Bücher mit dem Tag "dürre"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "dürre" gekennzeichnet haben.

55 Bücher

  1. Cover des Buches Dry (ISBN: 9783737356381)
    Neal Shusterman

    Dry

     (489)
    Aktuelle Rezension von: Tokall

    In seinem Jugendbuch „Dry“ kreiert Neal Shusterman ein sehr dramatisches Katastrophen-Setting: Die Wasserversorgung in halb Kalifornien bricht von einem Tag auf den anderen zusammen, die Menschen sind plötzlich ohne Trinkwasser, und die Katastrophe nimmt ihren Verlauf. Mittendrin kämpfen die Jugendlichen Alyssa, ihr Bruder Garrett, ihr Nachbar Kelton ums Überleben und treffen bei ihrer Suche nach Wasser auf zwei weitere Jugendliche, die sich ihrer Gruppe anschließen: Jacqui und später Henry. Die Figuren werden aus der Ich-Perspektive beleuchtet, zwischen ihnen wird munter hin- und hergewechselt, so dass die individuelle Gedankenwelt jedes Protagonisten gut zum Ausdruck kommt. Dabei wird auch deutlich, dass im Rahmen dieser Zweckgemeinschaft jede Figur eigene Motive und Ziele verfolgt, dass die Charaktere recht unterschiedlich sind. Um eine noch größere Multiperspektivität zu erzeugen, werden auch sogenannte Snapshot-Kapitel eingebaut, so dass man einen größeren Überblick über die Notsituation gewinnt; so werden z.B. Medienberichte in die Handlung integriert. Neben der gelungenen erzählerischen Gestaltung überzeugt auch die Konzeption der Beziehungsverhältnisse zwischen den Figuren. Kelton, der unter einer dominanten Vaterfigur leidet, ist z.B. in Alyssa verliebt und tut zu Beginn des Buchs einiges aus Berechnung, um bei ihr zu landen. Im Lauf des Buchs kommt es aber zu einer Annäherung zwischen beiden. Hinzu kommt die Geschwisterbeziehung zwischen Alyssa und Garrett, bei der deutlich wird, dass Alyssa sehr fürsorglich als große Schwester agiert. Mit Jacqui tritt eine interessante, sehr misstrauische Außenseiterin der Gruppe bei, die für die anderen nicht immer berechenbar wirkt. Sie leidet unter einer dissoziativen Störung. Aber sie wird im weiteren Handlungsverlauf immer vertrauensseliger und immer mehr von den anderen akzeptiert. Nicht zuletzt lernen wir noch den berechnenden und eiskalt kalkulierenden Henry kennen, der in der Gruppe wie ein Fremdkörper wirkt. Zwischen ihm und Kelton sowie Jacqui herrscht eine deutliche Rivalität. Die Beschreibung von Massenpanik und von menschlichem Verhalten in Krisen- und Grenzsituationen ist äußerst gelungen, es wird auch ein hohes Maß an Spannung erzeugt. Bei der Schilderung der Umwelt stellen sich Assoziationen zu „the walking dead“ ein. Zum Ende des Buchs, als die Gruppe endlich den angestrebten Fluchtbunker erreicht, werden auch die Wechsel der Perspektive immer dynamischer, so dass das Erzähltempo gut anzieht.  

     

    Allerdings gibt es auch Kritikpunkte. Zunächst einmal sind die Figuren, besonders Kelton und seine absonderliche, paranoide Familie sowie Jacqui und Henry, schon sehr überzeichnet, so dass sie keinen sehr realistischen Eindruck auf mich machen. Hinzu kommt, dass das ganze Szenario für mich unrealistisch daherkommt. Man muss schon bereit sein, sich darauf einzulassen, vor allem zu Beginn des Buchs: Welcher Politiker würde z.B. ad hoc aus einem Stausee-Hilfsprogramm aussteigen, ohne die Bevölkerung vorzuwarnen oder sie darauf vorzubereiten. Auch fand ich das Agieren der Politiker auf der Pressekonferenz sowie das Verhalten der Medien, als es um die Berichterstattung zu der Katastrophe ging, unrealistisch. Schade ist, dass der Autor die missglückte Krisenbewältigung kaum in seinem Buch thematisiert, da wurde in meinen Augen Potential verschenkt. Auch habe ich mich zwischenzeitlich beim Lesen gefragt, ob es denn in Kalifornien überhaupt keine Seen und Flüsse gibt, die man in dieser Notsituation hätte anzapfen können. Nicht zuletzt fand ich es nicht plausibel, dass Alyssa und Garrett, immerhin zwei Heranwachsende, von ihrem Onkel zu Beginn der Krise mitten in einer Situation von Massenandrang allein zum Wasserkauf in einen Supermarkt geschickt werden. Für den Einsatz im Unterricht halte ich dieses Jugendbuch für ungeeignet, da es einfach zu wenig thematische Anknüpfungspunkte bietet, es besitzt zu wenig gesellschaftspolitische Relevanz, auch die amerikanische Lebenswelt bleibt fremdartig.

     

    Fazit: Ein Jugendbuch, das zwar viel Spannung erzeugt und eine gute erzählerische Gestaltung sowie facettenreiche Beziehungsverhältnisse zwischen den Figuren aufweist, das aber in meinen Augen kein sehr realistisches Setting offenbart und zu monothematisch konzipiert worden ist.

  2. Cover des Buches Die Geschichte des Wassers (ISBN: 9783442718313)
    Maja Lunde

    Die Geschichte des Wassers

     (328)
    Aktuelle Rezension von: Skip

    Die Autorin hat mich sanft in die wunderschöne Natur Norwegens entführt. Sehr bildhaft und anmutig erzählt sie eine tragische Geschichte in einer Landschaft aus grünen Bergen, imposanten Fjörden und spektakulären Wasserfällen im Jahr 2017.  Zwischendurch wird der Leser in einer Dystopie im Jahr 2041 geführt, in der im südlichen Europa Klimaflüchtlinge auf dem Weg nach Norden sind. Die beiden Handlungsstränge werden spät, aber absehbar miteinander verwoben. Das Thema ist hochaktuell und wichtig.

    Die Szenen im Flüchtlingslager sind für mich aber zu langatmig und zu detailverliebt, ohne wichtige Elemente für die Handlung zu liefern. 

    Eine der zentralsten Szenen, in der David seine halbe Familie auf der Flucht verliert, ist für mich überhaupt nicht plausibel. Dies reißt für mich einen Großteil der angestrebten Dramatik in die Bedeutungslosigkeit. 

  3. Cover des Buches Der Alchimist, Jubiläumsausgabe (ISBN: 9783257065541)
    Paulo Coelho

    Der Alchimist, Jubiläumsausgabe

     (447)
    Aktuelle Rezension von: Surari

    Ein andalusischer Hirte hat einen Traum von einem Schatz in Ägypten und folgt diesem Traum.  Der Weg dorthin wird sehr langer sein und auf dem Weg wird er vieler lernen über die Menschen und was wirklich wichtig ist im Leben.

