Bücher mit dem Tag "dürre"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "dürre" gekennzeichnet haben.

56 Bücher

  1. Cover des Buches Dürre (ISBN: 9783453441187)
    Uwe Laub

    Dürre

     (82)
    Aktuelle Rezension von: KarenAydin

    «Nicht im Traum hätte Alex Baumgart jemals gedacht, dass ein zerknitterter, nach Bier stinkender Kassenbon einer verrauchten Studentenkneipe in Karlsruhe sein Leben verändern würde. Doch manchmal hielt das Schicksal Überraschungen bereit»

    Zusammen mit einem Kumpel entwickelt Baumgart die App „Aequitas“, die den CO2-Fußabdruck jedes Bürgers misst. Von der EU ein paar Jahre später verpflichtend für jeden Bürger eingeführt, werden CO2 Credits zur neuen Währung. Jeder hat nur eine bestimmte Anzahl an Credits, alles, was verbraucht wird (Strom, Wasser, Transport) kostet Credits. Einige sind sparsam, können ihre Credits weiterverkaufen, andere verfallen in Armut, weil sie zu viele verbrauchen und dann gibt es natürlich noch die, die illegalen Profit daraus ziehen. Klar, dass sich aus diesem Grundthema ein spannender Plot stricken lässt. 

    Im Zentrum der Handlung steht das Geschwisterpaar Julian und Leni, die einen Hof in Bayern betreiben, der allerdings auf den Namen ihres verstorbenen Vaters läuft. Dies fliegt auf, als der Hof abbrennt. Zudem haben sie Lebensmittelmarken für drei kassiert. So kommen sie in Kontakt mit der Kontrollgesellschaft, der ACON und ihren „Bluthunden“ und ein Kampf gegen Korruption und gegen die Zeit beginnt.  

    Also, der Hintergrund ist natürlich spannend, die Frage, welche Mittel notwendig sind, um den Klimawandel aufzuhalten, wie sehr der Staat in das Leben des Einzelnen eingreifen darf, um sicherzustellen, dass auch jeder seinen Anteil dazu leistet, ist eine notwendige Frage, die sich sicher auch in einem Roman spannend umsetzen lässt.

    Nur wird dieses Thema „Überwachungsstaat“ ebensowenig thematisiert wie die Folgen des Klimawandels. Abgesehen von der Tatsache, dass wir erfahren, dass Wasser knapp ist, erfahren wir so gut wie nichts über die Umwelt und die Auswirkungen des veränderten Klimas. Der Wissenschaftsthriller zeigt das gleiche Problem, dass es auch meiner Meinung nach in der ganzen Debatte um CO2 Emission gibt, zeigt sich hier: die Auswirkungen des Klimawandels werden ausschließlich in Bezug zum Menschen betrachtet, die Natur spielt hier in dem Roman so gut wie keine Rolle. 

    Was er aber dennoch ist: Es ist ein flott geschriebener Wissenschaftsthriller. Wer sich für Technik, Apps, Hacker usw. interessiert, wem vielleicht auch die letzten drei von Arno Strobel gefallen haben, der ist mit diesem Roman gut bedient. 

    Wer gerne eine Dystopie möchte, in der es um die Umwelt geht, sollte vielleicht eher zu einem anderen Buch greifen. 

     

     

     

     

  2. Cover des Buches Hitze (ISBN: 9783499272509)
    Jane Harper

    Hitze

     (160)
    Aktuelle Rezension von: mixtapemaedchen

    Der Bundesagent Aaron Falk kehrt in sein Heimatstädchen Kiewarra nach zwanzig Jahren zurück. Sein ehemaliger bester Freund Luke Hadler, seine Frau und ihr Sohn wurden erschossen aufgefunden. Alle gehen von einem erweiterten Suizid aus. Einzig der ansässige Seargeant Raco hegt Zweifel und bittet Falk um Hilfe. Doch Falks Hilfe ist nicht nur von Nutzen, sondern reisst alte vergessene Wunden auf, die die ganze Dorfbevölkerung in Aufruhr versetzt. Dieses Thrillerdebut der Autorin Jane Harper sehe ich  als gelungen an. So schafft sie es ein Seeting einer australischen Dorfgemeinschaft einer unbedeutenden Kleinstadt im Nirgendwo zu schaffen, in das man sich gut herein versetzen kann. Besonders gut hat mir gefallen, dass sie flüssig abwechselt mit Passage aus vergangenen Situationen und der Gegenwart und so ein Gesamtbild schafft, dem man gut folgen kann. Im Ganzen ist dieses Buch eher ein ruhiger Thriller, der sich durch die unterschiedlichen Persönlichkeiten und deren Probleme hervorhebt. So ermittelt z. B. Falk rein privat. Obwohl die Dürre eher als Seeting dient und nicht, wie zu erwarten ist, als Hauptproblem, finde ich den Thriller spannend aufgrund der Menschlichkeit und der Dynamik eines Dorfes.

  3. Cover des Buches The Girl Before - Sie war wie du. Und jetzt ist sie tot. (ISBN: 9783328103271)
    JP Delaney

    The Girl Before - Sie war wie du. Und jetzt ist sie tot.

     (362)
    Aktuelle Rezension von: JohannaClara

    Nach dem Tod ihrer Tochter braucht Jane einen Neuanfang und zieht in eine ungewöhnliches Haus. Der Mietvertrag besteht aus Seitenweise Regeln und es gab ein persönliches Vorstellungsgespräch mit dem Architekten. Schon da wächst ihr Interesse an Edward Mokford. Allerdings bekommt die Freude um das  neue Haus schnell Risse, als sie erfährt das die Mieterin vor ihr in dem Haus ums Leben gekommen ist. Doch nicht nur das, die Frau sah ihr auch noch zum verwechseln ähnlich.

    Aber nicht nur das Haus scheint ein Geheimnis zu haben, auch der interessante Architekt scheint etwas zu verbergen.

    Das Buch beginnt etwas zäh und es dauert etwas, sich in die Geschichte reinzufinden. Durch die Sichtweise der beiden Frauen, Jane und Emma, bekommt der Lesende immer mehr Informationen über die beiden und ihr Leben in dem Haus. Am Ende mag man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Es handelt sich zwar nicht um ein hochspannendes Buch, aber doch um ein Lesevergnügen mit Irreführungen und spannenden Stellen.


