Bücher mit dem Tag "durchsetzen"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "durchsetzen" gekennzeichnet haben.

14 Bücher

  1. Cover des Buches Walking Disaster (ISBN: 9783492304610)
    Jamie McGuire

    Walking Disaster

     (566)
    Aktuelle Rezension von: Elas_Weltderbuecher

    Hoffentlich werden die weiteren Bände auch vertont. Fand ich wieder gut, vor allem den Epilog.

    4 Sterne

  2. Cover des Buches Krieger des Feuers (ISBN: 9783453523371)
    Brandon Sanderson

    Krieger des Feuers

     (210)
    Aktuelle Rezension von: VoiPerkele
    Zum Inhalt möchte ich nicht viel verraten, da ich sonst wahrscheinlich spoilern müsste und das will ich um jeden Preis vermeiden, denn diese Fortsetzung von "Kinder des Nebels" ist einfach gigantisch.

    Brandon Sanderson hat die Geschichte an so einen beeindruckenden, unfassbaren Wendepunkt gebracht und die Probleme bzw. Herausforderungen von Vin, Weher, Hamm, und Co werden noch größer und gefährlicher.

    Es kommen auch neue Charaktere hinzu, welche man zum einen lieben lernt, zum anderen aber nur verprügeln möchte.

    Ich kann es jedem Fantasy-Fan nur empfehlen sich dieser Reihe zu widmen. Einfach atemberaubend.
  3. Cover des Buches Dr. Sex (ISBN: 9783446243880)
    T. C. Boyle

    Dr. Sex

     (149)
    Aktuelle Rezension von: GreenTea
    Sex sells, daran hat sich auch in unserer heutigen, aufgeklärt wirkenden Zeit nichts geändert. Welche Revolution und welches Aufsehen Dr. Alfred Kinsey mit seinen Forschungen über das sexuelle Verhalten von Mann und Frau im prüden Amerika der vierziger und fünfziger Jahre ausgelöst haben mag, das kann man sich heute wohl kaum mehr vorstellen. Boyles Erzählung ist frei erfunden, dennoch basiert sie auf einer wahren Begebenheit.


    T. C. Boyle erzählt in "Dr. Sex" (der amerikanische Titel lautet "The Inner Circle") von Professor Alfred Kinsey, genannt Prok, einem Zoologen, der sich der Erforschung des sexuellen Verhaltens des Menschen verschrieben hat. Die Geschichte wird im Rückblick von John Milk, Proks Mitarbeiter der ersten Stunde und engem Vertrauten, erzählt und entwickelt einen Sog, dem man sich nur mehr schwer entziehen kann. 

    Zum Inhalt: Professor Kinsey, erfahrener Zoologe, und seine wenigen Mitarbeiter, die er den Inneren Kreis (seiner Vertrauten) nennt, reisen durch ganz Amerika auf der Jagd nach empirischen Daten zum Sexualverhalten der Amerikaner. Durch persönliche, schematisch ablaufende Interviews mit den unterschiedlichsten Bevölkerungsgruppen will Prok größtmögliche Empirie erreichen, um Forschungsbände zum Sexualverhalten des Menschen zu veröffentlichen - ein bisher einzigartiges Unterfangen! Was im Stillen beginnt und sich relativ unbemerkt von der Öffentlichkeit abspielt, erregt mit dem Fortgang der Erzählung immer weiter das öffentliche Interesse und auch einige Empörung. 
    Kinseys verbissener Arbeitseifer, seine für die Zeit untypische sexuell liberale Einstellung, seine Überzeugungskraft und patriarchalische Art bieten viel Konfliktpotenzial in der Erzählung. Denn Proks Einstellung, alles vom Privatleben bis hin zur eigenen Gefühlswelt der Arbeit und dem Forschungsprojekt unterzuordnen sowie eine "unprüde" Einstellung zur eigenen Sexualität, verlangt er auch von seinen Mitarbeitern. Nicht zuletzt Iris, John Milks Frau, leidet sehr unter diesem Umstand und die Familienidylle wird mehr als einmal hart auf die Probe gestellt. Die Erzählung spitzt sich immer weiter zu und der Leser ahnt schon nach kurzer Zeit, dass sie nicht gut ausgehen kann ...