    Mein erstes Buch von Paulo Coelho war Aleph. Ich habe es geschenkt bekommen, das Buch war überhaupt nicht meins und mittendrin habe ich es abgebrochen. Ich wollte dem Autor aber immer eine zweite Chance geben und da die meisten den Alchimisten gelesen haben dachte ich why not. Das Buch hat für mich gut begonnen. Es geht darum seinen Weg im Leben zu finden, niemals seine Träume aufzugeben und herausfinden was wirklich wichtig ist im Leben. Am Anfang war es schon ein bisschen wie sas letzte mal das er Zeichen deutet und solche Sachen, aber das war ok. Leider gab es am Schluss wieder dieses extreme spirituelle Ding als er mit der Wüste, dem Wind und der Sonne redet. Das war mir dann etwas zu viel. Alles in allem kann man es aber gut lesen und einigen Menschen hilft es bestimmt durch schlechte Zeiten.

  4. Cover des Buches Schiffbruch mit Tiger (ISBN: 9783596196982)
    Yann Martel

    Schiffbruch mit Tiger

     (1.014)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Worum geht's

    Pi Patel, der Sohn eines indischen Zoodrektors und praktizierender Hindu, Moslem und Christ erleidet mit einer Hyäne, einem Orang-Utan, einem verletzten Zebra und einem 450 Pfund schweren bengalischen Schiffbruch. Bald stehen sich nur noch zwei gegenüber - Pi und der Tiger

    Cover

    Ein schönes Cover, wobei ich die ältere Ausgabe des Covers schöner finde.

    Meine Meinung

    Eins vorweg: Ich habe dieses Buch bei Seite 280 abgebrochen. Ich hatte so meine Probleme mit diesem Buch, was 1.) daran lag, dass die ersten 120 Seiten nur über Zoo und Religion geredet wird und dadurch 2.) kaum Spannung in diesen ersten 120 Seiten und auch in den folgenden ist kaum Spannung vorhanden. Yann Martel schreibt alles so genau, was mich bei einigen Sachen einfach gar nicht interessiert. Auch seine Vergleiche mag ich nicht.

    Fazit

    Ich empfehle dieses Buch nicht, da sich das Vorgeplänkel einfach sehr lange zieht und der eigentliche Schiffbruch (worum es ja eigentlich geht) eher Nebensache in diesem Buch ist.

    1 von 5 Sternen!


  5. Cover des Buches Dürre (ISBN: 9783453441187)
    Uwe Laub

    Dürre

     (64)
    Aktuelle Rezension von: Nil

    ‚Dürre‘ macht ein Szenario auf, dass uns in der Zukunft erwarten könnte. Uwe Laub hat in seinem dritten Thriller, der in der Tat ein Climate fiction Thriller ist, das Thema des Klimawandels unterhaltsam aufgegriffen.

    Dürre bringt uns fiktional das Szenario nahe, dass in Deutschland eine anhaltende Trockenheit herrscht und die Folgen der Dürre uns als Gesellschaft in Schach hält. Spannend ist auch die Idee, dass jeder Bürger in diesem Szenario eine CO2-Messungs-App auf dem Handy hat und je nach Verbrauch auch straflich belangt wird. Nur so scheinen die übergeordneten Klimaziele erreichbar.

    Uwe Laub schreibt sehr kurzweilig, spannend und es ist gruselig wie realitätsnahe er sein Szenario ausgestaltet hat. Er ist bekannt für fundierte Recherche und baut sein wissenschaftliches Wissen nonchalant in den Thriller ein. Aber, wirklich kein Sachbuch! Hier lernt man nebenbei und wird nachdenklich was die Zukunft anbelangt ohne trocken oder gar belehrend zu sein.

    Kein optimistischer Blick auf die Zukunft und daher so packend. Denn es ist unabdingbar sich das Klimaziel an handfesten Beispielen vor Augen zu führen um die Brisanz des 1.5 Grad-Klimaziels zu verstehen. Hier ist ein Thriller aus meiner Sicht eine gute Ergänzung und für manchen auch greifbarer als eine Sachbuchabhandlung.

  6. Cover des Buches Hitze (ISBN: 9783499272509)
    Jane Harper

    Hitze

     (152)
    Aktuelle Rezension von: Ritja

    Das Debüt von Jane Harper habe ich nach dem zweiten Buch von ihr gelesen. Es konnte mich nicht so richtig mitnehmen und überzeugen. Die Geschichte fand ich gut und auch die Umgebung der Geschichte war nahezu perfekt, um ein ungutes Gefühl auszulösen. Kiewarra und die dort lebenden Menschen wurden von der Autorin so beschrieben, dass man schon beim Lesen wenig Lust verspürte, jemals dorthin zu ziehen. Die Hitze, die Trockenheit, die gereizten und ausgelaugten Charaktere hatten eine sehr bedrückende Stimmung erzeugt. Aber es fehlte über die vielen Seiten eine konstante Spannung. Phasenweise wurde es langatmig und das Tempo flaute zu sehr ab. Die kleinen Puzzleteile, um die Morde aufzuklären, waren zwar interessant, aber zu viele, um alle im Auge zu behalten. Falk schaffte es zwar die ganzen Fakten und Daten in einem Zusammenhang zu bringen, aber es schleppte sich. 

    Da ich das zweite Buch schon gelesen habe, kann ich jetzt sagen, die Autorin werde ich auch weiterhin lese, da ich eine Steigerung erkennen konnte. Der gute Schreibstil war bei beiden Büchern vorhanden und auch die gute Idee zur Geschichte, aber die Spannung war nur im zweiten Band ausreichend vorhanden.

  7. Cover des Buches Die Geschichte des Wassers (ISBN: 9783844528794)
    Maja Lunde

    Die Geschichte des Wassers

     (50)
    Aktuelle Rezension von: KatMa

    Das Thema des Buches berührt mich sehr, die Protagonisten, vor allem David, schaffen das nicht so. Die Charaktere bleiben sperrig, die geschilderten Banalitäten lenken vom Thema ab und mir fehlte eine „Lösung“ nach Art der „Geschichte der Bienen“

    Dennoch, die Bilder und das Thema werden nachwirken. Die Kritik der Autorin am Verhalten von uns Menschen ist bei mir (einmal mehr) angekommen.


    „...wo alles, was uns etwas bedeutet, langsam ausgebaut, abgebaut, ausgenutzt wurde, wo Fluss, Wasserfälle und Weiden verschwunden sind, niemanden schert es, auch nicht, dass der Blafonne zerstört wird, sie wollen es nicht hören, nicht sehen, sie sind wie Magnus alle miteinander, seine ganze Generation, meine Generation, alle wünschen sich nur edlere Weine, größere Häuser, ein schnelleres Internet.“ (S.76)

  8. Cover des Buches 42 Grad (ISBN: 9783499000461)
    Wolf Harlander

    42 Grad

     (83)
    Aktuelle Rezension von: Dimue

    Das Buch hab ich durch meine Reading Challange und durch ein Hörbuch für mich entdeckt... Ok und es lag bei uns in der Bibliothek offen als Neuzugang aus.

