Bücher mit dem Tag "droemer-knaur-challenge"

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26 Bücher

  1. Cover des Buches Sag ihr, ich war bei den Sternen (ISBN: 9783426524282)
    Dani Atkins

    Sag ihr, ich war bei den Sternen

     (226)
    Aktuelle Rezension von: Babajaga

    Normalerweise blättere ich in der Liste der Neuerscheinungen oder zukünftigen Bestseller gern über die Rubrik Liebesroman hinweg. Es ist einfach nicht mein Genre. Hin und wieder jedoch schafft es mal ein Roman dieser Gattung mich zu fesseln. Bereits die Leseprobe zu dem hier vorliegenden Buch hat mich mitgerissen, sodass ich unbedingt weiterlesen wollte.


    Maddie und Ryan sind glücklich. Sie stehen kurz vor ihrer Hochzeit und werden demnächst Eltern. Auf dem Weg zu einem gemeinsamen Treffen ereignet sich jedoch ein Unglück und all das, was eben noch so sicher schien, wird weggewischt. Plötzlich geschieht jedoch das Wunder, an das selbst die Ärzte nicht glaubten und wieder ändert sich das Leben komplett. Allerdings muss Maddie nun feststellen, dass sie zum Zuschauer des Lebens wird, das sie für sich selbst beanspruchte, bevor das Schicksal zuschlug. Eine grausame Vorstellung? Ja, definitiv!


    Ryan und Maddie werden als das typische Traumpaar, welches in diesem Genre so beliebt ist, dargestellt. Allerdings habe ich festgestellt, dass sie nicht so maßlos übertrieben glücklich und schön und erfolgreich skizziert werden. Sie haben, wie jeder von uns, ihre Päckchen zu tragen und werden durchaus vom Schicksal gebeutelt. So ist Maddies Mutter dement und kann ihre Familie kaum mehr erkennen. Gerade dieser Umstand macht diese beiden Charaktere für mich authentisch(er).


    Nach Maddies Unfall bricht für Ryan eine Welt zusammen. Tag für Tag sitzt er im Krankenhaus an ihrem Bett und hofft und wartet, dass sie zu ihm zurückkehren möge. Gleichzeitig berichtet die Autorin aus Maddies Sicht, was in deren Unterbewusstsein passieren könnte, wie sie versucht aus dem Dunkel, das sie umgibt, heraus zu kommen. Ich finde die Passage passend, denn von außen betrachtet, schläft ein Komapatient ja "nur". Sie lässt die Figur der Maddie lebendig sein, obwohl sie gerade zu dieser Zeit genau das ja eher nicht ist. Ob dies aus medizinisch-fachlicher Sicht so korrekt ist, vermag ich nicht zu beurteilen, aber man kann sich vorstellen, dass das Hirn eines Komapatienten nicht ruht.


    Während Ryan versucht sein Leben irgendwie weiterzuleben, begegnet er Chloe. Diese arbeitet im Krankenhaus als Freiwillige, liest alten Patienten Geschichten vor, kümmert sich um jene, deren Leben beinahe vorbei ist. Chloe ist vom Typ her das krasse Gegenteil von Maddie. Sie wirkt beinahe unsicher, mehr wie eine graue Maus. Sie ist die verständnisvolle Frau, der man sein Herz ausschütten kann. Ich mag Chloe vielleicht schon deshalb, weil sie Bibliothekarin ist und die Welt der Bücher für sich beansprucht. Außerdem ist sie zurückhaltend, nicht so glamourös wie Maddie. Auch das mag ich an ihr.


    Als Ryan und Chloe sich begegnen, sieht er in ihr zunächst die passende Person um sich um Maddie zu kümmern, während er arbeiten geht. Hier findet die Autorin eine wundervolle Verbindung zwischen ihren 3 Protagonisten, die sich für mich glaubwürdig darstellt. Im Gegensatz zu vielen anderen konstruierten Verbindungen, passt diese für mich ins Bild.
    Nachdem Maddie aus dem Koma erwacht und erkennen muss, dass Chloe an ihre Stelle in Ryans Leben getreten ist, ist es nur all zu nachvollziehbar, dass sie dieser Situation nicht mit Begeisterung gegenüber steht.


    Die Autorin schreibt jeweils in der Ich-Form abwechselnd aus der Sicht der beiden Frauen. Zunächst hat mich das verwirrt, weil man sich - gerade in Dialogen zwischen den beiden Frauen - sehr darauf konzentrieren muss, wer eigentlich gerade "ich" ist. Andererseits schafft Atkins es so aber, dass man sich als Leser auf die entsprechende Seite stellen kann und sich in die jeweilige Frau hineinfühlen kann. Aus meiner Sicht gelingt es ihr sehr gut, die unterschiedlichen Gefühle darzulegen. Natürlich ist es nicht so, dass die beiden Frauen plötzlich beste Freundinnen sind - wie auch? Vielmehr versuchen sie mit dieser neuen Situation klarzukommen, zu erkennen dass die jeweils andere ein Recht auf dieses eine Leben hat. Mich hätte es gefreut, wenn die beiden mal nicht ganz so gefühlvoll miteinander umgegangen wären. Immerhin ist es nur schwer vorstellbar, dass zwei Menschen, die sich im Grunde nicht kennen und Anspruch auf das gleiche Leben haben, immer nur empathisch miteinander umgehen. Da hätte es gern auch mal einen lautstarken Zoff geben können. Außerdem deutet die Autorin ganz leicht an, dass Maddie Chloe bereits in ihrem Unterbewusstsein wahrgenommen hatte. Solche Beispiele hätte ich mir mehr gewünscht.


    Ryan tritt im Übrigen ziemlich in den Hintergrund. Er ist zwar immer da, insbesondere wenn die Frauen sich über ihn Gedanken machen, aber die Handlung der Geschichte spielt sich hauptsächlich zwischen Maddie und Chloe ab. Gefallen hat mir die Entwicklung der beiden Frauen, dass aus ihnen am Ende trotz aller Schwierigkeiten, die es so gibt, ein wirkliches Team wird, in dem sich die eine auf die andere verlassen kann. Gerade aus diesem Grund habe ich das Ende des Buches als ungerecht empfunden. Aber das Leben ist eben auch nicht fair. Andererseits empfand ich Einiges als zu viel Drama, als zu unwahrscheinlich, dass es nur zwei Menschen passieren würde.


    Der Schreibstil der Autorin ist leicht zu lesen und sie versteht es, Emotionen für sich und ihre Geschichte zu nutzen. Natürlich ist alles etwas überspitzt dargestellt, aber im Gegensatz zu vielen anderen Büchern aus diesem Genre übertreibt sie es nicht zu sehr, finde ich. Mich konnte Dani Atkins jedenfalls für ihre Geschichte einnehmen, selbst wenn sie natürlich Klischees bedient, worauf man sich jedoch einlässt, wenn man einen Liebesroman liest.


    Fazit:
    Ein schöner, herzerwärmender Roman für zwischendurch! Wer eine sachlich-fundierte Abhandlung über Gesundheit und Psyche erwartet, sollte die Finger davon lassen. Wer sich aber einfach mal in ein Bad aus Emotionen einhüllen lassen möchte, wer mit Maddie und Chloe mitfühlen möchte, der ist hier genau richtig. Von mir gibt es 4 Sterne.


  2. Cover des Buches Zwei Handvoll Leben (ISBN: 9783426282106)
    Katharina Fuchs

    Zwei Handvoll Leben

     (99)
    Aktuelle Rezension von: Rosi25

    In diesem Roman beschreibt die Autorin das Leben ihrer Großmütter, Anna und Charlotte. Beide werden Ende des 19.Jahrhunderts geboren und wachsen sehr unterschiedlich auf. Wir begleiten sie durch die Jugendjahre während des 1.Weltkrieges bis sie Erwachsen werden und ihren beruflichen Weg einschlagen und Familie gründen. Beide begegnen der Liebe und treffen verhängnisvolle Entscheidungen. Eine große Rolle spielt auch der 2.Weltkrieg und ihr schweres Leben während der Zeit. Durch die Ehe ihrer Kinder werden sie miteinander verbunden.