    Fazit: Eine sehr kluge Erzählung, die der Frage nachgeht, ob wir Menschen wirklich nur rein triebgesteuerte Lebewesen sind oder ob wir uns nicht doch durch mehr auszeichnen: durch unsere Gefühle und Empfindungen, wie Liebe, Eifersucht und Schmerz! Kann man Sex und Liebe voneinander trennen? Wie weit kann und darf man gehen? 
    Boyle versteht es sehr gut, einzigartige Figuren zu erschaffen, die er mit viel Liebe zum Detail, geschmackvoll und sehr scharfsinnig zeichnet. Ich habe "Dr. Sex" sehr gern gelesen, denn die Erzählung nimmt schnell Fahrt auf und bleibt bis zum Schluss spannend! Leseempfehlung!        
  4. Cover des Buches Gute Mädchen kommen in den Himmel, böse überall hin (ISBN: 9783596147519)
    Ute Ehrhardt

    Gute Mädchen kommen in den Himmel, böse überall hin

     (53)
    Aktuelle Rezension von: Armillee
    Ich dachte wirklich, dass ich einen typischen Frauenroman in der Hand hatte...;o)
    Ein Irrtum.
    Die erste Seite fähgt mit einem Zitat von Plato an...:
    Ich kenne keinen sicheren Weg zum Erfolg,
    nur einen sicheren Weg zum Misserfolg -
    es jedem recht machen zu wollen.

    Dann drei Seiten über die Kapitel wie z.B.:
    - Macht verdirbt den Charakter
    - Risiken müssen vermieden werden
    - Frauen müssen auch als Vorgesetzte dienen
    - Müssen Frauen Mütter sein?
    - Sagen Sie NEIN
    - Erlernte Hilflosigkeit
    - Die Körperstrafe der Unterwerfung
    usw usw...

    Die Themen lassen es schon ahnen...: Schubladendenken

    Frauen sind das brave Geschlecht, freundlich, nachgiebig, bescheiden und großzügig. Das wird erwartet, entspricht aber auch dem Bild, was jede Frau in sich trägt.
    Was soll uns dieser erste Satz jetzt sagen...? *lach*
    Ich bin hier mit dem Lesen nicht weit gekommen. Mit jeder Seite habe ich schlechtere Laune gekriegt. Zumindest für mich passte keine Aussage, die diese Autorin machte und ich wurde fast wütend, wie sie alle Frauen über einen Kamm scherte. Ausserdem passte vieles genauso gut auf die Herren der Schöpfung.
    Diese Buch ist die reine Verschwendung von Papier.
  5. Cover des Buches Der Papstkäufer (ISBN: 9783839212974)
    Günther Thömmes

    Der Papstkäufer

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Teby

    Günther Thömmes hat sich in "Der Papstkäufer" einer historischen Figur gewidmet, von der wenig bekannt und belegt ist. Johannes Zink war Kaufmann und arbeitete für Jakob Fugger. Dabei über Jahre in Rom. 

    Günther Thömmes zeichnet einen Mann, der skrupel- und rücksichtslos hinter Geld und Macht her ist, der dafür immer wieder neue Wege findet und beschreitet. 

    Die Zahnräder der Geschichte und Kirchengeschichte des 15. und 16. Jahrhunderts greifen in seinem Roman ineinander. Das ist gut beschrieben, zieht aber manchmal die Handlung um seine Romanfigur zu sehr in die Breite. Welche Wege Johannes Zink beschritten hat/haben könnte, um sich zu bereichern und über andere Menschen Macht zu haben ist erschreckend trocken dargestellt. Sicher passend zur Figur. Jedoch erschwert es manchmal die Lesefreude. 

    "Der Papstkäufer" ist ein sehr interessantes Buch für jeden Liebhaber von Geschichte und historischen Zusammenhängen. 

