Bücher mit dem Tag "eifel"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "eifel" gekennzeichnet haben.

198 Bücher

  1. Cover des Buches Das Dinner – Alle am Tisch sind gute Freunde. Oder? (ISBN: 9783651025158)
    Emily Rudolf

    Das Dinner – Alle am Tisch sind gute Freunde. Oder?

    (294)
    Aktuelle Rezension von: Vreni_liest

    Rezension zu Das Dinner von Emily Rudolf


    Die Grundidee hat mich angesprochen. Eine ehemalige Clique trifft sich nach Jahren wieder in einem abgelegenen Restaurant in der Eifel. Anlass ist ein gemeinsames Dinner, doch ein Stuhl bleibt leer. Er ist für Maria gedacht, die vor fünf Jahren spurlos verschwunden ist. Während draußen ein Sturm aufzieht, beginnt im Inneren ein Krimidinner. Doch schon bald verschwimmen spiel und Wirklichkeit auf unheimliche Weise.

    Die Geschichte selbst ist gut durchdacht mit einigen Stolpersteinen. Das abgeschiedene Setting und die Spannungen zwischen den Figuren sind abgerundet.

    Inhaltlich wechseln sich Vergangenheit und Gegenwart ab. Langsam erfährt man mehr über die Freundesgruppe und darüber, was damals geschehen sein könnte. Gleichzeitig spitzt sich die Situation während des Dinners immer weiter zu. Geheimnisse kommen ans Licht, Verdächtigungen werden lauter.

    Allerdings hatte ich zu Beginn meine Schwierigkeiten. Die verschiedenen Zeitebenen und die vielen Rollen innerhalb der Gruppe sowie im Rahmen des Krimidinners, vor allem die realen und fiktiven Namen, haben es mir Anfangs nicht leicht gemacht, den Überblick zu behalten. Ich brauchte einige Kapitel, um die einzelnen Fäden miteinander zu verknüpfen. Kurzzeitig war ich unsicher, ob mich die Geschichte wirklich packen würde.

    Doch ab etwa der Mitte hat mich der Thriller deutlich mehr mitgerissen. Die Handlung gewinnt an Tempo, die Konflikte werden intensiver und es gibt mehrere überraschende Wendungen. 

    Insgesamt bin ich zwiegespalten. Der Anfang erfordert viel Geduld, danach wird es spannend. Lohnt es sich zu lesen? Ja!


  2. Cover des Buches Grenzgänger (ISBN: 9783426306086)
    Mechtild Borrmann

    Grenzgänger

    (159)
    Aktuelle Rezension von: ChristineE

    Da ich genau hier lebe, wo der Roman spielt, und das Thema Schmugel durchaus zu den Orten und den Menschen hier gehört, musste ich das Buch lesen. Mützenich hat an der Grenze zu Belgien ein Schmugel-Denkmal - auch wenn es Kontroversen darüber gibt und die Meinunge geteilt sind- es gehört in diese Orte und in die Zeit. Das kleine Dorf an der Grenze heißt in dem Roman Velda - mhm - das gibt es nun nicht - auch nichts ähnliches ... aber die Geschichte ist so authentisch und gut, dass das egal ist. Das schwere Leben, der Alltag, die absolute Ungerechtigkeit, das Leid ... das Herz  wird schwer bei manchen Passagen. Damals wie heute ... die Rückblende zu Henni, ihren Brüdern, der Tod der Mutter, der unmögliche Vater ... und dann steht Henni vor Gericht und ... wie geht es aus? Ein toller Eifel-Roman, den man lesen MUSS, wenn man hier lebt und die Geschichten kennt. Alle anderen dürfen das Buch auch gerne lesen!!! Sehr gut geschrieben! Danke an die Autorin!

  3. Cover des Buches Westwall – Auf welcher Seite willst du stehen? (ISBN: 9783328105947)
    Benedikt Gollhardt

    Westwall – Auf welcher Seite willst du stehen?

    (114)
    Aktuelle Rezension von: Ellekens

    „Westwall“ von Benedikt Gollhardt, erschienen im @penguin am 25.02.2019, 496 Seiten

    In meinem Lesekreis wollten wir mal wieder etwas Spannendes lesen. Da wir von uns aus in die Eifel schauen können und der Westwall somit nicht wirklich weit von uns weg ist, haben wir uns für diesen Thriller entschieden.

    Zur Info: Der Westwall ist ein von Hitler gebautes Bollwerk im Westen Deutschlands. 630 Meter lang - von den Niederlanden bis nach Frankreich – besteht es aus 15.000 Bunkern, Panzersperren, Tunnelsysteme und Gräben. Gebaut wurde es zwischen 1936 bis 1940. (gerne mal googlen – sehr interessant)

    Der Westwall ist neben Köln und Umgebung der Schauplatz dieser Geschichte. Julia, eine junge Frau in der Ausbildung zur Polizistin, lernt vermeintlich zufällig den jungen Nick kennen und verliebt sich in ihn. Nach ihrer ersten Nach erblickt Julia am schlafenden Nick ein Tattoo auf seinem Rücken in Form eines Hakenkreuzes. Erschrocken stellt sie weitere Nachforschungen an und findet heraus, dass er sich unter falschem Namen bei ihr bekannt gemacht und ein großes Vorstrafenregister hat.

    Gleichzeitig ist der Verfassungsschutz hinter Ira, einer sehr gewaltbereiten Terroristin, her, die sich mit ihrer Gruppe versteckt hält. Ein Maulwurf erschwert die Arbeit.

    Was verbindet Julia und Ira? Warum wurde Nick auf Julia angesetzt? Und was ist das für ein rechtsradikales Bündnis, dass da im Hintergrund agiert? Diese Fragen werden alle nach und nach bis zu einem großen Showdown am Ende beantwortet. Bis dahin steigert sich die Spannung stetig, nicht zuletzt durch die düstere Kulisse des Westwalls.

    Benedigt Gollhardt ist ein namhafter Drehbuchautor – kein Wunder also, dass das Buch zu einer Serie im Jahr 2021 für das Fernsehen verfilmt wurde.

