu managen, damit scheint Katharinas Leben vollständig ausgefüllt. Für Männer bleibt eigentlich keine Zeit.
    Doch plötzlich ist da Jakob, der neue Nachbar. Groß, vorwitzig und ziemlich unwiderstehlich, gibt er ihr keine andere Chance, als Raum in ihrem stressigen Alltag zu schaffen. Kaum hat Katharina Jakob in ihr Leben gelassen, kommt auch noch Jakobs bester Freund Paul ins Spiel.
    Ausgerechnet im größten Gefühlschaos zwischen zwei Männern und der Frage, wie die Zukunft aussehen soll, holen sie die Schatten ihrer Vergangenheit ein.
    Meine Meinung:
    "Unerwartet" von der Autorin Melanie Hinz ist das erste Buch von ihr, dass ich gelesen hab und lange verweilte es auf meinen Kindle, bevor ich die Leseprobe und dann natürlich gleich das komplette Buch gelesen hab.
    Das Buch hat es in sich und ich bin ganz zufrieden mit den Buch. Gerade weil die Erotikszenen sehr gut geschrieben sind und man kann sich in Katherinas Rolle sehr gut reinversetzen.
    Fazit:
    Wer erotische Romane bzw Geschichten liebt und gegen eine Männerszenen nicht abgeneigt ist, der ist ihr richtig. Auch wenn im Vordergrund die Dreierbeziehung steht, so lernt man die andere Seite der Beziehung kennen. Wobei ich sagen muss, dass die Männer etwas zu perfekt sind.
  13. Cover des Buches Endspiel (ISBN: 9783453432895)
    Chuck Hogan

    Endspiel

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Ein Highlight im Thriller-Genre: Die Vorlage für Ben Afflecks Film "The Town", der auch als äußerst gelungen gilt: Doug MacRay ist Kopf einer Verbrecherbande, die sich in Boston ihren Lebensunterhalt mit Bankeinbrüchen und Geldtransporterüberfallen verdient, in Boston offenbar Familientradition seit Generationen. Eigentlich denkt er nur ans Aufhören und will dem "Gewerbe" den Rücken kehren, als er sich in eine Filialleiterin verliebt, die seine Bande als Geisel nahm. Beide kommen sich näher, ohne das sie wüßte, wer er tatsächlich ist...Gleichzeitig bietet das Buch fundierte Hinweise auf Techniken des Überfalls und der Spurenverwischung ebenso wie auf das Milieu, in dem die Gangster leben, und in dem sich immer mehr die verhaßten "Yuppie-Ärsche" breitmachen, die sie so verachten. Ganz großes Kino, für mich einer der besten Thriller aller zeiten. Aber wer hat das blöde Buchcover erfunden?
  14. Cover des Buches Sommernächte (ISBN: 9783746736037)
    Nora Theresa Saller

    Sommernächte

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Summersnowdrops
    Ich mach es kurz und knapp:
    Es geht um Melissa, die auf dem Bauerhof ihres Onkels ein Praktikumsemester absolvieren möchte. Dort lernt sie die Zwillinge Chris und Tom kennen, die beide gut 10+ Jahre älter sind als sie und natürlich total auf sie abfahren (sie selbst sieht sich eher als Durchschnitts-graues-Mäuschen). Es folgen zahlreiche Sexszenen, die all gleich sind, mit einem oder beiden Brüdern.
    Am Ende (Achtung Spoiler...) bekommt Melissa selbst Zwillinge (wer ist der Vater? Niemand weiß es...) und natürlich wollen sich beide Brüder um Mutter und Kinder kümmern. Eine große, glückliche Familie. Wer bei dieser fast schon inzestuösen Beziehung noch nicht brechen muss, der hat deutlich mehr Durchhaltevermögen als ich.
    Handlung ist leider auch nicht verhanden, bis irgendwann gegen Mitte/Ende gezwungenermaßen soooo viel passiert, dass man nur noch denkt... okay, was für ein hausgemachter Schwachsinn. Es scheint, als ob der Autorin nach immer wieder den gleichen Sexszenen eingefallen ist: Oh. Mein Buch hat keine Handlung. Schnell ein paar dramatische Dinge erfinden und reinquetschen. Ganz, ganz furchtbar.
     Beispiel? Der Onkel macht mit der Exfrau eines Bruders rum. Der Onkel ist eigentlich Melissas Vater und hat sich, weil er ihre Mutter nicht haben konnte, die Schwester genommen... Achja, und hab ich schon von dieser Dreiecksbeziehung erzählt, bei der sich einem die Zehennägel aufrollen?

    Für mich war es jedenfalls nichts. Gut geschrieben ist es leider auch nicht, sehr viele Wiederholungen, ein bisschen kinderbuch-mäßig, einfache Hauptsätze, weder Figuren noch "Handlung" enthalten Tiefgang. Ich kann von dieser Lektüre nur abraten.
  15. Cover des Buches Wie Schnee in der Sonne (ISBN: B00BF2TO7C)
    Pepper Espinoza

    Wie Schnee in der Sonne

     (6)
    Aktuelle Rezension von: LiehsaH
    Spoiler-Alert!


