Bücher mit dem Tag "eifel"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "eifel" gekennzeichnet haben.

357 Bücher

  1. Cover des Buches Mordsommer (ISBN: 9783453437852)
    Rudolf Jagusch

    Mordsommer

     (66)
    Aktuelle Rezension von: nodi

    Staatsanwältin Nina Lehmann erhält einen anonymen Brief mit der Drohung ein von ihr streng gehütetes Geheimnis zu enthüllen. Sie soll zu einem abgelegenen Ort in der Eifel fahren. Dort angekommen trifft sie Freunde aus ihrer alten Clique.

    Mit Spannung habe ich das Geschehen von früher und heute verfolgt, um hinter das Geheimnis zu kommen. Was verbindet die Freunde von früher und was hat der seltsame Ort damit zu tun. Das Buch zeigt dem Leser nach und nach um welches Geheimnis es sich handelt. Grausame Beschreibungen kommen zum Vorschein, die man eigentlich nicht so genau wissen möchte. 

    Leider war mir keiner der Protagonisten sympathisch, was bestimmt an den fürchterlichen Taten in ihrer Jugend lag. Trotzdem fieberte ich bis zum Ende mit, manches glaubt man zu wissen, wird aber immer wieder auf eine andere Fährte gelockt. 

    Das Buch hat mich etwas zwiegespalten zurückgelassen. Auf der einen Seite die Spannung um das Rätsel zu lösen, auf der anderen Seite die grausamen Taten der Protagonisten, die mich doch sehr geschockt hatten.

  2. Cover des Buches Feuerwut (ISBN: B01N96KGSI)
    Simon Geraedts

    Feuerwut

     (33)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Mike hält sich mit Einbrüchen über Wasser. Doch er ist keiner von den Bösen. Mit seinem Partner Sven steigt er nur bei den Wiederlingen der Gesellschaft ein. Da es sich so jedoch nicht reich werden lässt, beschließen sie einen großen Coup durchzuziehen. Dann hätten sie ausgedient. Ihr Ziel ist ein Zuhälter, der bekannt für seine Skrupellosigkeit ist und im wahrsten Sinne des Wortes im Geld badet. Doch kurz vor dem großen Tag landet Mike bei einer Wahrsagerin, die ihm vorhersagt, dass die Unternehmung seinen Tod bedeuten wird. Mike müsse in seine Vergangenheit eintauchen, um sein Ableben verhindern zu können. Ein nervenzerreißender Kampf um sein Leben beginnt.

    Dieses Buch hatte ich in kürzester Zeit ausgelesen. Die spannende Handlung und der temporeiche Schreibstil machen diesen Thriller zu einem Page-Turner. Trotz der rasanten Entwicklung der Handlung kommt die Charaktertiefe nicht zu kurz. Bestimmte Szenen werden sehr explizit geschildert, doch das gehört für mich persönlich zu einem Thriller dazu und ist deshalb kein Negativpunkt. Das Ende konnte mich überraschen. Es passt meines Erachtens sehr gut, sodass ich das Buch mit einem guten Gefühl zugeschlagen habe. Der einzige Negativpunkt: Eine wichtige Wendung war mir nicht ausgearbeitet genug. Das hat mich etwas enttäuscht, da sie ein wirklicher Knaller war.

    Lesenswert!
  3. Cover des Buches Ungeboren (ISBN: 9783864434280)
    Ralf Becker

    Ungeboren

     (25)
    Aktuelle Rezension von: ManuelaBe

    Der Autor Ralf Becker lässt uns im Roman Ungeboren teilhaben an der Aufdeckung einer ungeheuren Verschwörung. Diese wird durch einen ehemals erfolgreichen Journalisten namens Norbert Jaeger entdeckt und aufgelöst Dieser hat seine besten Zeiten hinter sich gelassen und versucht nur noch auf Kosten von anderen sich durchs Leben zu saufen. Ein kleiner Auftrag führt ihn nach Nauenheim und dort wird er auf einen anderen Fall aufmerksam und möchte ihn weiterverfolgen. Dabei heftet sich ihm Jeremias, ein Waisenkind an die Fersen, Jeremias möchte gerne selber schreiben und hofft durch Jaeger was darüber zu lernen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten entwickelt sich eine Beziehung zwischen beiden und alles gipfelt in einen für mich sehr guten Abschluss.


    Die Protagonisten haben bei Ralf Becker Ecken und Kanten und wirken nicht immer sofort sympathisch oder unsympathisch, man sollte sich aber darauf einlassen, zu sehen wie sich die Personen entwickeln. Ich wurde schnell in den Bann der Geschichte gezogen und fand den Schreibstil gut lesbar und flüssig und das Buch hat mir einige Stunden Lesefreude geschenkt.

  4. Cover des Buches Die Geister des Landes: Das Erwachen (ISBN: 9783945025116)
    Judith Vogt

    Die Geister des Landes: Das Erwachen

     (28)
    Aktuelle Rezension von: spookytree

    Fiona wird von intensiven Träumen geplagt, die sich als wahre Geschehnisse herausstellen. Ihr fällt nur eine Person ein, der sie von solchen Visionen erzählen kann, ohne Angst haben zu müssen, ausgelacht zu werden: Dora, eine Mitschülerin, die aufgrund ihres Interesses an okkulten Themen als Freak verschrieen ist. Dora erklärt sich bereit, der Sache gemeinsam mit ihren Freunden Gregor und Edi auf den Grund zu gehen. Bei ihren Nachforschungen treffen sie auf Wesen, die alles, an was sogar Dora bisher glaubte, in den Schatten stellen. Es scheint, als würde die Landschaft selbst, die sagenumwobene Eifel, Angriffe erleiden und um Hilfe rufen.

    Ich war erfreut und überrascht, als ich auf diesen Roman, den ersten Teil einer Trilogie, stieß, denn so sehr ich Urban Fantasy liebe, die mit den spezifischen Orten und Legenden der Schauplätze arbeitet, so frustriert bin ich oft davon, dass solche Bücher meistens in anderen Ländern spielen, wo doch Deutschland auch einiges an Mysterien zu bieten hat. Die Art und Weise wie die alten Geschichten hier in das zeitgenössische Setting eingebunden sind, hat mich auch voll und ganz überzeugt. Die Atmosphäre der Wälder und Berge ist spürbar und man kann sich gut vorstellen, dass die Gestalten lokaler Legenden mit diesen Orten noch immer fest verbunden sind.