  4. Cover des Buches Die Uralte Metropole - Lumen (ISBN: 9783453529120)
    Christoph Marzi

    Die Uralte Metropole - Lumen

     (343)
    Aktuelle Rezension von: Mizuiro
    Erst das Offensichtliche: Das Cover meiner Ausgabe von Lumen passt schön in die Reihe und ist genauso hübsch wie das der ersten beiden Teile. Irgendwo habe ich es ja schon geschrieben,... Das Cover war ausschlaggebend dafür, dass ich den ersten Teil gekauft habe... Das kann schon einiges ausmachen...
    Die Figuren in Lumen sind uns größtenteils schon aus Lycidas und Lilith bekannt. Emily ist jetzt  achtzehn und schon das mag ich an der Reihe sehr. Dass man als Leser mit den Figuren älter wird. So hängt man noch ein Stück mehr an ihnen. Leider ist man dann noch trauriger wenn man das Buch beendet hat...
    Auch sonst ist das Buch übrigens eine gelungene Fortsetzung seiner Vorgänger. Und ich meine sehr, sehr gelungen. Meistens finde ich es ja extrem schwierig Mehrteiler zu lesen. Da ist zwischen Teil X und Teil Y dann eine Menge Zeit vergangen und man kann sich nicht mehr gut erinnern und viele Autoren lassen einen diesbezüglich dann ja auch ziemlich im Regen stehen.Nicht so bei Lumen! Immer wieder werden Bezüge zu den vorigen Bänden hergestellt, Personen bzw. Ereignisse ins Gedächtnis gerufen und Zusammenhänge erklärt. Und zwar in perfektem Ausmaß. Es ist nicht so, als würde man eine gesamte Zusammenfassung des bisher geschehenen auf 100 Seiten wiedervorgekaut bekommen, aber man wird eben auch nicht einfach so in die Handlung geworfen. Die Gedächtnisstützen sind unauffällig und unaufdringlich im Buch verteilt, sie helfen, aber stören nicht. Perfekt! 
    Der Schreibstil Marzis ist auch in Lumen ganz, ganz großartig wunderbar literarisch und schön passend. Unter anderen Umständen wäre mir der Stil vielleicht zu pathetisch vorgekommen, aber.. ich weiß auch nicht... Master Wittgenstein darf das. Tatsächlich glaube ich, dass es an dem mürrischen Erzähler selbst liegt, dass mich dieser Stil nicht stört. Große Worte und sich wiederholende Wendungen passen einfach zu ihm. Aber fragt nicht mich... 
    Dazu kommen wieder die altbekannten großartigen intertextuellen Verweise, die einem aus jeder Zeile entgegenhüpfen und die ich so liebe! Irgendwann werde ich die Bücher noch einmal lesen und allen Verweisen auf den Grund zu gehen versuchen... Eine schöne Aufgabe fürs hohe Alter.
    Was soll ich noch sagen... Ich bin einfach so richtig begeistert von diesem Buch. Perfekter Stil, perfekte Spannung und das Ende... DAS ENDE!!! Ich bin immer noch ganz fertig...Ich mache es einfach kurz: Ich gebe dem Buch fünf Punkte, was sogar mehr ist, als ich dem zweiten Teil gegeben habe. Auch wenn beide Teile gleichermaßen spannend und sich im Prinzip sehr ähnlich sind, hat mich Lumen weniger verwirrt als Lilith. Die Handlung war eine Spur besser nachzuvollziehen und Lumen hätte in Wahrheit sowieso gleich zehn punkte verdient.
    Fairerweise möchte ich am Schluss noch anmerken, dass bestimmt nicht jeder die Uralte-Metropole-Reihe mögen wird. Der Schreibstil ist schon sehr eigen, weil ziemlich verschachtelt und die Handlungsstränge sind so verworren, das mag man... oder man mag es nicht. In jedem Fall ähneln sich die drei Teile sehr und ich wage zu behaupten: Wer Lycidas nicht gemocht hat, dem werden auch Lilith und Lumen nicht gefallen. Alle anderen sollten Lumen auf alle Fälle eine Chance geben!
  5. Cover des Buches Etta und Otto und Russell und James (ISBN: 9783426305461)
    Emma Hooper

    Etta und Otto und Russell und James

     (78)
    Aktuelle Rezension von: Orisha

    Als Otto aufwacht, ist Etta gegangen. Seine Etta, die er vor mehr als 50 Jahren kennenlernte - auf und davon. Doch Etta hat ihn nicht verlassen, vielmehr will sie sich einen Traum erfüllen und zieht los das Meer zu besuchen. Nur Russell, Ottos und Ettas Freund und Nachbar, hält es nicht und er zieht los Etta zu finden ... Doch auch in ihm löst sie etwas aus, was er kaum glaubte gesucht zu haben.

    Emma Hoopers Roman ist hinreißend - und das schreibe ich im vollsten Ernst - denn er ist weder kitschig noch rührseelig, vielmehr einfach hinreißend. Die Geschichte von Otto, Russell und Etta handelt von Freundschaft, von Liebe. Vom Leben auf dem Land, von verschiedenen Lebenskrisen und -träumen. Und ohne dass Hooper, die Geschichten der drei bis ins kleinste Detail auslotet - was eben auch Spielraum für eigene Gedanken lässt - ist sie hinreichend gut gestrickt. 

    Wir folgen vor allem Otto und Etta in ihrem 80-jährigen Dasein und erhalten gleichzeitig ihre und auch Russells Lebensgeschichte im ländlichen Kanada der 1940er Jahre. Ein Leben das hart war, das Entbehrungen mit sich brachte, aber eben auch familiäre Bande über die Kernfamilie hinaus zuließ und Kinder in eine Welt hinausziehen ließ, von der nicht immer klar war, dass sie sie heil zurückbrachte. 

    Kurzum: Hoopers Roman ist hinreißend, leicht, ohne sentimental zu sein und dabei noch kurzweilig zu lesen. 

