Bücher mit dem Tag "drogenhandel"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "drogenhandel" gekennzeichnet haben.

111 Bücher

  1. Cover des Buches Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand (ISBN: 9783328102366)
    Jonas Jonasson

    Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand

    (5.962)
    Aktuelle Rezension von: annalog

    Wahnsinnig witzige Idee, die Umsetzung hat mir sehr gut gefallen. Hier gibt es die Geschichte des 100-jährigen, der vor seiner Geburtstagsparty flüchtet und dabei so allerhand erlebt. Es gibt immer wieder Rückblicke auf sein Leben und auch da hat er Dinge erlebt, die mich kopfschüttelnd zurückgelassen haben.
    Mir ist übel aufgestoßen, dass das N-Wort verwendet wurde. Ich hatte hoffentlich noch eine ältere Version und in den neueren ist das hoffentlich überarbeitet?

  2. Cover des Buches Achtsam morden (ISBN: 9783453428881)
    Karsten Dusse

    Achtsam morden

    (897)
    Aktuelle Rezension von: Featherstone

    Inhalt:

    Anwalt Björn hat ein riesengroßes Problem: Seinem Mandanten, dem Gangsterboss Dragan, ist ein „kleines Missgeschick“ unterlaufen, das sich nach genauerem Nachfragen als gewaltiges Desaster entpuppt. Vor den Augen gleich mehrere Zeugen hat Dragan jemanden umgebracht, indem er ihm wortwörtlich „Feuer unterm Hintern“ gemacht hat. Jetzt erwartet er von Björn, dass dieser die Situation rettet und bedroht ihn. Björn ist überfordert und furchtbar gestresst, aber zum Glück hatte ihn seine Frau kürzlich zu einem Achtsamkeitscoaching überredet, dass sich in dieser Situation unerwartet als äußerst nützlich erweist…

    Meine Meinung:

    Das ist endlich mal ein Buch, das tatsächlich lustig ist und bei dem das nicht bloß ein leeres Versprechen ist! Es gibt ja leider auch Bücher/Filme, die enttäuschen, weil die Witze zu flach, zu pubertär oder zu oft unter der Gürtellinie sind. Zum Glück ist das hier nicht der Fall. Gleichzeitig ist das Buch auch noch von Anfang bis Ende spannend und punktet mit überraschenden Wendungen.

    Die vielen lustigen Momente haben mich sehr für das Buch eingenommen. Es folgt eine lustige, skurrile und verrückte Szene auf die nächste. Es hat mir großen Spaß gemacht das Buch zu lesen. Obwohl man es darin u. a. mit Körperverletzung, Totschlag, Mord, Folter, Leichenzerstückelung, korrupten Polizisten und Explosionen zu tun bekommt haben viele dieser eigentlich heftigen Geschehnisse (z. B. die „Sauerei“ im Bootshaus und die Sache mit der Elster) überraschenderweise durchaus auch eine lustige Seite. Was das angeht hat mich das Buch ein wenig an einen Tarantino-Film erinnert. Die Kombination aus Humor und Action ist hier wirklich ein Volltreffer.

    Trotz dieser vielen lustigen Szenen ist es durchaus ein ernstzunehmender Thriller, der nie zu sehr in Albernheiten abdriftet. Die Handlung ist richtig spannend und das Buch überzeugt mit unerwarteten, außergewöhnlichen und äußerst unterhaltsamen Wendungen. Außerdem ist das Erzähltempo hoch. Björn gerät in einen immer größer, gefährlicher und verhängnisvoller werdenden Schlammassel und dabei sind ihm nicht nur skrupellose Verbrecher, sondern auch die Polizei dicht auf den Fersen. Man „fliegt“ durch die Seiten, weil man unbedingt wissen will wie er da wieder herauskommen will. Es ist höchst unterhaltsam zu sehen wie geschickt es Björn gelingt sich durchzuschlagen und auf welch unerwartete Weise ihm dabei Achtsamkeitsprinzipien helfen. Ganz besonders lustig fand ich z. B. um welche „Unternehmensparte“ Björn die Verbrecherorganisation eigenmächtig erweitert, weil ihm das bei einem seiner privaten Problemchen entgegenkommt.

    Man fiebert mit Björn mit und kann sich sehr gut in ihm hineinversetzen – und das obwohl er langsam aber sicher vom rechten Weg abkommt und zu immer skrupelloseren Methoden greift. Er tut das, weil sein Leben bedroht ist und weil er seine Familie beschützen will. Klar, es ist natürlich krass, etwas unheimlich und zutiefst unmoralisch wie Björn die sehr speziellen Probleme angeht, aber zumindest seine Beweggründe sind verständlich und lassen ihn nahbar wirken. Zudem merkt man, dass Björn die Ereignisse nicht völlig kaltlassen. Er hat mit einem schlechten Gewissen, jeder Menge Stress und Angst zu kämpfen. Trotzdem verwundert es aber nicht, dass Björn die Dinge auf äußert illegale und unkonventionelle Weise selbst in die Hand nimmt statt sich an die Polizei zu wenden, denn er verstrickt sich selbst derart schnell in kriminelle Handlungen, sodass es in dieser Hinsicht einfach kein Zurück mehr gibt. Da die Leute, die direkt bzw. indirekt durch Björn zu Tode kommen schlechte Menschen und gefährliche Kriminelle sind ist es ehrlicherweise auch nicht so, dass es einem um diese Verluste leidtut. Stattdessen ertappt man sich dabei, dass man es Björn wünscht, dass er mit seinen Taten davonkommt. Im Umgang mit seiner kleinen Tochter Emily ist Björn so süß und fürsorglich, dass er Sympathiepunkte sammelt. Außerdem muss man zugeben, dass Björn sehr intelligent, tatkräftig und kreativ ist. Die Sache mit dem Gipsabdruck und den Blankovollmachten, die Lösung des „Toni-Problems“, die neue „Unternehmensparte“ und die Inszenierung beim finalen Showdown sind schlau gemacht. Er ist ein Kämpfer.