    Das Buch handelt im Hochsommer und aus, hier nicht näher eingehende Gründe, versiegen unsere Wasserquellen. Rhein ist nur noch ein Rinnsaal, die Quelle von Donau ist nicht mehr nennenswert usw. Die Geschichte wird aus einer ehemaligen Umweltaktivistin mit sehr guten IT-Kenntnissen, einen Fachmann für Wasserwerke, Mitarbeiter von BKA, einen Studenten, einer Mutter und einen Helfer im THW erzählt. 

    Der Spannungsbogen ist von Anfang vorhanden und es fesselt bis zur letzten Seite. Die Motive der Charaktere werde in Laufe des Buches immer ersichtlicher und für mich nachvolllziehbar. Das einzige ärgerliche ist die Liebesbeziehung, ok anscheind braucht man das... 

    Nichts destotrotz beschäftigt sich das Buch mit einen ernsthaften und definitiv unterschätzten Thema. Wassermangel in Deutschland besteht schon, hört man immer wieder in den Medien und trotzdem ist es etwas, was man denkt, ach red weiter. Das Buch hat extrem anschaulich gezeigt, was passiert, wenn in Deutschland Wassernot handelt und wir nicht mal schnell 2-3 x duschen können etc. Es hat mich oft sprachlos zurück gelassen und ich hab ernsthaft angefangen mir Gedanken über meinen Wasserkonsum zu machen. 

    Dach Buch kann ich wirklich jeden empfehlen, dadurch, dass es als Thriller aufgebaut ist, kommt man durch die Hintertür mit einen sehr ernsten Thema in Konflikt. 


    Danke für das tolle Buch!


  9. Cover des Buches Die Uralte Metropole - Lumen (ISBN: 9783453529120)
    Christoph Marzi

    Die Uralte Metropole - Lumen

     (341)
    Aktuelle Rezension von: Mizuiro
    Erst das Offensichtliche: Das Cover meiner Ausgabe von  Lumen passt schön in die Reihe und ist genauso hübsch wie das der ersten beiden Teile. Irgendwo habe ich es ja schon geschrieben,... Das Cover war ausschlaggebend dafür, dass ich den ersten Teil gekauft habe... Das kann schon einiges ausmachen...
    Die Figuren in  Lumen sind uns größtenteils schon aus  Lycidas und  Lilith bekannt. Emily ist jetzt  achtzehn und schon das mag ich an der Reihe sehr. Dass man als Leser mit den Figuren älter wird. So hängt man noch ein Stück mehr an ihnen. Leider ist man dann noch trauriger wenn man das Buch beendet hat...
    Auch sonst ist das Buch übrigens eine gelungene Fortsetzung seiner Vorgänger. Und ich meine sehr, sehr gelungen. Meistens finde ich es ja extrem schwierig Mehrteiler zu lesen. Da ist zwischen Teil X und Teil Y dann eine Menge Zeit vergangen und man kann sich nicht mehr gut erinnern und viele Autoren lassen einen diesbezüglich dann ja auch ziemlich im Regen stehen.Nicht so bei  Lumen! Immer wieder werden Bezüge zu den vorigen Bänden hergestellt, Personen bzw. Ereignisse ins Gedächtnis gerufen und Zusammenhänge erklärt. Und zwar in perfektem Ausmaß. Es ist nicht so, als würde man eine gesamte Zusammenfassung des bisher geschehenen auf 100 Seiten wiedervorgekaut bekommen, aber man wird eben auch nicht einfach so in die Handlung geworfen. Die Gedächtnisstützen sind unauffällig und unaufdringlich im Buch verteilt, sie helfen, aber stören nicht. Perfekt! 
    Der Schreibstil Marzis ist auch in Lumen ganz, ganz großartig wunderbar literarisch und schön passend. Unter anderen Umständen wäre mir der Stil vielleicht zu pathetisch vorgekommen, aber.. ich weiß auch nicht... Master Wittgenstein darf das. Tatsächlich glaube ich, dass es an dem mürrischen Erzähler selbst liegt, dass mich dieser Stil nicht stört. Große Worte und sich wiederholende Wendungen passen einfach zu ihm. Aber fragt nicht mich... 
    Dazu kommen wieder die altbekannten großartigen intertextuellen Verweise, die einem aus jeder Zeile entgegenhüpfen und die ich so liebe! Irgendwann werde ich die Bücher noch einmal lesen und allen Verweisen auf den Grund zu gehen versuchen... Eine schöne Aufgabe fürs hohe Alter.
    Was soll ich noch sagen... Ich bin einfach so richtig begeistert von diesem Buch. Perfekter Stil, perfekte Spannung und das Ende... DAS ENDE!!! Ich bin immer noch ganz fertig...Ich mache es einfach kurz: Ich gebe dem Buch fünf Punkte, was sogar mehr ist, als ich dem zweiten Teil gegeben habe. Auch wenn beide Teile gleichermaßen spannend und sich im Prinzip sehr ähnlich sind, hat mich  Lumen weniger verwirrt als  Lilith. Die Handlung war eine Spur besser nachzuvollziehen und  Lumen hätte in Wahrheit sowieso gleich zehn punkte verdient.
    Fairerweise möchte ich am Schluss noch anmerken, dass bestimmt nicht jeder die Uralte-Metropole-Reihe mögen wird. Der Schreibstil ist schon sehr eigen, weil ziemlich verschachtelt und die Handlungsstränge sind so verworren, das mag man... oder man mag es nicht. In jedem Fall ähneln sich die drei Teile sehr und ich wage zu behaupten: Wer  Lycidas nicht gemocht hat, dem werden auch  Lilith und  Lumen nicht gefallen. Alle anderen sollten  Lumen auf alle Fälle eine Chance geben!
  10. Cover des Buches Die vier Winde (ISBN: 9783352009433)
    Kristin Hannah

    Die vier Winde

     (106)
    Aktuelle Rezension von: brauchnix

    1934 in Texas. Ich hatte keine genauen Vorstellungen vom Leben im ländlichen USA zu dieser Zeit. Jetzt weiß ich, es war vor allem für Frauen ein unendliches hartes Leben voller Demütigungen, Herabsetzung, schwerer Arbeit, unerfüller Sehnsüchte. Elsa Wolcott ist die Heldin dieser Geschichte und in meinen Augen wächst sie im Laufe ihres Lebens über sich selbst hinaus, wird von der unterdrückten schüchternen Bauerntochter zu einer mutigen, starken Frau, die für ihre Kinder und sich selbst ein eigenes Leben aufbaut, die keine Eltern und keinen Ehemann braucht, um zu überleben. Eine Stärke, die beeindruckt, vor allem, weil sie so schwer erkämpft ist.

    Kein fröhliches Buch, kein leichtes Leben. Ein Frauenschicksal in den USA. Der Leser muss sich durchkämpfen und wird dafür mit einer intensiven Geschichte belohnt. Ich bin ein Fan von Kristin Hannah und schätze ihre Art zu erzählen und ihre Heldinnen in Szene zu setzen. 4,5 Sterne.

