Bücher mit dem Tag "duft"
38 Bücher
- Patrick Süskind
Das Parfum
(10.268)Aktuelle Rezension von: LuliaIm Zentrum der Geschichte steht der Franzose Jean‑Baptiste Grenouille, ein Mann ohne eigenen Körpergeruch aber mit einem hochsensiblen Geruchssinn. Getrieben von seiner Obsession das perfekte Parfum zu erschaffen, beginnt er die Düfte junger Frauen zu extrahieren und schreckt dafür sogar vor Mord nicht zurück. Die Handlung mit dem originellen Thema beschreibt seine verschiedenen Lehrstationen von Paris bis nach Grasse und besticht durch seine dichte Atmosphäre.
Bei den Protagonisten steht Jean-Baptiste klar im Mittelpunkt der Handlung, der als genial und zugleich emotional leer, skrupellos und unheimlich dargestellt wird. Relevante Nebenprotagonisten wie Baldini oder Madame Gaillard sorgen für Abwechslung in der Handlung und wirken in Teilen ein wenig überzeichnet.
Wer atmosphärisch dichte Geschichten mit einem originellen Thema mag, wird hier fündig.
Der Schreibstil ist sehr bildhaft und präzise, was den Haupttreiber für die Atmosphäre des Buches darstellt.
Einziger Minuspunkt: Manche Abschnitte des Buches wirken durch die bildhafte Sprache überzeichnet, was ein wenig den Lesespaß mindert. - Merit Niemeitz
Delicate Dream
(159)Aktuelle Rezension von: toja1911ICH LIEBE DIESES BUCH! Also es ist kein absolutes Lebenshighlight und ich würde auch empfehlen, die andere Reihe der Autorin vorher zu lesen, weil ich finde, dass man sich dadurch besser an ihren Schreibstil gewöhnen kann, aber ES WAR SO GUT! Die Charaktere waren so tiefgründig ausgearbeitet und trotz der Ecken und Kanten aller hat man alle lieb gewonnen und die Lovestory zwischen Odell und Emmeline war so emotional und unperfekt, dass sie schon wieder perfekt war!
Auch Merits Schreibstil war, wie immer, wunderschön! Es gab keine "seitenlangen Beschreibungen eines Duftes" nur zwischendurch mal etwas detailliertere Beschreibungen, die über einen Satz hinausgingen, was es sehr einfach gemacht hat, sich in die Situation hineinzufühlen und was die ganze Geschichte noch lebendiger gemacht hat. Ich liebe auch, dass es Anspielungen auf die Mulberry Mansion Reihe gab und sogar eine Anspielung auf "das Parfum", die aber sehr süß war und mich in keinster Weise verstört hat. Ich freue mich sehr auf den zweiten Teil!! 🩷🌸
- Anna Ruhe
Die Duftapotheke - Ein Geheimnis liegt in der Luft
(308)Aktuelle Rezension von: Sofie314Die Duftapotheke startet mit einem häufigen Aufhänger in Kinder-/ und Jugendbüchern. Ein Umzug, wodurch Luzie mit ihren Eltern und ihrem kleinen Bruder Benno in einer alten Villa landet. Die Villa Evie. Jedoch ist diese nicht einfach nur alt... immerhin muss warmes Wasser erst durch das Anheizen eines Ofens generiert werden. Denn die Villa Evie trägt auch ein Geheimnis mit sich und das wird Luzie nach und nach klar. Die seltsamen Gerüche, die sie im Haus riecht, der merkwürdige Gärtner und Hanne, die Verkäuferin des Hauses, die noch in der ehemaligen Dienstbotenwohnung nebenan wohnt, verhalten sich beide nicht ganz normal.
Als Luzie letztlich hinter das Geheimnis der Gerüche in der Villa Evie kommt, denkt sie nach und nach immer mehr einer Welt und einer Gesellschaft frei, von desen Existenz sie zuvor noch nicht einmal etwas geahnt hatte. Außerdem entdeckt sie, dass sie Trägerin einer besonderen Gabe ist. Auf ihrer Reise zu sich selbst und in die Welt muss Luzie lernen, Verantwortung zu übernehmen, zu erkennen, wen man vertrauen kann und letztlich auch wie weit man oder auch andere für Macht bereit sind zu gehen.
Mir hat besonders der Mix aus verantwortungsbewusster großer Schwester - kleiner Bruder - Dynamik, die Entstehung tiefer Freundschaften und das breite Spektrum an dargestellten Gefühlen gefallen.
Am besten gefallen hat mir dabei Band 4 der Reihe und Band 3 fand ich am spannendsten.
- Michelle Marly
Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe
(175)Aktuelle Rezension von: nasaMademoiselle Coco und der Duft der Liebe von Michelle Marly ist eine Romanbiografie über die bekannte Coco Chanel und wie sie ihr berühmtes Parfüm entwickelte. Der Roman reiht sich in die Mutige Frauen zwischen Kunst und Liebe Reihe ein.
Ich habe ein paar Bücher dieser Reihe gelesen und mag sie recht gerne. Es sind immer tolle Romane von verschiedenen Autoren die Fakten mit Fiktion verbinden und eine schöne Geschichte daraus machen. In dem vorliegenden Buch wird das Leben von Coco Chanel zwischen den Jahren 1919 und 1922 beleuchtet.
Paris 1919 Coco Chanels Liebhaber Boy Capel kommt bei einem Autounfall ums Leben. Für die erfolgreiche Modeschöpfer bricht eine Welt zusammen. Sie ist wie gelähmt und versinkt in Trauer. Erst der Plan, ihrer großen Liebe mit einem Duft zu gedenken und für die moderne Frau zu kreieren lässt sie aus der Trauer erwachen. Mit neuem Lebensmut macht sie sich auf die Suche nach dem passenden Duft und trifft dabei auf den russischen Großfürsten und Exilanten Dimitri Romanow.
Das Buch hat sich gut lesen lassen. Der Schreibstil ist leicht, bildhaft und unterhaltsam. Man kann ihn gut lesen und sich auch gut in die Geschichte reindenken. Obwohl es den roten Faden des Parfüms gibt, plätschert die Geschichte an manchen Stellen etwas vor sich hin. Es fehlt ein gewisser Spannungsbogen, man kann das Buch gut ein paar Tage aus den Händen legen und später wieder einsteigen und hat nicht das Gefühl was verpasst zu haben.
Obwohl mich das Buch gut unterhalten hat, gab es einige Längen. Es gab immer wieder Affären in Cocos Leben, diese waren mir teilweise etwas zu sehr ausgeschmückt, da sie nicht unbedingt zum entstehen ihres Parfüms beitrugen. Allerdings gehörten sie zu ihrem Leben und daher ist es gut das sie Erwähnung fanden. Ich hätte gerne noch etwas mehr über das Entstehen und die Herstellung des Parfüms erfahren. Das kam mir etwas zu kurz.
