Bücher mit dem Tag "einfachheit"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "einfachheit" gekennzeichnet haben.

47 Bücher

  1. Cover des Buches Lied der Weite (ISBN: 9783257070170)
    Kent Haruf

    Lied der Weite

     (193)
    Aktuelle Rezension von: psychocat78

    Ein Buch, eine Story mit großem Potenzial und unbefriedigender Umsetzung.

    Ein für mich sehr großes Manko ist die fehlende wörtliche Rede. Oder anders gesagt: Die wörtliche Rede ist schon vorhanden (oder gedacht), allerdings fehlen die Gänsefüßchen. Ich hätte es nicht gedacht, aber in Kombination mit dem Schreibstil hat es dafür gesorgt, dass mir jeder einzelne der Protagonisten soweit entfernt blieb wie Namen in einem Telefonbuch. Ich konnte kein einziges Mal, zu keinem Zeitpunkt, eine Beziehung zu irgendjemandem aufbauen. 

    Der Autor schreibt sehr kühl und distanziert, als ob er nicht möchte, dass man den Charakteren ins Innere sieht. Als möchte er sie für sich behalten. 

    Ich war (und bin mir noch immer) nicht sicher, welchem Genre dieses Buch zuzuordnen ist. Also habe ich mal geguckt, was Amazon darauf gemacht hat. Da stand als Genre "Depression". Oh ja. Wenn man bis zu diesem Zeitpunkt noch keine Depressionen hat, trägt das Buch sicherlich dazu bei. Eine absolute Traurigkeit zieht sich durch das ganze Buch. Und man kann nicht einmal genau sagen, warum. Es fühlt sich so an, als ob die ganze Stadt grundsätzlich von einer Traurigkeit überzogen ist, die automatisch auf den Leser springt. Ja, jeder der sieben Personen (wobei ich auf mehr Personen kam, die meiner Meinung nach hier eine Rolle spielten) hat sein Päckchen zu tragen. Und vielleicht nicht immer viel zu lachen. Aber es ist, als ob sie daran auch nicht viel ändern wollen. Wenn dann doch mal gelacht wird, wirkt es künstlich und unglaubwürdig. 

    Natürlich ist es möglich, dass der Autor genau das beabsichtigt hatte und ich es somit genauso empfunden habe wie erwünscht. Allerdings muss ich dann sagen, dass diese Art des Schreibens mich überhaupt nicht anspricht und vor allem nicht unterhalten kann. 

    Es war mein erstes Buch des bereits 2014 verstorbenen Kent Haruf. Und es wird mein einziges bleiben.

  2. Cover des Buches Hectors Reise (ISBN: 9783492248280)
    François Lelord

    Hectors Reise

     (1.166)
    Aktuelle Rezension von: Siko71

    Hector, Psychater, ist mit seinem Leben nich zufrieden. Er ist zwar ein guter Zuhörer und Ratgeber seinen Patienten gegebüber, aber für ihn scheint das wahre Glück sich so richtig noch nicht eingestellt zu haben. Er begibt sich auf eine Reise in andere Länder, um dort das wahre Glück zu finden...

    Ein Buch, das man in der heutigen Zeit nicht beiseite legen sollte. Es wird auf heiter und nachdenkliche Weise, der Weg zum Glück erklärt und das mit dem Glück auch manchmal Verluste und Opfer entstehen. Mir hat das Buch gefallen, an den Schreibstil musste ich mich gewöhnen aber dann ging es.

  3. Cover des Buches Momo (ISBN: 9783522202558)
    Michael Ende

    Momo

     (2.242)
    Aktuelle Rezension von: Elenchen_h

    "Wirklich zuhören können nur ganz wenige Menschen. Und so wie Momo sich aufs Zuhören verstand, war es ganz und gar einmalig." - Michael Ende, "Momo"


    Eines Tages taucht in den Ruinen eines alten Amphitheaters ein kleines Mädchen namens Momo auf. Schnell schließt sie Freundschaft mit den Menschen in ihrer Umgebung, sie suchen sie oft auf und bringen ihr Essen oder Alltagsgegenstände vorbei - und Momo hört ihnen zu. Doch nach einer Weile scheint sich etwas zu verändern. Die Menschen kommen immer seltener zu Momo, sie haben immer weniger Zeit und hetzen nur noch durch den Tag. Eine Begegnung mit unheimlichen grauen Herren liefert Momo die Lösung für das Rätsel der verlorenen Zeit - stellt sie aber gleichzeitig vor die knifflige Aufgabe, wie sie den Menschen die Zeit zurückbringen könnte...


    Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie ich als Kind abends die Serie "Momo" auf Kika geschaut habe. Ich mochte die Geschichte um dieses kleine Mädchen sehr - und weiß noch, dass ich die grauen Herren sehr zum Fürchten fand. Als Erwachsene habe ich nun endlich auch das Buch von Michael Ende gelesen und es hat mich sehr verzaubert 🐢


    "Momo" ist wohl eigentlich ein Buch für Kinder oder Jugendliche. Daher liest es sich auch sehr einfach und man fliegt nur so durch die Seiten. Zwischen den Zeilen verstecken sich aber immer wieder kleine Botschaften zum Leben, zur Zeit, zum Tod und zur Freundschaft, die für mein Empfinden gerade für erwachsene Menschen sehr bereichernd sind. Die Figuren im Buch - allen voran Momo, Kassiopeia und Beppo Straßenkehrer - haben sich in mein Herz geschlichen und ich habe es genossen, mit ihnen durch dieses schöne Märchen zu wandeln.


    Michael Endes Buch eigenet sich also wirklich für Menschen in jeden Alters - die Lesenden werden in eine fiktive Stadt entführt und in eine fantastische Erzählung hineingesogen, die voller Metaphern steckt und viel Spannendes und Überraschendes bereithält. Ein wirklich lesenswerter Klassiker!


    Anmerken möchte ich noch, dass in "Momo" Zeichnungen des Autors mit eingebunden sind, was das Leseerlebnis noch schöner macht. Achtet also unbedingt darauf, das Buch in einer Ausgabe mit den Zeichnungen zu lesen 📖

  4. Cover des Buches Dune – Der Wüstenplanet (ISBN: 9783453321229)
    Frank Herbert

    Dune – Der Wüstenplanet

     (416)
    Aktuelle Rezension von: Anneja

    Nach den Filmen und dem Lesen zweier Graphic Novels, welche sowohl die Haupthandlung, als auch die Vorgeschichte erzählten, wollte ich nun die Geschichte rund um den Wüstenplaneten mit den Worten von Frank Herbert erleben. Ich war mächtig gespannt, denn für mich stellte sich natürlich auch die Frage, ob die Umsetzung in Bildern, dem Buch gerecht würde.


