Bücher mit dem Tag "dtv"
263 Bücher
- Sarah J. Maas
Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen
(3.656)Aktuelle Rezension von: MiaKoenigDieses Buch ist einfach ein Muss für jeden Fantasyfan.
Vom Anfang bis zum Ende hat mich dieses Buch komplett die seine Welt mitgenommen.
Ich könnte das Buch nicht zur Seite legen.
Es ist so grandios geschrieben.
Es ist eine Art Märchenadaption meines Lieblingsmärchens, daher waren die Fußstapfen sehr groß. Doch dieses Buch hat diese vollends ausgefüllt.
Freue mich schon sehr auf den nächsten Teil.
- Sarah J. Maas
Throne of Glass – Die Erwählte
(3.140)Aktuelle Rezension von: Nataliteratur„Throne of Glass – Die Erwählte“ ist ein Auftakt, der mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen hat. Sarah J. Maas schafft es, eine faszinierende Fantasywelt mit einer außergewöhnlich starken Protagonistin zu verbinden und legt damit den Grundstein für eine epische Reihe, die Lust auf mehr macht.
Die Welt von Erilea ist atmosphärisch dicht und liebevoll ausgearbeitet. Obwohl im ersten Band noch nicht alle Details offengelegt werden, bekommt man ein klares Gefühl für die Machtstrukturen, die Unterdrückung durch den König und die unterschwellige Magie, die wie ein verbotenes Flüstern über allem liegt. Gerade diese Andeutungen machen das Worldbuilding extrem reizvoll – man spürt, dass hier noch viel verborgen ist.
Auch die Nebenfiguren überzeugen. Prinz Dorian Havilliard und Hauptmann Chaol Westfall sind mehr als bloße Love-Interest-Kandidaten. Beide bringen eigene Konflikte, Werte und Entwicklungen mit, die sie glaubwürdig und interessant machen. Das entstehende Dreiecksverhältnis wirkt nicht aufgesetzt, sondern fügt sich organisch in die Handlung ein und verstärkt die emotionale Tiefe der Geschichte.
Sarah J. Maas’ Schreibstil ist flüssig, bildhaft und sehr zugänglich. Die Dialoge sind pointiert, teils humorvoll, teils emotional, und sorgen dafür, dass die Figuren lebendig wirken. Besonders positiv fällt auf, wie gut Action, ruhigere Charaktermomente und düstere Spannung ausbalanciert sind. Das Buch liest sich trotz seines Umfangs erstaunlich schnell, da es kaum Längen gibt.
Ein weiteres Highlight ist die zunehmend düstere Grundstimmung. Was zunächst wie ein klassischer Fantasy-Wettkampf beginnt, entwickelt sich zu einer Geschichte mit dunklen Geheimnissen, grausamen Entdeckungen und moralischen Grauzonen. Der Spannungsbogen steigert sich kontinuierlich bis zu einem Finale, das sowohl schockiert als auch neugierig auf die Fortsetzung macht.
Insgesamt ist „Throne of Glass – Die Erwählte“ ein fantastischer Reihenauftakt, der mit einer starken Heldin, einer spannenden Handlung und einer vielversprechenden Welt überzeugt. Das Buch bietet Abenteuer, Emotionen, Magie und Intrigen – genau die Mischung, die gute Fantasy ausmacht. Für mich ist es ein echtes Highlight und ein Roman, der lange im Gedächtnis bleibt.
- Sarah J. Maas
Das Reich der sieben Höfe − Sterne und Schwerter
(2.115)Aktuelle Rezension von: SIMBOInhalt
Im dritten Band der Reihe steuert Prythian unaufhaltsam auf den offenen Krieg zu. Feyre und ihre Verbündeten stehen vor weitreichenden Entscheidungen, politischen Allianzen und strategischen Planungen, während die Bedrohung durch Hybern immer konkreter wird. Freundschaften, Loyalitäten und persönliche Opfer rücken dabei ebenso in den Fokus wie die Frage, welchen Preis der Sieg letztlich fordern wird.
Meine Meinung
Obwohl zwischen Band 2 und diesem Teil bei mir eine Pause von rund drei Monaten lag, war ich nach wenigen Kapiteln wieder komplett in der Geschichte angekommen. Der Schreibstil ist nach wie vor unglaublich fesselnd, atmosphärisch und emotional und hat mich schnell wieder in diese Welt hineingezogen.
Kritisch sehe ich allerdings vor allem die Längen im Mittelteil. Ein Großteil des Buches besteht aus strategischen Überlegungen und Planungen rund um den Krieg gegen Hybern. Diese Passagen sind zwar wichtig, haben sich für mich aber stellenweise sehr gezogen. An einigen Punkten hätte eine Straffung der Handlung dem Buch gutgetan, ohne an Tiefe zu verlieren.
Dadurch hat mich Band 3 insgesamt weniger mitgerissen als der zweite und teilweise auch der erste Band. Es passiert zwar objektiv viel, doch durch die vielen Ausschweifungen verschwimmt einiges miteinander und verliert etwas an emotionaler Wirkung.
Das letzte Viertel, insbesondere die letzten rund 150 Seiten, war zunächst unglaublich stark. Die Ereignisse haben mich emotional komplett mitgenommen und ich habe beim Lesen mehrfach Tränen vergossen. Allerdings wurden einige dieser sehr intensiven Momente in den darauffolgenden Kapiteln wieder relativiert, was ihnen rückblickend etwas von ihrer Wucht genommen hat. So sehr ich die Auflösungen emotional mochte, haben sie für mich einen Teil der zuvor aufgebauten Dramatik abgeschwächt.
Charaktere
Besonders geliebt habe ich Feyres Entwicklung. Sie ist längst nicht mehr nur die Kämpferin, sondern wird zunehmend durchtrieben, strategisch und manipulativ. Genau diese Facetten haben mir extrem gut gefallen. Ihre innere Stärke, ihre Anpassungsfähigkeit und ihr Wachstum gehören für mich zu den größten Highlights dieses Bandes.
Auch Rhysands Inner Circle bleibt ein absoluter Wohlfühlfaktor. Die Dynamik zwischen den Figuren ist so liebevoll und warm, dass man beim Lesen selbst dieses Gefühl von Freundschaft und Familie spürt. Diese Verbundenheit macht die Geschichte emotional unglaublich greifbar.
