Bücher mit dem Tag "düster"
706 Bücher
- SenLinYu
Alchemised
(306)Aktuelle Rezension von: AlrikDüstere Fantasy, alchemistische Gewalt, große Gefühle und jede Menge innere Abgründe – Alchemised kommt mit ordentlich Wucht daher. So ein Buch, das schon vom Gewicht her sagt: Setz dich hin, das dauert jetzt. Dieser dicke Klopper wurde mir vom Frauchen in die Hand gedrückt, mit dem Auftrag: Lies das mal und sag ehrlich, wie es ist.
Der Einstieg zieht sich wie kalter Sirup. Viele Namen, viel Weltenbau, viel Leid – aber wenig Sog. Seiten fliegen hier keine, eher schleichen sie. Helena bleibt lange auf Abstand, Kaine wirkt mehr Drohkulisse als Figur. Gedanklich war der Kaffee öfter spannender als die Handlung.
Im Mittelteil klickt es dann plötzlich. Die Dynamik zwischen Gefangener und Peiniger wird komplexer, die alchemistischen Spielchen kriegen Biss und moralische Grauzonen tun endlich weh. Enemies to Lovers funktioniert hier genau dann, wenn es weh tut und nicht geschniegelt daherkommt. Da war echtes Kopfkino am Start.
Und dann das Ende. Hm. Große Gefühle, große Gesten – aber wenig Nachhall. Wirkte aufgesetzt, fast so, als hätte man das Finale aus Pflichtgefühl drangeschraubt. Weniger wäre mehr gewesen, ein früherer Schnitt sogar stärker.
Unterm Strich bleibt eine düstere Fantasy mit starkem Kern, ordentlichem Mittelteil und einem Anfang, der Geduld frisst. Drei Sterne, weil das Potenzial riesig ist, der Weg dahin aber holpert. Kein Reinfall, kein Highlight – eher so ein Buch, über das man beim Kaffee länger redet, als man es wirklich fühlt.
- Joanne K. Rowling
Harry Potter und der Orden des Phönix (Harry Potter 5)
(9.965)Aktuelle Rezension von: Simy96Schrift super klein für die vielen Seiten. Zwischendurch hatte ich eine kleine Flaute, habe mich jedoch zusammen gerissen, da die Erzählung an sich wirklich sehr spannend ist! An den Schreibstil von J.K. Rowling habe ich mich mittlerweile nach 5 Bände gewöhnt.
Zur Geschichte an sich.. ich habe mir die Filme zik Mal angeschaut und wollte nun endlich mal die Bücher lesen. Bei jedem Buch bis jetzt erzähle ich meinem Mann von den Differenzen oder den fehlenden Szenen von Film zu Buch. Die Bücher MUSS man gelesen haben! Die Gefühle die im Film vielleicht nicht so rüberkommen, kommen auf Papier um so mehr zur Geltung. Ich finde J.K. Rowling hat wirklich sehr sehr gute Arbeit geleistet, was die Beschreibung der Gefühle angeht. Ich spüre die Gefühle wirklich raus.
Die Wut die ich beim lesen in mir gespürt hatte und das alles nur wegen Dolores Umbridge oder als ich an der Szene von Sirius Tod angelangt bin, da konnte ich nicht anders wie Weinen! Da hat mir jedoch etwas gefehlt eine kleines Winziges Wort welches Sirius zu Harry sagte, dass viel ausmacht.. “gut gemacht, James!” stand im Buch leider nicht so drin..Fazit: wie erwähnt muss man die Bücher einfach gelesen haben um Harry Potter wirklich bis ins tiefste zu verstehen, da wirklich viele Szenen (verständlich aufgrund der Länge) im Film fehlen, die ich aber wirklich gerne verfilmt gesehen hätte. Ich habe das Buch geliebt aufgrund der vielen Details, daher wirklich immer sehr zu empfehlen!
- Justin Cronin
Der Übergang
(1.268)Aktuelle Rezension von: koechlWas soll ich über ein Buch schreiben, das nicht beschreibbar ist? Das völlig aus meiner Lesenorm fällt? Wenn ich darüber nachdenke, kann ich es überhaupt einen Genre zuordnen. Vampirroman? Nein, ganz und gar nicht. Besonders in der heutigen Welt, in der Vampire gleichgesetzt werden mit glitzernden Womanizern. Dystopie? Ich bitte euch, Justin Cronins Buch lässt sich auch nicht mit Panem auf eine Ebene stellen. Am ehesten passt wohl der Begriff „Endzeit-Roman“ zum Buch. Aber „Der Übergang“ ist viel mehr, ganz anders, erschreckend, grausam, und gleichzeitig so lehrreich, denn er hat mir so viel über die Kunst verraten, berührende Geschichten zu erzählen und gleichzeitig jegliches Klischee zu umgehen.
Amy ist sechs Jahre alt, als sie von ihrer Mutter in einem Nonnenstift zurückgelassen wird. Sie ist ein merkwürdiges Mädchen, das ein merkwürdiges Leben geführt hat: Von ihrer Mutter, durch das das soziale Netz der Gesellschaft gefallen wie ein Ohrring durch den Abfluss, geliebt, niemals eine Schule oder eine andere derartige Einrichtung besucht, ist sie still, aufmerksam und ernst wie ein viel älteres Wesen. Gleichzeitig forscht eine Regierungsorganisation an einem Virus, der nur schwer kontrollierbar ist. Zwei FBI-Agents schaffen Probanden heran. Es geschieht nicht zufällig, dass sich die beiden Wege kreuzen, die beiden Schicksale verschlingen wie zwei sich verzwirbelnde Taue.
Ich habe sein Können, das Herzblut und die Liebe, die Cronin in den Text gelegt hat, auf jeder Seite gespürt. Natürlich, es war anders als Normal, abseits jeglicher Norm. Große Erzählkonstrukte mit ein paar eingestreuten wörtlichen Reden mögen nicht jedermanns Sache sein. Meine eigentlich auch nicht. Hier jedoch hat mich die Gewalt der Erzählung mitgerissen. Für mich hat sie die Sogwirkung entfaltet - und Achtung - ich bin eigentlich der Typ Leser, der mit süßen fantastischen Helden mitfiebert, nicht mit kleinen Mädchen und einem FBI-Agenten (Wolgast <3) oder mit einer Nonne. Wie erwähnt, das Buch bricht meine Norm richtig gründlich.
Oh Schreck, das Experiment und die Forschungen gehen richtig gründlich schief. Okey, das war jetzt nicht die Offenbarung. Auch dass es eine Welt vor und nach der Katastrophe gibt, konnte ich mir gerade noch so ausrechnen.