    Erster Satz:

    Gregory Jackson starrte den platten Reifen vor sich an, während ihm nur eine einzige noch dazu sinnlose Frage im Kopf herumgeisterte: Wie hatte das passieren können?

    Meinung:

    Das Cover gefällt mir nicht wirklich. Es sieht so selbstgemacht aus. Nicht, dass das grundsätzlich etwas Schlechtes wäre, aber es wirkt nicht professionell. Wahrscheinlich liegt es an der Schrift. Der Rest ist okay.

    Was soll der Titel uns sagen? Gute Frage. Der Vergleich wird auch einmal in der Geschichte gebracht, aber mehr Bezüge kann ich nicht erkennen. Daher mag ich den Titel auch nicht gern.

    Der Anfang hat mir sehr gut gefallen. Eine diffuse Spannung zwischen den Charakteren, Konfliktpotential, interessante Figuren, alles offen ... Ein breites Spielfeld mit zig Möglichkeiten, möchte man meinen. Zugunsten der Erotik wurde dies jedoch nicht ausgenutzt.
    Eine heiße Story? Ja. Dreieckgeschichte? Ja! Tiefgehende Gefühle? Nee. Ich weiß am Ende immer noch nicht, wie das mit den Dreien funktionieren soll. Schließlich haben sie fast nur Sex! Nichts, was Liebe ausmachen würde. Dass Jim und Greg sich mehr mögen, würde ich noch akzeptieren. Aber Phillip? Es wurde viel zu wenig auf die Gefühle der Charaktere eingegangen. Dafür hat man sich ausgiebig sexuellen Experimenten gewidmet. Genau die Art Geschichte also, die ich zwar lese, aber die mir nicht das gibt, was ich suche. Liebe definiert sich nicht nur über Sex! Und Gefühl spürt der Leser nicht wegen eines kurz eingeworfenen "Ich habe ihn vermisst"! Bei diesen Geschichten kriege ich die Krise! Dabei sind in diesem Genre Gefühle besonders wichtig.
    Es gab dann noch einen Plottwist, der die Spannung hob. Leider wurde er nicht genutzt und bildete nur einen schwachen Höhepunkt. Das Ende war ein Witz und einer funktionierenden Dreier-Beziehung nicht angemessen! Viel eher endete das Buch in der Hinsicht, wie es begann. Schade!

    Außerdem hat mich gestört, dass 30 % des eBooks aus Werbung besteht! Zum Glück sind es wenigstens Leseproben zu anderen Titeln des Verlages. Gut finde ich es dennoch nicht. Ich habe mich geärgert!

    Unser Erzähler ist Gregory, welcher aus der personalen Perspektive seine Erlebnisse schildert. Das macht die Dreiecksbeziehung etwas einseitig. Da Greg jedoch das Bindeglied der ungewöhnlichen Beziehung ist, klappt es trotzdem.

    Greg ist ein eher zurückhaltender, fast schon unsicherer Typ, welcher starke Männer bevorzugt. Er holt Jim ins Haus. Dieser ist ein aufgeschlossener, selbstbewusster Typ. Ziemlich sexy! Phillip ist derjenige der drei, welcher am undurchschaubarsten ist. Er liebt Greg, aber sonst kann man nicht viel zu seinen Gefühlen sagen. Abgesehen davon sind keine nennenswerten Charaktere vorhanden

    Fazit:

    3*
    Wer nach einer erotischen Dreiecksbeziehung sucht, wird die Geschichte mögen. Wenn man aber nach dem Klappentext auswählt wie ich und daher eine Liebesgeschichte erwartet, wird enttäuscht.
  16. Cover des Buches Liebe zu dritt (ISBN: B00JOU6S6C)
    Isabella Lovegood

    Liebe zu dritt

     (3)
    Aktuelle Rezension von: steffib2412
    Zur Story:
    Klara fällt aus allen Wolken: Ihr Lebensgefährte bekommt ein Kind mit einer anderen! Schockiert lässt sie alles hinter sich: Beziehung, Wohnung, gemeinsames Geschäft, und findet sich unversehens in einer Wohngemeinschaft mit zwei gutaussehenden, sympathischen, aber irgendwie auch etwas schrägen Männern wieder.

    Die vermeintliche Katastrophe entpuppt sich als unglaublicher Glücksfall für die 35-Jährige...

    Eine unkonventionelle Dreierbeziehung und so manche Überraschung stellen Klaras Leben gehörig auf den Kopf (by Isabella Lovegood)...

    Mein Fazit:
    Mit Liebe zu dritt ist Isabella Lovegood ein sehr geniales Buch gelungen, welches ich nicht aus den Händen legen konnte....
    Der Schreibstil war von Beginn an durchweg leicht und flüssig zu lesen....
    Außerdem hat mit Klara als Hauptprotagonistin unheimlich gut gefallen. Sie ist sehr authentisch und wie aus dem wahren Leben beschrieben.
    Ebenfalls kommen die Emotionen sowie auch die Erotik nicht zu kurz...Eine feine Mischung...

