Bücher mit dem Tag "droge"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "droge" gekennzeichnet haben.

241 Bücher

  1. Cover des Buches Das Lied der Krähen (ISBN: 9783426654439)
    Leigh Bardugo

    Das Lied der Krähen

     (1.282)
    Aktuelle Rezension von: Kimi112

    Auch wenn ich erst ein paar Probleme hatte in die Geschichte einzutauchen, konnte sie mich am Ende doch überzeugen! Es ist eine außergewöhnliche Storyline mit tollen Charakteren, die man nur mögen kann. Definitiv kein 0815 Fantasy-Roman und Spannung pur! 

  2. Cover des Buches Paper Princess (ISBN: 9783492060714)
    Erin Watt

    Paper Princess

     (2.092)
    Aktuelle Rezension von: 9Buecherwurm9

    Ella Harper ist auf sich allein gestellt. Ihren Vater hat sie nie kennengelernt und seitdem ihre Mutter gestorben ist schlägt sie sich als Stripperin durch. Doch eines Tages taucht Callum Royal an ihrer Schule auf und behauptet ihr Vormund zu sein. Der Multimillionär nimmt sie mit auf sein Anwesen zu seinen fünf Söhnen um sich um Ella zu kümmern. So wie es sich Ellas Vater und Callums bester Freund Steve gewünscht hat.


    Wirklich viel kann ich über dieses Buch gar nicht sagen. Zu Beginn fand ich es ganz interessant, es wurde dann aber sehr schnell zu unlogisch, dramatisch und langweilig. Viele Veränderungen passierten zu schnell und Hauruck artig, sodass mir leider die Logik dahinter fehlte. Auch gibt Ella ihre Werte für meinen Geschmack viel zu schnell auf. Die Geschichte ist leider sehr oberflächlich und einseitig, ich musste mich teilweise ziemlich durch quälen.

  3. Cover des Buches DARK LOVE - Dich darf ich nicht lieben (ISBN: 9783453270633)
    Estelle Maskame

    DARK LOVE - Dich darf ich nicht lieben

     (1.152)
    Aktuelle Rezension von: shinyJulie

    Eden muss den Sommer bei ihrem Vater in L.A. verbringen und trifft dort auf ihren Stiefbruder Tyler. Eigentlich versteht sie sich überhaupt nicht mit ihm, aber von ihm fernhalten kann sie sich trotzdem nicht.

    .

    Eden ist als Hauptcharakter sehr sympathisch und schafft es sehr schnell, einen in ihre Welt zu ziehen. Im Gegensatz dazu ist Tyler eher ein Problemkind, umso spannender ist es, die Gründe für sein Verhalten zu erfahren. Auch der bereits bestehende Freundeskreis, in den Eden integriert wird, ist toll dargestellt. Obwohl es recht viele Personen sind, werden trotzdem alle sehr unterschiedlich beschrieben. L.A. als Handlungsort ist wirklich toll geschrieben, man bekommt sofort Lust, die Stadt einmal selbst zu erkunden. Auch wenn gerade bei der Handlung sehr viele Klischees eingesetzt werden, wirkt die Geschichte nicht billig, sondern es gibt genügend Punkte, die nicht ein bloßes Abziehbildchen sind. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und passt sich auch gut Edens Alter an. Ich werde die Reihe auf jeden Fall weiterlesen.

  4. Cover des Buches Wie das Feuer zwischen uns (ISBN: 9783736303560)
    Brittainy C. Cherry

    Wie das Feuer zwischen uns

     (579)
    Aktuelle Rezension von: Maura99

    "Aber nicht alles an ihm war gebrochen." - S. 8 Alyssa

    "Seine Seele brannte,

    und er versengte jeden, 

    der ihm zu nahe kam.

     Sie trat näher, 

     ohne Angst vor der Asche,

     zu der sie werden würden."

    Was soll ich da noch sagen, es ging wieder mitten ins Herz. Zwischen Scherben und Glück.

    Alyssa ist eine strake, entschlossene und offene junge Frau. Sie ist hilfsbereit, schlagfertig, sehr liebevoll und vor allem immer loyal.

    Logan dagegen ist zerrissen und dunkel. Er ist bei ihr immer aufrichtig, fürsorglich. Immer ein Kämpfer auch wenn er Angst hat nicht genug zu sein.

    Es war wieder gefühlsgeladen. Gerade was Logans Leben angeht war es dunkel, schmerzhaft und auch traurig. Was Alyssa angeht war ich meist eher angespannt und hab mich gefragt warum die Mutter so ist... 

    Es ist das Leben, das Kämpfen, die Liebe und die Familie, die für die beiden wichtig sind.

    Die Geschwister der beiden haben ein tolles Band gewoben, dass Logan und Alyssa zusammenhält während die Geschwister ihr eigenes Leben leben und mit dem Schicksal klar kommen müssen.

    Es hat mir stellenweise wirklich das Herz zerrissen, es war süß und es war wichtig. Gleichzeitig auch einfach nur herzerwärmend mit einem wundervollen, gelungenen und verdienten Ende.

  5. Cover des Buches Der Märchenerzähler (ISBN: 9783841502476)
    Antonia Michaelis

    Der Märchenerzähler

     (1.500)
    Aktuelle Rezension von: Sabrysbluntbooks

    Abel ist ein Aussenseiter, in der Schule gefürchtet, Schulschwänzer und Dealer, jedoch hat Abel auch eine andere Seite, eine sanfte, fürsorgliche und traurige Seite, der für seine Schwester sorgt, wenn es sonst niemand kann, und in diesen Abel verliebt sich Anna jeden Tag mehr...

    Ich fand das Buch spannend, unterhaltsam und zugleich tragisch und traurig... Abel erzählt dieses Märchen und dabei wird schnell klar, dass es viele Parallele zur realen Geschichte gibt, nach und nach wird die Geschichte und Geschehnisse aufgedeckt und man kommt der Wahrheit immer näher. Das Setting ist düster und es geschehen viele Dinge und mittendrin eine zarte erste Liebe zwischen den beiden, die irgendwie fehl am Platz und doch so intensiv ist das man möchte das es irgendwie gut auseinander geht.

    es war mein ersten Buch der Autorin und wird auch nicht das letzten sein, da der Schreibstil sehr angenehm war, jedoch brauche ich nach diesem Buch ganz viele schnulzige Lovestorys bevor ich wieder zu so etwas greifen kann...

    Für alle die auch tragische Bücher vertragen...

  6. Cover des Buches Stay with Me (ISBN: 9783492306195)
    Jennifer L. Armentrout

    Stay with Me

     (556)
    Aktuelle Rezension von: buecherpinguin_

    Spoilerfrei

    Calla hält sich im Hintergrund. Schon immer. Sie versteckt sich und ihre körperlichen und seelischen Narben vor anderen. Sie denkt, mit ihrer schmerzhaften Vergangenheit abgeschlossen zu haben, doch als ihre Mutter spurlos verschwindet, muss sie zurück in ihre Heimat kehren, sie muss zurück in ein Leben welches sie vergessen wollte, jedoch hat sie nicht mit Jax und den Gefühlen, die er in ihr weckt gerechnet. Doch bevor sie sich darüber Gedanken machen kann, stehen Männer vor ihrer Tür, die sie für die Taten ihrer Mutter bezahlen lassen wollen…

    Im vierten Band bewegen wir uns weg, vom College und kommen in eine Kleinstadt. Im Vordergrund stehen Calla und Jax, Calla lernt man bereits in der Geschichte um Jase und Tessa kennen, bereits dort mochte ich sie. Jax ist vom Verhalten ein Goodboy, aber vom Aussehen ein Badboy. Der vierte Teil ist der längste der Reihe und auch der Teil mit am meisten Action. Ohne groß zu Spoilern, es ist krass. Jax geht gerne unter Leute, Calla jedoch ist lieber alleine, diese Mischung mochte ich. Die Handlung hat mir durch die zusätzliche Action wirklich gut gefallen, es war nicht nur eine einfache Liebesgeschichte. Einzig das Ende fand ich nicht sonderbar. Hier war es tatsächlich übertrieben. Und ich kann es nur immer wieder sagen, der Schreibstil von J.Lynn gefällt mir einfach wahnsinnig gut.

