Bücher mit dem Tag "einführung"
34 Bücher
- Jostein Gaarder
Sofies Welt
(4.495)Aktuelle Rezension von: MyrdynDer Titel verspricht, das Buch handle von der "Welt" eines fünfzehnjährigen Mädchens. Doch über Sofie erfahren wir sehr wenig, über ihre Mutter und ihre Welt fast nichts. Den Autor interessiert seine Figur "Sofie" eigentlich nicht, sie ist nur dazu erfunden worden, einem schrulligen alten Mann namens Alberto als willige Zuhörerin bei seinen Monologen über Philosophie zu dienen und sich den Kopf mit lauter Buchwissen volllabern zu lassen. Alberto seinerseits ist eine Maske des Autors Jostein Gaarder, der unbedingt ein Jugendbuch über Philosophie schreiben wollte, aber sich eine schlüssige Einführung in das Philosophieren (= Philosophie als Aktivität denkender Menschen) für junge Leser nicht zutraute. Philosophieren lernt man jedoch nicht durch einen Spaziergang durch die verwitterten, brüchigen Monumente der europäischen Philosophiegeschichte.
Die Hintergrundstory vom geheimnisvollen Mentor eines hochpubertären und doch braven, leicht manipulierbaren Mädchens, dem er eine neue Welt erschließt, ist schon ohne den verkrampften Sprung ins Metaphysische unglaubwürdig. Wenn Sofie etwa Bücher wie "Die rote Zora und ihre Bande" (von Kurt Held), "Blauvogel - Wahlsohn der Irokesen" (von Anna Jürgen) oder "Yashor - Der Hirt aus Harkin" (von Michael Morgental) gelesen hätte, dann hätte sie über die Einübung in das Philosophieren im praktischen Leben eines jungen Menschen mehr gelernt als durch die aufdringlichen Versuche eines Hobbyphilosophen, der sich fast zwanghaft eine folgsame Rezipientin für seine fast manischen oberflächlichen Expektorationen suchen musste.
- Cornelia Funke
Reckless 1. Steinernes Fleisch
(1.803)Aktuelle Rezension von: Pegasus1989Der 1. Teil hat mir nicht gefallen. Jacob kommt mir zu überfliegermäßig rüber. Er kann alles, er ist der Beste und er macht immer alles richtig. Solche Übercharakter-Geschichten finde ich immer ziemlich nervig. Hinzu kommt, dass mir bei dieser Geschichte zu viel klischeehaft aus anderen Märchen übernommen erscheint. Sei es der Dauerklassiker, dass etwas "hinter den Spiegeln" passiert oder dass Füchse immer die Schlauen sind etc. Ich finde die Reckless-Reihe ist eine der schlechteren Buchreihen von Cornelia Funke. Die Drachenreiter-Reihe hingegen ist viel besser gestaltet und auch nicht mit so stark angeberischen Übercharakteren versehen.
- Tom Morris
Philosophie für Dummies
(16)Aktuelle Rezension von: geckoMan lernt nicht nur sehr viel während des Lesens, es beschäftigt sich auch noch mit einer Menge Fragen, die man sich im Leben immer wieder stellt. Aus eigentlich sehr schwierigemStoff wird hier eine unterhaltsame Lektüre. Dazu gibt es jede Menge Zitate, die man sich leicht merken und in Gesprächen einbauen kann. Kurz: Dieses Buch macht einfach Spaß. - Markus Heitz
DOORS - Der Beginn
(122)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerMeine Meinung zum Cover:
Es sieht aus wie eine Tür mit einem Schlüssel. Aber passt dieser Schlüssel auch in diese Tür? Das Cover sieht düster und mystisch aus und machte mich sehr neugierig, was dahinter steckt.
Meine Meinung zum Buch:
Die Geschichte ist sehr spannend gewesen und ich konnte mit rätseln, was es für Geheimnisse gibt. Nun frage ich mich, was verbirgt sich hinter den ganzen Türen? Das ist eine sehr gute Frage. Das animiert mich auch die anderen Bände zu lesen, da ich so neugierig bin. Ich wurde sofort in die Geschichte hinein gezogen. Es ist spannend und rätselhaft zugleich. Teilweise wurde ich überrascht, da ich mit der Entscheidung oder Taten nicht gerechnet hatte. Jeder einzelne Charakter hatte seine Persönlichkeit, die ich sehr mochte. Ich bin schon sehr gespannt, wie es weiter geht hinter den anderen Türen und was sich alles dahinter noch verbirgt. Der Autor hat einen fließenden Schreibstil und ich war so vertieft, dass ich nicht merkte, wie schnell die Zeit verging.
Mein Fazit:
Spannend von Anfang bis Ende und sehr rätselhaft. Es ist ein wundervolles Buch. Ein toller Start und ich werde noch die anderen Bände lesen, um herauszufinden, was sich hinter den anderen Türen für Geheimnisse versteckt.
