Bücher mit dem Tag "ehe"
1.528 Bücher
- Jane Austen
Stolz und Vorurteil
(4.078)Aktuelle Rezension von: S_MaltViel gibt es nicht zu sagen.
Zur Handlung sei der Klappentext gelesen.
Ein Klassiker, der es verdient, gelesen zu werden.
Ein bisschen Downton Abbey - ein bisschen Buddenbrooks; im sehr gefälligen Stil einer wunderbaren Autorin geschrieben.
Protagonisten, die man miterlebt, herrlich gezeichnet!
Ein Roman, der Gesellschafts-Kritik hinter der richtigen Portion an Romantik aufzeigt.
Kennt man zudem ein wenig die geschichtlichen Hintergründe, ist dieser Roman eine ganz klare Leseempfehlung!
- Diana Gabaldon
Feuer und Stein (Outlander 1)
(2.690)Aktuelle Rezension von: dorothea84Mit Feuer und Stein beginne ich endlich die Outlander-Saga – ein Buch, das schon lange auf mich gewartet hat.
Claire Randall ist eine Protagonistin, die man schnell ins Herz schließt. Sie ist klug, vielschichtig und wirkt durchgehend authentisch. Ihre Gedanken, ihre Entscheidungen, ihre innere Stärke – all das macht sie zu einer Figur, der ich sehr gerne weiter folgen möchte.
Jamie wirkt zu Beginn eher wie eine Randfigur. Doch je mehr er in den Fokus rückt, desto klarer wird, warum diese Figur für so viele Leser*innen ikonisch geworden ist.
Besonders stark ist die Atmosphäre. Schottland wird lebendig beschrieben – die Landschaft, die Stimmung, die historischen Details. Beim Lesen habe ich regelrecht Sehnsucht gespürt, selbst wieder dorthin zu reisen.
Ja, das Buch hat Längen. Manche Passagen ziehen sich. Doch da ich über mehrere Tage gelesen habe, fiel das für mich weniger stark ins Gewicht.
Ein intensiver, atmosphärischer Reihenauftakt mit starken Figuren und historischem Flair – der Lust auf die weiteren Bände macht.
- Leo Tolstoi
Anna Karenina
(1.105)Aktuelle Rezension von: Malte_HermannWenn ich Leo Tolstois „Anna Karenina“ lese, spüre ich von der ersten Bahnhofsszene an ein leises Grollen unter den Füßen: metallisches Zischen, neugierige Blicke, ein Vorzeichen von Unheil. Anna tritt für mich wie ein warmer Lichtkegel in eine kalte Gesellschaft; ihr Blick auf Wronskij entzündet eine Liebe, die zugleich Befreiung und Sturz bedeutet. Ich folge ihr durch Salons, Waggons und Gerüchte, durch die starre Höflichkeit von Petersburg und die klatschenden Kreise Moskaus. Ihr Ehemann Karenin wirkt korrekt wie ein Protokoll: Er schützt die Form und übersieht den Menschen. Ich schäme mich stellenweise über eine Welt, die Skandal wittert, aber Mitgefühl spart. (Mehr zu Anna Karenina: https://love-books-review.com/de/anna-karenina-von-leo-tolstoi/ )
Parallel gehe ich mit Lewin über Felder. In Gesprächen mit Bauern, in Mühen und Zweifeln sucht er Sinn, Gott und Arbeit zu verbinden. Zwischen abgewiesenem Antrag, Rückzug und Rückkehr wächst in mir Ruhe: In Kittys Blick und der Geburt des Kindes erkennt Lewin eine demütige, leise Wahrheit. Diese zweite Geschichte erdet die erste; sie zeigt mir, dass Glück nicht flackert wie Feuerwerk, sondern glüht wie eine kleine Flamme, die man gegen Wind schützt.
Je weiter ich lese, desto enger wird Annas Raum. Eifersucht, Schlaflosigkeit, Morphium und die Unmöglichkeit einer ehrlichen Zugehörigkeit lassen ihre Sprache spröde werden. Am Ende schneiden die Zugräder durch meine Gedanken: ein Entschluss, grausam klar. Ich bleibe erschüttert und zugleich dankbar, weil Tolstoi mir beides schenkt – das Porträt einer Gesellschaft, die Menschen zu Rollen verengt, und die Ahnung, dass Sinn im einfachen Guten liegt. Anna bleibt ein brennender Schatten; Lewin, ein stilles Versprechen von Alltag und Gnade.
- Diana Gabaldon
Outlander - Die geliehene Zeit
(1.486)Aktuelle Rezension von: Glenn_HarrowGabaldon wirft eine Frau aus dem 20. Jahrhundert in den schottischen Hochlanden des 18. Jahrhunderts und schaut was passiert. Was passiert, ist mehr als erwartet – ein Roman der sich nicht entscheiden kann ob er Abenteuer, Liebesgeschichte oder Historienroman sein will, und der genau deshalb funktioniert. Vier Sterne weil die Länge gelegentlich auf Kosten der Präzision geht. Aber wer einmal drin ist, kommt nicht leicht raus.
