Bücher mit dem Tag "dumont"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "dumont" gekennzeichnet haben.

69 Bücher

  1. Cover des Buches Der große Sommer (ISBN: 9783832166434)
    Ewald Arenz

    Der große Sommer

    (505)
    Aktuelle Rezension von: mattder

    Ein Geschwister Paar fährt in den Sommerferien zu den Gro0elerten. Und Erlebt dort viele Abenteuer. Der Bruder verliebt sich. Schließen Freundschaften. Ein schöner Roman über Freundschaft und Liebe. Die Beziehung der Großeltern und wie sie sich kenngelernt haben. Viel Tragik dabei der Tod spielt eine Rolle.

  2. Cover des Buches 1Q84 (Buch 3) (ISBN: 9783442743636)
    Haruki Murakami

    1Q84 (Buch 3)

    (458)
    Aktuelle Rezension von: Neytiri888

    Vom ersten Buch war ich unfassbar begeistert, weswegen mich der zweite bzw dritte Teil etwas enttäuscht zurück lässt. Wahrscheinlich hatte ich zu hohe Erwartungen...

    Das Problem ist, dass das Buch teilweise langsam voran schreitet und nur wenig passiert. 

    Trotzdem ist es natürlich toll geschrieben und die Auflösung um die Geschichte, sowie das lange ersehnte Aufeinandertreffen von Aomame und Tengo sind für den Fan vom ersten Buch unbedingt notwendig zu lesen. Man will ja wissen, wie die Geschichte endet. Das Ende ist zwar nicht so fulminant und überraschend, wie es hätte sein können, aber es ist überzeugend.

    Definitiv ein gutes Buch, welches aber vom riesigen Schatten seines Vorgängers etwas versteckt wird.

  3. Cover des Buches Offene See (ISBN: 9783832165987)
    Benjamin Myers

    Offene See

    (433)
    Aktuelle Rezension von: Lina_Clee

    Was soll ich sagen? Das Buch hat mich einfach von Anfang bis Ende abgeholt. Eine tolle, bodenständige Geschichte die unfassbar nahbar ist. Dazu kommt noch das die Hauptprotagonisten so unfassbar toll zueinander passen und selbst einfach total spannend und erfrischend sind. Ich habe es sehr geliebt!!

  4. Cover des Buches Alte Sorten (ISBN: 9783832165307)
    Ewald Arenz

    Alte Sorten

    (592)
    Aktuelle Rezension von: Ms_Violin

    Sally und Liss: zwei Frauen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Sally, kurz vor dem Abitur, will einfach in Ruhe gelassen werden. Sie hasst so ziemlich alles: Angebote, Vorschriften, Regeln, Erwachsene. Fragen hasst sie am meisten, vor allem die nach ihrem Aussehen.
    Liss ist eine starke, verschlossene Frau, die die Arbeit, die auf dem Hof anfällt, problemlos zu meistern scheint. Schon beim ersten Gespräch der beiden stellt Sally fest, dass Liss anders ist als andere Erwachsene. Kein heimliches Mustern, kein voreiliges Urteilen, keine misstrauischen Fragen. Liss bietet ihr an, auf dem Hof zu übernachten. Aus einer Nacht werden Wochen. Für Sally ist die ältere Frau ein Rätsel. Was ist das für Eine, die nie über sich spricht, die das Haus, in dem die frühere Anwesenheit anderer noch deutlich zu spüren ist, allein bewohnt? Während sie gemeinsam Bäume auszeichnen, Kartoffeln ernten und Liss die alten Birnensorten in ihrem Obstgarten beschreibt, deren Geschmack Sally so liebt, kommen sich die beiden Frauen näher. Und erfahren nach und nach von den Verletzungen, die ihnen zugefügt wurden.


    Dieses Buch hatte ich schon sehr lange auf meiner Wunschliste, da hier vor allem die Frauenfiguren richtig stark sein sollten. Trotzdem hat es gedauert, bis es dann auch einen Weg zu mir gefunden hat.
    Die Erwartungen waren also dementsprechend hoch.
    Allerdings hatte ich dann leider ziemliche Probleme in der Handlung anzukommen.

    Mein größtes Problem war, dass ich lange Zeit das Gefühl hatte, nicht richtig an diese beiden Frauenfiguren heranzukommen.
    Erst im letzten Drittel, als wir endlich alle Fakten über Liss’ Leben erfahren, wurde es für mich immer besser und als Sally sie dann „retten“ durfte, war ich komplett gefesselt.

    Auch all die Dinge, die wir mal ganz nebenbei über Feld-/Bauernhofarbeit, Imkerei, übers Keltern und natürlich alte Birnensorten lernen durften, waren einfach unglaublich interessant und fesselnd.

    Allerdings wurden mir einige Dinge einfach nicht ausreichend aufgeklärt. So habe ich z.B. nie verstanden, warum Sally dermaßen wütend auf alles und jeden reagieren musste und manchmal ohne Provokation komplett übertrieben aus der Haut fährt (wie z.B. bei der Kartoffelernte). Ich habe die ganze Zeit darauf gewartet, dass ihr Verhalten irgendwie nachvollziehbar wird, aber das war für mich einfach nicht der Fall.
    Liss dagegen war - gerade, wenn man ihre Hintergrundgeschichte endlich kennt - viel zu wenig wütend. Ich fand es schon seltsam, dass sie Sally und ihre ständigen Ausbrüche einfach so hinnehmen kann, selbst wenn Sally alles gibt, um sie aufs Blut zu reizen.
    Auch zum Ende hin wurde mir nicht alles hinreichend genug geklärt, aber zu diesem Zeitpunkt war ich so weit mit den Figuren und ihren Taten versöhnt, dass das nicht mehr so weit ins Gewicht gefallen ist.


