Bücher mit dem Tag "dresden"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "dresden" gekennzeichnet haben.

125 Bücher

  1. Cover des Buches Extrem laut und unglaublich nah (ISBN: B005BCDUP4)
    Jonathan Safran Foer

    Extrem laut und unglaublich nah

    (1.251)
    Aktuelle Rezension von: Johann_Baier

    Nach 100 Seiten abgebrochen: die Hauptfigur ist ein 9-jähriger Junge, der altklug wie ein Erwachsener daherredet, der mehr weiß, als die meisten Erwachsenen, der aber gleichzeitig sich auf eine Suche begibt, die so unsinnig ist, dass kein 9-Jähriger das tun würde. Die ein 9-Jähriger in der Riesenstadt New York auch nicht durchführen könnte. Der Protagonist ist eine unrealistische Kunstfigur (ähnlich wie Günther-Grass-Oskar mit der Blechtrommel, der aus Protest aufhört zu wachsen). Mit einer unrealistischen Kunstfigur kann man nicht mitfühlen, sie ist kalt wie eine Science-Fiction-Comic-Figur. Sie erschien mir mehr wie ein abstraktes Fabelwesen, das mir irgendwelche Lebensweisheiten mitteilen soll, ich habe nur nicht verstanden welche.

    Bei den unrealistischen (und schwer zu lesenden) Dialogen fragte ich mich: warum sind sie da, warum soll ich sie lesen? Dialoge werden in Romanen eingesetzt, um die Handlung voranzubringen, um die Personen zu charakterisieren, um eine Atmosphäre wiederzugeben, um Konflikte zwischen den Figuren aufzuzeigen – und sie hören auf, wenn diese Ziele erreicht sind. Die Dialoge in dem Roman von Foer dienen keinem dieser Ziele. Sie hören aber trotzdem nicht auf.

    Das Buch war angekündigt als Geschichte eines Jungen, der seinen Vater beim 9/11-Anschlag verloren hat. Einen solchen Jungen lernt man aber nicht kennen. Man lernt aber nur eine unrealistische geschwätzige Kunstfigur kennen.

  2. Cover des Buches Todesfrist (ISBN: 9783442498215)
    Andreas Gruber

    Todesfrist

    (1.005)
    Aktuelle Rezension von: Rabea

    Schon die Idee, Motive aus dem Struwwelpeter mit einer modernen Thrillerhandlung zu verknüpfen, hat mich sofort begeistert. Als Kind der 90er war der Bezug zu diesem bekannten, düsteren Bilderbuch für mich ein besonderer Reiz. Die Vorstellung, dass ein Serienmörder seine Taten an den Geschichten daraus orientiert, ist originell und zugleich beklemmend.

    Todesfrist hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Die kurzen Kapitel sorgen für ein hohes Erzähltempo, sodass die Spannung durchgehend erhalten bleibt und man das Buch kaum aus der Hand legen möchte.

    Besonders überzeugt haben mich die beiden Hauptfiguren Sabine Nemez und Maarten S. Sneijder. Zunächst wirken sie wie ein ungleiches Team, doch im Verlauf der Geschichte zeigt sich, wie gut ihre unterschiedlichen Persönlichkeiten miteinander harmonieren. Sneijder erscheint anfangs arrogant und schwer zugänglich, entwickelt sich aber schnell zu einer faszinierenden Figur mit einer außergewöhnlichen Ausstrahlung und einem ganz eigenen Charme.

    Abgerundet wird das Ganze durch einen flüssigen, leicht zugänglichen Schreibstil, der das Lesen sehr angenehm macht und dazu beiträgt, dass man förmlich durch die Seiten fliegt.

  3. Cover des Buches 9 Tage wach (ISBN: 9783841906298)
    Eric Stehfest

    9 Tage wach

    (81)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    E.S.s  (wie "Es" bei Stephen King) Crystal-Meth-Beichte, ein Meth-Diener mit Meth-ode. Schonungslos berichtet Eric über Drogenaussetzer, dem Versagen des Schließmuskels und wie er sein Meerschweinchen auf dem Gewissen hat. Gelegentlich verwickelt, wenn auf die Geschichte der Urgroßväter umgeblendet wird, die im Pervitin-Rausch für das "Dritte Reich" flogen und mordeten. Lianes unendliche Geduld hat mich im Film etwas verwundert, in der Buchvorlage zeigt sie an zumindest einer Stelle eine wachsende Ungeduld gegenüber dem eigenen mißratenen Nachwuchs. Und Richter und Staatsanwalt am Amtsgericht Pirna (und in der Verfilmung) habe ich auch nicht ganz ernst genommen.

  4. Cover des Buches Elbenthal-Saga - Die Hüterin Midgards (ISBN: 9783423625661)
    Ivo Pala

    Elbenthal-Saga - Die Hüterin Midgards

    (192)
    Aktuelle Rezension von: Alyria

    Handlung: Der Einstieg zu Beginn ist etwas schwierig, weil man ohne Erklärung mitten in die Handlung geworfen und gleich mit vielen Namen und merkwürdigen Gestalten konfrontiert wird, aber spätestens nach den ersten Kapiteln in Midgard wird das Ganze dann übersichtlicher. Die Grundidee, das Lichtelben unterhalb von Dresden ein Tor bewachen, um die nichtsahnende Menschenwelt (Midgard) vor den bösen Dunkelelben zu bewahren, ist originell und bietet viel Spannungspotenzial, da es auch ein paar Dunkelelben schon in die Menschenwelt geschafft haben. Der Plot um die Protagonistin Svenya als Hüterin Midgards ist deswegen und dadurch, das Svenya als unwissender Mensch mitten in diesen Krieg hineingezogen wird, von vielen Konflikten geprägt. Die meisten sind nachvollziehbar und sorgen für Spannung durch das ganze Buch hindurch, allerdings ist der große Grundkonflikt etwas vorhersehbar. In der Hinsicht passiert das, was ich vorher erwartet hatte. Auch ein paar Logikfehler und Entscheidungen, die ich nicht nachvollziehen konnte, dämpfen das Erlebnis etwas, trotzdem bleibt die Geschichte insgesamt interessant (4/5).