    Ich gebe dem Buch sehr gerne 5 Sterne und wünsche euch allen viel Spaß beim Lesen...:)
  17. Cover des Buches Academic Dilemma (ISBN: B003T0HED4)
    Alix Bekins

    Academic Dilemma

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  18. Cover des Buches Nacht über Tanger (ISBN: 9783837143133)
    Christine Mangan

    Nacht über Tanger

     (10)
    Aktuelle Rezension von: lazH

    Häufig verglichen Kritiker das Erstlingswerk von Christine Mangan mit einem Film von Alfred Hitchcock. Und hier liegt schon der erste Fehler. Denn Hitchcock ist ein Filmemacher und schrieb nie Romane. Er setzte sie nur immer optisch um. Insofern hinkt der Vergleich Mangan – Hitchcock nicht nur, er hat auch nur ein Bein.

    Auch das, was mit diesem Vergleich angedeutet werden soll, nämlich dass Mangan in “Nacht über Tanger” Suspense erzeugt, Spannung aufbaut, Dramatik herstellt, vermag ich nicht zu teilen. Zu offensichtlich ist der Plotverlauf, zu schnell sind die Winkelzüge der Gegenspielerin vorhersehbar, zu einfach ist die Welt, die sich Christine Mangan zurecht gestrickt hat.

    Okay, ich habe das Hörbuch gehört und grundsätzliche Schwierigkeiten mit den beiden Leserinnen. Wie im Buch, das mal aus der Perspektive der Alice, mal aus der von Lucy geschrieben ist – dramaturgisch zwar nicht neu, aber geschickt, denn so erlaubt der Wechsel der Perspektive dem Leser das zu erfahren, was der jeweilige Ich-Erzähler sieht, empfindet, erlebt – wird auch das Hörbuch von zwei Frauen gelesen: Frederike Kemper als Alice und Bibiana Beglau als Lucy. Beide eigentlich gestandenen Schauspielerinnen, aber hier meines Erachtens eine totale Fehlbesetzung. Während Frederike Kemper mit einer sehr hellen, fast piepsigen Stimme noch die zierliche, nahezu ätherische Alice verkörpert und Bibiana Beglau mit ihrem Mezzo-Sopran die aktive, körperlich präsente, energische, aber auch skrupellose Lucy auch bildlich im Kopf des Hörers präsentiert, gelingt es dagegen beiden nicht, den Figuren wirklichen Charakter einzuhauchen. So wird der Text einfach runter gelesen, es fehlen Betonungen, es fehlt die Dramatik, der die Stimme Bedeutung und Gewicht verleiht.

    Bibiana Beglau hat zudem das Problem, dass sie zu oft die Stimme senkt, wo ein Komma steht und so den Eindruck vermittelt, sie habe den Text nie zuvor zu Gesicht bekommen und wisse auch nicht, dass die Stimme eines Vorlesers sich erst am Ende des Satzes, bei einem Punkt oder einem Semikolon, senkt. Dazu liest sie schleppend, dehnt die Endlaute eines Wortes (wo sich die braunschweiger Herkunft der Beglau nicht verleugnen lässt) und lässt Stellen des Buches, wo akustische Spannung, Dramatik, Mysterium angezeigt wären, in seichtem sprachlichem Geplätscher versinken.

    Irgendwo las ich, Christine Mangan sei die Idee zu dem Buch nach einem Ferienaufenthalt in Tanger gekommen. So hört sich auch die Beschreibung der Stadt und des Landes an. Ohne Tiefe, dargestellt mit der oberflächlichen Einstellung, mit der viele Amerikaner der alten Welt begegnen.

    Das Buch spielt 1956 auf dem Höhepunkt des marokkanischen Kampfes um Unabhängigkeit von der französischen Kolonialmacht. Die wenigen Ausflüge, die Christine Mangan in dieses Kapitel der Geschichte Marokkos macht, lesen sich wie schlecht abgeschrieben aus einem schlechten Geschichtsbuch. Sie lässt Youssip als einzigen Einheimischen beispielhaft eine größere Nebenrolle spielen. Und Youssip ist natürlich ein Gauner, ein Betrüger, ein Blender, ein Hochstapler, ein Touristenverführer. Sein Charakter ist damit negatives Vorbild für ein gesamtes Volk. Damit hat Mangan ihr vielleicht positives Vorhaben, mal über den Tellerrand der USA hinauszusehen, schon wieder zunichte gemacht. Allerdings hat sie mit ihrem französisch klingenden Namen den Vorteil, dass ihr der unerfahrene Leser abnimmt, ihr rudimentäres Halbwissen zu Land, Leuten und Geschichte habe scheinbar Hand und Fuß.

    Insgesamt geht es um zerstörerische Liebe, Stalking, Intrige, Mord, Hinterhältigkeit vor der exotischen Kulisse Marokkos. Aber diese Kulisse ist beliebig. Es hätte ebenso Austin/Texas sein können. Das Mississippi-Delta und New Orleans. Oder irgendwo in Mexico. Oder die Niagara-Fälle. Selbst eine Ölbohrplattform gab schon einen glaubwürdigeren Hintergrund für Romane ab, als ausgerechnet das Tanger von Christine Mangan.