    Fazit: Das ist mal wieder ein Buch von Ewald Arenz bei dem ich mir nicht sicher bin, wie ich es bewerten soll. Der Schreibstil ist mal wieder herrlich, aber zu den Figuren habe ich lange Zeit keinen richtigen Zugang finden können. Besonders zu Sally, deren Wut auf alles und jeden mir einfach nur übertrieben vorkam, da es nie eine ordentliche Erklärung dafür gab und sie mir so einfach nur extrem pubertär vorkam, dabei sollte sie eindeutig so viel mehr sein.
    Erst im letzten Drittel konnten die Beiden mich endlich einfangen und sogar richtig fesseln mit ihrer Geschichte und auch, wenn mir einige Handlungspunkte nicht ausreichend geklärt wurden oder sogar nicht ganz logisch erschienen, konnte ich das Buch dann doch noch relativ zufrieden weglegen. (3,5 Sterne)

  5. Cover des Buches Unterwerfung (ISBN: 9783832163594)
    Michel Houellebecq

    Unterwerfung

    (308)
    Aktuelle Rezension von: Jule6243

    Zum Inhalt:

    Der Roman ist aus der Sicht des Literaturprofessors Francois geschrieben, der in Paris an der Sorbonne lehrt und mit seinen Worten im besten Alter ist. Sein ganzes Leben hat er sich mit den Gedanken eines anderen Mannes beschäftigt, dem Schriftsteller Huysmans. Ehe und Kinder lehnte er ab, ganz im Gegensatz zu wesentlich jüngeren Studentinnen. Ab und an trifft er sich mit Mirijam. Zu Beginn des Romans wird in Frankreich gewählt. Dabei kommt der Politiker Mohammed Ben Abbas an die Macht, führt eine Theokratie, die Scharia und die Polygamie ein. In Paris gibt es daraufhin Unruhen und Francois verlässt die Stadt für einige Zeit. Mirijam hat bereits das Land verlassen, die und ihre Familie sind Juden und sehen keine sichere Zukunft mehr in Frankreich. Nach einer Zeit der Untätigkeit kehrt Francois nach Paris zurück. Er stellt fest, dass er Pensionsgehalt bekommt, also nicht mehr an der Universität unterrichten soll. Im Hinblick auf seinen Alkoholismus stellt er fest, dass er ohne sinnvolle Arbeit nicht mehr lange leben wird. Kurz darauf verbringt er einige Zeit in einem Schweigekloster und kehrt dann nach Paris zurück. Um wieder an der Universität arbeiten zu dürfen, muss er zum Islam konvertieren. Einige Kollegen haben es schon getan und empfehlen diesen Schritt. Der letze Abschnitt ist im Konjunktiv geschrieben, sodass offen bleibt, ob Francois wirklich konvertiert.


    In paar Gedanken dazu:

    Der Roman greift zwei große Gedanken der aktuellen französischen Politik auf: Einerseits das Erstarken extremer Rechter, andererseits die Islamisierung Europas. Den Roman als Europäer mit christlichem Glauben zu lesen, kann sehr spannend sein. Hier wird den Figuren der Islam, bzw. einige herausgepickte Werte, Normen und Regeln dieser Religion übergestülpt, wie über Jahrhunderte hinweg Christen ihren Glauben anderen Gruppen aufgezwungen haben. Manche mögen meinen: Ausgleichende Gerechtigkeit. Andere sehen den Spiegel, der vorgehalten wird.

    Ich habe von Houellebecq bereits Ausweitung der Kampfzone gelesen. Dass Frauen in seinen Büchern nicht besonders gut wegkommen war mir bereits klar. Doch muss man sich immer vor Augen halten, dass er hier aus der Sicht eines alten weißen privilegierten Mannes schreibt. Ein Mann der sich sein Leben lang nur mit den Texten eines anderen alten weißen Mannes beschäftigt hat. Der Frauen nur durch die Brille sexueller Lust wahrnimmt. Dass von diesem Protagonisten tiefere Gedanken für das andere Geschlecht übrig sind, wäre eine Überraschung.

    Doch bleiben wir bei den Frauen. Francois nimmt die politischen Veränderung vor allem an den Frauen wahr. Er bemerkt andere Kleidung, sieht, dass ein ehemaliger Kollege von ihm nun plötzlich eine zweite Frau hat, ein fünfzehnjähriges Mädchen, obwohl er sein langem schon mit seiner vierzigjährigen Frau verheiratet ist. 

    Ganz bewusst wird nicht näher auf die Situation der Frauen eingegangen. Nicht weil es nicht wichtig wäre oder weil Houellebecq keine Relevanz darin sähe. Es geht um die Sicht Francois, für ihn ist es nicht relevant, Für ihn hat eine Islamische Herrschaft im Land völlig andere Auswirkungen, als auf Frauen. Bevor er dem Islam beitreten will, bekommt er ein Buch ausgeliehen, das die Grundzüge des Glaubens erklärt. Natürlich interessiert er sich besonders für die Polygamie. So ganz kann er der pseudointellektuellen Erklärung nicht folgen und er fragt bei der ersten Gelegenheit bei seinem Kollegen nach. Was er hört, könnte auch aus einem Alphamale-Video transkribiert worden sein. Phrasendreschen vom maskulinen Mann. Ein wildes umher schmeißen von angeblichen biologischen Fakten. Gekrönt mit der, in Incelforen gängigen Meinung, dass manche Männer, gerade gebildete einen Anspruch auf eine oder mehr Frauen haben, er dürfe sich eine aussuchen. Sie sollen glücklich sein, mit einem alten Uniprofessor vermählt zu werden.

    Wenn die männlichen Figuren um Francois jemals Werte hatten, die die Trennung von Religion und Staat beinhalten oder die Eigenständigkeit der Frauen beinhalten (die dürfen ab den Hälfte des Buches größtenteils nicht mehr arbeiten), dann wurden diese schnellstens über den Haufen geworfen. Opportunismus in seiner reinsten Form und natürlich leicht, denn für diese Männer wird es noch angenehmer im leben.

    Der Titel verweist auf das Wort Islam, das übersetzt Hingabe heißt. Hingabe hat etwas sanftes, etwas, was tief aus dem Herzen kommt, wohl überlegt, mit Leidenschaft vorgebracht. Unterwerfung ist mit Widerwillen verbunden. Hier folgt das massenhafte Konvertieren nicht auf eine Hingabe, sondern die Unterwerfung. Von viel Widerwille kann aber nicht die Rede sein, wenn man die Figuren betrachtet, die Uniprofessoren im besten alter sind. Hier verschwimmen die Begriffe.

    Es ist erschreckend zu lesen, dass sich männliche Figuren sofort eine zweite Ehefrau zulegen, obwohl sie mit dem Islam nie etwas am Hut hatten und seit 20 Jahren verheiratet sind. Er darf, also sollte er, also muss er? Der Religion wegen? Er hat die zweite Frau doch verdient, der Maskuline Mann. Sie ist Ware. 