  6. Cover des Buches Deutschstunde (ISBN: 9783455009484)
    Siegfried Lenz

    Deutschstunde

     (287)
    Aktuelle Rezension von: Maseli

    1943, an einem Freitag in April, bereitet Jens Ole Jepsen, der Polizeiposten der Außenstelle Rugbüll, der nördlichste Polizeiposten von Schleswig-Holstein, eine Dienstfahrt nach Bleekenwarf vor, um dem Maler Max Ludwig Nansen ein in Berlin beschlossenes Malverbot zu überbringen. Jepsens Sohn Siegfried wird dem Maler helfen, seine Bilder zu retten. Doch das wird zu Obsession, auch nach dem Ende des Malverbotes behält Siggi ein krankhaftes Verlangen, Nansen Bilder zu retten. Da er damit eine Straftat begeht, wird er verurteilt und muss für ein paar Jahre in eine Besserungsanstalt für straffällige Jugendliche. Als er in der Deutschstunde den Aufsatz zum Thema „Die Freuden der Pflicht“ nicht abliefern kann, muss er als Strafe solange in einem festen Zimmer bleiben, von jeder Arbeit befreit und ohne jegliches Besuchsrecht, bis der Aufsatz fertig ist. So lässt Siggi die Geschehnisse noch einmal Revue passieren. Das Schreiben wird für ihn zur Vergangenheitsbewältigung und einmal angefangen, kann er nicht mehr aufhören, bis alles erzählt ist.

    Meine Eindrücke

    Wie Lenz es schafft so gekonnt scharf, unbiegsam und klar Menschen, Handlungen und Orte zu beschreiben ist einzigartig. Er nimmt sich Zeit dem Leser jede Romanfigur vorzustellen. So beschreibt er akribisch genau Gesicht- und Körpereigenheiten und auch Charaktereigenschaften, als Zusatz nur von manchen Episoden aus der Vergangenheit zum besseren Verständnis. Wahrscheinlich wirkt die geschriebene Sprache auf junge Leser fremd, auch ich musste einige Wörter googlen, nicht zuletzt, weil die Handlung in Norddeutschland spielt und es dort Sprachliches gibt, das mir als Südtirolerin nicht so geläufig sein kann. Die Romanhandlung selbst ist gewaltig. Durch Siggi werden Kriegs- und Nachkriegszeit erzählt, anschaulich, verständlich, erklärend, nüchtern, nicht anklagend aber keinesfalls entschuldigend. An manchen Stellen wirkt sie auf mich etwas langatmig, doch folgt darauf recht schnell eine unerwartete Wendung und ich verfolge die folgenden Szenen angespannt gebannt. Der Roman endet unerwartet positiv, das hat schon etwas Liebenswürdiges an sich und entlässt mich als Leserin behutsam, fast schon erleichternd, denn ich weiß, dass Siggi jetzt eine Chance auf einen Neuanfang hat. 

    Es gibt Romane, die man gelesen haben muss – oder sollte. Aber warum eigentlich? Wenn man eine Ahnung von der ganzen Bandbreite der erzählerischen Möglichkeiten hat und die Geschichte eines Romans mit seinen historischen Entwicklungen kennt, dann öffnet sich beim Lesen eine ganz eigene Welt, die den Sinn für Schönheit und Vollendung schärft und das Leben bereichert. Zu diese großen Romane, die dauerhaft geblieben sind, zähle ich auch Lenz' Deutschstunde.

