Bücher mit dem Tag "ehrenkodex"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "ehrenkodex" gekennzeichnet haben.

32 Bücher

  1. Cover des Buches Der Kuss des Kjer (ISBN: 9783570304891)
    Lynn Raven

    Der Kuss des Kjer

     (1.143)
    Aktuelle Rezension von: pantea

    Ich kann dieses Buch nur jedem ans Herz legen. Besonders denjenigen die eine magische Enemy's to Lover's Story mit viel Fantasy und Intrigen mögen.
    Das erste Mal habe ich dieses Buch mit 17 gelesen und jetzt bin ich 22. Bis zum heutigen Tag lese ich es immer mal wieder, um in Nostalgie zu schwelgen und mich in die fantastische Welt Nivard's entführen zu lassen.

    Der Verlauf der Beziehung zwischen Kjer und Mordan geht einem immer wieder unter die Haut. Es ist so herzzerreißend und liebevoll zugleich. Die Höhen und Tiefen die man zusammen mit den Charakteren durchlebt, bringen einem zum Weinen und zum Lachen und man kann gar nicht anders als sie ins Herz zu schließen.

    Lynn Raven's Schreibstil ist wie immer auch einfach nur grandios und jede dieser 600 Seiten wurde von mir regelrecht verschlungen! Man wird wortwörtlich in eine andere Welt entführt und fühlt jegliche Emotionen, die Kjer und Mordan verspüren, mit.
    Das Buch ist gefüllt mit Intrigen, Verrat, ein wenig Brutalität aber auch mit einer Art von Zärtlichkeit, Freundschaft und Liebe, dass man beim Lesen tatsächlich manchmal das Atmen vergisst und sich komplett in dessen Bann ziehen lässt.

    Es ist eines meiner absoluten Lieblingsbücher und einer meiner häufigsten Re-Reads! Jeder der High Fantasy und Romantik mag, muss dieses Buch gelesen haben!

  2. Cover des Buches Stormdancer (ISBN: 9783966583862)
    Jay Kristoff

    Stormdancer

     (66)
    Aktuelle Rezension von: Natalie2886

    Rezension „Der Lotuskrieg 1 - Stormdancer“ von Jay Kristoff 




    Meinung 


    Mit „Stormdancer“ erzählt Jay Kristoff den Auftakt eines dystopischen Fantasy Romans rund um die „Der Lotuskrieg“ Trilogie. Die Geschichte spielt auf einem Inselreich, welches von Japan inspiriert ist und sticht dem Leser gleich durch sein passendes Cover ins Auge. Ich war gespannt was mich erwarten würde. 


    Besonders der Einstieg in die phantasievolle, aber auch düstere Dystopie war für mich mit einigen Hürden verbunden, da sie nicht nur Aufmerksamkeit höchsten Maßes fordert, sondern durch seine Welt mit den verschiedenen Clans, Zusammenhängen zwischen Regierung und Lotus Gilde und verschiedenen Anreden doch sehr komplex gestaltet ist. Auch wenn das Glossar am Ende sehr hilfreich ist und ich später mit einer absolut fesselnden Story belohnt wurde, konnte mich das Geschehen zu Beginn noch nicht packen und ich musste immer wieder innehalten. 


    Ein Highlight dieser Geschichte und ein Punkt höchster Begeisterung ist zweifellos der Weltenbau, welcher mit seinem japanischen Flair gemixt mit Steampunk Elementen und einer dystopischen Fantasy Handlung gekonnt in Szene gesetzt wird. Zudem hat mich die telepathische Verbindung zwischen Yukiko und dem Tiger, welche detailreich und bildhaft beschrieben wurde, sodass ich selbst das Gefühl hatte, mit dem mystischen zu kommunizieren, aufs höchste fasziniert. 


    Jay Kristoff liefert einen packenden und spannenden Plot, der ohne Langeweile auskommt und auch Längen waren hier fehl am Platz. Sein Bildgewaltiger Erzählstil verursachte nicht nur ein Dauer Kopfkino der Extraklasse, es sorgte auch nach dem holprigen Einstieg für ein süchtig machendes Lese Gefühl. Neben Action trifft man auch auf eine starke Gefühlswelt der 16 jährigen Protagonistin, womit ich auch auf emotionaler Ebene vollkommen abgeholt wurde. 


    Trotz steinigem Beginn kann ich die Fortsetzung nicht erwarten und doch hoffe ich, dass der Einstieg in Band 2 leichter vonstatten gehen wird. 



    Fazit 


    Fernöstliche Fantasy Dystopie von Bestseller Autor Jay Kristoff, die mit Spannung, Bildgewalt und Emotionen zu glänzen weiß, wenngleich der Start in dieses außergewöhnliche und komplexe Abenteuer die Euphorie und Begeisterung etwas dämpfte. Nichtsdestotrotz ist meine Freude zum zweiten Band immens und spätestens da hoffe ich, dass der Hype mich ebenso vollständig einhüllt. 




    🌟🌟🌟🌟 4/5 Sterne

  3. Cover des Buches Joli Rouge (ISBN: 9783959910736)
    Alexandra Fischer

    Joli Rouge

     (56)
    Aktuelle Rezension von: wundervolle_buchwelten

    "Joli Rogue" ist ein historischer Roman der Piratenfans begeistern wird. Er stammt aus der Feder von Alexandra Fischer.