    Die Geschichte steht im Kontrast mit den Personen, die auf Demos am lautesten schreien, sie würden "ihr" Abendland vor einer Islamisierung schütze. Die privilegierten schreien, die Männer, die sich nicht fürchten müssen. Genau die, welche davon in diesem fiktiven Roman profitieren würden. (Meine Meinung: Niemand muss sich vor einer Islamisierung des Abendlandes fürchten, das ist Quatsch)

    Alles in Allem ist der Roman sehr gelungen. Er hat mich zum Nachdenken angeregt. Ich halte die Herangehensweise für originell und mutig. Es wird sich nicht hinter hohlen Phrasen versteckt, denn der Inhalt muss nicht hinter der Sprache versteckt werden. Trotzdem kam mir der Protagonist ausgewaschen und völlig von Emotion befreit vor. Ihn gern zu haben kam gar nicht in Fragen, doch dann hätte ich ihn gerne leidenschaftlicher gehasst.


  6. Cover des Buches Die Ermordung des Commendatore Band 2 (ISBN: 9783832198923)
    Haruki Murakami

    Die Ermordung des Commendatore Band 2

    (341)
    Aktuelle Rezension von: rkuehne

    Der zweigeteilte Roman "Die Ermordung des Commendatore" - ist ein typischer, klassischer Murakami. Die Geschichte um den Portraitmaler, der nach der plötzlichen Trennung von seiner Frau und einem Roadtrip im verlassen Haus eines früheren Malers einzieht und sich dort mystischen oder übernatürlichen Begegnungen stellen muss. Die Sprache Murakamis ist und bleibt wunderbar und eine wahre Lesefreude. Ich persönlich mag mehr die realistischen als die phantastischen Murakami -Romane, weshalb ich hier nicht volle Punktzahl geben kann. Außerdem fand ich die fixierung auf die Oberweite eines dreizehnjährigen Mädchens am Ende des Buches etwas befremdlich.

  7. Cover des Buches Die Interessanten (ISBN: 9783832163396)
    Meg Wolitzer

    Die Interessanten

    (117)
    Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerin

    Julie Jacobson erhält nach dem Tod ihres Vaters durch ein Stipendium die Chance, an dem Sommercamp "Spirit-in-the-Woods", ein Ferienlager für künstlerisch ausgerichtete Schüler und Schülerinnen, teilzunehmen. Dort trifft sie auf eine elitäre, privilegierte Gruppe von Jugendlichen aus New York City, mit denen sie sich anfreundet. Aus einer Laune heraus nennen sie sich "Die Interessanten". Jeder von ihnen hat andere Talente und Ziele. Ethan Figman möchte Trickfilmzeichner werden, Cathy Kiplinger träumt von einer Karriere als Tänzerin, Jonah Bay möchte in die Fußstapfen seiner Mutter, einer berühmten Folksängerin, treten und Musiker werden, Goodman Wolf möchte Architektur studieren, während seine Schwester Ash Schauspielerin werden möchte. 

    Jules und Ash werden enge Freundinnen und Jules orientiert sich stark an ihr, möchte auch Schauspielerin werden, obwohl ihr das Talent dafür fehlt. An der Seite der reichen Jugendlichen fühlt sich das Mädchen aus dem Vorort stets unzulänglich und nicht wirklich zugehörig, auch wenn den anderen ihre Herkunft gleichgültig ist. 

    Drei Sommer verbringen sie miteinander, aber im letzten ist alles anders. Ein Ereignis zum Jahreswechsel 1976 stellt die Freundschaft auf eine harte Probe und von sechs Freunden sind am Ende nur noch vier übrig. 

    Der Roman beginnt im Sommer 1974 und wechselt dann in die Gegenwart in das Jahr 2009, als Jules verheiratet, Mutter einer Tochter und Psychotherapeutin ist. Anschließend erfolgt wiederum eine Rückblende in die Vergangenheit und eine chronologische Schilderung der Lebenswege der "Interessanten". 

    Nur Ethan hat es geschafft, seinen Traum zu verwirklichen und sich erfolgreich in der Trickfilmbranche einen Namen zu machen. Er ist inzwischen mit Ash verheiratet, die als Theater-Regisseurin um Anerkennung kämpft. Cathy konnte aufgrund ihres Körperbaus keine Tänzerin werden und Goodman hat sich durch einen fatalen Fehler seine Zukunft verbaut. Jonah wurde durch ein traumatisches Erlebnis die Lust an der Musik genommen, weshalb rt sich komplett umorientiert und Maschinenbau studiert hat. 

    "Die Interessanten" erzählt von einer langjährigen Freundschaft, die als Teenager begann und Höhen und Tiefen erlebte. Die Jugendlichen haben sich weiterentwickelt und sind erwachsen geworden, haben selbst Kinder bekommen. 

    Der Fokus der Geschichte rückt im Erwachsenenalter insbesondere auf die beiden Paare Ash und Ethan sowie Jules, die unabhängig  von den Sommern im Camp den Ultraschalltechniker Dennis Boyd geheiratet hat. Die Paare führen unterschiedliche Leben, denn während Ethan und Ash im Luxus leben, haben Jules und Dennis stets mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen. Jedes der Paare hat zudem eigene Probleme, hat mit Krankheiten, Geheimnissen und den Belastungen des Alltags zu kämpfen. 

    Erzählt werden 40 Jahre, in denen sich naturgemäß nicht immer viel ereignet, weshalb der Roman seine Längen hat. Durch kleinere und größere Dramen, die die Protagonisten erleben und durchmachen müssen, erhält die Geschichte immer wieder neuen Schwung. 

    Der Roman handelt von den Wünschen, Träumen und Vorstellungen, die die Jugendlichen haben und was letztlich aus ihnen geworden ist. Es geht um Selbstverwirklichung und das Streben nach Glück. 

    Das starke Band der Freundschaft hält die Clique - oder Teile davon - zusammen. Es geht dabei um Zusammenhalt und Vertrauen, Geheimnisse, die trennen und zusammenschweißen, um Vergleiche, Eifersucht und Neid. Der Roman ist geprägt von vielen ernsthaften Themen, mit denen die Figuren umgehen müssen und auch zeitgeschichtliche Ereignisse und gesellschaftliche sowie politische Entwicklungen werden stimmig in die fiktive Geschichte eingearbeitet. Die Charaktere bleiben jedoch unnahbar und auf Distanz, so dass ihre Schicksale trotz aller Dramatik nicht emotional berühren können. 