Aber - und jetzt kommt der Punkt, der mein Herz geöffnet hat: Die Geschichte zählt mit zu den grausamen, zu den hoffnungslosen, zu jenen, in denen es einige Tode zu beweinen gibt. Eigentlich bin ich so gestrickt, dass ich nach einer gewissen Zeit abstumpfe, wenn zu viel davon auf mich einprasselt. Ich spanne meinen mentalen Regenschirm auf, sehe der Geschichte zu, wie sie an der Membran entlang rinnt, lasse sie aber nicht an mich heran. Allen voran, weil ich enttäuscht vom Autor oder der Autorin bin, es hätte sicherlich eine andere weniger tödliche Lösung gegeben. Bei Cronin fieberte ich nicht mit, ich war an Amys Seite (die übrigens lange keinen POV bekommt, andere erzählen ihre Geschichte), die Herzen öffnet, die Liebe erfährt, die Grausamkeit erträgt und die mit dem Herzen hört. Ich habe miterlebt, wie sie Menschen mit einer abstumpfenden Biografie verändert und zu eigentlich unmöglichen bewegt. Cronin hat einfach eine unnachahmliche Art, seine Geschichte in meinen Kopf zu brennen. Ich hatte auch noch lange nach dem Schließen des Buches die Protagonisten vor Augen und werde sie wohl für lange Zeit in meinem Herzen durch die Welt tragen. Für mich hat Cronin einfach funktioniert. Er hat immer genau das richtige Maß an Hoffnung, Vertrauen und Freundschaft vermittelt, um die Dunkelheit nicht übermächtig werden zu lassen. Und davon existiert reichlich im Buch.
Er ist schwierig, es ist kein Mainstream, jedoch auf eine sehr eigentümliche Art und Weise berührend. - Emily Brontë
Emily Brontë, Sturmhöhe. Vollständige Ausgabe des englischen Klassikers. Schmuckausgabe mit Goldprägung
(2.040)Aktuelle Rezension von: EleonoraNachdem der neue Mieter von Thrushcross Grange Mr. Lockwood vom Anwesen seines aufbrausenden Vermieters Heathcliff Earnshaw durch Schnee und Eis geflohen ist, erfährt er von seiner Dienstmagd Ellen Dean die Geschichte der Familie Earnshaw und Linton.
Es ist eine Geschichte voller Hass, Rache, obsessiver Liebe, Kontrolle und Eifersucht.
Aufgewachsen als schwächliches Adoptivkind entwickelte sich Heathcliff Earnshaw schnell zum großen starken Hünen. Anfangs verabscheuten ihn seine Geschwister Catherine und Hindley noch, doch dann verliebten sich Catherine und Heathcliffe ineinander. Trotzdem lehnte sie ihn als zukünftigen Ehemann ab, heiratete stattdessen den wohlhabenden Nachbarssohn Edgar Linton und startete damit eine brutale Familienfehde zwischen den Earnshaws und Lintons unter der auch noch die Kinder bis dato zu leiden haben.📖
Mindestens zweimal hatte ich in der Vergangenheit schon versucht diesen Klassiker zu lesen und hatte ihn doch wieder abgebrochen. Diesmal wollte ich es durchziehen um mir endlich ein richtiges Urteil bilden zu können. Das unterscheidet sich jedoch nun in keiner Weise von meinem ersten Eindruck, den ich schon bei allersten Mal Reinlesen damals hatte. Welch Brutalität, welch Selbstsucht, welch Hass! Alle Charaktere waren durchwegs furchtbar unsympathisch und man konnte mit niemandem mitfühlen. Lediglich der neue Mieter von Thrushcross Grange Mr. Lockwood und die Dienstmagd Ellen Dean erschienen noch freundlich und annehmbar.
Welch merkwürdige Freude und Fantasie hatte Emily Brontë solche unliebsamen Charaktere entstehen zu lassen? In der Geschichte gab es keinerlei Herz, kein Mitgefühl, keine Freude. Sie war wie eine finstere Wolke durch die man lief. Ich kann in keinster Weise verstehen, wie man sie als Liebesgeschichte interpretieren kann. Das war keine Liebe, das war wahnhafte Obsession gepaart mit Kontrollsucht, Eifersucht und Missgunst. Keiner der Charaktere war irgendwie bereit sich zu ändern, seinen Stolz beiseite zu schieben oder irgendetwas Selbstloses zu tun und wäre es noch so klein gewesen. Lediglich Hareton, Hindleys und Frances Sohn, entwickelte sich zum Schluss ein wenig zum Besseren. Immerhin. Niemand gönnte irgendjemanden irgendetwas. Es war ein ständiger Krieg. Kinder und Frauen wurden geschlagen, Hunde aufgehängt.
Heathcliff war ein gewalttätiges, manipulatives Monster vor dem sich alle fürchteten. Weil seine Liebe unerfüllt blieb mussten alle anderen leiden. Von Rachsucht getrieben und von Hass zerfressen stürzte er sie alle ins Unglück.
Seine große Liebe Catherine bot ihm Paroli, war aber mindestens genauso unsympathisch mit ihren hysterischen Ausbrüchen und zügellosen Temperament. Eigentlich hatten sie sich gegenseitig verdient und wären schließlich wohl zu Lebzeiten gemeinsam zugrunde gegangen.
Alle mussten durch ihre Geschichte leiden.
Die Frauen neben Catherine, Isabella und ihre eigene Tochter Catherine, waren ebenfalls kaum zu ertragen mit ihrer überbordernden Naivität und Eigensinn. Schlussendlich landeten sie dadurch auch in ihrer eigenen Misere.
Und von Heathcliffs Sohn Linton, dem fiesen, hinterhältigen Wurm, möchte ich erst gar nicht anfangen.
Dass ein Mann dunkler Haut- und Augenfarbe (Heathcliff) hier die Wurzel allen Übels war missfiel mir ebenso, muss man aber wohl im Kontext der Zeit sehen, in der die Geschichte geschrieben wurde.
Das Ende zeigte immerhin einen Silberstreifen auf, Heathcliff hätte ich aber ein anderes gewünscht, so wie er alle (und auch mich als Leserin) gequält hat.
Trotz allem und trotz des Alters ließ sich die Geschichte einfach lesen auch wenn öfter mal im Dialekt gesprochen wurde. Erwähnen muss man hier eventuell auch, dass so einige Kraftausdrücke, vorallem gegen Frauen, verwendet wurden.
Das Buch hat mich ziemlich erschöpft und auch verärgert. Die Brutalität und Theatralik war einfach schwer zu ertragen.