    Auch die Nebencharaktere haben mich voll und ganz überzeugt und sie haben die Handlung bereichert. Allen voran Dragans Handlanger Sascha. Ihn habe ich überraschenderweise tatsächlich ein bisschen ins Herz geschlossen. Sascha ist nämlich trotz seiner Zugehörigkeit zu einer Verbrecherbande überraschend klug, empathisch und besonnen. Für Björn erweist er sich als loyaler und verlässlicher Verbündeter. Der Gangsterboss Dragan ist hingegen das komplette Gegenteil. Er ist gefährlich, gewalttätig, unberechenbar, jähzornig, verfügt über eine geringe Frustrationstoleranz und lässt sich zu unüberlegte Aktionen hinreißen, die sein Anwalt für ihn ausbügeln soll. Da ist es klar, dass er für nichts als Ärger sorgt und man hat großes Mitleid mit Björn, der sich mit diesem gefährlichen Verrückten herumplagen muss. Auch Dragans rechte Hand Toni ist eine wandelnde Katastrophe – schlecht für Björn, aber es garantiert unterhaltsame Lesestunden. Eine Nebenfigur tat mir ziemlich leid. Die arme Frau Bregenz hatte das mit ihrer Wohnung echt nicht verdient!

    Das Ende überzeugt mit einem spannenden Showdown, der Überraschungen bereithält. Man merkt zwar, dass die Geschichte rund um Björn noch nicht auserzählt ist, aber man wird nicht mit einem fiesen Cliffhanger zurückgelassen.

    Übrigens erfährt man nebenbei unkompliziert und niederschwellig einige durchaus interessante Dinge über das Thema Achtsamkeit. Es gibt den einen oder anderen guten und brauchbaren Tipp (z. B. für den Umgang mit Stress) bei dem ich mir tatsächlich vorstellen könnte das eventuell mal auszuprobieren.

    Fazit:

    Das Buch überzeugt mit einer tollen Mischung aus Humor, Spannung und Action. Es ist eines der lustigsten Bücher, die ich bisher gelesen habe und hat mich von der ersten Seite an prima unterhalten.

    Zum Schluss noch ein paar der besten Zitate aus dem Buch:

    Aber alles, was ich getan habe, habe ich in bester Absicht getan. (S. 9)
    Aber es war nicht meine Aufgabe, anderen Menschen unser Rechtssystem zu erklären. Es war mein Job, dieses System nach allen Regeln der Kunst auszunutzen. Ich verdiente mein Geld, indem ich schlechten Menschen Gutes tat. Punkt. Und das beherrschte ich perfekt. Ich war ein hervorragender Strafverteidiger. (S. 12)
    [Dragan:] „Du bist der Anwalt. Also mach was, und regle die Scheiße.“ […] [Björn:] „Richtig. […] Ich bin Anwalt. Ich bin keine Klempner. Aber wenn die Scheiße derart massig kommt, stoße auch ich an meine Grenzen.“ [Dragan:] „Du spulst jetzt dein Anwaltsprogramm ab, oder du kannst die Scheiße fressen.“ (S. 83)
    Ich war am Ende. Als Ehemann, als Vater, als Anwalt. Aus und vorbei. Doch exakt in diesem Moment machte sich das zwölfwöchige Achtsamkeitstraining bezahlt. Wie in himmlisches Strahlen aus den schwarzen Wolken meiner Seele spürte ich in mir eine völlige Ruhe. (S. 87)
    [Polizist:] „Björn – dein Mandant steht im Mittelpunkt einer Mordermittlung. Und es ist nicht ganz ausgeschlossen, dass er selbst Opfer eines Verbrechens geworden ist. Zu einem Zeitpunkt und an einem Ort, der sehr viel mit dir zu tun hat. Ich verstehe überhaupt nicht, wie dich das alles so kaltlassen kann.“ [Björn:] „Achtsamkeit.“ (S. 224)
  3. Cover des Buches Too Late – Wenn Nein sagen zur tödlichen Gefahr wird (ISBN: 9783423220927)
    C. Hoover

    Too Late – Wenn Nein sagen zur tödlichen Gefahr wird

    (731)
    Aktuelle Rezension von: SveniFS

    „Too Late“ war leider nicht meins.

    Die Geschichte hat zwar eine düstere und intensive Thematik, aber die Umsetzung konnte mich nicht überzeugen. Besonders die übergriffige Art und Weise einiger Figuren fand ich schwierig und teilweise einfach daneben.

    Auch die Protagonisten konnten mich nicht abholen – im Gegenteil, sie haben mich eher genervt als mitfiebern lassen. Der Antagonist war für mich zusätzlich extrem anstrengend, was das Lesen stellenweise eher unerquicklich gemacht hat als spannend.

    Dadurch fiel es mir schwer, wirklich in die Geschichte einzutauchen oder eine emotionale Verbindung aufzubauen.

    Schade, denn die Grundidee hätte Potenzial gehabt – für mich hat es insgesamt aber leider nicht funktioniert.

  4. Cover des Buches Golden Bay − How it hurts (ISBN: 9783328110798)
    Bianca Iosivoni

    Golden Bay − How it hurts

    (201)
    Aktuelle Rezension von: Feelblack

    Also theoretisch hätte ich einen Band abgezogen weil ich oft Bänder aus der anderen Perspektive nicht so gern mag. Es wiederholt sich leider dann oftmals die Situation usw. Diesmal war es aber deutlich angenehmer auch wenn mir Band 1 besser gefallen hat. Ich weiß das Band drei jetzt sicher sehr spannend wird weil sich ja nunmal alles zugespitzt hat. Ich freu mich drauf.