- Ken Follett
Sturz der Titanen
(1.305)Aktuelle Rezension von: shrimpdumplingIch fand den Prolog so dermaßen toll, dass ich einfach nicht aufhören konnte zu lesen. Er hat mich direkt in die Geschichte gezogen und dafür gesorgt, dass ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht.
Am meisten geliebt habe ich, wie verstrickt die Charaktere und ihre Geschichten miteinander sind. Obwohl es so viele verschiedene Figuren gibt, hatte ich nie Probleme, den Überblick zu behalten. Im Gegenteil: Ich fand es unglaublich spannend zu sehen, wie sich ihre Wege immer wieder kreuzen und wie ihre Schicksale miteinander verbunden sind.
Mein Lieblingscharakter war definitiv Billy. Seine Geschichte hat mich am meisten interessiert und ich habe mich immer besonders auf seine Kapitel gefreut.
Außerdem fand ich es faszinierend, historische Ereignisse durch die Augen so vieler unterschiedlicher Menschen zu erleben. Dadurch wirkte die Geschichte lebendig und nie wie trockener Geschichtsunterricht.
Der einzige Punkt, der mich manchmal etwas ausgebremst hat, waren die sehr detaillierten Beschreibungen einiger Kriegsszenen. Diese Passagen waren mir stellenweise etwas zu lang, sodass ich eher darüber geflogen bin, weil mich die Figuren und ihre persönlichen Geschichten deutlich mehr interessiert haben.
Insgesamt hat mir das Buch aber unglaublich gut gefallen. Die Mischung aus Geschichte, Politik, Krieg und den miteinander verwobenen Lebensgeschichten der Charaktere hat mich komplett überzeugt, und ich freue mich schon darauf, die weiteren Bände der Reihe zu lesen.
- Mary E. Pearson
Der Kuss der Lüge
(1.562)Aktuelle Rezension von: Melone77Kuss der Lüge hat mich sofort gepackt, weil die Geschichte mit einer starken, verletzlichen und gleichzeitig starrköpfigen Protagonistin beginnt, die vor ihrem Schicksal flieht – und damit eine Kette von Ereignissen auslöst, die sie selbst kaum begreifen kann. Kurz gesagt: Ein Mädchen läuft vor einer arrangierten Ehe davon, zwei Männer folgen ihr – und niemand ist, wer er zu sein scheint. Genau dieses Spiel mit Identitäten macht den Einstieg so spannend.
Was mir besonders gefallen hat, war das Gefühl, das das Buch auslöst. Die Handlung ist nicht nur spannend, sondern auch emotional dicht. Ich mochte, wie sehr man miträtselt, wer der Prinz und wer der Attentäter ist, und wie man sich dabei selbst immer wieder täuscht. Das Love Triangle funktioniert hier richtig gut, weil beide Männer etwas Echtes in der Protagonistin – und in mir als Leserin – berühren. Ich habe mich mehr als einmal dabei ertappt, wie ich ihr innerlich zugerufen habe, sie solle endlich die richtige Entscheidung treffen.
Die Charaktere sind vielschichtig, und ihre Motive wirken nachvollziehbar. Besonders schön fand ich, dass niemand eindimensional ist: Jeder trägt seine eigene Wahrheit, seine eigenen Wunden und Geheimnisse mit sich herum. Das macht die Geschichte lebendig und glaubwürdig.
Gelernt habe ich vor allem, wie sehr Mut und Wahrheit zusammenhängen – und dass Weglaufen manchmal nur der erste Schritt ist, um herauszufinden, wer man wirklich sein möchte.
Empfehlen würde ich das Buch allen, die Fantasy mit Herz, starken Figuren, Spannung und einem emotionalen Love Triangle lieben. Besonders Leserinnen und Leser von Young Adult-Fantasy werden hier voll auf ihre Kosten kommen.
- Jojo Moyes
Eine Handvoll Worte
(1.861)Aktuelle Rezension von: Silla_GuEine berührende Liebesgeschichte, die sich über Jahrzehnte erstreckt. Wir begleiten in der Vergangenheit Anthony und Jenny und in der Gegenwart (2003) begleiten wir Ellie, die durch einen Zufall alte Dokumente im Archiv der Zeitung findet, für die sie arbeitet. Es sind berührende Liebesbriefe und Ellie setzt es sich zum Ziel, die Personen dahinter aufzuspüren und herauszufinden, was aus dieser Liebesgeschichte geworden ist. Zudem begleiten wir auch Ellie in ihrem Liebesleben, das tatsächlich ziemlich chaotisch ist. Ellie steckt seit mindestens einem Jahr in einer Affäre mit einem verheirateten Mann, aus der sie sich nur schwer lösen kann.