Das hat Emily Brontë definitiv gut hinbekommen. Respekt auch dafür, dass sie so ein Buch zu ihrer Zeit geschrieben hat und veröffentlichen konnte. Für mich ist es jedenfalls keines, das ich nochmals lesen würde und ich kann die Begeisterung so vieler dafür absolut nicht verstehen.
Lieber würde ich demnächst nochmal etwas von ihren Schwestern lesen, denn ,,Jane Eyre" z.B. hat mir sehr gut gefallen. Sorry, Emily!
Von diesem Buch konnte ich leider nichts mitnehmen außer durch die ganzen Wut in der Geschichte selbst wütend geworden zu sein.
Meiner Meinung nach hätten andere klassische Werke eher die viele Aufmerksamkeit verdient (z.B. in Form von Schmuckausgaben) die dieses Buch erhält.
Ich runde auf äußerst freundlich gesinnte (3/5)⭐️ auf.😑
- Timur Vermes
Er ist wieder da
(3.405)Aktuelle Rezension von: deidreeDas Buch lag schon lange auf meinem Regal und jetzt weiß ich auch warum ich es von mir geschoben habe. Ich finde einfach keinen Zugang zu dieser Art von Humor, falls da irgendwo einer versteckt sein sollte.
„Er ist wieder da“ löst bei mir eher Bauchweh aus. Die Vorstellung jederzeit könnte sich ein ähnliches Szenario wiederholen ist weder witzig noch wünschenswert. Leider ist die Möglichkeit nicht völlig auszuschließen.
In meinen Augen hat Timur Vermes wohl eine Satire erschaffen wollen. Bei mir kam diese Bemühung nicht an. Zu lesen fand ich die Geschichte einfach, aber emotional hat sich bei mir alles auf Abwehr gestellt.
Zugutehalten möchte ich den Versuch aufzuzeigen, dass eben jederzeit wieder ein Mensch mit gefährlicher Ideologie auftauchen könnte und wir aufgerufen sind, gut hinzusehen. Auch ist der Schreibstil flüssig und flott zu lesen.
- Leigh Bardugo
Das Lied der Krähen
(1.696)Aktuelle Rezension von: FriekeInhalt
In Ketterdam, der pulsierenden Handelsstadt mit Hafen, hat sich Kaz Brekker von einem niemand zur gerissenen und skrupellosen rechten Hand eines Bandchefs hochgearbeitet. Als er eines Tages ein Jobangebot mit Gewinn in Millionenhöhe erhält, weiß er zwei Dinge: Mit diesem Reichtum wird er endlich rächen, was ihm in der Vergangenheit angetan wurde und er ist unmöglich allein dazu in der Lage diesen Auftrag zu erfüllen.
Mit einer Gruppe, bestehend aus fünf weiteren Gefährten, macht sich Kaz auf den Weg in den Norden. Die sechs sind hochgefährlich und professionell, wie kein anderer, doch keiner spielt mit offenen Karten. So auch Kaz nicht...
Meinung
Leigh Bardugo schaffte mit "Das Lied der Krähen" eine herausragendes Werk, das die Grenzen des Dagewesenen überschreitet. Der Leser wird von der düsteren Atmosphäre gepackt und in die mystische Welt hineingezogen. Es ist kein Ort, an dem man gerne leben möchte, doch fühlt man sich dank des bildhaften, flüssigen Schreibstils der Autorin geradezu magisch angezogen.
Die Geschichte in "Das Lied der Krähen" beschäftig sich nicht, wie so viele Werke, mit einer geradezu epischen Auseinandersetzung zwischen Gut und Böse. Vielmehr betont es die Zwischentöne und die Intrigen, die für das Überleben in einer von Leid gezeichneten Welt vonnöten sind. Sie behandelt die ganz unterschiedlichen Motive, die Menschen zu den härtesten Dingen im Kampf um das Überleben und dem Wunsch nach Rache treiben.
Die Geschichte beginnt in Ketterdam, seines Zeichens Handelsstadt und geprägt von falscher Moral und Verrat. In der Stadt regiert das Geld und Moral kann nur dann berücksichtig werden, wenn es dem Zweck dient noch mehr Geld einzunehmen. Ketterdam ist dunkel, eng und schmutzig. Genau hier, in den dunkelsten Ecken treffen wir auf die Protagonisten, eine Gruppe junger Menschen, die neben dem Gesetz steht und von dem brillianten und gerissenen Kaz Brekker angeführt wird.
Leigh Bardugos präziser, packender Schreibstil lässt Ketterdam real werden und aufleben, die Verdorbenheit und Finsternis, die abschreckend sein sollte, zieht den Leser in ihren Bann. Es wirkt dunkel, gefährlich und doch faszinierend. Die Handlung ist rasant und und actionreich, die Dialoge humorvoll und unterschwellig sarkastisch und die Wendung halten den Leser bis zum Ende gefesselt.
Durch die verschiedenen Perspektiven gelingt es zu jedem der Figuren eine Bindung aufzubauen, man fiebert mit, ist enttäuscht, versteht auch möglicherweise fragwürdige Entscheidungen. Diese Einblicke machen die Gruppendynamik deutlich vielschichtiger, da ein jedes Mitglied eigene Motive hat, die sich nicht mit denen der anderen decken.
Der Kern des Romans ist ein scheinbar unmöglicher Raubzug, bei dem jedes Mitglied seine individuellen Stärken bis zuletzt ausspielen muss. Doch gleichzeitig ist der Raubzug nur ein kleiner Teil einer groß angelegten Verschwörung, deren Ausbrechen der Leser selbst verfolgen kann, da ein jedes Mitglied erst nach und nach seine Karten auf den Tisch legt.
Doch nicht nur diese intellektuelle Ebene macht den Roman so anziehend. Keine der Figuren entspricht einer typischen Heldenfigur. Sie sind zerrissene Menschen mit einer düsteren, gewaltvollen Vergangenheit, tiefgehenden Narben und gefährlichen Geheimnissen. Bardugo gelingt die meisterhafte Verknüpfung dieser vielschichtigen Figuren in einer Welt, in der Moral kein Richtwert ist und die Methoden für den Überlebenskampf schon lange nicht mehr ehrenhaft sind.
Das alles lässt die Figuren verletzlich und auf fast schmerzliche Art nahbar erscheinen. Die Vielseitigkeit wird noch durch die nicht sehr normativen Beziehungen der Figuren zueinander betont. Die traumatischen Erfahrungen und seelischen Narben führen zu komplizierten Beziehungsgeflechten, bei dem auf kurze Sicht kein Happy End möglich ist, wenn keine seelische Heilung stattfindet. Doch das so etwas nicht von jetzt auf gleich geschehen kann, zeigt das Buch und wird dadurch - einmal mehr - zu einer realitätsnahen Geschichte, die Themen wie Vertrauen und Vergebung untersucht und meisterhaft in den Handlungsstrang zu integrieren versteht.