  6. Cover des Buches Drachenflamme (ISBN: 9783442265824)
    Naomi Novik

    Drachenflamme

     (79)
    Aktuelle Rezension von: Roman-Tipps

    Nachdem die Geschichte des 5. Bandes „Drachenwacht“ so heftig, deprimierend und dramatisch gewesen ist, hatte ich gedacht, dass es nun im 6. Band „Drachenflamme“ von Naomi Novik etwas ruhiger vorgeht. Denn schließlich sind Kapitän Laurence und der Himmelsdrache Temeraire wieder glücklich vereint und zusammen können sie alles schaffen. Tatsächlich ist es auch nicht so dramatisch, aber von Ruhe ist nun wirklich keine Spur. Naomi Novik beweist wie immer einen Sinn dafür, eine gewaltige Menge an Spannungspunkten zu bieten, nur kurzzeitig von ruhigen Sequenzen unterbrochen. So erschafft sie, wie so viele Male zuvor, ein absolut schönes Abenteuer der beiden Freunde, welches nicht nur Spannung, Action und einen genialen Schreibstil aufweist, sondern auch wieder einiges an Humor durch die Drachen.


     

    Verfolgungsjagd quer durch Australien

     


    „Ich kann jemanden nicht leiden, der nicht aufhören will, uns beim Lesen zu stören, und das vier Mal, nur weil er sich noch einmal darüber beklagen will, wie schlimm die Kolonisten sind und wie viel Rum sie trinken.“


    (S. 28 aus „Drachenflamme“ von Naomi Novik, Blanvalet Verlag)

     



    „Drachenflamme“ spielt 1809 und beginnt bereits damit, dass sie Australien mit dem Drachentransporter Allegiance erreicht haben, wobei die monatelange Reise übers Meer durch Rückblicke nur leicht umrissen wird. In Begleitung von Kapitän Granby und dem Überlebenskünstler Tharkay, beides langjährige Freunde, versucht Laurence sich in Sydney einen Überblick über die Situation in der Kolonie zu verschaffen – und ist von den katastrophalen Zuständen in der Kolonie, die derzeit von einer selbsternannten Regierung von zwei Rebellen geführt wird, schockiert. Doch die Alternative, den abgesetzten Gouverneur Bligh wieder an die Regierung zu setzen, ist nicht viel besser. Zweimal geraten Laurence und Temeraire, die als Verräter angefeindet werden, zwischen zwei Fronten und müssen einen Weg aus dieser misslichen Situation finden. Als dann auch noch eines der drei Dracheneier gestohlen wird, welches sie aus England nach Australien mitnehmen sollten, beginnt für sie eine lange, kräftezehrende, verzweifelte und äußerst gefährliche Reise quer über den Kontinent. Und dabei kommt es nicht selten zu Überraschungen…


     

    Ein großartiges Abenteuer

     

    In „Drachenflamme“ gibt es einige Momente, die mich sehr zufrieden stimmten. Das ist zum Beispiel die Entwicklung der Charaktere, ihr Verhalten, aber auch das Ende. Wie bereits aus den vorherigen Bänden bekannt, ist Laurence ein sehr loyaler Offizier, dem Ehre unglaublich wichtig ist. Es war für ihn ein herber Schlag, als Verräter gebrandmarkt zu werden, was ihn während der Invasion Englands dazu verleitete, unmoralische Befehle auszuführen, ohne gegen diese aufzubegehren. Doch in diesem Band scheint Laurence endlich langsam eine wunderbare Entwicklung zu durchlaufen. Blindes Befehle befolgen könnte vielleicht allmählich der Vergangenheit angehören, wenn diese gegen seinen und Temeraires Sinn für Moral stehen. Und da ich bereits die Fortsetzungen gelesen habe, weiß ich, dass es immer besser wird.

    Der feuerspuckenden, kratzbürstigen, dickköpfigen Drachin Iskierka zum Dank ist nicht nur sie bei diesem Abenteuer mit dabei, sondern auch ihr Kapitän Granby, für den sie natürlich nur das Beste möchte und der von ihr ziemlich überfordert ist, da sie ständig irgendwelche Ideen hat, die in Katastrophen enden könnten. Außerdem hat Iskierka es sich in den Kopf gesetzt, zusammen mit Temeraire ein Ei zu haben – obwohl die beiden sich absolut nicht ausstehen können. Der verbale Schlagabtausch zwischen ihnen – bzw. alles, was die Drachen hier sagen und tun, ihre spitzen Bemerkungen und Unterhaltungen – ist einfach herrlich! Und was Iskierka sich fest vorgenommen hat, muss auch passieren – doch ob es diesmal funktioniert? Was Tharkays Anwesenheit betrifft, so verfolgt er seine ganz eigenen Pläne, die glücklicherweise die Charaktere auf einen gemeinsamen Weg führen.

    Auch kann man sich auf ein Wiedersehen mit Emily Roland, Demane und Sipho freuen, die weiterhin zu Temeraires stark reduzierter Mannschaft gehören. Ein weiterer Konfliktpunkt entpuppt sich durch das spätere Auftauchen eines bekannten und sehr unsympathischen Charakters, aber auch hier gibt es tolle Wendungen. Noch dazu führt Naomi Novik weitere neue Charaktere ein, die zu einem festen Bestandteil der Reihe werden – sowohl Menschen als auch Drachen. Was dabei die Drachen angeht, so gibt es hier eine Bandbreite zwischen herzzerreißenden Momenten und Situationen, die mich verblüffen konnten und an Temeraires Erziehungstalent zweifeln lassen. ^^ Doch mehr dazu verrate ich nicht!

    Was das Abenteuer an sich betrifft, so wartet auf die Charaktere ein Haufen an Problemen – also wie immer. ^^ In der Wildnis erwartet sie u. a. eine fantasievolle Tierart, welche ihnen das Leben schwer macht und tatsächlich etwas Gruseliges an sich hat.

    Wie oben schon erwähnt, so bin ich sehr zufrieden und glücklich mit dem Ende von „Drachenflamme“. Und zwar so sehr, dass ich es sogar als finales Ende der Reihe akzeptieren würde. Nach dem Lesen der Fortsetzungen bin ich jedoch mit dem wirklichen Ende der Reihe (9. Band) unglaublich glücklich. Ich bin dankbar dafür, dass die Geschichte um Temeraire und Laurence weitergeht. Für mich eine wahre Wohlfühl-Reihe!


    Fazit:

    Ein typischer Temeraire-Laurence-Band: Spannung, Nervenkitzel, Humor, wundervolle Atmosphäre, Abenteuer – ich liebe diese Reihe so sehr! Auch den 6. Band „Drachenflamme“ kann ich absolut empfehlen – es wurde wieder ein Highlight!