  5. Cover des Buches Adler und Engel (ISBN: 9783895611049)
    Juli Zeh

    Adler und Engel

    (277)
    Aktuelle Rezension von: Armillee

    Mit abstrakter Kunst kann ich nix anfangen. Ich kann die Farben schön finden, auch die Formen und die Namen dafür, aber mir fehlt der Blick für das "große Ganze". Und mit diesem Werk von Juli Zeh geht es mir ganz genauso. Das Buch hatte wirklich seine Momente; humorvolle, abstoßende, verstörende, freundschaftliche, zärtliche u.v.m.. Aber was hatte das alles am Emde zu bedeuten ? So viele Abgründe, so viel Sinnloses. So viel Brutales.

    Ich möchte nicht zu hart urteilen, denn schließlich habe ich ja nicht kapiert, obwohl ich mich mit Drogen + Materie, sowie dessen Auswirkungen gut auskenne. Dafür kann die Autorin nichts, dass ich nicht begreife.

    Dennoch finde ich, dass man Bücher schreiben sollte, die die Menschen dann auch verarbeiten können. Oder die Laune machen, oder die interessant sind.

    Und deshalb...weil das hier nicht geklappt hat...gibt es von mir auch nur 2 Sterne.

  6. Cover des Buches 9 Tage wach (ISBN: 9783841906298)
    Eric Stehfest

    9 Tage wach

    (81)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    E.S.s  (wie "Es" bei Stephen King) Crystal-Meth-Beichte, ein Meth-Diener mit Meth-ode. Schonungslos berichtet Eric über Drogenaussetzer, dem Versagen des Schließmuskels und wie er sein Meerschweinchen auf dem Gewissen hat. Gelegentlich verwickelt, wenn auf die Geschichte der Urgroßväter umgeblendet wird, die im Pervitin-Rausch für das "Dritte Reich" flogen und mordeten. Lianes unendliche Geduld hat mich im Film etwas verwundert, in der Buchvorlage zeigt sie an zumindest einer Stelle eine wachsende Ungeduld gegenüber dem eigenen mißratenen Nachwuchs. Und Richter und Staatsanwalt am Amtsgericht Pirna (und in der Verfilmung) habe ich auch nicht ganz ernst genommen.

  7. Cover des Buches Verraten (ISBN: 9783423222068)
    Jussi Adler-Olsen

    Verraten

    (139)
    Aktuelle Rezension von: H-Lsh

    Es ist selten, dass Autoren eine Fortsetzung schreiben, die vorangegangenen ebenbürtig ist. Ich bin begeistert von der Erzählweise und der Komplexität der Charaktere. Die Handlung mag manchmal etwas überladen wirken, aber das schmälert den Lesegenuss nicht. Für mich ist dies eines der besten Bücher der letzten Monate.

  8. Cover des Buches CATCHING BEAUTY 1 (ISBN: 9783989426405)
    J. S. Wonda

    CATCHING BEAUTY 1

    (485)
    Aktuelle Rezension von: be_bookish

    Handlung

    „Catching Beauty“ von J. S. Wonda eröffnet eine Dark-Romance-Reihe, die von Beginn an mit intensiven, düsteren Elementen arbeitet und den Leser in eine Welt voller Kontrolle, Gewalt und Abhängigkeit zieht. Anfangs gelingt es noch, sich in Amber hineinzuversetzen und ihrer Situation zumindest ansatzweise emotional zu folgen. Doch spätestens mit den Ereignissen rund um die Käfige kippt dieses Gefühl deutlich.

    Die Handlung bewegt sich zunehmend in Bereichen, die nicht nur brutal, sondern stellenweise auch absurd wirken. Trotz dieser Überzeichnung bleibt der Roman auf eine gewisse Weise spannend und fesselnd geschrieben, was dazu führt, dass man weiterliest, auch wenn die emotionale Bindung längst verloren gegangen ist. Dennoch fehlte mir jegliches echtes Mitfiebern. 

    Charaktere

    Die Figuren stellen für mich den größten Schwachpunkt des Romans dar. Amber beginnt noch greifbar, verliert jedoch schnell an Tiefe und Nachvollziehbarkeit. Ihr Verhalten wirkt zunehmend sprunghaft und teilweise unfreiwillig komisch, statt authentisch oder erschütternd.

    Auch die übrigen Charaktere bleiben auffallend flach und entwickeln kaum Profil. Ihre Handlungen erscheinen oft nicht schlüssig, was besonders in einem Genre, das stark von psychologischer Spannung lebt, problematisch ist. Die Entwicklung der Figuren ist schwer nachzuvollziehen und wirkt eher konstruiert als organisch gewachsen.

    Sprache

    J. S. Wonda, die für ihre provokanten und grenzüberschreitenden Geschichten bekannt ist und sich vor allem im Dark-Romance-Bereich eine große Leserschaft aufgebaut hat, versteht es durchaus, Spannung zu erzeugen. Der Schreibstil ist flüssig und zieht den Leser durch die Seiten, selbst wenn die inhaltliche Ebene nicht überzeugt.

    Allerdings steht diese erzählerische Stärke in starkem Kontrast zur emotionalen Leere der Geschichte. Die Vielzahl an drastischen Szenen, sowohl physischer als auch psychischer Natur, wirkt oft überladen und verliert dadurch an Wirkung. Weniger wäre hier vermutlich mehr gewesen.

    Gesamteindruck

    „Catching Beauty“ ist für mich eine Enttäuschung innerhalb des Dark-Romance-Genres, obwohl ich mit den typischen Elementen dieses Genres durchaus vertraut bin. Die Geschichte war mir insgesamt zu viel, zu brutal und gleichzeitig zu wenig gehaltvoll.

    Ich habe die komplette Reihe im Voraus gekauft, um möglichen Cliffhangern zu entgehen, und mich letztlich eher aus Pflichtgefühl durch die weiteren Bände gearbeitet. Zwar wird es in Band zwei und drei minimal besser, doch von einer wirklich guten Entwicklung ist die Reihe weit entfernt.

