Bücher mit dem Tag "drill"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "drill" gekennzeichnet haben.

29 Bücher

  1. Cover des Buches Die Bücherdiebin (ISBN: 9783570403235)
    Markus Zusak

    Die Bücherdiebin

     (4.448)
    Aktuelle Rezension von: Haerzlech

    Die Bücherdiebin ist ein unglaublich bewegendes Buch welches von Liesel, einem Pflegekind zur Zeit des zweiten Weltkriegs erzählt.

    Die Erzählperspektive des Todes ist dabei unglaublich genial gewählt: ruhig und sachlich, aber trotzdem emotional schildert er was in Liesels Leben und darum herum geschieht. Durch diese Perspektive sieht man zwar, wie es einem Kind zu der Zeit geht, man erhält aber trotzdem nicht eine kindliche Ansicht auf die Welt, sondern eine Perspektive von jemandem, der genau weiss warum was geschieht. 

    Die Figuren sind mir wirklich ans Herz gewachsen, und obwohl man durch die Allwissenheit des Todes stets schon im Voraus weiss, was geschehen wird, fiebert man trotzdem mit.


  2. Cover des Buches Alles Licht, das wir nicht sehen (ISBN: 9783442749850)
    Anthony Doerr

    Alles Licht, das wir nicht sehen

     (346)
    Aktuelle Rezension von: Amilyn

    Das Leben der beiden Jugendlichen Werner aus Deutschland und Marie-Laure aus Frankreich kreuzen sich in einer Bombennacht im Jahr 1944 in Saint-Malo. Zehn Jahre zuvor beginnt die Geschichte, die sie auf unterschiedlichen Seiten letztendlich zueinander führt.

    "Tief bewegend und wunderschön" wird die New York Times zitiert, den Pulitzer-Preis hat dieses Buch gewonnen, für viele ist "Alles Licht, das wir nicht sehen" ein Jahres- wenn nicht gar ein Lebens-Highlight, doch ich bin leider kein großer Fan dieses Buches geworden, obwohl ich die Geschichte selbst durchaus als richtig gut empfinde.

    Die Verbindungspunkte, die Anthony Doerr zwischen den Kindern Werner und Marie-Laure knüpft und die sich erst nach und nach dem Leser erschließen, immer wieder mal, bis man an den Punkt gelangt, an dem sich auch ihre Wege kreuzen, sind sehr gut gemacht, sehr gut getimet; sehr gut verknüpft er Fäden, die er aufwirft. Ein mysteriöser Edelstein, von dem man als Leser nicht so recht weiß, was man von ihm halten soll, verhilft ihm immer wieder zu einem Schnittpunkt zwischen den beiden Geschichten, während man Marie-Laures Weg vom besetzten Paris hin nach Saint-Malo liest und Werners Ausbildung an einer Napola.

    Das hatte für mich durchaus das Potential, "tief bewegend und wunderschön" zu sein.

    Aber ...

    Die Schrift (im Taschenbuch) ist so klein und eng gedruckt, dass es allein beim Ansehen ein Uff-Gefühl in mir ausgelöst hat. Da habe ich lieber ein dickeres Buch als solch vollgeschriebene Seiten. Kein Kritikpunkt für die Geschichte, aber immerhin ein psychologischer Negativ-Kniff für's Auge.

    Der Schreibstil ist sehr kühl und sachlich. Der auktionale Erzähler schaut auf die Figuren und Geschehnisse drauf und erzählt von ihnen, ohne nah bei ihnen zu sein. So kam ich weder an Marie-Laure noch an Werner oder irgendeine andere Figur heran. Das Thema allein hat schon das Potential, einige tragische Ereignisse zu erzählen, und das tut sie auch, doch ich konnte zu keinem Zeitpunkt Mitgefühl aufbringen. Tatsächlich hat mich bis zuletzt das Schicksal des Edelsteins mehr interessiert als das der Figuren.

    Ich mochte die Sicht von Werner wesentlich mehr als die von Marie-Laure. Leider sind die Kapitel so kurz, dass das Vergnügen mit Werner zum einen nicht lange währt und dass, wenn ich mich gerade bei Marie-Laures Kapiteln eingelesen hatte, es auch schon wieder vorbei war. 

    Generell mag ich Geschichten, die sich über einen langjährigen Zeitraum erstrecken, nicht so gerne, da für mich der Spannungsbogen selten wirklich funktioniert. Man muss immer etwas suchen, bis man die für sich interessanteste Stelle gefunden hat, und die gab es für mich so ziemlich in der Mitte des Buches. Bis dahin habe ich auch gebraucht, um überhaupt reinzukommen. Als ich mich dann mit dem Schreib- und Erzählstil angefreundet (abgefunden) hatte, wurde es auch besser, ich kam besser durch, und ich hatte nicht mehr den Wunsch, das Buch einfach liegenzulassen und irgend etwas anderes zu lesen.

    Immer wieder wird über die wunderschöne Erzählweise des Autors geschwärmt - das kann ich trotz des kühlen Schreibstils, der mir grundsätzlich nicht gefallen hat, verstehen. Immer wieder gibt es wirklich großartige Formulierungen. Doch auch damit hatte ich meine Probleme, denn es fühlte sich an, als wäre es nicht der eigentliche Schreibstil des Autors, sondern eine Art Schöne-Sätze-Dropping. Ganze Kapitel empfand ich lediglich als Mittel zum Zweck, ein paar besonders schön und intellektuell formulierte Texte rauszuhauen, für die Handlung allerdings eher sinnfrei.

    Als besonders ärgerlich empfand ich übrigens die Kapitelüberschriften, die teilweise den kompletten Inhalt vorwegnahmen. So was kann ich überhaupt nicht leiden - nicht, dass mir der Tod von Figur A oder Figur B, der in der Überschrift bereits angekündigt wurde, irgend etwas ausgemacht hätte ...

    Den Schluss mochte ich schließlich leider überhaupt nicht. Die für mich wichtigsten Fragen wurden nicht geklärt. Das, was ich am spannendsten fand, verlief im wahrsten Sinne des Wortes im Sande, dafür wurden andere Fragen über Nebenfiguren geklärt, die mich nicht gerade brennend interessiert und die für mich den Reiz am Ungewissen abgewürgt haben.