    Der Einstieg in den Band gelang mir mühelos, was wahrscheinlich meinen Kenntnissen durch die Filme und Novels geschuldet war. Jedoch musste ich bald feststellen, dass ich neben den Begriffen, auch ein paar Probleme mit der Vielschichtigkeit der Geschichte bekam. Egal ob die Verteilung der Machtpositionen und Hierarchien oder die Zugehörigkeit der einzelnen Häuser, ich verlor hin und wieder die Übersicht. Das Gleiche galt auch für viele Begrifflichkeiten, welche sich selbst nach mehrmaligen Lesens nicht manifestieren wollten. Hier war der Abschnitt „Terminologie des Imperiums“ am Ende des Buches eine große Hilfe, da er viele Bezeichnungen erklärte und näher erläuterte.


    Trotzdem hatte ich bis zum Ende mit vielen Worten zu kämpfen. Warum ich das Buch dann trotzdem zu Ende las? Weil ich die Welt und die Ideen, welche Frank Herbert in ihr verbaut hatte, unglaublich schätzte. Er erschuf nicht einfach nur die Geschichte einer Person, die durch eine Welt spazierte, sondern gleich ein ganzes Universum samt Ökosystem, Mythologie und weitläufigen Verwandtschaftsverhältnissen. Zwar machte es mir der letzte Aspekt etwas schwer, die Namen von Personen ihrer Zugehörigkeit, ihrem Stand und ihren Fähigkeiten zuzuordnen, doch er schaffte es mir auch Charaktere zu geben, die mich wirklich beeindruckten.


    Hier wäre zuerst natürlich Paul Atreides, welcher im Verlauf des Buches die Entwicklung vom Kind zum Erwachsenen meisterte und dabei über sich hinaus wuchs. Auch sein Vater beeindruckte mich sehr, da er trotz seiner Machtposition sehr zugänglich war. Mit seiner Mutter Jessica dagegen wurde ich nicht so recht warm. Ihre Beziehung zu Herzog Leto und ihrem Sohn, in Verbindung mit der Ausbildung und den Fähigkeiten einer Bene Gesserit, machten sie zu einer emotional unergründlichen Frau, die ich einfach nicht zu greifen bekam. Dies könnte ich noch auf die Fremen, die Harkonnen usw. aufteilen, denn auch dort gab es für mich sowohl sympathische, als auch schwierige Personen.


    Ein Highlight wird der Band für mich aber trotzdem nicht. Ob dies nun tatsächlich an der Geschichte oder der Übersetzung liegen mag, bleibt dahin gestellt, aber feststeht, einen richtigen Weg, in die geschriebene Welt fand ich nicht. Dazu kam, dass ich mich fragte, wieso man dies einen Science-Fiction-Roman nannte. Ich hätte ihn eher in Richtung Fiktion oder Dystopie eingeordnet, da viele technische Elemente wie die Reise durch den Weltraum oder die Beschaffung der Ornithopter fehlten.


    Fazit:


    Eine Meinung zu diesem Buch zu finden fiel mir unglaublich schwer, da viele Aspekte für und viele auch gegen die erste Geschichte aus den Dune-Zyklen sprach. Was ich in Film und den Novels noch sehr leicht zugänglich empfand, wurde durch das Buch teilweise enorm erschwert, zumal man nun noch weit tiefer in die Materie eintauchte. Ein Erlebnis blieb das Ganze trotzdem, denn der Band fühlte sich mit seiner Aufmachung und den Ideen wirklich einzigartig an.

  5. Cover des Buches Jane Eyre (ISBN: 9783458364252)
    Charlotte Brontë

    Jane Eyre

     (1.550)
    Aktuelle Rezension von: Julia79

    Ohne Frage ist dieses Buch ein Klassiker. Eine schöne Geschichte vom Waisenmädchen Jane, das eine schwere Kindheit und Jugend hinter sich bringt und sich eigentlich nur eins wünscht - geliebt zu werden. Es geht um Sehnsucht und Selbstverwirklichung der jungen Frau im 19. Jahrhundert.

    In dem knapp 180 Jahre alten Buch passiert auf 600 Seiten an sich nicht viel und das wenige möchte ich zukünftigen Lesern nicht vorweg nehmen. Wirklich spannend zu lesen ist das Buch erst etwa ab der Hälfte.

    Ich muss zugeben, es hat mich nicht von den Socken gehauen. Die Sprache ist poetisch, anrührend, bildhaft ausgeschmückt, aber leider ohne besondere Raffinesse, wenn auch die Gedanken und gesellschaftliche Normen, die junge Frauen in dieser Zeit umgetrieben haben, gut zur Sprache gebracht werden. Die Form des Tagebuchs, die direkte Ansprache des Lesers fand ich dafür jedoch unpassend, denn die Darstellungen wären viel zu detailliert, Wort für Wort die Dialoge und die Umgebung bis ins Kleinste beschrieben. Es erschien mir nicht ganz rund. 

    Und dann diese Männer.

    In dem ganzen Buch kommen fast ausschließlich anstrengende, wenn nicht sogar verhaltensauffällige männliche Figuren vor. Und zwar nicht auf die Weise, dass ich dachte "das ist ja höchst interessant" sondern eher "du liebes Lieschen, tut das denn Not, sich so aufzuplustern?" Schmalztriefend, pathetisch, theatralisch... Das hat mir fast den Humor und Wortwitz der männlichen Hauptperson verleidet, die eigentlich echt toll ist! Ursprüngliche Dialoge, die in einen seitenlangen Monolog des Gegenüber ausarten, da hab ich teilweise augenrollend weitergeblättert. 

    Die absolute Stärke des Romans und das schriftstellerische Können von Charlotte Bronte liegt meiner Ansicht nach in den Zeichnungen der Charaktere, Aussehen, Wesenszüge und wie Janes Bezug und Gefühl zu ihnen ist. Die Hauptfigur Jane ist eine der stärksten und eindrucksvollsten Frauenfiguren, die mir zwischen zwei Buchdeckeln bislang begegnet sind, sie strahlt eine unglaubliche Präsenz aus.