  7. Cover des Buches Mein Sommer nebenan (ISBN: 9783570402634)
    Huntley Fitzpatrick

    Mein Sommer nebenan

     (989)
    Aktuelle Rezension von: _AveryAnn_

    Klappentext:

    Samantha Reed liebt die Garretts heiß und innig- doch nur aus der Ferne. Die 10-köpfige Nachbarsfamilie ist tabu, denn die Garretts sind alles, was Samanthas Mutter ablehnt: chaotisch, bunt und lebensfroh. Aber eines schönen Sommerabends erklimmt der 17-jährige Jase Garrett Samanthas Dachvorsprung und stellt ihr Leben auf den Kopf. Sie verliebt sich mit Haut und Haaren und wird von den Garretts mit offenen Armen aufgenommen. Eine zeit lang gelingt es Samantha, ihr neues Leben vor ihrer Mutter geheim zu halten. Doch als ein Autounfall die Garretts aus der Bahn wirft, muss Samantha eine schwere Entscheidung treffen.

    Der Einstieg in die Geschichte fällt aufgrund des einfachen und angenehmen Schreibstils sehr leicht. 

    Mir sind die Charaktere allesamt sehr sympathisch und ich habe Jase total in mein Herz geschlossen! Die Garretts sind eine tolle Familie, bei der man sich während des Lesens total willkommen fühlt und auch gerne ein Teil von ihnen wäre. 

    Die Familie von Samantha ist mir da um einiges unsympathischer. Ihre Mutter ist einfach nur grausam und auch ihr neuer Freund ist nicht das was er vorgibt zu sein. Samanthas einziger Ausweg aus dieser sogenannten Hölle ist einzig und allein Jase. 

    Mir gefällt die innige Beziehung zwischen den beiden und ihr Umgang miteinander. 

    Im Laufe des Buches ändert sich vieles und zum Ende hin, wird alles nochmal spannender. Da hat man wortwörtlich mit gefiebert, was Samantha tun und wofür sie sich entscheiden wird.

    Es ist eine wunderbare Sommerlektüre, die spannend und tiefgründig zugleich ist. Einfach nur empfehlenswert! 

  8. Cover des Buches Godspeed - Die Reise beginnt (ISBN: 9783841502513)
    Beth Revis

    Godspeed - Die Reise beginnt

     (1.011)
    Aktuelle Rezension von: Nmaye

    Inhalt:


    Die Welt von morgen – ein Thriller der Extra-Klasse. Die 17-jährige Amy ist einer der eingefrorenen Passagiere an Bord der "Godspeed". Sie und ihre Eltern sollen am Ende der Reise zu einem neuen Planeten wieder erweckt werden, 300 Jahre in der Zukunft. Doch Amys Kühlkasten wird zu früh abgeschaltet. Wollte jemand sie ermorden? Gewaltsam ins Leben zurückgerissen, findet sie sich in einer fremden Welt wieder, in der alle Menschen einem tyrannischen Anführer folgen. Nur einer widersteht: der rebellische Junior, der sich fast magisch angezogen fühlt von Amy. Gemeinsam versuchen die beiden, den schrecklichen Geheimnissen der "Godspeed" auf die Spur zu kommen. Doch kann Amy Junior trauen? - Lovelybooks


    Meinung:

    Der Einstieg viel mir etwas schwer, doch dann kam ich immer besser in die Geschichte hinein. Dennoch viel es mir schwer eine Bindung zu den Charakteren und ganz besonders zu Junior aufzubauen, da er für mich iwie blass blieb. Die eher seltsam anmutenden Verhalten und Charakterisierungen der anderen Bewohner der Godspeed machte es mir sehr schwer mich in die Geschichte ziehen zu lassen und die Handlung an sich hält kaum Überraschungen bereit.


    Gut gelungen ist die Darstellung von Amy und ihren Ängsten und Sorgen, dennoch war sie teilweise auch recht nervig mit ihrer sturen Art.


    Alles in allem ein vorhersehbares Buch mit einem tollen Setting und blasser Charakterdarstellung!

  9. Cover des Buches Ewiglich die Sehnsucht (ISBN: 9783841502742)
    Brodi Ashton

    Ewiglich die Sehnsucht

     (1.000)
    Aktuelle Rezension von: Buechersmartiii

    Das Ewigseits

    Der Plot gefiel mir richtig gut! Genau die richtige Mischung aus Liebe, Action und Fantasy. Die Idee besteht aus so einer Mischung von zwei griechischen Sagen, der von Persephone und Hades und jener von Orpheus und Eurydike. Nikki ist die Hauptperson (Persephone&Eurydike), Jack ist Orpheus und Cole ist Hades. Durch die vielen Veränderungen fällt all das gar nicht zu sehr auf, sodass dann doch eine komplett neue Geschichte entsteht. Es fließen nur eben einige Elemente aus der griechischen und ägyptischen Mythologie mit ein. Am Anfang brauchte ich zwar etwas länger, um alle zu kapieren, aber im Laufe des Buches gibt es sehr viele Flashbacks, die über Jacks und Nikkis Vorgeschichte berichten und erzählen, wie Nikki Cole kennengelernt hat und in die Unterwelt kam.

    Die Charaktere: Nikki hat wirklich mein Kämpferherz erweckt. Sie ist unglaublich willensstark und tut alles, um ihre Ziele zu erreichen und geht somit hohe Risiken ein, die ihre eigene Sicherheit fast selbstmörderisch aufs Spiel setzen. Denn entweder sie wird wie Cole eine Ewigliche und muss anderen Menschen Emotionen stehlen und Jack verlassen oder sie wird in die Tunnel gesogen, ein schrecklicher Ort, wo dir langsam deine gesamte Energie entzogen wird, und kehrt nie wieder daraus zurück. Aber Nikki ist etwas ganz Besonderes...

    Jack ist leider nur sehr oberflächlich gehalten. Ich mochte ihn generell ziemlich gerne, aber das einzige, was ihn ausmacht und was man über ihn lernt ist, wie sehr er Nikki liebt und für sie alles tun würde...

    Cole soll eigentlich sehr undurchschaubar wirken, zwar nicht emotionslos, das hat die Autorin sehr geschickt verbunden. Wenigstens ist er nicht ganz so oberflächlich gehalten wie Jack...

    Genau wegen den nur sporadisch ausgebauten Charakteren und wenig vorhandenen Randstorys hab ich einen Stern abgezogen, denn das hat die Geschichte ab und zu leblos wirken lassen. 

    Allerdings gibt es auch sehr intensive Szenen, in denen der Funken wirklich übergesprungen ist, aber leider kam nur der Herzschmerzfunke gut rüber, andere fehlten mir.

    Dieses Buch ist ein richtiges Bittersweet-Buch. Ich empfehle es an alle Romantasyfans weiter, denn die Lovestory ist schon ziemlich süß. Außerdem ist die Idee genial, die Verbindung mit alter Mythologie gefällt mir immer richtig gut! Wer aber viel Tiefe, auch in den Charakteren, braucht, sucht hier nicht richtig.

  10. Cover des Buches Belladonna (ISBN: 9783442379064)
    Karin Slaughter

    Belladonna

     (1.598)
    Aktuelle Rezension von: Darryl1208

    Insgesamt ein sehr guter Krimi mit interessanten, glaubwürdigen Charakteren und zB Autopsieszenen, die detailiert und nichts für schwache Mägen sind, aber so wie sie geschrieben werden für die Entwicklung des Buches notwendig sind.
    Leider wird die Spannung im Buch schlagartig dadurch gestört, das en Block die Eltern von Dr. Linton diese ausgiebig nerven und Chief Tolliver sich zu Polizeibrutalität hinreissen läßt, die in keinerlei Weise notwendig ist.
    Danach gibt es einige so deutliche Hinweise darauf, wer der Täter ist, das man sich eher fragt, wie lange Dr. Linton braucht, bis sie drauf kommt, und ob das letzte Opfer lebend gerettet wird, als wer es nun war.

