Bücher mit dem Tag "ehebruch"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "ehebruch" gekennzeichnet haben.

211 Bücher

  1. Cover des Buches Anna Karenina (ISBN: 9783730609828)
    Leo Tolstoi

    Anna Karenina

    (1.103)
    Aktuelle Rezension von: Malte_Hermann

    Wenn ich Leo Tolstois „Anna Karenina“ lese, spüre ich von der ersten Bahnhofsszene an ein leises Grollen unter den Füßen: metallisches Zischen, neugierige Blicke, ein Vorzeichen von Unheil. Anna tritt für mich wie ein warmer Lichtkegel in eine kalte Gesellschaft; ihr Blick auf Wronskij entzündet eine Liebe, die zugleich Befreiung und Sturz bedeutet. Ich folge ihr durch Salons, Waggons und Gerüchte, durch die starre Höflichkeit von Petersburg und die klatschenden Kreise Moskaus. Ihr Ehemann Karenin wirkt korrekt wie ein Protokoll: Er schützt die Form und übersieht den Menschen. Ich schäme mich stellenweise über eine Welt, die Skandal wittert, aber Mitgefühl spart. (Mehr zu Anna Karenina: https://love-books-review.com/de/anna-karenina-von-leo-tolstoi/ )

    Parallel gehe ich mit Lewin über Felder. In Gesprächen mit Bauern, in Mühen und Zweifeln sucht er Sinn, Gott und Arbeit zu verbinden. Zwischen abgewiesenem Antrag, Rückzug und Rückkehr wächst in mir Ruhe: In Kittys Blick und der Geburt des Kindes erkennt Lewin eine demütige, leise Wahrheit. Diese zweite Geschichte erdet die erste; sie zeigt mir, dass Glück nicht flackert wie Feuerwerk, sondern glüht wie eine kleine Flamme, die man gegen Wind schützt.

    Je weiter ich lese, desto enger wird Annas Raum. Eifersucht, Schlaflosigkeit, Morphium und die Unmöglichkeit einer ehrlichen Zugehörigkeit lassen ihre Sprache spröde werden. Am Ende schneiden die Zugräder durch meine Gedanken: ein Entschluss, grausam klar. Ich bleibe erschüttert und zugleich dankbar, weil Tolstoi mir beides schenkt – das Porträt einer Gesellschaft, die Menschen zu Rollen verengt, und die Ahnung, dass Sinn im einfachen Guten liegt. Anna bleibt ein brennender Schatten; Lewin, ein stilles Versprechen von Alltag und Gnade.

  2. Cover des Buches Eine Handvoll Worte (ISBN: 9783499012433)
    Jojo Moyes

    Eine Handvoll Worte

    (1.860)
    Aktuelle Rezension von: Silla_Gu

    Eine berührende Liebesgeschichte, die sich über Jahrzehnte erstreckt. Wir begleiten in der Vergangenheit Anthony und Jenny und in der Gegenwart (2003) begleiten wir Ellie, die durch einen Zufall alte Dokumente im Archiv der Zeitung findet, für die sie arbeitet. Es sind berührende Liebesbriefe und Ellie setzt es sich zum Ziel, die Personen dahinter aufzuspüren und herauszufinden, was aus dieser Liebesgeschichte geworden ist. Zudem begleiten wir auch Ellie in ihrem Liebesleben, das tatsächlich ziemlich chaotisch ist. Ellie steckt seit mindestens einem Jahr in einer Affäre mit einem verheirateten Mann, aus der sie sich nur schwer lösen kann. 

    Mich hat vor allem die Geschichte von Anthony und Jenny sehr berührt. Zwischenzeitlich hat es sich zwar etwas gezogen, es hat sich aber trotzdem gelohnt dranzubleiben, da es vor allem am Ende echt tragisch aber auch super spannend wurde. Ich habe so mitgelitten und mitgefiebert und hab hier und da auch ein paar Tränchen vergossen. Zu Ellie konnte ich leider keine so richtige Verbindung aufbauen, sie hat zum Ende hin noch eine gute Entwicklung durchgemacht, was mich ihr näher gebracht hat aber bis dahin fand ich sie ziemlich anstrengend 😅 Zudem brauchte ich etwas, um in die Zeitsprünge reinzukommen, ein paar Hinweise hier und da hätten bestimmt geholfen. Zudem befindet sich vor jedem Kapitel ein realer Brief, ich habe wirklich lange gebraucht, um zu checken, dass es sich hierbei nicht um Briefe handelt, die zur Geschichte gehören 😂 Das wird im Nachwort sogar erwähnt und erläutert, evtl. wäre das als Vorwort besser gewesen. 

    Trotz allem hat mir die Geschichte insgesamt sehr gut gefallen, wenn man Fan von Jojo Moyes und ihres Schreibstils ist, macht man hiermit auf jeden Fall nichts falsch 😊

  3. Cover des Buches Das Paket (ISBN: 9783949609107)
    Sebastian Fitzek

    Das Paket

    (2.820)
    Aktuelle Rezension von: libraryoflaura

    𝐖𝐎𝐑𝐔𝐌 𝐆𝐄𝐇𝐓 𝐄𝐒?

