Bücher mit dem Tag "druiden"
76 Bücher
- Bernard Cornwell
Der Winterkönig
(276)Aktuelle Rezension von: AleshaneeIch bin schon seit meiner Kindheit ein Fan der Artus Sage durch die Ritter Filme, die es damals gab - hab das ganze aber lange Zeit aus den Augen verloren... als ich dann T. H. Whites »Der König auf Camelot« gelesen hab, bin ich bei dem Versuch leider gescheitert. Ich fand es vom Stil sehr anstrengend und hab die Neuauflage mit allen vier Bänden abgebrochen.
Zum Glück ging es mir mit "Der Winterkönig" anders!
Es liest sich zwar auch ein bisschen wie eine Sage und wirkt etwas antiquiert und nüchtern, aber das passt einfach auch hervorragend zu dieser von vielen Mythen umwobenen Geschichte! Der Autor erzählt mit vielen Details in sehr umfangreicher Form, was Namen, Ortschaften und Daten betrifft - oder auch die ganzen Kämpfe, die geführt wurden. Ich war trotzdem durchweg gefesselt, weil sich diese Passagen immer gut mit interessanten Wendungen abgewechselt haben!
Wir erleben das ganze durch den Bericht eines Mönches, der in Jungen Jahren als frei gelassener Sklave in der Obhut von Merlin auf Tor (Avalon) aufwuchs. Merlin glänzt aber erstmal mit Abwesenheit, ebenso wie Arthur, denn der Mönch, der den Namen "Derfel" angenommen hat, berichtet von all den widrigen Umständen im umkämpften Britannien zur Zeit, als Großkönig Uther mehr oder weniger im Sterben liegt.
Dessen Hoffnung liegt auf seinem einzigen, übrig gebliebenen, legitimen Nachkommen: seinem Enkel Mordred, der leider noch ein Säugling ist, als Uther stirbt. Daraus ergeben sich viele Entwicklungen, was die Streitigkeiten untereinander betrifft, als auch den gemeinsamen Feind, der in ihr Land einfällt: die Sachsen.
Aber das Schicksal ist, wie Merlin uns immer eingepaukt hat, unerbittlich. Das Leben ist nichts als ein Witz der Götter, pflegte Merlin gern zu behaupten, und Gerechtigkeit gibt es nicht. Du musst lernen zu lachen, hatte er mir einmal erklärt, sonst wirst du dich zu Tode weinen.
Zitat Seite 198
Wer sich mit der Artus Sage ein bisschen auskennt, wird sicher die Namen Merlin, Avalon, Mordred, Morgane, Nimue, Guinevere oder Lancelot gehört haben. Ihre Darstellung fand ich sehr interessant, weil sie teilweise sehr abweicht von dem bisschen Wissen, was ich darüber bisher gehört hatte...
Gerade Merlin wirkt äußerst selbstgerecht und überheblich, eigentlich absolut unsympathisch, weil er so viele Schicksale außer Acht lässt und "nur" das große Ganze sieht und seine Ziele ohne Rücksicht verfolgt. Seine Auftritte waren dennoch immer ein kleines Highlight und seine Rolle hatte immer eine große Wirkung!
Sie alle spielen eine wichtige Rolle, kommen aber erst nach und nach auf den Schauplatz dieser folgenreichen Geschichte! Sie ist angesiedelt im 5. Jahrhundert nach Christus. Die Sachsen fallen von allen Seiten über Britannien ein, das durch eigene Zerwürfnisse uneins ist - und Arthur mit allen Mitteln zum Frieden bringen möchte, um gemeinsam gegen den verhassten Feind vorzugehen.
Auch die Religionen spielen eine Rolle, denn Druiden sind heilige Männer und der Glaube an die alten Götter stark - doch man merkt den zunehmenden Einfluss der christlichen Priester, die überall mit ihren Predigten zu überzeugen suchen.
Ich aber war auf dem Tor aufgewachsen, wo Menschen aller Rassen und aller Stämme zusammenlebten, und obwohl Merlin selbst ein Stammeshäuptling war und jeden, der sich Brite nennen durfte, hitzig in Schutz nahm, lehrte er niemals Hass auf andere Stämme. Seine Lehren hatten mich untauglich für das gedankenlose Abschlachten von Fremden gemacht, die umgebracht wurden, nur weil sie Fremde waren.
Zitat Seite 204
Dass diese Geschichte von Derfel erzählt wird fand ich einen guten Schachzug. Aus seiner Sicht und Einschätzung bekommt man einen guten Überblick über die Geschehnisse und Charaktere und erlebt seine Erlebnisse hautnah. Auch war bei mir immer der Gedanke im Hinterkopf, wie er vom Leben als junger, freigelassener Sklave schließlich in die Rolle eines christlichen Geistlichen gelangt, der diese Geschichte verfasst. Und sein Weg ist geprägt von vielen überraschenden Wendungen - ich hab ihn von Anfang an ins Herz geschlossen :)
Eine Stellen sind mit brutalen Details geschmückt, grade auch, was manche Rituale anbelangt, wird kein Blatt vor den Mund genommen. Die Wirkung hat dabei die nüchterne Erzählweise etwas aufgehoben, was ich eher positiv gesehen hab.
Ich hab mich jedenfalls gut in dem Stil einfinden können und fand die beschriebenen Figuren und Details zu den Erlebnissen sehr bildhaft und auch die Atmosphäre, dass ich hier einem alten Mythos auf den Grund gehe, perfekt getroffen! Am Ende gibt es dann auch noch ein großes Finale in einer Schlacht, die mit viel Finesse und einer scheinbar aussichtslosen Hoffnung geschlagen wird - und die neugierig macht, wie es wohl im nächsten Band weitergeht!
Die Schlacht ist ebenfalls ein Angriff auf die Sinne, und dieser Angriff löst Angst aus, während Gehorsam der dünne Faden ist, der aus dem Chaos der Angst ins Überleben führt.
Zitat Seite 312
4.5 Sterne von mir :)
Weltenwanderer - Kevin Hearne
Gehetzt
(349)Aktuelle Rezension von: Ravendara
📖 Meine Eindrücke – Gedanken und Gefühle„Gehetzt“ ist genau die Art Urban Fantasy, bei der man irgendwann merkt: Inhaltlich ist das vielleicht nicht die tiefgründigste Offenbarung in der Fantasyliteratur – aber verdammt, es macht einfach Spaß. 😄
Kevin Hearne wirft hier alles in einen Topf: keltische Mythologie, Vampire, Werwölfe, Hexen, Götter, Popkultur-Zitate und einen über 2100 Jahre alten Druiden mit trockenem Humor. Dann schüttelt er das Ganze einmal kräftig durch und das Ergebnis funktioniert für mich erstaunlich gut.