    Getoppt wird alles von einer Übersetzung, die als grauenhaft zu bezeichnen wirklich noch geschmeichelt wäre. Davon abgesehen, dass Übersetzerin Irene Eisenhut offenbar jedes so genannte Redeverb mit übersetzt hat.

    Redeverben sind Verben, die als Ergänzung nach einer direkten Rede folgen: sagte sie, erwiderte er, schrieen wir undsoweiter. Jeder Schreibratgeber rät davon ab, zu viele dieser Redeverben zu verwenden, dafür sollte der Autor lieber so schreiben, dass die wörtliche Rede erstens problemlos einem Protagonisten zuzuordnen ist und zweitens die Stimmung und Gemütslage deutlich wird. So erübrigt sich eine Ergänzung, die verdeutlich, dass der Sprechende “schrie”, “weinte”, “tobte”. Nicht so bei Christine Mangan. Sie treibt es auf die Spitze. Ebenso wie die Übersetzerin den sprachlich fragwürdigen Konjunktiv mit “würde” bis zum Exzess einsetzt.

    Offenbar hat die Übersetzerin grundsätzliche grammatikalische Schwächen, weshalb sie sich dort, wo der Konjunktiv I (hauptsächlich verwendet für die indirekte Rede) notwendig wäre, in den “würde-Konjunktiv” rettet. Ein sprachlicher wie akustischer Gau, wenn dem Hörer immer wieder die “würde-Formen” in die Ohren gehaucht werden und es sich derart grottenfalsch anhört, dass er es jedesmal in Gedanken korrigiert.

    Mit dem Cover zu Buch und Hörbuch nahmen die Kreativköpfe Anleihen an “Casablanca”. Der Kultfilm mit Humphrey Bogart und Ingrid Bergmann aus den 40er Jahren muss Pate gestanden haben, als das Titelbild ausgewählt wurde. Es zeigt das Top-Modell der 50er Suzy Parker aufgenommen von Georges Dambier in Marokko (das Originalfoto finden Sie unter diesem Link: https://www.pinterest.at/pin/399764904404788427/). Und Suzy Parker sieht auf dem Bild tatsächlich aus wie seinerzeit Ingrid Bergmann. Was also liegt näher, sich mit einem mittelmäßigen Roman an einen cineastischen Welterfolg anhängen zu wollen?

    weitere Rezensionen unter http://benvart.com

  19. Cover des Buches 3 (ISBN: B076G6PWZP)
    Alec Xander

    3

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    Noch keine Rezension vorhanden
  20. Cover des Buches Die Schneemänner. Teil 4 – 6 (Schneemänner-Reihe 2) (ISBN: B06WLPY1HP)
    Nora Amelie

    Die Schneemänner. Teil 4 – 6 (Schneemänner-Reihe 2)

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    Aktuelle Rezension von: pemberley1

    Die Schneemänner Teil 4 – 6 von Nora Amelie

    Jaja, ich bin mal wieder zu Jacob und Paul zurückgekehrt, und wir verbringen mal wieder eins meiner Wochenenden zusammen. Ich konnte nicht widerstehen.

    Ich möchte ja nicht jammern, aber die Zeit momentan ist nicht gerade eine gute, zumindest in meinem Leben. Dass ich diese Zeit mit alten Bekannten verbringen durfte, nämlich denen in Büchern, das hat mir da gerade gutgetan, und war wie ein Nachhausekommen in die Familie. Klingt ein wenig komisch, ich weiß. Ist doch nur ein Buch, das denkt ihr euch sicher. Aber mittlerweile sind mir die Figuren der Schneemännerreihe so ans Herz gewachsen, dass sie mir ein wenig Stabilität in den, eben nicht so einfachen, Alltag gebracht haben. Was ich damit eigentlich sagen wollte, oder will………. Wir befinden uns hier in Buch 2 der Reihe der Schneemänner, wobei das auch nicht ganz richtig ist. Jedes Buch ist in mehrere Teile unterteilt. Buch 1 in Teil 1-3. Und dieses, also Buch 2, eben in Teil 4-6. Und so geht es sogar noch weiter……….. aber dazu vielleicht irgendwann anders mal mehr.

    Cover:

    Das Cover zeigt wieder, wie auch schon im ersten Teil, eine Schneelandschaft, die schön zur Geschichte passt, denn immerhin haben die drei, Louisa, Paul und Jacob sich ja im Schnee im Winter kennengelernt. Es strahlt eine schöne Stille aus. Damit weiß man, dass die Romane zusammengehören.

