Bücher mit dem Tag "eindrücke"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "eindrücke" gekennzeichnet haben.

35 Bücher

  1. Cover des Buches Das Labyrinth der Träumenden Bücher (ISBN: 9783442746170)
    Walter Moers

    Das Labyrinth der Träumenden Bücher

     (1.009)
    Aktuelle Rezension von: stefan182

    Inhalt: 200 Jahre sind vergangen, seitdem Hildegunst von Mythenmetz - durchströmt von Orm - das brennende Buchhaim verlassen hat. Mittlerweile ist er ein gefeierter Schriftsteller und produziert einen Bestseller nach dem anderen. Doch: Zuletzt fehlt seinen Werken das gewisse Etwas; das Orm scheint ihm abhandengekommen zu sein. Zudem erreicht Hildegunst plötzlich ein mysteriöser Brief, der den  Schreibstil Hildegunsts imitiert und inhaltlich die Schreibangst eines Schriftstellers thematisiert. Besonders schockierend ist aber der (angebliche?) Name des Absenders: Hildegunst von Mythenmetz, wohnhaft in der Ledernen Grotte unterhalb von Buchhaim. Um dieses Rätsel zu lösen, begibt sich Hildegunst erneut nach Buchhaim…

    Persönliche Meinung: „Das Labyrinth der Träumenden Bücher“ ist ein phantastischer Zamonien-Roman von Walter Moers. Es handelt sich – nach „Die Stadt der Träumenden Bücher“ – um den zweiten Teil der Buchhaim-Trilogie. Erzählt wird der Roman aus der Ich-Perspektive von Hildegunst von Mythenmetz. Wie viele andere Moers-Bücher – insbesondere „Die Stadt der Träumenden Bücher“ – beschäftigt sich auch „Das Labyrinth der Träumenden Bücher“ stark mit dem Medium „Buch“ und dem literarischen Schaffensprozess bzw. dem Erzählen, sodass es Züge eines Meta-Buches besitzt. Handlungsort ist erneut Buchhaim, das allerdings nach dem verheerenden Brand vor 200 Jahren wenig mit dem mittelalterlichen Buchhaim aus „Die Stadt der Träumenden Bücher“ gemein hat. Verwinkelte Gassen existieren kaum noch, die Stadt ist geschäftiger und moderner geworden. Außerdem hat sich eine neue (Meta-)Kunstform durchgesetzt: der Puppetismus (Puppentheater aller Art). Handlungstechnisch geschieht in „Das Labyrinth der Träumenden Bücher“ erstaunlich wenig. Hauptsächlich werden Hildegunsts Lücken gefüllt, die er nach der 200-jährigen Abwesenheit von Buchhaim besitzt. So trifft Hildegunst einige alte Bekannte, die ihm einen Crashkurs der Geschichte Buchhaims geben, den Puppetismus erklären, Detailfragen zu Katakomben, Bücherjägern und Co. beantworten und ihn durch das neue Buchhaim führen. Beeindruckend ist dabei, dass man den „Infodump“ gar nicht als solchen wahrnimmt. Langeweile kommt dabei kaum auf. Das liegt einerseits an dem sehr bildhaften, wortverliebten und flüssig zu lesenden Erzählstil Moers'. Andererseits erschafft Moers immer wieder kreative Szenarien, in denen die Infos eingebettet werden, sodass der Informationsfluss schön aufgelockert wird. Neben den Informationen zum neuen Buchhaim nimmt auch der Puppetismus (und seine Geschichte) einen großen Raum im Roman ein. Das geht sogar so weit, dass die Handlung des Vorgängerromans mithilfe einer puppetistischen Inszenierung in „Das Labyrinth der Träumenden Bücher“ rekapituliert wird. Auch hier beweist der Roman wieder selbstreferentielle Qualitäten: Hildegunst kommentiert Abweichungen zwischen der puppetistischen Inszenierung und der Buchform, diskutiert den Mediumswitch und die „Kunsttheorie“ des Puppetismus. Der Roman endet an seiner spannendsten Stelle, ohne dass aufgeworfene Handlungsfäden aufgerollt worden wären. Der Schlusssatz hat es aber in sich, da er den Lesenden schon fast höhnisch ins Gesicht lacht (was ich gar nicht negativ meine; das passt ziemlich gut ins Zamonien-Konzept). Dieses abrupte Ende hat auch seinen Grund. Im Nachwort gibt der „Übersetzer“ Moers an, die ursprüngliche Handlung des Romans sei so voluminös und komplex gewesen, dass er sie auf zwei Bücher habe splitten müssen. Dieser dritte Buchhaim-Band ist allerdings noch nicht erschienen, sodass ein abschließendes Urteil über „Das Labyrinth der Träumenden Bücher“ schwerfällt. Vieles mutet hier wie ein großangelegter, bisweilen ausufernder Handlungsauftakt an, dessen Vollendendung (noch) in den Sternen steht. Allerdings hat mich das bei der Lektüre kaum gestört: Auch, wenn einige Aspekte (noch) offenbleiben, gelang es Moers abermals, mich durch seinen typischen, wortverliebten Schreibstil und viele kreative Szenen zu packen und in eine phantastische Welt zu entführen.