Für mich war neben der Entstehung des weltbekannten Parfüms Chanel No 5 auch interessant mit wie vielen verschiedenen Persönlichkeiten Coco in Kontakt stand. Obwohl sie aus einfachen Verhältnissen stammte, schaffte sie es an die Spitze der damaligen Berühmtheiten. Sie hat ein sehr bewegendes Leben geführt und ihre Ziele immer verfolgt.
Diese Romanbiografie verbindet sehr schön Fakten und Fiktion und bringt einem das Leben der Coco Chanel und ihres weltberühmten Parfüms näher. Es lässt sich gut lesen und für ein paar Stunden in die 1920iger Jahre in Frankreich abtauchen.
- Rainer Wekwerth
Pheromon 1: Pheromon
(183)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerJake ist siebzehn Jahre alt, er spielt gerne Football und gerade in seinem wichtigsten Spiel, versagt er. Der Großteil seines Teams ist echt sauer darüber, doch Jake versucht sich davon nicht unterkriegen zu lassen. Kurz nach dem Spiel merkt er, dass sich etwas an ihm verändert hat. Er hat Fähigkeiten, die in seinem Leben viele Herausforderungen mit sich bringen, die vor allem nicht gerade ungefährlich sind. Und dann gibt es noch Travis, der Arzt und trockener Alkoholiker ist und sich auf die Suche nach Antworten begibt. Und das bringt seine Welt ins Wanken…
Ich habe bisher noch nie etwas von Rainer Wekwerth gelesen, doch mit diesem Buch habe ich endlich das erste Buch von ihm gelesen. Und leider konnte es mich absolut nicht überzeugen, was mich wahnsinnig traurig gemacht hat. Das Cover ist unfassbar schön und ich liebe es wirklich sehr. Doch der Inhalt hat leider etwas an sich, was mich überhaupt nicht überzeugen konnte. Deshalb möchte ich anmerken, dass diese Rezension meine Meinung ist und jeder eine andere Meinung zum Buch haben kann. Ich freue mich über jeden, der einen Zugang zu Pheromon finden konnte!
Der Einstieg in das Buch fiel mir schon echt schwer. Irgendwie hat mir das irgendwas gefehlt, damit ich gut in die Geschichte starten konnte. Der Verlauf der Geschichte ist an sich eigentlich ganz okay, jedoch hat mir hierbei ein ,,roter Faden‘‘ gefehlt, der sich durch das Buch zog. Das hat leider dafür gesorgt, dass ich gar nicht so sehr mitfiebern konnte, obwohl ich das wirklich sehr gerne getan hätte. Leider konnte mich auch das Ende nicht richtig überzeugen. Das war für mich zu vorhersehbar, was mir dann das Buch dann schlussendlich doch komplett ,,kaputt‘‘ gemacht hat.
Außerdem hat es mir hierbei ein wenig an Logik gefehlt. Die Jugendliche ziehen hier oft Schlüsse, die kaum Sinn ergeben und die nicht Menschen ziehen, die sich mit der Wissenschaft auseinander setzen. Abgesehen davon hacken die Jugendlichen sich in eine bestgesichertsten Einrichtungen und kennen sich mit Sprengstoff aus, von denen ich absolut keine Ahnung hätte in dem Alter. Doch leider bleibt die Logik auch in der Zukunft aus. Das hat mir leider auch das Lesen des Buches echt erschwert.
Das einzige was mir gut gefallen hat, war der Schreibstil von Rainer Wekwerth. Ich finde, dass er einen sehr lockeren und leichten Schreibstil hat, der einem das Lesen des Buches doch erleichtert hat. Jedoch konnte ich keinen richtigen Draht zur Geschichte finden, da mir die ganzen Kritikpunkte im Weg standen. Ich finde schon, dass man hierbei viel mehr hätte rausholen können, sehr schade!
,,Pheromon – Sie riechen dich‘‘ war ein Buch, auf das ich mich wirklich sehr gefreut habe, denn die Geschichte klang vielversprechend. Leider konnte mich dieses Buch doch nicht überzeugen, was ich sehr schade finde. Die Idee hat mich richtig gut gefallen, doch leider wurde sie meiner Meinung nach nicht richtig umgesetzt. Ich kann dieses Buch auch leider nicht weiter empfehlen und gerade für Jugendliche ist das kein Buch, was ich ihnen kaufen würde. Leider fehlte es mir auch an Tiefe und die Charaktere sind blass und ungreifbar gewesen, was dafür gesorgt hat, dass es mir eigentlich egal war, was mit ihnen passiert. Ein weiterer Kritikpunkt war für mich, dass in diesem Buch oft frauenfeindliche Worte benutzt wurden, die meiner Meinung nach absolut nichts in einem Jugendbuch zu suchen haben!
- Anna Ruhe
Die Duftapotheke - Das falsche Spiel der Meisterin
(79)Aktuelle Rezension von: JuliesBookhismusEine neue Bedrohung und so viele Geheimnisse, vor dieser Herausforderung stehen unsere
Helden mal wieder. Jeder verheimlicht ihnen etwas und das könnte fatal enden. Und das für
die gesamte Menschheit. Diesmal geht es übrigens nach Paris.
Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen, wenn der Untertitel auch sehr verwirrend ist, muss
ich zugeben, denn ich hatte eine andere Meisterin erwartet. Dafür kommt diesmal etwas
Schwung in die Lovestory, die ich mir erhoffe. Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht und
ich hoffe, dass die Ausflüge noch spannender werden.
- P. M. Freestone
Shadowscent - Die Blume der Finsternis
(188)Aktuelle Rezension von: LissiannaDie Geschichte spielt in einer faszinierenden Welt, in der Düfte eine besondere Macht besitzen und sogar über Leben und Tod entscheiden können. Im Zentrum stehen Rakel, eine talentierte Dienerin mit außergewöhnlichem Geruchssinn, und Ash, der loyale Leibwächter des Kronprinzen. Nachdem dieser durch ein Gift aus den geheimnisvollen Gärten schwer erkrankt, beginnt für die beiden eine gefährliche Suche nach einem Heilmittel, die sie tief in verborgene Geheimnisse und persönliche Wahrheiten führt.
Der Roman punktet mit einer originellen Grundidee und einem angenehm flüssigen Schreibstil. Besonders die Dynamik zwischen Rakel und Ash wirkt zunächst lebendig und unterhaltsam, ihre Gespräche tragen eine gewisse Spannung und auch humorvolle Momente in sich. Die Welt wirkt durch die detaillierten Beschreibungen der Duftkunst gut durchdacht, auch wenn sich genau diese Ausführlichkeit stellenweise als zweischneidig erweist.