    Nach einem langatmigen Mittelteil fehlte mir ein befriedigender Abschluss der Geschichte. Auch wenn es keine offenen Handlungsstränge gab, die zwingend hätten weitererzählt werden müssen, endet der Roman einfalls- und belanglos ohne noch einmal einen Bezug zu den wirklich interessanten Jahren der Jugendlichen und jungen Erwachsenen herzustellen. 

  8. Cover des Buches Schatten der Welt (ISBN: 9783832166021)
    Andreas Izquierdo

    Schatten der Welt

    (149)
    Aktuelle Rezension von: schmoekerstunde

    Ein bewegender Roman über Freundschaft, Mut und Menschlichkeit in einer Zeit, in der die Welt aus den Fugen gerät.

    Carl, Artur und Isi wachsen in den 1910er Jahren in einer preußischen Kleinstadt auf, in einer Welt des Wandels: Nachkriegselend, politische Extreme, gesellschaftliche Zwänge.
    Mit feinem Humor und viel Gespür für Zwischenmenschliches erzählt der Autor über Figuren , die lebendig und voller Ecken und Kanten sind. Man leidet und hofft mit ihnen.

    Der Roman ist keine kitschige Rückschau, sondern ein ehrlicher, tiefgründiger Roman über das Erwachsenwerden in düsteren Zeiten. Und doch schimmert immer wieder Licht durch: Freundschaft, Liebe, Bücher – sie geben Halt, wo alles zu zerbrechen droht.
    Absolute Empfehlung für alle, die emotionale Entwicklung und historische Atmosphäre lieben.

  9. Cover des Buches Meine wundervolle Buchhandlung (ISBN: 9783832164553)
    Petra Hartlieb

    Meine wundervolle Buchhandlung

    (328)
    Aktuelle Rezension von: nessabo

    Dieses Buch empfand ich als eine echte Umarmung - nicht nur als Buchliebende, sondern auch als Teehändlerin, der der unabhängige Einzelhandel am Herzen liegt. Diese Orte haben eine ganz besondere Wichtigkeit und sind innerhalb eines kapitalistischen Systems für mich langfristig die einzige Option, um diese Wirtschaftsform lebenswert zu gestalten.

    Petra Hartlieb erzählt in ihrem Roman sehr flüssig und mit nüchternem Humor von ihrem Leben als Buchhändlerin - und von allem, was auf dem Weg dahin passierte. Als einzigen Kritikpunkt möchte ich anmerken, dass mir ihre Privilegiertheit ein wenig zu unreflektiert behandelt wurde. So gut vernetzt, dass der Bekanntenkreis mal eben eine fünfstellige Summe leihen kann oder so gut situiert, dass Kredite relativ problemlos vergeben werden, sind wohl nur wenige Menschen.

    Abgesehen davon spricht Hartlieb aber über vielfältige Themen, schneidet die Problematik des großen A* deutlich an und gibt uns einen ehrlichen Einblick in den unabhängigen Einzelhandel - mit allen Absurditäten und Liebenswürdigkeiten. Ganz klar getragen wird die Geschichte nämlich auch von den Menschen der Buchhandlung. Ob Kund*in oder Händler*in - hier werden sicher viele eine sanfte Erinnerung daran erhalten, dass wir nun einmal soziale Wesen sind und Freundlichkeit sowie Hilfsbereitschaft von unermesslichem Wert. Wie in Hartliebs Buchhandlung ausgeholfen wird, kam mir manchmal fast unglaubwürdig vor, aber ich möchte sehr gern daran glauben, dass es dieses Maß an Unterstützung gibt.

    Bei den Schilderungen zum Weihnachtsgeschäft haben mir direkt die Füße geschmerzt, aber diese Ambivalenz von Erschöpfung und großer Verbundenheit durch das gemeinsame Arbeiten und viele tolle Begegnungen trifft es für mich auf den Punkt. Ich habe die Geschichte also sehr genossen und wurde neben einigen Lachern auch einfach exzellent unterhalten.

    4,5 ⭐️

  10. Cover des Buches Das Mädchen, das in der Metro las (ISBN: 9783832165000)
    Christine Féret-Fleury

    Das Mädchen, das in der Metro las

    (272)
    Aktuelle Rezension von: herr_hygge

    Sobald Juliette auf dem Weg zu ihrem langweiligen Makler-Job in die Metro steigt flüchtet sie sich in die bunte Welt der Bücher, oder beobachtet die Menschen um Sie herum. Da ist die Dame mit dem Kochbuch oder der Mann mit dem grünen Hut, der immer in eine Insektenfibel vertieft ist.
    Eines Tages, als sie beschließt zwei Stationen vor ihrem eigentlichen Ziel auszusteigen, begegnet Sie Soliman und seiner Tochter Zaïde, die zwischen unzähligen Bücherstapeln in einem Lagerhaus wohnen. Soliman ist fest davon überzeugt, dass jedes Buch die Kraft hat ein Leben für immer zu verändern, wenn es nur an die richtige Person vermittelt wird. Dafür beauftrag er spezielle Kuriere, welche die kostbaren Güter unter die Leute bringen, die es tätig haben. Juliette wird zu einer solchen Botin und erlebt am eigenen Leib wie Bücher ein Leben verändern können.

    Eine nette kleine Geschichte die Christine Furet-Fleury in ihrem Roman „Das Mädchen, das in der Metro las“ niedergeschrieben hat. Allerdings wird dieses Buch mein Leben nicht verändern, denn mehr als die Eigenschaft „nett“ kann ich der Handlung nicht zugestehen.
    Eigentlich mag ich Geschichten, die leise vor sich hin plätschern sehr gerne, aber diese war mir dann doch etwas zu leisen. Ich kam nicht richtig rein und es fiel mir schwer zu verstehen was die Figuren in ihrem Handeln antreibt. Alles wirkte etwas farblos und wie eine ausführliche Lektüren-Liste um die eine Geschichte gewoben wurde. Es gab wirklich gut geschriebene Szenen, allerdings befürchte ich, dass diese nicht ausreichen werden, damit mir dieses Buch in Erinnerung bleibt.