  2. Cover des Buches Love is Loud – Ich höre nur dich (ISBN: 9783492062244)
    Kathinka Engel

    Love is Loud – Ich höre nur dich

     (209)
    Aktuelle Rezension von: isas_bookworld

    Alle haben immer so geschwärmt und jetzt habe ich es endlich verstanden! Warum habe ich bloß so lange gewartet?

    Dieser Schreibstil! Oh mein Gott! Ich bin absolut verliebt, er ist so gut! Kathinka Engel schafft es, ihre Charaktere alleine durch die Art wie sie sie beschreibt und sprechen lässt, so greifbar werden zu lassen, dass man das Gefühl hat, sie allesamt wirklich zu kennen.

    Geschrieben ist das ganze dabei in der Ich-Perspektive aus den Sichten der beiden Protagonisten - Franziska und Lincoln -, sodass man das Gefühl hat wirklich in ihrer Köpfe gucken zu können.

    Und diese beiden! Ich liebe sie so sehr!

    Franziska hat ihr ganzes Leben durchgeplant, weiß ganz genau, was sie in Zukunft machen will bzw. sollte, um ein sicheres Leben führen zu können. Bevor der richtige Alltag allerdings beginnt, macht sie sich auf in wenigstens ein großes Abenteuer - New Orleans. Sie ist unglaublich nervös, weil sie es nicht gut kann, einfach mal nicht nachzudenken und ohne wirklichen Plan durchs Leben zu gehen und sich stattdessen einfach treiben zu lassen. Ich habe sie verstanden, und zwar so gut, dass es fast wehgetan hat. Für mich war sie ein unglaublich nachvollziehbarer Charakter, mit dem ich mich wahnsinnig gut identifizieren konnte. Vor allem deswegen hat mir aber auch ihre Charakterentwicklung so gut gefallen. Zu sehen, wie sie lernt loszulassen, freier zu sein, nicht jede einzelne noch so kleine Entscheidung zu Tode zu analysieren und einfach zu leben.

    Der Grund, aus dem Franziska überhaupt nach New Orleans gekommen ist, ist Hugo. Er ist ein alter Mann, der eigentlich noch sehr fit ist und super alleine klarkommen würde. Allerdings sieht sein Sohn das anders, weshalb Franziska ihm Gesellschaft leisten soll. Hugo ist einfach cool und bisher mein absoluter Lieblingscharakter! Auf den ersten Blick wirkt er absolut unhöflich, dabei ist er einfach nur ehrlich. So unglaublich ehrlich, dass seine Sprüche manchmal ganz schön sitzen. Dabei sieht er das Leben genau so, wie man es betrachten sollte. Er ist einer der wenigen Menschen, die die wichtigen Dinge sehen und das Leben einfach genießen.

    Lincoln ist Straßenmusiker, spielt aber gleichzeitig auch in einer Band mit seinen Freunden - die übrigens allesamt super cool sind!. Wenn man ihn mit einer Farbe beschreiben müsste, wäre er bunt. Zumindest von außen betrachtet. Innen ist da nämlich auch ziemlich viel grau, weil er Dinge durchmacht und vor seinen Liebsten verbirgt, die nicht gerade schön sind. Trotzdem ist er voller Leben und genau das, was Franziska zumindest für eine Weile sein will. Er denkt nicht an morgen, lebt den Tag, liebt die Musik und die Welt in all ihren Farben. Im Grunde ist er all das, was New Orleans ausmacht, in einer Person.

