Bücher mit dem Tag "düsseldorf"
145 Bücher
- Carine Bernard
Pater Noster
(31)Aktuelle Rezension von: Ladybella911Düsseldorf ist bekannt als mondäne Stadt. Ein Ruf, zu welchem auch die berühmte „Kö“ Düsseldorfs renommierteste Straße beigetragen hat. Auf engstem Raum tummeln sich hier die teuersten Juweliere, die bekanntesten Modelabels und nicht zuletzt auch international renommierte Werbeagenturen.
Dies ist das Milieu, in welchem Carine Bernard ihren Roman Pater Noster angesiedelt hat. Zwei Werbeagenturen in unmittelbarer Konkurrenz um einen lukrativen Auftrag, zwei Männer in Konkurrenz um das Herz der reizenden Deborah.
Wer wird der Sieger sein?
Aber hier geht es nicht nur um Liebe, Leidenschaft und Eifersucht, sondern auch um ein Kapitalverbrechen : Mord ....
Kommissar Brück und sein Team versuchen, dieses Verbrechen aufzuklären, haben plötzlich zwei Verdächtige und Deborah sitzt zwischen zwei Stühlen, plötzlich weiß sie nicht mehr, was, oder beziehungsweise wen, sie eigentlich will.
Eine nicht alltägliche Werbekampagne im Verlaufe derer überall in der Stadt Plakate mit einem großen roten Auge auftauchen und mysteriöse Armbänder aus roten Pater Noster Perlen, welche an einen illustren Gästekreis verschickt werden, scheinen eine nicht unerhebliche Rolle bei der Aufklärung zu spielen.
Wer ist der Mörder, und welches Motiv steckt dahinter?
Die Handlung ist tempo- und actionreich und man darf spannende Ermittlungen begleiten. Mit von der Partie ist auch Josh, Schrödingers Hund, der eine nicht unwesentliche Rolle spielt – er entlarvt den Täter und verhilft dadurch auch Deborah zu ihrer Entscheidung.
Ein Krimi, der, bis auf den Mord, ohne blutige Grausamkeiten auskommt, ein wenig Liebe, ein wenig Leidenschaft und viel Eifersucht, die teilweise sogar bis hin zur regelrechten Besessenheit ausartet, und patente glaubhaft beschriebene Akteure, das sind die Zutaten zu einem Krimi, der mich gut unterhalten hat, und den man getrost auch Nachts im Bett lesen kann.
Macht richtig Spaß und bekommt deshalb von mir 4 Sterne.
- Isabel Varell
Mittlere Reife
(12)Aktuelle Rezension von: Booky-72Ein ansteckendes, rundum sympathisches Lachen - und so ist die ganze Person - Isabell Varell.
Vielen bekannt vor allem als Sängerin, Schauspielerin und Exfrau von Drafi Deutscher. Doch in ihrem Leben gab und gibt es noch viel mehr.
Ja, sie war auch im Dschungelcamp, wie so viele…
Aber sie setzt sich vor allem für den guten Zweck ein und läuft auch mal Marathon. So viel haben wir über sie gelernt. Gut, dass sie auf Hape Kerkeling gehört hat und uns ihr Leben hier so wundervoll und unterhaltsam aufgeschrieben hat. Ein Muss für jeden Fan. Danke, dass ich einer sein darf!
- Anne Gesthuysen
Mädelsabend
(17)Aktuelle Rezension von: AntekSchon ganz oft haben mich die Büchercover der Autorin in der Buchhandlung angelacht, nun habe ich endlich zum ersten gegriffen und das wird definitiv nicht mein letztes bleiben. Anne Gesthuysen hat mich von Anfang an in ihren Roman gezogen und auf ganz wunderbar, rührende Art und Weise mehr als fesselnd unterhalten.
„Fünfundsechzig Jahre lang hatte sie an seiner Seite gestanden, seine Schwächen und Schrullen ertragen, sie konnte nicht mehr.“
Für Sara waren die Großeltern immer der Inbegriff einer guten Ehe gewesen, ein eingespieltes Team, das sich liebte und schätzte und auch die Aversionen ihres Vaters gegenüber dem Großvater hat sie nie wirklich verstanden. Dass sie ihr Bild von Opa Walter vielleicht doch überdenken muss, wird erst klar, als sie mehr aus der Vergangenheit erfährt.
Ruth, Saras Großmutter liegt nach einem Brand im Seniorenheim Burg Winnethal im Krankenhaus. Zum Glück nichts Ernstes, nur ein, zwei Nächte zur Überwachung und so kann diese mit Lili Heinemann bereits wieder scheckern, als Sara sie besucht. Ruth scheint in letzter Zeit richtiggehend aufzublühen inmitten der lebenslustigen Frauen und anderen Mitbewohner im Seniorenheim und ganz besonders der Singkreis hat es ihr sehr angetan. Ganz anders hingegen Walter, den man bei einem anschließenden Besuch auf der Burg kennenlernen darf. Fest ist er davon überzeugt, dass Lili den Brand absichtlich gelegt hat, um ihren Ehemann um die Ecke zu bringen, der Singkreis schädlichen Einfluss auf seine Ruth hat und nichts wünscht er sich mehr, als mit Ruth gemeinsam zurück in sein Elternhaus Bönninghardt kehren zu können. Dass dies nach einem Sturz von Ruth für die beiden alten Leute gar nicht mehr möglich ist, ignoriert er schlechthin. Mehr als griesgrämig ist daher seine Laune und das macht auch Ruth das Leben schwer. Nun will er ihr doch tatsächlich den Kontakt zu den anderen Mitbewohnern verbieten. Ebenfalls eine Krise bahnt sich bei Sara an. Die junge Mama ist eigentlich ganz zufrieden, hat alle Hände voll zu tun, ihren Job als Ärztin mit der Mutterrolle zu vereinbaren und kommt daher auch gar nicht zum Nachdenken. Doch als ihr ihre Chefin das Angebot macht, sich für sie für ein Forschungsstipendium in Cambridge einzusetzen, leben die alten Träume wieder auf. Und auch wenn Lebensgefährte Lars sie bisher in jeder Hinsicht unterstützt hat, hat sie Bedenken ihm von ihrem Wunsch dieses Stipendium anzunehmen, zu erzählen. Wie wird sie sich entscheiden?