Mich hat vor allem die Geschichte von Anthony und Jenny sehr berührt. Zwischenzeitlich hat es sich zwar etwas gezogen, es hat sich aber trotzdem gelohnt dranzubleiben, da es vor allem am Ende echt tragisch aber auch super spannend wurde. Ich habe so mitgelitten und mitgefiebert und hab hier und da auch ein paar Tränchen vergossen. Zu Ellie konnte ich leider keine so richtige Verbindung aufbauen, sie hat zum Ende hin noch eine gute Entwicklung durchgemacht, was mich ihr näher gebracht hat aber bis dahin fand ich sie ziemlich anstrengend 😅 Zudem brauchte ich etwas, um in die Zeitsprünge reinzukommen, ein paar Hinweise hier und da hätten bestimmt geholfen. Zudem befindet sich vor jedem Kapitel ein realer Brief, ich habe wirklich lange gebraucht, um zu checken, dass es sich hierbei nicht um Briefe handelt, die zur Geschichte gehören 😂 Das wird im Nachwort sogar erwähnt und erläutert, evtl. wäre das als Vorwort besser gewesen.
Trotz allem hat mir die Geschichte insgesamt sehr gut gefallen, wenn man Fan von Jojo Moyes und ihres Schreibstils ist, macht man hiermit auf jeden Fall nichts falsch 😊
- Audrey Niffenegger
Die Frau des Zeitreisenden
(4.389)Aktuelle Rezension von: Silla_GuDie Frau des Zeitreisenden ist wirklich ein ganz besonderes Buch! Wir begleiten Henry und Clare (mit wechselnden POVs aus der Ich-Perspektive) mehr oder weniger durch ihr komplettes Leben. Henry hat durch einen Gendefekt die "Gabe" durch die Zeit zu reisen und begegnet Clare somit bereits, als sie selbst noch ein Kind und er bereits ein erwachsener Mann aus der Zukunft ist. Als die beiden sich schließlich in ihrer Gegenwart treffen, kennt zwar Clare ihn, für Henry sind diese Treffen allerdings noch gar nicht passiert. Trotz allem ist beiden einfach klar, dass sie füreinander bestimmt sind.
Ich muss ehrlich zugeben, am Anfang habe ich wirklich etwas gebraucht, um in die Geschichte reinzukommen. Die vielen Zeitsprünge mit den jeweiligen Altersangaben von Henry und Clare haben mich einfach nur verwirrt 😅 Als ich dann aber beschlossen habe, die Geschichte einfach zu lesen, ohne ständig verstehen zu wollen was da genau vor sich geht bin ich deutlich besser rein gekommen 👍 Daher kann es auch gut sein, dass mir Logikfehler o.ä. nicht aufgefallen sind. Ich tue mich im Allgemeinen etwas schwer mit Zeitreisen, da die irgendwie immer irgendwo Fehler beinhalten (in meinen Augen sind Zeitreisen daher auch tatsächlich einfach nicht möglich) aber das ist ja erstmal mein Problem und nicht das des Buches 🙈 Die Liebesgeschichte von Clare und Henry fand ich im Gesamten sehr berührend wobei am Ende vor allem die Tragik herausgestochen ist und ich wirklich auch traurig war...Obwohl schon während der Geschichte klar ist, wie es am Ende ausgeht, wollte ich es gar nicht wahrhaben und habe immer noch auf ein Wunder gewartet 😂
Insgesamt hat mir Die Frau des Zeitreisenden gut gefallen, auch wenn es kein Highlight für mich war. Ich habe auf jeden Fall riesen Respekt vor Audrey Niffenegger, die hier wirklich eine ausgeklügelte, komplexe Geschichte aufs Papier gebracht hat! Das muss man tatsächlich auch so erstmal hinbekommen 😊
- Colleen Hoover
Verity
(2.269)Aktuelle Rezension von: MademoiselleMeowDas ich mal was von Colleen Hoover lesen würde, hätte ich auch nicht gedacht…
Aber der Trailer zum Film sah einfach so gut aus. Und dann habe ich gelesen, worum es geht und dachte mir: Hm, gar nicht mal so uninteressant. Und meine Bücherei hatte es, so musste ich nicht mal Geld dafür ausgeben. Also los geht’s!Nachdem Schriftstellerin Lowen monatelang ihre sterbende Mutter gepflegt hat und kaum Geld verdienen konnte, kommt das nächste Jobangebot wie gerufen. Sie soll die Thrillerreihe der Bestsellerautorin Verity Crawford weiterschreiben, welche nach einem Unfall zum Pflegefall geworden ist. Zunächst ist Lowen nicht begeistert von all der Verantwortung, aber sie braucht das Geld. Außerdem fühlt sie sich zu Veritys Ehemann Jeremy hingezogen und als der anbietet für die Recherchezeit bei den Crawfords einzuziehen, willigt Lowen ein. Als sie dabei eines von Veritys unveröffentlichten Manuskripten findet, taucht sie in eine Welt menschlicher Abgründe und Obsession ein.
Zunächst einmal: Zu viel S*x. Das ist ja ein halber Erotikroman. Es lenkt einfach total vom eigentlich Plot ab. Wobei man sagen könnte, es ist Teil des Plots, aber….ach, ich weiß auch nicht. Es war mir einfach zu viel.
Ein anderes Problem, was ich hatte war, dass der Haupttwist schon ziemlich früh enthüllt wurde.