    Die Psychiaterin Emma Stein verlässt nach einem traumatischen Erlebnis ihr Haus nicht mehr.

    Sie fühlt sich nirgendwo sicher.

    Ihr Postbote bittet sie eines Tages, ein Paket für einen Nachbarn anzunehmen.

    Ein Nachbar, den Emma noch nie gesehen hat und dessen Name ihr völlig unbekannt ist.

    Mit der Annahme dieses Pakets beginnt ein paranoider Albtraum in ihren eigenen vier Wänden, bei dem Emma bald nicht mehr weiß, was Realität ist und was ihr ihr eigener Verstand vorgaukelt.


    𝐖𝐀𝐒 𝐌𝐈𝐑 𝐆𝐔𝐓 𝐆𝐄𝐅𝐈𝐄𝐋:

    • Der Suchtfaktor: Von der ersten Seite an war ich gefesselt. Die Cliffhanger am Ende jedes Kapitels sind so platziert, dass man das Buch einfach nicht aus der Hand legen kann.

    • Die Unvorhersehbarkeit: Diese ständigen Wendungen und Plottwists, für die Fitzek bekannt ist, haben mich immer wieder eiskalt erwischt, selbst wenn ich dachte, ich hätte das Rätsel endlich gelöst.

    • Das Schock-Finale: Das Ende hat mich sprachlos gemacht. Es war so unerwartet und gleichzeitig geschickt vorbereitet, dass ich regelrecht schockiert war, wie sehr ich der Geschichte auf den Leim gegangen bin.

    • Der Spannungsbogen: Fitzek hält das Level durchgehend hoch und führt einen meisterhaft in die Irre.


    𝐖𝐀𝐒 𝐌𝐈𝐑 𝐖𝐄𝐍𝐈𝐆𝐄𝐑 𝐆𝐔𝐓 𝐆𝐄𝐅𝐈𝐄𝐋:

    • Hier gibt es für mich kaum etwas auszusetzen. Es ist ein typischer Fitzek, auf dessen Logikspielchen man sich einlassen muss und wer das tut, bekommt pure Unterhaltung.


    𝐅𝐀𝐙𝐈𝐓:

    Ein fesselnder Psychothriller, der beweist, warum Sebastian Fitzek zu den Besten seines Genres gehört.

    Perfekt für alle, die aus einer Leseflaute raus wollen, einmal angefangen, gibt es kein Zurück mehr!

  4. Cover des Buches Gone Girl - Das perfekte Opfer (ISBN: 9783596520725)
    Gillian Flynn

    Gone Girl - Das perfekte Opfer

    (1.733)
    Aktuelle Rezension von: Deborah-N-May

    Ich bin mit ziemlich hohen Erwartungen an dieses Buch herangegangen, vor allem weil es so viel Lob bekommen hat und auch die Verfilmung sehr bekannt ist. Leider hat es mich nie wirklich gepackt.

    Die Geschichte hat durchaus interessante Ansätze, vor allem auf der psychologischen Ebene. Die Spannung ist stellenweise gut aufgebaut, und es gibt einige Wendungen, die ich so nicht erwartet habe – das wertet das Buch auf.

    Trotzdem konnte ich keine echte Verbindung zu den Figuren aufbauen. Beide Hauptcharaktere waren mir eher unsympathisch, was es für mich schwierig gemacht hat, wirklich mitzufiebern. Auch die Sexszenen empfand ich als überflüssig und eher störend für den Lesefluss.

    Ein weiterer Punkt: Für meinen Geschmack wird das zentrale „Geheimnis“ zu früh aufgelöst. Gerade hier hätte man die Spannung noch länger halten und deutlich mehr daraus machen können.

    Insgesamt ein psychologisch interessanter Thriller mit guten Twists, der für mich aber hinter seinem Hype zurückbleibt.

  5. Cover des Buches Mieses Karma (ISBN: 9783499013362)
    David Safier

    Mieses Karma

    (5.101)
    Aktuelle Rezension von: Vinny

    Der Klappentext klang super. Der Einstieg fiel mir zunächst etwas schwer. Als Kim dann als Ameise wiedergeboren wurden ist, ließ sich das Buch für mich leichter lesen.

    Interessant fand ich, als was Kim alles wiedergeboren wurden ist. Allerdings ging mir Kims Verhalten immer mehr auf die Nerven.

    Am liebsten hätte ich sie angebrüllt, damit sie es endlich gut sein lässt.

    Das Ende war anders als erwartet, ich hätte ein anderes Ende besser gefunden.

    Für Zwischendurch ist das Buch in Ordnung.

    Von mir gibt es 2,5 von 5 Sternen.

  6. Cover des Buches Effi Briest (ISBN: 9783328110729)
    Theodor Fontane

    Effi Briest

    (1.834)
    Aktuelle Rezension von: MC_Nele

    Der Autor schildert das Leben von Effi Briest so eindrucksvoll, dass ich bereits als Jugendliche die Träume, Wünsche und Gefühle von Effi Briest mitempfinden konnte. Gesellschaftliche Zwänge stehen im krassen Gegensatz zu Entfaltung und selbstbestimmtem Leben.

    Auch wenn sich Vieles gravierend verändert hat, ist es noch heute aktuell und ein lesenswerter Klassiker.