Gerade der Einstieg gestaltet sich eher zäh, da viele neue Begriffe, Namen und Hintergründe auf einmal präsentiert werden. Das erschwert das Eintauchen in die Handlung und bremst den Lesefluss spürbar. Auch im weiteren Verlauf treten immer wieder Längen auf, in denen sich die Geschichte weniger vorwärts bewegt. Während die Düfte sehr intensiv beschrieben werden, bleiben andere Aspekte der Umgebung vergleichsweise blass.
Erst im späteren Teil gewinnt die Handlung deutlich an Spannung und die zahlreichen Geheimnisse entfalten ihre Wirkung. Dennoch bleibt die emotionale Tiefe, insbesondere zwischen den Hauptfiguren, hinter den Erwartungen zurück. Einige Entwicklungen wirken nicht ganz stimmig und lassen die Figuren weniger greifbar erscheinen.
Insgesamt bietet das Buch interessante Ansätze und eine kreative Welt, kämpft jedoch mit erzählerischen Schwächen. Dadurch ergibt sich ein gemischter Eindruck, der zwar neugierig macht, aber nicht vollständig überzeugen kann.
- Merit Niemeitz
Pure Promise
(92)Aktuelle Rezension von: Chianti_ClassicoNichts wünscht sich Marigold aktuell mehr als für Evergreen Empire, dem Unternehmen ihrer Familie zu arbeiten, doch ihr großer Bruder Odell verweigert ihr diesen Wunsch.
Also sucht Mari nach einer Möglichkeit, um Odells Meinung zu ändern und schlägt ausgerechnet Benedict Midville, dem Junior-Chef des Midville-Parfüm-Imperiums, einen Deal vor:
Um Odell zu provozieren, werden die beiden ein Paar spielen, wovon auch Benedict profitiert, da sein Ruf aktuell nicht der beste ist.
Was als Fake-Beziehung beginnt, entwickelt sich schnell zu etwas echtem, doch kann eine Beziehung zwischen den beiden wirklich funktionieren?
"Pure Promise" von Merit Niemeitz ist der zweite Band der Evergreen Empire Reihe, der aus den wechselnden Ich-Perspektiven der zwanzig Jahre alten Marigold Evergreen und des drei Jahre älteren Benedict Midville erzählt wird.
Der erste Band blieb etwas hinter meinen Erwartungen zurück, weshalb ich an "Pure Promise" dann ehrlich gesagt nicht allzu hohe Erwartungen hatte.
Aber schon auf den ersten hundert Seiten habe ich gemerkt, dass die Geschichte von Mari und Ben mich deutlich stärker berühren und fesseln kann als die von Odell und Emmeline.
Mari ist das jüngste der drei Evergreen Geschwister und musste für ihren Platz in der Familie immer kämpfen. Sie war laut, um überhaupt gehört zu werden, doch auch ungeduldig, stur und mittlerweile provozierend.
Sie hat Angst, verletzt zu werden, schützt sich, indem sie Gerüchte über sich selbst füttert, um dem Bild, das die Öffentlichkeit von ihr hat, zu entsprechen, damit niemand weiß, wer sie wirklich ist.
Dabei ist sie sehr klug und loyal, ein Herzensmensch, der schon viele Verluste verarbeiten musste.
Ihre Brüder nehmen sie nicht ernst, generell ist das Verhältnis der Geschwister eher schlecht und Mari wird nicht selten unterschätzt.
Auch Benedict errichtet Mauern um sich.
Er wirkt auf den ersten Blick gefühlskalt und schnell gelangweilt, doch unter der Oberfläche versteckt sich ein fürsorglicher und aufmerksamer junger Mann.
Während Mari eine Erbin von Evergreen Empire ist, die aktuell noch studiert, aber schon gerne im Marketing ihres Familienunternehmens arbeiten würde, ist Benedict bereits der Junior-Chef von Midville, des größten Konkurrenten von Evergreen, die erst seit kurzer Zeit in England sind. Der Hauptsitz befindet sich in Frankreich und Benedicts Vater is Franzose, während seine Mutter Engländerin ist.
Als Mari überlegt, wer für ihre Fake-Beziehung infrage kommt, ist Benedict ihre erste Wahl, denn sie hofft, dass Odell alles tun würde, um sie auseinanderzubringen und Mari so ins Unternehmen einsteigen kann.
Da Benedicts Ruf in letzter Zeit gelitten hat, lässt er sich darauf ein. Eine rein geschäftliche Beziehung mit Vorteilen für beide Seiten, doch je besser sie sich kennenlernen, umso leichter können sie auch unter die Maske des jeweils anderen blicken und es wird schnell echter, als beide beabsichtigt haben.
Die Geschichte von Mari und Benedict ist sehr intensiv und konnte mich schnell in seinen Bann ziehen.
Ich fand es ein Stück weit langatmig, aber ich habe das Buch immer echt gerne gelesen, auch weil Merit Niemeitz einfach einen unvergleichlichen Schreibstil hat und es fast schon poetisch war.
Auch im zweiten Band spielen Düfte wieder eine wichtige Rolle, da Mari und Ben beide in Familien hineingeboren wurden, die mit Parfüm ihr Geld verdienen und dementsprechend kamen sie schon früh mit Düften in Berührung, auch wenn Ben eher im operativen Bereich agiert.
Mari liebt es, eigene Teemischungen zusammenzustellen, etwas, das ich sehr faszinierend fand.
Generell mochte ich es, dass die Düfte immer wieder so gut beschrieben wurden, dass man das Gefühl hatte, sie selbst in der Nase zu haben!
Ich mochte aber nicht nur die Entwicklung der Liebesgeschichte, die wirklich toll war! Auch die Beziehung der drei Evergreen-Geschwister stand wieder im Fokus.
Odell, Keaton und Marigold haben sich über die Jahre immer weiter voneinander entfernt, doch das Testament ihres Vaters bringt sie gezwungenermaßen wieder zusammen. Sie müssen sich miteinander arrangieren und man sieht die Fortschritte, wie sie sich langsam wieder annähern.
Ich mochte aber auch die Entwicklung von Mari und Benedict als eigenständige Personen. Mari findet im Laufe der Geschichte ihre Stimme und auch sich selbst wieder und Ben findet Licht in seiner sonst so grauen Welt.
Das hat mir richtig gut gefallen und so hat mir der zweite Band auch insgesamt deutlich besser gefallen als der erste und ich bin sehr gespannt, wie mir Keatons Geschichte im dritten Band gefallen wird!
Fazit:
"Pure Promise" von Merit Niemeitz ist ein sehr guter zweiter Band der Evergreen Empire Reihe, den ich deutlich stärker fand als den Auftakt!
Die Geschichte von Marigold und Benedict ist intensiv und konnte mich emotional berühren.
Die Geschichte der beiden zog mich schnell in ihren Bann, auch wenn ich es manchmal etwas langatmig fand, aber die Entwicklung der beiden war einfach so toll zu verfolgen!