    Was mir auch sehr gefiel war, dass dem Alltagsleben und den Interessen der Charaktere ebenfalls genügend Raum gegeben wird. Mich haben schon bei der Harry-Potter-Reihe das ganz normale Leben in Hogwarts und die Freundschaften und Feindschaften der Schüler*innen fast mehr interessiert als der Hauptplot, und auch hier bin ich sehr froh, dass man Einblicke in das Leben von Dora, Gregor, Edi und Fiona gewinnt: dass sie wie echte, lebendige Jugendliche wirken und nicht nur wie Zahnräder in einerPlotmaschine.

    Nur zwei Aspekte haben mir weniger gefallen: Zum einen die obligatorische „Tatsache“ dass Menschengruppen in Büchern nicht schlicht befreundet sein können – nein, es muss immer Beziehungsgeplänkel und Eifersüchteleien geben! Zum anderen liegt für für mich ein unangenehm großer Schwerpunkt auf der Frage, ob jemand noch Jungfrau ist, oder nicht, was zwar zu den Wertvorstellungen der Märchen, um die es so viel geht, passt, sich zu lesen aber einfach sehr seltsam anfühlte. Auch wenn mit dem Thema weder in die eine noch in die andere Richtung wertend umgegangen wurde, ich empfand es einfach als äußerst unnötig.

    Das sind aber nur kleine Mäkel. Abgesehen davon empfehle ich das Buch allen, die Urban Fantasy, Folk Horror und Jugendbücher mit übernatürlichem Einschlag mögen!

  5. Cover des Buches Mordsclique (ISBN: 9783954005666)
    Helmut Wichlatz

    Mordsclique

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Sternenlicht_
    Das Krimi-Debüt von Herr Wichlatz startet spannend: Die Geschichte beinhaltet zwei Handlungsstränge, einer spielt im Jahre 1988, der andere in 2009.
    Als 1988 vier Jugendliche eine Bank in Erkelenz überfallen, stirbt dabei eine alte Dame. Ihr Enkel Berger, der ebenfalls am Banküberfall beteiligt ist, wird verhaftet und wandert für diesen Mord ins Gefängnis. Jahre später treffen sich die vier ehemaligen Freunde wieder. Nun geschieht erneut ein Mord - einer der vier muss daran glauben. Berger steht erneut unter Verdacht. Ist er tatsächlich der Mörder?

    Dieser Krimi ist sehr spannend geschrieben. Durch das ganze Buch hindurch wird der Leser von Herr Wichlatz an der Nase herumgeführt. Nach und nach wird die Geschichte aufgedeckt und meines Erachtens bietet diese einen logischen Handlungsstrang sowie einen hohen Unterhaltungswert. Durch die authentischen Charaktere und den leicht zu lesenden Schreibstil, bin ich gut durch das Buch gekommen.

    Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Ein solch unterhaltsamer Krimi für zwischendurch - gerne wieder.

  6. Cover des Buches Sturm über der Eifel (ISBN: 9783740809164)
    Katja Kleiber

    Sturm über der Eifel

     (26)
    Aktuelle Rezension von: abuelita

    Jetzt habe ich mal was getan, das ich sonst nie mache: nämlich die Rezensionen von anderen gelesen, BEVOR ich hier nun meine verfasse.

    Warum? Weil ich erst dachte, Katja Kleiber veräppelt den Leser, will mal wissen, wieweit man gehen kann, damit der Leser auch noch „ mitmacht.“  Aber nun…nachdem ich die anderen Rezensionen gelesen habe, musste ich doch schlucken. Scheint also nicht der Fall zu sein – es hätte mich auch gewundert, dass der doch renommierte Emons-Verlag da mitspielt.

    Trotzdem bleibe ich natürlich bei meiner Meinung. Ich habe ja bereits den ersten Band gelesen,, in dem die „Eifelhexe“ Ella Dorn vorkommt. Hier dachte ich noch, nun mal sehen, wie sich das dann weiterentwickelt.

    Ganz ehrlich? Ich finde die Beschreibung der Region und auch so mancher Eifler Eigenart sehr gut. Aber sonst…..über die Ermittler kann ich nur den Kopf schütteln. Tanja Marx, die nur karrieregeil ist (anders kann man es nicht ausdrücken) lt. der Beschreibung, die erst mal „vergisst“, die Angehörigen des Opfers zu befragen – das fällt ihr halt dann auf einmal wieder ein…die am liebsten den ersten besten Verdächtigen als Mörder sehen möchte und auch sonst eher unbeholfen agiert. Dann dazu Peter Claes, der hauptsächlich von seinem – wohl nicht vorhandenen – Sexleben tagträumt und „ausladende Hinterteile“ supertoll findet…was soll man dazu noch sagen? Dass ich das bereits beim spätestens zweiten Mal kapiert habe? Weitere Auslassungen bzw. der immer wieder kehrende Hinweis darauf hätte es für mich nicht gebraucht….

     Der Fall an sich ist relativ öde. Dass der Schamane Leo nicht aus rituellen Gründen getötet wurde, scheint klar zu sein, dass es auch kein Eifersuchtsmord war, bald ebenfalls. Und dass eben etwas „gewaltig anderes“ dahinterstecken musste. Worauf natürlich NICHT die Ermittler kamen, sondern Ella Dorn und mithilfe anderer - fast zum Schluss hin- dann auch mal Tanja Marx und Peter Claes….

    Das Ende des Buches merkt man an den immer kürzeren werdenden Kapiteln. Das sollte sicher die Spannung erhöhen. Da die bei mir ohnehin nicht vorhanden war, haben mich diese wilden Action-Szenen auch nicht vom Hocker gerissen.

    Ach ja – Tanja Marx und der in Afghanistan verletzte und nach Deutschland gebrachte Bruder – sollte das dazu dienen, die Dame in einem besseren Licht darstellen zu lassen? Oder die Tinder-Abschweifung von Peter Claes?

    Tut mir leid, aber für mich war das definitiv der letzte „Krimi“ der Autorin. Wie gesagt, ich dachte wirklich erst an einen Scherz – so wie das Ermittler-Paar präsentiert wird – aber für so etwas gebe ich wirklich kein Geld mehr aus.

     

     

     

     

  7. Cover des Buches Die Sau ist tot (ISBN: 9783954514618)
    Rudolf Jagusch

    Die Sau ist tot

     (29)
    Aktuelle Rezension von: supersusi

    Klaus sitzt in U-Haft und bittet seinen Freund, seine Verteidigung zu übernehmen. Er schildert ihm, was ihn dazu gebracht hat, seinen Schwiegervater zu ermorden und den Schweinen zum Fraß vorzuwerfen. Die Abgründe, die sich auftun, sind erschreckend und man kann Klaus sehr gut verstehen, ja, man fragt sich, ob einem selbst eine andere Lösung eingefallen wäre.