Besonders mochte ich, dass man nebenbei wirklich etwas über irische bzw. nordische Folklore lernt, ohne dass es jemals belehrend wirkt. Die Tuatha Dé Danann, die MORRIGAN oder AENGHUS ÓG wirkten nicht wie trockene Mythologie aus einem Lexikon, sondern lebendig, gefährlich und herrlich chaotisch. Dazu passt auch das Ausspracheverzeichnis im Anhang – sehr sympathisch, dass Hearne selbst schreibt, jeder dürfe die Namen aussprechen, wie er wolle. 😄
Atticus O’Sullivan aka SIODHACHAN I SUILEABHÁIN ist dabei ein unglaublich angenehmer Ich-Erzähler. Sein Humor ist warm, oft selbstironisch und nie böse. Selbst mitten im Chaos bleibt er erstaunlich menschlich. Gerade diese Mischung aus uraltem Druiden und Typ-von-nebenan funktionierte für mich richtig gut.
Und dann ist da natürlich Oberon. 🐺 Die Dialoge zwischen ihm und Atticus sind herrlich. Wenn ein irischer Wolfshund ernsthaft davon träumt, als „Oberon Khan“ einen Harem aus 500 Pudeldamen zu besitzen oder den Duftanhänger in der Geruchsnote Zitrus durch die Note „Steak“ ersetzen will, war ich mir sicher, dass der Autor selber ein Hundehalter ist. 😀
Der Schreibstil ist extrem schnell. Kaum einmal durchatmen, schon kommt die nächste Katastrophe, Intrige oder Gottheit um die Ecke. Das passt perfekt zum Titel „Gehetzt“. Gleichzeitig hatte ich aber manchmal das Gefühl, dass genau dadurch viele Figuren eher angerissen als wirklich ausgearbeitet wirken.
Und ja… die Frauenfiguren. 😅
Irgendwann musste ich schon schmunzeln, weil gefühlt jede übernatürlich attraktive Göttin sofort beim Druiden landet. Das wirkte teilweise schon sehr nach „James Bond trifft keltisches Pantheon“. Gerade als weibliche Leserin fand ich diese Aneinanderreihung aus „super-extrem-sexy Übernatürlichen“ irgendwann etwas platt.
Versöhnt haben mich dann aber die Kellnerin und die Hexen. Gerade Granuaile mochte ich sofort und ich bin gespannt, wohin ihre Geschichte noch führt. Laksha wiederum brachte nochmal eine ganz eigene Dynamik hinein, auch unter den Hexen selber. Und sehr gelungen empfand ich auch die unterschiedlichen und teils konkurrierenden Interessen der Hexen Emily, Radomila und Malina in ihrem Zirkel.
Nebenher schafft es der Autor sogar einige kluge Sätze einzubauen, wie diesen hier:„Das Universum ist genau so groß, wie Ihre Seele es zulässt.“
So einen Satz muss man auch erstmal bringen, ohne komplett kitschig zu wirken. 😄
Fazit: Ich habe mich hervorragend unterhalten gefühlt. Und manchmal ist genau das völlig ausreichend.
Stärken
⚔️ Trockener, sympathischer Humor
⚔️ Oberon ist ein absoluter Szenendieb 🐾
⚔️ Frische Mischung aus Urban Fantasy & keltischer Mythologie
⚔️ Viele clevere Popkultur-Referenzen
⚔️ Rasantes Tempo ohne große Längen
⚔️ Keine ausformulierte Bettakrobatik
⚔️ Druide als Protagonist ist unverbraucht
⚔️ Flüssiger Schreibstil mit Kino-Feeling 🍿
Schwächen
🪓 Viele Figuren bleiben oberflächlich
🪓 Emotional oft erstaunlich distanziert
🪓 Atticus wirkt teilweise zu mächtig – echte Herausforderungen fehlen
🪓 Frauenfiguren geraten stellenweise sehr klischeehaft
🪓 Nebencharaktere wirken oft eher funktional als lebendig
⭐ Fazit & Empfehlung
„Gehetzt“ ist keine philosophische Meisterleistung und auch kein tief emotionales Charakterdrama. Aber es ist eine extrem unterhaltsame, humorvolle und angenehm andere Urban-Fantasy-Geschichte mit einer riesigen Portion Herz, Mythologie und Chaos. 😄
👉 Wer Lust auf einen sympathischen Druiden, trockene Dialoge, irische Gottheiten, blutige Action und einen absolut großartigen Wolfshund hat, wird hier ziemlich sicher Spaß haben. Vor allem Fans von humorvoller Urban Fantasy mit männlichem Ich-Erzähler dürften hier gut aufgehoben sein.
Von mir gibt’s solide 4 von 5 Sternen ⭐⭐⭐⭐
Nicht perfekt, aber verdammt unterhaltsam
- Jacquelyn Frank
Schattenwandler: Jacob
(427)Aktuelle Rezension von: RaavendaraIch bin jetzt zufällig auf diese etwas ältere Reihe gestoßen und freue mich, diese kleine Perle gefunden zu haben. Die Geschichte verbindet klassische Urban-Fantasy-Elemente mit einer Portion spicy Romance und baut eine interessante Welt mit Dämonen auf, wie man sie sich so nicht vorgestellt hat. Besonders spannend fand ich die Mischung aus Action, Magie und Leidenschaft, die der Handlung Tempo und Intensität gibt.
Die Figuren sind stark gezeichnet – Jacob als kompromissloser und regelverbundener Held und Isabella als mutige Frau, die in seine Welt hineingezogen wird. Manchmal war die Liebesgeschichte für meinen Geschmack etwas klischeehaft, aber sie passt gut zum Ton des Romans und macht die Charaktere nahbar. Insgesamt sind die Charaktere und die Geschichte „weicher“ und „verbindlicher“ als moderne Storys und das hat mir sehr gut gefallen. Kein Höllenritt sondern eine gemütliche Bootsfahrt.
Fazit: Ein gelungener Start in eine Fantasy-Reihe, der Lust auf mehr macht. Für Fans romantischer, actionreicher Urban Fantasy mit etwas Spice auf jeden Fall empfehlenswert.
- Miriam Rademacher
Banshee Livie (Band 2): Weltrettung für Fortgeschrittene
(71)Aktuelle Rezension von: jxnxkrxLivie gewöhnt sich immer mehr an den Gedanken, dass sie tot ist und die Familie Harrowmore zu beschützen hat.
Als ihr Freund, der Todesbote Walt und der Alchemist Zach auf eine Reise nach London aufbrechen, da ihre beste Freundin Millie in großer Gefahr ist, kann Livie kaum still in ihrer Dachkammer sitzen. Als sie dann auch noch einen zweiten Todesboten auf dem Gelände findet, sieht sie ihre Chance endlich bei der Suche nach Millie mithelfen zu können.
Eine spannende Reise durch London beginnt.