- Juliane Maibach
Feiy: Im Licht des Mondes
(38)Aktuelle Rezension von: PunixWieder einmal war ich von einen Buch sehr überrascht. Ich hatte es günstig als E-Book erstanden und bin dementsprechend mit nicht sehr hohen Erwartungen an die Sache herangegangen.
Doch Juliane Maibach hat einen wundervollen bildlichen Schreibstil. Die Charaktere sind gut gezeichnet und vor allem die Protagonistin Alice konnte mich vollkommen überzeugen. Ich mag es, dass sie nicht der typische Held ist, denn sie ist zu einem gewissen Grad egoistisch und kommt mit dem Leben als Feiy relativ gut klar. Wenn man bedenkt, dass sie anderen Menschen ihr Lebenslicht klaut, dann muss man wohl auch charakterlich so sein. Auch wenn sie durchaus zwischen guten und "bösen" Menschen unterscheidet.
Ihr Reisebegleiter Vince ist irgendwie das genaue Gegenteil von ihr, nur in ihrem Ehrgeiz sind die beiden sich ähnlich.
Die Geschichte baut sich nach und nach immer mehr auf und entwickelt sich in eine Richtung, die am Anfang nicht vorhersehbar war.
Allerdings gibt es auch einige Sachen, die mich etwas gestört haben. Zum einen ist der Spruch "Man sieht sich immer zweimal im Leben" hier etwas sehr häufig angewendet worden. Die Wahrscheinlichkeit, dass Alice und Vince gewissen Leuten so häufig über den Weg laufen, finde ich persönlich doch sehr gering und nimmt dementsprechend auch etwas die Glaubwürdigkeit der Geschichte. Zusätzlich war die Sprache mir etwas zu modern. Anscheinend haben die Menschen noch keine oder nur sehr wenig Technik in dieser High-Fantasy Welt. Trotzdem gehen die Charaktere regelmäßig baden in einer Badewanne, wo das Wasser anscheinend relativ schnell zu beschaffen ist. Es gibt Toiletten und anstatt Gasthäuser hat man direkt Hotels mit Rezeption und allem drum und dran. Klar es ist Fantasy und es kann natürlich sein, dass es das alles in dieser Welt gibt, aber für mich war es dann doch eher unwahrscheinlich.
Fazit:
Trotz der Kritikpunkte konnte mich das Buch sehr gut unterhalten und ich freue mich schon auf den zweiten Band 😊
- Lama Ole Nydahl
Wie die Dinge sind
(17)Aktuelle Rezension von: honkwilliamsEine anschauliche, praktische Einführung in den Diamantweg-Buddhismus. Für totale Einsteiger geeignet. Bietet allerdings sehr wenig HIntergrundwissen. Ein Buch für Seelenfänger und solche, die es noch werden wollen. - Tasty Katy (Katharina Döricht)
MODERN AYURVEDA
(55)Aktuelle Rezension von: TheAngelCharlyIn dem Kochbuch 》Modern Ayurveda《 von Tasty Katy lernt der Leser die ayurvedische Ernährung und Küche kennen. "Liebe dein Essen - dann liebt es Dich". Besonders mit ihrer positiven Einstellung begeistert die Autorin auf ihrem Blog "Tasty Katy" ihre Leser/innen. Dies ist ihr Buch mit ihren Lieblingsgerichten und ihrem fundierten Wissen als Ernährungsberaterin. Tasty Katy zeigt mit ihrem natürlichen Wesen wie sich Ayurveda leicht in den Alltag integrieren lässt und eröffnet einen neuen Blick auf die Jahrtausende alte Heilkunst. Es handelt nicht von Regeln und Verboten, sondern es bringt dir den achtsamen Umgang mit Lebensmitteln und dem eigenen Körper näher. Über 100 Lieblingsrezepte bestechen durch Geschmack, Einfachheit und Vielseitigkeit. Genieße das Leben und das Essen! Essen ist mit Emotionen verbunden, dh eine gute genussreiche und ausgewogene Ernährung weckt positive Emotionen und neue Energie. Des Weiteren ist dieses Buch Katys Herzangelegenheit, da sie die heilende Kraft der Ayurveda mit ihrem persönlichen Erfahrungsschatz an Andere weitergeben möchte.
Das Buch weist 304 Seiten mit einem festen Einband auf und ist beim PAPERISH Verlag erschienen.
Das Cover ist liebevoll gestaltet und hat sofort meine Neugier geweckt. Es ist sehr detailliert gestaltet mit einer positiven Botschaft. Des Weiteren ist auf dem Cover "Tasty Katy" abgebildet, welche mit den Lebensmitteln um die Wette strahlt. Des Weiteren wirkt das Cover anziehend.