  7. Cover des Buches Nach mir die Flut (ISBN: 9783847906513)
    Sarah Perry

    Nach mir die Flut

     (23)
    Aktuelle Rezension von: Calipa

    Ich bin froh das ich blind zu dem Buch von Sarah Perry gegriffen habe. Es hat mich gut unterhalten und mich schön in das neue Jahr gebracht. Auch wenn ich die Geschichte dahinter vielleicht nicht als Komplett bezeichnen würde. Mir fehlt einfach der Abschluss, ein Sinn wenn man es so möchte. Aber das könnte auch tatsächlich das Motiv hinter “Nach mir die Flut” sein. Ich habe gemerkt das ich lange darüber nachdenke, viele interessante Stellen auch mit meinem Vater beispielsweise geteilt habe. Auch beim schreiben dieser Rezension, philosophiere ich noch ein wenig über dieses Buch in meinem Kopf.

    Es ist eine tolle, kurze Reise auf der wir John begleiten dürfen. Und unter euch gibt es viele, die diesem Buch vielleicht noch mehr entnehmen können als ich es kann, aber auch ich bin schon so wie ich es verstehe, sehr zufrieden damit gewesen.

    Wenn dich meine komplette Bewertung interessiert, folge dem Link gerne zu dieser Rezension von meinem Blog <3

    https://calipa.de/2023/01/22/nach-mir-die-flut-von-sarah-perry-buchrezension/

  8. Cover des Buches Aus Licht gewoben (ISBN: 9783442472604)
    Alexandra Bracken

    Aus Licht gewoben

     (63)
    Aktuelle Rezension von: june_london

    "Nur ein Tropfen Regen verändert ihre ganze Welt..."

    Inhalt: Sydelle lebt in einem Dorf, dass seit 10 Jahren unter einer Dürre leidet. Als der Zauberer Wayland North Regen herauf beschwört, sind die Bewohner so dankbar, dass sie ihm einen Wunsch gewähren. Egal was es sein mag. Er wünscht sich Sydelle. Sie soll ihn auf seiner gefährlichen Reise quer durch das Land begleiten. Doch warum ausgerechnet sie?

    Eindruck:  Beim Stöbern auf einem Bücherflohmarkt, hat mich das Cover angesprochen. Ich hatte keinerlei Erwartungen an das Buch und wurde sehr überrascht. Normalerweise mag ich die weiblichen Protagonisten nicht und finde sie eher nervig. Doch in Sydelle konnte ich mich sehr gut hinein versetzen und sie hat schnell meine Sympathie gewonnen. Auch der geheimnisvolle Wayland North hat jetzt einen besonderen Platz in meinem Herzen. Wie die Inhaltsangabe auf dem Buch schon erahnen lässt, geht es unter anderem um eine Liebesbeziehung, welche (endlich mal) realistisch wirkt, weil sich die Charaktere nicht bereits beim ersten Blick um den Hals fallen, sondern sich erst langsam kennen lernen und annähern. Dieses Buch beweist, dass es keine komplexen magischen Welten mit unzähligen Charakteren braucht, um Leser zu fesseln und zu begeistern. Diese Geschichte besticht durch die entstehenden und wachsenden Beziehungen zwischen den Charakteren und die  innovativen Einfälle der Autorin. Es ist ein kurzweiliges magisches Abenteuer voller Romantik und Spannung. Eine Leseperle, die jetzt zu meinen absoluten Lieblingsbüchern gehört. :)

    Einziger Kritikpunkt: Es gibt keine Fortsetzung.

  9. Cover des Buches Der Alchimist, Jubiläumsausgabe (ISBN: 9783257065541)
    Paulo Coelho

    Der Alchimist, Jubiläumsausgabe

     (479)
    Aktuelle Rezension von: Leseliebehoch10

    In "Der Alchimist" geht es um einen andalusischen Hirtenjungen, der sich danach sehnt, auf der Suche nach einem weltlichen Schatz zu reisen. Die Geschichte bezaubert mich immer wieder aufs Neue. Coelho schreibt so poetisch, philosophisch und lebensbejahend - ich liebe seinen Schreibstil. Ich finde, das Buch sollte jede/r gelesen haben.

    "Erst die Möglichkeit, einen Traum zu verwirklichen, macht unser Leben lebenswert."

  10. Cover des Buches 42 Grad (ISBN: 9783499000478)
    Wolf Harlander

    42 Grad

     (99)
    Aktuelle Rezension von: boboreads

    Vorab: ich habe das Buch nicht zu Ende gelesen. Konnte ich auch nicht, denn ich habe immer nur ein paar Seiten geschafft, bevor ich es entweder kopfschüttelnd zur Seite legen musste oder eingeschlafen bin.

    Der Plot klingt spannend und hätte es anders umgesetzt auch werden können. Das beklemmende Szenario von einem Jahrhundertsommer nach dem anderen und der damit verbundenen Wasserknappheit erscheint leider nicht allzu fern.

    Die Dialoge der sehr eindimensionalen Charaktere sind leider aber derart gekünstelt und platt, dass man sich beim Lesen mehr als einmal die Haare raufen möchte. Dialog - wenn er gut gemacht ist- ist ein hervorragendes Stilmittel, um die Leserschaft mehr über die handelnden Charaktere wissen zu lassen. Das funktioniert jedoch nur in einem gewissen Maße und alles was darüber hinaus geht, muss vom Autor eben mit anderen handwerklichen und stilistischen Hilfsmitteln rüber gebracht werden - was natürlich nur funktioniert, wenn man diese Hilfsmittel auch beherrscht.
    Leider ist die erste Hälfte derart gespickt mit Klischees, platten Dialogen und vorhersehbarer Handlung, dass ich das Buch nicht weiterlesen konnte. Das passiert tatsächlich ziemlich selten. Immerhin habe ich bei ReBuy noch einen annehmbaren Preis dafür bekommen, sodass ich es nicht dem örtlichen Büchertausch-Schrank übergeben musste.

    Sehr schade. Aus dem Stoff hätte man viel mehr herausholen können. (42 Grad 1*)

  11. Cover des Buches Die Geschichte des Wassers (ISBN: 9783442718313)
    Maja Lunde

    Die Geschichte des Wassers

     (351)
    Aktuelle Rezension von: Lindenblomster

    Ein Buch für das man sich Zeit nehmen sollte. Sehr eindrücklich wird die besondere Bedeutung des Wassers in unserem Leben beschrieben. Verschiedene Handlungsstränge zeigen die Notwendigkeit des Wassers und was ein Notstand für das Leben bedeutet.