    Das Buch und seine Geschichte:

    Die Geschichte an sich soll ja nie zu viel verraten, und keine reine Inhaltsangabe sein. So sei gesagt, die Schneemänner Teil 4-6 ist erstmal „nur“ die Fortführung von Teil 1-3. Ihr erinnert euch? Zwei Männer, beide die besten Freunde, haben eine wahnwitzige Idee, das ganze aus Zeitmangel, wegen ihrer zeitaufwendigen Berufe. Und zwar, die Idee, sich eine Frau zu teilen. Anfangs schon ein wenig in die Richtung einer Beziehung gehend, sollte es nie, so richtig und ganz ernst werden. Doch wenn man an einem Punkt in seinem Leben angekommen ist………. Kommen da vielleicht automatisch solche Sehnsüchte nach Familie? Kindern? Zusammenwohnen? Einer intakten Beziehung? Das vorliegende Buch setzt an dieser Stelle an, und so erleben wir einiges. Doch vor allem eine Sache, die wichtig ist, wenn man sich aufeinander einlässt. Vertrauen.

    Falls ihr euch übrigens nicht erinnert, und ihr nicht mehr wisst, wie das in Teil 1 – 3 war, und meine Angaben nicht zum Verstehen ausgereicht haben: Kein Problem. Nora Amelie hat im Buch auf eine ganz besondere Art einen Rückblick in den ersten Teil ihrer buchreihe geschafft. Ein schöner kreativer Beitrag in Form eines Interviews der Hauptprotagonisten Paul und Jacob, der sich von anderen Prologen abhebt, die einfach nur die Geschichte wiederholen. Da müsste es dann bei jedem im Gehirn „ding ding“ machen.

    Aber nun wieder zum Vertrauen. Dieses tiefe Vertrauen fehlt……. Naja anfänglich…..so scheint es zumindest. Das Vertrauen, das uns eigentlich Familie entgegenbringen sollte, und wir ihnen. Das, welches man hat, wenn man mit einem Partner jahrelang zusammen ist. Und das, welches tiefe Freundschaften verbindet. Doch ist es wirklich so, dass man seiner Familie, oder jahrelangen Partnern am besten vertrauen kann, oder sollte man sich auch einfach auf was Neues einlassen? Hier ist es tatsächlich der Fall, dass Louisa nun Paul und Jacob vertrauen muss, wenn sie das mit ihrer Beziehung hinbekommen wollen. Zusätzlich gibt es wirklich einen Vertrauensbruch im Familienbereich, und auch in einer früheren Partnerschaft hat Louisa diesen erlebt. Ich war am Ende ob der Vertrauenssituation überrascht, und auch glücklich damit. Wie sie aber geendet hat, das verrate ich natürlich nicht.

    Wir erleben in diesem Teil viele Alltagssituationen, viele Sehnsüchte. Und Louisa, die sich schon im ersten Teil viele Gedanken gemacht hat………… naja………… macht sich nun noch mehr Gedanken. Bin ich wirklich diejenige, die zu den beiden passt? Bin wirklich ich es, die sie wollen? Will ich selbst mich auf die beiden einlassen, und zwar voll und ganz? Gebe ich dafür meine Freiheit auf? Und warum fangen die beiden auf einmal an, von Zusammenziehen und Kindern zu reden? Bin ich wirklich verliebt? Oder nur ein bisschen? Und wenn, in wen von beiden? Oder gar in beide? Geht nicht alles zu schnell? Wir kennen uns doch erst ein paar Wochen….. Louisa sieht das Ganze am Anfang des Buches noch in dem Status eines Experiments, das noch jederzeit abgebrochen werden kann. Eine Männerfantasie, von zwei Kerlen, die sich eben eine Frau teilen. Und die ist eben nun mal sie.

    Gedankenallerlei:

    Band 2 ist tiefgehender: Kein Wunder, so ist man diesmal mittendrin in etwas, das im ersten Teil erst besprochen wurde.

    Für mich ist dieser zweite Roman, wenn ich eine Überschrift oder ein Hauptthema suchen würde, unter der Thematik des Vertrauens zu suchen. Alle drei müssen sich nun richtig kennenlernen, und gerade Louisa muss versuchen, Paul und Jacob zu vertrauen, und ihnen nicht zu misstrauen.

    Das Misstrauen anfänglich. Sich zueinander bekennen vor der ganzen Welt ohne Heimlichkeiten, quasi als Outing der Dreierbeziehung. Diese Zweifel und das Misstrauen sind Dinge, die einen in anderen Büchern manchmal nerven, oder gar die Charaktere unangenehm zu lesen machen, denn irgendwie ist es manchmal zu viel. Hier in den Schneemännern ist es aber total erträglich. Es kommt nicht übermäßig vor. Und fast immer konnte ich die Zweifel und das Misstrauen nachempfinden, da ich selbst ein Mensch bin, der zu viel nachdenkt, und sich ständig Fragen stellt.

    Aufeinander einlassen. Eigenen Freiraum aufgeben. Und dann nicht nur mit einem Mann. Sondern gleich mit zweien. Aus der eigenen Komfortzone raus. Das sind ein paar angesprochene Thematiken.