    New Orleans… Ich bin absolut verliebt! In die Farbenbracht dieser Stadt, die Musik, den Flair. Ich kann absolut verstehen, warum die Leute nie wieder von dort wegwollen. Ich war noch nicht wirklich dort, und trotzdem hatte ich das Gefühl, zusammen mit Franziska und Lincoln durch die Straßen geschlendert zu sein. In meinem Kopf war ich wirklich dort und will genauso wenig wieder gehen, wie die meisten anderen auch.

    Dieses Buch war einfach unfassbar genial. Es hat mich mit auf eine Achterbahnfahrt genommen, die ich so niemals erwartet hätte. Ich weine nicht oft bei Büchern - Tränen zurückhalten, ja, aber nie richtig weinen , hier konnte ich gar nicht mehr damit aufhören. Ich habe geweint, weil es so schön und gleichzeitig so traurig war. Ich habe jede einzelnen Emotion der Charaktere gefühlt und sie verstanden. Auf gewisse Weise war ich sogar irgendwie die Charaktere.

    Da waren diese Schmetterlinge in meinem Bauch, weil alles so toll war, die Stadt, das Feeling, Lincoln und Franziska. Hach, die beiden waren so süß. Ich habe sie geliebt, die Romantik, die Sexy-Time, einfach die beiden.

    Und alle anderen, die die Geschichte zusammen so lebendig gemacht haben, so voller Liebe, Trauer, Wut - Emotionen die mein Herz ganz schön strapaziert haben. Weil eigentlich alles wundervoll war, und dann plötzlich nicht mehr - oder doch?

    Doch ich verzeihe der Autorin für den ganzen Herzschmerz. Die humorvollen Stellen haben das definitiv wieder wettgemacht. Und alles zusammen die Geschichte einfach perfekt!

    Zusammenfassend lässt sich nur sagen, dass ich das Buch abgöttisch geliebt habe, weshalb es die 5 Sterne auch absolut verdient hat.


  3. Cover des Buches Secondhand-Zeit (ISBN: 9783518465721)
    Swetlana Alexijewitsch

    Secondhand-Zeit

     (24)
    Aktuelle Rezension von: Bibliomania
    Ich muss zugeben, dass ich in dieses Buch nur reingelesen habe, aber es zeigt ein ziemlich verrücktes und auch trauriges Bild, dass die Russen von ihrem eigenen Land haben. Es hilft wirklich das ehemalige Sowjetimperium, wie Swetlana Alexijewitsch es nennt, besser zu verstehen. So viel Leid und Schmerz musste die Bürger dieses Landes erfahren. Ein wirklich lohnendes Buch!
  4. Cover des Buches Blutportale (ISBN: 9783426636879)
    Markus Heitz

    Blutportale

     (338)
    Aktuelle Rezension von: Magnus_Bane

    Das Buch ist wirklich großartig. Es gibt Magie, Action und jede Menge Gemetzel, aber nicht völlig zusammenhanglos. Spätestens am Ende versteht man wie alles zusammenhängt. Da kam dann auch noch eine Wendung, die ich niemals erwartet hätte. 

    Der Schreibstil ist flüssig, und lässt sich gut weglesen. Markus Heitz ist zurecht einer der bekanntesten Schriftsteller Deutschlands.

  5. Cover des Buches Tauben im Gras (ISBN: 9783518188927)
    Wolfgang Koeppen

    Tauben im Gras

     (225)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Hier geht's zur Kurzmeinung auf meinem Blog.


    Kurzmeinung

    + beeindruckender Stil, vor allem die vielen Synonyme und bildhaften Umschreibungen, die sich auseinander entwickeln und in freien Assoziationsketten aneinander gefügt werden

    + fließende Übergänge zwischen den Perspektiven durch Verknüpfung über unvollständige Sätze oder identische Worte

    + starke Verflechtung der Perspektiven, indem die Figuren sich wechselweise begegnen


    - sprachlich so komplex, dass es sehr viel Konzentration erfordert und anstrengend zu lesen ist

    - fühlt sich ziellos an, auch wenn das Ziel, das München der Nachkriegszeit zu analysieren, durchaus erreicht wird

  6. Cover des Buches Briefe in die chinesische Vergangenheit (ISBN: 9783423211734)
    Herbert Rosendorfer

    Briefe in die chinesische Vergangenheit

     (184)
    Aktuelle Rezension von: Beust
    Rosendorfers "Briefe in die chinesische Vergangenheit" sind natürlich Rosendorfers Briefe an die (bayerische) Gegenwart. Indem er den tausend Jahre zuvor aufgebrochenen Kao-tai bemüht, einen Blick auf unser Deutschland zu werfen, hält er ihm einen skurrilen Spiegel vor. Das ist oft sehr witzig, weil Rosendorfer Kao-tai genau beobachten lässt. Allerdings beschlägt der Spiegel rasch, wird zur Masche und verliert den ironischen Witz.

