Bücher mit dem Tag "ehepaar"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "ehepaar" gekennzeichnet haben.

101 Bücher

  1. Cover des Buches Gone Girl - Das perfekte Opfer (ISBN: 9783596520725)
    Gillian Flynn

    Gone Girl - Das perfekte Opfer

    (1.739)
    Aktuelle Rezension von: Hari_T_


    Ich gebe es offen zu: Als ich zu Gone Girl von Gillian Flynn griff, erwartete ich zunächst einen eher klischeehaften „Frauenroman“ – viel Beziehung, viel Drama, aber wenig Tiefe. Doch was ich bekam, war das genaue Gegenteil.

    Schon nach den ersten Kapiteln wird klar, dass dieser Roman ein raffiniert konstruierter Psychothriller ist, der mit Erwartungen spielt und sie gezielt zerstört. Die Geschichte um das Verschwinden von Amy Dunne und die zunehmende Verdächtigung ihres Ehemanns Nick entwickelt sich zu einem intensiven Katz-und-Maus-Spiel, bei dem nichts so ist, wie es scheint.

    Besonders beeindruckend ist die Erzählstruktur: Perspektivwechsel, Tagebucheinträge und gezielte Wendepunkte sorgen dafür, dass man als Leser ständig hinterfragt, wem man eigentlich glauben kann. Flynn versteht es meisterhaft, Spannung aufzubauen und gleichzeitig tief in die Abgründe einer Beziehung einzutauchen.

    Was als vermeintlich „toxischer Beziehungsroman“ beginnt, entpuppt sich als kluge Analyse von Manipulation, Medienwirkung und Identität. Die Figuren sind alles andere als sympathisch – und genau das macht sie so faszinierend. Man liest nicht, weil man sie mag, sondern weil man wissen muss, wie weit sie noch gehen werden.

    Fazit: Gone Girl ist kein seichter Liebesroman, sondern ein düsteres, intelligentes und packendes Werk, das lange nachwirkt. Wer sich darauf einlässt, wird überrascht – und vielleicht auch ein wenig verstört.

  2. Cover des Buches Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry (ISBN: 9783596033744)
    Rachel Joyce

    Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry

    (1.387)
    Aktuelle Rezension von: Featherstone

    Inhalt:

    Vollkommen überraschend erhält Harold einen Brief von Queenie, die er seit über zwanzig Jahren nicht mehr gesehen hat, obwohl die beide früher Freunde gewesen sind. In dem Brief teilt sie ihm mit, dass sie todkrank ist. Statt eines Antwortbriefs entscheidet sich Harold für eine große Geste: Er will sich zu Fuß auf den Weg zu Queenie machen, obwohl es eine Strecke von rund 800 km ist. Während Harold unterwegs ist lässt er sein bisheriges Leben mit all seinen Höhen und Tiefen Revue passieren…

    „Unser Geist ist viel größer, als wir begreifen. Wenn wir fest an etwas glauben, können wir alles schaffen.“ (S. 23)
    Er maß die Entfernung nicht mehr in Kilometern, sondern in Erinnerungen. (S. 119)

    Meine Meinung:

    Meine Meinung zu diesem Buch hat sich während des Lesens sehr stark verändert. Ich fand den Anfang des Buches zwar gut, aber ich hatte einige Kritikpunkte und deshalb hat es mich positiv überrascht wie sehr sich das Buch im weiteren Verlauf gesteigert hat und wie bewegend ich das Ende fand. Es handelt sich um ein Buch, das ein bisschen Zeit braucht um seine volle Wirkung zu entfalten.

    Die Grundidee ist eine sehr schöne und besondere: Seiner Freundin Queenie zuliebe entscheidet Harold sich für eine große Geste, die ihr Hoffnung schenken soll. Das soll ihr helfen noch etwas länger durchzuhalten und ihr beweisen, dass er sie nicht vergessen hat und sie ihm noch immer viel bedeutet.

    Harolds Reise wird sehr lebendig beschrieben. Was er auf seiner Reise erlebt vermittelt einerseits Abenteuer und Lebensfreude, aber zugleich werden auch die physischen und psychischen Strapazen anschaulich beschrieben. Harold kommt mehrfach an seine Grenzen und steht auch einmal kurz davor aufzugeben. Es wird einfühlsam beschrieben wie Harold auf seiner Reise beginnt über sein Leben nachzudenken und wie ihn das emotional aufwühlt. Harold lässt die Höhen und Tiefen seines Lebens Revue passieren, denkt über verpasste Chance nach und setzt sich mit den Fehlern auseinander, die er in der Vergangenheit begangen hat. Man kann sich in diesen Momenten sehr gut in ihn hineinversetzten und fühlt sich ihm nahe.

    Den Beginn des Buches fand ich noch recht mittelmäßig. Am Anfang war mir die Distanz zu Harold noch zu groß und ich fühlte mich ihm nicht besonders nahe. Das liegt daran, dass man zunächst nicht genügend Einblick in Harolds Gedanken und Gefühle erhält und dadurch fiel es mir schwer seine Beweggründe richtig nachzuvollziehen. Zudem fand ich die Freundschaft zwischen Harold und Queenie lange Zeit nicht wirklich greifbar, weil es im Anfangsteil an Rückblenden gefehlt hat, die einem vor Augen führen was die beiden einander bedeutet haben. Das hätte es aber gebraucht um nachvollziehen zu können warum Harold ihr zuliebe die lange und beschwerliche Reise antritt. Es gab entscheidende Fragen auf deren Antwort man beim Lesen relativ lange warten muss: Wie sind Harold und Queenie Freunde geworden und wie sah diese Freundschaft aus? Wieso hatten Harold und Queenie jahrelang keinen Kontakt mehr, wenn sie doch so gut befreundet waren? Wieso ist Harolds Verhältnis zu seiner Frau und zu seinem Sohn so belastet und distanziert? Warum hat Harold in all den Jahren keinen Versuch unternommen um die Beziehung zu seinem Sohn zu verbessern, wenn ihm das so schwer auf der Seele liegt?

    Zum Glück haben sich diese Kritikpunkte dann aber in der zweiten Buchhälfte erledigt. Je weiter man im Buch kommt desto mehr offene Fragen werden beantwortet und desto tiefer taucht man auch in die Vergangenheit ein. Dadurch wird die Geschichte tiefgründiger, emotionaler und bewegender als erwartet. Man kann sich besser in Harold und Maureen hineinversetzten, gewinnt die beiden lieb, entwickelt Verständnis und Mitgefühl für die beiden und hofft, dass sich die Dinge für die beiden letztlich doch noch zum Besseren wenden.