  7. Cover des Buches Der Nachtwandler (ISBN: 9783426503744)
    Sebastian Fitzek

    Der Nachtwandler

    (2.365)
    Aktuelle Rezension von: SophieRunner

    Ich habe bisher nur positives über die Bücher von Sebastian Fitzek gehört und wollte schon immer mal eins lesen. Als ich dieses dann in einem Bücherkasten gesehen habe, musste es natürlich mit. Die Story war von Anfang an mega fesselnd. Zwischendurch dachte ich mir nur so: Was geht da denn wieder ab???

    Die Story war echt mega verwirrend, aber gut verwirrend. 

    Ausserdem gab es so viele krasses Plottwists, ich bin begeistert.

    Das Ende war auch mega und es gefiel mir richtig gut.


    Ich wurde definitiv nicht enttäuscht und freue mich auf weitere Bücher von Sebastian Fitzek. 

  8. Cover des Buches Girl on the Train (ISBN: 9783764506018)
    Paula Hawkins

    Girl on the Train

    (1.263)
    Aktuelle Rezension von: Nessaja


    Rachel ist psychisch labil und Alkoholikerin. Ihren Job hat sie deshalb schon vor Monaten verloren. Dennoch pendelt sie aus Gewohnheit weiter mit dem Zug von ihrem Wohnost nach London zu ihrer ehemaligen Arbeitsstätte. Sie liebt das Zugfahren und beobachtet die Leute in den Häusern nahe der Zugstrecke. Eines Tages sieht sie etwas, was sie so nicht erwartet hätte.

    Geschrieben wurde das Buch von Paula Hawkins, einer ehemaligen Journalistin. Dieser Thriller wurde in über 40 Sprachen übersetzt und auch verfilmt. Mittlerweile hat Paula Hawkins noch weitere Bücher veröffentlicht. In meinem Bücherregal wartet noch „Die blaue Stunde“ darauf gelesen zu werden. „Girl in zhe train“ wird aber ihr erfolgreichestes Werk sein.

    Das Buch ist bei blanvalet erschienen. Es umfasst 447 Seiten und ist in relativ kurze nicht nummerierte Kapitel unterteilt. Abwechselnd wird aus der Perspektive der drei weiblichen Hauptcharaktere erzählt und auch die Zeitebene wechselt.

    Mir gefällt sehr, wie Paula Hawkins schreibt. Die Sprache ist klar und schnörkellos und damit sehr einfach zu lesen. Ein Spannungsbogen wurde sehr schön aufgebaut. Teilweise ging es mir zu langsam vorwärts, aber ich denke, dass das genau so gewollt war. Die Charaktere wurden schön gestaltet, immer wieder gab es einen Twist, den ich so nicht gesehen habe. Alles in allem sehr schön zu lesen und guten Herzens zu empfehlen. Ich freue mich jetzt noch auf den Film als Abschluss…


  9. Cover des Buches Gustave Flaubert, Madame Bovary (ISBN: 9783730612842)
    Gustave Flaubert

    Gustave Flaubert, Madame Bovary

    (633)
    Aktuelle Rezension von: JohnSmith

    Es gibt zu diesem Buch bereits unzählige Rezensionen, bei denen Emma Bovary sämtlichst nicht gut wegkommt, sogar eine Verhaltensstörung ist nach ihr benannt. Derart voreingestellt habe ich mich auf den Roman eingelassen, doch ich wurde überrascht, denn: ich mochte Emma sehr!

    Doch im Einzelnen: dank der vielberühmten Sprache Flauberts ist es leicht, in die Geschichte einzutauchen. Man sieht die Landschaften, man erlebt die gesellschaftlichen Zwänge, und dies durch die Augen der jeweiligen Protagonisten. Besonders diese Perspektivwechsel, die ich beim Lesen kaum bemerkt habe, finde ich beeindruckend! 

    In drei Abschnitte unterteilt, die sich an dem Leben von Charles, dem Ehemann orientieren, wird die Geschichte von Emma Bovary erzählt, eine Figur, mit der Flaubert das Leben und Sterben einer realen Frau nacherzählt- "True-Crime" sozusagen. 

    Diese Geschichte (für genaue Inhaltsangaben bitte in andere Rezensionen schauen ;) ) lässt sich problemlos in die heutige Zeit übertragen: Emma wächst behütet auf und heiratet, voll romantischer Träumereien, besagten Charles, der Emma, oder besser gesagt, das Leben mit Emma, wirklich liebt - allerdings sind seine Ansprüche auch nicht sonderlich hoch, er ist glücklich, wenn seine hübsche Frau ruhig neben ihm sitzt, während er gemütlich vor dem Kamin wegschlummert. Besagte hübsche Frau gibt sich auch wirklich Mühe, glücklich zu sein und den gesellschaftlichen Konventionen zu entsprechen und gibt sich mit harmlosen Flirts und Träumereien zufrieden. 

    Naja, zumindest bis Leon, das Ziel der Schwärmerei - bevor etwas nennenswertes passiert - wegzieht. 

