Bücher mit dem Tag "einfluss"
26 Bücher
- Cassandra Clare
City of Ashes
(4.931)Aktuelle Rezension von: angies_bücherIch bin bei den Büchern ein kleines bisschen hin und her gerissen, weil ich sie einerseits toll und spannend finde, es mir aber teilweise zu dramatisch bzw unglaubwürdig ist. In diesem Band zum Beispiel was am Ende mit Simon Passiert (will hier nichts verraten). Trotzdem bin ich so neugierig, dass ich auch den nächsten Band sicher lesen werde :-)
- Veit Etzold
Der Totenzeichner
(179)Aktuelle Rezension von: ShadyDie Thriller rund um Veit Etzold und die Ermittlerin Clara Vidalis gehören für mich klar in die Kategorie „nichts für schwache Nerven, aber genau deshalb so gut“. Die Geschichten sind düster, direkt und oft sehr schonungslos erzählt – genau diese Konsequenz macht aber auch den Reiz der Reihe aus.
Was mir besonders gefällt, ist das hohe Tempo. Kurze Kapitel, schnelle Szenenwechsel und immer wieder Cliffhanger sorgen dafür, dass man kaum aus dem Lesen rauskommt. Man denkt oft „nur noch ein Kapitel“ – und ist plötzlich mitten in der nächsten Eskalation.
Clara Vidalis selbst ist eine starke, glaubwürdige Figur, die sich durch die Fälle kämpft, ohne dabei überzeichnet zu wirken. Auch das Ermittlerteam und die kriminalistischen Hintergründe sind gut eingebunden und wirken solide recherchiert, ohne dass es trocken wird.
Inhaltlich bewegt sich die Reihe häufig im extremen Bereich: Gewalt, psychologische Abgründe und sehr harte Fälle stehen im Mittelpunkt. Genau das macht die Bücher so intensiv – gleichzeitig sollte man wissen, worauf man sich einlässt, wenn man zu dieser Reihe greift.
Insgesamt ist die Clara-Vidalis-Reihe für mich eine klare Empfehlung für alle, die kompromisslose, düstere und temporeiche Thriller mögen, die einen auch mal an die Grenzen des Erträglichen bringen.
- Anne Bishop
Dunkelheit
(183)Aktuelle Rezension von: Moelli116Der Aufbau ist eigentlich typisch für Fantasy-Geschichten: Es geht um ein junges Mädel, was insgeheim eine große Macht besitzt und damit in unterschiedlich schwierige Situationen gerät. Dennoch ist es nicht langweilig der Geschichte zu folgen.
Ich hatte anfangs ein paar Schwierigkeiten herauszufinden, welcher der Charaktere gut oder böse in der Geschichte sind. Insbesondere der Höllenfürst persönlich wird regelmäßig als sehr liebenswürdig dargestellt. Das ist zwar vielleicht manchmal etwas widersprüchlich, aber so kann man sich noch selbst ein Bild über die Charaktere machen.
Spannendes Ende, sodass man gleich mit dem nächsten Teil weiter machen möchte.
- Iny Lorentz
Die Perlenprinzessin. Rivalen
(61)Aktuelle Rezension von: KathrinZEigentlich ist es ein recht gutes Buch – zumindest, wenn man noch nicht viele Werke von Iny Lorentz gelesen hat. Da die Handlung drei Generationen umfasst, gibt es große Zeitsprünge, die mich etwas irritiert haben. Manches wirkte etwas überhastet. Die Charaktere hätten für mich noch etwas mehr Tiefe vertragen können, um emotional ganz bei ihnen zu sein.
Ungewohnt für das Autoren-Duo war für mich auch der Cliffhanger am Ende; dass die Geschichte so offen bleibt, ist neu in ihrem Stil. Positiv hervorzuheben ist das historische Setting in Hamburg zur Zeit Napoleons, auch wenn es für meinen Geschmack tiefer hätte gehen können – gerade die Schifffahrt hätte Potenzial für mehr Abenteuer geboten.
Fazit: Für Lorentz-Neulinge ein schöner Zeitvertreib mit Romantik und Drama. Für treue Fans eher gewöhnungsbedürftig. Deshalb bekommt der Roman von mir 3 Sterne.
- Donna Leon
Venezianische Scharade
(266)Aktuelle Rezension von: Igelmanu66»Soweit ich weiß, stecken sich diese anständigen, schwer arbeitenden Männer, um die Sie so besorgt sind, mit Aids an, weil sie diese „Perversen“ dafür bezahlen, dass sie Ihnen den … … dürfen. Und vergessen wir auch nicht, dass dieser Tote, wer immer er sein mag, ermordet wurde und es unsere Pflicht ist, seinen Mörder zu finden. Auch wenn der ein anständiger, schwer arbeitender Mann war.«
Es ist heiß in diesem August in Venedig. Und statt mit seiner Familie in die kühlen Berge in Urlaub zu fahren, muss sich Commissario Brunetti mit einem verzwickten Mordfall herumschlagen. Das Opfer, brutal erschlagen, war ein Mann in Frauenkleidern – für die Öffentlichkeit und leider auch einige von Brunettis Kollegen ist der Fall ganz simpel: Da hatte ein Transvestit Ärger mit einem Freier. Eine schlimme Sache, aber weit entfernt von der Welt der normalen, anständigen und ehrbaren Leute. Von denen sich einige bald ärgern werden, denn Brunetti macht es sich nicht so einfach und schaut genauer hin…
Ein großartiger Krimi war das! Abgesehen von der mal wieder sehr gelungen und atmosphärisch dargestellten Kulisse fesselte mich die Aufklärung dieses Falls in hohem Maße. Wie Brunetti nach und nach die Hintergründe aufdeckt, das Puzzle zusammenfügt und üble Fälle bürgerlicher Doppelmoral entlarvt, war ein großes Lesevergnügen.
Fazit: Toller Fall, tolle Atmosphäre. Ich suche mir gleich den nächsten Brunetti raus.
- Sarina Bowen
True North - Wo auch immer du bist
(508)Aktuelle Rezension von: Kitty_CatinaEins will ich gleich zu Beginn sagen, nämlich, dass dieses Buch eines dieser ist, welches von der ersten bis zu letzten Seite unterhält, eine gemütliche und wärmende Atmosphäre mit sich bringt und einfach nur ein Wohlgefühl hinterlässt.