    Das liegt auch und vor allem an dem, was Kao-tai kritisieren soll. Rosendorfer hat sich ja genau überlegt, was Kao-tai kritikabel finden soll, weil es "früher besser" war. Deshalb ist sein Text absolut gesellschaftskritisch zu lesen - und seine Haltung oft sehr konservativ, bisweilen sogar "tümelnd". Da spricht dann kein tausend Jahre alter Chinese, sondern ein 50 Jahre alter, wertekonservativer Bayer, gebürtig aus Bozen. Allein die Klassifizierung der Musik spricht da Bände.

    Damir die Dosis des Lobs der vergangenen Zeit nicht zu groß wird, besser nicht am Stück lsen, sondern den oberflächlichen Witz in kleinen Portionen genießen.

    Und dann den "Papalagi" lesen.
  7. Cover des Buches Irisches Tagebuch (ISBN: 9783423146043)
    Heinrich Böll

    Irisches Tagebuch

     (209)
    Aktuelle Rezension von: Bibliomania

    Heinrich Böll liebt Irland und in diesem, einem Reisebericht ähnlichen „Irischen Tagebuch“ wird es ganz deutlich. Er fährt durch die Landschaft, die unendlich grün, aber auch sehr verregnet ist, mehr Schafe als Einwohner hat und voll herzlicher Gastfreundschaft ist. Er lernt viele Menschen kennen,  alle Kinder sehen hübsch aus und sind höflich und nett.

    Böll ist zeitweise mit seiner Familie unterwegs im Zug und sein größtes Problem ist: Er kann sein Geld nicht tauschen. Doch die Iren sind Menschenfreunde und lassen ihn anschreiben – Heinrich Böll fährt auf Kredit durch dieses Land. Man erfährt Näheres zu den Problematiken durch die weit voneinander existierenden Ortschaften, oder auch nur Häuser, die Trinkgewohnheiten und die Geselligkeit. Ein Bericht, der Lust auf Irland macht, um dieses Land auf eigene Faust zu erkunden.

    In dieser Sonderausgabe von 2017 (es wurde eine Art Hardcover produziert) ist eine umfangreiche Biografie inkl. aller veröffentlichter Titel, Neuauflagen, Wiederauflagen, Adaptionen und Auszeichnungen enthalten. Der Autor war sehr produktiv beim Schreiben und hat sich immer wieder gesellschaftlich und politisch engagiert.

    Ein Buch, das auf keiner Irland-Reise fehlen sollte.

  8. Cover des Buches Deutschlandreise (ISBN: 9783596509591)
    Roger Willemsen

    Deutschlandreise

     (100)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Sein Beobachtungsvermögen ist frappierend. Dazu noch sein Vermögen es in pointierte Sarkasmen zu verpacken. Ein Lesegenuss.
  9. Cover des Buches Unrast (ISBN: 9783442741342)
    Olga Tokarczuk

    Unrast

     (18)
    Aktuelle Rezension von: The iron butterfly

    Unrast. Nicht jeder fühlt es beständig, mancher nie. Olga Tokarczuk beleuchtet die Unrast, das stetige Bedürfnis sich zu regen und zu bewegen, ganz unterschiedlicher Protagonisten und weiß mit ihrer poetischen, feinfühligen und sehr tiefsinnigen Erzählweise ganz besonders zu berühren. 

    Wann entwickeltest du ein Bewusstsein für das eigene Dasein und wann entstand in dir zum ersten Mal das Bedürfnis dich fortzubewegen? Nicht das Gehen von einem Punkt A zu einem Punkt B, koordiniert von Mama oder Papa, mit zwei starken, Sicherheit ausströmenden Händen im Hintergrund. Eher das freie, selbstbestimmte und losgelöste sich auf den Weg machen. Vielleicht ist es die Schaukel auf dem Spielplatz, die es dir angetan hat oder die Pfütze, in die du nicht hüpfen solltest, aber jetzt ist der Moment gekommen und du traust dich, dich dahin zu bewegen. Aber es sind nicht immer nur die Reisen, auch die Begegnungen, die Menschen und Erfahrungen, die wir auf unserem Lebensweg machen. 

