Bücher mit dem Tag "drogenhandel"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "drogenhandel" gekennzeichnet haben.

197 Bücher

  1. Cover des Buches Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand (ISBN: 9783570585016)
    Jonas Jonasson

    Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand

     (5.821)
    Aktuelle Rezension von: anne_grt

    "Der Hunderjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand" von Jonas Jonasson trägt leider einen so faden Titel, dass ich mich quasi überwinden musste, das Buch endlich zu lesen. 

    Zunächst fühlte ich mich in dem bestätigt, was ich erwartet hatte: Eine langwierig und unnötig detailreich beschriebene Story über einen Alten, der ... naja, aus dem Fenster steigt und verschwindet. 

    Sobald ich jedoch über die ersten 30 Seiten hinweg gekommen bin, hat die Geschichte Fahrt aufgenommen. Mittlerweile habe ich mich mit dem alles sehr präzise beschreibenden Schreibstil angefreundet ebenso wie damit, dass der Protagonist Allan Karlsson alle zwei Sätze 'Der Hundertjährige' oder 'Das Geburtstagskind' genannt wird. 

    Wer Allan ist und wen er alles auf seiner Flucht auf dem Altersheim trifft - auch da bleibt der Einfallsreichtum bei der Benennung der Hauptfiguren eher begrenzt und klischeehaft (Karlsson, Aronsson, Jonsson ...), was aber nach einer gewissen Zeit auch nicht mehr stört - entpuppt sich als eine äußerst amüsante und äußerst spannende Geschichte. 

    Auch die eingestreuten, teils ganze Kapitel hintereinander füllenden Rückblenden aus Allans Leben sind passend und lassen den Hundertjährigen zu einer sehr interessanten Figur werden: Seine chronologisch erzählte Lebensgeschichte ist eine Art Stationengang über den Erdball. 

    Man könnte Allan als stumpfsinnig, desinteressiert, unbeeindruckt - ja sogar als dümmlich bezeichnen. Jedoch erkennt man mit der Zeit, dass er ein Mann ist, der immer absolut und bedingungslos in der Gegenwart lebt, sich weder Sorgen oder Gedanken um die Zukunft noch um die Vergangenheit macht und dessen Prioritäten auf Höflichkeit und Spaß liegen. 

    Denn was er mag, tut er gerne: Sprengen. Erst, als er beauftragt wird auch Menschen 'wegzusprengen', reflektiert er die Moral in seinem Tun, aber auch das ist ihm dann nicht überaus wichtig. 

    Was er noch mag, ist Schnaps. Wo er Schnaps bekommt und wo er höflich behandelt wird, ist er seinem Gegenüber gut gesinnt. 

    Politik, so lernte er durch seinen verrückt gewordenen Vater, der übermäßig politisch engagiert war, bringt die Menschen gegeneinander auf. Allan interessiert sich nicht für Politik - das ganze ereignisreiche 20. Jahrhundert nicht. Er ist schnell gelangweilt von Parolen der Kommunisten oder Kapitalisten und versteht nicht, wo der ganze Hass auf der Welt herkommt. 

    Das macht ihn aber nicht zu einem komplett gleichgültigen Menschen. Nur die Politik - dargestellt wie ein großer globaler Sandkasten, in dem sich Kleinkinder wie z.B. Lenin, Hitler, Stalin, Truman und Mao mit Sand bewerfen - klammert er in seinem Leben aus. 

    Er widmet sein Leben dem Sprengen. Diese Leidenschaft katapultiert ihn ganz wie von selbst und ungewollt nach Spanien, in die USA, nach Russland, nach China, nach Südkorea, nach Sibirien, nach Paris und schlussendlich als alter Mann wieder nach Schweden. 

    Seine Lebensgeschichte ist beeindruckend und je trockener der Protagonist davon erzählt, desto beeindruckender wird sie. Er traf Truman, Stalin sowie Mao, lernt über fünf Sprachen, überquert den Himalaya zu Fuß und erfindet ganz nebenbei auch noch die Atombombe.

    Klingt unrealistisch? Unlogisch?

    Dieses Buch mit seinen knapp 400 Seiten schafft es, den Leser dazu zu bringen, dem politisch neutral und gleichgültig eingestelltem Protagonisten alles abzukaufen und dann einfach nur zu staunen. Es zeigt aus einem ganz neuen Blickwinkel auf, wie einfach die Weltpolitik (heute wie damals) funktioniert und was in ihr falsch läuft. Allan ist nicht beschränkt: Er ist immer ehrlich, immer unbesorgt und immer besonnen. Somit unterscheidet er sich von 90 Prozent aller Menschen.

    Ein Charakter, der im Nachhinein wahnsinnig schwer zu erfassen und zu beschreiben ist. Noch lange nach der Lektüre hat mich der Stil und der Protagonist mit seiner gleichgültig-klarsichtigen Art zum Nachdenken gebracht. 

    Schließen möchte ich mit dem Beweis dafür, dass Allan Karlsson kein emotions- und gefühlsloser Mensch ist. Der Tod seines Katers Molotow lässt ihn am Ende des Buches wütend werden, geradezu ausrasten. Denn ihn hatte er über Jahre wirklich geliebt. Molotow nimmt nur eine kurze, zweiseitige Episode im Buch ein, jedoch ist umso schwerwiegender und bedeutsamer seine Funktion und seine Wirkung auf Allan. 

    Dieses Buch hat etwas ganz Eigentümliches und Besonderes, das die politischen Ereignisse (die zwei Weltkriege und den Kalten Krieg) aus der Perspektive eines ganz gleichgültigen und zudem durchaus wertvollen Schweden beleuchtet. 

    Ich bin froh, dass ich mich schließlich doch zu der Lektüre aufraffen konnte! Der Film (auf Netflix) ist leider überhaupt nicht zu empfehlen und hat mich sehr enttäuscht. Die Charaktere sowie die Handlung sind aber auch einfach nicht für einen 90-minütigen Film gemacht, weshalb ich eine Verfilmung so oder so nicht für sinnvoll halte.



  2. Cover des Buches Bockmist (ISBN: 9783453433243)
    Hugh Laurie

    Bockmist

     (247)
    Aktuelle Rezension von: Bibliomania

    Hugh Laurie hat ein Buch geschrieben? Davon war ich zunächst überrascht und äußerst skeptisch. Was macht der Mann denn noch alles? Schauspielern, Musik machen und nun versucht er sich auch noch als Autor? Das Ergebnis war unerwartet positiv.

    Thomas Lang, Waffen- und Nahkampfspezialist, hat es im Leben nicht leicht. Ständig muss er Jobs suchen und hat auch bei Frauen nicht unbedingt den richtigen Riecher. Und dann taucht Sarah Woolf auf. Wieder eine Frau, die für ihn nur Ärger bedeutet, denn plötzlich sieht er sich gefangen in einer internationalen Affäre um Drogen- und Waffenhandel. Dass er auch noch als Kopfgeldjäger engagiert werden soll, schmeckt ihm gar nicht. Doch aus dieser Sache kommt er nicht so leicht heraus. Im Gegenteil, es tauchen immer wieder neue Probleme und Menschen auf, die ihn für ihre Zwecke missbrauchen wollen.

    Das Buch „Bockmist“ ist viel witziger und humorvoller als erwartet. Es wurde vielfach kritisiert und als eher lahm dargestellt. Doch die witzigen Dialoge und Gedanken des Protagonisten lassen den Leser grinsen und teilweise auch lachen. Der Sprachstil ist flüssig und die Lektüre nicht schwerfällig. Von Anspruch kann vielleicht nicht gerade gesprochen werden, aber es unterhält und ist humorvoll. Als ein wenig störend empfand ich die permanente Witzelei des Protagonisten. Anscheinend konnte er in keiner Situation, selbst in einer, in der Ernsthaftigkeit geboten wäre, ernst sein.