    Die Geschichte wird immer abwechselnd beschrieben, ein Kapitel über Annas Leben und dann über Charlottes Leben. Beide haben unterschiedliche Lebensbedingungen und sind aber starke Frauen, wobei sie sich nicht ähnlich sind. Ich fand beide sehr sympathisch. Der Schreibstil gefällt mir sehr gut und auch der Aufbau warstimmend. Was ich schade fand, ist, dass der Anfang der Beziehung ihrer Kinder kaum erwähnt wurde. Es gab einen größeren Zeitsprung, den ich sehr irritierend fand. Im ganzen konnte mich das Buch sehr begeistern. Es war fesseln geschrieben.

  3. Cover des Buches Blutgott (ISBN: 9783426524084)
    Veit Etzold

    Blutgott

     (171)
    Aktuelle Rezension von: aly53

    Die Clara Vidalis Reihe aus der Feder von Veit Etzold gehört mit zu meinen liebsten Thriller Reihen und endlich konnte ich mit der Reihe weitermachen.

    “Blutgott” ist der siebte Band und hier sollte man sich ein sehr dickes Fell zulegen, denn der Autor wartet nicht nur mit sehr detaillierten und verstörenden Details auf, sondern es setzt auch auf der psychologischen Ebene enorm zu.


    Ich mag den Schreibstil von Veit Etzold total gern. Stark einnehmend, fesselnd und sehr bildgewaltig, zog er mich auch hier wieder sofort in den Bann. Ich stand direkt unter Strom.

    So grausam und beklemmend es auch war, ich konnte das Buch nicht einen Moment zur Seite legen.

    Clara Vidalis punktet wieder mit ihrer sehr souveränen Art. Aber auch der ganze Ermittlertrupp hat mich wieder sehr begeistert. Zumal zwischen den Zeilen, auch der Humor nicht abhanden kam. Dadurch wurde das monströse Geschehen etwas abgemildert und dadurch etwas leichter gemacht.

    Hier konnten mich vor allem auch die Nebencharaktere auf ganzer Ebene beeindrucken und gleichzeitig beklommen und erschüttert zurücklassen.

    Sie sind durchweg glaubhaft und absolut greifbar. Man ist einfach unglaublich verstört darüber, wie gezielt ein junger Körper und seine Seele beeinflusst und manipuliert werden kann.

    Doch geht es tatsächlich so einfach?

    Eine Funke muss bereits erglommen sein, damit man es schüren und zu einem Feuer heranziehen kann.

    Viel schwieriger ist der rechtliche Teil. Denn einem sind die Ende gebunden und es wird gewütet, bis es kein Morgen mehr gibt.

    Aus dem ganz einfachen Grund, weil man es kann.


    Bereits der Prolog hat mich absolut schockiert und absolut verstört. Auf diesen ersten Seiten merkt man bereits wie brutal Veit Etzold vorgeht.

    Dabei ist es nur ein kleiner Vorgeschmack auf das, was noch kommen wird.

    Mich hat diese Raserei, diese Gewissenlosigkeit wirklich schockiert.

    Es gibt keine Grenzen.

    Es gibt nur Blut, Zerstörung und Massaker.

    Also definitiv nichts für schwache Nerven, weil es sehr detailliert zugeht, was die Taten betrifft.

    Leider zeigt der Autor aber auch auf, wieviel Gefahren in unserem Umfeld lauern.

    Besonders der Aspekt des Social Media wird dabei analysiert und es ist erschreckend, wie leicht die Grenzen zwischen Fantasien und den Taten schwinden.

    Eben noch sorglos und im nächsten Moment ein blutrünstiger Killer.

    Der Autor belegt dies auch mit Fakten.

    Was dadurch umso schwerer im Magen liegt.


    Er weitet diese verstörende Thematik zu einem vielschichtigen und rasanten Thriller aus, der nicht nur mit großartiger Ermittlungsarbeit punktet.

    Dadurch das man die unterschiedlichsten Perspektiven erfährt, gräbt man auch schnell tiefer und erkennt ein Netz aus Obsession, Gier, Macht und Skrupellosigkeit.

    Selten hat mich ein Thriller so dermaßen schockiert. Überwiegend deshalb weil es eben nicht nur reine Fiktion ist.

    An einigen Stellen vielleicht etwas vorhersehbar, dennoch punktet der Autor mit einigen Twists, die ich so nicht erwartet habe.

    Das Ende ist schockierend und erbarmungslos.

    Es hat mich nicht so sehr überrascht, weil es sich bereits vorher herauskristallisiert hat.

    Aber in diesem Moment war es dennoch wie ein gezielter Schlag in den Magen.

    Wer die anderen Bände um Clara Vidalis und ihr Team mochte, wird auch diesen lieben.

    Mich hat er auf ganzer Ebene begeistert, erschüttert und definitiv auch zum nachdenken gebracht.


    Fazit:

    Veit Etzold weiß, wie man perfekt unterhält.

    Doch mit “Blutgott ” hat er mich richtiggehend verstört und erschüttert zurückgelassen.

    Nicht nur ein sehr manischer, vielschichtiger und äußerst brutaler Thriller.

    Er zeigt auf, wie gefährlich und manipulativ diese Welt ist und das es manchmal nur allzu leicht ist, die eigenen Grenzen zu überschreiten.

    Sehr beunruhigend, sehr verstörend und monströs.

    Ein Thriller ,der stellenweise etwas vorhersehbar ist, aber mit gezielten Twists zu punkten weiß.

    Wer die anderen Bände um Clara Vidalis mochte, wird auch diesen lieben.

  4. Cover des Buches Man muss auch mal loslassen können (ISBN: 9783426523230)
    Monika Bittl

    Man muss auch mal loslassen können

     (89)
    Aktuelle Rezension von: FeFu

    Ich hatte bei dem Buch auf etwas locker-amüsantes gehofft.
    Leider wurde ich enttäuscht. 😔

    Das Aufeinandertreffen der drei Damen ist noch recht amüsant.
    Jedes Kapitel ist immer aus der Sicht einer anderen Person geschrieben.
    Leider tendiert doch sehr bald alles in die Richtung "Politisch", "System", "Kapitalismus", "Linken", "Rechten", etc.

    Auch ist der Schreibstil teils etwas unangenehm. So abgehackt. Zu großer Deutsch-Englisch-Mix. Bei der Jessy passt es ja, also vom Charakterbild und ihrer Vergangenheit her. Aber es zieht sich leider durch alle Charaktere. Schöner wäre es, wenn jede/r so seine Eigenarten hätte.

    Das ganze Politik-Gefasel hat mir das Buch ziemlich vermiest. Ich hatte mir doch eher etwas zum Schmunzeln und mit dem ein und anderen Lacher erhofft.

  5. Cover des Buches Gut Greifenau - Goldsturm (ISBN: 9783426525449)
    Hanna Caspian

    Gut Greifenau - Goldsturm

     (124)
    Aktuelle Rezension von: Martina1964

    Leider hat mich dieses Buch nicht bekommen können. Vielleicht lag es daran, dass es nicht der 1. Teil einer Serie war, ich kann es mir nicht so ganz erklären. Der Aufbau des Buches war gut, aber ich konnte mich mit den Charakteren nicht anfreunden oder identifizieren. Ich habe schon viele Bücher aus dem 18. oder 19. Jahrhundert gelesen, aber hier kam ich einfach nicht hinein. Die Buchaufmachung (Cover) finde ich gut gestaltet und hat mich auch angesprochen und ich musste immer wieder größere Pausen machen, da es mir auch ein wenig langweilig geschrieben erschien.