    Das Buch war stellenweise unterhaltsam genug, um es zu beenden, aber es bleibt weder nachhaltig im Gedächtnis noch weckt es den Wunsch nach einem erneuten Lesen. Für mich keine Empfehlung, höchstens für Leser, die bereit sind, sich durch einen schwachen Auftakt zu kämpfen, um eine leichte Steigerung in den Folgebänden zu erleben.

     

  9. Cover des Buches Das Kartell (ISBN: 9783426308547)
    Don Winslow

    Das Kartell

    (144)
    Aktuelle Rezension von: Jossele

    Die amerikanische Originalausgabe dieses Romans erschien 2015 unter dem Titel „The Cartel“. Es ist der zweite Band der berühmten Kartell-Saga des Autors. Erzählt wird der jahrzehntelange Kampf des amerikanischen Drogenfahnders Art Keller gegen die mexikanische Drogenmafia, der für Keller zu einer persönlichen Obsession wird, insbesondere wenn es um das Kartell seines ehemaligen Freundes Adán Barrera geht. Gegenüber dem Vorgängerband sind die Kartelle noch mächtiger geworden. Verbunden damit ist eine Zunahme der Brutalität, qualitativ und quantitativ. Die Bosse halten sich nicht mehr nur ein paar Schläger- und Mördertrupps, sondern regelrechte Armeen, nicht selten zusammengesetzt aus ausgebildeten Ex-Soldaten, die der höheren Bezahlung wegen die Seiten gewechselt haben. Alle bekämpfen irgendwie alle, Bündnisse werden geschmiedet, um sie bald zu brechen und die Polizeibehörden des Landes stehen jeweils auch in Lohn und Brot eines der Konkurrenten. Das alles ist möglich, weil der Drogenhandel so unglaublich hohe Gewinne abwirft, dass er alle anderen Geschäfte, selbst die Prostitution, in den Schatten stellt.

    Zu Beginn enthält der Roman einige Ungereimtheiten. So heißt Adáns im ersten Band verstorbener Bruder plötzlich Ramón statt Raúl. Außerdem wartet Adán zu Beginn dieses Bandes noch auf seinen Prozess, obwohl er doch im letzten Band schon verurteilt wurde: 12 Mal lebenslänglich. In diesem Band ist er kurz nach seinen Aussagen plötzlich auch zu 22 Jahren verurteilt, offenbar ohne Prozess. Zudem taucht plötzlich eine Schwester Elena von Adán Barrera auf, die im ersten Band überhaupt nicht erwähnt wird. Diese Schlampereien ziehen sich leider ein bisschen durch. So heißt ein Konkurrent Barreras, der im ersten Band noch Güero Méndez hießt plötzlich Güero Palma (Droemer Tb, November 2021, S. 275)

    Die Machtverhältnisse zwischen den Akteuren ändern sich öfters mal ein bisschen zu schnell und unmotiviert, um noch logisch zu sein. Das ist schade, weil es Winslow ansonsten sehr gekonnt versteht, raffinierte Intrigen fehlerfrei und spannend zu inszenieren. Zwischendurch geht jedoch auch immer wieder ein Teil der Spannung verloren, wenn sich die Geschichte in der Aufzählung von Morden erschöpft. Das ist zwar schockierend, aber irgendwann nicht mehr spannend. Es kam mir manchmal so vor, als wollte Winslow die Anzahl der Morde und die Brutalität in der Sprache auf einen Höhepunkt treiben. Ein Beispielsatz: „Köpfe und Gliedmaßen vermischen sich in seiner Stadt mit allem dem anderen Unrat, und in den Slums laufen die Straßenköter mit blutigen Lefzen und schuldbewussten Blicken umher.“ (ebd., S. 620)

    Vielleicht tue ich dem Autor aber auch insofern unrecht, als die Brutalität schlicht und einfach der Wirklichkeitsnähe geschuldet ist, denn dass Winslow einen erheblichen Rechercheaufwand betrieben hat, ist dem Werk anzumerken. Das betrifft nicht nur die Namen der Kartelle, die allesamt der Realität entnommen sind, sondern zeigt sich auch in einzelnen Kapiteln, denen öfters kaum veränderte reale Geschehnisse zugrunde liegen.

    Dieser Roman ist bestimmt kein schlechter, die Freunde bluttriefender Seiten werden ihn vielleicht sogar lieben, aber aus meinem Blickwinkel kommt er nicht an die Raffinesse und Spannung des Vorgängers heran. Drei Sterne.

  10. Cover des Buches Never - Die letzte Entscheidung (ISBN: 9783404193226)
    Ken Follett

    Never - Die letzte Entscheidung

    (95)
    Aktuelle Rezension von: CCSeefeld

    Das Buch liest sich wie immer bei Follett: In einem Rutsch! Es ist sicher nicht das briallianteste Werk, aber was mich auf jeden Fall gefesselt hat ist die aktuelle Thematik, die vom Tagesgeschehen eingeholt wurde. Dennoch gelingt es Follett gut, nicht nur die Politik einzufangen, sondern dem Leser die Chance zu geben, in die teilweise absurden emotionalen Verstrickungen der Protagonisti:innen einzusteigen. Auf jeden Fall lesenswert!

  11. Cover des Buches Too Late (English Edition) (ISBN: 9781540324160)
    C. Hoover

    Too Late (English Edition)

    (48)
    Aktuelle Rezension von: waswuerderorylesen

    Ich hab mich von den super Rezessionen von anderen Lesern motivieren lassen dieses Buch zu kaufen und zu lesen. Ich habe von C. Hoover bisher immer gutes gehört und war aufgeregt eines ihrer Bücher zu lesen. Das ich enttäuscht war, ist noch untertrieben. Die Geschichte des Buches hätte gut werden können, doch die Umsetzung hat für mich nicht funktioniert und mich nicht mitgerissen. Die Storyline hat sich viel zu schnell entwickelt und ging nicht in die Tiefe. Ich wollte das Buch mehrmals abbrechen und musste mich bis zum Schluss durchquälen. 

