Bücher mit dem Tag "eBücherei Siegburg"
19 Bücher
- Silvia Moreno-Garcia
Der mexikanische Fluch
(186)Aktuelle Rezension von: MeinbuecherregalDer mexikanische Fluch von Silvia Moreno-Garcia aus dem #blanvalet Verlag
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Schwierig.
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Laut Klappentext: von Barack empfohlen, Kritikern gefeiert und Fans weltweit…. Und ich vergebe 2 von 5 möglichen Sternen.
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Ca bis zu Hälfte hat mich interessiert, was denn da los ist? Was passiert da? Was ist das Geheimnis? Wie löst sich das Rätsel.
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Achtung kleiner Spoiler:
Dann begannen die Träume. Was ist echt? Was ist unecht?
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Fand ich nervig und abgefahren. Möchte ich in echt nicht erleben… ist auch im Buch nicht meins.
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Schade, dass Buch hatte ich mir besser vorgestellt.
- Sue Monk Kidd
Das Buch Ana
(124)Aktuelle Rezension von: Katharina_CizekZum Inhalt:
Schon als kleines Kind zeigt Ana einen außergewöhnlich scharfen Verstand und eine tiefe Faszination für die Welt der Buchstaben und Worte. Sie ist wissbegierig, liebt es, das Geschriebene zu erkunden, und beginnt bald, eigene Geschichten zu erfinden und aufzuschreiben. Doch in Galiläa im Jahr 16 nach Christus ist es Frauen streng verboten, lesen oder schreiben zu können. Ihre Leidenschaft für das geschriebene Wort bleibt daher ein geheimes Feuer, das sie in verborgenen Momenten in sich nährt und heimlich weiter entfacht.
Im Alter von vierzehn Jahren droht Ana jedoch ein Schicksal, das viele junge Frauen ihrer Zeit trifft: Man beschließt, sie mit einem älteren, verwitweten Mann zu verheiraten. Doch gerade, als alles verloren scheint, tritt ein junger Mann in ihr Leben, der sie vor diesem ungewollten Bund rettet. Dieser Mann ist Jesus, und zwischen ihnen entsteht eine tief empfundene Verbindung. Dank seiner Tat und seines Mutes kann Ana dem Schicksal entfliehen und einen neuen Weg einschlagen.
Gemeinsam mit Jesus begibt sich Ana auf eine Reise voller Herausforderungen und unvorhersehbarer Wendungen, eine Reise, die nicht nur ihre beider Leben, sondern die Geschichte selbst verändern wird.Dieses Buch ist mit einer wunderschönen und fesselnden Sprache geschrieben und ein wahres Muss für alle, die von starken Frauenfiguren und einem neuen, faszinierenden Blickwinkel auf die Geschichte von Jesus inspiriert werden möchten. Die Autorin erschafft eine beeindruckende Welt, in der die Stimme einer mutigen, klugen Frau zum Leben erwacht und uns auf eine außergewöhnliche Reise mitnimmt. Für mich war dieses Buch eine wertvolle Bereicherung und ein tief berührendes Leseerlebnis, dass ich jederzeit mit Freude erneut in die Hand nehmen würde.
Meine Bewertung: 9/10
- Kirsten Greco
Shine
(31)Aktuelle Rezension von: MsChiliDer Klappentext klingt magisch und zauberhaft, gleichzeitig auch abenteuerlich. Doch wirklich erfüllt hat sich das alles nicht hundertprozentig.
Die Geschichte wechselt zwischen Lilly und Jonah, die sich aus der Schule kennen und beide Außenseiter sind. Man merkt von Anfang an ein Knistern, doch Lilly will sich ihre Gefühle nicht eingestehen, da sie Verlustängste hat. Doch als die beiden in ein Abenteuer in einer fremden Welt schlittern ist alles vergessen.
Die Idee mit Willow hat mir sehr gefallen und auch die Reise dorthin und die Welt dort sind wunderschön gestaltet. Die Fähigkeiten der Bewohner sind sehr interessant, nur leider erfährt man doch wenig Spezifisches darüber. Man lernt zwar die Grundzüge kennen, doch irgendwie blieb es mir ein wenig zu oberflächlich. Da hätte man noch tiefer gehen und mehr daraus machen können. Lilly und Jonah sind zwar nett, jedoch konnte ich keine richtige Verbindung aufbauen, da waren mir Velvet und Falcon lieber. Der Stil der Autorin lässt sich angenehm lesen, bleibt dabei recht anspruchslos und teilweise war mir die Geschichte etwas farblos. Es ist kein richtiger Funke übergesprungen. In anderen Momenten war ich jedoch gefangen und wollte es nicht mehr aus der Hand legen. Es gibt wunderschön beschriebene Erlebnisse, doch im Großen und Ganzen war es etwas vorhersehbar, was auch durch kleine Erwähnungen kurz vor den Geschehnissen liegt. So als ob die Autorin durch die Blume mitteilt, was denn gleich passiert. Oder auf Dinge hinweist, die dann natürlich wichtig sind in der nächsten Szene.