    Es wird eine gelungene Mischung aus fröhlichen, hoffnungsvollen, traurigen und dramatischen Momenten geboten. Besonders die Szenen in denen man in Harolds Vergangenheit reist und von den guten und schlechten Zeiten seines Lebens erfährt bleiben in Erinnerung. Harolds schwierige Kindheit, seine Liebe zu Maureen und die spätere Entfremdung zwischen Harold und seinem Sohn David werden mit sehr viel Feingefühl und sehr berührend beschrieben. Beim Lesen muss man tatenlos „mitansehen“ wie sich allmählich ein unüberbrückbar erscheinender Abgrund zwischen Harold und David auftut und schließlich auch zwischen Harold und seiner Frau Maureen. Es geht einem nahe wie jeder von ihnen alleine im Stillen leidet und es ihnen an den richtigen Worten fehlt um sich einander wieder anzunähern. Es gibt vor allem was Harolds Sohn David betrifft einige herzzerreißende Momente, die furchtbar traurig und dramatisch sind. Auch wie Harold die todkranke Queenie nach all den Jahren wiedertrifft ist sehr traurig. Ihr Zustand wird schonungslos beschrieben.

    Das Ende des Buches ist trotz zutiefst trauriger und dramatischer Momente aber nicht nur wehmütig, sondern auch etwas hoffnungsvoll und es gibt ein bisschen was fürs Herz. Harolds Leben hat sich durch seine Reise in mancher Hinsicht zum Besseren gewendet. Das tröstet einem zumindest etwas darüber hinweg, dass es Queenie bei Harolds Besuch schon so furchtbar schlecht geht. Von der fröhlichen Person, die Harold einst kannte ist fast nichts mehr übriggeblieben und Queenie nimmt seinen Besuch kaum noch wahr und stirbt kurze Zeit später.

    Fazit:

    Das Buch wirkt zunächst wie ein durchschnittliches Wohlfühlbuch. Zudem gab es einige offene Fragen und es besteht beim Lesen zunächst noch eine gewisse Distanz zu Harold, aber das gibt sich zum Glück im weiteren Verlauf. Es lohnt sich dranzubleiben, denn nach diesem meiner Meinung nach etwas holprigen und mittelmäßigen Beginn wir man mit einer besonderen, bewegenden, emotionalen und dramatischen Geschichte belohnt, die mich dann doch noch in ihren Bann ziehen konnte.

    Zum Schluss noch einige besonders berührende Zitate aus dem Buch:

    Manchmal glaubte er, er lebte mehr in der Erinnerung als in der Gegenwart. Er spielte Szenen aus seinem Leben noch einmal ab, als Zuschauer, der im Draußen gefangen blieb. Er sah die Fehler, die Widersprüche, die falschen Entscheidungen, und konnte doch nichts dagegen tun. (S. 193)
    „Ich vermisse sie die ganze Zeit. Ich weiß im Kopf, dass sie nicht mehr ist, aber ich halte immer noch nach ihr Ausschau. Geändert hat sich nur eines: Ich gewöhne mich an den Schmerz. Es ist, wie wenn sich im Boden ein großes Loch auftut. Anfangs vergisst man, dass es da ist, und stolpert dauernd rein. Nach einer Weile ist das Loch zwar noch da, aber man hat gelernt, außen herum zu gehen.“ (S. 254)
    Es war zu spät, um Vergangenes wiedergutzumachen. Aber sie wollte wenigstens einen letzten Anlauf unternehmen, ihn zum Heimkommen zu bewegen. (S. 289)
    Und es wäre auch etwas gewesen, wenn er David in die Arme genommen und ihm versprochen hätte, dass es besser werden würde. Nun quälte er sich unendlich wegen Dingen, an denen nichts mehr zu ändern war. (S. 308)
  3. Cover des Buches Sie kann dich hören (ISBN: 9783453274662)
    Freida McFadden

    Sie kann dich hören

    (661)
    Aktuelle Rezension von: Jessi123

    Sie wird dich hören ist ein spannender Psychothriller mit einer interessanten Grundidee. Die Geschichte um Millie, die als Hausmädchen in einem luxuriösen Penthouse arbeitet und ein geheimnisvolles Zimmer nicht betreten darf, sorgt von Anfang an für Neugier. Die Atmosphäre ist geheimnisvoll und man möchte wissen, was sich hinter der verschlossenen Tür verbirgt.

    Der Schreibstil ist angenehm und leicht zu lesen, sodass man schnell durch die Seiten kommt. Besonders die Spannung wird gut aufgebaut, auch wenn sich die Handlung zwischendurch etwas zieht. Manche Wendungen sind überraschend, andere dagegen wirken etwas vorhersehbar.

    Die Figuren sind insgesamt gut dargestellt, allerdings hätte ich mir an einigen Stellen mehr Tiefe und Hintergrundinformationen gewünscht. Trotzdem schafft es das Buch, bis zum Ende das Interesse aufrechtzuerhalten.

    Fazit: Sie wird dich hören ist ein solider Thriller mit einer spannenden Idee und einigen überraschenden Momenten. Zwar hat mich das Buch nicht vollständig begeistert, aber es war unterhaltsam und lesenswert. Für Fans von Psychothrillern ist es eine gute Wahl.


  4. Cover des Buches Das Schneemädchen (ISBN: 9783499258220)
    Eowyn Ivey

    Das Schneemädchen

    (374)
    Aktuelle Rezension von: Argentumverde

    In Alaska, in den 20er Jahren, wollen Mabel und Jack der Hoffnungslosigkeit entfliehen und neu beginnen. Aber die Aufbruchsstimmung ist in Ernüchterung gewichen. Mabel und Jack sind nicht mehr die Jüngsten, und das harte Leben auf ihrer erst im Werden begriffenen Farm hat beide viel Kraft gekostet. In einer kargen, kleinen Hütte auf zum Teil noch nicht mal erschlossenem Ackerland lebend, weit ab von den nächsten Nachbarn, umgeben von Kälte und rauer, wilder Landschaft, ist jeder Tag ein Kampf ums Überleben. Die Beziehung der beiden leidet trotzdem sie sich aufrichtig lieben. Aber eines Abends bauen sie gemeinsam eine Schneefigur, ein Mädchen. Am nächsten Tag ist das Schneemädchen dort, aber sie sehen ein Blondes Mädchen im Wald.

    Die ersten Eindrücke des Buches sind das winterliche Alaska, das die Autorin beschreibt: Einsam, still, weiß und freudlos. Der Winter steht bevor, und mit ihm lange Dunkelheit. Die Stimmung ist bedrückend. Das Land strahlt Erbarmungslosigkeit aus. Ivey schreibt schnörkellos, direkt mit wenigen Adjektive und dennoch schafft sie eine Atmosphäre, die den Leser in den Bann zieht und Bilder im Kopf malt. Was folgt, ist eine sachte, melancholische Mischung aus Märchen, semi-historischer Abenteuergeschichte und Landschaftsroman. Ivey nimmt sich viel Zeit für ihre Geschichte und ihre Figuren. Sie lässt den Leser lange im Unklaren über das ‚Schneemädchen‘. Und selbst, wenn man glaubt, das Geheimnis sei gelöst, belehrt sie ihn eines besseren und greift den märchenhaften Unterton geschickt wieder auf. 