Fazit
"Das Lied der Krähen" ist kein Roman, das den Kampf zwischen Gut und Böse stilisiert, sondern eine Geschichte über Macht, Verrat, Vertrauen und der Suche nach Vergebung. Das Setting ist eine gnadenlose Welt, die die Figuren auf die ein oder andere Art und Weise seelisch verstümmelt und hart gemacht hat. Die Charakterentwicklung ist tiefgründig, wie in selten einem Buch das ich gelesen habe. Die Geschichte saugt dich ein und lässt dich erst wieder los, wenn du sie komplett gelesen hast, und selbst dann verbleibt es in den Gedanken. Ein absolutes Muss für Fans des Fantasygenres.
- Ursula Poznanski
Erebos (Limited Edition)
(3.797)Aktuelle Rezension von: Ramona_DanielaHeute stelle ich dir Band 1 "Erebos" von Ursula Poznanski aus dem Loewe Verlag vor.
Zum Inhalt:
Tritt ein oder kehr um! Dies ist Erebos.
Nick ist besessen von Erebos, einem Computerspiel, das an seiner Schule von Hand zu Hand weitergereicht wird. Die Regeln sind äußerst streng: Jeder hat nur eine Chance, Erebos zu spielen. Er muss dabei immer allein sein und darf mit niemandem über Erebos reden. Wer dagegen verstößt oder seine Aufgaben nicht erfüllt, fliegt raus und kann das Spiel nicht mehr starten. Was aber am merkwürdigsten ist: Erebos erteilt Aufträge, die in der realen Welt ausgeführt werden müssen. Und dann befiehlt das Spiel Nick, einen Menschen umzubringen.Meine Meinung:
Die Reihe ist mir auf Instagram immer wieder begegnet und ich war sehr neugierig auf die Geschichte. Was für ein dramatisches, fesselndes und interessantes Szenario. Ein Spiel, das so Real agiert und die Jugendlichen in ihren Bann zieht. (Gar nicht so weit weg von der Realität) Der Schreibstil ist altersgerecht, bildlich und detailliert. Nick ist ein Charakter, den man einerseits durch seine Aktionen schütteln will, andererseits war er mir gar nicht so sympathisch. In dieser Geschichte aber auch kein Muss, denn die Schilderungen sind realistisch! Wie sich das Computerspiel auf die Gesellschaft auswirkt, müsst ihr selbst lesen! Ich empfand es als absoluten Pageturner!
Fazit:
Ich bin gespannt auf die Fortsetzung und kann das Jugendbuch weiterempfehlen.
- Jennifer L. Armentrout
Obsidian 4: Origin. Schattenfunke
(2.262)Aktuelle Rezension von: mxchellex678Origin hat mich von der ersten bis zur letzten Seite absolut gefesselt. Ich wusste zwar, dass es spannend werden würde, aber das Ausmaß der Ereignisse und Wendungen hat mich regelrecht überwältigt. Ständig passierten Dinge, mit denen ich niemals gerechnet hätte, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Jennifer L. Armentrout schafft es auf brillante Weise, Action, Spannung und große Emotionen miteinander zu verweben. Besonders gefallen hat mir, wie sich die Beziehung zwischen den Charakteren weiterentwickelt hat – die Tiefe, die Nähe und das Vertrauen zwischen ihnen haben mich sehr berührt und gleichzeitig gab es immer wieder humorvolle und charmante Momente, die das Ganze auflockerten. Auch die Nebenfiguren wurden stärker eingebunden, was die Geschichte noch facettenreicher machte. Für mich ist Origin einer der stärksten Teile der Lux-Reihe, weil er sowohl durch Emotionen als auch durch überraschende Wendungen überzeugt. Ich freue mich riesig darauf, zu erfahren, wie die Reihe weitergeht!
- Jennifer L. Armentrout
Blood and Ash – Liebe kennt keine Grenzen
(1.013)Aktuelle Rezension von: skloaneIch habe so etwas nicht erwartet. Ich fühle mich wie bei throne of glass. Da konnte ich auch nicht aufhören zu lesen. Diese Welt diese Charaktere sind einfach umwerfend. Ich kanns nicht erwarten Teil 2 zu lesen! Und diesen Verlauf der Geschichte.....ich will nicht zuviel verraten. Wenn ich hier schreibe worum es geht würde ich euch spoilern. Ich werde mich hüten mehr zu sagen als....lest es...!!!!
- J. S. Wonda
Very Bad Kings
(751)Aktuelle Rezension von: SarahSoschniokDer Einstieg in das Buch fiel mehr schwer. Zunächst musste ich mich an die Schreibart der Autorin gewöhnen, was mir nach einigen Seiten gelang. Anschließend musste ich in die Story hineinfinden und in die vielen Charaktere, die alle nur so vor Geheimnissen strotzen. Die FMC ist mir persönlich zu naiv und obwohl sie das weiß, tut sie ständig Dinge, die sie besser nicht tun sollte.
Dennoch finde ich die Story spannend und ich möchte wissen, wie es weitergeht.
- Maja Lunde
Die Geschichte der Bienen
(1.079)Aktuelle Rezension von: ratherbehappythandignifiedEndlich habe ich mich an dieses so hochgelobte Buch herangetraut und hatte anfangs wirklich meine Schwierigkeiten damit.
"Die Geschichte der Bienen" wird in drei Erzählebenen näher gebracht. Wir erfahren von William, der in der Vergangenheit versucht, ein neuartiges Forschungsprojekt zu entwickeln.
In der Gegenwart folgen wir George bei seiner Imker-Tätigkeit. Dessen Sohn hat leider nicht den Ansporn, den Hof irgendwann zu übernehmen.
In der Zukunft treffen wir auf tao, die als Arbeiterin die Blüten von Hand bestäubt, denn Bienen gibt es schon lange nicht mehr.
Ich hatte keine Probleme in die Geschichte einzutauchen, doch ich hatte Probleme damit, mein Interesse aufrecht zu halten. Glücklicherweise hatte ich eine lange Zugfahrt vor mir, sodass ich einen Großteil der Geschichte in der Bahn lesen konnte. Ich wüsste nicht, wie sich mein Interesse ohne diese Rahmenbedingungen hinentwickelt hätte. Den Schreibstil fand ich super, das war es also nicht, aber die Geschichten waren nicht ergreifend genug und doch lag eine Schwere in den Seiten. Das Bienensterben allein ist schon tragisch, aber auch die menschlichen Geschichten hatten nie einen positiven Beigeschmack. Alles war dunkel, ohne dass es mich richtig bewegt hätte und das sollte es allerdings durchaus tun. Denn das Thema ist sehr wichtig.