Rhysand selbst ist für mich weiterhin eine absolute Green Flag.Entgegen vieler Stimmen im Social Read auf Reado muss ich außerdem sagen, dass mir Nesta in diesem Band zunehmend sympathischer wurde. Ja, sie ist patzig, schwierig und temperamentvoll, aber genau das macht sie so interessant. Man spürt sehr deutlich, dass hinter ihrem Verhalten mehr steckt, als sie nach außen zeigt.
Auch Elain ist mir in diesem Band deutlich näher ans Herz gewachsen und wirkt viel präsenter und greifbarer als zuvor.Fazit & Empfehlung: ⭐⭐⭐⭐
Das Reich der sieben Höfe – Sterne und Schwerter ist ein emotionaler und bedeutender dritter Band mit starken Charakterentwicklungen und vielen intensiven Momenten. Die strategischen Längen im Mittelteil sowie einige Entscheidungen im letzten Abschnitt nehmen dem Finale jedoch etwas von seiner ursprünglichen Wucht.
Trotzdem bleibt es ein wichtiger, berührender Teil der Reihe – für mich allerdings nicht ganz so mitreißend wie seine Vorgänger.Ich empfehle Band 3 Leser:innen, die...
• ...tiefgehende Charakterentwicklungen lieben.
• ...emotionale High-Fantasy schätzen.
• ...Freude an politischen und strategischen Elementen haben.
• ...starke Gruppendynamiken und Found Family mögen.Wer jedoch ein sehr stringentes Tempo oder ein kompromisslos hartes Finale erwartet, könnte die Längen deutlicher spüren.
- John Green
Das Schicksal ist ein mieser Verräter
(12.809)Aktuelle Rezension von: Trishen77"Eigentlich ist fast alles eine Nebenwirkung des Sterbens."
Ich bin bereits seit Eine wie Alaska ein großer Fan des amerikanischen Autors John Green und seiner Jugendromane, die oft die Feinheiten dieses Genres und einzigartigen Thematiken verknüpfen. Ich weiß nicht, was es genau ist, das seine Bücher so ehrlich und doch so gut erzählt erscheinen lässt, aber in seinen Büchern fühle ich wohl, wie es mir sonst nur bei Autoren wie John Irving, Jorge Luis Borges oder den Gedichten Rilkes passiert. Was ihn jetzt nicht mit einer dieser Autoren konkret in Verbindung setzten soll, aber es ist da eine unkomplizierte Präsens in seinen Geschichten, Personen, seiner ganzen Sprache, die der Erfahrung des Lesens ein wenig das Glasscheibenhafte, das Hindernis nimmt, was manchmal zwischen Leser und Lektüre steht.
Gleich vorweg: "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" ist ein wirklich tolles Buch. Es ist vollkommen unprätentiös, es wirkt auf dem Leser, ist ein wunderbar unüberladenes Erlebnis. Es erreicht uns im Kleinen und es erreicht uns im Großen, ist eines dieser Bücher, an dem wir nicht vorübergehen können, sondern kurz innehalten, vielleicht nicht einmal genau wissen warum wir innehalten, aber eins ist klar: das Innehalten genügt als Grund, die Rührung genügt als Schleife auf dem Moment, das Buch, gelesen, in der Hand, genügt als vollendeter Ruf an das Leben in uns allen.
"-und sofort bekam ich Angst, dass die Leute über mich, wenn ich starb, auch nichts anderes zu sagen hätten, außer das ich tapfer gekämpft hätte, als wäre das einzige, was ich je getan hatte, Krebs zu haben."
Und um Leben geht es in diesem Buch, viel mehr, als in vielen anderen Büchern, in denen die Menschen tatsächlich die ganze Zeit einfach nur leben.
Hazel Grace ist 16 und kann nur noch durch zugeführten Sauerstoff aus einer Flasche überleben, die sie mit sich herumtragen muss; Krebs in der Schilddrüse, Metastasen in der Lunge - unheilbar, nur noch aufhaltbar. Gelegentlich geht sie einmal in der Woche zu einer Art Gruppentherapie in einer Kirche für krebskranke Kinder. Dort trifft sie eines Tages einen Jungen, der selber mal an Krebs erkrankt war, jetzt aber gesund ist. Und es scheint, dass er sich auffällig für Hazel interessiert...
Es ist natürlich letztlich unbeschreiblich, wie nah einem ein Buch nach der Lektüre steht. Also nicht nur, wie nah es einem geht, sondern wie sehr man darin, abseits vom Thema, Spuren einer lebendigen Wirklichkeit und Wesenhaftigkeit spürt - oder, altmodisch gesagt: Dass es ist, als wären die Romanfiguren Teilnehmer an einem Spiel, das auch wir spielen, wenn wir das Buch wieder geschlossen haben. Solche Bücher erreichen uns mit ihrem Thema stärker als andere, nicht weil sie Illusionen fabrizieren oder unterstützen, sondern weil sie offenbaren, was gültig ist in allem, egal ob Realität oder Fiktion. Eins davon ist sicherlich die Liebe und dieser Roman zeigt auch noch einige mehr.
"Jedenfalls sind die wahren Helden nicht die Leute, die Sachen tun; die wahren Helden sind die, die Dinge BEMERKEN, die AUFMERKSAM sind."
Im Grunde ist die Geschichte eine Liebesgeschichte – und dass sie viel, viel mehr ist, lässt diesen letzten Punkt trotzdem nicht in Vergessenheit geraten. Von den Szenen, durch die diese Buch sich bewegt, haben mich viele berührt, viele habe ich mit Spannung und Aufmerksamkeit verfolgt, viele sind mir als sehr gut geschilderte Gesten im Gedächtnis geblieben, die Kleinigkeiten eines Buches eben, die seine Lektüre zu einem riesengroßen Raum machen, den man nach der Lektüre nicht sofort verlassen kann, weil man ihn noch eine ganze Weile durchwandern muss. Übergreifend (Achtung SPOILER) hat mich aber letztendlich die Szene berührt, in der das Motto, die Essenz dieses Buches in aller Deutlichkeit hervortritt, wie sonst nur in einem Film , der einen sehr ähnlichen Namen und eine ähnliche Botschaft trägt. Die Szene in der Gus zu ihr sagt und man weiß, dass es das ganze Buch einfängt und letztendlich in diesem Satz der Punkt hinter die Aussage gesetzt wird, wodurch sie vollkommen ist:
"Das Leben ist schön, Hazel Grace."
Ein Moment zum Heulen. Aber auch ein Moment um John Green zu danken. Weil er ein großartiges Buch geschrieben hat. Denn damit ist natürlich nicht alles gesagt - aber das Wichtigste.