Dazu trägt vor allem das super tolle, ländliche und entschleunigte Setting bei, das naturnahe, harte Farmleben, die liebenswerte Familie Shipley als auch die süße, teils echt spicy Liebesgeschichte zwischen Audrey und Griffin. Und vor allem hat es die Autorin zudem geschafft, dieses alles wahnsinnig lebendig und bildlich zu beschreiben, sodass ich mich beim Lesen wie mittendrin im Getümmel gefühlt habe.
Aber auch die Geschichte selbst ist wirklich schön und gemütlich. Zwar gibt es ein bisschen Drama, was bei diesem Genre ja auch irgendwie dazugehört, genauso das obligatorische Hin und Her, doch das alles hat mich gar nicht so sehr gestört. Audrey und Griffin konnten mich nämlich absolut für sich einnehmen und ich habe jede Seite genossen, die ich sie auf ihrem Weg begleiten durfte, selbst, wenn es sich dann doch mal etwas gezogen hat. Und auch Griffins Familie kann man einfach nur lieben. Diese wuselige Großfamilie, bestehend aus Mutter, Großvater und vier Kindern, sowie diversen Angestellten, ist ein Traum, ebenso das harte und dennoch erfüllende Farmleben, wie es nur in Büchern beschrieben werden kann.
Dazu kommen die tollen Protagonisten und Nebencharaktere, die allesamt ebenfalls richtig toll und lebendig geschrieben sind. Audrey ist eine geniale Köchin, die in ihrem Job nicht zeigen kann, was sie drauf hat, dafür aber von den Shipleys von Herzen aufgenommen wird. Sie muss ziemlich viel wegstecken, behauptet sich aber dennoch und obwohl sie, bis sie wieder auf Griff trifft, allein dasteht, geht sie ihren Weg und ist zielstrebig. Griff dagegen ist ein grummeliger Farmer mit harter Schale aber einem super weichen Kern. Er lebt für seinen Cider, ist bodenständig und hat die ganze Verantwortung für seine Familie auf seinen Schultern, was ihn total liebenswert macht.
Alles in allem ist dieses Buch ein richtiges Wohlfühlbuch, welches die frische Landluft förmlich beim Lesen spüren lässt, welches eine super süße Liebesgeschichte mit Ups und Downs erzählt und die richtig Lust auf die weiteren Bände der Reihe macht.
- Chris Kraus
Das kalte Blut
(29)Aktuelle Rezension von: dunkelbuchIn diesem Roman geht es um die radikale, systematische Vernichtung von Menschen während des zweiten Weltkriegs. Aus Sicht des Täters. Zwei Brüder werden als SS-Männer mit der „Säuberung“ im Osten und Westen des „Großdeutschen Reichs“ beauftragt. Beide lieben sie die Jüdin Ev, die traumatisiert aus Auschwitz zurückkehrt, wo sie zur Folterung von Häftlingen gezwungen wurde. Nach dem Krieg wechseln die Brüder Hub und Koja zu anderen Geheimdiensten, CIA und KGB, dienen als Doppelagenten mal hier mal da der „Sache“. Harte Kost, die anfangs in schönen Bildern und einem lockeren Erzählstil in das Buch zieht. 1974 beichtet der Ich-Erzähler Koja einem Hippie-Leidensgenossen in einem Krankenhaus seine Vergehen. Dabei schweift er immer wieder in melancholische Erinnerungen ab. Koja ist ein Künstler, hält alles mit Graphit auf Papier fest, lernt Heinrich Himmler kennen und beeindruckt ihn. Sein Bruder Hub möchte den „Zartbesaiteten“ beschützen. Er sorgt dafür, dass Koja versetzt wird, sobald er zu Massenhinrichtungen abkommandiert werden soll, doch eines Tages kann Hub es nicht mehr verhindern. Und Koja ballert ein ganzes Magazin auf einen Säugling.
Es gibt wunderschöne Metaphern in dem Buch, aber die will man als Leser mit zunehmender Enthüllung der Grausamkeiten nicht mehr genießen. Der Roman erinnert an die wahren Schicksale und pflanzt sie damit in die Gedächtnisse von uns Nachgeborenen ein oder besser, er ätzt sie ein. Für „Das kalte Blut“ hat er penibel in seiner eigenen Familiengeschichte recherchiert. Trotz bester Absichten zerfällt der Roman für mich als Leser aber eher in einen Bericht als in eine runde Gesamterzählung.Ein bedrückendes aber gutesBuch.
- Sylvia Day
So Close. Blacklist 1 - Nach Crossfire die neue heiße Serie der Nr.1-SPIEGEL-Bestsellerautorin!
(29)Aktuelle Rezension von: Bozena_frejlich_reviewsEs ist lange her, dass ich ein Buch dieser Autorin gelesen habe.
Ich habe ihre Crossfire-Reihe geliebt.
Dieses Buch ist ein Zweiteiler und eine Geschichte, die ich nicht einmal beschreiben könnte, selbst wenn ich wollte.
Die Rezension ist also definitiv spoilerfrei :-)
Das Buch ist eine erotische, glühend heiße Romanze.
Eine mysteriöse Second-Chancen Geschichte, die so viele Geheimnisse, Intrigen und Lügen beschreibt, dass ich manchmal nicht den Überblick über sie alle und all diese widerlichen Charaktere in dieser Geschichte, behalten konnte.
Ehrlich gesagt gibt es in dieser Geschichte keine einzige Person, von der ich sagen könnte, dass ich sie mochte.
Aber das heißt nicht, dass mir das Buch nicht gefallen hat ;-).
Das Problem ist, dass ich bisher keine Meinung habe, weil ich keine Ahnung habe, worum es ging.
Es ist wie ein Escape-Room-Spiel ohne Möglichkeit, die Hinweise zu lösen und den Endergebnis wenigstens ein Bisschen zu erahnen.
Kann ich sagen, dass ich vom hexenhaften Verhalten der bösen Schwiegermutter wirklich fasziniert bin? Sie hat mich mit ihren Selbstgesprächen, Hasskampagnen und Racheplänen vom Lachen zum Weinen gebracht.
Meine Güte! Leider kenne ich aus eigener Erfahrung jemanden, der genauso ist wie sie, allerdings nicht so lustig :-) (Puh! ist nicht mehr in meinem Leben...)
Ich hoffe wirklich, dass Band #2 alle Antworten auf die vielen Fragen und mysteriösen Ereignisse enthält.
Band #2 ist bereits zum Anhören bereit.
Das Hörbuch ist wirklich sehr gut.
