Bücher mit dem Tag "einfachheit"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "einfachheit" gekennzeichnet haben.

14 Bücher

  1. Cover des Buches Ein Monat auf dem Land (ISBN: 9783832165185)
    J.L. Carr

    Ein Monat auf dem Land

    (108)
    Aktuelle Rezension von: WolfgangPhilipp

    Der 1980 erschienene Roman beschreibt den einmonatigen Auftenhalt eines jungen Restaurators in einem kleinen Dorf in Yorkshire im Jahre 1920.
    Körperlich unversehrt, aber geistig zerrüttet und mit einer posttraumatischen Zwangsstörung ist dieser von den Schlachtfeldern des ersten Weltkriegs zurückgekehrt.
    Seine Frau hat sich von ihm getrennt und er übernimmt die vom Erbe einer verstorbenen Großgrundbesitzerin finanzierte Freilegung eines übertünchten und mit Rus und Kerzentalg verschmutzten Wandgemäldes in der örtlichen Kirche.


    Der gealterte Ich-Erzähler beschreibt in der Rückschau 50 Jahre später diese Zeit als ein eine Art therapeutischen Genesungsprozess:
    Die kleinteilige Arbeit an dem Gemälde, dass sich als meisterhafte Darstellung des jüngsten Gerichts eines unbekannten Künstlers herausstellt, dem er über die Jahrhunderte hinweg emotional näherzukommen scheint; die Bekanntschaft mit einem Archäologen, ebenfalls Kriegsveteran, der auf dem Friedhof der Kirche nach den Überresten eines in Ungnade gefallenen Verwandten der verstorbenen Mäzenin sucht; die zunehmende Einbindung in die Familie des methodistischen Bahnhofswärters Ellerbeck; die zarte, platonische Verliebtheit in die junge Frau des verbiesterten, anglikanischen Pfarrers; der traumhafte Sommer und die Teilnahme an der Ernte - all das hilft ihm mit seiner Vergangenheit ins Reine, körperlich und geistig zur Ruhe zu kommen und schließlich hoffnungsvoll in seine alte Welt zurückzukehren.

    Großes, kurz(weilig)es Lesevergnügen, unaufgeregt und doch packend, atmosphärisch dichte Naturbeschreibung - perfekte Sommerlektüre für den Garten. (4,5)

  2. Cover des Buches Lied der Weite (ISBN: 9783257245035)
    Kent Haruf

    Lied der Weite

    (209)
    Aktuelle Rezension von: frischelandluft

    Man kennt New York, Chicago, L.A., San Francisco usw, aber man vergisst oft die endlosen Weiten der Great Plains, Kornfelder, Viehzucht, Mais, kleine Städte, in denen die Zeit stillzustehen scheint. So ist der Roman zeitlich schwer einzuordnen, er könnte jetzt spielen, aber ebenso vor 50 Jahren. Im Vordergrund stehen die zwischenmenschlichen Beziehungen und die sind so schön dargestellt. Die junge Frau, die Hilfe braucht, die zwei alten (naja, ich schätze um die 60?) Brüder, die ihre Farm noch nie weiter als bis zur nächsten Stadt verlassen haben, der Lehrer, der vom Basketballchampion der Schule schikaniert wird..., nette Menschen und nicht so nette, aber echtes Leben, nach und unschnörkelig erzählt. Ein schönes Sommerbuch (auch wenn vieles im Winter spielt), es gibt einen zweiten Teil, den ich noch nicht gelesen, aber schon gekauft habe. Der Roman erinnert mich sehr an die Romane von Billie Letts, Where the Heart is, The Honk and Holler Opening Soon, Shoot the Moon oder Made in the USA, auch sehr zu empfehlen. Ich bin nicht sicher, ob alle übersetzt wurden. Meine 16jährige Tochter wartet übrigens schon auf Lied der Weite, ein Buch für mehrere Generationen.

  3. Cover des Buches Das kann doch weg! (ISBN: 9783453704046)
    Fumio Sasaki

    Das kann doch weg!

    (45)
    Aktuelle Rezension von: Rene_Greiner

    Nach Magic Cleaning von Marie Kondo wollte ich tiefer in das Thema Minimalismus eintauchen – und „Das kann doch weg!“ von Fumio Sasaki schien die perfekte Ergänzung zu sein. Tatsächlich bietet das Buch eine Vielzahl praktischer Tipps für ein bewussteres, reduzierteres Leben. Sasakis Ansatz geht dabei über bloßes Aufräumen hinaus: Er beschreibt, wie Minimalismus nicht nur die Wohnung, sondern auch den Geist befreit.

