Bücher mit dem Tag "dunkle energie"
7 Bücher
- James S. Trefil
Fünf Gründe, warum es die Welt nicht geben kann
(2)Aktuelle Rezension von: paulsbooksAuch dieses Buch fällt für mich in den Bereich "gelungenes populärwissenschaftliches Werk der Kosmologie". Das Besondere daran ist: es beginnt bereits im Titel damit, den Zweifel am eigenen Verständnis der Dinge zur Triebfeder zu erheben, sogenannte Wahrheiten zu hinterfragen und dadurch zu einem tieferen Begreifen zu kommen. Eine grundlegende und sehr wirkungsvolle menschliche Vorgehensweise!
Es gibt viele Gründe, warum es das Universum in unserer beobachtbaren Form eigentlich(!) nicht geben kann. Auf dieser argumentativen Basis beginnt der Autor seine Ausführungen, die belegen, wie unwahrscheinlich das, was wir sehen, eigentlich ist. Wenn man nur wenige Parameter (Naturkonstanten o.ä.) ändern würde, könnte das, was wir alle kennen und beobachten, in dieser Form nicht existieren.
Hauptthema des Buches ist allerdings ein tiefer Exkurs in den Bereich des Wesens des Alls, den man mithilfe des Standardmodells der Physik nicht erklären kann. Es geht um dunkle Materie und dunkle Energie. Mittlerweile steht außer Frage, dass es sie geben muss, nur entziehen sie sich unseren Beobachtungen. Womöglich halten viele interessierte Menschen diese Ausdrucksformen des Universums auch aufgrund des Namens nur für Hypothesen oder Hirngespinste, jedoch handelt es sich um sicht- und berechenbare Phänomene (Beispiel: die Fliehkraft der Galaxien übertrifft die Eigengravitationskraft der beobachtbaren Masse bei weitem), die allerdings experimentell noch nicht bestätigt werden konnten und somit zunächst Hilfsgrößen sind. Was das wahre Wesen dieser Dinge ist - darüber wird der Leser nach Genuss dieses Buches sicher wesentlich fachkundiger nachdenken können als vorher.
Das Buch ist in verständlicher Sprache geschrieben, dennoch ist ein Interesse an tieferen Zusammenhängen für eine freudvolle Lektüre zwingend vonnöten.
Danke für dieses Buch! - Christophe Galfard
Das Universum in deiner Hand
(21)Aktuelle Rezension von: Roksana🌌Als Doktorand von Stephen Hawking, taucht Christophe Galfard tief in die naturwissenschaftlichen Fragen des Universums ein und nimmt uns in einer charmanten Art auf eine unvergessliche geistige Reise mit ins All, durch verschiedene Galaxien und zurück in die Welt der Quantenteilchen.
Wenn man sich schon immer für die großen Fragen rund um die Entstehung und den Aufbau des Weltalls ebenso wie die chemischen / physikalischen Aspekte unseres Lebens interessiert, findet man in Galfards "Das Universum in deiner Hand" die perfekte Lektüre mit Witz und Verstand.
Ich habe das Buch sehr genossen und kann es nur weiterempfehlen. Ebenso gut wie Stephen Hawking in seinen Büchern, beschreibt Galfard den heutigen Wissensstand der Physik. Er scheint wahrlich nicht nur in der Physik von seinem Doktorvater gelernt zu haben! Das Buch gewährt einem Laien der Naturwissenschaften einen guten Einblick in die verschiedenen Theorien und Ideen der Wissenschaftler. Nachdem man das Buch gelesen hat, fühlt man sich aufgeklärter und zufrieden, da viele Fragen eine Antwort erhalten. Zugleich sind die Metaphern und Beispiele wundervoll gewählt, sodass auch witzige Sequenzen das naturwissenschaftliche Buch auflockern. Daher eine klare Leseempfehlung!🌌
- Wilko Müller jr.
Twist
(2)Aktuelle Rezension von: MartinWMelnikWas wäre, wenn man unbegrenzt saubere Energie zur Verfügung hätte? Davon haben schon viele geträumt, ob es Erfinder wie Tesla waren oder Autoren von „Zukunftsromanen“, wie man das früher nannte. Es würde das Paradies auf Erden anbrechen – oder nicht?
Der Autor von „Twist“ schildert, wie sein Held, der Physiker Mansfield, bei seiner Arbeit am CERN auf einen seltsamen Effekt stößt, diesen weiter untersucht und eine erstaunliche Entdeckung macht. Sie hat mit höheren Dimensionen aus der Stringtheorie und Dunkler Energie zu tun. Es gelingt ihm schließlich, eine schlüssige Theorie aufzustellen und sie später auch experimentell zu untermauern. Nachdem er seine Arbeitsstätte nach Schottland verlegte, forscht er mit einem Team dort weiter und ist dann auch in der Lage, so etwas wie einen Stromgenerator zu konstruieren, der aus Dunkler Energie elektrische Energie macht. Sie gründen eine Firma und beginnen mit der weltweiten Vermarktung …
Man bekommt nebenbei einen Crashkurs in Physik geboten, bei dem man nicht so genau sagen kann, wo die real existierende in eine notwendigerweise fiktive übergeht. Natürlich bleibt das dabei für den nicht so physikalisch vorbelasteten Leser verständlich.
Mansfield ist clever und recht geschäftstüchtig, hat aber den Widerstand unterschätzt, der ihm entgegenschlägt. Nicht jeder freut sich über billige und unbegrenzte Energie. Firmen, die am Status Quo interessiert sind, legen ihm Steine in den Weg und versuchen immer aggressiver, seine Forschungen aufzuhalten und ihn schließlich sogar aus dem Weg zu räumen. Der Wissenschaftsroman wird zum Agententhriller.