Am Ende hat sich die Autorin aber noch einen zweiten einfallen lassen, der bei vielen Lesern für einige Grübeleien sorgen dürfte. Was ist nun die Wahrheit? Das fand ich dann wieder gut.
Von den drei Hauptprotagonisten konnte ich keinen wirklich leiden. Lowen wirkte auf mich fast ein wenig dümmlich. Und so gemein das klingt, ich konnte mir Dakota Johnson wirklich perfekt in dieser Rolle vorstellen.
Letztlich habe ich das bekommen, was ich von einem Colleen Hoover Roman erwartet habe. Nicht wirklich gut, aber gut genug um zu erklären, warum die Romane gut funktionieren. Mit einem besseren Schreibstil wäre mehr Potenzial drin gewesen.
- Colleen Hoover
Nur noch ein einziges Mal
(2.026)Aktuelle Rezension von: Vaniii23Dieses Buch hat mich emotional echt umgehauen. Colleen Hoover beschreibt Lilys Geschichte so ehrlich und nahbar, dass man beim Lesen das Gefühl hat, alles selbst mitzuerleben. Es ist keine einfache Lovestory, sondern ein Buch, das richtig tief geht und auch vor schwierigen Themen nicht zurückschreckt.
Ich fand es wahnsinnig mutig, wie die Zerrissenheit der Gefühle dargestellt wurde. man versteht Lily in jedem Moment, auch wenn es wehtut. Es hat mich zu Tränen gerührt und zum Nachdenken gebracht, wie viel Kraft es kostet, für sich selbst einzustehen. Ein absolutes Leseerlebnis, das mich noch lange nach der letzten Seite beschäftigt hat.
- Lucinda Riley
Die sieben Schwestern
(1.336)Aktuelle Rezension von: VanessaMia„Die sieben Schwestern“ ist der gelungene Auftakt einer Reihe, in der es um das Herausfinden der wahren Herkunft & Identität jeder einzelnen Schwester geht. Lucinda Riley hat dabei jeder Schwester ein eigenes Buch gewidmet. Band 8 erzählt dann die Geschichte von Pa Salt. Dem geheimnisvollen Mann, der all seine Töchter auf der ganzen Welt gesucht, gefunden, adoptiert & nach Atlantis, dem gemeinsamen Zuhause am Genfer See, gebracht hat.
In diesem Buch geht es um Maia, deren Wurzeln im Herzstück Brasiliens, in Rio de Janeiro, liegen. Da ich selbst in Rio geboren wurde, war diese Geschichte für mich, wie eine wundervolle Reise in mein eigenes Herkunftsland. Mit Maia auf Spurensuche zu gehen, hat mir ganz große Freude bereitet. Lucindas Schreibstil ist atemberaubend und so konnte ich tief in die Geschichte eintauchen, mich fallen lassen & mit den Zeilen jeder Seite verschmelzen. Ich freue mich auf jeden weiteren Band dieser wundervollen Reihe.
- Margaret Atwood
Der Report der Magd
(891)Aktuelle Rezension von: Frau_Stern_liestZusammenfassung:
Nach der Machtergreifung des Regimes Gilead werden die Konten von Frauen gesperrt und sie verlieren allesamt ihre Arbeit. Das ist der Beginn der Unterdrückung der Frauen, die von da an nur noch als Gebärmaschinen dienen sollen.
Persönliche Meinung:
Könnt ihr euch noch an die Bilder aus Kabul nach der Machtergreifung der Taliban erinnern? Wie die Menschen sich an die letzten Flugzeuge klammerten, um aus dem Land fliehen zu können? Es ist eine Schande, unter welchen Bedingungen die Frauen dort inzwischen leben müssen.
Könnt ihr euch noch daran erinnern, dass in der DDR jeder Mensch, mit dem man zu tun hatte, ein Spitzel sein konnte, der alles, was man gegen die Partei sagte, weitergab?
Könnt ihr euch noch daran erinnern, dass eine Partei dafür gesorgt hat, dass mindestens sechs Millionen Juden ermordet wurden?
Margaret Atwood sagt, dass sie die Weltgeschichte studiert hat und dass Der Report der Magd keine reine Fiktion ist, denn alles, was darin vorkommt, ist so oder in ähnlicher Form bereits geschehen.
1984 war die Autorin im Rahmen eines Stipendiums in West-Berlin. Dort begann sie mit dem Schreiben dieses grandiosen Buches, das durch Trump wieder stärker in den Fokus gerückt ist.
Dieses Buch macht mir Angst, weil es zeigt, dass sich gesellschaftliche Veränderungen erschreckend schnell vollziehen können.
Gerade in der Corona-Zeit konnte man beobachten, wie rasch tiefgreifende Einschränkungen des öffentlichen Lebens möglich waren. Menschen durften zeitweise nicht mehr reisen oder bestimmte Geschäfte nicht mehr betreten.
Dieses Buch ist wie eine dunkle Wolke, die über uns schwebt und uns alle davor warnt, Demokratie und Gleichberechtigung als selbstverständlich anzusehen. Es erinnert uns daran, dass wir immer wieder für diese Werte eintreten und sie verteidigen müssen.