Nicht nur als Paar wachsen sie zusammen, auch als eigenständige Personen machen sie eine tolle Entwicklung durch und ich mochte auch die Beziehung der Geschwister total gerne!
Der Schreibstil von Merit Niemeitz ist einfach unvergleichlich und konnte mich wieder verzaubern und ich liebe es, wie sie hier mit den Beschreibungen der Düfte spielt.
Ich vergebe sehr starke vier Kleeblätter! - Anna Ruhe
Die Duftapotheke - Das Rätsel der schwarzen Blume
(123)Aktuelle Rezension von: NichmeinschuldDer zweite Band ist ebenso schön geschrieben wie der erste ❤️
Nach und nach entdeckt der Leser, gemeinsam mit Luzie, die Welt der Düfte und den dafür benötigten Zutaten. Luzie beweist sehr viel Talent.
Einige Rätsel auf band eins können nach und nach gelüftet werden.
Ich freue mich schon auf einen dufte Band drei🤓 - Sarah Fleury
The French Escape - Love & Lavender, Band 1
(124)Aktuelle Rezension von: pieni_tarinankertojaThe French Escape ist Band 1 der Love & Lavender-Reihe aus der Feder von Sarah Fleury, die bei Ravensburger erschienen ist.
Und jaaaahaaa, innerhalb der Seiten gibt es wirklich jede Menge Liebe, französisches Lebensgefühl und eine unheimlich gut erzählte Liebesgeschichte mit Fake-Date. Aber am Besten finde ich, wie hier das Thema Olfaktorik, also alles rund um Düfte und Parfüm, in das Ganze mit eingewoben worden ist.
Der Schreibstil ist wunderbar locker-leicht, ebenso wie man sich das Leben an der Côte d'Azur so vorstellt und doch bekommt die Geschichte durch die Geheimnisse und die verschiedenen Schicksale der Figuren richtig gut Tiefe, dass es eben nicht zu platt und langweilig wird. Teils ist er sogar so bildhaft, dass ich quasi fast schon neben Amber bzw. Timothee sitze und die Atmosphäre spüre bzw. die Düfte riechen kann, die die Autorin uns innerhalb der Zeilen kredenzt.
Wie ihr vielleicht merkt, die Geschichte hat mich von der ersten Seite an komplett mitgenommen und begeistert. Ich finde es einfach nur richtig gut, wie hier die Balance von herzerwärmenden, schönen Momenten zu den schweren Themen ist und wir Lesenden dadurch auch einiges an Geheimnissen und der Familiendynamik der Colinards sowie den Schrecken in Ambers Vergangenheit erfahren.
Ja, es wird noch nicht alles offenbart, was da so in den Leben passiert ist und sagt mir auch eindeutig, dass der dicke Knoten erst noch platzen wird. Jedoch kann ich sehr eindeutig sagen, dass mich diese auf den ersten Blick sehr sommerlich anmutende Romance auch in ihrer Tiefe unheimlich begeistert hat. Die Geschichte für mich also absolut ein Lesehighlight in allen Punkten ist und ich sie daher von ganzen Herzen an alle Lovereader empfehle.
Ich bin jedenfalls total hin und weg und bin gespannt, wie es da noch so weitergehen wird.
- Sophie Bonnet
Provenzalischer Rosenkrieg
(38)Aktuelle Rezension von: LesezeichenfeeDer sechste Band ein Parfumkrimi
Sophie Bonnet lässt Pierre Durand in seinem 6. Fall in einem anderen Revier wildern. Weil Anouk, die Jugendfreundin seiner Lebensgefährtin Charlotte, in einen Mordfall verwickelt wird und in Untersuchungshaft kommt.
Fees Meinung.
Ich liebe Bücherschränke und genauso Bücher aus der Provence und ich war total happy, als ich dieses Buch fand und es im Urlaub in der Badewanne lesen durfte.
Schon ein Mal durfte ich ein so tolles „Parfumbuch“ lesen und war total gespannt, wie Sophie Bonnet das ganze umsetzt. Sie hat ein unheimliches Wissen über die Materie und muss sich intensiv damit auseinandergesetzt haben. Mir gefiel vor allem der Lokalkolorit und die Charaktere mitsamt den ganzen Geheimnissen, die Pierre Durand ans Tageslicht bringt. Besonders interessant ist, wie sich sein berufliches Leben weiter gestaltet, denn das blieb am Ende offen und Pierre scheint darüber sehr zufrieden zu sein.
Ich wusste ja schon, dass Grasse mal die Hauptstadt der Parfumhersteller „war“, aber dass sie so enorme Probleme haben und dass soviel synthetisches Zeug in Parfums drin ist, hätte ich nicht wirklich gedacht. Aber wohl geahnt, ich mag Düfte, aber Parfums mag ich in der Regel gar nicht. Von daher gefiel mir die Beschreibung der Düfte in diesem Buch sehr. Die Provence besteht ja auch aus so vielen Düften. Aber das mit den Billiglohnländern, das rüttelt mich schon auf und macht mich traurig.
Irgendwie hab ich keine Ahnung gehabt, wer der Mörder ist und war dann sehr überrascht. Aber eigentlich konnte es niemand anderes sein.
Ich kenne bzw. hab noch nicht alle anderen Bände gelesen. Insgesamt gibt es ja 7 Bände. Diesen Band kann man ohne jegliche Vorkenntnisse lesen.
Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Ein sehr spannender, aufwühlender und herrlich duftender Krimi mit megaviel Lokalkolorit. 5 Sterne und eine Empfehlung.
- Anna Ruhe
Die Duftapotheke (4). Das Turnier der tausend Talente
(67)Aktuelle Rezension von: JuliesBookhismusIch finde es so schön, das Dan endlich dabei ist und Luzie an die Hand nimmt und ausbildet.
Über die neuen Charaktere habe ich mich auch gefreut, wobei ich bei einem ein gaaanz
mieses Bauchgefühl hatte von Anfang an. Elodie treffen wir hier auch schon wieder und auch
die nervige Baronin.
Die Geschichte hat mir außerordentlich gut gefallen. Diesmal geht’s hier etwas mehr rund,
Eifersucht spielt eine Rolle und die kleine Lovestory kommt auch weiter voran, wenn auch
eher im Hintergrund.
Es hat mir sehr gut gefallen, die Sprecher waren wieder herausragend und die Action, die hier
zutage tritt, kann sich ebenfalls sehen lassen. Bin gespannt auf den fünften Teil.
