Bücher mit dem Tag "duisburg"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "duisburg" gekennzeichnet haben.

66 Bücher

  1. Cover des Buches Glaube Liebe Tod (ISBN: 9783548288918)
    Peter Gallert

    Glaube Liebe Tod

     (162)
    Aktuelle Rezension von: Knipsi

    Ein ansprechendes Cover. Ein Mann steht auf einer Brücke. Durch das Gegenlicht sieht man ihn nur als Silhouette. Eine alte Metallbrücke sorgt für ein beklemmendes Gefühl. Mehrmals wird diese Brücke im Buch vorkommen. Auch nach dem Lesen weiß man nicht, wer die Person auf dem Cover sein soll, es wird mehrere Möglichkeiten der Interpretation geben. Der Titel ist kurz und prägnant. Die drei Wörter hallen lange nach. Schön ist der geprägte Druck. Dieser lässt das Taschenbuch gut in der Hand liegen.

    Schnell wird der Protagonist eingeführt. Die Anfangsszene ist überraschend und  überwältigte mich als Leser. Der Polizei-Seelsorger Martin Bauer ist ein toller Charakter. Und er handelt, wenn auch nicht so, wie man es sich vorstellt. Oft legt er sein Schicksal aggressiv in Gottes Hände. Der Tod eines Polizisten lässt ihn nicht los, zumal er ihn kurz vorher vom Suizid abhalten konnte. Die Verzweiflung in dessen zurückgelassener Familie ist greifbar. Besonders die des Teenagersohnes geht einem nahe. Er hat dadurch den vagen Halt der Familie verloren.

    Die Charaktere sind gut herausgearbeitet. Bauer ist als Seelsorger bei der Polizei nicht beliebt und aufgrund seiner Vorgehensweise kann man seine Vorgesetzten teils verstehen. Die ihn begleitende Polizei-Kollegin hat einen schweren Stand, da hier die Karriere auf dem Spiel steht. Die eigene Familie macht ebenfalls Probleme. Die Beziehung kriselt, da die Tochter zu einem G-7-Gipfel unterwegs ist und ihm seine Frau diesbezüglich Vorwürfe macht. Die Hinterbliebenen des toten Polizisten wollen auch schnell vergessen und lehnen seine Hilfe ab oder entziehen sich dieser.

    Die Kapitel sind kurz. Die Handlung wird dadurch schnell und abwechslungsreich. Das ist den Erzählsträngen auch angemessen. Der Zeitdruck lastet auf Bauer. Er wird überall gebraucht und kann doch nicht alles richten. Die Sprache ist dem Genre entsprechend, Milieu- und Jugendsprache inklusive. Die Orte sind gut beschrieben. Ich konnte mich immer dort wiederfinden.

    Das Ruhrgebiet ist dem Untergang preisgegeben. Die Bewohner am Scheideweg. Der Tod trifft einen Teenager in seinen Grundfesten. Bauer versucht, was in seiner Macht steht, um ihm zu helfen. Dabei tritt er so manchem auf die Füße und stößt einigen vor den Kopf. Er selbst ist immer im Zwiespalt und muss auf seinen Glauben vertrauen.

    Ein tolles Buch. Es gehört wahrlich in die „Edition Kopfkino“.

  2. Cover des Buches Tiefer denn die Hölle (ISBN: 9783548290355)
    Peter Gallert

    Tiefer denn die Hölle

     (129)
    Aktuelle Rezension von: StefanieFreigericht

    Der evangelische Polizeipfarrer Martin Bauer hatte sich etwas zu stark in die Polizeiarbeit eingemischt, mit Folgen (siehe Band 1). Jetzt will er den Ball flach halten, vor allem auch wegen seiner schwangeren Frau. Sein katholischer Amtskollege Monsignore Vaals entlastet ihn. Also ist auch Vaals derjenige, der gerufen wird, als ein Polizist mit Platzangst zu kämpfen hat, unter Tage bei einem frischen Leichenfund. Doch der Seelsorger bekommt beim Anblick der Leiche einen Herzinfarkt, und Bauer springt ein. Doch wessen hält sich Vaals für schuldig? Was war für fünfzehn Jahren, wer ist Josef Hartwig?  

    Bauer ermittelt in Vaals Vergangenheit. Gleichzeit kümmert sich Verena Dohr, die Leiterin des KK11, um die gefundene Leiche, die mit Honig übergossen war, nackt bis auf eine Socke, post mortem mit Schnitten versehen. Sie hat eigentlich gerade genug eigene Probleme, seit sie ihren koksenden Lebensgefährten Elmar in eine Suchtklinik genötigt hat, dazu ist nicht jeder Mitarbeiter auf ihrer Seite.

    Die Spuren führen fünfzehn Jahre zurück, zu einem Jungen, dessen Mutter verschwand, und zu einer Frau, die ins Wasser gegangen war. Gibt es hier Zusammenhänge?

    Och neee – schon wieder ein Buch, in dem ein mysteriöser und finsterer „ER“ die Chance erhält, seine Sicht der Dinge dem Leser nahezubringen. Mag ich nicht, ist mir zu gewollt und zu sehr Modeerscheinung. Dafür gefällt mir, wie es dem Autoren-Duo gelingt, mich auf einige falsche Fährten zu führen. Ich war völlig in der falschen Richtung unterwegs, und dazu gibt es ja noch eine weiter – Mist, das würde jetzt ein Spoiler. So einfach ist es nämlich nicht. Ich hatte mich immer gefragt, wie man das zu Zweit mit der Abstimmung beim Schreiben hinbekommt; hier hatte ich das Gefühl, die Sicht von Bauer bzw. Verena Dohr habe vermutlich jeweils ein Autor bearbeitet – so sehr empfand ich die Wechsel als von einer sehr eigenen Stimme gekennzeichnet. Was ich gar nicht mochte: einen Spruch in einem „Dohr-Kapitel“: „Dohr war weder getauft noch einem Kommunions- oder Konfirmationslehrer zur Indoktrination überlassen worden.“ Indoktrination? Wann hat das begonnen, dass sich über das Christentum so extrem herablassend und herabwürdigend geäußert wird in Büchern – und, vor allem in einem Buch mit einem Pfarrer als einer von zwei Hauptpersonen irgendwie widersinning. Und: ja, ich bin Christin. Ich mag so etwas aber über keine Religion, außer über Extremismus jeglicher Art.

    Dazu ist dieses ein weitere Buch mit einem einleitenden Kapitel, das arg viel verrät… ich hoffe fast, sowas schreiben die, die auch die Klappentexte verbrechen, so sinnlos sind beide (dann bleibt's bei meinem Feindbild und ich muss nicht auf die Autoren böse sein). Bitte, liebe Verlage, stoppt diese Macke. Top war, wie das verwoben ist, und sehr sehr spannend, mit mir hier zu viel „völlig gestört“. Insgesamt werde ich trotzdem Teil 3 lesen und dann entscheiden, ob ich bei der Reihe bleibe oder nicht. Im Moment mag ich die Reihe um Brandt und Erbay lieber.