    Die Charaktere waren für mich unrealistisch und unsympathisch. Das Niveau und die Handlung des Buches brutal und öbszön.

    Mir fehlen wirklich die Worte. Ich kann die guten Rezessionen nicht nachvollziehen. Ich gebe hier keine Leseempfehlung

  12. Cover des Buches All about the Money (ISBN: 9783959626002)
    Felix A. Münter

    All about the Money

    (20)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Lucas Townsend, hat sich mit seiner Familie, frau und zwei Kinder, ein schönes Leben aufgebaut, zumindest nach außen hin. Als eines Tages seine Frau von den Problemen erfährt, verlässt sie ihn.
    Lucas ist daraufhin so verzweifelt, dass er sich das Leben nehmen will, doch es kommt anders als geplant. Am Strand wo er wieder zu sich kommt, liegt im Wasser ein Boot verlassen da. Lucas wird neugierig und schaut nach. Als er Einschusslöcher findet, will er erst recht nachschauen was da los ist. Er findet Koffer voller Geld, da er mehr wie nur finanzielle Probleme hat, nimmt er es mit.
    Doch die Besitzer wollen es wieder und auch die Polizei ist hinter dem Geld her.

    Ein spannender Thriller, der alles hat was man braucht, Gangster, Drogenbarone, Verfolgungsjagden und viel Action. Es fällt durch den flüssigen Stil des Autors leicht der Handlung zu folgen. In die Protagonisten kann man sich sehr gut hinein versetzen. Die Handlungsorte sind sehr detailgetreu beschrieben, das man sich diese beim Lesen gut vorstellen kann.

    Mich hat das Buch von der ersten Seite an gefesselt, dadurch fiel es mir schwer es wieder aus der Hand zu legen, wie meist bei den Büchern von Felix A. Münter bin ich absolut fasziniert von der Geschichte.
    Ein echter Münter eben.
    Sehr zu empfehlen.
  13. Cover des Buches Sieben Jahre später (ISBN: 9783492305198)
    Guillaume Musso

    Sieben Jahre später

    (217)
    Aktuelle Rezension von: Emma_Hartmann_Autorin

    Als bekennender Musso Fan muss ich sagen, dass "Sieben Jahre später" nicht das stärkste Werk des Autors ist. Dennoch hat es mir gut gefallen. 

    Mussos Schreibstil ist einsame klasse, seine Ideen wunderbar. So auch in diesem Buch. Einzig das Ende war mir dieses Mal etwas too much a la Hollywood, das allerdings der Geschichte keinen Abbruch tut.

  14. Cover des Buches Füreinander bestimmt. Violet und Luke (ISBN: 9783453534582)
    Jessica Sorensen

    Füreinander bestimmt. Violet und Luke

    (201)
    Aktuelle Rezension von: Vani_Schneider

    Das Buch handelt von Violet und Luke. Beide hatten eine heftige Kindheit und beide versuchen bis heute damit klarzukommen. Zwei kaputte Seelen die aufeinandertreffen. Aber tun sie sich auch gut?

    "Füreinander bestimmt - Violet & Luke" ist Teil 3 der Reihe Callie und Kayden von Jessica Sorensen.

    Das Buch konnte mich von Anfang an überzeugen. Ich war generell schon sehr gespannt auf die Story von Violet und Luke. Die beiden sind zwei sehr interessante Charaktere! Das Buch behandelt heftige Themen, die nicht für jeden etwas sind, aber meiner Meinung nach ist die Autorin sehr gut damit umgegangen. Die Geschichte der beiden ist sehr spannungsgeladen, aber auch emotional. Genau wie die beiden Vorgängerbände konnte mich das Buch absolut überzeugen. Und das Ende erst! Ich bin auf jeden Fall gespannt wie es weitergeht.

  15. Cover des Buches Corruption (ISBN: 9783426305317)
    Don Winslow

    Corruption

    (48)
    Aktuelle Rezension von: Pascal_Maess

    Ich musste mich zu Beginn ein wenig an den Schreibstil gewöhnen – das Präsens war für mich ungewohnt, zumal ich Don Winslow bisher anders erlebt habe. Doch schon nach wenigen Seiten zieht er einen mit seiner typischen Wucht in eine Welt, die so greifbar, so roh und atmosphärisch dicht ist, dass man das Gefühl hat, selbst im moralisch fragwürdigen Sumpf von Harlem zu stehen.

    Was Winslow hier leistet, ist in vielerlei Hinsicht außergewöhnlich: Die Geschichte baut sich langsam, aber kraftvoll auf. Anfangs weiß man nicht genau, wohin die Reise geht – doch je weiter man liest, desto klarer wird, dass hier ein meisterhaft konstruierter Bogen gespannt wird. Am Ende wirkt alles rund, geschlossen, komplett – so eine erzählerische Konsequenz habe ich selten erlebt. Es bleibt ein Gefühl von großer Zufriedenheit zurück, das fast filmisch nachhallt.

    Die Figuren sind beeindruckend – nicht nur die Hauptfigur, die mich emotional stark bewegt hat, sondern wirklich jede einzelne Rolle: Kollegen, Familie, Geliebte, selbst Nebenfiguren wie ein kleiner Dealer. Winslow braucht nur wenige Zeilen, um Menschen zum Leben zu erwecken – mit Ecken, Kanten, Ambivalenz und Tiefe. Man versteht ihre Motive, spürt ihre Widersprüche, fühlt mit – im Positiven wie im Negativen.

    Die Spannung entsteht nicht durch große Knalleffekte, sondern durch eine stetig enger werdende Schlinge, die sich um die Hauptfigur und ihr Umfeld legt. Kapitel für Kapitel spürt man das zunehmende Gewicht der Entscheidungen – und irgendwann merkt man, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann.