  11. Cover des Buches Colors of Life - Lavendelmond (ISBN: B00SZU0ET4)
    Mella Dumont

    Colors of Life - Lavendelmond

    (174)
    Aktuelle Rezension von: Isika0510

    Dieser Teil konnte mich gar nicht fesseln, ich hab das Buch auch nicht zu Ende gelesen sondern abgebrochen. Das mache ich sehr selten, weil ich jedem Buch eine faire Chance geben will, aber bei diesem ging leider kein Weg rein. Sehr schade.

  12. Cover des Buches Colors of Life - Himbeermond (ISBN: 9781500543389)
    Mella Dumont

    Colors of Life - Himbeermond

    (364)
    Aktuelle Rezension von: Nelebooks

    Cover: Das Cover finde ich von der Vielfältigkeit recht dezent, aber der rosarote Ton und die Abbildung des Mondes sowie der Schnörkel passen einerseits super zum Titel und andererseits bestens zum Inhalt dieses Buches. Mir gefällt die Schriftart auch sehr gut.

    Schreibstil: Mella Dumont hat einen sehr guten Schreibstil, so dass ich nur so durch die Seiten geflogen bin, da ich alles gut und flüssig lesen konnte. Auch hat sie alles so beschrieben, dass man es sich ganz gut vorstellen konnte, aber auch noch seine Fantasie benutzen konnte, ohne dass es dadurch also zu langatmigen Passagen kommen konnte.

    CharaktereLina ist ein mir sympathisches Mädchen und ich habe sie gerne in dieser Geschichte begleitet. Angie jedoch war mir hier noch sympathischer und ich denke, jeder kann froh sein, wenn er eine Freundin wie Angie hat. Leo ist grundsätzlich sympathisch, aber ist jetzt niemand in den ich mich mitverliebt habe. Er ist für mich irgendwie recht flach geblieben und irgendwie für mich auch nicht ganz zu Lina zu passen - fühlt sich nicht ganz rund an. Darko dagegen hatte mehr Charakter, auch wenn er natürlich grundsätzlich unsympathisch ist. Melanie Morgan tut mir Leid und ich hätte gerne noch mehr über sie und die anderen erfahren (wer, warum, Zustand, Heilung?).

    Meinung: Also ich finde die ganze Thematik überaus interessant und habe das Buch wirklich schnell gelesen gehabt. Zusammen mit Lina entdeckt man diese für sie ganz neue Welt mit Angie an ihrer Seite. Dadurch bleibt es interessant, da man stets mehr erfährt über die Gabe an sich, aber auch die Familien/Clans und die Vergangenheit. Ich fand die Geschichte überaus unterhaltend, interessant, spannend und kurzweilig. Ich kann sie jedem Fantasy-Fan weiterempfehlen und werde gerne den nächsten Teil lesen.

  13. Cover des Buches Nach einer wahren Geschichte (ISBN: 9783832164256)
    Delphine Vigan

    Nach einer wahren Geschichte

    (161)
    Aktuelle Rezension von: liceys_buecherwunderland

    [𝕦𝕟𝕓𝕖𝕫𝕒𝕙𝕝𝕥𝕖 𝕎𝕖𝕣𝕓𝕦𝕟𝕘]

    𝔹𝕦𝕔𝕙𝕔𝕝𝕦𝕓𝕓𝕦𝕔𝕙 im #Buchclub_Buchgefluester

    𝕋𝕚𝕥𝕖𝕝: Nach einer wahren Geschichte
    𝔸𝕦𝕤 𝕕𝕖𝕣 𝔽𝕖𝕕𝕖𝕣 𝕧𝕠𝕟: Delphine de Vigan
    𝕍𝕖𝕣𝕝𝕒𝕘: Dumont (TB) / Random House Audio (HB)
    𝔾𝕖𝕤𝕡𝕣𝕠𝕔𝕙𝕖𝕟 𝕧𝕠𝕟: Martina Gedeck
    𝔾𝕖𝕝𝕖𝕤𝕖𝕟/𝔾𝕖𝕙𝕠𝕖𝕣𝕥 𝕒𝕦𝕗: Deutsch
    𝕌𝕖𝕓𝕖𝕣𝕤𝕖𝕥𝕫𝕥 𝕧𝕠𝕟: Doris Heinemann (aus dem Französischen)

    𝔽𝕣𝕒𝕘𝕖: Mögt ihr lieber Fiktion oder Bücher nach einer wahren Begebenheit?

    𝔻𝕣𝕖𝕚 𝕎𝕠𝕖𝕣𝕥𝕖𝕣 𝕫𝕦𝕞 𝔹𝕦𝕔𝕙:
    Spannend - Verwirrend - Gut

    𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥:
    Auf einer Party trifft Delphine auf L.
    Aus gelegentlichen Treffen, wird nach und nach eine Freundschaft. Langsam nimmt L. immer mehr Raum in Delphines Leben ein. Doch was als Freundschaft beginnt nimmt bald einen Verlauf, den Delphine nicht vorausgeahnt hat.

    𝕄𝕖𝕚𝕟𝕖 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕦𝕟𝕘:
    Ich wusste nicht, was mich hier erwartet und wurde positiv überrascht.
    Das Buch ist spannend, auch wenn es zwischendurch ein paar verwirrende oder überflüssige Stellen gibt. 👀
    Vor allem beeindruckt hat mich die Darstellung von toxischen Charakteren und Freundschaften. 🤔
    Es gibt richtig viel zu interpretieren und im Laufe der Geschichte es wird immer mehr dem Leser überlassen, die Ereignisse zu interpretieren.
    Das Buch hat mich auf jeden Fall gut unterhalten und war eine schöne Abwechslung.
    In das Hörbuch habe ich auch rein gehört. Die Sprecherin macht einen guten Job, auch wenn ich das Hörbuch auf jeden Fall schneller stellen musste. 🤭

    𝕃𝕖𝕤𝕖𝕖𝕞𝕡𝕗𝕖𝕙𝕝𝕦𝕟𝕘?
    Ja, hier kann ich eine Empfehlung aussprechen. Aber nicht für Leute, die am Ende keine offenen Fragen wollen. 😂

    𝔼𝕦𝕣𝕖 𝕃𝕚𝕔𝕖𝕪 ☘️

  14. Cover des Buches Das weibliche Prinzip (ISBN: 9783832165017)
    Meg Wolitzer

    Das weibliche Prinzip

    (143)
    Aktuelle Rezension von: eliswa

    In diesem knapp 500seitigen Roman wird die strebsame und eher zu Beginn eher ziellos ehrgeizige Greer zur gefeierten und berühmten Feministin.