    Anfangs tat ich mich mit den hölzernen, steifen Dialogen etwas schwer (Gespräch zwischen Klaus und seinem Anwalt-Freund, Kennenlernen von Helene), aber als Klaus dann ins erzählen kommt, bessert sich dies. Die Geschichte von Klaus liest sich flüssig, die Charaktere sind gut dargestellt und nur Helene bleibt etwas blass und wirkt nicht ganz so authentisch. Via Mala in der Eifel mit einem überraschenden Ende.

    Wer kurze Lokalkrimis mag, die etwas düster sind, ist hier richtig. Ich möchte gar nicht wissen, in wievielen Familien es so zugeht. 

  8. Cover des Buches Die Eifelhexe (ISBN: 9783740802714)
    Katja Kleiber

    Die Eifelhexe

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Bibbey
    INHALT
    Ella Dorn findet in der Eifel ihren ganz persönlichen Ruhepol. Nach der Diagnose Burn-Out zieht sie sich zurück, stellt ihre eigenen Seifen her und lebt zurückgezogen. Es scheint ihr gerade besser zu gehen, da klopft die Polizei an ihrer Tür. Ein Politiker aus Adenau wurde vergiftet, und die letzte, die den Mann besucht hat, war Ella. Sie schweigt über das, was sie dort getan hat, denn es würde ihr zweifelsohne den Ruf einer Hexe einbringen. Und Gerede ist das Letzte, was Ella gebrauchen kann.


    MEINUNG
    Einen Krimi aus der Eifel hatte ich noch nie – umso gespannter war ich auf das, was mich erwartet. Ich liebe dieser Art von Krimi sehr, denn das Gemütliche und Regionale kann mich immer wieder verzaubern. So war es auch hier.

    Wir haben keine große Polizeieinheit, vielmehr haben wir zwei Ermittler, die unterschiedlicher kaum sein könnten und die zudem ungewollt für reichlich Spannung untereinander sorgen. Der Krimi ist nicht blutig, vielmehr bekommen wir die reine Ermittlungsarbeit und dadurch viele verschiedene Charaktere mit, was mir sehr gut gefallen hat.

    Bei einigen Charakteren hätte ich mir ein wenig mehr Tiefe gewünscht, beispielsweise bei der Ermittlerin Tanja Marx, die per se eine sehr interessante Figur ist, die mir aber nicht nah genug kam. Die etwas dünnhäutige, fast nervös wirkende Ella mutiert hingegen schnell zu einer der Figuren, die die Strippen in der Hand hält. Erst ist sie Befragte, später Verdächtige, und schließlich ermittelt sie selbst im Rahmen ihrer Möglichkeiten.

    Der spannende, sehr lesenswerte Schreibstil und die kurzen Kapitel haben mich das Buch nur sehr selten überhaupt aus der Hand legen lassen. Besonders schön fand ich, dass viele Einzelheiten beschrieben wurden, gerade aus Ellas Sicht.

    Das Ende habe ich – obwohl ich fleißig mit ermittelt habe – nicht so kommen sehen. Am Ende der kurzweiligen Krimis stand also eine kleine Überraschung. Die Autorin konnte mich überzeugen! Und ich bin gespannt, ob es vielleicht weitere Eifel-Krimis aus ihrer Feder geben wird!

    FAZIT
    Spannender, regionaler Krimi in einem interessanten Umfeld und mit reichlich Potenzial zum “Selbst-Grübeln”!

    4 VON 5 BUCHHERZEN ♥♥♥♥
  9. Cover des Buches Spur 24 (ISBN: 9783499251764)
    Wolfgang Kaes

    Spur 24

     (22)
    Aktuelle Rezension von: engineerwife
    Die Journalistin Ellen Rausch befindet sich nicht gerade auf der Höhe ihrer journalistischen Laufbahn. Doch sie sucht sich eine neue Chance in dem sich einem fast vergessenen Vorfall widmet: dem mysteriösen Verschwinden einer Frau. Je tiefer sie gräbt umso ungereimter wird der Fall, der den Behörden mittlerweile nur mehr einen kleinen Akteneintrag wert ist. Sie will nicht glauben, dass jemand so einfach verschwinden kann und beißt sich regelrecht fest in dieser Story. Doch je tiefer sie gräbt, umso schmutziger werden die Geheimnisse, die sie zu Tage fördert. Bald gefährdet sie nicht nur die Menschen um sich, sondern muss auch um ihr eigenes Wohlergehen bangen …
    Dieses Buch erhielt ich mit vielen Vorschusslorbeeren und wurde definitiv nicht enttäuscht. Es ist sehr spannend zu lesen, wie Ellen diesen Fall Schicht und Schicht freilegt bis schließlich ein schreckliches Geheimnis zu Tage kommt. Mal wieder so ein Buch, das man nicht aus der Hand legen muss, würde ich es jederzeit weiterempfehlen.  
  10. Cover des Buches Die Nagelschuhe (ISBN: 9783752849387)
    Vincie Halen

    Die Nagelschuhe

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Corrado

    Da dümpelt er nun vor sich hin, der heruntergekommene Reporter Bruno! Er trinkt zuviel Alkohol, seine langjährige Freundin und Kollegin Hanna hat ihm zwar die Liebe, nicht aber die Freundschaft aufgekündigt. In der Tat kümmert sie sich noch immer rührend um ihn. Es ist anzunehmen, dass er ohne sie, die gelegentlich vorbeischaut, um nach dem Rechten zu sehen und dafür zu sorgen, dass er sich ausreichend ernährt, längst völlig vor die Hunde gegangen wäre!

    Der Leser mag sich erstaunt fragen, warum sie ihn nicht längst sich selbst überlassen hat, denn Bruno ist kein netter, kein liebenswerter Zeitgenosse! Er ist großkotzig und unerträglich arrogant, gewiss niemand, dem die Herzen zufliegen. Er freilich sieht das ganz anders, hat ein Bild von sich, das fern jeder Realität ist.

    Doch geschehen ihm in letzter Zeit seltsame Dinge, die ihn ängstigen - und den Leser hoffen lassen, dass sie ihn zum Nach- und Umdenken bringen mögen: Bruno hat Visionen! Er sieht unter anderem wiederholt einen offensichtlich erhängten Mann auf einem Handkarren, dessen Füße mit dunkelbraunen Nagelschuhen bekleidet sind...

