Bücher mit dem Tag "dune"

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22 Bücher

  1. Cover des Buches Dune – Der Wüstenplanet (ISBN: 9783453323131)
    Frank Herbert

    Dune – Der Wüstenplanet

     (519)
    Aktuelle Rezension von: Tobias_Damaschke

    Anlässlich des zweiten Dune-Films von Denis Villeneuve habe ich mir das erste Buch von Frank Herbert noch einmal vorgenommen, weil es viele Jahre her ist, dass ich es das erste Mal las. Meine Meinung damals war: Es ist gut, aber irgendwie komisch geschrieben und sehr kompliziert. Meine Meinung heute ist: Ja, es ist komisch geschrieben und kompliziert, aber es ist trotzdem oder vielleicht sogar genau deswegen ein solcher Klassiker.

    Über den Einfluss und die Wichtigkeit von Dune wurde schon oft genug geschrieben und das mit Recht: Moderne Science Fiction ist ohne die Dune-Romane kaum denkbar. Herbert erschafft eine futuristische, faszinierende Welt, die unendlich weit entfernt scheint und trotzdem zum Greifen nahe: Denn das erste Dune-Buch ist im Prinzip wie ein Fantasy-Epos geschrieben. Große Häuser, die das Reich (in diesem Fall das Weltall) unter sich aufgeteilt haben, Herzöge, Barone und ein Imperator, die politische Ränkeschmiede betreiben und die Geschichte eines Volkes von Einheimischen, die sich gegen ihre kolonialistisch angehauchten Invasoren wehren. Die Kraft und Macht, die von einer Messias-gleichen Figur ausgehen kann und wie sich Menschen die Religion so zur Waffe aneignen können, um ihre Ziele zu erreichen. 

    Man merkt, die Themen von Dune sind nicht einem bestimmten Genre angepasst; genauso gut könnte eine solche Geschichte aus einem Mittelalter-Roman stammen. Aber genau das macht Dune so besonders: Indem Herbert ein Sci-Fi-Setting wählte, das uns trotz allem so altbekannt und auch aktuell vorkommt wie kaum ein anderes gibt er seiner Geschichte einen Realismus und eine historisch beeinflusste Wucht (Stichwort: Aufstieg des Islam), der man sich beim Lesen kaum entziehen kann.

    Aber Dune ist auch sehr herausfordernd. Der Schreibstil ist meist flüssig, manchmal aber auch etwas stockend. Actionszenen werden mehr erklärt als beschrieben. Manche Dinge, die besonders gegen Ende passieren, würden manche wohl als etwas zu merkwürdig für ihren Geschmack abtun. Und das ist auch völlig in Ordnung: Dune möchte seine Leser nicht zufriedenstellen. Es möchte seine Leser herausfordern und zum Nachdenken anregen.

    Die neuen Filme sind hervorragend und ich kann sie nur empfehlen. Genauso wie dieses Buch und die Nachfolgebände. Dune wird immer ein Klassiker bleiben, denn seine Themen sind zeitlos.

  2. Cover des Buches Dune (ISBN: 9781410477736)
    Frank Herbert

    Dune

     (48)
    Aktuelle Rezension von: glasratz

    In der fernen Zukunft herrscht im bekannten Universum ein rigides Feudalsystem, in welchem ganze Sonnensysteme von Adelshäusern regiert werden. Seit einem heiligen Krieg vor 10.000 Jahren sind Computer und künstliche Intelligenz geächtet, was den menschlichen Geist dazu gezwungen hat, sich auf nie gekannte Entwicklungsstufen zu erheben. So ist es dem Orden der Bene Gesserit-Schwestern möglich, Lügen zu spüren und in die Zukunft zu sehen, während die Raumgilde durch ihre Navigationsfähigkeiten das Monopol auf interstellare Reisen hat. Diese Fähigkeiten werden jedoch erst durch den Gebrauch der Melange-Droge möglich, die nur auf einem Planeten, Arrakis, auch Dune genannt, abgebaut werden kann.

    Dieser fast wasserlose und lebensfeindliche Ort wurde bisher vom Haus Harkonnen mit harter Hand verwaltet. Scheinbar ohne Grund fällt das Lehen jedoch plötzlich auf Befehl des Imperators dem Haus Atreides zu, welches mit den Harkonnen in traditioneller Fehde liegt. Herzog Leto Atreides weiß, dass es eine Falle sein muss. Aber ihm bleibt nur die Wahl, seinen Herrschaftssitz auf den Wüstenplaneten zu verlegen oder ins Exil zu fliehen. Seine Konkubine Lady Jessica, eine Bene Gesserit, hat seinen Tod bereits vor Augen. Und auch das Schicksal ihres gemeinsamen Sohnes Paul, der das sein könnte worauf der Schwesternorden seit Jahrtausende hingearbeitet hat, scheint auf mehrere Arten bereits besiegelt. Nur die Hoffnung auf eine Allianz mit dem durch die Harkonnen verfolgten, kriegerischen Wüstenvolk der Fremen scheint noch möglich.


    Science Fiction-Legende Arthur C. Clarke hat „Dune“ mit „Der Herr der Ringe“ verglichen und ich finde die Parallelen stark genug um damit einzuleiten. Wie bei Tolkiens Hauptwerk handelt es sich um eine epische Geschichte, die vielleicht nicht jedem sofort Zugang gewährt. Beide haben eine sprachliche Gewalt, die es nötig macht, diese Bücher anders zu lesen als man es gewöhnlich vielleicht tut. Querlesen oder unaufmerksames Schmökern führen zwar aufgrund der breiten und eher einfachen generellen Geschichte nicht so leicht dazu, dass Faden verliert, aber man droht sich zu langweilen. Dies liegt darin, dass die Qualität der Bücher in beiden Fällen in den Beschreibungen und Ideen liegt, die in ihnen verkörpert werden. Allerdings sind die Dune-Romane keine so vollständige und abgeschlossene Reihe wie es „Der Herr der Ringe“ ist. Herbert verstarb bevor er sie vollenden konnte. Zwar setzte sein Sohn die Bücher angeblich anhand von Notizen seines Vaters fort, doch sind die Ergebnisse in Fankreisen höchst umstritten. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass Plot und Welt grundsätzlich andere Schwerpunkte setzen, die teilweise eher an Groschenromane erinnern, sondern auch daran, dass der Verlag altes, von Frank Herbert abgesegnetes Hintergrundmaterial einfach im Handstreich als „Paralleluniversum“ abtat.