    Seine eigene Geschichte – vom gestressten, konsumgetriebenen Großstädter zum überzeugten Minimalisten – macht das Buch persönlich und authentisch. Dennoch hat mich „Magic Cleaning“ von Marie Kondo mehr angesprochen, weil ihr Ansatz für mich stimmiger und inspirierender war. Sasakis Buch ist eher eine leichte Lektüre mit einem sanften Einstieg ins Thema. Wer eine radikalere Sichtweise auf Minimalismus sucht oder praktische erste Schritte gehen möchte, findet hier dennoch wertvolle Anregungen.

    Ein guter Überblick für Minimalismus-Einsteiger mit netten Tipps, wenn auch weniger tiefgehend als Marie Kondos Konzept.

  4. Cover des Buches Ich bin eine Hutterin (ISBN: 9783775173742)
    Mary-Ann Kirkby

    Ich bin eine Hutterin

    (1)
    Aktuelle Rezension von: peedee

    Mary-Ann Kirkby erzählt von ihrer Kindheit bei den Hutterern – einer Glaubensgemeinschaft, die ähnlich den Amischen, sehr bescheiden lebt. Anders als bei den Amischen teilen sich die Hutterer jedoch alles. Als ihre Familie die Gemeinschaft verlässt, bricht für Mary-Ann die für sie bekannte Welt zusammen. Als Erwachsene arbeitet sie die Geschichte ihrer Herkunft auf.

    Erster Eindruck: Ein sehr zurückhaltendes Cover mit einer Frau, die schlichte Kleidung und ein gepunktetes Kopftuch trägt. Cover und Titel gefallen mir sehr gut.

    Ich interessiere mich sehr für Glaubensgemeinschaften, insbesondere für die Amischen, über die ich auch schon viel gelesen habe. Über die Hutterer wusste ich bisher sehr wenig, daher war ich sehr gespannt darauf, mehr darüber zu erfahren. Die Hutterer wurden einst von Jakob Hutter gegründet, dessen Vision eine Welt ohne Gewalt, in der alles geteilt wird, war. Hutter selbst wurde 1536 in Innsbruck auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Die Anhänger seiner Kirche mussten fast vierhundert Jahre in Europa von einem Land zum anderen fliehen. Heute gibt es ca. 45‘000 Hutterer, die in vierhundert Kolonien in den USA und in Kanada leben. Im Vergleich zu den wohl breiter bekannten Amischen eine kleine Gemeinschaft (von den Amischen gibt es ca. 300‘000 in den USA).
    Wer die Geschichte über die Kolonie Fairholme liest, fühlt sich gleich Jahrzehnte, wenn nicht gar Jahrhunderte, in die Vergangenheit zurückversetzt. Nur schon die bescheidene Kleidung, die übrigens keine Taschen haben dürfen, und das für Frauen charakteristische Kopftuch mit den Punkten… Bei den drei unterschiedlichen Gruppierungen (Dariusleut, Schmiedeleut, Lehrerleut) gibt es hierzu auch eigene Kleidervorschriften. Bei den Lehrerleut, die die konservativsten Gruppen sind, muss zum Beispiel der Reissverschluss an Männerhosen auf der Seite sein (für den Fall, dass ein nachlässiger Mann vergessen würde, ihn hochzuziehen).

    Hier noch ein paar interessante Fakten:
    - Die Hutterer sprechen einen alten deutschen/kärntnerischen Dialekt; Hochdeutsch ist die offizielle Sprache für Gebete, Lieder und Predigten.
    - Zeitungen, Radios und Fernsehen sind streng verboten.
    - Ein verheirateter Mann muss sich sofort einen Bart wachsen lassen.
    - Das Gebären und Aufziehen von Kindern ist die wichtigste Rolle für eine Frau.
    - Wenn eine Frau in der Kolonie lebt, geht sie mit 45 Jahren in den Ruhestand, d.h. andere Frauen übernehmen ihre Arbeit für die Gemeinschaft.

    Die Geschichte von Mary-Ann geht zurück zu ihren Eltern, wie sie aufgewachsen sind und sich dann kennengelernt haben. Als sie zehn Jahre alt ist, verlässt die Familie die Gemeinschaft. Nun kommen die Kinder in die Schule mit „englischen“ (also nicht hutterischen) Kindern. Die leben „in der Moderne“ und Mary-Ann und ihre Geschwister kennen sehr viele für diese Kinder „normalen“ Dinge und Abläufe nicht. Das muss eine sehr schwierige Zeit für alle gewesen sein.