An sich ein Buch mit einer wundervollen Idee und einer toll gezeichneten Welt, doch auch recht vorhersehbar.
- Anja Tatlisu
Not Over You
(49)Aktuelle Rezension von: CaramHailey und Noah sind eigentlich wie füreinander geschaffen, doch in jungen Jahren verschwindet Noah einfach so, ohne sich zu erklären. Jahre später treffen beide wieder aufeinander, doch nun ist Hailey verlobt und heiratet bald einen anderen. Doch Noah will sich erklären und vor allem will er Hailey nicht aufgeben.
Ich fand die Story-Idee so spannend, doch letztendlich hat sie mich leider nicht überzeugen können. Leider konnte ich mich für keinen der Charaktere erwärmen. Haileys Entscheidungen und auch Gedankengänge konnte ich oftmals nicht nachvollziehen, bei ihrem Verlobten und dessen Darstellung war mir von Anfang an klar, wohin es führen würde und Noah wirkte auf mich oft zu drängend. Haileys Freundinnen waren da sympathischer, wenn auch ebenso recht stereotyp.
Vor allem war es die Handlung, die mir das Lesevergnügen geschmälert hat. Die Ursache des Problems wurde kurz angerissen und mit wenigen Hintergrundinfos einfach so stehen gelassen. Haileys Fehler wurden durch die anderer geschmälert und ihr wurden dadurch schwierige Entscheidungen und auch Gespräche erspart, was ich schade fand. So konnte sie sich einfach aus der Affäre schlängeln, ohne für ihre Fehler gerade zu stehen und auch die eine Entscheidung, die sicher alles andere als leicht war, wurde dadurch quasi für sie getroffen. Zum Schluss war es mir einfach zu viel hochgekochtes Drama.
Der Schreibstil selbst ist super und ich glaube auch, dass die Autorin mit diesem viele begeistern kann, auch wenn mir das Wort Goldlöckchen ein paar Mal zu viel vorkam. Ansonsten hat hier die Geschichte einfach nicht meinen Geschmack getroffen.
- Sarah Morgan
Im Sommer treffen wir uns wieder
(26)Aktuelle Rezension von: Steffi_LeyererHandlung:
Catherine Swift, eine gefeierte Autorin von Liebesromanen und Mutter zweier Töchter hat beschlossen, nach 3 gescheiterten Ehen ein viertes Mal zu heiraten. Sie hofft, auf Korfu zusammen mit Ihren Töchtern ihre Hochzeit feiern zu können und dadurch die angespannte und belastete Beziehung zu den beiden kitten zu können und die Familie wieder zu vereinen. Doch als Cassie und Adeline vor Ort erfahren, wen ihre Mutter heiraten wird, steht alles Kopf. Nach und nach kommen Wahrheiten aus der Vergangenheit auf den Tisch und drohen alles zu zerstören…
Sarah Morgan schreibt leichte und erfrischende Liebesromane aber auch, wie in diesem Fall sehr tiefgründige und emotionale Bücher.
Die drei Hauptprotagonisten Catherine und ihre beiden Töchter Cassie und Adeline tragen alle ihre eigenen Probleme und Geheimnisse mit sich und jede von Ihnen versucht, auf eigene Art und Weise damit fertig zu werden. Hier kann man auch schon sehr gut erkennen, wie zerrüttet die Familie eigentlich ist. Mit Catherine und Adeline bin ich anfangs gar nicht warm geworden, Cassie hingegen fand ich von Beginn an sehr liebenswert und sympathisch . Im Laufe der Geschichte sind mir allerdings alle drei sehr ans Herz gewachsen, weil man nach und nach tiefer in die Vergangenheit eintaucht und auch versteht, warum jeder so handelt wie er handelt. Da die Kapitel immer im Wechsel aus der Sicht der drei Charaktere geschrieben sind, findet man leicht Zugang zu ihnen.
Auch wenn es natürlich in der Hauptsache um die Familie geht, hat die Autorin auch einiges an Spannung erzeugt. Natürlich will man als Leser wissen, was denn tatsächlich alles passiert ist und ob die Familie am Schluss wieder zusammenfindet oder ob sie endgültig zerbricht.
Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und auch die ein oder andere Träne verdrückt. Der Autorin ist es absolut gelungen, mich in die Geschichte hineinzuziehen und mit jeder der Protagonisten mit zu leiden. Die Charaktere sind alle sehr gut und liebevoll gezeichnet.
Für das Gesamtpaket vergebe ich daher 5 von 5 Sternen.
- Anne Sanders
Für immer und ein Wort
(82)Aktuelle Rezension von: LesemamaZum Buch:
Annie liebt Bücher und Worte. Ihr größter Traum, ein eigener Roman. Aber dieser Traum ist in weite Ferne gerückt, gemeinsam mit dem Mann, mit dem sie ihr Leben verbringen wollte.