    Um den ihn stark beunruhigenden Albträumen auf den Grund zu gehen, beginnt Bruno Nachforschungen anzustellen. Diese führen ihn in ein gottverlassenes Dorf in der Eifel, in dem die Zeit stillzustehen scheint und dessen Bewohner ihm mit Misstrauen, wenn nicht sogar Feindschaft begegnen.

    Brunos wenig einnehmendes Wesen trägt auch nichts dazu bei, sich Freunde zu machen, doch kommt er Schritt für Schritt dem Geheimnis auf die Spur, das die Dörfler um jeden Preis im Dunkel der Vergangenheit belassen wollen. Unerwarteterweise entdeckt Bruno dabei, dass es Verbindungen zwischen ihm und dem Dorf gibt, die weit in die Vergangenheit reichen, und dass ausgerechnet er dazu ausersehen ist, dem toten Mann in seinen Visionen eine lang verspätete Gerechtigkeit widerfahren zu lassen!

    Nein, die Figur Bruno zu mögen oder gar eine Bindung zu ihm aufzubauen, fällt wirklich nicht leicht! Seine Handlungsweise zu verstehen, ist ebenso nicht möglich. Er ist beileibe kein Sympathieträger - und vielleicht ist das der Grund, warum die Geschichte zwar leicht zu lesen, mir aber nicht tief gegangen ist. Vieles blieb zu sehr an der Oberfläche, wurde kurz angerissen, dann aber nicht weiter verfolgt. Um Bruno wirklich zu verstehen, hätte ich mir mehr Hintergrundinformationen gewünscht, hätte ich gerne gewusst, was ihn zu der Person machte, die er ist. Und dann hätte es tatsächlich eine runde Geschichte werden können. So aber bleibt mir der Protagonist bis zum abrupten Ende, das die Spannung nicht einlösen konnte, die sich während des Lesens durchaus aufbaute, fremd und alles in allem unsympathisch. Nicht einmal lustig kann ich ihn finden.

    Gelegentlich lässt die Autorin den Leser einen Sekundenblick hinter die Fassade des ungepflegten Maulhelden werfen, der mutmaßen lässt, dass doch mehr in ihm steckt, als er nach außen zeigt. Das aber war zu wenig, um ihn erfassen zu können.

    Nun, die Autorin plant einen Nachfolgeband! Womöglich wird dann meine Meinung über den vorliegenden Roman teilweise revidiert werden? Womöglich finden sich darin die Antworten, die ich hier vermisse?

    Was ich als positiv vermerken möchte, ist die Art und Weise, wie Vincie Halen einen Einblick gibt in die innere und äußere Struktur des Haupthandlungsortes und überhaupt das Leben zu der Zeit vor 75 Jahren, auf die Brunos Visionen zurückgehen. Sie sind von großer Bedeutung, um zu verstehen, was damals geschehen ist und warum es geschehen konnte.

    Dabei kommt der Verdacht auf, dass die Dorfbewohner die archaischen Strukturen noch nicht ganz abgeschüttelt haben, dass sie sich nie befreien konnten von der vermeintlichen Schuld, die ihre Väter damals auf sich geladen haben und die auch im Roman nicht zufriedenstellend, das heißt nachvollziehbar, geklärt wurde.

    Da die Autorin letztend aber darauf verzichtet, eine logische Verbindung zwischen den losen Enden damals und heute herzustellen, kann es nur eine Mutmaßung bleiben! Denn hinter das Gesicht kann man niemandem in diesem Roman blicken, wirklich verstehen und nachempfinden kann man auch nicht.

  11. Cover des Buches Lidakis spielt falsch (ISBN: 9783958131699)
    Jürgen Schmidt

    Lidakis spielt falsch

     (23)
    Aktuelle Rezension von: SilkeundIngo

    Andreas Mücke, der Privatdetektiv, wird von seinem früheren Schulkameraden angerufen. Er verfolge eine heiße Spur zu Manipulation im Profisport und bräuchte Mückes Hilfe bei den Ermittlungen. Doch bevor sich die beide treffen, wird sein Schulfreund Eddy Sawatzki erschossen. Ob der Vereinswechsel von Spyros Lidakis oder der Tod seiner Ex-Freundin Nicole etwas mit dem Fall zu tun haben?

    In dem Krimi kommen nicht nur Fussballprofis auf ihre Kosten, sondern auch Liebhaber von Bad Münstereifel und Korfu. Ich bin selbst kein Fußballfan und durch die mehreren Nebenhandlungen zieht sich der Krimi ziemlich und wirkt für mich persönlich unrund. 

  12. Cover des Buches Das Rachespiel (ISBN: 9783596196944)
    Arno Strobel

    Das Rachespiel

     (438)
    Aktuelle Rezension von: Varlanna

    In dem Buch lernen wir 4 Charaktere kennen, die einst gute Freunde waren. Sie werden wieder vereint und müssen bei einem perfiden Spiel mitmachen. Dabei wissen sie, dass nicht jeder überlebt.

    Mir hat das Buch gut gefallen. Die Charaktere sind realistisch dargestellt und haben alle ihre eigene Persönlichkeit, auch über die verschiedenen Zeitebenen durchweg. So spielt das Buch sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart. Bei vielen Szenen hatte ich Gänsehaut, bei anderen hingegen musste ich mich Fragen, ob die Darstellung möglich ist. Es gab Wendungen, die nicht vorhersehbar waren. Das galt leider nicht für das Ende. Ab einem bestimmten Zeitpunkt wusste man oder konnte erahnen, wer dieses Spiel mit den Charakteren spielt. 

    Dennoch ist das Buch sehr lesenswert.

  13. Cover des Buches Die Enden der Welt (ISBN: 9783596512232)
    Roger Willemsen

    Die Enden der Welt

     (89)
    Aktuelle Rezension von: Anne_B_

    Wie ihr schon nach dem von mir vergebenen Titel erkennen könnt, fand ich das Buch langweilig. Ich habe nur die ersten  50 Seiten geschafft. Mir hat die Sprache nicht gefallen, es war so als ob der Autor vor sich hin schreiben würde, ziellos. Ich konnte keinen Mehrwert daran erkennen, das Buch weiter zu lesen. Die Idee war eigentlich sehr schön, die Umsetzung dafür... naja. Nicht so gut.