    Denn kaum hat Emma sich von ihrem Liebeskummer etwas erholt, wird sie selbst zum Objekt der Begierde, und der professionelle Schürzenjäger Rodolpho beginnt mit der Jagd auf sie. Und der Mann konnte jagen, mannomann.... Schnell begann also eine Liebesbeziehung, er gaukelt ihr vor, mit ihr abzuhauen, kneift aber und trennt sich im letzten Moment von ihr - durch ein weinendes Smiley! (frei in die heutige Zeit übersetzt...) Emma verkraftet das kaum.

    Und wieder - kaum hat sich Emma erholt, trifft sie Leon wieder, der mittlerweile auch so seine Erfahrungen gemacht und daher weniger Hemmungen hat, die Ebene der Träumereinen in Richtung Fleischeslust zu verlassen - direkt in einer durch die Stadt rasenden Kutsche! 

    Da Emma parallel zu diesen (sehr eindrücklich geschilderten) Affären auch noch etwas zuviel Gefallen an "schönen Dingen" findet, fällt sie auf die Betrügereien ihres Nachbarn herein, bis die Schulden sie erdrücken und sie nur einen Ausweg sieht- Suizid durch Selbstvergiftung.

    Als bekennende "Krimi-Mimi" sage ich: selten so eine gruselige Sterbeszene gelesen!

    Und damit noch nicht genug, die Geschichte geht weiter, bis Charles, der mittlerweile von Allem erfahren hat, kurz darauf als runinierter und gebrochener Mann stirbt. Dadurch wird das gesamte Lieben und Leiden von Emma auf eine reine Episode in Charles´ Leben reduziert. Wer also ein Happy End oder ein Mutmach-Buch zur Erbauung sucht - der ist hier falsch.

    In der Gesamtbetrachtung erscheint mir das gesamte Buch wie eine einzige Warnung, aber gleichzeitig eine Aufforderung an alle Frauen: 

    lasst Euch nicht einlullen durch schöne Worte, sondern fangt an zu denken!

  10. Cover des Buches All das Ungesagte zwischen uns (ISBN: 9783423230223)
    Colleen Hoover

    All das Ungesagte zwischen uns

    (691)
    Aktuelle Rezension von: Lunacat

    .

    Als ich gerade darüber nachgedacht habe, welche Bewertung ich diesem Buch gebe, ist mir aufgefallen, dass es nicht 4,5 Sterne sind. Nicht 4,75. Nein. Es sind 5 Sterne. Mein erstes 2025. Mir ist aufgefallen, dass ich keine Kritikpunkte habe. Dass es einfach perfekt war. 

    Ich habe die Charaktere - alle - abgöttisch geliebt. Clara, Morgan, Jonah, aber am allermeisten natürlich Miller. Oh Miller. Die größte existierende Green Flag eines Bookboyfriends. 

    Er ist perfekt. Ich würde mir so sehr wünschen, auch einen Miller zu haben. Eine solche Beziehung zu haben. Mehr als vieles andere...

    Aber auch die Gesamthandlung war toll. Kleiner Tipp: Geht am besten blind rein, ohne den Klappentext zu lesen, das macht es noch besser!!!

    Ich hab das Buch total verschlungen, in kürzester Zeit, bin durchgeflogen und wollte nicht, dass es aufhört. Es war durchweg spannend und nie langweilig. 

    Der Schreibstil war einfach toll, super fließend und einfach.

    Und dennoch hat das Buch enorm viel Tiefe besessen. Die Stimmung und Gefühle waren zum Greifen nah und total real. 

    Und auch der Film ist wirklich lobenswert, hat mich sogar zum Weinen gebracht, würde ihn am liebsten dauernd wieder ansehen!

    .

    Fazit:

    Ich liebe dieses Buch. Wow. Richtig toll. 😭

    .

    Wo bleibt mein Miller? 😩

  11. Cover des Buches Homo faber (ISBN: 9783518471845)
    Max Frisch

    Homo faber

    (3.290)
    Aktuelle Rezension von: Jiko_Tuna

    Ein Klassiker, der Eindruck hinterlässt - vielleicht auch keinen guten :-). Das Buch hat den Mut einen unsympathischen Hauptprotagonisten zu haben, dessen Verhalten man (nach Nachdenken) nachvollziehen kann aber nicht nachahmen möchte. Wenn man leichte Unterhaltung möchte sicher nicht geeignet. Es thematisiert schwierige Tabu-Themen ohne moralisch sein zu wollen. Ein Buch seiner Zeit, könnte aber auch in der heutigen Zeit Relevanz haben kann (man redet halt nicht darüber). 

    Ich wollte es unbedingt fertig lesen, um zu wissen wohin die Handlung geht und endet. Es ist ein kurzes Buch und daher nicht sehr zeitaufwändig. Mich hat es erst später zum Nachdenken angeregt als ich indirekt mit dem offensichtlichen Hauptthema betroffen war. 

    Empfehlen kann ich das Buch, wenn man gerne Bücher liest, die den Zeitgeist bestimmter Epochen widerspiegeln. Ich mag etwas skurrile und morbide Bücher, daher hat es mir gefallen. 