Tief verletzt lässt sie sich überreden Zeit in Dartmoor zu verbringen. Dort findet sie ein Notizbuch und ist von den Worten und Gedanken in dem Buch sehr berührt. Als sie die Adresse des Besitzers entdeckt, macht sie sich auf die Suche nach ihm.
Meine Meinung:
Ich lese die Bücher der Autorin sehr gerne, sie konnten mich immer gut unterhalten. Nach dem Klappentext wollte ich auch dieses gerne lesen und freute mich sehr darauf. Das Cover und die ganze Aufmachung des Buches sind schon sehr schön. In der Klappe sind einzelne kurze Texte aus dem Notizbuchbuch. Das machte mich schon neugierig und ich war sehr gespannt auf die Geschichte.
Aber es ist so anders als die vorherigen Bücher und konnte mich lange nicht so gut unterhalten, ich brauchte auch lange bis ich überhaupt in die Geschichte fand. Was aber auch an der Protagonistin liegen mag, die mir nicht sonderlich sympathisch war. Alles in allem war es nette Unterhaltung, ich hatte wohl einfach mehr erwartet. Es konnte mich nicht wirklich berühren.
- Anouska Knight
Weil wir zusammengehören
(40)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerAmy und James versuchen seit Jahren ein Kind zu adoptieren. Als es endlich geklappt hat und sie kurz vor ihrem Ziel stehen erwischt Amy James in flagranti mit einer anderen. Um sich abzulenken stürzt Amy sich in Ihre Arbeit und lernt dabei Rohan kennen. Sie weiss jedoch wenn sie James jetzt aufgibt schwinden ihre Chancen auf ein Kind.
Ich hatte Schwierigkeiten in diese Geschichte rein zu kommen. Ich habe mir dieses Buch, vor ein paar Jahren schon, zwar selbst ausgesucht weil der Klappentext mir gefiel, mit der Zeit dachte ich jedoch: ach wieder so eine typische Liebesgeschichte in der es sich nur darum dreht: Soll ich meinem untreuen Mann eine zweite Chance geben, oder mich für eine neue Liebe öffnen? Ich hatte mittlerweile genaue Vorstellungen von der Story, auf die ich einfach keine Lust hatte. Als ich dann aber doch endlich mal mehr als nur ein paar Seiten gelesen habe, stellte ich fest, dass mehr in diesem Buch steckt als erwartet. Die Geschichte hat mich wirklich überrascht und mir wider Erwarten sehr gut gefallen! Also habe ich wieder mal festgestellt, dass man jedem Buch ein Chance geben und es nicht zu schnell abhaken sollte. Oft sind sie für eine positive Überraschung gut.
- Michael Bordt SJ
Die Kunst, die Eltern zu enttäuschen
(3)Aktuelle Rezension von: WinfriedStanzick
Jeder Mensch kann sie haben, die innere Freiheit. Die Freiheit, sein eigenes Leben so führen, wie man es im Einklang mit seiner Seele leben möchte. Nicht das Leben, das andere von mir erwarten, und deren zum Teil fantasierte Erwartungen schon feste Bestandteile meiner eigenen Selbstwahrnehmung geworden sind.
Jeder Mensch kann sie haben, diese Freiheit, wirklich und tief selbst zu sein, seine eigenen Entscheidungen zu treffen und auch in Konflikten anderen Meinungen und Lebensentwürfen standzuhalten, ohne sich gleich wieder anzupassen.
Das, was viele Menschen noch als Sehnsucht spüren (andere haben es vor lauter Anpassung schon lange vergessen) kann man aber nur erreichen und es dann leben, wenn man bereit ist, sich selbst kennenlernend auf die Spur zu kommen und dabei auch die Schattenseiten anzuschauen. Das scheuen die meisten, und fliehen in die Arbeit, den Stress, das Internet – keine Zeit für sich selbst.
In seinem letzten Buch beschrieb er diese Anstrengung:
„Freiheit gibt es nicht umsonst. Innerlich immer freier zu werden, um auch in unserem Tun frei zu sein, ist, wie wir gesehen haben, ein durchaus anspruchsvoller, zum Teil konfrontativer, manchmal auch schmerzhafte Prozess. Es ist verständlich, wenn Menschen diesem Prozess lieber ausweichen…. Dieser Weg wird, wenn er einmal beschritten ist, eine ganz eigene Dynamik und Kraft entfalten, die Sie tragen und dort halten wird. Eine Dynamik und Kraft, die ausgesprochen heilsam ist und die uns immer tiefer mit uns selbst verbindet.“
Um genau diese Form der Arbeit an sich selbst geht auch in seinem neuen hier vorliegenden Buch, in dem er „die Kunst, die Eltern zu enttäuschen“ beschreibt und Mut macht zu einem selbstbestimmten Leben.
Ich selbst habe in meinem Berufsleben als Pfarrer und Seelsorger viele Menschen, zum Teil selbst schon weit über 70 Jahre alt, kennengelernt, die in einer Weise an ihre Eltern ( die manchmal schon tot waren) gebunden waren, dass ihnen für ein freies und selbstbestimmtes Leben kein Platz blieb.