    Mir hat der Einblick in die Glaubensgemeinschaft der Hutterer und insbesondere in Mary-Anns Familie sehr gut gefallen. Die Bescheidenheit und der Fleiss der Hutterer beeindrucken mich sehr. Von mir gibt es wohlverdiente 5 Sterne.

  5. Cover des Buches Ferdinand der Stier (ISBN: 9783257011630)
    Munro Leaf

    Ferdinand der Stier

    (20)
    Aktuelle Rezension von: Orisha
    Kurz rezensiert:

    Ferdinand ist ein Stier. Ein friedliebender Stier, der Blumen liebt. Drum sitzt er tagtäglich unter seinem Lieblingsbaum und labt sich am Duft der Pflanzen, die ihn umgeben. Als eines Tages Menschen auf seiner Wiese auftauchen, um den größten, mächtigsten und wütendsten Stier für den Stierkampf auszuwählen, fällt die Wahl überraschend auf Ferdinand.

    Munro Leafs Buch zählt zu den Klassikern der pazifistischen Kinderbücher. Zu Zeiten des spanischen Bürgerkriegs entstanden, plädiert Leaf mit seinem Ferdinand für ein freundliches Miteinander, ohne Kampf, Wut und anderen Auseinandersetzungen. Ferdinand - ein Stier - groß und mächtig - und doch sanftmütig und lieb - wünscht sie sich nichts außer seiner Ruhe. Die kleinen Dinge zählen für ihn und machen ihn glücklich. Damit hat Leaf einen Charakter geschaffen, der uns zweierlei lehrt: Zum einen, dass das äußere Erscheinungsbild nichts über den Charakter aussagt, zum anderen das Anderssein nichts Schlechtes ist. Als personifizierter Frieden lehrt uns Ferdinand zudem die wohl wichtigste Message unserer Zeit: Wahret den Frieden.

    Fazit: Ein liebenswertes, kurzweiliges Büchlein, mit schönen Illustrationen, dass meine vollste Leseempfehlung erhält.
  6. Cover des Buches Amische. Die Lebensweise der Amischen in Berne, Indiana (ISBN: 9783716505854)
    Bachmann-Geiser Brigitte und Eugen.

    Amische. Die Lebensweise der Amischen in Berne, Indiana

    (1)
    Aktuelle Rezension von: peedee
    Die Amish oder Old Order Amish sind Christen, die die Kindertaufe zugunsten einer Glaubenstaufe des erwachsenen Menschen ablehnen. Sie verweigern den bewaffneten Kriegsdienst und das Leisten eines Eids. Sie lassen sich nicht fotografieren, lehnen alles ab, was sie von der weltlichen Welt abhängig macht und befolgen viele strenge Regeln. Dieses fundierte Werk bietet einen umfassenden Einblick in die Lebensweisen der Amischen in Berne, Indiana.

    Erster Eindruck: Das Cover ist gestalterisch nicht so mein Fall (unter anderem viel zu viel Text), aber schliesslich ist das Buch auch schon von 1988 – und seit dieser Zeit haben sich Gestaltungsideen zigfach geändert. Im Buch selbst hat es sehr viele Bleistiftzeichnungen oder Aquarelle, die sowohl Amische (die sich nicht fotografieren lassen dürfen), aber auch Werkzeuge oder Gebäude zeigen. Des Weiteren gibt es Auszüge aus alten Zeitungen, Notenblätter, Rezepte – wirklich sehr schön.

    „Amisches Leben heisst verzichten auf alles, was nicht notwendig ist, heisst das Individuum verneinen, das Leben in der Familie, in der Gruppe, in der Kirchgemeinde bejahen zugunsten des allgemeinen Wohls.“

    Ich interessiere mich seit Jahren sehr für die Amischen, habe daher auch schon einiges über diese Glaubensgemeinschaft, die ja aus der Schweiz bzw. aus dem Kanton Bern kommt (wie ich auch). Mich fasziniert, wie sie in der heutigen Zeit noch an ihren jahrhundertealten Lebensformen und Traditionen festhalten, zumindest die, die zu den Old Order Amish gehören. Andere haben ihre Regeln sehr gelockert. Für mich völlig unvorstellbar, sich selbst so zurückzunehmen, bewusst auf Annehmlichkeiten verzichten – sie leben nicht in einem Freilichtmuseum und „spielen“ Amisch, nein, sie leben so, wie es ihrer tiefsten Überzeugung entspricht