    Fazit: Winzige Schrift, zu kurze Kapitel und ein so unemotionaler Schreibstil, dass mir das Schicksal eines Steins wichtiger war als das der Protagonisten. Die Verknüpfungen der einzelnen Handlungsstränge waren jedoch so gut verwebt, dass ich nur dranbleiben konnte (allerdings leider mit sehr enttäuschendem Ende). Ich empfinde "Alles Licht, das wir nicht sehen" als 5-Sterne-Geschichte im 2-Sterne-Mäntelchen und vergebe daher 3***.

  3. Cover des Buches Die Klavierspielerin (ISBN: 9783499158124)
    Elfriede Jelinek

    Die Klavierspielerin

     (222)
    Aktuelle Rezension von: Liebes_Buch

    Ohne Zweifel vermag Elfriede Jelinek mit Sprache umzugehen. Sie vermag sich auch komplett von ihren Figuren und von Sex zu distanzieren. In dem Sinne, dass keine normalen Gefühle in diesen Schilderungen vorkommen. Gewöhnliche Menschen gibt es hier nicht. Oder man sieht sie nicht. Alles Menschliche wird hinter Elfriede Jelineks Sprache unsichtbar. Ich habe das Buch schliesslich abgebrochen, weil ich kein Psychiater bin und mich mit nichts in dem Text identifizieren konnte. Allein Jelineks Intellekt zu lauschen, reicht mir nicht, wenn der Inhalt schwächelt. Denn im Grunde hatte ich das Gefühl,einen Akademiker-Porno zu lesen. 

  4. Cover des Buches Die Welle (ISBN: 9783473544042)
    Morton Rhue

    Die Welle

     (2.249)
    Aktuelle Rezension von: lea_reads_books

    Heyy ihr Leseratten 🥰

    .

    Meine Meinung: Das Buch lies sich ziemlich schnell und flüssig lesen. Es haben sich auch einige Sätze eingeschlichen, über die man sehr lange nachdenken konnte. Ich denke, ich hatte selten ein Buch mit einem solch ernsten Thema in der Hand, dass so tiefgründig war und bei dem ich, während des Lesens, sehr viel über mein eigenes Verhalten nachgedacht hatte. Morton Rhue‘s Schreibstil hat eine solche Kraft, dass sie Menschen sich selbst reflektieren lässt. Mir war an keiner Stelle klar, was als nächstes passieren wird und ich hab ständig nur gehofft, dass es nicht noch schlimmer wird.

    Teilweise war das Verhalten von Robert echt besorgniserregend und gruselig. Am spannendsten war jedoch das Verhalten von Laurie (und später auch David). Der Widerstand, die Rebellion. Die, die gegen den Strom schwimmen. Lauries Mutter war von Beginn an der Meinung, dass die Welle keine so tolle Idee ist und dadurch wandte sich Laurie auch recht schnell von der Welle ab. Und das fand ich so spannend: Wie viel ein einziger der nicht die Meinung anderer teilt, diese anderen dennoch beeinflusst. Generell zeigt dieses Buch, wie leicht wir zu manipulieren sind. Im Prinzip hat Ben seine Schüler auch nur manipuliert. Ich konnte trotzdem viele Schüler verstehen und auch Bens Handeln erschien mir meistens logisch.

    Fazit: Dieses Buch hat mich sehr viel über die Menschheit, ihre Geschichte, aber auch über mich selbst nachdenken lassen. Man kam schnell voran und es war nie langweilig. Die Charaktere waren sehr tiefgründig und wirkten sehr real.

  5. Cover des Buches Im Westen nichts Neues (ISBN: 9783462046335)
    E.M. Remarque

    Im Westen nichts Neues

     (170)
    Aktuelle Rezension von: itsbooklover

    [Rezension] – Erich Maria Remarque - „Im Westen nichts Neues“


    Backcover:

    Mit diesem sensationellen Erfolgsroman begründete Erich Maria Remarque seinen Weltruhm und schuf ein zeitlos gültiges Bild der Schrecken des modernen Krieges.

    Zum hundertsten Jahrestag des Kriegsbeginns 1914 erscheint diese Neuausgabe mit einem umfassenden Nachwort zur Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte in der textkritisch durchgesehenen Fassung der Erstausgabe.

    Inhalt:

    Paul Bäumer gehört zur Gruppe des kriegserfahrenen Katzinsky (Kat). Die Kompanie liegt neun Kilometer hinter der Front. Von dem Ich-Erzählers Paul Bäumer sind folgende ehemalige Klassenkameraden mit an der Front: Kropp, Müller und Leer.

    Für die Truppe der Zweiten Kompanie gibt es eine doppelte Portion Essen, worüber sich alle sehr freuen. Paul Bäumer erinnert sich, wie sein Klassenlehrer Kantorek die Jungs regelrecht gedrängt hat, in den Krieg zu ziehen.

    Die Soldaten besuchen ihren früheren Mitschüler Franz Kemmerich im Lazarett, denn dieser wurde schwer verwundet und verlor ein Bein. Kemmerich hat so höllische Schmerzen, dass seine Kameraden ihm Morphium besorgen. Doch Müller denkt nur an Kemmerichs Stiefel, die sehr hochwertig sind. Müller möchte so gerne diese Stiefel besitzen.

    Paul reflektiert die zehnwöchige militärische Ausbildung im Heide lager,bei seinem Ausbilder Himmelstoß, in der das System und der Drill an die Stelle von selbständigem Denken und Freiheit gerückt sind, durch die brutale Tyrannei von Himmelstoß hat Pauls Gefühle verrohen lassen. Paul sieht die Abstumpfung der Soldaten aber als unerlässlich an, denn sonst würde man im Schützengraben nur verrückt werden.

    Kemmerich erkennt den Ernst seiner Lage und blickt dem Tod in die Augen, daher verschenkt er seine Stiefel an Müller. Doch Kemmerich ist nicht alleine, denn Paul begleitet ihn beim Sterben.