  12. Cover des Buches Meat (ISBN: 9783453433724)
    Joseph D'Lacey

    Meat

     (58)
    Aktuelle Rezension von: mandalotti
    Das war mal nicht der typische Thriller, wo ein Irres rumrennt und irgendwen abmetzelt. Dieses Buch war etwas tiefgründiger und ich denke einiges kann man auch auf die heutige Fleischproduktion anwenden, auch wenn die Kühe hier nicht das waren, was sie zu sein scheinen... Lesenswert!!!
  13. Cover des Buches The Grapes of Wrath (ISBN: 9780140292923)
    John Steinbeck

    The Grapes of Wrath

     (38)
    Aktuelle Rezension von: Etoile
    Eines der erbarmungslosesten Bücher, die ich je gelesen habe. Selbe Liega wie "Das Gleichgewicht der Welt" und "Sophie's Choice".
  14. Cover des Buches Fundament der Hoffnung (ISBN: 9783868275582)
    Lynn Austin

    Fundament der Hoffnung

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Nehemia ist Mundschenk am Hof des persischen Königs Artaxerxes als er mitbekommt wie schlimm die Zustände in Jerusalem sind. Noch immer sind die Mauern nicht aufgebaut und die Feinde aus der Nachbarschaft machen den Juden das Leben schwer. Der König bekommt mit, dass es Nehemia nicht gut geht und schickt ihn nach Jerusalem. Und Nehemia hat einen Plan: Er will die Stadtmauer wieder aufbauen und das in weniger als einem Jahr. Doch Gefahren durch die Feinde und auch innere Konflikte zwischen den Juden gefährden immer wieder das gewaltige Projekt. Wird es ihnen gelingen, die Stadtmauern wieder aufzubauen?


    Lynn Austin ist mit ihrem Roman ein weiteres mitreißendes Werk über eine biblische Geschichte gelungen. Gekonnt und nah am biblischen Original erzählt sie die Geschichte nach und erweckt biblische Persönlichkeiten wie Nehemia und seine Feinde Tobija und Sanballat zum Leben.


    Es ist dabei faszinierend zu sehen wie nah sie dabei am Original bleibt und doch Nebenschauplätze besonders hervorhebt. Während im biblischen Buch "Nehemia" nur nebenbei erwähnt wird, dass auch einige Frauen am Mauerbau mithalfen, so bekommen diese Frauen in ihrem Roman nun einen prominenten Platz und werden zu Hauptfiguren. Manche Aussagen der biblischen Charaktere übernimmt die Autorin direkt und flicht sie geschickt in die Dialoge ein. 


    Die Figuren wirken glaubwürdig und authentisch. Der Schreibstil ist wie immer flüssig und gut zu lesen. Ein Glossar am Ende des Buches erklärt Begriffe der damaligen Zeit und des Judentums, die vielleicht nicht für alle Leser verständlich sein dürften.


    Ich kann diese Buch nur jedem, der gerne die biblischen Geschichten auf eine andere Art und Weise kennenlernen möchte, nur wärmstens empfehlen!
  15. Cover des Buches Outback - Fünf tödliche Schüsse. Eine unfassbare Tat. Mehr als eine Wahrheit (ISBN: 9783596703371)
    Chris Hammer

    Outback - Fünf tödliche Schüsse. Eine unfassbare Tat. Mehr als eine Wahrheit

     (34)
    Aktuelle Rezension von: buchgestapel

    Worum geht’s?

    Als der Pfarrer im kleinen Städtchen Rivers End fünf Menschen erschießt, kann sich niemand die Gründe für die Tat erklären. Auch ein Jahr später liegt die Geschichte noch immer reichlich im Dunkeln, weshalb Journalist Martin Scarsden für einige Wochen ins australische Outback geschickt wird. Auf der Suche nach einer großen Story muss Martin jedoch schon bald erkennen, dass diese Geschichte nicht bloß eine Wahrheit kennt – und ganz sicher nicht immer alles so ist, wie es zunächst scheinen mag.


    Meine Meinung

    So gut wie mir die Grundidee ja eigentlich gefallen hat, fast ebenso sehr musste ich mich dann aber stellenweise durch die Umsetzung dieses Buches durchquälen.

    Was die Atmosphäre angeht, konnte Chris Hammer eigentlich von Anfang an eine wirklich drückende Stimmung kreieren, die sich so durch die gesamte Geschichte gezogen hat und in der Theorie die perfekte Grundlage für hochspannende Plottwists geboten hätte. Was mir die Spannung und den Lesefluss dann allerdings immer wieder kaputt gemacht hat, waren die teils unglaublich ausführlichen Beschreibungen, die im Text zu unnötigen Längen geführt, und das Lesen eher anstrengend gemacht haben.

    Auch mit den Figuren konnte ich mich emotional irgendwie nicht wirklich anfreunden. Prinzipiell fand ich es zwar spannend, mich mit ihren Hintergrundgeschichten, Entwicklungen und Motiven auseinanderzusetzen, wirklich sympathisch wurde mir dabei aber irgendwie niemand.

    Ganz gut gelungen fand ich dann aber immerhin die Auflösung der Geschichte, auch wenn ich damit nach dem eher enttäuschenden Spannungsbogen fast schon nicht mehr gerechnet hätte. Insgesamt konnte mich die Umsetzung so auf jeden Fall nicht richtig überzeugen, und das Lesen an sich war definitiv ein kleines Stück Arbeit


    Fazit

    Hätte das Buch deutlich weniger Längen gehabt, hätte ich mich vermutlich eher damit anfreunden können. So muss man denke ich einfach ein Fan einer sehr ausführlichen Erzählweise mit detaillierten Beschreibungen und einem tendenziell eher in die Länge gezogenen Spannungsbogen sein, um diese Geschichte und ihre Umsetzung wirklich zu mögen.

    Dafür gibt es von mir zweieinhalb Bücherstapel.