    Mein Fazit: Ein Irgendwie-Märchen eingebettet in eine raue, gnadenlose, atemberaubend schöne Landschaft. Es geht um Liebe und Freundschaft, um Einsamkeit, Depression und Durchhaltevermögen. Ein sehr eigenes, besonders Buch, das den Leser mit in eine schneebedeckte Welt nimmt, in der Wirklichkeit und Traum miteinander tanzen.

  5. Cover des Buches Die Täuschung (ISBN: 9783734110283)
    Charlotte Link

    Die Täuschung

    (569)
    Aktuelle Rezension von: elycalxa

    Charlotte Link beweist mit „Die Täuschung“ einmal mehr, warum sie zu Recht die Königin des deutschen Kriminalromans ist. In diesem Buch entfaltet sie ein psychologisch brillantes Verwirrspiel, das mich von der ersten bis zur letzten Seite völlig gefesselt hat.
    Die Geschichte dreht sich um Peter Simon, der für seine Frau Laura der perfekte Ehemann und ein erfolgreicher Geschäftsmann ist. Doch diese scheinbare Idylle bricht schlagartig zusammen, als Peter von einer angeblichen Geschäftsreise nach Südfrankreich nicht mehr zurückkehrt und sein Boot führungslos auf dem Meer treibt. Auf der Suche nach Antworten stößt Laura schnell auf düstere Ungereimtheiten: Ihr Mann war hochverschuldet und sein gesamtes bürgerliches Leben eine reine Fassade. Je tiefer sie gräbt, desto klarer wird ihr, dass sie jahrelang mit einem Fremden verheiratet war. Während sie versucht, dieses komplexe Geflecht aus Lügen zu entwirren, gerät sie jedoch selbst ins Visier von skrupellosen Kräften, für die ein Menschenleben nichts wert ist.
    Besonders fasziniert hat mich die psychologische Tiefe, mit der die Autorin die Abgründe hinter einer vermeintlich perfekten Ehe seziert. Der Kontrast zwischen dem scheinbar sicheren Alltag und der unaufhaltsam näher rückenden Bedrohung erzeugt eine unglaublich dichte, atmosphärische Spannung. Der Plot ist genial konstruiert und wartet mit so vielen unerwarteten Wendungen auf, dass man bis zum Schluss absolut nicht weiß, wer hier Freund und wer Feind ist. Für alle Fans von nervenaufreibenden, intelligenten Thrillern ist dieses Buch eine absolute Leseempfehlung.

  6. Cover des Buches Saving Grace - Bis dein Tod uns scheidet (ISBN: 9783734102639)
    B.A. Paris

    Saving Grace - Bis dein Tod uns scheidet

    (416)
    Aktuelle Rezension von: B_rose_na

    Inhalt ✨

    Grace und Jack Angel wirken wie das perfekte Paar. Er ist erfolgreich, charmant und setzt sich als Anwalt für misshandelte Frauen ein. Sie ist warmherzig, schön und scheint ein beneidenswertes Leben zu führen.

    Doch hinter dieser perfekten Fassade stimmt etwas nicht. Grace ist nie allein. Jack ist immer an ihrer Seite. Und je genauer man hinsieht, desto unheimlicher wird dieses scheinbar makellose Leben.

    Meine Meinung 🤍

    Auf BookTok habe ich dieses Buch ständig gesehen, vor allem in Videos über krasse Thriller und überraschende Wendungen. Irgendwann war ich zu neugierig und musste es selbst lesen.

    Und ja, ich verstehe den Hype.

    Die ersten hundert Seiten haben sich für mich noch etwas gezogen und Grace konnte ich anfangs nicht immer nachvollziehen. Aber ab der Mitte wurde es richtig stark.

    Die Grundidee ist nicht neu, aber B. A. Paris erzählt sie so spannend und durchdacht, dass ich trotzdem völlig gefesselt war. Man ahnt zwar, wohin die Geschichte führen könnte, aber das Spannende ist hier nicht nur das Ende, sondern der Weg dorthin.

    Besonders das Finale hat mich überzeugt. Alles war sauber aufgebaut, clever geplant und für mich richtig befriedigend gelöst.

    Wäre der Einstieg etwas straffer gewesen, hätte es für mich sogar 5 Sterne werden können. So sind es sehr starke 4 von 5 Sternen.

    Und noch etwas: Das deutsche Cover gefällt mir hier ausnahmsweise viel besser als das englische. Dieses Cover hätte mich im Buchladen sofort neugierig gemacht. 📚


  7. Cover des Buches Die Tage in Paris (ISBN: 9783499267901)
    Jojo Moyes

    Die Tage in Paris

    (634)
    Aktuelle Rezension von: Rebecca_26

    Ein zauberhaftes Buch, das mit wenigen Seiten die Fantasie beflügelt. Es hat mich in eine Welt voller Träume und bunter Illustrationen Über Paris entführ. Der einfache, aber packende Schreibstil von Jojo Moyes ist einfach toll.. Besonders gelungen ist die Idee, die Liebe zu anderen und sich selbst zu thematisieren. Das Buch hat mich so begeistert, dass ich sofort die  Vorgeschichte  für das Buch lesen möchte .

    Das Buch hat mich völlig in seinen Bann gezogen.  Die wunderschönen Illustrationen und der fesselnde Schreibstil machten es mir leicht, mich in die Geschichten von Liv und Sophie zu vertiefen. Die Geschichte entführt einem in die Welt dieser beiden Frauen, und man fühlt mit und erlebt die Höhen und Tiefen mit, während nebenbei immer wieder Paris verzaubert.
    also das Buch ist für alle ein Muss die : 

    • Liebesgeschichten mit viel Romantik lieben.
    • Wenn du gern zwischen verschiedenen Zeitspannen wechselst, ist dieses Buch ebenso perfekt.
    • Kurzromane sollten dich nicht abschrecken, denn dies ist eins .
    • Falls du Frankreich liebt ist das Buch ebenso was für dich
  8. Cover des Buches Holly (ISBN: 9783453429680)
    Stephen King

    Holly

    (185)
    Aktuelle Rezension von: Julietta89

    Ich bin eigentlich kein großer Fan von Kriminalromanen, und „Holly“ kommt diesem Genre schon ziemlich nahe. Wenn es kein Buch von Stephen King gewesen wäre, hätte ich es wohl gar nicht erst zur Hand genommen. Umso überraschter war ich, wie sehr mich die Geschichte trotzdem gefesselt hat. King gelingt es hier, auf eine sehr spannende Art und Weise eine Ermittlung zu erzählen, die trotz des klassischen Krimi-Settings so viel mehr bietet.