    Inhalt:

    La Española, 1656: Das Gesicht der Westindischen Inseln beginnt sich zu verändern. Einst von Spanien dominiert, beginnen sich die Mächte mit den eintreffenden Seefahrernationen England, Frankreich und Holland zu verschieben. Es ist die Welt der Bukaniere, in der die junge Jacquotte Delahaye aufwächst. Eine Welt der Männer, wie sie sehr bald feststellt, beherrscht von der Bruderschaft der Küste, die nach ihren eigenen Regeln lebt und in der Frauen nicht erwünscht sind. Mit dem ihr eigenen Stolz stellt sie sich den Herausforderungen dieser unsteten Zeit, in der man nur selbstbestimmt leben kann, wenn man ein Mann ist. Wird es ihr gelingen, der Bruderschaft beizutreten und ihren eigenen Weg zu gehen?

    Meinung:

    Die Geschichte wird aus verschiedenen Sichten erzählt. Größtenteils aus der Sicht von Jacquotte, aber eben auch von anderen Seefahrern bzw Piraten. Dadurch erhält man einen umfassenden Überblick. Egal aus wessen Sicht gerade geschrieben wurde, mich hat es von Anfang an gefesselt und mitgerissen. Die verschiedenen Handlungsstränge greifen ineinander über und verbinden sich zu einer einzigartigen Geschichte.

    Jacquotte, im Laufe der Geschichte auch als rote Jacquotte oder untote Rote betitelt, ist eine starke Persönlichkeit, die, genau wie die meisten anderen Charaktere im Buch, tatsächlich vor langer Zeit gelebt hat. Allein das finde ich schon immer sehr faszinierend. Geschichten, die auf wahren Begebenheiten beruhen. 

    Ich konnte mich mit Jacquotte von Anfang an identifizieren, denn auch ich wäre in dieser Zeit ein rebellischer Dickkopf gewesen. Sie hat sich von niemanden etwas sagen lassen und sich ihren eigenen Platz in der von Männern dominierten Welt gesucht. Auch wenn es für sie oft ein harter Kampf voller Entbehrungen und Unannehmlichkeiten war. Überall lauerten Gefahren, Intrigen und Verrat, denn in diesen Zeiten war man als Frau einfach nichts wert, außer um den Männern in allen Bereichen zu dienen. Aber eine Frau die zur See fährt, kämpft oder gar ihr eigenes Schiff steuert und eine Crew befiehlt? Undenkbar. Doch die rote Jacquotte belehrt sie alle eines besseren.

    Neben Jacquotte's Entwicklung lässt die Autorin geschichtliche Hintergründe und Entwicklungen einfließen, im perfekten Maße. Nicht zu viel und nicht zu wenig. Dadurch erhält man als Leser ein realistisches Bild von den damaligen Zeiten inklusive politischer Bewegungen. Aber das ist nicht das einzige, was in diese Geschichte verwebt wurde. Eine zarte Liebesgeschichte, ehrliche Freundschaft, Respekt, aber auch Verrat, List und Täuschung, sowie beeindruckende Landschaften/ Inseln finden ihren Weg in diesen Roman.

    Ich hatte anfangs etwas Schwierigkeiten bei dem ein oder anderen französischen Namen, die teilweise für Knoten in der Zunge sorgten 😅 Das schmälert den Lesegenuss aber in keinster Weise. Ich war durchgehend gefangen in einer atemberaubenden Piraten Atmosphäre, oftmals hatte ich das Gefühl das Meer zu riechen oder den teils stürmischen Seegang zu spüren. 

    Fazit:

    Dieser historische Roman nimmt einen mit auf eine abenteuerliche, spannende Reise voller Entbehrungen und Gefahren. Mein Piratenherz hat es höher schlagen lassen, die starke Protagonistin hat mich in ihren Bann gezogen. Also an alle Piratenfans, und solche die es werden wollen, erobert dieses Buch! Segelt gemeinsam mit Jacquotte unter der roten Flagge der Piraterie!

  4. Cover des Buches Es (ISBN: 9783453504080)
    Stephen King

    Es

     (2.259)
    Aktuelle Rezension von: flower2

    Leider hat mich der dicke Schinken nicht überzeugt. Ich bin enttäuscht, man sagt Stephen King ist einer der besten Thriller- Autoren Ever.

    Habe habe es versucht es zu lesen und abgebrochen.

    Es war keine Spannung und habe immer weiter darauf gewartet, die nicht kam.

    Sorry, vielleicht sind andere von ihm begeistert, aber ich finde die Bücher nur fade und zum einschlafen.

  5. Cover des Buches Die Herren der Unterwelt - Schwarzer Kuss (ISBN: 9783899416497)
    Gena Showalter

    Die Herren der Unterwelt - Schwarzer Kuss

     (195)
    Aktuelle Rezension von: DianaE

    Gena Showalter – Die Herren der Unterwelt, 2, Schwarzer Kuss


    Anya ist die Göttin der Anarchie und wird von Kronos gejagt, der unbedingt etwas haben will, was in ihrem Besitz ist, aber auch weil sie jemanden getötet hat. Da Kronos nun die allumfassende Macht hat, beauftragt er Lucien, der den Dämon des Todes in sich trägt, sie zu ermorden. Wenn Lucien es nicht macht, werden er und die restlichen Herren der Unterwelt große Qualen erleiden.