  16. Cover des Buches Generation Weltuntergang (ISBN: 9783426301982)
    Stefan Bonner

    Generation Weltuntergang

     (39)
    Aktuelle Rezension von: dorothea84

    Ich hatte es einmal unterbrochen, aber ich erinnere ich mich nicht warum. Jetzt wollte ich dieses Buch endlich weiterlesen. Schnell habe ich gemerkt warum ich nicht weitergelesen habe. Manche Passagen sind schon recht trocken und voller Fakten, teilweise wurde sehr tief in die Materie eingetaucht. Das war mir persönlich zu viel, denn ich muss und will auch nicht immer jede Kleinigkeit wissen. Interessant, waren teilweise die Jahreszahlen, wann die Bewegung begonnen hat. Sogar die Prognose für 2021, da konnte ich aus dem Fenster schauen und sagen, ja, ihr hattet recht. Aus diesem Buch habe ich viel gelernt und auch viel zum Nachdenken mitgenommen. Aber es ist kein Buch einfach mal zum Durchlesen. Denn es regt einen zum Denken an und dazu gibt es einen viele Fakten, Daten und Informationen. Manche davon waren sogar sehr interessant und andere waren nur einfach nervig.

  17. Cover des Buches Liebe und Zorn - Im Bann der Shinto-Götter (ISBN: 9781514869413)
    An Lin

    Liebe und Zorn - Im Bann der Shinto-Götter

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Meinung

    Vorab möchte ich mich herzlich bei An Lin für das zugesandte Rezensionsexemplar bedanken!

    Das Cover von Liebe und Zorn ist sehr schlicht, gar schon einfach gehalten. Das Besondere ist aber das Schriftzeichen, das sich im Hintergrund hervorhabt und laut Autorin Zorn bedeutet. Zudem finde ich den rötlichen Tempel bestens für die Geschichte gewählt.
    Im ersten Band lernen wir Mei und Tián kennen, die eine Mission meistern müssen. Als der junge Chinese eines Nachts vor Meis Tür steht, verändert sich für die beiden alles. Denn in den jungen Dolmetscher ist der jähzornige Donnergott gefahren, der die zwei die Aufgabe auferlegt, einen Tempel in Tokyo zu „retten“. Dabei stoßen die beiden immer wieder auf Hindernisse. Aber auch etwas Gutes hat ihre Aufgabe, denn Mei fühlt sich immer mehr zu Tián hingezogen.
    Was die Idee betrifft, finde ich die Ansätze gar nicht mal schlecht. Die japanischen Götter ins Spiel zu bringen und so etwas über die Mythologie kennen zu lernen, fand ich wirklich interessant. Allerdings kamen mir manche Szenen, insbesondere im letzten Teil, recht trocken vor. Die Autorin hätte in meinen Augen manches etwas knackiger schreiben können.
    Zudem kam mir die Beziehung zwischen Mei und Tián ein bisschen knapp bemessen vor. Die Gefühle wurden angerissen, aber sehr viel weiter ging es da nicht. Ich hätte mir einfach gewünscht, dass da mehr kommt, insbesondere wegen der Hintergründe. Da es aber einen zweiten Band der Reihe gibt und sich dort auch alles um die Beiden handelt, gehe ich mal davon aus, das die Gefühle dort mehr Gewicht bekommen.
    Der Schreibstil der Autorin ist wie immer flüssig. Ich konnte mich sofort in die Geschichte einfinden. Was ich super fand, ist das sie in dem Buch sehr viel auf Japanisch schreibt. Es gibt auch einen Anhang, wo man die Sätze immer mal wieder nachschlagen kann. Mich hat es zur Zeit etwas genervt, weil ich einfach zu faul war jedes Mal nachzuschlagen. Bei einem Ebook macht es das ein wenig umständlich. Den Lesefluss hat es aber nicht gestört.

    Fazit

    Eine interessante Geschichte über die Götter Japans. Manchmal etwas trocken aber dennoch lesenswert. Besonders der letzte Satz im Epilog macht neugierig auf den zweiten Band.

    Bewertet mit 3,5 von 5 Lilien
  18. Cover des Buches Früchte des Zorns (ISBN: 9783552051911)
    John Steinbeck

    Früchte des Zorns

     (157)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Tom Joad kommt vorzeitig aus dem Gefängnis nach Hause, aber nichts ist mehr wie zuvor. Die Farm ist verlassen, das Land lehr und der Wind bläst ohne unterlass und er trifft auf einen alten Bekannten. Einst war er Prediger, aber jetzt nicht mehr. Im Haus der Joads treffen sie auf einen anderen Bekannten und Arbeiter der Familie. Er berichtet von der Krise im Land und dass die Ländereien vom Staat übernommen worden sind und dass der Familie nur die Flucht geblieben sei. Die Flucht soll sie zu einem Onkel geführt haben. Dessen Haus sucht Tom und der Prediger dann auf und seine Mutter ist überglücklich, dass er wieder da ist. Die Familie will mit den Großeltern, allen Kindern und Freunden nach Kalifornien. Als Orangenpflücker kann man dort gutes Geld machen und in der Sonne das Leben genießen. Der Wagen wird voll beladen, alle klettern darauf und es beginnt eine lange, beschwerliche Fahrt, die alles verändert. Schon auf dem Weg nach Kalifornien treffen die Joads auf weitere Familien und es scheint so, als ob das ganze Land im Umbruch ist. Die erhoffte Arbeit, die erhoffte Ruhe und ein neues, schönes Leben, werden bald zunichte gemacht. Die Flugblätter mit denen die Menschen in Scharen nach Kalifornien gelockt wurden, sind in einer solchen Masse im Umlauf, dass es gar nicht für alle Arbeit geben kann. Schon bald stellt sich Ernüchterung ein, aber die Joads sind nicht bereit aufzugeben. John Steinbecks großer Roman ist ein wichtiges Zeugnis der damaligen Wirtschaftskrise in den USA und ein bezeichnendes Stück über das Sprichwort "man wird ernten was man säht." Die Menschen mussten damals ausbaden, was schief gelaufen ist und für viele Familien bedeutete dies der Zusammenbruch, Umbruch oder dass sie auseinander gerissen wurden. Das Buch lässt sich von der Geschichte her wunderbar in die heutige Zeit transportieren und ist in vielen Ländern jetzt aktuell und man kann es immer wieder auf Teile der Welt anwenden. John Steinbeck ist ein Meister der hervorragenden Charaktere und seine Beschreibungen und Details sind eine Kunst für sich.