  14. Cover des Buches Das Amulett des Trebeta: Oder wie Gott dem Schicksal ein Schnippchen schlug (ISBN: B01N5EQBMA)
    Marie Gräff

    Das Amulett des Trebeta: Oder wie Gott dem Schicksal ein Schnippchen schlug

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Mel4193
    Das Amulett des Trebeta ist das erste Werk der Autorin. Es geht um Helene, ein totes Mädchen das nicht tot sein will und eine Wette mit Gott eingeht. Um den freien Willen den Gott den Menschen gab und nun seine liebe Mühe mit hat die Auswirkungen anzusehen in die er nicht mehr eingreifen kann. Die Eifel 1817, Willy und seine Mutter nagen am Hungertuch wie viele zu der Zeit. Bei der Suche nach essbarem im Wald trifft er auf Helene. Sie ist ein Geist seit ihrem Tod und will sich damit nicht abfinden. Um ihr Leben wiederzuerlangen geht sie eine Wette mit Gott ein. Sie hat einen Plan den sie mit Willys Hilfe in Trier verwirklichen möchte. Zusammen begeben sie sich auf die Reise nach Trier, zu noch mehr Geistern, Nekromanten und düsteren Prophezeiungen. Die Ereignisse überschlagen sich in Trier und die Stadt ist dem Untergang geweiht. Meine Meinung: Das Buch hat mich gleich nach den ersten Seiten gefesselt, obwohl ich weniger der Fantasyliebhaber bin. Helene und Willy in ihrem jeweiligen Schlagabtausch haben mir das ein oder andere Lachen entlockt. Nichtsdestotrotz ist das Buch auch sehr spannend und verliert diese Spannung auch im Laufe der Geschichte nicht. Die ganzen Charaktere sind mit so viel Liebe beschrieben, dass sie einem bildlich vor dem Auge erscheinen. Spannend ist auch der teilweise auf historischem Hintergrund basierende Kern der Geschichte Triers. Und zu guter letzt noch ein Schmankerl, das niemand anderes als Gott selbst die Geschichte erzählt. Das Ende hat mich dann doch nochmal überrascht. Ein abgeschlossenes Ende an das man aber vielleicht ja doch noch anknüpfen könnte mit einem zweiten Teil. Insgesamt eine absolut erfrischende, lustige und spannende Geschichte. Dies wird nicht mein letztes Buch der Autorin gewesen sein, denn ihr Schreibstil macht Lust auf mehr.
  15. Cover des Buches Eifel-Krimi: 2 Krimis in einem Bundle (Eifel-Pakt / Eifel-Wahn) (ISBN: 9783862826889)
    Peter Splitt

    Eifel-Krimi: 2 Krimis in einem Bundle (Eifel-Pakt / Eifel-Wahn)

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Rolchen
    Die Antiquitätenhändlerin Daniela verliert zuerst ihren Geschäftspartner durch einen grausamen Mord und kurz darauf auch noch ihre Freundin. Als sie schließlich auch noch rote Rosen und seltsame Anrufe erhält, fühlt sich Daniela bedroht. Hat man es eigentlich auf sie abgesehen? Oder hat Kommissar Laubach recht und sie hat sogar selbst etwas damit zu tun? Viele spannende Fragen bewegen den Leser. Und doch ahnt man nicht, was die Antwort auf die Fragen sein wird. Sehr packend und unvorhersehbar geschrieben, hat mich " Eifel-Pakt" begeistert. Nur einige kleine Stellen erscheinen mir etwas unglaubwürdig, nicht alles scheint mir aus dem echten Leben gegriffen. Aber das sind Nebensächlichkeiten, das Buch werde ich gern weiterempfehlen.
  16. Cover des Buches Grenzgänger (ISBN: 9783426306086)
    Mechtild Borrmann

    Grenzgänger

     (140)
    Aktuelle Rezension von: SigiLovesBooks

    Wenn Recht nicht Gerechtigkeit ist: Spiegel-Bestseller-Autorin Mechtild Borrmann mit ihrem Meisterwerk "Grenzgänger" rund um ein düsteres Kapitel deutscher Nachkriegs-Geschichte:
    Heimkinder in den 50er und 60er Jahren.

    Die vielfach ausgezeichnete Autorin Borrmann, die mit ihren Zeitgeschichte-Romanen "Grenzgänger" und "Trümmerkind" monatelang auf der Spiegel-Bestseller-Liste stand, erzählt mit der ihr eigenen soghaft-präzisen Sprache die Geschichte einer lebenshungrigen Frau - ein ehemaliges Heimkind - , die an Gerechtigkeit glaubt und daran verzweifelt.

    Die Schönings leben in einem kleinen Dorf an der deutsch-belgischen Grenze. Wie die meisten Familien hier in den 50er und 60er Jahren verdienen sich auch die Schönings mit Kaffee-Schmuggel etwas dazu. Die 17jährige Henni ist, wie viele andere Kinder, von Anfang an dabei und diejenige, die die Schmuggel-Routen über das Hohe Venn, ein tückisches Moor-Gebiet, kennt. So kann sie die Kaffee-Schmuggler, hauptsächlich Kinder, in der Nacht durch das gefährliche Moor führen. Ab 1950 übernehmen immer mehr organisierte Banden den Kaffee-Schmuggel, und Zöllner schießen auf die Menschen. Eines Nachts geschieht dann das Unfassbare: Hennis Schwester wird erschossen.

    Henni steckt man daraufhin 1951 in eine Besserungsanstalt. Wegen Kaffee-Schmuggels. Doch das ist nur ein Teil der Wahrheit.
    Die jüngeren Geschwister, die Henni anstelle der toten Mutter versorgt hatte, kommen als Heimkinder in ein kirchlich geführtes Heim. Wo der kleine Matthias an Lungenentzündung verstirbt. Auch das ist nur ein Teil der Wahrheit.

    Spannung und Zeitgeschichte miteinander zu verknüpfen, versteht Borrmann wie keine andere deutsche Autorin. "Grenzgänger" ist ein packender wie aufwühlender Roman, eingebettet in ein düsteres Stück Zeitgeschichte - die 50er und 60er Jahre in Deutschland. 

    (Quelle: amazon)

    Meine Meinung:

    Dies ist der zweite Roman von Mechtild Borrmann, den ich gelesen habe: Sie  schreibt wirklich sehr klar und schnörkellos, meist unter die Haut gehende Geschichten, die mehr als lesenswert sind:

    Diese Geschichte ist nicht nur berührend, sondern richtig aufwühlend und zornig machend: Ich habe Anfang der 80er Jahre meine Examensarbeit zum Thema Heimerziehung in Deutschland geschrieben und viel Material und Dokumentationen, Fachbücher gelesen: Da überkommt einem das Grausen und die Haare stehen zu Berge!