    Mein Fazit ist: Ich kann dieses Buch leider nicht weiter empfehlen und würde mir auch die vorherigen Teile nicht kaufen wollen.

  6. Cover des Buches Nichts wird dir bleiben (ISBN: 9783426307069)
    Christian Kraus

    Nichts wird dir bleiben

     (61)
    Aktuelle Rezension von: marie4

    Der Roman verfolgt verschiedene Handlungsstränge, die sich nach und nach zu einem Gesamtbild fügen. Das Buch hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Superspannend, teils gruselig, aber auch mit sehr anrührenden Momenten. Die Figuren, allen voran Thomas Kern und sein Gegenspieler Timon, aber auch die Nebencharaktere sind vielschichtig und tiefgründig angelegt, hier merkt man, dass der Autor selber Psychoanalytiker ist. Die Thematik rund um die Psychosekte und ihren Anführer fand ich super interessant, zumal es so etwas tatsächlich gibt. Beim abschließenden Showdown bekam ich das Buch nicht mehr aus der Hand. Von mir eine absolute Leseempfehlung.

  7. Cover des Buches Schäfchenwolkenhimmel (ISBN: 9783426522165)
    Gabriella Engelmann

    Schäfchenwolkenhimmel

     (53)
    Aktuelle Rezension von: RoRezepte

    Minnie erinnert sich an viele glücklichen Zeiten ihrer Kindheit bei ihrer Oma Rieke auf Föhr. Doch nachdem ihre Oma verstorben ist, und ihre Mutter das vererbte Haus ruckzuck verkauft hatte, war sie 13 Jahre lang nicht mehr auf der Insel. Doch nun wird ihr Arbeitgeber Travel TV eine Dokumentation auf Föhr drehen und Minnie soll voraus fahren und die Dreharbeiten planen. Kaum angekommen, steckt Minnie wieder im echten Föhrer Leben drin – denn die Insulaner mucken gegen die Investoren und Immobilienspekulanten auf. Die „Rettet-Föhr-Initiative“ für die Ursprünglichkeit der Insel und deren Bewohner. Könnte dies endlich etwas sein, wofür auch Minnie brennen könnte? Eine Leidenschaft, welche sie im Leben vorantreiben könnte?

    „Einfach mal innehalten, die Dinge auf mich wirken lassen, fühlen … und bei mir selbst sein.“

    Neben dem ganzen Trubel um die TV Produktion, wird Minnie zu einer Lebensretterin eines kleinen Lämmchen und unweigerlich auch zu einer Mama. Denn die Kleine lässt sich nur von Minnie die Flasche geben – noch mehr Streß pur. Doch absolut herzzerreißend. 

    „Die Insulaner sagen einfach: »Los, komm schon, versuch’s doch, wenn du dich traust.«“

    Schäfchenwolkenhimmel ist eine 5-Sterne-Wohlfühlgeschichte mit wunderschönen Landschaftsbeschreibungen, detailliert und sympathisch beschriebenen Protagonisten, einem so süßen Lämmchen, welches einen sofort ans Herz wächst, und einer liebevollen Oma Rieke, welche wir nie persönlich kennenlernen durften. Sie ist so greifbar nah, herzlich und weise beschrieben, dass sie selbst, ohne zutun, meine liebste Nebenprotagonistin ist. Wer hätte nicht auch gerne eine solche Oma Rieke? Aber auch Leevke ist mit ihrem Spleen ist absolut humoristisch. Minnie hat ein absolutes Händchen für wunderbare Menschen in ihrem Leben.

    „Die Nordsee ist das beste Heilmittel, das es gibt – und einfach unvergleichlich schön.“

    Gabriella Engelmanns neuer Roman ist eine wunderbare Geschichte über Heimat, seine Wurzeln und einem Neuanfang; dem sich trauen und wiederfinden. Absolut empfehlenswert!

    Die Rezepte aus Schäfchenwolkenhimmel gibt es unter www.RoRezepte.com & https://rorezepte.com/schaefchenwolkenhimmel-gabriella-engelmann

  8. Cover des Buches Madame le Commissaire und der tote Liebhaber (ISBN: 9783426521984)
    Pierre Martin

    Madame le Commissaire und der tote Liebhaber

     (37)
    Aktuelle Rezension von: Hortensia13

    Nach der erfolgreichen Reha versucht Madame le Commissaire Isabelle Bonnet wieder in ihr Leben zurückzufinden. Doch die friedliche Ruhe im provenzalischen Dörfchen wird jäh erschüttert, als der Bürgermeister Thierry tot aufgefunden wird. Auch wenn sich Isabelle vor der Reha von ihm getrennt hat, geht ihr das sehr nahe. Als die Polizei immer weiter im Dunkeln tappt, nimmt Isabelle selber die Ermittlungen auf, denn Thierry hat Gerechtigkeit verdient.

    Der Fall im sechsten Band der «Madame le Commissaire»-Reihe ist sehr persönlich für Isabelle Bonnet. Sie ist nach wie vor eine Frau mit Ecken und Kanten, aber mir gefällt, dass sie sich stets treu bleibt. Auch gegen Widerstände, denen sie begegnet.

    Durch den Tatort wird man nach Sanary-sur-Mer geführt und lernt wieder eine Stadt in der Provence kennen. Dieses Mal mit einem interessanten geschichtlichen Exkurs in die Vergangenheit dieses Küstenorts, in dem während des Zweiten Weltkrieges viele deutsche Literaten und Künstler Zuflucht gesucht haben.

    Mein Fazit: Ein Fall, der für Madame le Commisaire sehr persönlich ist und Einblicke in die Vergangenheit bietet. Ein toller Zwischendurch-Krimi. 4 Sterne.

  9. Cover des Buches Unter dem Limonenhimmel (ISBN: 9783426521434)
    Marie Matisek

    Unter dem Limonenhimmel

     (40)
    Aktuelle Rezension von: peedee

    Amalfi, Band 2: Es hat sich vieles in kurzer Zeit im Leben von Marco geändert. Er und Lisabetta sind endlich zusammen und Marco will von seinem Vater Raffaele alles über die Zitronenplantage lernen. Doch es ist nicht alles nur amore, denn plötzlich taucht ein Schuldschein auf, der das Aus für die Plantage sein könnte. Raffaele verhält sich anders als gewohnt. Und auch Pippo ist nicht mehr er selbst…

    Erster Eindruck: Das Cover gleicht demjenigen von Band 1 – der Wiedererkennungswert ist somit gegeben.

    Dies ist Band 2 der Reihe, kann aber unabhängig vom Vorgängerband gelesen werden. Wo nötig, werden die Zusammenhänge mit Band 1 erklärt. Da ich jedoch erst gestern Band 1 gelesen habe, war ich lesetechnisch noch ganz in Amalfi.

    Die Geschichte wird wiederum auf zwei Zeitebenen erzählt: einerseits ab 1987 und andererseits in der Gegenwart. Zudem wird die Geschichte aus Sicht von Marco, Lisabetta und Pippo beschrieben.
    Marco hat sich jahrelang dagegen gesträubt, etwas mit der elterlichen Zitronenplantage zu tun zu haben. Dass nun ausgerechnet er doch alles über den Zitronenanbau lernen will, ist schon amüsant. Aber so ist das Leben: voller Überraschungen! Noch vor ein paar Monaten hätte er auch nicht daran gedacht, dass es für seine Jugendliebe Lisabetta und ihn eine gemeinsame Zukunft geben würde. Lisabetta und er sind glücklich, doch sie ist mit ihrer beruflichen Situation unzufrieden. Sie will nicht abhängig von ihrem baldigen Ex-Mann oder von Marco sein. Was kann sie tun? Marco macht sich zudem Sorgen um seinen Vater: Er befürchtet, dass Raffaele langsam ein bisschen verwirrt im Kopf werde, da er sich immer weniger um seine Zitronen kümmert, was jahrzehntelang sein Lebensinhalt war. Und auch Marcos bester Freund Pippo verhält sich eigenartig. Hat dies mit dem Besuch aus München zu tun?