    Besonders beeindruckend fand ich den Aufbau der Story. Die parallelen Handlungsstränge, die sich nach und nach aufeinander zubewegen, haben mich richtig mitgerissen. Man will unbedingt wissen, wie alles zusammenhängt, auch wenn man als Leser teils schon etwas mehr durchschaut als die Protagonistin Holly selbst. Das sorgt für eine tolle Spannung, die King meisterhaft steuert. Und das ganz ohne seine sonst so typischen übernatürlichen Elemente – was ich eigentlich interessant fand, auch wenn mir ein bisschen von diesem King-Flair dadurch gefehlt hat.

    Trotzdem ist „Holly“ ganz klar ein Buch, das man als King-Leser nicht verpassen sollte. Es geht tief in die Abgründe der menschlichen Psyche und zeigt, wie komplex und dunkel das Leben sein kann. Für mich war es eine gelungene Überraschung, die mich auch über das Genre hinaus begeistert hat.

  9. Cover des Buches Gespräche mit Freunden (ISBN: 9783548065885)
    Sally Rooney

    Gespräche mit Freunden

    (1)
    Aktuelle Rezension von: nymphe--

    Sally Rooneys Conversation with Friends hat das, was ich mir von vielen Romance-Büchern gewünscht hätte: tiefschichtige Figuren, komplexe Beziehungen und Freund*innenschaften bzw. Nebencharaktere, die ihre eigene Bedeutung und Entwicklung bekommen. Conversation with Friends gehört wahrscheinlich nicht zum klassischen Romance-Genre, aber einen großen Teil der Handlung nimmt die Liebesgeschichte zwischen Frances und Nick ein. 

    Der Anfang hat mich daran erinnert wie es ist einen Crush zu haben. Ich fühlte mich wie Frances, als den Leser*innen Nick vorgestellt wurde, aber wahrscheinlich auch, weil Nick genau mein Typ wäre: Freundlich, gebildet, gutaussehend und ein bisschen unbeholfen. Nick war für mich ein spannender Charakter, weil er seine Handlungen und seine Machtposition in der Beziehung mit Frances durchaus reflektiert hat. Ich hatte Schwierigkeiten damit ihn mir vorzustellen, wie Melissa ihn gesehen hat und woran das festgemacht war. Falls es im Buch durchgeschienen ist, habe ich es leider nicht bemerkt. Dennoch fand ich es spannend, wie anders Charaktere sich verhalten oder gelesen werden, je nachdem welche Rolle sie in zwischenmenschlichen Beziehungen einnehmen. Während Frances jünger als Nick ist und ihn anhimmelt, ist Melissa tatsächlich älter und ebenbürtiger. 

    Die Beziehung zwischen Melissa und Nick konnte ich nie ganz durchblicken, was vermutlich daran liegt, dass die Geschichte aus Frances Sicht erzählt wurde. Für mich war es aber deutlich die spanneste Beziehung von allen: zwei Menschen, die sich schon sehr lange kennen, sich gefühlt zum Teil verabscheuen, mit Absicht verletzen und doch auf gewisse Weise so tiefe Zuneigung für einander hegen, dass sie sich nicht trennen wollen. Wie oft habe ich mich gefragt: Warum bleibt Melissa bei Nick, wenn sie ihn doch so erbärmlich findet? Oder: Wie war es, als Melissa und Nick sich kennengelernt haben und frisch verliebt haben?

    Ein weiterer Grund, warum es mich beim Lesen immer wieder zu Melissa und Nick hingezogen hat ist, dass ich immer mehr eine Abneigung gegen Frances zu entwickeln schien. Ihre kontinuierliche Unfähigkeit über ihre Gefühle zu sprechen und Bedürfnisse mitzuteilen, endeten in impulsiven und passiv-aggressiven Entscheidungen. Da hat mir gefallen, dass Bobby (und auch Nick) Frances darauf angesprochen haben. 

    Ich bin eigentlich nicht Fan von Multiperspektiven, aber bei diesem Buch hätte es mir gefallen. Nicht nur, weil Frances Perspektive mich am Ende etwas genervt hat, sondern auch um Fragen auf meine Antworten zu gewinnen. Ich habe mich auch oft gefragt, wie Bobby eigentlich Frances sieht und wovon Bobby in dieser Freundschaft profitiert.

    Wahrscheinlich sind alle meine Antworten im Text zu finden und die Multiperspektive hätte sie zu offensichtlich gemacht, aber es wäre auch eine Chance gewesen Melissas und Bobbys Charakteren mehr Raum zu geben. Denn für mich sind alle vier Figuren gleichwertig zu behandeln. 

    Ich kann Conversation with Friends sehr empfehlen, auch insbesondere für Personen, die sonst eigentlich im Romance-Genre unterwegs sind und ein bisschen Lust auf was anderes und mehr Tiefe haben. Die Verfilmung dazu ist übrigens auch sehr gelungen (gibt's aktuell bei Magenta TV)

  10. Cover des Buches Die rätselhaften Honjin-Morde (ISBN: 9783746638232)
    Seishi Yokomizo

    Die rätselhaften Honjin-Morde

    (175)
    Aktuelle Rezension von: juli_schwarzaufweiss

    Kurz vor der Hochzeit des ältesten Sohnes der angesehenen Ichiyanagi-Familie machen im Dorf seltsame Gerüchte die Runde. In der Hochzeitsnacht erklingen ein Schrei und eine unheimliche Melodie, im Schnee steckt ein blutiges Schwert und das Brautpaar wird ermordet in einem von innen verschlossenen Zimmer aufgefunden. Der junge Privatdetektiv Kosuke Kindaichi übernimmt die Ermittlungen.

    „Die rätselhaften Honjin-Morde“ von Seishi Yokomizo ist ein 1946 erschienener Krimi, der 1937 spielt und zu den klassischen Locked-Room-Mysteries gehört. Im Mittelpunkt steht weniger die Frage nach dem Täter, als die scheinbar unmögliche Durchführung des Verbrechens.

    Der Einstieg ist eher ruhig und durch die vielen japanischen Namen etwas gewöhnungsbedürftig. Die ungewöhnliche Erzählweise, bei der der Erzähler den Fall rückblickend schildert und den Leser direkt anspricht, hat mir aber gut gefallen. Besonders interessant sind die Einblicke in die japanische Kultur und Traditionen.

    Kosuke Kindaichi ist ein cleverer Ermittler, wirkt durch seine Selbstsicherheit aber oft arrogant und bleibt recht distanziert. Der Autor legt zahlreiche falsche Fährten aus und sorgt für einige überraschende Wendungen, auch wenn manche Verdächtige recht offensichtlich nicht als Täter infrage kommen.

    Insgesamt ist der Roman eine interessante Einführung in die Welt der japanischen Krimis. Das raffinierte Rätsel und das besondere Setting konnten mich unterhalten, auch wenn mich die Figuren und die recht schnelle Auflösung nicht ganz überzeugen konnten.