    Ich habe das Buch gerne gelesen, brauche jedoch nicht so oft Ausflüge in dieses Genre.

  4. Cover des Buches Der Libellenflüsterer (ISBN: 9783570309575)
    Monika Feth

    Der Libellenflüsterer

    (115)
    Aktuelle Rezension von: Lady_Cassiopeia

    Der Libellenflüsterer präsentiert erneut ein Täterprofil, das in narrativer Form spannend und atmosphärisch dicht ausgearbeitet ist. Monika Feth gelingt es, Situationen emotional nachvollziehbar darzustellen. Die psychologische Perspektive steht dabei klar im Vordergrund; Konflikte, Bedrohungswahrnehmung und moralische Grauzonen werden mit großer Detailtreue vermittelt. Kritisch anzumerken ist jedoch ein wiederkehrendes Muster, das sich durch den Roman zieht: Erneut gerät nahezu ausschließlich der Hauptcharakter, samt unmittelbarem Umfeld, ins Zentrum der Gefahr. Aus meiner persönlichen Sicht wirkt diese Häufung extremer Belastungssituationen wenig realistisch. Zwar ist es unbestritten, dass Menschen mehrfach traumatische Erfahrungen machen können, doch dass es immer wieder passiert, erscheint mir dramaturgisch überhöht. Nichtsdestotrotz überzeugt der Roman durch seine Figuren. Die meisten Charaktere sind konsistent, emotional greifbar und in ihren Handlungen nachvollziehbar motiviert. Die Handlung ist insgesamt gut strukturiert und die Spannungsbögen sind sauber gesetzt. Zusammenfassend lässt sich sagen: Trotz kleiner Abstriche in puncto Realismus bleibt Der Libellenflüsterer ein fesselnd erzählter Krimi mit einer starken psychologischen Komponente.


    Eckdaten zum Buch:

    Titel: Der Libellenflüsterer

    Autor: Monika Feth
    Verlag: cbt
    Erscheinungsjahr: August 2015
    Seitenzahl: 528
     Genre: Krimi

    Sprache: Deutsch

    Meine Bewertung: 3/5 Sterne


    Zitat:

    „Hast du eine Ahnung, dachte Bert, der im Laufe seines Berufslebens gelernt hatte, dass nirgendwo größere Grausamkeiten begangen werden als in normalen Familien. Dass nirgendwo tiefere Abgründe klaffen.“ - Bert Melzig

  5. Cover des Buches Die Bastardtochter (ISBN: 9783499268014)
    Petra Schier

    Die Bastardtochter

    (79)
    Aktuelle Rezension von: 65_buchliebhaber

    Die Eifelgräfin (Band 1) erzählt die Geschichte vom Kennenlernen bis zur Hochzeit von Graf und Gräfin von Manten. Im zweiten Band (Die Gewürzhändlerin) steht Luzia Bongert, die Leibmagd der Gräfin, im Mittelpunkt, während wir im dritten Band Die Bastardtocher des Grafen von Manten begleiten auf ihrem Weg, ihr Leben zu gestalten. In meinen Augen ist es notwendig, die Trilogie in der richtigen Reihenfolge zu lesen, da sie aufbauend gestaltet ist und immer wieder auf Ereignisse in der Vergangenheit zurückblickt. Die Handlung spielt in der Zeit zwischen 1348 bis 1362.

    Die Autorin verbindet die historischen Gegebenheiten gekonnt mit einer interessanten und die Leser mitnehmenden Familiengeschichte. Authentische Protagonisten, ereignisreiche Wendungen, spannende Begegnungen und nachvollziehbare Örtlichkeiten sorgen für absoluten Lesekomfort. Der Schreibstil unterstützt dieses Lesegefühl zudem. Ich kann diese Trilogie uneingeschränkt denjenigen empfehlen, die gerne historische Romane lesen. Die jetzt erscheinenden Hörbücher kann ich mir auch als gute Unterhaltung vorstellen.

    Wer diese Bücher gelesen ist schon den Protagonisten der Pilger-Reihe begegnet und kann sich an deren Entwicklung erfreuen.

  6. Cover des Buches Keine Reue (ISBN: 9783328107231)
    Ellen Sandberg

    Keine Reue

    (55)
    Aktuelle Rezension von: RihannaMona

    Keine Reue – wegen was. Das ist hier die Frage. Es geht um eine Familie, nämlich die Maienfeld‘s und sie wird einem im Gedächtnis bleiben. 

    Die Maienfeld‘s haben drei Kinder, aber die Eltern interessieren sich nicht wirklich für ihre Kinder und sie sind sich selbst überlassen und werden antiautoritär erzogen. Barbara Maienfeld ist Anwältin, vertritt nach außen hin, Menschen die kaum haben und damit nicht auf der Sonnenseite im Leben stehen. Gernot Maienfeld ist mit seinem Verlag pleite gegangen und wird von einem anderen Verlag immer wieder bedrängt eine Biografie über seinen Bruder Lukas zu schreiben, der Ende der 80-ziger Jahre untergetaucht ist. Warum? 

    Die Geschichte beginnt aber eigentlich damit, dass Barbara ihre Kinder angerufen hat, weil sie dringend Geld brauchen, um das Haus zu halten, indem sie wohnen und Ben Maienfeld, der älteste Sohn von Gernot und Barbara, versucht einer Frau zu helfen, die auf offener Straße von einem Mann angegriffen wird. Er verletzt sich dabei und die Frau wird ermordet und die Polizei ermittelt. Die Kommissarin hat dabei den Ehemann der getöteten Frau Auf den Kieker und hofft von Ben die Bestätigung, dass der Ehemann Yasin der Mörder seiner Ehefrau ist. Aber Ben hat Gedächtnislücken und kann der Polizei nicht helfen, wobei Kommissarin Charlotte Bodmer ihm das nicht glaubt. Da sie den Ehemann von Yasin bei der Befragung bedroht, wird sie vom Dienst suspendiert. Deshalb reist sie Ben hinterher und übernimmt in der Eifel, dem Ort seiner Kindheit, den Personenschutz von Ben. Und nun kommen bei Ben auch einige Kindheitserinnerungen hervor. So kommt zum Vorschein, dass sich seine Eltern für die RAF, sowie für politische Gefangene eingesetzt haben. 