    Die Formen der Fremdplatzierung haben sich geändert, die Aufsicht darüber hoffentlich auch - und dennoch ist es als Lebenserfahrung noch immer mit Sicherheit sehr schwierig, prägend und sicher nicht in jedem Falle positiv, als Kind eine solche Lebenserfahrung machen zu müssen.

    Interessant fand ich auch, dass die Autorin auf Flohmärkten Fotoalben kauft - und Familiengeschichten liest: Gutes Material für Buchideen. Dass sie dieses geschrieben hat, finde ich mehr als gut! Von mir eine absolute Leseempfehlung und 5*


  17. Cover des Buches Der Libellenflüsterer (ISBN: 9783570309575)
    Monika Feth

    Der Libellenflüsterer

     (113)
    Aktuelle Rezension von: michellebetweenbooks

    Merle setzt sich für den Tierschutz ein und arbeitet seit Jahren in einem Tierheim. Sie bekommt die Möglichkeit einen Artikel zum Thema Tierquälerei für eine sehr bekannte Zeitschrift zu schreiben. Dabei erinnert sie sich an einen Fall, bei der sie  einem Familienvater und einem Förster einen Hund vermittelt hat. Kurz darauf wurde dieser tot aufgefunden. Es macht den Anschein, als sei der Mann unschuldig. Als macht sich Merle auf den Weg ins Forsthaus, um selbst zu ermitteln…

    Als ich gesehen habe, dass es auch einen siebten Band der Reihe gibt, konnte ich es kaum erwarten diesen in meinen Händen zu halten und zu lesen! Diese Reihe hat mittlerweile einen festen Platz in meinem Herzen und ich habe jeden einzelnen Band und jeden einzelnen Charakter ins Herz geschlossen. Auch Band 7 hat es echt in sich und Monika Feth hat sich für diesen Band etwas ganz neues überlegt. Ich kann euch versichern, dass es in keinem Band jemals langweilig sein wird!

    Jette und Merle sind zwei Charaktere, die ich schon zu engen Freundinnen zählen kann. Mit ihnen gemeinsam habe ich schon so viel durchgemacht und mit ihnen ermittelt bei Dingen, wo unsere Nase gar nichts drin zu suchen hat. Jette und Merle sind mir sehr ans Herz gewachsen und ich werde die beiden so schnell auch nicht mehr vergessen. Es fühlt sich oft schon so an, als wäre ich ein Teil der ganzen Gruppe. In diesem Band treffen wir auch auf einen weiteren Charakter, Loretta, die mich sehr neugierig gemacht hat. Aber auch die anderen sind wieder mit dabei.

    Ich bin mittlerweile ein sehr großer Fan von den Büchern von Monika Feth und habe mir auch schon andere Bücher von ihr gekauft und teilweise auch schon gelesen. Ihre Bücher sind für mich perfekt, denn sie bieten mir die Möglichkeit einfach abzutauchen und meinen Alltag zu vergessen. Ich liebe es, dass ich mit ermitteln kann und mir die Lösung nicht einfach präsentiert wird. Als Leser ist man ein kompletter Teil des Buches. Und außerdem bleibt es durchgehend spannend.

    Besonders toll finde ich, dass in diesem Buch das Thema Tierquälerei noch einmal mit eingebaut wurde und somit einen großen Raum bekommen hat. Bereits in den anderen Bänden hat man schone etwas mitbekommen, aber gerade durch diesen Band wird einem wieder bewusst, wie grausam Tierquälerei ist und das sie quasi nebenan schon passieren kann und das bricht mir mein kleines Herz.

    Der Schreibstil von Monika Feth war auch in diesem Band wieder grandios! Ihr Schreibstil hat sich kaum verändert, wenn, ist er sogar noch besser geworden. Monika Feth konnte mich komplett überzeugen und ich liebe ihre leichte, spannend und fesselnde Schreibweise total. Auch wenn es ein Thriller ist, lässt sich das Buch angenehm lesen und auch der Lesefluss wird hierbei in keiner Weise gestört.

    ,,Der Libellenflüsterer‘‘ ist vorerst der letzte Band der Reihe und ich habe dennoch Hoffnung, dass noch weitere Bände erscheinen werden, denn ich möchte mich ungerne schon von der Reihe verabschieden. Durch diese Reihe wurde viel auf psychische Krankheiten, psychische Probleme, Tierquälerei und andere Themen aufmerksam gemacht über die man unbedingt sprechen sollte. Deshalb kann ich euch die Reihe wirklich nur ans Herz legen, ihr werdet es nicht bereuen!

  18. Cover des Buches Eifel-Trilogie / Die Stille im Dorf (ISBN: 9783746761022)
    Karl Blaser

    Eifel-Trilogie / Die Stille im Dorf

     (29)
    Aktuelle Rezension von: bk68165
    Diese Familiengeschichte dreht sich in erster Linie um Margarete, die Tochter eines Bauern, die eigentlich nicht in das Deutschland der Kriegszeit passt. Aber nicht nur Margarete versucht ihren Platz im Leben zu finden und muss sich immer wieder neu beweisen. Der Krieg hat das kleine beschauliche Dorf in der Eifel voll im Griff. Junge Männer, die nicht mehr an die Front zurückwollen, Bauern, die ihre Meinung ändern wie der Wind seine Richtung. All dies spielt sich in diesem Buch ab. Und somit dreht sich das Buch in erster Linie um Margarete, aber auch um ihre Familie und einiges mehr.
    Natürlich möchte ich es mir auch nicht nehmen lassen ein paar Worte zu diesem Buch zu schreiben. Das Buch ist chronologisch und geht bis in die Neunziger Jahre. Einen kleinen Fehler konnte ich feststellen. Denn ich glaube nicht, dass wir in den Achtziger Jahren schon den Euro hatten. Aber dies nur am Rande bemerkt und Gemecker auf hohem Niveau. Der Autor hat es geschafft eine Geschichte zu schreiben, die lebendig ist und von ihren Personen lebt. Die Geschehnisse sind so bildlich beschrieben, dass als Leser den Eindruck habe ein Teil des Dorfes zu sein. Zu den einzelnen Personen in diesem Buch möchte ich nicht zu viel verraten. Jede / Jeder hat hier seinen eigenen Charakter, manch Bewohner ist liebenswert, manch Bewohner weniger. Die Entwicklungen der einzelnen Personen sind sehr gut geschrieben. Insgesamt ist das Buch sehr flüssig geschrieben, die Geschehnisse präzise genug beschrieben ohne dabei langweilig zu wirken. Ich kann hier ohne Bedenken 5 Sterne vergeben.