4 verschiedene Narraroren machen es zu einem fabelhaften Erlebnis. - Pascal Wokan
Arakkur: Die große Schlucht
(19)Aktuelle Rezension von: Michael_GrayIch bin kein Fan von Fantasy-Romanen aber nachdem ich ein tolles Buch dieses Genres gelesen hatte dachte ich mir versuche es mal mit diesem. Es hat mir überhaupt nicht gefallen!
Die Pflanzen und die Tierwelt konnte ich mir überhaupt nicht vorstellen. Auch das die Zeit anders ist war für mich verwirrend. Die Geschichte selber hat sich eigentlich gut angehört. Ich habe gelesen und gelesen aber die Geschichte hat mich gar nicht gepackt. Für mich war es langweilig das Buch zu lesen. Trotzdem habe ich es jeden Abend weiter gelesen weil ich dachte vielleicht wird es ja besser. Aber leider nein! Ich habe das Buch dann auch nicht bis zum Ende gelesen. Es tut mir leid aber dieses Buch war nichts für mich! - Maya Banks
Im Herzen der Angst
(9)Aktuelle Rezension von: PitziJules Welt ist schon vor ein paar Jahren aus den Fugen geraten, als sie während eines Frankreichurlaubs von einem Unbekannten angesprochen wurde, der sie unter der Androhung, ihrer Familie zu schaden falls sie nicht kooperiert, für seine terroristische Organisation rekrutierte. Jules musste lernen andere Menschen zu töten und erfuhr, dass auch ihre wahren Eltern einst dieser Organisation dienten, bevor sie ermordet wurden.
Nun, drei Jahre später, wird sie von ihren Adoptiveltern aufgespürt, denn Jules hatte alle Brücken hinter sich abgebrochen, aus Angst davor, dass die Organisation ihr das Liebste, das sie hat, nämlich ihre Ersatzfamilie, tötet. Bevor sie sich mit den Eltern aussprechen kann, fliegt Jules Hütte in die Luft. Jules überlebt schwer verletzt und wird in ein Krankenhaus gebracht. Dort erwacht sie unter großen Schmerzen; neben ihr sitzt Manuel, der Mann, der sie einst als Kleinkind von der Straße auflas und der sie zu ihren Adoptiveltern brachte. Auch Manuel wuchs dort auf und ist tieftraurig, als er erfährt, dass die Eltern bei der Explosion ums Leben gekommen sind. Was Manuel jedoch nicht ahnt, ist, dass Jules in den Jahren, in denen sie verschwand, zur Killerin ausgebildet wurde. Und Jules weiß nicht, dass Manuel ein CIA Mann ist, der die Aufgabe hat, Jules zu seinen Vorgesetzten zu schaffen, denn Jules Organisation ist der CIA ein Dorn im Auge…
Ich habe vor einiger Zeit bereits einige Historical Romances der Autorin gelesen, von denen mir einige sehr gut und andere weniger gut gefallen haben. Vielleicht war es daher reine Neugierde, die mich bewog, auch einmal einen Romantic Suspense von Maya Banks ausprobieren zu wollen. Dafür sprach dann auch, dass es sich bei „Im Herzen der Angst“ um einen Einzeltitel handelt.
Gleich der Anfang der Geschichte startet mit einem Schockeffekt und auch der weitere Verlauf der Story gestaltet sich sehr rasant und actionreich. Allerdings leider auch ein wenig zu sehr an amerikanische Actionreißer angelehnt. Mir persönlich wirkte es einfach ein wenig zu stark aufgetragen, als sich Jules und Manuel auf der Flucht vor Verfolgern auf der Autobahn eine wilde Schießerei lieferten und Manuels Mittelsmann und Partner bei der CIA dann allein durch einen Telefonanruf alle Schwierigkeiten aus dem Wege räumen konnte. Überhaupt erschien einem „Tony“ als eine Art Tausendsassa, der sogar seinem Chef die wichtigsten Informationen vorenthalten konnte, was dann irgendwann völlig unglaubwürdig wirkte.
Kleine Schwierigkeiten hatte ich auch, mir vorzustellen, dass sich zwei Menschen, die wie Bruder und Schwester miteinander aufwuchsen, plötzlich in Liebe zugetan sind und trotz aller Innigkeit solche Schwierigkeiten zu haben schienen, sich einander ihre Geheimnisse anzuvertrauen.Immerhin geschieht das dann ab der Mitte des Romans, doch fand ich es, trotz aller Nachsichtigkeit, dass es sich hier um eine Romance handelt, die man nicht allzu bierernst nehmen sollte, auch äußerst merkwürdig, dass eine Frau, die behütet aufwuchs, innerhalb von drei Jahren zu einer top ausgebildeten Killermaschine wurde, wohingegen Manuel, als ebenfalls top ausgebildeter CIA Mann, während diverser Schießereien, Jules nicht das Wasser reichen kann und sogar von ihr gerettet werden musste. Was dann allerdings gegen Jules Professionalität sprach, war die Tatsache, dass sie erst so spät darauf kam, dass ihr eventuell ein Peilsender eingepflanzt wurde.
Überhaupt schien sich die Autorin nicht ganz entscheiden zu können, fand ich, wie sie Jules und Manuel charakterisieren sollte. Mal wird Jules von Angstattacken verfolgt und dann kann sie so einfach wieder umschalten in den „Killer-Modus“ und völlig kühl agieren und töten?
Und Manuels blindes Vertrauen in Jules und sein ewiger Beschützerinstinkt nervten mich leider dann auch. Man erfährt kaum mehr über ihn, als dass er Jules liebt und auf Händen tragen möchte, was auf die Dauer dann etwas fade wirkt.
Und obwohl ich so viele Kritikpunkte aufführe, möchte ich dennoch nicht weniger als 3.5 Bewertungspunkte vergeben, weil der Roman, dennoch kurzweilige und teilweise auch spannende und actionreiche Unterhaltung bietet, wenn ich mir auch eine stärker durchdachte Story und eine tiefgründigere Charakterisierung des Heldenpaars gewünscht hätte. 3.5 von 5 Punkten. - Ben Smith
Traffic: Genius, Rivalry, and Delusion in the Billion-Dollar Race to Go Viral
(1)Noch keine Rezension vorhanden - Tommy Warzecha
#FOR99DAYS
(3)Aktuelle Rezension von: jens80aktuell versucht sich der Autor heute in elektronische Musik sicher mit sicher viel Erfolg,denn er trifft ja oft den "Nagel auf den Kopf" was Trendsets angeht. (Meine zu glauben das er jeden zweiten Monat eine neue Platte veröffentlicht?!) Keinesweges Faul der Gute. Multitalent und das meine ich in der Tat. Wäre toll,wenn er nochmal ein Buch schreiben täte, denn in der Schreibart und Stil absolut köstlich und völlig anders als alles was ich bisher gelesen habe
- Alex Bensson
Viren schlafen nicht: Ein Lord Bromley Thriller
(14)Aktuelle Rezension von: Siraelia"Viren schlafen nicht" ist ein toller Auftakt von Alex Bensson.