    Der Roman hat zwei Zeitstränge, nämlich das Jahr 2019, sowie Ende der 80er-Jahre. Der Schreibstil ist flüssig und Ellen Sandberg versteht es, immer mehr Informationen der Protagonisten zur Verfügung zu stellen, so dass man sie, sowie die Zeit der RAF besser versteht.       

    Fazit: Raffinierter Krimi!

     

  7. Cover des Buches Winterbienen (ISBN: 9783406739637)
    Norbert Scheuer

    Winterbienen

    (100)
    Aktuelle Rezension von: NicoleP

    Egidius Arimond lebt 1944 in ständiger Gefahr. Wehruntauglichkeit wegen Epilepsie und diverse Frauengeschichten sind noch harmlos. Er versucht, Juden in speziellen Bienenstöcken nach Belgien zu schmuggeln.

    Die Geschichte besteht in erster Linie aus Tagebuchnotizen von Egidius. Dort ist in erster Linie über seine Arbeit und Tätigkeit als Imker zu lesen. Doch in leisen Zwischentönen erfährt der Leser viel über die damalige Zeit und wie die Menschen versucht haben, irgendwie hindurch zu kommen.

    Dieser ruhig erzählte Roman regt auch zum Nachdenken an. Man sollte beim Lesen bedenken, dass Tagebucheinträge in erster Linie für einen Schreiber selbst als Erinnerung gedacht sind und daher ausführliche Beschreibungen zu Orten, Personen und Begebenheiten selten sind. Dafür bringen sie einem den Verfasser emotional sehr nahe. Mir hat das Buch sehr gefallen, und ich empfehle es gerne weiter.

  8. Cover des Buches Engelsschmerz (ISBN: 9783958199040)
    Anna Martens

    Engelsschmerz

    (66)
    Aktuelle Rezension von: Leseratterosi

    Jule ist weg! Ihre Mutter bemerkt als einzige Person in ihrem Umkreis das Verschwinden von Jule und alarmiert die Polizei. Diese schenkt der Mutter allerdings keinen Glauben, Jule sei erwachsen und könne selbst entscheiden, wenn sie sich mal einige Zeit von allen fernhält. Aber Jules Mutter gibt nicht auf und was der Leser weiß: Sie tut gut daran, nicht aufzugeben, denn Jule braucht tatsächlich dringend Hilfe.

    Das Buch lag nun seit 2015 in meinem elektronischen Bücherregal und nun konnte es endlich davon befreit werden. Der Thriller wird abwechselnd aus verschiedenen Perspektiven erzählt - mal aus Jules Sicht in der "Gegenwart" und mal aus der Sicht ihrer Mutter, ihres Nachbarn, ihres Exfreundes und der Kommissarin Annette Kirchgessner. Die Kapitel sind kurz und man kommt flott durch das Buch. Auch die Tatsache, dass der Leser von vornherein weiß, was mit Jule passiert ist, tut der Spannung keinen Abbruch. Allerdings hat das Buch schon so seine Mängel. Insbesondere auf die sehr unsympathische Kommissarin hätte ich gerne verzichtet und auch so manche Handlungen von Nebencharakteren wie Tim und (vor allem) Lena waren für einen Thriller dezent unnötig!

    Ansonsten: Ein solider Thriller!


  9. Cover des Buches Mond über der Eifel (ISBN: 9783954410033)
    Jacques Berndorf

    Mond über der Eifel

    (70)
    Aktuelle Rezension von: Darryl1208

    ABGEBROCHEN

    Ich habe schon einige Bücher aus der Baumeister Reihe gelesen, die waren zumindest so gut, das ich sie ausgelesen habe.
    Dieses hier ist leider eine gequirlte von Pauschalismen gefüllte, esotherische Sch**ße.
    An dem Punk als nicht nur pauschal Gothiks und Satanismus gleichgesetzt wurden, sondern auch noch Aleister Crowley und sein „Orden“ ins Spiel kamen, war ich raus.
    Der Autor versuchte offenbar möglichst viele Dinge von denen er keine Ahnung hat, in einem Buch zu verquirlen.
     Ich bedauere die armen Bäume die dafür gefällt wurden.

    ABGEBROCHEN        

      

    P.S.: Den einen Stern gibt es weil NULL Sterne nicht geht.            

                   

  10. Cover des Buches Und am Morgen waren sie tot (Jan-Römer-Krimi 2) (ISBN: 9783548287034)
    Linus Geschke

    Und am Morgen waren sie tot (Jan-Römer-Krimi 2)

    (104)
    Aktuelle Rezension von: Zahirah

    Der ColdCase, den Jan Römer mit Mütze in diesem zweiten Serienfall ausgräbt, scheint am Anfang sehr undursichtig. Aber je weiter die Ermittlungen der beiden vorangeschritten waren, wurde mir klar, wer der Täter sein mußte. Aber das war aus meiner Sicht kein Manko, hat der Krimi doch seine ganz eigene, teils gruselige, Atmosphäre.

    Der Schreib- und Erzählstil ist einfach und schnörkelos, so dass der Krimi leider zu schnell ausgelesen war. Alles in allem hat mir auch dieser neue Fall mit dem cleveren Ermittlerduo wieder gut gefallen, so dass ich das Buch auch gern weiterempfehlen möchte und meine Bewertung sind 4 von 5 Sterne.

  11. Cover des Buches Die Sünderin (ISBN: 9783499257063)
    Petra Hammesfahr

    Die Sünderin

    (211)
    Aktuelle Rezension von: Bella0070

    Cora Bender scheint ein glückliches Leben zu führen. Sie ist verheiratet mit einem fürsorglichen Ehemann, hat einen zweijährigen Sohn und arbeitet in der Firma ihres Schwiegervaters. Umso schockierender ist es, als sie auf einem Familienausflug einen ihr scheinbar unbekannten Mann mit einem Schälmesser ersticht. Der Fall scheint klar, die Täterin voll geständig. Doch mit dem Motiv gibt sich Hauptkommissar Grovian nicht zufrieden. Er fängt an, Fragen zu stellen und trifft auf eine Mauer aus Schweigen und Lügen.