    Das Buch ist sehr fundiert geschrieben, enthält unwahrscheinlich viele Quellenangaben und auch Übersetzungen. Obwohl das Buch nur 252 Seiten hat, ist es aufgrund der Fülle an Text (die Rubriken „Anmerkungen“ und „Literatur“ sind sehr klein und dicht beschrieben) sehr umfassend. Es deckt folgende Bereiche ab:
    - „Amisch kommt von Amman“
    - „Von Bern, Schweiz nach Berne, Indiana“
    - „Methoden und Forschungsziel“
    - „Kleidung und Haartracht“
    - „Kirchenleben“
    - „Berufsleben“
    - „Essen und Trinken“
    - „Spiel und Unterhaltung“
    - „Liebeswerbung und Hochzeit“
    - „Bauen und Wohnen“
    - „Kindheit und Schulzeit“
    - „Kalenderfeste“
    - „Alter, Krankheit, Tod“
    - „Amische – Englische“


    Zu jedem dieser Themen würde ich am liebsten ganz viele meiner Eindrücke festhalten, aber das würde den Rahmen der Rezension sprengen. Hier deshalb nur ein paar Beispiele:
    - Männer tragen niemals Schnurrbart, denn er erinnert, ebenso wie glänzende Knöpfe, ans Militär.
    - Mädchen und Frauen tragen immer eine Gebetshaube und verstecken darunter ihr langes Haar (das sie nie schneiden lassen).
    - Old Order Amish dürfen sich nicht versichern lassen (zu weltlich) und somit wird ein Spitalaufenthalt, wenn nicht unabdingbar, sehr kostspielig. Die ganze Gemeinde hilft, die Kosten zu tragen.
    - Kinder gehen nur acht Jahre zur Schule, eine höhere Ausbildung gibt es nicht. Auch die Lehrer (1. – 4. Klasse: unverheiratete amische Frau; 5. – 8. Klasse: männlicher Kollege) haben keine weiterführende Ausbildung.
    - Die Sprache ist Amisch bzw. Pennsylvania-Dutch (was aber nichts mit „Dutch“ = Holländisch zu tun hat, sondern „Dütsch“ = Deutsch meint); ein Gemisch zwischen altem Berndeutsch und Englisch.
    - Da sich ein Old Order Amish nicht fotografieren lassen darf, kann er nie in die Schweiz, zu den Ursprüngen, reisen (das Ausstellen eines Reisepasses ist nicht möglich). Die Amischen, die in der Schweiz herumreisen, gehören zu den weniger strengen Gruppierungen.
    - Ein Amischer darf kein Auto fahren; er engagiert einen „Englischen“ (Nicht-Amischen), der das Auto lenkt, in dem der Amische sitzt.

    Ein grossartiges Buch über eine sehr bescheidene und zurückhaltende Glaubensgemeinschaft!
  7. Cover des Buches Der kleine Garten am Meer (ISBN: 9783328104377)
    Claus Mikosch

    Der kleine Garten am Meer

    (15)
    Aktuelle Rezension von: Kristall86


    „Señor Gonzalez und der Garten des Lebens“ verrät schon ein wenig worum es geht. Autor Claus Mikosch nimmt uns auf eine besondere Reise mit....glaubt er zumindest. Ich muss gestehen, das ich mit Protagonist Niklas und eben Señor Gonzalez so meine Schwierigkeiten hatte. Mikosch Schreibstil ist sehr leicht und beschwingt aber die Konversation zwischen den beiden Herren zieht sich wie Kaugummi, ohne dabei eine große nennenswerte Erkenntnis an den Tag zu legen. Es gibt zudem auch einige Verallgemeinerungen, vermeintlich typische Erkenntnisse zur Landwirtschaft die hier und da wirklich haarsträubend sind und somit das Lesen für mich wirklich erschwert haben. Die beiden Herren besprechen das Thema Düngen und ich hatte meine liebe Not das Buch nicht gleich wieder zuzuklappen. Ich wohne selbst auf dem Land und kenne enorm viele Bauern...Mikosch beschreibt hier Themen die so in der Form nicht mehr aktuell sind. Die Menschen achten immer mehr auf gesunde und ungespritze Lebensmittel aus ökologischem Anbau oder Fleisch aus einer artgerechten Haltung. Und das sich in der Düngeverordnung etwas tut, merkt man sehr wohl wenn man ein wenig politisch interessiert ist. Ständig geht es in dem Buch um vergiftete Lebensmittel....das war mir einfach zu viel, zu langatmig und eben ohne nennenswerte Erkenntnis. 