    Mir hat Pippo bereits im letzten Band sehr gut gefallen – er ist wirklich ein guter Freund, der diesen Namen absolut verdient. Ich habe mich sehr gefreut, dass er in diesem Band noch mehr vorkommt. Die vorliegende Geschichte – insbesondere der Teil über Pippo – hat mir besser als Band 1 gefallen. Was mich jedoch zunehmend gestört hat, war die zigfache Nennung der zweihundertsechsundvierzig Stufen einer Treppe. Das war bereits im Vorgängerband so, aber hier war es (gefühlt) noch repetitiver. Von mir gibt es 4 Sterne für diesen Amalfi-Ausflug.

  10. Cover des Buches Dein Lächeln um halb acht (ISBN: 9783426525432)
    Laura Jane Williams

    Dein Lächeln um halb acht

     (49)
    Aktuelle Rezension von: Claudias-Buecherregal

    Daniel sieht Nadia des Öfteren in der U-Bahn. Immer um halb acht. Er traut sich jedoch nicht sie anzusprechen, schließlich hat er erst letztens gehört, dass Flirtversuche in der U-Bahn fast immer scheitern. Also inseriert er in der Zeitung unter der Rubrik "Missed Connections" und Nadia liest es tatsächlich und antwortet ihm. Sie flirten über diese Anzeigen, aber mit persönlichen Treffen ist es leider nicht so einfach.

    Ich lese sehr selten Liebesromane, aber dieser hier klang frisch, modern und spielt in einer meiner Lieblingsstädte - London. Das Buch wird abwechselnd aus den Perspektiven von Daniel und Nadia geschildert. Diese Erzählweise ist absolut zwingend, denn den Großteil des Buches erleben die beiden nicht zusammen. Sie scheinen sich nämlich ständig zu verpassen. Auf der einen Seite waren die zarten Kontaktaufnahmen süß und ich habe schon etwas mitgefiebert, ob und wann die beiden sich tatsächlich im realen Leben einmal bewusst begegnen werden. Andererseits habe ich gedacht, wenn man sicher ist, jemand ist um 7.30 Uhr in der U-Bahn und man möchte die Person unbedingt treffen, dann schafft man es auch tatsächlich zu dieser Uhrzeit im Zug zu sitzen, auch wenn man kein Frühaufsteher ist. Tja, Nadia sieht das anders. Sie verpasst die Bahn regelmäßig. Ich habe versucht darüber hinweg zu sehen und die Geschichte zu genießen, was dann durchaus klappt.

    Der Autorin gelingt es sehr gut das Gefühl zu erzeugen, dass die beiden einfach zusammengehören, dass es Schicksal ist, dass sie sich begegnen werden. Das fand ich sehr schön. Besonders das letzte Drittel hat mir diesbezüglich sehr gefallen.

    Fazit: Es ist kein Liebesroman, bei dem die beiden Protagonisten viel Zeit miteinander verbringen. Es geht mehr um das "wann und wie werden sie sich treffen und passen sie dann tatsächlich so gut zusammen, wie man hofft?“. Mir hat die Geschichte um Daniel und Nadia und ihre „Missed Connections“ gut gefallen.

  11. Cover des Buches Der Mut zur Freiheit (ISBN: 9783426520086)
    Katja Maybach

    Der Mut zur Freiheit

     (34)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    In dem Buch geht es um drei Spanierinnen, die im Leben einige Hürden überwinden müssen. Es geht um Valentina und ihre Tochter Olivia und um Margarita. Die Mutter von Valentina. Drei Frauen, drei Generationen.

    Ich war am meisten gespannt auf die Geschichte von Olivia und ihre Liebe zu einem Matador und muss leider sagen, dass ihre Geschichte mich am meisten enttäuscht hat. Zum einen war die Liebesgeschichte unfassbar platt und vorhersehbar und zum anderen wusste sie anfangs gar nicht, dass er ein Matador ist. Ich habe mir ihren Kampf gegen den Stierkampf und diese Liebesgeschichte etwas anders vorgestellt und was ich in dem Buch bekommen habe, hat mich sehr enttäuscht.

    Valentina und Margarita haben mir etwas besser gefallen, aber so richtig mitreissend waren ihre Geschichten auch nicht.
  12. Cover des Buches Hotel Inselblick - Wolken über dem Meer (ISBN: 9783426522776)
    Anke Petersen

    Hotel Inselblick - Wolken über dem Meer

     (27)
    Aktuelle Rezension von: claudis_buecherwelt

    Bei diesem Buch handelt es sich wieder um einen historischen Roman. Es ist der Auftakt der Amrum-Trilogie und beginnt im Jahr 1892.

    Anfangs spielt die Geschichte noch in Hamburg. Es dauert eine Weile, bis sich die Familie Stockmann auf den Weg nach Amrum macht. 

    Die Familie Stockmann besteht aus dem Ehepaar Marta und Wilhelm, sowie den Töchtern Rieke, Ida und Marie.

    Mir hat die Familiengeschichte gut gefallen. Man durfte miterleben was für Hürden sich ihnen in den Weg gestellt haben und vor allem, welche Schicksale sie ertragen mussten. Auch die Umgebung fand ich sehr gut beschrieben, sodass man direkt ein Bild vor Augen haben konnte.

    Der Schreibstil ist sehr angenehm, allerdings fällt es anfangs etwas schwer in die Geschichte richtig hineinzufinden. Zwar gibt es zu Beginn eine kleine Auflistung der handelnden Personen, dennoch musste man sich erst ein wenig reinlesen, um alle richtig einordnen zu können. Der Blick zurück auf die Anfangsseite war daher öfter von Nöten.

    Das Buch hat über 500 Seiten, was mir persönlich etwas zu viele waren. Es passiert einiges in diesem Buch, aber zwischendrin wurde es etwas langatmig. Vielleicht hätten ein paar weniger Seiten der Geschichte gut getan.

    Alles in allem ist es aber ein gutes Buch mit Luft nach oben. Bin gespannt wie es in den Folgebänden weitergeht. Diese werde ich später sicher auch noch lesen.

    Ich werde für diesen 1. Band 3 von 5 Sternen vergeben.

  13. Cover des Buches Die Zeit der Töchter (ISBN: 9783426523650)
    Katja Maybach

    Die Zeit der Töchter

     (35)
    Aktuelle Rezension von: anne_fox

    Der Roman ist die Fortsetzung von Die Stunde der Mütter. Es ist die Nachkriegzeit und alle haben noch mit den Folgen des Krieges zu kämpfen. Es herrscht noch immer Rassenhass, an dem Thema hat sich ja bis heute nicht geändert. Doch alle versuchen sich ein neues Leben auszubauen. Die Geschicht schwenkt laufend zwischen Vievien, Maria, Veronka, Anna, Antonia, Veronika und Marie-Luise hin und her.Dadurch wird die Geschichte sehr verzerrt und man muss immer überlegen wo man gerade ist. Da ich alle Romane der Autorin kenne und bis jetzt begeistert war, bin sich sehr enttäuscht von ihrem für mich schlechtesten Roman.

  14. Cover des Buches Wo das Glück auf Wellen tanzt (ISBN: 9783426520314)
    Diana Hillebrand

    Wo das Glück auf Wellen tanzt

     (35)
    Aktuelle Rezension von: RoRezepte

    „Glück besteht in der Kunst, sich nicht zu ärgern, dass der Rosenstrauch Dornen trägt, sondern sich zu freuen, dass der Dornenbusch Rosen trägt.„

    Wo das Glück auf Wellen tanzt ist nicht nur der Titel des Romanes, sondern auch das zentrale Thema des Buches. Wer jetzt aber ein langweiliges Buch nur um Glück erwartet, hat falsch gedacht :)

    Autorin Diana Hillebrand schreibt eine ruhige, aber intensive Geschichte über eine junge Journalistin einer Kolumne, welche zum Einstieg der Geschichte genau in einem Umbruch steckt.