- Tania Krätschmar
Nora und die Novemberrosen
(52)Aktuelle Rezension von: Hope66Dieses Buch fand ich in einem Bücherschrank. Ich entschied es zu lesen weil ich Rosen-Fan bin. Die ersten Seiten tat ich mich etwas schwer beim Lesen doch dann nahm ich jeden Tag von Montag bis Freitag das Buch zur Hand im zu erfahren wie es weitergeht und wollte ja auch wissen wie es endet. Ich kam gar nicht mehr davon los. Die Protagonisten waren mir sehr vertraut. Ich kam mir vor als wäre ich selber mit dem dabei. Hätte gerne in der Gärtnerei geholfen. Ich habe wie Charlie auch mal auf dem Friedhof gearbeitet. Fanny gefiel mir auch die Rolle ich war als Kind fast genauso wie sie. Habe auch gerne gemalt und gebastelt. Ich sah bunte Bilder im Kopf ablaufen, fast einen ganzen Film. Für Garten Freunde gut zu empfehlen und auch für Rosen-Fans. Ihr werdet gut unterhalten. Ich hatte jedenfalls eine schöne Woche.
- Anni Ninn
Der Duft von Papier und Zitronen
(26)Aktuelle Rezension von: Angelina_HoffmannElsa übernimmt die Druckerei ihres Vaters, diese ist hoch verschuldet und die Bewohner des Dorfes sind auch nicht über ihre Rückkehr begeistert. Auch macht es ihre Jugendliebe nicht leicht, sich wieder heimisch zu fühlen.
Aber Elsa stellt sich allen Herausforderungen und wächst ihnen.
Mir hat der Roman gut fallen, der Ort Santa Mara wird schön beschrieben, vor allem der Teil, wo sich die Druckerei befindet.
Eine kleine Auszeit vom Alltag für die Seele.
- Kira Licht
Lovely Curse - Erbin der Finsternis
(310)Aktuelle Rezension von: marenwltDas Buch an sich fand ich nicht schlecht und die Story ist auch spannend, ich glaube aber ich bin nicht (mehr) ganz die richtige Zielgruppe.
Ich hatte mir eine Welt mit magischen Wesen, Magie, Spannung und Geheimnissen gewünscht - der erste Band führt aber sehr langsam in die Geschehnisse ein. Das Erzähltempo könne für meinen Geschmack definitiv deutlich schneller sein. Es gibt einige Längen und einige Situationen, die es mMn für die Story nicht braucht. Dennoch hat mich interessiert, wie es weitergeht und wann der eigentliche Fantsasyteil beginnt. Das ist tatsächlich erst kurz vor Ende und kam für mich ein bisschen „aus dem nichts“, weil der Kontext einfach fehlt. Ich hoffe sehr, dass der 2. Teil da noch etwas Abhilfe schafft und es „nur“ als Cliffhanger gedacht war.
Der größte Punkt allerdings, mit dem ich gehadert habe, ist das Verhalten der verschiedenen Charaktere. Ich lese normalerweise keine Bücher mehr, in denen die Protagonist*innen nicht mindestens 18, eher älter sind und ich weiß jetzt leider auch wieder ganz genau warum. Das ist aber einfach persönlicher Geschmack - ich mag „Teenie-Getue“ einfach nicht mehr.
Was ich aber gut finde, ist der Schreibstil. Er ist zwar nicht super komplex oder ausschmückend, aber genau das sorgt dafür, dass sich das Buch fix und flüssig weg snacken lässt. Ich kann mir gut vorstellen, dass vor allem eine jüngere Zeilgruppe und Fantasy-Anfänger*innen Spaß mit dem Buch haben!
- Patrick Süskind
Das Parfum
(62)Aktuelle Rezension von: Buchsucht_deParis, 1738. Auf dem stinkenden Friedhof des Cimetière des Innocents wird Jean-Baptiste Grenouille geboren – ein Mensch, der selbst keinen Eigengeruch besitzt, aber mit einer übermenschlichen Nase ausgestattet ist. Er kann jeden Geruch der Welt erkennen, analysieren und nachstellen. Was nach einem absonderlichen Talent klingt, wird zu Grenouilles Obsession: Er will den vollkommensten Duft der Welt schaffen. Doch dieser Duft existiert nur in den Körpern junger, unschuldiger Frauen. Grenouilles Suche nach dem ultimativen Parfum führt ihn durch das Frankreich des 18. Jahrhunderts – vom Schlachtviertel von Paris über die Lavendelfelder der Provence bis nach Grasse, der Hauptstadt der Parfümerie. Und sie macht ihn zu einem der ungewöhnlichsten Mörder, die die deutsche Literatur je hervorgebracht hat.
Süskinds Sprache ist das Herzstück dieses Buches. Er schreibt mit einer Bildgewalt, die ihresgleichen sucht, und schafft das fast Unmögliche: Er macht Gerüche lesbar. Seine Beschreibungen des Pariser Schlachtviertels von 1738 sind so dicht und so körperlich, dass man beim Lesen tatsächlich zurückzuckt. Wenn er die Mischung aus Mist, verbranntem Horn, Pferdeschweiß und ranzigem Fett auf den Markt bringt, riecht man es auf der Seite. Diese sprachliche Meisterschaft ist es, die das Buch in den Rang eines Klassikers gehoben hat. Süskind beherrscht den literarisch-historischen Ton ebenso wie ironische Distanz – sein Erzähler kommentiert das Geschehen mit einer leicht süffisanten Allwissenheit, die an die großen Romane des 18. Jahrhunderts erinnert und dem düsteren Stoff einen besonderen Reiz verleiht.
Grenouille ist eine der faszinierendsten Figuren der deutschen Nachkriegsliteratur. Süskind erzählt seine Geschichte ohne moralische Zeigefinger, fast distanziert, und genau das macht die Figur so beklemmend. Grenouille ist kein Bösewicht im klassischen Sinne. Er ist ein Außenseiter, ein Genie, ein Monster und ein Opfer zugleich. Was mich besonders gepackt hat: Süskind macht keine Anstalten, uns Sympathie für Grenouille aufzudrängen. Er beschreibt ihn so, wie er ist – körperlich abstoßend, sozial inkompatibel, emotional leer. Trotzdem entwickelt man beim Lesen eine seltsame Faszination für diese Figur. Das ist erzählerisches Können auf höchstem Niveau.
Süskind hat akribisch recherchiert. Das Frankreich des 18. Jahrhunderts mit seinen Gerüchen, Berufen, sozialen Hierarchien und Lebenswelten entsteht so plastisch, dass man beim Lesen das Gefühl hat, durch die Gassen zu wandern. Das Gerberviertel mit seinen ätzenden Lohebrunnen, die Parfümerie-Werkstatt von Baldini, die Lavendel-Destillationen in Grasse – jeder Schauplatz ist sinnlich erfahrbar. Besonders gelungen: das technische Wissen über Parfümerie. Süskind erklärt das Mazerieren, die Enfleurage, die Destillation, ohne dass es belehrend wird. Wer das Buch gelesen hat, hat nebenbei einen kleinen Crashkurs in historischer Parfümerie absolviert. Das ist Recherche, die im Erzählfluss aufgeht, statt ihn zu bremsen.