  8. Cover des Buches Zeit der Liebe in Thunder Point (ISBN: 9783956492860)
    Robyn Carr

    Zeit der Liebe in Thunder Point

    (29)
    Aktuelle Rezension von: peedee

    Thunder Point, Band 1: Hank Cooper ist einer, der sich nie lange an einem Ort aufhält. Wenn er unruhig wird, geht er wieder. Nun hat es ihn nach Thunder Point verschlagen, da ihm sein verstorbener Freund Ben etwas hinterlassen hat. Er will nur rasch das Erbe regeln und danach weiterziehen. Eigentlich. Aber dann hat er erstens Zweifel am Unfalltod von Ben und zweitens ist da diese attraktive Frau, Sarah, eine Hubschrauberpilotin. Ist vielleicht die Zeit gekommen, um sein unstetes Leben aufzugeben?

    Erster Eindruck: Ein stimmungsvolles Cover – gefällt mir.

    Hank Cooper, genannt „Cooper“, fährt aus traurigem Anlass nach Thunder Point: Ben ist verstorben und hat ihm etwas hinterlassen. Sie haben lange miteinander gearbeitet, als Cooper noch als Hubschrauberpilot diente und Ben sein Mechaniker war. Sie blieben auch immer in Kontakt, haben sich aber selten gesehen. Als er das Haus von Ben erreicht und ihm das Ausmass des Erbes bewusst wird, ist er sehr überrascht. Was nun? Eine der ersten Personen, die Cooper kennenlernt, ist Mac, eigentlich Roger McCain, und seines Zeichens Deputy des Ortes. Er hilft Cooper, die nötigen Kontakte herzustellen.
    Cooper sieht vom Haus aus eine attraktive Frau mit einer Dänischen Dogge vorbeijoggen. Wie sich herausstellt, ist dies Sarah, eine Hubschrauberpilotin, die sich um ihren 16-jährigen Bruder Landon kümmert, seitdem ihre Eltern verstorben sind. Sarah ist bezaubernd… aber leider nicht auf Anhieb von Cooper begeistert!

    Ich bin ein grosser Kleinstadt-Roman-Fan und ein klitzekleines-bisschen-fast-gar-nicht-spürbar reihenanfällig. Nachdem mir von Robyn Carr bereits die Reihen Virgin River und Grace Valley sehr gut gefallen haben, war es nur eine Frage der Zeit, bis ich zur Reihe Thunder Point kam. Und? Aufgrund des Reihenauftaktes gab es etliche Namen von Protagonisten und deren Verbindungen aufzuschreiben – aber es lohnt sich. Angst, Verlust, Neuorientierung, Schule, Freundschaft und Liebe – dies sind nur einige der behandelten Stichworte. Das Buch hat sich flüssig lesen lassen und es gab nicht nur eine Paarkonstellation, die in Sachen Liebe unterwegs war, sondern gleich zwei! Wer zum zweiten Paar gehört, verrate ich selbstverständlich nicht. Meine Lieblingsfigur war übrigens Lou McCain, die Tante von Mac, die ihm bei der Betreuung der Kinder hilft. Für den gelungenen Reiheneinstieg gibt es von mir 4 Sterne.

  9. Cover des Buches The Pearl. Die Perle, englische Ausgabe (ISBN: 9780141394688)
    John Steinbeck

    The Pearl. Die Perle, englische Ausgabe

    (19)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Mit "Die Perle" ist John Steinbeck eine wunderbare Neubearbeitung einer alten Sage gelungen. Obwohl diese Story nun auch schon älter ist, so ist es doch immer noch sehr aktuell. Reichtum, Familie, Ehre und Ehrlichkeit sind die großen Themen. Hochgenuß! 

    Kno und seine Familie stehen am Scheideweg und setzen alles auf eine Karte.

  10. Cover des Buches Between Them: Remembering My Parents (ISBN: 9780062661883)
  11. Cover des Buches Giorgio Locatelli – Italy. Made at Home (ISBN: 9783959612463)
    Giorgio Locatelli

    Giorgio Locatelli – Italy. Made at Home

    (4)
    Aktuelle Rezension von: peedee
    Giorgio Locatelli, ein italienischer Spitzenkoch, der seit Jahren in London lebt und arbeitet, stellt seine 150 besten Rezepte vor, die er gerne für Familie und Freunde kocht. Okay, ein neues Kochbuch, interessant… Ja, tatsächlich ist dies sehr interessant. Denn dieses Kochbuch ist – zumindest für mich – mehr als eine einfache Sammlung von Rezepten. Es zeigt die Liebe des Autors zu seiner Heimat und der Vielfalt von Produkten.