Die Geschichte wird in Fragmenten und mit einer gewissen Distanz erzählt. Für mich war sie nur deshalb erträglich.
2019 erschien die Fortsetzung Die Zeuginnen. Ich werde sie auf jeden Fall ebenfalls lesen.
Absolute Empfehlung!
- Gillian Flynn
Gone Girl - Das perfekte Opfer
(1.738)Aktuelle Rezension von: Hari_T_
Ich gebe es offen zu: Als ich zu Gone Girl von Gillian Flynn griff, erwartete ich zunächst einen eher klischeehaften „Frauenroman“ – viel Beziehung, viel Drama, aber wenig Tiefe. Doch was ich bekam, war das genaue Gegenteil.
Schon nach den ersten Kapiteln wird klar, dass dieser Roman ein raffiniert konstruierter Psychothriller ist, der mit Erwartungen spielt und sie gezielt zerstört. Die Geschichte um das Verschwinden von Amy Dunne und die zunehmende Verdächtigung ihres Ehemanns Nick entwickelt sich zu einem intensiven Katz-und-Maus-Spiel, bei dem nichts so ist, wie es scheint.
Besonders beeindruckend ist die Erzählstruktur: Perspektivwechsel, Tagebucheinträge und gezielte Wendepunkte sorgen dafür, dass man als Leser ständig hinterfragt, wem man eigentlich glauben kann. Flynn versteht es meisterhaft, Spannung aufzubauen und gleichzeitig tief in die Abgründe einer Beziehung einzutauchen.
Was als vermeintlich „toxischer Beziehungsroman“ beginnt, entpuppt sich als kluge Analyse von Manipulation, Medienwirkung und Identität. Die Figuren sind alles andere als sympathisch – und genau das macht sie so faszinierend. Man liest nicht, weil man sie mag, sondern weil man wissen muss, wie weit sie noch gehen werden.
Fazit: Gone Girl ist kein seichter Liebesroman, sondern ein düsteres, intelligentes und packendes Werk, das lange nachwirkt. Wer sich darauf einlässt, wird überrascht – und vielleicht auch ein wenig verstört.
- Diana Gabaldon
Outlander - Der Ruf der Trommel
(922)Aktuelle Rezension von: Moelli116Die Fortführung der Geschichte von Claire ist hier wieder sehr gelungen. Sie erleben viele Abenteuer die spannend erzählt sind.
Ich finde den Teil der Geschichte über die Tochter Brianna teilweise etwas langatmig. Leider ist das Verhältnis zwischen Brianna und Roger zu sehr eine Kopie von Claire und Jamie.
- Michelle Obama
BECOMING
(382)Aktuelle Rezension von: annalog… für die USA und für die Welt.
Becoming gibt ganz aufrichtige Einblicke in die Geschichte der zielstrebigen ehemaligen First Lady Michelle Obama. Sie gibt Einblicke in den Weg, wie sie sich als junge Anwältin entwickelt, ihre eigenen Werte und Missionen entdeckt. Wie so den jungen Barack kennen und später auch lieben lernt. Mit welchen Auswirkungen ein politisches Amt und mehrere Wahlkampagnen eine junge Familie umzugehen hat.
Die Welt braucht mehr dieser idealistischen Realisten, die über ihren eigenen Nutzen hinweg a das Wohl vieler Menschen denken und Schotte unternehmen, um dieses zu verbessern. Unglaublich sympathisch geschrieben, lässt mich dieses Buch in der aktuellen Zeit leider melancholisch zurück.
- Cecelia Ahern
P.S. Ich liebe dich
(8.804)Aktuelle Rezension von: Christines_lesetagebuchDiese Frage muss sich Holly stellen, als bei ihrem Mann ein Hirntumor diagnostiziert wird und er Monate später stirbt. Holly fällt in ein Loch aus Trauer und Antriebslosigkeit. Sie weiß nicht mehr, wie sie ohne Gerry weiterleben soll. Ihr Alltag besteht nur noch aus Schlafen und Träume, in denen sie mit ihrem Mann zusammen ist.
Nach ca. 2 Monaten und einem ehrlichen Gespräch mit ihrer besten Freundin Sharon, beginnt Holly sich ihrem neuen Alltag zustellen. Als dann auch noch ein mysteriöser Umschlag bei ihren Eltern auftaucht und dieser 10 kleine Umschläge mit Gerry´s Handschrift enthält, beginnt Holly endlich nach vorne zusehen. Gerry hat ihr eine Liste erstellt, wie sie ohne ihn leben kann.
Was zu Beginn als kleine Hilfestellung mit Aufgaben, Herausforderungen und kleinen Liebesbotschaften gedacht ist, wird zwischendrin zum Lebenselixier für Holly. Gerade am Anfang lebt sie nur von Monat zu Monat. Doch es Hilft ihr auch, auf dem Weg raus aus dem dunklen Loch und hinein in ein neues Leben ohne Gerry. Aber mit Freunden an ihrer Seite, die immer zu ihr stehen.