  11. Cover des Buches Früchte des Zorns (ISBN: 9783552051911)
    John Steinbeck

    Früchte des Zorns

     (152)
    Aktuelle Rezension von: mariameerhaba

    The American Dream wird nur für die Reichen wahr. Das ist heute so, aber ich dachte, früher wäre es anders gewesen. Das Buch hier hat mir die Augen für die wahre Geschichte geöffnet. Menschen waren schon immer gierige Arschlöcher, die für Profit die Würde anderer verkauften.

    Früchte des Zorns ist eine deprimierende Geschichte, in der eine Familie von Schicksalsschlägen förmlich zugedeckt und jede kleine Hoffnung zunichte gemacht wird. Man merkt schnell, dass die Menschen darin keinen Wert haben und wie Hunde behandelt werden, obwohl sie nichts anderes machen wollen, als zu arbeiten, Geld zu verdienen, zu leben.

    Der Autor kümmert sich um jede einzelne Figur, gibt ihr ein Gesicht, ihnen ein Leben, eine Seele, eine Geschichte, was dafür sorgt, dass man die Figuren schnell zu lieben lernt. Man sieht sie vor sich, man kennt sie alle und vor allem bedauert man jeden einzelnen.

    Doch das Buch ist lang, zäh, an manchen Stellen langweilig, manche Stellen sinnlos, manchmal habe ich begonnen, Passagen zu überspringen, weil ich mich nicht wieder mit irgendeinem langweiligen Detail beschäftigen wollte, doch der Spannungsbogen war da und ich habe gierig nach einem Happy-End gehofft.

    Das Ende ist weit offen. Es sind viele lose Enden, um die sich der Autor nicht kümmert, sondern trennt sie brutal von der Hauptgeschichte und sogar am Ende bricht der Autor förmlich das Buch ab, als hätte er es selbst satt zu schreiben gehabt. Ich hätte mir einen richtigen Schluss gewünscht, zumindest einen, der in eine gewisse Richtung für die Familie zeigt, stattdessen sagt das Ende nichts aus. Es endet enttäuschend.

  12. Cover des Buches The Girl Before - Sie war wie du. Und jetzt ist sie tot. (ISBN: 9783328103271)
    JP Delaney

    The Girl Before - Sie war wie du. Und jetzt ist sie tot.

     (337)
    Aktuelle Rezension von: textinprogress_by_caro

    „Kein anderes Buch wird 2017 für so viel Hype sorgen. Wir können jetzt schon sagen:
    Das ist das Buch des Jahres.“ Instyle

    „Thriller des Jahres“

    „Die Weiterentwicklung des Psychothrillers. The Girl Before wird internationale Verlagsgeschichte schreiben.“

    Erstaunlich ist, wie schnell Verlagsmühlen arbeiten können: The Girl Before hat in kürzester Zeit die Welt erobert: Gerade erst in Amerika erschienen (Jan. 2017), kurz darauf schon die New York Times-Bestsellerliste erstürmt, in Großbritannien ähnlich erfolgreich sowie in 35 weiteren Ländern, letzte Woche in Deutschland veröffentlicht (25. April). Und eine Verfilmung ist natürlich auch schon in Planung.

    So etwas kann nicht in Gang gesetzt werden, wenn das Buch nicht für sich spricht. D. h. an jedem Gerücht findet man ein Quäntchen Wahrheit. Also, was blieb mir anderes übrig, als es selbst zu lesen? In einem anderen Kommentar heißt es nämlich, es reiche aus, nur die ersten beiden Kapitel zu lesen, danach könne höchstens noch ein Wirbelsturm einem den Thriller aus den Händen reißen.

    In den ersten beiden Kapiteln werden die beiden Figuren Emma und Jane vorgestellt, ihre Lebensgeschichten spielen zeitversetzt: Emmas im Damals, Janes im Heute. Beide haben kurz zuvor Schicksalsschläge erlitten, weswegen sie in London auf Wohnungssuche sind. Wer einmal selbst eine Wohnung gesucht hat, weiß, dass man einige Kompromisse eingeht, wenn die verfügbare Wohnung nur annähernd dem Budget, den Vorstellungen und Wünschen entspricht. So ähnlich auch hier. Ein Architektenhaus, im besten Londoner Viertel, mit High-Tech ausgestattet, minimalistisches luxuriöses Design zu einem dafür geringen Mietzins. Haken sind der Bewerbungsprozess, der Architekt sucht den Bewerber anhand eines Fragebogens (u. a. „Listen Sie alle Dinge auf, die in Ihrem Leben unverzichtbar sind.“) selbst aus, und seine strengen, zahlreichen Hausregeln: keine Möbel, keine Bücher, keine persönlichen Gegenstände etc. Das Haus soll seine Bewohner verändern/verbessern – nicht umgekehrt.

    (Ich habe angebissen und lese weiter.)

    Beide Frauen lernen den Star-Architekten Edward Monkford persönlich kennen. Simon, Emmas Freund, registriert das Knistern zwischen ihnen und muss sich kurze Zeit später dem Haus und Architekten widerwillig vorerst geschlagen geben. Jane spürt ebenfalls eine Anziehung zu Edward. Es entwickelt sich jeweils eine Beziehung, Edward zieht sogar ins Haus ein. Das Haus und neue Leben wirken positiv auf die beiden Frauen, stärken sie und verleihen ihnen wieder Selbstvertrauen. Es scheint alles perfekt zu sein. Bis Jane von dem Tod ihrer Vormieterin erfährt, neugierig wird und in dem Fall selbst ermittelt. Das Haus ist ihr daraufhin wohl nicht mehr gesonnen, so empfindet auch Emma, die nach dem Beziehungsende allmählich glaubt, in einer feindlichen Umgebung zu leben, beobachtet und boykottiert zu werden.

    Das abwechselnde Erzählen ihrer Schritte ermöglicht dem Leser, die Geschichten gegenüberzustellen, Parallelen zu ziehen und vorauszuahnen, was im Heute passieren wird – scheinbar. Delaney versetzt den Leser in den Glauben, mehr zu wissen als die beiden Figuren und somit auch zu wissen, welcher gemeinsame Nenner das Unglück herbeiruft. Ist es das Haus, das durch seine sterile, kalte Art den Menschen auf Dauer depressiv und paranoid macht? Die hochtechnische Überwachung jeder Bewegung und jedes Atemzuges, die einem das Gefühl gibt, kontrolliert und getadelt zu werden? Oder steckt der Erfinder Edward dahinter, der seine zwanghafte Perfektion auch auf andere überträgt, sie beeinflussen, beherrschen will? Ist er tatsächlich ein narzisstischer Soziopath, der nicht nur seine Frau und seinen Sohn, sondern auch Emma ermordete? Mit Jane geht der Leser auf die Suche nach Antworten, zweifelt mal an der Aufrichtigkeit der einen, mal an der der anderen Figur. Wie kann es so viele unterschiedliche Wahrnehmungen von einer Sache bzw. Person geben?