  12. Cover des Buches Im Wald (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 8) (ISBN: 9783548289793)
    Nele Neuhaus

    Im Wald (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 8)

    (641)
    Aktuelle Rezension von: reading_squirrel

    3.5 Sterne

    Vermutlich ist meine Erwartungshaltung einfach falsch. Für mich sind Nervenkitzel à la Andreas Gruber und raffiniert aufgelöste, ineinander verstrickte Fälle, wie man sie aus dem Norden kennt, ein unverhandelbares Muss bei Krimis. Ich muss gestehen, dass ich in diesem Buch beide Punkte etwas vermisst habe.


    Es dauert eine gefühlte Ewigkeit, bis Leben in die Geschehnisse kommt und ich musste teils ziemlich mit mir selbst ringen, um weiterzulesen. Dann steht aber auf einmal plötzlich alles Kopf - lieben wir! Ansonsten sind die Kapitel angenehm gegliedert und nicht zu lange; Man erhält in den einzelnen Kapiteln Einblicke aus unterschiedlichsten Sichtweisen, was ich von anderen Autoren so nicht kenne und wiederum den eher laschen Spannungsbogen etwas hoch zieht. Das Ermittlerduo harmoniert gut, auch wenn es für mich jetzt nicht unbedingt die einprägsamsten Hauptfiguren sind. 


    Ich möchte die Reihe zu einem späteren Zeitpunkt definitiv weiterverfolgen, ungeachtet dessen, dass mir dieser Teil nicht so hundertprozentig zugesagt hat.

  13. Cover des Buches Elternabend (ISBN: 9783426530337)
    Sebastian Fitzek

    Elternabend

    (528)
    Aktuelle Rezension von: Ines_Balkow

    Ich mag die "Kein Thriller" Bücher von Fitzek sehr gern. Der Humor trifft genau meinen Geschmack, so auch "Elternabend". Wir befinden uns wieder in einer skurrilen Situation, die immer verrücktere Ausmaße annimmt. Und erst zum Ende klärt sich alles nach und nach auf.

    Auch hier wählt der Autor wieder einen ernsten Hintergrund. Durch die Situationskomik und die unterhaltsamen Figuren wird das Thema aber zu keiner Zeit zu schwer. 

    Der Elternabend entpuppt sich als lustig-schräge Veranstaltung und jede der überzogen dargestellten Figuren passt super ins Gesamtbild. Dass die Zufälle rund um den Protagonisten Sascha Nebel immer verrückter werden, wirkt sehr konstruiert. Aber die ganze Story ist so ungewöhnlich, dass man sie schon fast glauben könnte 😉 

    Wie schon gesagt, mag ich diese Art von Humor sehr gern, sodass mich das Buch durchweg gut unterhalten hat. Es war für mich eine angenehme Lektüre, die mir viel Spaß gemacht hat. Von daher gibt es von mir volle Sternenzahl und eine Leseempfehlung.

  14. Cover des Buches Von Männern, die keine Frauen haben (ISBN: 9783442717064)
    Haruki Murakami

    Von Männern, die keine Frauen haben

    (175)
    Aktuelle Rezension von: Paperboat

    “Von Männern, die keine Frauen haben” ist eine Kurzgeschichtensammlung, deren Kern Männer stehen ohne Frauen stehen. Diese Männer werden innerhalb der Erzählung von unterschiedlichen Frauen ergänzt, entweder weil sie diese begehren oder generell einsam zu sein scheinen. Typisch Murakami sind von Melancholisch über Normal bis Skurril wieder diverse Facetten dabei.

    Tja, war ich die richtige Person für dieses Buch? Ich bin nicht der größte Fan von Kurzgeschichten, aber dieses Buch hat mich so gar nicht erreicht. An mir sind die einzelnen Geschichten vorbeigezogen wie eine flüchtige Begegnung mit einem Fremden auf der Straße; noch bevor ich einen Sinn in ihnen erkennen konnte, waren sie auch schon zu Ende. Entsprechend ungerührt haben mich die Geschichten zurückgelassen. Gerade, wenn es sich da um einen Murakami handelt, von dem ich normalerweise sehr angetan bin, ist das besonders enttäuschend. Meine Hoffnung: Mein nächstes Buch von ihm wird hoffentlich besser!

  15. Cover des Buches Der Mann, der kein Mörder war (ISBN: 9783499019067)
    Michael Hjorth

    Der Mann, der kein Mörder war

    (829)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    Der erste Fall für Sebastian Bergman. 

    In der Nähe eines Waldes in Schweden wird ein toter Junge gefunden. Wie sich herausstellt, war er Schüler eines Elitegymnasiums und wurde schon seit ein paar Tagen vermisst. Er wurde ermordet; sein Herz wurde ihm herausgenommen. Wer tut so etwas, und warum? 

    🎧 Ich habe das Hörbuch gehört, sehr gut gelesen von Douglas Welbat. Mit einer Hördauer von gut 16 Stunden ist die Geschichte komplex, gut ausgearbeitet mit vielschichtigen Charakteren. Die Handlung war für mich spannend und interessant und ich freue mich, dass ich noch einige Bücher der Reihe vor mir habe! 

    27.02.2026

  16. Cover des Buches Für jede Lösung ein Problem (ISBN: 9783404193493)
    Kerstin Gier

    Für jede Lösung ein Problem

    (1.622)
    Aktuelle Rezension von: SindyBr

    "für jede Lösung ein Problem" von Kerstin Gier


    Ich hab mich mal an einem Wohlfühlromane probiert und wurde auf Kerstin Gier aufmerksam gemacht.