In seinem klug aufgebauten Text führt er den Leser zu einer solchen inneren Auseinandersetzung mit den alten Mustern, die sie gegenüber den Eltern unfrei machen. Es geht darum, mit den Eltern seinen Frieden zu finden und die Enttäuschungen im Zusammenhang mit ihnen als ein Übungsfeld zu nutzen für eine immer feinere Selbstreflexion und Selbstwahrnehmung.
Er will zu der Erkenntnis führen, dass kein Mensch für das Glück eines anderen erwachsenen Menschen verantwortlich ist, erst recht nicht die Kinder für das Glück ihrer Eltern. Wer diesen Prozess durchlebt und durchlitten hat, wer sich also, wie auch immer, mit seinen Eltern innerlich versöhnt hat, ist in der Regel auch gegenüber anderen ein freier und versöhnter Mensch.
Solange ich mich noch an den Eltern abarbeite, habe ich mich selbst und vor allen Dingen meinen Weg ins eigene Leben nicht gefunden.
Ein kleines Buch, das man schnell gelesen hat, das aber Anregungen bietet für eine innere Arbeit, die sich lohnt.
- Peter Swanson
Die Gerechte
(19)Aktuelle Rezension von: DianaEPeter Swanson – Die Gerechte
Ted ist immer noch wütend auf seine untreue Ehefrau Miranda, als er in der Flughafenhalle von einer unbekannten Rothaarigen angesprochen wird. Vom Alkohol etwas redselig geworden, berichtet er Lilly, dass er seine Frau am liebsten ermorden möchte.
Doch Lilly reagiert anders als gedacht, sie hat eine sehr freimütige Einstellung zum Tod der Menschen und schmiedet mit Ted einen Plan.
Doch schon bald gibt es Probleme und der Plan birgt mehr Risiken als gedacht. Werden sie ihn durchziehen können?
Ich kannte bisher noch kein Buch von Peter Swanson und da der Thriller laut Rezensionen ziemlich polarisiert, war ich neugierig geworden und habe mir die Hörbuchfassung aus der Bibliothek mitgenommen. Sie ist zwar gekürzt, aber ich hatte nicht den Eindruck, dass mir etwas wichtiges beim zuhören fehlt.
Gelesen wird das Hörbuch von Uve Teschner, Christiane Marx, Britta Steffenhagen und Oliver Brod, die die Story zu einem schönen Hörgenuss gemacht haben. Temporeich, und je nach den Eigenschaften des Charakters ausgearbeitete Emotionen, gelesen, schaffen sie es den verschiedenen Charakteren wie Ted, Lilly, Miranda und Co eine Aura und Lebendigkeit zu verpassen, sodass man sich besser in der Story zurecht finden konnte.
Starke Stimmen für ein eher mittelmäßigen Thriller, der in großen Teilen vor sich hinplätscherte.
Die beiden MP3-CDs sind in kurze Tracks eingeteilt, sodass ein Wiedereinstieg jederzeit möglich ist.
Die Story war sicherlich interessant, aber mir persönlich fehlte etwas der Thrill und obwohl die Handlung aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird, fehlte mir das gewisse „Etwas“, sodass ich das Hörbuch oft zur Seite legen wollte. Trotzdem war genug Neugier und Spannung vorhanden, um es dann doch nicht zu tun, obwohl ich mich mit den Hauptfiguren nicht anfreunden konnte.
Lilly wirkt distanziert, kalt und abgeklärt. Sie ist davon überzeugt, dass Mord ein Mittel der Wahl ist, das jeder stirbt, und man den Zeitpunkt einfach mal bestimmen kann. Der erste menschliche Mord war sicherlich verständlich, vielleicht sogar gerechtfertigt in ihren Augen, aber das macht es nicht einfacher, wenn man ihr Leben verfolgt. Ihre Eltern lieben Partys, Sex und das künstlerische Leben, und ein Auge haben sie nicht unbedingt auf ihre Tochter, die schnell in den Fokus eines Pädophilen gerät. Doch mit jeder neuen Tat, jedem weiteren Tod fühlt sich Lilly unbesiegbar.
Ted war zwar nicht die sympathischste Hauptfigur, aber sein Motiv ist klar und wahrscheinlich das älteste der Welt. Wir erfahren in Rückblicken wie er seine geldgierige Ehefrau kennengelernt hat, wie er sie erwischt und seine Rachegedanken ihn vollkommen einnehmen. Das er dabei etwas für Lilly zu empfinden glaubt, ist klischeehaft und war abzusehen.
Auch Kimbel, der Polizist, der versucht die Morde aufzuklären, verfällt der jungen Frau zunehmend, was ihm zum Verhängnis werden könnte.
Alles in allem kann man es zusammenfassen mit einer mordenden jungen Frau, die Mann wie Frau manipuliert, sich durchs Leben mordet und dabei sicher ist, nie entdeckt zu werden.
Alles ist durchgeplant, es gibt keine Zufälle.