    #1 https://www.lovelybooks.de/autor/Peter-Gallert/Glaube-Liebe-Tod-1400894951-w/rezension/1462411319/


    Im Moment gefällt mir eine andere Reihe der Autoren besser: 

    #1 https://www.lovelybooks.de/autor/Peter-Gallert/Kopfjagd-1237812193-w/rezension/2617609487/

  3. Cover des Buches Rapunzel, mein (ISBN: 9783548291758)
    Lars Schütz

    Rapunzel, mein

     (122)
    Aktuelle Rezension von: Elenchen_h

    Im Ruhrgebiet wird in einem Theater eine Leiche entdeckt: ein Mädchen wurde mit ihren eigenen langen blonden Haaren erdrosselt, beide Hände wurden abgetrennt. Die Abendvorstellung im Theater wäre "Rapunzel" gewesen. Die Fallanalytikerin Rabea Wyler fühlt sich schlagartig in die Vergangenheit zurückversetzt. Vor Jahren verschwand ihre kleine Schwester, alles was man von ihr fand war eine Hand. Hilfesuchend wendet sich Wyler an ihren suspendierten Chef Jan Grall und sie heften sich an die Versen eines Mörders, der sich als Marionette entpuppt...


    Auch der zweite Band der Reihe um die beiden Profiler Rabea Wyler und Jan Grall von Lars Schütz, "Rapunzel, mein", hat mir wieder sehr gut gefallen. Der Thriller ist spannend und rasant, spart aber auch nicht an viel Ermittlungsarbeit, sodass man als Leser*in viel miträtseln konnte. Dieses mal gab es mehrere Erzählstränge, die am Ende alle schlüssig zusammen gefunden haben.


    Interessant fand ich die Schauplätze: ein stillgelegter verwitterter Freizeitparkt im Märchenstil, die Ruine eines ausgebrannten Hospitzes und dann auch noch Ermittlungen sowohl in der Schweiz, als auch in Deutschland und am Ende sogar in Las Vegas - sehr gelungen! Die vielen Ortswechsel haben dem Thriller nochmals Tempo gegeben.


    Auch Wyler und Grall mag ich gerne. Die beiden Fallanalytiker*innen gehen mit ganz neuen und unkonventionellen Ansätzen an eine Ermittlung ran und haben ihre Eigenheiten, die sie sympathisch machen.


    Ab und an war mir das Buch etwas zu abgefahren und die Aspekte der Biker- und Drogenszene hätte ich persönlich nicht gebraucht. Das ist aber sicherlich Geschmackssache. 


    Ich vergebe 4 / 5 ⭐ und freue mich auf Band 3 📖.

  4. Cover des Buches Ostfriesengrab (ISBN: 9783596513024)
    Klaus-Peter Wolf

    Ostfriesengrab

     (217)
    Aktuelle Rezension von: KruemelGizmo

    Klappentext:

    Als Kommissarin Ann Kathrin Klaasen vor der weiblichen Leiche im Schlosspark Lütetsburg steht, erschrickt sie vor sich selbst. Denn sie erwischt sich bei dem Gedanken: Mein Gott, wie schön sie ist. Die Tote sieht aus wie ein Engel, der sich zwischen den Blüten der Rhododendrensträucher verfangen hat. Oder wie eine Eiskunstläuferin, die elfenhafte Sprünge vollzieht, um die Jury zu beeindrucken. Der Mörder hat sich viel Zeit gelassen, um die Leiche so zu präparieren und in dieser Stellung zu drapieren. Und er will Ann Kathrin damit etwas sagen …

     

    Ostfriesengrab ist der dritte Teil der Reihe um die Kommissarin Ann Kathrin Klaasen aus der Feder von Klaus-Peter Wolf.

     

    Meine Meinung:

    Ostfriesengrab war mein erstes Buch von dem Autor und auch wenn sich noch ein ungelesenes Buch in meinem Besitz befindet, weiß ich nicht ob ich es nach diesem Buch noch lesen möchte.

    Die Inszenierung der Opfer empfand ich noch sehr ungewöhnlich, aber das war auch leider das einzig herausragende für mich bei diesem Krimi.

    Ich weiß gar nicht was ich zu den einzelnen Protagonisten sagen soll. Jeder von ihnen hat eine eigne Baustelle, die neben wirklich unprofessionellem Verhalten im Job, bei denen Gesetze nur für andere gelten, das Buch sehr anstrengend macht und unglaubwürdig.

     

    Ann Kathrin Klaasen, der Hauptcharakter, hat sehr schwer an ihrem Trauma zu knabbern, dies drängt sich das ganze Buch immer wieder in den Vordergrund und lässt sie dadurch auch noch zu völlig unprofessionellem und gesetzeswidrigem Handeln verleiten. Ihr Kollege Weller fühlt sich ständig unzureichend, ob im Privatleben oder im Job und scheint ständig dauerunzufrieden. Auch er hat im Berufsleben seine Emotionen so überhaupt nicht im Griff, was bei mir nur noch ein genervtes und ungläubiges Kopfschütteln beim Lesen auslöste.

     

    Im Ganzen wirkt die Polizeiarbeit hier wirklich dilettantisch, ermittelt und verdächtigt wird nach Bauchgefühl, die Spurenlage scheint nicht wirklich wichtig zu sein. Gesetze gelten nur für die Bürger, Politzisten schreiben ihre eigenen und wenn, sind die Strafen für ihr Verhalten so unverhältnismäßig gering oder nicht vorhanden, das ich mich als Leser im Ganzen schon fast nicht mehr ernstgenommen fühlte.

     

    Mein Fazit:

    Interessante Morde, aber eine Polizeiarbeit und Charaktere, die ich nicht ernst nehmen konnte.

  5. Cover des Buches DANCE OR DIE (ISBN: 9783740808877)
    Jessika Westen

    DANCE OR DIE

     (43)
    Aktuelle Rezension von: geezie

    Eins meiner Highlights in diesem Jahr. Jeder weiß wie die Geschichte endet, aber dieses Buch ist wirklich emotional und sehr gut geschrieben. Wenn man beim Lesen Gänsehaut bekommt und einem die Tränen kommen .. 

  6. Cover des Buches Das schräge Haus (ISBN: 9783499000515)
    Susanne Bohne

    Das schräge Haus

     (34)
    Aktuelle Rezension von: Jessy1189

    In dem Roman „Das schräge Haus“ von Susanne Bohne geht es um Ella, die laut ihrer Großmutter Mina ein Haus mit einem schrägen Giebel und Fensterläden aus Mimosenblättern hat. Natürlich nicht in echt, sondern das Haus soll Ellas Charakter verkörpern. Mina kann nämlich die Häuser aller Menschen sehen. Eine Gabe, die Ella auch gern hätte, deshalb ist sie Psychotherapeutin geworden. Aber es will ihr einfach nicht gelingen, die Häuser ihrer Patienten zu sehen und den Giebel ihres eigenen Hauses wieder gerade zu rücken.