    Da ich selbst auch Dr. House sehr gerne verfolgt habe, wollte ich das Buch unbedingt lesen. Es gehört vielleicht nicht zu den besten Büchern, die ich je gelesen habe, hat sich aber als nette Urlaubslektüre herausgestellt.

  3. Cover des Buches Unter Haien (ISBN: 9783548284798)
    Nele Neuhaus

    Unter Haien

     (333)
    Aktuelle Rezension von: Anita_Naumann

    Eine Freundin von mir hat mal von der Autorin geschwärmt, deshalb habe ich zu dem Buch gegriffen. Vielleicht muss ich von der Autorin auch einfach nochmal was anderes lesen, denn dieses Werk, das wohl ihr Debüt war, hat mich nicht sonderlich überzeugt.
    Um was geht es?
    Alex Sontheim ist eine gefragte Investmentbankerin und lernt durch ihren Job den schwerreichen Sergio Vitali kennen mit dem sie eine Affäre beginnt. Die Warnungen ihn betreffend ignoriert sie gekonnt, bis sie selbst feststellen muss, dass er vielleicht doch in dunkle Machenschaften verstrickt ist.
    So weit, so gut.
    Warum hatte ich Probleme mit dem Buch?
    Fangen wir mal mit der Protagonistin an: sie war mir nicht wirklich sympathisch und ich konnte einfach kein Verständnis und noch viel weniger Mitgefühl für sie aufbringen. Sie wird als so hochintelligent und clever beschrieben und lässt sich mit einem verheirateten Mann ein, der ihr Vater sein könnte und dem Mafia-Verbindungen nachgesagt werden? Das zeugt natürlich von überragendem Intellekt.
    Übrigens liebt sie ihn auch nicht wirklich, sondern findet es nur toll, dass er sie (nachdem sie beruflich schon ziemlich oben angekommen ist) in der feinen Gesellschaft New Yorks einführt. Und wie gut, dass sie ihm nach über einem halben Jahr Beziehung, nie gesagt hat, dass sie italienisch spricht. Sonst hätte das wirklich Ärger gegeben, als sie zufällig ein Gespräch mit seinen Mafia-Kumpanen belauscht.
    Ansonsten war die Geschichte gar nicht mal so unspannend. Ich hatte nur einfach kein Mitleid mit ihr, als sie dann doch irgendwann feststellt, in welche Scheiße sie sich geritten hat. Deshalb gibt es von mir 3 ⭐.

  4. Cover des Buches Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (ISBN: 9783551359414)
    Christiane F.

    Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

     (2.214)
    Aktuelle Rezension von: sarahchristinex

    Ich war begeistert von diesem Buch. Ich bin erstaunt wie sie alles wieder geben konnte, was ihr passiert ist. Das Buch baut sich auch gut auf, obwohl sie natürlich einfach nur aus ihrem Leben erzählt.

    Aber man muss sich natürlich auch für das Thema interessieren. 

  5. Cover des Buches Gomorrha (ISBN: 9783446209497)
    Friederike Hausmann

    Gomorrha

     (81)
    Aktuelle Rezension von: lesemaus
    Camorra, auch die italienische Mafia, aus Neapel. Der Journalist, Roberto Saviano, recherchiert und schleust sich bei der Camorra ein, um mehr über sie zu erfahren. So arbeitet er in der Textilfabrik, die Kleidung für Stars herstellt. Denn bald erkennt er sein Kleid im Fernseher, welches eine berühmte Frau trägt. Weiter geht seine Reise in ein Zementwerk, welches Geschäftsbeziehungen in ganz Europa, wie Deutschland, hat.
    Roberto Saviano erzählt seine Geschichte, was ihm wiederfahren ist und beschreibt auch seine Heimatstadt: Neapel. Neapel versinkt immer mehr im Dreck, Unrat und Gewalt. Roberto bringt sich mit seinen Nachforschungen oft in Gefahr, kann sich daraus, für den Leser zum Glück, immer glimmrig retten.
    Die ersten Seiten des Buches haben mich geschockt und ließ ein Bild von Italien auferstehen, was ich noch nie so gesehen habe. Wobei ich schon vorher wusste, dass die Mafia eine riesige Macht in Italien ist.
    Roberto Saviano bracht sich mit der Veröffentlichung des Buches in großer Gefahr, denn er verriet viele Namen von hohen Tieren. Er setzte sich eines Mordes aus und hat es trotz der vielen Versuche bis heute überlebt.
    Eine Zeit später kam der Film zu dem Buch raus. Den Film habe ich mir angeschaut und war an einigen Stellen unschlüssig, da ich es aus dem Buch anders kannte.
    Ich wünsche den Autor, Roberto Saviano, ganz viele glückliche Jahre und weiterhin eine tolle Spürnase für Kriminalität.
  6. Cover des Buches Nachricht von dir (ISBN: 9783492302944)
    Guillaume Musso

    Nachricht von dir

     (727)
    Aktuelle Rezension von: Forila

    Madeline Green ist Polizistin und eine Spitzenermittlerin bei der Suche nach verschwundenen Menschen. Doch dieses Leben hat sie lange hinter sich gelassen, jetzt lebt sie als Floristin in Paris und steht kurz vor ihrer Hochzeit. Als sie am Flughafen ihr Handy mit dem ehemaligen Starkoch Jonathan vertauscht wird jedoch ihr Instinkt wiedererweckt und sie taucht nicht nur in das Leben von Jonathan ein, sondern wird unweigerlich in ihr altes Leben zurückgerissenen, welches sie eigentlich hinter sich lassen wollte. Denn nicht nur Jonathan hat Geheimnisse, sondern auch Madeline trägt eine schwere Last mit sich. Diese Geschichte beginnt harmlos, endet aber mit dem Kampf um ein Menschenleben - das Leben der verschwundenen Alice. 

    Musso hat mich mit "Nachricht von dir" in seinen Bann gezogen. Der Mix aus Schicksalsroman, Lovestory und Krimi ist genial. Die ersten 50 Seiten muss man zwar erst einmal reinkommen, aber das Durchhalten hat sich gelohnt. Der Roman wird spannend bis zur letzten Seite und ist sehr gut geschrieben. 

    Definitiv werde ich künftig mehr von dem Autor lesen. 

    Klare Empfehlung. 

  7. Cover des Buches Tage der Toten (ISBN: 9783518463406)
    Don Winslow

    Tage der Toten

     (277)
    Aktuelle Rezension von: Igno

    Nachdem er im Vietnamkrieg gedient hat, wechselt Art Keller in die Drogenfahndung. Augenscheinlich haben die USA ein Problem, denn von Mexiko aus überschwemmen mächtige Kartelle das Land mit immer neuen Drogen. Keller ist engagiert, gerät immer tiefer in das Milieu – doch je tiefer er eintaucht, desto erschreckender werden die Verstrickungen, auf die er stößt. Seine Hartnäckigkeit bringt ihn bald in Lebensgefahr, doch Aufgeben ist für ihn keine Option.

    Tage der Toten ist der erste Band in Don Winslows Trilogie um Art Keller. Das Buch umfasst 689 Seiten und erschien 2010 bei Suhrkamp. Die aktuelle Auflage stammt aus dem Jahr 2012.