    Doch diesmal fällt es Lucien nicht leicht, den Auftrag auszuführen, da Anya sich immer wieder in seiner Nähe aufhält, ihn herausfordert und ihn scheinbar begehrt. Aber vor allem ist er mit der Suche nach den Artefakten beschäftigt, die ihn und seine Freunde zu der Büchse der Pandora führen soll.

    Je öfter Anya ihn von der Arbeit abhält, mit ihm kämpft, sich ihm entgegen stellt desto anziehender findet er sie und schon bald muss er sich entscheiden: seine Freunde oder Anya.


    Auch der zweite Teil der „Herren der Unterwelt“-Reihe steht schon seit geraumer Zeit in meinem Buchregal bei den SUB´s, und nachdem ich vor einiger Zeit den ersten Band gelesen habe, bin ich neugierig geworden wie es weiter geht.


    Auch in diesem Buch ist die Handlung , temporeich, überraschend, abwechslungsreich, spannend, komplex und erotisch, sodass ich das Buch nicht aus der Hand legen wollte. Der flüssige Schreibstil und die recht kurzen Kapitel machten es zu einem Pageturner, der die Spannung von der ersten bis zur letzten Seite hielt.

    Die Grundstimmung des Buches ist nicht so düster und beklemmend wie im ersten Band, was sicherlich an Anya liegt, die immer einen flotten Spruch auf den Lippen hat.

    Die bereits bekannten Charaktere werden weiter ausgearbeitet und auch die neuen Charaktere sind lebendig, facettenreich und detailliert beschrieben, sodass ich mir ein noch besseres Bild von ihnen machen konnte.

    Im Vordergrund stehen diesmal Anya und Lucien.

    Lucien, war mir schon im ersten Band sehr sympathisch, klug, stark und angsteinflössend, dennoch scheint er das Herz am rechten Fleck zu haben. Er ist für mich der Anführer der Lords und mit seinem eher distanzierten Gemüt, denn er versucht seinen Dämon und seine Wut unter Kontrolle zu halten, erscheint er mir der stärkste der Krieger. Anya lässt ihn allerdings immer wieder an seiner Grenzen gehen, und das mitzuerleben macht mir Freude, weil es die Geschichte aufgelockert hat.

    Anya, die Göttin der Anarchie, die zerstören, stehlen, lügen und betrügen muss, ist mir schnell ans Herz gewachsen. Ein Blick lohnt sich, um hinter die Fassade zu schauen. Hier wünsche ich mir wirklich, dass sie auch in den Folgebänden eine Rolle spielt.

    Ein weiterer Handlungsstrang geht um Paris, der mit seinem Dämon der Vielweiberei, in Gefahr schwebt und auch Aaron und Reyes bekommen ihren eigenen Handlungsstrang, sodass es ein Wiedersehen mit Danica gibt.

    Die Handlungsorte sind auch in diesem Buch bildhaft beschrieben.


    Die erotischen Szenen werden detailliert beschrieben, sodass das Buch für Kinder/Jugendliche nicht geeignet ist.


    Mich hat das Buch gut unterhalten, es war kurzweilig und vielseitig.


    Das Cover passt zu zum ersten Band und ist mit seinem düsteren, dunklen Farben ein Blickfang.


    Fazit: Gelungene Fortsetzung der „Herren der Unterwelt“-Reihe mit viel Spannung, Action und Erotik.

    Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4 Sterne.

  6. Cover des Buches Mit Staunen und Zittern (ISBN: 9783257233254)
    Amélie Nothomb

    Mit Staunen und Zittern

     (135)
    Aktuelle Rezension von: happyoldendays
    „Ich erkannte etwas Wichtiges: Mittelpunkt der Existenz ist in Japan das Unternehmen. Natürlich wurde diese Erkenntnis schon in mehreren ökonomischen Studien über dieses Land festgehalten. Aber es macht einen gewaltigen Unterschied, ob man es in einem Buch liest oder es erlebt. Ich konnte mich durchdringen lassen von seiner Bedeutung für die Angestellten der Firma Yumimoto und für mich. Mein Leidensweg war nicht schlimmer als der ihre. Er war nur erniedrigender“ (S. 137)

    Amélie Nothombs Roman handelt von der jungen, engagierten Amélie, die nach Tokio reist, um dort bei der Firma Yumimoto einen neuen Job anzufangen. Doch was als hoffnungsvoller Start ins Berufsleben gedacht war, entwickelt sich schnell zum Albtraum. Zu sehr kollidiert ihre westliche Denkweise mit der rigiden Arbeitskultur ihrer neuen Kollegen. Gleich ob sie sich aktiv um Aufgaben bemüht, oder mit stoischem Gleichmut sinnlose Handlanger-Dienste übernimmt, Amélie kann nichts rechtmachen. Selbst ihre hervorragenden Japanisch Kenntnisse werden ihr zum Verhängnis. So folgt Schikane auf Schikane, Degradierung auf Degradierung.

    In präziser und klarer Sprache schildert Amélie Nothomb den Abstieg ihrer Protagonistin. Dabei schafft sie gekonnt die Gradwanderung zwischen satirischer Überhöhung und der Darstellung des westlichen Blicks auf die streng dirigistische Arbeitsweise japanischer Angestellter. Einerseits spielt sie mit den vorgefassten Meinungen ihrer Leserschaft in Bezug auf die andere Kultur. Andererseits kann sich der Leser aufgrund der starken autobiographischen Züge des Romans nie sicher sein, ob nicht doch hinter der bitterbösen Satire ein Fünkchen Wahrheit liegt.