    Setting/Weltenaufbau: Für Abwechslung sorgt das gewählte Setting. Unüblich für das Genre, in welchem die meisten Bücher in fremden Welten oder Weltstädten wie New York, London, Paris etc. spielen, ist dieses Werk in und unter Dresden angesiedelt. Immer mal wieder fließen lokale geographische Elemente ein. Auch die bildreiche Beschreibung der Festung der Lichtelben, neue Wesen wie Mannwölfe und Fledermäuse als Reittiere und vielerlei zauberhafte Einrichtungen im Palast sind klare Pluspunkte. Nur die Vermischung von Magie und Natur der Elben mit hochmoderner Technik wie Maschinengewehren, Hubschraubern, Flak-Geschützen, Flatscreen-Fernsehern etc. ist nicht nach meinem Geschmack. Das passt irgendwie nicht in die magische Welt unterhalb von Dresden und ist auch für die Handlung in keiner Weise relevant, hätte also ruhig weggelassen werden können (4/5).

    Schreibstil/Atmosphäre: Der Schreibstil ist durchschnittlich, aber völlig in Ordnung. Man kann gut dem Geschehen folgen, die Sprache ist einfach und verständlich und spannende Szenen wechseln sich mit ruhigeren Momenten ab. Auch die Atmosphäre drumherum und die Gefühle, Gedanken und Gewissensbisse der Protagonistin werden gut transportiert. Was mich etwas gestört hat, waren die kurzen Kapitel (oft nur 2-4 Seiten), die mich immer mal wieder aus dem Lesefluss geworfen haben. Zudem mangelt es den Dialogen etwas an Substanz, was aber auch an den eher eindimensionalen Charakteren liegt (4/5).

    Charaktere: Im Laufe der Geschichte begegnet man sehr unterschiedlichen Charakteren, die ihre Eigenheiten haben und größtenteils auch interessant sind. Doch vielen mangelt es an Tiefe. Auch mit der Protagonistin Svenya habe ich meine Probleme. Zwar ist bei ihr eine deutliche Charakterentwicklung erkennbar und mir hat auch gefallen, dass sie am Anfang nicht alles hingenommen und sich sofort ihrem neuen Schicksal gefügt hat, aber sympathisch ist sie mir bis zum Schluss trotzdem nicht geworden. Mir war sie einfach zu anstrengend, zu kindisch, zu moralisch. Dass alle männlichen Charaktere, wirklich so gut wie jede genannte Person männlichen Geschlechts, selbst die, die tausende von Jahre älter als sie sind, auf sie stehen, hat es nicht besser gemacht. Der große Loveinterest wird eigentlich nur durch dieses klischeehafte Verlieben in die Protagonistin definiert, der große Antagonist sticht wie üblich durch katastrophale Unfähigkeit heraus. Da wäre deutlich mehr Potential drin gewesen (2/5).

    Fazit: Abwechslungsreiche Fantasy mit regionalem Setting, interessanter Handlung und einer ordentlichen Portion Spannung. Einziges Manko: die Charaktere. 14/20.

  5. Cover des Buches Der Kryptologe (ISBN: 9782496707236)
    Elias Haller

    Der Kryptologe

    (148)
    Aktuelle Rezension von: Zahirah

    Annalena Winzer, die Frau eines bekannten Sensationsreporters, wird erdrosselt unter der Semperoper gefunden. Auffällig ist jedoch, dass Zahlenkombinationen in ihre Hände und Füße eingeschnitten worden sind. Darüber hinaus wird aber auch noch ihrer achtjährigen Tochter Liliana vermisst. Die Zeit drängt also, und so wird der Kryptologe Kriminaloberkommissar Arne Stiller hinzugezogen, um durch das Entschlüsseln der Zahlen auf das Motiv der Tat oder den Täter kommen zu können. 

    In einem Krimi mal eine andere Vorgehensweise bei den Ermittlungen, hier eben die Kryptologie, zu haben, hat mir gut gefallen. Auch die Charaktere haben ihre Ecken und Kanten und die Semperoper in Dresden als Tatort zu nutzen ist auch nicht so oft im Krimis vorhanden. Also rundum ein gelungener Serienauftakt, denn der Krimi an sich ist flüssig, mit vielen Wendungen versehen und spannend erzählt. Auch wenn hinsichtlich der Kryptologie für nachfolgende Bände noch Potential nach oben ist, hat mich dieser erste Fall für Arne Stiller aber gut unterhalten. Meine Leseempfehlung bekommt das Buch und eine Bewertung von 4 von 5 Sternen.