    Die gefallenen Kameraden der Kompanie werden durch neue Leute ersetzt, die zum Teil jünger sind als Paul. Dieser ist froh, zu den Freunden von Kat zu zählen. Da Kat es immer gelingt in jeder Situation, das Notwendige aufzutreiben, vor allem Essen.

    Kat erläutert den anderen, wie Macht die Menschen verändere und wie die Hierarchien beim Militär dem Vorschub leisten. Tjaden erscheint und verkündet aufgeregt, dass Himmelstoß an die Front versetzt worden sei. Tjaden hatte im Rekrutierungslager am meisten unter Himmelstoß zu leiden gehabt. Am letzten Abend hatten er und andere sich an dem Ausbilder gerächt und ihn verprügelt.

    In der Nacht wird die Kompanie in der Paul ist an die Front gebracht. Paul erzählt, wie in der Nähe der Gefechtslinie sein Körper instinktiv auf Gefahr einstellt.

    Die Männer der Baukolonne schlafen nach beenden der Arbeit erschöpft ein und werden wach, als in der Nähe Menschen und Pferde unter Beschuss geraten sind.

    Die Schmerzensschreie klingen schrecklich. Doch auf dem Rückweg zu den Lastwagen, die die Männer ins Barackenlager zurückbringen sollen, wird die Kompanie angegriffen.

    Zwischen den Gräberhügeln eines Friedhofes suchen die Soldaten Deckung, doch für Fünf Männer kam diese Deckung zu spät, denn sie sterben durch die Geschosse und die Gasgranaten.

    Paul und seine Freunde machen sich Gedanken und versuchen sich ihre Zukunft nach dem Krieg vorzustellen. Doch ihnen wird bewusst, dass sie kein Leben nach dem Krieg haben werden in das sie zurückkehren können, da sie keinen Beruf ausgeübt haben und keine eigene Familie haben. Nur allein der Gedanke an die Zukunft scheint ihnen nach den Erlebnissen absurd.

    Himmelstoß gehört nun zur Zweiten Kompanie, aber die Kameraden widersetzen sich ihrem Peiniger und Himmelstoß bemerkt das an der Front andere Regeln herrschen als auf dem Kasernenhof.

    Unter Artilleriebeschuss an der Front muss die Kompanie tagelang ausharren in den Unterständen. Die Soldaten kommen an ihre Physische und Psychische Grenze, denn eine Rattenplage, Hunger und die Todesangst versetzt die Männer in Angst und Schrecken.

    Nun greifen die Franzosen an und im Kampf von Mann gegen Mann werden die Grenzen verteidigt. Paul Bäumer reflektiert, dass er und seine Generation die Bindung an sich selbst und das Leben verloren haben.

    Die Massiven Angriffe wechseln sich ab, sodass viele Soldaten ums Leben kommen. Diese Soldaten können wegen der anhaltenden Angriffe nicht geborgen oder gar beerdigt werden. Die Kompanie bekommt Nachschub, dieser besteht aus jungen Rekruten, die unvorbereitet in den Kampf ziehen. Von den hundertfünfzig Mann der Kompanie kehren nur zweiunddreißig ins Lager zurück.

    Paul und seine Freunde kommen ins Feldrekrutendepot wo sie drei Französinnen kennenlernen und Brot gegen Liebe eintauschen. Paul erhält zwei Wochen Heimaturlaub doch die einst vertraute Umgebung scheint ihm völlig Fremd zu sein. Er bekommt auch keinen Kontakt mehr zu den Einheimischen dort, denn die Stellen es sich an der Front ganz anders vor. Die wissen nicht wie Grauenhaft das alles ist.

    Paul erfährt von Kemmerichs Mutter das er ohne Schmerzen gestorben ist. In der letzten Urlaubsnacht sitzt Pauls Krebskranke Mutter an seinem Bett und beiden fällt der Abschied sichtlich schwer.

    Als Paul wieder zurück ist, wird er erneut ins Heide lager beordert und sieht nun, dass gleich da neben ein Russisches Gefangenenlager ist. Paul sieht wie die Russen dort Leben müssen und gibt von seinen wenigen Habseligkeiten ihnen was ab, sodass in ihm der Gedanke aufkommt, dass die Menschlichkeit den Krieg überleben wird. Paul bekommt Besuch von seinem Vater und seiner Schwester, die ihm erzählen das seine Mutter im Krankenhaus ist und die Behandlungskosten einfach zu teuer sind.

    Paul kann nun zu seiner Kompanie zurück und dort beginnt auch schon eine heftige Diskussion darüber wer Verantwortlich für den Krieg ist und warum dieser überhaupt ausgebrochen ist.

    Paul meldete sich freiwillig für den Patrouillengang an der Front. Doch sie werden überrascht, die Franzosen greifen sie an. Paul sucht Deckung im Bombentrichter und stellt sich tot, als ein Franzose zu ihm sprang stach Paul ihn nieder.

    Es dauerte Stunden bis dieser Tot war und Paul gab ihm Wasser und bat ihm um Verzeihung. Erst in der Nacht traut sich Paul seine Deckung zu verlassen und trifft dann auf Kat und Albert. Paul unterhält sich mit ihnen und seine Perspektive drehte sich wieder. Er sieht nun in dem getöteten keinen Kameraden mehr sondern wieder den Feind.

    Ein evakuiertes Dorf das unter Beschuss steht soll Pauls Gruppe bewachen. In den Häusern finden sie reichlich Essen, sodass dies eine schöne Woche ist, trotz der ständigen Angriffe.

    Nun geraten sie in die Französische Offensive als sie auf dem Fußmarsch zu einem anderen Dorf waren, dabei werden Paul und Albert am Bein verletzt und bevor Paul sein Bein verliert lässt er die notwendige Operation ohne Betäubung durchführen.Die Freunde werden mit einem Lazarettzug nach Deutschland in ein katholisches Hospital gebracht. In diesem Hospital werden die schwerst verletzten Soldaten behandelt. Albert verliert sein Bein und Paul muss nach seiner Genesung wieder zurück an die Front.

    Paul erlebt an der Front noch weitere zahlreiche Angriffe. Er schildert, dass das Handeln und Tun das nackte Überleben ausrichtet. Müller fällt an der Front und Paul bekommt von ihm die Stiefel die er von Kemmerich bekommen hatte.