    Mir hat dieses schmale Buch einen sehr unterhaltsamen Nachmittag beschert. 4 von 5 Sternen.

     

  7. Cover des Buches Hool (ISBN: 9783746633954)
    Philipp Winkler

    Hool

     (132)
    Aktuelle Rezension von: rkuehne
    Philippe Winklers Geschichte von Hannover 96 Fan und Hooligan Heiko und seinen Jungs ist brutal, schnell, kalt und gleichzeitig herzerwärmend und zutiefst menschlich. Winkler zeigt mit seinem tiefen Blick in die Szene von Hooligan-Schlachten, Fitnessstudios, Drogen, Rockern, Nazis und Hundekämpfen, dass auch hinter dieser kalten und brutalen Welt Menschen mit einer Geschichte, mit seelischen Schmerzen stecken. Winkler zeigt wieviel Freundschaft und Zusammenhalt in der Szene stecken und erklärt so, was sie so attraktiv macht, entzaubert sie und entdämonisiert sie. Ein trauriges, schmerzhaftes, gutes Buch.
  8. Cover des Buches Der Clan der Otori - Das Schwert in der Stille (ISBN: 9783733503215)
    Lian Hearn

    Der Clan der Otori - Das Schwert in der Stille

     (471)
    Aktuelle Rezension von: chloelenne
    Ich glaube, den ersten Band hab ich so 10x gelesen bis jetzt. Es ist immer wieder toll
  9. Cover des Buches Auf Ehre und Gewissen (ISBN: 9783442478651)
    Elizabeth George

    Auf Ehre und Gewissen

     (365)
    Aktuelle Rezension von: Alexandra_Wagner

    ich liebe das Setting - und ganz besonders Inspector Linley. Er ist einfach super charmant und clever.

  10. Cover des Buches Der Kirschblütenmord (ISBN: 9783404158928)
    Laura Joh Rowland

    Der Kirschblütenmord

     (53)
    Aktuelle Rezension von: nscho-tschi
        Das feudale Japan im Jahre 1683. Sano Ichiro, vom Stand der Samurai, beginnt sein Amt als Ordnungshüter eher unwillig. Doch als die Bearbeitung eines Doppelselbstmordes aus unglücklicher Liebe in seinen Aufgabenbereich fällt, erkennt Sano, dass womöglich nur er allein die Wahrheit ans Licht bringen kann. Denn die Wahrheit in diesem Fall wird mit aller Macht vertuscht und hinter ihr verbergen sich noch weit andere Geheimnisse, über denen die viele lieber Staub sehen wollen...

        In "Der Kirschblütenmord" führt Laura Joh Rowland den Leser tief in die rohe und exotische Welt eines vergangenen Japans. Ein fremdartiger Schauplatz der Ehre und Gewalt in Politik und Gesellschaft, in der auch nicht zuletzt die Ständeordnung eine bedeutende Rolle spielt.
        Von ausführlichen und teilweise sehr schönen und detailverliebten Beschreibungen, wird eine anhaltende Grundspannung geschaffen. Wo der Leser mehr Einzelheiten zu ahnen scheint als der detektivische Protagonist, klafft sogleich eine Spalte auf, die alle möglichen und neuen Erkenntnisse zu Tage fördern könnte. Schöne Formulierungen und gnadenlos brutale und entsetzliche Handlungen können den Leser erschaudern lassen, auch wenn dazwischen manchmal ein Gleichgewicht zu fehlen scheint.

        Ich habe diesen Roman teils mit Hingabe, teils mit Verwunderung, teils mit Abscheu mancher Handlungen gelesen. Wer mal aus den nordeuropäischen/amerikanischen Kriminalromanen einen Schritt in eine fremdartige Welt wagen will, der sollte "Der Kirschblütenmord" durchaus in Erwägung ziehen!
     
      
  11. Cover des Buches Theodor Fontane: Effi Briest (ISBN: 9783938484180)
    Theodor Fontane

    Theodor Fontane: Effi Briest

     (1.725)
    Aktuelle Rezension von: buecher_wuermchen_

    Effi ist jung, hübsch und klug. Doch als ein alter Freund ihrer Eltern um ihre Hand anhält, stimmt sie ohne groß darüber nachzudenken zu. Doch wirklich glücklich wird sie in ihrer Ehe nicht, denn auch wenn sie einen guten und ehrlichen Mann gefunden hat, so fehlen die Leidenschaft und wahre Gefühle in der Ehe. Als sie dann auch immer öfter allein gelassen wird, beginnt sie eine Affäre, die ihr Jahre später das Leben schwer macht…


    Ich wollte schon länger mal einen Klassiker lesen und bei den Schmuckausgaben aus dem Coppenrath Verlag war für mich klar - es wird jetzt wirklich Zeit, denn so ein Buch muss in mein Regal. Anfangs hatte ich etwas Angst, dass ich mit dem Schreibstil nicht so gut zurecht käme, doch nach ein paar Seiten habe ich mich erstaunlich gut daran gewöhnt, wodurch ich mich ganz auf die Geschichte einlassen konnte. Obwohl ich mit den Personen und auch mit Effi selbst nie ganz warm geworden bin, hat mir das Buch trotzdem sehr gut gefallen und auch in vielerlei Hinsicht zum Nachdenken angeregt. Doch zum inhaltlichen möchte ich tatsächlich gar nicht so viel mehr sagen, denn dazu gibt es im Internet genug Zusammenfassungen und Meinungen. Was ich allerdings nochmal hervorheben möchte ist die Aufmachung des Buches: Schon das Cover ist ein absoluter Traum und auch das Innere ist durch kleine Zeichnungen verschönert. Alle paar Seiten gibt es auch ein kleines Extra zwischen den Seiten, die eine Postkarte, ein Gesicht oder Ähnliches, wodurch das Ganze einfach zu einem wunderbaren Leseerlebnis wird!