    Das Thema Feminismus wird von unterschiedlichen Seiten umkreist: zum Einen findet Greers Leben durch die Idee des Feminismus ein Ziel und sie selbst auch den Mut ihre innere Stimme auch zu einer äußeren zu machen. Zum anderen verehrt sie Faith Frank, eine Feministin der zweiten Welle der Frauenbewegung auch als Person sehr und reagiert desillusioniert als sie Kratzer und Brüche in Faiths Haltung erlebt. Ihre Verehrung bringt sie dazu, einen Brief ihrer Freundin Zee, die auch bei der von Faith geführten Stiftung "Loci" arbeiten möchte, unterschlägt und nicht weitergibt, weil sie die Arbeit mit Faith Frank nicht teilen möchte. Ein Verrat, ja. Aber auch ein Verrat gegen das "Weilbliche Prinzip"?

    Das so benannte Manifest "Faith Franks aus den 70er Jahren postuliert einen Gegensatz zu konkurrenzorientierten, "männlichen" Welt, vermittelt den Wert ovn Stärke in Verbindung mti Anstand und ermutig Männer wiederum zur Sanftheit."Sanft" ist auch das ganze Buch geschrieben (manchmal an der Grenze zur säuselnden Langatmigkeit". In irgendeiner Weise agieren auch viele der Hauptfiguren sanft: Greer und ihre Highschool- Liebe Cory bleiben sich über Jahre ineiner Fernbeziehung innig verbunden. Cory erlebt durch den frühen Tod eines Familienmitglieds den Zusammenbruch seiner beruflichen Träume und seiner Familie. Seine Trauer bringt ihn dazu, jahrelang liebevoll seine Mutter zu pflegen,seine Karriere hintanzuzhalten und ohne Dünkel als Putzhilfe zu jobben statt als Risikomanager Prestige und Vermögen zu ernten.

    Das Buch wirft viele Fragen auf: Stell der Verrat, den die Frauen mit ihren großen feministischen Idealen anenander üben auch einen Verrat am Feminismus dar oder diskreditiert er ihn ganz? Bedeutet Feminismus für ein Ende der Gewalt gegen Frauen zu sein und für gleiche Chancen oder Müssen Frauen gleich die besseren Menschen sein und im "weiblichen Prinzip" gleich die Menschheit an sich verbessern? und gilt nur die als glaubwürdige Feministin, die moralisch makellos lebt?

    Die langsame Erzählweise mit dem wechselnden Fokus auf unterschiedliche Figuren mit vielen Rückblenden lässt Zeit um über diese Fragen nachzudenken und die Figuren besser kennenzulernen. Das habe ich genossen.

    Ein wenig ärgerlich ist die Doppelung, dass Greer, ebenso wie Faith am Schluss des Buchs durch ein Manifest kometenhaft aufsteigt . Über den Inhalt des schmalen Buches wird wenig mehrl als die Aufforderung "Seid laut" gesagt und ich  finde die Wendung nicht glaubwürdig;ebensowenig konnte ich hier die Unterschiede zwischen dem "alten" und dem "neuen" Feminismus ausmachen.

  15. Cover des Buches Heilige und andere Tote (ISBN: 9783832165055)
    Jess Kidd

    Heilige und andere Tote

    (225)
    Aktuelle Rezension von: MikkaLiest

    Seine Kindheit in einem Dubliner Waisenhaus hat der Tunichtgut Mahoney schon einige Jahre hinter sich gelassen. Mit Witz und Charme mogelt er sich nun durchs Leben und ist auch dem gelegentlichen Diebstahl nicht abgeneigt. Doch seine Überzeugung, seine Mutter habe ihn aus mangelnder Liebe verstoßen, gerät jäh ins Wanken, als er einen Brief erhält, der eine viel grausamere Erklärung andeutet. Was ist damals mit seiner Mutter geschehen?

    Kurz entschlossen reist er ins irische Städtchen Mulderrig, wo sie einst lebte. Dort findet er eine Verbündete in der alten Mrs Cauley, die überzeugt ist, Mahoneys Mutter sei ermordet worden. Andere Bewohner begegnen ihm mit Misstrauen und Ablehnung, denn sie sehen in seinen Zügen den Schatten einer Vergangenheit, die sie schon lange begraben wähnten … Doch Mahoney besitzt eine ungewöhnliche Gabe: Er kann Geister sehen, die ihn auf ihre eigene Weise unterstützen oder beeinflussen.

    Die Handlung sprüht vor Einfallsreichtum; Jess Kidd verwebt Krimi, Urban Fantasy, Schelmen- und Entwicklungsroman zu einer stimmigen Mischung, gewürzt mit Humor und irischem Flair. Ich bin beeindruckt von ihrer literarischen Bandbreite: Drama und Tragik, Unterhaltsamkeit und Spannung, Liebe und feiner Witz, sie porträtiert alles mit der gleichen Leichtigkeit, ohne je ins Banale abzugleiten.

    Ihre Sprache tanzt nur so durch die Geschichte, mit poetischen Worten, bildgewaltigen Beschreibungen und viel Charme und Ambiente. Sie schreckt allerdings auch vor dem Makabren nicht zurück.

    Die Spannung baut sich schnell auf, und die Kombination aus Geheimnissen, ungelösten Rätseln und übernatürlichen Elementen sorgt für eine ganz eigene Note. Man sollte ja meinen, dass Geister der Logik und Schlüssigkeit abträglich wären! Tatsächlich fügen sie sich jedoch organisch in die Geschichte ein und tragen sogar zur Enthüllung der Geheimnisse bei.

    Die Charaktere sind komplex und vielschichtig, gut ausgearbeitet und lebendig. Sie haben alle ihre Schrullen und Schwächen, und gerade das macht sie einnehmend und überzeugend.

    Ich hatte viel Freude an diesem rundum außergewöhnlichen Roman.