    Der Plot von Dune jedoch beweist Virtuosität. So lässt Herbert den Leser teils durch die verschiedenen Erzählperspektiven, teils durch vor jedem Kapitel eingeschobene Zitate aus der Literatur seiner Welt, Dinge über den Verlauf der Geschichte wissen, die in einem schlechteren Buch die Spannung verdorben hätten. Bereits zu Beginn erfährt man, wer Verrat an den Atreides plant und dass es eine Verbindung zwischen Prinzessin Irulan und Muad‘Dib gibt, steht gar auf der ersten Seite. Mit solchen Vorgriffen schafft der Autor eine höhere Erwartungshaltung als bei einer klassischern Erzählweise.

    Ich bin der Ansicht, dass der Verlauf des Plotstranges dennoch der schwächste Aspekt des Romans ist. Ich hatte häufig das Gefühl, dass die Szenen nicht so ineinander greifen, wie sie es sollten. Es scheint, als wäre die Geschichte nicht so lückenlos vorausgeplant, wie sie sich gibt. Außerdem leidet das Buch ein wenig unter der Fantastik-Krankheit bestimmte Dinge erst dann zu erklären, wenn sie für den Plot relevant werden.


    Eines der zentralen Themen des Romans ist Religion und deren Ambivalenz. Die Gesellschaft, die Herbert beschreibt ist stark von Dogmen geprägt, die sich aus wunderlichen Kombinationen westlicher, nah- und fernöstlicher Prägungen zusammensetzen. So ist die Geisteswelt der Fremen von der sogenannten Zensunna geprägt und vieles aus der Orange-Katholischen Bibel gilt im Imperium als festes Gesetz.

    Gleichzeitig wird bereits früh im Roman erklärt, dass der Glaube der Menschen absichtlich manipuliert wurde um damit bestimmte Effekte zu schaffen. Es kein Zweifel daran gelassen, dass auch die zentrale Prophezeiung von Dune auf so einer bewussten Erfindung basiert. Dennoch schließt niemand aus, dass sie sich erfüllen kann. Der Leser bekommt hier ein interessantes Bild einer Gesellschaft, die einerseits Religion als von Menschen für Menschen gemacht ansieht, deren Richtigkeit oder gar die Existenz Gottes aber nicht anzweifelt.


    Die sprachliche Qualität, die besonders im englischen Original glänzen kann, zeigt sich auf jeder Seite. Hier sind besonders die lebendig geschriebenen Dialoge zu erwähnen. Eigentlich ist es in der englischen Literatur fast Standard, wenig wert auf Redebegleitsätze gelegt wird – egal ob man nun „Herr der Ringe“ oder „Harry Potter“ liest. Dieser Tradition folgt Herbert nicht. Vielmehr ist es so, dass er seine Charakter mehr über ihre Sprechweise und vor allem das Verhalten in den Gesprächen mit anderen definiert, als über die direkte Beschreibung.

    Auch das Spiel mit den aus verschiedenen Sprachen entlehnten Begriffen wirkt perfektioniert. So schafft es der Autor, bestimmten Ideen eine kulturelle Prägung zu geben, in welche er eigene fiktive Wörter gut einflechten kann.


    Insgesamt ist dieser Klassiker der SF-Literatur aus den 1960ern immer noch unerreicht. Für jeden, den dieses Genre interessiert, sollte das Buch ein Muss sein. Man sieht während des Lesens schnell, wie viele andere Werke von Dune inspiriert wurden, aber auch, warum bisher jede Umsetzung in ein anderes Medium gescheitert ist. Ich würde jedem Leser empfehlen sich zeitnah zum Buch auch David Lynchs katastrophale Verfilmung zu Gemüte zu führen, da dies sehr erheiternd ist. Die Regieentscheidungen dieses Reinfalls erscheinen im Vergleich zum Quellenmaterial noch abstruser als sie es für sich gesehen schon sind.



  3. Cover des Buches Die Kinder des Wüstenplaneten (ISBN: 9783453319554)
    Frank Herbert

    Die Kinder des Wüstenplaneten

     (117)
    Aktuelle Rezension von: Monika_Grasl

    Nach dem Ende von Band 2 kommt man zu der Überzeugung, dass in Band 3 naturgemäß Alia und Pauls Kinder ins Zentrum der Handlung rücken. Eine Überlegung, die sich bereits auf den ersten Seiten bewahrheitet. Allerdings in einem Umfang, was man so nicht vermuten würde. Denn diesmal geht es um all die Leben, welche sowohl Alia, als auch die Zwillinge in sich tragen. Während Alia mit einer zunehmenden Machtgier ins Zentrum der Handlung rückt, bleibt bei Leto und Ghanima erstmal unklar, in welche Richtung sich die beiden entwickeln.

    Klar hervor arbeitet sich dies erst, als Lady Jessica nach Arrakis zurückkehrt. Sie weiß bereits um das Schicksal ihrer Tochter und dem was die Schwesternschaft für ihre Enkel vorgesehen haben. Was Jessica jedoch nicht bedacht hat ist der Umstand, dass gerade Leto außerhalb dieser festgesetzten Regeln aggieren wird.

    Zu Anfang dümpelt die Handlung ein wenig dahin, was sich schlagartig ändert, als Leto und Ghanima gezwungen sind unabhängige Wege zu  bestreiten. Hier wird insbesondere der Fokus auf Leto gerichtet, was interessant anmutet, gelegentlich jedoch in zu vielen Längen der unzähligen Leben ausschweift. Leto wird dabei allerdings klar, dass der Wüstenplanet so, wie er jetzt besteht, keine Zukunft haben wird. Dies zwingt ihn zu drastischen Maßnahmen. Entscheidungen, welche in meinen Augen, ruhig etwas mehr ausgebaut gehört hätten. So bleibt alles eher in einem dunstigen Nebelschleier, der am Ende zwar seine Auflösung findet, aber ein etwas unbefriedigtes Gefühl zurücklässt. Die Nebenfiguren bekommen diesmal dafür mehr Platz eingeräumt, was in mancherlei Hinsicht wieder einen guten Fokus auf die Story liefert, da man sie somit aus einem anderen Blickwinkel betrachten kann.


    Fazit: Band 3 ist eine deutliche Steigerung zu den ersten beiden Bänden. Es geht nach wie vor um die Macht auf dem Wüstenplanet, wobei diesmal die Handlung besonders komprimiert ist. Zugleich bekommt man einen Einblick in die Verhaltensmuster der Verwandten der Atreides, obwohl es sich hier immer nur um kurze Augenblicke handelt.