  11. Cover des Buches Numbers - Den Tod im Blick (Numbers 1) (ISBN: 9783551311511)
    Rachel Ward

    Numbers - Den Tod im Blick (Numbers 1)

     (1.156)
    Aktuelle Rezension von: lucatrkis

    Anfangs fand ich Jem und Spinne richtig unsympathisch und der Name „Spinne“ nervte mich richtig. Ich war sogar kurz davor das Buch abzubrechen, aber jetzt bin ich froh, dass ich es nicht getan habe. Nachdem man sich durch die ersten ungefähr 70 Seiten gequält hat, nimmt das Buch an Fahrt auf. Es entwickelt sich eine tolle, romantische Geschichte. Gegen Ende in der Kirche wird es wieder ein bisschen weniger spannend, aber trotzdem ist es noch nicht langweilig. Das Ende ist dann sehr traurig und konnte mich sehr berühren. 

  12. Cover des Buches Der Hof (ISBN: 9783499268380)
    Simon Beckett

    Der Hof

     (641)
    Aktuelle Rezension von: sunny_sun

    Simon Beckett verfügt über einen klaren, verständlichen und geradlinigen Schreibstil, der sich flüssig lesen lässt. 

    Auf eine ganz eigene Art und Weise wurde das ganze Buch über eine super spannende Atmosphäre erzeugt. Die längeren Kapitel sind gut zu lesen. 

    Besonders Beginn und Ende sind sehr gut gelungen. Man ist sofort mittendrin in der Story. 

    Der Hof und die Atmosphäre werden absolut grandios beschrieben, ich habe mich gefühlt als wäre ich mittendrin. Man kann die unerträgliche Hitze des französischen Sommers förmlich durch die Buchseiten auf der Haut spüren, ebenso wie die Feindseligkeit der Dorfbewohner und das spricht absolut Bände über die Erzählkunst des Autors.

    Nach jedem Kapitel in der Gegenwart (Frankreich) folgt meist ein kurzes Kapitel aus der Vergangenheit (London), der Erzählstrang in den Zwischenkapiteln wird immer mehr enthüllt. Außerdem wecken die Rückblenden in die Vergangenheit des Protagonisten die Neugier, wie die Ereignisse in London mit dem Geschehen auf dem Hof zusammenhängen. 

    Dadurch, dass das Buch aus Sicht des Ich-Erzählers geschrieben ist, erfährt man zunächst nicht viel über ihn und man weiß lange Zeit auch nicht seinen Namen. 

    Leider sehr wenige Thriller-Elemente, auf atemlosen Nervenkitzel wartet man bei diesem Buch leider etwas vergeblich. 

    Das Ende (die letzten 100 Seiten) ist allerdings fesselnd und schockierend, hier hätte ich gerne noch weitergelesen und es hätte gerne detaillierter sein dürfen. An mancher Stelle war es dafür etwas langatmiger, aber nie langweilig. 

    Das Buch erhält 4,5 von 5 Sternen 🌟🌟🌟🌟⭐️, da es super Unterhaltung war.

  13. Cover des Buches Leopardenblut (ISBN: 9783802581526)
    Nalini Singh

    Leopardenblut

     (1.115)
    Aktuelle Rezension von: Nora4

    Nicht schlecht, defintiv nicht schlecht. Da ich solche Bücher generell mag, kam es bei mir auch ganz gut an und ich habe nichts anderes erwartet.

    Das Buch ist nicht auf der humorvollen, leichten Seite, wie zum Beispiel die „Dark Ones“-Reihe von Katie MacAlister angelegt, sondern eher leicht düster (wenn man es so nennen kann), wie die „Black Dagger“-Reihe von J.R. Ward. Ich mag die humorvollen Geschichten jedoch generell etwas lieber, was nicht heisst, das ich solche Geschichten nicht auch sehr gerne mag.

    Was mich überrascht hat, sind die Medialen. Ich erwartete die typische normale Frau, die einen heissen und mysteriösen Typen kennenlernt und erst dann erfährt, dass dieser Typ nicht ein Mensch ist (oder zumindest nicht ganz). Die Medialen und die Gestaltwandler kennen sich jedoch und sind allesamt Teil der menschlichen Gesellschaft, auch wenn sie in ihren eigenen Netzwerken auch eigene Regeln haben. Als Sascha also Lucas kennenlernt, weiss sie schon vorher was er ist und macht auch kein grosses Ding daraus.

    Die Medialen selbst sind eine wahnsinnig interessante Gruppe. Ich hätte diesen Teil der Geschichte gar nicht erwartet und würde am liebsten gerne mehr über sie lesen, denn es ist wirklich interessant, wie sie dargestellt werden. Jedoch würden sie wohl keinen so guten Roman in dieser Art abgeben, denn, wie es auch im Buch so schön verglichen wird: „Sex mit einer Medialen ist wie Geschlechtsverkehr mit einem Betonklotz.“ :P

    Was mir jedoch gefehlt hat, war die Verwandlungen der Gestaltwandler. Der tierische Instinkt ist einfach mehr ein Teil von ihnen und sie verwandeln sich glaube ich so gut wie nie in ein vollständiges Tier (oder vielleicht doch und ich habe einfach die Stelle überlesen, was auch gerne mal sein kann).

    Zum Teil auch Gott sei Dank, denn Gestaltwandler an sich sind ja interessante Charaktere, aber wenn sie sich beim Sex verwandelt hätten, hätte es mir wohl nicht so gut gefallen. Das ist so wohl auch besser. :P

    Der Teil mit dem Mord war ganz okay, auch wenn so etwas mehr ins krimihafte fällt, was weniger meins ist und ich diese Stellen normalerweise nicht ganz so genau lese. Vielleicht habe ich dadurch etwas grossartiges verpasst, aber mir hat die Geschichte auch so sehr gut gefallen.

    Im Gesamten also ein ziemlich interessanter erster Teil. Solche Bücher sind sich ja immer recht ähnlich und da ich sie allgemein mag, kommen sie bei mir auch gut an. Im Vergleich zu einigen anderen ähnlichen Büchern, konnte dieses Buch aber nicht die Spitze erreichen. Irgendetwas kleines fehlte einfach noch, auch wenn ich nicht weiss, was es wäre (vermutlich das Lockere an der Geschichte). Ich werde die Reihe aber, falls ich weitere Teile finden sollte, defintiv weiterlesen. Deshalb gibt von mir vier von fünf Sternen.

    (Die Rezension ist schon um einiges älter (2019), wurde nun aber von meinem Amino Leserunde für diese Seite noch übernommen (und dafür noch leicht angepasst), damit ich sie mit mehr Leuten teilen kann. Weitere ältere Rezensionen werde ich ebenfalls noch teilen). :)

  14. Cover des Buches Schöne Neue Welt (ISBN: 9783596905737)
    Aldous Huxley

    Schöne Neue Welt

     (1.129)
    Aktuelle Rezension von: benfi

    KURZBESCHREIBUNG:
    Gott zu spielen - also Menschen ohne die natürliche Fortpflanzung zu erschaffen; dass ist in einer nahen Zukunft gelungen! Dies bringt Vorteile mit sich: in den City-Brüter und Konditionierungscenter kann man die Personen so erschaffen, wie man sie gerade benötigt: vom einfachen Arbeiter - den Epsilons - bis hin zum Führungskopf; den sogenannten Alphas. All das wird stufenweise im Reifungsprozess des künstlich hergestellten Embryos beeinflusst. Somit entsteht bei niemandem Frust und alle führen ein glückliches und sorgenfreies, koordiniertes Leben. Etwaige Gefühlsschwankungen werden direkt mit einer Art Droge, welche den Namen Soma hat, eliminiert. Bernard Marx ist jedoch anders, er möchte ebene jene andere Emotionen spüren, die der leicht verkümmerter Alpha sonst eigentlich gar nicht zu erwarten hat. Ihn reizend Dinge wie Wut, Aufregung oder auch eine gewisse Enthaltsamkeit des freigebigen Sexualverkehrs, wie er eigentlich üblich ist, was ihm alles ganz neue Gefühle offenbart. Als er eines Tages mit seiner derzeitigen Begleitung Lenina Crowne ein Eingeborenenreservat besucht und dort John sowie seine Mutter Linda kennenlernt, ändert sich sein Leben sowie seine Einstellung rapide. Linda ist nämlich keine leibhaftige Eingeborene, sondern wurde vor Jahren während eines Besuchs des Reservats in einem plötzlichen Sturm verletzt und von den Eingeborenen gesundgepflegt, während ihre Begleiter sie für tot vermuteten. Bernard erhält die Erlaubnis, die beiden zurück mit in die Zivilisation zu nehmen, was ihm als Betreuer des 'Wilden' John einen gewissen Ruhm einbringt. Allerdings rechnet er nicht mit den Gefühlen und Empfindungen von eben jenem John, dem die sogenannte Zivilisation schnell überdrüssig wird. Das scheint alles bis dahin Gut gedachte in den Abgrund zu reißen...