Hier liegt für mich der einzige nennenswerte Schwachpunkt: das Pacing. Das Buch ist in vier Teile gegliedert, und der dritte Teil – Grenouilles siebenjähriger Aufenthalt in einer Berghöhle – zieht sich. Süskind nutzt diese Phase für tiefgehende psychologische und fast schon mystische Passagen, die einigen Leser:innen sicher gefallen, mich aber stellenweise aus dem Erzählfluss gerissen haben. Das Finale in Grasse mit dem berühmten Schlussbild ist dann allerdings absolut grandios. Eine der schockierendsten und gleichzeitig poetischsten Szenen, die ich in der deutschen Literatur gelesen habe. Wer durch die Längen kommt, wird mit einem der stärksten Romanenden überhaupt belohnt.
Tom Tykwer hat 2006 mit Ben Whishaw als Grenouille eine erstaunlich gelungene Verfilmung abgeliefert – und ich finde, sie ist eine ehrliche Empfehlung. Whishaw verkörpert den Außenseiter Grenouille mit einer Mischung aus Verletzlichkeit und Verstörung, die der Romanvorlage erstaunlich gerecht wird. Die Bildsprache des Films, die Atmosphäre der Pariser Gassen, die Schlussszene in Grasse – Tykwer hat geschafft, was als unverfilmbar galt. Trotzdem fehlt dem Film das, was das Buch unverzichtbar macht: Süskinds Sprache. Der Erzählerkommentar, die ironische Distanz, die feine sprachliche Bildhaftigkeit – das alles bleibt im Roman einzigartig. Wer den Film gesehen hat und denkt, er kennt die Geschichte, kennt eigentlich nur die Hälfte. Klare Empfehlung: Buch lesen, dann nochmal Film schauen.
Mein Fazit: „Das Parfum“ ist zu Recht ein Klassiker. Patrick Süskind beherrscht das, was nur ganz wenige deutsche Autoren der Gegenwart auf diesem Niveau können: Er macht Sprache zur Sinneserfahrung. Wer Literatur liebt, sollte dieses Buch mindestens einmal im Leben gelesen haben, allein wegen der Sprachgewalt. Ein Stern Abzug für die Längen im dritten Teil und den manchmal zu distanzierten Ton. Ansonsten klare Empfehlung für ein Buch, das selbst nach 40 Jahren nichts von seiner Wirkung verloren hat.
Empfehlenswert für alle, die anspruchsvolle Literatur mit historischer Tiefe lieben. Für Fans von atmosphärischen Romanen wie „Der Name der Rose“ von Umberto Eco oder „Schlafes Bruder“ von Robert Schneider. Auch ein perfektes Geschenk für Literaturfans und ein guter Einstieg in die deutsche Gegenwartsliteratur. Wer den Film mochte, sollte das Buch unbedingt lesen. Eher nichts für Leser:innen, die schnell konsumierbare Unterhaltung suchen, mit moralisch ambivalenten und distanziert erzählten Figuren nichts anfangen können oder bei detaillierten Beschreibungen von Tod, Leichen und körperlichem Verfall empfindlich reagieren.
- Ulrike Sosnitza
Novemberschokolade
(107)Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis„Mein Traum. Es war ein Risiko gewesen von Anfang an, aber ich wollte so gern meine eigenen Pralinen entwickeln, die Menschen mit ihnen verführen.“ (Seite 161)
Lea Winters Chocolaterie steht vor dem Aus. Trotz oder wegen ihres Ideenreichtums steckt sie tief in roten Zahlen. Lea ist mit Miete für Geschäft, Wohnung sowie die Rechnungen im Rückstand. Bald kann sie die Gehälter für ihre Mitarbeiterinnen nicht mehr zahlen, was so knapp vor Weihnachten besonders dramatisch ist.
Als sie im Altpapier einen Flyer entdeckt, in dem die Schwanen-Hotels einen Wettbewerb um eine neue Praline ausloben, schöpft sie neue Hoffnung und will teilnehmen.
Davor muss sie aber noch ihren privaten Problemen nachgehen. Interessant ist die Geschichte ihrer Eltern. Die Mutter verschwindet, als Lea ein Kleinkind ist und der Vater, ein weltmeisterlicher Chocolatier, stirbt bei einem Unfall. Jetzt, wo sie ein Bild ihrer Mutter in einer Fachzeitschrift gesehen hat, will sie Antworten auf lange ungefragte Fragen. Pikant ist, dass die Mutter nun für den ärgsten Konkurrenten ihres toten Ehemanns arbeitet.
Welche Geheimnisse verbirgt die Frau? Und wird Lea ihr Geschäft behalten können?
Meine Meinung:
Das Lesen dieses Romans schiebe ich von einem Jahr ins andere. Doch nun passt es gerade: Es ist November und ich habe die ersten Pralinen, die ich zu Weihnachten verschenken werde, angefertigt. Meine können sich zwar nicht mit denen von Lea nicht messen, aber köstlich sind sie dennoch. Die Schilderung des kreativen Prozesses hat bei mir das Interesse am „Schokoladisieren“ wieder geweckt.
Lea wirkt auf mit trotz ihre 31 Jahre ein wenig naiv. Sie kümmert sich zwar um die Herstellung von ausgefallenen Pralinen, aber von Buchhaltung und Businessplan hat sie wenig bis keine Ahnung. Ich kenne eine junge Frau, die ebenfalls Pralinen und Konfekt herstellt, sich aber keine Angestellten leisten kann. Miete und Zutaten verschlingen derzeit noch den größten Teil des Umsatzes. Auch das Finanzamt nascht hier kräftig mit.
Nun gut, es geht ja hier in diesem Roman nicht ausschließlich um Tatsachen, sondern um enttäuschte Hoffnungen, Geheimnisse der Vergangenheit, Freundschaft sowie Vertrauen und natürlich Liebe.
Die Charaktere sind recht gut herausgearbeitet. Obwohl Lea ein wenig unbedarft erscheint, ist sie eine Kämpferin. Sehr interessant ist ihr feiner Geruchssinn, der ihr bei der Herstellung von ihren Pralinen hilft. Gleichzeitig ist ihre feine Nase allerdings auch ein wenig problematisch, da sie mit Gerüchen auch Menschen und Ereignisse assoziiert.
Ihre Mutter Anne ist eine eher unsympathisch wirkende Frau, die ihre Umwelt manipuliert.
Die Geschichte selbst ist leicht und locker zu lesen. Die Leser erhalten Einblick in das Leben einer Chocolatière. Sehr interessant sind die Schilderungen über die Herstellung von handgearbeiteten Pralinen und Schokoladetrüffeln. Es hat sich jedenfalls gelohnt, diesen Roman zu lesen.