    Die Soldaten sind ausgezehrt und haben keine Kraft mehr, aber als wäre das nicht schon genug, geht ihnen auch noch die Munition aus. Im Sommer 1918 steht fest, dass die Deutschen den Krieg nicht gewinnen können. Aber trotzdem geht der Feldzug weiter. Kat wird angeschossen und Paul gelingt es nicht ihn zu retten.

    Im Herbst 1918 steht der Waffenstillstand bevor. Pauls Freunde sind alle im Krieg gefallen. Paul überlebt einen Gasangriff und darf sich zwei Wochen erholen. Im Oktober 1918 stirbt Paul ohne Schmerzen im Krieg so erzählt ein anonymer Erzähler. Im Heeresbericht steht geschrieben, dass es im Westen nichts neues gibt.

    Fazit/Meinung:

    Das Cover ist sehr schlicht gehalten. Der Schreibstil ist sehr fließend und spannend aber auch sehr bildlich. Erich Maria Remarque hat hier in dem Ich-Erzähler-Stil geschrieben, sodass man das Gefühl hat, man wäre Mittendrin statt nur dabei. 

    5 von 5 Sterne

  6. Cover des Buches Boot Camp (ISBN: 9783473582556)
    Morton Rhue

    Boot Camp

     (439)
    Aktuelle Rezension von: Melisax3

    Ich liebe dieses Buch. Es ist unglaublich. Sicher kann es nicht jeder lesen, da das Thema und vor allem das Ende wirklich schockierend sind, aber genau das hat das Buch für mich so interessant gemacht. Ich hatte es innerhalb von einem Tag durch. Wie bereits erwähnt denke ich, dass dieses Buch nicht für jeden ist, es ist zwar nicht gruselig, aber doch echt sehr heftig. Ich werde das Buch aufjeden Fall nochmal lesen !

  7. Cover des Buches Der Untertan (ISBN: 9783423002561)
    Heinrich Mann

    Der Untertan

     (367)
    Aktuelle Rezension von: dot
    Im Roman " Der Untertan" von Heinrich Mann geht es um Diederich Heßling, der zur Zeit des Kaiserreichs am Ende des 19. Jahrhundert lebt. Diederich wächst in einem strengen Elternhaus in Netzig auf, wodurch er früh einen Einblick in die Machtverhältnisse bekommt und sie zugleich zu bewundern beginnt. Durch seinen Werdegang  im Schul- und Militärdienst, sowie im Studium und der Übernahme der Papierfabrik seines Vaters, wird aus ihm ein sehr selbstbezogener Mensch, der seine Vorteile auf Kosten anderer ausspielt und nur jene respektiert, die ihm übergeordnet zu sein scheinen. [...]


    " Der Untertan" ist ein Klassiker, der sehr gut die politischen Verhältnisse des 19. Jahrhunderts verdeutlicht, der aber teilweise wohl auch noch immer als zeitgemäß betrachtet werden kann.
  8. Cover des Buches Draussen (ISBN: 9783550081811)
    Volker Klüpfel und Michael Kobr

    Draussen

     (224)
    Aktuelle Rezension von: leipzigermama

    Wieder mal ein Buch bei dem ich recht Zwiegestalten bin. Einerseits fand ich es gut Einblick in die einzelnen Charaktere zu erhalten. So bekamen Chayenne, Stephan und zwei ihrer Widersacher eine eigene Stimme. Abgerundet durch Auszüge aus einem Tagebuch dessen Besitzer erst zum Ende des Buches klar wird und auch wie wichtig dessen Inhalte für die Story tatsächlich sind. Doch leider überfordert einen der Wechsel zwischen den Personen gerade am Anfang doch etwas. Ich brauchte etwa die Hälfte des Buches, um mich wirklich auf den Erzählstil einzustellen. Ab da wurde es für mich schlüssig und die restlichen Seiten flogen nur dahin.

    Letztendlich fragte ich mich, warum Stephan mit den Kindern einen solchen Weg eingeschlagen hat. Warum er nicht anderweitig Hilfe gesucht und stattdessen ein Leben im Wald mit Outdoortraining sowie Waffenkunde vorgezogen hat. Es hätte so viele Möglichkeiten gegeben. Ja, dann wäre das Buch sicher nicht so faszinierend. Aber letztendlich fand ich den Gegner dann doch zu schwach für eine solche Maßnahme.

    Ein interessanter Thriller. Aber leider keiner der mich nachhaltig vom Hocker haut. Also einfach mal was für ein kurzweiliges Lesevergnügen ohne großartig bleibenden Eindruck.

    Achtung Spoiler!

    Was mich am Anfang aus der Bahn warf, war das erste Kapitel. Hier wurde ein Mädchen im Wald überfallen und regelrecht zusammengeschlagen. Klingt wie ein guter Auftakt eines faszinierenden Thrillers. Stellte sich aber später eher als ein Teilstück der Geschichte mitten aus dem Buch „gerissen“ wurde heraus. Es verwirrte mich und machte mir die ersten Seiten etwas madig.

  9. Cover des Buches Das Kartell (ISBN: 9783426304297)
    Don Winslow

    Das Kartell

     (132)
    Aktuelle Rezension von: Igno

    Nachdem er Adán Barrera, den mächtigsten Kartellboss Mexikos, in einem US-amerikanischen Hochsicherheitsgefängnis untergebracht hat, zieht sich Art Keller aus dem Drogenkrieg zurück. Sein Exil hat er in einem Kloster gefunden, in dem er Bienen züchtet. Doch der Drogenkrieg geht weiter. Adáns Einfluss reicht so weit, dass er einen Deal für sich abschließen kann, der ihn von den USA in mexikanische »Haft« bringt. Wenig später gelingt ihm die »Flucht« und Arts Ruhestand endet abrupt, als sein alter Chef Tim Taylor ihn um Hilfe bittet. Sein Wissen über die Kartelle und die Barreras speziell ist zu unentbehrlich, um in der Bienenzucht zu vergehen.