    Mich hat der Roman nach und nach in seinen Bann gezogen. Die Autorin hat eine wunderschöne bildhafte Sprache und skizziert ihre Figuren so lebendig, tiefgründig und authentisch, dass ich mich richtig in das Buch verliebt habe. Es werden so viele liebevolle Details beschrieben, die wie eine Art „Running Gag“ immer wieder im Buch auftauchen und dafür sorgen, dass man sich als Leser Zuhause fühlt. Am schönsten sind die vielen Vergleiche, die die Protagonistin immer wieder zieht und die oft urkomisch sind und oft nachdenklich stimmen.

    „Es kreiste immer auch ein bisschen Mitleid über dem Fondue oder über dem Osterbrunch oder über dem Adventskaffeekränzchen, wenn die alleinstehende Mitte- dreißig- Ella eingeladen war, die gar nicht so recht mitreden konnte. Das war genau so, als würde man dem Schäferhundzuchtverein beitreten und hätte nur ein Meerschweinchen an der Leine.“ 

    (Zitat Seite 225)

    Ich war richtig traurig, als das Buch zu Ende war und ich aus der sommerlichen Schrebergarten Idylle wieder in die Realität auftauchen musste. Und ich habe mir fest vorgenommen, das Buch im Sommer noch einmal zu lesen, weil es bestimmt noch einige Details zu entdecken gibt, die ich überlesen habe.

    Fazit: Leseempfehlung!

  7. Cover des Buches Alternativen (ISBN: 9783957711625)
    Leif Tewes

    Alternativen

     (25)
    Aktuelle Rezension von: abendsternchen

    Mir fällt es schwer die Rezension zu Alternativen zu schreiben. Ihr fragt euch warum? Weil das Thema des Buches der Realität entspricht. Einfach erschreckend.

    Ich wusste nicht so genau worauf ich mich bei diesem Buch einlassen würde, denn das Cover ist sehr schlicht gehalten und sagt halt nicht viel über den Inhalt des Buches aus. Dennoch ist dieses Cover genau passend zum Buch, einfach gehalten, denn es geht hier um den Inhalt und der Story zu Alternativen.

    Das Thema ist Rechtsradikalismus und es gibt sicher viele Bücher über das Thema. Daher war es umso erschreckender für mich wie nah das Thema doch geht. Sind es nicht auch solche Themen die immer wieder in den Nachrichten zu hören sind.

    Ich möchte eigentlich nicht auf den Inhalt eingehen, denn ich würde euch sagen lest es selbst und macht euch ein Bild davon.

    Der Autor hat es geschafft dieses Thema Rechtsradikalismus gut umzusetzen. Er zeigt auf wie einfach ein, hier im Buch, ein Mann in die falsche Szene geraten kann.

    In diesem Fall hatte Thomas, der Protagonist des Buches, Glück eine Freundin an seiner Seite zu haben die ihn versucht hat klar zu machen das die Menschen Hilfe brauchen. In dem Fall waren es, wie aktuell in unserem Land, Flüchtlinge.

    Thomas rückte ins Augenlicht der Polizei, denn es gab einen tödlichen Autounfall. Hier kommt der Kommissar Berg ins Bild, der die Ermittlungen übernommen hat. Wie ich mitbekommen habe, gibt es um den Kommissaren auch noch weitere Bücher. Die Story um Alternativen ist abgeschlossen und kann daher einfach gelesen werden.

    Der Schreibstil von Leif Tewes hatte mir gefallen. Das Buch ließ sich sehr gut lesen, berührte einen und ließ einen auch nachdenken. Aber auch schockte es einem etwas und stimmte auch ein wenig traurig. Alternativen schaffte es verschiedene Emotionen hervorzurufen. Auf jeden Fall regte es auch zum nachdenken an.

    Ich kann euch sagen lest dieses Buch. Es wird den Alltag nicht schaffen zu verbessern, aber vielleicht schafft es auch dich zum Nachdenken zu bringen.

  8. Cover des Buches Todestreue (ISBN: 9783548060385)
    Peter Gallert

    Todestreue

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Anni_Booklover



    Die Fakten:


    Titel: Todestreue


     

    Autor: Peter Gallert 


    Reihe:  

    Verlag: Ullstein 

    Seiten: 434


    Klappentext:

    „Ein emotionaler Fall für einen außergewöhnlichen Ermittler: Polizeiseelsorger Martin Bauer

    Auf einem Schrottplatz wird im Kofferraum eines Autos die Leiche einer jungen Frau gefunden. Misshandelt und brutal ermordet. Hauptkommissarin Verena Dohr und ihr Team übernehmen die Ermittlungen. Schnell fällt der Verdacht auf Leon Berger, einen jungen Mann, der gerade erst eine Haftstrafe abgesessen hat.
    Polizeiseelsorger Martin Bauer ist froh, dass er endlich nichts mehr mit Leichen und Mordfällen zu tun hat. Er ist in Elternzeit. Doch dieser Fall lässt ihm keine Ruhe. Als einziger ist er von Leons Unschuld überzeugt. Schon bald wird klar: Bauer ist Leons letzte Hoffnung. Und Leon hat Todesangst. 

    Rezension:


    Der Autor beschreibt seine Charaktere detailliert, so das sich der Leser sehr leicht in diese rein versetzen kann. Martin Bauer ist in sich etwas zerrissen er ist in Elternzeit aber die Gedanken an den Mordfall lassen ihn nicht los. Der Autor schafft es gekonnt die Ängste der Charaktere an den Leser zu vermitteln.

    Die Orte der Handlung werden bildhaft beschrieben, so das der Leser das Gefühl hat mitten in den Ermittlungen zu sein.

    Das Buch ist in sich logisch aufgebaut und die Geschichte ist von der ersten Seite an äußerst spannend geschrieben.



    Die Autorin lässt den Leser lange im Ungewissen warum die Morde passieren und wer dahinter steckt.

    Ich habe den Krimi verschlungen ich konnte nicht mit den Lesen aufhören ehe ich wusste wie es zu Ende geht. 


    Fazit:

    Ich kann das Buch allen Empfehlen die einen Spanneden Krimi suchen.

    Ich habe das Buch freundlicherweise vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen, dafür bedanke ich mich herzlich bei ihm. 