    Und auch wenn Band zwei der Serie mehr in den Alltag aller hineingeht, und wie mit der Situation umgegangen werden soll, so ist es noch nicht der finale Akt. Denn Louisa wohnt ja noch immer in ihrer eigenen Wohnung, und die beiden Männer wechseln sich ab. Abwechseln? Ja, richtig gehört. Wenn der eine keine Zeit hat, und arbeitstechnisch einen vollen Terminkalender hat, so ist der andere für sie zuständig. Quasi eine geteilte Frau. Aber Louisa merkt, dass sie eigentlich beide Männer will, zumindest fangen in ihr zarte Gefühle und Überlegungen dazu an. Und ist der Stresstest einer solchen Beziehung nicht auch wirklich, dass man zu dritt lebt? Sonst wird es immer Situationen geben, die der eine nicht mitbekommt, und der der andere mit Louisa erleben darf. Und denkt nun nicht das wäre einfach. Auch wenn die Männer behaupten, es mache ihnen nichts aus. Lieber Jacob, ich habe dich beobachtet, und ich glaube erkannt zu haben, dass du wirklich einmal ganz irritiert geschaut hast, als Paul und Louisa sich ganz innig und intim in die Augen geschaut haben. Fragst du dich etwa doch, was zwischen den beiden vorgefallen ist, während du nicht da warst, oder behältst du deine Coolness, dass dir alles nichts ausmacht? Man merkt nämlich dass Paul diese Sache mit Louisa will, ja sogar braucht. Und er tut Dinge dafür, die er sonst nicht tut, oder für jeden tun würde.

    Für Louisa fühlt es sich nicht richtig an immer nur einen der Beiden bei sich zu haben, fast wie bei einer Zerrissenheit. Jacob kommt Louisa nach seiner Abwesenheit fremd vor. Wieso? Weil sie mit Paul gemeinsame Zeit hatte, und mit Jacob nicht? Ist es dann so, dass uns grundsätzlich die Leute näher sind, mit denen wir mehr Zeit verbringen?

    Und ich habe mich das ganze Buch über gefragt: „Claudia, bist du wirklich so beeinflussbar? Wenn der eine Kerl, dem du anfänglich mehr vertraut hast, plötzlich verschlossen wird, und der andere, vor dem du sogar Angst hattest, zu deinem Vertrauten werden würde?“. Anscheinend ja, denn tatsächlich hat sich beim Lesen in mir eine Wandlung vollzogen. Das kann alles natürlich auch daran liegen, dass wir nun tiefer in die Geschichten der Protagonisten kommen, in ihre Vergangenheiten. Manche versteht man besser, manche nicht mehr so gut. So auf jeden Fall bei mir. DA bin ich selbst gespannt, ob ich mich nochmal wandle.

    Die Idee an sich, also die geteilte Frau, darauf geht Louisa ja ein. Doch in diesem Teil, da merkt man auf einmal, dass Jacob und Paul auch mit anderen Problemen und Dingen klarkommen müssen, die ihnen vielleicht nicht von Anfang an klar waren. Louisa hat Allergien, reagiert auf einige Dinge allergisch. Und dann noch die Sache mit ihrer Tollpatschigkeit, die ihr einen dicken Fuß beschert. Vor Jacob lässt sie gar sogar einmal einen Satz fallen, der ihr von ihm einen merkwürdigen Blick einbringt, ob ihrer Eifersucht, gegenüber seinem Vorleben, und den Frauen vor ihr. Selbstredend kommt später die Frage, ob Louisa gut genug für Paul und Jacob ist. Zweifel, Selbstzweifel. Haben die beiden von Anfang an gewusst, auf was sie sich bei ihr einlassen? Bestimmt nicht. Denn jemanden richtig kennenlernen, mit all seinen Macken, Krankheiten, Schwächen und Zipperlein……….. das kann man nur mit der Zeit. Viel Zeit. Oder etwa nicht? Muss das gar nicht sein?

    Fazit:

    Hier mal ein kleines Lob, weil ich es so interessant fand Louisa selbst ist ja Buchautorin. Und zwar Selfpublisherin. Schon im ersten Band hat man sehr viel über den Ablauf mitbekommen, wie es bei solchen Autoren abläuft mit Veröffentlichungen und allem Drum und Dran. In diesem Band bekommen wir jetzt noch einmal mehr einen Einblick in das Autorengeschehen, denn Louisas Autorenwelt öffnet sich immer mehr ein Stück weit für den Leser, und damit auch die Welt der vielen Selfpublisher Autoren, die es auf der Welt gibt. Als Bücher verschlingender Mensch ist das natürlich wirklich interessant, und man liest die Stellen meist mit einem Lächeln im Gesicht, und dem „Aha“ Ausdruck, der meist erscheint.

    Noch ein Lob: Louisa ist ein Tollpatsch. Zumindest teilzeitlich. Das macht sie für mich so sympathisch, weil ich das irgendwie von mir kenne, so von einem Fettnäpfchen ins nächste. Sie ist eifersüchtig, das kenne ich auch irgendwie von mir :D. Aber was sie vor allen Dingen ist……….. sie ist nicht diese typische supersexy Frau, die alles richtigmacht und aalglatt und perfekt ist. Natürlich ist Louisa hübsch, sonst wären Paul und Jacob sicher nicht auf sie aufmerksam geworden. Aber sie ist noch viel mehr.