Band 1 war schon ein absolutes Highlight, aber Band 2 war nochmal eine Steigerung❤️
- Kristina Tiemann
Der magische Stab – Lilly Flunker Saga 1
(37)Aktuelle Rezension von: Uli-GKKristina Tiemann hat, nach eigenem Bekunden, mit ihrer Lilly Flunker Saga, deren wundersamen Auftaktband ich an dieser Stelle das Vergnügen habe, besprechen zu dürfen, eine Geschichte geschrieben, die sie selbst gerne als Kind gelesen hätte, eine Geschichte also, die nicht nur so facettenreich und bunt wie ein Kaleidoskop und das Leben selbst ist, sondern die vor allem den jungen Leser ernst nimmt, ihm etwas zutraut wie auch zumutet, die ihn in Spannung hält, aber auch nachdenken lässt über die essentiellen Werte, über große Gefühle wie Freundschaft, Güte, Verlässlichkeit, Vertrauen und Liebe sowie große Herzenswärme. Herausgekommen ist dabei ein kluges, ein geradezu weises Buch, eine Geschichte, die zeigt, dass die Autorin weiß, worum es im Leben geht und worauf es ankommt. Gleichzeitig aber ist "Der magische Stab" ein großartiges Abenteuerbuch, eines von der Sorte, die den Leser unmittelbar gefangen nehmen und bis zum Schluss nicht mehr loslassen werden. Dank seiner überbordenden Phantasie und dem hervorragenden erzählerischen Talent der Autorin, gepaart mit einer großen Versiertheit in den Themen, derer sie sich annimmt, ist es noch dazu eine wahre Perle des Fantasy-Genres!
Doch worauf sich der junge Leser da einlässt, auf welche unvergessliche Reise ihn Kristina Tiemann mitzunehmen gedenkt, kann er zu Anfang noch nicht ahnen! Da begegnet er nämlich zunächst der Protagonistin Lilly, die traurig und einsam ein streng reglementiertes und an Pflichten übervolles Dasein im Klosterinternat Auf der Tann fristet, in das sie nach dem Tod ihrer Eltern verbracht wurde und in dem es offensichtlich an liebevoller Zuwendung von Seiten der fordernden, sie mit Arbeit zuschüttenden Nonnen mangelt. Dass der Schein trügen kann, erfahren wir jedoch recht bald.... Zum Glück begegnet Lilly Victor, elternlos genau wie sie selbst, ebenso einsam, doch von anderer, robusterer und positiverer Natur. Während Lilly sich immer weiter zurückzieht, sucht Victor ihre Freundschaft, bringt sie mit seiner ulkigen Art, Sprichwörter zu verdrehen, sogar zum Lachen. Und vor allem aber ist es seine Klugheit, gepaart mit Neugierde und enormer Wissbegierde, die den Anstoß geben für überraschende Entwicklungen, in deren Verlauf - und nun ist es endlich da, das Fantasy-Element, das natürlich weit mehr ist als nur das! - Lilly so Erstaunliches wie geradezu Unfassbares über die eigene Identität erfährt, was ihr Leben von Stund an ändern wird und sie in einen Strudel von so abenteuerlichen und atemberaubenden, wie gefährlichen Ereignissen ziehen soll - und den staunenden Leser mit ihr!
Nur so viel sei verraten: Lilly vereint, neben ihrer Identität als Menschenwesen, Druiden- und Feenanteile in sich, was sie zu einem magischen Wesen macht mit ebensolchen Fähigkeiten! Und zu ihrem Erstaunen und höchsten Entzücken stellt sie überdies fest, dass sie gar nicht alleine ist, denn da gibt es die gestrenge Nonne Hortensia, die sich alsbald als ihre Großtante herausstellt, die Schwester der geliebten und schmerzlich vermissten Großmutter Rosalia, die, welch Glück, durchaus noch, sehr munter noch dazu, unter den Lebenden weilt! Ja, und da ist schließlich Magnus, der weise Druide, der sich nicht nur als ihr Großonkel zu erkennen gibt, sondern dem rothaarigen Mädchen mit den unterschiedlich farbigen Augen von Welten erzählt, die sie - und der Leser mit ihr - bisher nur aus Märchenbüchern kannte! Sehr bald erfährt Lilly auch, dass das magische Reich der Feen von einem bösen Druiden bedroht wird, der die Weltherrschaft anstrebt, und dass ausgerechnet sie, Lilly Flunker, 11 Jahre alt, frisch verwaist und aus ihrem vertrauten Leben herausgerissen, dazu auserkoren wurde, eben das zu verhindern! Wie und ob überhaupt ihr das gelingt, wird man erfahren, wenn man das kecke Mädchen und ihren Freund Victor, dessen Mut auf manch harte Bewährungsprobe gestellt wird, auf ihrer riskanten Reise ins Reich der Feen begleitet, in dem die so bezaubernd gemalte, doch vordergründige Idylle eine trügerische ist, in dem Gefahren unvorhersehbarer und unvorstellbarer Art nicht nur auf unsre beiden Protagonisten lauern, sondern auch auf die Freunde, die ihren Weg mit ihnen gehen, allen voran Tante Hortensia und ein gewisser Säbelzahntiger, der auf den gar seltsamen Namen Neilernahn hört und der mit Fug und Recht als einer der schillerndsten Charaktere der an schillernden Figuren beileibe nicht armen Geschichte bezeichnet werden kann...
Ja, Zauberwelten tun sich vor dem verwunderten Leser auf, solche, die dem Bereich der Mythen und Legenden angehören, und solche, die zu den Schätzen der realen Welt gerechnet werden dürfen, denn wir haben es hier nicht nur mit einem einfachen Fantasy-Roman zu tun, sondern auch mit einer philosophischen Geschichte, die möglicherweise den einen oder anderen Leser überfordern mag, verlangt sie ihm doch einiges an Konzentration und Mitdenken ab, was in unsrer sich in recht rasantem Tempo verändernden Welt, in der das schnelle und dadurch oberflächliche Wissen im Handumdrehen verfügbar ist - und genauso schnell wieder in die Tiefen der Vergessenheit versinkt, beinahe schon verlernt wurde. Gar mancher Leser wird auch staunen über die so antiquiert erscheinenden Erziehungsmethoden im Kloster Auf der Tann, das sich nicht nur der Vermittlung profunden Wissens verpflichtet fühlt, sondern sich auch der Vermittlung strengster Disziplin verschrieben hat, damit der Charakterbildung, und ebenso der Weitergabe von Werten, die heutzutage als nicht mehr zeitgemäß gelten mögen, deren Bedeutung aber unschwer aus dem Fortgang der Geschehnisse um Lilly und Victor ersichtlich wird.