    Alles in allem kein schlechtes Buch, aber auch kein Highlight. 

  6. Cover des Buches Zeit der Liebe in Thunder Point (ISBN: 9783956492860)
    Robyn Carr

    Zeit der Liebe in Thunder Point

     (24)
    Aktuelle Rezension von: Buchgespenst

    Eigentlich wollte Cooper in Thunder Point nur Näheres über den Tod seines Freundes Ben erfahren, doch dann stellt er fest, dass dieser ihm die kleine Strandbar samt Strand hinterlassen hat. Während Cooper die heruntergekommene, kleine Bude renoviert, stellt er fest, dass ihm die Kleinstadt immer mehr ans Herz wächst – ganz besonders die attraktive Hubschrauberpilotin Sarah.

    Was von der Inhaltsangabe her klingt wie ein durchschnittlicher Liebesroman, ist eines der entzückendsten Bücher, das ich je gelesen habe! Es geht um so viel mehr als ein simples „Wie kriegen sie sich?“ So hat Sarahs Bruder Landon mit Mobbing zu kämpfen und Cooper wird von seiner Vergangenheit eingeholt. Die düstere Frage nach Bens Tod schwebt wie eine dunkle Wolke über allem und bringt eine spannende Kriminalnote in den Liebesroman.

    Ich habe mich in Thunder Point von der ersten Seite an zu Hause gefühlt. Die Charaktere sind sympathisch, komplex und unwiderstehlich. Diese Buchreihe macht süchtig! Für jeden Leser von Liebesromanen ein Muss. Eine klare Leseempfehlung!

  7. Cover des Buches Dienstags bei Morrie (ISBN: 9783442487226)
    Mitch Albom

    Dienstags bei Morrie

     (501)
    Aktuelle Rezension von: lenih

    Als der Journalist und Autor Mitch Albom erfährt, dass sein ehemaliger Lehrer Morrie Schwartz unheilbar an ALS erkrankt ist und nicht mehr lange zu leben hat, beschließt er, ihn noch einmal zu besuchen. Während dieses Besuchs, welcher Albom an die ehemalige Freundschaft der beiden erinnert, keimt in dem Autor der Wunsch auf, von seinem Coach, wie er Schwartz während der Studienzeit nannte, zu lernen, wie dieser es geschafft hat, ein glückliches und zufriedenes Leben zu führen und mit der Angst vor dem eigenen Tod umzugehen. Immer dienstags treffen sich die beiden von nun an in Morries Arbeitszimmer, um verschiedene Aspekte des Lebens zu erörtern und ihre Gespräche auf Tonband aufzunehmen, um die Erkenntnisse später in einem Buch zu verarbeiten. Herausgekommen ist dabei „Dienstags bei Morrie - Die Lehre eines Lebens“, welches im Jahr 1997 erstveröffentlicht wurde, leider erst nach dem Tod von Morrie Schwartz.

    Die Lehren, die man aus diesem Buch ziehen kann, sind nicht völlig neu, wenn man sich schon öfter mit Themen wie Glück, Zufriedenheit oder der allumfassenden Frage nach dem Sinn des Lebens auseinandergesetzt hat. Mittlerweile gibt es nämlich sehr viele Bücher der Kategorie Lebenshilfe mit ähnlichem Tenor. Ob das zu der Zeit, als dieses Buch geschrieben wurde, auch schon so war, kann ich nicht beurteilen (vermutlich nicht). Heute sticht dieses Buch für mich daher jedenfalls nicht aus der Masse heraus, weil es gute und tiefsinnige Ratschläge gibt (das tut es wirklich, nur die waren mir nicht unbekannt), sondern weil ich es sehr berührend fand zu lesen, wie liebevoll Mitch Albom mit seinem ehemaligen Lehrer während ihrer Dienstagssitzungen umgeht und wie nah dies die beiden einander bringt.

    ALS ist heimtückisch und unbarmherzig. Jeder kennt das prominenteste Beispiel dieser furchtbaren Krankheit, den mittlerweile verstorbenen Astrophysiker Stephen Hawking. Sie führt dazu, dass der Erkrankte sich nach und nach aufgrund spastischer Lähmungen der Muskulatur immer weniger bewegen kann. Alltagsverrichtungen wie sich ankleiden, selbstständig essen oder der Toilettengang werden irgendwann völlig unmöglich. Betroffene sind ab einem bestimmten Punkt dauerhaft auf Hilfe angewiesen. Es kommt zu Schluck- und Sprachstörungen und zum Ende hin wird auch die Lunge so stark in Mitleidenschaft gezogen sein, dass eine künstliche Beatmung erforderlich ist. Ein Leben oder Sterben in Würde scheint mit dieser Erkrankung unmöglich zu sein. Wie kann man also mit einem Menschen umgehen, von dem man weiß, dass er auf jeden Fall sterben und dass dieses Sterben lang und grausam sein wird?

    Albom hat in seinem Buch beschrieben, wie selbstverständlich er und Morrie irgendwann mit Morries Einschränkungen umgehen konnten, wie er seinem Lehrer zum Bespiel die Nase putzte, die gelähmten aber trotzdem schmerzenden Füße massierte und ihn tröstend in den Arm nahm, wenn dieser, von Erinnerungen überfallen, heftig weinen musste. Zu lesen, wie die Distanz, die in solchen Situationen zunächst einmal herrscht (aus Angst, etwas falsch zu machen oder den Kranken zu beschämen), abgebaut wurde und nichts übrig blieb, als tiefe, ehrliche Zuneigung und Liebe zwischen zwei Menschen, die sich mit ihren Gesprächen voneinander verabschiedeten, das war einfach nur ergreifend. Sterben und Tod sind Tabuthemen in unserer Gesellschaft. Jugendlichkeit, Gesundheit, Attraktivität sind heute für viele die Maßstäbe für Erfolg und ein erfülltes Leben. Niemand will alt und krank werden. Dass aber auch darin Chancen liegen, davon berichtet dieses Buch. Morries Ratschläge könnte ich schon jetzt, kurz nach dem Lesen, nicht mehr alle widergeben, aber den Wunsch nach Verbundenheit und Zuneigung habe ich beim Lesen tief nachempfinden können. Und das ist es, was mir in Erinnerung bleiben wird.