Nachtrag: Es grenzt vielleicht schon an Blasphemie, wenn ich mir erlaube hier zwei Bücher anzuhängen, die keineswegs genau wie dieses Buch sind, ja noch nicht mal mit derselben Grundthematik arbeiten, aber denjenigen gefallen könnten, die auch dieses Buch gut fanden, und vielleicht stelle ich sie auch nur hier noch hinten an, weil sie mir ebenfalls sehr am Herzen liegen:
Das also ist mein Leben
Die Nackten
Auch sehr zu empfehlen ist natürlich "Eine wie Alaska", Greens Debüt, ähnlich einzigartig wie dieser Roman. - Sarah J. Maas
Das Reich der Sieben Höfe – Flammen und Finsternis
(2.616)Aktuelle Rezension von: GypsyACHTUNG ⚠️ BAND 2 der Reihe
Dieses Buch wird allein aus Feyres Sicht in der ersten Person erzählt, was ich meist schwierig finde, aber hier konnte ich mich sehr gut in Feyre hineinversetzen und alles nachempfinden.
Feyre hat es unter dem Berg überlebt und muss nun mit den Konsequenzen leben und tut es sich dabei schwer. Sie hat sich verändert und muss auch noch damit klar kommen ohne Hilfe zu bekommen.
In diesem Buch finden sich viele Twists, die sich teilweise im ersten Band abgezeichnet haben und mir gefällt die Wendung, die hier genommen wird.
Fazit:
Eine logische und nachvollziehbare Entwicklung in Feyre und eine epische Liebesgeschichte.
Klappentext
Feyre hat überlebt. Sie hat Amarantha, die grausame Fae-Königin, besiegt und ist mit Tamlin an den Frühlingshof zurückgekehrt. Doch das scheinbar glückliche Ende täuscht. Tamlin verändert sich immer mehr und nimmt ihr allen Freiraum. Feyre hat Albträume, denn sie kann die schrecklichen Dinge nicht vergessen, die sie tun musste, um Tamlin zu retten. Und sie ist einen riskanten Handel mit Rhys eingegangen und muss nun jeden Monat eine Woche an seinem gefürchteten Hof der Nacht verbringen. Dort wird sie immer tiefer in ein Netz aus Intrigen, Machtspielen und ungezügelter Leidenschaft gezogen. - Sarah J. Maas
Throne of Glass – Kriegerin im Schatten
(2.032)Aktuelle Rezension von: Leonie1Throne of Glass – Kriegerin im Schatten baut die Geschichte konsequent weiter aus und wirkt insgesamt deutlich ausgearbeiteter. Die Handlung bietet viele Wendungen, von denen einige wirklich unerwartet kommen und die Spannung hochhalten.
Gleichzeitig hatte ich zwischendurch das Gefühl, dass sich manche Passagen etwas ziehen. Trotzdem bleibt die Geschichte gut vorstellbar und atmosphärisch dicht, sodass man immer wieder gerne zurück in die Welt eintaucht.
Die Charaktere sind weiterhin ein grosser Pluspunkt. Sie wirken vielschichtig und entwickeln sich weiter, auch wenn nicht jede Entscheidung sofort nachvollziehbar ist. Genau das macht sie aber auch menschlich und interessant.
Insgesamt ein spannender zweiter Band mit überraschenden Momenten, der nicht durchgehend packt, aber definitiv neugierig macht. Das Ende sorgt dafür, dass man unbedingt wissen möchte, wie es weitergeht.
- Ben Aaronovitch
Die Flüsse von London
(1.932)Aktuelle Rezension von: Juliane_PeterDer Typ (Peter) ist einfach ein ganz normaler Polizist. Kein Schicksal, keine Prophezeiung. Und dann steht er nachts am Tatort und nimmt die Aussage von einem Geist auf, als wäre das das Normalste der Welt.
Magie ist hier nichts Schönes oder Glitzerndes. Das ist Arbeit. Lernen. Fehler machen. Kopfschmerzen bekommen. Wenn du Mist baust, musst du mit den Konsequenzen leben .
Und London ist nicht nur Kulisse, sondern fühlt sich wie eine eigene Figur an. Vor allem die Flussgötter – die Themse als politische Macht fand ich überraschend cool. Das ist Mythologie, aber komplett in den Alltag eingebaut.
Plötzlich geht es nicht mehr nur um „oh, Magie ist ja spannend“, sondern darum, was das alles anrichtet. Der Bösewicht ist auch nicht einfach nur böse, sondern eher ein Warnschild: So endet es, wenn Magie ohne Kontrolle benutzt wird.
Der Stil ist trocken, sehr britisch, teilweise fast nüchtern – das muss man mögen.
London ist viel älter, viel gefährlicher – und Magie ist da. Sie wird nur offiziell ignoriert.
- Sarah J. Maas
Throne of Glass – Erbin des Feuers
(1.591)Aktuelle Rezension von: LaurapearAuch der dritte Band war wieder unglaublich toll geschrieben! Die Charakterentwicklung von Celeana ist in diesem Band unglaublich stark. Am Anfang des Buches wirkt sie gebrochen, doch sie kann ihre Stärke und Kraft wieder finden - was nicht zuletzt auch dem Training und der Beziehung zu Rowan geschuldet ist.
Die Beziehung der beiden, und wie sie sich im Laufe des Buches entwickelt, ist unglaublich tiefgründig und emotional. Das Ende macht natürlich Lust sich sofort den nächsten Band zu schnappen.
Sarah J Maas schafft es auch hier wieder, dass man komplett in die Geschichte eintaucht. Ob man mit Celeana und Rowan bis zur Erschöpfung trainiert; mit Chaol und den Rebellen Pläne schmiedet, oder Dorian bei der Suche nach sich selbst und seinen Kräften begleitet - der Spannungsbogen reißt nie ab und man möchte garnicht mehr aufhören zu lesen!