  6. Cover des Buches Das Mädchen vom Striezelmarkt (ISBN: 9783404188703)
    Dominique Steinberg

    Das Mädchen vom Striezelmarkt

    (33)
    Aktuelle Rezension von: Claudia107

    Inhaltsangabe: "Dresden, 1899. Für Lea gibt es nichts Schöneres im Jahr als ein Besuch des Striezelmarkts mit seinen bunten Verkaufsständen und tausend Lichtern. Denn Leas heimliche Leidenschaft ist das Schnitzen von Holzfiguren. Doch ihr Traum, ihre kleinen Kunstwerke irgendwann einmal auf dem berühmten Weihnachtsmarkt auszustellen, bleibt ihr, dem jüdischen Mädchen, verwehrt. Mithilfe eines Freundes erfüllt sich ihr Traum eines Tages dennoch: Als Geselle verkleidet und unter falschem Namen, verkauft sie ihre Holzschnitzereien auf dem Striezelmarkt und hat großen Erfolg. Doch Leas Erfolg bleibt nicht unbemerkt - und schon bald steht nicht mehr nur ihre Zukunft auf dem Spiel, sondern ihr Leben."

    Um ehrlich zu sein hatte ich persönlich etwas andere Erwartungen von dem Roman. Er ist keinesfalls gemütlich wie man sich vielleicht einen Weihnachtsroman vorstellt...Oh Nein! Daher tat ich mir anfangs echt schwer in die Geschichte reinzukommen und es gibt doch auch immer wieder Wiederholungen. Allerdings ist der Schreibstil so unglaublich bildhaft, dass ich mir wirklich alles genau vorstellen konnte. Wer dann auch schon mal in Dresden war wandelt mit der Hauptprotagonistin Lea durch diese wunderschöne Stadt. 

    Ab der Hälfte des Romanes packte mich die Story dann aber so richtig, es passieren so unglaublich viele Sachen, dass es so richtig spannend wurde. (Aber vielleicht lag es auch daran, dass ich einfach mehr Zeit hatte zu lesen). Ich muss aber auch zugeben, dass die Protagonistin Lea unheimlich taff ist für die damalige Zeit und ihre Halbschwester Willie ist schon sehr egozentrisch, aber ich habe mich auch köstlich über sie amüsiert und zudem ist sie auch auf das Wohl anderer Menschen bedacht. 

    Fazit: Auch wenn dieser Roman absolut unrealistisch ist punktet er mit seiner bildhaften flüssigen Sprache, so dass man sich alles richtig gut vorstellen kann. Es ist jetzt kein cozy Weihnachtsroman, aber man wird hier spannend durch Dresden Ende des 19. Jahrhundert geführt. Der Roman hat auf jedenfalls richtig guten Unterhaltungswert und ich bin jetzt neugierig auf weitere Romane des Autors. 

  7. Cover des Buches Zauber der Stille (ISBN: 9783596523887)
    Florian Illies

    Zauber der Stille

    (74)
    Aktuelle Rezension von: Hubertus_Feldmann

    Die Superlative reichen kaum aus, um dieses Buch angemessen zu würdigen. Von Beginn an nimmt es den Leser gefangen, nimmt in mit auf eine Wanderschaft durch das Leben des großen Malers, eingebettet in historische Ereignisse jener Zeit, mit Schlenkern bis in die Jetztzeit, die mit einer Liebe zelebriert werden, die einzigartig ist. Das gilt sowohl für die Person Friedrichs als auch für seine Bilder. Man spürt, hier hat jemand den innigen Kontakt zu „seinem Thema“ gesucht, denn nur so ist ein derartiges Werk möglich.

    Es ist nicht nur eine persönliche Lebensreise, die hier so spannend wie eindrücklich geschildert wird, es sind auch die verschiedenen Reisen der Bilder, von ihrer Entstehung/Entwicklung bis zu den oft vielseitigen Besitzverhältnissen, während der sie entwendet verkauft, weiter-vermacht, verschenkt oder ergaunert werden, wie das Bild „Ansicht eines Hafens“. Bilder, die verschwinden und wieder auftauchen – um dann teils endgültig unterzutauchen oder zerstört zu werden (vorzugweise durch Feuer) – oder als sogenannte Beutekunst möglicherweise das eine oder andere russische Zimmer ziert.

    Die Beschreibungen einzelner Werke sind so eindrücklich, dass man, auch ohne diese Bilder jemals zu Gesicht bekommen zu haben, sich diese lebhaft vorstellen kann. Und im Übrigen, auch das wird hier deutlich, entsteht ja ein je unterschiedliches Bild im Kopf des jeweiligen Betrachters, versehen mit wechselnden Bezügen, angepasst an dessen oder deren Erfahrungen. 

    Oft werden Emotionen geweckt, die tief berühren, die tief hinabreichen, angereichert durch eigene Gedanken, in die Beweggründe allen Seins, hier beispielhaft skizziert am Bild „Mönch am Meer“: „‘Der Mönch am Meer‘“ ist das Bild eines verzweifelten Mannes. Gnadenlos lastet der düstere Himmel auf den Schultern des einsamen Mönchs am dunklen Wasser, er steht verloren auf einem kleinen Sandhügel am Rande des finsteren Ufers. Es formuliert letztlich die Paradoxie des Glaubens: eine Aufrechterhaltung der Hoffnung im Wissen um deren Aussichtslosigkeit. Friedrich malt das Bild, als er kurz hintereinander erst seine Schwester und dann seinen Vater verloren hat, das Bild ist von Monat zu Monat dunkler und radikaler geworden, wie wir von den Besuchern seines Ateliers wissen. Nie zuvor ist das Zweifeln an Gott, die Nichtigkeit des Einzelnen und seine Verlorenheit angesichts der Urkräfte der Natur kompromissloser dargestellt worden.“

    Offensichtlich möchte Friedrich dem emotionalen Ringen, dem Widerstreiten ganz unterschiedlicher Gefühle, den persönlichen Belastungen und Enttäuschungen etwas entgegensetzten, was ihm Fundament und Halt gibt im täglichen Leben. So verwandelt er seine sehnsüchtige Melancholie, seinen Schmerz sowie seine inneren Visionen, zu herzergreifenden Pinselstrichen. Was für ein Glück für uns …

    (4.2.2024)

  8. Cover des Buches Der Rätselmann (ISBN: 9782496710946)
    Elias Haller

    Der Rätselmann

    (53)
    Aktuelle Rezension von: Hexipexi

    Das Cover ist modern und ein Blickfang.