  8. Cover des Buches Der Herr des Wüstenplaneten (ISBN: 9783453319547)
    Frank Herbert

    Der Herr des Wüstenplaneten

     (119)
    Aktuelle Rezension von: Pachi10

    Paul "Muad' dib" Atreides ist der neue Imperator und diese Position bringt viele Feinde mit sich. Auch aus den eigenen Reihen droht Gefahr und Verschwörung von allen Seiten.


    Dieser Band spielt ca. 12 Jahre nach dem dem ersten Buch und hat nur in etwa ein Drittel der Seiten des ersten Bandes. War der erste Band ein grandioses Heldenepos, quält man sich hier durch endlose "Gespräche". Diskussionen, Selbstgespräche und Aneinanderreihungen von Gedanken.



    Im Grunde hat das Buch keinen Inhalt, außer dass man Paul, Alia und Chani nach dem Leben trachtet.






    Plötzlich taucht eine Sekte auf, von der man vorher noch nie gehört hat. Leider ist auch viel dabei das unlogisch ist. Plötzlich können Dinge die man davor mit Bene Gesserit Wissen sofort erkannt hat, nicht mehr erkannt werden und bleiben im Dunklen. Chanis Tod und die Geburt der Zwillinge geht völlig unter. Die Geschichte um Duncan Idaho bleibt völlig unlogisch und unerklärt. Und was nun mit Irulan geschieht kann man auch nicht klar erkennen. Im Grunde besteht das Buch aus 260 Seiten viel Bla-Bla ohne wirklichen Inhalt.



    Ausgenommen der Info: Je höher man steigt, desto tiefer kann der Fall sein.






    War die Lust weiterzulesen nach Band 1 sehr groß, interessiert mich die Fortsetzung nun in Band 3 absolut nicht mehr.


  9. Cover des Buches Es gibt so viel, was man nicht muss (ISBN: 9783417268546)
    Tomas Sjödin

    Es gibt so viel, was man nicht muss

     (17)
    Aktuelle Rezension von: SeilerSeite

    Die 77 Kurzandachten beschäftigen sich mit den drei größeren Themenfeldern des Glaubens, der Liebe und des Lebens im Jetzt. Wobei Andacht eigentlich das falsche Wort ist, denn die kurzen Texte erschienen zuerst als Kolumnen bzw. Glossen in schwedischen Tageszeitungen. Sie wurden also nicht extra für dieses Buch geschrieben, sondern sind teilweise schon mehrere Jahre alt und wurden von Tomas Sjödin für das Buch nach Themen sortiert.

    Als vielbeschäftigter Pastor weiß Sjödin wie es ist, wenn man vielen Anforderungen genügen muss und einen vollen Terminkalender hat. Er macht in seinen Texten Mut, Dinge auch mal gut sein zu lassen und nicht ständig durchs Leben zu hetzen. Dabei behauptet er nicht, dass sich alle Probleme von selbst lösen und es gar keine Anforderungen mehr gibt. Eher plädiert er dafür, zu sortieren, was wirklich notwendig ist und was nur von anderen Seiten als notwendig ausgegeben wird. Das gilt auch für den Bereich des Glaubens und der Liebe. Immer wieder macht er auf die befreienden Aspekte des Glaubens aufmerksam.

    In manchen der Texte findet man sich mehr, in anderen weniger wieder. Spektakuläre neue Einsichten erhält man nicht, es ist tatsächlich eher so, wie im Vorwort beschrieben: Sjödin erzählt von Dingen, die man eigentlich schon wusste, über die man aber noch nie wirklich nachgedacht hat. So erhält man 77 Denkanstöße, die manchmal nur ein Gedanke bleiben, sich manchmal aber auch ganz praktisch im Leben umsetzen lassen.

  10. Cover des Buches Die Kinder des Wüstenplaneten (ISBN: 9783453319554)
    Frank Herbert

    Die Kinder des Wüstenplaneten

     (103)
    Aktuelle Rezension von: PoldisHoerspielseite

    Paul Atreides ist verschwunden, in die Wüste gegangen und hat sich somit seinem Schicksal entwunden, durch große Opfer zu einem neuen Gott zu wandeln. An seiner statt regiert nun seine Schwester Alia den Wüstenplaneten mit eiserner Hand und unter unheilvollem Einfluss. Das entgeht auch Pauls Zwillingsgeschwistern Ghanima und Leto nicht, die zwar das Wissen von Generationen in sich tragen, wegen ihres jungen Alters aber noch nicht als Regenten eingesetzt werden können…

    Mit seiner Sience Fiction-Reihe um den Wüstenplaneten Dune hat Frank Herbert einen Klassiker des Genres erschaffen, die aktuell in einer leicht angepassten Neuübersetzung erscheinen – aber inhaltlich natürlich keine wesentlichen Änderungen vollzogen wurden. Der dritte Band muss nun erstmals ohne Paul als dominante Hauptfigur im Fokus des Interesses auskommen und weitet die vielen verschiedenen Szenerien noch einmal deutlich aus – sehr deutlich. Neben einigen bekannten Baustellen werden auch neue Handlungsstränge aufgemacht, die oft parallel laufen und sich nur selten kreuzen, dazu gibt es einige Ausflüge zu Nebenschauplätzen, und das alles sorgsam erdacht, sodass wirklich jedem handelnden Charakter die Zeit gegeben wird, sich und seine Gedankenwelt vor dem Leser zu offenbaren. Klingt umfangreich? Ist es auch! Und das vielleicht schon zu detailverliebt, zu wuchtig in den Ausführungen, zu langsam in der Erzählweise. Die teils seitenlangen inneren Monologe drehen sich oft um die gleichen Gedankengänge, und so sehr wohl jeder von uns ein solches inneres Gedankenkarussell kennt: Das sorgt auch für einige langwierige Passagen. Davon abgesehen ist es auch gar nicht so einfach, alle Personen und Details parat zu haben, allein das Glossar umfasst unzählige Seiten, und nachschlagen musste ich darin des Öfteren.

    Warum „Die Kinder des Wüstenplaneten“ mir insgesamt dennoch gefallen hat? Das liegt vor allen an der ungemein atmosphärischen und dichten Erzählweise. Alles ist mit Sinn geschrieben und führt den Leser (wenn auch langsam) an sein Ziel, die Charaktere handeln aus nachvollziehbaren und glaubhaften Motiven, können mit ihrer Aura faszinieren. Zudem werden Gesellschaftsstruktur und viele weitere Details noch weiter aufgefächert und erlauben einen Blick auf das wuchtige, gelungene Konstrukt. Zudem gefällt mir der dystopische Ansatz mit einigen Parallelen zur heutigen Zeit sehr gut, ebenso wie die philosophische Herangehensweise an die vielen Themengebiete wieder sehr gelungen ist.