    Hanna hat zwar ein Buchvertrag in der Tasche, muss aber aus ihrer alten Wohnung raus. Mit etwas Glück bekam sie eine Traumwohnung zum kleinen Preis in WALDERSTADT, wo sie in Ruhe ihr Glücksbuch schreiben könnte. Einziges Manko: ihr Vermieter wohnt über Sie und lehnt jeglichen Kontakt ab. Und das macht Hanna mehr zu schaffen, als sie dachte. Der unbekannte Vermieter stellt immer wieder wechselnde selbstgemalte Bilder im Hauseingang aus, die alle das gleiche Motiv zeigen. Allerdings gibt ihr nicht nur der Künstler Rätsel auf, sondern auch die einzelnen Bürger der Kleinstadt.

    „Doch das Unglück schleicht sich von hinten an, genau dann, wenn man am wenigsten damit rechnet.“

    Die sympathische Protagonistin Hanna ist auf Glücksmission und möchte jedem Menschen zeigen, welches kleine Glück in jedem Tag versteckt ist. Allerdings verliert sie im Laufe der Geschichte ihren Glückssinn, die Worte für ihr Buch und die Sicherheit in ihrem Leben. Die Autorin zeigt schnell, dass der Verlust des Vaters noch heute eine psychische Belastung für ihre Hanna ist.

    „Sie zog die Schublade des Nachtkästchens auf und fand ihre Lupe, durch die sie das Blumenmuster ihrer Bettwäsche erforschte. In der Vergrößerung verloren die Blumen ihre Form, wirkten wie ein Meer aus Farben und Linien. Sie löste ihren Blick vom bunten Gewirr und strich sanft über die runde Einfassung der alten Lupe. Die Lupe, mit der sie zusammen mit ihrem Vater auf Safari gegangen war. Ihre Wildnis war der Garten zu Hause gewesen. Sie legten sich gemeinsam auf den Bauch, ganz nahe an Gräsern, Blumen und Insekten, und schauten in eine andere Welt.“

    Während Hanna versucht ihren Alltag zu meistern, lernt auch der Leser viele wichtige Ansatzpunkte für ihr eigenes Glück und welche Glücksarten es gibt.

    „Offene, extrovertierte Typen werden auch dem Glück offen gegenüberstehen. Sie werden es deshalb möglicherweise bewusster wahrnehmen. Menschen, die in sich gekehrt sind, brauchen vermutlich etwas länger, um Glück zu empfinden …“

    Eines der wichtigsten Gedanken aus Wo das Glück auf Wellen tanzt ist für mich:

    „[…] man müsse glücklich sein wollen und das Seine dazu tun.„

    Diana Hillebrand hat mit Wo das Glück auf Wellen tanz ein ganz leises, ruhiges Buch über die Bedeutung von Glücksmomenten geschrieben; über Trauer, Verarbeitung und Neuanfang. Um kein Sachbuch zu schreiben, wurde das zentrale Thema in die Mission der Glückssucherin Hanna gepackt, welche auf ihrem Weg eine Vielzahl besonderer Menschen begegnet und auch ihre eigene Geschichte umschreibt. Eine sehr schöne Buchempfehlung für diejenigen, welche nicht den typischen Liebesroman suchen, sondern auch den eigenen Horizont erweitern wollen.

    Die Rezepte aus Wo das Glück auf Wellen tanzt gibt es unter www.RoRezepte.com & http://rorezepte.com/wo-das-glueck-auf-wellen-tanzt-diana-hillebrand

  15. Cover des Buches Darüber spricht man nicht (ISBN: 9783426277515)
    Yael Adler

    Darüber spricht man nicht

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Luciano

    Ich  fand es nicht sehr gut geschrieben ,  gute  Informationen für jemanden  der Medizin studiert -  reines  Fachwissen-Buch Themen. Der schreibstil fand ich sehr nächtern.

  16. Cover des Buches Das Wispern der Schmetterlinge (ISBN: 9783426523902)
    Susanna Ernst

    Das Wispern der Schmetterlinge

     (26)
    Aktuelle Rezension von: Caterina

    Meine Meinung zum Buch 

    Gestaltung: Seit einigen Jahren bin ich ein Fan ihrer Schreibkunst. So führte auch kein Weg an das neue Werk von Susanna Ernst vorbei. Ich liebe ihre poetische Ader und die gefühlvollen Geschichten. Da mir bisher alle ihre Bücher gefielen, waren meine Erwartungen zu "Das Wispern der Schmetterlinge" ebenfalls sehr hoch. Optisch reiht sich dieses Buch hervorragend in ihre anderen Werke ein. Meinen Geschmack trifft es nicht zu 100% aber da mir der Inhalt gefallen könnte, störte mich diese Tatsache nicht so sehr. Auch diese Geschichte klang berührend und vielversprechend, so dass es mich förmlich in den Fingern juckte.

    Einstieg: Susanna Ernst beginnt hier augenblicklich mit der eigentlichen Handlung und dem Leser wird der Protagonist Pacey vorgestellt. Der Schreibstil ist wie gewohnt locker und angenehm zu lesen und bereits auf den ersten Seiten bekam ich die poetische Schreibweise, die ich so sehr an der Autorin liebe, zu spüren. Es war irgendwie wie nach Hause kommen. Die Geschichte beginnt noch recht ruhig, gleichzeitig bekommt der Leser eine Vorahnung davon, dass Pacey ein sehr vielschichtiger Charakter ist. Insgesamt gefiel mir der Einstieg wieder sehr gut, auch wenn ich mit Pacey zunächst noch nicht ganz warm wurde. Das änderte sich zum Glück bald.

    Charaktere: Fast durchgängig wird die Geschichte aus der personalen Ich-Perspektive von Pacey erzählt. Hin und wieder lockert die Autorin diese Erzählweise mit Passagen aus der Vergangenheit und Kapiteln aus der Sicht von anderen Figuren auf. Dies gefiel mir sehr gut, denn so bekam die Geschichte insgesamt einen abwechslungsreichen und facettenreichen Charakter. Die anfänglichen Schwierigkeiten, die ich mit Pacey hatte, verflogen recht bald und ich schloss ihn sehr bald ins Herz. Pacey ist jemand, der ein ganz schönes Päckchen mit sich zu tragen hat, erst ein Schicksalsschlag, der ihm die Füße unter dem Boden gerissen hat, dann der Tod von seiner Geliebten Ava und dann die Tatsache, dass er plötzlich Avas vermeintlichen Zwillingsschwester gegenübersteht. Je weiter ich las, umso transparenter wurde Pacey und nach und nach verstand ich viele Dinge und Handlungen von ihm besser. Auch Maria schloss ich mit ihrer liebevollen und loyalen Art sehr schnell ins Herz, ebenso ihren Sohn Roy. Sehr gut gefiel mir, dass ich auch kleine Einblicke in die Gefühls- und Gedankenwelt von Maria erhielt. Die größte Leistung sehe ich jedoch im Charakter Ava. Auch wenn sie mir irgendwie nicht so recht sympathisch wurde, war es dennoch beachtlich, wie sie nur durch Erinnerungen und Rückblenden lebendig wurde. Ich liebe die Figurenkonstellation von Susanna Ernst einfach. Gerade die Wahl der Figuren, machen ihre Geschichten immer zu etwas ganz besonderem.