- Colleen Hoover
Nur noch ein einziges Mal
(2.002)Aktuelle Rezension von: Ellaa_Meine Meinung: Ein wirklich wunderschönes Buch welches mitten ins Herz geht- Lillys Geschichte ist so chaotisch wie im wahren Leben. Und ist leider in vielen Haushalten Alltag. Eine Geschichte die nicht nur schwarz und weiß aufzeigt, sondern gerade die verzwickten grauen, die uns das Leben schwer machen. *Achtung! Die Rezension enthält Spoiler. Triggerwarnung: In diesem Buch werden schwierige Thematiken wie häusliche Gewalt angesprochen. Wenn ihr damit Probleme habt, solltet ihr das Buch nicht lesen. *
Cover: Das Cover ist wirklich wunderschön und hat mir auf Anhieb gefallen. ♡ Der Hintergrund ist in einem zarten hellblau gehalten worden. Für mich die perfekte Farbe- das Buch hatte viele schöne Facetten und war so klar und feinfühlig. Eyecatcher des Buches ist eine wunderschöne rosa Orchidee die rechts aus der Ecke ragt- jedoch sind die Blüten dort, wo sie am schönsten erblühen sollten, gesplittert. Die Orchidee steht für Liebe und Stärke- keine Blume hätte den Inhalt des Buches so perfekt zusammenfassen können. Und auch die Schattenseiten so wunderschön visuell zeigen.
Schreibstil: Der Schreibstil von Colleen Hoover hat mir auch dieses Mal wieder sehr gut gefallen. :) Schon bei "Weil ich Layken Liebe" war ich von ihrer Feinfühligkeit begeistert. Und auch bei diesem Werk hat sie mich nicht enttäuscht. Gerade das Nachwort der Autorin hat mich unendlich doll und mitten ins Herz getroffen- denn die Autorin verarbeitet damit einen sehr persönlichen Teil ihres Lebens und lässt uns daran teilhaben! Ihren Schreibstil würde ich tatsächlich als sehr leicht zu lesen, unglaublich feinfühlig und authentisch beschreiben wollen. Ich habe das Buch wirklich genossen und freue mich darauf, weitere Werke aus ihrer Feder zu lesen! ♡
Idee: Die Idee hat mir wirklich außerordentlich gut gefallen- gerade die Zeitsprünge in die Vergangenheit von Atlas und Lilly, aber auch ihrer Mutter und ihrem Vater, anhand von Tagebucheinträgen war wirklich toll. Von den wunderschönen Jugenderinnerungen mit Atlas, bis zu den schlimmen mit ihrem Vater und ihrer Mutter. Häusliche Gewalt ist hier definitiv ein zentrales Thema. Wenn auch wahrlich kein Leichtes. Denn alles, hat auch seine guten Seiten.. Ich finde es überaus wichtig, dass diese tabu Themen offen angesprochen werden und sage "chapeau an Colleen Hoover für diesen Mut!". Hauptgeschichte stellt aber das Chaotische Leben von Lilly und ihre absolut bezaubernde Liebesgeschichte zu Ryle dar. Ich habe diese Story wirklich genossen und habe ihre "nackten Wahrheiten" geliebt. Wie gerne hätte ich ihnen aus tiefstem Herzen ein happy End gewünscht, aber: Ihre Enscheidung war für alle das Richtige. Besonders schön fande ich die letzten Kapitel des Buches. Das Leben ist manchmal unerwartet schwer, aber gleichzeitig schön zugleich. Lilly konnte den Kreislauf aus Gewalt für sich und ihre Tochter durchbrechen. Auch wenn es ihr ein kleines bisschen das Herz gebrochen hat..Währenddessen lässt sie das Ungewisse in ihr Leben: Atlas. Ein für mich sehr akzeptables Ende mit ein bisschen Schmalz als Topping. :) Man merkt schon, dass ich ein bisschen im Team Ryle war. (entschuldigt Mädels!)
Charaktere: Die Charaktere sind wirklich unheimlich gut ausgearbeitet worden und ich müsste lügen, wenn ich sage, dass ich nicht mit jeden einzelnen von ihnen mitgefiebert hätte. ♡ Zu allererst: Wer wünscht sich nicht eine Freundin wie Alyssa? Ich habe selten so einen herzensguten Charakter genießen dürfen. Ihre Wärme und Herzlichkeit war einfach Balsam. :) Ganz große Alyssa Liebe. Wenn man sich ihr Gegenstück Marshall anschaut, erkennt man, dass auch er das Herz am rechten Fleck hat. Zwei sehr sympathische Menschen, die ich unbedingt erwähnen möchte! Das klassische Bonbon ist der Hauptcharakter: Lilly! Lilly ist alles andere als perfekt, ist manchmal ein wenig chaotisch, doch absolut authentisch mit ihren kleinen Macken und Fehlern. Dennoch habe ich sie wirklich und wahrhaftig gerade zum Ende hin wirklich bewundert. Und sollten wahre Superhelden nicht genau das verkörpern? Wer den klassischen Graucharakter darstellt ist für mich, ganz klar Ryle. Obwohl er immer unheimlich verliebt wirkt und so sanft zu Lilly ist, hat er doch seine düsteten Seiten.. und die haben es wirklich in sich.. Atlas, Lillys erste große Liebe hingegen, war immer gut zu ihr. Und ist selbst in ihren düsteren Zeiten für sie da, wie sie für ihn früher..
Mein Fazit: Ich vergebe herzliche 4,5 Sterne. Bei diesem Buch habe ich tatsächlich zuerst den Film gesehen, finde im Fazit aber tatsächlich beides gut. :) Natürlich werden die Emotionen im Buch sehr viel besser wiedergespiegelt. ♡ Ich habe Lilly als Charakter wirklich lieben gelernt und bin schon etwas wehmütig, jetzt wo ich das Buch zugeschlagen habe. Colleen Hoover hat hier eine wundervolle Geschichte gezaubert! Eine ganz klare Leseempfehlung von mir.
- Andrzej Sapkowski
Der letzte Wunsch
(846)Aktuelle Rezension von: R_D1Viele geschlossene Fantasy-Zyklen haben das Problem eines langweiligen, langsam erzählten ersten Bandes.
Das ist hier anders!
Das Buch erzählt vom in sich gekehrten Hexer Geralt und seinem heiteren Gefährten, dem Barden Rittersporn, die wir durch ihre mittelalterliche Welt begleiten. Bereits in diesem ersten Band begegnen wir vielen verschiedenen Figuren und Spezies: Yennefer, Pavetta, Igel, Nenneke, Zauberinnen, Priesterinnen, Monster, Götter, Elfen, ... und werden über die Verquickung so mancher Schicksäle aufgeklärt. Diverse Anspielungen auf Märchen lassen uns in Geralts Welt schnell Orientierung finden.
Der Erzählstil ist dialogreich und folgt einem zügigen Tempo. Auf keiner einzigen Seite langweilte ich mich!