  9. Cover des Buches Candlelight Döner (ISBN: 9783548263670)
    Asli Sevindim

    Candlelight Döner

     (55)
    Aktuelle Rezension von: Die-Glimmerfeen
    Asli Sevindim nimmt uns mit ins Wohnzimmer ihrer türkischen Familie und ich bin ihr sehr dankbar, denn dort erwartet einen nicht nur das pure Leben, sondern auch selten sympathische Personen.
    Mit viel Humor wird hier das Leben einer Familie erzählt, die schon lange in Deutschland lebt. Alle drei Töchter sind in Deutschland groß geworden und dennoch ist es ein kleiner Kulturschock, als die Älteste sich ausgerechnet in eine Kartoffel (so nennen Türken die Deutschen - frisch aus dem Buch gelernt) verliebt. Asli will ihren Stefan heiraten, doch das freut die Familie gar nicht, denn vielleicht sieht er sie nur als exotisches kleines Betthupferl. So berichtet Asli von all den kleinen Schwierigkeiten die ihre Liebe überwinden musste, bis man gemeinsam Weihnachten feierte.
    Das Buch ist sehr warmherzig, voller Respekt für die Familie und dennoch aus einem ironischen Blickwinkel erzählt.
    Gern würde ich noch weitere Geschichten über die Familie Sevindim lesen, denn sie sind mir nach 222 Seiten ein wenig ans Herz gewachsen.
    Es ist sicherlich kein tiefschürfendes Buch, aber doch eine nette kleine Familiengeschichte durch die man nicht dümmer wird und die für ein ‚Verstehen‘ zwischen den Völkern führt.

    Positiv:
    - Witziger Schreibstil
    - Sympathische Charaktere
    - Man lernt die türkische Kultur ein wenig näher kennen

    Neutral:
    -

    Negativ:
    - Der Ausflug in die Türkei war sehr oberflächlich abgehandelt worden und mir fehlte ihr sonst so liebevoll humorvoller Blickwinkel

    Fazit: Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der Familiengeschichten mag, sich über einen heiteren Erzählstil freuen kann und einfach ein wenig mehr über die türkische Kultur wissen will.
  10. Cover des Buches Zigarren, Whisky und ein Mord (ISBN: 9783945195710)
    Mara Laue

    Zigarren, Whisky und ein Mord

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis
    In diesem zweiten Buch rund um den Duisburger Kommissar Piet van Dyck lässt ihn die Autorin nicht selbst ermitteln. Der Ermordete ist nämlich sein bester Freund Lennart und er hat ihn selbst zuletzt als Lebenden gesehen. Er muss aber den Fall wegen Befangenheit sofort abgeben. Immerhin darf er seine Kollegen ein wenig unterstützen.
    Man wirft dem Toten vor, dick im Drogengeschäft mit zu mischen.
    Das kann Piet nicht auf seinem toten Freund sitzen lassen. Um ihn zu rehabilitieren geht er, mit Billigung der Staatsanwaltschaft, einen Pakt mit dem Teufel – in Gestalt des russischen Bordellbesitzers
    Smirnow – ein.

    Wird es Piet van Dyck gelingen, den Mörder und den oder die Hintermänner zu fassen?

    Ansonsten verbringt er seine Tage recht missmutig und soll alte Kriminalfälle aufklären. Dass ihm das in einem Fall auch wirklich gelingt, macht ihn trotzdem nicht froh.

    Wie schon im ersten Band („Backe, backe Brot – und tot!“) lässt sich Piet von Frankie, der Inhaberin des Cafés „Lucullus Paradies“ mit köstlichen Speisen verwöhnen. Die beiliegenden Rezepte lassen sich gut nachkochen. Ich bin schon auf das Gelingen der hier beschriebenen Pralinen gespannt

    Wie wir es von Mara Laue gewöhnt sind, schreibt sie schnörkellos, kommt ohne viele Umwege zur Lösung. Mir gefällt diese Art Krimis zu schreiben. Schade finde ich es nur, dass sie so kurz sind.
  11. Cover des Buches Am Ende der Welt liegt Duisburg am Meer (ISBN: 9783942094856)
    Sascha Pranschke

    Am Ende der Welt liegt Duisburg am Meer

     (3)
    Aktuelle Rezension von: BettinaLausen

  12. Cover des Buches Ratz 1 (ISBN: 9783959578189)
    Moe Teratos

    Ratz 1

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Marina10

    Das Mordhaus – Moe Teratos


    Zum Autor:

    Moe Teratos schreibt seit mehreren Jahren Geschichten aus dem Horror- und Thrillergenre. Sie liebt es, fiktive Charaktere um ihr Überleben kämpfen zu lassen und den Leser damit zu unterhalten.

    Quelle: Amazon.de


    Zum Cover:

    Das Cover zeigt ein großes Messer mit mehreren Blutflecken, die deutlich herausstechen. Das Hintergrund ist weiß, der Titel in großen Buchstaben und schwarzer Schrift. Da es sich um einen recht blutigen Thriller handelt, passt das Cover natürlich bestens zum Inhalt.

    Coverkauf: Thrillerfans werden dieses Buch sicherlich in die Hand nehmen :-)


    Protagonisten:

    Tomas Ratz: Mitarbeiter in der Duisburger Mordkommission, hat bei einem Unfall seine Frau und seine Tochter verloren und hat dieses Erlebnis noch nicht richtig verarbeitet. Befindet sich deshalb noch in therapeutischer Behandlung.


    Diana Balke: Ist Tomas´Partnerin in der Mordkommission, hat gerade die Ausbildung beendet und ist noch recht unerfahren. Sie hat rote Haare und sieht unheimlich gut aus. Wird von Kollegen oft angebaggert


    Zum Inhalt:

    Eine Frau und ein Kind werden tot auf einem Spielplatz in Duisburg gefunden. Die Leichen sind schrecklich zugerichtet und bieten der eintreffenden Mordkommission einen grausamen Anblick. Der Ermittler Tomas Ratz und seine Partnerin Diana Balke begeben sich auf die Jagd nach dem Täter. Können sie ihn aufhalten, bevor er weitermordet? 

    Quelle: Amazon.de


    Meine Meinung:

    Der Plot der Story hat eine durchgehend spannende und gut durchdachte Linie. Es kommt zwischendurch keine Langeweile auf, denn ein Vorkommnis jagt das nächste. So wie auch die Polizei in den Fällen das Gefühl hat nicht hinterher zu kommen, so fühlte ich mich als Leser manchmal auch. Dies ist aber auf keinen Fall negativ gemeint, denn genau das hat mich an das Buch gefesselt und mich fast dazu gezwungen, es nicht aus der Hand zu legen. Der Thriller legt wirklich ein erstaunliches Tempo vor und man hat das Gefühl zwischendurch auch mal tief durchatmen zu müssen.

    Die Protagonisten an sich wirken für mich allerdings etwas langweilig und recht typisch. Abgehalfterter Polizist mit familiären Problemen mit einer hübschen, jungen Partnerin. Wirkt eigentlich nicht wirklich spannend, allerdings weist Tomas Ratz einen erstaunlichen Charakterzug auf. Er ist laufend in therapeutischer Behandlung und macht daraus auch kein Geheimnis, im Gegenteil. Sein bester Freund ist sein Therapeut, und auch bei seiner Kollegin Diana, sowie bei seinem Chef geht Tomas mit der Tatsache und den Ergebnissen aus der Therapie recht offen um.