  4. Cover des Buches Der Gottkaiser des Wüstenplaneten (ISBN: 9783453320444)
    Frank Herbert

    Der Gottkaiser des Wüstenplaneten

     (87)
    Aktuelle Rezension von: glasratz


    Arrakis wird nicht mehr Dune genannt. Es ist ein grüner Planet, wie Millionen anderer auch. Doch 3500 Jahre nach dem Tod von Paul Atreides herrscht von dort noch immer sein Sohn Leto II über das bekannte Universum. Nach seiner Verschmelzung mit den Sandforellen in ein Mischwesen aus Wurm und Mensch verwandelt, ist er selbst die letzte Quelle von Melange, ein als Gott verehrter Despot, der mit seiner eisernen Herrschaft die Menscheit auf ihren „Goldenen Pfad“ schicken will.

    Trotz der interessanten Prämisse setzt dieses Buch den Abwärtstend in der Folge der Dune-Romane unbeirrt fort. War „Die Kinder des Wüstenplaneten“ keine gute Fortsetzung, aber für sich kein schlechter Roman, so ist dieses Buch zwar eine logische Fortsetzung, aber allen voran kein gutes Buch.

    Zunächst ist hier das Problem, dass das Buch nicht dem Muster der vielschichtigen Handlungsstränge seines Vorgängers folgt, sondern stattdessen nach dem wesentlich einfacheren, kammerspielartigen Muster von „Der Herr des Wüstenplaneten“ gestrickt ist. Ja, stellenweise fühlt es sich sogar so an, als versuche Herbert das gleiche Buch mit anderen Charakteren noch einmal neu zu schreiben. Das bedeutet, dass es abseits der Haupthandlung um den Protagonisten Leto II höchstens einzelne Szenen, aber keine wirklichen Geschichten gibt.

    Dazu kommt, dass der Plot selbst wenig ereignisreich ist. Reine Gespräche nehmen, wie in den anderen Büchern auch, den Hauptteil ein, werden aber nur selten durch irgendwelche Ereignisse, die die Handlung vorantreiben würden, unterbrochen. Im Grunde redet Moneo mit Leto, Leto mit Duncan, Duncan mit Moneo, dann wieder Moneo mit Leto. Dass etliche der Gespräche keinen Sinn machen, sondern nur von Leto gefördert werden um andere Charaktere zu verwirren, wird dabei explizit erwähnt. Dies macht es dem Leser nicht unbedingt leichter.

    Es macht auch viel weniger Spaß diesen Gesprächen zu folgen als in den Vorgängern. Leto hat in den Jahrtausenden seiner Herrschaft einen großen Teil der Kultur und Gesellschaftsordnung der Welt von Dune ausradiert. Mentaten sind verboten, die Zensunna und die Orange-Katholische Bibel spielen keine Rolle mehr, der Adel ist entmachtet und CHOAM ist Geschichte. Damit ist Frank Herberts Welt ein großer Teil ihrer scheinbaren Tiefe, von welcher sie über die vorherigen Bände gezehrt hat, einfach genommen. Wie scharf dieser Bruch ist, zeigt sich auch daran, dass sämtliche Einleitungstexte der Kapitel nur noch von Leto stammen, nicht mehr aus anderen Hintergrundwerken des Universums.

    Natürlich, dies ist vermutlich gewollt und soll die Absolutheit der Herrschaft des Gott-Imperators zeigen, aber spannender macht es das Buch auch nicht.

    Dies liegt zum großen Teil darin begründet, dass Leto kein besonders interessanter Charakter ist. Er war es schon im letzten Band nicht. Nun, als Quasi-Gott ist er es noch weniger. In jeder Szene ist er stets ein Dozent, der mehr Oberlehrer als Despot seinen Untergebenen mit vielen sprachlichen Tricks und Fallstricken seine Philosophie offenbart. Dabei wiederholt er sich auch gerne oder erklärt unterschiedlichen Charakteren das selbe Thema. Zu meinem Leidwesen hat mich die Philisophie des Goldenen Pfads wesentlich weniger interessiert als die Gedankenwelt der Fremen und die Zensunna.

    Der Goldene Pfad selbst wird auch trotz der gewaltigen Textmenge die darüber geschrieben wird nie ganz erklärt. Es bleibt ein Sammelsurium aus unterschiedlichen, sich mitunter widersprechenden Ideen. Gespräche dieser Art waren schon der Tiefpunkt des Vorgängers und nun machen sie das ganze Buch aus!

    Auch die anderen Charaktere des Buches sind keine großen Würfe. Sie sind hauptsächlich eindimensionale Statisten, die genau ein oder zwei Emotionen verkörpern und eigentlich nur dazu da sind um Leto irgendwelche Gesprächspartner zu geben. Nicht einmal der hundertfach wieder geklonte Duncan Idaho schafft es an seinen Vorgänger aus dem letzten Roman heranzukommen. Er wirkt hier wie eine schlechte Parodie von Huxleys John Savage.

    Passend dazu herrscht im gesamten Buch eine merkwürdige Atmosphäre unterdrückter Sexualität. Ständig wird darüber gesprochen, Andeutungen gemacht oder Gerüchte verbreitet. Ständig darf irgendjemand nicht mit irgendjemandem schlafen aber eine oder beide Seite dürfen oder möchten nicht, weshalb nichts daraus wird. Das wirkt irgendwie ungesund und entwickelt sich zum Ende hin zu einem unterschwelligen Hauptthema des Buches. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich damit anfangen soll. Meine beste Theorie ist, dass der Autor bei diesem Buch etwas frustriert war und bei den anderen davor wohl nicht.


    Alles in Allem ist es wirklich kein gutes Buch. Die Dune-Romane weisen damit einen linearen Abwärtstrend in der Qualität auf und ich bin sehr gespannt, ob sich dies beim nächsten Roman fortsetzt.

  5. Cover des Buches Der Herr des Wüstenplaneten (ISBN: 9783453319547)
    Frank Herbert

    Der Herr des Wüstenplaneten

     (140)
    Aktuelle Rezension von: Monika_Grasl

    12 Jahre liegen zwischen dem Ende von Band 1 und dem Beginn des 2. Bandes rund um den Wüstenplanet. Paul ist nunmehr der Imperator und muss sich an mehreren Fronten behaupten. Zum einen vor seiner "Ehefrau", andererseits vor den großen Häusern und der MAFEA. Hinzu kommt, dass neben der Schwesternschaft eine weitere Vereinigung in die Handlung eingeführt wird. Durch diesen Umstand erwartet man als Leser einen neuen Spannungsbogen, was am Anfang auch so wirkt. Jedoch nach den ersten Seiten bereits in einer ermüdenden Endlosdiskussion seinen weiteren Verlauf findet. Stellenweise kann das Buch, dann wieder sehr überzeugen, wenn neue und alte Figuren auftauchen von denen man sich nicht erwartet hätte, dass sie einen Platz finden.