    Wissenschaftler streben danach die Reise eines Körpers durch den Kosmos Leben zu analysieren oder gar zu plastinieren, andere schreiben Reisetagebücher. Wir schöpfen aus Erfahrungsschätzen, verspüren Sehnsuchtsmomente und zehren an schönen Erinnerungen und manchmal gelingt es uns etwas davon zu einer anderen Person weiterzutragen. Olga Tokarczuk ist das mit ihrem Roman Unrast ganz vortrefflich gelungen.


    Wieder einmal eine Leseempfehlung.


  10. Cover des Buches Grenzübergänge (ISBN: 9783100226044)
    Julia Franck

    Grenzübergänge

     (4)
    Noch keine Rezension vorhanden
  11. Cover des Buches Besuch bei Astrid Lindgren (ISBN: 9783789141249)
    Kerstin Ljunggren

    Besuch bei Astrid Lindgren

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Sunnyleinchen

    Inhalt: Wie ist Astrid Lindgren als Kind gewesen? War sie wie Lisa aus Bullerbü? Ein Mädchen, das gern sein Zimmer aufräumte, mit Puppen spielte und Kuchen backte? Oder war sie eher wie Madita? Ein bisschen verwegen, einfallsreich und unternehmungslustig? Die Journalistin Kerstin Ljunggren, selbst mit Lindgren-Büchern aufgewachsen, hat alles, was sie über Leben und Werk ihrer berühmten Landsmännin recherchieren konnte, zusammengetragen und durch eigene Eindrücke ergänzt sowie durch Interviews, die sie mit der Autorin in deren Stockholmer Wohnung geführt hat. Herausgekommen ist dabei eine sehr persönliche Biographie, die Antwort gibt auf viele Fragen, die Kinder in aller Welt bewegen, seit es Pippi, Michel, Kalle und Lotta gibt, Karlsson, Pelle, Ronja und Klein-Ida. 

    Diese wunderbare Biografie ist mit den wenigen Seiten schnell gelesen und wirklich für jedes Alter geeignet. Fotos untermalen die Texte und ziehen Verbindungen zwischen den Geschichten von Astrid Lindgren und ihrem Leben. Diese Biografie zu lesen war, als würde ich ein Märchenbuch von Frau Lindgren geschrieben, lesen. Hier gewinnt man nicht nur einen Eindruck zu der Frau hinter der Autorin, sondern auch tolle Einblicke in ihre Art zu schreiben und zu denken. Eine sehr gute Biografie, die ich wärmstens empfehlen kann.

  12. Cover des Buches Die Schüchternheit der Pflaume (ISBN: 9783627001841)
    Fee Katrin Kanzler

    Die Schüchternheit der Pflaume

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Ingrid-Konrad
    Das Buch beginnt mit einem zauberhaften poetischen Bild. Es macht Lust auf mehr. Also lese ich mehr. Doch je mehr ich lese, desto mehr verliere ich die Lust. Das was in der Beschreibung als feinsinnliche Poesie gelobt wird, wirkt auf mich als ein sehr ermüdender Sprachstil. Was in einem Gedicht ein Qualitätsmerkmal wäre, ist hier in dem Roman einfach too much. Die Dosis stimmt einfach nicht. Die Sprache ist insgesamt zu wuchtig und schwülstig. Und zu detailverliebt. Und sie erschlägt nicht nur die Handlung. Diese geht in der Schwemme der dichten Worte einfach unter. Ich habe mittendrin aufgegeben. Weil das Buch aber eine Empfehlung einer guten Freundin war, habe ich noch einen zweiten Anlauf genommen. Ich habe gekämpft und es in der Tat ein kleines Stückchen weiter geschafft. Bin dann aber wieder hängen geblieben. Ob ich das Buch zu Ende lese? Wohl eher nicht. Mich hat dieses Werk nicht überzeugt.
  13. Cover des Buches Lonely Planet the Travel Book (ISBN: 1741046297)
    Roz Hopkins

    Lonely Planet the Travel Book

     (3)
    Noch keine Rezension vorhanden
  14. Cover des Buches Schöner wird's nicht (ISBN: 9783453407336)
    David Sedaris