Ja, die Geschichte hatte ihre Spannung und war zwischendurch faszinierend, ja der Autor hat eine gute Grundidee gehabt und ja, für einen Thriller für zwischendurch ist die Story vollkommen okay – aber eben leider nicht mehr.
Punkten kann der Autor mit schönen, bildhaften Beschreibungen der Schauplätze, lebendigen und facettenreichen Charakteren und einer kurzweiligen Story.
Man wird auf einige Irrwege geschickt, anfänglich dachte ich Ted sei die Hauptfigur, später stellt sich heraus, dass es eigentlich jemand anderes ist. Schöne Winkelzüge wurden ausgearbeitet, sodass die Story eine durchgängige Grundstimmung präsentiert.
Das Cover ist jetzt nicht gerade ein Blickfang, aber es spiegelt die roten Haare der Protagonistin wieder.
Fazit: starke Stimmen, mittelmäßiger Thriller. 3 Sterne.
- Kristin Harmel
Das Buch der verschollenen Namen
(182)Aktuelle Rezension von: Nicola89Liebe und Mut im Angesicht des Bösen: Kristin Harmels historischer Roman aus der Zeit des 2. Weltkriegs ist inspiriert von der wahren Geschichte einer kleinen Stadt in Frankreich, die zu einem Symbol des Widerstands wurde.
Nur knapp entkommt die Studentin Eva Abrams 1942 aus Paris, nachdem ihr Vater, ein polnischer Jude, verhaftet wurde. Eva findet Zuflucht im kleinen Bergdorf Aurignon in der unbesetzten Zone, wo sie auch den jungen Widerstandskämpfer Rémy kennenlernt.
Bald beginnt Eva, im Auftrag der Résistance Ausweispapiere für jüdische Kinder zu fälschen – doch deren wahre Identität möchte sie für eine Zeit nach dem Krieg bewahren. Zusammen mit Rémy fertigt sie verschlüsselte Aufzeichnungen an: das Buch der verschollenen Namen. Als jedoch ihre Widerstandszelle verraten wird und Rémy plötzlich verschwindet, bedeutet das Buch für sie beide tödliche Gefahr …
Ich habe schon viele Bücher gelesen, die in der Zeit des 2. Weltkriegs spielen, aber diese Geschichte ist anders und etwas besonderes.
Zunächst erleben wir mit, wie Evas Familie auseinander gerissen wird, als ihr Vater deportiert wird und Eva mit ihrer Mutter fliehen kann. Soweit hat man das sicher schon häufiger gelesen. Aber einen Einblick in diese Art von Widerstand zu erhalten, ist mal etwas anderes und basiert zudem auch noch auf wahren Begebenheiten.
Mir standen beim Lesen des Öfteren Tränen in den Augen und ich hatte Gänsehaut. Eva habe ich wirklich bewundert für ihren Mut. Ihre Muttwr hingegen fand ich ihrer Tochter gegenüber oft unfair. Für beide ist die Situation mit der Flucht und des Nichtwissens, wie es dem Vater geht schwer, aber sie hat all ihre Wut und Unzufriedenheit an Eva ausgelassen, die nur versucht hat, das bestmögliche aus der Situation zu machen.
Ich hatte vorher noch nichts von Kristin Harmel gehört und das Buch war eher eine zufällige Entdeckung, aber ich möchte in Zukunft gerne weitere Bücher von ihr lesen.
Wer gerne historische Romane zur Zeit des zweiten Weltkriegs liest, die zudem auf wahren Begebenheiten beruhen und Hoffnung machen, wird diese Geschichte sicher auch sehr mögen. Eine absolute Leseempfehlung und ein (für mich) unerwartetes Highlight.
- Emma Heatherington
Zehn Wünsche bis zum Horizont
(81)Aktuelle Rezension von: Kathi_RaInhalt:
Eine bewegende Geschichte über große Träume, zweite Chancen und die Kunst, jeden Augenblick zu genießen Zur größten Brücke der Welt reisen, Gitarre spielen lernen, die Flügel ausbreiten und losfliegen … So viele Dinge wollte Lucy tun, wenn sie erwachsen ist. Doch dazu kommt es nicht. Sie stirbt mit vierzehn Jahren bei einem Autounfall. Siebzehn Jahre später hält Maggie die Liste mit Lucys Träumen in den Händen. Sie hat es Lucy zu verdanken, dass sie lebt, denn Lucys Herz schlägt in Maggies Brust. Als Trägerin eines Spenderherzens weiß Maggie, dass Zeit ein kostbares Gut ist. Sie macht sich auf die Reise, um die Wünsche des Mädchens zu erfüllen - und erfährt, dass man reich beschenkt wird, wenn man gibt.
@ Harper Collins
Meine Meinung:
Dieses Buch hat mich auf viele erdenkliche Weisen bewegt, emotional berührt und inspiriert.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig und lockerleicht. In einem schnellen Tempo schreitet das Geschehen voran und es wird an keiner Stelle langweilig. Das Buch bleibt durchgehend spannend und interessant und war für mich nicht vorhersehbar.