    KOMMENTAR:
    Selbst wenn man ihn nicht gelesen hat - der Roman 'Schöne Neue Welt' sollte so ziemlich Jedermann ein Begriff sein. Die Dystopie von dem englischen Autor Aldous Huxley aus dem Jahre 1932 wird als so wichtig angesehen, dass sie sogar im Englisch-Unterricht an den hiesigen Schulen genutzt wird. Dies war auch vor vielen Jahren mein erster Kontakt mit dem Buch, dass meine damalige Freundin im Schulunterricht beackern musste. In der englischen Sprache wurde es mir jedoch nach einigen Seiten schlicht zu anstrengend, da Huxley mit Fachbegriffen der künstlichen Fortpflanzung nur um sich wirft, dass man entnervt aufgeben mochte. Dies ist auch in der neuen Übersetzung, welche Uta Strätling im Jahre 2013 vorgenommen hatte, nicht gerade anders. Sie hat glücklicherweise den Charakteren und lokalen Stätten ihren eigentlichen Namen wiedergegeben und einige Stellen angepasst - aber Huxleys  detailverliebtes Schreiben zu den elementarsten Änderungen in seiner Zukunfts-Vision schrecken schon den einen oder anderen Leser ab. Hat man sich jedoch durch diese gelesen, schildert der Roman dem Leser schon eine schauderhafte Dystopie, welche eben nur eine oberflächliche schöne, neue Welt offenbart. Anhand der Hauptfiguren Bernard und Lenina auf der Seite der zivilisierten Menschen und John auf der Seite der Eingeborenen, welche eigentlich schlicht den Status der Zivilisation des Jetzt (oder auf den Zeitraum der Veröffentlichung bezogen) legt Huxley die jeweiligen Vor- und Nachteile auf den Tisch. Die nun nicht gerade arg verzwickte Storyline ist alsbald leicht nachvollziehbar und regt den Buchfreund doch mehr und mehr zum Nachdenken an, was sich nach Beendigung des Romans sogar noch gesteigert hat. Egal, welche Schlüsse man nun zieht, was denn letztlich eine schöne, neue Welt sei, eines ist völlig klar: die oberen Machthaber sind jene, denen es am Besten geht und wirklich alle Freiheiten haben! 

    8,0 Sterne

  15. Cover des Buches Schwarz (ISBN: 9783453012134)
    Stephen King

    Schwarz

     (1.060)
    Aktuelle Rezension von: Amilyn

    Der Revolvermann, Roland Dechain, verfolgt den Mann in Schwarz durch die Wüste.

    Warum, weshalb, wieso? Wir wissen es nicht. Und wer ist eigentlich der Mann in Schwarz? Tja, keine Ahnung.

    Aber mal von vorne.

    Laut der Informationen im Buch über die Erstveröffentlichung wurden die einzelnen Kapitel offenbar als Kurzgeschichten in einem Magazin zwischen den Jahren 1978 und 1981 veröffentlicht. Und das merkt man. Wenn es denn auch so ist, dass Stephen King sie nicht nur zu verschiedenen Zeitpunkten erstmals herausgebracht, sondern auch geschrieben hat.

    Das erste Kapitel, in dem Roland aus einem nicht bekannten Grund diesen Mann in Schwarz verfolgt und im letzten Ort vor der Wüste zunächst Halt macht, ist unzugänglich formuliert, der Schreibstil nicht flüssig und schon gar nicht ähnlich zu dem seiner anderen Werke.

    Schon das zweite Kapitel liest sich wesentlich angenehmer, allerdings noch immer nicht typisch King. Und das wird auch nichts mehr. Denn das dritte Kapitel liest sich prompt, als hätte ein Schnulzromanautor versucht, poetisch zu werden, angesiedelt irgendwo zwischen zu vielen Ambitionen und, na ja, zu wenigen, übervoll mit Adjektiven. Das bis dato unfreiwillig komischste Kapitel, aber auch das, das ich flockig in einem Rutsch durchgelesen habe.

    Die letzten beiden Kapitel sind dann wieder eine Mischung aus Häh? und Hm. 

    Ein Übersetzungsmalheur ist dies jedenfalls nicht. Der Übersetzer, Joachim Körber, hat bereits mehrere Bücher von King ins Deutsche übertragen und es geschafft, sich schätzungsweise alle 80 Seiten neu zu orientieren.

    Schließlich und endlich erfährt man in fünf merkwürdig zusammengeschusterten Kapiteln im Grunde nichts mit ein paar Anekdoten aus Rolands Vergangenheit. Man erfährt nicht die Motivation des Protagonisten; nicht, wer oder was der Mann in Schwarz ist; nicht, warum beide auf dem Weg zum Dunklen Turm sind, geschweige denn, was der Dunkle Turm überhaupt ist bzw. wozu er irgendwo steht. 

    Und trotzdem hat es mich nicht derart abgeschreckt, dass ich keine Lust hätte, die Reihe weiterzulesen. Einerseits wegen der vielen Stimmen, dass  man den Auftakt irgendwie überstehen müsse, um zur "richtigen" Geschichte zu kommen, andererseits, weil es heißt, wenn man das große Ganze kenne, sei man gnädig mit Teil 1. Aber auch - irgendwie - weil es trotzdem irgendwas hatte.

    Fazit: Ziemlich mies, aber ich will wissen, was da los ist. Und vor allem: ob der Schreibstil nochmal was wird. Und wer, was, wann, wieso und weshalb. Hier gibt es von mir 2,5** mit der Hoffnung auf Besserung.

  16. Cover des Buches If you stay – Füreinander bestimmt (ISBN: 9783426515273)
    Courtney Cole

    If you stay – Füreinander bestimmt

     (429)
    Aktuelle Rezension von: divergent
    Titel: If you stay - Füreinander bestimmt
    Originaltitel: If you stay
    Autor: Courtney Cole
    Seitenanzahl: 311
    Genre: Erotischer Roman |Liebesroman | Contemporary
    Teil: 1/5
    Verlag: Knaur

    Mila ist Anfang 20, Künstlerin und Single. Sie lebt gerne ihr Single-Leben bis sie den gutaussehenden Pax Tate trifft.Sie rettet ihm eines Nachts, nach einer Drogenüberdosis, das Leben. Als er sie daraufhin einige Tage später aufsucht, um sich bei ihr zu bedanken, ahnen beide noch nicht, wie sehr sich ihr Leben für immer verändern wird. Denn was mit einem Flirt beginnt, wird schnell zu einer Freundschaft - zwischen Pax und Mila. Und als sich die beiden dann auch näher kommen, scheint, besonders Mila im siebten Himmel angekommen zu sein. Doch Pax hat einige äußerst große Probleme und er kämpft jeden Tag gegen seine inneren Dämonen. Schafft er es, seine Drogensucht in den Griff zu bekommen und sich voll und ganz auf Mila und ihre beginnende Beziehung zu konzentrieren?



    Mein zweiter Roman von Courtney Cole hat mir wirklich gut gefallen, auch wenn die Geschichte kleinere Schwächen hat.
    Die Liebesgeschichte von Mila und Pax gefiel mir gut, weil sie eben nicht so perfekt ist! Es gibt in der Beziehung der beiden Höhe und Tiefen, die einfach menschlich und normal sind.Genau das macht die Geschichte auch so authentisch. Zwischendurch hat die Geschichte aber immer mal wieder,kleinere Längen.