Als Leser erfährt man durch Erzählungen nach und nach Ruths Geschichte. Es geht los mit Erinnerungen an ihr Elternhaus und ihre Oma, man darf miterleben, wie sie Walter kennenlernt, wie sie ihn trotz der Warnung „Meine Güte, hüte dich vor einem van Rennings. Sie machen ihre Ehefrauen nicht glücklich.“ heiratet, weil sie ihm sein >>Ich verspreche dir, dich niemals zu betrügen<<, sagte er heiser. >>Ich verspreche dir, ein guter Ehemann zu sein.<<, glaubt. Man erfährt vom despotischen Schwiegervater, der alles unter Kontrolle und allen das Leben schwer gemacht hat. Episoden aus dem Ehealltag, Szenen, die Ruth mit ihrem Sohn erlebt, Träume und Wünsche und auch der eine oder andere Ausreißer, den sie sich erlaubt, zeichnen nach und nach ein eindrückliches Bild ihres Lebens für das gilt, „Sie hätte etwas mehr Glück verdient gehabt.“ oder auch „Ich verlange doch gar nicht viel. Nur etwas Zeit für mich.“
Ruth eine Frau, die sich ein Leben lang hinten angestellt hat für die Familie, einen anderen Weg hat hingegen Lilis Mutter eingeschlagen. „Sie wolle noch einmal von vorn anfangen, die Krebserkrankung habe ihr gezeigt, dass sich manche Dinge nicht auf die Zukunft verschieben lassen.“ Durch Tagebucheinträge darf man zwischendurch auch auf deren Leben blicken, während man im Heute mit Sara noch darum ringen muss, welche Entscheidung die richtige ist. Die Chance ergreifen sich verwirklichen oder für die Familie zurückstecken. „Du eröffnest mir hier gerade, dass du unsere Familie aus dem Altar des Karrierestrebens opferst. Erwartest du ernsthaft, dass ich dabei ruhig bleibe.“ Lars ist auf jeden Fall genauso wenig begeistert wie ein Walter.
Ebenfalls im Heute darf man zudem noch ganz viele amüsante Episoden aus dem Alltag auf der Burg erleben. Man darf gemeinsam mit Lili Pläne schmieden wie >>Keine Sorge. Wir müssen ihn ja nicht gleich um die Ecke bringen<<, sagte sie und zwinkerte ihr zu. >>Aber vielleicht braucht er eine besondere Therapie.<<, darf ihren Unterhaltungen lauschen, bei denen für mich ebenso galt, wie für „Sara hätte so gerne die Polizisten gesehen, die sich Ende der Vierzigerjahre von Ottilie Oymann einen Sexunfall schildern lassen.“, oder man darf bei einem historischen Burgfest Zeuge davon werden, wie es bei einer Greifvogelshow heißt, ein Falke „kackte Walter auf die Schuhe“.
Der einnehmende Schreibstil der Autorin hat mich von Anfang an gefangen genommen. Trotz der Fülle an berührenden, stellenweise auch wirklich schockierenden Momenten, Ruht muss wirklich viele Demütigungen hinnehmen, fehlt niemals die Leichtigkeit. Für diese sorgt sie mit einer perfekt dosierten Prise an Humor. Ich konnte so z.B. unheimlich viel schmunzeln, ganz besonders, wenn die Bewohner von Burg aus dem Nähkästchen plaudern und dabei vor allem Lili und auch Ottilie kein Blatt vor den Mund nehmen. Zudem lässt sie unheimlich viel Spannung entstehen, wird sich eine Ruth jetzt nach 65 Jahren noch von Walter trennen, was wird aus ihm dann, wie entscheidet sich Sara, wird die junge Familie daran zerbrechen, wenn sie geht.
Die Autorin ist eine Meisterin der Figurenzeichnung. Der innere Zwiespalt, „Ruth kam sich vor wie eines dieser Zootiere, die in die Freiheit entlassen werden sollen, aber partout nicht aus dem Käfig herausgehen.“, den sowohl Ruth als auch Sara erleben, ist perfekt dargestellt. Ich konnte mich so richtig in die beiden Frauen hineinfühlen. Zudem schafft Anne Gesthuysen, dass man mit seinen Sympathien für die einzelnen Mitspieler immer hin und hergerissen ist. Im einen Moment hätte ich so Walter einen Tritt versetzen können, wenn er wieder einmal besonders gehässig war, im nächsten hätte ich ihn am liebsten in den Arm genommen, wenn von ihm ein so hilfloses, „Aber ich muss doch auf sie achtgeben. Das habe ich doch immer gemacht, sie ist doch meine Frau. Ein Mann muss auf seine Familie achtgeben. Was sollen die Leute denn denken, wenn ich sie ganz allein lasse. Die fangen doch an zu tratschen.“ Auch allen anderen Mitspieler sind gelungen dargestellt.
„Kämpfe nicht gegen Dich selbst, sondern richte Dich in dem Leben ein, das Dich froh macht. Du hast nur dieses eine.“ Eine tolle Botschaft, die die Autorin ihren Lesern mit auf den Weg gibt und damit endet auch meine Buchbesprechung. Alles in allem ein ganz wunderbarer Roman, der fünf Sterne mehr als verdient hat.
- Martina Hundt
Tod des Dessous-Königs
(18)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerDas Buch beginnt direkt mit dem Todesfall. Ein Mann bricht beim Joggen zusammen und stirbt noch an Ort und Stelle. Die Polizei wird eingeschaltet und Kommisarin Eva de Boer ünernimmt den Fall. Bei dem Toten handelt es sich um den Gründer eines großen niederländischen Dessous-Labels. Eva arbeitet deswegen nun eng mit der niederländischen Polizei zusammen und es ergeben sich bald viele Verdächtige, die alle ein Motiv zu haben scheinen und keiner versteckt, dass er mit dem Toten seine Schwierigkeiten hatte..