    Manchmal habe ich beim Lesen vergessen, dass es ein Thriller ist – es erschien mir dann eher wie eine verquere Dreiecksbeziehung. Die Spannung wird langsam aufgebaut, entlädt sich dafür auf den letzten Seiten explosionsartig. Die psychologische Komponente tritt anfangs auch eher beiläufig, fast banal auf, so meint man erst. Aber je mehr Seiten man liest, umso vielschichtiger und umfassender offenbart sich das wahre Innere der Figuren – unglaublich raffiniert!

    Fakt ist, es ist tatsächlich ein kreativer Psychothriller. Modern, mehrschichtig, unerwartet. Lest selbst, um zu beurteilen, ob Delaney mit The Girl Before alle anderen Thriller in diesem Jahr toppt.

  13. Cover des Buches Drachenflamme (ISBN: 9783442265824)
    Naomi Novik

    Drachenflamme

     (78)
    Aktuelle Rezension von: tedesca
    Der sechste und bislang letzte Teil der Serie rund um Temeraire und Will Laurence ist in meinen Augen auch der langweiligste gewesen. Endlose Flüge durch die australische Wildnis, ein Haufen Politik, seltsame Fantasiewesen, irgendwie fehlt der Esprit der Vorgängerbücher. Wobei Detlef Bierstedt in gewohnter Weise jede Figur mit viel Leben erfüllt und der Geschichte Profil verpasst, wo sie selbst zu wenig davon aufweist. Alles in allem könnte man sich diesen Teil eingentlich sparen, weil man wenig Neues über Temeraire und seine Freunde erfährt, letztendlich gehört es aber zur Serie, die , wie man aus dem Schluss recht leicht erkennen kann, wohl bald eine Fortsetzung erwarten lässt, die uns diesmal nach Südamerika führen wird. Hoffen wir, dass sich Frau Novik genügend Zeit lässt, damit ihr wieder ein paar spannende Ideen kommen!
  14. Cover des Buches Etta und Otto und Russell und James (ISBN: 9783426305461)
    Emma Hooper

    Etta und Otto und Russell und James

     (77)
    Aktuelle Rezension von: Orisha

    Als Otto aufwacht, ist Etta gegangen. Seine Etta, die er vor mehr als 50 Jahren kennenlernte - auf und davon. Doch Etta hat ihn nicht verlassen, vielmehr will sie sich einen Traum erfüllen und zieht los das Meer zu besuchen. Nur Russell, Ottos und Ettas Freund und Nachbar, hält es nicht und er zieht los Etta zu finden ... Doch auch in ihm löst sie etwas aus, was er kaum glaubte gesucht zu haben.

    Emma Hoopers Roman ist hinreißend - und das schreibe ich im vollsten Ernst - denn er ist weder kitschig noch rührseelig, vielmehr einfach hinreißend. Die Geschichte von Otto, Russell und Etta handelt von Freundschaft, von Liebe. Vom Leben auf dem Land, von verschiedenen Lebenskrisen und -träumen. Und ohne dass Hooper, die Geschichten der drei bis ins kleinste Detail auslotet - was eben auch Spielraum für eigene Gedanken lässt - ist sie hinreichend gut gestrickt. 

    Wir folgen vor allem Otto und Etta in ihrem 80-jährigen Dasein und erhalten gleichzeitig ihre und auch Russells Lebensgeschichte im ländlichen Kanada der 1940er Jahre. Ein Leben das hart war, das Entbehrungen mit sich brachte, aber eben auch familiäre Bande über die Kernfamilie hinaus zuließ und Kinder in eine Welt hinausziehen ließ, von der nicht immer klar war, dass sie sie heil zurückbrachte. 

    Kurzum: Hoopers Roman ist hinreißend, leicht, ohne sentimental zu sein und dabei noch kurzweilig zu lesen. 

  15. Cover des Buches Aus Licht gewoben (ISBN: 9783442472604)
    Alexandra Bracken

    Aus Licht gewoben

     (63)
    Aktuelle Rezension von: june_london

    "Nur ein Tropfen Regen verändert ihre ganze Welt..."

    Inhalt: Sydelle lebt in einem Dorf, dass seit 10 Jahren unter einer Dürre leidet. Als der Zauberer Wayland North Regen herauf beschwört, sind die Bewohner so dankbar, dass sie ihm einen Wunsch gewähren. Egal was es sein mag. Er wünscht sich Sydelle. Sie soll ihn auf seiner gefährlichen Reise quer durch das Land begleiten. Doch warum ausgerechnet sie?

    Eindruck:  Beim Stöbern auf einem Bücherflohmarkt, hat mich das Cover angesprochen. Ich hatte keinerlei Erwartungen an das Buch und wurde sehr überrascht. Normalerweise mag ich die weiblichen Protagonisten nicht und finde sie eher nervig. Doch in Sydelle konnte ich mich sehr gut hinein versetzen und sie hat schnell meine Sympathie gewonnen. Auch der geheimnisvolle Wayland North hat jetzt einen besonderen Platz in meinem Herzen. Wie die Inhaltsangabe auf dem Buch schon erahnen lässt, geht es unter anderem um eine Liebesbeziehung, welche (endlich mal) realistisch wirkt, weil sich die Charaktere nicht bereits beim ersten Blick um den Hals fallen, sondern sich erst langsam kennen lernen und annähern. Dieses Buch beweist, dass es keine komplexen magischen Welten mit unzähligen Charakteren braucht, um Leser zu fesseln und zu begeistern. Diese Geschichte besticht durch die entstehenden und wachsenden Beziehungen zwischen den Charakteren und die  innovativen Einfälle der Autorin. Es ist ein kurzweiliges magisches Abenteuer voller Romantik und Spannung. Eine Leseperle, die jetzt zu meinen absoluten Lieblingsbüchern gehört. :)

    Einziger Kritikpunkt: Es gibt keine Fortsetzung.

  16. Cover des Buches Nach mir die Flut (ISBN: 9783847906513)
    Sarah Perry

    Nach mir die Flut

     (20)
    Aktuelle Rezension von: 0Soraya0

    Zum Inhalt (Klappentext):
    An einem heißen Sommertag beschließt John Cole sein Leben hinter sich zu lassen.
    Er sperrt seinen Buchladen zu, den nie jemand besuchte, und verlässt London. Nach einer Autopanne sucht er Hilfe, verirrt sich und gelangt zu einem herrschaftlichen, aber heruntergekommenen Anwesen.
    Dessen Bewohner empfangen ihn mit offenen Armen - aber hinter der seltsamen Wohngemeinschaft steckt ein Geheimnis. Sie alle kennen seinen Namen, haben ein Zimmer für ihn vorbereitet und beteuern, schon die ganze Zeit auf ihn gewartet zu haben. 

    Meine Meinung:
    Der Einstieg in das Buch war schon sehr seltsam, aber ich dachte das wird sich nach den ersten Seiten legen. Der Schreibstil ist sehr eigenwillig und so habe ich nicht wirklich Zugang zu der Geschichte gefunden. Es wurde jedoch nicht besser sondern mit der Zeit immer schlimmer. Der Inhalt wurde irgendwie wirr wiedergegeben. Dabei passiert noch nicht mal irgendwas spannendes oder auch nicht spannendes. Es passiert einfach gar nichts.
    Bis zum Ende habe ich nicht verstanden auf was die Autorin hinaus will und was das Ganze soll. Einfach nur sinnfrei.