    Schöner wird's nicht

     (49)
    Aktuelle Rezension von: LolitaBuettner
    Kleine Geschichten, vollgespickt mit aberwitzigen Situationen bietet David Sedaris Buch SCHÖNER WIRDS NICHT. Das Cover hatte mich verführt, weil es so dramatisch, gruselig aussah. Ein Totenkopf mit Kippe im Mund. Ich erwartete einen Thriller oder so was in der Art. Darauf hatte ich Lust. Das Buch lag bei uns im Hausflur. Jemand wollte es loswerden. Die einen machen so was, weil sie keine tiefe Beziehung zu Bücher haben, andere, weil sie es loswerden wollen - entweder, weil es ihnen nicht gefallen hat oder so gut war, dass sie es mit anderen Menschen teilen wollen.

    Im Klappentext ist zu lesen, dass Sedaris Buch über sein Leben führt und dieses in seinen Geschichten verarbeitet. Eine Eigentherapie, an der er die ganze Welt teilhaben lässt. Mir persönlich sind viele Geschichten zu unglaublich oder gar unglaubwürdig. Solch skurrile Augenblicke am laufenden Meter soll ein Mensch in einem Leben erlebt haben?

    Zugegeben manche Momente sind unterhaltsam und ich musste das eine oder andere Mal laut lachen, als ich mit dem Buch in der Straßenbahn oder im Wartezimmer saß. Dennoch: Die meiste Zeit machten mich die Geschichten wütend. Ich fragte mich, woran das lag. Der Stil ist gelungen, wenn auch nicht neu. Die Beschreibungen sind bildlich, die Figuren abwechslungsreich. Am Ende war mir klar, dass ich mir nach jeder Geschichte die Frage stellte: Das hat der Autor tatsächlich erlebt? Oder habe ich den Klappentext falsch verstanden?

    SCHÖNER WIRDS NICHT schließt mit einer Geschichte, in der es ums Rauchen geht. 88 Seiten. Tagebuchartig. Irgendwann habe ich das Buch zugeklappt, ohne es zu Ende gelesen zu haben, und mich gefragt: IST DAS EUER ERNST? Erneut lese ich hilflos im Klappentext. Dort stehen "Grammy-Nominierungen" und "Bestseller".

    Ja, Sedaris Leistung in Sachen Humor, Satire, Sozialstudie und Eigentherapie sind außerordentlich, aber bitte, dieses Buch ist meiner Meinung nach weit entfernt davon, ein Bestseller zu sein. Denn sein Leben - sei es auch noch so verrückt - aufzuschreiben und als Roman unter die Menschen zu streuen, ist nichts anderes, als sein Tagebuch herumzureichen.

    Berührt hat mich Sedaris mit seinem Leben nicht. Das ist nicht tragisch. Ich werde es nicht zurück in den Flur legen. Ich behalte es. Als Erinnerung. Denn ich selbst bin Autorin und dieses Buch hat mich wieder daran erinnert, warum ich schreibe, was ich schreibe. Danke dafür, Mister Sedaris.
  15. Cover des Buches „Meine Erlebnisse in dem furchtbaren Weltkriege 1914–1918“ (ISBN: 9783218010283)
    Franz Arneitz

    „Meine Erlebnisse in dem furchtbaren Weltkriege 1914–1918“

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Mauela
    Der 21-jährige Franz wird 1914 zum Kriegsdienst in der k.u.k. Armee berufen. Die folgenden vier Jahre wird er an der Front kämpfen und führt dabei ein Tagebuch des einfachen Soldaten.

    In dem Roman „Meine Erlebnisse in dem furchtbaren Weltkrieg 1914-1918“ wird die wahre Geschichte des Frontsoldaten Franz Arneitz in Form von Tagebucheinträgen erzählt. Franz ist noch jung, als er in den Krieg ziehen muss. Und trotzdem beschreibt er den Schrecken des Krieges, die Entbehrungen der Bevölkerung und die schlimmen Tage als Soldat eindringlich und ohne sie zu beschönigen. Die anfänglich verhaltene Kritik an der Kriegssituation entwickelt sich im Laufe der Zeit zu klareren Worten und trotz aller schrecklichen Erlebnisse scheint Franz seine Menschlichkeit nicht zu verlieren.