Den Schreibstil des Buches fand ich unheimlich angengehm zu lesen. Ich kam sofort in die Geschichte rein und die Seiten flogen nur so dahin. Das erste, was mir positiv aufgefallen ist, ist, dass die Schauplätze sowie die Handlung so beschrieben waren, dass man sich das ganze gut vorstellen konnte und für mich die Atmosphäre gut rüberkam, jedoch sich nicht an Kleinigkeiten aufgehalten wurde, die das ganze in die Länge gezogen haben oder die Geschichte langatmig machten. Weiterhin grandios fand ich den Mord, der nicht blutig, sondern ein absolut perfider Mord war. Die Geschichte war durchgehend spannend und hat mich nicht mehr losgelassen. Im Laufe der Ermittlungen, kamen so viele Verdächtige ans Licht. Alle hatten ein Motiv und kein Problem damit zu sagen, dass sie mit dem Toten ein Problem hatten und sich somit teilweise noch mehr in den Verdacht gerückt hatten. Dem entgegen standt jedoch, dass jeder eine andere Art und Weise gehabt hätte, dem Toten zu schaden und so den Mord gar nicht hätten begehen müssen. Es verstrickt sich alles immer weiter und das Buch hat mich so gefesselt, da ich unbedingt wissen wollte, wer es war und warum er es getan hat. Die Auflösung kam für mich völlig unvorhersehbar.
Eva de Boer als Protagonistin war mir unheimlich sympathisch. Sie war eine starke, kluge und selbstbewusste Frau, die sich keine Steine in den Weg legen ließ und mit vollem Verstand bei der Sache war. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Bas haben die beiden für mich ein perfektes Duo abgegeben und ich habe es wirklich genossen, ihnen bei den Ermittlungen zu folgen.Auch die anderen Charaktere waren facettenreich und jeder hatte seine Rolle in dem Gesamtkonstrukt. - Rainer Kurlemann
Der Geranienmann
(15)Aktuelle Rezension von: seschatINHALT
Als im Düsseldorfer Hofpark eine geköpfte Frauenleiche gefunden wird, wendet sich der ermittelnde Kommissar sofort an seinen Kumpel Johannes Wittjer, seines Zeichens Genetiker. Diesem gelang es bisher noch immer, mithilfe einer illegalen Gendatenbank den Mörder aufzuspüren. Bis eines Tages Wittjer selbst einen abgetrennten Menschenkopf im eigenen Büro vorfindet...
MEINUNGRainer Kurlemanns Krimi "Der Geranienmann" bedarf einer aufmerksamen Lektüre, doch diese lohnt sich auf jeden Fall. Denn der Autor hat einen äußerst spannenden sowie anspruchsvollen Plot konstruiert, der die Licht- und Schattenseiten der heutigen Genforschung/-technik auf anschauliche Weise thematisiert. Und auf grandiose Weise zeigt, was passieren kann, wenn genetische Erkenntnisse auf das reale Leben treffen.
Die Hauptprotagonisten Johannes Wittjer und dessen Studienkollegin Henrike sind zwei ehrgeizige Genforscher mit professioneller und visionärer Einstellung zum Thema Gentechnik. Sie würden am liebsten in ähnlich breiter Form wie in den USA forschen, doch die deutsche Ethik/Moral ist anders. So kreisen ihre Studien u.a. um die Kreuzung von Pflanzen (hier: Geranien mit Hasch), leuchtende Tiere (Schafe und Fische) und die Erforschung des Erbgutes auf Krankheitsrisiken. In seiner Freizeit sammelt Wittjer sogar prominente DNA (so u.a. Rolling Stones). Die dritte Person im Bunde ist Franziska Dorllin, eine Ärztin, die sich vorrangig auf Erbkrankheiten spezialisiert hat.
Abgesehen von der Genthematik spielen auch der russische KGB und diverse Mordfälle eine nicht zu unterschätzende Rolle. Kurzum, die Handlung ist alles andere als langweilig und sehr kleinteilig, aber dabei noch an der Grenze des Fassbaren. Die Spannungskurve bleibt konstant oben. Kurlemanns Erzählstil ist faktenreich und nüchtern, was super zum Inhalt passt. Zudem wird im Laufe der Handlung auch die Entstehung des ulkigen Buchtitels erwähnt, was ich als Leser immer positiv bewerte.
FAZITEin vielschichtiger Kriminalroman, der bis zum Ende nicht an Spannung und Unterhaltungswert einbüßt. Hieran sieht man, auch Wissenschaft kann spannend sein :-) - Erin Buchanan
Gipfel der Lust
(33)Aktuelle Rezension von: MeiGeuEmily übernimmt eine Führungsposition einer Klinikgruppe. Dabei verfällt sie dem Chef der Klinik und entdeckt dabei ihre devote Neigung. Für ihren Chef ist es lediglich Sex, für Emily jedoch sehr viel mehr. Erst eine für Emily brenzlige Situation macht ihm klar, dass er Emily ebenso verfallen ist.
Die Story an sich ist sehr gut und gut durchdacht. Leider gelingt es der Autorin jedoch nicht, den Charakteren die nötige Tiefe zu geben und die Emotionen zu transportieren. Dadurch bleibt die Geschichte sehr an der Oberfläche und ist durch die zu schnelle Entwicklung der Geschichte etwas abgehackt. Etwas mehr Detailbeschreibungen und ein ausschöpfen des Spannungsbogens hätte der Geschichte sehr gut getan.
- Carine Bernard
App to Date
(16)Aktuelle Rezension von: wampyBuchmeinung zu Carine Bernard – App to Date
„App to Date“ ist ein Roman von Carine Bernard , der 2017 bei neobooks Self-Publishing erschienen ist.
Zum Autor:
Carine Bernard wurde 1964 in Niederösterreich geboren. Seit 2002 lebt sie mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Deutschland in der Nähe von Düsseldorf. Sie fotografiert gerne und geht in ihrer Freizeit Geocachen. Beim Erfinden von Geocache-Rätseln entdeckte sie ihre alte Liebe zum Schreiben wieder und nach einigen Rätselgeschichten rund um Molly Preston folgte 2015 ihr erster Roman.
Klappentext:
Wenn eine App verspricht, den perfekten Partner für dich zu finden, bist du dann bereit, ihr all deine Daten anzuvertrauen?
Jakob und Jenny tun genau das und lernen sich so kennen und lieben. Doch Jenny hat Jakob verschwiegen, dass sie zu dem Team von Psychologen gehört, das App2Date entwickelt. Eigentlich trifft sie sich mit Männern nur, um die App zu testen ...