Das Positive am Buch war, dass es mein Interesse an den Bienen geweckt hat. Ich vermute, dass geht Vielen beim Lesen so. Ich habe nebenher ein paar Dokus angesehen und werde mit Sicherheit mich noch mehr freuen, wenn ich nächsten Frühling/Sommer ein paar Bienen zu Gesicht bekomme.
Außerdem fand ich das Ende schön. Wie sich alle drei Geschichten und somit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander verflochten haben. Nur war es bis dahin sehr zäh.
Ich weiß nicht, ob ich das Buch wirklich empfehlen könnte. Vielleicht gibt es bessere Romane über Bienen, geschadet hat es mir aber auch nicht. Nur hat mich das Buch nicht wirklich mitgerissen und meine Lesefreude hielt sich in Grenzen.
- Andrzej Sapkowski
Der letzte Wunsch
(846)Aktuelle Rezension von: R_D1Viele geschlossene Fantasy-Zyklen haben das Problem eines langweiligen, langsam erzählten ersten Bandes.
Das ist hier anders!
Das Buch erzählt vom in sich gekehrten Hexer Geralt und seinem heiteren Gefährten, dem Barden Rittersporn, die wir durch ihre mittelalterliche Welt begleiten. Bereits in diesem ersten Band begegnen wir vielen verschiedenen Figuren und Spezies: Yennefer, Pavetta, Igel, Nenneke, Zauberinnen, Priesterinnen, Monster, Götter, Elfen, ... und werden über die Verquickung so mancher Schicksäle aufgeklärt. Diverse Anspielungen auf Märchen lassen uns in Geralts Welt schnell Orientierung finden.
Der Erzählstil ist dialogreich und folgt einem zügigen Tempo. Auf keiner einzigen Seite langweilte ich mich!
Über die Figurenrede werden Rückblenden, Binnenerzählungen und trockener Humor eingebaut. Glückseligkeiten, die den Figuren widerfahren, durchbrechen die düsteren Momente - und umgekehrt.
- H. D. Carlton
Haunting Adeline
(367)Aktuelle Rezension von: buch_begeistert„Haunting Adeline“ ist definitiv ein Buch, dass polarisiert und einem zum nachdenken anregt. Der Einstieg als auch die erste Hälfte sind unglaublich fesselnd, sodass man eine Sogwirkung verspürt weiterzulesen. Zu Beginn nimmt man eine Mischung aus Dark Romance und Thriller wahr. Leider ist die Spannung nicht komplett erhalten geblieben. Der Schreibstil ist sehr fesselnd und lebendig, die Atmosphäre ist von Beginn an dunkel und düster. Die Autorin schafft es eine betrückende und soghafte Stimmung zu erschaffen.
Adeline ist eine Protagonistin die sich im Laufe der Geschichte entwickelt. Sie ist mutig, selbstbewusst und liebt die Gefahr. Sie hat Momente, wo sie einen beeindruckt, aber auch verwirrt. Ich konnte ihr Verhalten nicht immer ganz nachvollziehen, wodurch sie für mich teils widersprüchlich ist. Zade ist unglaublich faszinierend, ich liebe besonders seine Doppelmoral. Er ist böse, dominant, skrupellos und gleichzeitig ist er der Gute, der anziehend ist, der sich für andere einsetzt und gegen das Böse auf der Welt kämpft. Es ist spannend gemacht, das man als Leserin gar nicht anders kann, als Sympathie für ihn zu entwickeln. Trotz allem ist Zade ein Protagonist, der auch schwierig ist.
Man spürt zwischen ihnen diese Ablehnung und wie die Grenzen verschwimmen. Die Geschichte besticht und überzeugt einen nicht durch das korrekte Verhalten der Protagonisten, sondern gerade weil sie anders sind und moralisch verwerflich. Sie polarisieren und fesseln.
Durch mehrere Handlungstränge, ist das Buch nicht langweilig und immer wieder mitreißend. Die Geschichte lebt auch vom Spice, der packend und intensiv ist. Ein Buch dass einen mit seinen finsteren Themen und expliziten Szenen in Erinnerung bleibt. Ich will die Themen die vorkommen keinesfalls verharmlosen, aber nach allem was ich über das Buch gehört habe, war es für mich nicht so dark wie gedacht. Aber das ist sicher auch etwas, dass jeder anders wahrnimmt. Dementsprechend unbedingt die Triggerwarnung beachten.
Das Ende ist offen, was einen neugierig macht, aber auch erahnen lässt was kommt. Ich bin noch unschlüssig ob ich den zweiten Teil lesen werde. „Haunting Adeline“ ist ein Buch, dass ich sehr gerne gelesen habe, mich überrascht, gefesselt und verstört hat. Eine Story, die man als erfahrene Dark Romance Leserin lesen sollte.
4/5
- Stephanie Garber
Caraval
(1.154)Aktuelle Rezension von: SIMBOInhalt
Scarlett lebt ein eingeschränktes Leben unter der Kontrolle ihres Vaters und träumt seit Jahren von Caraval, einem legendären Spiel voller Magie, Illusionen und Geheimnisse. Als sie plötzlich die Möglichkeit erhält, selbst Teil dieses Spiels zu werden, betritt sie eine Welt, in der nichts ist, wie es scheint. Realität und Täuschung verschwimmen, Regeln sind trügerisch und jede Entscheidung kann ungeahnte Konsequenzen haben.
Meine Meinung
Schon nach wenigen Seiten war ich vollkommen im Buch versunken. Der Schreibstil ist unglaublich bildlich, jede Szene lief wie ein Film vor meinem inneren Auge ab. Trotz der Erzählweise in der dritten Person, die ich normalerweise nicht bevorzuge, konnte ich mich sehr gut in die Protagonistin hineinversetzen, da ihre Gefühle, Gedanken und inneren Konflikte feinfühlig und greifbar beschrieben sind.
Ein großes Highlight war für mich das Worldbuilding. Die Welt von Caraval ist fantasievoll, schillernd und gleichzeitig bewusst verwirrend, aber genau das macht ihren Reiz aus. Diese ständige Unsicherheit darüber, was real ist und was Illusion, hat mir starke „Alice im Wunderland“-Vibes gegeben und perfekt zur Geschichte gepasst.
Besonders gefallen hat mir außerdem, dass die Geschichte einen absichtlich verwirrt zurücklässt. Nicht, weil man nichts versteht, sondern weil sich eigene Theorien ständig drehen, neu formen und immer wieder verworfen werden müssen. Nichts ist so, wie es scheint und genau daraus entsteht eine enorme Spannung.