Ich habe Maggie auf ihrer und Lucys Reise unglaublich gerne begleitet und mich hat es so sehr gefreut, wie diese Erfahrungen und Momente sich auf Maggie ausgewirkt haben. Das Ende war für mich bittersüß zugleich und ich bekomme immer noch Gänsehaut, wenn ich daran denke.
Fazit:
Zehn Wünsche bis zum Horizont sorgt für wunderbare Lesestunden. Ich fühlte mich sehr gut unterhalten und habe mit den Charakteren mitfühlen können. Ein unglaublich lesenswertes, wunderschönes und inspirierendes Buch!
- Laura Summers
Das Ende der Lügen
(22)Aktuelle Rezension von: divergent
INHALT
Ellie und Grace sind zwei Schwester, welche mit ihren Eltern in London wohnen. Gemeinsam mit ihrer Mutter leiden die Mädchen unter dem gewalttätigen Vater. Die Mutter schafft es aber schon seit Jahren nicht, von ihm loszukommen. Umso überraschter und erleichterter sind sie, als ihre Mum eines Tages beschließt, den Vater zu verlassen und an einem kleinen Küstenort neu anzufangen. Grace und Ellie leben sich gut ein in dem neuen Ort, gehen zur Schule und finden neue Freunde. Doch dann steht eines Tages der Vater vor der Tür ...
MEINUNG
Ich war sehr gespannt, ob und wie mir das Buch gefallen würde, da dieser Roman doch ein sehr ernstes und zugleich auch trauriges Thema behandelt. Umso überraschter war ich, als man gleich zu Beginn richtig in der Geschichte drinnen ist, ganz ohne einer Vorgeschichte. Nach und nach erfährt man, was der Vater von Ellie und Grace und zugleich auch seiner Ehefrau und Mutter der Mädchen, Karin alles angetan hat. Den Vater hätte ich teilweise am liebsten einfach nur weggesperrt. Mal ehrlich, schlimm genug dass es solche Männer wirklich gibt!
Das Ende ging mir leider etwas zu schnell. Ich hätte mir die Szene, wo der Vater dann aufgetaucht ist, etwas länger gewünscht.
FAZIT
"Das Ende der Lügen" ist ein ganz gutes Jugendbuch, mit einem ernsten und wichtigenThema! Es wird nichts beschönigt, und zeigt zugleich, wie schwer es ist, sich von einem lieben Menschen zu lösen bzw diesen zu verlassen!
Wegen dem hastigen Ende gebe ich dem Buch 4 von 5 Sternchen ! - Jacqueline Böttcher
Kleine Wochenend- und Festtagstorten
(2)Aktuelle Rezension von: KamimaIch liebe Backen! Und das am liebsten fast jede Woche :-) Mal Kleingebäck, mal Obstkuchen, mal Torten... aber gerne in kleinen Mengen und Backformen! Bislang habe ich zumeist meine Lieblings- oder Oma-Rezepte auf die 18er- bzw. 20er-Form runtergerechnet... jetzt habe ich für das neu aufgelegten Backbuch von Jacqueline Böttcher (Twenhövel) im Bassermann Verlag entdeckt.
Über 40 Rezepte rund um die kleinen Torten – von Sahnetorte über Obsttorte bis hin zu festlichen Torten – befinden sich in dem ansprechend bebilderten Backbuch zum kleinen Preis. Die Rezepte sind übersichtlich – die Zutatenliste aufgeteilt in Böden, Belag, Guss, Deko. Und zu jedem Rezept gibt es ein ansprechendes Foto, welches beim Durchblättern zum „Ja, ich will!“ animiert :-)
So hat sich meine Tochter schon die Regenbogentorte ausgesucht und ich habe mir vorgenommen, spätestens zu Weihnachten die Gewürztorte zu backen... die Zutaten dazu hat man zumeist zu Hause bzw. sie lassen sich im gut sortierten Supermarkt besorgen. Einer Backsession steht also nichts mehr im Wege.
Und auch als Anfänger kann man sich an die tollen Torten wagen, denn es gibt eine gut verständliche Einleitung zu Backgeräten, Zutaten und dem Dekorieren... wer wagt, gewinnt :-)
Für mich ein ansprechendes Backbuch, welches ich sicherlich auch mal – vielleicht mit der passenden Springform - als Weihnachtsgeschenk verschenken werde. Und in den nächsten Tagen möchte meine Jüngste ihre ersten Regenbogentorte backen... ein gutes Zeichen, wenn ein Backbuch auch den Nachwuchs motivieren kann.
- Sarah Ladd
Die Erbin von Winterwood
(16)Aktuelle Rezension von: BuchbloggerinEngland im 19. Jahrhundert:
Amelia Barrett soll heiraten, um ihr Erbe, Winterwood Manor, übernehmen zu können. Doch ihr Herz gehört nicht ihrem Verlobten Edward, sondern Lucy, der kleinen Tochter ihrer verstorbenen besten Freundin. Amelia hat versprochen, für die Kleine zu sorgen. Aber passt das auch zu Edwards Plänen?