    Jetzt im 2. Band merkt man auch viel mehr die anfänglichen Konflikte, die eine Beziehung zu dritt mit sich bringen kann. Die Eifersucht, das Vertrauen zueinander…………. All das wird nun geprüft.

    Ich persönlich habe ganz neue Ansichten zu den beiden Schneemännern Paul und Jacob bekommen. Sowohl gute als auch schlechte. Und sogar ein paar Wandlungen der Sympathie.

    In diesem Buch sind wir einen Schritt weiter als in Band 1. Ja ok, logisch, es ist ja auch wirklich der zweite Teil, wie schon mehrmals erwähnt. Während sich Teil 1 darum gekümmert hat, abzuhandeln, Louisa von der Idee zu überzeigen, eine Beziehung zu dritt zu führen, gleichzeitig mit Jacob und Paul, so liegt der Fokus hier im Roman eher in den Anfängen genau dieser Geschichte. Und da wird es interessant. Denn nun beginnt der Alltag. Verheimlichen vor den Kollegen und Freunden? Verleugnen? Wie stellt man Louisa vor? Nur als gute Freundin von beiden? Darf man sie währenddessen berühren? Ist das Ganze zu auffällig, und durchschauen die Leute doch, dass da was zwischen Louisa und…………… naja dann wohl beiden Kerlen eine Verbindung besteht? Und wie sieht diese für die Menschen aus? Nur eine Affäre? Die recht ungewöhnliche Beziehungsform der Polyamorie kommt hier quasi in den Alltagsstresstest. Mit all den Überlegungen, die so eine Beziehung mit Planungen mit sich bringt.

    Nun haben wir mit Paul, Jacob und Louisa auch noch drei Charaktere, denen ein Imageschaden durch eine Dreierbeziehung gewaltig die Suppe verhageln könnte. Immerhin haben wir es mit zwei Ärzten und einer Autorin zu tun. Und wir wissen ja……………….. Gerede kann nervig sein. Und Reaktionen von Familie und Freunden auch. So ist Louisa für Jacobs Kollegen eine gute Freundin von ihm. Für Louisas Mutter ist Paul ihr Freund. Und für Jacobs Eltern ist Louisa seine Freundin. Jaaaaa, momentan alles noch ein wenig ungeordnet J

    Man merkt in diesem Band schon, dass es jetzt ans Eingemachte geht. Nicht im Schlimmen Sinne. Aber was im ersten noch als Spinnerei abgetan wurde, um es dann doch zu versuchen, aber abseits des normalen Lebens und des Alltags, das wird jetzt immer mehr fokussiert. Eine Beziehung zu dritt, nicht nur als Denkansatz im Kopf, sondern als bestehend und stattfindend, in der Welt der Menschen um einen herum.

    Genug des Fazits, ich hätte mich auch kürzer fassen können, um einfach zu sagen, dass mir Band 2 auch wieder ganz toll gefallen hat. Dann hättet ihr aber weniger zum Lesen gehabt.

    Und hier am Ende auch wieder ein Lied, welches ich von dem Text irgendwie mit meiner Assoziierung des Buches und der Geschichte verbinde (denn diesmal gibt es Gefahrenzonen, Hände werden gehalten, es gibt Zweifel in verschiedenen Variationen, und auch die Frage, ob man am Ende alles verlieren wird):

    All alone in the danger zone
    Are you ready to take my hand?
    All alone in the flame of doubt
    Are we going to lose it all?

  21. Cover des Buches Luftschlösser (ISBN: 9783499238239)
    Almudena Grandes

    Luftschlösser

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Beagle
    Wohl kein alltägliches Leben, das die drei Kunststudenten Jaime, Markos und José während der 1980er Jahre in Madrid führen. Durch eine heikle Situation - Markos möchte mit José schlafen, es regt sich aber nichts bei ihm - gelangen sie in eine Menage á trois, da Jaime nun für seinen Freund "einspringt". Anfängliche Skepsis verfliegt, denn José, die Ich-Erzählerin, geniest diese individuelle Art, sich selbst frei zu fühlen, ihre beiden Männer werden zu einem wichtigen Baustein in ihrem Leben. Doch dieses kann auch anders - das anfängliche Glück wird bald von Eifersucht und Neid durchkreuzt, es erwachen die dunklen Seiten einer Dreier-Beziehung. Auch wird, ganz nebenbei, das Leben der drei Protagonisten erzählt, von der Studienzeiit über die Malerei bis hin zu Markos´ Tod. Ein Buch, das schön zu lesen ist, aber auch tiefe Traurigkeit auslöst.
  22. Cover des Buches Auf Sendung (ISBN: 9783954002221)
    Beate Baum