Über die Figurenrede werden Rückblenden, Binnenerzählungen und trockener Humor eingebaut. Glückseligkeiten, die den Figuren widerfahren, durchbrechen die düsteren Momente - und umgekehrt.
- Colleen Hoover
Verity
(1.874)Aktuelle Rezension von: AnnalenaRAllgemeines
Das Cover vom Buch gefällt mir wie bei den meisten Büchern von Colleen Hoover sehr gut. Das Zusammenspiel der Farben ist durchaus sehr stimmig, es verrät aber in meinen Augen nicht zu dem Inhalt des Buches bzw. der Geschichte. Der Klappentext auf der Rückseite ist sehr kurz gehalten, ebenso sind die meisten Kapitel nicht so lange, was ein entspanntes Lesen ermöglicht.
Zusammenfassung
Leider kann man das Buch nicht zu sehr zusammenfassen, da man sonst auch schon einige Punkte aus der Geschichte vorwegnimmt.
Die Jungautorin Lowen Ashleigh bekommt ein Angebot, das sie unmöglich ablehnen kann: Sie soll die gefeierten Psychothriller von Starautorin Verity Crawford zu Ende schreiben. Lowen akzeptiert – auch, weil sie sich zu Veritys Ehemann Jeremy hingezogen fühlt. Während ihrer Recherchen im Haus der Crawfords stößt sie auf einige kuriose Dinge und verliert womöglich langsam den verstand.Protagonisten & Persönliche Meinung
Lowen ist eine tolle junge Frau die durchaus schon einiges in ihrem Leben durchstehen musste und erlebt hat, besonders wenn man daran denkt was direkt zu Beginn der Geschichte passiert. Sie ist sehr offen und hat dennoch einige Zweifel, besonders wegen ihr selbst oder ihrer Arbeit die sie macht. Im verlauf der Geschichte hat man das Gefühl ihre Gänsehaut teilweise selbst spüren zu können.
Jeremy ist eigentlich ein Sympathischer Mann, zumindest hat man das immer im Gefühl. Er macht manchmal den Eindruck als hätten all seine Schicksalsschläge, die auch so schnell nacheinander passiert sind keinerlei Probleme davongetragen. In der Geschichte kommt er auch sehr als hilfsbereiter Mensch rüber.
Die neben Protagonisten sind teilweise sehr wenig beschrieben bzw. haben wenig Rolle und sind dann deutlich mehr präsent aber alle passen auf ihre eigene Art perfekt in die Geschichte und haben etwas zu sagen.
Meiner Meinung nach ein ziemlich krasses Buch, dass an manchen Stellen wenig mit einem klassischen Roman zutun hat sondern eher wie ein Psychothriller. Der Schreibstil ist ähnlich wie bei den meisten Büchern von Colleen Hoover, lässt sich sehr flüssig lesen und man ist sehr schnell Teil der Geschichte und kann nicht aufhören zu lesen. Die Geschichte selbst hat mich ab Seite 1 komplett gefesselt und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, teilweise fand ich es aber auch ein wenig Gruselig was und wie beschrieben wurde. Mich hat es tatsächlich auch sehr verwirrt weil ich durchaus mehr mit einem Roman gerechnet habe und das Gefühl hatte das diese Ebene weniger Rolle in der Geschichte hat als die Psychothriller. Am Ende hat man leider noch ca. 40 Seiten übrig wobei man eigentlich schon mit allen Handlungen durch ist, der Epilog ist in dem Buch deutlich länger als in den meisten anderen ihrer Bücher. Beim Epilog muss ich leider Sterne abziehen, da ich ihn teilweise zu sehr in die Länge gezogen fand und auch die Geschichte nicht so zufriedenstellend. Alles in allem ein sehr gutes Buch von Colleen Hoover bei dem man nicht enttäuscht wird wenn man die Kombination aus Psychothriller und Roman mag.
- John Strelecky
Das Café am Rande der Welt
(1.278)Aktuelle Rezension von: Lili-MarieDas Café am Rande der Welt liest sich leicht weg und hat ein paar nette Denkanstöße. Die Idee, zufällig in so einem mysteriösen Café zu landen und plötzlich über den Sinn des Lebens und all das nachzudenken, ist eine tolle Idee und eine schöne Vorstellung. Das Buch hat mich an einigen Stellen wirklich zum Nachdenken angeregt und ich habe mich mit den Fragen, die sich John schon gestellt hat, beschäftigt.
Trotzdem bleibt das Buch insgesamt eher oberflächlich. Vieles klingt wie bekannte Lebensweisheiten, die man schon öfter gehört hat, nur eben in einer kleinen Geschichte verpackt. Wenn man schon ein bisschen was in Richtung Persönlichkeitsentwicklung gelesen hat, wirkt es nicht besonders neu. Auch die Figuren bleiben ziemlich blass. Zudem wiederholt sich auf den wenigen Seiten einiges mehrmals und das Potential wird daher meiner Meinung nach nicht vollkommen ausgeschöpft.
Unterm Strich ein nettes, kurzes Buch für zwischendurch, das zum Nachdenken anregt, aber nicht mega lange im Gedächtnis bleibt.
- Umberto Eco
Der Name der Rose
(1.632)Aktuelle Rezension von: MH41197Man kann mir mit Recht nachsagen, dass ich historische Romane nicht mag. Das hat seine Gründe - das Genre ist meiner Ansicht nach weder Fisch noch Fleisch, meist trivial, neolibreal dazu auffordernd, sich gleichzeitig an vergangenen Brutalitäten zu ergötzen und dabei dankbar zu sein, heute in der "besseren Welt" (die - Ironie! - natürlich frei von jedem Unrecht ist ... Nicht!) leben zu dürfen, und außerdem überfüllt mit sinnentleerten Gewalt- und Sexszenen.
Mit anderen Worten: Ich hätte vielleicht nicht gedacht, dass ich jemals einem historischen Roman eine volle Punktzahl geben würde, hätte ich Umberto Ecos "Der Name der Rose" nicht gekannt. Denn dieser Roman ist in jeder Hinsicht perfekt - obwohl in vergangenem Setting.