    Der ehemalige Polizeipräsident wird tot in einem Theater gefunden. Er ist nackt und von rostigen Nägeln durchbohrt.

    Das ist ein Fall für den Kryptologen Stiller, da der Tote eine chiffrierte Postkarte bei sich hatte.

    Der Schreibstil ist flüssig und fesselnd. Die Spannungsbögen reihen sich aneinander.

    Die Seiten fliegen nur so dahin.

  9. Cover des Buches Rachefrühling (ISBN: 9783442491087)
    Andreas Gruber

    Rachefrühling

    (94)
    Aktuelle Rezension von: blue-jen

    Martin Kilian betreibt einen erfolgreichen True-Crime-Podcast. Dank seiner Recherchen wurden schon mehrere unschuldig Verurteilte wieder aus dem Gefängnis entlassen. Bis Kilian plötzlich selbst zum Verdächtigen wird: Bei dem grausamen Mord an der Wiener Chirurgin Dr. Rashid spricht alles gegen ihn. Verzweifelt wendet er sich an die renommierte Anwältin Evelyn Meyers, doch deren Nachforschungen gestalten sich komplizierter und gefährlicher, als anfangs gedacht. Und so bittet Evelyn den Leipziger Kommissar Walter Pulaski, der gerade in Wien Urlaub macht, um Hilfe. Anders als sie kann er inkognito ermitteln und stößt dabei auf ein unglaubliches Geheimnis …

    Der Start des Buches beginnt recht interessant, gerade da der Vater der Toten möchte, dass Evelyn den Mörder vertritt und dafür noch zahlt. Seine Verwicklungen in vielem sind lange sehr unklar, ebenso sind er und seine Begleiter sehr unsympathisch Leute außer Ibrahim. Die Geschichte baut sich sehr gut auf und Evelyn, walter und Flo kommen den Hintergründen immer weiter auf die Spur. Dabei gehen sie wie in den drei vorigen Bänden manchmal etwas blauäugig an die Sache heran, was dann doch etwas verwirrt bzw. nervt.
    Der Abschluss für die drei ist schön und passt so sehr gut in die Reihe.

    Die Hintergründe und Auflösung als solches fand ich jedoch etwas zu viel. Insgesamt ein gutes Ende der Reije mit 3,5 Sternen 

  10. Cover des Buches Die Frauen der Rosenvilla (ISBN: 9783453471313)
    Teresa Simon

    Die Frauen der Rosenvilla

    (267)
    Aktuelle Rezension von: Yvihh85

    Die Geschichte ist eine schöne Sommerromanze mit viel Schokolade und etwas historischem Anteil über Dresden und ihre Bewohner.

    Ich fand die Frauen der Geschichte gut geschrieben und es blieb bis zum Schluss spannend.

    Die Geschichte der Schokolade in den 1930 hätte für mich noch weiter ausgeführt werden können bzw die Geschichte der Schokolade im Allgemeinen 

  11. Cover des Buches Vergessene Seelen (ISBN: 9783423218115)
    Frank Goldammer

    Vergessene Seelen

    (85)
    Aktuelle Rezension von: Zahirah

    Es ist Sommer im Dresden des Jahres 1948. Kommissar Max Heller wird zu einem Leichenfund gerufen, die Leiche eines 14jährigen Jungen, der von einem Kran gesprungen sein soll. Selbstmord ? Ein Unglücksfall ? Später stellt man Striemen auf dem Rücken des Jungen fest, und vermutet Gewalt in der Familie. Also doch kein Unglück? Max Heller nimmt die Ermittlungen auf...

    Diesmal macht Heller nicht die Kälte sondern die Hitze zu schaffen. Der Hunger und die Armut jedoch sind noch nicht wesentlich besser. Kommissar Heller muss sich bei seinem Fall mit einer Kinderbande auseinandersetzen und verfällt dabei auch seinen Gespenstern aus der Kindheit. Sehr spannend.

    Von mir eine Leseempfehlung und volle 5 Sterne!

  12. Cover des Buches Schlachthof 5 oder Der Kinderkreuzzug (ISBN: 9783455014273)
    Kurt Vonnegut

    Schlachthof 5 oder Der Kinderkreuzzug

    (123)
    Aktuelle Rezension von: admit

    Der Protagonist Billy Pilgrim ist bärtig und in eine blaue Toga gehüllt, was den amerikanischen Soldaten, die nach dem Krieg des Tötens müde sind, spanisch vorkommt. Nach und nach stellt er sich als Zeitreisender heraus, der im Jahr 1968 erkennt, dass aus seinen Kindern Musteramerikaner geworden sind. Er wurde aber schon 1967 auf einen fremden Planeten entführt, lebt dort sexuell freizügig und lernt von den Außerirdischen deren Schicksalsergebenheit und Gleichmut, welche an den 'Go with the flow' der Hippies erinnern. Ist er jetzt ein Drogenkonsument oder hat er einfach nur die Rettung in seine Fantasie gesucht? Das bleibt den Lesern überlassen zu deuten.