    Erster Eindruck: Ein hochwertiges, schweres Buch mit sehr schönen Fotografien von Land und Leuten; mir gefällt auch der Buchtitel sehr gut. Auf einem Foto sitzt der Spitzenkoch mit Brille auf der Nase am Tisch und schält Gemüse – in seinem Lokal in London muss er das wahrscheinlich seit Jahren nicht mehr machen. Auf einem anderen Foto sitzt er mit seinem Hund auf dem Arm auf seiner Vespa.

    Wie schon der Buchtitel verrät, gibt es 150 Rezepte (ein ausführliches Register befindet sich am Ende des Buches). Dazu gehören Suppen, Panini, Crostini, Pasteten, Pasta, Reis, Pizza, Fisch und Meeresfrüchte, gegrilltes Fleisch, Braten und Eintöpfe, und abschliessend auch Kuchen, Leckereien und Eiscremes. Giorgio Locatelli erzählt viele amüsante Geschichten aus seinem Privat- oder Arbeitsleben. Auch seine Familie wird vorgestellt: Ehefrau Plaxy, Sohn Jack, Tochter Margherita. Bei Margherita wurde in früher Kindheit festgestellt, dass sie auf ungefähr 600 (!) Lebensmittel allergisch reagierte – eine grosse essenstechnische Herausforderung für die Familie.

    Ich muss zugeben, dass mir Giorgio Locatelli vor diesem Buch nicht bekannt war. Ich wusste jedoch schon nach den ersten paar Seiten, dass mir dieses Kochbuch ausgezeichnet gefällt. Mir haben die Rezepte sehr gefallen, die meisten sind nicht so kompliziert und benötigen auch nicht viele Zutaten. Als Italiener ist man gewohnt, immer viele Gäste zu haben, daher sind die Rezepte häufig für 6 Personen konzipiert. Ich habe mir etliche Rezepte markiert, die ich bei Gelegenheit nachkochen werde, z.B. aus der Kategorie „Einfache Suppen“: Wintergemüse-Eintopf (S. 73), Spinatsuppe mit pochierten Eiern (S. 100) oder Pancotto „Werd-schnell-gesund“-Brotsuppe in 4 Varianten (S. 102ff.). Mir haben die unterschiedlichen Möglichkeiten, die sich aus einem Produkt ergeben, sehr fasziniert, wie z.B.:
    - „Auberginen x 4“: Giorgio Locatelli schwärmt von Auberginen – mich konnten sie bis anhin noch nicht wirklich überzeugen, aber ich habe sie bisher auch nur gegrillt, im Ratatouille oder als Moussaka gegessen. Zeit für etwas Neues (z.B. Parmigiana, S. 37, ähnlich einer Lasagne).
    - „Zucchini x 4“: Zucchini liebe ich heiss und innig und freue mich über neue Rezeptideen.
    - „Artischocken x 4“: Wunderbare Geschichte über die Herkunft dieses sehr schön aussehenden Gemüses. Ich wusste nicht, dass es 90 verschiedene Artischocken gibt.
    Selbstverständlich ist Pasta ein Thema in diesem Buch. Mir haben z.B. die „nächtlichen Spaghetti x 4“ sehr gefallen (S. 160ff. Auch lecker klingen Schweinerippchen mit Wirsing (S. 244) oder Rinderschmortopf mit Erbsen und Kartoffeln (S. 264).
    Sehr schön waren die Erzählungen aus seinem Restaurant und wie er den Umgang mit seinen Mitarbeitern pflegt. Es ist für ihn sehr wichtig, dass die Belegschaft gemeinsam isst; es gibt fixe Tage, an denen z.B. Pizza oder Burger gemacht werden. Ehemalige Mitarbeiter oder Mitarbeiter, die an diesem Tag frei haben, kommen vielfach an jenen Tagen zum Essen vorbei.

    Fazit: Ein tolles Lesebuch, das gleichzeitig ein schönes Kochbuch mit einer grossen Portion Amore ist – 5 wohlverdiente 5 Sterne!
  12. Cover des Buches Die Vision für ein glückliches Leben: Leben wie Jesus. (ISBN: 9783957341204)
    Bobby Schuller

    Die Vision für ein glückliches Leben: Leben wie Jesus.

    (3)
    Aktuelle Rezension von: peedee
    Bobby Schuller, Pastor der Reformierten Kirche Amerikas, Fernsehpastor und Autor, zeigt anhand der Bergpredigt in 18 Kapiteln auf, was ein glückliches Leben ausmacht. Er erklärt, wie Jesus gelebt hat und wie wir heute leben sollten. Das Vorwort ist von John Ortberg, Pastor der Menlo Park Presbyterian Church.