Im Italien des Jahres 1327 reist der englische Franziskanermönch und Ex-Inquisitor William von Baskerville (eine von Ecos humoristischen Anspielungen auf andere Literaten - der Nachname ist klar aus Sherlock Holmes entlehnt) mit seinem jugendlichen deutschen Gehilfen Adson von Melk in eine abgelegene, düstere Abtei in den Appenninen, um dort an einer theologischen Debatte zwischen den zerstrittenen Mönchsorden teilzunehmen. Aufgrund seiner Berühmtheit als früherer Inquisitor - vor allem als einer, der diese Tätigkeit mehr als Richter und Detektiv, denn als Hexenverbrenner verstand -, wird William vom Abt gebeten, den sonderbaren Tod eines jungen Mitgliedes des Klosters aufzuklären. William beginnt zu ermitteln - und stößt dabei schon bald an die Grenzen der Weltbilder seiner Zeit, und zwischen die Machenschaften der Post-Kreuzzugs-Ära der spätmittelalterlichen religiösen Extremisten, die für ihre Überzeugungen zu morden und zu sterben bereit sind und jedem Andersdenkenden keinerlei Existenzrecht zugestehen - sei er Wissenschaftler, Freigeist, kritisch denkender Theologe, Katharer, Jude, Muslim ... oder einfach nur eine Frau zur falschen Zeit am falschen Ort.
Spannend ist dieser Roman allemal - aber nicht im klassischen Stil eines Krimis (der "Der Name der Rose" zweifelsohne ist), dafür ist die Handlung sehr viel dichter gepackt, fast schon eine Milieustudie eines (spätmittelalterlichen) Klosters oder: einer religiös fundamentalistischen (oder wie wir es heute nennen würden: "evangelikalen") Gesellschaft - und damit hat der Roman trotz seines fernen Themas auch noch etwas: Aktualität. Wenn wir die Extremisten in Ecos Kloster über "die Ketzer" reden hören und über den Niedergang der Welt, dann fühlt man sich nicht wenig erinnert an moderne Eiferer, deren Ersatzwort für den Begriff Ketzer "die Woken" geworden sind, wenn man die Selbstherrlichkeit des letztendlichen Antagonisten erlebt, der im Bewusstsein vollkommener Rechtschaffenheit seine Mitbrüder zu einem höheren Ziel tötete und als Kollateralschäden in Kauf nahm, so hat man die Worte von selbstgerechten, brutalen Machtmenschen wie Putin oder Netanyahu im Ohr, und mit dem Selbstmord des Antagonisten und seinem Versuch, dabei alles mit sich zu vernichten, so denkt man unweigerlich an die Selbstmordattentate des ISIS. Umberto Eco hat einen Roman in der Vergangenheit geschrieben, der uns etwas über seine Gegenwart, und aus Ecos Perspektive, der ihn in den 1970er Jahren schrieb, sogar über Ecos damalige Zukunft, die heutige Gegenwart, erzählt. Und darin besteht bereits die Genialität des Namen der Rose - und in seinem Schreibstil: Denn Eco schreibt einen Plot im Plot - macht sich selbst zum zweiten Protagonisten, der im "heute" (oder eben: in den 1970ern) die französische Übersetzung der lateinischen Niederschrift des alten Mönches Adson von Melk ins zeitgenössische Italienische übersetzt - und begibt sich in dieser Eigenschaft dann in die Haut des alten Adson von Melk, der im Rahmen seines mittelalterlich-klösterlichen Weltbildes rückblickend die Geschichte seines jugendlichen Ichs an der Seite von William von Baskerville erzählt.
Der Name der Rose ist ein stilistisch, thematisch, plottechnisch und handwerklich ein Werk der Superlative: Der beste und der EINZIGE historische Roman, der nicht als "Märchen für Erwachsene" daher kommt, sondern einen Plot erzählt, der in tieferer Bedeutung von der erzählten Zeit in die Gegenwart seiner Niederschrift und bis ins Heute übergreift. Der Name der Rose ist kein "alter Schinken". Keine Mittelalterromantik. Er ist relevant - damals wie heute. Und auch morgen - solange es religiösen Extremismus und Machtgefälle in der Welt gibt.
- Tracy Wolff
Crush
(534)Aktuelle Rezension von: Jula007Nachdem ich jetzt den zweiten Teil gelesen habe, werde ich direkt den nächsten Teil lesen.
Ich liebe diese Mischung aus den verschiedenen magischen Lebewesen. Klar liebe ich die Vampire, aber die Drachen, also Flint, sind auch schon sehr cool.
! Spoiler !
Der Romance Plot ist auch echt toll, obwohl ich echt an "Das Reich der Sieben Höfe" und "Die Artefakte von Ouranos" denken. Ich bin gespannt, wie sich das ganze noch weiter entwickelt.
Auch das Grace so eigenständig und powerful ist, ist ein weiterer Pluspunkt.
- Sarah J. Maas
Throne of Glass – Königin der Finsternis
(1.214)Aktuelle Rezension von: koechlMan denkt ja wirklich, dass es nicht noch besser werden kann. Und dann beendet man Band vier mit feuchten Augen und sucht den sechsten Stern in der Anzeige
Dieser Band war einfach episch. Von Anfang bis Ende. Die storyline entwickelt sich wahnsinnig gut, die Wendungen kommen überraschend, die Charaktere sind alle so unfassbar toll, ich habe das komplette Spektrum der Gefühle durchlebt, und was für mich sehr selten ist: ich habe sogar das eine oder andere Tränchen verdrückt.
Diese Reihe ist jetzt schon ganz großes Kino. Allein die Weltgestaltung ist wahnsinnig interessant und komplex, und scheint mit jedem Band noch umfangreicher zu werden. Das Magiesystem ist wunderbar nachzuvollziehen, wobei ich sehr gespannt darauf bin, wie sich die Reihe in dieser Hinsicht weiter entwickelt. - Andrzej Sapkowski
Das Erbe der Elfen
(561)Aktuelle Rezension von: AlissilaDas Erbe der Elfen ist ein spannender Auftakt der Witcher-Saga, in dem Geralt, Ciri und Yennefer im Zentrum stehen. Sapkowski erschafft eine faszinierende, komplexe Welt voller Politik, Magie und moralischer Grautöne.
Allerdings fand ich die Erzählweise teilweise etwas verwirrend, da oft zwischen verschiedenen Perspektiven und Handlungssträngen gewechselt wird. Das macht den Einstieg etwas schwierig, auch wenn die Geschichte insgesamt fesselt.