    Mila und Pax sind zwei tolle Protagonisten! Beide sind sehr sympathische Menschen und dadurch,dass die Geschichte immer abwechselnd aus der Sicht der beiden erzählt wird, bekommen wir auch von beiden einen sehr guten Eindruck, was sie so denken und wie sie ticken. Besonders Pax versteht man durch seine Geschichte und durch seine Gedanken sehr gut. Wir verstehen auch, weshalb er in gewissen Situationen so handelt, wie er es hier manchmal tut.

    Mila, hat auch nicht die beste, seelische, Gesundheit, auch wenn es ihr, im Vergleich zu Pax, um Welten besser zu gehen scheint. Seit dem Tod ihrer Eltern, unterstützt sie ihre ältere Schwester Madison bei der Führung des Familienrestaurants. Den Tod der Eltern hat Mila noch immer nicht ganz verdaut, trotzdem ist sie eine starke junge Frau geworden, die aber trotzdem in manchen Szenen etwas schwach und zerbrechlich wirkt.
    Ich mochte sowohl Pax als auch Mila sehr, sehr gerne. Ihre Liebesgeschichte ist nicht immer einfach und verläuft auch nicht immer gut, doch ihre Liebe ist stark genug! Gemeinsam schaffen beide alles!


    Ein schöner, spannender und zugleich trauriger Liebesroman, voller großer Gefühle!
    Gelungener Auftakt der Beautifully Broken-Reihe!
    4 von 5 Sternchen!
  17. Cover des Buches American Gods (ISBN: 9783847905875)
    Neil Gaiman

    American Gods

     (365)
    Aktuelle Rezension von: David_Lindsam


    Heftige Bilder, schnelle Szenenwechsel, Mythen zum Leben erweckt wie Blitzeinschläge …
    Aber welche Substanz bleibt, wenn man hinter die äußerst effektvolle Inszenierung schaut?

    Sucht und Frust …

    Tatsächlich habe ich viel Zeit für American Gods aufgewendet: das Buch gelesen (671 eng bedruckte Seiten), das Hörbuch gehört (24 Stunden!) und alle 26 Folgen der Serie angeschaut (noch mal 25 Stunden) … Warum bin ich nur so zwänglerisch gewissenhaft? – Das ist ja schlimm!
    Es hat mich einfach nicht losgelassen, dass American Gods bei einem anspruchsvollen Publikum, das sonst kaum Fantasy lesen dürfte, so gut angekommen ist. Drei renommierte (Fantasy-)Preise für dieses eine Buch – das müsste ein untrügliches Zeugnis für literarische Qualität sein. Und: Ja, es hat etwas … Deshalb blieb die Hoffnung bis zum Schluss, dass die Begeisterung plötzlich doch noch zuschlägt.
    Hat sie aber nicht. Ich war zwischendrin berauscht, wie im Taumel, gebannt wie das berühmte Kaninchen und danach verkatert und angeätzt.
     Was ist das für ein hartes Zeug, das einen fast süchtig macht, aber komplett ausgelaugt und total unzufrieden zurücklässt?

    Der Stoff

    Wie der Stoff selbst aussieht, ist schnell beschrieben: milchig-grau.
     Natürlich nicht, aber ähnlich hirn-vernebelnd schon und leider nicht so einfach auf einer geraden Erzähl-Linie abzubilden:

    Shadow, groß und beeindruckend, gehört scheinbar zu den Loosern. Frisch aus dem Knast entlassen, verunglückt seine Frau tödlich. Zudem war sie ihm nicht treu. Da kommt das Jobangebot des mysteriösen Mr. Wednesday gerade recht. Als Bodyguard begleitet Shadow seinen neuen Arbeitgeber auf dessen Reise – der Roadtrip beginnt. 

    Wednesday handelt wie ein heruntergekommener Trickbetrüger, und besitzt zugleich etwas von der Würde eines Gottes. Im House on the Rock (gibt es wirklich!) beruft er eine Versammlung ein: ein Thing der Götter. Wednesday offenbart sich als der Allvater Odin und fordert zum Kampf gegen die neuen Götter wie Kreditkarten, Schnellstraßen, Internet und Fernsehn, die nach seinen Worten die alten Götter töten wollen.

    Shadow wird in diesen Kampf hineingezogen, entführt, von seiner untoten Zombie-Frau gerettet und muss in einem idyllischen Dörfchen Unterschlupf suchen. Doch dann ermorden die neuen Götter Mr. Wednesday. Als er die Totenwache übernimmt, reist er selbst ins Reich der Toten und begreift, dass alles nur ein großer Trickbetrug war, der Odin wieder in Macht und Ehre bringen sollte. Doch er wird von den Toten zurückgeholt und beendet den Kampf der Götter. 

    Die ganzen Nebenhandlungen zu dieser Story wuchern übrigens wie Gestrüpp auf dem Weg und machen das Vorankommen unglaublich erlebnisreich, aber ebenso mühsam. Eingestreut werden Einwanderungsgeschichten (Sklaven aus Afrika, Begnadigte aus Irland, Wikinger, Südamerikaner, vorgeschichtliche Stämme aus Asien, etc.), Träume (von Büffelmenschen, Donnervögel u.a.) und Zwischensequenzen, die irgendwo in Amerika spielen und das Schicksal eines Gottes, einer Göttin aufgreifen (Ifrit aus der islamischen Mythologie, Wiskey Jack aus der indianischen Überlieferung, Bilquis/Königin von Saba als Sukubus, etc.).

    Niemand ist Amerikaner. (…) Nicht ursprünglich jedenfalls. (133)
    Als die Menschen nach Amerika kamen, haben sie uns hierher mitgenommen. Mich und Loki und Thor, Anansi und den Löwengott, die Leprechauns und Curicauns und Banshees, Kubera und Frau Holle und Astraroth … und euch alle. (…) Unsere wahren Gläubigen verstarben und hörten auf zu glauben, und uns blieb nichts anders übrig, als uns – besitzlos und verängstigt – mit dem wenigen durchzuschlagen, was wir an Verehrung und Glauben noch finden konnten.“ (166)
    Würdest du glauben, dass alle Götter, die sich die Menschen je ausgedacht haben, immer noch bei uns sind. (445)
    Götter sind groß (…) Aber das Herz ist größer. Denn aus unseren Herzen kommen sie, und dorthin werden sie wieder zurückehren …“ (470)

     

    Göttermigration nach USA wird zum Fantasy

    Die Grundidee ist so faszinierend wie aktuell. Was passiert mit den traditionellen Mythen und Göttern, deren Vorstellungen in den Köpfen von Einwanderer weiterleben, wenn sie im Schmelztiegel der Vielvölkernation USA zusammentreffen. Bleiben sie, verändern sie sich, verlieren sie an Bedeutung und Kraft? Afrika, Südamerika, Asien, Europa  … Protestanten, Katholiken, Muslime, Natur- und Geist-Religionen …  Was bedeutet dieser ethnische und religiöse Multilateralismus für das Land und sein Selbstverständnis. Über zwei Jahrhunderte hinweg bis heute waren immer rund ein Fünftel der im Lande lebenden Menschen dort nicht geboren – ein Dauereinwanderungsland. Das ist einmalig und faszinierend.

    In American Gods sind die Götter lebendig, nähren sich aus Verehrung und Opfer ihrer Gläubigen, sind unter uns, wie sie es schon immer waren.  Doch in dem Schmelztiegel der Kulturen geraten die alten Götter der Einwanderer nach Amerika schnell in Vergessenheit, verlieren ihren Glanz und müssen ein bescheidenes Dasein fristen, während neue Götter der „Kreditkarten“, des „Internets“ und des „Fernsehens“ (167) an Macht gewonnen haben und sich in dem dicken Jungen und Mister World materialisieren. Weil die alten Götter aufbegehren, sollen sie endgültig abgeschafft und umgebracht werden. Eine große Schlacht auf dem Götterhügel steht bevor und droht, sich wie ein katastrophales Unwetter in einem blutigen Gemetzel zu entladen.