Da kommt Lucys Vater ins Spiel. Amelia schmiedet einen verwegenen Plan, der die Rettung bedeuten könnte: für sie, für Lucy und für ihr Erbe. Als sich die Ereignisse überschlagen, erkennt Amelia, dass sie nur dann eine Zukunft hat, wenn sie ihre Pläne voll Vertrauen in Gottes Hände legt. Oder ist es dafür schon zu spät?
,,Die Erbin von Winterwood” ist mein erstes Buch von Sarah Ladd und sollte es demnächst weitere Bücher von ihr auf deutsch geben, würde ich diese auch lesen wollen, so viel sei gesagt. Insgesamt hat S. Ladd in diesem Roman eine schöne Handlung kreiert, die auf jeden Fall interessant geworden ist.Die Protagonistin Amelia ist für die damaligen Verhältnisse eine sehr selbstbewusste Frau, die einen eigenen Willen hat und diesen auch durchsetzt, was früher ja nicht unbedingt üblich gewesen ist. Ihre anbahnende Beziehung zum Kapitän Graham Sterlingsteht während der gesamten Handlung fast die ganze Zeit im Vordergrund, doch weil es sich hierbei um einen historischen Liebesroman handelt, ist dies auch in Ordnung.
Die Geschichte hat von Beginn an Interesse geweckt, und es ging auch spannend weiter. Von Kapitel zu Kapitel hat man jeden Charakter mehr oder weniger näher kennengelernt und mit der Zeit entpuppten sich einige als ,,gutartige” Menschen, andere als ,,Bösewichte”. Zum Ende hin war man nur noch am Mitfiebern, denn es gab einige Wendungen, die Überraschungseffekte verursacht haben und ja, man fieberte eben mit (meistens ist es ja klar, dass letztendlich doch ein Happy End kommen wird, aber trotzdem…). Ansonsten fand ich den Schreibstil recht angenehm, aber manchmal doch etwas zu kühl und direkt.
Außerdem hat es mir sehr gefallen, dass in diesem Buch nicht selten der Glaube an Gott angesprochen wurde, was mir in vielen christlichen Romanen oft fehlt. Wichtige Glaubensthemen in diesem Buch waren vor allem das Zurückkehren zu Gott und Vergebung, was S. Ladd auch sehr schön geschafft hat, zu beschreiben.
Ein eindeutiges Minus war für mich, dass es in diesem Roman haufenweise Klischees gab. Normalerweise stört mich das nicht wirklich, aber hier war das dann doch ein kleinen bisschen zu viel. So waren die Charaktere typischerweise schön, klug, beinahe fehlerlos, was es einem schwierig machte, sich mit jemandem von ihnen identifizieren zu können. Außerdem waren sie entweder so gut und liebenswürdig, ohne Fehler eben, oder so abgrundtief böse, dass man es nicht einmal in Erwägung ziehen konnte, diese Person zu mögen.
Fazit: Abschließend kann ich sagen, dass mir dieser Roman ganz gut gefallen hat und mich über weitere Bücher der Autorin freuen würde. Von mir bekommt es 4 von 5 Sternen und eine Empfehlung!
- Lynette Eason
Vergeltung in Tanner Hollow
(10)Aktuelle Rezension von: peedeeTanner Hollow, Band 4: Claire Montgomery liebt ihre Arbeit – sie lebt quasi für ihren Job bei Gericht. Durch eine Beförderung nimmt die Arbeitslast noch zu. Als sie zu Hause überfallen wird und dabei ihr Name genannt wird, weiss sie, dass es um etwas Persönliches geht. Derek St. John ist zu Besuch in Tanner Hollow und will nach Claire sehen. Als er erfährt, dass sie in Gefahr ist, setzt er alles daran, sie aus der Schusslinie zu bringen…
Erster Eindruck: Das Cover wirkt durch das Lichtspiel von Haus und Umgebung düster – passt sehr gut.
Dies ist Band 4 einer Reihe, kann aber unabhängig von den Vorgängerbänden gelesen werden. Da die ganze Reihe jedoch aus Kurzgeschichten besteht, wäre es doch schade, die anderen Bände nicht noch „kurz“ auf die Leseliste zu setzen.