- Sarah J. Maas
Crescent City – Wenn ein Stern erstrahlt
(353)Aktuelle Rezension von: NinaReadsNach den vorangegangenen Bänden der Crescent City-Reihe war meine Erwartung an Das Weitbuch durchaus hoch. Sarah J. Maas ist bekannt für ihre komplexen Welten, detailreichen Figuren und emotionalen Handlungsstränge. Doch obwohl ich grundsätzlich viel Geduld für epische Erzählungen mitbringe, hat mich dieser Band letztlich enttäuscht – und zwar nicht aus einem Mangel an Interesse an der Geschichte, sondern aufgrund ihrer Überfrachtung, Wiederholungen und erzählerischen Längen.
Eine Geschichte, die zu viel will
Von Beginn an zieht sich das Gefühl durch, dass dieses Buch zu viele Themen, Perspektiven und Nebenhandlungen gleichzeitig stemmen möchte. Die politische Dimension, die in Crescent City ohnehin schon stark ausgeprägt war, nimmt hier noch einmal deutlich zu. Es geht um Intrigen, Machtspiele, Hierarchien und Rebellionen – und obwohl das Potenzial dafür groß ist, verliert sich die Handlung in einem Dickicht aus Gesprächen, Absprachen und endlosen Erklärungen.
Ich habe nichts gegen politische Tiefe oder Weltenbau – im Gegenteil, das kann eine Fantasyreihe enorm bereichern. Aber hier hatte ich oft den Eindruck, dass die eigentliche Geschichte unter der Last der Details beinahe erstickt. Das Lesen wurde dadurch zunehmend anstrengend, und an manchen Stellen fragte ich mich, ob bestimmte Passagen überhaupt nötig gewesen wären.
Wiederholungen, die Geduld auf die Probe stellen
Besonders schwierig fand ich, dass bestimmte Themen immer und immer wieder aufgegriffen wurden. Die Geschichten um Sophie oder um die verstorbene Danika sind sicherlich emotional relevant, aber sie wurden so häufig neu beleuchtet, analysiert und wieder aufgewärmt, dass es irgendwann ermüdend wirkte. Trotz all der Rückblicke und Enthüllungen hatte ich am Ende das Gefühl, inhaltlich kaum weitergekommen zu sein. Man landete immer wieder in einer Sackgasse – und das ist als Leserin, die sich auf Antworten freut, ausgesprochen unbefriedigend.
Die Love Story – eine unnötig verlängerte Geduldsprobe
Ein weiterer Punkt, der mich enttäuscht hat, war die Entwicklung der Beziehung zwischen Bryce und Hunt. Die beiden haben eine großartige Dynamik, und in den vorherigen Teilen war ihr Zusammenspiel einer der stärksten Aspekte der Geschichte. Doch in diesem Band schien ihre Beziehung künstlich auf Abstand gehalten zu werden. Das angeblich „freiwillige“ Zurückziehen, das Hin und Her, das ständige Zögern – all das fühlte sich nicht organisch an, sondern wie eine bewusste Verzögerung, um Spannung zu erzeugen. Leider hat es für mich das Gegenteil bewirkt: es war frustrierend und nahm dem Buch viel emotionales Potenzial.
Ein Finale, das nicht trägt
Nach all den Längen habe ich natürlich auf ein großes, packendes Finale gehofft – ein Ende, das die Geduld belohnt. Und ja, die letzten Seiten sind rasant, überraschend und actionreich. Aber sie kommen zu spät und sind zu kurz, um die zähe Reise dorthin aufzuwiegen. Es war, als hätte das Buch endlich Fahrt aufgenommen – und dann war es plötzlich vorbei. Das hat die vorherige Anstrengung nicht wettgemacht, im Gegenteil: Der Schluss hat mir eher das Gefühl gegeben, dass das Erzähltempo über viele Hundert Seiten hinweg falsch gesetzt war.
Fazit
Der zweite Teil ist zweifellos ambitioniert und in manchen Momenten auch beeindruckend – aber insgesamt hat es mich enttäuscht. Die endlosen politischen Verstrickungen, die sich wiederholenden Nebenhandlungen und die unbefriedigende Figurenentwicklung haben meine Lesefreude stark getrübt. Obwohl ich viel Geduld habe und epische Fantasy normalerweise liebe, war dieses Buch für mich eine echte Geduldsprobe.
Am Ende blieb vor allem Frust: über die vielen Längen, über das künstlich verzögerte Beziehungsdrama und über ein Finale, das zu wenig Raum bekam, um all das aufzuwiegen.
Mein persönliches Fazit: Ein Werk mit viel Potenzial, aber zu viel Ballast – und leider eines, das mich am Ende enttäuscht zurückgelassen hat.
- Colleen Hoover
Weil ich Layken liebe
(3.953)Aktuelle Rezension von: LidenBedingte Leseempfehlung
Datum : 13.09.2025
✨Handlung✨
Layken zieht mit ihrer Mutter und ihrem Bruder um, nachdem ihr Vater überraschend verstorben ist. In der neuen Stadt verliebt sie sich Instant und die Liebe wird auch erwidert. Allerdings „darf“ die Liebe nicht sein.
✨Protagonisten✨
Charakter zeichnen ist das, was CoHo kann - auch wenn ich einige Dinge übertrieben und stark artifiziell empfand, so mochte ich die Charaktere. Besonders der kleine Bruder von Layken hat mein Herz erobert.
✨Setting✨
Okay come one. Die große Liebe nach 3 Tage ? Really? Ich bin kein großer Verfechter von Liebesromanen oder Jugendbüchern, vielleicht liegt es daran.
Es gab so 2 große Plottwist (ich Spoiler nicht) wovon mir einer ein Augenrollen entfacht hat, der andere mich aber echt mitgenommen hat. Ich mag es, dass CoHo tiefgründige Themen in ihren Büchern behandelt.
✨Schreibstil✨
CoHo schreibt wie immer schnörkellos - passend zu einem Thema im Buch, Poetry Slam (daher auch der englische Buchname Slammed, den ich soviel besser finde als die sperrige deutsche Übersetzung). Ich mag Poesie, ich mag Metaphern und um die Ecke denken. Allerdings fand ich die Poesie in dem Buch ausdruckslos. Naja, ich fand sie wirklich schlecht und sie hat mich 0 berührt.
✨Fazit✨
Man hat gemerkt, das es eines der ersten Bücher von CoHo ist. Nach dem ersten Buch wusste ich, ich werde die Reihe nicht fortführen, dafür ist mir die Story um Will und Layken zu gleichgültig. Ich würde es bedingt weiterempfehlen, die passende Altersgruppe wäre wohl 14-25 Jahre.