    Handlung: Wie ich es bereits aus ihren Geschichten davor kannte, bleibt sich die Autorin auch hier treu. Die Geschichte ist vom Beginn an gefühlvoll, berührend und geht unter die Haut. Hier werden keine Kosten und Mühen gescheut, sondern Susanna Ernst geht aufs Ganze. Auch wenn die Geschichte noch relativ ruhig beginnt, so hängt eine bedrückende Stimmung wie ein Damoklesschwert über der Geschichte und ich wartete förmlich auf den großen Knall. Auf der einen Seite wollte ich immer mehr über die Figuren erfahren und auf der anderen Seite verlangte eine ganz bestimmte Frage eine dringende Antwort: Was ist mit Ava passiert? Diese Aspekte führten dazu, dass ich immer weiter lesen wollte und musste. Zudem erfuhr ich immer mehr über Paceys Vergangenheit, ebenso über Marias und langsam entstand ein klares Bild vor Augen, wie alles irgendwie zusammenhängen könnte. Dann folgt eine Wendung, die irgendwie alles über den Haufen warf. Diese kam zwar überraschend, aber mir persönlich gefiel sie nicht. Leider zog sich das durch das letzte Drittel und findet ihren Höhepunkt in einem Ende, was ich so nicht gewählt hätte.

    Schreibstil: Susanna Ernst schreibt wie immer poetisch und gefühlvoll. Die Themen über Verlust und Schuld ziehen sich wie ein roter Faden durch die gesamte Geschichte. Aber auch der Schmerz eines Schicksalsschlages spielt immer wieder eine Rolle. Die Autorin verwebt diese sensiblen Themen wunderbar in ihre Geschichte und gibt aber auch anderen genügend Raum. Durch unerwartete Wendungen verleiht sie dem Buch zu dem das richtige Maß an Tempo und Drama, so dass es keineswegs langwelig wurde. 


    Mein Urteil

    Susanna Ernst bleibt ihrer Schreibkunst auch in "Das Wispern der Schmetterlinge" treu. Es ist ein Buch mit Themen wie Schuld und Verlust, dennoch gibt die Autorin der Geschichte genug anderen Aspekten Raum. Auf poetische Art und Weise konnte sie mich berühren und begeistern. Überraschende Wendungen verleihen der Geschichte noch etwas Dramatik und eine gewisse Unvorhersehbarkeit. Leider war das Ende für mich nicht das was ich mir erhofft habe, weshalb es hier einen Punkt Abzug gibt. Dennoch bescherte Susanna Ernst mir auch hier schöne Lesestunden. Ich vergebe gute 4 von 5 Welten.

  17. Cover des Buches Neuleben (ISBN: 9783426306864)
    Katharina Fuchs

    Neuleben

     (65)
    Aktuelle Rezension von: HEIDIZ

    "Neuleben" - Teil zwei des Duos um die Familiengeschichte von Katharina Fuchs ist angesiedelt im Deutschland des Jahres 1953. Therese darf in der DDR nicht studieren, sie ist die Tochter eines Wehrmachtoffiziers und einer Gutsbesitzerin. Das Familiengut in Sachsen wird enteignet - sie geht nach Westberlin und beginnt dort Jura zu studieren. Nicht leicht, sie ist eine von zwei Frauen, erst einmal, bis sie ganz allein auf sich gestellt ist und dann auch noch von den Hochschullehrern das Leben schwer gemacht bekommt. Aber sie verfolgt ihr Ziel unumwunden ...

     

    Gisela hingegen - Thereses Schwägerin - sie möchte es in der Modebranche zu etwas bringen.

    Felix geht einen gefahrvollen Weg, was ihm passiert, lasse ich mal offen, ich möchte nicht zu viel vorweg nehmen. Und Charlotte, wird ihr Ernst zurück kommen ???

     

    Wieder werden die jeweiligen Kapitel mit den Vornamen der Protagonistinnen überschrieben.

    Angebunden an Band eins "Zwei Handvoll Leben" erfährt man weiterführend, wie es den Charakteren ergeht, es ist alles wieder sehr lebendig geschrieben, liest sich extrem spannend und kurzweilig - ich konnte mich von Beginn an prima in die weiterführende Handlung eindenken und war gleich mittendrin. Die Charaktere sind sehr detailliert beschrieben und ebenso die Szenen, die vor dem geistigen Auge erscheinen während des Lesens, ich könnte mir eine Verfilmung sehr gut vorstellen.

     

    Sehr schön ist auch, dass in diese Geschichte der deutsch-deutsche historische Hintergrund eingebunden ist. Ich empfehle das Buch !!!

  18. Cover des Buches Die Tochter der Wanderapothekerin (ISBN: 9783426522851)
    Iny Lorentz

    Die Tochter der Wanderapothekerin

     (15)
    Aktuelle Rezension von: HEIDIZ

    Taschenbuch: 528 Seiten

    Verlag: Knaur TB; Auflage: 4. (1. Juli 2019)

    ISBN-13: 978-3426522851

    Größe und/oder Gewicht: 12,4 x 3,2 x 19 cm

    PREIS: 10,99 Euro

     

    Das Finale der Wanderpothekerin-Reihe, bestehend aus vier einzelnen Büchern möchte ich euch heute vorstellen.

     

    Ich habe das Buch mit großem Interesse und kurzweilig spannender Unterhaltung gelesen. Thematisch geht es um die Tochter der uns bekannten Wanderapothekerin Klara - die älteste Lena - die den Fürsten Friedrich auf einer Reise nach Venedig begleiten darf. Sie ist eine begnadete Malerin und freut sich, dass sie Italien sehen darf. Friedrich allerdings hat ein anderes Ziel - er will in Palästina das Wasser für die Taufe seines Kindes aus dem Jordan schöpfen. Überraschungen und Abenteuer begleiten sie auf ihrem Weg. Schließlich muss Lena auch noch die Heilkünste, welche sie von ihrer Mutter erworben hat, anwenden ...

     

    Mehr möchte ich nicht verraten, das Finale ist jedenfalls ein würdiges Ende der Reihe. Spannend von Beginn bis Ende hat es mich mitgenommen, hat die Geschichte mich fasziniert, gefesselt und davon getragen in die Zeit, die Region und die Geschichte überhaupt.

     

    Ein historischer Überblick, Personenauflistung und Glossar sind der Geschichte hintangestellt. Das Buch ist in 11 Teile gegliedert.

     

    Leseprobe:
     ========

     

    Weit entfernt von Konstantinopel widerstand Friedrichs Mutter Anna Sybilla nur mühsam dem Wunsch, ihre Schwiegertochter bis zu deren Niederkunft im hintersten Keller anketten zu lassen. Sie sah auf die vor ihr liegenden Scherben hinab, die von Karoline Louises letztem Wutanfall geblieben waren. ...

     

    Diese Geschichte zeigt wieder einmal mehr, dass Iny und Elmar Lorentz DAS Paar des historischen Romans sind. Sie verbinden eine unheimlich gelungene Schreibweise für das Genre mit tollen Ideen und genialer Umsetzung und schaffen es immer wieder, mich zu faszinieren und für sie einzunehmen.

  19. Cover des Buches Dornenherz (ISBN: 9783426523315)
    Karen Rose

    Dornenherz

     (91)
    Aktuelle Rezension von: Calipso

    Karen Rose - wie man die Bücher kennt. Auch nach dem vierten Band - Spannung vom ersten bis zum letzten Satz- ein Buch was am liebsten in einem Stück lesen möchte. 

  20. Cover des Buches Tote Hand (ISBN: 9783426517680)
    Andreas Föhr

    Tote Hand

     (65)
    Aktuelle Rezension von: MissJaneMarple

    Meine Meinung:

    Schon allein die Idee eine abgetrennte Hand zu bestatten ist genial. Was sich dann aber wieder für Abgründe auftun, einfach klasse.

    Die Charaktere Wallner und Kreuthner sind so wunderbar überzeichnet und deshalb so sympathisch. Kreuthner ist auch in diesem Fall wieder der heimliche Star.

    Auch Manfred finde ich unglaublich sympathisch und kauzig.