Ich habe diese Geschichte das erste Mal vor über 15 Jahren schon einmal gelesen und damals schon sehr berührend und emotional gefunden. Heute mit ähnlichen Erfahrungen wie Holly, war die Geschichte nochmal emotionaler für mich und ich musste an einigen Stellen weinen, da ich Holly´s Gefühle so nachempfinden konnte.
Cecelia Ahern ist es gelungen, die Emotionen die bei einer Trauerbewältigung dazugehören gefühlvoll einzufangen und deutlich zu machen, das es Gute aber auch oft Schlechte Tage geben wird. Das man Weinen darf um dann wieder nach vorne schauen zu können.
- Juli Zeh
Unterleuten
(683)Aktuelle Rezension von: renateliestgerneEigentlich sind viele der Hauptfiguren aus diesem Raum weniger sympathisch. Aber Juli Zeh schafft es, ihre Beweggründe nachvollziehbar zu machen. Es entsteht ein Bild eines Dorfes, in dem vieles völlig schief läuft und die Egoismen einzelner Personen die Gemeinschaft zerstören. Dadurch baut sich eine Spannung auf und man kann das Buch nicht aus der Hand legen.
- Mariana Leky
Was man von hier aus sehen kann
(986)Aktuelle Rezension von: AnirahMariana Lekys Roman ist wie ein modernes Märchen für Erwachsene – voller schräger Charaktere, dörflicher Idylle und einer Prise magischem Realismus. Die Geschichte rund um Selma, die den Tod eines Dorfbewohners voraussieht, sobald sie von einem Okapi träumt, ist sprachlich wunderschön und mit viel Feingefühl für das Zwischenmenschliche erzählt.
Was mir gefallen hat:
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Der Schreibstil: Leky findet Bilder und Vergleiche, die man so noch nie gelesen hat. Man fliegt förmlich durch die Seiten.
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Die Atmosphäre: Das Dorf Westerwald wird so lebendig beschrieben, dass man sich sofort als Teil dieser kauzigen Gemeinschaft fühlt.
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Die Charaktere: Besonders der Optiker und seine unterdrückten Gefühle sind herzzerreißend und wunderbar beobachtet.
Kritikpunkte: Obwohl die einzelnen Szenen glänzen und die Melancholie des Buches sehr einnehmend ist, fehlte mir am Ende der rote Faden, der alles zu einem bedeutsamen Ganzen verknüpft. Viele Handlungsstränge bleiben eher anekdotisch, und manche philosophischen Ansätze wirken zwar charmant, gehen aber nicht wirklich in die Tiefe.
Fazit:
Es ist mitreißend zu lesen, aber leider kommt dabei nichts Großes dabei heraus. Ein schönes Buch für zwischendurch, das durch seine Sprache besticht, mich aber emotional nicht so nachhaltig bewegt hat, wie ich es bei der Grundidee erwartet hätte.
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- Kelly Moran
Redwood Love – Es beginnt mit einem Blick
(1.247)Aktuelle Rezension von: Ilona67Klappentext
Kleine Stadt, große Gefühle
Redwood, ein malerisches kleines Städtchen in Oregon. Genau der richtige Ort für einen Neuanfang. Und den braucht Avery Stowe nach einer desaströsen Ehe dringend, ebenso für sich wie für ihre autistische Tochter Hailey. Da gibt es nur ein Problem: den attraktiven Tierarzt Cade O‘Grady. Eine neue Beziehung ist das Letzte, was Avery will. Sie ist sich nur nicht sicher, wie lange sie Cade widerstehen kann. Vor allem, da sich anscheinend der ganz Ort gegen sie verschworen hat und Amor spielt …
Eine Geschichte in der man bekommt was man erwartet. Gefühle, etwas Spice und ein netter kleiner Ort mit Protas die so ihre Probleme haben. Daher nette Lektüre für zwischendurch. Mehr aber auch nicht.
- Stephen King
Shining
(1.748)Aktuelle Rezension von: Gallert-OktaederThe Shining erzählt die Geschichte einer dreiköpfigen Familie, die mehr oder weniger notgedrungen den Winter im entlegenen Overlook Hotel verbringt. Der Mann der Familie, Jack Torrance, hat dort eine Anstellung als Hausmeister gefunden. Zuvor hatte er als Lehrer und Schriftsteller gearbeitet, dann aber aufgrund seiner Trinksucht und Wutanfälle fast alles verloren. Jetzt ist er abstinent und auf dem Weg zur Besserung. Begleitet wird er von seiner Ehefrau Wendy und seinem Sohn Danny, der hellsichtig ist. Das Hotel selbst ist von einer blutigen Vergangenheit gekennzeichnet. Je mehr Zeit die Familie dort verbringt, desto mehr wird klar, dass etwas an diesem Ort nicht stimmt. Neben sich häufenden unheimlichen Phänomenen scheint es die inneren Dämonen der Charaktere ans Tageslicht bringen zu wollen.