  7. Cover des Buches Olympisches Feuer (ISBN: 9783548284231)
    Liza Marklund

    Olympisches Feuer

     (109)
    Aktuelle Rezension von: Lilli33

    Gebundene Ausgabe: 400 Seiten

    Verlag: Hoffmann und Campe (1. Februar 2000)

    ISBN-13: 978-3455047752

    Originaltitel: Sprängaren

    Übersetzung: Dagmar Mißfeldt


    Schwedischer Kriminalroman mit Betonung auf „Roman“


    Inhalt:

    Seit zwei Monaten ist Annika Bengtzon Chefin der Kriminalredaktion der „Abendpresse“. Nicht alle Kollegen sind damit glücklich, und manch einer macht ihr das Leben zur Hölle. Doch Annika hat sich mal wieder an einem spektakulären Fall festgebissen. Ein Bombenattentat in der Olympia-Arena kurz vor Beginn der Spiele. Und es bleibt nicht bei der einen Bombe und dem einen Todesopfer. Am Ende ist auch Annika selbst in Todesgefahr …


    Meine Meinung:

    Das Privat- und Berufsleben der jungen Journalistin Annika Bengtzon spielt in diesem Kriminalroman eine bedeutende Rolle. Ich will nicht sagen, dass der Kriminalfall nur im Hintergrund abläuft, denn das tut er nicht. Annika trägt durch ihre Interviews von in die Fälle verwickelten Menschen auch ein Stück weit zur Lösung bei. Ob nun die Polizei Ermittlungen anstellt oder eine Journalistin recherchiert, ändert nichts daran, dass die Leserschaft hier wunderbar mitfiebern und miträtseln kann. 


    Ich fand die Handlung zum einen interessant, zum anderen aber auch größtenteils recht spannend. Gerade die Arbeit bei einer Zeitung wird hier ziemlich realistisch geschildert. Ich werde die Reihe auf jeden Fall weiterlesen.


    Die Reihe:

    1. Studio 6

    2. Paradies

    3. Prime Time

    4. Olympisches Feuer

    5. Der rote Wolf

    6. Nobels Testament

    7. Lebenslänglich

    8. Kalter Süden

    9. Weißer Tod

    10. Jagd

    11. Verletzlich


    ★★★★☆


  8. Cover des Buches The Hundred Thousand Kingdoms (ISBN: 9780316043922)
    N.K. Jemisin

    The Hundred Thousand Kingdoms

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Wortmagie

    Ich habe mir in den Kopf gesetzt, häufiger weibliche, erwachsene High Fantasy zu lesen. Mir ist aufgefallen, dass Frauen dieses Genres in meinem Regal völlig unterrepräsentiert sind. Gefühlt stammen alle großen HF-Romane von Männern: „Der Herr der Ringe“, „A Song of Ice and Fire“, „Das Spiel der Götter“, „First Law“. Ich glaube, dass Autorinnen, die epische Fantasy schreiben, zu wenig Beachtung erhalten. Also habe ich mir vorgenommen, diesen Umstand zumindest für mich selbst zu ändern und bewusst High Fantasy aus der Feder von Frauen zu lesen. Daher griff ich im Juli 2017 zu „The Hundred Thousand Kingdoms“ von N.K. Jemisin, der Auftakt der „Inheritance Trilogy“, der schon viel zu lange auf meinem SuB einstaubte.

    Als Yeine Darr kurz nach dem rätselhaften Tod ihrer Mutter an den Hof ihres Großvaters Dekarta Arameri, Herrscher der Welt und Günstling des Lichtgottes Itempas, bestellt wird, vermutet sie bereits, dass an diesem Zwangsbesuch etwas faul ist. Niemals würde ihr Großvater sie zu sich befehligen, um die Familienbande aufzufrischen. Sie behält Recht. Der alte Gebieter will sie als potentielle Erbin einsetzen. Yeine ist schockiert, denn diese vermeintliche Ehre ist ein zweischneidiges Schwert. Als potentielle Erbin muss sie mit Verwandten, die sie nicht kennt und die ihr bezüglich höfischer Sitten und Intrigen weit voraus sind, um den Thron rivalisieren. Widerwillig richtet sie sich in der Himmelsfestung Sky ein und schwört, das Beste aus ihrem neuen Status zu machen. Sie begibt sich auf eine gefährliche Suche nach Antworten. Den Tod ihrer Mutter umgeben uralte, blutige Geheimnisse, die sie nur in Sky aufdecken kann, hier, in diesem Schloss im Himmel, in dem sich die Leben von Sterblichen und Göttern täglich berühren.