    Persönlich hat mir Pauls Entwicklung in diesem Band bedeutend besser gefallen, als in Band 1. Man liest gut heraus, dass er in einem permanenten Selbstzweifel bezüglich seiner getroffenen Entscheidungen steckt. Auf der anderen Seite läuft dagegen Chanis Entwicklung in eine konträre Richtung. Sie wirkt in manchen Szenen allzu überspitzt dargestellt. Zu Alia hab ich in diesem Band keinen richtigen Bezug gefunden. Sie ist zwar anwesend, aber es erscheint mir, als stünde sie in einem permanenten Wettkampf zu Paul, sich selbst und der Schwesternschaft. Das ermüdet die Szenen mit ihr zu lesen.


    Fazit: Band 2 ist keineswegs schlecht. Gerade der Hauptprotagonist macht einen merklichen Wandel durch und auch die neuen Figuren bieten Potenzial. Allerdings muss man auch dazu sagen, dass es manchmal in der Handlung stockte und sich die Figuren allzu oft in stillen Gedankengängen verlieren.

  6. Cover des Buches Die Erlöser des Wüstenplaneten (ISBN: 9783641210144)
    Brian Herbert

    Die Erlöser des Wüstenplaneten

     (8)
    Aktuelle Rezension von: itwt69
    Der 8. und letzte Teil schließt den Kreis dieser über 4000 Seiten umfassenden Saga sowohl um den Wüstenplaneten als auch um das gesamte Universum. Wird es dem finalen Kwisatz Haderach gelingen, die Menschheit zu retten oder den Jägern zum allumfassenden Sieg zu verhelfen? Und wer ist dieser Kwisatz Haderach in Wirklichkeit? Was haben die Gestaltwandler in diesem universellen Konflikt vor? Der Abschluss ist nicht mehr ganz so fesselnd aber dennoch spannend, das Ende ist gut aber nicht sensationell. Da diese Geschichte vermutlich vor "Matrix" geschrieben wurde ist es sehr wahrscheinlich, dass sich doch sehr daran angelehnt wurde. Die Parallelen sind unübersehbar...Alles in Allem ein grandioses Werk, welches vom 2.-4.Teil ziemlich schwächelt und in sehr ungewohnte und unerwartete Richtungen geht, sich dann jedoch ich einen hochspannenden Konflikt im gesamten Universum entwickelt.
  7. Cover des Buches Das Haus Atreides (ISBN: 9783453521599)
    Brian Herbert

    Das Haus Atreides

     (17)
    Aktuelle Rezension von: PieEmpire
    Habe es als Lückenfüller zwischen der "Ordensburg" und den "Jägern" gelesen. Mir fiel hier erst das erste Mal auf, dass sich der Schreibstil doch von dem Frank Herberts unterscheidet, aber nicht schlimm. Inhaltlich: seeehr spannend, hab es regelrecht verschlungen :) Und man erfährt sehr viel Interessantes über die Vorgeschichte!
  8. Cover des Buches Träume vom Wüstenplaneten (ISBN: 9783641254193)
  9. Cover des Buches Butlers Djihad (ISBN: 9783453523586)
    Brian Herbert

    Butlers Djihad

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Der_Buchdrache
    Frank Herberts Wüstenplanet ist vielleicht eine der bekanntesten Science-Fiction-Reihen. Nach dem Tod des Autors setzt nun sein Sohn Brian Herbert zusammen mit Kevin J. Anderson die Geschichte fort. In »Butlers Djihad« erzählen sie den Beginn der Legenden des Wüstenplaneten.

    Seit Tausend Jahren haben die Denkmaschinen die Menschen versklavt. Einige jedoch entkamen ihnen und leben als freie Menschen in den Liga-Welten. Sie sind bestrebt, die synchronisierten Welten unter der Herrschaft des Allcomputers Omnius zu befreien. Aber erst, als eine der ihren von den Maschinen gefangen wird und unverhofft eine Rebellion unter den Sklaven auslöst, wagen sie es, den Krieg mit allen Mitteln zu den Maschinen zu tragen.

    Nachdem der »Wüstenplanet« in der Bibliothek vergriffen war, den ich eigentlich lesen wollte, habe ich mit dem chronologisch ersten Teil der Reihe begonnen. Ich hatte hier allerdings das Gefühl, dass das Buch eher für Fans der Reihe geschrieben wurde, statt für Neueinsteiger wie mich. Man muss insbesondere am Anfang sehr am Ball bleiben, um nichts zu verpassen. Hier hilft allerdings auch das Glossar am Ende des Buches. Dennoch habe ich das Gefühl, ein, zwei Sachen noch nicht ganz verstanden zu haben. Ich hoffe, das gibt sich mit der weiteren Lektüre der Bücher, spätestens der ursprünglichen.

    Gerade ab dem Punkt, wo Serena Butler zur Sklavin des Roboters Erasmus wird, nimmt das Buch einiges an Spannung auf, da sie schwanger von ihrem frisch vermählten Ehemann ist. Selbiger glaubt sie aber tot und ehelicht ihre Schwester. Das ist natürlich ein perfektes hausgemachtes Drama, das man sehr gern beim Lesen verfolgt.

    Das Problem, das ich mit dem Buch habe, liegt allerdings darin, dass die Emotionen der beteiligten Charaktere, insbesondere Serenas und Xaviers, ihre Ehemannes, zwar schon irgendwie da sind und man mit ihnen teils mitfühlt, diese Gefühle aber nicht unbedingt zu 100% beim Leser ankommen. Das Buch ist oft ein zusammenfassender Bericht bestimmter Ereignisse des Krieges und liest sich auch an anderen Stellen eher wie ein Bericht, wo mehr Gefühl angebracht wäre. Das ist ziemlich schade, da man allein durch einen emotionaleren Stil viel mehr hätte rausholen können.