  19. Cover des Buches Eifel-Schnee (ISBN: 9783894258252)
    Jacques Berndorf

    Eifel-Schnee

     (89)
    Aktuelle Rezension von: YvetteH
    Klappentext:

    Der vierte Band der Eifel-Serie. In einer Scheune verbrennen zwei junge Menschen: Ole und Betty, beide 25 Jahre alt. Das geschieht ausgerechnet in der Heiligen Nacht. Ein kleiner Junge alarmiert Baumeister, denn Ole wollte sowieso mit dem Journalisten reden. Ole und Betty waren bei den Jugendlichen in der Eifel bekannt, immer gut drauf, weiß Gott keine Kinder von Traurigkeit, aber eben auch keine schlimmen Finger. Der Wahnsinn ist, dass sie schon nicht mehr lebten, als das Feuer gelegt wurde, dass sie beide Heroin im Kreislauf hatten, obwohl sie niemals Heroin spritzten. Baumeister nimmt die Herausforderung an und recherchiert die Vergangenheit der beiden Toten. Er findet Erstaunliches.

    Meine Meinung:


    Auch dieser Eifelkrimi war wieder in einem flüssigen und spannenden Schreibstil geschrieben und hat mich gut unterhalten.

    Die Eigenheiten der "Eifler" faszinieren mich immer wieder und ich kann einige Parallelen zu uns "Sauerländern" ziehen, was manchmal sehr witzig ist.
    Baumeister ermittelnt in seiner eigenen Art mit seiner Freundin und seinem Freund, dem ehemaligen Kommisar.

    In der Handlung gibt es diesmal viele lose Enden, die anfangs verwirren, aber am Ende mit einem tollen Finale verknüpft werden.

    Mein Fazit:


    Die Eifelkrimis versprechen gute Unterhaltung und ich empfehle sie gern weiter.

    5 Sterne
  20. Cover des Buches Westwall – Auf welcher Seite willst du stehen? (ISBN: 9783328105947)
    Benedikt Gollhardt

    Westwall – Auf welcher Seite willst du stehen?

     (109)
    Aktuelle Rezension von: Pappbecher
    • Buchtitel: Westwall – Auf welcher Seite willst du stehen?
    • Autor/in: Benedikt Gollhardt
    • Verlag: Penguin
    • ISBN: 9783328105947 
    • Ausgabe: Taschenbuch
    • Erscheinungsdatum: 09.11.2021 


    Inhalt:

    "Manche Spuren führen tiefer in die Vergangenheit, als uns lieb ist …
    Scheinbar zufällig lernt Polizeischülerin Julia den attraktiven Nick kennen. Doch nach der ersten gemeinsamen Nacht entdeckt sie, dass er ihr einen falschen Namen genannt hat und ein riesiges Hakenkreuz-Tattoo auf dem Rücken trägt. Julia ist geschockt – warum hat Nick sie angelogen? Mit einem Mal gerät ihr Leben in einen alptraumhaften Strudel, der droht, ihr alles zu nehmen, was ihr lieb ist. Die Suche nach der Wahrheit führt Julia in die menschenleeren Wälder der Eifel bis hin zum Westwall, einem alten Verteidigungssystem aus dem Zweiten Weltkrieg. Und damit zurück in ihre eigene Vergangenheit ...

    Der Thriller zur spektakulären ZDF-Serie mit Emma Bading und Jannik Schümann"

    Meinung:

    Zuerst möchte ich mich beim Bloggerportal, dem Verlag und dem Autor herzlich für das Bereitstellen dieses tollen Rezensionsexemplares bedanken! 

    Was ich direkt zu Beginn hervorheben muss, ist das wirklich tolle Cover. Dieses spiegelt nicht nur den Inhalt prima wieder, sondern verleiht dem Buch bereits vor dem Lesen eine gewisse düstere Grundstimmung, gepaart mit dem Titel.

    Nun will ich aber direkt zur Geschichte etwas sagen. Diese hatte mich aufgrund des Klappentextes sofort angesprochen. Was das Buch direkt spannend macht, ist der sofortige Einstieg in das Geschehen. Man wird regelrecht in die Geschichte hineingeworfen und das ohne wirkliche Vorwarnung. Besonders ist auch, dass nach dem direkten Einstieg noch einmal genau die Hintergrundgeschichte bis zu diesem Punkt geschildert wird. Allgemein kann man sich kaum über fehlende Spannung beschweren. Es geschieht immer etwas, was den Spannungsbogen oben hält und einen erschrocken einatmen lässt. Generell sind einige beklemmende und durchaus erschreckende Szenen in dem Buch enthalten, welche ich aber aus Spoiler Gründen nicht genauer schildern werde. Was man jedoch sagen muss ist, dass die Geschichte definitiv nichts für schwache Nerven ist. Denn von abgeschnittenen Fingern bis hin zu Toten ist wirklich alles dabei. Was ich persönlich recht spannend fand, war die Aufdröselung der einzelnen Vorgeschichten mitzubeobachten, welche den Verlauf der Geschichte überaus stark beeinflusst haben.

    Die Protagonisten selbst sind meiner Meinung nach großteils überaus authentisch gestaltet, mit Ecken und Kanten. Meiner Meinung nach hätten zwar einzelne handelnde Personen etwas mehr Kanten und Beschreibungen ihrer Person vertragen können, jedoch ist das wohl Geschmackssache. Besonders gefallen haben mir jedoch Julia und Wolfgang, welche meines Erachtens als Person wirklich gut gelungen sind.

    Der Schreibstil ist in meinen Augen auch gut gewählt. Er ist weder zu leicht noch zu anstrengend zu lesen, sodass man recht schnell über die Seiten fliegt. Dies ermöglicht auch das einfache Verfolgen der Storyline, ohne seinen Kopf zu sehr anstrengen zu müssen. Dadurch entstand für mich nur noch mehr Spannung.


    Fazit:

    Ich finde, dass es ein gut gelungener Thriller ist, der für Fans von Spannung, Krimis und Thrillern absolut geeignet ist. Von mir gibt es daher eine glatte Leseempfehlung!