    Besonders gelungen ist Winslows Fähigkeit, auch die Vergangenheit der Hauptfigur in die Gegenwart einzuweben, ohne dass der Erzählfluss stockt. Diese Rückblenden sind nicht nur dramaturgisch clever, sie sind essenziell, um die innere Zerrissenheit und die Motivation der Figur zu verstehen.

    Das Ende kam für mich überraschend, aber nicht konstruiert. Es ist versöhnlich, ohne kitschig zu sein. Ich habe mich mit diesem Buch auf eine intensive Reise eingelassen – und bin mit etwas Großem belohnt worden.

    Für mich ist Corruption ein Meisterwerk – episch in seiner Erzählweise, emotional tiefgründig und erzählerisch brillant. Es ist ohne Frage das beste Buch, das ich dieses Jahr gelesen habe – und eines der besten überhaupt.

  16. Cover des Buches Unbescholten (ISBN: 9783492306454)
    Alexander Söderberg

    Unbescholten

    (19)
    Aktuelle Rezension von: carpe

    In Kürze:
    Für Sophie Brinkmann, Stockholmer Krankenschwester und alleinerziehende Mutter, gibt es eine klare Grenze. Bis sie Hector Guzman kennenlernt  und Kommissarin Gunilla Strandberg sie bittet, ihn zu bespitzeln. Plötzlich tauchen unangenehme Fragen auf: Wer ist Hector Guzman wirklich, der sich ihr als charmanter Verleger vorgestellt hat? Und wie weit würde Sophie gehen, um ihrem neuen Freund zu helfen? Doch erst als Hector entführt und Sophies Sohn Albert lebensgefährlich verletzt wird, begreift sie, dass das alles keine Gewissensfrage mehr ist  sondern eine auf Leben und Tod.

    Am Anfang etwas verwirrend, weil die Handlung nur durch Absätze getrennt von einem Ort zum anderen springt. Es sind sehr viele Personen und damit Namen, die es zu unterscheiden gilt. Aber sobald man sich eingelesen hat, klappt das wunderbar und die Verwirrung wird von Spannung abgelöst. 
    Sehr flüssiger Schreibstil so dass die Seiten nur so fliegen. Teilweise sehr detailreich und blutig geschrieben, dass selbst ich, die einiges gewohnt ist, schlucken musste. 

    Ich kann das Buch nur jedem empfehlen, der Krimis/Thriller mag und keine Angst vor vielen handelnden Personen und einer "Einlesezeit" von ca. 100 Seiten hat.

    Fazit: Ein Pageturner mit fiesem Cliffhanger. Man sollte sofort Teil 2 zur Hand haben.

    Sophie-Brinkmann-Trilogie
    1.Teil: Unbescholten
    2.Teil: Der zweite Sohn
    3.Teil: (noch nicht erschienen)

  17. Cover des Buches Jahre des Jägers (ISBN: 9783426305300)
    Don Winslow

    Jahre des Jägers

    (40)
    Aktuelle Rezension von: Pascal_Maess

    Mit Jahre des Jägers von Don Winslow schließe ich die Art-Keller-Reihe ab – und bleibe etwas zwiegespalten zurück.

    Zunächst das Positive: Winslow kann es einfach. Der typische Story-Sog ist auch hier wieder da – man ist sofort drin und kommt kaum los. Seine Figuren sind nach wie vor stark gezeichnet, so sehr, dass man jederzeit das Gefühl hat, jeder könnte sterben. Gleichzeitig beschreibt er Gewalt kühl und distanziert, sodass man emotional nicht überwältigt wird, sondern weiterliest. Auch die Rückkehr bekannter Figuren sorgt zunächst für ein vertrautes Gefühl.

    Und doch liegt genau hier eines der Probleme. Viele dieser Rückkehrer werden sehr schnell wieder eingeführt, ohne dass ihre Wiedereinbindung wirklich Gewicht bekommt. Statt echter Weiterentwicklung wirkt manches eher wie ein kurzes Wiedersehen, das erzählerisch nicht die Tiefe erreicht, die man aus den vorherigen Bänden kennt.

    Der größte Unterschied zu den ersten beiden Teilen liegt jedoch in der Struktur. Während sich diese durch eine klare Hauptstory und viel Raum für die Figurenentwicklung ausgezeichnet haben, wirkt der dritte Band deutlich überladener. Es werden sehr viele neue Charaktere eingeführt, parallel dazu laufen mehrere Handlungsstränge, die sich oft eher wie Nebenmissionen anfühlen als wie Teile einer großen, zentralen Geschichte.

    Hinzu kommt, dass sich die grundlegenden Motive stark wiederholen: Machtkämpfe, Intrigen und Gewalt innerhalb der Kartelle – diesmal jedoch häufig über eine neue Generation erzählt. Das ist thematisch konsequent, fühlt sich aber erzählerisch weniger frisch an, da echte Entwicklung durch Variation ersetzt wird.

    Einige Handlungsstränge wirken dabei nicht vollständig integriert und bleiben hinter der gewohnten Tiefe zurück. Gerade dort, wo Winslow neue Perspektiven eröffnet, fehlt oft die Zeit, diese wirklich auszubauen. Das führt dazu, dass manche Figuren und Geschichten weniger Wirkung entfalten, als sie eigentlich könnten.

    Was dem Buch dennoch zugutekommt, ist das Ende: Besonders im letzten Teil gewinnt die Geschichte wieder an Fokus, und die Entwicklung der zentralen Figur wird zu einem versöhnlichen Abschluss geführt. Hier zeigt Winslow noch einmal, was er kann – und warum diese Reihe so stark ist.

    Fazit:
    Jahre des Jägers ist ein sehr gut geschriebener, spannender Abschluss, der jedoch unter seiner eigenen Größe leidet. Zu viele Figuren, zu viele Stränge und zu wenig Raum für echte Tiefe verhindern, dass er die Klasse der ersten beiden Bände erreicht. Trotzdem bleibt ein starker Gesamteindruck – und eine Reihe, die insgesamt absolut lesenswert ist.