Als Jenny App2Date zum ersten Mal für sich selbst benutzt, beginnt eine Serie von Unglücksfällen. Jemand scheint jeden ihrer Schritte zu verfolgen, und den Männern in ihrer Umgebung passieren schlimme Dinge: ein Unfall, ein Mord, und zuletzt wird auch noch Jakob verhaftet.
Doch wer steckt hinter alledem? Als Jenny es endlich herausfindet, ist es fast zu spät. Ein skandalöser Missbrauch der App führt sie auf die Spur des wahren Mörders, und sie setzt ihr Leben aufs Spiel, um die Daten der Dater zu retten.
Meine Meinung:
Dieses Buch ist eine Art Wohlfühlkrimi. Es gibt bis auf zwei Ausnahmen nur nette und sympathische Figuren. So fehlt es den Figuren auch meist an Ecken und Kanten. Man fiebert mit Jenny, die unheimlich sympathisch ist, mit. Man ist betroffen, wenn ihr Bruder schwer verletzt im Krankenhaus liegt. Auch möchte man ihr auf dem Weg zu ihrem Glück helfen, auch weil sie sich gerade hier schwer tut. Manches wirkt etwas konstruiert und es gibt einige glückliche Zufälle. Aber man fliegt nur so durch die Seiten und wird durch ein glückliches Ende belohnt, das auch gut zur Geschichte passt. Wenn doch mal was schlimmes passiert, wird sofort für eine Auflockerung gesorgt. Durch wechselnde Perspektiven wird ein hohes Erzähltempo unterstützt. Trotz der leichten Form und des romantischen Inhalts gibt es Passagen, die zum Nachdenken anregen.
Fazit:
Ein leichter Krimi mit sympathischen Figuren, der sehr angenehm zu lesen ist. Zwar fehlt die Tiefe, aber für eine kurzweilige Ablenkung genau das Richtige. Von mir gibt es vier von fünf Sternen (70 von 100 Punkten). Wer lockere Unterhaltung ohne brutale Gewaltdarstellung mag, wird mit diesem Buch zufrieden sein. - Arno Strobel
Im Kopf des Mörders - Tiefe Narbe
(336)Aktuelle Rezension von: Stefy87Ich habe es von Anfang an geliebt. Der Schreibstil ist super, flüssig und spannend. Auch der Kommissar Max Bischoff, der Hauptprotagonist, wirkt modern, angenehm und realistisch. Besonders spannend fand ich die Einblicke in sein Leben – sowohl beruflich als auch privat. Etwa die Beziehung zu seiner Schwester, die nach einem Unfall im Rollstuhl sitzt, oder auch sein Liebesleben, das dargestellt wird, so kann man sich besser in die gesamte Geschichte zurechtfinden.
Die Geschichte nimmt richtig Fahrt auf, als eines Morgens ein Mann auftaucht – komplett in Blut getränkt – und im Polizeipräsidium erscheint. Ab diesem Moment beginnen die Ermittlungen von Max Bischoff und seinem Partner Horst Böhmer. Es dauert lange, bis alle Puzzleteile zusammengefügt sind, und genau das macht die Geschichte so fesselnd.
Der Thriller ist stellenweise in den Beschreibungen der Morde schonungslos und intensiv erzählt. Einziger Kritikpunkt: Mir hat ein wenig der Überraschungseffekt gefehlt – ich hatte relativ früh eine Ahnung, wer der wahre Täter sein könnte.
- Bettina Klusemann
Die Unschuld der Kastanienblüten
(11)Aktuelle Rezension von: abetterwayInhalt:
"Die Kinder Sophie und Hanno finden in der Nachkriegszeit am katholischen Niederrhein zueinander. Hannos Eltern haben Auschwitz überlebt. Noch ist der Geist des Nationalsozialismus überall deutlich spürbar. Die Familien kämpfen gegen Ablehnung und Vorurteile, an denen Hannos Vater zerbricht. Er nimmt sich das Leben. Für Hanno beginnt eine rastlose Zeit des Suchens nach Identität. Als aus der kindlichen Freundschaft Liebe wird, hofft Sophie auf eine gemeinsame glückliche Zeit. Wird Hanno ihr diesen Wunsch erfüllen können? Sophie gibt die Hoffnung nicht auf."
Meinung:
Beide Kinder sind unterschiedlich aufgewachsen. Für Sophie kann man es als Kulturschock bezeichnen was im Krieg passiert ist und Hanno kann irgendwie damit leben...
Ich finde die Autorin hat eine gut Geschichte geschrieben welche sehr interessant ist wenn man sich für die 50er Jahre und die Geshcichte nach dem 2. Weltkrieg interessiert. Der Schreibstil ist großteils flüssig und git nachzuvollziehen. Die Kurze Kapitel machen es leicht das geschehene zu verarbeiten.
Fazit:
Ein Buch welches einem die Zeit des und nach dem 2. Weltkrieg aus einer anderen Sciht näher bringt. - Arno Strobel
Im Kopf des Mörders - Kalte Angst
(227)Aktuelle Rezension von: Stefy87Band 2 der Reihe „Im Kopf des Mörders“ hat mich richtig mitgenommen. Ein unglaublich guter, nervenaufreibender Thriller mit vielen unerwarteten Wendungen, der sich sehr spannend und flüssig lesen lässt. Auch in diesem Teil wird wieder schonungslos über die Morde berichtet, stellenweise sehr heftig, und doch bleibt die Spannung bis zur letzten Seite erhalten.
Max’ Schwester wird weiterhin im Internet belästigt, weshalb sie sich nun dazu entschliessen, Anzeige zu erstatten, um ihr ein Stück Sicherheit zurückzugeben. Max selbst steht noch immer unter dem Eindruck des Verlustes aus Band 1 und hat Schwierigkeiten, sich auf den neuen Fall zu konzentrieren.
Max und Horst tappen lange im Dunkeln, wer der Täter sein könnte. Bis zum Schluss wird alles versucht, die Wahrheit herauszufinden – und das Ende ist definitiv nicht vorhersehbar!
Für mich eine absolute Leseempfehlung. Es ist auf jeden Fall sinnvoll, Band 1 vorher zu lesen, um die Hintergründe und Zusammenhänge besser zu verstehen.