Sollte man nun aber den Eindruck gewinnen, dass wir hier einen zwar spannenden, aber doch ständig zeigefingerschwingenden Fantasy-Roman vor uns haben, so trügt dieser - wie überhaupt vieles in Kristina Tiemanns Geschichte trügt! Denn vor allen Dingen ist "Der magische Stab", wie schon anfangs erwähnt, ein zu Herzen gehender und das Herz zutiefst anrührender Roman, ein, trotz der dramatischen Ereignisse und der erzbösen Gestalten, die beängstigen und die es zu bekämpfen gilt, Roman der ganz großen Gefühle, den man eben am besten mit dem Herzen liest und sein Innerstes ansprechen lässt. Der nicht anzuzweifelnde intellektuelle Anspruch der Geschichte wird dadurch in keiner Weise gemindert!
- Bernard Cornwell
Der Schattenfürst
(147)Aktuelle Rezension von: AleshaneeNach dem großen Kampf von Lugg Vale geht es nahtlos weiter. Sehr schön fand ich, dass am Anfang die Handlung von Band 1 zusammengefasst wurde, damit man gut wieder reinkommt! Wird ja leider selten in Reihenbänden gemacht.
In das Personenregister würde ich aber nicht reinschauen, das enthält zu viele Spoiler ;)
Der mittlerweile gealterte Mönch Derfel erzählt wieder aus seiner Sicht die damaligen Ereignisse, die sich um den Frieden drehen, den Arthur mit allen Mitteln erkämpfen will - sowie die Suche nach den 13 Kleinodien der Götter, die in den letzten Jahrhunderten verloren gingen.
Das fand ich übrigens sehr interessant, denn über diese Kleinodien hatte ich bisher noch gar nichts gehört oder gelesen. Sie waren ein Schutz der Götter, die in Streit mit anderen Göttern geraten sind und mit diesen mächtigen Artefakten "ihre" Schützlinge in Britannien beschützen wollten. Das Zusammentragen dieser verschollenen Gegenstände setzt Merlin mit unendlich großer Macht gleich und die Rückkehr der wahren Magie.
Der Schreibstil bleibt gleich auf eine nüchterne, aber doch sehr bildhafte Art, die die Geschehnisse sehr anschaulich beschreiben. Es gibt wieder viele Kämpfe und Schlachten, aber auch Verhandlungen über den Frieden, die ruhig, aber doch fesselnd beschrieben sind. Der erste Band hatte mich ja schon beeindruckt, aber der zweite hat mich noch mehr überzeugt! Es gab so viel Abwechslung und Entwicklungen der Figuren, die man immer besser kennenlernt, dass ich von der ersten bis zur letzten Seite mitgefiebert habe!
Arthur bleibt seinem Weg treu und möchte ein vereintes Britannien ohne die Sachsen, muss aber mit schweren Schicksalsschlägen kämpfen.
Merlin möchte die Macht der alten Götter mithilfe der Kleinodien zurück und die Christen vertreiben, die sich immer mehr ausbreiten.
Derfel schätzt beide sehr und versucht, ihnen gerecht zu werden. Für ihn freut es mich besonders, dass er seine Liebe gefunden hat - auf höchst überraschende Weise.
"Vielleicht beten sie eine Forelle an. Was weiß ich? Bis jetzt verehren sie bereits einen heiligen Geist, eine Jungfrau und einen Zimmermann. Warum also nicht auch einen Fisch?"
Zitat Seite 420
Die krassen Gegensätze der Heiden und Christen mit all ihren Ritualen ihres unterschiedlichen Glaubens werden sehr interessant aufgezeigt. Blutige Zeremonien, täuschende Flüche, Angst schürende Bräuche und fanatische Gläubige zeigen, wie tief verwurzelt die Hoffnung auf etwas Übernatürliches ist. Etwas, das größer ist als wir selbst und das Schicksal auf Erden lenken kann und ein besseres Leben verspricht. Dieser Zwang, andere vom eigenen Glauben überzeugen zu müssen und dafür Kriege zu führen, zu töten und andere zu bezwingen schwingt hier sehr deutlich mit. Und zieht sich ja leider auch unentwegt durch die Jahrhunderte.
Die Dinge, die er sich wünscht, sind rührend simpel: Gesetze, Gerechtigkeit, Ordnung, Sauberkeit. Er wünscht sich aufrichtig, dass alle glücklich sind, und das ist schlechthin unmöglich.
Zitat Seite 330
Das steht auch Arthurs tiefstem Wunsch nach Frieden im Weg. Er ist ein sehr simpel gestrickter Mensch, voller Ideale und zutiefst mit einer allumfassenden Ordnung verwoben. Er möchte ein einfaches Leben ohne Kampf und Streit, ein glückliches Leben in dem alle Menschen zufrieden sind.
Ein Wunsch, den wir wohl alle haben und der leider so oft durch die äußeren Umstände vereitelt wird. Arthur muss das hier sehr schmerzhaft erfahren.
Es werden natürlich auch viele bekannte Begriffe und Ereignisse erwähnt. "Camelot" zum Beispiel, das Hof des mythischen britannischen Königs Artus bekannt ist, umfasst hier das gesamte Land. Scheint aber, wie im Nachwort des Autors erwähnt, gar nicht hierher zu passen, da dieser Begriff erst im 12. Jahrhundert aufkam.
Die Ritter der Tafelrunde hat sicher auch schon jeder mal gehört - aber auch dieser Mythos wird hier ganz neu interpretiert und als Trugschluss aufgedeckt.
Auch die Sage von Tristan und Isolde findet hier ihren Platz, wenn auch ebenfalls verändert, aber sie fügt sich perfekt ins Gesamtbild.
Überhaupt fand ich die ganzen Ereignisse erfrischend anders und mag diese Art der Erzählweise, als würde man tatsächlich einer alten Sage lauschen, die der alte Derfel in seinen letzten Tagen aufs Pergament bringt. Ich freu mich jetzt schon sehr auf den dritten und letzten Band!
- Kevin Hearne
Erschüttert
(55)Aktuelle Rezension von: liceys_buecherwunderland[𝕦𝕟𝕓𝕖𝕫𝕒𝕙𝕝𝕥𝕖 𝕎𝕖𝕣𝕓𝕦𝕟𝕘]
𝕋𝕚𝕥𝕖𝕝: Erschüttert - Die Chroniken des eisernen Druiden 7
𝔸𝕦𝕤 𝕕𝕖𝕣 𝔽𝕖𝕕𝕖𝕣 𝕧𝕠𝕟: Kevin Hearne
𝕍𝕖𝕣𝕝𝕒𝕘: Klett-Cotta - Hobbit Presse
𝔾𝕖𝕝𝕖𝕤𝕖𝕟 𝕒𝕦𝕗: Deutsch
𝕌𝕖𝕓𝕖𝕣𝕤𝕖𝕥𝕫𝕥 𝕧𝕠𝕟: Friedrich Mader
𝔻𝕣𝕖𝕚 𝕎𝕠𝕖𝕣𝕥𝕖𝕣 𝕫𝕦𝕞 𝔹𝕦𝕔𝕙:
Erschütternd - Traurig - Cool
𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥:
Atticus war lange Zeit der einzige Druide auf der Erde. Jetzt sind sie sogar schon zu dritt. Und während Atticus sich um den dritten im Bunde kümmert, ist Granuaile mit ihrem Vater beschäftigt. Dieser ist nämlich vom Geist eines Hexers besessen.