    Diana finde ich anfangs etwas billig und nichtssagend, mit dem weiteren Verlauf des Buches wird sie allerdings deutlich offener und viel sympathischer.

    Die Mordfälle sind von der Autorin spannend konstruiert und sehr einfallsreich dargestellt. Klar denkt man auch hier, dass man nicht die Welt neu erfunden hat, dennoch ist alles stimmig und auf schlimme Art und Weise doch unterhaltend. Sie sind sehr bildlich beschrieben und man kann sich wirklich vorstellen, dass es dem ein oder anderen Polizisten da schon ordentlich den Magen dreht. Die Morde sind grausam verdeutlicht und haben einen deutlich psychologischen Hintergrund. Wer auf die eher blutigen Thriller steht, der kommt hier eindeutig auf seine Kosten.

    Ich habe mich gleich gut mit dem Buch zurecht gefunden und es konnte mich wirklich gut fesseln. Mir hat es gefallen die beiden Polizisten kennenzulernen, aber auch gedanklich zu helfen den Mörder zu finden und den Fall zu lösen. Und ich muss zugeben, auch wenn ich anfangs gleich den richtigen Verdacht hatte, hab ich diesen während des Lesens mehrfach wieder verworfen.


    Mein Fazit:

    Eine gute Leistung im Bereich der Thriller. Für einen Serienauftakt wirklich gut gemacht, da nimmt man den nächsten Teil doch gerne zur Hand!

    Ich vergebe 4 Sterne für eine gute Unterhaltung mit ordentlich Blut und jeder Menge Thrill!


    Marina Sharma

  13. Cover des Buches Der Himmel so rot (ISBN: 9783897414433)
    Marion Feldhausen

    Der Himmel so rot

     (12)
    Aktuelle Rezension von: le_petit_renard

    Inhalt: 

    Hauptkommissarin Sofia Barucchi, Deutschitalienerin, übernimmt die Ermittlungen in einem Fall der bis ins Jahr 1944 zurück reicht. Damals wurden in Norditalien ganze Dörfer ausgelöscht. 60 Jahre später findet ein Mann in Duisburg die Leiche einer Frau und informiert anonym die Poilzei. Bei ihren Ermittlungen gerät Sofia auf die Spuren ins rechte Millieu eines Motorradvereins.

    Meinung:

    Der lockere Schreibstil der Autorin gefällt mir gut. Die Geschichte ist spannend aufgebaut und man ist immer gespannt, was als nächstes kommen wird. Die Rückblenden bringen zudem hilfreiche Informationen um den Fall zu lösen. Was es mir persönlich etwas schwer gemacht hat, waren die zahlreichen Polizeiabkürzungen, dass dem Buch sicherlich Authentizät verleiht, einem unwissenden Leser allerdings die Zusammenhänge ein wenig erschwert.


    Fazit

    Durchweg ein sehr gutes Buch, das ich gerne gelesen habe. Allerdings muss ich sagen, dass dies kein Buch ist, an das ich mich in ein paar Monaten zurück erinnere. Den Anspruch muss natürlich auch nicht jedes Buch haben, aber daher nur die wirklich guten 4 von 5 Sternen. Empfehlen kann ich es durchaus.

  14. Cover des Buches Bestseller (ISBN: 9783837053319)
    Michael Bresser

    Bestseller

     (2)
    Aktuelle Rezension von: mickmagick
    Ich habe dieses Buch selber geschrieben, bin also nicht neutral. Inhalt: Zwei Freunde, ein Haufen Geld und ein skrupelloser Zuhälter...Der arbeitslose Szenegänger Horst Stengel träumt von einer literarischen Karriere. Damit könnte er auch seiner Ex Bea beweisen, was in ihm steckt. Doch wie lässt sich das verwirklichen?Eines Tages erhält er Post von einem Verlag in Offenburg. Die Verlegerin ist von seinem Buch von einem smarten Blutegel im Kampf gegen den erbarmungslosen Kapitalismus restlos begeistert. Knackpunkt: Er muss für die Veröffentlichung dreitausend Euro bezahlen.Ein irrwitziger Roadmovie durch die skurrilsten Situationen auf der Jagd nach der Romanfinanzierung nimmt seinen Lauf. Horst gerät in die Fänge von bibeltreuen Christen, Kaffeefahrern und eines skrupellosen Zuhälters. Wird er sein Ziel erreichen? Ich würde mich freuen, wenn Lovelybooks-Leser dieses Buch innerhalb einer Testleserunde besprechen würden. Exemplare stelle ich gerne zur Verfügung. Wer witzige und spannende Unterhaltung liebt, wird dieses Buch mögen. Liebe Grüße Michael
  15. Cover des Buches Herzlos (ISBN: 9783961740130)
    Werner Zapp

    Herzlos

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Asmodi

    Schluss mit lustig

    Eigentlich kennt man den Duisburger Autor Werner Zapp ja als Humoristen. Zwei Bände mit Kurzgeschichten hat er mit zwar oft bissigen, aber sehr witzigen Kurzgeschichten vorgelegt, jetzt aber schien bei ihm Schluss mit lustig zu sein. Mit seinem Romandebüt legte der gelernte Großhandelskaufmann und Betriebswirt einen echten Nailbiter hin. Ein bestialischer Doppelmord lässt es im Kopf des Sekundäropfers rundgehen und so ist das Werk denn auch ein enervierendes Psychodrama der heftigsten Sorte. Die Handlung ist phasenweise sehr blutig – speziell der Showdown hat es in sich –, es gibt ein paar falsche Fährten und die polizeiliche Ermittlungsarbeit ist fundiert beschrieben, aber die eigentliche Spannung zieht "Herzlos" aus dem Innenleben der von Pein zerfressenen Hauptfigur. 

    Ein düsterer Thriller um Leid, Trauer, Rache und fatale Fehleinschätzungen, der nicht nur den Freunden harter Krimis gefallen dürfte, sondern bei aller Grausamkeit auch feingeistige Leser befriedigt, die sich gern in zerklüftete Seelenwelten hineinversetzen lassen.

  16. Cover des Buches Paule Pizolka oder Eine Flucht durch Deutschland (ISBN: 9783407741158)
    Arnulf Zitelmann

    Paule Pizolka oder Eine Flucht durch Deutschland

     (29)
    Aktuelle Rezension von: Lauraaaa92
    1944 der 16 jährige Paule Piolka soll zur musterung eingezogen werden aber er haut an, den glaubt nicht an Hitlers Krieg. Er erlebt höhen und tiefen auf seiner Flucht durch ganz Deutschland. Er hätte bestimmt schon längst aufgegeben wenn da nicht seine Liebe zu Ulla wäre. Dieses Buch beschreibt gut wie der Alltag für einen Jungendlichen im Deutschen Reich war. Besonders gut beschrieben war die zeit die Paule im KZ Morigen verbrachte. Ein Buch nicht nur für Jugendliche.
  17. Cover des Buches Der wahre Schimanski (ISBN: 9783742301062)
    Heinz Sprenger

    Der wahre Schimanski

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Igelmanu66

    »Götz George hat in der Rolle des Horst Schimanski einen Ermittler der Kriminalpolizei dargestellt, der seine Arbeit mit Leib und Seele machte. Einen Mann, der vollkommen darauf fokussiert war, seine Fälle zu klären. Eine Person, die sich nicht zuletzt dadurch auszeichnete, dass sie einen absoluten Gerechtigkeitssinn besaß, und die sich infolgedessen auch über zahlreiche Dienstvorschriften hinwegsetzte.