- Colleen Hoover
Hope Forever
(2.331)Aktuelle Rezension von: Its_angieIch habe leider den zweiten Teil als erstes gelesen, aber auch den sehr gemocht. Dieses Buch ist aus der Sicht der 17 Jähriger Sky und ich fand es spannend die Geschichte aus ihrer Sicht mitzuerleben. Es war spannend von der ersten bis zur letzten Seiten, deswegen habe ich es auch direkt am Stück durchgelesen. Ich habe auch bei diesem Buch so mitgefiebert und mag beide Charaktere, Sky und Dean.
Der Schreibstil ist flüssig und schnell zu lesen, einfach perfekt. Es ist außerdem romantisch, tiefgründig, gefühlvoll und schlüssig.
- Amie Kaufman
Illuminae
(573)Aktuelle Rezension von: auszeit_lesenWorum geht’s?
Gerade noch trennen sich Kady und Ezra, als plötzlich ihr Planet angegriffen wird und sie sich halsüberkopf retten können – auf getrennte Raumschiffe. Doch damit sind sie noch nicht in Sicherheit, denn die KI eines der Raumschiffe gerät außer Kontrolle.
Wie war’s?
Zu diesem Buch habe ich schon einige Empfehlungen bekommen und es hat mich völlig unerwartet aus einer Flaute gerettet. Illuminae würde ich in die Schublade YA Sci-Fi stecken und auch wenn es nicht euer favorisiertes Genre ist, lohnt sich der Versuch!
Was mich besonders gereizt hat, ist der Buchaufbau. Ich mag es ja sehr, wenn Geschichten anders dargestellt werden. In diesem Fall besteht das Buch aus Interview-Mitschnitten, Überwachungstransskripten, E-Mails und Chatverläufen, Tagebucheinträgen, Daten aus dem KI-Kern usw. Und das funktioniert einfach richtig gut!
Gleiches gilt für die Charaktere: Kadie entpuppt sich als toughe Hackerin und Ezra zeigt, dass er mehr ist als ein cooler Macho und einen ziemlich weichen (und witzigen) Kern hat. Die Chemie zwischen den beiden passte und die Handlung war durchgehend spannend, zum Ende hin sogar mehrfach überraschend.
Für mich wurde Illuminae damit ganz unerwartet zu einem Highlight!
- Jussi Adler-Olsen
Erbarmen
(4.212)Aktuelle Rezension von: Novaa„Erbarmen“ von Jussi Adler-Olsen liefert einen soliden Start für die Carl-Mørck-Reihe.
Die Charaktere sind gut eingeführt, allen voran Assad, der mit seiner geheimnisvollen Vergangenheit für Spannung sorgt und Lust auf mehr macht. Die Handlung verläuft auf zwei Zeitebenen, die geschickt miteinander verwoben werden und bis zum Finale stetig an Intensität gewinnen. Das große Finale kommt allerdings etwas abrupt und wirkt schnell abgehandelt, was den Gesamteindruck leicht schmälert. Der Epilog hingegen ist sinnvoll und rundet die Geschichte ab.
Insgesamt eine interessante Idee für den ersten Fall, die neugierig auf die weiteren Bände macht – kein Meisterwerk, aber definitiv ein solider Thriller.
- Colleen Hoover
Zurück ins Leben geliebt
(1.466)Aktuelle Rezension von: DeniseBooks1909Colleen Hoover gelingt es auch in Zurück ins Leben geliebt, schwere Themen mit viel Gefühl und Feingefühl zu erzählen. Die Geschichte handelt von Verlust, Trauer und dem langsamen Weg zurück ins Leben, und genau das spürt man auf jeder Seite.
Besonders gefallen hat mir die emotionale Tiefe der Charaktere. Ihre inneren Kämpfe wirken authentisch, manchmal fast schon unangenehm ehrlich. Die Liebesgeschichte steht nicht ständig im Vordergrund, sondern entwickelt sich behutsam, was gut zur Handlung passt. Dadurch fühlt sich vieles realistisch an und nicht überromantisiert.
Allerdings hatte das Buch für mich zwischendurch kleinere Längen, und einige Wendungen waren relativ vorhersehbar. Trotzdem überwiegen die starken, emotionalen Momente deutlich.
- Colleen Hoover
Layla
(765)Aktuelle Rezension von: Leonie1„Layla“ von Colleen Hoover hat mich wirklich überrascht – und das nicht nur ein bisschen. Ich bin ehrlich gesagt immer noch ziemlich geschockt, wie intensiv und unerwartet sich die Geschichte entwickelt hat. Anfangs dachte ich, ich bekomme eine klassische Liebesgeschichte, aber dieses Buch ist so viel mehr. Es ist spannend, düster, emotional – und absolut fesselnd.
Colleen Hoover schafft es meisterhaft, eine romantische Handlung mit übernatürlichen Elementen zu verweben, ohne dass es kitschig wirkt. Stattdessen entsteht eine ganz besondere, fast unheimliche Atmosphäre, die einen mitten ins Geschehen zieht. Ich habe jede Seite verschlungen und konnte kaum aufhören zu lesen.
Für mich war es ein Genre, das ich so bisher kaum kannte – und genau das hat das Buch für mich so besonders gemacht. Es hat mich überrascht, berührt und gleichzeitig richtig Gänsehaut verursacht. Ich kann „Layla“ jedem empfehlen, der Spannung liebt, sich gerne ein bisschen gruselt, aber dabei nicht auf eine emotionale, tiefgehende Liebesgeschichte verzichten möchte. Ein Buch, das nachhallt und einen nicht so schnell loslässt.
- Sarah J. Maas
Throne of Glass – Celaenas Geschichte
(478)Aktuelle Rezension von: NataliteraturDas Prequel gibt einen spannenden und emotionalen Einblick in Celaena Sardothiens Vergangenheit und hilft dabei, ihre Entscheidungen und ihre Persönlichkeit besser zu verstehen. Die einzelnen Novellen sind abwechslungsreich, gut miteinander verknüpft und zeigen sowohl ihre Stärke als auch ihre verletzliche Seite.
Besonders gefallen hat mir, wie Sarah J. Maas bereits hier eine fesselnde Welt aufbaut und intensive Beziehungen entstehen lässt, die einen nicht mehr loslassen. Celaena ist eine beeindruckende Protagonistin, und ihre Entwicklung macht neugierig auf die restliche Reihe. Insgesamt ein großartiger Einstieg in die Throne of Glass-Welt und absolut empfehlenswert.