  13. Cover des Buches Der Letzte von uns (ISBN: 9783746636047)
    Adélaïde de Clermont-Tonnerre

    Der Letzte von uns

    (62)
    Aktuelle Rezension von: Jeys_Book_Lines

    Bei "Der Letzte von uns" von Adélaïde de Clermont-Tonnerre habe ich erfreulicherweise schon nach den ersten paar Seiten festgestellt, dass sich die Geschichte durch den lockeren Schreibstil wirklich gut und vor allem auch schnell lesen lässt.

    Aber kommen wir zuerst einmal zum Inhalt: Während der Bombennächte in Dresden bringt die schwer verwundete Luisa ihren Sohn zur Welt. Kurz darauf stirbt sie. Ihr letzter Wunsch ist es, ihn in Sicherheit zu wissen, denn sie ahnt: Er ist der Letzte von ihnen. Manhattan, fünfundzwanzig Jahre später. Wern ist jung, ambitioniert und unsterblich in Rebecca verliebt, enfant terrible und Tochter einer reichen New Yorker Familie. Die beiden verbindet eine außergewöhnliche Liebe: leidenschaftlich, inspirierend und bedingungslos, so zumindest scheint es. Doch plötzlich bricht Rebecca ohne weitere Erklärungen den Kontakt zu ihm ab. Und Wern muss sich einer schmerzhaften Wahrheit stellen.

    Die Handlung wird auf zwei verschiedenen Zeitebenen erzählt, was beim Leser für Abwechslung sorgt und interessante gesellschaftliche Einblicke in die damaligen Zeiten ermöglicht. Besonders gelungen ist hierbei die Darstellung der 1960er- und 1970er- Jahre im aufstrebenden Manhattan. 

    Leider bleiben aber gerade die Charaktere flach und wenig überzeugend, besonders das Hin und Her zwischen Werner und Rebecca hat mich wirklich genervt, ich mag solche übertrieben dargestellten Beziehungsdramen einfach nicht. Werners übermäßiges Ego und seine grundlose Eifersucht stehen hierbei im Kontrast zu Rebeccas sprunghaftem Verhalten und ihrem "zickigem Mädchen aus reichem Hause"-Image. Ganz ehrlich, die Liebesgeschichte der beiden wirkt für mich regelrecht erzwungen und unglaubwürdig. Weniger wäre hier deutlich mehr gewesen! 

    Eine interessante Facette des Buches ist jedoch die Einbindung realer historischer Ereignisse, insbesondere die Rolle von Wernher von Braun, einem bedeutenden Wissenschaftler und Pionier der Raumfahrt. Durch diese Verknüpfung werden dem Leser historische Einblicke in die Geschichte geboten, insbesondere in Bezug auf von Brauns Rolle im nationalsozialistischen Deutschland und seine spätere Übersiedlung in die Vereinigten Staaten.

    Das letzte Drittel des Buches hebt sich dann ebenfalls nochmals positiv vom Rest der Geschichte ab, da meine vielen offenen Fragen beantwortet wurden. Dennoch bleibt das Gesamtbild der Story von einer gewissen Schwarz-Weiß-Malerei geprägt, was meiner Meinung nach die Tiefe der Geschichte stark beeinträchtigt. Somit ist "Der Letzte von uns" eine kurzweilige und ganz passable Lektüre, die jedoch nicht herausragt, da sie doch zu klischeebehaftet ist. Ich habe zur Thematik dieses Buches schon weitaus bessere Bücher gelesen. 

  14. Cover des Buches Der Angstmann: Max Heller 1 (ISBN: B07J1LNVD6)
    Frank Goldammer

    Der Angstmann: Max Heller 1

    (36)
    Aktuelle Rezension von: Minzeminze

    Frank Goldammer nimmt den Hörer mit in das zerstörte und kriegs gebeutelte Dresden .
    Max Heller ist da einem Serienmörder auf der Spur. Trotz der mehr als widrigen Umstände lässt ihn der Fall nicht los und er ermittelt immer weiter unter Einsatz seines Lebens.
    Wem kann er noch vertrauen , nichts ist sowie es scheint.
    Zu Beginn braucht es etwas um Fahrt auf zu nehmen , doch dann geht es Schlag auf Schlag. Es ist detailreich und sehr bewegend geschrieben.
    Der Sprecher hat eine angenehme Stimme und betont sehr gut.
    Ein fesselnder Krimi aus Dresden.

  15. Cover des Buches Die Königsdame (ISBN: 9783104000800)
    Sabine Weigand

    Die Königsdame

    (64)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Einen kurzen Blick auf die Handlung ermöglicht die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:

    Die Mischung von historischen Fakten und historischen Persönlichkeiten mit einer fiktiven Geschichte und fiktiven Figuren fasziniert mich immer wieder. Dies ist in vorliegendem Fall ganz hervorragend gelungen. Die Figuren - ob nun historisch belegt oder nicht - wirken lebendig und sind sehr gut und intensiv gezeichnet.

    Die Schreibweise ist etwas sehr Besonderes - die Autorin versteht es meisterhaft ihre Erzählung durch viele (oftmals authentische) Dokumente, Briefe, Kalendereinträge und Rezepte aufzulockern und der gesamten Handlung einen sehr besonderes Leseerlebnis zu erzeugen. Dazu dient auch die gerade in diesen Handlungs-Einschüben verwendete altertümliche Sprache. Diese dienen aber nicht nur der Auflockerung, sonders sie treiben die Handlung auch gekonnt weiter.

    Für mich eines der besten historischen Bücher. Mir hat es jedenfalls viel Lust auf weitere historische Bücher der Autorin gemacht.