    Dieses Setting stellt den Roman in die Genre-Ecke Mystery oder Fantasy

    Aber genau die Inkarnation von Göttern in realen Figuren wirkt in dieser Art auf mich fast plump allegorisierend und aufgesetzt. Sollen sie für das Denken und den Glauben der jeweiligen Einwanderer bzw. für die moderne Verwandlung stehen?
    Dass Internet und Fernsehen uns vereinnahmen und unendlich viel Zeit auf ihren Altären geopfert wird, ist eine banale Tatsache, für die man kein Buch lesen muss. Und warum sind die Hauptakteure für die alten Götter Odin und Loki, obwohl die Wikinger nun gerade nicht zu den Stämmen gehören, die Amerika besiedelt haben (auch wenn sich die Angelsachsen das gerne so vorstellen)?
    Tatsächlich ist Neil Gaiman in Südengland geboren und erst 1992, also grob 10 Jahre vor seinem Roman in die Staaten gezogen. Es ist also so etwas wie eine „Ich bin selbst Migrant und entdecke dieses neue Land“-Geschichte …

    Nordische Mythologie als Interpretationsraster

    „Mr. Englishman Gaiman, warum schreiben Sie einen US-Roadmovie? Fehlen Ihnen nicht die eigenen, tiefen Wurzeln für ein fundiertes Gefühl, was den amerikanischen Flickenteppich des Selbstverständisses ausmacht?“, frage ich.
    „(…) viele der Schlüssel, die ich verwendet habe, um Amerika aufzuschließen, sind germanischen Ursprungs“ (8), erklärt Gaiman.
    Das ist ja nicht zu übersehen. Nur: Warum sollte gerade dieser Blickpunkt etwas von der amerikanischen Gesellschaft verraten? – Weil die Götter wie „Ideen sind“ (83), die nicht sterben können und in anderen „Gestalten“ für immer bestehen bleiben (vgl. S. 83)?
    Es wirkt sehr rechtfertigend, wenn der Autor seinen Schlüssel erklären muss. Künstlerische Freiheit bleibt immer unbenommen. Nur aufgeschlossen hat dieser Schlüssel für mein Amerikabild relativ wenig, meinen Einblick in die Seele der USA kaum vertieft. Und das ist schade, denn gerade die kurzen Zwischengeschichten über Einzelschicksale von Einwandern waren ergreifend und enthüllend – Neil Gaiman ist ja ein Meister -, aber eben nur Beiwerk zu den großen Göttergeschichten. Und die handelten von ägyptischer und nordischer Mythologie, ein wenig von Vodoo aus Afrika wie auch Mystik des Islams und nur in Miniauftritten von den Ureinwohnern Amerikas. Das ist seltsam eklektizistisch und nicht im Geringsten repräsentativ für die große Zahl an Einwanderern aus Europa, Asien und Südamerika. Und deshalb kann es m.E. auch gar nicht in den Kern dessen vorstoßen, was Amerika in seinem Selbstverständnis ausmacht.

    Exzentrik-Effekt

    „Ich wollte ein dickes, merkwürdiges, ausschweifendes Buch schreiben, und das tat ich auch. Ich wollte ein Buch schreiben, das jene Seite von Amerika zeigte, die mich begeisterte und von denen ich besessen war (…)“, schreibt Neil Gaiman selbst in der Einleitung. Wenn das sein Ziel war, hat er es in dieser subjektiven Perspektive sicher erreicht und das Anliegen an sich gereicht einem Schriftsteller zur Ehre. Gefallen muss das Ergebnis deshalb noch lange nicht jedem.

    War es vielleicht nicht nur leidenschaftliche Exzentrik, sondern auch ein bisschen Effekthascherei, die den Autor antrieb? Denn der permanente Tabubruch ist nicht zu übersehen. Leichensezierungen, tödlich endender Sex, brutale Gewalt und Erniedrigung, derbste Gossensprache u.v.m. – keine Ahnung, was diese Elemente zum Gesamten beigetragen, außer dass sie das Adrenalin aufpeitschen. Manches ist noch nicht einmal originär, wie etwa das Penisstück im Mund der toten Frau von Shadow – das kennen wir aus John Irvings Garp.

    Sucht man nach der tieferen Ebene oder gar einer zweiten Interpretationsschicht – dann erschließt sich mir eine solche nur ziemlich schwer. Angebote gibt es wie Billigware aus dem Supermarktregal in jedem Abschnitt: Absurde, groteske und sinnige Sätze finden sich im Übermaß. Man sucht wie im Taumel nach mehr und ich bin mir sicher, dass man etwas finden wird. Intentional – also raffiniert aufgebaut und verschachtelt – wirkt es nicht. Dagegen bietet es effektvolle „Leerstellen“ (wie man es in der Literaturwissenschaft nennt), in die man etwas und vieles hineininterpretieren kann. Natürlich lässt sich das poetisch werten, ist es aber nicht für jeden.

    Der Schatten-Gott aus dem Comic-Universum

    Shadow, die Hauptperson, spielt in der Romanhandlung seinen Charakter wie eine Nebenrolle, ist treu und ehrlich, trotz krimineller Vergangenheit, aber auch ein wenig einfältig. Er ist ein Hüne und verkehrt wie selbstverständlich mit Göttern, obwohl ihm von allen ständig sein einfacher Geist vorgehalten wird. Und dennoch gelingt es gerade ihm und nur ihm, den Krieg der Götter Amerikas zu verhindern. Er ist der eigentliche amerikanische Held. Hätte in der Verfilmung der Schauspieler von Captain America diese Rolle eingenommen, so wäre das mehr als passend gewesen.
    Und so schließt sich der Kreis. Neil Gaimans erste Karriere als Comic-Autor (für den Text) findet in American Gods eine literarische Fortsetzung.
     Comics mag ich zwar sehr, aber eben nur gezeichnet. In literarischen Werken muss der geistige Pinselstrich schon etwas mehr bieten. Geschriebene Comic-Strips schätze ich nicht.

    Fazit

    Ein solch reiches Werk wie American Gods muss man erst mal erschaffen können und ich zolle an dieser Stelle ausdrücklich meinen höchsten Respekt. Und trotzdem hat es mich persönlich nicht bereichert, sondern zur heftigen Kritik gereizt. Aber auch diese ausführliche Auseinandersetzung ist eine Form der höchsten Würdigung, selbst wenn es ganz anders klingt.

    Vielleicht macht es die eigene Lesebiographie als Fantasy-Vielleser aus, dass mir und vielleicht auch anderen mit diesem Hintergrund ein vergleichbares Setting grundsätzlich vertraut ist und die manchmal absurd wirkenden Götter nicht zu faszinieren verstanden. Dagegen sind die plakativen, derben und effekthascherischen Elemente für mich stärker als solche spürbar. Für Freaks und Splatter-Freunde mag es ein ausgemachter Spaß sein. Für etwas mehr literarisch Interessierte wie mich wirkte es wie ein Cocktail mit hartem Stoff, der nur zu genießen ist, wenn man das Zeug gewohnt ist und dem hemmungslosen Rausch der Gedanken in Gestalt zügelloser Phantasie nicht abgeneigt ist. Eine Droge für buchlesende Adrenalin-Junkies, aufgeladen mit heftiger Bedeutung, ohne dies ein- oder aufzulösen. 

    Jede Menge Mythen werden aufgegriffen wie zufällige Begegnungen auf einem Road-Trip, aber sie wirken ohne eine spürbare Verbindung zum heutigen Amerika. Eine philosophische oder gar psychologische Dimensionen kann ich nur in sehr kleinen Ansätzen entdecken. Ehrlich gesagt halte ich das ganz für eine stimulierende Inszenierung, die natürlich ähnlich wie bei der Serie großartig umgesetzt ist, einen aber, inhaltsleer wie sie ist, total unbefriedigt zurücklässt. Ein cooler Trickbetrug – Odins Spiel.

    Meine Neil Gaimann Lese-Ära ist nach American Gods und Der Ocean am Ende der Straße für längere Zeit beendet. Ich wollte ihn gelesen haben und das ist nun geschehen.

    Und Du? Hat es dich eher angeregt oder abschreckt?