    Don Winslows zweiter Teil der Trilogie um den Drogenkrieg um die und jenseits der Südgrenze der USA erschien 2015 bei Droemer. Das Kartell umfasst 832 Seiten und schließt chronologisch an Tage der Toten an.

    Das Buch dreht sich um den US-amerikanischen Drogenkrieg, hauptsächlich in Mexiko. Es gibt Exkurse nach Guatemala und zur ‘Ngrangheta in Europa, außerdem zu den Verwicklungen zum islamistischen Terrorismus. Der weitaus größte Teil der Geschichte spielt aber in Mexiko. Das Buch ist, wie schon Tage der Toten, intensiv recherchiert und orientiert sich im Rahmen an der historischen Realität, die Geschichte selbst allerdings ist Fiktion. Behandelt wird der Zeitraum der Nullerjahre und ein Stück darüber hinaus.

    Wieder zurück im Geschehen muss Art Keller feststellen, dass sich die Kartelle in Mexiko zunehmend brutalisieren. Waren zivile Opfer früher eher die notwendige Ausnahme, nutzt eine zunehmende Zahl von Kartellen sie mehr und mehr als normale Strategie im Krieg. Mexiko wird zum Schlachtfeld – Betonung auf der ersten Silbe -, Städte werden entvölkert, die Kartelle bauen sich paramilitärische Armeen auf und die staatlichen Behörden sind entweder Nutznießer der Kartelle, sehr schnell ausgelöscht oder stehen den Kartellen in Brutalität und Willkür in nichts nach. Im wahrsten Sinne des Wortes zerrieben wird dazwischen die Bevölkerung.

    Auch das Geschäftsfeld der Kartelle beginnt einen Wandel. Ging es früher noch hauptsächlich um Drogenproduktion und -transport, sowie Geldwäsche, etwas Schutzgelderpressung und Straßenkriminalität im Allgemeinen, so wandelt sich dies hin zu den großen internationalen Feldern. Öl wird interessant, ebenso globaler Waffenhandel. Die Kartelle haben astronomische Vermögen aus ihrem Kerngeschäft gezogen, dieses Geld muss irgendwo arbeiten. Gerade das Öl verschärft die Kämpfe um ölreiche Regionen in Mexiko. Winslow nimmt, um die Folgen des Drogenkrieges für die Bevölkerung schonungslos zu verdeutlichen, Ciudad Juárez zu einem seiner zentralen Handlungsorte. Die Stadt litt tatsächlich schwer unter dem Krieg zwischen Kartellen und Behörden und die Handlung ist in all ihrer Brutalität stark an die historischen Ereignisse angelehnt.

    Auch in Das Kartell schwebt zwischen den Zeilen immer Winslows Kritik an der kriminalisierenden Drogenpolitik. Und wie schon im ersten Band zeigt er wieder schonungslos auf, wie alle Kriegsparteien letztendlich von dieser Politik profitieren – auf Kosten der Bevölkerung. Gegen Ende spricht er seine Kritik auch nochmal explizit aus. Eine hervorgehobene Rolle bekommen Journalisten, die nun gezielt Opfer werden, und die Frauenmorde von Ciudad Juárez.

    Anknüpfend an den ersten Teil ist auch Das Kartell zwar ein sehr dickes Buch, wird aber nicht langweilig. Winslow schreibt flüssig, erinnert stilistisch wieder ein wenig an Sin City. Seine Figuren stellt er ausführlich dar, so werden auch die Beweggründe der größten Unsympathen zwar nicht akzeptabel, aber verständlich. Auch die Zivilbevölkerung bekommt durch eigene Figuren und Handlungsstränge viel Raum, um ihr Leid zu vermitteln. Gerade das Dilemma der Journalisten, die ab einem gewissen Punkt entweder gar nicht mehr oder mit der Stimme der jeweiligen Besatzer berichten können, nimmt eine zentrale Rolle ein. Winslow zeigt, wie sich in den Nullerjahren daraus das Aufkommen der Bloggerszene als Parallelfeld des klassischen Journalismus’ entwickelt.

    Das Kartell ist epochal, wie sein Vorgänger Tage der Toten. Der behandelte Zeitraum ist zwar deutlich kürzer, die Handlung dadurch aber nicht weniger mächtig. Das Buch ist lang, erschlägt die Lesenden aber nicht. Und es gibt tiefe Einblicke in ein Stück Geschichte der amerikanischen Kontinente, die wir hier nur am Rande erlebt haben. Absolut lesenswert.

  10. Cover des Buches Starship Troopers (ISBN: 9783939212485)
    Robert A. Heinlein

    Starship Troopers

     (57)
    Aktuelle Rezension von: Masau
    * 4,5 Sterne *
     
    Mich hat dieses Buch gefesselt, allerdings zähle ich es zu der Kategorie entweder man liebt es oder kann gar nichts damit anfangen. Für Fans von reiner Sci-Fi würde ich es nicht empfehlen. Aber Leute die gern Themen über das Militär und gesellschaftliche Konflikte lesen, werden Spaß daran haben. Positiv fand ich, dass man dem Buch sein Alter nicht angemerkt hat, was nicht selbstverständlich ist. Alle die eine Buchvorlage des Films erwarten, muss ich enttäuschen. Beide haben außer den Namen der Hauptpersonen nur die lose Grundhandlung gemein. Mir persönlich gefallen aber sowohl Film wie auch Buch.

  11. Cover des Buches Der Club der toten Dichter (ISBN: 9783404115662)
    Nancy H. Kleinbaum

    Der Club der toten Dichter

     (236)
    Aktuelle Rezension von: Mrs. Dalloway

    Seit ich den Film in der Schule gesehen habe, liebe ich den Club der Toten Dichter. Das Buch hat nur wenige Seiten, die entsprechend schnell gelesen sind. Dennoch fehlt es ihnen nicht an Tiefe. Ich finde es total spannend, einen Einblick in das Schulsystem der vergangenen Jahrzehnte zu bekommen und meine Literaturkenntnisse ein wenig aufzufrischen. Ein Klassiker, den jeder gelesen haben sollte.