    Als mir Yeine Darr, Protagonistin und Ich-Erzählerin in „The Hundred Thousand Kingdoms“, zu Beginn des Trilogieauftakts vorgestellt und beschrieben wurde, war mein erster Gedanke, wie sympathisch ich es finde, dass äußerlich gewisse Parallelen zur Autorin N.K. Jemisin bestehen. Je mehr Zeit ich mit Yeine verbrachte, desto stärker wurde mein Eindruck, dass sich Jemisin auch charakterlich intensiv mit ihrer Heldin identifiziert. Ich könnte mich irren, doch es gefiel mir, das Gefühl zu haben, eine Geschichte zu lesen, in der die Schriftstellerin die Hauptrolle spielt, vor allem, weil ich Yeine wirklich mochte. Die 19-Jährige bestach mich mit ihrer spröden, unverblümten und pragmatischen Persönlichkeit. Schade, dass sie hauptsächlich eine funktionelle Figur ist, die den Leser_innen als Anhalts- und Referenzpunkt dient, statt um ihrer selbst willen zur Geschichte beizutragen. Sie entwickelt sich im Laufe der Handlung kaum weiter, bleibt berechenbar und ist dadurch unglücklicherweise ein wenig langweilig. Sie ist ein Schlüssel, wodurch ihre Aufgabe und Daseinsberechtigung begrenzt sind. Es geht in „The Hundred Thousand Kingdoms“ nur auf den ersten Blick um Yeine, trotz ihrer fesselnden Mission, die wahren Umstände des mysteriösen Todes ihrer Mutter aufzudecken. Ihre Suche nach Antworten ist lediglich der oberflächliche Grund dafür, dass sie isoliert bleibt und niemals engeren Kontakt zu den Bewohner_innen von Sky sucht. In Wahrheit führt Yeine das Publikum an einen anderen Aspekt der Geschichte heran, weshalb Jemisin ihre Position als Einzelkämpferin um jeden Preis durchzusetzen versucht. Sie musste ihren Status als Vertraute der Götter untermauern. Yeine macht die Leser_innen mit den Göttern bekannt, die leibhaftig, versklavt und vom Lichtgott Itempas an menschliche Hüllen gekettet in Sky leben und dienen müssen. Ihr Leiden, ihre Interaktion mit dem faszinierenden, grausamen und ungerechten Universum, das Jemisin erschuf, ist der Kern von „The Hundred Thousand Kingdoms“. Was geschieht, wenn göttliche Omnipotenz in die makelbehafteten Körper von Menschen gezwängt wird? Wie viel Schaden kann eine allmächtige Seele durch menschliche Beschränkungen nehmen? Die Tiefe der göttlichen Figuren imponierte mir außerordentlich. Ihr jahrhundertealter Schmerz, ihre Trauer, die tägliche Demütigung ihrer Fesseln beschreibt Jemisin meisterhaft. Der bedeutendste unter ihnen ist Nahadoth, der Nachtlord und Bruder des Himmelsvaters Itempas. Er ist der Gott der Veränderung, des Chaos, der Dunkelheit und als selbiger die personifizierte Versuchung. Yeine kommt ihm gefährlich nahe und lässt sich auf eine riskante Beziehung zu ihm ein, die sie beide in einen Abgrund reißen könnte und die auf sexuellem Verlangen basiert. Es ist bedauerlich, dass zwischen ihnen nie eine substanziellere Verbindung erblüht, obwohl Nahadoth‘ komplexe, widersprüchliche, verletzte Persönlichkeit das Potential dazu bietet. Seine Sehnsucht nach Freiheit formt Yeines Schicksal, das Jemisin am Ende einer Wendung unterwirft, die ich zwar anhand greller Hinweise vorausgesehen hatte, aber trotz dessen toll umgesetzt fand.