    Erster Eindruck: Das Cover mit den in Sand geritzten Herz und den Füssen gefällt mir sehr gut. Mit dem Untertitel „Leben wie Jesus“ verbinde ich eine Einfachheit, etwas Natürliches – das finde ich mit dem Cover sehr passend widergegeben.

    Für mich ist es das erste Buch von Bobby Schuller. Von John Ortberg kenne ich bereits „Die Tür ist offen - Ergreife Gottes Chancen“ und „Warum eigentlich Ostern?“, welche mir beide sehr gut gefallen haben.

    Jesus will uns mit der Bergpredigt vermitteln, dass es ihm um ein verändertes Herz geht, darum, ein ehrliches Leben zu führen. Egal, was andere über einen denken. Das ist nicht einfach. Mir haben sehr viele Passagen gut gefallen, hier zwei meiner Highlights:
    - „Glücksgefühle sind immer ein Nebenprodukt des Strebens nach etwas anderem, nach etwas Höherem.“
    - „Wer von euch kann denn durch Sorgen das Leben auch nur um einen Tag verlängern?“
    Das ist für mich ein sehr wichtiger Punkt, denn ich neige dazu, mir zu häufig Sorgen zu machen.

    Mir gefällt der Schreibstil von Bobby Schuller: er ist ungekünstelt, frisch, mit guten Beispielen aus dem Alltag. Er, der aus einer Generation von Pastoren stammt, gibt auch zu, nicht fehlerfrei zu sein. Bobby hat eine sehr überzeugende Art, er wirkt auf mich authentisch.

    Ich habe die Sendung „Hour of Power“ ab und zu im TV gesehen, insbesondere zu der Zeit, als die Gottesdienste noch in der architektonisch äusserst imposanten Crystal Cathedral (bis 2013) stattfanden und auch meistens von Robert H. Schuller, Bobbys Grossvater, geleitet wurden. Im Rahmen der Lektüre des vorliegenden Buches habe ich ein paar Ausschnitte von Gottesdiensten mit Bobby Schuller im Internet gesehen. Mir gefällt Hour of Power, und zwar der Mix aus klassischen Gottesdienstelementen, guter Musik und Interviews. Ich kann mir jedoch gut vorstellen, dass auch sehr viele Leute Mühe mit dieser Art von Gottesdienst bekunden, da es für sie mehr eine Show als Gottesdienst ist. Das mag stimmen, aber schlussendlich erreicht Hour of Power eine unwahrscheinlich hohe Anzahl Menschen (gemäss Internet über 20 Mio. Zuschauer in 200 Ländern!). Der reguläre Gottesdienst in sehr vielen Kirchen wird nur spärlich besucht (abgesehen von den Feiertagen). Vielleicht gibt es doch Elemente, die in einen regulären Gottesdienst eingebaut werden könnten?

    Es dauerte eine gewisse Zeit, das Buch zu lesen, da ich mir auch ganz bewusst immer wieder die Zeit genommen habe, über das Gelesene nachzudenken. Mir hat das Buch sehr gut gefallen – 4 Sterne.
  13. Cover des Buches Landluft (ISBN: 9783858697523)
    Daniela Schwegler

    Landluft

    (2)
    Aktuelle Rezension von: peedee
    Die Autorin porträtiert in diesem Buch 12 Frauen zwischen 18 und 87 Jahren, die aus ihrem Leben als Bergbäuerinnen erzählen. Unterschiedliche Frauen mit sehr verschiedenen Biografien, die dennoch eine Gemeinsamkeit haben: die Liebe zur Natur.

    Erster Eindruck: Ein schöner Einband, der sich von der Vorder- über die Rückseite erstreckt, mit einer Bäuerin an einem Brunnen. Den Buchtitel finde ich gut gewählt. Im Buch hat es viele Fotos (von Stephan Bösch) und Tourentipps. Zudem sind in einer Schweizerkarte die einzelnen Höfe verzeichnet.

    In den Top-Ten der beliebtesten Berufe wird Bergbäuerin wahrscheinlich nie erscheinen. Warum? Wenn man karriereorientiert ist und auf einen grossen Monatslohn Wert legt, ist der Job als Bergbäuerin definitiv nicht der richtige Weg. Für mich ist es das dritte Buch der Autorin, nach „Bergfieber“ und „Traum Alp“, wo jeweils Hüttenwartinnen resp. Älplerinnen porträtiert wurden.