𝕄𝕖𝕚𝕟𝕖 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕦𝕟𝕘:
Bereits im vorherigen Band kam ja, neben Atticus', eine weitere Erzählperspektive hinzu. Hier sind es sogar schon drei. (Praktisch die Chroniken von den drei Drudien. 😂) Und dazu noch zwei komplett verschiedene Handlungsstränge. Das war auf jeden Fall ein unterschied zu den vorherigen Bänden. 🧐
Gefühlt wird die Geschichte auch von Band zu Band ernster. Zwar fehlen die lustigen Momente keinesfalls, aber es gab (zumindest für mich) auch viel zum heulen.
Die erwähnten Orte fand ich wieder genial. Vor allem weil Atticus im laufe des Buches einen Ort in Irland besucht, an dem ich auch schon war. 🥳 Und auch so bin ich ein riesiger Irlandfan. 😊
Der Schreibstil bleibt weiterhin locker und leicht zu lesen.
𝕃𝕖𝕤𝕖𝕖𝕞𝕡𝕗𝕖𝕙𝕝𝕦𝕟𝕘? 💯
Immer noch eine Leseempfehlung für alle Urban-Fantasy-Fans. 🫶🏻
𝔼𝕦𝕣𝕖 𝕃𝕚𝕔𝕖𝕪 ☘️
- Kevin Hearne
Verhext
(177)Aktuelle Rezension von: StolliVerhext, Die Chronik des Eisernen Druiden 2 von Kevin Hearne ist das dritte Buch dieses Autors nach Do not eat und Gehetzt, der Inhalt wie immer im Link, mein Fazit:
Tja, die Begeisterung der meisten Rezensionen kann ich nicht teilen, für mich nicht witzig und die plumpen Sexgeschichten...
...und ab einem gewissen Punkt habe ich nur noch quergelesen um zu sehen wie es ausgeht, für mich bedeutet es das letzte Buch der Reihe.
- Miriam Rademacher
Banshee Livie (Band 1): Dämonenjagd für Anfänger
(139)Aktuelle Rezension von: Stein2203Nach ihrem plötzlichen Tod kehrt Olivia als Banshee der Familie Harrowmore zurück. Sie hat kaum Zeit, sich an ihr neues Leben nach dem Tod zu gewöhnen, denn ihre Familie hält sie auf Trab, und ein Dämon, der es auf einen ihrer Schützlinge abgesehen hat, macht es ihr nicht gerade leicht.
Der lockere Schreibstil und die angenehme Kapitellänge sorgen dafür, dass sich die Geschichte flüssig liest.
Die Idee selbst hat mir sehr gut gefallen und wurde phantasievoll und humorvoll umgesetzt.
- Sandra Regnier
Die magische Krone von Lyoness (Lyoness 1)
(58)Aktuelle Rezension von: jess_nixxDer Beginn ist sehr vielversprechend, denn wir werden direkt in ein rasantes Geschehen geschmissen. Es wird dann aber recht schnell ruhiger. Und ruhiger. Und ruhiger, mit ein paar klitzekleinen Vorkommnissen, die das ganze etwas aufpeppen sollen. Was aber für mich nicht wirklich funktioniert hat. Obwohl der Schreibstil sehr leicht und flüssig ist und sich das Geschehen schnell weglesen lässt, gab es immer wieder Stellen, die ich nur überflogen habe. Denn es war mir leider manchmal etwas zu langweilig, und dass obwohl eigentlich eine Menge passiert. Aber unsere Protagonistin Sara wird aus jeglicher schwieriger Situation direkt gerettet. Denn ihre Freunde sind immer zur Stelle, also mindestens eine/r von ihnen. Was mich gleich zum nächsten Punkt bringt, der mich etwas gestört hat. Sara ist hier die Hauptperson, nicht nur für uns, sondern auch für alle anderen Menschen. Alle feiern sie. Aber in Wirklichkeit ist sie zwar mutig, sympathisch, wortgewand wenn es drauf ankommt, aber gleichzeitig auch so unsicher, so voller Zweifel, dass sie absolut nichts ohne Hilfe bewerkstelligt bekommt. Ich sehe sie daher eher nicht als die Königin, als die sie dargestellt wird. Die Nebencharaktere sind okay, kommen aber etwas zu kurz und hätten zum Teil etwas mehr Tiefe haben können. Das gilt besonders für Kerr, der scheinbar immer an ihrer Seite ist, aber dabei als eigenständiger Charakter relativ blass bleibt.
Das Geschehen selbst ist sehr geradlinig und birgt wenig überraschendes. Zum Ende hin wurde es etwas besser und es gab sogar eine kleine unvorhersehbare Wendung. Allerdings muss ich ehrlich sagen, dass ich nicht so mitgerissen wurde, dass ich große Lust habe den zweiten Teil zu lesen. Achja, wer auf echte Drachen hofft, wird hier nicht fündig werden...
Insgesamt ist es okay. Ich würde es aber eher für ein jüngeres Publikum sehen, so wie es angepriesen ist.
- Mariah Stone
Die Gefangene des Schotten - Erster Band der Im Bann des Highlanders-Reihe
(37)Aktuelle Rezension von: Melissa_RohlfsWorum geht es in dem Buch?
Sie muss in ihre Zeit zurückkehren.
Er hält ihr Herz gefangen.
Bei einem Ausflug in den schottischen Highlands steigt die Amerikanerin Amy MacDougall in das verfallene Burgverlies des Inverlochy Castles hinab und berührt nichts ahnend einen magischen Stein, der sie in die Vergangenheit reisen lässt. Unvermittelt sieht sich Amy einem Highlander gegenüber.
Craig Cambel kundschaftet Inverlochy Castle für einen Angriff aus, als er in den Gemächern der Burg eine Fremde entdeckt. Nichts darf jedoch seinen Plan vereiteln, und so nimmt er die mysteriöse Frau gefangen, obwohl sie unwillkommene Gefühle in ihm weckt.
Es ist das Jahr 1307, und sie ist sein Feind.
Es trennen sie Jahrhunderte, Misstrauen, Zweifel.
Es verbindet sie Leidenschaft.