    Die Cymex, eine Art Cyborgs, die ihre menschlichen Gehirne in Roboterkörper einbauen, sind natürlich ziemlich cool. Bei denen weiß man nicht so genau, woran man ist. Auch sie wollen wieder Macht erlangen, die ihnen ironischerweise von ihrer Schöpfung Omnius genommen wurde, gleichzeitig wollen aber auch sie die Sklavenherren der Menschen sein. Noch arbeiten sie mit Omnius zusammen, aber im Hintergrund planen auch sie einen Putsch. Noch passiert im ersten Band nicht viel in diese Richtung, aber mal sehen, wohin das in den anderen Bänden führt!

    Die Denkmaschinen wirken leider nicht völlig durchdacht. Sie wirken häufig eher, als hätte man es mit einem Menschen statt einem Computer zu tun. Ich hatte dabei häufig den Film »Her« im Kopf (sehr zu empfehlen übrigens), wo Samantha, das intelligente Betriebssystem, mit dem der Protagonist eine Beziehung führt, am einem gewissen Punkt sich so weit entwickelt hatte, dass sie mit tausenden anderen Betriebssystemen gleichzeitig kommunizieren konnte. Das erscheint mir für eine Kommunikation unter intelligenten Computern auch wesentlich sinnvoller, immerhin funktionieren sie jetzt schon schon. Warum also sollten sie auf verbale Kommunikation zurückgreifen, wie sie es hier tun? Reiner Datenaustausch wäre weitaus effizienter, und immerhin wird immer wieder betont, dass Omnius und seine Denkmaschinen auf genau diese Effizienz aus sind.

    Ironischerweise ist allein Erasmus eine Ausnahme davon. Er hat von allen näher beleuchteten Denkmaschinen das größte Interesse an Menschen und will sie und ihre Verhaltensmuster verstehen. In gewisser Weise ist er ihnen von allen Denkmaschinen am ähnlichsten – und der einzige, bei dem man merkt, es nicht mit einem Menschen zu tun zu haben. Er hat absolut keine Moral, ein Sinn für die Kunst geht ihm ebenfalls ab und Empathie besitzt er ebenso wenig. Dass das  einem Roboter am ehesten abgeht, leuchtet vollkommen ein. Es wäre schön gewesen, wenn das auch bei den anderen Denkmaschinen so gewesen wäre.

    Dennoch, auch wenn das Buch einige Logiklücken hat und doch eher ein Weltraummärchen ist als wissenschaftlich fundierte Science Fiction (man kann nicht mal eben zwischen den Sternen reisen, ohne mit der Beschleunigung und der Zeitdilatation zu kämpfen), so waren es doch angenehme Lesestunden, die vor allem gegen Ende des Buches Lust auf mehr machten. Zum Glück gibt’s ja noch zwölf weitere Bände.
  10. Cover des Buches Dune: Haus Atreides (Graphic Novel). Band 1 (ISBN: 9783967921175)
    Brian Herbert

    Dune: Haus Atreides (Graphic Novel). Band 1

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Flaventus

    Nachdem ich den ersten Band der Graphic-Novel-Adaption von „Dune: Der Wüstenplanet“ gelesen habe, habe ich mir felsenfest vorgenommen, mit dem Roman ein ReRead zu starten. Ich habe zwar angefangen, den Roman zu lesen, wurde dann aber von vielen anderen Büchern überrannt, so dass ich den ReRead immer wieder nach hinten geschoben habe. Immerhin ist es mit dem einen Band ja nicht getan, denn es sind insgesamt 6 Bände, die die Dune-Saga umfasst. Tja, da liegen diese Bücher brav als eBook auf meinem Reader und warten geduldig darauf, von mir gelesen zu werden.

    Nun ist wiederum ein erster Band einer Graphic-Novel-Adaption erschienen. Allerdings nicht von Frank Herberts Original, sondern von der Vorgeschichte „Der Wüstenplanet – Die frühen Chroniken“, die sein (mittlerweile auch schon 74-jährige) Sohn als Trilogie (nach dem Tod seines Vaters) veröffentlicht hat. Da ich auch diese Bücher (noch) nicht gelesen habe, kann ich nichts darüber sagen, wie dicht die Graphic-Novel-Adaption bei der Romanvorlage bleibt.

    Auf den ersten Blick gibt es einen sehr markanten Unterschied. Die Gedanken, die in den Werken, die auf „Der Wüstenplanet“ basieren, sehr ausdrucksstark zur Geltung gebracht werden, kommen nur noch im kleinen Rahmen vor und spielen nur noch eine untergeordnete Rolle. Ohne es zu wissen, vermute ich mal, dass dies auch in der Buchvorlage der Fall ist. Das nimmt den Büchern etwas an Atmosphäre.

    Die Komplexität hingegen bleibt. Gebündelt auf vergleichsweise wenige Seiten dieser Graphic-Novel-Adaption kann das den Leser erschlagen, der die Welt von Dune gar nicht kennt. Neben den Atreides und den Wüstenplaneten selbst gibt es zahlreiche andere Parteien und Orte, an denen wieder fleißig Intrigen gesponnen werden. Ich denke allerdings, dass Bücher von solch einer Komplexität einfach einen größeren Umfang brauchen. Viel zu schnell sind die Szenen-Wechsel und zu sprunghaft der Erzählstil.

    Zeichnerisch macht dieser erste Band sicherlich nichts verkehrt und bietet dem Leser eine gute und grundsolide Darstellung, ohne aber herausragende Akzente zu setzen. Ein Stil, der mir schon des Öfteren in solchen Comics bzw. Graphic Novels begegnet ist.

    Fazit

    Die Vorgeschichte zu Dune hat sicherlich ihren Reiz. Auch als Graphic-Novel-Adaption. Ich hätte mir die Ausführung auf ein paar mehr Seiten gewünscht, damit ich als Leser nicht permanent mit Szenen-Wechseln konfrontiert werde. Wer die Bücher kennt, wird sich sicherlich besser zurechtfinden als ich. Dennoch kann ich den Auftakt zu dieser Trilogie empfehlen, wenn auch mit besagten Einschränkungen.

  11. Cover des Buches Der Kreuzzug (ISBN: 9783453524347)
  12. Cover des Buches Das Haus Corrino (ISBN: 9783453521612)
  13. Cover des Buches Die Jäger des Wüstenplaneten (ISBN: 9783641210137)
    Brian Herbert

    Die Jäger des Wüstenplaneten

     (11)
    Aktuelle Rezension von: seoirse_siuineir

    22 Jahre nachdem Frank Herbert seinen setzten Wüstenplanetroman "Die Ordensburg des Wüstenplaneten" verfaßt hatte, brachten dessen Sohn Brian und Kevin J. Anderson die Zweite Trilogie zum Abschluß, wobei sie die Geschichte aus dem Nachlaß von Frank Herbert weitersponnen.