  18. Cover des Buches Verführt. Lila und Ethan (ISBN: 9783453417717)
    Jessica Sorensen

    Verführt. Lila und Ethan

     (171)
    Aktuelle Rezension von: redvioolett

    Inhalt: Lila Summers ist eine makellose Schönheit mit einem strahlenden Lächeln. Aber tief in ihrem Inneren verbirgt sie ein dunkles Geheimnis, das sie um jeden Preis vor der Umwelt verstecken will. Ethan hat vor langer Zeit schon beschlossen, dass Lila und er nur Freunde sind. Mit seinem tätowierten Bad-Boy-Image hätte er ohnehin keine Chance bei ihr, auch wenn die beiden eine tiefe emotionale Verbindung haben. Doch als Lila plötzlich in Gefahr ist, geraten alle guten Vorsätze ins Wanken …

    Meinung: Ich persönlich fand die Story um Lila und Ethan besser als die vorherigen Bände um Ella und Micha, da mich dort die Themen, wie schnelle Autos,... gar nicht angesprochen bzw. interessiert haben. 

    Überrascht hat mich Lila, denn in den ersten Teilen hat man sie schon kennengelernt und dort wirkte sie eher kindlich, nervig und teilweise auch aufgesetzt. Hier merkt man, dass sie doch Erwachsener ist, als es scheint oder einfach Erwachsener geworden ist und versteht sie viel besser, da man erfährt welche Probleme sie mit sich herumträgt. 



    Auch mochte ich hier das Verhältnis zwischen Lila und Ethan. Die Autorin konnte die Beziehung der beiden gut darstellen. Allerdings gab es auch einige Längen, wo ich mir gewünscht hätte, dass dies nicht so gewesen wäre, denn dadurch hätte das Buch an Spannung gewonnen. 


    Trotzdem eine empfehlenswerte Liebesgeschichte, die ich persönlich besser als die zwei Vorgänger finde. 
  19. Cover des Buches Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (ISBN: 9783551359414)
    Christiane F.

    Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

     (2.240)
    Aktuelle Rezension von: Hausi

    Das Buch hat mich wirklich von der ersten bis zur letzten Seite mitgerissen. Es war so erschreckend zu sehen, wie man immer weiter in einen Strudel rutschen und nicht mehr entweichen kann. Manche Dinge sind für mich immernoch unerklärlich, wie z.B. die wenigen Therapieplätze und die Abzocke und Ausbeutung mancher Sekten/Gemeinschaften. Mir fallen keine weiteren Worte mehr zu diesem Buch ein, außer, dass ihr es selbst lesen solltet.

  20. Cover des Buches Nova & Quinton - True Love (ISBN: 9783453418011)
    Jessica Sorensen

    Nova & Quinton - True Love

     (190)
    Aktuelle Rezension von: divergent
    Titel: Nova & Quinton - True Love
    Originaltitel: Breaking Nova
    Autor: Jessica Sorensen
    Seitenanzahl: 399
    Teil: 1/3
    Genre: New Adult
    Verlag: Heyne

    Nova Reed wollte einst eine berühmte Drummerin werden und die Liebe ihres Lebens heiraten. Nun gleicht ihr Leben einem großen Scherbenhaufen. Eine Tragödie veränderte Novas Leben vom einen auf den anderen Tag!  Jetzt kämpft Nova jeden Tag gegen den Schmerz in ihrem Inneren an und lässt fast niemanden mehr an sich ran. Als sie eines Tages Quinton Carter begegnet, ahnt Nova schon, dass sie sich besser nicht auf ihn einlassen sollte, doch sie sieht in seinen Augen den gleichen Schmerz, den sie selber spührt und sie weiß, dass Quinton zwar alles andere als gut für sie sein wird, aber trotzdem kommt sie nicht los von ihm und beide kommen sich näher...

    Mein drittes Buch von Jessica Sorensen und ganz klar auch nicht mein letztes von ihr! Sorensen schreibt immer Geschichten, die wahrlich unter die Haut gehen und immer so traurig sind!
    Ich habe bereits  "Die Sache mit Callie & Kayden" und "Die Liebe von Callie und Kayden" gelesen und war wirklich begeistert von der Geschichte, die in eine total andere Richtung ging, als ich Anfangs vermutet habe und so ähnlich war es auch mit diesem Roman hier.
    Klar man ahnt schon, dass die Geschichte von Nova und Quinton traurig sein wird, aber das sie SO traurig wird, hätte auch ich nicht gedacht!
    Man muss bei manchen Szenen als Leser wirklich schlucken, so hart beschreibt die Autorin manche Situationen.
    Nova und Quinton haben wirklich eine ziemlich harte Zeit hinter sich und verständlicherweise leiden sie sehr unter den Geschehnissen. Beide haben ähnliches erlebt und könnten sich gut gegenseitig Kraft geben. Währenddessen sich Nova Quinton gegenüber leichter öffnet, ist bei Quinton genau das Gegenteil der Fall. Er scheint sich fast noch mehr zu verschließen, je näher er Nova kommt. Ich bin schon jetzt neugierig, ob und wie sehr sich Quinton in den Folgebänden benehmen wird.

    Damit ein Buch von mir fünf Sterne bekommt,muss es mich wirlich bis zum Schluss packen können.
    Und dieser Roman hier hat mich (noch) nicht packen können, aber es gibt ja noch zwei weitere Teile! Ich bin recht zuversichtlich und gespannt, wie es mit der Geschichte von Quinton und Nova weitergehen wird!

    "Nova & Quinton -True Love" ist ein aufwühlender New Adult-Roman der nachdenklich macht und definitiv nichts für schwache Nerven ist!
    Starke 4 von 5 Sternchen!
  21. Cover des Buches Godspeed - Die Suche (ISBN: 9783841502520)
    Beth Revis

    Godspeed - Die Suche

     (556)
    Aktuelle Rezension von: jujumaus

    Nachdem es ewig her war, dass ich den ersten Teil der Reihe gelesen habe, habe ich mich kaum noch getraut, den zweiten Teil zu beginnen. Ich konnte mich zwar noch an das Ende des ersten Teils ("Die Reise beginnt") erinnern, weil das sehr markant und ein riesen Cliffhanger war, aber der Rest war mir nicht mehr so geläufig.

    Bereits nach den ersten Seiten war ich aber wieder voll drin und da die Autorin sowieso auf zu viele Namen verzichtet, waren die Charaktere auch schnell wieder parat. Zwar wurde das ein oder andere Wissen aus Teil eins vorausgesetzt, aber das war überschaubar.

    Was mir auch wieder gefallen hat, waren die kurzen knackigen Kapitel, die jeweils aus der Perspektive zweier Protagonisten (Amy und Junior) geschrieben sind und sich abwechseln. Dadurch, dass die beiden so unterschiedlich sind und so unterschiedliche Stellungen auf der Godspeed beziehen (Amy ist von der Sol-Erde und möchte wieder auf einem Planeten leben und Junior ist auf der Godspeed geboren und soll diese anführen), sind beim Lesen durch allein die zwei Personen fast alle wichtigen Perspektiven abgedeckt.

    Letztendlich ist dieses Buch für mich aber leider nur ein Zwischenbuch zwischen dem ersten und dem letzten Teil dieser Trilogie. Außer einer Meuterei und vielen Lösungsansätzen dagegen passiert hier nicht viel. Dagegen hat das Buch aber einen schönen roten Faden, nämlich hat Orion Hinweise für Amy auf der Godspeed hinterlassen, die sie zu einem großen Geheimnis und zu einer großen Entscheidung führen sollen. Diese „Schnitzeljagd“ hat mir sehr gut gefallen und mich am Lesen gehalten.

    Insgesamt bekommt das Buch von mir 3 von 5 Sterne, weil die Grundidee einfach toll ist und es auch schön geschrieben ist. Letztendlich arbeitet es aber nur auf Teil 3 hin.

  22. Cover des Buches Das Licht (ISBN: 9783446261648)
    T. C. Boyle

    Das Licht

     (96)
    Aktuelle Rezension von: mariameerhaba

    Es ist der Stil, der dieses Buch so besonders gut macht. Ich liebe es, wie er mit der Sprache umgeht mit kurzen Sätzen, mit einer gewissen Hektik darin, die einen nicht stört, weil der Stil den Leser mitzieht und dafür sorgt, dass man nicht nur die Figuren kennt, sondern zu den Figuren wird.