  16. Cover des Buches Die Schrift (ISBN: 9782496713206)
    Elias Haller

    Die Schrift

    (50)
    Aktuelle Rezension von: Joerg_Thamer

    Die Schrift ist ein spannender Thriller von Elias Haller, der mich in seinen Bann gezogen hat. Der Autor nimmt den Leser mit in die düstere und grausame Welt eines Serienmörders, der seine Opfer mit rätselhaften Tattoos verstümmelt. Diese Tattoos sind nicht nur eine sadistische Form der Folter, sondern auch eine geheime Botschaft, die der Täter an die Polizei senden will. Und hier kommt Arne Stiller ins Spiel, der sich auf die Analyse von Codes und Symbolen spezialisiert hat. Er muss die Puzzleteile zusammensetzen, die der Täter auf den Körpern seiner Opfer hinterlässt, bevor dieser weitere Frauen entführt und quält. Dabei gerät er selbst in Lebensgefahr, denn der Täter hat auch ihn ins Visier genommen.

    Der Schreibstil des Autors ist flüssig, temporeich und detailliert. Er schafft es, eine beklemmende Atmosphäre zu erzeugen, die den Leser fesselt und mitfiebern lässt. Die Kapitel wechseln zwischen den Perspektiven der Ermittler, der Opfer und des Täters. Das erhöht die Spannung und lässt den Leser in die Gedankenwelt der Figuren eintauchen. Arne Stiller ist trotz seiner Eigenheiten ein brillanter Kopf. Die Handlung ist gut konstruiert, logisch und zugleich überraschend. Die Rätsel um die Tattoos sind originell und faszinierend. Die Auflösung ist schlüssig und nachvollziehbar, aber nicht vorhersehbar. Die Gewaltszenen sind allerdings nichts für schwache Nerven, da sie sehr brutal und blutig beschrieben werden. Der Autor spart nicht an Details, wenn er die Grausamkeiten schildert, die der Täter seinen Opfern antut. Das macht das Buch zu einem harten, aber packenden Thriller.

    Die Schrift ist der fünfte Teil einer Reihe um Arne Stiller, aber man kann ihn auch ohne Vorkenntnisse lesen. Ich kannte die vorherigen Bände zum Beispiel nicht, aber das hat meinem Lesevergnügen keinen Abbruch getan. Ich fand das Buch sehr unterhaltsam und empfehle es gerne weiter. Ich vergebe gute vier von fünf Sternen.


  17. Cover des Buches Tintentränen (ISBN: 9781523453740)
  18. Cover des Buches Die unsterbliche Familie Salz (ISBN: 9783423146326)
    Christopher Kloeble

    Die unsterbliche Familie Salz

    (70)
    Aktuelle Rezension von: lesen_leben_lachen

    Lola Rosa Salz ist die zentrale Figur in diesem Roman. Das Hotel Fürstenhof ist der zentrale Ort im Geschehen, auch wenn die Figuren sich die wenigste Zeit dort aufhalten. Und ein zentrales Motiv ist der Schatten.



    Lola ist zu Beginn eine Neunjährige, die mit ihren Eltern in München lebt und als ihr Vater den Fürstenhof erwirbt nach Leipzig umzieht. Sie liebt ihre Mutter sehr und als diese krank wird nimmt es das kleine Mädchen sehr mit. In ihren Augen rettet sie ihre Mutter, als Maria - von dem man nicht weiß ob er existiert - ihr Leben beendet.



    Der nächste Abschnitt wird von Lolas Mann Alfons erzählt. Dieser beschreibt Lolas Flucht mit den Kindern am Ende des Zweiten Weltkriegs und erzählt mehr über Lolas Charakter. Dann folgt Aveline, Lolas Tochter, der Schatten ihrer Enkelin, der die Geschichte von Kurt erzählt, wie er seine Frau kennenlernt; ihre Enkelin selbst und ganz zum Schluss Lolas Urenkelin, die einen Brief an ihre Mutter schriebt.


    Lola rückt zwar irgendwann in den Hintergrund, aber sie wird immer wieder erwähnt.



    Der Fürstenhof ist ebenfalls immer Thema.

    Als neuer Wohnsitz der Familie Salz in Lolas Kindheit. Als ein Ort an den Lola auch im Zweiten Weltkrieg unter keinen Umständen zurück kehren will. Als das Objekt Kurts Begierde nach dem deutschen Wiedervereinigung.



    Als wiedererlangter Familienbesitz.



    Das Motiv des Schattens beginnt harmlos mit den Schattenrissen, die Lolas Mutter für jedes Familienmitglied anfertigt. Allerdings bleibt es nicht dabei. Für Lola bekommen Schatten eine immer größere Bedeutung und besonders Männer ohne Schatten stellen für sie eine besondere Gefahr da.



    Das Thema Schatten zieht sich aber durch alle Generationen. Eine Figur in der Geschichte kann ihren Schatten nicht sehen und an einer anderen Stelle kommt sogar ein Schatten zu Wort. Dieser ist zu dem Zeitpunkt natürlich ein allwissender Erzähler und schafft dadurch eine Verbindung zwischen zwei Fragmenten der Geschichte.



    Der Schatten zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte und verbindet gemeinsam mit Lola und dem Fürstenhof die einzelnen Teile miteinander.



    Insgesamt wird die Geschichte beschrieben, wie das Hotel in Familienbesitz gelangt, von der DDR enteignet wird und schließlich wieder zurück in die Familie kommt und wie Lola und alle um sie herum diese Zeit erleben.



    Neben den Familienverhältnissen, Streitigkeiten und Problemen erfährt man auch vieles über die politischen Gegebenheiten.