  12. Cover des Buches Höllenritt (ISBN: 9783548374055)
    Ulrich Detrois

    Höllenritt

     (75)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Uli ist Aussteiger bei den Hells Angels, dem größten und weltweit gefürchtesten Rockerclub der Welt. Er schildert, wie er auf die schiefe Bahn geraten ist, was für einen Spaß die Partys mit Suff, Koks und Stripperinnen gemacht haben und wie er innerhalb der Organisation kaltgestellt wurde. Inhaltlich ist das Ganze also ganz interessant, auch wenn man vieles schon aus diversen Büchern und Dokumentationen im Fernsehen kennt, aber sprachlich und von der Schreibe her ist das alles so schlecht gemacht, daß ich nicht mehr Punkte vergeben konnte.
  13. Cover des Buches Vom Dämon gezeichnet (ISBN: 9783802582776)
    Diana Rowland

    Vom Dämon gezeichnet

     (58)
    Aktuelle Rezension von: Nilita
    Die Polizistin Kara Gillian ist tough und weiß sich in der Welt der Polizei, in der sich überwiegend Männer herum treiben, zu behaupten. Sie arbeitete mehrere Jahre als Streifenpolizistin, danach bei den Eigentumsdelikten und fängt dann an bei der Abteilung für Gewaltverbrechen zu arbeiten, Kaum dort angefangen bekommt sie es mit einem Serienkiller zu tun, der der Symbolmörder genannt wird. Was niemand weiß ist, dass Kara eine Beschwörerin ist und Kontakt zur Welt der Dämonen herstellen kann. Kara stellt Nachforschungen zum Symbol an und erkennt schon bald, dass die Morde mit der Dämonenwelt in Verbindung stehen.... Die Story war von der ersten bis zur letzten Seite absolut spannend und mitreißend. Ich bin eher zufällig über dieses Buch gestolpert und ich muss sagen, es ist ein absoluter Glückstreffer gewesen :) Die folgenden Bücher werde ich definitiv auch noch lesen :)
  14. Cover des Buches Schwere Knochen (ISBN: 9783462053401)
    David Schalko

    Schwere Knochen

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Mit diesem Kriminalroman, der trotz zahlreicher Verbrechen kein Krimi im herkömmlichen Sinn ist, ist Autor David Schalko eine großartige Beschreibung von Wiens Verbrecherszene der Nachkriegszeit gelungen. 

    Der Roman beginnt mit der Schilderung eines „Kabinettstückerls“, wie man in Wien zu diesem Coup sagt: Während fast ganz oder halb Wien am Heldenplatz dem Führer zujubelt, raubt eine Bande von jugendliche Kleinkriminellen, die Wohnung eines stadtbekannten Nazis aus. Krutzler, Wessely, Praschak und Sikora kennen sich aus der Schule und treiben in ihrem Bezirk ihr Unwesen.  Das Quartett ist gemeinhin als „Erdberger Spedition bekannt.  

    Als sie erwischt werden, schickt man sie zur „Besserung“ in die KZ Mauthausen und Dachau. Doch von Läuterung keine Spur, denn der Überlebenskampf macht aus den Kleinganoven erst richtige Verbrecher. Ihre Wut auf die Nazis lässt sie nach Kriegsende das Machtvakuum in Wien ausnützen. Mit ungezügelter Brutalität und gehörigem Selbstbewusstsein bringen sie eine Reihe von ehemaligen Nazi-Größen zur Strecke. Während Nazijäger Simon Wiesenthal für „Recht, nicht Rache“ plädiert, nehmen Krutzler und seine Bande das Recht in die eigenen Hände und fürchterlich Rache.  

    Meine Meinung: 

    Dieses Buch hat reale Vorbilder. 

    Man muss sich auf dieses Buch einlassen, denn der der Schreibstil ist ein ganz besonderer: Autor Schalko kommt ohne direkte Rede aus. Trotzdem ist der Leser immer mitten im Geschehen.  

    Sehr spannend ist die Figur des Ferdinand Krutzler angelegt. Vom schulischen Außenseiter über den kreativen Kopf der „Erdberger Spedition“ bis zum Boss der Wiener Nachkriegskriminalität ist ein langer Weg. Trotz der Gewalttätigkeit muss man den Krutzler (und seine Komplizen) mögen. Er ist ein Kind seiner Zeit. Man sagt ihm nach, er hätte elf Mal aus Notwehr getötet. Dieser Ruf eilt immer wieder voraus. Doch letztlich erkennt er die Zeichen der Zeit nicht und sein Imperium wird von anderen übernommen. 

    Seine Abschiedsworte, als er letztlich doch verhaftet wird, weil die schützende Hand der Polizei wegfällt, kommen daher nicht von ungefähr: 

    „Er lasse die Welt so zurück, wie er sie vorgefunden habe. Er habe nichts Wesentliches an ihr verändert. Solche wie ihn habe es vor ihm und würde es nach ihm geben.“ 

     Fazit: 

    Ein großes Epos über die schillernde Verbrecherszene der Wiener Nachkriegszeit, in das wahren Ereignisse eingeflossen sind. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

  15. Cover des Buches Long Way Down (ISBN: 9783965391758)
    Jason Reynolds

    Long Way Down

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Nicole_Jagusch

    english review only
    spoilerfree

    HOT DAMN!!!!
    Seriously. HOT DAMN!!!!