  12. Cover des Buches Der heilige Schein (ISBN: 9783548376813)
    David Berger

    Der heilige Schein

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Interessant mal hinter den Kulissen der Katholischen Kirche zu blicken
  13. Cover des Buches Andy und Marwa (ISBN: 9783570305430)
    Jürgen Todenhöfer

    Andy und Marwa

     (33)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Todenhöfer berichtet über zwei Menschen, die beide nicht unterschiedlicher von ihrer Herkunft her nicht sein könnten, und dennoch gleiche Wünsche und Ziele für sich und ihre Familie haben. Am 7. April 2003 endet ihr bisheriges Leben auf brutalste Weise. Der Autor erzählt uns parallel die Lebensgeschichte der beiden und zitiert zwischendurch immer wieder die zynischen Reden von George W. Bush. Den Forderungen, die Todenhöfer aus dem Ganzen abgeleitet, kann selbstverständlich nur absolut zugestimmt werden, daß diese beachtet werden, muß man aber leider bezweifeln.
  14. Cover des Buches Bourdanins Kinder (ISBN: 9783784460062)
    Gertrud Fussenegger

    Bourdanins Kinder

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  15. Cover des Buches Galja, die Tänzerin (ISBN: B0000BNZIU)
    Magdalina I. Sizova

    Galja, die Tänzerin

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  16. Cover des Buches Elf Arten der Einsamkeit (ISBN: 9783328104735)
    Richard Yates

    Elf Arten der Einsamkeit

     (44)
    Aktuelle Rezension von: The iron butterfly

    Miss Price freut sich darauf, an diesem Morgen ihrer vierten Klasse den neuen Mitschüler vorstellen zu dürfen; sie fühlt sich beschwingt, regelrecht berufen den Jungen aufs Herzlichste willkommen zu heißen und ihn freudig der Versammlung stumm dreinblickender Grundschüler nahezubringen. Auch wenn sie nicht mehr von ihm weiß, als dass er nach Jahren im Waisenhaus nun endlich bei Pflegeeltern in New York City unterkommen konnte, so hört Miss Price doch ihr missionarisches Herz höher schlagen.

    Doch die Klasse lässt den neuen Mitschüler links liegen und konzentriert sich in der vorhandenen Struktur eher noch dichter. Vincent Sabella bleibt vorerst der stille Außenseiter und genügt sich in dieser Rolle. Ermuntert durch Miss Price, wagt er sich jedoch an den Erlebnisbericht am Montagmorgen heran, bei dem die Schüler der Klasse etwas von sich und ihren Erlebnissen mit Familie oder Freunden berichten. Vincent fühlt sich ermutigt durch die Symphathie und das Verständnis, die seine Lehrerin ihm entgegenbringt. Die kleine Erlebnis-Episode entpuppt sich leider als abstruse Lügengeschichte, die Vincent keinerlei Bonuspunkte bei seinen Mitschülern einbringt, sondern ihn durch einen plumpen Versprecher zusätzlich noch vor der ganzen Klasse lächerlich macht. In der Pause drängen die Gefühle aus Vinnie heraus und er besudelt eine Wand mit den wüstesten Ausdrücken, die er kennt.

    Als Vincent nun von einer Klassenkameradin verpetzt wird, will Miss Price sich in ihrer Mission noch nicht geschlagen geben und redet ihrem neuen Schützling nur gut zu. Ihren Dank erhält sie nach Schulschluß, als Vincent anderen Schülern von einer Prügelstrafe durch Miss Price erzählt und nun sogar ein Bildnis von seiner Lehrerin umrahmt von Kraftausdrücken und wilden Flüchen an die Schulmauer malt.

    Bereits die erste Kurzgeschichte im Band „Elf Arten der Einsamkeit“ von Richard Yates erzählt von diesen Situationen, in denen Menschen einfach nicht zueinander finden. Es ist nie der Einzelne, der einsam ist, die Atmosphäre ist angereichert mit Einsamkeit und wird von allen eingeatmet. In „Doktor Schleckermaul“ beipielsweise stehen alle Protagonisten isoliert, die Einsamkeit der Lehrerin ist genauso spürbar, wie die des neuen Schülers Vincent, aber auch die Klasse als Verbund wirkt weder homogen, noch harmonisch eingespielt. Gefangen in all ihren Rollen und vorgefertigten Lösungen distanzieren sich alle Parteien mehr und mehr voneinander.

    So auch in „Alles, alles Gute“, eine Geschichte, die vom letzten Abend vor der Hochzeit von Grace und Ralph erzählt. Anfangs zuversichtlich durch Glückwünsche und Geschenke von Kollegen auf das bevorstehende gemeinsame Glück vorbereitet, sinkt die Stimmung zügig auf einen Nullpunkt und der Leser begreift, dass hier zwei Menschen in ihr Unglück rennen, nur, um den gesellschaftlichen Richtlinien nach beglaubigter Zweisamkeit zu genügen. Was für Grace die Verbriefung ihres Glückes darstellt, ist für Ralph die Chance sich endlich legitim über die Kurven der begehrten Kandidatin herzumachen und die langersehnte lederne Reisetasche für die Hochzeitsreise zu erstehen.

    Wie zuletzt bei der Lektüre der Erzählungen von Raymond Carver, kann auch bei Richard Yates uneingeschränkter Beifall verlauten. Seine Schauplätze sind so vielfältig, wie seine Protagonisten und zeigen ein breites Spektrum der Gesellschaft. Dabei verliert er jedoch nie seine Verbindung zur Handlung, sein Verständnis ist spürbar, ob aus eigener Erfahrung oder aufgrund großer Menschenkenntnis. Es wird jedoch sehr deutlich, wie kleingeistig und engstirnig manches Leben gelebt wird, aber es wird nicht weniger bewusst, in welches Korsett wir uns zwängen lassen. Sei es unser Umfeld, unsere Erziehung, unsere Gene und welche Ausreden wir noch erfinden, nur um uns nicht daraus befreien zu müssen. Eine Vielfalt von Einsamkeiten umgibt uns.