    Ein wenig mehr Tempo, mehr Handlung statt Statusbeschreibungen, eine Fokussierung auf die wesentlichen Schauplätze hätte dem Roman sicherlich zu mehr Spannung verholfen. Andererseits wäre dann auch der sehr intensive Blick auf die Vorgänge verwehrt geblieben, wäre die Welt von Dune etwas blasser geblieben, wären die Charaktere nicht so intensiv geraten. So richtig konnte mich der Roman zwar nicht fesseln, als Teil des Epos gehört er aber natürlich dennoch zum Zyklus und bringt wichtige neue Elemente mit ein.

  11. Cover des Buches Käse (ISBN: 9783351036393)
    Willem Elsschot

    Käse

     (30)
    Aktuelle Rezension von: Sikal

    Frans Laarmann, ein kleiner Büroangestellter einer Werft, träumt seinen Traum – von Reichtum und Anerkennung, vom „Dazugehören“ und „Mitreden“ können. Als ihm plötzlich ein Job als Großhändler für Käse (Edamer vollfett) angeboten wird, greift er zu. Er sieht sich in seinen Vorstellungen als großen Geschäftsmann, der es nun zu was gebracht hat, der sich sogar seine Urlaubsreisen mit der Familie über das Geschäft finanzieren kann usw.

     

    Doch die 20 Tonnen Käse lagern in einem Keller so vor sich hin, denn er weiß einfach nicht, wie er anfangen soll. So kümmert er sich erst mal um ein ordentliches Büro, eine Menge Verkaufsagenten usw. Als plötzlich sein Chef die Abrechnung durchführen möchte, wird es eng für unseren Protagonisten …

     

    Der Autor Willem Elsschott schreibt kurz und knackig, pointiert und charakterisiert messerscharf. Der Protagonist ist in seiner Naivität dermaßen sympathisch, dass man zwischen Mitleid und Fremdschämen schwankt. Es zeigen sich die Grenzen des Protagonisten sehr schnell. V

    om Verkauf keine Ahnung, ist er ständig am Organisieren, Planen und beschäftigt sein. Herrlich!

    Obwohl der Roman bereits in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts geschrieben wurde, findet man viele Klischees auch heute noch – die neugierige Nachbarin, die immer informiert sein will; die Möchtegern-Wichtigtuer, die schnell zu Geld kommen wollen u.a.

    Ein kurzweiliger, humorvoller Lesegenuss über ein käsiges Intermezzo.

  12. Cover des Buches Ein Monat auf dem Land (ISBN: 9783832165185)
    J.L. Carr

    Ein Monat auf dem Land

     (88)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    Es ist eine leise und tiefgründige Geschichte, die uns der Autor in diesem Buch erzählt. Der Kirchenrestaurator und vom Krieg versehrte Tom Birkin reist im Jahre 1920 in das nordenglische, fiktive Dorf Oxgodby. Er ist beauftragt worden, in der mittelalterlichen Kirche ein Wandgemälde freizulegen. Wir erleben, mit welcher Hingabe er sein Handwerk in Angriff nimmt und die Ruhe der sakralen Räume sowie die seltenen aber eindringlichen Begegnungen mit den Bewohnern der Dorfgemeinschaft geben dem jungen Birkin neue Lebenskraft. 

     

    Tief melancholisch und doch mit einer grossen Leichtigkeit führt uns der Ich-Erzähler in seine geistige Gedankenwelt. Mit jeder Schicht, die er von dem Gemälde freilegt, scheinen auch seine inneren Verhärtungen und äusseren Verletzungen zu heilen. Sogar eine neue Liebe kann sein Herz gewinnen.

     

    Es sind nur wenige und jeweils kurze Dialoge, die der Tom Birkin mit den Einheimischen von Oxgodby führt. Diese sind geprägt von einer Wortkargheit, wie man sie sich bei Menschen in solch abgeschiedenen Regionen gut vorstellen kann. Trotzdem bestechen sie durch eine aussergewöhnliche Klarheit und man bemerkt eine distanzierte Vertrautheit der Personen zueinander. Magie und Mystik aber auch Ehrfurcht und Glaube erfüllen den Roman ausserdem mit einer ganz besonderen Atmosphäre.

     

    Mich hat die Sprache und der ruhige Erzählton dieser kurzen Geschichte sehr berührt.

  13. Cover des Buches Das kann doch weg! (ISBN: 9783453704046)
    Fumio Sasaki

    Das kann doch weg!

     (33)
    Aktuelle Rezension von: CarinaElena

    bezahlte Werbung - Rezensionsexemplar

    Dieses Buch ist tatsächlich etwas besonderes und ist einfach so anders als alle anderen Bücher die ich vorher über das Thema Minimalismus gelesen habe. 

    Auch für dieses Buch habe ich mir bewusst Zeit genommen und es nicht, wie bei manch anderen Büchern, einfach verschlungen. Bei den meisten Büchern ist es so, das Minimalisten ihre Geschichte in den Vordergrund stellen und nebenbei auch noch Tipps mitgeben. Hier ist das anders: Fumio Sasaki ist eine sehr authentische und äußerst sympathische Persönlichkeit. Bei ihm stehen wirklich die Tipps und die Vorschläge im Vordergrund, zwischendurch erzählt er dann von seinem Weg vom Maximalist zum Minimalist. In der Mitte des Buches gibt es auch private Fotos von sich und anderen Minimalisten wie sie vorher waren und wie es jetzt ist. Fand ich richtig gut, das ganze auch mal zu sehen anstatt immer nur darüber zu lesen. 