    Das Buch ist nicht eines dieser Drogengeschichten, die mit Farben zu punkten versuchen oder ein miserables Leben zur Schau stellen, sondern es beginnt langsam, zeigt uns den Effekt von LSD, nicht alles, zumindest eine Ahnung davon, und sorgt dann Schritt für Schritt dafür, dass die Figur von einem Wissenschaftler zu einem Junkie mit Diplom mutiert.

    Ich bin von der Sprache begeistert, der Wortgewandtheit des Autoren, der gerade aus einer langweiligen Geschichten etwas so Großartiges kreiert hat. Im Laufe der Handlung tauchen viele Fragen, bei denen ich mich gefragt habe, wie der Autor gedenkt, diese zu beantwortet. Er tut es nicht, was nicht raffiniert ist, sondern einfach nur blöd. Vor allem das Ende ist weit offen für jegliche Interpretation, was ich nicht ausstehen kann. Wieso schließt der Autor nicht einfach die Geschichte ab? Es wirkte für mich so, als wäre Boyle am Schluss die Puste ausgegangen und er hätte einfach beschlossen, die Geschichte so zu beenden.

    Trotzdem habe ich es gern gelesen. T.C. Boyle ist definitiv einer meiner Lieblingsautoren.

  23. Cover des Buches Tage der Toten (ISBN: 9783518463406)
    Don Winslow

    Tage der Toten

     (283)
    Aktuelle Rezension von: Igno

    Nachdem er im Vietnamkrieg gedient hat, wechselt Art Keller in die Drogenfahndung. Augenscheinlich haben die USA ein Problem, denn von Mexiko aus überschwemmen mächtige Kartelle das Land mit immer neuen Drogen. Keller ist engagiert, gerät immer tiefer in das Milieu – doch je tiefer er eintaucht, desto erschreckender werden die Verstrickungen, auf die er stößt. Seine Hartnäckigkeit bringt ihn bald in Lebensgefahr, doch Aufgeben ist für ihn keine Option.

    Tage der Toten ist der erste Band in Don Winslows Trilogie um Art Keller. Das Buch umfasst 689 Seiten und erschien 2010 bei Suhrkamp. Die aktuelle Auflage stammt aus dem Jahr 2012.

    Um das gleich mal vorweg zu nehmen: Tage der Toten ist ein epochales Werk. Winslow hat sechs Jahre für das Buch recherchiert und das ist auch nicht zu übersehen. Herausgekommen ist ein spannungsgeladener Querschnitt durch die Geschichte des Drogenkrieges auf den amerikanischen Kontinenten. Im Mittelpunkt stehen die Südgrenze der USA und Mexiko, später kommt Kolumbien dazu, weitere Länder werden gestreift.

    Winslow beschränkt sich auch nicht auf eine Hauptfigur, auch wenn Art Keller zweifellos der Protagonist ist. Neben ihm erzählt er vor allem die Geschichte der Barreras, die das mächtigste Drogenkartell Mexikos führen und Triebfeder bei der Professionalisierung der Kartelle im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts sind. Weitere Figuren aus dem Kreis der italienischen und irischen Mafia in den USA, der Edelprostitution, der katholischen Kirche in Mexiko und mehr oder weniger offene Geheimdienstler beider Staaten spielen ausführliche Rollen. Die Tiefe der einzelnen Charaktere geht so weit, dass es mir fast schwer fällt, von einzelnen Handlungssträngen zu reden.

    Die Tiefe, die Winslow seinen Figuren zukommen lässt, steht in nichts der Tiefe der Geschichte nach. Er zeigt detailliert aus unterschiedlicher Sicht auf, wie sich der Drogenkrieg seit dem Ende des Vietnamkriegs entwickelt hat, warum was geschah und wie vielfältig die Profiteure sind. Die Rolle von Regierungen und Behörden beschreibt er dabei schonungslos. Winslow ist entschiedener Gegner der kriminalisierenden Drogenpolitik, das ist auch in Tage der Toten unübersehbar. Er vertritt die Meinung, dass ein Großteil der Kapitalverbrechen unmittelbar oder im weitesten Sinne mit der Drogenkriminalität zusammen hängt, weil im Drogenmarkt exorbitant viel Geld steckt. Würde dem Markt die Illegalität genommen, würden seine Auseinandersetzungen im Rahmen des Rechtssystems geführt.

    Haben Sie mal zwei konkurrierende Bierhersteller erlebt, die ihren Disput mit Maschinenpistolen austragen? Ich nicht. Weil sie ihren Streit offen austragen oder vor Gericht ziehen können.

    Dabei beschränkt sich Tage der Toten keineswegs rein auf die Drogenaspekte. Winslow erläutert beispielsweise die Zusammenhänge mit dem illegalen Waffenhandel oder dem US-amerikanischen ›Kampf gegen den Kommunismus‹ in Mittel- und Südamerika. Auch Parallelen zu vielen weiteren globalpolitischen Strategien der USA werden gezogen, beispielsweise der Interventionspolitik im Nahen Osten. Insgesamt zeichnet Winslow ein ebenso erschreckendes wie wohl in hohem Maße realistisches Bild der Politik der USA und insbesondere Mexikos und Kolumbiens. Gleichzeitig beschreibt er, wie sich im Fahrwasser dieser Politik Mafia und Kartelle weiter etablieren konnten und sich immer wieder der Lage anpassten. Durch die Tiefe der Figuren erhält man dabei fast eine Art von Verständnis für ihr Handeln, allerdings achtet Winslow darauf, dieses nicht zu glorifizieren. Er erklärt quasi ihren Lebensweg, macht durch ihre offene Brutalität aber immer wieder klar, auf welcher Seite der Medaille sie einzuordnen sind.

    Ein paar Worte will ich doch noch zu meiner Erfahrung mit dem Buch verlieren. Winslow erzählt die Geschichte in einer Weise, die mich an Sin City erinnert hat. Das gefällt mir auf jeden Fall sehr gut. Es fiel mir etwas schwer, in die Geschichte zu finden. Gerade zu Beginn ziehen sich Rückblicke im Rahmen der Charaktereinführungen wirklich sehr ausgiebig, die Jetzt-Zeit wird dadurch ständig lange unterbrochen und die aktuelle Handlung kommt quasi überhaupt nicht weiter. Das zieht sich am Anfang über wirklich sehr viele Seiten, so dass ich meine Probleme damit hatte. Da das Buch sehr dick ist und mir der Einstieg nicht so ganz gelang, fiel mir erst am Schluss auf, dass Winslow im Prolog mit dem Ende der Handlung beginnt und die Geschichte, die an diese Stelle geführt hat, dann im Rest des Buches quasi rückblickend erzählt.

    Das soll jetzt aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Tage der Toten ein wirklich großartiges Buch ist. Es ist aufwendig recherchiert, fesselnd geschrieben und durchaus lehrreich, wenn es um die Zusammenhänge im Drogenkrieg auf den amerikanischen Kontinenten geht. Und erfreulicherweise gibt es ja auch noch zwei weitere Bände.

  24. Cover des Buches Mystic City - Das gefangene Herz (ISBN: 9783473584925)
    Theo Lawrence

    Mystic City - Das gefangene Herz

     (681)
    Aktuelle Rezension von: Cal

    Ich durfte mir das Buch von einer Freundin ausleihen. Das Cover ist ganz ok, es hätte mich in einer Buchhandlung aber nicht ultra angezogen. Auch der Klappen Text war zwar ok aber hat nicht auf die tolle Geschichte hingewiesen irgendwie. Ich konnte das Buch echt nicht aus der Hand legen. Es war von Seite 1 an spannend und ich muss dringend die anderen 2 Bänder lesen. Mehr will ich eigentlich nicht sagen, weil es einfach grandios war und ihr euch selbst überzeugen müsst. Habt viel Spaß dabei und hoffentlich gefällt es euch auch so wie mir! 

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