    Um das gleich mal vorweg zu nehmen: Tage der Toten ist ein epochales Werk. Winslow hat sechs Jahre für das Buch recherchiert und das ist auch nicht zu übersehen. Herausgekommen ist ein spannungsgeladener Querschnitt durch die Geschichte des Drogenkrieges auf den amerikanischen Kontinenten. Im Mittelpunkt stehen die Südgrenze der USA und Mexiko, später kommt Kolumbien dazu, weitere Länder werden gestreift.

    Winslow beschränkt sich auch nicht auf eine Hauptfigur, auch wenn Art Keller zweifellos der Protagonist ist. Neben ihm erzählt er vor allem die Geschichte der Barreras, die das mächtigste Drogenkartell Mexikos führen und Triebfeder bei der Professionalisierung der Kartelle im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts sind. Weitere Figuren aus dem Kreis der italienischen und irischen Mafia in den USA, der Edelprostitution, der katholischen Kirche in Mexiko und mehr oder weniger offene Geheimdienstler beider Staaten spielen ausführliche Rollen. Die Tiefe der einzelnen Charaktere geht so weit, dass es mir fast schwer fällt, von einzelnen Handlungssträngen zu reden.

    Die Tiefe, die Winslow seinen Figuren zukommen lässt, steht in nichts der Tiefe der Geschichte nach. Er zeigt detailliert aus unterschiedlicher Sicht auf, wie sich der Drogenkrieg seit dem Ende des Vietnamkriegs entwickelt hat, warum was geschah und wie vielfältig die Profiteure sind. Die Rolle von Regierungen und Behörden beschreibt er dabei schonungslos. Winslow ist entschiedener Gegner der kriminalisierenden Drogenpolitik, das ist auch in Tage der Toten unübersehbar. Er vertritt die Meinung, dass ein Großteil der Kapitalverbrechen unmittelbar oder im weitesten Sinne mit der Drogenkriminalität zusammen hängt, weil im Drogenmarkt exorbitant viel Geld steckt. Würde dem Markt die Illegalität genommen, würden seine Auseinandersetzungen im Rahmen des Rechtssystems geführt.

    Haben Sie mal zwei konkurrierende Bierhersteller erlebt, die ihren Disput mit Maschinenpistolen austragen? Ich nicht. Weil sie ihren Streit offen austragen oder vor Gericht ziehen können.

    Dabei beschränkt sich Tage der Toten keineswegs rein auf die Drogenaspekte. Winslow erläutert beispielsweise die Zusammenhänge mit dem illegalen Waffenhandel oder dem US-amerikanischen ›Kampf gegen den Kommunismus‹ in Mittel- und Südamerika. Auch Parallelen zu vielen weiteren globalpolitischen Strategien der USA werden gezogen, beispielsweise der Interventionspolitik im Nahen Osten. Insgesamt zeichnet Winslow ein ebenso erschreckendes wie wohl in hohem Maße realistisches Bild der Politik der USA und insbesondere Mexikos und Kolumbiens. Gleichzeitig beschreibt er, wie sich im Fahrwasser dieser Politik Mafia und Kartelle weiter etablieren konnten und sich immer wieder der Lage anpassten. Durch die Tiefe der Figuren erhält man dabei fast eine Art von Verständnis für ihr Handeln, allerdings achtet Winslow darauf, dieses nicht zu glorifizieren. Er erklärt quasi ihren Lebensweg, macht durch ihre offene Brutalität aber immer wieder klar, auf welcher Seite der Medaille sie einzuordnen sind.

    Ein paar Worte will ich doch noch zu meiner Erfahrung mit dem Buch verlieren. Winslow erzählt die Geschichte in einer Weise, die mich an Sin City erinnert hat. Das gefällt mir auf jeden Fall sehr gut. Es fiel mir etwas schwer, in die Geschichte zu finden. Gerade zu Beginn ziehen sich Rückblicke im Rahmen der Charaktereinführungen wirklich sehr ausgiebig, die Jetzt-Zeit wird dadurch ständig lange unterbrochen und die aktuelle Handlung kommt quasi überhaupt nicht weiter. Das zieht sich am Anfang über wirklich sehr viele Seiten, so dass ich meine Probleme damit hatte. Da das Buch sehr dick ist und mir der Einstieg nicht so ganz gelang, fiel mir erst am Schluss auf, dass Winslow im Prolog mit dem Ende der Handlung beginnt und die Geschichte, die an diese Stelle geführt hat, dann im Rest des Buches quasi rückblickend erzählt.

    Das soll jetzt aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Tage der Toten ein wirklich großartiges Buch ist. Es ist aufwendig recherchiert, fesselnd geschrieben und durchaus lehrreich, wenn es um die Zusammenhänge im Drogenkrieg auf den amerikanischen Kontinenten geht. Und erfreulicherweise gibt es ja auch noch zwei weitere Bände.

  8. Cover des Buches Der Leuchtturmwärter (ISBN: 9783548285863)
    Camilla Läckberg

    Der Leuchtturmwärter

     (218)
    Aktuelle Rezension von: Furbaby_Mom

    Dieser Kriminalroman war leider überhaupt nichts für mich. Aufgrund des Klappentextes hatte ich mir eine gänzlich andere Geschichte erwartet:

    "Schriftstellerin Erica Falck hat mit ihren Zwillingen alle Hände voll zu tun, seit ihr Mann Patrik wieder im Polizeidienst ist. Sie findet kaum Zeit für ihre Schulfreundin Annie, die gerade in das idyllische Fischerdorf Fjällbacka zurückgekehrt ist. Annie zieht in das kleine Haus auf der Leuchtturminsel vor der Küste. Dort soll es nachts spuken, und dunkle Legenden ranken sich um den Ort. Annie scheint es nicht zu stören, vor allem als Mats, ihre erste große Liebe, zu ihr zurückkehrt. Doch dann wird Mats brutal ermordet. Patrik und Erica beginnen zu ermitteln."

     

    Bereits der Einstieg zieht sich wie Kaugummi und gestaltet sich unheimlich anstrengend zu lesen – zig Perspektiven etlicher Hauptcharaktere, Nebenfiguren und deren diverser Familienangehöriger wechseln sich innerhalb der einzelnen Kapitel ab; es herrscht ein heilloses Durcheinander, auch im Hinblick auf die verschiedenen Nebenplots. Die in der Inhaltsangabe erwähnte Freundschaft zwischen Erica und Annie hat im Grunde nie existiert, da Erica zu Schulzeiten eher eine stille Bewunderin der coolen Annie gewesen war, aber mehr auch nicht. Folglich kann von potentieller Wiedersehensfreude keine Rede sein – und wo wir gerade dabei sind, auch nicht von aktiver Mithilfe: Erica stolpert eher aus Neugier in die Ermittlungen ihres Gatten hinein.

    Bereits nach wenigen Kapiteln war mir der Hintergrund zu Annies Situation sowie zu ihrem Sohn klar, da die Wortwahl diesbezüglich einfach zu bewusst gewählt worden war; von da an wartete ich im Grunde nur noch auf die Auflösung. Was Mats angeht, erfährt man ja bereits aus der Inhaltsangabe, dass er ermordet werden wird – ein Jammer, denn er und seine Eltern waren mir mit am sympathischsten. Von der ersten großen Liebe, die Mats und Annie einmal verbunden haben soll, spürt man allerdings herzlich wenig. Dafür werden die familiären Hintergründe sämtlicher Nebenfiguren im Detail ausgebreitet; kaum ein Thema, das nicht auch noch auf Krampf untergebracht wird: eine Fehlgeburt aufgrund eines Unfalls, häusliche Gewalt und Frauenhäuser, Drogen, allerlei Familienprobleme…und obendrein Geister, die auf der Insel herumspuken und dem Krimi jeglichen Realitätsbezug rauben. Gekrönt wird das Ganze von Rückblenden in das späte 19. Jahrhundert, als die Insel (Annies Rückzugsort) von einer jungen Frau namens Emelie, die in einer unglücklichen Ehe mit dem Leuchtturmwärter Karl gefangen ist, bewohnt wird. Selten war ich so erleichtert gewesen, ein Buch endlich beenden zu können.