    Fazit:
    Nachdem ich auch im Nachhinein nicht verstanden habe, worauf die Autorin hinaus will, würde ich vom Buch abraten. Der Klappentext verspricht viel, gehalten wird jedoch nichts.

  17. Cover des Buches Heiße Hüpfer (ISBN: 9783442442324)
    Terry Pratchett

    Heiße Hüpfer

     (207)
    Aktuelle Rezension von: saphira13

    Heiße Hüpfer - der fünfte (und glaub ich letzte) Scheibenweltroman mit Rincewind in der Hauptrolle: Zeitreisen, Evolution und Heiße Hüpfer sind hier das Thema!

    Zitat aus Heiße Hüpfer (Tods Recherche zu dem Aufenthaltsort von Rincewind):

    HM... Er griff nach einem beliebigen Buch las den Titel. GEFÄHRLICHE SÄUGENTIERE, REPTILIEN, AMPHIEBIEN, VÖGEL, FISCHE, QUALLEN, INSEKTEN, SPINNEN, SCHALENTIERE, GRÄSER, BÄUME, MOOSE UND FLECHTEN VON TERRA INCOGNITA, las er. Tods Blick glitt ein wenig tiefer. BAND 29c, fügte er hinzu. OH DRITTER TEIL WIE ICH SEHE.

    Klappentext:

    Irgendwo am Ende der Scheibenwelt gibt es einen Kontinent, der nur als missratene Schöpfung bezeichnet werden kann. Es gibt dort vor allem Unmengen von rotem Sand, irrsinnig viel starkes Bier und ausschließlich gefährliche Tiere. Und während der linkische Zauberer Rincewind auf seiner Reise dorthin das Raum-Zeit-Kontinuum durcheinanderbringt, verschlägt es seine Kollegen von der Unsichtbaren Universität auf eine riesige einsame Insel zu Beginn der Schöpfung. Als dort nun endgültig alles auszutrocknen und wegzuwehen droht, kommt als Retter nur noch jener Rincewind in Frage ... 

    Meine Meinung:

    Es gibt zwei große Handlungsstränge: Einmal den von Rincewind, der auf dem Kontinend XXXX (oder Terra Incognita) spielt. Tatsächlich schafft es Rincewind auf dem kargen, anscheinend nur aus Wüste bestehenden Kontinent zu überleben. Die Sache spitzt sich immer mehr zu als ihm das sprechende Känguru Scrappy begegnet. Und ja, es gibt sehr viele Gründe, warum er weglaufen kann. Dieser Handlungsstrang ist sehr Amüsant und Rincewind pur. Was für verrückte Sachen der Zauberer erlebt... Scrappy (das Känguru) sagt er habe das Zeit-Raum-Kontinuum durcheinandergebracht und müsse es wieder in Ordnung bringen. Doch Rincewind will eigentlich nur zurück nach Annk-Morpork - doch wie das? Er ist sehr weit davon entfernt und dazu noch Jahre in der Vergangenheit, oder etwa nicht???

    Der Zweite Handlungsstrang handelt von fünf Zauberern von der Unsichtbaren Universität: Mit dabei ist der begriffsstutzige Erzkanzler Mustrum Ricully, der unglaublich Schlaue Ponder Stibbons der sich schwer tut den alten Zauberern etwas zu erklären und der Dekan der unglaubliche Witze drauf hat... Sie haben ein Problem: Der Bibliothekar ist krank geworden und über Umwege kommen sie auf Rincewind - nur er kann ihnen helfen, dass er wieder gesund wird. Seltsamerweise verschlägt es sie kaum das sie anfingen nach Rincewind zu suchen auf eine paradiesische Insel. Auch sehr witzig und unterhaltsamer Handlungsstrang - bring frischen Wind mit herein und ist unverzichtbar.

     

    Auch Character, Schreibstiel und so sind toll - ein wirklich verdammt gutes Scheibenwelt-Buch!!! Die Handlung ist auf eine verwirrende Weise Logisch und extremst Unlogisch zugleich. Dieses Buch hatte absolut keine Längen und ich wirklich schon aufs lesen hin gefiebert. Allerdings sollte man schon mit der Scheibenwelt vertraut sein wenn man sich an das Buch heranwagt - es ist ziemlich anspruchsvoll.

    Das rote Cover finde ich auch sehr hübsch. Genau wie der Vorgänger ein unvergleichliches Werk: 5 STERNE!

    PS: Ach, ja... Man könnte jetzt natürlich noch von Höhlenmalereien erzählen die es vor einer Woche noch nicht gab aber schon Jahrtausende Alt sind. Oder von einer Regatta die abgesagt wurde, weil sich im Fluss Wasser befand.

     


  18. Cover des Buches The Grapes of Wrath (ISBN: 9780140292923)
    John Steinbeck

    The Grapes of Wrath

     (38)
    Aktuelle Rezension von: Etoile
    Eines der erbarmungslosesten Bücher, die ich je gelesen habe. Selbe Liega wie "Das Gleichgewicht der Welt" und "Sophie's Choice".
  19. Cover des Buches Fundament der Hoffnung (ISBN: 9783868275582)
    Lynn Austin

    Fundament der Hoffnung

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Nehemia ist Mundschenk am Hof des persischen Königs Artaxerxes als er mitbekommt wie schlimm die Zustände in Jerusalem sind. Noch immer sind die Mauern nicht aufgebaut und die Feinde aus der Nachbarschaft machen den Juden das Leben schwer. Der König bekommt mit, dass es Nehemia nicht gut geht und schickt ihn nach Jerusalem. Und Nehemia hat einen Plan: Er will die Stadtmauer wieder aufbauen und das in weniger als einem Jahr. Doch Gefahren durch die Feinde und auch innere Konflikte zwischen den Juden gefährden immer wieder das gewaltige Projekt. Wird es ihnen gelingen, die Stadtmauern wieder aufzubauen?


    Lynn Austin ist mit ihrem Roman ein weiteres mitreißendes Werk über eine biblische Geschichte gelungen. Gekonnt und nah am biblischen Original erzählt sie die Geschichte nach und erweckt biblische Persönlichkeiten wie Nehemia und seine Feinde Tobija und Sanballat zum Leben.


    Es ist dabei faszinierend zu sehen wie nah sie dabei am Original bleibt und doch Nebenschauplätze besonders hervorhebt. Während im biblischen Buch "Nehemia" nur nebenbei erwähnt wird, dass auch einige Frauen am Mauerbau mithalfen, so bekommen diese Frauen in ihrem Roman nun einen prominenten Platz und werden zu Hauptfiguren. Manche Aussagen der biblischen Charaktere übernimmt die Autorin direkt und flicht sie geschickt in die Dialoge ein. 