    Überträgt man diese Grundmuster nun auf die Realität, dann wird man zu der Erkenntnis kommen, dass es in Deutschland zahlreiche Ermittler wie einen Horst Schimanski gibt. Diese Ermittler sind Leute, die mit ihren Fällen aufstehen und die mit diesen Fällen dann auch wieder in ihr Bett gehen.«

     

    Wenn Heinz Sprenger von „diesen Ermittlern“ spricht, dann meint er damit auch sich selbst. Denn dieses Buch – seine Erinnerungen an seine Dienstzeit – zeigt mehr als deutlich, wie in seinem Leben die Prioritäten gesetzt wurden.

    Heinz Sprenger blickt auf über 45 Jahre Ermittlertätigkeit zurück. Während dieser Zeit war er jahrzehntelang in leitender Funktion tätig und unter anderem an der Aufklärung der Duisburger Mafiamorde beteiligt.

     

    Als Anfang der 1980er Jahre Horst Schimanski frischen Wind in den Tatort brachte, wurde ich zu einem Fan der ersten Stunde. Zudem trennen mich nur wenige Minuten Weg von seinen „Jagdgründen“, die Gegend ist mir seit meiner Kindheit vertraut. Kein Wunder also, dass mich dieses Buch über einen realen Duisburger Kommissar magisch anzog!

     

    Heinz Sprenger erzählt aus seinem Leben als Ermittler, berichtet von Fällen, die sich ihm im Gedächtnis verankerten, die für ihn aus verschiedenen Gründen von besonderer Bedeutung waren. Dazu gehören natürlich seine Anfänge, besonders „populäre“ Fälle wie die Duisburger Mafia-Morde, Kannibalen, Serienmörder, die sogenannten „Ehrenmorde“ und natürlich Fälle ermordeter Kinder. An dieser Stelle merkt man übrigens dem professionellen Ermittler an, wie nahe ihm diese Schicksale gegangen sind! Er ist daher auch Mitbegründer des Kinderschutz-Vereins RISKID.

    Aber nicht nur Morde blieben ihm nachhaltig in Erinnerung, auch tragische Unglücksfälle, die er ebenfalls bearbeiten musste, haben ihren Platz im Buch. Zu den Opfern zählen hierbei – natürlich, leider – auch wieder Kinder. Furchtbar, was ein Ermittler da erleben und trotzdem dabei funktionieren muss!

     

    Bei den Schilderungen wird deutlich, mit welch enormem persönlichen Engagement die Ermittler bei der Sache sind. Jederzeitige Einsatzbereitschaft, am Wochenende, in der Freizeit, ist völlig normal. Der Beruf kommt immer an erster Stelle, Familie und Privatleben sind nachrangig.

    Auch bei der Arbeit selbst ist Flexibilität gefragt, wenn man zum Beispiel „mal eben“ ins Ausland fahren muss. Und Einfallsreichtum, wenn die Ermittlungen erfordern, dass man zeitweise in die Rolle eines Obdachlosen schlüpft oder die Aufsicht in einer Toilettenanlage übernimmt.

     

    Rund 1.200 „Leichensachen“ sind pro Jahr allein in Duisburg zu bearbeiten, natürlich (zum Glück) nicht alles Tötungsdelikte, aber genau das muss in jedem Fall erst einmal festgestellt werden. Und dann beginnt die eigentliche Arbeit, die sich manchmal über Jahre hinziehen kann und nicht immer zum Erfolg führt. Manche Fälle bleiben ungelöst, bei manchen reichen zum Beispiel die Beweismittel nicht aus. Diese werden immer wieder hervorgeholt, lassen den Ermittler – wie man hier sieht – einfach nicht los.

    Überhaupt hat mich die unglaubliche Geduld und Arbeitsintensität beeindruckt, mit der gearbeitet wird. Wie akribisch und extrem kleinteilig vorgegangen werden muss! Dafür muss man wirklich mit dem ganzen Herzen bei der Sache sein, sonst kann das nicht funktionieren. Die Schilderungen der schwierigen Ermittlungen im Rahmen der Mafia-Morde machen das ganz deutlich.

     

    Heinz Sprenger nimmt kein Blatt vor den Mund und kritisiert, was seiner Ansicht nach nicht richtig läuft. Ob es um schlechte internationale Zusammenarbeit oder um seiner Ansicht nach falsche Gerichtsurteile geht, der „absolute Gerechtigkeitssinn“, den er einleitend der Figur des Horst Schimanski zugeschrieben hat, blitzt immer wieder auf.

     

    Das Buch liest sich leicht und schnell. Wäre es ein Roman, würde ich den Stil als zu trocken kritisieren, zu diesem Buch aber passt er und betont im Gegenteil die Authentizität. Hier schreibt jemand, der sein Leben lang sachliche Berichte schreiben musste – das merkt man natürlich. Ein paar Dinge wirken auf mich unfreiwillig komisch. Musterbeispiel dafür ist das klassische „Tötungsdelikt zum Nachteil von…“ Ich weiß, dass dies nun mal der übliche Fachterminus ist, trotzdem muss ich jedes Mal grinsen, wenn ich ihn lese ;-)

     

    Leider wurde vieles nur kurz angerissen, Menge statt Ausführlichkeit. Abgesehen von den Mafia-Morden, denen ein größerer Umfang gewidmet wird, hat der Autor scheinbar mehr Wert darauf gelegt, dem Leser eine große Vielfalt an Fällen vorzustellen. Womöglich macht es auch einfach die Masse an Erinnerungen aus so vielen Dienstjahren, die ihn Schlag auf Schlag einen Fall nach dem anderen präsentieren lässt. Ich persönlich hätte aber von so manchen gerne mehr gelesen, die Hintergründe und Ermittlungen genauer mitverfolgt. Mir wäre es lieber gewesen, von weniger Fällen zu lesen und über die dafür mehr Infos zu erhalten. Und die weiteren Erinnerungen hätte er in ein zweites Buch verpacken können. Ich würde es sofort kaufen ;-)

     

    Fazit: Sachlicher und abwechslungsreicher Bericht über ein Leben voller Akribie und Arbeitseinsatz. Sehr beeindruckend! Wer aber einen flotten Krimi mit viel Action erwartet, ist hier falsch, denn so läuft der Polizeialltag nicht ab.