  11. Cover des Buches STILL ALIVE - Sie weiß, wo sie dich findet (ISBN: 9783328105954)
    Claire Douglas

    STILL ALIVE - Sie weiß, wo sie dich findet

    (225)
    Aktuelle Rezension von: krimi_wahnsinn

    Inhalt: Libby und ihr Mann Jamie brauchen dringend eine Auszeit. Es klingt wie ein wahr gewordener Traum, als Libby eines Morgens oben Flyer für einen Haustausch im Briefkasten vorfindet. Schnell ist alles geklärt und das Paar macht sich auf den Weg nach Cornwall. In einer hochmodernen Villa an der einsamen Steilküste sollen sie nun für eine Woche leben. Doch plötzlich passieren merkwürdige Dinge im Haus. Einmal steht die Haustür auf, ein anderes Mal beginnt Musik zu spielen. Libby wird das Gefühl nicht los, als würden sie beobachtet werden. Die längst verdrängte Vergangenheit scheint sie einzuholen und sie weiß genau, dass sie alles verlieren könnte.

    Meinung: Sowohl das Cover als auch den Klappentext fand ich auf Anhieb sehr interessant. In die Geschichte bin ich auch gut reingekommen. Allerdings machten mir sowohl Libby als auch Jamie einen sehr naiven Eindruck. Mein Lesefluss geriet dann auch schon bald ins Stocken, als gewisse Dinge immer wieder wiederholt wurden. Spannung war mal kurz da, wollte sich bei mir aber überhaupt nicht einstellen. Die Handlungen wirkten auf mich teilweise auch nicht nachvollziehbar. Nach gut der Hälfte des Buches habe ich die Geschichte abgebrochen. Wie alles letztendlich ausging, habe ich dann noch gelesen, überrascht hat mich das Ganze aber nicht. Sehr schade!

  12. Cover des Buches Mann und Frau (ISBN: 9783570907351)
    Zeruya Shalev

    Mann und Frau

    (110)
    Aktuelle Rezension von: AngiBinz
    Die Beziehungsromane von Zeruya Shalev sind wohl auch deshalb so brillant, weil sie so düster und wahr sind. "Mann und Frau" ist nichts für Leute, denen der Sinn nach guten Gefühlen und Happy Ends steht. Dafür durchaus was für an tieferen psychologischen Auseinandersetzungen und sehr realistischen Geschichten interessierten Leser.
  13. Cover des Buches Subs (ISBN: 9783944872742)
    Thor Kunkel

    Subs

    (19)
    Aktuelle Rezension von: Linker_Mops

    Auch in der heutigen Zeit gibt es keine vollkommene Gleichberechtigung in der Gesellschaft. Schon alleine die Schere zwischen Arm und Reich zeigt diese Diskrepanz. Kunkel zeigt diese Ungleichheit und treibt dies massiv auf die Spitze in der er im Berliner Grunewald das Römische Reich mit seiner Slavenhaltung wieder auferstehen lässt. Im Mittelpunkt stehen Claus und Evelyn, gehobene Mittelschicht, und Bartos und Lana, ihre Sklaven.

    Ich finde die Gesellschaftskritik, die Kunkel hier erzählt, wirklich gut und sie regt auch zum nachdenken an. Er geht auf Ausbeutung, sexuellen Missbrauch, Kindesmisshandlung, rechtliche Ungleichheit und Machtmissbrauch ein. Es ist also kein leichter Stoff den man hier wegsnacken könnte.

    ABER: Die Geschichte zieht sich so massiv. Das kommt vor allem durch die "philosophischen" Diskurse, der die Figuren hier oft in Monologen oder Dialogen nachgehen. Das macht das Buch massiv langatmig. Weniger wäre da mehr gewesen.

    Mein Fazit: Die Plotidee war echt gut, aber an der gut lesbaren Umsetzung hat es gemangelt.

  14. Cover des Buches Leona (ISBN: 9783453420601)
    Jenny Rogneby

    Leona

    (65)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Leona ist in Stockholm bei der Polizei tätig und bekommt einen neuen Fall. Es wurde eine Bank überfallen, aber von einem kleinen Mädchen! Was ist da los? Und wer hat das Tonband besprochen, dass das Mädchen abgespielt hat? Leona beginnt zu ermitteln und muss sich gegen neidische Kollegen, den all zu strengen Chef und vor allem, gegen ihre eigenen Dämonen durch setzen. Immer mehr dringt der Fall in ihr Leben ein und dann steckt sie mitten drin und muss sich entscheiden.
    Ein großartiges Debut. Jenny Rogneby macht Hoffnung auf viele weitere Topp Thriller!
    Mir als Malta Fan, hat besonders der Urlaub dort gefallen .

  15. Cover des Buches Die stumme Patientin (ISBN: 9783949609046)
    Alex Michaelides

    Die stumme Patientin

    (326)
    Aktuelle Rezension von: Zimtie

    "Die stumme Patientin" ist ein Thriller, der merklich den Fokus auf den psychologischen Faktor legt.

    Die Handlung plätschert eher vor sich hin, eine richtige Spannung kam für mich eher nicht auf.
    Das Augenmerk liegt klar auf der inhaltlichen Frage, was die "stumme Patientin" Alicia erlebt hat, warum sie nicht mehr spricht und wie Theos Geschichte, die ihres Psychotherapeuten, damit zusammenhängt. Die Ereignisse werden aus Theos Sicht und anhand Alicias Tagebucheinträgen rekonstruiert. Dadurch ergibt sich erst ganz am Ende, quasi auf den letzten Seiten, ein Gesamtbild mit einem Twist, auf den es letztendlich hinausläuft.

    Der Twist und das Ende waren für mich persönlich nicht allzu überraschend und wirkten zu gewollt und konstruiert auf mich. Für mich hat sich der Rest der Geschichte, der sich eher gezogen hat und fast wie ein Warten auf den Höhepunkt anfühlte, nicht gelohnt.

    Sprachlich fand ich es in Ordnung, ich konnte generell den Geschehnissen gut folgen und fast die verschiedenen Sichtweisen an sich gut gemacht.

    Die Figuren fand ich teils eher blass und konnte die Handlungsweisen nicht immer nachvollziehen.

    Daher vergebe ich insgesamt 3,5 Sterne.

  16. Cover des Buches Winterland (ISBN: 9783734114137)
    Kim Faber

    Winterland

    (149)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Einen ersten Eindruck vom Geschehen vermittelt die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Vorausschicken möchte ich, dass ich das Buch als Hörbuch konsumiert habe. Leider ist das Hörbuch hier in der Datei nicht hinterlegt.
    Die Geschichte ist zunächst in zwei Handlungsstränge unterteilt, die später zusammengeführt werden. Außerdem spielt sich das gesamte Geschehen zwischen Weihnachten und den heiligen Dreikönigen des Folgejahres ab. Das Thema der Geschichte ist im Wesentlichen der Terrorismus des IS in Verbindung mit Nazi Terrorismus. Ein Sujet dem ich nicht viel abgewinnen kann. Aber die Handlung ist gut aufgebaut und die Schreibweise des Autors ist hervorragend. Außerdem hat er die Protagonisten mit sehr viel Detail,treue und Liebe gezeichnet. Das zeichnet meiner Meinung nach dieses Buch besonders aus. Die Spannung ist teilweise hoch, teilweise aber auch durch größere Längen geprägt, die diese Spannung immer wieder unterbrechen. Insbesondere die Kapitel, die sich mit der Demenz des Vaters des Protagonisten beschäftigen, sind aus meiner Sicht deutlich zu lang geraten.