Charaktere
Im Social Read auf Reado wurde Scarlett häufig als nervig oder überemotional beschrieben, was ich persönlich überhaupt nicht nachvollziehen konnte. Wenn man sich wirklich in Scarletts Situation, ihre Vergangenheit, ihr Umfeld, ihr Alter und die damaligen Moralvorstellungen hineinversetzt, sind ihre Gedanken und Handlungen absolut plausibel. Scarlett ist eine Figur, die gelernt hat, sich selbst zurückzustellen, die in alten Mustern feststeckt und große Schwierigkeiten hat, für sich selbst einzustehen. Gerade dieser innere Konflikt verleiht ihr Tiefe. Auch ihre Naivität empfand ich nicht als störend, sondern als etwas, das die Handlung antreibt und zusätzliche Spannung erzeugt.
Besonders gelungen fand ich ihre Persönlichkeitsentwicklung zum Ende hin. Diese Entwicklung wirkt nicht aufgesetzt, sondern ergibt sich organisch aus den Ereignissen der Geschichte und macht Scarlett zu einer noch greifbareren und stärkeren Protagonistin.Auch das männliche Love-Interest ist ein extrem spannender Charakter. Während der gesamten Geschichte hatte ich sehr gemischte Gefühle ihm gegenüber: In einem Moment mochte ich ihn sehr, im nächsten wirkte er seltsam oder undurchschaubar.
Genau dieses ständige Hinterfragen macht ihn so faszinierend. Nach der Auflösung am Ende fügt sich sein Verhalten rückblickend logisch zusammen und man versteht, warum er so war, wie er war. Insgesamt ist er ein unheimlich clever konstruierter Charakter, der perfekt zum Spiel mit Illusionen passt.Fazit & Empfehlung: ⭐⭐⭐⭐⭐
Caraval war für mich eine Achterbahnfahrt der Gefühle im besten Sinne. Eine wunderschöne Geschichte mit einer außergewöhnlichen Welt, starken Charakteren und genau der richtigen Portion Verwirrung, die am Ende sehr stimmig aufgelöst wird.
Der Epilog macht sofort Lust, direkt mit Band 2 weiterzumachen.Ich empfehle Caraval Leser:innen, die...
• ...atmosphärische Fantasy lieben.
• ...sich gerne vorm Plot-Twist verwirren lassen.
• ...starke innere Konflikte schätzen.
• ...Märchen- und Illusionswelten mögen.
• ...Freude an Rätseln, Theorien und Twists haben. - Colleen Hoover
Verity
(1.874)Aktuelle Rezension von: AnnalenaRAllgemeines
Das Cover vom Buch gefällt mir wie bei den meisten Büchern von Colleen Hoover sehr gut. Das Zusammenspiel der Farben ist durchaus sehr stimmig, es verrät aber in meinen Augen nicht zu dem Inhalt des Buches bzw. der Geschichte. Der Klappentext auf der Rückseite ist sehr kurz gehalten, ebenso sind die meisten Kapitel nicht so lange, was ein entspanntes Lesen ermöglicht.
Zusammenfassung
Leider kann man das Buch nicht zu sehr zusammenfassen, da man sonst auch schon einige Punkte aus der Geschichte vorwegnimmt.
Die Jungautorin Lowen Ashleigh bekommt ein Angebot, das sie unmöglich ablehnen kann: Sie soll die gefeierten Psychothriller von Starautorin Verity Crawford zu Ende schreiben. Lowen akzeptiert – auch, weil sie sich zu Veritys Ehemann Jeremy hingezogen fühlt. Während ihrer Recherchen im Haus der Crawfords stößt sie auf einige kuriose Dinge und verliert womöglich langsam den verstand.Protagonisten & Persönliche Meinung
Lowen ist eine tolle junge Frau die durchaus schon einiges in ihrem Leben durchstehen musste und erlebt hat, besonders wenn man daran denkt was direkt zu Beginn der Geschichte passiert. Sie ist sehr offen und hat dennoch einige Zweifel, besonders wegen ihr selbst oder ihrer Arbeit die sie macht. Im verlauf der Geschichte hat man das Gefühl ihre Gänsehaut teilweise selbst spüren zu können.
Jeremy ist eigentlich ein Sympathischer Mann, zumindest hat man das immer im Gefühl. Er macht manchmal den Eindruck als hätten all seine Schicksalsschläge, die auch so schnell nacheinander passiert sind keinerlei Probleme davongetragen. In der Geschichte kommt er auch sehr als hilfsbereiter Mensch rüber.
Die neben Protagonisten sind teilweise sehr wenig beschrieben bzw. haben wenig Rolle und sind dann deutlich mehr präsent aber alle passen auf ihre eigene Art perfekt in die Geschichte und haben etwas zu sagen.
Meiner Meinung nach ein ziemlich krasses Buch, dass an manchen Stellen wenig mit einem klassischen Roman zutun hat sondern eher wie ein Psychothriller. Der Schreibstil ist ähnlich wie bei den meisten Büchern von Colleen Hoover, lässt sich sehr flüssig lesen und man ist sehr schnell Teil der Geschichte und kann nicht aufhören zu lesen. Die Geschichte selbst hat mich ab Seite 1 komplett gefesselt und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, teilweise fand ich es aber auch ein wenig Gruselig was und wie beschrieben wurde. Mich hat es tatsächlich auch sehr verwirrt weil ich durchaus mehr mit einem Roman gerechnet habe und das Gefühl hatte das diese Ebene weniger Rolle in der Geschichte hat als die Psychothriller. Am Ende hat man leider noch ca. 40 Seiten übrig wobei man eigentlich schon mit allen Handlungen durch ist, der Epilog ist in dem Buch deutlich länger als in den meisten anderen ihrer Bücher. Beim Epilog muss ich leider Sterne abziehen, da ich ihn teilweise zu sehr in die Länge gezogen fand und auch die Geschichte nicht so zufriedenstellend. Alles in allem ein sehr gutes Buch von Colleen Hoover bei dem man nicht enttäuscht wird wenn man die Kombination aus Psychothriller und Roman mag.
- Joanne K. Rowling
Harry Potter und der Halbblutprinz (Harry Potter 6)
(9.670)Aktuelle Rezension von: Bigsale3Harry Potter ist mein absolutes Lieblingsbuch und ich empfehle es dringend weiter. Und der sechste Band, der Halbblutprinz ist ein Meisterwerk und es lohnt sich das Buch zu lesen!
Harry kehrt für sein sechstes Schuljahr nach Hogwarts zurück und noch mehr Ruhm und Ansehen erwarten ihn dort. Er ist berühmter denn je. Doch Voldemort ist auf freiem Fuss und deshalb kann er seine Schulzeit gar nicht geniessen. Ein spannendes tragisches Jahr erwartet ihn! Er erfährt vieles über Tom Riddles (Voldemort) Vergangenheit, vielleicht sogar mehr als er wissen wollte... Und was heckt Draco Malfoy eigentlich aus?