     

    »Wir konnten im Bereich Kalabrien 39 Mafiafamilien zählen, die entweder zusammenarbeiteten oder miteinander verfeindet waren. Darunter befanden sich diverse Personen, die nicht nur den gleichen Nachnamen, sondern auch noch identische Vornamen trugen. So gab es 46 Personen mit dem Namen Antonio Pelle und 71 mit dem Namen Francesco Giorgi, von denen auch noch drei am selben Tag geboren waren. Es ist sicherlich nachvollziehbar, dass so etwas die Ermittlungen nicht gerade erleichtert.«

  18. Cover des Buches Versteckte Gifte (ISBN: 9783954751006)
    Irene Scharenberg

    Versteckte Gifte

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Asmodi

    Es gibt nicht ganz so viele Regio-Krimis, die ohne lokalpatriotische Bezüge funktionieren. Die früher in Duisburg beheimatete, heute in Moers am Niederrhein lebende Autorin Irene Scharenberg aber hat es geschafft, mit ihren Romanen um den bärbeißigen Kommissar Pielkötter und seinem etwas schnöseligen Kollegen Barnowski die engen regionalen Grenzen hinter sich zu lassen.

    Das liegt zum einen daran, dass ihre Werke im Ruhrgebiet spielen, das sich ja bei allen Klischees über Bergbau, Schalke 04 und Currywurst nicht in ein Schema pressen lässt. Dieser Landstrich ist bekanntlich multikulturell geprägt und bietet somit eine ungeheure Vielfalt an Motiven, Kulissen, Gegensätzen, Typen und sprachlichen Skurrilitäten. Dies alles fängt Irene Scharenberg sehr schön ein, sie nutzt diese Spielmöglichkeit geschickt. Teil fünf der Reihe macht da keine Ausnahme. Zum anderen aber weiß die Autorin, wie man eine (Kriminal-)Geschichte erzählt und die Spannung hält. Das Ganze ist
    klar strukturiert, gut recherchiert, an den richtigen Stellen mit Humor
    angereichert und durchweg mit lebensechten Figuren bevölkert.

    "Versteckte Gifte" spielt vorwiegend im Duisburger Hafen. Dass die Großstadt an der Wedau mit ihren industriekulturellen Sehenswürdigkeiten und ihrer Bindegliedfunktion zwischen Rhein und Ruhr einen pittoresken Schauplatz für Kriminalgeschichten abgibt, weiß man spätestens seit Schimanski. Irene Scharenberg beschreibt den Großraum Duisburg und überhaupt den ganzen "Pott" überdies so, dass nicht nur Leute ihre Freude an den lokalen Eindrücken haben,  die sich in der Gegend auskennen – nämlich mit Liebe zum Detail, aber eben nicht so, dass es übertrieben oder gar aufgesetzt wirkt.

    Zum Inhalt soll hier nicht allzu viel verraten werden. Gerade bei Krimis sind Spoiler tödlich. Dass das Polizeibeamten-Duo einmal mehr auf Mörderjagd geht, ist klar. Ihre Ermittlungen führen die zwei Gesetzeshüter direkt ins Zentrum eines geharnischten Umweltskandals – im Herzland von Kohle und Stahl seit jeher ein brisantes Thema. Der Fall ist hübsch komplex und nach allen Regeln der Whodunit-Kunst aufbereitet. Damit nicht genug! Protagonist
    Pielkötter hat diesmal verstärkt mit privaten Problemen zu kämpfen. Zwar hat sich sein Verhältnis zu seinem gewöhnungsbedürftigen Kollegen Barnowski mittlerweile etwas entspannt, aber dafür läuft bei ihm in der Liebe einiges aus dem Ruder. Kurz gesagt: Die Freundin macht Zicken. Langeweile kommt also nicht auf.

    Und natürlich lebt auch dieser Roman wie seine Vorgänger von der Sprache. Wenn Irene Scharenberg in schönstem Ruhrgebietskauderwelsch herbertknebelt, bleibt kein Auge trocken!

  19. Cover des Buches 111 Orte im Ruhrgebiet die man gesehen haben muß (ISBN: 9783740813109)
  20. Cover des Buches Pestland (ISBN: 9783862821709)
    Lars-Erik Schütz

    Pestland

     (9)
    Aktuelle Rezension von: steffis-und-heikes-Lesezauber
    Inhalt Wir befinden uns im 14. Jahrhundert in Duisburg. Die Pest hat sich sehr ausgebreitet und verursacht Angst und Schrecken. Dadurch machen sich der ehemalige Tempelritter Lucien und der 16-jährige Simon auf den Weg in das karge Pestland, um ein Heilmittel zu finden. Auf dieser Reise merken die beiden, das das Land beinahe vollständig entvölkert wurde und sie müssen am eigenen Leib spüren, zu welchen Grausamkeiten die Menschen fähig sind. Aber nicht nur das, Lucien muß sich außerdem noch mit den Schatten seiner Vergangenheit auseinander setzen, denn die Häscher des Papest verfolgen in unwiderruflich. Leider sind dies nicht die einzigen Verfolger......
    Meinung Ich lese sehr gerne historische Romane und freute mich riesig, als ich die Anfrage von Herrn Schütz bekam, „Pestland“ zu lesen.
    Am Anfang tat ich mich etwas schwer, in die Geschichte hinein zu finden. Sie ist an manchen Stellen ziemlich verwirrend und verzwickt, aber mit der Zeit ging es dann. Der Schreibstil des Autors ist einfach, flüssig und sehr angenehm, man kommt ganz schnell voran und somit hatte ich auch keine Mühe, die 239 Seiten in sehr kurzer Zeit durch zu haben.
    Ein großes Lob für die Beschreibung der Orte und Kulissen. Mit sehr viel Liebe und detailgerechten Informationen wird man in der Geschichte mitgerissen. Man merkt, das Herr Schütz sehr genau recherchiert hat. Man erfährt viel über die Krankheit „Pest“, auch wie sie sich ausbreitet, und welche verheerenden folgen sie damals hatte. Auch die Protagonisten kommen sehr sympathisch rüber, Gefühle und Emotionen durften nicht fehlen.
    Das Ende war nicht so meins. Es war für mich zu schnell herbeigeführt und etwas unrealistisch verarbeitet. Bei mir blieben einige Fragen offen und es war einfach kein gelungener Abschluß. Für manche bestimmt gut, ich war etwas enttäuscht. Trotz alledem steckt in dem jungen Autor sehr viel Potenzial und ich hoffe, noch viele gute Bücher von ihm lesen zu dürfen.
    Was ich noch ganz toll fand, war das Zitat am Ende des Buches, welches die Geschichte etwas abrundet.
    „Der Traum ist eine Psychose, mit allen Ungereimtheiten, Wahnbildungen und Sinnestäuschungen einer solchen.“
    Cover Das Cover ist ganz in schwarz mit weißer Schrift gehalten. Es passt optimal zur Geschichte und durch den leicht erkennbaren Dämonen an der rechten unteren Ecke, lässt etwas vermuten, um was es auch noch gehen könnte, aüßer der Pest.
    Fazit „Pestland“ ist für mich ein außergewöhnlicher, historischer Roman, den ich so noch nicht gelesen hatte. Es steckt viel Potenzial dahinter, hätte aber noch mehr ausgearbeitet werden können. Trotzdem erhält er von mir 3 von 5 Sternen, weil er mich gut unterhalten hat und eine Leseempfehlung.
      