  21. Cover des Buches Land sehen (ISBN: 9783492315067)
    Husch Josten

    Land sehen

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Gwennilein
    Ein wirklich wundervolles, besonderes Buch – ich lese ja immer und überall, somit bin ich gut darin, störende Nebengeräusche auszublenden. Das war hier etwas anders, somit merkte man direkt, dass man anspruchsvollere Literatur in den Händen hielt, die mich an Umberto Eco´s "Im Namen der Rose" erinnerte. Ich bin ein gläubiger Mensch, weshalb mich das Buch noch einmal mehr angesprochen hat, wobei es auch für Atheisten interessant ist, wie man den Glauben "rechtfertigen" kann. Ich kam jedenfalls aus dem Markieren nicht mehr heraus (was ich erstmalig bei meinem Kindle nutzte). 
    Zwei parallele Geschichten stehen im Vordergrund dieser Geschichte. Zum einen wird die Familiengeschichte des Protagonisten beleuchtet, der Dinge erfährt, von denen er gar nichts ahnte und zum anderen dreht sich alles um seine Beziehung zu seinem Onkel, der einem Orden beigetreten ist. So stehen sich Atheist und Gläubiger direkt gegenüber und kommen so immer wieder in Dialog über den Glauben und die Fragen, die damit verbunden sind. "Du kannst nicht vielleicht an Gott glauben. Du tust es. Oder eben nicht. Wahrscheinlich weiß jeder Mensch im Monment, da er zum ersten Mal darüber nachdenkt, ob er es tut oder nicht." Eine der vielen Notizen, die ich mir gemacht habe. Auch Ansätze für einen modernen Umgang mit Religion werden erstellt, wie wunderbar wäre denn folgender Gedanke: "Müsste man das jahrtausendealte Wissen verschiedener Religionen dazu nicht leicht und bekömmlich und ohne Vorurteile gemeinsam vermitteln? (...) es würde niemanden dümmer machen und auch die Frömmigkeit streng Gläubiger nicht verletzten. Es würde nur dazu führen, dass die Menschen sich öffnen und grundsätzlich darüber nachdenken, ob und was sie glauben können und wollen." Denn das Buch fasst es äußerst passend zusammen: "Für einen evolutionären Wandel ist es längst zu spät. Ein revolutionärer müsste her." Ich könnte durchaus noch weitere tolle Zitate ausführen, doch man sollte bereits merken, dass das Buch nicht einfach zum Lesen gedacht ist. Man kann sich dem gar nicht entziehen, weiter nachzudenken und Denkansätze weiterzuführen. Nein, das Buch ist keine leichte Kost, doch ein anspruchsvolles Lesevergnügen, welches im Gedächtnis bleibt. Und ist es nicht genau das, was sich der Leser (und natürlich auch der Autor) erhofft? 
    Einen minimalen Punkt Abzug gibt es nur für das Ende des Buches, welches sich nicht wie ein solches anfühlt. 
  22. Cover des Buches Die Bastardtochter (ISBN: 9783499268014)
    Petra Schier

    Die Bastardtochter

     (78)
    Aktuelle Rezension von: 65_buchliebhaber

    Die Eifelgräfin (Band 1) erzählt die Geschichte vom Kennenlernen bis zur Hochzeit von Graf und Gräfin von Manten. Im zweiten Band (Die Gewürzhändlerin) steht Luzia Bongert, die Leibmagd der Gräfin, im Mittelpunkt, während wir im dritten Band Die Bastardtocher des Grafen von Manten begleiten auf ihrem Weg, ihr Leben zu gestalten. In meinen Augen ist es notwendig, die Trilogie in der richtigen Reihenfolge zu lesen, da sie aufbauend gestaltet ist und immer wieder auf Ereignisse in der Vergangenheit zurückblickt. Die Handlung spielt in der Zeit zwischen 1348 bis 1362.

    Die Autorin verbindet die historischen Gegebenheiten gekonnt mit einer interessanten und die Leser mitnehmenden Familiengeschichte. Authentische Protagonisten, ereignisreiche Wendungen, spannende Begegnungen und nachvollziehbare Örtlichkeiten sorgen für absoluten Lesekomfort. Der Schreibstil unterstützt dieses Lesegefühl zudem. Ich kann diese Trilogie uneingeschränkt denjenigen empfehlen, die gerne historische Romane lesen. Die jetzt erscheinenden Hörbücher kann ich mir auch als gute Unterhaltung vorstellen.

    Wer diese Bücher gelesen ist schon den Protagonisten der Pilger-Reihe begegnet und kann sich an deren Entwicklung erfreuen.

  23. Cover des Buches Mond über der Eifel (ISBN: 9783954410033)
    Jacques Berndorf

    Mond über der Eifel

     (69)
    Aktuelle Rezension von: Darryl1208

    ABGEBROCHEN

    Ich habe schon einige Bücher aus der Baumeister Reihe gelesen, die waren zumindest so gut, das ich sie ausgelesen habe.
    Dieses hier ist leider eine gequirlte von Pauschalismen gefüllte, esotherische Sch**ße.
    An dem Punk als nicht nur pauschal Gothiks und Satanismus gleichgesetzt wurden, sondern auch noch Aleister Crowley und sein „Orden“ ins Spiel kamen, war ich raus.
    Der Autor versuchte offenbar möglichst viele Dinge von denen er keine Ahnung hat, in einem Buch zu verquirlen.
     Ich bedauere die armen Bäume die dafür gefällt wurden.

    ABGEBROCHEN        

      

    P.S.: Den einen Stern gibt es weil NULL Sterne nicht geht.            

                   

  24. Cover des Buches Winterbienen (ISBN: 9783406739637)
    Norbert Scheuer

    Winterbienen

     (97)
    Aktuelle Rezension von: NicoleP

    Egidius Arimond lebt 1944 in ständiger Gefahr. Wehruntauglichkeit wegen Epilepsie und diverse Frauengeschichten sind noch harmlos. Er versucht, Juden in speziellen Bienenstöcken nach Belgien zu schmuggeln.

    Die Geschichte besteht in erster Linie aus Tagebuchnotizen von Egidius. Dort ist in erster Linie über seine Arbeit und Tätigkeit als Imker zu lesen. Doch in leisen Zwischentönen erfährt der Leser viel über die damalige Zeit und wie die Menschen versucht haben, irgendwie hindurch zu kommen.

    Dieser ruhig erzählte Roman regt auch zum Nachdenken an. Man sollte beim Lesen bedenken, dass Tagebucheinträge in erster Linie für einen Schreiber selbst als Erinnerung gedacht sind und daher ausführliche Beschreibungen zu Orten, Personen und Begebenheiten selten sind. Dafür bringen sie einem den Verfasser emotional sehr nahe. Mir hat das Buch sehr gefallen, und ich empfehle es gerne weiter.

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