    Die Figuren wirken glaubwürdig und authentisch. Der Schreibstil ist wie immer flüssig und gut zu lesen. Ein Glossar am Ende des Buches erklärt Begriffe der damaligen Zeit und des Judentums, die vielleicht nicht für alle Leser verständlich sein dürften.


    Ich kann diese Buch nur jedem, der gerne die biblischen Geschichten auf eine andere Art und Weise kennenlernen möchte, nur wärmstens empfehlen!
  20. Cover des Buches Warrior Cats - Zeichen der Sterne. Der vierte Schüler (ISBN: 9783407811608)
    Erin Hunter

    Warrior Cats - Zeichen der Sterne. Der vierte Schüler

     (99)
    Aktuelle Rezension von: merle88
    Inhalt:
    Häherfeder und Löwenglut halten die Macht der Sterne in ihren Pfoten. So sagt es die Prophezeiung. Doch wie kann sie in Erfüllung gehen, wenn die dritte Katze im Bunde fehlt? Oder befindet sie sich bereits in ihrer Mitte?
    Während der Wald von einer großen Dürre heimgesucht wird und die Clans erbittert um Frischbeute und Wasser kämpfen, macht eine junge Katze im DonnerClan eine folgenschwere Entdeckung.

    Meinung:
    Hierbei handelt es sich um den ersten Band der vierten Staffel, daher sind Spoiler unvermeidbar.

    Die Prophezeiung des SternenClans hat Häherfeder und Löwenglut zu Großem bestimmt. Doch wer ist die dritte Katze im Bunde? Und was ist ihre Bestimmung? Als im Sommer eine fürchterliche Dürre über die Katzen der Clans hereinbricht, wird der Kampf um Wasser und Beute immer härter. Doch dann macht Taubenpfote, eine Katze aus dem DonnerClan eine Entdeckung, die das Leben der Clans verändern wird.

    Nachdem ich vor über vier Jahren die dritte Staffel beendet hatte, brauchte ich ein wenig Abstand von den Warrior Cats. Staffel 3 war für mich damals die mit Abstand schwächste der gesamten Reihe.
    Vor ein paar Tagen bekam ich dann allerdings wieder richtig Lust auf die Geschichten rund um die Warrior Cats und so griff ich beherzt zu diesem ersten Teil der vierten Staffel.
    Schon nach nur wenigen Seiten war es, als wäre ich niemals weg gewesen. Namen, Orte und tägliche Gepflogenheiten waren mir sofort wieder präsent. Auch war ich wieder schnell der Magie der Katzen erlegen, die mich schon in den vorherigen drei Staffeln zum weiterlesen „gezwungen“ hat.

    Gut gefallen hat mir vor allen Dingen, dass dieser Band nicht nur am großen See spielt, sondern das eine Gruppe von Katzen sich wieder auf eine Reise begibt. So gibt es jede Menge Abwechslung und es stehen auch einmal Katzen aus anderen Clans im Vordergrund. Ich fühlte mich daher sehr gut unterhalten und gleich nach diesem Band musste ich zum zweiten Teil der Staffel greifen. Ich denke, das spricht für sich.

    Lesern, die bisher noch nichts über die Warrior Cats gelesen haben, würde ich empfehlen, mit der ersten Staffel anzufangen, da man sich sonst einfach viel zu sehr spoilert.

    Fazit:
    Es war als wäre ich nach Hause gekommen, als ich nach über vier Jahren Warrior Cats Pause zu diesem Buch gegriffen habe. Die Geschichte war unterhaltsam und abwechslungsreich und endlich treten auch mal wieder Katzen aus anderen Clans in den Vordergrund. Für alle Fans der Reihe ein Muss. Und allen die diese Reihe noch nicht gelesen haben, empfehle ich die erste Staffel von ganzem (Katzen-)Herzen.
    5 von 5 Hörnchen.
  21. Cover des Buches Generation Weltuntergang (ISBN: 9783426301982)
    Stefan Bonner

    Generation Weltuntergang

     (38)
    Aktuelle Rezension von: dorothea84

    Ich hatte es einmal unterbrochen, aber ich erinnere ich mich nicht warum. Jetzt wollte ich dieses Buch endlich weiterlesen. Schnell habe ich gemerkt warum ich nicht weitergelesen habe. Manche Passagen sind schon recht trocken und voller Fakten, teilweise wurde sehr tief in die Materie eingetaucht. Das war mir persönlich zu viel, denn ich muss und will auch nicht immer jede Kleinigkeit wissen. Interessant, waren teilweise die Jahreszahlen, wann die Bewegung begonnen hat. Sogar die Prognose für 2021, da konnte ich aus dem Fenster schauen und sagen, ja, ihr hattet recht. Aus diesem Buch habe ich viel gelernt und auch viel zum Nachdenken mitgenommen. Aber es ist kein Buch einfach mal zum Durchlesen. Denn es regt einen zum Denken an und dazu gibt es einen viele Fakten, Daten und Informationen. Manche davon waren sogar sehr interessant und andere waren nur einfach nervig.

  22. Cover des Buches Liebe und Zorn - Im Bann der Shinto-Götter (ISBN: 9781514869413)
    An Lin

    Liebe und Zorn - Im Bann der Shinto-Götter

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Meinung

    Vorab möchte ich mich herzlich bei An Lin für das zugesandte Rezensionsexemplar bedanken!

    Das Cover von Liebe und Zorn ist sehr schlicht, gar schon einfach gehalten. Das Besondere ist aber das Schriftzeichen, das sich im Hintergrund hervorhabt und laut Autorin Zorn bedeutet. Zudem finde ich den rötlichen Tempel bestens für die Geschichte gewählt.
    Im ersten Band lernen wir Mei und Tián kennen, die eine Mission meistern müssen. Als der junge Chinese eines Nachts vor Meis Tür steht, verändert sich für die beiden alles. Denn in den jungen Dolmetscher ist der jähzornige Donnergott gefahren, der die zwei die Aufgabe auferlegt, einen Tempel in Tokyo zu „retten“. Dabei stoßen die beiden immer wieder auf Hindernisse. Aber auch etwas Gutes hat ihre Aufgabe, denn Mei fühlt sich immer mehr zu Tián hingezogen.
    Was die Idee betrifft, finde ich die Ansätze gar nicht mal schlecht. Die japanischen Götter ins Spiel zu bringen und so etwas über die Mythologie kennen zu lernen, fand ich wirklich interessant. Allerdings kamen mir manche Szenen, insbesondere im letzten Teil, recht trocken vor. Die Autorin hätte in meinen Augen manches etwas knackiger schreiben können.
    Zudem kam mir die Beziehung zwischen Mei und Tián ein bisschen knapp bemessen vor. Die Gefühle wurden angerissen, aber sehr viel weiter ging es da nicht. Ich hätte mir einfach gewünscht, dass da mehr kommt, insbesondere wegen der Hintergründe. Da es aber einen zweiten Band der Reihe gibt und sich dort auch alles um die Beiden handelt, gehe ich mal davon aus, das die Gefühle dort mehr Gewicht bekommen.
    Der Schreibstil der Autorin ist wie immer flüssig. Ich konnte mich sofort in die Geschichte einfinden. Was ich super fand, ist das sie in dem Buch sehr viel auf Japanisch schreibt. Es gibt auch einen Anhang, wo man die Sätze immer mal wieder nachschlagen kann. Mich hat es zur Zeit etwas genervt, weil ich einfach zu faul war jedes Mal nachzuschlagen. Bei einem Ebook macht es das ein wenig umständlich. Den Lesefluss hat es aber nicht gestört.