    Vielen Dank dem Acabus-Verlag und dem Autor Lars-Erik Schütz, für die Bereitstellung dieses Exemplares.
  21. Cover des Buches Grab mit Aussicht (ISBN: 9783936783421)
    Gesine Schulz

    Grab mit Aussicht

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Estrelas
    Karo Rutkowsky ist offiziell Privatdetektivin und nebenher Putzfrau. In beiden Rollen wird sie immer wieder in kuriose Fälle hineingezogen. So klärt sie beispielsweise auf, wohin Blutegel einer Heilpraxis verschwinden. Der Band "Grab mit Aussicht" enthält elf Kurzkrimis, die sich gut unter dem Begriff "cosy crime" zusammenfassen lassen. Denn brutal oder spannend sind sie nicht. Eher stolpert die Protagonistin irgendwo rein, und die Auflösung ergibt sich meist schnell und nicht unbedingt immer durch ihr Zutun. Sie ist trotzdem ganz sympathisch, unter anderem im Umgang mit ihrer etwas aufdringlichen Mutter. Die besondere Note erhält das Buch durch seine Schauplätze in Essen (mit ein paar Abstechern nach Duisburg), deren Wiedererkennen mir am meisten Freude bereitete.
  22. Cover des Buches Das Mordhaus (Ratz-Thriller 1) (ISBN: 9783959578172)
    Moe Teratos

    Das Mordhaus (Ratz-Thriller 1)

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Jen_loves_reading_books

    Das Mordhaus
    (Ratz-Reihe, Band 1)

    von

    Moe Teratos


    Inhalt:

    Die Kommissare Tomas Ratz und Diana Balke sind mit die Ersten am Tatort, als die schrecklich zugerichteten Leichen einer Mutter und ihrer Tochter auf einem Duisburger Spielplatz gefunden werden. Sofort nehmen sie die Ermittlungen auf. Nach dem Fund weiterer Opfer wird schnell klar, dass sie es mit einem Serienmörder zu tun haben, der jederzeit wieder zuschlagen könnte.
    Tomas geht der Fall besonders nah, da er seine eigene Vergangenheit noch nicht bewältigt hat. Für ihn beginnt eine Gratwanderung, die ihn an die Grenzen seiner geistigen Gesundheit und an den Rand eines Zusammenbruchs führt.
    Wird es Ratz und Balke gelingen, den Täter zu fassen, bevor weitere Mütter und ihre Töchter sterben müssen?

     
    Cover:

    Das Cover ist schon ein ziemlicher Eyecatcher und lässt auf eine blutige Story schließen.
     

     
    Meinung:

    Der Prolog hat es schon in sich, denn man wird ohne Umschweife mal eben in die Geschichte geworfen und die macht mehr als neugierig.

    Das Ermittlerpaar besteht aus dem erfahrenen Kommissar Tomas Ratz und dem Neuling Kommissarin Diana Balke. Die beiden funktionieren zwar bei der Arbeit, aber sie harmonieren nicht, was daran liegt das sie noch nicht lange miteinander arbeiten. Zudem hat Ratz nicht nur sein Päckchen, sondern eine ganze LKW-Ladung zu tragen und bemüht sich kein bißchen um seine neue Kollegin besser kennen zu lernen.

    Die beiden Protagonisten waren mir von Anfang an sympathisch.
    Gerade weil sie anfangs nicht wirklich harmonieren, gefiel es mir als sich endlich eine Freundschaft entwickelt. Dass sich daraus recht schnell eine sexuelle Anziehung entwickelt, empfand ich dann doch ein wenig übereilt.

    Der Spannungsbogen wird von Anfang an sehr hoch gehalten und stetig weiter angezogen,
    Durch den locker - flockigen Schreibstil, ohne irgendwelche unnötigen Holprigkeiten, lässt sich die Story in einem Rutsch lesen.
    Der Erzählstil ist sehr fesselnd, spannend, grausam und legt ein hohes Tempo vor.
    Ganz so wie ich es von einem Thriller erwarte.

    Die Auflösung des Ganzen war ein wenig überraschend, allerdings empfand ich den Auslöser, der zu diesen Grausamkeiten führte, als zu geringfügig um derlei Taten aufgrund dessen zu erklären.
    Die Grausamkeit fremden Menschen gegenüber, wegen einer Sache, die weiß ich nicht wie oft täglich passiert, war für mich nicht wirklich nachvollziehbar.
    Aber das Problem habe ich bei Thrillern mit Gaga-Serienkillern häufig. :-P

    Das Ende kommt für Ratz nochmal richtig dicke. Das arme Schwein.
     

     
    Fazit:

    Trotz der Gaga -Serienkiller - Klischees, empfand ich das Buch als sehr spannend und fesselnd und habe es an einem Tag durchgelesen.
    Ich glaube, ich habe eine Thriller - Reihe für mich gefunden !!!
    Der nächste Teil wird auf jeden Fall gekauft, denn ich bin sehr gespannt wie es mit Ratz ( vor allem) und Balke weitergeht.
     

     
    Empfehlung:

    Für alle Fans von schnellen, blutigen Thrillern und einer Vorliebe für Serienkiller.
    Ein schönes blutiges Schmankerl für zwischendurch.
     

     
    Von mir gibt's:

    4 von 5 Sterne

  23. Cover des Buches songs (ISBN: 9783708231488)
    Tom Liwa

    songs

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Makarenko
    Großer Deutschsprachiger Dichter und barfüßiger Schwerenöter. Hatte mal ne Band Namens "Flowerpornoes" ohne die es eigentlich nicht geht.
  24. Cover des Buches Ruß (ISBN: 9783596194858)
    Feridun Zaimoglu

    Ruß

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Chrissy87
    Okay, eins vorweg: Diese Rezension spiegelt lediglich meine persönliche Meinung wieder.
    In der Inhaltsangabe steht, dass die Geschichte sprachgewaltig ist, das mag auch so sein, aber ich konnte so gar nichts mit ihr anfangen. Weder mit der Sprache bzw. dem Schreibstil den ich als sehr abgehackt und zäh empfand, noch mit dem Inhalt, den ich besonders zum Schluss hin immer abstruser fand.
    Am Ende habe ich mich durch diese Geschichte gequält, mal mehr mal weniger. Auch wenn ich die Idee und Renz' Schicksal berührend fand, war die Umsetzung nichts für mich.

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