  19. Cover des Buches Prophezeiung (ISBN: 9783462043976)
    Sven Böttcher

    Prophezeiung

     (60)
    Aktuelle Rezension von: Limericks
    Ich fand das Buch insgesamt gesehen sehr gut geschrieben und auch spannend gehalten. Was einen negativen Touch gibt ist die Tatsache dass anfangs sehr viele Fachausdrücke verwendet werden und man daher sehr aufmerksam lesen muß um Zusammenhänge herzustellen zwischen IICO und den Geschehnissen in Hamburg und Umgebung. Was ich sehr gut finde, ist dass auch aufgezeigt wird in welchem Mass wir überwacht und manipuliert werden könnten... Es waren einige Sachen dabei wo ich mit einem Computeringenieur Rücksprache gehalten habe der mir bestätigt hat dass alles was in diesem Buch beschrieben wird schon seit Jahren möglich ist. Auch wenn das Szenario mit den Unwettern weit entfernt scheint und weit in der Zukunft - lassen wir uns nicht täuschen, auch dieses könnte schon sehr bald so geschehen wenn es mit der Umwelt weiter so bergab geht wie in der letzten Zeit...

    Insgesamt gesehen ein sehr schöner Ökothriller der eine Mahnung darstellen könnte in welche Richtung wir uns umwelttechnisch gesehen bewegen.
  20. Cover des Buches Die vier Winde (ISBN: 9783352009433)
    Kristin Hannah

    Die vier Winde

     (150)
    Aktuelle Rezension von: RoyalAlbert

    Der Roman beschreibt das Schicksal einer starken Frau in Zeiten der Dust Bowls und der  Wirtschaftskrise in den USA der 1930er Jahre. Besonders faszinierend ist die Entwicklung, die die Hauptfigur trotz aller Schicksalsschläge, die sie in ihrem Leben erfährt, nimmt. Man fragt sich mehr als einmal, woher sie die Kraft zum Weiterleben nimmt. Gleichzeitig greift der Roman die fatale Fehlentwicklung extensiver Landwirtschaft und Klimaveränderung sowie das Schicksal Flüchtender auf, Themen, die bis heute leider nichts an Aktualität eingebüßt haben.

  21. Cover des Buches Die grünen Hügel Afrikas (ISBN: 9783499226083)
    Ernest Hemingway

    Die grünen Hügel Afrikas

     (24)
    Aktuelle Rezension von: Buecherspiegel

    Die grünen Hügel Afrikas von Ernest Hemingway sind sicher oft genug beschrieben, rezensiert, gedeutet worden. Ich habe eine 2. Auflage des Aufbau-Verlages Berlin und Weimar von 1977 bekommen und nun während meiner langen Busfahrten zur Arbeit gelesen. Im Abspann ist eine Rezension von Karl-Heinz Schönfelder zu finden, der vor allem auf die zeitlichen Bezüge des Textes, aber nicht nur, eingeht. Dazu nutzt er die Bücher Hemingways als Vergleich und auch Zeitungsartikel der damaligen Zeit. Im Buch beschreibt Hemingway auch andere Künstler, sei es ebenfalls Schriftsteller oder auch Maler. Die, mit denen er gut kann, bekommen Lob von ihm, auf die er nicht gut zu sprechen ist, wird negativ berichtet, ohne echte Namen zu nennen. Daher ist die Rezension am Ende recht hilfreich, weil sie erläutert, warum und wer seinen Unmut geweckt hat.

    Das Buch ist eine Reisebeschreibung einer Jagdgesellschaft, bei der Hemingway mit seiner Frau verschiedene Leute trifft, sich mehr oder weniger gut mit ihnen unterhält und der Autor versucht, bei der Wahrheit zu bleiben. Das ist für ihn das Wichtigste bei diesem Versuch, mal andere Wege der Schriftstellerei auszuprobieren. Die Dialoge sind den Charakteren angepasst und lockern auf. Herrlich ist das vermeintliche Interview eines Gastes, den er im Bezug auf dessen Fragen, wie es denn so ist, als Schriftsteller zu leben, regelrecht auflaufen lässt. Für viele Leser ist es sicher abstoßend, wenn der Autor bis ins kleinste Detail beschreibt, wie die Jagd vonstatten geht. Dabei machte er es sich damals nicht leicht, hielt sich so gut es ging an die Regeln, zum Beispiel an die Jagdkarte, bei der er nur eine bestimmte Anzahl von Tieren töten durfte. Er schimpft auf die angeblichen Jäger, die vom Auto aus ein Tier töten, ganz ohne Spuren zu lesen, es aufzuspüren, stundenlange Märsche die Hügeln hinauf und hinunter, Schluchten durchquerend, Täler mit mannshohen oder noch höheren Gräsern durchstreifend und sie am Ende erlegt. Und immer dabei oder doch fast immer, wenn es auf die Pirsch geht, der angeheuerte Großwildjäger, sein Waffenträger und die Ehefrau Hemingways. Wenn mir auch bei jedem erschossenen Großwild im Nachhinein ein tiefer Seufzer ob des Verlustes kommen will, so hat er doch an einer Stelle ein wahres Wort geschrieben, was zu jeder Zeit Bestand haben wird. Nämlich, dass die Einheimischen mit ihrer Natur sehr gut zurechtkamen, bis wir, die wir uns anmaßen es besser zu können, kommen, um alles zu zerstören.

    Andere Einheimische werden auch beschrieben, doch Vorsicht, immer daran denken, zu welcher Zeit dieses Buch verfasst wurde. Hemingway bewundert die Kraft und die Stärke mancher Stämme und will doch auch manche von seinen Helfern davonjagen, weil sie seiner Ansicht nach zu nichts zu gebrauchen sind. Die einleitenden Worte können einen dazu bringen zu denken, hier würde an der Gefühlswelt gespart. Genau das Gegenteil ist der Fall. Der Autor beschreibt, wie er voller Neid, den er immer wieder bekämpft, auf die Jagderfolge eines Mitreisenden reagiert. Wie er sich manchmal mit seiner Frau kabbelt und doch ganz schnell wieder verträgt. Wie launig er ist und sich mit Whisky am Feuer beruhigen muss oder sich bei deutschem Bier vergnüglich zeigen kann. Dass er sich beeilen muss „zu Schuss“ zu kommen, bevor die Regenzeit kommt. Und wie er sich gegenüber der Natur fühlt, den Menschen, die dort leben, die Tiere, die unter seinen Fehlschüssen leiden müssen, weil er nicht ruhig und sicher genug, nicht abgewartet hatte. Vor allem der letzte Punkt hat ihn maßlos geärgert und er schämt sich dafür, dass das Tier, welches er Waidwund geschossen hat, es nun nach stundenlanger Suche an die Hyäne verloren glaubt.