    Andreas Föhr schafft es immer wieder mich mit seinen Tegernsee Krimis zu begeistern. Es gibt durchaus solch urige Gestalten bei uns rund um den See. Und Herr Föhr legt natürlich noch ein Schippchen drauf, um seine kleinen aber feinen Seitenhiebe zu verteilen. 

    Er flüchtet aber auch ernste Themen, wie in diesem Fall Scharlatanerie und warum Frauen nach Vergewaltigungen schweigen mit ein. Dies regt auch durchaus zum Nachdenken an.


    Der Schreibstil ist angenehm leicht und der Dialekt wunderbar eingebunden. So war es für mich wieder ein richtiges Lesevergnügen. 


    Auch punktet der Autor bei mir mit seiner wunderbaren und detailgetreuen Beschreibung des Tegernseer Tals und des Landkreises Miesbach. 


    Fazit:

    Wieder ein brillanter und amüsanter Fall aus dem Tegernseer Tal

  21. Cover des Buches Das Alphabet des Herzens (ISBN: 9783426878446)
    James R. Doty

    Das Alphabet des Herzens

     (6)
    Aktuelle Rezension von: sommerlese
    Das Alphabet des Herzens ist ein Buch von James R. Doty, ein international renommierter Professor für Neurochirurgie an der Universität von Stanford, der für zahlreiche Nonprofit-Organisationen tätig ist und Wohltätigkeitsorganisationen unterstützt. Das Buch trägt den erklärenden Untertitel "Die wahre Geschichte über einen, der sein Herz verlor und sich selbst fand" und erscheint im Juli 2019 bei Knaur MensSana.


    Als 12-jähriger Junge lernt James Doty in einem Laden für Zauberbedarf die liebenswürdige Ruth kennen, sie bringt ihn durch vier Übungen dazu, seine kühnsten Träume zu verwirklichen. Er befreit sich von dem Gefühl, Opfer seiner Lebensumstände zu sein, wird Chirurg, dringt in die Tiefen der Gehirnforschung vor und hat als Unternehmer immensen Erfolg.

    Dieses Buch hat sprituelle Züge, es gibt biografische Einblicke in das Leben von James Doty und zeigt, wie man Achtsamkeit erlernen kann.

    James Doty hat eine schwierige Kindheit hinter sich, der Vater war Alkoholiker, die Mutter litt unter Depressionen. In einem Laden für Zauberbedarft lernt er als Kind eine Frau namens Ruth kennen. Sie hilft ihm, die rätselhafte Verbindung zwischen Gehirn und Herz zu begreifen.

    Die folgenden Methoden werden ausführlich beschrieben und erklärt:

    1. Entspanne deinen Körper

    2. Zähme deinen Geist

    3. Öffne dein Herz

    4. Formuliere eine klare Absicht


    Dieses Buch liest sich einfach und sehr anschaulich, es zeigt Lebensepisoden des Autors, Schwierigkeiten in seiner Kindheit mit seiner Familie, aber auch mit Gleichaltigen und zeigt viele Ansätze, die man schon als philosophische Lehren ansehen kann.

    Das Buch ist aber auch sehr komplex, weil es viele Beispiele für das eigene Handeln und Verhalten aufzeigt.


    Der erfolgreiche Neurochirurg und Freund des Dalai Lamas zeigt an seiner eigenen Geschichte, wie man an sich arbeiten kann und damit auch schwierige Zeiten zu akzeptieren lernt und so ohne negative Belastungen anderen Menschen gegenüber stehen kann.
    Wer nur die eigenen Wünsche im Leben verfolgt, wird es schwer mit anderen Menschen haben, wer an die Folgen seines Handelns denkt und dabei sein Herz für andere öffnet, wird glücklich werden und wird reich beschenkt.

    Es ist eine interessante Mischung aus ermutigendem Lebensbericht und Informationen zur heutigen Gehirnforschung. Doty gibt konkrete Anleitungen, wie er selbst sein Leben verändert hat und gleichzeitig auf Hirn und Herz gemeinsam zu hören lernte.
    Alles ist möglich. Man muss nur sein Herz öffnen und den Verstand sinnvoll nutzen.

    Im Grunde geht es um ein achtsam geführtes Leben, bei dem man sich bestimmte zwischenmenschliche Fähigkeiten aneignen und bewahren sollte. Diese sind folgende:
    Mitgefühl, Würde, Gleichmut, Vergebung, Dankbarkeit, Bescheidenheit, Integrität, Gerechtigkeit, Güte, Liebe.



    Dieses biografisch angehauchte Buch ermutigt, auf sein Herz zu hören und Achtsamkeit zu erlernen und zu leben. Ganz im Sinne des Dalai Lama. Für alle spirituell interessierten Leser ein wertvolles Buch.
  22. Cover des Buches Die sieben Todsünden (ISBN: 9783426517215)
    Wolf Serno

    Die sieben Todsünden

     (1)
    Aktuelle Rezension von: sommerlese
    Wolf Serno ist Autor vieler historischer Romane. "Die sieben Todsünden" erscheint am 3.9.2018 im Knaur Verlag.

    Bologna 1576: das Stadtbild lebt von den prächtigen Palästen der Reichen und ärmlichen Hütten, bewohnt von etlichen Bettlern. Zwischen diesen Bewohnern lebt und kümmert sich Pater Matteo um den Willen Gottes und nimmt den Sündern ihre Beichte ab. Er erfährt von eher leichten Vergehen und schrecklichen Vorkommnissen, die zu den sieben Todsünden zählen.


    "Manchmal, o Herr, ist es wirklich nicht leicht, Dein Diener zu sein." Zitat von Pater Matteo jeweils am Ende eines Kapitels


    Dieser Roman teilt sich in sieben Episoden auf. In jedem Kapitel geht es um eine der sieben Todsünden, begangen von Menschen verschiedener gesellschaftlicher Schichten. Ob Adlige oder Gaukler, jeder der gegen Gottes Gebote handelt, begeht eine schuldhafte Verfehlung und wird damit zum Sünder. Pater Matteo nimmt sich als Beichtvater ihrer an und wird damit ständig selbst Zeuge von Straftaten und Vergehen. Häufig nimmt ihn seine Aufgabe ziemlich mit, er leidet mit den Menschen und ist doch am Ende auch selbst ein Sünder vor dem Herren. Doch er vermittelt auch zwischen den Menschen, hilft mit einer Arbeit oder einem Dach über dem Kopf, wo die Not seine Nächstenliebe erforderlich macht.


    Wolf Serno hat einen bildhaften und genau die damaligen Zustände beschreibenden Schreibstil. Man wird unweigerlich in das Treiben Bolognas um 1576 geworfen und erlebt das Miteinander der reichen Medici und den armen Bevölkerungsschichten in Form von Pestkranken, Dieben und Bettlern. Das Schicksal eines Kastratensänger wird vorgestellt und eine junge Frau wird Opfer von sexueller Gewalt, doch am Ende ist sie diejenige, die leiden muss. Sie mag diese Schande nicht offen gestehen und wird von ihrem Vater verstossen. Pater Matteo sorgt für ein Obdach und Arbeit und wird selbst fast zum Sünder. 


    In diesem Roman taucht man mitten in die Welt der Menschen Bolognas ein. Was müssen die Menschen früher unter ihren Sünden gelitten haben? Das Wort und die Gnade Gottes war oberstes Gebot. Mit Pater Matteo nehmen wir ihnen die Beichte ab, es wird sehr intensiv und ausführlich auf die jeweiligen Delinquenten eingegangen. Dadurch erfahren wir die Vorgänge in detailgenauer Darstellung, teilweise umständlich erzählt, teilweise direkt und häufig voller Betroffenheit, Scham und eigener Qual.