    This book managed to give me all the feelings in such a short amount of time.

    Such a powerful read, such an important read. I think this is a book that everyone should read, cause it's really eye opening. Cause you don't know how people grow up, you don't know their story. You don't know why they are doing what they are doing. You don't know. And just because you can't put yourself in the other persons shoes, doesn't make him a bad guy.

    As a reader that elevator ride was emotionally exhausting. So I can't even imagine how it was for a griefing, confused 15 year old boy.

    Since I listened to the audiobook, I loved that Jason Reynolds narrated the book himself. And I loved the interview part at the end and why he decided to narrate it himself.

    I need to check out the other books by Jason Reynolds cause he has such a powerful way with words. I'm in awe. Do I have a love/hate relationship with the ending? Hell yes, but you know, it fits the novel. It works.

  16. Cover des Buches The Godfather (ISBN: 0451167716)
    Mario Puzo

    The Godfather

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Die Vorlage zu dem wundervollen Film mit Brando, Pacino usw. Der Aufstieg des Don wird erzählt, und wie er Audienz hält, indem er sich die Sorgen seiner Bittsteller anhört und mal gütig, mal kalt reagiert, wie er seine Nachfolge zu regeln gedenkt, sich mit seinem Consigliori berät und auch äußert widerspenstige Naturen wie den Filmproduzenten Jack Woltz zu überzeugen vermag ("Ich hab ihm ein Angebot gemacht, das er nicht ablehnen konnte.") Nur die Beschreibung von Sonnys "derbem Puttengesicht" wirkt albern.
  17. Cover des Buches Der größte aller Ritter: und die Welt des Mittelalters (ISBN: 9783608949230)
    Thomas Asbridge

    Der größte aller Ritter: und die Welt des Mittelalters

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Andreas_Oberender

    Für Historiker, die eine farbige und spannende, ereignis- und personenreiche Geschichte erzählen wollen, ist das Leben des englischen Edelmannes und Ritters William Marshal (geboren um 1147, gestorben 1219) ein äußerst dankbarer Gegenstand. Jedem Kenner der englischen Geschichte im Hochmittelalter ist Marshal eine vertraute Figur, bewegte er sich doch jahrzehntelang im engen Umfeld der Plantagenet-Könige. Das allein wäre schon Anreiz genug, ihm eine Biographie zu widmen. Ein weiterer Anreiz besteht darin, dass Marshals Leben schon in den 1220er Jahren literarisch aufgearbeitet wurde. Seine Familie gab eine auf Altfranzösisch geschriebene, in Versen verfasste Biographie in Auftrag, in der Marshals lange Karriere, seine Leistungen als Ritter, Heerführer und Politiker gewürdigt wurden. Diese in einer einzigen Handschrift erhaltene Lebensbeschreibung ist aus zweierlei Gründen bedeutsam: Sie beruht auf den Erinnerungen vieler Zeitgenossen, die Marshall persönlich gekannt hatten, kann also ein beachtliches Maß an Authentizität beanspruchen, und sie ist eines der frühesten Beispiele einer mittelalterlichen Biographie, deren "Held" kein Herrscher oder Heiliger ist. Dank dieser Biographie lässt sich Marshal als Person besser erfassen als andere Adlige seiner Zeit. Thomas Asbridge macht in seinem Buch reichlich Gebrauch von der Biographie, betont aber immer wieder, dass sie aufgrund ihrer idealisierenden Tendenz mit Umsicht zu benutzen ist und wo immer möglich mit anderen Quellen abgeglichen werden muss.

    In William Marshals Lebensweg spiegelt sich die turbulente Geschichte Englands zwischen 1150 und 1220. Diese Geschichte wurde schon oft erzählt, aber fast immer aus der Perspektive der Plantagenet-Könige. Heinrich II., Richard Löwenherz, Johann Ohneland - sie alle spielen natürlich eine wichtige Rolle in Asbridges Darstellung. Im Mittelpunkt steht jedoch Marshal, der schon zu seinen Lebzeiten als Verkörperung ritterlicher Werte und Tugenden gerühmt wurde. Asbridge begleitet seinen Protagonisten durch ein langes Leben, das Erfolge und Rückschläge gleichermaßen kannte und von zwei Leitmotiven bestimmt wurde: Dienst für das Königshaus einerseits (in wechselnden Positionen und Funktionen); sozialer Aufstieg andererseits. Marshal begann seine Karriere als jüngerer Sohn eines unbedeutenden Adligen. Was er im Leben erreichte, das hatte er seinem persönlichen Geschick und seinen Leistungen auf militärisch-politischem Gebiet zu verdanken. Vom Ritter und professionellen Turnierkämpfer arbeitete er sich hoch zum Heerführer, königlichen Ratgeber und reichen Grundbesitzer. Gekrönt wurde seine Laufbahn, als er nach dem Tode König Johanns (1216) die Regentschaft für den Kindkönig Heinrich III. führte, bevor er selbst hochbetagt starb. Asbridge zeigt Marshall als einen Mann, der in seiner Treue zum Königshaus nie wankte, der nie von den Plantagenets abfiel, auch wenn Heinrich II., Richard Löwenherz und Johann Ohneland schwierige, launenhafte und widersprüchliche Herrscherpersönlichkeiten waren, die bei vielen ihrer adligen Gefolgsleute immer wieder Untreue und Verrat provozierten. Auch Marshal bekam die Unberechenbarkeit der drei Könige zu spüren; mehrfach fiel er vorübergehend in Ungnade.