    Die Atmosphäre des Romans ist düster und bedrückend. Die Aussagen von Cora widersprechen sich immer wieder. Ich merke schnell, dass die Lösung des Falls nicht so einfach ist. Manchmal fühle ich mich so verwirrt von den Geschichten, die Cora erzählt. Aber es lässt sich schnell erahnen, dass der Protagonistin etwas furchtbares widerfahren sein muss. 

    Der Roman wechselt zwischen der Gegenwart und Rückblicken aus der belastenden Kindheit Coras. Obwohl die gleiche Situation immer wieder in unterschiedlichen Variationen durchgespielt wird und es so zu vielen Wiederholungen kommt, ist der Roman sehr spannend. Ich habe das Buch nicht aus den Händen legen können. Es ist wie ein Puzzle, das sich immer mehr zusammensetzt, bis sich ganz zum Schluss ein vollständiges Bild ergibt.

    Ein lesenswertes aber auch schockierendes Buch. 

  12. Cover des Buches Eifel-Blues (ISBN: B005T4TKB2)
    Jacques Berndorf

    Eifel-Blues

    (128)
    Aktuelle Rezension von: FranklinTummescheit

    "Eifel-Blues" (1989) ist der erste Roman der erfolgreichen Eifel-Krimi-Reihe von Jacques Berndorf, einem Pseudonym des deutschen Journalisten und Autors Michael Preute. Im Mittelpunkt der Geschichte steht der Journalist Siggi Baumeister, der in der idyllischen Eifel lebt und arbeitet. Sein ruhiges Leben wird gestört, als er in einen mysteriösen Kriminalfall verwickelt wird. Eine junge Frau verschwindet spurlos, und kurz darauf wird ihre Leiche gefunden. Siggi Baumeister beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln, wobei er immer tiefer in ein Netz aus Lügen, Korruption und dunklen Geheimnissen gerät, die in der scheinbar beschaulichen Eifel verborgen liegen. Unterstützt wird er dabei von seinen Freunden, dem pensionierten Kommissar Rodenstock und der Fotografin Emma. Gemeinsam decken sie die wahren Hintergründe des Verbrechens auf, die weit in die Vergangenheit zurückreichen.

    "Eifel-Blues" von Jacques Berndorf ist ein gelungener Auftakt zu einer Krimi-Reihe, die die deutsche Regionalliteratur nachhaltig geprägt hat. Der Roman besticht durch seine atmosphärische Darstellung der Eifel, die Berndorf mit viel Liebe zum Detail beschreibt. Die Landschaft wird nicht nur zur Kulisse, sondern zu einem eigenen Charakter, der die Handlung maßgeblich beeinflusst.

    Siggi Baumeister ist ein unkonventioneller Ermittler, der mit seinem zynischen Humor und seiner Menschlichkeit sofort sympathisch wirkt. Die Erzählweise ist authentisch und bodenständig, was dem Leser das Gefühl gibt, direkt in die Eifelwelt einzutauchen. Besonders hervorzuheben ist die realistische Darstellung des journalistischen Alltags, die Berndorf mit seiner eigenen Berufserfahrung geschickt einfließen lässt.

    Allerdings leidet der Roman stellenweise unter Längen, insbesondere in den Passagen, in denen Baumeisters Privatleben und seine persönlichen Reflexionen im Vordergrund stehen. Diese könnten für manche Leser die Spannung dämpfen. Zudem ist der Kriminalfall an sich zwar solide konstruiert, bietet jedoch keine allzu überraschenden Wendungen. Wer jedoch ein Fan von gut ausgearbeiteten Charakteren und regionalen Milieuschilderungen ist, wird "Eifel-Blues" dennoch schätzen.

    Insgesamt ist "Eifel-Blues" ein unterhaltsamer Regionalkrimi, der vor allem durch seine stimmungsvolle Atmosphäre und die lebensnahen Figuren überzeugt. Er bildet eine solide Grundlage für die nachfolgenden Bände der Reihe, die sich mit der Zeit zu einem echten Kult entwickelt haben.

  13. Cover des Buches Echo der Toten. Ein Fall für Friederike Matthée (Friederike Matthée ermittelt 1) (ISBN: 9783548289571)
    Beate Sauer

    Echo der Toten. Ein Fall für Friederike Matthée (Friederike Matthée ermittelt 1)

    (101)
    Aktuelle Rezension von: lisolino

    Echo der Toten von Beate Sauer hat mich von der ersten Seite an berührt. Die Atmosphäre des Nachkriegsdeutschlands ist unglaublich dicht und eindringlich beschrieben. Besonders dem Leben der Menschen im zerstörten Köln mit ihren täglichen Entbehrungen und der Last der Kriegserlebnisse ist dabei viel platz eingeräumt. Man spürt beim Lesen förmlich den Mangel, aber auch den starken Willen zum Überleben. Eigentlich habe ich die ganze Zeit beim lesen gefroren.

    Die Geschichte entfaltet sich ruhig und bedacht, ohne dabei an Spannung zu verlieren. Gerade dieses langsame, gut nachvollziehbare Erzählen hat mir sehr gefallen, da es den Figuren Raum gibt. Die Charaktere sind vielschichtig, glaubwürdig und geben ihre Geheimnisse erst mit der Zeit preis.

    Der historische Aspekt der weiblichen Beamten war mir völlig neu und hat mir ein Stück Geschichte näher gebracht.
    Insgesamt ein atmosphärisch dichter, emotionaler Roman, der nachwirkt und den ich uneingeschränkt empfehlen kann.

  14. Cover des Buches Wir Verlorenen (ISBN: 9783948736064)
    Jana Taysen

    Wir Verlorenen

    (83)
    Aktuelle Rezension von: Nika488

    Gute Grundidee mit Luft nach oben

    „Wir Verlorenen“ beginnt mit einer spannenden und düsteren Grundstimmung – die postapokalyptische Welt, in der Smilla ums Überleben kämpft, ist intensiv und bildhaft beschrieben. Der Einstieg in die Geschichte gelingt schnell, und die Beziehung zu ihrer kleinen Schwester sorgt für emotionale Tiefe.