    Die zwei Sterne vergebe ich ausschließlich aufgrund des emotionalen Schreibstils und der guten Ausarbeitung der einzelnen Personen. Den überladenen Plot, den (fehlenden) Spannungsaufbau, die chaotische Aufeinanderfolge der Szenen sowie das bestenfalls langweilige, aber eher enttäuschende Ende nehme ich von der Bewertung aus.

  9. Cover des Buches CATCHING BEAUTY: du gehörst mir (ISBN: B07MSFBC78)
    J. S. Wonda

    CATCHING BEAUTY: du gehörst mir

     (312)
    Aktuelle Rezension von: Sandra_Marie_Wimmer

    Meine Meinung :
    Catching Beauty ist eine dark Romance reihen Auftakt der bestseller Autorin J. S. Wonda

    In der Geschichte erfahren wir wie sich Crack und Amber kennengelernt haben.
    Wer schon ein paar bücher von J. S. Wonda gelsen hat weis das sie immer mit echt gemeinen Cliffhanger enden!
    Ich hab diese reihe schon lange auf der muss ich lesen liste und ärgere mich jetzt diese geschicht nicht schon früher gelesen zu haben 😅
    Bin mega gespannt wie es weitergeht 😍
    Echte Leseeepfehlung

  10. Cover des Buches Blinde Rache (ISBN: 9783404178711)
    Leo Born

    Blinde Rache

     (141)
    Aktuelle Rezension von: Benni91

    Der erste Band der Reihe um Maria Billinksy, eine Kommissarin im Morddezernat, die zuvor in Düsseldorf arbeitete, nun aber wieder zu ihren Wurzeln nach Frankfurt zurück kehrt, ermittelt in einem Mordfall, bei dem ein großer krimineller Fischauf äußerst brutale Weise zu Tode gefoltert wurde. Dabei hat es Maria nicht leicht, aufgrund ihrer Modeart (komplett in schwarz) wird sie von Kollegen gemieden bzw. es wird über sie gespottet, sie wird als "Krähe" bezeichnet und auch ihre Vorgesetzten wollen sich nicht groß mit ihr beschäftigen..... 

    Maria Billinsky selbst hat mir als Charakter gut gefallen, man erfährt auch einiges über ihre Hintergrundgeschichte bzw.. den Grund, warum sie sich dermaßen unkonventionell kleidet, obwohl sie Polizistin ist. Ich hoffe, dass dies in den Folgebänden weitergeführt wird, auch, was das tragische Schicksal betrifft, das sie in ihrer Kindheit erleben musste...... Sie ist eine starke weibliche Persönlichkeit, zieht ihre Sache voll durch, eckt dabei aber auch mit Autoritäten und Verwandten an....

    Zu denen zählen u.a. ihr Vorgesetzter Klimmt, mit dem sie es alles andere als leicht hat und der ihr sehr wenig wohlgesonnen ist. Weitere wichtige Personen sind u.a. Carlos Borke, ein Spitzel und Informant, der mir gut gefallen hat, genauso, wie Jan Rosen, der Kollege, mit dem sie am engsten zusammenarbeitet. Auch Marias Vater hat eine gewisse Funktion. 

    Schon wenig später gibt es den nächsten Toten, diesmal erwischt das das Mitglied einer Rockerbande...... Schnell scheint Maria eine Verbindung zwischen den beiden Gruppen um den Großkriminellen und die Rockerbande festzustellen, doch das ist nur die halbe Wahrheit, denn weitere Opfer lassen nicht lange auf sich warten.....

    Der Schreibstil von Leo Born ist sehr flüssig und die Spannung zu großen Teilen sehr hoch. Nur zu Beginn ging mir die Ermittlungsarbeit ein wenig zu schleppend voran.... Die Gräueltaten sind nichts für Zartbesaitete, denn die Morde sind teilweise schon sehr brutal und auch blutig beschrieben.....

    Die Enthüllung des Täters ist meiner Meinung nach durchaus überraschend, aber auch logisch und das Motiv sehr nachvollziehbar! Ich bin gespannt, wie es Maria Billinsky weitergeht, find den Thriller mehr als "solide", auch wenn das I-Tüpfelchen für mich gefehlt hat und freue mich auf weitere Bände dieser Reihe! 

  11. Cover des Buches Der Pate (ISBN: 9783499247651)
    Mario Puzo

    Der Pate

     (417)
    Aktuelle Rezension von: mas_buch

    Bis auf die Tatsache das der Klappentext nicht wirklich zum Buch passt, ist das ein sehr gut geschriebener Roman. Obwohl der Roman in den 60er Jahren geschrieben ist, finde ich das es ein sehr modern ist. Die Figuren sind alle gut ausgearbeitet. Ich finde der Autor hat es geschafft, obwohl er im Voraus erzählt was passiert, eine sehr gute Spannung aufzubauen. Immer wieder kommen Wendepunkte, die die Geschichte weiterhin interessant machen.
    Im großen und ganzen finde ich ein toller Klassiker 

  12. Cover des Buches Das Kartell (ISBN: 9783426304297)
    Don Winslow

    Das Kartell

     (130)
    Aktuelle Rezension von: Igno

    Nachdem er Adán Barrera, den mächtigsten Kartellboss Mexikos, in einem US-amerikanischen Hochsicherheitsgefängnis untergebracht hat, zieht sich Art Keller aus dem Drogenkrieg zurück. Sein Exil hat er in einem Kloster gefunden, in dem er Bienen züchtet. Doch der Drogenkrieg geht weiter. Adáns Einfluss reicht so weit, dass er einen Deal für sich abschließen kann, der ihn von den USA in mexikanische »Haft« bringt. Wenig später gelingt ihm die »Flucht« und Arts Ruhestand endet abrupt, als sein alter Chef Tim Taylor ihn um Hilfe bittet. Sein Wissen über die Kartelle und die Barreras speziell ist zu unentbehrlich, um in der Bienenzucht zu vergehen.

    Don Winslows zweiter Teil der Trilogie um den Drogenkrieg um die und jenseits der Südgrenze der USA erschien 2015 bei Droemer. Das Kartell umfasst 832 Seiten und schließt chronologisch an Tage der Toten an.

    Das Buch dreht sich um den US-amerikanischen Drogenkrieg, hauptsächlich in Mexiko. Es gibt Exkurse nach Guatemala und zur ‘Ngrangheta in Europa, außerdem zu den Verwicklungen zum islamistischen Terrorismus. Der weitaus größte Teil der Geschichte spielt aber in Mexiko. Das Buch ist, wie schon Tage der Toten, intensiv recherchiert und orientiert sich im Rahmen an der historischen Realität, die Geschichte selbst allerdings ist Fiktion. Behandelt wird der Zeitraum der Nullerjahre und ein Stück darüber hinaus.

    Wieder zurück im Geschehen muss Art Keller feststellen, dass sich die Kartelle in Mexiko zunehmend brutalisieren. Waren zivile Opfer früher eher die notwendige Ausnahme, nutzt eine zunehmende Zahl von Kartellen sie mehr und mehr als normale Strategie im Krieg. Mexiko wird zum Schlachtfeld – Betonung auf der ersten Silbe -, Städte werden entvölkert, die Kartelle bauen sich paramilitärische Armeen auf und die staatlichen Behörden sind entweder Nutznießer der Kartelle, sehr schnell ausgelöscht oder stehen den Kartellen in Brutalität und Willkür in nichts nach. Im wahrsten Sinne des Wortes zerrieben wird dazwischen die Bevölkerung.