Fazit:
Dieses Buch ist genau das richtige für trübe Novembertage. Man muss ja nicht unbedingt Pralinen herstellen, essen und genießen tut es ja auch. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.
- Gabriele Diechler
Lavendelträume
(47)Aktuelle Rezension von: Das_LesedingInhalt:
Julia findet nach dem Unfalltod ihrer Mutter einen geheimen Liebesbrief, welcher aus Südfrankreich stammt – genau daher, wo auch das Lieblingsparfüm ihrer Mutter herkommt. Julia reist an diesen malerischen Ort und lernt dort den Sohn des Parfümeurs kennen …Stil:
Andine Pfrepper liegt mir von der Stimmlage nicht sonderlich. Ich konnte mich nicht entscheiden, auf welche Geschwindigkeit ich das Hörbuch einstellen soll, damit es geht. Das schlimmste aber war, der Unfalltod von Julias Mutter ACHTUNG SPOILER ein selbstgemachtes Elend! Sie telefoniert während der Autofahrt ohne Freisprecheinrichtung, verursacht einen Unfall und Ende. SPOILER ENDE. Die Ausdrucksweise hat mir auch nicht zugesagt, viel zu schmalzig, zu langsam und zu blumig. Aufgrund der genannten Punkte und der wiederkehrenden Beschreibungen der Szenerie habe ich das Hörbuch dann nach den ersten 2 Stunden abgebrochen.Meine Entscheidung beruht darauf:
ACHTUNG SPOILER
Ein Telefonat nie so wichtig sein kann, dass es während einer Autofahrt geführt werden muss und dann auch noch OHNE Freisprecheinrichtung.
Dass kein Wort über eventuelle Unfallbeteiligte verloren wurde – wenn es keine gibt, schön, aber wenn, dann hätte die Mutter auch noch Menschenleben auf dem Gewissen. Ich gehe dennoch vom ersten Szenario aus, damit meine Seele Frieden hat.
Julia diejenige war, welche mit ihrer Mutter zum Unfallzeitpunkt telefoniert hat und sich anscheinend auch dabei nichts gedacht hat.
SPOILER ENDE
Die Geschichte an sich absolut vorhersehbar ist.Charaktere:‘
Alle weichgespült und nicht gefestigt. Sie handeln so, wie es der Handlung gerade passt.Cover:
Das Cover gefällt mir sehr gut, es passt zum Titel.Fazit:
Eine Handlung zum Aufregen! Daher vergebe ich nur einen Stern und spreche nur eine Leseempfehlung an Leser/Hörer aus, welche tragische Liebesgeschichte ohne Tiefgang mögen. - Birgit Jasmund
Der Duft des Teufels
(41)Aktuelle Rezension von: Siko71Die junge Wittwe Katharina gerät in Verdacht mit dem Teufel im Packt zu stehen und wird als "Hexe" verfolgt. Ihr Geliebter Daniel glaubt an ihre Unschuld und versucht sie aus den Fängen des herrschsüchtigen Domenikaner Mönchs Martin und dessen Gehilfen den Weber Fritz Haan zu befreien. Daniel bekommt Hilfe vom Kramer und Parfümeur Giovanni Paolo Feminis, der nach dem perfekten Aqua mirabilis forscht.
Ein spannender und zugleich interessanter historischer Roman über die Erfindung des "Kölnisch Wasser". Man liest in diesem Roman wieder, wie schnell sich die Menschen beeinflussen lassen ohne die Hinergründe zu erfragen. In diesem Buch ist es die Kirche, die den Menschen den Teufel und seine Machenschaften näher bringt.Mir hat dieses ein sehr schönes Lesevergnügen bereitet und daher volle Punkte.
- Katharina Herzog
Wie Träume im Sommerwind
(180)Aktuelle Rezension von: LyjanaCover
Dieses Cover gefällt mir richtig gut! Ich liebe die eher seichte Farbwahl, die vielen Details, die wundervoll zum Inhalt passen und Gesamtbild stimmig vervollständigen.
Meine Meinung
Da ich gerade mal wieder Lust auf Liebesromane habe, bin ich beim Stöbern in meinem Stapel ungelesener Bücher über dieses Buch gestolpert. Ich habe es bereits vor einer ganzen Weile zufällig als Mängelexemplar gekauft, weil ich den Inhalt ansprechend fand und das Cover ganz hübsch war. Bisher kannte ich noch kein Buch dieser Autorin und bin – jetzt nach Beenden – unentschlossen, ob ich zukünftig erneut ein Buch von Katharina Herzog lesen würde.
Ich glaube, mein größtes Problem mit dieser Geschichte war die Erzählweise als solche. Inhaltich bringt „Wie Träume im Sommerwind“ die richtigen Elemente dafür mit mich überzeugen zu können, doch umgesetzt liest es sich leider sehr oberflächlich und auf Gedanken und Gefühle der Protagonisten wird relativ wenig eingegangen. Es gab Momente, die wundervoll dazu gedient hätten Tiefgang und Emotionalität hervorzurufen, doch diese verstreichen so schnell, bekommen so wenig Zeit sich zu entfalten und bleiben vergleichsweise flach, dass es mir das Herz bricht. Im Grunde genommen gab es nur einen einzigen Moment, ganz am Ende, den ich persönlich gefühlt habe, was für über 300 Seiten schlichtweg zu wenig ist.
Allerdings kann ich ebenso zugeben, dass ich die Sichtwechsel zwischen der gegenwärtigen Emilia und der vergangenen Clara schön gewählt und vom emotionalen Aspekt einmal abgesehen gerne gemocht habe. Auch, dass die Informationen, Claras Vergangenheit in England betreffend, erst nach und nach gelüftet wurden wurde toll umgesetzt und sorgte durchaus für einen kleinen Spannungsaufbau.
Emilia per se als Protagonistin war ganz in Ordnung. Ich konnte ihre Beweggründe verstehen, allerdings fehlte es mir – wie bereits an anderer Stelle angesprochen – durchgängig der Tiefgang. Auch was die emotionale Bandbreite ihres Charakters betrifft, bin ich ziemlich enttäuscht worden. Was eigentlich auch alle anderen (Neben-)Charaktere betrifft.
Auch die im Klapptext bereits angekündigte Beziehung zwischen ihr und Josh wirkt bis zur allerletzten Seite furchtbar blass und hölzern. Es mangelt an Überzeugungskraft, an ehrlichen Momenten und Gesprächen, um beide besser kennenzulernen.
Für Zwischendurch und wenn man ohne hohe Erwartungen an dieses Buch herangeht, wird man vermutlich nicht enttäuscht werden. Ich für meinen Teil hab mehr erwartet, als mir letztlich geboten wurde.
Fazit
Ein schöner, leider wenig tiefgehender Liebesroman, der sich perfekt für Zwischendurch eignet.