    Besonders gelungen ist die Grundidee der Weltordnung nach der Katastrophe und der Einfluss des Clans der „Verlorenen Jungs“. Auch philosophische Themen und moralische Fragen werden immer wieder angerissen, was dem Roman Tiefe verleiht.

    Leider konnte mich die Umsetzung nicht durchgehend überzeugen. Die Charaktere – insbesondere Smilla – wirken stellenweise unausgereift, ihre Entscheidungen sprunghaft oder schwer nachvollziehbar. Auch die Liebesgeschichte mit Falk konnte mich emotional nicht abholen, da sie teilweise zu abrupt und klischeehaft wirkt. Zudem verlieren sich manche Szenen in Längen, wodurch die Spannung phasenweise leidet.

    Fazit: Ein vielversprechender Auftakt mit einer interessanten Welt und starken Ansätzen – aber auch Schwächen in der Charakterzeichnung und Erzählstruktur. Für Fans dystopischer Romane mit einer Prise Romantik sicherlich einen Blick wert, auch wenn noch Potenzial nach oben bleibt.

  15. Cover des Buches Die Waldgräfin (ISBN: 9783641212605)
    Dagmar Trodler

    Die Waldgräfin

    (129)
    Aktuelle Rezension von: EineMami

    Das Jahr des Herren 1066: Als Tochter des Freigrafen zu Sassenberg ist Alienors Schicksal schon vorgezeichnet. Zwar lässt ihr Vater ihr einige Freiheiten, lehrt sie sogar das Kämpfen mit dem Schwert, doch letztlich soll sie nur einen ehrbaren Mann in passender Stellung heiraten und den gewünschten Erben austragen.
    Dass alles anders kommen wird, ahnen die eingefleischten Christen nicht, als der Freigraf seiner Tochter zur eigenen Belustigung einen heidnischen Sklaven schenkt. Im Wald aufgegabelt und namenlos, soll er Alienor fortan als Reitknecht dienen. Doch der Fremde ist nicht nur schön, er ist auch klug und ehrenhaft. Ganz sicher kein einfacher Mann, sondern von hoher Geburt. Nach einem Scharmützel mit den Feindes des Grafen, droht der Heide an seinen Verletzungen zu sterben. Alienor folgt ihrem Herzen, will ihn retten und gerät unversehens in das blutrünstige Auge der christlichen Kirche. Zum ersten Mal ergreift Alienor für sich selbst Partei und gleichzeitig nach einem selbstbestimmten Leben, obwohl es sie alles kosten kann, was sie je kannte und liebte …

    Das Hörbuch „Die Waldgräfin“ wartet mit einer beeindruckenden Länge von über 23 Stunden auf. Gelesen von der wunderbaren Julia Kelz. Mit ihrer eigenwilligen Stimme bringt sie Leben in den historischen Roman von Dagmar Trodler. Ich finde zwar, dass die Stimme für die junge Alienor nicht ganz passt, da sie für mein Empfinden älter klingt, doch die Darbietung ist unterhaltsam und kunstfertig, sodass ich ihr letztlich mit Genuss gelauscht habe.

    Alienor ist eine für damalige Verhältnisse starke und toughe Persönlichkeit. Sie weiß, was sie will, zögert zwar danach zu greifen, doch ihr Mut und ihre Sturheit bringen sie früher oder später ans Ziel.
    Die Zuneigung zu ihrem heidnischen Sklaven entfaltet sich langsam, kaum merklich. Diese Entwicklung hat mir gut gefallen.

    Die Gottesfürchtigkeit der damaligen Zeit gibt die Autorin bildhaft und anschaulich wieder, allerdings wird die Handlung dadurch mitunter sehr langatmig, gespickt mit einer Flut lateinischer und hebräischer Absätze. An dieser Stelle möchte ich Sprecherin Julia Kelz erneut loben, die die fremdsprachigen Textstellen so kompetent und mit Bravour vorträgt und ihnen Leben einhaucht.

    Ich finde, dass man die Geschichte insgesamt kürzer hätte gestalten können. Die einzelnen Phasen hätten dafür spannender und mitreißender sein können. Es war ein interessantes, historisch bildhaftes Erlebnis, bei dem man die Liebe der Autorin zu ihrem Werk deutlich spürt, dennoch werde ich es bei Band 1 belassen und keinen weiteren Teil der „Wege der Eifelgräfin“ hören oder lesen.

  16. Cover des Buches Niemands Töchter (ISBN: 9783492073691)
    Judith Hoersch

    Niemands Töchter

    (136)
    Aktuelle Rezension von: winddoors

    Judith Hoersch kannte ich bis jetzt nur aus Fernsehen, bis ich sie zur Buchmesse mit den Roman " Niemands Töchter " kennengelernt habe, es ist ihr Debütroman.
    Das Lesen wird einen etwas leichter gemacht mit den kleinen Kapiteln jeweils einer Frau gewidmet.
    Es handelt von vier Frauen und geht um die eigene Herkunft und handelt von Müttern und Töchtern und wird aus der Perspektive jeder Frau beleuchtet. Diese sind alle miteinander verbunden, das erfährt man nach und nach in den einzelnen Kapiteln.
    Marie, Daniela, Isabella und Alma.
    Vier Frauen, vier Jahrzehnte und eine Verbindung, die nie zerreißt: Mütter und Töchter.
    Ein Buch auf der Suche von Identität, Schuld und Widergutmachung.
    Der Roman ist interessant, berührend, traurig bis zum Ende, aber nicht ganz leicht zu lesen. Von mir eine klare Leseempfehlung , ich vergebe fünf Sterne.

  17. Cover des Buches Die Bärenführerin (ISBN: 9781503900714)
    Lea Weisz

    Die Bärenführerin

    (35)
    Aktuelle Rezension von: Siko71
    Agnes von Langerode, soll mit Bernhard von Hinzweiler verheiratet werden, aber als die Gauklertruppe in der Stadt war, schlägt ihr Hez für einen Anderen. Kilian, der Bärenführer hat ihr Herz erobert. In ener Nacht und Nebelaktion flieht sie von dem Gut ihres Vaters und lässt alles zurück. Nun muss ihre Schwester Beth an ihrer Stelle Bernhard heiraten... Agnes hingegen hat auch ihre Probleme und es droht die Liebe ihres Leben zu verlieren...