    Sandra Böhm, 40, Schwendihalde (Schwendi bei Heiden, Appenzell Ausserrhoden), erlernte zunächst den Beruf der Primarlehrerin, merkte aber früh, dass dies nicht das Wahre für sie ist. Nach einer biodynamischen Landwirtschaftslehre bewirtschaftet sie mit ihrem Mann und den vier noch kleinen Kindern einen Biohof. Sie haben sehr viel körperliche Arbeit; nach dem Bezahlen der Steuerrechnungen sind sie unterhalb der Armutsgrenze. Und trotzdem: „Ich bin einfach froh, dass ich das umsetzen kann, von dem ich zutiefst im Innern spüre, dass es das Richtige ist.“
    Sehr interessante Gegensätze zwischen der jüngsten und der ältesten porträtierten Bergbäuerin: Doris Martinali, 18, Azienda Agricola Martinali (Valle die Blenio, Tessin) sowie Edith Freidig, 87, Ufem Bühl (Lenk im Simmental, Bern). Zwischen beiden Frauen liegen mehrere Generationen.
    Renate Krautkrämer, 66, Oberer Rütiberg (Ebnat-Kappel, St. Gallen), produziert Kräuter (irgendwie gut passend zu ihrem Namen, oder?). Eine schöne Geschichte, wie es die gebürtige Deutsche in die Schweiz verschlagen hat. Sie will nun demnächst die Landwirtschaft aufgeben, um die Zeit mit ihrem Mann Walter, 75, mehr geniessen zu können, „und ausserdem wünsche ich mir, dass mehr Zeit zum Staunen bleibt. […] Es gibt so viele Gründe, dankbar zu sein, nicht?“ Diesem Statement kann ich mich nur vollumfänglich anschliessen.

    Interessant fand ich die Zahlen zu den Landwirtschaftsbetrieben in der Schweiz: Es gibt rund 54‘000 Betriebe, davon sind weit über 6‘000 Biohöfe und nur rund 250 Bauern, die nach den Demeter-Richtlinien produzieren. Zudem habe ich Informationen zu Direktzahlungen erhalten und erfahren, dass ein Bauer und ein Landwirt nicht das Gleiche sind; für mich waren das eigentlich stets Synonyme. Doch der Landwirt ist für Vieh und Ackerbau zuständig, die Bäuerin ist die Spezialistin für Haushalt, Garten, Hühner etc. So war zumindest viele Jahre die traditionelle Bäuerinnenrolle.
    Ich habe viele schöne Einblicke in unterschiedliche Leben erhalten. Beim Lesen des Buches hat mich so vieles beeindruckt, so z.B. die selbstgewählte Einfachheit der Lebensumstände, die Liebe zur Natur, das Verständnis, Teil eines funktionierenden Kreislaufes zu sein. Fazit: Es braucht keinen Luxus, um glücklich zu sein!
  14. Cover des Buches Es gibt so viel, was man nicht muss (ISBN: 9783417268546)
    Tomas Sjödin

    Es gibt so viel, was man nicht muss

    (18)
    Aktuelle Rezension von: SeilerSeite

    Die 77 Kurzandachten beschäftigen sich mit den drei größeren Themenfeldern des Glaubens, der Liebe und des Lebens im Jetzt. Wobei Andacht eigentlich das falsche Wort ist, denn die kurzen Texte erschienen zuerst als Kolumnen bzw. Glossen in schwedischen Tageszeitungen. Sie wurden also nicht extra für dieses Buch geschrieben, sondern sind teilweise schon mehrere Jahre alt und wurden von Tomas Sjödin für das Buch nach Themen sortiert.

    Als vielbeschäftigter Pastor weiß Sjödin wie es ist, wenn man vielen Anforderungen genügen muss und einen vollen Terminkalender hat. Er macht in seinen Texten Mut, Dinge auch mal gut sein zu lassen und nicht ständig durchs Leben zu hetzen. Dabei behauptet er nicht, dass sich alle Probleme von selbst lösen und es gar keine Anforderungen mehr gibt. Eher plädiert er dafür, zu sortieren, was wirklich notwendig ist und was nur von anderen Seiten als notwendig ausgegeben wird. Das gilt auch für den Bereich des Glaubens und der Liebe. Immer wieder macht er auf die befreienden Aspekte des Glaubens aufmerksam.

    In manchen der Texte findet man sich mehr, in anderen weniger wieder. Spektakuläre neue Einsichten erhält man nicht, es ist tatsächlich eher so, wie im Vorwort beschrieben: Sjödin erzählt von Dingen, die man eigentlich schon wusste, über die man aber noch nie wirklich nachgedacht hat. So erhält man 77 Denkanstöße, die manchmal nur ein Gedanke bleiben, sich manchmal aber auch ganz praktisch im Leben umsetzen lassen.

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