In diesem Buch wird einem das Team um Lord Bromley vorgestellt, der als Freelancer für das MI6 Aufträge übernimmt. In diesem ersten Fall bekommt er Verstärkung durch die charmante Biologin und Humanmedizinerin Claire Hansen, die auch selbst in Gefahr gerät. Aber wir wollen hier nicht zu viel verraten.
Wie der Titel schon andeutet geht es um das Wissen eines hochansteckenden Virus, der die Menschen in einer Pandemie bedrohen könnte. Wird Lord Bromley mit Hilfe seines Teams vereiteln können?
Mir hat der Schreibstil sehr gut gefallen, spannend und kurzweilig. Es ist gut geeignet für Leser/innen, die gerne viele verschiedene Erzählstränge parallel les n mögen. Somit ist gewährleistet, viele Informationen und Entwicklungen zu transportieren. Mir haben diese Sprünge gut gefallen, da sie dadurch den Plot schnell vorangetrieben haben.
Auch wurde viel Wissen bezüglich der Mikrobiologie gut verpackt für Laien vermittelt. (Ob das alles der Wahrheit entspricht, kann ich nicht nachvollziehen, bin kein Spezialist, liest sich aber sehr flüssig und überzeugend)
Einzig die Tatsache, dass das Team von Lord Bromley so toll, so qualifiziert, so gut ist, fand ich anfangs Entwässerung merkwürdig, aber es ist schon ok, wenn sich ein Autor gewisse Freiheiten nimmt. (Ist ja seine Story...) und ob das alles so 100%ig läuft kann man dann selbst lesen.
Von mir gibt es für diese schöne Unterhaltung 4von 5 Sterne und ich hoffe, dass es nicht nur eine Fortsetzung geben wird, sondern wir Lord Bromley noch lange beim lösen von schwierigen Fällen begleiten dürfen.
- Sheera Frenkel
Inside Facebook
(4)Aktuelle Rezension von: Eva_BeimerSHEERA FRENKEL & CECILIA KANG: INSIDE FACEBOOK
Hörbuch
INHALT:
NSA-Skandal, Wahlmanipulationen, Cambridge Analytica, Trump … Das ist nur die Spitze des Eisbergs! Die renommierten New York Times-Reporterinnen Sheera Frenkel und Cecilia Kang gewähren einen bisher einzigartigen Einblick in den mächtigsten und undurchschaubarsten Konzern der Welt.
Ausgehend von ihrer langjährigen investigativen Recherche, in der sie über Hunderte von Interviews führten, zeigen uns die Autorinnen ein Facebook, das wir so bislang nicht kannten. Dabei kommen sie Sheryl Sandberg und Marc Zuckerberg so nah wie niemand zuvor. Wir erfahren, welche Rollen Zuckerberg und Sandberg spielen, wie in den Hinterzimmern folgenreiche Entscheidungen getroffen, mit Politikern zwielichtige Absprachen vereinbart und undurchsichtige Netzwerke gebildet werden. Und wie eine Maschine zur Geldvermehrung immer weiter am Laufen gehalten wird, koste es, was es wolle – mit verheerenden Folgen: Aushöhlung der Privatsphäre und der Demokratie, eine Gefahr für unsere Gesellschaften. Grandios geschrieben, hautnah berichtet, ein Krimi über Manipulationen und Intrigen in einem der mächtigsten Konzerne der Welt – wie Dave Eggers' "The Circle", nur real.
MEINE MEINUNG:
Zugegeben: bisher habe ich nur wenig mit facebook beschäftigt, somit war das Meiste in diesem Hörbuch neu für mich.
Vielleicht bin ich ja zu naiv, aber ich hätte nie gedacht, dass man so skrupellos auf den eigenen (materiellen) Vorteil bedacht manipuliert.
Und dann stellt sich Marc Zuckerberg hin und tut so, als ob er von all dem nichts weiß! Falls er jedoch nicht so TUT, wäre das noch schlimmer. Es wird jedenfalls klar, was für ihn das Wichtigste ist: das Wachstum seiner Firma, die Steigerung der Verweildauer der Nutzer und möglichst viel Werbeanzeigen – egal, für was. Da kennt er auch keine Freunde und kein Vaterland.
Vielleicht ist es noch nicht einmal das Schlimmste, dass (meine) persönlichen Daten abgegriffen werden – das habe ich ja gar nicht anders erwartet – aber die Verstrickung, die Duldung der Wahlmanipulationen, überhaupt die politische Einflussnahme von z.B. Russland, der Türkei und anderen hinzunehmen mit einem Schulterzucken und alles zu leugnen, macht mich fassungslos. Vor allem das lakonische Hinnehmen der Tatsache, dass Menschen wegen Facebooks Posts getötet werden/wurden (Beispiel Myanmar etc.) ist ihm egal.
Ich bin so froh, dass ich diesen Text gehört habe – und werde in Zukunft noch viel vorsichtiger, d.h. misstrauischer sein.
Unbedingt hören bzw. lesen!!!
Das Hörbuch lässt sich sehr gut hören, was gerade bei Sachbüchern nicht immer der Fall ist. Das liegt auch an der wunderbaren Vortragsweise von Vera Wolfien.
- Leonie V Thöne
Die Figur Edward Cullen
(4)Aktuelle Rezension von: YoyomausZum Inhalt:
2005 eroberte Stephenie Meyers „Twilight“ („Bis(s) zum Morgengrauen“) die Bestsellerlisten. Hauptdarsteller, der als Mischung aus „Romeo und Julia“ und „Dracula“ vermarkteten Romanserie, sind das junge Mädchen Bella Swan und der Vampir Edward Cullen. Eine verbotene Liebe zwischen dem „Löwen und dem Lamm“ – ein Vampir-Vegetarier und eine willensstarke junge Frau.Meyer ist bekennende Angehörige der „Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage“, umgangssprachlich als „Mormonen“ bekannt.