    Ein schönes Roman, der mal was für Zwischendurch und für's Herz ist. Der leichte Schreibstil lässt einen duchr das Buch und die Handling fliegen. Mir hat es sehr gut gefallen und daher volle Sterne.

  18. Cover des Buches Die Nagelschuhe (ISBN: 9783752849387)
    Vincie Halen

    Die Nagelschuhe

    (14)
    Aktuelle Rezension von: LuiseLotte

    Da dümpelt er nun vor sich hin, der heruntergekommene Reporter Bruno! Er trinkt zuviel Alkohol, seine langjährige Freundin und Kollegin Hanna hat ihm zwar die Liebe, nicht aber die Freundschaft aufgekündigt. In der Tat kümmert sie sich noch immer rührend um ihn. Es ist anzunehmen, dass er ohne sie, die gelegentlich vorbeischaut, um nach dem Rechten zu sehen und dafür zu sorgen, dass er sich ausreichend ernährt, längst völlig vor die Hunde gegangen wäre! Der Leser mag sich erstaunt fragen, warum sie ihn nicht längst sich selbst überlassen hat, denn Bruno ist kein netter, kein liebenswerter Zeitgenosse! Er ist großkotzig und unerträglich arrogant, gewiss niemand, dem die Herzen zufliegen. Er freilich sieht das ganz anders, hat ein Bild von sich, das fern jeder Realität ist. Doch geschehen ihm in letzter Zeit seltsame Dinge, die ihn ängstigen - und den Leser hoffen lassen, dass sie ihn zum Nach- und Umdenken bringen mögen: Bruno hat Visionen! Er sieht unter anderem wiederholt einen offensichtlich erhängten Mann auf einem Handkarren, dessen Füße mit dunkelbraunen Nagelschuhen bekleidet sind... Um den ihn stark beunruhigenden Albträumen auf den Grund zu gehen, beginnt Bruno Nachforschungen anzustellen. Diese führen ihn in ein gottverlassenes Dorf in der Eifel, in dem die Zeit stillzustehen scheint und dessen Bewohner ihm mit Misstrauen, wenn nicht sogar Feindschaft begegnen. Brunos wenig einnehmendes Wesen trägt auch nichts dazu bei, sich Freunde zu machen, doch kommt er Schritt für Schritt dem Geheimnis auf die Spur, das die Dörfler um jeden Preis im Dunkel der Vergangenheit belassen wollen. Unerwarteterweise entdeckt Bruno dabei, dass es Verbindungen zwischen ihm und dem Dorf gibt, die weit in die Vergangenheit reichen, und dass ausgerechnet er dazu ausersehen ist, dem toten Mann in seinen Visionen eine lang verspätete Gerechtigkeit widerfahren zu lassen!

    Nein, die Figur Bruno zu mögen oder gar eine Bindung zu ihm aufzubauen, fällt wirklich nicht leicht! Seine Handlungsweise zu verstehen, ist ebenso nicht möglich. Er ist beileibe kein Sympathieträger - und vielleicht ist das der Grund, warum die Geschichte zwar leicht zu lesen, mir aber nicht tief gegangen ist. Vieles blieb zu sehr an der Oberfläche, wurde kurz angerissen, dann aber nicht weiter verfolgt. Um Bruno wirklich zu verstehen, hätte ich mir mehr Hintergrundinformationen gewünscht, hätte ich gerne gewusst, was ihn zu der Person machte, die er ist. Und dann hätte es tatsächlich eine runde Geschichte werden können. So aber bleibt mir der Protagonist bis zum abrupten Ende, das die Spannung nicht einlösen konnte, die sich während des Lesens durchaus aufbaute, fremd und alles in allem unsympathisch. Nicht einmal lustig kann ich ihn finden. Gelegentlich lässt die Autorin den Leser einen Sekundenblick hinter die Fassade des ungepflegten Maulhelden werfen, der mutmaßen lässt, dass doch mehr in ihm steckt, als er nach außen zeigt. Das aber war zu wenig, um ihn erfassen zu können. Nun, die Autorin plant einen Nachfolgeband! Womöglich wird dann meine Meinung über den vorliegenden Roman teilweise revidiert werden? Womöglich finden sich darin die Antworten, die ich hier vermisse?

    Was ich als positiv vermerken möchte, ist die Art und Weise, wie Vincie Halen einen Einblick gibt in die innere und äußere Struktur des Haupthandlungsortes und überhaupt das Leben zu der Zeit vor 75 Jahren, auf die Brunos Visionen zurückgehen. Sie sind von großer Bedeutung, um zu verstehen, was damals geschehen ist und warum es geschehen konnte. Dabei kommt der Verdacht auf, dass die Dorfbewohner die archaischen Strukturen noch nicht ganz abgeschüttelt haben, dass sie sich nie befreien konnten von der vermeintlichen Schuld, die ihre Väter damals auf sich geladen haben und die auch im Roman nicht zufriedenstellend, das heißt nachvollziehbar, geklärt wurde. Da die Autorin letztend aber darauf verzichtet, eine logische Verbindung zwischen den losen Enden damals und heute herzustellen, kann es nur eine Mutmaßung bleiben! Denn hinter das Gesicht kann man niemandem in diesem Roman blicken, wirklich verstehen und nachempfinden kann man auch nicht.

  19. Cover des Buches Eifelfrauen: Das Haus der Füchsin (ISBN: 9783499004049)
    Brigitte Riebe

    Eifelfrauen: Das Haus der Füchsin

    (73)
    Aktuelle Rezension von: nati51

    Schon früh wusste Johanna Fuchs, dass sie nicht heiraten wollte, um von der väterlichen Bevormundung in die eines Ehemanns überzugehen. Überraschend erbt Johanna ein Haus im kleinen Ort Altenburg in der Eifel von ihrer Tante Lisbeth, von der sie bisher nichts gehört hatte. Ihre Eltern wollen sie davon abhalten, die Erbschaft anzunehmen. Doch nachdem sie das idyllisch gelegene Haus besichtigt hat und je mehr Steine man ihr in den Weg legt, desto stärker wächst in ihr der Wunsch, das Erbe anzunehmen. Warum hat Lisbeth Johanna als Alleinerbin eingesetzt?