    Nicht jedes Kapitel liest sich gleichermaßen interessant, manche Büßer erzählen langatmig, andere flunkern und es gibt auch zähe Geschichten. Die der armen jungen Frau Nausica hat ich mit viel Anteilnahme gelesen. Sie wurde das Opfer mehrfacher Vergewaltigung. Dennoch wird auch ihr eine Buße auferlegt, denn sie suchte eine Engelmacherin auf. Ein Kind einer Vergewaltigung gilt in den Augen des Klerus auch als schützenswert.


    Die Sprache passt zum Zeitgeist, die Themen nehmen Bezug auf das biblische Sündenregister. Die Schuld vor Gott kann nur in der Beichte aufgefangen werden. Die Szenerie wird sehr realistisch und bildhaft geschildert, die Fälle sind unterschiedlich und dennoch auf die Dauer recht eintönig.


    Der Blick auf menschliche Verfehlungen aus der Sicht der katholischen Kirche wird hier anhand von verschiedenen Beichten gezeigt. Etwas anders als die üblichen historischen Romane, nicht uninteressant, aber auch nicht vollkommen überzeugend. Denn für diese Thematik muss man sich schon explizit interessieren.
  23. Cover des Buches Ach du dickes Ei! - Meine Kinder, die Hühner und ich (ISBN: 9783426214619)
    Katrin Sewerin

    Ach du dickes Ei! - Meine Kinder, die Hühner und ich

     (1)
    Aktuelle Rezension von: sommerlese
    Katrin Sewerin erzählt in ihrem Buch "Ach du dickes Ei! Meine Kinder, die Hühner und ich" eine biografische Familiengeschichte. Das Buch erscheint im Droemer Knaur Verlag.

    Katrin Sewerin ist Tierärztin und hat über artgerechte Legehennenhaltung promoviert. Sie lebt mit ihrer Familie auf einem Bauernhof und statt dem gewünschten Hund hat sie ihren Kindern und sich einfach mal Hühner angeschafft. Doch das Federvieh ist gar nicht so einfach zu bändigen und sorgt für reichlich Trubel in der Familie und es kommt zu einigen unerwarteten Abenteuern.

    Emma und Tom, die Kinder von Katrin Sewerin und ihrem Mann Werner, wünschen sich schmusige und pelzige Haustiere, ein Hund, Hasen oder Hamster wären schön. Doch ihre Mutter versucht sie mit dem Vorschlag von eigenem Federvieh von ihrem Wunsch abzubringen.

    Das klappt mehr als erwartet, denn als Henni, Isabella, Layla und der Hahn Momo in den Garten der Familie einziehen, erobern sie ihre Herzen im Sturm.

    In dieser Geschichte lässt Katrin Sewerin mit lockerem Erzählstil ihre Leser an ihren Erlebnissen mit den eigenen Hühnern teilhaben. Neben der Beschreibung der Hühner-Charaktere und der Notwendigkeit von bestimmten Haltungsbedingungen, lässt sie auch ihren eigenen Familienalltag einfließen. Hühnerhaltung ist nicht immer einfach und es erfordert bestimmte Voraussetzungen im Garten und auch eine Veränderung des Familienlebens. Man erlebt die Familie, wie sie das erste Ei finden, wie sie auf die Hackordnung unter den Hühner reagieren müssen und wir lernen auch die einzelnen Hühner kennen, die Katrin Sewerin von ihrem Wesen her liebevoll realistisch beschreibt.
    Es ist auch äußerst lustig zu lesen, wenn Katrin Sewerin erzählt, welche Erlebnisse sie mit ihrem, nicht nur laut krähenden, sondern auch noch alles attackierenden Kampf-Hahn erlebt.

    Hühner sind tolle Tiere, die Eier eine wünschenswerte Beigabe, aber will man sich das Umsorgen des Federviehs selbst antun? Jedes noch so fachlich informierende Sachbuch hätte mir die Hühnerhaltung nicht so authentisch vor Augen geführt, wie diese persönliche Schilderung und die Auswirkungen, die man dabei beachten muss.

    Man lernt etwas über die verschiedenen Hühnerrassen, über das Verhalten und die Lege- und Brutgewohnheiten von Hühnern. Vieles muss bei der Hühnerhaltung bedacht werden und alles wird aufgelockert mit den familiären Einschüben.

    Familie Sewerin ist jedenfalls völlig angetan von diesen intelligenten Gackervögeln und die einzelnen Hühner werden bald ein geliebter Teil der Familie.

    Das Ausbrüten von Eiern und die ersten kleinen wolligen Küken sind natürlich der schönste Moment in der Hühnergeschichte. Aber auch dort zeichnen sich Schattenseiten ab, die man in der Haltung von Hühnern immer wieder erleben wird. Da muss man nur mal an die Vogelgrippe denken und überlegen, ob man auch der Stallpflicht gerecht werden kann. Auch Hobbyhalter sind dazu verpflichtet, sonst drohen empfindlich hohe Strafen bis zu 25.000 Euro.

    Es gibt einiges zu beachten, wenn man Hühner halten möchte.

    Ich habe dieses Buch sehr gern gelesen, denn es hat mir authentisch vor Augen geführt, welche Arbeit, welche Stallbedingungen und welche Sorgen Hühner machen können. Aber auch viel Freude, wenn sie zutraulich werden oder durch bestimmte Charakterzüge schon zu Familienmitgliedern werden können. Einige originelle Illustrationen von Josephine Mark zeigen besondere humorvolle Züge der Hühnerschar.

    Dennoch hätte ich gern ein paar Fotos von den verschiedenen Hühnerrassen gesehen oder mehr Literaturhinweise zum Thema Hühnerhaltung. Es gibt nur einen Verweis auf ein englischsprachiges Werk.

    Wer sich Hühner anschaffen möchte, wird normalerweise zu Fachbüchern greifen wollen. Unterhaltsamer und auch wesentlich anschaulicher ist jedoch dieses Buch.
    Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen sie die Autorin oder lesen sie einfach dieses Buch.
  24. Cover des Buches Rita räumt die Hecke auf (ISBN: 9783426523735)
    Carsten Uekötter

    Rita räumt die Hecke auf

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Als erstes muss ich leider sagen, dass ich das Buch nicht gut fande. Allerdings dachte ich am Anfang das liege nur daran, dass es nicht gerade meine Ansprechsgruppe war, aber als ich dann nochmal drüber nachgedacht habe sind mir ein paar Dinge aufgefallen, die ich gerne mal ansprechen wollte.

    Also, zum Beispiel fand ich einige Charakterentwicklungen unlogisch. Ich bin jetzt kein Pessimist, aber auf einmal waren alle dann gut und auf der lieben Seite. Merkt ihr selber, oder? Ich mein klar, einer kann von mir aus gut werden, oder netter, aber dass auf einmal alle Regenbogen kotzen.

    Das Ende war mir auch zu gewollt. Ich mein hätte man dir erste Rettung nicht machen können. Die mit dem Mehrgenerationenwettbewerb? So kam das alles so gewollt rüber. Und dass Sythenstein auf einmal auch ein Garten möchte, und freundlicher wird, macht für mich nicht so viel Sinn. Das hat bei mir den Anschein geweckt, dass man dann auf einmal das Buch zu Ende bringen wollte. Ich hätte mir gewünscht, dass das ein bisschen besser erklärt wird, warum Sythenstein dann auf einmal so einen Sinneswandel hatte.

    Und bei der Stelle wo die dort Garten haben, die Abendröte fertig gemacht haben für den Mehrgenerationenwettbewerb, hatten alle zufälliger Weise frei. Realistisch gesehen unrealistisch. Warum? Tja, wann ist es im echten Leben bitte so, dass alle Zeit haben. Dort war es so, und das war schon ein bisschen unlogisch.

    Außerdem verstehen sich dort alle, kann von mir aus passieren, aber schon nicht ganz realistisch.

    Das ist allerdings nur meine Meinung, jeder kann das Buch für anders empfinden.

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