    Die ganze Geschichte ist sehr gut recherchiert und macht dadurch einen authentischen Eindruck.



    Die Charakterentwicklung ist in diesem Buch schwerer zu beschreiben als in anderen Geschichten,aber ich finde das macht es zusätzlich interessant.



    Einem fehlen Ereignisse, die eine Figur erlebt hat um ein gesamtes Puzzle zusammensetzen zu können, aber dadurch kann man sich die Charaktere noch eher so zurecht legen, wie man sie sich vorstellt. Es gibt also mehr Spielraum für Vorstellungen zu den einzelnen Figuren. Allerdings kann man aus diesem Grund einige Handlungen nicht nachvollziehen und findet diese dann nicht gut. Da kann man aber meiner Meinung nach drüber hinwegsehen, denn man kann ja auch im echten Leben nicht immer alles nachvollziehen, was der Gegenüber gerade tut.


    Ich würde behaupten der Schreibstil ist eher ein "Erzählstil"

    Die Perspektive wechselt immer wieder und viele Figuren kommen zu Wort. Dadurch bekommt jedes Kapitel seinen eigenen Charakter mit der Person, die es erzählt.



    Als beispielsweise Lolas Mann zu Wort kommt, könnte man zwischendurch beinahe den Eindruck bekommen der eigene Opa erzählt von der Flucht vor dem Zweiten Weltkrieg. Und auch sonst ist der Schreibstil immer gut an die Figuren angepasst. Das sorgt für einen sehr angenehmen Schreibstil, der sich gut lesen und einen in die Geschichte eintauchen lässt.


    Ich finde dieses Buch ist auf jeden Fall eine Empfehlung wert!



    Ich lese ja normalerweise eher Jugendbücher und Fantasy, aber dieses Buch konnte mich wirklich überzeugen!

  19. Cover des Buches Mit dem Mut zur Liebe (ISBN: 9783426528402)
    Hera Lind

    Mit dem Mut zur Liebe

    (103)
    Aktuelle Rezension von: Andrea_M

    Man mag über Hera Lind denken was man will- aber seitdem sie sich mit Lebensgeschichten echter Menschen, Flucht , Vertreibung, den aller dunkelsten Seiten der Menschen beschäftigt, zolle ich ihr Respekt!

    Ja, ihre "alten" Bücher waren einfach nur auf locker und lustig, teils mit etwas schwarzem Humor getrimmt und oft überzogen. Aber schreiben kann sie. 

    Klar vom Stil, flüssig und deutlich in der Aussage ohne ein zu viel und den Leser mit all dem, was in so ein langes Leben herein passt zu überfordern. Sprachlich gute Mischung zwischen der damals üblichen Sprache mit Begriffen wie Muttel und Vaterl und der lesbaren "neuen" Variante. Ein wenig lange verweilt die Geschichte im hin und her zwischen Artist werden wollen und noch nicht sein- aber: wer hat sich noch nicht zu lange gequält und brauchte einen Schubs? Muss man nicht mögen, war aber schlüssig. 

    Ich als Leserin habe den Beiden auf jeden Fall alles Glück gegönnt, die Starts, die Weltreisen. Gut zusammengefasst und auf die wirklich wichtigen Punkte, Verlust und Neuanfang, Beziehungsebene und erstaunliche Freundschaften beschränkt. 

    Der Nachtrag von Dieto persönlich ein echter Augenöffner...

    Viel Spaß beim Lesen 

  20. Cover des Buches WG mit Biss: Der etwas andere Vampirroman (ISBN: 9781523877003)
    Vanessa Carduie

    WG mit Biss: Der etwas andere Vampirroman

    (37)
    Aktuelle Rezension von: SanNit

    Das war eine schöne Liebesgeschichte, mit einer taffen Werwölfin und einem liebenswerten Vampir.
    Hier gibt es ein kleines einleitendes Kapitel und dann geht das WG Leben auch schon los.
    Ich fand den Handlungsverlauf und auch die Dialoge manchmal nicht so ganz plausibel, eher leicht sprunghaft.
    Mir persönlich lief es auch zu reibungslos ab. Für mich hat sich da kein direkter Spannungsbogen aufgebaut.
    Erika und Fabian harmonieren aber gut und ich mochte sie sehr. Es war schön zu lesen und hat mir ein paar schöne Lesestunden beschert.
    Auch die 2 Nebendarsteller, die im nächsten Teil die Hauptcharaktere werden, haben mir gut gefallen. Ich finde sogar, dass sie sehr interessante Charaktere sind, von denen ich einiges erwarte.
    Insgesamt wurde ich gut unterhalten, auch wenn mich die Geschichte nicht komplett erreicht hat. und ich freu mich schon auf Valeria und Konstantin.

  21. Cover des Buches Signalrot (ISBN: 9782496716092)
    Elias Haller

    Signalrot

    (121)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    Der erste Band einer (für mich) neuen Reihe. Von Elias Haller habe ich bereits andere Thriller gelesen/gehört, die mich sehr packen konnten, also habe ich nun zu diesem Buch gegriffen.
    Wie von mir nicht anders erwartet, konnte mich auch dieser Thriller sehr packen. Ich mag den Schreibstil sehr; bisher hat mich jedes Buch von Haller mitgerissen.
    Der Fall an sich ist zum Teil sehr grausig. Nichts, was sich schnell weglesen lässt.
    Ich mag solche spannenden Thriller, daher werde ich bald den zweiten Band der Reihe lesen! 