Mit dem Hype um die Twilight-Saga wurde Stephanie Meyer über Nacht weltberühmt und hat viele Teeniemädchen mit ihrem altmodischen Edward und den coolen Jacob verzaubert. Doch was versteckt sich hinter der Geschichte und von was wurde die Autorin des Romans beeinflusst? Laut eigener Aussage ist Stephanie Meyer bekennende Mormonin und hat die Lehren der Mormonen auch in ihr Werk einfließen lassen. Leonie V. Thöne beleuchtet dieses Aspekt in ihrer wissenschaftlichen Arbeit und zieht Vergleiche zwischen dem Roman und den Lehren der Mormonen. Dabei reißt sie zuerst Meyer´s Werk "Biss zum Morgengrauen" und dann die Werte der Mormonen an. Anschließend zitiert sie Textpassagen und belegt an diesen die Ähnlichkeiten zum Mormonentum. Das ist bisweilen sehr interessant, aber auch sehr trocken. Durch die Arbeit sieht man den Roman mit anderen Augen, was sich aber zum größten Teil meines Erachtens nicht als schlimm erweist. Angesprochen werden Themen wie: Verhalten von Paaren vor der Ehe und Familienzugehörigkeiten, dass man seinen nächsten lieben soll etc.
Wer mehr über Stephanie Meyer erfahren möchte und Hintergrundwissen zu den Romanen der Twilight-Reihe erhalten möchte, der ist mit diesem Buch durchaus gut beraten. Jedoch sollte man beachten, dass es nur ein Abriss zu der Religion ist und es sich hier um einen wissenschaftliche Arbeit handelt. Wer dieses Buch liest sollte sich auf ein recht trockenes Thema vorbereiten, welches schon nach einigen Seiten einschläfernd wirkt.
Meiner Meinung nach kann man dieses Buch mal gelesen haben, muss man aber nicht.
3 von 5 Sternen - Kris Brynn
Born
(30)Aktuelle Rezension von: FinJaIch mag das coole, cyberpunkig witzige Buch von Kris Brynn alles in allem sehr. Sie hat sich tolle Kapitelüberschriften (=viel spannender und aussagekräftiger als "1", "2", "3"...) einfallen lassen und ihre ausgefallenen und oft witzigen Ideen (Klangshirts, Lust-Bot im Gigolomodell) sowie schräge Charaktere (wie Nalani die TaxiHeldin, Fergus das KNH [KFZ-NotfallsHologramm], Lorna die GrantigElegante oder der Teebeutelmann :)) haben mich gut unterhalten!
ABER
Leider müssen Leser*innen sich bis zu S.110 gedulden um Einblicke darin zu bekommen, 'warum eigentlich Sandkriege'? Das hätte ruhig noch etwas elaboriert werden können und hätte mich früher schon gefreut. Die Architektur dieser Welt sowie die vielen Namen haben mich zu Beginn etwas überfordert.
Zur Orientierung / Übersicht wünschenswert wären:
- eine Map/ein paar Skizzen
- oder auch eine - etwas ausführlichere - Beschreibung
(zur Differenzierung der Narthex-cabs vs. droschkeFürDich Taixs) - oder ein Glossar
Das Werk ist in den Charakteren etwas unausgegoren. So bin ich bis zum Schluss mit der Agentin Lorna nicht warm geworden, obwohl sie sonst eine Figur ganz nach meinem Geschmack wäre; was mMn daran liegt, dass ich ihre Aktionen und Gedankengänge oft aus der Luft gegriffen fand.
"Unfertige" Handlungen / Gedankengänge haben mich bei mehreren Figuren gestört und machen das Ganze unrund. Es bräuchte noch ein bisschen Feinarbeit, für mich sind es 3+ Sterne. - Kristen Simmons
Metaltown
(2)Aktuelle Rezension von: *Jessy*"Metaltown
where factories rule,
Food is scarce,
and hope is in short supply."
Inhalt
Die post-apokalyptische Welt in der Colin, Ty und Lena leben, ist von einem starken Wohlstandsgefälle, Krieg, Gewalt, Hunger und einer seuchenartigen Krankheit gekennzeichnet.
Metaltown ist ein Distrikt der Nördlichen Föderation, in dem die Menschen hungrig und verarmt jeden Tag auf neue auf der Straße um ihr Leben kämpfen. Die Fabrikarbeit, die auch Colin und Ty leisten, läuft unter menschenunwürdigen Bedingungen ab. Denn: Ein Menschenleben der Arbeiterklasse ist nichts wert. Zu leicht, kann es durch ein anderes ersetzt werden. Auch außerhalb der Fabrik findet jeden Tag ein Machtkampf statt, denn Geld und dubiose Bekanntschaften führen zu Machteinfluss und Intrigen.
Ty kennt nur dieses harte Schicksal. Sie war es, die Colin unter ihren Schutz genommen und ihm die Regeln der Straße beigebracht hat. Colin träumt von Veränderungen und einer besseren Zukunft während Lena als Tochter des reichsten Mannes und Fabrikbesitzers ahnungslos über diese schrecklichen Umstände im River District heranwächst. Schon bald stellt sich heraus, dass Lenas heile Welt auch nur eine Fassade ist. Wissbegierig, stolz und mit einem starken Sinn für Gerechtigkeit ausgestattet, beharrt sie darauf selbst auf die politischen Umstände Einfluss nehmen zu dürfen, um sich gegenüber ihrem Vater zu beweisen. Tys Welt gerät aus den Fugen als Lena nicht nur die Fabrik ihres Vaters in Augenschein nimmt, sondern auch verunsichert und wehrlos auf den Straßen von Metaltown auf Colin trifft, der ihr einen Einblicken in die wahre Welt der Slums und in die Konsequenzen der gnadenlosen Arbeitsführung ihrer Familie offenbart. Er scheint mehr in Lena zu sehen, als Ty, die in der Erbin nur einen reichen, machtvollen Gegner erkennen kann.
Kritik
Kirsten Simmons hat mit ihrem neuen Buch „Metaltown“ eine Parallelwelt geschaffen, die einerseits actionbepackten populären Dystopien wie Divergent gleicht, doch mit einem weitaus „heimlicheren“ Schauplatz und dem Charme seiner drei unterschiedlichen Protagonisten besticht. In der Geschichte lassen sich zahlreiche Anlehnungen und Ähnlichkeiten zu Charles Dickens „Oliver Twist“ und Victor Hugos „Les Miserables“ finden, was Liebhabern dieser klassischen Erzählungen sehr gefallen wird. Doch auch wer actionreichen Handlungsstränge, wechselnde Erzählperspektiven und ein bisschen Romantik nicht verschmäht, kommt hier auf seine Kosten.