    Asbridge erzählt in seinem Buch eine Geschichte, in der drei Stränge miteinander verschlungen sind: Die Geschichte der Plantagenets und des sogenannten Angevinischen Reiches (Angevin Empire); die Geschichte des europäischen Rittertums; die Geschichte einer Adelsfamilie. Asbridge kann auf diese Weise mehrere historische Dimensionen zusammenführen, sei es die hohe Politik, sei es die Entwicklung einer Kriegerkaste; seien es die Bemühungen eines Adligen wie Marshal, das Beste aus den Zeitumständen zu machen, um Ansehen und Besitz seiner Familie zu mehren. An vielen wichtigen historischen Ereignissen und Entwicklungen des späten 12. und frühen 13. Jahrhunderts war Marshal in der einen oder anderen Weise beteiligt. Er wurde in die innerfamiliären Zwistigkeiten der Plantagenets hineingezogen; er kämpfte im Dienst der Plantagenets gegen die französischen Kapetinger; er wirkte an der Konsolidierung der englischen Herrschaft über Wales und Irland mit; schließlich gehörte er zum Kreis der Barone, die die Magna Carta ausarbeiteten. Johann Ohneland wirtschaftete das Ansehen der Dynastie vollkommen herunter, und es war Marshals beherztem Eingreifen zu verdanken, dass die Krone nach Johanns frühem Tod nicht an einen französischen (!) Prätendenten ging, sondern an Johanns minderjährigen Sohn Heinrich (III.). Den Niedergang des Angevinischen Reiches, das in seinen Glanzzeiten von der englisch-schottischen Grenze im Norden bis zu den Pyrenäen im Süden reichte, konnte Marshal freilich nicht verhindern. Als er 1219 starb, war das anglonormannische Zeitalter, das 1066 mit der Eroberung Englands durch den Normannenherzog Wilhelm begonnen hatte, zu Ende. Das englische Königtum hatte nach und nach den Großteil seines Festlandsbesitzes verloren, darunter die Normandie.

    Asbridges Buch ist wunderbar geschrieben, mit einer Erzählfreude, die auf jeder Seite spürbar ist, mit einer Begeisterung für das Thema, die den Leser ansteckt, und mit einer Sachkenntnis, die nicht professoral belehrend daherkommt, sondern ganz dem Ziel dient, dem Leser die Welt der englischen Könige, Edelleute und Ritter um 1200 verständlich werden zu lassen. Besonders interessant sind die Einblicke in die Ausbildung und Lebensweise von Rittern und in die Methoden der Kriegsführung im 12. Jahrhundert. Die wichtigste Leistung der Biographie besteht darin, dass Asbridge seine Akteure zum Leben erweckt. Er zeigt, von welchen hohen oder niederen Motiven sie angetrieben wurden, welche gesellschaftlichen Konventionen ihr Leben bestimmten, welcher ehrenvollen oder schnöden Mittel sie sich bedienten, um ihre Ziele zu erreichen. Die Dynamik der persönlichen Beziehungen zwischen den Plantagenet-Königen und ihren adligen Gefolgsleuten wird mit Händen greifbar. Fachhistorikern mag das Buch ein bisschen zu "romanhaft" daherkommen, aber allen Mittelalter-Enthusiasten bietet es eine ebenso unterhaltsame wie informative Lektüre. Ein rundherum gelungenes, im allerbesten Sinne populärwissenschaftliches Buch! 

    (Hinweis: Diese Rezension habe ich zuerst im Oktober 2015 bei Amazon gepostet)

  18. Cover des Buches Shogun (ISBN: 0440178002)
    James Clavell

    Shogun

     (156)
    Aktuelle Rezension von: glasratz

    Vermutlich werde ich mir keine Freunde mit dieser Rezension machen, aber ich denke, es sollte einmal gesagt werden.