    Ein paar Tipps sind mir besonders aufgefallen die ich so nicht einhalten würde: Ich würde immer mehr als einen Kugelschreiber verwenden, Fumio sagt, man sollte von jedem Gegenstand nur ein Stück besitzen. Er hat auch sämtliche Bade- und Handtücher entsorgt und besitzt  nur noch ein dünnes japanisches Handtuch („tenugui“ genannt), das er sowohl für das Geschirr, als auch den Körper benutzt (sorry, das ist total eklig, würde ich auch niemals machen). Ich habe auch immer Essen und Hygieneartikel auf Vorrat, zwar nicht in großen Mengen, aber Vorrat muss sein. Ich gehe nur 1x die Woche zum Einkauf, dadurch spare ich mir Zeit und Fahrtwege - was natürlich auch besser für die Umwelt ist. Den Vergleich zu Apple fand ich großartig und im Prinzip hat er Recht. Jetzt verstehe ich auch, warum so viele Asiaten Apple kaufen :)

    Ich selbst habe vor 2 Jahren angefangen konsequent auszumisten und minimalistischer zu Leben. Dank des Buches konnte ich nun sogar Dinge ausmisten die mir vorher wahnsinnig schwer gefallen sind. Ich habe durch das Buch einen richtigen Motivationsschub bekommen und wurde aufs Neue inspiriert. Dieses Buch wird mich noch lange begleiten, ich kann es nur empfehlen.

    Ich möchte mich nochmal herzlich beim Bloggerportal für das Rezensionsexemplar bedanken.

  14. Cover des Buches Anastasia - Tochter der Taiga (ISBN: 9783906347660)
    Wladimir Megre

    Anastasia - Tochter der Taiga

     (17)
    Aktuelle Rezension von: MeinNameistMensch


    Über die Anastasia Bewegung und ihr Wirken wird in der Mainstreampresse oft mit Haß und Hetze berichtet, was nur wieder aufzeigt, wie gefährlich die Inhalte dieser Bücher zu sein scheinen. 
    Da ich aber zu den Menschen gehöre, die sich gerne ein eigenes Bild machen, habe ich nun selbst mit dem Lesen begonnen und darf sagen, das ich positiv überrascht bin. 
    Inhaltlich geht es um den Unternehmer Wladimir Megre, der in den Einöden der Taiga auf eine junge Frau - Anastasia - trifft und von ihr viele Ideen und Impulse zur Änderung der bisherigen Lebensweise und Zuwendung zu einem naturnaheren und liebevolleren  Umgang  mit unserer Mitwelt erhält.
    Viele der Anschauungen Anastasias erscheinen auf den ersten Blick wie Zumutungen, wer aber mit offenen Herzen hineinspürt, wird schon bald in einigen Bereichen Resonanzen spüren können.
    Dieses Buch ist keines, was kurz gelesen und dann wieder zur Seite gelegt werden sollte, sondern eines, was immer wieder zur Hand genommen werden mag und bei jedem lesen neues offenbaren kann.


  15. Cover des Buches Camus (ISBN: 9783499628016)
    Iris Radisch

    Camus

     (21)
    Aktuelle Rezension von: UteSeiberth
    Mit großem Interesse habe ich diese Biografie von Iris Radisch gelesen,bei der man deutlich merkt,dass sie Camus und seine
    Bücher sehr gut kennt.Es ist eine schöne Würdigung zum 100.
    Geburtstag von Camus und zeigt sein Leben,das in einer armen Gegend in Algerien beginnt bei einer Mutter,die nicht sprechen kann
    um in Paris Sartres Gegenspieler zu werden.Camus ist mir noch sympathischer geworden durch seine philosophischen und moralischen Ansichten,die ich so genau nicht gekannt hatte.
    Schade,dass er so früh verstorben ist !Wer weiß,was er noch
    alles geschrieben hätte!
  16. Cover des Buches Der Gottkaiser des Wüstenplaneten (ISBN: 9783453320444)
    Frank Herbert

    Der Gottkaiser des Wüstenplaneten

     (80)
    Aktuelle Rezension von: Snyder

    Herberts SF-Universum ist vielfach großartig und ein tolles Setting für sein Epos rund um den "Wüstenplaneten". Im "Gottkaiser" ist mir die Story, die an sich durchaus mitreissend ist, aber etwas zu langatmig gewesen. Sicherlich Geschmacksache, aber so war das aus meiner Sicht. Trotz allem ist die Reihe sehr zu empfehlen

  17. Cover des Buches Ermutigung zum unzeitgemäßen Leben (ISBN: 9783499625992)
  18. Cover des Buches Simply living well (ISBN: 9783442393756)
    Julia Watkins

    Simply living well

     (3)
    Aktuelle Rezension von: kassandra1010

    Einfach leben und einfach genießen? Das hat sich Julia Watkins mit Simply Living Well zur Aufgabe gemacht.

     

    Aus wenig viel machen lautet ganz klar die Devise der Autorin und wenn es sich dabei um natürliche Rohstoffe und Lebensmittel handelt, um so besser für Mensch und Umwelt.

     

    Über eine kurze Einführung kommt Julia Watkins direkt zur Sache. Im Kapitel „Low-Waste Küche“ fasst die Autorin viele praktische Tipps und Tricks zur Nachhaltigkeit zusammen. Besonders gut gefallen hat mir hier die tabellarische Gegenüberstellung, wie man konventionelle Haushaltsdinge mit Low-Waste-Produkten ersetzt bzw. nach und nach ersetzen kann.

     

    Das Schlagwort Natürlich leitet dann durch die weiteren Kapitel reinigen, heilen und pflegen.

     

    Sehr schön fand ich auch den Abschluss in Form des Küchengartens. Hier bin ich tatsächlich nochmal ganz neu fündig geworden.

     

    Die Tipps sind praktisch und leicht umsetzbar. Man benötigt keine Zutaten oder außergewöhnliche „Rohstoffe“ zum Kreieren von Putzmitteln. Der Abtausch von Wegwerfplastik zu Glas und Holz wird stilvoll in Szene gesetzt. Die Umstellung gelingt spielend und Julia Watkins reizt mit schönen Fotos, sich auch mit dem Thema Wohlfühlfaktor und Design ein wenig mehr in die Richtung Low Waste zu beschäftigen.

     

    Als sehr praktisch haben sich für mich auch die Quellenangaben und das handliche Register bewiesen. Schnell etwas nachschlagen oder über eine Zutat zu recherchieren fällt somit leicht und spart Zeit.

     

    Julia Watkins setzt ganz auf Minimalismus und auf Einfachheit. Unser Alltag ist schon kompliziert genug, warum muss man sich dann dies auch noch in den eigenen vier Wänden antun?

     

    Schöne und schlichte Bildgestaltung, die selbst einfach Dinge wie einen Seifenspender ins rechte Licht rücken lassen. Ja, putzen kann scheinbar auf Freude machen und ein wenig mehr Minimalismus schadet uns allen sicherlich nicht.

     

    Das praktische Sachbuch hält was es verspricht! In wenigen Schritten zu einem ganz „klaren“ Ergebnis. Einfach, natürlich und low waste!