Jedes Kapitel wird aus der Sicht von Colin, Ty oder Lena erzählt, wobei sich diese drei Erzählstimmen in regelmäßiger Reihenfolge abwechseln, ohne, dass der Handlungsstrom dabei groß unterbrochen wird. Auf diese Weise wird die Kluft der unterschiedlichen Stände verdeutlicht und auch die persönlichen Ansichten und Erfahrungen, die jeder einzelne auf unterschiedliche Weise mit den gegebenen Umständen machen und lernen muss.
Die Charaktere und ihre Schicksale machen auf jeden Fall das Herzstück der Erzählung aus. Man kommt nicht umhin mit ihnen zu leiden, zu bangen und bis zum Schluss zu hoffen, sich zu freuen oder sie vielleicht auch einmal innerlich zu kritisieren.
Metaltown ist ein fesselndes, spannendes Lesererlebnis, das zum Eingang hin ein paar wenige Kapitel braucht, um richtig in Schwung zu kommen, nachdem im ersten Kapitel direkt Mitten in das Geschehen eingetaucht wird. Es ist aber nicht nur ein unterhaltender Roman, denn es geht neben der eigenen Selbstfindung und inneren Stärke auch um gesellschaftskritische und politische Fragen, um Menschenrechte, Arbeitsbedingungen, Korruption, Intrigen, Macht, Gewalt und all ihre positive Gegenpole wie Vertrauen, Freundschaft, Toleranz, Hingabe, Loyalität oder Hoffnung. Die Autorin hat dabei eine Menge eigener Erfahrung als den Bereichen Sozialarbeit und Psychologischer Beratung einbringen können.
Das Buch bietet sich somit durchaus auch als Lektüre für den Schulunterricht an. Möglicherweise eist es sogar darauf ausgelegt, denn im Anhang finden sich ein „Reading and Activity Guide“ mit detaillierten Fragestellungen, um die Gesellschaftsstrukturen, die Charaktere und den Handlungsablauf im Gesamtzusammenhang besser beantworten und deuten zu können.
Wegen der längeren Einlaufphase, die ich gebraucht habe, der abrupten Konfliktlösung am Schluss und den eindeutigen Ähnlichkeiten v.a. zu Les Miserable gebe ich kleine Abzüge und gebe Metaltown insgesamt 4 von 5 möglichen Sternen. Mein eigenes persönliches Leseerlebnis war aber durchaus 4,5 Sterne; für den letzten Rest hat noch das kleine Etwas gefehlt, das diese Geschichte einzigartig macht und mich sie nie vergessen lassen wird.
Design
Das Cover von Metaltown setzt sich aus einer Mischung von Fabrikstätte, Steampunksymbolen und schmückenden Verzierungen zusammen. Einerseits finden sehr robuste, harte Elemente wie eine lodernde Fabrikschlote und ein Metallbeschlagener Titel ihren Platz, andererseits verlaufen im Hintergrund Ornamente wie Blumenranken, die in Zahnrädern enden und damit die Steampunk Symbolik verstärken. Das ganze ist in düsteren, „schmutzigen“ Farben gehalten wie braun, grau, weiß und orange als Höllenfeuer in Mitten des Fabrikgebäudes. Der Umschlag führt einem schon die Hitze der Fabrikarbeit vor und lässt einen den verruchten Himmel, die verschmutzte Luft, die dreckigen Straßen und die rußigen Gesichter der Menschen vor dem inneren Auge erblicken.
Auf der Rückseite werden die Zahnrad-Symbolik und das grelle Orange des Feuers noch einmal auf einfarbigem Hintergrund aufgenommen. Das Orange wirkt fast als leuchtende Signalfarbe einer Rebellion oder Protestaktion, was inhaltlich auf jeden Fall passend ist. - Anthony McCarten
Licht
(43)Aktuelle Rezension von: HerbstroseWas für uns heute eine Selbstverständlichkeit ist, elektrischer Strom und Glühbirne, war in Amerika der 1880er Jahre eine revolutionäre Erfindung, zu der Thomas Alva Edison den entscheidenden Beitrag geleistet hat. Das Buch wirft einen Blick auf den Menschen Edison und stellt dabei den Erfinder und seine Verflechtungen zu dem Bankier J.P. Morgan in den Mittelpunkt. Der Leser folgt wichtigen Stationen seines Lebens, erfährt mehr über seine beiden Ehen, über seine zahlreichen Erfindungen und seine Beziehung zu anderen Erfindern. Während Edison auf seiner Erfindung, dem Gleichstrom, beharrt, schwört sein Konkurrent und ehemaliger Mitarbeiter George Westinghouse auf den mehr Sicherheit versprechenden Wechselstrom. Ein interessanter Aspekt der Geschichte ist auch die Erfindung des Elektrischen Stuhls und das Fiasko seiner ersten Anwendung.
Mit dem Roman „Licht“ ist es dem 1961 in New Plymouth/Neuseeland geborenen Autor Anthony McCarten wieder einmal gelungen, dem Leser ein ernsthaftes Thema auf unterhaltsame Weise zu vermitteln. Mitreißend, wie er Edison zum Leben erweckt und über seine genialen Erfindungen berichtet. Neben dem Fortschritt zu Ende des 19. Jahrhunderts stieg auch die Macht des Geldes, der Korruption und der Einfluss der Bankiers an, was hier durch Edisons Verbindung zu J.P. Morgan veranschaulicht wird. McCartens unaufdringlicher, humorvoller Schreibstil ist wie geschaffen für diese Geschichte in deren Nachwort er ausdrücklich bemerkt, dass er keine weitere Biografie über Edison geschrieben hat, sondern er einen alten Mann auf sein Leben zurückblicken lässt. Der Autor zahlreicher Theaterstücke, Drehbücher, Kurzgeschichten und Romane hat drei Kinder und wohnt abwechselnd in Los Angeles, London und München.
Fazit: Ein Buch, das gut unterhält und ganz nebenbei noch Wissen vermittelt. Meine Leseempfehlung für alle, die an Geschichte und Technik interessiert sind!