    Auch das Geschäftsfeld der Kartelle beginnt einen Wandel. Ging es früher noch hauptsächlich um Drogenproduktion und -transport, sowie Geldwäsche, etwas Schutzgelderpressung und Straßenkriminalität im Allgemeinen, so wandelt sich dies hin zu den großen internationalen Feldern. Öl wird interessant, ebenso globaler Waffenhandel. Die Kartelle haben astronomische Vermögen aus ihrem Kerngeschäft gezogen, dieses Geld muss irgendwo arbeiten. Gerade das Öl verschärft die Kämpfe um ölreiche Regionen in Mexiko. Winslow nimmt, um die Folgen des Drogenkrieges für die Bevölkerung schonungslos zu verdeutlichen, Ciudad Juárez zu einem seiner zentralen Handlungsorte. Die Stadt litt tatsächlich schwer unter dem Krieg zwischen Kartellen und Behörden und die Handlung ist in all ihrer Brutalität stark an die historischen Ereignisse angelehnt.

    Auch in Das Kartell schwebt zwischen den Zeilen immer Winslows Kritik an der kriminalisierenden Drogenpolitik. Und wie schon im ersten Band zeigt er wieder schonungslos auf, wie alle Kriegsparteien letztendlich von dieser Politik profitieren – auf Kosten der Bevölkerung. Gegen Ende spricht er seine Kritik auch nochmal explizit aus. Eine hervorgehobene Rolle bekommen Journalisten, die nun gezielt Opfer werden, und die Frauenmorde von Ciudad Juárez.

    Anknüpfend an den ersten Teil ist auch Das Kartell zwar ein sehr dickes Buch, wird aber nicht langweilig. Winslow schreibt flüssig, erinnert stilistisch wieder ein wenig an Sin City. Seine Figuren stellt er ausführlich dar, so werden auch die Beweggründe der größten Unsympathen zwar nicht akzeptabel, aber verständlich. Auch die Zivilbevölkerung bekommt durch eigene Figuren und Handlungsstränge viel Raum, um ihr Leid zu vermitteln. Gerade das Dilemma der Journalisten, die ab einem gewissen Punkt entweder gar nicht mehr oder mit der Stimme der jeweiligen Besatzer berichten können, nimmt eine zentrale Rolle ein. Winslow zeigt, wie sich in den Nullerjahren daraus das Aufkommen der Bloggerszene als Parallelfeld des klassischen Journalismus’ entwickelt.

    Das Kartell ist epochal, wie sein Vorgänger Tage der Toten. Der behandelte Zeitraum ist zwar deutlich kürzer, die Handlung dadurch aber nicht weniger mächtig. Das Buch ist lang, erschlägt die Lesenden aber nicht. Und es gibt tiefe Einblicke in ein Stück Geschichte der amerikanischen Kontinente, die wir hier nur am Rande erlebt haben. Absolut lesenswert.

  13. Cover des Buches Hart auf Hart (ISBN: 9783423145152)
    T. C. Boyle

    Hart auf Hart

     (107)
    Aktuelle Rezension von: Schlehenfee
    „Hart auf hart“ schildert das Leben dreier Menschen in Nordkalifornien: Sara, Hufschmiedin und Verschwörungstheoretikerin, Sten Stensen, pensionierter Highschool-Direktor und Ex-Marine sowie Adam, Stens Sohn, dessen Idol ein Waldläufer aus der Pionierzeit Amerikas ist.

    Ich hatte bei „Hart auf hart“, meinem ersten Roman von T.C. Boyle, erwartet, einen Einblick in Amerikas Paranoiker- und Verschwörungstheoretiker-Szene zu erhalten, der mit einem Anschlag o.ä. endet. Das war leider nicht der Fall. Über den Charakter Adam, der psychisch schwer krank ist, nähert man sich dem Thema nur periphär. Sara ist schon eher das, was man hierzulande als „Reichsbürger“ bezeichnet. Sie erkennt die USA, ihre Gesetze und Regeln, nicht an.

    Wenn es schon nicht die Fanatiker sind, was will mir Boyle mit seinem Roman sagen, fragte ich mich. Vor allem die Anfangsszenen, mit Stens Reise nach Costa Rica, wo er einen Gangster tötet und dafür als Held gefeiert wird, sorgte bei mir für Rätselraten. Möchte der Autor die Gewaltverherrlichung in den USA anprangern oder ihre Überheblichkeit und die Angst vor ausländischen „Invasoren“?
    Das alles blieb unklar.
    Man erhält zwar einen stilistisch hervorragenden Einblick in das Leben der Familie Stensen und die völlig verkorkste Vater-Sohn-Beziehung, aber das alles ist nichts Neues.

    Sara war zwar ein interessanter Charakter für mich, letztlich ließ sie sich aber nur total von Adam ausnutzen und missbrauchen und merkte es nicht einmal. Schade.

    In Adams Kopf zu sein, war einfach nur anstrengend zu lesen. Er hält sich mal für den Waldläufer Colter, dann wiederum schiebt er alles auf „Aliens“. Alle Menschen sind „Aliens“ usw. Adam ist einfach nur ein hochgradig gestörter junger Mann, dem niemand helfen kann, weil er volljährig ist und keine Hilfe will. Seine Eltern sind sich zudem uneins, was den Umgang mit ihm angeht. So endet alles tragisch.

    Manche Dinge werden nur angerissen, wie die Drogenbanden, die geheime Plantagen im Wald errichten.

    Fazit: Ich hatte eine etwas andere, politisch brisante und dramatischere Thematik in „Hart auf hart“ erwartet und wurde enttäuscht. Der Roman ist für mich letztlich nicht überragend. Welche Thematik außer einer Vater-Sohn-Beziehung T.C. Boyle im Sinn hatte, ist mir überhaupt nicht klar geworden. Vom Schreibstil her hat mir der Roman dagegen sehr gut gefallen.
  14. Cover des Buches All about the money (ISBN: 9783959626019)
    Felix A. Münter

    All about the money

     (20)
    Aktuelle Rezension von: KunterbunteBücherwelt
    Lucas Townsend, hat sich mit seiner Familie, frau und zwei Kinder, ein schönes Leben aufgebaut, zumindest nach außen hin. Als eines Tages seine Frau von den Problemen erfährt, verlässt sie ihn.
    Lucas ist daraufhin so verzweifelt, dass er sich das Leben nehmen will, doch es kommt anders als geplant. Am Strand wo er wieder zu sich kommt, liegt im Wasser ein Boot verlassen da. Lucas wird neugierig und schaut nach. Als er Einschusslöcher findet, will er erst recht nachschauen was da los ist. Er findet Koffer voller Geld, da er mehr wie nur finanzielle Probleme hat, nimmt er es mit.
    Doch die Besitzer wollen es wieder und auch die Polizei ist hinter dem Geld her.

    Ein spannender Thriller, der alles hat was man braucht, Gangster, Drogenbarone, Verfolgungsjagden und viel Action. Es fällt durch den flüssigen Stil des Autors leicht der Handlung zu folgen. In die Protagonisten kann man sich sehr gut hinein versetzen. Die Handlungsorte sind sehr detailgetreu beschrieben, das man sich diese beim Lesen gut vorstellen kann.