    09.06.26

  22. Cover des Buches Tausend Teufel (ISBN: 9783423217569)
    Frank Goldammer

    Tausend Teufel

    (123)
    Aktuelle Rezension von: Zahirah

    Auch dieser Teil der historischen Krimireihe besticht durch die Darstellung der Lebensumstände im Dresden des Jahres 1947.  Im nachkriegsgebeutelten Dresden jagt Kommissar Heller einen Mörder, der es scheinbar auf Angehörige der Roten Armee abgesehen hat. Hunger und Kälte im 2. Nachkriegswinter stellen ihn dabei auf eine harte Probe. Die Schilderung der Geschehnisse die durch die Besatzungstruppen der Roten Armee ereignen, werden fesselnd erzählt. Auch die politischen Machenschaften die im verborgenen ablaufen wirkten real und nachvollziehbar. Doch bleibt auch durch das intensive „Politisieren“ der eigentliche Krimi etwas auf der Strecke. Die Figur Heller und seine private Situation wird weiter ausgebaut, und dadurch wird dem Leser die Lage des „kleinen Mannes“ und seine Mühen den Tag zu überstehen nahegebracht.

    Zusammenfassend ergibt sich ein atmosphärisch dichter HistoKrimi, der durchaus seine Reize hat, aber leider nicht ohne kleine Schwächen auskommt. Mich hat dieser historische Roman gut unterhalten und ich kann ihn durchaus empfehlen und vergebe 4 von 5 Sterne.

  23. Cover des Buches Umkämpfte Zone (ISBN: 9783608983807)
    Ines Geipel

    Umkämpfte Zone

    (13)
    Aktuelle Rezension von: gst

    Erst 2006 vom Westen in den Osten gekommen, erlebe ich sehr häufig eine unterschiedliche Sicht auf die Sachlage des Alltags. Auch wenn die Grenze aus den Köpfen oft klein geredet wird, ist sie immer noch vorhanden. Warum das so ist, wollte ich mit diesem Buch erkunden.

    Ines Geipel, geboren 1960 in Dresden, beschreibt anhand ihrer Familiengeschichte, was im Osten anders lief. Sie selbst hat ihrem Heimatland 1989 den Rücken gekehrt und lebt nach den Jahren in Westdeutschland, wo sie Philosophie und Soziologie studierte, als Professorin in Berlin. Sie hat bereits mehrere Bücher zur Geschichte des Ostens publiziert.

    In der „umkämpften Zone“ verarbeitet sie zum einen den Verlust ihres Bruders, der ihr in der Kindheit sehr nahe stand. Gerade die Szenen aus Dresden und dem Umland haben mich sehr berührt, da ich die Gegend sehr liebe. Wer Dresden kennt, dem wird das Herz beim Blick auf das Cover, das den Luisenhof und die Standseilbahn zeigt, aufgehen. 

    Doch eigentlich geht es in diesem Sachbuch mit den vielen persönlichen Einflechtungen um eine Abrechnung der Autorin mit der DDR-Vergangenheit. Schon vor der Gründung der Republik begann das große Schweigen. „Es muss demokratisch aussehen, aber wir müssen alles in der Hand haben“, soll Walter Ulbricht gesagt haben (Seite 53). Die deutsche Nazi-Vergangenheit wurde niemals aufgearbeitet. Schon bald nach dem Krieg wurden jüdische Friedhöfe in Karl-Marx-Stadt und Zittau geschändet. „Die Öffentlichkeit durfte allerdings nicht davon erfahren.“ (Seite 135) So ging es weiter bis zur Wiedervereinigung. In den Augen der Autorin sind die über mehr als 50 Jahre durchgehende Diktaturerfahrung und die große Verunsicherung nach dem Mauerfall mit verantwortlich für die explodierenden Zeitbomben in Hoyerswerda (1991) und Rostock-Lichtenhagen (1992). In diesem Milieu fanden Reichsbürger, Pegida und AfD den idealen Nährboden.

    Ich habe in diesem Buch vieles erfahren, was mir bisher gar nicht bekannt war und möchte es all denen empfehlen, die mehr über die unterschiedliche Vergangenheit der Menschen in Deutschland wissen wollen. Vielleicht hilft gegenseitiges Verständnis eines Tages dazu, endlich die Grenze in den Köpfen fallen zu lassen.

  24. Cover des Buches Von hier aus weiter (ISBN: 9783462014884)
    Susann Pásztor

    Von hier aus weiter

    (170)
    Aktuelle Rezension von: esther

    Marlene ist Witwe. Ihr Mann Rolf, schwerkrank, hat den Zeitpunkt seines Todes selbst gewählt und Suizid begannen. Marlene trauert. Alleine. Keine Freunde, Bekannte oder die erwachsenen Kinder ihres verstorbenen Mannes kommen an sie ran. 

    Erst ihr ehemaliger Schüler, Jack, der zufällig als Klempner vor ihrer Tür steht, kann langsam zu ihr durchdringen. 

    Mit viel Verständnis, Zurückhaltung und Gefühl findet er Zugang zu der Wut, die neben der Trauer, Marlene umgibt.

    Susann Pásztor erzählt in dieser wunderschönen, rührenden Geschichte über Trauer, Verlust, Wut, Freundschaft und Verzeihen. 

    Ein Buch, das bleibt, zum Nachdenken anregt und das Herz berührt. Auch wenn es um den Verlust einer geliebten Menschen geht, habe ich das Buch nicht als traurig empfunden. Es ist eine Hommage an das Leben und die Freundschaft. Es braucht Menschen, die einem nicht aufgeben und hartnäckig bleiben, auch wenn man nicht immer freundlich zu ihnen ist.

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