- Leigh Bardugo
Das Gold der Krähen
(988)Aktuelle Rezension von: Linahsa„Wie haben sie das bloß wieder geschafft?“, war ein Gedanke, der mir immer wieder in den Kopf gekommen ist, während ich dieses Buch gelesen habe. Wenn man ein Abenteuer mit komplexen Charakteren sucht, ist dieses Buch sicher das richtige!
Fangen wir mit dem Schreibstil an. Er war sehr ansprechend, durchgehend stimmig und hat eine passende Atmosphäre geschaffen, die perfekt zur düsteren, spannungsgeladenen Welt des Buches passt.
Beim Lesen hatte ich ständig das Gefühl, die Autorin – oder vielmehr die Charaktere – seien einem immer einen Schritt voraus. Die Handlung war nie vorhersehbar, und man wurde immer wieder aufs Neue überrascht. Ich liebe einfach das Gefühl zu haben, auf jeder Seite wartet eine Überraschung - ein echtes Abenteuer also!
Dabei war die Geschichte in jedem Moment glaubhaft, die Handlungen der Figuren stets nachvollziehbar, und der gesamte Plot wirkte hervorragend durchdacht.
Die Figuren in dem Buch haben mich vor allem begeistert. Sie wirkten authentisch und auf ihre eigene Weise sympathisch. Jeder hatte seine individuellen Stärken und Schwächen, eine Geschichte, eine Vergangenheit, die ihn oder sie geprägt, geformt oder sogar gequält hat.
Man hat das Gefühl bekommen, dass die Figuren nicht nur eine gemeinsame schwer zu meisternde Mission hatten, die sie alle vereinte - sie hatten auch eine persönliche, teils geheime Herausforderung, die sie meistern mussten. Dementsprechend waren viele tolle Charakterentwicklungen dabei!Das Einzige, was mir ein wenig gefehlt hat, war ein wenig Romantik - aber auch nur ein kleines bisschen. Ich fand es zwar sehr angenehm, dass es weder explizite Szenen noch übertrieben, wenig glaubhafte Liebesbekundungen gab. Die romantischen Momente blieben dezent und zwischen den Zeilen, was gut zur Geschichte gepasst hat. Ein Hauch mehr hätte mich trotzdem gefreut.
Letztendlich ändert es aber nichts daran, dass mir dieses Buch sehr gefallen hat und der Plot und der Schreibstil wirklich grandios waren.Insgesamt also eine eindeutige Empfehlung.
Sternebewertung:
Plot: 5/5
Originalität der Geschichte: 5/5
Charaktere und ihre Entwicklung: 10/5
Schreibstil: 4/5
Gesamtwertung: 5/5 - Carlos Ruiz Zafón
Das Spiel des Engels
(1.412)Aktuelle Rezension von: RosenthalEin wunderschönes Buch aus der Nische magischer Realismus. Ich hatte es vor Jahren gelesen und musste es unbedingt nochmal neu lesen. Es hat von seinem Zauber nichts verloren. Man fühlt sich auch sehr zur Stadt Barcelona und dem Friedhof der verlorenen Bücher hingezogen. Schade das Herr Zafón so früh gestorben ist.
- Ransom Riggs
Die Insel der besonderen Kinder
(2.142)Aktuelle Rezension von: Randaleranke📖In "Die Insel der besonderen Kinder" von @ransomriggs geht es um Jacob, dessen Großvater ihm von seinen unglaublichen Entdeckungsreisen, Kindern mit besonderen Fähigkeiten und brutalen Monstern erzählt. Eines Tages wird Jacobs Großvater ermordet und Jacob findet heraus, dass all die Geschichten wahr sind.
❗Dieser Text kann Spoiler enthalten.
✅ Dieses Buch ist etwas für dich, wenn...
- du eine Gruppe Jugendlicher beim Zusammenwachsen und einem lebensverändernden Abenteuer begleiten willst.
- du daran glaubst, dass unter uns besondere Menschen mit übernatürlichen Fähigkeiten und Monster leben.
- du keine Lust auf viele komplizierte Fantasynamen hast, du aber auch nicht ganz darauf verzichten willst.
❌Dieses Buch ist nichts für dich, wenn...
- du mit Tod und Gewalt in Büchern nicht gut umgehen kannst.
- du ein schnelles Erzähltempo bevorzugst.
- Inselsetting und Zeitreisen nicht dein Ding sind.
✨ Eigentlich bin ich kein Fan von entspanntem Erzähltempo, aber in diesem Buch ist mir das fast nicht aufgefallen. Als die Action dann anfing, habe ich lediglich im Nachhinein gedacht, dass ich doch schon einen ganz schön großen Teil des Buches gelesen hatte. Die Geschichte hat mich total gut mit seinen unterschiedlichen Atmosphären gecatched. Teilweise war es gruselig, actionreich, hat mich zum Weinen und auch zum Lachen gebracht, also aus meinen Augen eine wirklich gute Balance gehalten. Oft habe ich Jana auch geschrieben, dass ich mich gerade super wohl mit dem Buch fühle. Auch die Charaktere fand ich wirklich gut und abwechslungsreich, die Welt war toll gestaltet und das Ende hatte einen super fairen Cliffhanger, dafür dass es der erste Teil einer Buchreihe ist. Untermalt wurde die Geschichte noch von, meiner Meinung nach, sehr coolen und passenden alten schwarz-weiß Fotos.
P.S. Das Buch ist der erste Teil einer Buchreihe.
- Rebecca F. Kuang
Babel
(446)Aktuelle Rezension von: FrauKlopp„Babel“ spielt im Oxford des 19. Jahrhunderts, wo Übersetzung mithilfe von Silber Magie erzeugt und zur Stütze des britischen Empires genutzt wird. Der Waisenjunge Robin Swift studiert dort gemeinsam mit vielen anderen – und erkennt nach und nach, dass Sprache, Wissen und Macht untrennbar miteinander verknüpft sind. Was als Studium beginnt, wird zur politischen und moralischen Zerreißprobe.
Ein historischer Fantasyroman über Übersetzung als Magie, Sprache als Machtinstrument und die Frage, wie weit man gehen darf, um ein ungerechtes System zu bekämpfen.