Von mir gibt es 3 von 5 Sternen.
- Gabriella Engelmann
Wildrosensommer
(14)Aktuelle Rezension von: Petra_MayerDas Hörbuch habe ich von meiner lieben Schwester geschenkt bekommen - was für ein schönes Geschenk. Eine superschöne Familiengeschichte mit schönen und traurigen Momenten die wundervoll beschrieben wurden.
gekürzte Lesung - 5 CDs - 348 Minuten - 181 Tracks
Inhalt:
Ein Hausboot in einem Bildband weckt in Aurelia die Sehnsucht nach einem idyllischen Zuhause, denn seit dem plötzlichen Verschwinden ihres Mannes Nic fühlt sich die 42-jährige allein erziehende Mutter einsam und entwurzelt. Als sich wenig später die Gelegenheit ergibt, dieses Hausboot zu kaufen, sieht sie darin einen Wink des Schicksals und zieht schon wenige Wochen später mit ihren widerstrebenden Töchtern, Katze Molly und vielen Träumen im Gepäck von München vor die Tore Hamburgs. Für die gelernte Floristin sind die Vier- und Marschlande mit ihren Rosenhöfen, alten Bauernkaten, Deichen und zahllosen Gärten ein Paradies. Doch auch Rosen im Paradies haben ihre Dornen... - Pierre Martin
Madame le Commissaire und der tote Liebhaber
(66)Aktuelle Rezension von: JochenBenderLiest sich leicht, versprüht viel Flair der Provence. Mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen. Man erfährt wie Isabelle ihren neuen Liebhaber, den Maler Nicolas, kennenlernt und was mit ihrem abgelegtem Liebhaber, dem Bürgermeister von Fragolin geschah. Dabei sollte man keine Ansprüche an den Kriminalfall stellen, sondern einfach die sanft dahinplätschernde Geschichte genießen.
- Julia Fischer
Die Galerie der Düfte
(62)Aktuelle Rezension von: iris_2Eine junge Apotheker-Tochter Johanna verfolgt ehrgeizig ihre Ziele und Träume. Eine Geschäftsreise, die einen langersehnten Wunsch endlich Wirklichkeit werden lassen soll - führt sie schließlich nach Florenz - die Stadt der tausend Düfte. Dort begegnet sie zwei Brüdern, die sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Luca - der Rationale; Sandro - der Kreative. Beide zeigen Interesse an Johanna - jeder auf seine Art. Doch für wen schlägt ihr Herz? Nach etlichen Irrungen und Wirrungen kombiniert mit den erlesensten Düften trifft sie schließlich eine Entscheidung.
Zunächst ein großes Lob an die Autorin: der Schreibstil ist einfach großartig. Die zahlreichen Adjektive und ausschmückenden Redewendungen ermöglichen tiefe Einblicke in die Gefühlswelt der handelnden Personen. Großen Respekt auch an die genauen Beschreibungen der Kosmetikherstellungen und jene der Düfte...
Ich persönlich habe mich nicht nur in die Haupthandlung verliebt sondern vor allem in das Umfeld: die Düfte, die Sternwarte, die Herstellung verschiedenster Produkte, Florenz und natürlich auch in die Hauptcharaktere. Die Handlung ist an manchen Stellen schon vorhersehbar - aber ist sie das nicht in allen Büchern? Gleichzeitig ist die Story dermaßen spannend und man beginnt als Leser zu zittern und hoff und bangt, ob alle ihr Glück finden. Es ist keine 0 8 15 Geschichte, wo man schon zu Beginn weiß, dass die "Traumfrau" mit dem Partner zusammenkommt, den sie zuerst gesehen hat - die zahlreichen Gefühlsverwirrungen, Abschiede etc. bringen eindeutig eine gewisse Spannung mit sich.
Das Buch hat mich berührt - mit tränenerfüllten Augen musste ich das Buch am Ende schließen (obwohl ich mir gewünscht hätte dass die Geschichte noch nicht endet!) Vor allem berührend war, dass jeder der handelnden Personen seinen persönlichen Wendepunkt erfahren hat - nach dem Motto "bis hierhin und nicht weiter" - dieser Neubeginn und vor allem die Ereignisse die dazu geführt haben.
Ich kann dieses Buch eindeutig weiterempfehlen. Vor allem an jene, die Romantik, ausschmückende Beschreibungen, Düfte und Pflanzen lieben
- Rachel Joyce
Ein ferner Duft wie von Zitronen
(13)Aktuelle Rezension von: NelebooksInhalt: "Binny hat noch genau fünf Stunden Zeit, um alles für die Festtage vorzubereiten. Sie fühlt sich ganz und gar nicht weihnachtlich: Es regnet Bindfäden, ihr Haus fällt auseinander, und die Stadt ist völlig überfüllt. Und das ist alles, alles nur Olivers Schuld. Um nicht auch noch Smalltalk mit einer Bekannten machen zu müssen, flieht Binny in einen Laden, den sie normalerweise nie betreten würde. Und findet dort einen ganz unerwarteten Ort voll Frieden, Trost und Freundlichkeit – eingehüllt in einen Hauch von Zitronenduft."
Sprecherin: Die Sprecherin hat eine angenehme Stimme und ich habe ihr gerne zugehört. Gerne werde ich daher auch wieder etwas von ihr hören.
Cover: Das Cover finde ich ansprechend. Es ist harmonisch und zur Jahreszeit passend gewählt. Der Titel passt gut zum Inhalt, doch ich finde, das Cover hätte nicht nur zur Jahreszeit passen können, sondern mehr noch zum Inhalt bzw. Titel. Aber das stört natürlich nicht.
Meinung: Ich habe gut in die Geschichte hinein gefunden. Leider konnte ich die ganze Zeit über nicht wirklich mit Binny warm werden - sie war mir weder sehr sympathisch noch konnte ich mich gut in sie hineinversetzen. Auch Oliver ist mir gar nicht sympathisch. Die Verkäuferin scheint sehr nett zu sein, aber dennoch hatte ich nicht unbedingt Interesse daran, sie genauer kennen zu lernen. Also habe ich die Charaktere in dieser kurzen Geschichte nicht unbedingt super gerne begleitet. Die Geschichte selbst hat zwar Inhalt, aber nicht gerade einen, der mich in Weihnachtsstimmung oder gute Laune bringt. Es ist schön, dass sich die Protagonistin in dieser Geschichte am Ende weiterentwickelt, was jedoch sehr kurz gehalten wird - ich finde gerade das interessant, bei der Veränderung dabei zu sein.
Alles in allem keine schlechte Geschichte, aber eben auch keine, die einen in Weihnachtsstimmung versetzt, was ich aber von der Geschichte erwartet hatte.