    Mich hat das Buch von der ersten Seite an gefesselt, dadurch fiel es mir schwer es wieder aus der Hand zu legen, wie meist bei den Büchern von Felix A. Münter bin ich absolut fasziniert von der Geschichte.
    Ein echter Münter eben.
    Sehr zu empfehlen.
  15. Cover des Buches Sieben Jahre später (ISBN: 9783492305198)
    Guillaume Musso

    Sieben Jahre später

     (206)
    Aktuelle Rezension von: Erdbaerchen

    An dieses Buch werde ich mich in ein paar Tagen wohl kaum mehr erinnern. Es handelt um Sebastian und Nikki. Beide sind geschieden und haben zwei Kinder. Als plötzlich ihr Sohn verschwindet nehmen sie sich zusammen und beginnen zu zweit nach ihm zu suchen.

    Ich hatte mir von dem Buch wirklich sehr viel erwartet. Immerhin war es ein Nr. 1 Beststeller aus Frankreich. Naja vielleicht haben die Franzosen aber auch einfach kein Niveau was gute Bücher betrifft. Der Anfang war ja noch ganz in Ordnung. Allerdings ließ die Spannung schon bald nach und eine abstruse Handlung jagte die nächste. Hier ist weder eine Liebesgeschichte noch ein Thriller im Spiel. Die Charaktere sind unsympathisch und mutieren in kürzester Zeit zu Superhelden. Von Realität fehlt hier jede Spur. 

    Immerhin lässt es sich in einem Tag durchlesen. Wenn man die Nerven dazu hat. Das Ende war dann auch - ZACK! BUM! - einfach da, ohne sich die Mühe zu machen, offen stehende Fragen zu beantworten. Dafür fand es der Autor wichtiger einen Epilog zu schreiben, was zwei Jahre später passiert. Der genauso uninteressant ist wie die gesamte Story.

    Fazit: Keine Leseempfehlung! 

  16. Cover des Buches Ein kalter Strom (ISBN: 9783426502495)
    Val McDermid

    Ein kalter Strom

     (131)
    Aktuelle Rezension von: Siko71

    Klappentext:

    Ein Psychopath, der als Kind von seinem Großvater schwer misshandelt und gedemütigt wurde, quält aus Rache seine Opfer und ertränkt sie anschließend. Der Profi ler Tony Hill soll den Wahnsinnigen aufspüren und gerät ins Visier des Serienkillers …

    Ich habe mich durch quer lesen bis zur Seite 425 und bin bis dahin nicht richtig in die Storry reingekommen. Wenn es mal spannend war ist das durch einige unpassende langatmige Szenen wieder weg gemacht worden und ich war wieder aus der Geschichte raus. Ich kann daher leider nur 3 Sterne geben. der Ansatz war da, aber nicht stark genug.

  17. Cover des Buches Freakonomics (ISBN: 9783442154517)
    Steven D. Levitt

    Freakonomics

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    „Freakonomics“ meint – naheliegenderweise – „Wirtschaft für Freaks“. Also Wirtschaftswissenschaften mit einem etwas anderen Ansatz. Die Autoren decken hier Zusammenhänge zwischen gesellschaftlichen Entwicklungen auf, an die man so nicht wirklich gedacht hätte. Ein Beispiel gefällig? In den 1990er Jahren sanken in den USA plötzlich die Kriminalitätszahlen gewaltig. Und das, obwohl man in den Jahren zuvor einen rasanten Anstieg erkennen konnte. Mehr Personal bei der Polizei, schärfere Gesetze oder bessere Ermittlungstechniken konnten alleine für diesen enormen Rückgang nicht gesorgt haben. Die Autoren finden ihre Antwort dagegen in einer ganz anderen Richtung: In einer Gerichtsentscheidung aus den 1970ern, besser bekannt als Roe vs. Wade. Durch dieses Urteil wurde der Schwangerschaftsabbruch in den USA grundsätzlich legal, wodurch in den folgenden Jahren viele Kinder nicht auf die Welt kamen, die ansonsten aufgrund schwieriger Verhältnisse* kriminell geworden wären. Dies klingt erstmal eher unkonventionell, und in diesem Buch gibt es einige Zusammenhänge, die man so sicherlich nicht erwartet hätte, aber interessant ist es allemal, die Gedankengänge und Beweisführungen der Autoren nachzuvollziehen (ob dann tatsächlich alles so ist, wie von ihnen behauptet, ist die andere Frage). Es geht beispielsweise auch um den Wert und die daraus abgeleitete Macht von Insiderinformationen in Bereichen wie dem Immobilienmarkt, die Einschätzung von Risiken oder die Wirkung, die ein Vorname auf Lebenslauf und Karriere hat. Das Buch hat seine Längen, aber wer mal auf unterhaltsamem Wege ein bisschen was über Statistiken, wirtschaftliche Zusammenhänge und interessante Fakten lernen möchte, dem kann ich es durchaus ans Herz legen. ~~ * fehlende Familienstrukturen, ein niedriger sozioökonomischer Status, geringe Bildungschancen etc.
  18. Cover des Buches Lotusblut (ISBN: 9783423215695)
    Judith Winter

    Lotusblut

     (144)
    Aktuelle Rezension von: mamenu

    Klappentext

    Die beiden jungen Kommissarinnen Emilia Capelli und Mai Zhou werden an den Tatort eines mysteriösen Doppelmordes gerufen:Im vierzehnten Stock eines Frankfurter Luxushotels liegen die Leichen des Unternehmers Peter Klatt und seiner Frau Ramona.Beide wurden durch einen gezielten Schuss in die Stirn getötet.Das etwa zehnjährige asiatische Mädchen,das sie bei sich hatten,ist zunächst unauffindbar.Noch im Hotel läuft jedoch das völlig verstörte Kind Emilia in die Arme.Die Kleine scheint unversehrt,schweigt aber beharrlich.Eine mehr als ungute Situation:Die einzige Zeugin spricht nicht,und auch sonst gestalteten sich die Ermittlungen zäh.Dann scheint endlich Bewegung in den Fall zu kommen:Onkel und Tante des Mädchens,der chinesische Geschäftsmann Sun Chang und seine Frau Wu Yuen,melden sich bei der Polizei.Doch noch während Em und Zhou die beiden befragen,verschwindet Kaylin erneut.Zum zweiten Mal lässt die Abteilung für Kapitaldelikte der Zentralen Kriminaldirektion Frankfurt am Main das erfolgreiche Team um Capelli und Zhou in einem Fall von höchster Brisanz ermitteln:Sie müssen Kaylin finden,bevor es der Mörder tut.Jede Minute zählt. 


    Meine Meinung

    Ich habe bereits den ersten Teil „Siebenschön“ von Judith Winter gelesen, deshalb wollte ich natürlich auch Lotusblut lesen. Damit ich auch weiterhin erfahre, wie sich das Ermittlerduo Emilia Capelli und Mai Zhou  in ihrer Ermittlungsarbeiten schlagen und ob sie sich auch weiterentwickelt haben. Auch wenn die einzelnen Geschichten abgeschlossen sind, würde ich immer sagen, man sollte der Reihe nach lesen, damit man immer wieder gut in die Geschichte rein kommt.