    Auf Sendung

     (15)
    Aktuelle Rezension von: dorli
    Erfurt 1991. Kirsten Bertram und ihr Exfreund Andreas Rönn sind Kollegen beim Erfurter Tageskurier. Andreas hat schon seit einigen Wochen den Privatsender PLT im Visier und recherchiert das Verschwinden zweier junger Frauen. Die Siegerinnen einer recht freizügigen Fernsehshow sind von ihrem gewonnenen Marokko-Urlaub nicht zurückgekehrt. Als Andreas zu einem vereinbarten Termin mit dem Verantwortlichen der Sendung erscheint, liegt dieser ermordet neben seinem Schreibtisch. Andreas gerät unter Tatverdacht und Kirsten macht sich eifrig daran, Andreas aus diesem Schlamassel herauszuhelfen. Hierzu baut sie auf die Hilfe ihres neuen Freundes, des Privatdetektivs Dale Ingram…

    In „Auf Sendung“ nimmt Beate Baum den Leser mit auf eine Reise ins Erfurt des Jahres 1991 – und damit in spannende und turbulente Zeit, die von Umschwung und Neuerungen geprägt war. Es gelingt der Autorin ausgezeichnet, die Stimmung kurz nach dem Fall der Mauer zu vermitteln. Auch die ausführlichen Beschreibungen des damaligen Erfurts haben mich durchweg begeistert.
    Zwischen sanierungsbedürftigen Plattenbauten und einer kleinen, sich im Aufbau befindlichen Zeitungsredaktion bemüht sich das Ermittlertrio Licht in das Dunkel um die Ermordung von Manfred Haffmann zu bringen. Die eigentliche Spurensuche wird dabei leider sehr oft von der launenhaften Dreiecksbeziehung der Hauptfiguren in den Hintergrund gedrängt. Da es sich bei „Auf Sendung“ aber um die Vorgeschichte zu mehreren bereits erschienenen Dresden-Krimis mit Kirsten, Andreas und Dale als Ermittler handelt, ist der Fokus auf das Kennenlernen und das Miteinander der drei nachvollziehbar.
    Die Krimihandlung endet sehr undurchsichtig und auch die verschwundenen Mädchen werden nur noch beiläufig erwähnt. Hier hätte ich mir einen deutlicheren Schlussstrich gewünscht.

    Unbedingt erwähnenswert ist das Cover. Es ist den Covergestaltern des Sutton Verlags wieder einmal gelungen, mit ganz einfachen Mitteln ein ausdrucksstarkes und zum Inhalt passendes Cover zu entwerfen. Die abgebildete Schwingungskurve symbolisiert nicht nur das Auf und Ab der Handlung, sondern stellt mit den Umrissen der Turmspitzen von Dom und Severikirche auch einen Bezug zu Erfurt dar.
  23. Cover des Buches Das Dienerzimmer (ISBN: 9783455057546)
    Leonie Ossowski

    Das Dienerzimmer

     (10)
    Aktuelle Rezension von: ines_karsubke
    Dieses Buch war ein spontan Kauf bei Schlecker, da es nur 2,99€ gekostet hat. Ich hab es mit gekommen, weil es sich im Klappentext so liest als ginge es um die Beziehung zweier Schwestern. Aber es geht nicht nur darum sondern auch um die Verhältnisse in Polen und Schlesien in den 30er und 40er des 20 Jahrhunderts. Man erfährt wie das Leben auf einem Gut ist und das nicht nur für die beiden Polnischen Zwangsarbeiterinnen, sondern für alle auf dem Gut. Außerdem bekommt man einen Einblick in das Leben mit einer Kranken Mutter und wie die Gefangennahme und Deportation für die Polinnen gewessen seinen muss. Teilweise finde ich brauch man schon starke Nerven beim Lesen dieses Buches. Aber ich konnte es bald nicht mehr aus der Hand legen. Aufjedenfall Lesenswert. Außerdem hat die Autorin noch viele andere Bücher geschrieben und ich will auf jedenfall noch die Schlesien - Triologie von ihr lesen. Den diese Gegend interessiert mich total weil ein Teil meiner Familie von dort stammt.
  24. Cover des Buches 434 Tage (ISBN: 9783844232707)
    Anne Freytag

    434 Tage

     (135)
    Aktuelle Rezension von: KatjaGraf
    Anja ist erfolgreich, sie ist glücklich verheiratet, sie hat ein gutes Leben. Zumindest denkt sie das, bis sie auf einer Geschäftsreise unerwartet Julian in die Arme läuft....
    Wow, was für eine Geschichte. Was zunächst als einfache Story über einen Seitensprung daherkommt, erreicht schnell tiefes Fahrwasser. Julian ist alles andere, als einfach nur ein Mann, den Anja auf einer Geschäftsreise trifft, er geht ihr tiefer, bis unter die Haut und die Affaire bekommt eine immer wichtigere Rolle in Anjas Leben. Um nicht zu viel zu spoilern, werde ich wie immer hier nur schreiben, dass mich die Geschichte wirklich fasziniert hat und die "Rückschauen" im Buch sehr aufschlussreich waren.
    Ich hasse Rezensionen, die die ganze Story erzählen und mir die Spannung nehmen, darum möchte ich wie immer nur eine klare Leseempfehlung geben.

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