    Zwischenzeitlich hatten die beiden allerdings auch schon eigene Romane, die ebenfalls im Wüstenplanet-Universum angesiedelt sind, teilweise aber zeitlich deutlich vor den jetzt beschriebenen Ereignissen spielen ("Die Legenden des Wüstenplaneten") verfaßt. In den hier vorliegenden "Jägern" wird auf Handlungsstränge und Personen dieser Romane zurückgegriffen. Bei der Erwähnung früherer Ereignisse wurde die Kontinuität nicht immer eingehalten. So wurde aus Jehanne Butler, der Anführerin von Butlers Djihad, Serena Butler, aus den Fischrednern des Gottkaisers Leto wurden die Fischsprecher, wobei Letzteres möglicherweise der deutschen Übersetzung geschuldet ist.

    Der Roman setzt drei Jahre nach der in "Die Ordensburg des Wüstenplaneten" geschilderten Flucht von Duncan Idaho, Miles Teg, Sheeana und ihren Gefährten ein und erstreckt sich über sechzehn Jahre. Dies und die Tatsache, daß es eine ganze Reihe von Protagonisten gibt, lassen einen "roten Faden" vermissen, einige Charaktere bleiben sehr blaß. Die Kapitel sind teilweise nur wenige Seiten lang, die Ereignisse in den sechzehn Jahren werden oft nur als Streiflichter beschrieben,

    Trotzdem hat mir die Geschichte gefallen: viele der noch offenen Rätsel aus den Vorgängerbänden werden aufgelöst, man merkt, daß das Ganze zum Abschluß gebracht wird. So bin ich auf den Folgeband, die unmittebare Fortsetzung, "Der Erlöser des Wüstenplaneten" gespannt.


  14. Cover des Buches Das Haus Harkonnen (ISBN: 9783453521605)
  15. Cover des Buches Hourglass (ISBN: 9783844508512)
    Myra McEntire

    Hourglass

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Elenas-ZeilenZauber
    ‘*‘ Meine Meinung ‘*‘
    Ja, ähm, nun, vom ersten Band einer Trilogie erwarte ich schon, dass er mir einen Überblick verschafft. Aber am Ende des Buches weiß ich immer noch nicht, was Hourglass wirklich macht - mit dem Geschwafel „Mentoring usw.“ kann ich nichts anfangen. Den Sinn sehe ich nicht.
    Erst ganz zum Schluss wurde ein wenig klarer, warum Emerson in „größter Gefahr“ schwebt - wie es der Klappentext verrät. Doch der Weg dahin ist langatmig.
    Im Großen und Ganzen ist die Story eine klischeebeladene Teenie-Liebesgeschichte. Ich habe mal meine Tagebücher aus meiner Teenie-Zeit herausgekramt und nein, es ist nicht typisch für Teenies, sich so schmachtend zu verhalten. Ich fühlte mich in einen amerikanischen Teenie-Film versetzt.
    Die Sprecherin Merete Brettschneider brachte dieses Pseudo-Teenie-Getue sehr lebendig rüber und sorgte dafür, dass ich nicht total bei dem Hörbuch abschaltete.
    Der Schreibstil der Autorin ist auch recht einfach und stellenweise überzogen und langatmig. Da werden Dinge in epischer Breite beschrieben, die man mit einem Satz abgehandelt haben könnte.
    Ich habe jedenfalls keine Lust auf die beiden Folgebände, weil es mir echt egal ist, wie die Geschichte weitergeht. Das Hörbuch bekommt einen Stern.

    ‘*‘ Klappentext ‘*‘
    Die 17-jährige Emerson Cole sieht Dinge, die niemand sonst sehen kann: Es sind Geister, Menschen aus einer anderen Zeit. Keiner konnte ihr bisher erklären warum. Erst als sie Michael Weaver kennenlernt, den attraktiven Experten einer mysteriösen Organisation namens „Hourglass“, scheint ihre Welt wieder Sinn zu ergeben. Nicht nur fühlt sie sich zu ihm hingezogen, sondern er eröffnet ihr, dass sie eine besondere Gabe besitzt - sie kann durch die Zeit reisen. Nur deshalb hat Michael sie aufgesucht, und nur deshalb schwebt sie bereits in größter Gefahr.
  16. Cover des Buches Sideways (ISBN: 9783453500303)
    Rex Pickett

    Sideways

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Wunderbar- auch ohne "I don`t drink no fucking Merlot!". Das Buch (und ebenso der Film) sind einfach schreiend komisch, sagen aber andereseits auch viel über moderne Beziehungen und Freundschaft unter Männern aus. Darf man auf keinen Fall verpassen!
  17. Cover des Buches Die Ordensburg des Wüstenplaneten (ISBN: 9783641139568)
    Frank Herbert

    Die Ordensburg des Wüstenplaneten

     (62)
    Aktuelle Rezension von: TheSaint

    Auf dem Ordensburg-Planeten befindet sich das Mutterhaus der Bene Gesserit und von hier aus beobachtet die Schwesternschaft das Wüten der Geehrten Matres, die bereits 16 Planeten der Bene Gesserit vernichtet haben. Auf dem Planeten befindet sich auch ein Sandwurm, den Sheeana im letzten Moment vom Wüstenplaneten retten konnte und der mit der Desertifikation des Domstift-Planeten begonnen hat. Die viel zu schnelle Verwandlung des fruchtbaren Planeten in eine Wüste lässt eine Opposition gegen den Schwesternorden entstehen. Die Mutter Oberin Odrade sieht sich also nicht nur mit der Bedrohung durch die gewalttätigen Geehrten Matres, sondern auch mit Widerstand in den eigenen Reihen konfrontiert. 

    Sie plant mittels Murbella, einer Geehrten Mater, die die Bene Gesserit gefangennehmen konnten und zu einer der ihren machten, einen genialen Schachzug. Gleichzeitig züchtet sie aus geretteten Originalzellen des auf dem Wüstenplaneten gefallenen Miles Teg dank der Bene Tleilax-Technologie den ersten eigenen Ghola. Die Feldherren- und Strategiequalitäten des neuen Miles Teg, die dank Sheeana und Duncan Idaho durch Wiedererwecken der Original-Erinnerungen aktiviert werden, sollen zum Sieg über die Geehrten Matres führen, die ihrerseits auf der Flucht vor noch einem größeren Feind zu sein scheinen.