- Sarah-Jane Stratford
Radio Girls
(20)Aktuelle Rezension von: FranzysBuchsalonBuchinfo
Eine unvergessliche Reise in Londons Roaring Twenties
London, 1926, der Krieg ist vorbei, die aufregende Energie der Veränderung flirrt durch die Luft. Die junge Amerikanerin Maisie hat einen Job bei dem gerade erst gegründeten Rundfunksender BBC ergattert. Sie ist elektrisiert vom hektischen Tempo, den jungen klugen Mitarbeitern und einschüchternden Chefs. Sie entdeckt ihre Leidenschaft für das Radio und trifft auf die außergewöhnliche Hilda Matheson, die Gründerin des beliebten Talk-Programms, die ihr zur Mentorin wird. Als die beiden jedoch eine schockierende Verschwörung aufdecken, müssen sie sich entscheiden: Wie weit gehen zwei engagierte Journalistinnen für die Wahrheit? (Quelle: Verlag)
Anfang
Im Laufschritt schlängelte sie sich zwischen den verdutzten Fußgängern hindurch, doch ihr Verfolger war ihr immer noch dicht auf den Fersen.
All ihre sorgfältige Planung, all die Arbeit, um das Netz zu spinnen und die Fliege zu fangen, hatten diese Wendung nicht einkalkuliert, die Möglichkeit, dass die Papiere in ihrer Tasche so wertvoll waren, dass sie sie jagen würde, um die Unterlagen zurückzubekommen.
Meine MeinungWir schreiben das Jahr 1926 und befinden uns in London. So langsam keimt das Radio auf und möchte den Printmedien das Leben schwer machen. Allerdings steckt die BBC noch in den Kinderschuhen.
Maisie hat es geschafft! Trotz mangelnder Referenzen bekommt sie einen der begehrten Jobs beim Sender und darf unter anderem für Hilda Matheson arbeiten, die erste Vortragsdirektorin der BBC. Und während sie sich für das Radio erwärmt, kommt sie einer Verschwörung auf die Spur.
Ich habe mich wirklich gefreut ein Buch über eine gewisse Form des Feminismus und der Emanzipation zu lesen - Ladies in einer "Männerdomäne", das kann ja nur gut werden. Leider hat die Autorin es mir nicht so leicht gemacht.
Ich bin keine Freundin von ewig langen Kapiteln - 30 bis 45 Seiten sind mit persönlich einfach zu viel und frustieren mich schon fast - und die Geschichte muss wirklich richtig toll sein, damit ich darüber hinwegsehen kann. Das war hier leider nicht der Fall.
Wenn ihr mal genau schaut, besteht der Teil, den ihr hier unter "Anfang" findet, aus lediglich zwei Sätzen. Der zweite Satz ist dermaßen verschachtelt und verkompliziert, dass man beim Lesen fast ins Stolpern kommt. Leider nimmt mir auch das den Lesespaß. Ich komme nicht flüssig und zügig weiter, wenn ich zwischendurch immer wieder vorne ansetzen muss, weil ich am Ende nicht mehr weiß, wie dieser Satz eigentlich begann. Ich muss dazu sagen, dass ich mir die Leseprobe vorher nicht durchgelesen habe - hier liegt der Fehler also bei mir. Vermutlich hätte ich das Buch nicht angefragt, wenn ich das vorher gewusst hätte.
Als dritten Minuspunkt muss ich leider die (stellenweise) fehlende Spannung und dadurch auftretende Langatmigkeit erwähnen. An manchen Stellen habe ich quergelesen und Passagen übersprungen, da ich das Buch sonst sicherlich abgebrochen und nicht beendet hätte.
Bei aller Kritik will ich aber auch am Lob nicht sparen. Insgesamt war es eine gute Geschichte, in der Fiktion und Historie gut miteinander verknüpft wurden. Geschichtliche Ereignisse und echte Personen wurden gut in die Handlung eingearbeitet, ohne, dass die Geschichte an sich ausgebremst wurde oder die Geschehenisse erzwungen untergebracht werden mussten.
Die historischen Ereignisse wurden interessant dargestellt, ohne zu sehr auf (emotionale) Effekte abzuzielen.
Die Entwicklung der Maisie Musgrave mitzerleben hat mir sehr gut gefallen. War sie zu Beginn doch eher ein graues Mäuschen avancierte sie im Laufe des Buches zu einer selbstbewussten und politisch engagierten Frau. Die Beschreibungen dieses Weges wirkten auf mich realistisch und nachvollziehbar.
FazitEine Mischung aus fiktiver Geschichte und wahrer Begebenheit über die Anfänge der BBC, Feminismus und Emanzipation.
Mich persönlich konnte die Autorin leider nicht restlos begeistern und auch nicht an die Geschichte fesseln. Wer diese Art von Geschichten mag, sollte sich davon aber nicht entmutigen lassen und sich ein eigenes Urteil bilden. Allerdings empfehle ich einen Blick in die Leseprobe, da der Schreibstil doch sehr speziell ist.
- Agatha Christie
Mord nach Maß
(9)Aktuelle Rezension von: NelebooksKlappentext (LB): "Als Michael Rogers auf das Anwesen "Gipsy`s Acre" stößt, fühlt er sich sofort von dem Ort angezogen. Er erfährt von Einheimischen, dass ein Fluch auf dem Anwesen liegt. Er würde es aber dennoch gerne kaufen, leider hat er nicht die finanziellen Möglichkeiten. Bei einer Auktion auf dem Anwesen lernt er die reiche Waise Ellie Guteman kennen, sie verlieben sich und heiraten kurz darauf. Kurz nachdem sie in ihr Traumhaus auf dem Anwesen gezogen sind, müssen sie feststellen, dass die Zigeunerin, die sie gewarnt hat in das verfluchte Haus zu ziehen nicht so ganz unrecht hatte ..."
Cover: Mit dem Vogel, Messer und der Notiz passt die Nachricht zu der Geschichte, da das darin einmal beschrieben wird. Generell passt diese Version des Hörbuchs zu anderen der Autorin. Besonders ansprechend finde ich es so allerdings nicht.
Allgemein: Ich habe das Hörbuch gehört und parallel teilweise im Buch gelesen. Da gibt es schon einige Abweichungen, i.d.S., dass im Hörbuch die Sätze leicht verändert (liegt wohl an der Übersetzung) oder auch zusammengefasst/gekürzt waren.