    Fazit

    Eine interessante Geschichte über die Götter Japans. Manchmal etwas trocken aber dennoch lesenswert. Besonders der letzte Satz im Epilog macht neugierig auf den zweiten Band.

    Bewertet mit 3,5 von 5 Lilien
  23. Cover des Buches Die Quelle (ISBN: 9783596030606)
    Catherine Chanter

    Die Quelle

     (41)
    Aktuelle Rezension von: Girdie
    Catherine Chanter konfrontiert ihre Leser im Buch „Die Quelle“ mit einem Szenario, das durchaus eines Tages in nicht allzu ferner Zukunft möglich sein könnte. Es regnet seit Tagen und Wochen nicht mehr über den britischen Inseln. Einzig über dem Anwesen das der Protagonistin Ruth Ardingly und ihrem Ehemann Mark gehört und unter dem Namen „Die Quelle“ bekannt ist, gibt es Niederschläge. Doch nicht nur diese Tatsache sorgt im Buch für Konfliktstoff. Das Buch schildert ebenfalls einen Kriminalfall, denn auf dem Anwesen wird ein Junge ermordet und sehr lange bleiben die Umstände des Mords ungeklärt.

    Das Cover des Buchs lässt den Leser auf einen Weg zwischen Bäumen schauen, an dessen Ende ein heller Lichtschein lockt, so wie für Ruth und Mark das Anwesen ein Hoffnungsstrahl, ein Neuanfang nach einem persönlichen Desaster ist. Doch nach einem verheißungsvollen Beginn werden beide mit einem sich verdichtenden Anspruch ihrer Umwelt auf die Wasserressourcen, die sich auf dem Gut befinden, bedrängt.

    Bei dem in London lebenden Anwalt Mark Ardingly konnte der Verdacht, kinderpornographisches Material zu besitzen, zwar nicht bestätigt werden, jedoch bleibt ein gewisser Makel an ihm haften. Gemeinsam mit seiner Frau Ruth beschließt er daher, aufs Land zu ziehen. Sie erwerben das Anwesen „Die Quelle“ und erschließen sich nach und nach die Fähigkeiten, die das Landleben ihnen abverlangt. Doch dann regnet es nicht mehr im Land, sondern ausschließlich auf ihrem Besitz. Mit der Zeit steigt das Misstrauen der Nachbarn, dass dies nicht mit rechten Dingen zugehen kann. Es ist nicht möglich das Wasser umzuleiten. Schließlich wird auch das Interesse der nationalen Behörden geweckt.

    Die Erzählung beginnt zu einer Zeit, in der Ruth auf das Anwesen „Die Quelle“ zurückkehrt, in Polizeibegleitung und unter Hausarrest gestellt. Ruth erzählt die Geschichte aus ihrer Sicht in Ich-Form. Anhand ihrer Gedanken erkennt der Leser, dass etwas Schreckliches vorgefallen sein muss. Ruth schildert nicht nur die nun folgenden Wochen und Monate, in denen sie starken Beschränkungen und Restriktionen unterworfen ist, sondern auch die vergangenen Erlebnisse, die sie an diesen Punkt der Geschichte gebracht haben.

    Verstörend an der Erzählung sind der Gegensatz der Schönheit der Landschaft an der Quelle und das Wissen um die Dürre im Land. Durch die Vorwürfe gegen Mark in der Zeit als beide in London lebten, wurden auch Ruths Gefühle verletzt. Misstrauen gegen ihren Mann drängt durch die Ereignisse nach außen, wird sogar bewusst gestreut und ist doch unterschwellig schon lange vorhanden. Außerdem macht Ruth sich Vorwürfe in Bezug auf die Erziehung ihrer inzwischen erwachsenen Tochter. Unterschwellig kommt bei ihr noch die Hilflosigkeit hinzu, den unter der Dürre leidenden Menschen nicht helfen zu können.

    Im Laufe der Zeit schotten sich Mark und Ruth immer mehr von der Welt außerhalb ihres Anwesens zurück. Dadurch findet Ruth genügend Zeit sich mit ihrer gegenwärtigen Situation auseinanderzusetzen und wird dabei immer unzufriedener, aber auch unsicherer. Die Freundlichkeit der vier selbsternannten Glaubensschwestern im Namen der Rose von Jericho trifft daher auf Nährboden. Vollends überzeugt es sie, auserwählt zu sein als letztes fehlendes Glied der Gemeinschaft, durch ihren Mädchennamen „Rose“. Eingesponnen in diesen emotionalen Mix wird eine einzige Nacht für sie zum Desaster mit der Folge, dass sie sich schuldig an dem Mord des kleinen Jungen glaubt. Vielleicht war es aber auch jemand anders. Allein ohne Vertraute auf dem Anwesen weiß sie die Schuldfrage nicht zu klären. An ihrer Seite findet sich nun der Leser wieder, der mit ihr versucht eine Antwort zu finden.

    Beim Lesen ist unklar, welcher Charakter ohne Fehl und Tadel ist und gerade das macht den Roman so besonders. Die Suche nach der Wahrheit und der Gerechtigkeit erhält den Spannungsbogen bis zum Schluss aufrecht. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich empfehle es daher gerne an Leser weiter, die tiefgründige Romane mögen.
  24. Cover des Buches Prophezeiung (ISBN: 9783462043976)
    Sven Böttcher

    Prophezeiung

     (60)
    Aktuelle Rezension von: Limericks
    Ich fand das Buch insgesamt gesehen sehr gut geschrieben und auch spannend gehalten. Was einen negativen Touch gibt ist die Tatsache dass anfangs sehr viele Fachausdrücke verwendet werden und man daher sehr aufmerksam lesen muß um Zusammenhänge herzustellen zwischen IICO und den Geschehnissen in Hamburg und Umgebung. Was ich sehr gut finde, ist dass auch aufgezeigt wird in welchem Mass wir überwacht und manipuliert werden könnten... Es waren einige Sachen dabei wo ich mit einem Computeringenieur Rücksprache gehalten habe der mir bestätigt hat dass alles was in diesem Buch beschrieben wird schon seit Jahren möglich ist. Auch wenn das Szenario mit den Unwettern weit entfernt scheint und weit in der Zukunft - lassen wir uns nicht täuschen, auch dieses könnte schon sehr bald so geschehen wenn es mit der Umwelt weiter so bergab geht wie in der letzten Zeit...

    Insgesamt gesehen ein sehr schöner Ökothriller der eine Mahnung darstellen könnte in welche Richtung wir uns umwelttechnisch gesehen bewegen.

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