    Politische Manöver seitens Odrade und ihrer Schwesternschaft und militärische Aktionen von Miles Teg führen zu einem großen Showdown auf dem Planeten Kreuzweg und eine Neuverteilung der interstellaren Kräfteverhältnisse unter einer neuen Führung beginnt... Die Opposition innerhalb der Bene Gesserit setzt sich mit Sheeana und Duncan an Bord eines Nicht-Schiffes in den unkartierten Weltraum ab...

    1985 erschien dieser Band, im Februar 1986 verstarb der Autor. Die Geschichten aus dem Wüstenplaneten-Universum wurden vom Sohn des Autors - Brian Herbert - und Kevin J. Anderson aufgrund von Aufzeichnungen des Schriftstellers fortgeführt.

    Dieser Roman versteht durch die Konfrontation zweier mächtiger Frauen-Orden gut zu unterhalten. Die starken Persönlichkeiten und deren politische und strategische Schachzüge faszinieren. Doch leider bremsen auch viele gedankliche Exkurse der Protagonisten und philosophische Ausschweifungen den straffen Fortgang der Geschichte. Diese Momente in allen Romanen der beiden "Dune"-Zyklen sind der einzige Schwachpunkt eines sonst großartigen Werkes.

    Es bleibt zu hoffen, dass der neue Versuch, "Dune" gebührend auf die große Leinwand zu bringen, 2021 gelingt und viele Zuschauer und ein neues Publikum, welches sich dann für die geschriebenen Abenteuer rund um den Wüstenplaneten, die Sandwürmer und die Schicksale der großen Familien interessiert, mit sich bringt.

  18. Cover des Buches Das Haus Harkonnen (ISBN: 9783453196520)
  19. Cover des Buches Die Schlacht von Corrin (ISBN: 9783641210199)
    Brian Herbert

    Die Schlacht von Corrin

     (14)
    Aktuelle Rezension von: PieEmpire
    Das letzte Buch der Legenden-Trilogie. Man erfährt [zumindest andeutungsweise], wie die Gilde, die Bene Gesserit, das Imperium und das Imperator-Geschlecht und vor allem der Zwist zwischen den Atreides und den Harkonnen entstehen. Soweit fand ich es auch echt gut und sehr spannend. Allerdings hatte ich beim Lesen das Gefühl, dass die Autoren einfach nicht wollen, dass die Endschlacht nicht schon früher stattfindet, anstatt [wie man es sich von ner guten, lebendigen Schreibweise wünscht] dass die Menschen im Buch es einfach nicht früher bewerkstelligen können. Und was weiter mit den Mentaten und Erasmus' Gelsphäre passiert, wird am Ende auch komplett weggelassen. Insgesamt rundet es aber die Geschichte des Djihad ab und man kann sich die weitere Entwicklung, die Heldenbildung und den Fortschritt der Menschheit ganz gut vorstellen.
  20. Cover des Buches Dune – Der Wüstenplanet (ISBN: 9783837166972)
    Frank Herbert

    Dune – Der Wüstenplanet

     (4)
    Aktuelle Rezension von: mandalotti

    Als richtiges Buch hätte ich es nie beendet. Das war einfach nicht meins. 

    Die Protagonisten waren durchweg unsympathisch, es gab wenig Spannung, keine interessanten Wendungen, alles war irgendwie vorhersehbar.

    Ich kann definitiv den Hype um das Buch nicht verstehen.

    Ich gebe 2,5 Sterne und Runde auf 3 auf. 

  21. Cover des Buches Der Kreuzzug (ISBN: 9783453520004)
    Brian Herbert

    Der Kreuzzug

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Der_Buchdrache
    Brian Herbert und Kevin J. Anderson setzen in »Der Kreuzzug« die frühen Legenden des Wüstenplaneten fort. Dies ist der zweite Teil von drei aus den Wüstenplanet-Legenden.

    Serenas Djihad hat gerade erst begonnen. Die Ermordung ihres Kindes durch den Roboter Erasmus war nur das Zünglein an der Wage, das den Flächenbrant des Djihad entfachte. Nun ist es ihr erbittertstes Ziel, die Denkmaschinen auszurotten - um jeden Preis. Serena wird zur Priesterin des Djihad, zur strahlenden Galeonsfigur ihres Welten umfassenden Kreuzzuges gegen die Maschinen. Und sie schreckt vor nichts zurück, denn sie ist fest entschlossen, die Denkmaschinen bis auf den letzten Gelschaltkreis zu vernichten. Selbst wenn sie dafür über die Leichenberge ihres eigenen Volkes gehen muss.

    Im Prinzip erfüllt dieser Band genau die Erwartungen, die sein Vorgänger schürte: Er war weder besser noch schlechter als dieser. Leider heißt das auch, dass mir als Neuling des Wüstenplaneten immer noch ein paar Details fremd bleiben. Jetzt bleibt es also auf die Originalreihe zu hoffen, dass diese Dinge da geklärt werden. Das finde ich ein wenig schade. Aber zum Glück sind das nur Details, insgesammt bleibt der Roman verständlich.

    Das liegt mitunter auch daran, dass einige grundlegende Fakten immer und immer wieder wiederholt werden, teils, als seien sie Ereignisse, die in anderen Büchern stattfanden und nicht gerade einmal 200 Seiten vorher. Das war ein wenig befremdlich. Zumindest hilft es beim Memorieren.

    Was auch diesem Roman fehlen, sind echte Emotionen. Recht weit am Anfang gibt es eine Szene, in der ein Mensch von Kampfrobotern zu Tode gefoltert wird, die jedoch im Leser nicht mehr auslöst als ein »Gut, okay. Der ist jetzt hin.« Die Szene ist exemplarisch für viele eigentlich emotionale Szenen im Buch, die sehr steril und gefühlskalt dargestellt werden. Gibt es Emotionen, wirken sie mitunter sehr aufgesetzt und steif und haben damit ebenfalls eine eher geringe Wirkung auf den Leser.

    Kurioserweise ist es die Denkmaschine Erasmus, die durchaus Emotionen auslösen kann. Durch seine perversen und grausamen Experimente an menschlichen Sklaven gelingt es ihm wie keiner anderen Denkmaschine, Abscheu im Leser auszulösen - genau das, was damit auch erreicht werden wollte. Hier ist es tatsächlich gelungen. Ein wenig kurios, denn Erasmus ist immer noch ein Computer, jedoch einer auf dem besten Weg zum Mensch, was noch durchaus interessante Entwicklungen bereithalten könnte.