    Der Sprecher hat das Hörbuch sehr gut zu Gehör gebracht und die verschiedenen Charaktere sehr pointiert gesprochen. Das hat mir gut gefallen.

    Insgesamt aus meiner Sicht, ein gutes Buch, das aber nicht besonders herausragt. Insbesondere das Ende des Buches fand ich äußerst unbefriedigend. ich werde mir überlegen müssen, ob ich den zweiten Band dieser Reihe wirklich lesen möchte.

  17. Cover des Buches Königskinder (ISBN: 9783446260092)
    Alex Capus

    Königskinder

    (178)
    Aktuelle Rezension von: Hubertus_Feldmann

    ... Eigentlich gar nicht so schwer, da wir alle Geschichten lieben, ja, irgendwie von ihnen abhängig sind, besonders denjenigen, die einen guten Ausgang nehmen. Und hier gibt es gleich zwei von ihnen und beide enden so wie es sein soll ... 

    Die eine findet im Jetzt statt, die andere wird ermöglicht durch einen Ausrutscher im Schnee. Die beiden Protagonisten (Ehepaar) kommen mit ihrem Auto auf einer verschneiten (und gesperrten) Passstraße von selbiger ab und bleiben in der Folge im Schnee stecken. Alles halb so schlimm, könnte man meinen, da der Jaunpass, der das freiburgische Greyerzerland mit dem Simmental im Berner Oberland verbindet, ganzjährig fahrbereit gehalten wird. Man muss halt nur die Nacht überstehen, bis dann irgendwann der Schneepflug kommt …

    Da außerdem der Ehemann ein begnadeter Geschichtenerzähler ist, dürfte es auch in dieser Hinsicht nur eine Frage der Zeit sein, bis Rettung naht. Allerdings sind beide etwas niggelig unterwegs. Und so ergibt sich im weiteren Verlauf nicht nur eine höchst amüsant zu lesende Dialogabfolge, die man kaum als Streit bezeichnen kann, sondern auch eine (erzählte) Liebesgeschichte, die, obwohl von mancherlei Hürden verbaut, doch so leichtfüßig daherkommt, dass man geneigt ist, sich einfach mal so hineinfallen zu lassen. Ohne große Anstrengung, ohne den Wunsch, das Größeres passiert.

    Obwohl doch so einiges in dieser anrührig erzählten Geschichte passiert. Neben der Französischen Revolution 1789 und der ersten Ballonfahrt durch die Brüder Montgolfier (etwas früher, 1783), bricht, ebenfalls 1783, ein Vulkan in Island aus, der nicht nur in Europa, sondern auf der gesamten nördlichen Halbkugel Missernten und damit einhergehende Hungersnöte zur Folge hat – und hier eine „aktuelle“ Zuschreibung erhält: „Nie hatte sich auf Erden, seit die Menschheit in Ostafrika aus einer Affenart hervorgegangen war, ein schlimmerer Fall von Luftverschmutzung ereignet.“   

    Doch in erster Linie ist es eine Liebesgeschichte zwischen einem sprachlich ungeübten Kuhhirten und einer Bauerstocher, die allerdings von ihrem Vater für eine bessere Partie vorgesehen ist. Es kommt, wie es kommen muss. Die „Berührungen“ arten etwas aus, der Hirt flieht zum Militär, was der Verbindung aber keinen Abbruch tut. Schließlich landet er (und etwas später auch seine Marie) im Versailler Schloss, um dort „Schweizer Kühe“ ihrer Bestimmung entsprechend zu versorgen. So ganz nebenbei bekommt man einen launig vermittelten Einblick in das Schlossleben zur Zeit Ludwig XVI.: „Der erste Eindruck, den Jakob vom Schloss hat, ist der eines überwältigenden Gestanks; ein unfassbar scharfer, stechender unerträglicher beißender Ammoniakgeruch, ein Brodem der Verwesung, Moder, Schweinestall und Menschenlatrine – Schloss Versailles stinkt aufs Land hinaus wie ein gigantisches Scheißhaus. Das liegt daran, dass es ein gigantisches Scheißhaus ist. Für die fünftausend Bewohner des Schlosses gibt es nur vier spülbare Klosetts, von denen zwei seit Jahrzehnten außer Betrieb sind und ein drittes für die königliche Familie reserviert ist […].“ Das mag zu Einstimmung und für einen ersten Eindruck reichen.

    Eine Geschichte wie ein laues Sommerlüftchen – und genauso sollte man sie genießen.

    (.9.7.2024)

  18. Cover des Buches Run! - Es geht um dein Leben (ISBN: 9783453434400)
    Jeff Abbott

    Run! - Es geht um dein Leben

    (28)
    Aktuelle Rezension von: TheSilencer
    Ben Forsberg ist erfolgreicher Wirtschaftsberater. Er wird nie darüber hinwegkommen, daß seine Frau erschossen wurde - willkürlich, sinnlos: der Täter wurde nie gefaßt. Doch er hat sich mit dem Leben arrangiert.

    Dieses Leben im Kokon bekommt eine gefährliche Schieflage, als Beweise auftauchen, die ihn als Auftragskiller entlarven. Inklusive des Verdachts, er habe seine Ehefrau selbst aus dem Weg geräumt. Doch nicht nur die Polizei hat plötzlich Interesse an ihm. Halb Amerika scheint Vorteile darin zu sehen, wenn er endlich tot ist ...

    Natürlich. Ausweglose Situationen wie diese als Thrillerstoff sind in Mode. Abbott gelingt es jedoch, keine actionlastigen Sequenzen der Action wegen aneinanderzureichen; er hat das Timing raus, wie er intelligentem Inhalt den Thrill gibt.

    Gefiel mir sehr gut. Grund genug, nach meinem ersten Abbott gleich noch andere Werke von ihm zu ordern.
  19. Cover des Buches Die Harpyie (ISBN: 9783406822513)
    Megan Hunter

    Die Harpyie

    (156)
    Aktuelle Rezension von: Liden

    BUCH

    review

    Autor

    Megan Hunter

    Genre des Buches :

    Dramatischer Roman

    -

    Was ist das Hauptthema oder die Message des Buches?

    Betrug - Mutterschaft - Veränderung - Wahnvorstellung

    Würde ich es weiterempfehlen?