  16. Cover des Buches Heimkehren (ISBN: 9783832164607)
    Yaa Gyasi

    Heimkehren

    (186)
    Aktuelle Rezension von: izzy_books

    Die Geschichte zweier ghanaischer Schwestern und ihrer Nachkommen spannt sich über Jahrhunderte. Persönliche Schicksale werden kunstvoll mit der großen Geschichte von Kolonialismus, Sklaverei und ihren anhaltenden Folgen verwoben. Ein eindrucksvoller Roman, der Vergangenheit und Gegenwart verbindet und die Leser*innen tief in das Leben und die Widerstände mehrerer Generationen eintauchen lässt.


  17. Cover des Buches Weihnachten in der wundervollen Buchhandlung (ISBN: 9783832165086)
    Petra Hartlieb

    Weihnachten in der wundervollen Buchhandlung

    (76)
    Aktuelle Rezension von: nessabo

    Wie schon den Vorgänger fand ich auch die später erschienene weihnachtliche Fortsetzung wirklich extrem gut zu lesen. Sicherlich liegt das auch an meiner eigenen Einzelhandelserfahrung, dank derer ich immer wieder über Parallelen schmunzeln musste.

    Und wie gewohnt finden sich in dem Text sehr viele Liebesbekundungen an das solidarische Miteinander besonders im Kollegium, aber auch seitens der Kund*innen. Doch bei aller Unterhaltsamkeit habe ich wirklich einige Erzählungen aus dem Vorgänger wiedererkannt. Mit mehr Abstand zwischen beiden Büchern ist das vielleicht weniger ein Problem und ich finde es auch nicht grundsätzlich schlimm, aber ein wenig enttäuscht war ich darüber trotzdem.

    Wer einen weihnachtlichen Einblick in den Buchhandel sucht und einfach mal unkompliziert abtauchen will, ist hier dennoch an der richtigen Adresse.

  18. Cover des Buches Erste Person Singular (ISBN: 9783832181574)
    Haruki Murakami

    Erste Person Singular

    (77)
    Aktuelle Rezension von: buchstaeblichverliebt

    Ich bin grundsätzlich kein Freund von Kurzgeschichten und mit asiatischer Literatur tu ich mich auch eher schwer,  jedoch mochte ich vor vielen Jahren "Naokos Lächeln" und so  dachte ich, ich kann diesem Bücherschrankfund und neuerem Werk von Murakami eine Chance geben.

    Nun ja, ich fand den Erzählstil eher einschläfernd und muss gestehen, dass die Thematik der einzelnen Geschichten mich teilweise überhaupt nicht interessiert hat oder für sich einnehmen konnte. 

    Tapfer habe ich einige Geschichten bis zum Ende gelesen und muss mich nun fragen, was der Autor mir damit sagen wollte. 

    Für Murakami-Fans sicher ein Genuß, für mich ein überflüssiges Leseerlebnis. 

  19. Cover des Buches Ein Monat auf dem Land (ISBN: 9783832165185)
    J.L. Carr

    Ein Monat auf dem Land

    (108)
    Aktuelle Rezension von: WolfgangPhilipp

    Der 1980 erschienene Roman beschreibt den einmonatigen Auftenhalt eines jungen Restaurators in einem kleinen Dorf in Yorkshire im Jahre 1920.
    Körperlich unversehrt, aber geistig zerrüttet und mit einer posttraumatischen Zwangsstörung ist dieser von den Schlachtfeldern des ersten Weltkriegs zurückgekehrt.
    Seine Frau hat sich von ihm getrennt und er übernimmt die vom Erbe einer verstorbenen Großgrundbesitzerin finanzierte Freilegung eines übertünchten und mit Rus und Kerzentalg verschmutzten Wandgemäldes in der örtlichen Kirche.


    Der gealterte Ich-Erzähler beschreibt in der Rückschau 50 Jahre später diese Zeit als ein eine Art therapeutischen Genesungsprozess:
    Die kleinteilige Arbeit an dem Gemälde, dass sich als meisterhafte Darstellung des jüngsten Gerichts eines unbekannten Künstlers herausstellt, dem er über die Jahrhunderte hinweg emotional näherzukommen scheint; die Bekanntschaft mit einem Archäologen, ebenfalls Kriegsveteran, der auf dem Friedhof der Kirche nach den Überresten eines in Ungnade gefallenen Verwandten der verstorbenen Mäzenin sucht; die zunehmende Einbindung in die Familie des methodistischen Bahnhofswärters Ellerbeck; die zarte, platonische Verliebtheit in die junge Frau des verbiesterten, anglikanischen Pfarrers; der traumhafte Sommer und die Teilnahme an der Ernte - all das hilft ihm mit seiner Vergangenheit ins Reine, körperlich und geistig zur Ruhe zu kommen und schließlich hoffnungsvoll in seine alte Welt zurückzukehren.

    Großes, kurz(weilig)es Lesevergnügen, unaufgeregt und doch packend, atmosphärisch dichte Naturbeschreibung - perfekte Sommerlektüre für den Garten. (4,5)

  20. Cover des Buches Die Ehefrau (ISBN: 9783832164324)
    Meg Wolitzer

    Die Ehefrau

    (52)
    Aktuelle Rezension von: LydisBooks

    „Die Ehefrau“ von Meg Wolitzer hat mir als Taschenbuch leider kaum gefallen.

    Eine Frau, die voll und ganz für ihren Mann liebt und dessen Leben begleitet ganz egal wie belanglos ihr eigenes Leben ist. Als Aufopferung getarnte Abhängigkeit. 

    Ich habe das Buch auf einem Bücherbazar gekauft, weil ich den Klappentext interessant fand. Hier liegt jedoch ein klassischer Fall von „Klappentext stimmt kaum mit Inhalt überein“ vor. 

    Die Geschichte ist belanglos geschrieben, das Schicksal von Joan zu 100% vom Erfolg des Ehemannes abhängig, dessen Launen und Zweifel und Karriere. 

    Leider ist es mir schwer gefallen echte Sympathie für Joan aufzubringen. 

    Solide geschrieben, aber leider eher langweilig. 

  21. Cover des Buches Die Ewigkeit in einem Glas (ISBN: 9783832165512)
    Jess Kidd

    Die Ewigkeit in einem Glas

    (137)
    Aktuelle Rezension von: Zeilenchaos

    Die Ewigkeit in einem Glas ist das erste Buch, was ich von Jess Kidd gelesen habe und es hat mich überrascht, aber auch überzeugt.

    Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, hatte ich eine gänzlich andere Vorstellung von dem, was mich in dem Buch erwarten würde und doch kann ich rückblickend sagen, dass der Klappentext dennoch sehr gut passt.

    Schon direkt zu Beginn des Romans ist mir schnell klar geworden, dass diese Geschichte nichts für schwache Nerven ist, da es direkt sehr grausam zur Sache ging (bspw. detaillierte Beschreibung von Leichen). Dennoch hat mich die Kombination mit den Fantasy-Elementen der Merrows fasziniert, sodass ich dem ganzen eine Chance gegeben habe.

    Jess Kidd hat einen unfassbar guten Schreibstil, mit dem sie geschickt detaillierte, faszinierende, groteske/grausame und bisweilen lustige Beschreibungen miteinander verbindet. Auch die Anmerkungen in Klammern tragen dazu bei, dass das Gefühl entsteht, tatsächlich mit Bridie zu kommunizieren.

    Auch bei ihren Charakteren achtet die Autorin auf eine gute Mischung mit bspw. Mrs. Bibby, Gideon von der grausamen Sorte und Bridie und dem Geist Ruby mit ihren selbstbewussten, freundlichen, hilfsbereiten und bisweilen lustigen Charakterzügen. Sie alle wurden mit einer sehr detaillierten Vergangenheit ausgestattet, über die man im Verlauf der Geschichte immer mehr erfährt und selbst am Ende dachte ich, dass es noch so viel mehr über sie zu erfahren gibt.

    Durch verschiedene Sichtwechsel zwischen Bridie und Mrs. Bibby, sowie durch die Zeitsprünge in Bridies Jugend und die „Märchen“, die Mrs. Bibby Christabel erzählt, wird Hintergundwissen und damit Spannung aufgebaut. Teilweise sind dennoch sehr lange beschreibende Passagen enthalten, die man mögen muss. Mich haben sie nicht gestört, ich habe eher den Schreibstil genossen.

    Die Spannung hält sich vor allem dadurch, dass man als Leser schon früh die Zusammenhänge und Lösungen erkennt und auch von Anfang an weiß, wer Christabel gestohlen hat. Man fiebert also mehr mit, dass Bridie die Zusammenhänge auch erkennt als das man selbst überrascht wird. Deshalb wusste ich auch vieles schon vor der Auflösung, dennoch war auch noch die ein oder andere Überraschung vorhanden.

    Was mich allerdings leicht gestört hat, ist, dass ich die meiste Zeit über kein wirkliches Mitgefühl für Christabel empfinden konnte (weil ich sie so gruselig fand) und es teilweise auf mich so wirkte, als wäre die Suche nach ihr nicht so eilig bzw. dauert einfach viel zu lange.

    Insgesamt hat mich Jess Kidd mit ihrer einzigartigen Kombination aus Krimi, Historie und Fantasy dennoch vollends überzeugt, sodass ich nur 5/5 Sternen geben kann.

  22. Cover des Buches Brüste und Eier (ISBN: 9783832165994)
    Mieko Kawakami

    Brüste und Eier

    (93)
    Aktuelle Rezension von: Maisbooks

    Dieses Buch habe ich im Urlaub innerhalb eines Tages gelesen. So vieles in dem Buch war mir vertraut, dementsprechend war ich sehr berührt, auch wenn mir die Gewalt sehr nah ging, die die Frauen in dem Buch erfahren. Mieko Kawakami ist eine wichtige Stimme in der Literatur und ich freue mich über jedes Buch, das sie veröffentlicht.

  23. Cover des Buches So schöne Lügen (ISBN: 9783832165277)
    Tara Isabella Burton

    So schöne Lügen

    (142)
    Aktuelle Rezension von: LinaLina

    Ich bin über die Rezensionen, die ich hier teilweise finde, ziemlich überrascht. Ja, die Protagonistin ist nicht sehr sympathisch, doch genau das hat mir richtig gut gefallen. Ich lese nicht oft Bücher, in denen die Protagonistin so weit weg von mir selbst ist und ich doch verstehen kann, warum sie etwas tut.
    Mit jedem Kapitel wurde ich wieder überrascht. 

    Dass Lavinia und Lulu beide offensichtlich einige Probleme mit ihrer psychischen Gesundheit haben und deren Beziehung beiden nur noch mehr schadet, macht das Buch zu etwas sehr Ungewöhnlichem.

    Durch die ganzen Prolepsen wusste man als Leser*in, was noch passieren wird und doch kamen die Wendungen sehr unvorhersehbar. Dass mich das Ende erneut überrascht, hätte ich mir nicht vorstellen können. Es bleibt die ganze Zeit eine Spannung erhalten, weil man auf das angekündigte Ergebnis wartet.

    Das offene Ende kam etwas abrupt, ich hätte gern erfahren, wie das ganze wirklich ausgeht (insbesondere für Lavinias Schwester). Ich kann aber gut verstehen, wieso das Ende offen gehalten wurde.
    Der Schreibstil des Buchs macht sehr gut deutlich wie wirr der Kopf von Lulu ist. Das Ende zeigt uns, dass sie so einfach ein weiteres Problem lösen kann und als wäre nichts dabei ein neues Leben starten kann. Es ist einfach (positiv) gruselig.

    Ich werde das Buch definitiv weiterempfehlen!

  24. Cover des Buches Tage mit Gatsby (ISBN: 9783832165642)
    Joséphine Nicolas

    Tage mit Gatsby

    (41)
    Aktuelle Rezension von: ineed_morebookshelves

    Ich mochte die Atmosphäre des Buchs super gerne -den extravaganten Lebenstil der 20er Jahre im Kreise der Künstler und Schriftsteller. Zudem kam ich durch manche Abschnitte richtig in Sommerstimmung. Ich mochte die Hauptfigur (Zelda) sehr gerne. Sie hat zwar einen schwierigen Charakter, ist aber trotzdem eine echte Sympathieträgerin- zumindest meiner Meinung nach. Nach und nach wurde immer mehr ihre Zerrissenheit deutlich- zwischen der Liebe zu ihrem Mann und ihrer Rolle als Ehefrau und ihrem Wunsch nach Selbständigkeit und dem Verfolgen eigener Ziele.

    Ich möchte das Buch zu einem späteren Zeitpunkt auf jeden Fall noch ein zweites Mal lesen. 

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