    Besonders schön ist trotz des traurigen Themas, dass dem Roman einige persönliche Fotos und Dokument beigefügt wurden. Damit wird für mich die Person Franz greifbarer. Auch das Kartenmaterial und die Zeittafel, die am Ende eingefügt sind, fand ich hilfreich um mich zeitlich und örtlich besser zu Recht zu finden.

    Ein interessantes, unverfälschtes Zeitzeugnis für geschichtsinteressierte Leser. 
  16. Cover des Buches Momentum (ISBN: 9783864840043)
    Roger Willemsen

    Momentum

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  17. Cover des Buches Urlaub für rote Engel (ISBN: 9783746626949)
    Landolf Scherzer

    Urlaub für rote Engel

     (5)
    Noch keine Rezension vorhanden
  18. Cover des Buches Frauen an der Heimatfront (ISBN: 9783866142084)
    Jürgen Kleindienst

    Frauen an der Heimatfront

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Moonwishes
    Aus der Sicht der Frauen... 36 Personen erzählen von ihren eigenen Erlebnissen oder den Geschichten von ganz besonderen Frauen zur Zeit des Nationalsozialismus. "Frauen an der Heimatfront: Erinnerungen 1939-1945". In dieser Sammlung aus 36 Zeitzeugenberichten geht es um die Rolle der Frauen und ihre Arbeit im Nationalsozialismus. Es stand der Philosophie von Hitler entgegen, dass Frauen einer regulären Arbeit nachgingen. Er sah Frauen lieber als Mütter am Herd. Doch da die Männer an die Front mussten, um dort einen aussichtslosen Krieg zu führen, kam es, dass viele Frauen auf Bauernhöfe oder in Haushalte die Hilfe benötigten einberufen oder als Eisenbahnerinnen verpflichtet wurden. Besonders häufig wird von RAD-Maiden erzählt. Unbekannte Eindrücke aus dem Zweiten Weltkrieg Dieses Buch schildert in wirklich kurzen Geschichten und mit vielen Bildern die Eindrücke im zweiten Weltkrieg aus der Sicht der Frauen oder über die Frauen. Es ist wirklich interessant zu erfahren, was eigentlich die Frauen zu dieser Zeit getan haben, da man sonst eher etwas über die KZs oder die Front erfährt. Die Frauen werden bei solchen Erzählungen zumeist weggelassen. Doch eigentlich haben sie durch ihre Arbeit das Reich so lange aufrechterhalten können. Wie gesagt waren viele Berichte sehr spannend, aber die ersten hundert Seiten waren ziemlich uninteressant, da die Berichte ziemlich langweilig erzählt wurden. Aber nach diesen hundert Seiten wurde das Buch packender und die Berichte richtig mit Gefühl geschrieben. Vielleicht hätte man die vorherigen Geschichten mit den dramatischen im Wechsel erscheinen lassen sollen, da man dann nicht sofort das Gefühl hat, das Buch würde die ganzen restlichen 200 Seiten so weiter gehen. Ein Stück Zeitgeschichte Ansonsten war das Buch gut gemacht, die Bilder und Fotos darin haben einem die Berichte anschaulich vor Augen geführt. Die Chronologie ganz zu Anfang sorgte dafür, dass man sich noch einmal einen kurzen Überblick über die einzelnen Schritte im zweiten Weltkrieg verschaffen konnte und so noch besser mit dem Buch klar kam, obwohl die wichtigen Schritte in den einzelnen Berichten auch so sehr gut erklärt wurden. Das Cover ist nicht gerade ein Hingucker, auch wenn es seinen Charme hat. Die Schaffnerin verdeutlicht noch einmal genau, was in dem Buch erzählt wird: Frauen übernehmen als Ersatz Männerberufe. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der sich einmal für eine andere Seite des Nationalsozialismus interessiert.
  19. Cover des Buches Polarlichter und Grizzlybären (ISBN: 9783746708966)
    Marie Hoehne

    Polarlichter und Grizzlybären

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Hannah-Lena
    Die junge Redakteurin Hannah träumt von der großen weiten Welt und hofft, dass ihr Beruf sie bald einmal nach New York, Frisco oder Vegas führt.
    Um so enttäuschter ist sie, als ihr erstes Ziel Alaska lautet.
    In Alaska angekommen zwingen die äußeren Umstände Hannah bei dem gutaussehenden aber wortkargen Piloten Ryan unterzukommen.
    Schon nach kurzer Zeit ist Hannah dem Charme des kleinen Ortes und dessen Bewohnern erlegen.
    Ryan öffnet Hannah die Augen für die Geheimnisse und Schönheiten der Natur und beide kommen sich näher. Doch Hannahs Rückflug rückt immer näher.....