    „Und wo sind die Fenster? Wo kommt das Licht herein?…hier sollte irgendwo unbedingt ein Fenster sein, für uns alle.“

  17. Cover des Buches China (ISBN: 9783861539353)
    Marcus Hernig

    China

     (2)
    Aktuelle Rezension von: peedee
    Reihe Länderporträts, China: Chinesische Mauer, Terrakotta-Armee, Traditionelle Chinesische Medizin (TCM), Drill, Ein-Kind-Politik – das sind die ersten Stichworte, die mir zu China in den Sinn kommen. Der Autor aus Deutschland hat u.a. Sinologie studiert und lebt seit über 25 Jahren in China. Er bringt dem Leser die Lebens- und Denkweise der Chinesen ein Stückchen näher.

    Erster Eindruck: Ein zweigeteiltes Cover; oben ein Meer von Produkten und Farben – und, wenn man genauer hinsieht, auch Menschen –, unten Buchtitel und Autorenname. Mir gefällt das Cover sehr gut.

    Dies ist bereits mein viertes Länderporträt (nach Israel, Indien und Russland), aber das erste, das ich als Papierversion in den Händen halte. Hier fällt mir nun auf, wie dicht die Seiten beschrieben sind; beim E-Reader hatte ich zwar auch das Gefühl, dass das Lesen für etwas mehr als 200 Seiten sehr lange dauert, aber nun sehe ich bei der Printversion auch, wieso. Für meinen Geschmack sollte das Layout etwas lesefreundlicher, luftiger, gestaltet werden.

    Wie auch bei den anderen Länderporträts bin ich von der Fülle der Informationen schier überwältigt. Ein paar Beispiele von den mich überraschenden/beeindruckenden Dingen:

    - Die chinesische Schrift sieht für mich unwahrscheinlich kompliziert aus. Ich weiss von einer Kollegin, die begonnen hat, Chinesisch zu lernen, dass auch die Betonung der Worte sehr wichtig ist, denn je nachdem, wie/wo betont wird, bedeutet ein Wort etwas ganz anderes. Tja… Sprache ist immer schwierig.

    - Die lange Zeit gültige Ein-Kind-Politik für die Bevölkerungsmehrheit (die Han) wurde 2015 gelockert; mittlerweile ist es eine Zwei-Kinder-Politik. Mehr als zwei Kinder können sich viele gar nicht leisten, da es für sie sehr viel kostet, Kinder aufzuziehen und ihnen z.B. vor der Hochzeit eine Wohnung zu kaufen. Diese Ein-Kind-Politik (und dabei Buben bevorzugt) führte dazu, dass es deutlich mehr Männer als Frauen gibt. Heiraten ist eines der Lebensziele der Chinesen. „Wer über 25 ist, für den wird es Zeit. 30 ist die Schmerzgrenze, auch in der Grossstadt.“

    - Die chinesische Mauer sowie die Terrakotta-Armee mit den tausenden lebensgrossen Tonkriegern müssen live unwahrscheinlich beeindruckend sein.

    - Es ist immens wichtig, an der richtigen Universität studieren zu können. Voller Einsatz ist da Grundvoraussetzung. Die landesweit gleichzeitig stattfindenden Prüfungen dauern drei Tage, während denen das sonstige Leben beinahe zum Erliegen kommt. Die Umgebung der Prüfungsorte wird abgesperrt, Hinweisschilder mahnen dazu, sich ruhig zu verhalten. Den besten Absolventen winken begehrte Studienplätze.

    - In den Grossstädten gibt es keinen Platz für Friedhöfe – Feuerbestattung ist daher Pflicht.

    Ein sehr schönes Länderporträt – vielen Dank dafür. Ich bin schon gespannt, in welches Land es mich demnächst lesetechnisch verschlägt…
  18. Cover des Buches Die Zeit der jungen Soldaten (ISBN: B005G2DUN6)
    Hans Peter Richter

    Die Zeit der jungen Soldaten

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Das Buch schildert die Kriegserlebnisse des Autors während des 2. Weltkriegs, als der Autor sich zunächst während seiner Zwangsferien freiwillig meldet und nach schwerer Verwundung des Krieg schließlich als Frontoffizeir beendet. Darüber wird die Verrohung deutlich, indem der aufgeweckte Junge zu einem blanken Opportunisten wird. Das Ganze ist ein Jugendbuch, ich hätte das alles gern etwas umfangreicher gehabt.
  19. Cover des Buches Freiwillig in den Krieg (ISBN: 9783861245872)
    Jörn Roes

    Freiwillig in den Krieg

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Persönliche Erinnerungen an den Nationalsozialismus und den Zweiten Weltkrieg, aufgeschrieben vom Enkel: Der junge Wilhelm meldet sich freiwillig zur Waffen-SS, um der Armut und dem harten Leben eines Schiffsjungen zu entgehen. Aber der harte Drill und die ersten Kriegserfahrungen stellen diese Entscheidung rasch als Fehler heraus. Eine gelungene Dokumentation der Kriegserlebnisse eines Einzelnen.
  20. Cover des Buches Mörderische Schärennächte (ISBN: 9783462046458)
    Viveca Sten

    Mörderische Schärennächte

     (90)
    Aktuelle Rezension von: fredhel
    Thomas Andreasson ist für mich persönlich ein neuer Ermittler, auch wenn er schon in "Mörderische Schärennächte" seinen 4.Fall bearbeitet. Der Selbstmord des jungen Studenten Markus Nielsen wirft schnell Fragen auf, auch wenn die Obduktion keinerlei Fremdeinwirkung aufdeckt. Sein letztes studentisches Projekt handelte von den Küstenjägern, die absolute Eliteinheit des schwedischen Militärs, berüchtigt wegen ihres unmenschlichen Drills. Eingeworfene Tagebucheinträge aus dem Jahr 1976 bezeugen die menschenverachtende Ausbildung durch einen ganz speziellen Unteroffizier. Soll eventuell eine dunkle Vergangenheit vertuscht werden? Oder will sich jemand nach Jahrzehnten für begangenes Unrecht rächen? Besteht überhaupt ein Zusammenhang? Ja, ein Zusammenhang wird im Laufe der Zeit immer deutlicher, weil ein Kamerad aus dem Zug nach dem anderen verstirbt.
    Viveca Sten verleitet den Leser zum Mitdenken und Mitraten, weil er immer auf dem gleichen Wissensstand mit den Ermittlern ist. Der Ehrgeiz der jungen Rekruten, ihre daraus hervorgehende Leidensbereitschaft, wird gut dargestellt. Einschübe aus dem Privatleben der Ermittler verhindern, dass die Handlung zu trocken wird. Und das Finale ist unvorhersehbar, und ebenso unvorhersehbar spannend.
  21. Cover des Buches Das dreckige Dutzend (ISBN: 9783426002148)
    E. M. Nathanson