    Der fesselnde Schreibstil von Brigitte Riebe hat mich auch in ihrem neuen Buch von Beginn an gefangengenommen. Von 1920 bis 1938 begleite ich Johanna in schwierigen Zeiten und verfolge ihre Entwicklung von einer verwöhnten Fabrikantentochter zu einer Frau, die weiß, was sie will und auf eigenen Füßen stehen kann. Mit ihr erlebe ich die aufziehenden politischen Ereignisse, die Brigitte Riebe geschickt mit dem Leben der Familie Fuchs verwoben hat. Sehr hilfreich fand ich am Anfang des Buches das Personenregister mit den wichtigsten Figuren.

    Der Roman hat mir angenehme Lesestunden bereitet, so dass ich mich jetzt schon auf die Fortsetzung freue. 

  20. Cover des Buches Cache! (ISBN: 9783939435228)
    Manuel Andrack

    Cache!

    (5)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    Harald Schmidts Sidekicks Geocaching-Roman für ganz junge Leser, die Jugend möge sich angesprochen fühlen und Tablets und Playse mal  beiseitelegen. Draußen finden halt doch die wahren Abenteuer statt! Clara und Victor werden von ihrer Mutter zum Verwandtschaftsbesuch "verdonnert", weil diese nach München auf einen Kongreß muß, Vater ist im Ausland und beobachtet Tiere zum Filmen. In der Eifel stoßen die beiden auf den Trendsport "Geocaching", so macht die gute alte Schnitzeljagd noch mehr Spaß, und Technik ist auch involviert! Für aufgeweckte Kids.

  21. Cover des Buches Sturmmädchen (ISBN: 9783864932328)
    Lilly Bernstein

    Sturmmädchen

    (145)
    Aktuelle Rezension von: KleinerVampir

    Buchinhalt:

    Deutschland in den 1930er Jahren: die drei Freundinnen Elli, Margot und Käthe sind unzertrennlich – bis der Nationalsozialismus auch das kleine Dorf in der Eifel erreicht. Während Margot als Jüdin fortan um ihr Leben fürchtet, ist Käthe von den Parolen der Braunen überzeugt. Elli, zwichen allen Stühlen, muss sich entscheiden: mit dem Strom zu schwimmen oder ihrer Freundin und deren Familie zu helfen....


    Persönlicher Eindruck:

    Der dritte Band der Mädchen-Reihe (jeweils in sich abgeschlossen und getrennt lesbar) behandelt eine Mädchenfreundschaft in den 1930er Jahren. Unbeschwertheit, Zukunftsträume aber auch harte Realität und Lebensgefahr bestimmen den Alltag von Elli, Margot und Käthe.

    Im Grunde könnten die drei unterschiedlichen nicht sein: während Margot aus einem reichen Kaufmannshaushalt stammt lebt Käthes Familie in völliger Armut. Elli, selbst von Kinderlähmung gezeichnet, ist die Tochter der Dorfhebamme, die zwar Mangels Arzt den Dienst des Heilers im Ort versieht, aber leider selten für ihre Dienste bezahlt wird. Elli leidet unter ihrem verkrüppelten Fuß,, der ihr das Gehen schwer macht, sehnt sich aber nach der Zuneigung von Hans, dem Sohn des reichen Bauern, auf dessen Grund Mutter und Tochter in einer kleinen Kate leben.

    Bewegend und aufwühlend sind die Szenen, die sich um die Jüdin Margit drehen. Der Holocaust hat in der Welt der Mädchen Einzug gehalten und die Familie ist von Verfolgung und dem Tod bedroht. Elli muss sich entscheiden, auf welche Seite sie gehören möchte und als ihre Entscheidung fällt, bedroht man auch sie. 

    Mitreißend schildert Autorin Bernstein die politische Situation zur Zeit des Nationalsozialismus und deren Auswirkungen auf den Alltag und das Leben der Menschen. Dabei schildert sie schonungslos, was Jude oder auch behinderten Menschen widerfährt – man darf bei der Lektüre wirklich nicht zimperlich sein und muss auch starken Tobak aushalten können. Daneben sorgt die Liebesgeschichte zwischen Elli und Hans für Auflockerung, dennoch ist der Roman auf keiner Seite kitschig.

    Die Figuren sind allesamt authentisch und ihr Verhalten nachvollziehbar, auch die Nebenfiguren, wie Bauer Jannsen oder die Nonne Gertrud haben Profil und Tiefe.

    Nach etwa der Hälfte meint der Leser das Geheimnis in Elis Leben zu erahnen, jedoch gibt es mehrere erstaunliche Wendungen, so dass auch meine erste Vermutung wieder hinüber war – man weiß relativ lange nicht viel über Ellis Herkunft. 

    Was mir eher negativ auffiel, ist die komplette Nichterwähnung der gelben Judensterne. Elli ist relativ unbedarft und überrascht, was Margot ihr aus Aachen schreibt, dennoch erwähnt keiner die gelben Sterne und das ist auffällig. Ebenso fand ich gegen Ende unglaubhaft, dass zwei zu früh geborene Säuglinge, die eh schon mit dem Tode ringen, beim Herunterfallen aus einer gewissen Höhe (ich verrate nicht, warum) keinerlei Schaden nehmen. Das war für mich leider an der Realität vorbei.

    Insgesamt war das Buch aber eine spannende Geschichte, die ich an einem Tag komplett durchgelesen habe, ich konnte sie kaum beiseite legen. Eine absolute Leseempfehlung, über kleinere Schwächen kann man dabei wohlwollend hinwegsehen.