    Und mit ihrem Roman "für jede Lösung ein Problem" habe ich den auch gefunden.


    Perfekt um einfach nur mal abzutauchen, alles um einen herum zuvergessen und zu lachen. Kerstin hat ein ernstes Thema humorvoll verpackt, was dennoch einen kleinen Nachgemack hinterlässt und mich auch nach beenden des Buches nicht los lässt.

    Immer wieder wird jungen Frauen eingeredet sie müssten jung heiraten, am besten einen erfolgreichen Mann, und Kinder kriegen, und das alles unter 30. Welchen Druck diese Frauen ausgesetzt werden zeigt uns Kerstin an Hand von Gerri. Sie ist schlussendlich so weit sich das Leben zunehmen. Aber trotz des ernsten Themas kommt der Humor nicht zu kurz. Jedes Kapitel endet mit einem Abschiedsbrief und bei diesem ist Gerri gnadenlos ehrlich.


    Die Autorin hat eine so angenehme und leichte Ausdrucksweise die einfach nur perfekt war um abzuschalten. Ich empfand den Roman dennoch spannend, man konnte sich einfach in Gerri hineinversetzen. Alle Charaktere und ihre Handlungen waren für mich authentisch und nachvollziehbar. Man hatte das Gefühl das "für jede Lösung ein Problem" mitten aus dem Leben kam und keine fiktive Geschichte ist.


    Kerstin Gier zeigt auf humorvolle Weise das wir vielleicht Noch einmal darüber nachdenken sollten was wir wie sagen und das Ehrlichkeit immer noch am längsten währt.

  17. Cover des Buches Schneemann (Ein Harry-Hole-Krimi 7) (ISBN: 9783548061900)
    Jo Nesbø

    Schneemann (Ein Harry-Hole-Krimi 7)

    (913)
    Aktuelle Rezension von: ChrisGrimm

    Das Beste am Schneemann ist nicht der Schneemann. Es ist Harry Hole um drei Uhr morgens, eine Flasche Jim Beam tief, der auf sein Telefon starrt und weiß, dass er rangehen muss. Nesbø versteht etwas, das viele Nordic-Noir-Autoren nur behaupten: Der Ermittler ist nicht der Held der Geschichte. Er ist ihr Kollateralschaden. Oslo im Winter tut den Rest. Die Stadt fühlt sich an wie ein Organismus, der langsam einfriert. Wo das Buch schwächelt: der Täter-Reveal, der einen Konstruktionsaufwand braucht, den die Atmosphäre vorher gar nicht nötig hatte. Nesbø traut seiner eigenen Stärke nicht. Die liegt in den stillen Momenten, nicht in den Wendungen. Trotzdem: Wer Hole einmal kennengelernt hat, kommt nicht mehr los. Das ist vielleicht das Unheimlichste an dem Buch.

  18. Cover des Buches Das Echo der Schuld (ISBN: 9783734113567)
    Charlotte Link

    Das Echo der Schuld

    (544)
    Aktuelle Rezension von: DoroThea

    Ich bin eigentlich großer Fan von Charlotte Link, aber bei diesem Buch habe ich mir etwas schwer getan zu folgen.

    Für mich haben sich die einzelnen Teile lange nicht gefügt, ich konnte Virginia lange nicht stimmig mit den verschwundenen Mädchen, Michael und den Moores zusammenbringen und habe auch irgendwie auf ein großes Finale gehofft. Das kam zwar, aber ganz anders als erwartet und anders als dem, was ich entgegengefiebert habe.

    In gewohnter Link Manier liest sich das Buch flüssig, verständlich und man kommt schnell rein. Nur das dranbleiben ist mir dieses Mal etwas schwer gefallenen.

  19. Cover des Buches Im Land der weißen Wolke (ISBN: 9783404178766)
    Sarah Lark

    Im Land der weißen Wolke

    (474)
    Aktuelle Rezension von: Mikey

    Eines vorneweg: Dieses Buch ist in meinen Augen Trivialliteratur. Warum, begründe ich später.
    Es ist die Geschichte zweier Frauen, Helen und Gwyneira, die sich auf einem Schiff von England Richtung Neuseeland kennen lernen. Beide haben die Reise angetreten, um sich zu verheiraten. Gwyneira, weil sie ihr zukünftiger Schwiegervater Gerald, seines Zeichens Schafsbaron, für seinen Sohn Lukas mehr oder weniger in einem Kartenspiel gegen ihren Vater „gewonnen“ hat (dies allerdings mit Augenzwinkern, sie hätte auch nein sagen können), Helen, weil sie sich auf eine Anzeige der presbyterianischen Gemeinde in Christchurch beworben hat, die für ihre männlichen Gemeindemitglieder Frauen sucht. Sie finanziert ihre Überfahrt mit der Betreuung einer Gruppe von Waisenmädchen, die für Dienstbarkeiten ansässiger Familien vermittelt wurden.
    Daraus ergibt sich die Tatsache, dass beide Frauen nichts über ihre zukünftigen Ehemänner wissen, daraus ergeben sich auch die Komplikationen des Romanes. Zufall soll es sein, dass beider Frauen zukünftige Ehemänner Nachbarn sind, Zufall ist es auch, dass Helens zukünftiger Ehemann Howard und Gerald Erzfeinde bis aufs Blut sind. Damit ist alles angerichtet, was ein Familiendrama braucht.