    Wie auch schon bei Siebenschön, ist man hier auch gleich in der Geschichte drin. Wie erwartet ist auch hier wieder die Spannung hoch, weil man gleich wieder ab der ersten Seite im Geschehen drin ist. Auch wenn man meint, die Zusammenhänge gleich zu kennen, wird man doch in der Geschichte wieder einmal eines besseren belehrt. Denn auch wenn man meint das man den Täter kennt, kommt von der Autorin eine Wendung und ist mal wieder auf die falsche Fährte gelockt worden. Was die Spannung bei mir mal wieder hoch gehalten hat. Somit ist man immer wieder neu am Rätseln, was mir immer wieder großen Spaß macht.
    Über das Ermittlerduo konnte man auch auf einigen Seiten noch was lesen. So kam dann noch einiges Privates dazu und ich war sehr gespannt, wie sie sich entwickelt haben. Was dann die Autorin auch mal wieder gut rüber gebracht hat. Mir waren beide weiterhin sehr sympatisch und ich bin mal wieder gut Unterhalten worden.
    Trotzdem möchte ich anmerken, das mir Siebenschön doch etwas besser gefallen hat als Lotusblut. Ich weiß nicht warum, aber hier hat mir noch irgendetwas kleines gefehlt.Ich werde aber weiterhin diese Reihe weiterhin verfolgen, schon alleine, um zu sehen wie es mit Emilia Capelli und Mai Zhou weiter geht.

     


  19. Cover des Buches Bruno Chef de police (ISBN: 9783257240467)
    Martin Walker

    Bruno Chef de police

     (255)
    Aktuelle Rezension von: Tommywien

    Bis dato habe ich noch nichts von Martin Walker gelesen, aber da ich ein großer Fan der Diogenes Bücher bin, musste ich mit dieser Reihe beginnen. Vorweg kann ich betonen, dass ich es nicht bereut habe.

    Bruno ist der Polizeichef des kleinen fiktiven Städtchen Saint-Denis. Als Polizeichef von Saint-Denis hat er tag ein tag aus tag aus mit sympathischen, liebenswerten Kleinkriminellen zu tun. Die Idylle wird allerdings abrupt unterbrochen, als die Leiche eines alten Algeriers aufgefunden wurde. Zunächst deutet alles auf ein rechtsradikales Motiv hin, da das Opfer ein Hakenkreuz auf der Brust eingeritzt hatte. Für Bruno ist es die erste Mordermittlung überhaupt und gleich derartig präsanter Fall.

    Passend zu der Kleinstadtumgebung hat Martin Walker einen gemütlichen Erzählton eingeschlagen. Ich liebe solche Krimis, wer allerdings nach Action und Spannung sucht, wird mit diesem Buch keine Freude haben. Die fehlende Spannung wird allerdings mit viel französischem Flair und detallierten histiroschen Fakten ausgeglichen. Hinsichtlich der historischen Fakten, kam Martin Walker seine Ausbildung als Historiker zu gute. Natürlich kommt auch die Kulinarik in diesem Buch nicht zu kurz, ich ertappte mich des öfteren, dass ich hungrig wurde.  Erschreckend ist für mich, dass das Thema nichts an seiner Aktualität eingebußt hat, im Gegenteil Rassismuss ist auf unserer Erde leider präsenter den je. 

    Etwas störend empfand ich die ausufernden Darstellungen von Tennismatches. Ich spiele zwar selber Tennis, aber dies empfand ich in Tat mehr als langweiliges Füllmaterial.

    Wer Krimis aller Donna Leon liebt, wird auch die Reihe von Martin Walker lieben, da bin ich mir sicher. Ich werde jedenfalls immer wieder eines der Bücher lesen.

  20. Cover des Buches Hunde von Riga (ISBN: 9783423212137)
    Henning Mankell

    Hunde von Riga

     (675)
    Aktuelle Rezension von: Hellena92
    Henning Mankell hat hier meinen liebsten Band der Wallander Reihe geschaffen.

    In "Die Hunde von Riga" geht es um ein kleines Boot, dass an die schwedische Küste geschwemmt wird. Die beiden toten Männer legen eine Spur bis nach Riga. So dass Kurt Wallander kurzerhand dort hin reist, um den Fall aufzuklären. Als er die wunderschöne Ermittlerin Liepas kennen. Gemeinsam versuchen sie den Fall zu lösen.


    Ich liebe dieses Buch. Es ist wahnsinnig spannend und man kann nicht aufhören zu lesen!
  21. Cover des Buches Blackmail (ISBN: 9783404270439)
    Greg Iles

    Blackmail

     (81)
    Aktuelle Rezension von: SomeBody
     „Blackmail“ ist ein Buch über Drogen, Sex, Politik, Rassenkonflikte,… - alles lässt sich gut und flüssig lesen - aber irgendwie ist’s kein richtig spannender Thriller. Wenn ich zu Greg Iles greife, erwarte ich eine dichte Handlung, ein paar intelligente Wendungen und einen »guten« Showdown. Hier war ich nun vom Grundkonstrukt zwar durchaus angetan, doch wurde im Verlauf des Buches alles so sehr überzeichnet, dass es mich irgendwann nervte, von machthungrigen Politikern, geilen Drogenbossen, zügellosen Jugendlichen und sich aufopfernden Helden zu lesen. Schade, das Potenzial ist da, wurde meiner Meinung nach aber nicht optimal umgesetzt.
  22. Cover des Buches Visby (ISBN: 9783827010872)
    Barbara Slawig

    Visby

     (33)
    Aktuelle Rezension von: supersusi

    Bewertet mit 1.5 Sternen

    Die Mathematikerin Dhanavati hat als Kind den Suizid ihrer Mutter miterlebt, kann sich aber nur Bruchstückhaft daran erinnern: Was geschah damals, vor 20 Jahren, in Visby? Warum beging ihre Mutter Selbstmord? Was haben die Mitglieder der spirituellen Kommune, in der sie damals lebten, damit zu tun? Und wer ist ihr väterlicher Freund, der sich kurz um sie kümmerte und dann verschwand ?

    Das Buch fängt spannend an und das erste Drittel habe ich auch gerne gelesen, aber dann zog es sich endlos hin und das quasi bis zum Ende. Auch den Schluß fand ich nicht so interessant. Es gibt zwar immer wieder mal eine überraschende Wende, aber so wirklich packen konnte mich das Buch nicht. Es gibt häufige Perspektivwechsel, die mich anfangs etwas verwirrten. Viele Fragen bleiben offen (zumindest die, die mich interessiert haben). Vielleicht habe ich auch manches nicht verstanden. Auch die Handlungsmotive des Vaters kann ich nicht nachvollziehen. Eigentlich schade, denn es fing sehr vielversprechend an. Aber vielleicht sagt es anderen Lesern mehr zu.

     
  23. Cover des Buches Einmal ist keinmal (ISBN: 9783442477050)
    Janet Evanovich

    Einmal ist keinmal

     (561)
    Aktuelle Rezension von: Buechergarten

    》INHALT:

    Stephanie Plum steckt in der Klemme: Sie hat ihren Job in der Dessousabteilung des schlechtesten Kaufhauses in New Jersey verloren und ist pleite. Ihr einziger Ausweg scheint eine Anstellung bei ihrem Vetter Vinnie zu sein – doch der betreibt eine Kautionsdetektei. In der Hoffnung auf 10.000 Dollar begibt sich Stephanie auf die Jagd nach dem Kautionsflüchtling Joe Morelli. Die Sache hat nur gleich mehrere Haken: Morelli steht unter Mordverdacht. Stephanie hat keine Ahnung was ihr neuer Job mit sich bringt. Und zu allem Übel ist Joe ein alter Bekannter… Einer, vom dem Stephanie eigentlich für immer die Finger lassen wollte…


    》EIGENE MEINUNG:

    Die Reihe um Stephanie Plum ist mittlerweile in verschiedensten Ausgaben, mit vielen Covergestaltungen, erschienen. Ich besitze diesen 1. Band in der Auflage zur Verfilmung von 2012 – leider natürlich nicht passend zu den restlichen Bänden.