Meine Meinung:
Was für eine Geschichte. Die Autorin hat genau, aber wirklich zu 100% meinen Geschmack getroffen. Ich bin ein großer Fan der Outlander Reihe und liebe die Geschichte um Clair und Jamie. Daher stand ich dem Buch zunächst skeptisch gegenüber, da ich die Befürchtung hatte, das Buch sei ein Abklatsch.
Auch wenn sich die Geschichten ähneln, bin ich hin und weg! Ich konnte mich in Amy als Charakter sofort hineinversetzen und hätte am liebsten mit ihr getauscht. Zu Craig braucht man gar nicht viel zu sagen, er ist einfach perfekt und genau das, was man sich unter einem echten Highlander vorstellt. Zu lesen, wie sich seine Skepsis Amy gegenüber nach und nach legt und die beiden anfangen sich zu vertrauen, war einfach so schön. Ich bin dahingeschmolzen. Aber auch die Spannung kam nicht zu kurz ;)
Die Autorin hat alles so wunderbar beschrieben, dass ich das Gefühl hatte selbst im Setting zu sein. Das Ende des Buchs hat mich mit ganz viel Fernweh nach einem vergangenen Schottland zurückgelassen.
Absolute Leseempfehlung!
- Mariah Stone
Das Geheimnis der Schottin - Zweiter Band der Im Bann des Highlanders-Reihe
(34)Aktuelle Rezension von: Christina_HaaseIch bin total begeistert und finde es toll mit welcher Detailliebe diese Reihe geschrieben wurde und in sich jeder Teil ein neues Puzzelteil der Familiengeschichte erzählt. Einfach fesselnd und mit kaum einer anderen Buchreihe zu vergleichen. Lässt sich richtig gut lesen und ist einfach was fürs Herz.
- Kevin Hearne
Gehämmert
(127)Aktuelle Rezension von: liceys_buecherwunderland[𝕦𝕟𝕓𝕖𝕫𝕒𝕙𝕝𝕥𝕖 𝕎𝕖𝕣𝕓𝕦𝕟𝕘]
𝕋𝕚𝕥𝕖𝕝: Gehämmert - Die Chroniken des eisernen Druiden 3
𝔸𝕦𝕤 𝕕𝕖𝕣 𝔽𝕖𝕕𝕖𝕣 𝕧𝕠𝕟: Kevin Hearne
𝕍𝕖𝕣𝕝𝕒𝕘: Klett-Cotta - Hobbit Presse
𝔾𝕖𝕝𝕖𝕤𝕖𝕟 𝕒𝕦𝕗: Deutsch
𝕌𝕖𝕓𝕖𝕣𝕤𝕖𝕥𝕫𝕥 𝕧𝕠𝕟: Friedrich Mader und Alexander Wagner (aus dem Amerikanischen)
𝔻𝕣𝕖𝕚 (𝕠𝕕𝕖𝕣 𝕞𝕖𝕙𝕣) 𝕎𝕠𝕖𝕣𝕥𝕖𝕣 𝕫𝕦𝕞 𝔹𝕦𝕔𝕙:
Spaßig- DochEinBisschenTraurig - Spannend
𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥:
Atticus stürzt sich ins nächste Abenteuer! Diesmal geht es für ihn und seine Gefährten nach Asgard. Denn der Donnergott Thor hat über die jahrtausende jede menge Leute mit seinem unmöglichen Verhalten verärgert. Nun ist es Zeit für Rache.
𝕄𝕖𝕚𝕟𝕖 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕦𝕟𝕘:
Mit Atticus wird es nicht langweilig. Wieder hat Kevin Hearne es geschafft, mich mit der Situationskomik zu begeistern. 😄 Die Gradlingkeit der Erzählung hat mir wieder richtig gut gefallen und der Witz in den Dialogen kommt nicht zu kurz.
Diesmal fand ich die Geschichte aber auch ein wenig traurig, was mich irgendwie unvorbereitet getroffen hat. 😶
Die "Funfacts" und die Anspielungen auf die Popkultur waren wieder toll untergebracht. Einfach richtig gute Unterhaltung.
𝕃𝕖𝕤𝕖𝕖𝕞𝕡𝕗𝕖𝕙𝕝𝕦𝕟𝕘? 👍🏻
Auf jeden Fall eine Leseempfehlung für alle Fans der Reihe. Und an alle Urban-Fantasy-Fans die Bücher mit einer gehörigen Portion Humor mögen: Beginnt am Anfang. 😁
𝔼𝕦𝕣𝕖 𝕃𝕚𝕔𝕖𝕪 ☘️
- Catherine Bybee
Eine widerspenstige Braut
(13)Aktuelle Rezension von: SternenstaubfeeTara, Mitte 20, besucht mit ihrer Freundin einen Mittelaltermarkt. Dort lernt sie zwei Brüder kennen, von denen sie nicht ahnt, dass sie schottische Highlander aus dem 16. Jahrhundert sind. Durch einige Umstände reist Tara schließlich mit ihnen durch die Zeit und landet selbst im Schottland des 16. Jahrhunderts...
💖 Es war okay. Angesprochen hat mich das Buch, da ich Schottland und Zeitreisen sehr mag. Die Geschichte von Tara und Duncan war dann auch in Ordnung, aber das gewisse Etwas hat für mich noch gefehlt.
23.04.2025
- Kevin Hearne
Zerschmettert
(28)Aktuelle Rezension von: DessyCrossAchtung Spoiler
Während ich Band 1 - 4 absolut liebe wird es ab Band 5 leider etwas schwächer. Bzw vieleicht auch einfach nur Ernster. Der Atticus behält zwar seinen Humor. Trotzdem geht irgendwie alles Bergab. Erst der Verrat von Life, dann der Tod von Hall, und dann auch noch der der Morrigan und weiterer keltischer Götter. Mit jedem Tiefschlag hat mir die Reihe weniger spaß gemacht. Klar müssen auch schlechte Dinge passieren. Aber leider geschieht im ausgleich irgendwie nichts gutes. Ja es besiegt am Ende Loki aber muss dafür auch noch seinen Arm Opfern ufff ich mag es nicht wenn Protanisten kurz vor dem Ende ein PowerDowngrade bekommen. Und als Kirsche auf der Torte geht auch noch seine Bezihung in die Brüche ??? WAHT ???
Leider lässt mich das Buch mit einem Faden nachgeschmack zurück. Ich bin einfach ein Happyend fan.
Trotzdem würde ich die Reihe insgesammt jedem Empfehlen. Ich liebe sie. Auch wenn die letzten Bücher an die ersten nicht ran kommen. - Jean-Luc Bannalec
Bretonischer Stolz
(147)Aktuelle Rezension von: Lesepixie7Wieder ein sehr spannender, typischer Kommissar Dupin-Krimi, in dem man nun nach der Gewinnung des Fleur de Sel im letzten Band etwas über die Austernzucht lernt. Wie Dupin kann ich diese Delikatesse wenig abgewinnen - ich habe da das Gefühl, ich würde einen schleimigen Schluck Meerwasser zu mir nehmen (ich Banause).