    Der Roman geht mittlerweile differenzierter mit Serenas Djihad um, vor allem gegen Ende des Romans. Im Laufe der Handlung wird immer wieder angesprochen, dass mit fortschreitender Dauer des Krieges die Proteste gegen den Djihad immer heftiger werden und die Menschen ein Ende des Krieges herbeisehen. Es gibt jedoch eine Reihe von Protagonisten, die stark vom Krieg profitieren und nicht wollen, dass er aufhört, da sie sonst ihre Daseinsberechtigung verlieren. Serena selbst ist mittlerweile so fanatisch von der Idee besessen, die Denkmaschinen auszurotten, dass ihre gesamte Existenz darauf ausgerichtet ist. Auch sie kann daher nicht zulassen, dass der Krieg aufhört und ein Frieden mit den Denkmaschinen ausgehandelt wird. Sie und einige andere unternehmen daher aktive Bestrebungen, den Krieg weiterhin fortzuführen - auf Kosten vieler Milliarden Menschenleben. Während im ersten Band noch relativ klar in Gut und Böse unterteilt wird, bekommen einige Seiten hier doch deutlichere Grauschattierungen.

    Und dann gibt es da noch die Cymex, die ebenfalls gegen Omnius aufgebehren wollen, gleichzeitig aber gleicheztig auch keine Verbündeten der Liga der Edlen, also der freien Menschen, sind. Damit ist plötzlich jeder gegen jeden, und auch innerhalb der Fraktionen gibt es Spannungen, die zum Vorteil für die anderen beiden Parteien gereicht sein könnten. Damit stellt der Roman eine ziemlich explosive Mischung her.

    Leider kommt davon durch die rar gesähten Emotionen der Protagonisten nicht alles beim Leser an und der Roman bleibt schlussendlich doch hinter seinem Potenzial zurück. Er hätte sich damit seinem Vorgänger gegenüber steigern können. Dennoch bleibt die Lust und Neugierde auf die folgenden Bände, auch wenn es nicht die aufregendste Lektüre war.
  22. Cover des Buches Die Ketzer des Wüstenplaneten (ISBN: 9783641139605)
    Frank Herbert

    Die Ketzer des Wüstenplaneten

     (67)
    Aktuelle Rezension von: TheSaint

    Die zweite Trilogie der "Dune"-Saga von Frank Herbert beginnt 1.500 Jahre nach den Geschehnissen des letzten Romans.

    Der tyrannische Gottkaiser Leto II Atreides hatte über Jahrtausende eine Weiterentwicklung der Menschheit unterdrückt. Nach seinem Tod jedoch strömten die verschiedenen Völker hinaus ins Universum und eine Weiterentwicklung konnte stattfinden.

    Nun kehren die Völker der Diaspora (Existenz religiöser, nationaler, kultureller oder ethnischer Gemeinschaften in der Fremde, nachdem sie die traditionelle Heimat verlassen haben) zurück und fordern das bisherige Machtgefüge im Namen der "Geehrten Matres" heraus. Die "Matres" sind ein extrem gewalttätiger Frauen-Orden, der alles zerstört, was er nicht beherrschen kann. Die derzeitigen Ordnungsmächte - Bene Gesserit und Bene Tleilax - müssen sich dieser Herausforderung stellen und bilden eine Zwangsallianz... wobei sie aber ihre eigenen Ziele im Hintergrund weiterverfolgen.

    Die Bene Gesserit ziehen auf Gammu (der alte Planetenname lautet Giedi Primus) einen neuen Duncan-Idaho-Ghola der Tleilaxu auf, der dann mit dem aus der Sandwüste auf Rakis (ehemals Arrakis, der Wüstenplanet) aufgetauchten Mädchen Sheeana in Verbindung gebracht werden soll. Sheeana hat nämlich die Gabe, mit den Sandwürmern kommunizieren zu können. Nebenbei versuchen sie das Geheimnis des Klonverfahrens sowie das der Frauen der Tleilaxu zu erfahren.

    Die Bene Tleilax haben es nach ewig langer Zeit geschafft, die Gewürzmelange (Spice) künstlich herzustellen und somit das Gewürzmonopol zu brechen. Mit dem Auftauchen der "Geehrten Matres" bringen die Tleilaxu neuartige Gestaltwandler zum Einsatz und versuchen ihren Orden gegen die Bene Gesserit auszuspielen.

    Als Gammu angegriffen wird, schafft es der pensionierte Bashar und Ghola-Ausbilder Miles Teg, Duncan Idaho und die Ehrwürdige Mutter Lucilla in Sicherheit zu bringen... er wird jedoch bei der Kontaktaufnahme zu den Bene Gesserit gefangen genommen. Auf ihrer Flucht geraten Duncan und Lucilla an die Geehrte Mater Murbella, die den blutjungen Duncan durch sexuelle Prägung ihrer Gruppierung hörig machen will. Doch sie tappt damit in eine Falle der Tleilaxu, die in Duncan's Zellen ein Geheimprogramm aktiviert, welches den zu Prägenden bemächtigt, die Prägende gefügig zu machen. Die Beiden geraten somit in eine unauflösliche Abhängigkeit.

    Bei Miles Teg werden während eines Verhörs durch die Geehrten Matres übermenschliche Fähigkeiten freigesetzt, die ihn nicht nur extrem schnell werden lassen, sondern ihm auch kurze Einblicke in die nahe Zukunft ermöglichen. Es gelingt ihm mit einem Nicht-Schiff der Matres die Flucht. Auf dem Wüstenplaneten holt er seine Tochter Odrade (eine Ehrwürdige Mutter), Sheeana und einen Sandwurm ab... Doch die Rettung kostet ihn das Leben, als die Geehrten Matres den Wüstenplaneten zu Schlacke verbrennen...

    Es ist wieder ein faszinierendes Ränkespiel verschiedenster Interessengruppen. Die Ordnung des Universums hat sich verändert und die Menschheit kehrt in all ihrer Grausamkeit zurück. Frank Herbert startet die zweite Trilogie mit einem tollen Mix neuer und altvertrauter Figuren. Der Brückenschlag gelingt ihm dank sehr klar und logisch ausgeführter Erklärungen exzellent. Wiedersehensfreude paart sich beim Lesen mit verblüffenden neuen Entwicklungen und Situationen. Wenn es manchmal auch Zwiegespräche der Figuren mit sich selbst gibt und diese den Fortgang der Handlung etwas lähmen, so sind diese Gedankengänge trotzdem spannend und hilfreich im Verständnis dieser neuen Ordnung im Universum. Wie alle Vorbände ist auch dieser 5. Roman eine Wonne!

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