    Bedingt

    Datum

    08.02.2026 (13)

    Bewertung

    Titel

    Die Harpyie

    Zusammenfassung des Buches in meinen eigenen Worten:

    Lucy lebt ein von außen gesehen glückliches, bürgerliches Leben : Ehe, 2 Kinder, Haus in guter Lage, Job zuhause.

    Dann erfährt sie, das ihr Mann Jake eine Affäre mit einer Kollegin hat, die sehr konträr aussieht und lebt. Lucy und Jake bleiben zusammen mit der Prämisse, da sie sich 3x an ihm rächen darf. Und bei Lucy hat sich viel Wut aufgestaut.

    Mein Fazit zu diesem Buch:

    Das Thema war genial und der Schreibstil artifiziell und doch passend Wir begleiten Lucy, die ein stereotypisches Leben führt und sie sich mehr und mehr verliert. Besonders hingezogen fühlt sie sich zu Harpyien..

    Das mystische Thema rund um die Harpyien war mir too much und wirkte nicht rund. Wunderschönes Cover, ein Buch mit einem Einblick hinter die Fassade.

  20. Cover des Buches Ich schenk dir die Hölle auf Erden (ISBN: 9783746632902)
    Ellen Berg

    Ich schenk dir die Hölle auf Erden

    (119)
    Aktuelle Rezension von: Mo_Na2

    Ich schenke dir die Hölle auf Erden fügt sich optisch gut in die Reihe von Ellen Berg ein: Das Cover hat einen hohen Wiedererkennungswert, auch wenn das Geschehen überwiegend im Winter spielt und zudem ein deutlich älteres Paar zeigt als die eigentlichen Hauptfiguren der Geschichte.

    Im Mittelpunkt steht Carina, leidenschaftliche Hausfrau und Mutter zweier lebhafter Kinder. Als sie nach einer Dienstreise den Koffer ihres Mannes auspackt, stößt sie auf eindeutige Beweise für seine Affäre. Gemeinsam mit ihren Freundinnen beginnt sie, die Situation zu verarbeiten und Pläne zu schmieden – zumal Jonas, ihr Ehemann, schließlich alles zugibt. Damit nimmt ein unterhaltsames Katz-und-Maus-Spiel seinen Lauf: Jonas zieht vorübergehend zur Geliebten, während Carina dank einiger unglücklicher finanzieller Entscheidungen aus seiner Vergangenheit plötzlich die besseren Karten in der Hand hält.
    Sehr gefreut hat mich das Wiedersehen mit alten Bekannten aus früheren Romanen, etwa Eddy und Luisa. Die Geschichte ist wie gewohnt locker, humorvoll und flüssig erzählt – ich bin beim Lesen nur so über die Seiten geflogen. Dennoch gibt es einige Ungereimtheiten, die den Lesefluss leicht dämpfen: eine für ihr Alter erstaunlich reife Neunjährige, eine Geliebte, die stark ins Klischee passt, sowie eine oder mehrere Entscheidungen am Ende, die bei klarem Verstand nicht immer ganz nachvollziehbar erscheinen.

    Trotzdem überwiegt der positive Eindruck deutlich. Es ist eine gut erzählte Geschichte über Liebe, Verliebtheit, Freundschaft und Selbstbewusstsein. Besonders schön fand ich Carinas Entwicklung, bei der aus einem Hobby plötzlich ein echtes Business entsteht – und der Begriff „Tinkern“ wird mir sicher noch lange im Gedächtnis bleiben.

    Ein unterhaltsamer Roman mit Humor, bekannten Stärken und kleinen Schwächen – insgesamt ein solides Lesevergnügen.

  21. Cover des Buches LAKE – Das Haus am dunklen Ufer (ISBN: 9783423220842)
    Riley Sager

    LAKE – Das Haus am dunklen Ufer

    (65)
    Aktuelle Rezension von: cozyreadingdays

    Es wurde mal wieder Zeit für ein Buch von Riley Sager. Auf „LAKE – Das Haus am dunklen Ufer“ habe ich mich riesig gefreut, weil mich der Klappentext sofort angesprochen hat.

    Worum geht's?

    Casey verbringt den Sommer im Haus ihrer Familie am Lake Greene, um nach einem schweren Schicksalsschlag etwas Abstand vom Leben zu gewinnen. Von ihrem Fenster aus beobachtet sie regelmäßig das gegenüberliegende Haus. Als dort plötzlich eine Frau verschwindet, ist Casey überzeugt, dass mehr dahintersteckt. Gemeinsam mit einem Nachbarn beginnt sie, Nachforschungen anzustellen und bringt sich dabei selbst immer mehr in Gefahr.

    Mir hat die Geschichte richtig gut gefallen. Das Setting am See mochte ich sehr und ich wollte die ganze Zeit wissen, was wirklich passiert ist. Riley Sager schafft es einfach immer wieder, mich mit seinen Geschichten zu fesseln.

    Allerdings gab es auch einen kleinen Kritikpunkt. Manche Dinge wurden im Laufe der Geschichte immer wieder wiederholt, wodurch sich das Buch an einigen Stellen etwas gezogen hat.

    Das Ende wurde mir dann leider ein wenig zu skurril. Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet und genau dadurch konnte das Buch für mich leider kein Highlight werden.

    Trotzdem hat es mich wieder richtig gut unterhalten und ich freue mich jetzt schon auf das nächste Buch von Riley Sager.

  22. Cover des Buches Hannelore Kohl (ISBN: 9783426785577)
    Peter Kohl

    Hannelore Kohl

    (5)
    Aktuelle Rezension von: Imke_Brunn

    Das Leben von Hannelore Kohl wird von ihrem Sohn und eienr Journalistin von Geburt bis zu ihrem Tod nachvollzogen und zeigt das Bild einer sehr starken Persönlichkeit, die vielen Schicksalsschlägen begegnet (Krieg, Flucht, Nachkriegszeit, Angriffe, Tod, Terrorangst, Krankheit) und die große Herausforderung des Lebens an der Seite von Helmut Kohl und doch mit unabhängigen Engagements meistert.

    Das Buch hat berührt, auch wenn ich mir etwas weniger Fokus auf die Politik gewünscht hätte, aber das war bei einer Frau in dieser Position und auch in der Zeit, als das Buch geschrieben wurde weder möglich, noch zu erwarten.

    Wer die politische Entwicklung Deutschlands einmal aus einer der Perspektive einer Frau direkt neben dem Kanzler sehen möchte, dem kann ich das Buch nur wärmstens empfehlen. Es liest sich sehr angenehm.