Beim Fall war ich diesmal jedoch Dupin in zwei Punkten deutlich voraus - da kam er für meinen Geschmack unheimlich spät drauf - wohl wegen Kaffeeentzug 😆. - Sandra Regnier
Die Flammen der Zeit
(116)Aktuelle Rezension von: Karin_BibliotheWow.
Auch wenn das Finale mit einem Paukenschlag beendet wurde, bin ich froh, dass die Reihe vorbei ist. Gegen Ende war ich von allen Charakteren nur noch genervt. Theodor war mir beinahe am sympathischsten. Meredith zickt nur noch rum. Für eine Heldin ist sie viel zu zimperlich, weinerlich und einfach nur nervig. Mir viel es von Anfang an schwer, mich in sie hinein zu versetzen. Aber das wurde im Finale nur noch schwerer. Jetzt wo Colin nicht mehr für Meredith verfügbar ist, fällt ihr auf, dass sie doch Gefühle für ihn hat? Ernsthaft?
Auch Colin und Elizabeth wurden mit jeder Seite nur noch anstrengender.
- Mira Valentin
Druidendämmerung
(82)Aktuelle Rezension von: eastDas Zeitalter der Druiden neigt sich dem Ende entgegen. Ganz im Norden Schottland findet sich ihr letzter Rückzugsort vor dem sich ausbreitenden, hungrigen Christentum. Dort fristet auch der Druidenanwärter Mylo sein Dasein, verdammt dazu, ewig ein Lehrling zu bleiben, denn die Magie Avalons ist versiegt, die Alte Welt schwindet. Während er sich um die letzten magischen Geschöpfe der Welt kümmert, geschieht ihm eines Tages aber ein folgenreiches Missgeschick, er wird von einer Banshee mit dem Todesfluch belegt und in dem Versuch, diesen zu lösen, nimmt er das Schicksal ganz Großbritanniens in seine Hände…
Mira Valentin entführt uns mit dem Fantasy-Einzelband „Druidendämmerung“ hoch in den kalten, rauen Norden Schottlands, auf die Orkney-Inseln. Die Welt ist im Wandel, die alten Religionen und ihre Götter sterben, das Christentum ist auf dem Vormarsch. Die Druiden, die Avalon treu ergeben sind, wollen dieses Schicksal jedoch nicht hinnehmen und wehren sich mit Händen und Füßen. Manche von ihnen wählen dabei aber die falschen Wege, verbünden sich mit Monstern und spinnen Intrigen.
In dieses Netz aus Geheimnissen und Lügen stolpert Mylo, der ewige Magieranwärter. Er ist ein wenig tollpatschig, hat das Herz aber am rechten Fleck. Seine Lektionen muss er erst noch lernen, aber über die Länge der Geschichte entwickelt er sich zu einem liebenswerten Protagonisten. Wie so oft in Mira Valentins Büchern ist es die unerwartete Gemeinschaft grundverschiedener Charaktere mit den unterschiedlichsten Motiven, deren unverhofftes Zusammenspiel ein großes Ganzes ergibt. Einzeln genommen sind die Protagonisten dieses Buches schwach und auch fehlerbehaftet, gemeinsam jedoch finden sie einen Weg durch die Dunkelheit.Die Handlung des Buches bleibt lange unvorhersehbar, was als kleiner Unfall beginnt, entfaltet sich schon bald als Heldengeschichte, bei der jeder Schritt den richtigen Stein treffen muss. Gleichzeitig spart die Autorin aber auch nicht mit Witz, zwischenzeitlich kann das Buch durchaus auch mal zum Lachen bringen. Eben diese Kombination als altenglischer und schottischer Mythologie, Fabelwesen und chaotisch-spannender Reise macht den Charme dieser Geschichte aus, gewürzt mit einer winzigen Prise Romantik. Schottland- und König Artus-Fans werden mit diesem kleinen Schatz von einem Fantasyroman bestimmt eine Menge Freude haben.
- Constanze Wilken
Das Erbe von Carreg Cottage
(86)Aktuelle Rezension von: mareileZwei außergewöhnliche Frauen führen den Leser durch Vergangenheit und Gegenwart. Es gelingt der Autorin auf sehr mitreissende Art, dem Leser das alte Wales mit seinen Mythen, dort spielt Meara/Lileas, eine Druidentochter die Hauptrolle und die Gegenwart nahezubringen. Die Schauplätze auf der Halbinsel Llŷn im Norden von Wales fand ich so schön beschrieben, dass ich mich dort sofort zuHause fühlte. Die Autorin erschafft Szenen und Bilder, die mich lange nicht losgelassen haben.
In der Vergangenheit erleben wir das Schicksal der Druidentochter, die miterleben muss, wie ihre Familie von christlichen Mönchen umgebracht wird. Man spürt die fundierte Recherche und nimmt durch die lebendige Erzählweise Anteil an dem, was im 7. Jahrhundert geschieht. Das Volk lebt in Angst vor den Herrschern und den römisch-katholischen Priestern, die immer mehr Einfluss gewinnen. Die junge Meara kämpft gegen Lügen und Intrigen und um ihre Liebe zu einem Priester, der von Glaubenszweifeln geplagt wird.
In der Gegenwart ist es die Schottin Lilian, die nach einem ruhelosen Leben auf Llŷn eine neue Heimat findet. Das Cottage steht dabei im Mittelpunkt und birgt ein Geheimnis, das mir am Ende eine Träne entlockte. Es geht in diesem Roman um so viel mehr - die Verbindung zur Natur, Religionskonflikte und die Toleranz.
Beide Erzählebenen werden fein miteinander verwoben, die Landschaft und Geschichte eines mir unbekannten Landes wird lebendig erzählt. ein besonderes Buch, das ich gern empfehle!
- Annette Marie
Dunkle Künste und ein Daiquiri
(146)Aktuelle Rezension von: MsHexe28Das Cover passt wieder perfekt zu Band 1. Es ist im gleichen Stil und in denselben Farben gehalten, nur die kleinen Details deuten auf neue Elemente in der Handlung hin.
Da Band 1 schon etwas her war, hatte ich Sorge, nicht direkt wieder in die Geschichte zu finden, völlig unbegründet. Zu Beginn wird kurz zusammengefasst, was bisher geschah, und dann geht es auch schon nahtlos weiter.
Jeder Band erzählt ein eigenes Abenteuer von Tori. Dennoch ziehen sich übergeordnete Themen durch die gesamte Reihe. Neben einer neuen Herausforderung pro Buch bleiben alte Konflikte weiterhin präsent.