    Meiner Meinung nach spürt man die weibliche Hand hinter „The Hundred Thousand Kingdoms“. Es ist ein verführerischer, lustvoller Trilogieauftakt, der in meinem Kopf das Bild einer Rosenranke entstehen ließ, die sich langsam und unbemerkt um die Kehle eines armen Opfers legt. Stück für Stück zieht sich die Schlinge zu, drückt die Luft ab, während die Sinne des bedauernswerten Opfers von exotischen Düften berauscht sind. Besser kann ich euch die Atmosphäre dieses Buches nicht beschreiben. Es spricht eindeutig für N.K. Jemisins Schreibstil, dass ihre Geschichte eine so klare Assoziation inspirierte. Außerdem schätze ich die philosophische Ebene dieses ersten Bandes, die stark von einer aufregenden Mischung hinduistischer, christlicher und antiker Motive geprägt ist. Dadurch ergeben sich aufreizend viele Möglichkeiten für die Folgebände, die ich selbstverständlich sofort auf meine Wunschliste gesetzt habe. N.K. Jemisin macht den Frauen der High Fantasy alle Ehre. Weiter so, Schwester!

  9. Cover des Buches Der silberne Falke (ISBN: 9783404159871)
    Katia Fox

    Der silberne Falke

     (103)
    Aktuelle Rezension von: lauracaro

    England 1184: Der zwölfjährige William träumt davon, Falkner zu werden, doch er soll die elterliche Schwertschmiede übernehmen. Als eines Tages der Falke des Königs auf der Jagd ausreißt, sieht William seine Chance gekommen: Er findet das wertvolle Tier und beginnt einen Weg, der ebenso aufregend ist wie gefährlich. Aber dann bittet ihn der König zu einer Audienz - und trägt ihm ein ungewöhnliches Anliegen vor ...


    Cover: schön gemacht 

    Fazit : Gut geschrieben, jedoch fehlt zum Teil die Tiefe, zwischendrin ist das Buch sehr langatmig das Ende ist leider auch sehr abgehackt. 


    Ich bin gespannt ob Teil 3 es nochmal rausreisst 


  10. Cover des Buches Julischatten (ISBN: 9783833729300)
    Antje Babendererde

    Julischatten

     (23)
    Aktuelle Rezension von: vormi
    Sim heißt eigentlich Simona und will um jeden Preis auffallen. Und das tut sie wie ein bunter Hund im Reservat Pine Ridge im Nordwesten der USA, mit ihren merkwürdigen kurzen Haaren, ihren verrückten Klamotten und dem schiefen Lächeln. Doch als sie die unzertrennlichen Freunde Jimi und Lukas kennenlernt, ändert sich etwas für sie. Denn der blinde Lukas zeigt ihr eine ganz neue Sicht auf die Welt und auf sich selbst, und in den attraktiven Jimi verliebt sie sich Hals über Kopf. Doch die Dinge in Pine Ridge sind nicht so, wie sie scheinen. Während die Ereignisse sich überschlagen, muss Sim erkennen, dass sie sich für einen der beiden Jungen entscheiden muss.
    Inhaltsangabe auf amazon

    Wie so oft geht es auch in diesem Jugendbuch um das Thema Erwachsen werden. Das ist ja auch nun mal elementar.
    Aber der Autorin gelingt es sehr gut, die gegebenen Zutaten - Teenager, Pubertät, Indianer, Reservat, Sex, Drogen, Alkohol und Liebe - zu einem harmonischen Ganzen zusammenzusetzen.
    Ihr Schreibstil scheint mur sehr zu liegen, denn ich fand schon andere Bücher von ihr sehr gut.
    Sie sind definitiv mal was anderes, die Atmosphäre, die in einem Indianerreferat herrschen könnte, für mich als Laie sehr gut eingefangen.
  11. Cover des Buches Ole Unsichtbar (ISBN: 9783649617013)
    Trudy Ludwig

    Ole Unsichtbar

     (5)
    Aktuelle Rezension von: -Favola-

    Es gibt sie in jeder Klasse .... die laute und quengelnden Kinder, die fast die gesamte Aufmerksamkeit der Lehrerin, aber auch der Mitschüler beanspruchen .... und die schüchternen, ruhigen Kindern, die in solchen Konsteallationen drohen unterzugehen. Ole gehört zu dieser zweiten Gruppe, er ist für seine Klasse unsichtbar. Ihn wählt man nicht in die Völkerball-Mannschaft, er wird nicht zur Geburtstagsfeier eingeladen, er ist immer alleine.