- Arno Strobel
Mörderfinder – Die Spur der Mädchen
(347)Aktuelle Rezension von: koechlMein erstes Buch von Arno Strobel und ein richtiges Highlight!
Der Ex-Kriminalkommissar Max Bischoff wird von dem Vater eines vor 6 Jahren verschwundenen Mädchens um Hilfe gebeten, der das Gefühl hat, seine Tochter sei wieder aufgetaucht.
Er hat Gegenstände von ihr im Haus gefunden, die sie damals bei sich trug, als sie verschwand.
Gleichzeitig gibt es ganz viele Parallelen zu einem aktuellen Vermisstenfall. Max beginnt zu ermitteln..
Das Buch hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Schlag auf Schlag sind super viele Dinge passiert, die mich nicht mehr losließen.
Gleichzeitig erhalten wir in dem Buch neben der Erzählperspektive des Kommissars, die Sicht eines Mädchens/einer Frau, bei der man bemerkt, dass sie unmittelbar im Zusammenhang mit den Verbrechen steht, man aber nicht eindeutig weiß, wer sie ist. Das hat dem Buch noch zusätzlich Spannung und Abwechslung verliehen, weshalb es für mich ein sehr gelungener Thriller ist. - Mithu Sanyal
Identitti
(160)Aktuelle Rezension von: GeschichtenfinderNiveditas Professorin Saraswati ist die Inspiration ihres Lebens. Sie zeigte ihr, dass man als PoC, als Frau, trotz aller Widerstände, das Leben leben kann, dass man verdient, dass man gesehen wird, dass Nivedita nicht mehr alleine ist, mit ihren Erfahrungen, ihren Zweifeln und ihrer Angst, nie irgendwo dazuzugehören. Saraswati beeinflusst den identitären Diskurs an ihrer Uni, ihrer Stadt, beeinflusst Niveditas Selbstwahrnehmung und das Selbstbewusstsein der Schwarzen Community. Umso schockierender, als sich herausstellt, dass Saraswati gar kein PoC ist, sondern Weiß. Und auf einmal sind wieder all die Fragen wieder da und Nivedita und ihre Freunde müssen sich wieder die nach Identität, "Race", "Whiteness" und Saraswati selbst stellen.
Mithu Sanyal ist bereits als Journalistin mit den Themenpunkten Feminismus, Rassismus, Popkultur und Postkolonialismus sehr bekannt, bevor sie ihren Roman "Identitti", angelehnt an den Medienskandal um Rachel Dolezal, veröffentlicht.
Niveditas Konflikt wird gut beleuchtet, sodass man ihr Dilemma versteht, auch wenn man mit diesem Konflikt sonst eher weniger Kontaktpunkte hat. Sanyal nimmt sich die Zeit alle Sichtweisen zu Wort kommen zu lassen, wodurch man sich gut selbst in diesem aktuellen Konflikt eine eigene Sichtweise bauen kann.
Da es sich hier um ein gesellschaftspolitisches Thema handelt, würde ich den Roman erst ab 12, bzw. 14 empfehlen.
- Alexander Gorkow
Die Kinder hören Pink Floyd
(49)Aktuelle Rezension von: StolliZufällig bin ich auf dieses Buch gestoßen, die Beschreibung von Elke Heidenreich hat mich bewogen das Buch zu bestellen.
Zum einen weil die Handlung in und um meiner Heimatstadt Düsseldorf spielt, ich in etwa genau zur gleichen Zeit dort gelebt habe, Pink Floyd mich seinerzeit sehr begeistert hat und mich zumindest während der Schulzeit und einige Zeit danach ein Stück lang begleitet hat.
Alexander Gorkow hat dieses Buch wunderbar geschrieben, viele der vorkommenden Plätze habe ich auch öfter aufgesucht, sogar der Bungalow in der Uniklinik mit dem Rasen vor der Tür kommt mir bekannt vor da ich aufgrund eigener Herzerkrankung dort auch hin und wieder aufgeschlagen bin.
Für mich war das Kapitel Pink Floyd mit The Wall erstmal kein Thema mehr, mit diesem Werk konnte ich mich nicht identifizieren und erst ein Konzert der Band Echoes mit Barefoot to the Moon in der Akustik Version in meiner jetzigen Heimat Darmstadt hat mich wieder näher an Pink Floyd herangebracht und so höre ich jetzt hin und wieder die alten Stücke und das Buch dazu hat mich total begeistert.
- Martin Conrath
Der Schmerzsammler
(77)Aktuelle Rezension von: Benni91„Der Schmerzsammler“ von Martin Conrath ist Fall 1 für die Profilerin und Sektenbeaufragte des LKA Düsseldorf, Fran Miller. Diese geht eigentlich hauptsächlich Schreibtischarbeit nach, bekommt es dann aber mit einem grausamen Serienkeller zu tun, der sich an den Schmerzen und Schreien seiner Opfer ergötzt. Auch hinter Fran selbst ist der Mörder her und hat weitere Personen aus Frans privatem Umfeld längst im Visier. Kann sie weitere Tote verhindern? Parallel erweckt ein Fall von Grabschändung ihre Aufmerksamkeit, was wohl mit satanistischen und okkulten Ritualen einhergeht. Können die Taten eventuell sogar zusammenhängen?
Die Story fand ich von Anfang bis Ende gut gelungen, genauso wie das Spannungsniveau dieses Thrillers, das sich auf einem hohen Niveau durch die Seiten und Kapitel zieht. Fran und ihr Team sind gut gezeichnet, wobei jeder seine Ecken und Kanten hat und in der Hinsicht charakteristisch zu überzeugen weiß. Dem roten Faden lässt sich meines Erachtens problemlos folgen und der Schreibstil ist äußerst flüssig. Der Showdown ist hochdramatisch und absolut packend. Letztendlich habe ich nichts zu kritisieren, deshalb volle Punktzahl.
- Mechtild Borrmann
Die andere Hälfte der Hoffnung
(77)Aktuelle Rezension von: EngelAnniIn "Die andere Hälfte der Hoffnung" werden eigentlich drei Geschichten parallel erzählt. Die eines Mädchens, welches aus den Fängen eines Menschenhändlers entkommt und bei einem Bauern Unterschlupf findet, die eines Polizisten, der zwei Mädchen sucht und sich auf die Spur der Menschenhändler begibt und die einer Mutter eines der verschwundenen Mädchen, die ihre Lebensgechichte in der Ukraine erzählt.