    Der Schreibstil ist für die heutige Zeit ungewöhnlich, manche Wörter werden inflationär oft benutzt, wie zum Beispiel das Wort „und“. Das Satzzeichen „Komma“ sowie das „Semikolon“ werden ebenfalls viele Male gebraucht, seine Sätze sind jedoch zum Teil ausufernd. Aus über vierhundert Worten besteht eines der Sätze, bei dem ich mehrmals nachschauen musste, ja, da ist tatsächlich noch kein Schlusspunkt. Auch bin ich nicht so ganz damit einverstanden damit, dass es immer nur um „Hügel“, wenn es etwas höher geht auch mal „Berge“, „Schluchten“ und ähnliche Begrifflichkeiten der Landschaft zur Beschreibung der Plätze, auf denen die Jagd stattfindet, geht. Seine Vergleiche mit ähnlichen Landschaften von Orten, die er bereits besucht hat, helfen dann schon eher zu verstehen, wo er sich befindet. Es ist kein herausragendes Buch von ihm, doch zeigt es die Lebenswelt einer Zeit, die uns immer fremder wird.

  22. Cover des Buches Warrior Cats - Zeichen der Sterne. Der vierte Schüler (ISBN: 9783407749192)
    Erin Hunter

    Warrior Cats - Zeichen der Sterne. Der vierte Schüler

     (99)
    Aktuelle Rezension von: merle88
    Inhalt:
    Häherfeder und Löwenglut halten die Macht der Sterne in ihren Pfoten. So sagt es die Prophezeiung. Doch wie kann sie in Erfüllung gehen, wenn die dritte Katze im Bunde fehlt? Oder befindet sie sich bereits in ihrer Mitte?
    Während der Wald von einer großen Dürre heimgesucht wird und die Clans erbittert um Frischbeute und Wasser kämpfen, macht eine junge Katze im DonnerClan eine folgenschwere Entdeckung.

    Meinung:
    Hierbei handelt es sich um den ersten Band der vierten Staffel, daher sind Spoiler unvermeidbar.

    Die Prophezeiung des SternenClans hat Häherfeder und Löwenglut zu Großem bestimmt. Doch wer ist die dritte Katze im Bunde? Und was ist ihre Bestimmung? Als im Sommer eine fürchterliche Dürre über die Katzen der Clans hereinbricht, wird der Kampf um Wasser und Beute immer härter. Doch dann macht Taubenpfote, eine Katze aus dem DonnerClan eine Entdeckung, die das Leben der Clans verändern wird.

    Nachdem ich vor über vier Jahren die dritte Staffel beendet hatte, brauchte ich ein wenig Abstand von den Warrior Cats. Staffel 3 war für mich damals die mit Abstand schwächste der gesamten Reihe.
    Vor ein paar Tagen bekam ich dann allerdings wieder richtig Lust auf die Geschichten rund um die Warrior Cats und so griff ich beherzt zu diesem ersten Teil der vierten Staffel.
    Schon nach nur wenigen Seiten war es, als wäre ich niemals weg gewesen. Namen, Orte und tägliche Gepflogenheiten waren mir sofort wieder präsent. Auch war ich wieder schnell der Magie der Katzen erlegen, die mich schon in den vorherigen drei Staffeln zum weiterlesen „gezwungen“ hat.

    Gut gefallen hat mir vor allen Dingen, dass dieser Band nicht nur am großen See spielt, sondern das eine Gruppe von Katzen sich wieder auf eine Reise begibt. So gibt es jede Menge Abwechslung und es stehen auch einmal Katzen aus anderen Clans im Vordergrund. Ich fühlte mich daher sehr gut unterhalten und gleich nach diesem Band musste ich zum zweiten Teil der Staffel greifen. Ich denke, das spricht für sich.

    Lesern, die bisher noch nichts über die Warrior Cats gelesen haben, würde ich empfehlen, mit der ersten Staffel anzufangen, da man sich sonst einfach viel zu sehr spoilert.

    Fazit:
    Es war als wäre ich nach Hause gekommen, als ich nach über vier Jahren Warrior Cats Pause zu diesem Buch gegriffen habe. Die Geschichte war unterhaltsam und abwechslungsreich und endlich treten auch mal wieder Katzen aus anderen Clans in den Vordergrund. Für alle Fans der Reihe ein Muss. Und allen die diese Reihe noch nicht gelesen haben, empfehle ich die erste Staffel von ganzem (Katzen-)Herzen.
    5 von 5 Hörnchen.
  23. Cover des Buches Meistererzählungen (ISBN: 9783596906475)
    Stefan Zweig

    Meistererzählungen

     (67)
    Aktuelle Rezension von: Flickercat

    Leidenschaft und Angst, Liebe und Hass, kurz: große, intensive Gefühle stehen in Stefan Zweigs Novellen aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts im Mittelpunkt und er versteht es, den Leser mit seinen Beschreibungen mitzureißen.
    Fast immer wird der Kern der Geschichten wunderbar fließend in eine gelungene Rahmenhandlung eingebettet. Die meisten der enthaltenen Novellen sind sehr melancholisch und teilweise auch ziemlich traurig, die Protagonisten dabei ganz unterschiedlicher Natur. Vom sich vernachlässigt fühlenden Jungen über die junge Frau, die ihr ganzes Leben einem Mann hinterherschmachtet, der sich nicht an sie erinnert, bis hin zum heimlichen Homosexuellen, der unter seiner Situation leidet. Ich hatte nie das Gefühl, dass die Geschichten sich zu sehr ähneln.

    Stefan Zweigs Stil ist dabei streckenweise ziemlich beschreibungslastig (ich finde ja die Szene in „24 Stunden im Leben einer Frau“ klasse, in der die namensgebende Frau über mehrere Absätze hinweg fasziniert die Hände von Roulette-Spielern „liest“ und ihre Schlüsse daraus zieht ^^). Er nimmt sich Zeit für kleine Gesten und Eindrücke, die so viel ausmachen und die die Figuren sehr bildhaft und nachvollziehbar für den Leser werden lassen.
    Mir hat diese bildhafte, intensive Art des Erzählens sehr gut gefallen.

  24. Cover des Buches Latte Igel und der Wasserstein (ISBN: 9783551316103)
    Sebastian Lybeck

    Latte Igel und der Wasserstein

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Janurs
    Außerdem Sind Lustige Momente mit spanenden Vermischt.

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