    Das dreckige Dutzend

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Jens65
    1944 gegen Ende des Zweiten Weltkriegs planen die US-Militärs ein Himmelfahrtskommando: Ein Schloß in Frankreich, das der deutschen Wehrmacht als Quartier dient, soll eingenommen und gesprengt werden, um die Invasion der Alliierten gebührend vorzubereiten. Die Leitung dieses Unternehmens überträgt man dem eigentlich schon aussortierten Major Reisman, als Ausführende bekommt er zwölf Häftlinge zugeteilt, die zu lebenslanger Haft oder gar zum Tode verurteilt sind und für die ein Gelingen des Unternehmens die einzige Chance ist, auf Begnadigung hoffen zu können. Die weitere Story dürfte hinlänglich bekannt sein, kaum einer überlebt. Der Film war schon eine Klasse für sich aber das Buch hat mich sehr positiv überrascht, weil es psychologischen Tiefgang hat und die Figuren allesamt menschlich und authentisch rüberkommen, weit mehr als "nur" ein Kriegsroman.
  22. Cover des Buches Vierhundertsechsundfünfzig und der Rest von heute (ISBN: 9783921040645)
  23. Cover des Buches Wir können alles verlieren. Oder gewinnen (ISBN: 9783407820136)
    Seita Parkkola

    Wir können alles verlieren. Oder gewinnen

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    "Wir können alles verlieren. Oder gewinnen" von Seita Parkkola

    Fakten zum Buch:

    Das Buch erschien 2013 im Gulliver Verlag. Es umfasst 334 Seiten, welches in bis zu 67 Kapiteln unterteilt ist (es handelt sich um sehr kurze Kapitel). Aus dem Finnischen wurde es von Elina Kritzokat übersetzt. Das Buch ist ab 11 Jahren.
    Die ISBN lautet: 978-3-407-74422-7. Meins kostete 8,95€.

    Fakten zur Autorin:

    Seita Parkkola wurde 1971 geboren und lebt in Turku (Finnland). Sie studierte Literatur- und Kulturwissenschaften, Philosophie und Women's Studies und arbeitete als Journalistin, Fotografin und Lehrerin. Besonders gerne unterrichtet sie Kinder und Jugendliche in Kreativem Schreiben und Fotografie.
    Das wichtigste in ihrem Leben sind vor allem Kinder, Kreatives Schreiben, Street-Art, die Ästhetik des Grotesken, bilden und abbilden, sich zwischen Stadt und Land bewegen, Feminismus, Geschlechtsfragen, Geografie der Stadt, verlassene Orte und Gebäude (Stand 2013).

    Inhalt:

    "Taifun kommt auf die "Schule der Möglichkeiten", ein Ort totalitärer Kontrolle und strikter Regeln. Aber wieso wehrt sich niemand gegen die schlechte Behandlung und die aberwitzigen Strafen? Und was verbirgt sich im geheimnisvollen Keller der Schule? Als Taifun auf das Outsider-Mädchen Inda trifft, beschließen sie, den Kampf gegen die Leitung der Schule aufzunehmen..."

    Eigene Meinung:

    Ich fand das Buch sehr gut geschrieben. Der Schreibstil ist wirklich gut für 11 Jährige. Anfangs fand ich es etwas langatmig, allerdings hielt das nicht lange an und ich fing an, dass Buch zu verschlingen.
    Ich kann es auch für den Unterricht empfehlen.

  24. Cover des Buches Bubis Kinnertied. Tüsken Wieken un Wullgras (ISBN: 9783862824700)
    Detlef M. Plaisier

    Bubis Kinnertied. Tüsken Wieken un Wullgras

     (10)
    Aktuelle Rezension von: HEIDIZ

    Grundlage für das Buch, welches ich neulich gelesen haben, ist ein Text vom Vater des Autors. Dieser hat das Geschriebene im Nachlass des Vaters entdeckt und das Buch daraus entstehen lassen.

     

    Das Buch erzählt die Lebenserinnerungen Artur Plaisiers. Detlef ist dessen Sohn und wir dürfen beginnend von der Kindheit des Vaters im Emsland ab 1927 - seine Geburt - seine Heimat Ostfriesland kennenlernen und die Zeit, in der er aufwuchs. Keine leicht Zeit wahrlich und gut, dass der Sohn sich ein Herz gefasst und das Gelesene in Buchform gebracht hat. Ich finde, es ist wichtig, zu wissen, was damals passiert, was unsere Eltern und Großeltern erlebt haben, ich finde, es sollte nicht in Vergessenheit geraten. Mit diesem Buch ist wieder ein Menschenschicksal für die Ewigkeit festgehalten.

     

    In Holte geboren - hier kann man auch viel über den Ort lesen und über Westrhauderfehn - über die Teezeit und andere Traditionen, Anekdoten und Geschichten und Geschichtchen - legenden und sogar Marienerscheinungenn.

     

    Heimatgeschichte pur !!! Das dritte Reich wird noch einmal lebendig und man hört und liest vom Strafgefangenenlager Esterwegen sowie dem Konzentrationslager Börgermoor.

     

    Sicher kann man das Buch auch ein Stück weit als Aufarbeitung geschichtlicher und persönlicher Ereignisse werten, allemal ist es ein Stück Zeitgeschichte anhand einer persönlichen Biografie, die unter die Haut geht. Man spürt, dass der Autor als Sohn des Artur Plaisiers sehr tief ging und der Text seines Vater ihm selbst unter die Haut ging.

     

    Enthalten ist persönliche Bildmaterial und außerdem - sehr interessant und informativ - das Kriegstagebuch Johann Plaisiers, des Onkels des Autors.

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