    Doch als ein neuer Schüler in die Klasse kommt und dieser beim Mittagessen ausgelacht wird, nutzt Ole die Chance und schreibt Kim einen Zettel.

    DIe Illustrationen von Patrice Barton sind für ein Bilderbuch aussergewöhnlich, sehr fein und detailliert und nur die Kinder sind ins Zentrum gerückt worden. Die Thematik ist nicht einfach, doch die Geschicht wird sehr einfühlsam erzählt und durch die Bilder wird die Problematik perfekt aufgegriffen. So ist Ole Unsichtbar in Grautönen gezeichnet, während der Rest der Klasse bunt lacht und spielt. Sobald Kim ihn dann aber in seiner Gruppe haben möchte, gewinnt auch er an Farbe.

    "Ole Unsichbar" ist ein ruhiges, feinfühliges Buch, das eine wichtige Thematik aufgreift, die gerne übersehen wird. Genau hier beginnt es, dass ein Kinder untergeht, dass ein Mobbing seinen Anfang nimmt. Umso schöner, dass Ole es aus eigenem Antrieb schafft und zeigen kann, was in ihm steckt.
    Absolut empfehlenswert!

    Fazit:
    "Ole Unsichtbar" erzählt feinfühlig eine alltägliche Situation, die wohl in jeder Klasse vorkommt. Trudy Ludwig und Patrice Barton sensibilisieren mit ihrem Werk perfekt.
    Dieses Bilderbuch sollte unter keinen Umständen unsichtbar bleiben, sondern möglichst oft angeschaut und erzählt werden!
  12. Cover des Buches Joscha und Mischa, diese zwei (ISBN: 9783944936192)
    Hans Gärtner

    Joscha und Mischa, diese zwei

     (12)
    Aktuelle Rezension von: anja_bauer

    In Kukuschkan sind alle Bären braun, grau oder schwarz. Eben alle gleich. Doch zwei Bären fallen auf, denn sie sind anders. Joscha ist strohblond und Mischa rotbraun.  Und die Mädels liebäugeln mit den beiden hübschen Bären. Doch die sind gar nicht an den Mädchen interessiert, sondern haben nur Blicke für sich. Und das kommt gar nicht gut in der Öffentlichkeit. Doch das macht Joscha und Mischa nichts aus. Sie stehen zueinander.

    Doch drei Bären passt das gar nicht und sie beschweren sich beim Bürgermeister. Die beiden werden dort hinzitiert  Doch kommen sie mit ihrer Beschwerde weiter und was passiert mit Joscha und Mischa?

     

    Dieses kleine Buch ist über ein Thema, welches schon im Kindergartenalter wichtig ist. Homosexualität.  Gerade in der Zeit der Vorverurteilung und Unverständnis, finde ich es wichtig, das von klein auf gelehrt wird, das anderssein nichts Schlimmes ist.  Jeder Mensch hat seine Persönlichkeit und man sollte diese so akzeptieren, wie sie ist.

    Und das wird in dem Buch „Joscha und Mischa, diese zwei sehr schön erklärt. Vernünftig erklärt der Bärenbürgermeister den anderen, warum die beiden nicht so anders sind als sie. Dass sie nichts Böses tun und sie im Grunde sind wie alle anderen Bären hier. Nur eben sie sich lieben.

    Der Text ist leicht geschrieben und verständlich. Passend zum Buch  sind die Namen der beiden Joscha und Mischa hier farbig geschrieben. Beim Lesen stört es nicht, auch wenn es eine andere Farbschrift ist. Es gibt trotzdem ein Gesamtbild.