    Clavell ist ein meisterhafter Erzähler. Er schafft es ein große und komplexe Geschichte mit einer Vielzahl an Charakteren so zu erzählen, dass sie gut verständlich und niemals verwirrend ist. Er bedient sich dabei eines Schreibstils, von welchem einem jeder Ratgeber für kreatives Schreiben deutlichst abraten und als Fehler bezeichnen würde, den der Autor aber perfektioniert hat. Er wechselt in fast jeder Szene fließend die Perspektive von einer Person auf die andere. Dies wirkt natürlich, kein Bisschen gekünstelt und erleichtert das Verständnis für Hintergründe und Motive der einzelnen Personen deutlich. Hätte er, wie fast jeder andere Autor, pro Szene nur eine Perspektive gewählt, wäre der Roman wahrscheinlich drei Mal so lange geworden.
    Tatsächlich ist die Länge die größte Schwäche des Romans. Er umfasst über 900 Seiten. Das Problem dabei ist meiner Ansicht nach, dass die Geschichte dieses Ausmaß nicht rechtfertigt. Viele Dinge werden mehrfach durchgekaut und immer wieder aufgebracht. Manche Szenen, ja ganze Erzählstränge, scheinen nur zu existieren um dem Leser ein besseres Verständnis für die japanische Kultur an der Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert zu geben. Dies ist ganz interessant, führt aber nirgendwo hin und artet meiner Meinung nach auch stark aus. Wäre der Roman ein Erstlingswerk gewesen, so hätte ein Lektor Clavell vermutlich eine ganze Reihe von Charakteren mitsamt ihren Geschichten gestrichen.
    Auf der anderen Seite stellt sich mir die Frage, warum machen Personen überhaupt nicht ausgearbeitet werden. Clavell konzentriert sich so stark auf das Umfeld der Hauptpersonen, dass deren Widersacher zu kurz kommen. Ishido, der große Antagonist Toronagas bekommt so wenig Text ab, dass er als Gegenspieler vollkommen unbrauchbar wird. Über ihn, ja eigentlich alle Mitglieder des Regentschaftsrats und deren Umfeld, wird meist nur indirekt gesprochen. Dies nimmt sehr viel Spannung aus der Geschichte.
    Auch historisch sehe ich einige Punkte die mir seltsam erscheinen. Mir kommt es so vor, als würde sich der Autor perfekt in der Geschichte der japanischen Kultur auskennen, hat aber scheinbar ein paar Lücken in jener der Westlichen. Blackthornes anfängliches Unverständnis für die Ausgrenzung der Eta wirkt merkwürdig, wo doch im Europa jener Zeit auch viele Menschen aus der "ehrbaren" Gesellschaft ausgeschlossen wurden - deren Berufsgruppen deckten sich sogar zum großen Teil mit jener der Eta, wie Beispielsweise Schlachter und Gerber.
    Insgesamt ist es ein schönes und interessantes Buch, aber ich denke nicht, dass sich der große Zeitaufwand aufgrund der Länge wirklich lohnt.

  19. Cover des Buches Minna von Barnhelm, oder das Soldatenglück (ISBN: 9783150193129)
    Gotthold Ephraim Lessing

    Minna von Barnhelm, oder das Soldatenglück

     (137)
    Aktuelle Rezension von: buchfeemelanie
    Und noch eine Pflichtlektüre von der Oberstufe. DIeses Buch empfinde ich als weniger gut, weil die alte Sprache sehr anstrengend zu lesen sein kann. Besonders der "Ringtrick" von Minna nervt den Leser einfach nur endlos.
  20. Cover des Buches Hagakure I (ISBN: 9783492232814)
    Tsunetomo Yamamoto

    Hagakure I

     (19)
    Noch keine Rezension vorhanden
  21. Cover des Buches Der Highlander, der mein Herz stahl (ISBN: 9783442378722)
    Monica McCarty

    Der Highlander, der mein Herz stahl

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Leseratte1391
    Ein toller Highlander Band, die Autorin überzeugt mich immer wieder.
  22. Cover des Buches Stunde der Vergeltung (ISBN: 9783442366026)
    Allan Folsom

    Stunde der Vergeltung

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Ulfson
    Dieses Buch teilt sich in drei Teile auf, die unterschiedlicher nicht sein konnten. Der erste Teil ist eine packende Verfolgungsjagd, die man fast schon in Echtzeit lesen kann. Zumindest habe ich den ersten Teil geradezu verschlungen vor lauter Spannung. 5 Punkte An den zweiten Teil ging ich dann mit den gleichen Enthusiasmus ran, doch wurde ich bald bitter entäuscht. Langeweile pur. Ich war irgendwann so kurz davor, das Buch wegzulegen und nur gelegentliche Erotikszenen hielten mich letztendlich bei der Stange. 0 Punkte Der dritte Teil sollte dann die ganze Geschichte auflösen und es kamen Verschwörungskonstrukte von Dan Brown'schen Ausmaß zutage, was für mich nichts Gutes ist. 3 Punkte. 5+0+3=8 8/3=2,67 also 3 Punkte Dieses Buch war also zu inkonsistent, als dass ich es wirklich weiterempfehlen würde. Man konnte sich nur schwer mit den Charakteren identifizieren und die ganze Geschichte, die Folsom da aufgebaut hatte, ging mir letztendlich sonst wo vorbei.
  23. Cover des Buches Hagakure (ISBN: 9783868201215)
    Tsunetomo Yamamoto

    Hagakure

     (32)
    Aktuelle Rezension von: ChaosQueen13
    Hagakure – Der Weg des Samurai Band I und II. In diesem Buch geht es um die Denk- und Lebensweise und vor allen Dingen um den Ehrenkodex eines Samurais. Hier werden die alten Grundregeln eines Samurais beschrieben vom Leben bis zum ehrenhaften Tod, der für einen Samurai die Vollendung des Lebens bedeutet. Der Samurai erkennt die Grenzen eigener Weisheit und ist fest entschlossen für seinen Fürsten zu sterben. Viele der Regeln wirken auch heute noch erstaunlich modern und könnten durchaus als Beitrag in einem Ratgeber aufgenommen werden »Lebe genau diesen Augenblick« - » lerne durch beobachten « - » sei zu Besuchern freundlich auch wenn du beschäftigt bist «. Wichtige geschichtliche Ereignisse sind mit Fußnoten versehen und werden auf den letzten Seiten mit einer Zeittafel gut beschrieben. Ein Buch, das viele interessante Informationen über das alte Japan enthält. Sehr empfehlenswert!
  24. Cover des Buches Samurai (ISBN: 9783828905856)
    Div.

    Samurai

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden

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