  23. Cover des Buches Der Sommer meiner Mutter (ISBN: 9783406734496)
    Ulrich Woelk

    Der Sommer meiner Mutter

    (66)
    Aktuelle Rezension von: Hubertus_Feldmann

    Gäbe es diesen ersten Satz nicht, das Buch bliebe bis zum Schluss: hoffnungsvoll. So aber schwebt dieser erste Satz unheilvoll über der sich entwickelnden Geschichte: „Im Sommer 1969, ein paar Wochen nach der ersten bemannten Mondlandung, nahm sich meine Mutter das Leben.“ 

    Eine Geschichte von erkaltender Liebe, von erwachender Liebe und einer Liebe, die „anders“ ist. Und man tut „es“ (bzw. wünscht „es“ zu tun oder nicht zu tun), was man sowohl im Freud‘schen Sinne (Lustprinzip) verstehen kann als auch in der hier gemeinten Form, als gehemmte Umschreibungsform der körperliche Liebe (!) auf der einen, auf der erwachsenen Seite und als geheimnisvoller Vorgang, den man zunächst noch nicht zur Gänze versteht auf der anderen Seite. Denn immerhin ist der Erzähler dieser Seite gerade erst elf Jahre alt geworden („Alle sollten sich gegenseitig mögen – so stellte ich mir das vor.“). Ihm zur Seite steht die neue Nachbarin, ein knapp zwei Jahre älteres Mädchen. Aber diese zwei Jahre haben es in sich.

    Wer in jener Zeit groß geworden ist, wird dort große Teile seiner Entwicklung widergespiegelt finden. Für die jüngeren unter uns ist es eine faszinierende Möglichkeit, sich zumindest gedanklich mit der Welt (und den Kämpfen) ihrer Eltern auseinanderzusetzen (es gab ja nicht nur die Mondlandung, sondern auch den Vietnam-Krieg – und die ersten Wellen weiblicher Emanzipation, eingebettet in die 68er-Bewegung), in der es galt „Richtig und Falsch“ (so etwas tut man nicht …) sowie „Gut und Böse“ (hier der freie Westen, dort der undurchsichtige kommunistische Machtblock) nach Kriterien zu unterscheiden, die aus heutigem Blickwinkel etwas antiquiert erscheinen.

    Aber dies sind nur die Rahmenbedingungen, in denen sich die Geschichte entfaltet. Auch wenn die Protagonisten noch sehr jung sind und sich manche Dialoge diesem Alter entziehen („Ich begriff, dass es einen Unterschied zwischen der Wirklichkeit und Fernsehbildern gab, und ich war mir nicht sicher, ob mir das gefiel.“), so ist doch die von einer gewissen Grundmelancholie getragenen Geschichte äußerst schlüssig erzählt. Und den durch sie vermittelten Emotionen kann man sich kaum entziehen.

    Gäbe es diesen ersten Satz nicht, würde man diesen Roman vielleicht in einem Rutsch lesen. Denn es gibt zunächst keine spektakulären Katastrophen und die Auseinandersetzung verlaufen eher freundlich gestimmt – auch wenn schon bald Ahnungen Entwicklungen denkbar machen, die ungut enden könnten: „Nach einer kurzen Pause sagte meine Mutter [zum Vater]: ‚Denkst du, mit der neuen Nachbarin wäre es einfacher?‘“ Es sind diese ahnungsvollen Sätze sowie kleine Gesten die zerrüttend wirken, kleine Brüche verursachend, die möglicherweise nicht mehr zu kitten sind. Auf der einen Seite. Auf der anderen Seite findet man erste tastende von Unsicherheit unterlegte Gefühle von Zuneigung und Begehren, die letztlich in der Lage sind, alle Ketten zu sprengen.  

    Kurz: Dieses Buch ist eine herausragende Möglichkeit, sich sowohl dem Zauber der Liebe als auch dem der menschlichen Fehlbarkeiten hinzugeben.

    (1.4.2019)

  24. Cover des Buches Das Paar aus Haus Nr. 9 (ISBN: 9783959672122)
    Felicity Everett

    Das Paar aus Haus Nr. 9

    (75)
    Aktuelle Rezension von: Kleinbrina

    „Das Paar aus Haus Nr. 9“ von Felicity Everett lag bereits eine ganze Weile auf meinem Stapel ungelesener Bücher, da ich mir nie so ganz sicher war, ob ich das Buch tatsächlich lesen möchte, da ich nicht genau wusste, welches Genre mich hier erwarten wird. Da die Kurzbeschreibung aber letztendlich auf einen Thriller hingedeutet hat und ich dementsprechend auch einige Rezensionen zu dem Buch gelesen habe, wollte ich „Das Paar aus Haus Nr. 9“ doch noch eine Chance geben und muss leider sagen, dass ich doch  enttäuscht bin.


    Ein wenig Schuld trifft daran der Schreibstil, denn an diesen konnte ich mich leider überhaupt nicht gewöhnen. Man merkt Felicity Everett zwar die Erfahrung beim Schreiben an, allerdings gibt es in diesem Buch sehr viele Wiederholungen, die Dialoge wirken hölzern und phrasenhaft und auch sonst geht alles nur sehr langsam voran, was sehr ermüdend ist. 


    Die Geschichte ist dabei schnell erzählt: Gavin und Louise ziehen in eine neue Nachbarschaft und werden direkt herzlich von ihren neuen Nachbarn Sara und Neil begrüßt. Zwischen den beiden Paaren entwickelt sich schnell eine Freundschaft und sie verbringen fortan viel Zeit miteinander. Je mehr Zeit sie alle miteinander verbringen, desto unglücklicher scheint Sara jedoch zu wirken, denn sie hinterfragt ihr eigenes Leben auf einmal und hält sie sich und Neil für langweilig und farblos. Sara möchte einiges verändern und lässt sich dabei von Gavin und Louise inspirieren, allerdings merkt sie nicht, dass vieles in deren Leben nur eine Fassade ist und vergisst dabei, dass sie es selbst eigentlich ganz gut im Leben getroffen hat.


    Wer sich bei „Das Paar auf Haus Nr. 9“ auf einen Thriller freut, der wird auch schnell enttäuscht sein, denn in diesem Buch geht es vielmehr darum, wer man ist, was man vom Leben erwartet und dass das Leben auch immer ein paar Opfer braucht, wenn es um Selbstverwirklichung und Weiterentwicklung geht. Man erhält dafür einen guten Blick in die Psyche von Sara und Neil auf der einen Seite und Gavin und Louise auf der anderen Seite. 

    Das alles wäre sicherlich interessant, wenn man sich für die vier Charaktere interessiert hätte. Dies fiel mir jedoch im Laufe der Geschichte immer schwerer, da sie auf mich nicht sonderlich sympathisch wirken, sondern oftmals naiv und recht oberflächlich daherkommen. 


    Somit ist „Das Paar aus Haus Nr. 9“ für mich leider eine Enttäuschung, da ich hier etwas vollkommen anderes erwartet habe. Wären die Charaktere etwas besser gezeichnet und hätten sie mehr Ecken und Kanten gehabt und wäre der Erzählstil nicht so nüchtern gewesen, hätte ich mich vielleicht mehr für das Buch erwärmen können. So entpuppt es sich jedoch als ein farbloses, oberflächliches Werk, das schnell wieder vergessen ist. 

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