    Die liebe volle Zeichnungen bzw., Illustrationen von Christel Kaspar machen das Buch perfekt. Einfach aber sehr schön wie mit Wasserfarbe gemalt

    Ich finde,  nicht nur Kinder sollten das Buch lesen, sondern alle die meinten, andere die sich nicht so verhalten, wie es der „Norm“ entspricht. Was ist denn heute noch normal?

    Du, der da hinten, ich? Ich bestimmt nicht, denn ich habe ein Haushuhn! Und welcher normale Mensch hat ein Haushuhn. Ja Katze, Hund, Nager und Vögel, aber Haushuhn.

    Ich mag das Buch und die zwei Bären. Kurz ist die Geschichte gehalten, aber sehr inhaltsvoll.


     

  13. Cover des Buches Lillekille (ISBN: 9783522128506)
    Ingrid Uebe

    Lillekille

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  14. Cover des Buches Überzeugungstäterin (ISBN: 9783593512433)
    Susanne Westphal

    Überzeugungstäterin

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Susanne Westphal richtet sich mit ihrem Buch „Überzeugungstäterin“ vornehmlich an Frauen. Nämlich deshalb, weil Frauen nach wie vor viel zu nett zu Mitmenschen in ihrem Berufs- oder Privatleben sind. Das soll aber nicht bedeuten, dass sich Frauen flegelhaft benehmen und/oder so manches Exemplar der männlichen Spezies kopieren sollten. 

    In 13 Kapiteln erläutert die Autoren ihre Anregungen: 

    1. Entscheidungen treffen
    2. Sichtbare Aufgaben und Projekte angeln
    3. Neinsagen
    4. Energiebremser und  Kraftfresser loswerden
    5. Weg mit den Selbstzweifeln
    6. Gelungene Selbst-PR: Machen Sie von sich reden!
    7. Netzwerken: Strategisch neue Kontakte knüpfen
    8. Typgerecht kommunizieren
    9. In Meetings Gehör finden
    10. Erfolgreiche Verhandlungen führen
    11. Selbstbewusst Gehalt und Honorare verhandeln
    12. Kritik klar äußern und annehmen
    13. Souverän mit Provokationen und Beleidigungen umgehen

     

    Ergänzt werden diese 13 lehrreichen Kapitel durch „Sätze für die Handtasche“ und einem kurzen Leitfaden, der frau „in 8 Schritten zur Überzeugungstäterin“ machen kann. Allerdings, muss das geübt werden. Am besten täglich, immer und überall! 

    Meine Meinung: 

    Susanne Westphal hat einen angenehmen Schreibstil. Sie vermittelt  einen guten Überblick über die „handelsüblichen“ Mechanismen, die frau zu überwinden hat, um zur Überzeugungstäterin zu werden. Das Buch ist ein Übungsbuch. Übung macht die Meisterin! So wie Kopfstand machen, Rad fahren oder Vokabel geübt werden müssen, um diese zu beherrschen, muss auch z. B. das „NEIN-Sagen“ geübt werden. Immer wieder, bis zur Perfektion!  

    Das Cover, das die meisten von uns an James-Bond-Filme erinnert, sticht sofort ins Auge.  

    Mit dem Kauf der Printversion erhält man gleichzeitig das Hörbuch gratis dazu. Der Code hierzu ist im Inneren des Buches angegeben. Damit beugt die Autorin der möglichen Ausrede, das Buch zum Üben nicht dabei haben zu können vor. Als Hörbuch ist es immer präsent. Eine echt coole Idee! Gesprochen wird das Hörbuch von der Autorin selbst. Ihre angenehme Stimme ist eingängig und lässt die einzelnen Lektionen auch im Spazieren gehen oder beim Laufen hören.  

    Also keine Ausreden mehr - üben, üben und nochmals üben! 

    Fazit: 

    Ein gelungener Ratgeber, der durch die Kombination Print- und Hörbuch unter den zahlreichen Ratgebern, wohltuend hervorsticht. Gerne gebe ich diesem Buch 5 Sterne.

     

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