Es folgt eine zweite seltsame Entdeckung, die dem Buch seinen Namen gab. Ein Gerät, mit dem man Gegenstände in die 5. Dimension und zurück „twisten“ kann, was fast noch ein größeres Potenzial hat als die aus der 5. Dimension herübergetwistete Energie.
Die ganze Forschung und Entwicklung wird dabei recht unterhaltsam, wenn auch natürlich stark vereinfacht, beschrieben. Man folgt als Leser dem Wissenschaftler/Unternehmer Mansfield und kann sich gut vorstellen, dass die Auswirkungen seiner Entdeckungen in Wirklichkeit genauso wären wie beschrieben.
Ach ja, Zeitreisen passieren auch noch!
Wilko Müller jr.: Twist
Science Fiction Roman
Edition SOLAR-X 2022
Taschenbuch, 186 Seiten
ISBN 978-3-945713-92-1
10,00 Euro
Bei Amazon auch als Ebook erhältlich. - Wilfried Steiner
Der Trost der Rache
(12)Aktuelle Rezension von: romi89"Der Trost der Rache" ist eines jener Bücher, von denen ich im Vorhinein des Lesens ganz andere inhaltliche Vorstellungen hatte.
Das war allerdings nicht enttäuschend für mich, im Gegenteil - das hat die Lektüre sehr spannend und aufregend gestaltet.
Vordergründig geht es um einen Astronomen, der sich seinen großen Traum endlich erfüllen und das Gran Telescopio Canarias in La Palma einmal live sehen will.
Man lernt als Laie ganz nebenbei viele interessante Dinge über das Weltall und die wahnsinnigen Entdeckungen. Alles wir dgut und verständlich erklärt. Das war toll!
Doch im Kern der Geschichte geht es um Zwischenmenschliches, Menschenwürde, Vergangenheit, Schicksale, Zusammenhalt und viele andere ethische Werte.
Ich möchte nicht zu viel verraten, aber man erkennt auch so, denke ich, es geht um VIEL, Tiefgründiges.
Die Geschichte spielt sich auf mehreren Ebenen ab, ist durchsetzt von faszinierend treffenden Metaphern und so poetisch und sprachlich eindrucksvoll verfasst, dass einem oft nur ein anerkennendes Nicken bleibt.
Der Autor versteht sein Handwerk ausgezeichnet! Es reißt einen mit und lässt einen nicht mehr los!
Die Spannung wird immer wieder neu aufgebaut und erhält sich bis zur letzten Seite.
Es ist ein wirklich ungewöhnliches Buch, dass sich eigentlich nicht mit anderen vergleichen lässt.
Da ich tatsächlich nichts "Negatives" finde, bekommt es von mir auf 5 Punkte!
Es ist spannend, mitreißend und definitiv nicht nur empfehlenswert für Astronomen! - James Rollins
Das Auge Gottes
(11)Aktuelle Rezension von: Nala73
Der Absturz des Satelliten mitten in der mongolischen Wüste ist schon schlimm genug. Schließlich befindet sich an Bord das Auge Gottes, eine streng geheime experimentelle Kamera. Doch das letzte Bild, das der Satellit an die Basis übertragen hatte, ist noch schrecklicher. Painter Crowe von der SIGMA-Force kann kaum glauben, was er sieht. Auf dem Foto ist genau zu erkennen, dass die gesamte Ostküste der USA in Trümmern liegt! Wenig später kommt es zu einer noch unglaublicheren Entdeckung: Die fotografierte Szene liegt 90 Stunden in der Zukunft! Painter Crowe bleiben weniger als vier Tage, um die Katastrophe zu verhindern … - Stephen Baxter
Galaxias
(5)Aktuelle Rezension von: belanahermineInhalt
Zur Stunde einer totalen Sonnenfinsternis über England verschwindet die Sonne. Für einen kompletten Tag herrschen Dunkelheit und Chaos. Danach ist die Sonne wieder da, allerdings an einem leicht veränderten Platz, was entsprechende klimatische und geologische Veränderungen auf der Erde mit sich bringt und die Probleme, die man nach der Klimakrise als überwunden meinte, tauchen plötzlich wieder auf - teilweise mit umgekehrten Vorzeichen.
Man geht von einer außerirdischen Macht aus. Wie soll die Politik reagieren? Kann sich die Weltgemeinschaft zusammenfinden, um gemeinsam zu agieren?
Subjektive Eindrücke
Das Buch fängt für meinen Geschmack recht spannend und interessant an. Doch dann zieht es sich, weil es fast nur noch um politische Ränkespiele und um Wettbewerb zwischen Großmächten geht. Die wenigen handelnden Charaktere sind durchaus interessant, entwickeln sich aber eher wenig über das gesamte Buch. Wirkliche Herausforderungen haben sie nicht zu bestehen - außer im politischen Wirrwarr die Entscheidungsprozesse zu unterstützen.
Insgesamt ist die Idee des Buches aber anregend. Man kann sich seine eigenen Gedanken dazu machen, was so etwas bewirken würde. Hin und wieder gelingt es sogar, die außerirdische Macht nicht ausschließlich mit menschlichen Augen zu sehen.
Fazit
Prinzipiell interessante Geschichte, jedoch viele politische Spiele, die die Geschichte nicht wirklich voranbringen.
Weitere Rezensionen von mir gibt es unter https://belanahermine.wordpress.com/category/rezension/