Für mich ist The Shining in erster Linie ein hervorragendes Charakterporträt, insbesondere was Jack Torrance betrifft. Der wahre Horror der Geschichte sind für mich dabei die Monster, die in jedem einzelnen schlummern, weit mehr als die Schrecken des Hotels. Jack ringt während der Erzählung immer und immer wieder mit seiner Alkoholsucht und dem Gedanken die Kontrolle zu verlieren, wie es ihm bereits einmal geschehen ist. So erschreckend und düster diese Überlegungen sind, kann man sich dennoch in die Gedankenwelt des Mannes hineinversetzen, der trotz allem eigentlich versucht nur das Beste für seine Familie zu erreichen. Mit diesem makelbehafteten, innerlich zerissenen Charakter und seiner Familie mitzufiebern, waren die Aspekte die The Shining für mich besonders spannend und interessant gemacht haben. Gerade deswegen würde ich das Buch auch weiterempfehlen zu lesen.
Weniger gut eingearbeitet empfand ich die Horror-Elemente, die von dem Hotel selbst ausgingen, wobei sich diese Einstellung bei mir vor allem erst gegen Ende der Handlung verfestigte. Während ich im Verlauf der Handlung meinte ein klareres Bild zu bekommen, was die unheimlichen Mechanismen des Hotels anging, merkte ich schließlich, dass ich wohl doch nur einen Bruchteil begriffen hatte. Vieles, was mir nicht klar geworden war, musste ich nach dem Beenden des Buches nacharbeiten.
Insgesamt war auch gerade das Finale der Abschnitt der Erzählung, der mir am wenigsten gefallen hat. Wie viele Stephen King Bücher arbeitet The Shining mit Build-up und Foreshadowing, aber der Aufbau mündet hier für mich in einem Abschluss, den ich beim Lesen eher als verwirrend empfunden habe.
Auch wenn ich am Ende des Weges leicht enttäuscht wurde, sollte das aber nicht darüber hinweg täuschen wie brilliant ich die Erzählung bis dahin empfand und wie viel Freude ich an den Charakteren hatte. Ich kann nach dem Lesen auf jeden Fall nachempfinden, warum The Shining zu den prominentesten Stephen King Werken zählt, auch wenn ich mich an ein paar Aspekten gestört habe. - Ken Follett
Winter der Welt
(825)Aktuelle Rezension von: _jamii_1933. Seit dem Ersten Weltkrieg ist eine neue Generation herangewachsen. Nun spitzt sich die Lage in Europa erneut gefährlich zu. In dieser dramatischen Zeit versuchen drei junge Menschen heldenhaft ihr Schicksal zu meistern.
- Der Engländer Lloyd Williams wird Zeuge der Machtergreifung Hitlers und der Nationalsozialisten. Er entschließt sich, gegen den Faschismus zu kämpfen, und meldet sich freiwillig als Soldat im Spanischen Bürgerkrieg.
- Die deutsche Adelige Carla von Ulrich ist entsetzt über das Unrecht, das im Namen des Volkes geschieht. Sie geht in den Widerstand und bringt damit sich und ihre Familie in höchste Gefahr.
- Die lebenshungrige Amerikanerin Daisy hingegen träumt nur vom sozialen Aufstieg. Sie heiratet einen englischen Lord - aber ihr Mann steht auf Seiten der Faschisten ...Das Buch ist spannend. Die diversen verschiedenen Perspektiven aus unterschiedlichen Nationen lassen mich die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln sehen, was eine differenziertere Betrachtung erlaubt.
Die Lage spitzt sich immer mehr zu, der Krieg kommt immer näher, und plötzlich ist man mittendrin. Obwohl die Geschehnisse im Grossen und Ganzen bekannt sind, ist das Buch doch äusserst interessant und man lernt Neues. Auch dies ist vor allem den verschiedenen Perspektiven zu verdanken.
Viele der Charaktere kennt man schon aus dem ersten Buch, einige lernt man hier nochmals viel besser kennen, andere treten etwas in den Hintergrund. Nichtsdestotrotz schafft es der Autor, die verschiedenen Personen mit Leben zu erfüllen. Egal, ob man nun die Meinung der Personen vertritt, oder ganz anderer Meinung ist, man fiebert mit ihnen allen mit und ist gespannt, wie es weitergeht.
Teilweise waren die Szenen für mich etwas zu sehr in die Länge gezogen, und es war etwas zäh, die spannenden Stellen haben aber definitiv überwogen.
Sehr spannend und interessant, aber nichts für zwischendurch.
- Karsten Dusse
Achtsam morden
(894)Aktuelle Rezension von: Paddy1896Ein sehr unterhaltsamer Krimi im irgendwie ganz eigenen Achtsamkeits-Genre. Kein Blut, auch keine große Spannung, dafür aber viel Humor und Lebensweisheiten.
Ein Buch, dass ich so in seiner Art noch nicht gelesen habe und auf jeden Fall eine Empfehlung wert ist.