  18. Cover des Buches Romanzo Criminale (ISBN: 9783746627977)
    Giancarlo De Cataldo

    Romanzo Criminale

    (20)
    Aktuelle Rezension von: Lyanna
    Ich weiß wirklich nicht, wie ich den Inhalt dieses Buches zusammenfassen soll. Oftmals hatte ich gar den Eindruck, dass es sich um eine Sammlung, unzusammenhängender, kurzer Geschichten handelt, die aber doch alle zusammengenommen ein großes Bild ergeben. Thema dieses Buches ist die Korruption im Rom der 70er und 80er Jahre - sowohl Staat und Mafia sind einigermaßen korrupt und man bekommt einiges über eine große Auswahl an kriminellen Aktionen zu lesen - ob es nun illegale Prostitution, der Handel mit Drogen, Morde oder andere Betrügereien sind. Politik spielt generell eine große Rolle, was es nicht leider macht, im Buch mitzukommen, zumal in jedem Kapitel eine große Bandbreite neuer Namen oder einfach nur Namen, die man aufgrund ihrer Vielfalt nicht auseinanderhalten kann, auftaucht. Deswegen war ich auch einigermaßen froh, dass den wichtigsten Personen eine Klappe des Buchumschlags gewidmet wird, sodass man schnell nachschauen kann, wenn man bezüglich der Personen unsicher ist. Während der Prolog total spannend ist und hoffen lässt, dass der Rest des Buches auch so gelungen wird, ermüden die zahlreichen Beschreibungen diverser Verbrechen auf den folgenden Seiten leider etwas - aber je mehr man liest, desto intensiver wird der Eindruck, den man von dieser korrupten, gewalttätigen Zeit bekommt. Am Ende wird es dann noch einmal total spannend und man ist richtiggehend froh, bis dahin durchgehalten zu haben. So gesehen habe ich also nur wenig an diesem Buch auszusetzen: Die langatmigen Passagen in der Mitte mögen der Dicke des Buches geschuldet sein, die Charakterbeschreibungen sind stets überzeugend und auch sonst macht der Autor eigentlich nur wenig falsch. Man muss sich eifnach auf diesen etwas schwerer zu lesenden Thriller einzustellen wissen - und wird dann mit einer spannungsgeladenen und überzeugenden Geschichte belohnt werden.
  19. Cover des Buches Happy birthday, Türke! (ISBN: 9783257215441)
    Jakob Arjouni

    Happy birthday, Türke!

    (115)
    Aktuelle Rezension von: kassandra1010

    Kemal Kayankaya ist Privatdetektiv in hessischen Frankfurt und natürlich mit sämtlichen Klischees behaftet, die es so gibt.

     

    Sein neuer Fall kommt ihm gerade etwas unpassend. Seit geraumer Zeit nervt ihn eine Wespe in seinem Büro und als er dieses fiese Ding endlich zu fassen bekommt, klingelt es an der Tür.

     

    Die Auftraggeberin befindet sich in tiefer Trauer. Die junge kleine Türkin erzählt Kayankaya vom Tod ihres innig geliebten Mannes. Nicht freiwillig aus dem Leben geschieden ermittelt die Polizei nur schleppend. Das es sich bei dem Fundort der Leiche um ein Bordell handelt, scheint die junge Witwe nicht wirklich zu beschäftigen und Kayankaya braucht dringend ein wenig Geld.

     

    Ein kleines Problem verheimlicht er allerdings seiner Auftraggeberin, die natürlich selbstverständlich davon ausgeht, dass er fließend türkisch spricht. Doch der Tausend-Mark-Schein ist einfach zu verlockend.

     

    Die Ermittlungen führen ins Drogenmillieu. Mit der Holzhammermethode macht er sich bei der örtlichen Polizei natürlich nicht gerade Freunde, aber beim Pensionär Löff stößt er auf offene Ohren, bis der erste Drohbrief reinflattert.

     

    Mit viel hessischem Charme schafft es Kayankaya schnell, sich Durchblick im Frankfurter Bahnhofsviertel zu verschaffen.

     

     

     

    Jakob Arjouni macht es einem sehr leicht, Kayankaya zu mögen. Der frischgebackene Privatdetektiv nimmt kein Blatt vor den Mund und lässt den Leser schnell mal laut auflachen. Feiner Humor und gut gezeichnete Charaktere machen diesen Roman/Krimi, wenn auch nur 170 Seiten lang zu einem abendfüllenden Programm.

     

    Das der Krimi im Jahr 1983 spielt und im klassischen Chandler/Marlow-Stil geschrieben ist, macht schon nach den ersten paar Seiten Lust auf mehr. Doch leider ist Jakob Arjouni bereits an einem Krebsleiden früh verstorben.