•
„Babel“ war für mich ein echter Klopper, und ich weiß, die meisten haben dieses Buch bereits vor zwei Jahren gelesen. Wie ich dieses Buch nun aber mit Herzklopfen beendet habe, nachdem ich in der Mitte des Buches so genervt war von den – natürlich als Stilmittel genutzten – zähen Kapiteln, puh. Die letzten knapp 200 Seiten waren allerdings so intensiv, dass ich jetzt richtig platt bin. Und ohne zu spoilern: Ich trauere natürlich sehr um die kleine 4er-Gruppe, bestehend aus Robin, Ramy, Victoire und Letty. Sie sind mir alle schon sehr ans Herz gewachsen.„Babel“ ist schonungslos ehrlich, und ich bin irgendwie ganz ehrfürchtig vor dieser Geschichte, die R. F. Kuang geschrieben hat. Die Triggerwarnung zu Beginn des Buchs war richtig und wichtig, hat mich aber trotzdem nicht auf die rassistischen Szenen, Bilder und dazugehörige Sprache vorbereitet, so viel zu schonungslos. Ich bin trotzdem sehr froh, dass ich es gelesen habe, auch, wenn ich megalange Pausen einlegen musste.
- Jay Kristoff
Das Reich der Vampire
(362)Aktuelle Rezension von: Olaf_RaackEs gibt Menschen, Vampire und Bleichblüter. Für Letztere bedarf es einer menschlichen Mutter und eines untoten Edelblutes. Sie verfügen über gewisse Stärken, die ihnen das Blut ihrer Väter mitbringt, aber auch über den unvermeidlichen Durst dieser. Was sie unterscheidet, ist die menschliche Seite und der damit verbundene Hass auf die Blutsauger. Ausgebildet zu heiligen Kriegern, gewandet in Silber, nutzen sie ihre Fähigkeiten, um die Finsternis zurückzudrängen. Eine schier unlösbare Aufgabe, die sich mit dem Eintreten des Tagestodes zusätzlich zuspitzt. Doch wo Dunkelheit regiert, gibt es immer auch einen Funken Hoffnung, welcher der Protagonist Gabriel de Léon nachjagt.
Saufende, abhängige und zynisch sarkastische Krieger sind ja genau mein Ding, und in die Welt, die Jay Kristoff hier geschaffen hat, passt ein solcher Charakter hervorragend rein. Düster, dreckig, blutig, mit einer gewaltigen Menge ungewaschenem Mund und herrlich mitreißenden Schlachten und bissigen Dialogen.
Vampire ohne Glitzer, wenngleich sie sich in einer Barock anmutenden Welt bewegen, versprühen sie keinerlei romantisches Gedöns. Hier geht es um das nackte Überleben auf der einen und den Durst nach Lebenssaft auf der anderen Seite. Und, das sollte nicht vergessen werden, wie so oft um das große Ganze, was nicht weniger ist, als das Ende allen nicht untoten Daseins.
Mir gefällt der Stil, mit gefällt die Geschichte, ich kann mit den Charakteren etwas anfangen, selbst wenn sie zeitweise ein wenig sehr überspitzt zynisch reagieren. Die Atmosphäre des Buches ist greifbar, die Erzählperspektive gut gewählt und der Plot konnte mich wirklich begeistern.
Kurzum: Band 2 steht bereit und von mir gibt es eine klare Empfehlung für alle, die es düster und ruppig, glitzerfrei und blutig mögen. - Tahereh H. Mafi
Shatter Me
(1.935)Aktuelle Rezension von: LenaSchwedEs geht darum das die Welt ihrgend wie untergeht und es ein Mädchen gibt die eine Fähigkeit hat.
- Jay Kristoff
Nevernight - Die Prüfung
(722)Aktuelle Rezension von: nique_strovenNevernight ist der erste von drei Bänden und erzählt die Geschichte von Mia Corvetes Rachefeldzug gegen die Männer, die ihren Vater ermordeten und ihre Mutter einsperrten.
Mia ist kein gewöhnliches Kind, sie ist eine Dunkelinn: Seit der Nacht, in der ihre Familie zerstört wurde, wird sie von einer Katze begleitet, die in ihrem Schatten lebt und sich von ihren Ängsten nährt.
Mia selbst entkam den Häschern nur knapp und wurde unter fremdem Namen vom alten Mercurio großgezogen, einem Antiquitätenhändler. Dieser ist jedoch ein Mitglied der "Roten Kirche" und bildet Attentäter für diesen Assassinenorden aus.
Um ihre Ausbildung abzuschließen und zu einer "Klinge" zu werden - ihr einziger Weg, um an die Männer und ihre Rache zu gelangen - muss sie sich gefährlichen Prüfungen der "Roten Kirche" stellen.
Sie ist keine Heldin, sondern ein Mädchen, das sich im Spannungsfeld zwischen Moral und Abgrund bewegt. Man kann sich nie sicher sein, wer Freund und wer Feind ist. Am Ende wartet ein großartiger und für mich unvorhersehbarer Plottwist auf.
Die poetische, bildgewaltige Sprache sorgt für ein flüssiges und abwechslungsreiches Leseerlebnis. Es gibt viele explizite Gewaltdarstellungen, viel Blut und undurchsichtige Charaktere.
Ich bin schon sehr gespannt, wie Mias Rachefeldzug weitergeht!
- Teri Terry
Gelöscht
(1.514)Aktuelle Rezension von: KKrauseDie Geschichte spielt in einem Überwachungsstaat, der zur Bekämpfung von Terrorismus drastische Maßnahmen ergreift – erschreckend aktuell und beklemmend realistisch. Jugendliche „Täter“ werden ihrer Erinnerungen beraubt – ein Prozess namens Slaten. Kyla, die Hauptfigur, ist eine von ihnen – doch sie beginnt, sich an Bruchstücke ihres alten Lebens zu erinnern. Hat sie wirklich das getan, was man ihr vorwirft?
Der Schreibstil ist angenehm leicht und sorgt dafür, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Das Cover passt perfekt zur Atmosphäre des Romans – und spiegelt Kylas Figur sehr gut wider.
Was mir jedoch negativ aufgefallen ist: Die Hintergründe zur Welt und dem System, in dem die Geschichte spielt, werden erst sehr spät erklärt. Das hat mich etwas gestört – und ohne das Prequel, das ich zuvor gelesen hatte, wäre es vermutlich schwieriger gewesen, in die Story hineinzufinden. Deshalb ziehe ich einen Stern ab.
Davon abgesehen hat mich das Buch überzeugt: Die Charaktere sind glaubwürdig gezeichnet, besonders Kyla konnte mich emotional erreichen. Auch die Nebenfiguren wirken authentisch und fügen sich stimmig in die Geschichte ein.
Fazit: Trotz kleiner Schwächen ein packender und nachdenklich stimmender Roman, den ich auf jeden Fall weiterempfehlen kann.