Ich bin gespannt, ob die Fortsetzungen mithalten können. - Lucinda Riley
Die Sturmschwester
(904)Aktuelle Rezension von: jeanne1302Ally ist die zweite Schwester, die von Pa Salt nach seinem Tod einen Brief erhält, damit sie ihre Herkunft herausfinden kann, wenn sie es denn will. Er gibt ihr mit dem Brief einen kleinen steinernen Frosch und ein norwegisches Buch über den Musiker Jens Halvorson. Herausgeber des Buches ist der Urenkel Tom Halvorson, den Ally in Norwegen ausfindig macht, um mehr über sich selbst zu erfahren.
Ally hat nicht nur den Tod ihres Vaters zu betrauern, wenige Tage nach dessen Tod stirbt ihr Freund und Seelenverwandter Theo bei einem Sturm an Bord seines Segelbootes. Die professionelle Seglerin bricht mit ihrem Beruf und findet durch Theos Wunsch, bei seiner Beerdigung Flöte zu spielen, zurück zu ihrer alten Leidenschaft; der klassischen Musik.
Diese wird umso mehr geweckt, wie sie in Norwegen eben Tom und seine Familie und Freunde trifft, die allesamt Musiker sind. Auch das Buch, das sie - ins französische übersetzt - über Jens Halvorson liest, lässt sie erneut ihre Leidenschaft zur Musik neu entdecken. In dem Buch wird die Biografie - geschrieben von Tom Halvorson - von Jens beschrieben, seine Freundschaft, später die Ehe mit Anna Landvig, einer Bäuerin, die so begnadet singt, dass sie es an die Oper schafft und bei Griegs Vertonung von Peer Gynt die Hauptrolle Solveig bekommt, erst nur als Leihstimme, dann auch tatsächlich als Schauspielerin auf der Bühne.
Wir erleben ihr Leben, werden durch die Zeiten durch alle Generationen geführt - auch durch die Nazi-Zeit, in denen wir den Vater von Tom - Felix - als Kind in sehr dramatischen Ereignissen kennenlernen dürfen.
Wie sich herausstellt, hat Ally nicht ohne Grund ihr musikalisches Talent, aber ich will dem Ende nicht als Spoiler vorgreifen. Lesen Sie es selbst.
ich musste oft schlucken, ja zuweilen auch weinen bei diesem Buch, es ist eine grandiose Fortsetzung des ersten Bandes und ich freue mich bereits auf die nächsten.
Die Botschaft für mich:
Ein Verlust, egal ob es beruflich oder privat ist, bietet stets die Chance, dorthin zu gelangen, wo die eigene Seele tatsächlich hingehört, wo sie sich selbst wieder findet - und neues Leben und neue Lebensperspektiven entstehen können. Man muss nur offen sein, aber auch die Trauer durchleben.
- Diana Gabaldon
Outlander - Ferne Ufer
(1.152)Aktuelle Rezension von: traumweltenwandererClaire erfährt, dass ihre große Liebe Jamie Fraser die Schlacht von Culloden überlebt hat und reist erneut zurück in der Zeit, um ihn zu finden. Doch mittlerweile sind für beide 20 Jahre vergangen. Können sie ihre alte Liebe wiederfinden oder wäre es besser gewesen, wenn Claire nie durch den Steinkreis zu Jamie zurückgekehrt wäre?
Meine Gedanken:
Spannung, Verrat, Liebe, Humor, dieses Buch und diese Reihe hat einfach alles. Der Roman ist grandios geschrieben, sodass es einen nicht mehr loslässt und mit allen Charakteren mitfühlen lässt. Besonders hat mir hier wieder der Anfang gefallen, wo die zwei Zeitebenen, eine in der Gegenwart bei Claire und eine in der Vergangenheit bei Jamie, aufeinander treffen und von den Leben erzählt, die sie ohne einander geführt haben. Das hat die Spannung auf das Wiedersehen gut aufgebaut.
Der Schreibstil von Diana Gabaldon ist packend und gerade durch den Detailreichtum einzigartig. Die Atmosphäre wirkt anziehend und auch die Handlung sorgt dafür, dass man so schnell wie möglich weiterlesen möchte. Die Seitenanzahl ist dabei eher abschreckend und auch die langen Kapitel lassen einen teils vorm Lesen zögern.
Outlander liest man nicht gerade so nebenher. Doch wenn man sich darauf einlässt, erwartet einen ein historisches Meisterwerk, eine epische Liebesgeschichte, sympathische, liebevolle und dreidimensionale Charaktere und eine Handlung zwischen Realität und Fiktion, die einen mitreißen und begeistern kann.
Es wurde nie langweilig, eigentlich eher im Gegenteil, denn zwischendurch und ganz stark am Ende laufen viele Fäden und Informationen, die man für unwichtig hielt zusammen und ergeben ein großes überraschendes Bild. Viele Wendungen waren unvorhersehbar und das Ende konnte die Spannung bis zur letzten Seite gut aufrecht erhalten.
Für mich ist Outlander ein einzigartiger Epos, den man so schnell nicht nachmachen kann. Hier passt wirklich alles zusammen und trotz der Länge des Romans und der einzelnen Kapitel fiebert man sofort den Fortsetzungen entgegen.