Zwei der drei Geschichten gefallen mir richtig gut. Dem Polizisten konnte ich sehr gut folgen und ich fand es spannend, wie der Menschenhändlerring gejagt wurde und auch der Polizist kommt mir sehr sympatisch rüber.
Auch die Geschichte der Mutter berührt mich, sie schreibt ihre Lebensgeschichte auf. Sie hat 1986 In der Nähe von Tschernobyl gelebt. Diese Geschichte hat mich sehr bewegt.
Leider gefällt mir die Geschichte von dem Mädchen, was fliehen kann nicht so gut. Deswegen vergebe ich "nur" vier Sterne.
- Steffen Georg Beitz
In dieser Minute
(3)Aktuelle Rezension von: reneeEin absoluter Zufallstreffer! Auf dieses Buch bin ich aufmerksam gemacht worden. Und ich bin sehr froh darüber! Denn von diesem Buch hätte ich sicher selbst nichts gehört.
Ein Teil des Buches dreht sich um eine Liebesgeschichte. Aber dieses Buch ist noch so viel mehr. Diese Liebesgeschichte betrifft den deutschen Gärtner Dirk Marks und den iranischen Studenten Rahim Mirdamadi. Über den Weg laufen sich die beiden Männer in einem Düsseldorfer Club und es knistert zwischen ihnen. Beide sind fasziniert voneinander. Und dies ist wunderschön in Worte gefasst von dem Autor Steffen Georg Beitz. Denn auch ich als Leserin werde von der Schreibe erfasst und bin tief berührt. Denn hier kommt noch mehr zusammen. Ist schon eine heterosexuelle Beziehung oft von vielen Faktoren abhängig und manchmal schwierig zu leben, so trifft dies auf die homosexuelle Beziehung noch viel mehr zu, auch in unseren europäischen Landen. Denn Gegner dieser Liebe gibt es überall, gerade momentan formiert sich wieder reaktionäres Gedankengut in Europa und versucht Neuerungen zu unterminieren/zu negieren. Ein freies Ausleben der homosexuellen Liebe ist oft schwierig, weil es auch weiterhin Ressentiments gibt. Ein dickes Fell ist hier recht wichtig. Hier in diesem Buch prallen in den beiden Akteuren Dirk und Rahim Welten aufeinander. Sehr weit voneinander entfernte Welten. Denn nicht nur die Wochenendbeziehung des Düsseldorfers Dirk und des in Paris lebenden Exil-Iraners Rahim zeigt diese Entfernung. Auch die soziale Herkunft birgt Fallstricke. Und auch kulturelle Anschauungen zeigen ein Gefahrenpotenzial. Gerade dieser Unterschied in den Weltanschauungen der westeuropäischen Gebiete und des iranischen Staates/der iranischislamischen Welt wird in "In dieser Minute" thematisiert. Aber die negativen Seiten des Menschen werden nicht nur in der Beschreibung dieser Liebe und ihrer Hindernisse erfahrbar. Der Autor zeigt anhand von vielen Menschen und ihren Schicksalen die dunklen Seiten des Homo Sapiens. Dieses Buch zeigt Wichtigkeiten von einigen Exemplaren unserer Art, die absolut unwichtig sind. Exemplare unserer Art, die zeigen, dass dieser Homo Sapiens Wichtiges als unwichtig erklärt und dass dies in vielen monotheistischen Weltanschauungen passiert. Monotheismus, der vergisst, dass alle Prinzipien in unseren Kulturen gleichgestellt gesehen werden sollten, das männliche Prinzip und auch das weibliche Prinzip. Ebenso wie auch die hetero- und homosexuelle Liebe gleichwertig sind. Und auch andere Glaubens- und Lebensformen akzeptiert und toleriert werden müssen. Denn unsere Menschlichkeit gebietet das eigentlich den Menschen. Nur haben wir das irgendwie vergessen. Genau wie wir auch manchmal vergessen sozialer zu denken. Denn Gesellschaften basieren auf einem Miteinander und nicht auf dem Herrschen und Mammon scheffeln! Und dieses Buch weist die Leserschaft darauf hin. Gut gemacht! Und ein Buch, welches noch viele Leser braucht! Love it! ❤
Ebenso erwähnenswert ist der Lesesog, den der Autor Steffen Georg Beitz hier erschafft. Nicht nur in der Beziehung der beiden Akteure, auch in der Arbeit des Gärtners und Landschaftsgestalters Dirk und in seinem Umgang mit den Auftraggebern ist dieser Lesesog fühl- und spürbar. Hätte ich in meiner Lesezeit mehr freie Zeit gehabt, wäre dies ein Buch für einen Tag gewesen. Aber "In dieser Minute" ist ein Buch, welches bei mir bleiben wird. Und es ist ein Buch, welches auf solch einen Buchtag warten wird. Denn ich werde es noch einmal lesen. Irgendwann einmal. Und dann werde ich diese Geschichte noch einmal genießen, mit einem Glas Rotwein in der Hand. Ich freue mich jetzt schon darauf! Danke Steffen Georg Beitz!