  20. Cover des Buches Drei Sekunden (ISBN: 9783734106699)
    Anders Roslund

    Drei Sekunden

    (19)
    Aktuelle Rezension von: leserattebremen
    Piet Hoffmann ist Kontaktmann für die schwedische Polizei und infiltriert die polnische Drogenmafia. Die Aushebung des Drogenhandels in einer bekannten Haftanstalt soll sein Paradestück werden, danach kann er mit seiner Frau und seinen zwei Söhnen neu anfangen. Doch als er in der Haftanstalt ist, läuft nichts wie geplant und 3 Sekunden werden über sein Leben entscheiden.
    Piet Hoffmann ist ein sehr schwieriger Charakter, ob ich ihn mag oder nicht, konnte ich bis zur letzten Seite des Romans nicht sagen. Er ist einerseits eiskalt und kalkulierend, andererseits ist er ein liebender Familienvater. Doch was er seiner Familie mit seinem letzten Einsatz antut, ist vielleicht auch für sie etwas zu viel. „3 Sekunden“ von Anders Roslund und Börge Hellström braucht etwas Zeit, um richtig in Fahrt zu kommen, aber dann ist dem Autorenduo ein äußerst spannender Krimi mit charaktervollen Figuren gelungen. Egal ob die ermittelnden Kommissare, der Staatsanwalt oder Piet Hoffmann selbst, alle sind sehr detailliert beschrieben. Die Autoren lassen sich nicht auf eine vereinfachte Gut-gegen-Böse-Geschichte ein, sondern schreiben sehr differenziert. Die Welt lässt sich nicht einteilen in schwarz und weiß und das Buch dieses Buch so spannend.
    Anders Roslund und Börge Hellström haben einen spannenden und stellenweise etwas kantigen Krimi geschrieben, der bis zur letzten Seite überraschend bleibt und den Leser so mitnimmt. Jetzt bleibt man gespannt zurück, wie es mit Piet Hoffman weitergeht im nächsten Band, der ihm immerhin „3 Minuten“ zugesteht. 
  21. Cover des Buches Das Curaçao-Komplott - Hinter Gittern im Paradies - Autobiografischer Roman (ISBN: 9783957535030)
    Frank Pulina

    Das Curaçao-Komplott - Hinter Gittern im Paradies - Autobiografischer Roman

    (16)
    Aktuelle Rezension von: Nicoles-Leseecke
    Danke an den Autor für das bereitgestellte Rezensionsexemplar

    Mit dem Hintergrundwissen dass es sich hier um die eigene Geschichte des Autors handelt, stieg ich voller Neugier in das Buch ein. Ich wurde nicht enttäuscht der Schreibstil ist flüssig und so interessant gestaltet, dass ich das Buch kaum zur Seite legen konnte und so viel zu schnell am Ende angelangt war. Am Ende ließ es mich fassungslos und erschüttert zurück. Erschüttert darüber, wie schnell Gesetze dazu führen, das man unschuldig verdächtigt und verhaftet wird.

    Fazit
    Der Autor hat sich hier viel Mühe gegeben einen Teil seiner Lebensgeschichte fesselnd zu verfassen. 
  22. Cover des Buches Das Loft (ISBN: 9783492319805)
    Linus Geschke

    Das Loft

    (329)
    Aktuelle Rezension von: Engelchen07

    Henning Jänisch lebt in einer WG und wird in der gemeinsamen Wohnung ermordet. Ausgerechnet seine beiden Mitbewohner, das Liebespaar Sarah Hauptmann und Marc Lammert stehen hier schnell unter Verdacht Henning ermordet zu haben.  Die Wohnung sieht aus wie ein Schlachtfeld, doch von der Leiche fehlt jede Spur. Beide Verdächtigen werden verhaftet und von der neuen Kirminalkommissarin Bianca Rakow getrennt vernommen. 

    Der Aufbau des Buches hat mir gut gefallen. Es wird einmal die Sicht von Sarah und einmal die Sicht von Marc beschrieben. Ab und zu kommt dann noch eine allgemeine Sicht auf die Dinge vor. 

    Der Schreibstil ist gut und flüssig, ich habe mich gut unterhalten gefühlt. An manchen Stellen war mir das Buch allerdings ein bisschen zu langatmig. 

    Dennoch ein lesenswerter und guter Thriller.

  23. Cover des Buches Die Lieferantin (ISBN: 9783518469644)
    Zoë Beck

    Die Lieferantin

    (105)
    Aktuelle Rezension von: Aenna612

    Die Bewertung bezieht sich auf das Hörbuch.

    Nachdem ich "Paradise City" von Zoë Beck bereits super spannend fand, hat mich auch "Die Lieferantin" nicht enttäuscht. Die Sprecherin liest in sehr angenehmem, ruhigem Ton.

    Das Thema fand ich ebenfalls sehr mitreißend und aktuell. Es fiel mir leicht, mir vorzustellen, dass es im Londoner bzw. Edinburgher Untergrund tatsächlich so zugeht.

    Lediglich die verschiedenen Charaktere blieben für mich ein wenig zu blass, und gerade bei den Frauen hat das dazu geführt, dass ich sie bis etwa zur Hälfte nicht gut auseinander halten konnte.

  24. Cover des Buches Schneeblind (ISBN: 9783548283081)
    Gunther Lennert

    Schneeblind

    (5)
    Aktuelle Rezension von: abuelita
    „Schneeblind“ - der 1. Krimi um und mit Florian Stocker und das noch ein Allgäu Thriller, 2011 erschienen – das kann sie noch gar nicht haben! Und so bekam ich dieses Buch vor kurzem geschenkt –schade und auch ärgerlich! Denn schliesslich heisst das Original mit dem exakt gleichen Inhalt „Schnee im August“ und ist bereits 2009 erschienen….. ganz versteckt im Impressum steht das dann doch noch, aber wer liest da schon so exakt nach! Zum Inhalt: Von Augsburg über das Allgäu bis nach Malta zieht sich eine blutige Spur des Verbrechens. Dessen Hintergründe sind aber ebenso rätselhaft, wie die plötzliche Fähigkeit des Augsburger Kommissars Florian Stocker, mit seiner Katze sprechen zu können. Nachvollziehbar, das nicht nur er selbst an seinem Verstand zu zweifeln beginnt…. Mich hat der Krimi wirklich amüsiert, was vor allem natürlich an der Katze liegt – Katzen sind nun mal in vielem „besser“ als wir Menschen und so waren die Handlung von Kassandra durchaus nachvollziehbar. Weniger logisch erschien dann allerdings, dass von Stund an der Herr Kommissar fast NUR noch –egal wohin er musste – mit seiner Katze unterwegs war und niemand Anstoss daran nahm… Die Handlung an sich – international angelegte Verbrechen – war zwar durchaus spannend, wenn wir uns auch hier – so empfinde ich das – manchmal im Bereich des „mach ich einfach möglich“ des Autors befanden….so viel wie der Kommissar illegal ermittelt….

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