    Es liegt auf der Hand, dass beide Ehekandidaten nicht das halten, was sich die beiden Frauen versprochen haben. Dabei hat Gwyneira eigentlich noch Glück. Lukas ist ein Gentleman durch und durch, stets zuvorkommend, gebildet, an Kunst interessiert… Dumm nur, dass er sich eigentlich mehr für Männer interessiert, was ihm wohl zum Zeitpunkt der Heirat noch nicht recht bewusst war. So kommt es immer wieder zu missglückten Versuchen, die Ehe zu vollziehen; Gerald will nämlich unbedingt einen männlichen Erben, wird nun auch wegen des Ausbleibens immer unleidlicher.
    Helen dagegen hat echt in die Schei...e gegriffen, ihr Mann, ehemaliger Kompagnon von Gerald und mit diesem heillos verfehdet, ist jähzornig bis aufs Blut.
    Die verzweifelten Versuche von Gwyneira und Lukas, einen Sohn zu bekommen und Geralds zunehmende Aggressivität wegen des Ausbleibens lassen Gwyneira indes nach einem „Ersatzerzeuger“ suchen, natürlich kommt dabei auch die Liebe ins Spiel. Ergebnis der Bemühungen ist (ins Geralds Augen leider) „nur“ ein Mädchen. Helen dagegen gebärt Howard einen Sohn. Als Gerald davon erfährt, dass seinem Erzfeind ein männlicher Erbe geboren wurde, was ihm versagt blieb, kommt es zur Eskalation…


    Ich muss sagen, die Geschichte wäre eine gute Vorlage für eine Verfilmung, alles was ein guter Kino- oder Fernsehfilm braucht. Für einen guten Roman ist alles zu glatt. Typisch für diese Art Roman ist die „Kurzgefasstheit“ der Erzählweise. Die Dinge (sag ich jetzt mal) entwickeln sich nicht, sie werden einfach als gegeben erzählt. Alles wirkt sehr sprunghaft. „Zwei Sunden später…“ oder „“Zwei Monate später…“ zum Beispiel war etwas dann so oder so, wie, warum, weshalb wird nicht erzählt. Ich hätte mich vielleicht trotzdem dazu hinreißen lassen, 4 Sterne zu vergeben; die Geschichte ist spannend und 800 Seiten ist ein guter Umfang für eine Familiensaga. Aber mir sind es alles ein paar zu viele „Zufälle“. Helen und Gwyneira bleiben natürlich miteinander verbunden, werden durch ihre Kinder gar zu einer Familie (das wirkt auch gut als Eskalationsstoff, denn das erinnert durch deren verfeindete Väter anfangs sehr an "Romeo und Julia), auch die Geschichte der Waisenkinder grätscht unnötigerweise immer wieder dazwischen. Diese haben entweder totales Glück mit ihrer Anstellung oder totales Pech, dazwischen gibt es nichts.
     Was mir aber die 4 Sterne unmöglich zu vergeben gemacht hat, ist das Ende. Nicht nur, dass wirklich alle Akteure, die unsympathisch, schlecht oder einfach unpassend sind, am Ende sterben, es geht alles gut aus wie im Märchen. Und am Ende des Romanes geht alles sehr sehr schnell. Da werden schon mal zwischen 2 Kapiteln Jahre übersprungen. Es bleibt wieder mal das Gefühl zurück, der Author, die Authorin hatte am Ende keine rechte Lust mehr.


    Also 3 Sterne.
    Dieses Buch ist der erste Teil einer Trilogie. "Im Land der weißen Wolke" ist aber in sich abgeschlossen. Die Bücher der Trilogie scheinen nur sehr lose miteinander zusammenzuhängen. Also kein Grund, weiterzulesen...

  20. Cover des Buches Die Täuschung (ISBN: 9783734110283)
    Charlotte Link

    Die Täuschung

    (566)
    Aktuelle Rezension von: Tine04

    In diesem Buch geht es vorrangig um Laura. Sie vermisst ihren Mann und macht sich auf die Suche nach ihm.
    Mich haben die vielen verschiedenen Personen die in der Geschichte auftauchen, verwirrt. In fast jedem Kapitel wurde die Person gewechselt um die es gerade ging, aber das war nicht sofort ersichtlich und lies mich kur noch verwirrter zurück. Zum ende hin wurde es dann noch etwas spannend und es wurden alle losen Enden aufgeklärt.