  22. Cover des Buches Die honigsüßen Hände (ISBN: 9781503954670)
    Marion Johanning

    Die honigsüßen Hände

    (41)
    Aktuelle Rezension von: Jedida

    Und wieder ein Buch von Marion Johanning, das mich begeistern konnte! Frau Johanning versteht es, so zu schreiben, dass der Leser direkt ins Geschehen gebeamt wird. Ihre Figurenzeichnung ist plastisch und absolut nachvollziehbar, ihr Schreibstil flüssig und schnörkellos. Es gibt Charaktere zum Hassen und Lieben und eine Story, die keine Minute langweilig wird. So für einige Stunden ins Feinbäckerhandwerk und in die Schilderung harter körperlicher Arbeit einzutauchen hatte echt was (vor allem, wenn man dabei gemütlich auf der Couch liegen kann) … Es hatte echt was von einer Zeitreise ins Mittelalter. Gut gemacht, Frau Johanning! Und bitte mehr davon.

    Wer historische Romane mit starken Frauen mag, die für die damalige Zeit Bahnbrechendes geleistet haben, der dürfte an diesem Werk seine wahre Freude haben.

  23. Cover des Buches Emma in Jeans (ISBN: 9783946049371)
    Heidi Möhker

    Emma in Jeans

    (13)
    Aktuelle Rezension von: Biene2004

    Der kurze Klappentext hat zwar kurz angerissen, worum es hier in diesem Buch "Emma in Jeans" geht, doch ich habe bei Weitem nicht erahnen können, wie die angegebenen Fakten in der Inhaltsangabe tatsächlich zusammenhängen. Vielmehr erwartet uns Leser hier eine Geschichte aus der Vergangenheit - nämlich Emma´s Geschichte, gleichzeitig aber lernen wir den Teenager Tim kennen, der in der Gegenwart lebt. Tim hat durch einen tragischen Unfall, für den er sich die Schuld gibt, nicht nur seine Mutter, sondern daraufhin auch irgendwie seinen (Über)Lebenswillen verloren und lernt aufgrund dessen Emma kennen, die als Geist irgendwo in der Zwischenwelt auf junge Menschen wie Tim zu warten scheint.

    Ehrlich gesagt habe ich dieses Buch mit relativ niedriger Erwartungshaltung zur Hand genommen und wurde schon nach wenigen Seiten positiv überrascht, denn dieses Buch ist einfach nur toll! Die Idee zur Geschichte ist grandios und auch die Umsetzung ist mehr als gelungen.

    Der Schreibstil der mir bis dato unbekannten Autorin hat mich von der ersten Seite an begeistert und mich in die Geschichte rund um Emma und Tim eintauchen lassen.

    Nach den ersten Kapiteln wird nicht nur klar, was es mit dem Titel, sondern auch, was es mit dem Cover auf sich hat.

    Besonders hervorzuheben bleibt, dass dieses Buch nicht nur eine wirklich schöne Geschichte ist, sondern auch, dass es Problematiken anspricht, die gerade in der heutigen Zeit eine große Rolle spielen. Das Thema "Mobbing" kann leider wirklich weitreichende Kreise ziehen, wie man hier in diesem Buch ganz klar erkennen kann. Und auch die Schuldgefühle von Tim, die er mit sich selber ausmacht, bedürfen definitiv professioneller Hilfestellung. Gerade für Teenager ist dieses Buch definitiv lesenswert, aber auch ich als Mama einer pubertierenden Tochter konnte hier wirklich viel mitnehmen.

    Einen winzigen Punkt Abzug gibt es dafür, dass mir dieses Buch ein ganz kleines bisschen zu langatmig ist! Ich glaube, ein paar Seiten weniger hätten es auch getan. Aber das ist meine ganz persönliche Meinung und eigentlich auch Gejammere auf hohem Niveau...

    Fazit:

    Ich kann dieses Buch vorbehaltlos weiterempfehlen! Absolut lesenswert!

  24. Cover des Buches Das Amulett des Trebeta: Oder wie Gott dem Schicksal ein Schnippchen schlug (ISBN: B01N5EQBMA)
    Marie Gräff

    Das Amulett des Trebeta: Oder wie Gott dem Schicksal ein Schnippchen schlug

    (13)
    Aktuelle Rezension von: Mel4193
    Das Amulett des Trebeta ist das erste Werk der Autorin. Es geht um Helene, ein totes Mädchen das nicht tot sein will und eine Wette mit Gott eingeht. Um den freien Willen den Gott den Menschen gab und nun seine liebe Mühe mit hat die Auswirkungen anzusehen in die er nicht mehr eingreifen kann. Die Eifel 1817, Willy und seine Mutter nagen am Hungertuch wie viele zu der Zeit. Bei der Suche nach essbarem im Wald trifft er auf Helene. Sie ist ein Geist seit ihrem Tod und will sich damit nicht abfinden. Um ihr Leben wiederzuerlangen geht sie eine Wette mit Gott ein. Sie hat einen Plan den sie mit Willys Hilfe in Trier verwirklichen möchte. Zusammen begeben sie sich auf die Reise nach Trier, zu noch mehr Geistern, Nekromanten und düsteren Prophezeiungen. Die Ereignisse überschlagen sich in Trier und die Stadt ist dem Untergang geweiht. Meine Meinung: Das Buch hat mich gleich nach den ersten Seiten gefesselt, obwohl ich weniger der Fantasyliebhaber bin. Helene und Willy in ihrem jeweiligen Schlagabtausch haben mir das ein oder andere Lachen entlockt. Nichtsdestotrotz ist das Buch auch sehr spannend und verliert diese Spannung auch im Laufe der Geschichte nicht. Die ganzen Charaktere sind mit so viel Liebe beschrieben, dass sie einem bildlich vor dem Auge erscheinen. Spannend ist auch der teilweise auf historischem Hintergrund basierende Kern der Geschichte Triers. Und zu guter letzt noch ein Schmankerl, das niemand anderes als Gott selbst die Geschichte erzählt. Das Ende hat mich dann doch nochmal überrascht. Ein abgeschlossenes Ende an das man aber vielleicht ja doch noch anknüpfen könnte mit einem zweiten Teil. Insgesamt eine absolut erfrischende, lustige und spannende Geschichte. Dies wird nicht mein letztes Buch der Autorin gewesen sein, denn ihr Schreibstil macht Lust auf mehr.

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