Charaktere: Also Mike war mir am Anfang sympathisch. Er ist er Erzähler und kam mir ehrlich vor. Ellie mochte ich sehr. Santorix war auch sympathisch, auch wenn ich nicht alles an ihm verstand. Aus Greta wurde man die ganze Zeit nicht schlau, was natürlich beabsichtigt war. Man wusste nicht, was es mit ihr auf sich hatte. Mikes Mutter fand ich seltsam.
Inhalt: Ich bin gut in die Geschichte hineingekommen. Man wird gut mitgenommen durch den Erzähler Mike. Ungewöhnlich für Agatha Christie passiert lange kein Mord und die Geschichte baut sich langsam auf, wird immer bedrohlicher, bis man quasi auf die Katastrophe wartet. Somit schafft Agatha Christie hier einen Spannungsbogen aufzubauen. Auch ist man geneigt dazu, die ganze Zeit mit zu rätseln, wer denn nun stirbt und durch wen und wegen welches Motives. Das macht es natürlich auch kurzweiliger, wenn man hier dabei ist und jede Aussage und Handlung auf die Waagschale legt. Natürlich kam ich nicht dahinter und wieder schaffte Agatha Christie es, mich zu überraschen.
Die Geschichte kann ich nur weiterempfehlen, auch wenn es gefühlt kein typischer Agatha Christie ist mit Poirot oder Miss Marple bzw. der Mord recht am Anfang geschieht. - John Boyne
Der Junge auf dem Berg
(13)Aktuelle Rezension von: NelebooksInhalt (LB): "Wie konnte das alles nur geschehen? Es ist das Jahr 1936, als Pierrot seine Eltern verliert. Nun muss er ein neues Leben bei seiner Tante beginnen, die in einem wohlhabenden deutschen Haushalt dient. Aber dies ist kein gewöhnliches Haus: Es ist der Berghof, die Sommerresidenz Adolf Hitlers. Hier erliegt Pierrot den Machtversprechen des Nationalsozialismus und wandelt sich zum skrupellosen Nazi, der seinen besten Freund verleugnet und seine Tante verrät. Erst viel zu spät wird er sich bewusst, wie menschenverachtend sein Handeln ist."
Cover: Das Cover ist passend zum Inhalt gestaltet mit dem Rot für Blut und dem Stacheldraht für die Gefangenschaft.
Meinung: Pierrot wächst relativ unauffällig in Frankreich auf. Ein sympathischer kleiner Junge, mit dem man dann mitfühlt und leidet, als er beide seine Eltern verliert. Er wird "zum Glück" von seiner Tante aufgenommen in Deutschland, was ihm jedoch gar nicht gut tut. Er versteht sich gut mit Adolf Hitler und verehrt ihn. Dadurch trägt er immer mehr Scheuklappen und handelt auch unmoralisch. Das lässt Pierrot in den Augen der Leser immer unsympathischer erscheinen. Er hat mitgemacht. Aber man sieht auch, wie diese Überzeugung in jungen Jahren anfängt und man da dann eben auch voller Überzeugung dabei ist. Es passieren einige schreckliche Dinge und teilweise scheint er nicht reflektiert zu handeln und sprechen, was eben dann erschreckend ist. Dies ist keine schöne Geschichte, aber doch eine Geschichte, die uns das Schicksal von vielen Kindern in der Hitlerjugend vor Augen führt mit der "Gehirnwäsche" und deren Überzeugung, was einen somit zum Nachdenken anregt.
- Lina Mallon
30 Women
(37)Aktuelle Rezension von: Desmodea…denn dann hätte ich vielleicht viele der Lektionen, die ich eigenständig auf harte Weise gelernt habe, bereits früher verstanden 💭
Lina Mallon teilt mit uns in diesem Buch Geschichten über 30 Frauen, die sie im Laufe ihres bisherigen Lebens geprägt haben und ihr dazu verholfen haben zu der Frau zu werden, die sie heute ist.
Vielleicht habt ihr euch schon mal gefragt, warum ich Arielle die Meerjungfrau so liebe? 🧜🏻♀️
Die Autorin bringt es in ihrem Buch perfekt auf den Punkt:
„Ich wollte ihren Mut, ich wollte ihre loyalen Freunde (ich hatte ihre roten langen Haare), ich wollte ihr Abenteuer, ich wollte mich genauso Hals über Kopf verlieben, und ich wollte genau wie sie später mal ganz alleine entscheiden, wer ich sein möchte.“ 👏🏻
Der Schreibstil ist nahbar und unterhaltsam. Einerseits fliegt man nur so durch dieses Buch und andererseits regt es dazu an, zwischenzeitlich inne zu halten, sich zu erinnern und nachzudenken.
Es liest sich, als hätte man eine Deep Talk mit seiner besten Freundin. Wer bereit ist, sich darauf einzulassen, wird hier sicherlich den ein oder anderen Denkanstoß für sich mitnehmen können.
Das einzige, was mir nicht so gut gefallen hat, war dass Alkohol hier in manchen Situationen so dargestellt wurde, als würde er ganz selbstverständlich dazu gehören.
Ich verstehe, dass die Autorin autenthisch bleiben wollte. Ich hätte mir jedoch eine Einordnung (bspw. dass der Alkohol nicht zur Lösungsfindung beigetragen hat) sehr gewünscht, da uns ansonsten in unserer Gesellschaft oft vorgelebt wird, dass Alkohol in herausfordernden Situationen „helfen kann“.
Ich habe auf jeden Fall Lust bekommen, noch mehr von der Autorin zu lesen.
„30 moments“ hört sich beispielsweise danach an, als könnte es mich und meine aktuelle Altersgruppe noch mehr ansprechen 🧡 - Kübra Gümüşay
Sprache und Sein
(6)Aktuelle Rezension von: Aenna612Kübra Gümüşay zeigt an zahlreichen Praxisbeispielen und fundiert durch wissenschaftliche Studien, wie Sprache unser Denken formt. Der Fokus liegt dabei überwiegend darauf, wie wir Menschen durch Sprache kategorisieren und Gruppen zuordnen, statt sie als Individuen zu sehen, und wie diese Denkweise unsere Politik bestimmt. Die Autorin hat einen wunderbaren Schreibstil und hat das Hörbuch sehr angenehm selbst eingesprochen. Mini-Abzug: Sie spricht recht langsam, daher habe ich das Hörbuch auf 1,2facher Geschwindigkeit laufen lassen, was immer noch nicht zu schnell war - für meinen Geschmack.