- Horst Eckert
Schwarzer Schwan
(53)Aktuelle Rezension von: NinaRichterKurzbeschreibung bei Amazon: „Eine Investmentbankerin verliert einen Milliardenpoker, ein Abgeordneter seine große Liebe und ein Mädchen seine Freiheit. Hanna Kauls Welt liegt in Trümmern. Erst sagen die Chefs der Investmentbankerin einen von ihr eingefädelten Milliardendeal überraschend ab. Dann erfährt sie, dass sie ausspioniert wurde, und schließlich verschwindet auch noch ihre Nichte Leonie. Kripomann Dominik Roth will Hanna helfen und begibt sich auf verdammt dünnes Eis. Denn im Hintergrund bewegt ein Klub von Topleuten aus Politik und Wirtschaft die Regler von Macht und Einfluss.“
Es ist schon einige Zeit her, seitdem ich dieses Buch gelesen habe, und dass ich es immer noch in Erinnerung habe, spricht für sich. Die Thematik der Bankenkrise, die hier zu einem mitreißenden Wirtschafts- und Politthriller verarbeitet wird, war damals (vor knapp drei Jahren) hochaktuell und ist es im Grunde heute noch, auch wenn das Thema die Schlagzeilen nicht mehr so stark beherrscht. Der Hintergrundrahmen in dem die Geschichte spielt – was sich hinter den Kulissen von Wirtschaft und Politik abspielt, ist sehr gut recherchiert, so dass man sich manchmal bei der Frage ertappt, was noch Realität sein könnte und wo die Fiktion eigentlich beginnt. Alle Charaktere - nicht nur die Hauptpersonen – sind sehr authentisch gezeichnet, man erfährt genau so viel wie nötig, um ihre Handlungen nachvollziehen zu können. Dem Autor ist es sehr gut gelungen, die nicht wenigen Charaktere trotz der sehr umfangreichen Handlung des Romans, der 383 Seiten Umfang hat, lebensnah und überzeugend rüberzubringen. Die Geschichte enthält zwar Krimielemente, ist aber alles andere als ein gemütlicher Krimi, sondern ein temporeicher Politthriller, den man viel zu schnell zu Ende gelesen hat. Der Autor schafft es am Ende alle Handlungsstränge, auch der Nebencharaktere, zu einem in sich schlüssigen Abschluss zu bringen. Und obwohl mich das Motiv des Täters dann doch nicht einhundertprozent überzeugt hat, ist die Geschichte so gut durchdacht und erzählt, dass ich trotzdem volle fünf Sterne vergeben muss. - Constantin C. Tief
Menschenkino
(22)Aktuelle Rezension von: 0Soraya0Zum Inhalt (Klappentext):
Unorthodox, erfolgreich und hochdekoriert: Das ist Hauptkommissar Johannes Kleinert. Als er zu einer Frauenleiche auf der Dachterrasse eines exklusiven Penthouses gerufen wird, ahnt der für seine Detailversessenheit bekannte Ermittler noch nicht, dass dies der Auftakt zu einem außergewöhnlichen Mordfall ist. Die Tote ist jung, attraktiv, sie ist nackt und nach ihrem Tod wie eine Kunstinstallation in Szene gesetzt worden. Fasziniert stürzt sich Kleinert, unterstützt von seinem talentierten Kollegen Victor Exner, in die Ermittlungen.
Doch schnell stoßen die beiden auf erste Ungereimtheiten. Am Tatort ist kein einziger Fingerabdruck zu finden, dafür unzählige, anscheinend bewusst platzierte DNA-Spuren und eine Botschaft. Hat sich der Täter etwa gezielt die Ermittler ausgesucht? Welches Spiel spielt die schöne Pathologin Helen Kemper?
Plötzlich geschieht aus heiterem Himmel geschieht ein weiterer Mord. Die Umstände sind so unglaublich, dass sie selbst einen erfahrenen Ermittler wie Johannes Kleinert beeindrucken. Hier ist ein wahrer Meister seines Faches am Werk.
Ein packendes Katz- und Mausspiel beginnt - und noch weiß niemand, wer der Jäger und wer die Beute sein wird.Meine Meinung:
Am Anfang geht es noch wirklich vielversprechend los und die Seiten fliegen nur so dahin. Auch der Schreibstil liest sich sehr angenehm und beschreibt alles recht detailliert, so dass man beim Lesen ein deutliches Bild vor Augen hat. Auch die beiden Ermittler sind mir direkt sympathisch und es macht Spaß den beiden über die Schulter zu schauen.
Gut gefallen haben mir auch die Perspektivenwechsel, dadurch kommt Abwechslung rein.
Doch schon bald fällt die Spannung ab und es zieht sich immer wieder. Dadurch ist mir zwischenzeitlich auch die Lust vergangen, das Buch weiter zu lesen.
Nachdem ich mich doch wieder aufgerafft habe, kamen wieder kurze spannende Szenen, die aber leider immer wieder unterbrochen werden.
Gekrönt wir das ganze dann vom Ende, welches schon sehr unrealistisch dargestellt wird, was ich wirklich schade finde.Fazit:
Interessante Idee, die einen guten Start hin legt, dann aber deutlich nach lässt. Es sollte definitiv nochmal an der Spannung gearbeitet werden,. Schließlich soll es sich um einen Thriller handeln. - Gina Mayer
Das Maikäfermädchen
(129)Aktuelle Rezension von: SannishineZur Autorin Gina Mayer kam ich mit meinen zwei Mädchen über die Kinderbuchreihe des "magischen Blumenladens". Ich war sehr gespannt, wie die Autorin wohl mit einem historischen Thema umgehen würde und war von der ersten Seite an gefesselt. Es geht um zwei starke Frauen im zerbombten Nachkriegsdeutschland, um Liebe und Treue, Zusammenhalt und Werte in einer Zeit, in der es nicht nur ums Leben, sondern ums Überleben geht. Ein richtig tolles Buch.
- Erin Buchanan
Dark Passion - Verlangen
(13)Aktuelle Rezension von: louvre74Es geht um das Buch " Dark Passion - Verlangen " von Erin Buchanan.
Buchinhalt: Zwischen dunklen Geheimnissen, unstillbarer Sehnsucht und gefährlicher Leidenschaft
Erotik im Doppelpack - für verführerische Lesestunden
Emily hat von der Liebe die Nase voll. Da sie ihrem Alltag entfliehen will, bewirbt sie sich als leitende Physiotherapeutin in einer Privatklinik. Und schon beim Vorstellungsgespräch ist sie fasziniert von ihrem gut gebauten, eloquenten Chef in spe. Auch Klinikmogul Oliver scheint an ihr mehr als ein berufliches Interesse zu haben. Schnell entspinnt sich eine heiße Affäre, deren Leidenschaft die beiden nicht mehr loslässt. Doch Emily hat nicht nur Olives Aufmerksamkeit geweckt, sondern muss auch mit der Zudringlichkeit des Gesellschafters Burkhard kämpfen.