Der Überfall setzt Claire verständlicherweise sehr zu, insbesondere da sie mit Namen angesprochen wurde. Das bedeutet, dass es sich nicht um einen einfachen Raubüberfall handelt, da der Täter ja nicht zuerst am Klingelschild den Namen ablesen würde. Derek kommt Claire zu Hilfe und gesteht ihr, dass er die gemeinsame Zeit, die sie bei einer Fortbildung verbracht haben, nicht vergessen könne und er sie gerne besser kennenlernen würde. Schlechtes Timing, oder? Nein, überhaupt nicht, denn Claire geht es genauso. Sie hat als Kind Traumatisches erlebt und dadurch ein Problem, anderen zu vertrauen. Derek will – zusammen mit weiteren Freunden bei der Polizei – herausfinden, wer hinter all dem steckt. Doch dann erschüttert eine Explosion Claires Haus…
Diese Kurzgeschichte war wie gewohnt schnell – leider zu schnell! – ausgelesen und bildet einen sehr guten Abschluss der Reihe. Es war sehr spannend (zuweilen musste ich sogar den Atem anhalten, was Claire aber nicht wirklich geholfen hat! *grins*) und auch wieder etwas fürs Herz – vielen Dank. 4 Sterne. - Eva-Maria Hoffleit
Kochen wie früher - Vom Anbau bis zum Teller - Vegetarische, nachhaltige & saisonale Rezepte für das ganze Jahr
(7)Aktuelle Rezension von: Angie*Meine Meinung: Fast zweihundert Seiten nachhaltige Rezepte mit Tips zur saisonalen und regionalen Küche haben mich für dieses Buch schwärmen lassen. Es ist in vier unterschiedlich farbig illustrierte Kapitel gegliedert, die den vier Jahreszeiten entsprechen , sowie mit wunderschönen Motiven ( natürlich mit Fotos von fertig gekochten Rezepten und herrlichen Gemüsen und Kräutern ) ausgestattet. Ein Saisonkalender und ein Rezeptregister vervollständigen diesen ansprechenden Kochratgeber.
Es ist aber nicht nur eine Anreihung von Rezepten , sondern das Autorenpaar gibt dem Leser zu jedem Gericht praktische Tips zum Einkochen, Einlegen und/oder Fermentieren vieler Gemüsearten und Kräuter. Auch das Gärtnern für den Anfänger*in kommt nicht zu kurz. Die kurzen Anleitungen für den Gemüse - und/oder Kräuteranbau auf Balkon, Topf , Hochbeet oder in einem kleinem Garten inspirieren zum eigenen Ausprobieren und Pflanzen. Ich habe schon einige dieser schönen Anregungen nachgekocht und bin begeistert von den Ergebnissen. Die meisten dieser Rezepte sind für vier Personen aufgelistet , allerdings fehlen Kalorien - und Nährwertangaben, was ich persönlich aber nicht vermisst habe.
Zu meinem neuen Lieblingsrezepten gehört ein einfaches, aber geniales Rezept (Petersilienpesto), welches ich Euch hier per Foto verraten werde. So köstlich und einfach nachzukochen für begeisterte Nudelesser.
Meine Bewertung für das Buch: Eine absolute Empfehlung mit FÜNF ***** Sternen.
https://literaturgarten.blogspot.com/2021/04/ye-olde-kitchen-kochen-gartnern.html
- Renée Rosen
Die Stunde der Reporterin
(8)Aktuelle Rezension von: booknerd_steffi_27"Die Stunde der Reporterin" ist ein Roman von Renée Rosen, der im November 2023 erschienen ist. Es war das erste Buch der Autorin für mich.
Die Geschichte spielt im Jahr 1955 und folgt der jungen Journalistin Jordan Walsh, die eine Anstellung bei der renommierten "Chicago Tribune" erhält.
Voller Enthusiasmus muss sie jedoch feststellen, dass ihr als Frau lediglich "Frauenthemen" zugewiesen werden und ihre Vorschläge für investigativere Artikel von ihren Vorgesetzten abgelehnt werden. Tatschächlich fand ich den Umgang von Jordans männlichen Kollegen etwas grenzwertig, ließ mich aber über die Rolle der Frau im Jahr 1955 nachdenken. Ich mochte ihre Stärke weiter zu kämpfen und sich nicht entmutigen zu lassen.
Aus diesen Grund beginnt Jordan eigenständig zu recherchieren und stößt dabei auf die Aufzeichnungen ihres Bruders. Dieser war bis zu seinem Tod einen Korruptionsskandal, der bis in die höchsten politischen Kreise Chicagos reicht, auf der Spur. Während sie die Wahrheit ans Licht bringen will, erkennt sie, dass dies persönliche Opfer und Risiken mit sich bringt.
Es ließ sich sehr flüssig lesen, aber Jordan als Protagonistin war mir nicht sonderlich sympathisch und ich hatte immer das Gefühl für eine gute Story, geht sie über Leichen.
Auch das Verhalten ihrer Eltern machte mich manchmal echt traurig und war für mich etwas toxisch zu lesen.
Was ich absolut nicht mochte, war der Alkohol- und Nikotinkonsum im kompletten Buch. Das muss man meiner Ansicht, nicht so prägnant in Szene setzen. Hat mich auch teilweise gestört, wenn mal wieder ausführlich Alkoholexsesse der Eltern beschrieben wurden oder Jordan von ihren männlichen Kollegen bewundert wurde, wie gut sie trinken kann. So etwas braucht es nicht.
Trotz alledem zeichnet der Roman ein lebendiges Bild der Herausforderungen, denen Frauen in der männerdominierten Medienbranche der 1950er Jahre gegenüberstanden, und bietet gleichzeitig einen spannenden Einblick in die Welt des investigativen Journalismus.
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