     

  19. Cover des Buches Giorgio Locatelli – Italy. Made at Home (ISBN: 9783959612463)
    Giorgio Locatelli

    Giorgio Locatelli – Italy. Made at Home

     (4)
    Aktuelle Rezension von: peedee
    Giorgio Locatelli, ein italienischer Spitzenkoch, der seit Jahren in London lebt und arbeitet, stellt seine 150 besten Rezepte vor, die er gerne für Familie und Freunde kocht. Okay, ein neues Kochbuch, interessant… Ja, tatsächlich ist dies sehr interessant. Denn dieses Kochbuch ist – zumindest für mich – mehr als eine einfache Sammlung von Rezepten. Es zeigt die Liebe des Autors zu seiner Heimat und der Vielfalt von Produkten.

    Erster Eindruck: Ein hochwertiges, schweres Buch mit sehr schönen Fotografien von Land und Leuten; mir gefällt auch der Buchtitel sehr gut. Auf einem Foto sitzt der Spitzenkoch mit Brille auf der Nase am Tisch und schält Gemüse – in seinem Lokal in London muss er das wahrscheinlich seit Jahren nicht mehr machen. Auf einem anderen Foto sitzt er mit seinem Hund auf dem Arm auf seiner Vespa.

    Wie schon der Buchtitel verrät, gibt es 150 Rezepte (ein ausführliches Register befindet sich am Ende des Buches). Dazu gehören Suppen, Panini, Crostini, Pasteten, Pasta, Reis, Pizza, Fisch und Meeresfrüchte, gegrilltes Fleisch, Braten und Eintöpfe, und abschliessend auch Kuchen, Leckereien und Eiscremes. Giorgio Locatelli erzählt viele amüsante Geschichten aus seinem Privat- oder Arbeitsleben. Auch seine Familie wird vorgestellt: Ehefrau Plaxy, Sohn Jack, Tochter Margherita. Bei Margherita wurde in früher Kindheit festgestellt, dass sie auf ungefähr 600 (!) Lebensmittel allergisch reagierte – eine grosse essenstechnische Herausforderung für die Familie.

    Ich muss zugeben, dass mir Giorgio Locatelli vor diesem Buch nicht bekannt war. Ich wusste jedoch schon nach den ersten paar Seiten, dass mir dieses Kochbuch ausgezeichnet gefällt. Mir haben die Rezepte sehr gefallen, die meisten sind nicht so kompliziert und benötigen auch nicht viele Zutaten. Als Italiener ist man gewohnt, immer viele Gäste zu haben, daher sind die Rezepte häufig für 6 Personen konzipiert. Ich habe mir etliche Rezepte markiert, die ich bei Gelegenheit nachkochen werde, z.B. aus der Kategorie „Einfache Suppen“: Wintergemüse-Eintopf (S. 73), Spinatsuppe mit pochierten Eiern (S. 100) oder Pancotto „Werd-schnell-gesund“-Brotsuppe in 4 Varianten (S. 102ff.). Mir haben die unterschiedlichen Möglichkeiten, die sich aus einem Produkt ergeben, sehr fasziniert, wie z.B.:
    - „Auberginen x 4“: Giorgio Locatelli schwärmt von Auberginen – mich konnten sie bis anhin noch nicht wirklich überzeugen, aber ich habe sie bisher auch nur gegrillt, im Ratatouille oder als Moussaka gegessen. Zeit für etwas Neues (z.B. Parmigiana, S. 37, ähnlich einer Lasagne).
    - „Zucchini x 4“: Zucchini liebe ich heiss und innig und freue mich über neue Rezeptideen.
    - „Artischocken x 4“: Wunderbare Geschichte über die Herkunft dieses sehr schön aussehenden Gemüses. Ich wusste nicht, dass es 90 verschiedene Artischocken gibt.
    Selbstverständlich ist Pasta ein Thema in diesem Buch. Mir haben z.B. die „nächtlichen Spaghetti x 4“ sehr gefallen (S. 160ff. Auch lecker klingen Schweinerippchen mit Wirsing (S. 244) oder Rinderschmortopf mit Erbsen und Kartoffeln (S. 264).
    Sehr schön waren die Erzählungen aus seinem Restaurant und wie er den Umgang mit seinen Mitarbeitern pflegt. Es ist für ihn sehr wichtig, dass die Belegschaft gemeinsam isst; es gibt fixe Tage, an denen z.B. Pizza oder Burger gemacht werden. Ehemalige Mitarbeiter oder Mitarbeiter, die an diesem Tag frei haben, kommen vielfach an jenen Tagen zum Essen vorbei.

    Fazit: Ein tolles Lesebuch, das gleichzeitig ein schönes Kochbuch mit einer grossen Portion Amore ist – 5 wohlverdiente 5 Sterne!
  20. Cover des Buches Herr Jensen steigt aus (ISBN: 9783492968867)
    Jakob Hein

    Herr Jensen steigt aus

     (170)
    Aktuelle Rezension von: Lilli33

    Gebundene Ausgabe: 134 Seiten

    Verlag: Piper (2006)

    ISBN-13: 978-3492048576

    Preis: vergriffen

    als E-Book und als Taschenbuch erhältlich


    Liest sich ganz vergnüglich


    Inhalt:

    Herr Jensen arbeitet als Postbote - bis er die Kündigung bekommt. Irgendwie ist er durchs Netz gefallen. Zuerst versucht er, seinen Tag sinnvoll herumzukriegen. Doch irgendwann wird ihm klar, dass im Nichtstun das wahre Glück liegt …


    Meine Meinung:

    Leider ist die Geschichte sehr kurz, man hätte sie sicher noch weiter ausbauen und vertiefen können. Aber sie ist sehr kurzweilig zu lesen, fast schon ein bisschen tragikomisch. 


    Dabei ist der Schreibstil sehr einfach und monoton, passend zum Protagonisten und seinem Leben. 