Als Phoebe durch die Explosion eines Gastanks ihr heißgeliebtes Boot verliert, können sie und ihr bester Freund Jamie sich gerade noch auf eine karibische Insel retten. Doch so verlassen, wie sie zuerst scheint, ist die Insel nicht, denn sie dient dem Unternehmer Matteo als Winterresidenz. Phoebe fühlt sich magisch von dem schönen Mann angezogen, den eine mysteriöse Aura umgibt. Sein Anwesen ist kameraüberwacht und von einer hohen Mauer umgeben. Niemand kann es verlassen, denn das Tor ist stets verschlossen. Doch was verbirgt Matteo vor Phoebe? Und wird sein dunkles Geheimnis Phoebe zum Verhängnis?Normalerweise bin ich offen für alles aber das hier war nicht so meins. Ich bin mir sicher, dass es seine Liebhaber finden wird. Es liest sich gut aber einerseits zu kurz und auch zu seicht geschrieben. Ein guter Erotikroman bzw. Geschichte hat eine Handlung, welche dich mitnimmt.
- Ingo Bott
Pirlo - Gegen alle Regeln
(180)Aktuelle Rezension von: Kathrin_HermannDies war mein erster Krimi des Autors. Die Unterteilung des Buches nach den 5 Phasen einer Straftat – Tatentschluss, Tatvorbereitung, Tatermöglichung, Versuch und Beendigung – fand ich eine interessante Herangehensweise. Zugegebenermaßen hatte ich anfangs Schwierigkeiten, in die Story einzutauchen, da sie sich sprachlich etwas in die Länge zog. Doch nach ca. 100 Seiten nahm die Geschichte mehr an Fahrt auf. Da ich die ersten Bände nicht gelesen habe, konnte ich nicht alle Anspielungen verstehen. Dennoch erfuhr ich, dass Pirlo unter falschem Namen arbeitet, seine Brüder gerne mal Mist bauen und er familiär in der Welt der Clans verbandelt ist, was er auch durch seinen akademischen Aufstieg und die Namensänderung nicht abschütteln kann. Eine Frau hat ihn im Zusammenhang mit dem letzten Fall verletzt, was ihn in eine Depression gestürzt hat, aus der Sophie ihm hoffentlich heraushelfen kann.
Teilweise zogen sich die Unterkapitel für meinen Geschmack etwas, vermutlich aufgrund der ausschweifenden Sätze, die ich manchmal mehrmals lesen musste.
Der Teil über die Überforderung des Staates und die ungeprüfte Ausschüttung von Geldern und Soforthilfen hat mich wirklich geärgert (im positiven Sinne, es wurde eine emotionale Verbindung zur Realität geschaffen), genauso wie die plötzliche Flut von Testzentren – weil es leider in der Realität wirklich so war.
Den Abschluss der Geschichte ist „rund“ und sinnig, wenngleich ich diese Wendung nicht besonders spannend fand.
SPOILER
Seit bekannt war, dass Mayhoff und Morgenstern sich seit der Schulzeit kennen, war es auch recht naheliegend, dass ersterer mehr Kenntnisse von den Abläufen hatte als angenommen und daher auch als derjenige in Frage kommt, der die Brandstiftung in Auftrag gegeben hat. Seine Intentionen waren zwar irgendwie richtig, jedoch hätte er natürlich eigentlich gleich zur Polizei gehen müssen, als er wusste, dass dieses Silberzeug potenziell tödlich sein kann. Andererseits wollte er seinen alten Kumpel wahrscheinlich zunächst schützen und wurde dann von selbigem auf ganzer Linie hintergangen.
Ein bisschen schade fand ich es, dass Sophies Rolle am Ende nicht größer war bis auf das Versenden der einen (wenn auch wichtigen) Mail. Da dies mein erster „Pirlo“ war, weiß ich nicht, ob man seit den ersten Bänden damit rechnen konnte, dass zwischen den beiden etwas laufen wird. Es ist zwar unprofessionell, war aber in diesem Band abzusehen.
Schön fand ich, dass sich die Brüder (zumindest vorerst) am Ende des Buches friedlich gesonnen sind, auch wenn ich vermute, dass die beiden auch zukünftig wieder irgendwas verbocken werden, aus dem Pirlo sie dann raushauen muss. Ob er Sophie dann mal seine wahre Identität offenbart? Und kommt Ahmid jetzt wirklich „einfach so“ davon? Auch wenn es nicht seine Idee war, hat er die Brandstiftung ja trotzdem ausgeführt.
Warum oder für wen der Freispruch (wie im Titel suggeriert) jetzt „gefährlich“ war, ist mir auch nicht ganz klar. Emre war ja wirklich in diesem Fall unschuldig. Pirlo selbst, weil er seine wahre Verbindung zu den Khatib-Brüdern und Emres Familie verschleiern muss? Oder Mayhoff? Der wird sich wohl noch weiter für seine Taten verantworten müssen.
Die richtige Spannung hat mir beim Lesen jedoch leider durchgehend gefehlt. Die Handlung plätscherte so dahin, es passierten gelegentlich interessante Wendungen, aber so richtig fesselnd, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte, wurde es nie. Am Ende war es mir zu viel verklausuliertes Geschwafel der Protagonisten, zu viele verschachtelte Monologe (besonders in der Szene mit Grobulla in Pirlos Wohnung), die vielleicht realistisch sind, das Leseerlebnis aber teils anstrengend und langwierig macht. Das Thema Corona und Masken war zwar sehr aktuell, jedoch vielleicht zu früh – man ist noch zu übersättigt von den letzten drei Jahren und vielleicht auch frustriert, weil solche „Maskendeals“ zuhauf wirklich stattgefunden haben und einige Individuen sich auf Kosten der Allgemeinheit bereichert haben, aber selten dafür zur Rechenschaft gezogen wurden. - Carmen Kroll
„Mein Kopf, ein Universum“ von Carmen Kroll
(15)Aktuelle Rezension von: JuliesBookhismusOh Gott, bitte nicht noch mehr von diesem überkrassen positiven Mindset, dass alles tolle anziehen soll, wenn man es sich nur oft genug einredet. Toxische Positivität wird das mittlerweile wohl genannt und ich denke, davon haben wir auch Social Media schon genug, das brauch ich nicht auch noch auf den Ohren oder im Bücherregal.
Carmen Kroll hat zwar eine tolle Stimme und spricht ihr eigenes Buch auch ganz toll, doch die Story selbst ist einfach nur drüber.