Geschrieben ist die Story wieder aus Toris Sicht in der Ich-Perspektive. Der Schreibstil ist extrem flüssig, angenehm zu lesen und wunderbar humorvoll. Über Toris Gedanken und freche Sprüche musste ich oft schmunzeln.
Diesmal dreht sich alles um einen Abtrünnigen namens „Der Geist“. Die Spannung baut sich rasant auf, die Handlung wird immer fesselnder und es geht ordentlich heiß her. Ich habe mich auf jeder einzelnen Seite bestens unterhalten gefühlt.
Band 2 war für mich sogar noch stärker als Band 1. Die Autorin schafft es mit ihrer lockeren Art einfach, dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen möchte. Band 3 habe ich bereits begonnen!
- Helen Harper
Magic Blaze
(31)Aktuelle Rezension von: globi4711Die Idde eines Gipfeltreffen der Übernatürlichen fand ich genial! Man erfährt mehr über die verschiedenen - weniger zahlreiche - Gruppierungen und das macht echt Spass! Dass ein Mord die Sache verkompliziert und die Anstrengungen zunichte machen könnte, ist nachvollziehbar. Was mir nicht so gut gefallen hat, ist die Art wie sich das Ganze dann aufgelöst hat. Ich fand die Erklärungen (sowie den Täter) etwas konstruiert und an den Haaren herbeigezogen. Mir kam es so vor, als müsste irgendeine Lösung her, die die Übernatürlichen entlastet und die politische Lage nicht erschwert. Aber das ist vielleicht nur meine Empfindung und sicher Geschmacksache.
Den Schreibstil der Autorin mag ich hingegen sehr. Sie schafft es spielend Spannung aufzubauen und einem zu fesseln. Ich bin gepsannt, wie es weitergeht. - Robert Fabbri
Vespasian: Das Blut des Bruders
(11)Aktuelle Rezension von: lielo99Auch der 5. Band dieser Reihe zog mich in seinen Bann. Hier beschreibt Robert Fabbri sehr genau, wie die Römer in Britannien einfielen und die dort lebenden Druiden sich ihnen entgegen stellten. Sabinus, der Bruder Vespasians, ist nicht gerade als Diplomat bekannt. Es ist also kein Wunder, dass er sich mit den „geistigen Eliten“ dort anlegt und in Gefangenschaft gerät. Wie es bei denen damals üblich war, wollen sie ihn als Opfergabe gebrauchen, aber es wäre nicht Vespasian, wenn er seinen Bruder nicht retten könnte.
Es gibt einige negative Rezensionen, die sich an der „Fantasy“ stören. Warum eigentlich? War es nicht damals üblich, dass etliche Götter angebetet wurden und widernatürliche Ereignisse besonderes Augenmerk erfuhren? Ich kann durchaus nachvollziehen, dass Vespasian sogar das Erscheinen der Phönix beobachtete. Herr Fabbri erläutert sehr genau, warum er ausgerechnet in diesem Band auf Tacitus zurückgreift. Und mal ehrlich, wenn die damaligen Leser seiner Werke die Ereignisse für wahr hielten. Warum sollte das heute anders sein?
Ich höre die Serie seit dem ersten Band und bin immer noch beeindruckt. Herr Fabbri recherchierte sehr genau und ich lerne sehr viel über die damaligen Verhältnisse. Das wäre aber kaum erwähnenswert, wenn es nicht von einem Mann vorgetragen würde, der sein Handwerk versteht. Herr Wittenberg versteht es wie kein zweiter, die Stimmen und Stimmlagen an die Personen anzupassen. Sei es die „liebliche“ Stimme von Caenis oder die raue von Magnus. Er überzeugt mich jederzeit.
- Tina Tannwald
Revenants
(4)Aktuelle Rezension von: TamariasSpiegelEine Recklinghäuser Sozialarbeiterin beobachtet einen irischen Mann dabei, wie dieser offenbar eine Frau nach der anderen abschleppt und zu einer alten Weide führt, und ist augenblicklich von ihm in seinen Bann gezogen. Was sie nicht weiß: Er ist ein Revenant, nährt sich von Gefühlen und ist damit eine Gefahr für jeden Menschen. Und was sie ebenfalls nicht ahnt: Sie ist für ihn bestimmt, nach Gesetzen, die so alt sind wie die Kelten selbst.
Anfangs konnte ich die schnelle Vertrautheit von Niall und Tiw nicht so recht nachvollziehen, doch im Handlungsverlauf ergibt sie immer mehr Sinn - genau wie die ungeahnten Fähigkeiten, die sich nach und nach in Niall regen. Die spannende Handlung tröstet außerdem ein Stück weit über einige Komma- und Rechtschreibfehler hinweg.
Gut gefallen hat mir an der Geschichte, dass sie mal etwas anderes war. DIe Protagonistin ist zum Beispiel schon etwas älter und die angesprochene Mythologie auch noch nicht ausgelutscht. Bereits zum Schluss des Romans deutet sich jedoch eine Entwicklung an, die im Folgeband noch stärker zum Tragen kommt und in meinen Augen problematisch ist: das Hin- und Herspringen zwischen zwei oder sogar mehreren Männern. Dies ist ein Plot-Element, dem ich gewöhnlich nicht so viel abgewinnen kann, so leider auch hier. Teil 3 der Reihe habe ich deshalb gar nicht mehr gelesen.
Meine Bewertung: 3,5 Sterne
- Kevin Hearne
Oberons blutige Fälle
(73)Aktuelle Rezension von: kreszenzNach Band 8 der Hauptreihe etwas überfrachtet war, war ich doch etwas skeptisch bezüglich dieses Story-Bands. Ob Kevin Hearne nichts neues mehr einfallen wollte? Ob er einfach eine Pause vom turbulenten Leben des Eisernen Druiden brauchte? Man weiß es nicht.
Dennoch wurde schon nach wenigen Minuten klar, dass dieser (Zwischen)Band etwas ganz besonderes ist. Erzählt wird diesmal ausschließlich aus der Perspektive Oberons, dem irischen Wolfshund. Wie wir alle wissen, hat dieser ein unheimliches Faible fürs Fernsehen – und Krimis haben es ihm ganz besonders angetan. Klar, dass er sofort ein Verbrechen der ganz üblen Sorte wittert, als preisgekrönter Pudel (natürlich!) spurlos verschwindet. Schließlich ist das nicht der erste Fall dieser Art…
Im zweiten Fall stolpert Oberon tatsächlich eine Leiche. Ob sein erster Verdacht, dass es sich hier um eine Verschwörung durch Eichhörnchen handelt stimmt…?
Meine eingangs erwähnte Skepsis war bald wie fortgeblasen. Dieses Hörbuch macht einfach Spaß und erinnert an die Leichtigkeit der ersten Bände des Eisernen Druiden.
Eine klare Hörempfehlung!