    ★★★★☆


  21. Cover des Buches Das Ende eines ganz normalen Tages (ISBN: 9783442740819)
    Franz Hohler

    Das Ende eines ganz normalen Tages

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Die Texte von Franz Hohler lassen einen über das Leben in seiner ganzen Form nachdenken.
    Es gelingt ihm, ein anderes Licht auf gewisse Stadien des Leben zu werfen oder genau die eigenen Standpunkte zu vertreten.
    Die Geschichten sind kurz, gut und ein grandioser Lesestoff für zwischendurch.
  22. Cover des Buches Ferdinand (ISBN: 9783257065480)
    Munro Leaf

    Ferdinand

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Orisha
    Kurz rezensiert:

    Ferdinand ist ein Stier. Ein friedliebender Stier, der Blumen liebt. Drum sitzt er tagtäglich unter seinem Lieblingsbaum und labt sich am Duft der Pflanzen, die ihn umgeben. Als eines Tages Menschen auf seiner Wiese auftauchen, um den größten, mächtigsten und wütendsten Stier für den Stierkampf auszuwählen, fällt die Wahl überraschend auf Ferdinand.

    Munro Leafs Buch zählt zu den Klassikern der pazifistischen Kinderbücher. Zu Zeiten des spanischen Bürgerkriegs entstanden, plädiert Leaf mit seinem Ferdinand für ein freundliches Miteinander, ohne Kampf, Wut und anderen Auseinandersetzungen. Ferdinand - ein Stier - groß und mächtig - und doch sanftmütig und lieb - wünscht sie sich nichts außer seiner Ruhe. Die kleinen Dinge zählen für ihn und machen ihn glücklich. Damit hat Leaf einen Charakter geschaffen, der uns zweierlei lehrt: Zum einen, dass das äußere Erscheinungsbild nichts über den Charakter aussagt, zum anderen das Anderssein nichts Schlechtes ist. Als personifizierter Frieden lehrt uns Ferdinand zudem die wohl wichtigste Message unserer Zeit: Wahret den Frieden.

    Fazit: Ein liebenswertes, kurzweiliges Büchlein, mit schönen Illustrationen, dass meine vollste Leseempfehlung erhält.
  23. Cover des Buches Between Them: Remembering My Parents (ISBN: 9780062661883)
  24. Cover des Buches Zen oder die Kunst der Präsentation (ISBN: 9783864907593)
    Garr Reynolds

    Zen oder die Kunst der Präsentation

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Dilbertine
    „Einfachheit ist die höchste Form der Raffinesse.“ Leonardo da Vinci ** ** ** ** ** ** ** ** ** ** ** ** ** ***** Werden Sie auch häufiger von PowerPoint Folien Vorträgen, die mit unpassenden ClipArts dekoriert sind , erschlagen, gelangweilt oder gar erzürnt? Sind Sie mit Ihren eigenen PowerPoint unterstützen Vorträgen unzufrieden? Haben Sie Mut und Lust sich künftig von der allgemeinen Vortragsmasse abzuheben? Dann ist es allerhöchste Zeit, alles was Sie bislang über PowerPoint Präsentationen gehört, gelesen oder gelernt haben - zu vergessen. Befreien Sie sich von den Fesseln des traditionellen Präsentationsdesigns und der konventionellen Vorführung und erarbeiten Sie sich die Inhalte des Buches „Zen oder die Kunst der Präsentation“. Bereits das Vorwort des Buches, im schrecklichsten PowerPoint Folien Design, provoziert, rüttelt müde Präsentatoren wach und lädt zum unbedingten Weiterlesen ein. ** ** ** ** ** ** ** ** ** ** ** ** ** ** ** Inhaltlich ist das Sachbuch in die Bereiche Vorbereitung, Design und Vorführung gegliedert. Die Lehre des Zen steht nicht direkt im Vordergrund, vielmehr wird dem Leser eine Richtschnur in die Hand gegeben, an der er sich durch die multimediale Präsentationswelt „hangeln“ kann und mit deren Hilfe er sein persönliches Ungleichgewicht zwischen Präsentation und Kommunikation wiederherstellen kann. Strukturieren Sie gemeinsam mit dem Autor Ihren Vortrag, identifizieren Sie Ihre Kernaussagen und schaffen Sie eine logische Form, schärfen Sie Ihre Sinne für das Wesentliche und gehen Sie auf die witzigen Vorschläge zum Selbsttest ein! Erarbeiten Sie Ihre Geschichte und reduzieren sich auf einfache Gestaltungsmittel. Erfreuen Sie sich an den genialen Ausführungen zum wirkungsvollen Design, schaffen Sie Bilder die 100 %ig zu Ihren Aussagen passen. Die erläuternden Texte sind kurz und verständlich aufgebaut, der Inhalt ist gut strukturiert und leicht umsetzbar, am Ende des Kapitels gibt es auf einen Blick die Kernaussagen kurz zusammengefasst. Das Buch lebt u.a. von seinen zahlreichen Beispielfolien, von humorvollen Geschichten und diversen kurzen, verstärkenden Beiträgen der Co-Autoren. ** ** ** ** ** ** ** ** *** Meine erste Präsentation nach Konsum der Lektüre fand an einem verregneten, grauen, nasskalten Freitagabend statt. Das gewünschte Thema des Veranstalters war genauso trocken wie konfliktträchtig, der Seminarraum war trist. Keine guten Startbedingungen und somit der perfekte Anlass, alle Ängste und Zweifel über Bord zu werfen und mit dem Mut eines Anfängers neue Wege zu beschreiten. Bestückt mit einem äußerst einfachen und reduzierten Foliendesign und wenig Text, habe ich das gewünschte Thema in Form von Geschichten und Beispielen vorgetragen. Oh Wunder, es hat funktioniert, ich habe die Erwartungen meiner Zuhörer und auch die eigenen übertroffen. Besonders dankbar war ich dem Autor des Buches und seinen Helfern, als einer der Teilnehmer am Ende der Veranstaltung an mich herantrat und sich erkundigte, welches Unternehmen denn das Design der Folien entwickelt hat. ** ** ** ** ** ** ** ** ** „Zen oder die Kunst der Präsentation“ ist ein Buch für Menschen, die bereit sind, die gewohnten Pfade des Mainstreams zu verlassen und einen Neuanfang im Präsentieren zu starten. Selten hat mich ein Fachbuch in seinem Layout, seinem Inhalt und seinem Bezug zur Praxis so überzeugt .Der recht hoch anmutende Preis von 29,95 € ist durchaus gerechtfertigt. Von mir gibt es euphorische sieben Sterne von möglichen fünf, für ein Sachbuch, das die eigene Kreativität herausfordert, Lust auf Veränderung steigert , Mut macht, eingetretene Pfade zu verlassen und in der Konsequenz einen gangbaren Weg aus der persönlichen PowerPoint Krise aufzeigt.

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