  21. Cover des Buches Das Leben fällt, wohin es will (ISBN: 9783404191963)
    Petra Hülsmann

    Das Leben fällt, wohin es will

    (468)
    Aktuelle Rezension von: mxchellex678

    Das Leben fällt, wohin es will ist wieder einmal ein typischer Petra-Hülsmann-Roman: humorvoll, voller Herz und mit liebenswerten Figuren, die man sofort ins Herz schließt. Besonders die Atmosphäre in Hamburg, kombiniert mit der Leichtigkeit der Handlung, hat mir richtig gut gefallen. Die Geschichte liest sich angenehm und flüssig, man fühlt sich fast so, als wäre man selbst Teil dieser kleinen, warmherzigen Welt. Auch wenn es für mich nicht der stärkste Band der Reihe war, konnte ich dennoch oft schmunzeln und habe die Charaktere sehr gerne begleitet. Gerade die charmanten Nebenfiguren und die liebevollen Details machen das Buch zu einem echten Wohlfühlroman, der einem ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Ein schönes Leseerlebnis für zwischendurch – leicht, humorvoll und einfach süß!


  22. Cover des Buches Die Geschichte eines neuen Namens (ISBN: 9783518469521)
    Elena Ferrante

    Die Geschichte eines neuen Namens

    (374)
    Aktuelle Rezension von: Egata

    Dies ist der zweite Teil der Neapolitanischen Saga. Die Freundinnen sind nun sechzehn. Beide gehen unterschiedliche Wege, bleiben aber stets in Kontakt. Während Lila vergewaltigt wird und unglückliche Jahre verbringt, konzentriert sich Elena auf Schule und Studium, ist aber dennoch nicht zufrieden. Die Autorin schildert die schwierige finanzielle Situation, das Leben mit der so selbstverständlichen Gewalt und den Kampf der beiden jungen Frauen, das Beste daraus zu machen. Das ist wieder einfühlsam und fesselnd erzählt.

  23. Cover des Buches Americanah (ISBN: 9783596521067)
    Chimamanda Ngozi Adichie

    Americanah

    (222)
    Aktuelle Rezension von: anni_055

    Das Buch erzählt die Geschichte einer jungen nigerianischen Frau und eines jungen nigerianischen Mannes. Beim lesen begleitet man sie durch verschiedene Lebensphasen und kriegt sowohl spannende Einblicke in das Leben  der Mittelschicht (damals) in Nigeria wie auch in das Leben als Westafrikaner in den USA und Großbritannien. Es ist sehr gut geschrieben und die Charaktere sind sehr authentisch. Insgesamt konnte ich mich während des Lesens immer wieder gut in sie hineinversetzen und habe mit ihren Erfolgen und Niederlagen sehr mitgefühlt. Die Autorin befasst sich auf eine sehr ehrliche und erfrischende Art mit Themen wie Liebe, Gesellschaftliche Strukturen und Heimat. Dabei fand ich es sehr spannend Einblicke in eine nigerianische Perspektive auf  die USA und Großbritannien, aber auch auf Themen wie Rassismus, soziale Unterschiede und Migration zu bekommen. Insgesamt fand ich das Buch sehr gut und würde es vielleicht sogar zu den besten zählen, die ich bisher gelesen habe. Ich würde es jeder Person weiterempfehlen, die gerne spannende Bücher über das echte Leben liest, inklusive den allgegenwärtigen Themen wie Liebe, Freundschaft und Zukunftsängsten, aber auch mit gesellschaftlich relevanten Themen, wie Korruption, Machtstrukturen, Reichtum, Rassismus und Sexismus. 

  24. Cover des Buches Quasikristalle (ISBN: 9783442714513)
    Eva Menasse

    Quasikristalle

    (113)
    Aktuelle Rezension von: Argentumverde

    Einblicke in das Leben eines Menschen, erzählt zumeist aus dem Blickwinkel Anderer. Dreizehn Kurzgeschichten, die ein Leben porträtieren, vom Beginn als Schülerin, bis hin zum Ende, als zweifache Großmutter. Die Protagonistin Xane Molin lernt der Leser in ihren verschiedensten Rollen im Lauf ihres Lebens kennen.

    Das Buch folgt in Form von 13 mehr oder weniger Kurzgeschichten in chronologischer Form dem Leben von Xane Molin. Man erfährt etwas über sie, als Tochter, Freundin, Ehefrau und Stiefmutter, als Unternehmerin und Großmutter. Der Leser erlebt ihr Ängste und Sorgen, Freuden, Beziehungen, Wünsche und Nöte. Und doch wird Xane Molin dabei des Öfteren nur am Rande erwähnt, in einem Kapitel überhaupt nicht. Immer erlebt der Leser alles durch einen Dritten. Das Ende des Buches besteht gar aus Briefen und eMails, die Amos an seine Mutter Xane schreibt. Nur in einem Kapitel kommt Xane tatsächlich selbst zu Wort. Und so ist es nicht ganz verwunderlich, dass die Protagonistin irgendwie blass bleibt, jederzeit auch jemand Anderes sein könnte, so dass sich der Leser irgendwann fragt worauf die Autorin abzielt.

    Mein Fazit: Auch wenn die einzelnen Geschichten gut zu lesen sind, teils wirklich schön und interessant geschrieben, so blieb das Buch im Gesamten für mich blass und wird schnell dem Vergessen anheim fallen, einfach weil ich für mich nie so richtig erschlossen habe, worauf die Autorin hinaus möchte. Ich denke dies ist eines dieser Bücher, die schwer zu empfehlen oder eben nicht, sind. Hier muss wohl jeder für sich selbst herausfinden, wie er zu dem Buch steht.

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