    Marie Hoehne ist mit diesem Buch eine romantische und spritze Liebesgeschichte gelungen.
    Kurzweilig erleben wir den amüsanten Schlagabtausch zwischen Hannah und Ryan, während man das leidenschaftliche Prickeln zwischen den Seiten spürt.
    In der Hoffnung, dass ihre Gefühle füreinander eine Entfernung von vielen tausend Kilometern überdauert, habe ich die Seiten beim Lesen verschlungen.

    Der angenehme und bildhafte Schreibstil der Autorin hat Ort, Landschaft und Menschen vor meinen Augen detailliert und lebendig entstehen lassen und ich kann mir sehr gut vorstellen, selbst einmal nach Alaska zu reisen und mich von der Schönheit der Natur zu überzeugen.

    Ich habe Hannah sehr gerne auf ihrer Reise begleitet und vergebe mit einer deutlichen Leseempfehlung 5 ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️.
  20. Cover des Buches Beim Papst im Zimmer brennt noch Licht. Recherchen im Vatikan (ISBN: 9783854527206)
  21. Cover des Buches Lonstrup in Vensyssel (ISBN: 9783831142620)
    Karin Seidel

    Lonstrup in Vensyssel

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  22. Cover des Buches Meine Sehnsucht ist noch unterwegs (ISBN: 9783355018470)
    Walter Kaufmann

    Meine Sehnsucht ist noch unterwegs

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Buchgespenst

    Walter Kaufmann wollte schon immer reisen. Damit brachte er sich auf dem Internat bereits in Schwierigkeiten – denn die Reisen fanden noch auf dem Papier statt. Als Erwachsener mochte die Zunge schneller sein als die Realität, doch er setzte alles daran, dass seine Träume zur Realität wurden. So bereiste er die Welt, begegnete Menschen, erlebte bedeutsame Ereignisse live mit und vor allem blieben ihm Einzelschicksale seiner Begegnungen im Gedächtnis. In diesem Buch lässt er sie noch einmal Revuepassieren.

    Ein Buch, das einen Reisebericht verspricht, aber ein Blitzlichtgewitter an Schicksalen und Begegnungen, Zeitgeschehen und Eindrücken liefert. Nicht schlecht, aber man muss sich von seiner Erwartungshaltung verabschieden. Nach kurzen Episoden in Japan und Irland konzentriert sich der Autor auf Amerika. Zeitraum sind die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts. Rassenhass trifft auf die Toleranzpolitik, Rezession auf Träume, Realität ersetzt die Vorstellungen. Ein bisschen gestört hat mich, dass die Grundstimmung dieser Kaskade an persönlichen Erlebnissen negativ ist. Gescheiterte, desillusionierte Leben, überschattet von einer düsteren Vergangenheit und einer Gegenwart, die alle Werte neu definiert – so schnell, dass die Menschen sich haltlos fühlen.

    Das Buch ist nicht schlecht. Es ist aber nicht das, was ich erwartet habe. Die Texte sind zusammenhanglos. Ein Blitzlichtgewitter, das schmale Ausschnitte aus dem Leben unterschiedlichster Menschen erhellt – leider oft sehr düsteres enthüllt. Sehr interessant sind die geschichtlichen Ereignisse, die dem Leser hier aus der Perspektive normaler Menschen begegnen. Überlebende von Hiroshima, Alltag mit der IRA in Irland, Umbrüche in Amerika durch die Gleichstellung von Schwarz und Weiß und zum Schluss noch ein Eindruck vom Amerika nach 9/11. Leider liegt der Fokus des Buches auf dem Amerika der 60er statt einen breitgefächerten Eindruck der weiten Reisen des Walter Kaufmann zu geben.

    Fazit: Das Buch gibt einen interessanten Einblick ins Zeitgeschehen Mitte des 20. Jahrhunderts, doch ein Reisebericht liegt hier nicht vor. Gut zu lesen, informativ, mir aber zu düster.

  23. Cover des Buches Hong Kong (ISBN: 0794600107)
    Nury Vittachi

    Hong Kong

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  24. Cover des Buches LG;-) Wie wir vor lauter Kommunizieren unser Leben verpassen (ISBN: 9783100606303)

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