    Für mich lebt diese Reihe ganz klar von ihrer Hauptprotagonistin. Stephanie Plum ist um die 30 Jahre alt und wohnt in einer kleinen Wohnung, mit ihrem Hamster Rex. Ihre Familie wohnt nur wenige Minuten von ihr entfernt in einem Stadtteil, in dem sich viele ehemalige Einwandererfamilien niedergelassen haben – so auch die Plums, mit Ungarischen Wurzeln. Ihre Schwester ist eine Vorzeige-Frau und Stephanie wird an ihr gemessen. Das Ziel ihrer Mutter ist es also Stephanie, nach ihrer gescheiterten ersten Ehe, wieder gut unter die Haube zu bringen. Diese ist davon allerdings weniger überzeugt: Sie hasst Sport, liebt ungesundes Essen, ist hübsch, aber tritt in jedes Fettnäpfchen, dass sich ihr bietet. Sie ist absolut keine Superheldin, was in Sachen Kautionsdetektivin, zu witzigen, spannenden und skurrilen Momenten führt. Aber sie will ihre Sache gut machen und ist sympathisch und klug, wenn auch unglaublich verschusselt. Hinzu kommt ihr unvergleichlicher Humor, der mich vielmals hat laut auflachen lassen! In ihrer Unvollkommenheit, mit ihrem Witz und dem Wunsch ihrer Mutter sie unter die Haube zu bringen, konnte ich mich gut mit ihr identifizieren!

    Unterstützt wird das ganze durch Joe Morelli und ihren Kautionsdetektiv-Kollegen Ranger. Man muss keine Angst vor einer großen Dreiecksgeschichte haben, aber es fliegen durchaus in alle Richtungen die Funken! Dabei gibt es immer wieder kleine erotische Momente, dann aber wieder Bände in denen es ruhiger um die Stephanie und die Männerwelt zugeht. Allgemein nimmt sich die Reihe Zeit zum Aufbau der Charaktere, ihrer Entwicklung und den Zusammenhängen!

    Die Fälle der Kautionsdetektei sind dabei trotzdem nicht nur Nebensache. Sie laden zum Miträtseln ein und sind dabei auch mal schön gefährlich und durchaus blutig. Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig zu lesen! Für mich eine Buchreihe um zu entspannen, sich fallen zu lassen und auch mal herzhaft zu lachen!


    Reihenfolge:

    1. Einmal ist keinmal (One for the Money, 1994

    2. Zweimal ist einmal zuviel (Two for the Dough, 1996)

    3. Eins, zwei, drei und du bist frei (Three to Get Deadly, 1997)

    4. Aller guten Dinge sind vier (Four to Score, 1998)

    5. Vier Morde und ein Hochzeitsfest (High Five, 1999)

    6. Tödliche Versuchung (Hot Six, 2000)

    7. Mitten ins Herz (Seven Up, 2001)

    8. Heiße Beute (Hard Eight, 2002)

    9. Reine Glückssache (To the Nines, 2003)

    10. Kusswechsel (Ten Big Ones, 2004)

    11. Die Chaos-Queen (Eleven on Top 2005)

    12. Kalt erwischt (Twelve Sharp 2006)

    13. Ein echter Schatz (Lean Mean Thirteen 2007)

    14. Kuss mit Lustig (Fearless Fourteen 2008)

    15. Kuss mit Soße (Finger Lickin' Fifteen Juni 2011)

    16. Der Beste zum Kuss (Sizzling Sixteen 10. Juni 2010)

    17. Küsse sich, wer kann (Smokin' Seventeen Juni 2011)

    18. Kuss Hawaii (Explosive Eighteen November 2011)

    19. Küssen und küssen lassen (Notorious Nineteen November 2012)

    20. Küss dich glücklich (Takedown Twenty 2013)

    21. Zusammen küsst man weniger allein (Top Secret Twenty One 2015)

    22. Ziemlich beste Küsse (Tricky Twenty Two 2015)

    23. Jetzt ist Kuss (Turbo Twenty-Three 2016)


    Außerhalb der Reihe gibt es noch einige Kurzgeschichten rund um Stephanie Plum! Der erste Roman der Reihe, Einmal ist keinmal, wurde 2012 unter gleichem Titel mit Katherine Heigl in der Hauptrolle verfilmt.


    》FAZIT:

    Ein wahnsinnig unterhaltsamer Krimi-Auftakt, mit Stephanie Plum als wunderbarer Hauptprotagonistin und ihrer schrulligen Familie! Humorvoll, spannend und mit dem gewissen Knistern, wenn es um Joe oder Ranger geht! ;)

  24. Cover des Buches Happy birthday, Türke! (ISBN: 9783257215441)
    Jakob Arjouni

    Happy birthday, Türke!

     (109)
    Aktuelle Rezension von: gaby2707

    Ahmed Hamul lag erstochen mit einem Messer im Rücken im Hinterhof eines Etablissements nahe dem Frankfurter Hauptbahnhof. Da die Polizei keine all zu großen Anstrengungen macht, seinen Mörder zu finden, steht seine Frau ein paar Tage später im Büro von Kemal Kayankaya, Türke in der Türkei geboren in Deutschland aufgewachsen, versteht und spricht kein türkisch, der sich mit Privatermittlungen versucht über Wasser zu halten. Es ist der 11.08.1983, sein 26. Geburtstag und den 1.000,00 DM Schein, den ihm Frau Hamul hin hält, kann er sehr gut brauchen. Also begibt er sich auf Spurensuche…


    Als ich dieses Buch ganz unten in meinem SuB gebunden habe, habe ich lange überlegt, ob ich die Geschichte überhaupt lesen soll.Jetzt, im Nachhinein ärgere ich mich, dass ich es nicht viel früher hervorgeholt habe.

    Jakob Arjouni, der leider nur 48 Jahre alt wurde, hat einen so mitreißenden, trotzdem entschleunigten Schreibstil, dass ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen habe. Es ist noch nicht mal die Geschichte an sich, die mich hier bei der Stange gehalten hat. Die würden andere Autoren heute in drei Minuten erzählen. Es waren eher die Typen, die ich hier kennengelernt habe, die Zeitreise zurück in die 1980 Jahre, die ich hier gemacht habe. Beim Lesen habe ich immer wieder realisiert, wie sich die Gesellschaft gerade gegenüber Ausländern seitdem geändert hat. Heute lacht sich keiner mehr schlapp, wenn sich ein Türke z.B. als Privatermittler ausgibt. Ich finde es klasse, wie hier das Verhältnis der Deutschen zu den neuen Einwanderern, gerade aus der Türkei, aufs Korn genommen wird.

    Kemal Kayankaya war mir trotz einiger Marotten von Anfang an mit seiner ruhigen, zurück genommenen Art sehr sympathisch. So wie er die Ermittlungen angeht, würde es heute niemals ein Ermittler tun. Das spielt aber beim Lesen keine Rolle. Ich werde hinein gezogen in dichte Zusammenhänge, die es zu entschlüsseln gilt. Alles nicht mit den heutigen Krimis vergleichbar. Aber trotzdem sehr gut.

    Besonders gut gefallen haben mir die Gespräche, die auf hessisch geführt wurden. Da habe ich mich mittendrin gefühlt in der hessischen Metropole.


    Wer sich zurück versetzen lassen will in die Kriminalgeschichte der 1980 Jahre, der wird hier ein spannendes, humorvolles, kurzweiliges und vergnügliches Leseerlebnis haben. Ich habe die Stunden sehr genossen.

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