Der Schreibstil ist flüssig, gut zu lesen, locker, leicht, verständlich, detailliert, ehrlich, herzlich und offen.
Dieses tolle Kochbuch bietet einen guten Einblick sowie Einstieg in die ayurvedische Ernährung und Küche.
Im Einstieg berichtet die Autorin von ihren persönlichen Erfahrungen, sowie von der Einführung in die Thematik "Ayurveda" und eine Erklärung über die drei Doshas. Abgerundet wird dies mit einem Selbsttest, welcher es dem Leser ermöglicht, seinen Dosha zu finden.
Die gesamten Rezepte sind einfach, unkompliziert und verständlich dargestellt. Für jedes Bedürfnis (Frühstück, Mittagessen, Abendessen, Snacks, Beilagen und Süßspeisen) gibt es passende Rezepte. Die angegebenen Zutaten sind leicht erhältlich und es werden oft nur ein paar Lebensmittel benötigt, sodass dein Arbeitsplatz überschaubar bleibt. Wirklich schön fand ich, dass es zu fast jedem Gericht persönliche Worte der Autorin zu entdecken waren, sowie anschauliche und toll gestaltete Fotos und Tipps, welche individuell auf das Gericht angepasst werden konnten, sodass für jede Geschmacksrichtung etwas dabei ist.
Des Weiteren bietet die Unterteilung der einzelnen Kapitel einen guten Überblick. Außerdem entdeckst du in diesem Kochbuch mehr als 100 vegane Rezepte.
"Modern Ayurveda" ist eine wahrliche Bereicherung für Dich, Deinen Körper und deine Ernährung!
Aus diesem Grund lautet mein Fazit; Bevor ich dieses Buch gelesen hatte, hatte ich nicht die geringste Ahnung von diesen ganzen Dingen. Ayurveda war absolutes Neuland für mich. Auch war mir nicht bewusst, dass eine positive Einstellung zum Essen wichtig ist. Tasty Katy hat mir die Augen geöffnet und mir dieses Prinzip näher gebracht! Ebenfalls gefallen mir die fünf Prinzipien der Autorin mehr als gut, welche lauten; 1. Keine Diäten, 2. Nähre deinen Körper, 3. Ändere deine mentale Einstellung, 4. Reduziere Stress und 5. Verbinde dich mit deinem Körper. Ein wahrlich tolles und informatives Kochbuch aus welchem ich sehr viel gelernt und herausgenommen habe. Ansprechende Gestaltungen sorgen für die Lust auf das Nachkochen. Des Weiteren fördert es die gesunde Ernährung! Dieses Kochbuch ist ein absolutes Must Have in jeder Küche und ich bin mehr als begeistert. Absolute und unverzichtliche Leseempfehlung!
- Klaus Gantert
Bibliothekarisches Grundwissen
(20)Aktuelle Rezension von: der_buchschubserHabe meine Berufsausbildung zum Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste (FaMI) in den Jahren 2017 bis 2020 absolviert. Mir stand Klaus Gantert’s „Bibliothekarisches Grundwissen“ als Dienststück zur Verfügung. Meine Ausbilderin hat mir immer nahegelegt, in diesem Werk zu lesen, es sei buchstäblich grundlegend für die Ausbildung, und sie durfte Recht behalten. Nicht nur konnte ich im Betrieb, das heißt in den Abteilungen der Bibliothek, davon profitieren immer dann, wenn ich Fachwissen nachschlagen musste, auch wurde in der Berufsschule immerzu daraus kopiert oder zitiert: Praktisch alle Fachtexte und Arbeitsblätter im Unterricht. Das machte es mir auch einfach, schon vorzuarbeiten, dieses Buch chronologisch zu erarbeiten, wenn ein bestimmtes Kapitel gerade Thema im Fachunterricht war. Am meisten geholfen hat mir das Register im hinteren Teil des Buches, wo ich auch einzelne Fachbegriffe nachschlagen konnte. Mittlerweile schon die 9. Auflage und es werden wahrscheinlich neuere folgen, Klaus Gantert ist sozusagen der Messias des Bibliothekswesens... Quasi das aktuellste Werk aus dem Bibliothekswesen, das ich kenne, und dementsprechend auch thematisch prüfungsrelevant für Aus- und Weiterbildung, wenn nicht sogar im Bibliothekswissenschaftsstudium, aber Letzteres kann ich nicht bestätigen, ist nur eine Vermutung. War in unserem Jahrgang auch als "FaMI-Bibel" bekannt. Für die Abschlussprüfung habe ich damit auch gelernt und was soll ich sagen – bestanden. Seither blättere ich gelegentlich darin, um mir gewisse Dinge wieder ins Gedächtnis zu rufen. Freue mich auf die nächste Auflage mit sämtlichen Neuerungen.
- Holger Sonnabend
Antike. 100 Seiten
(1)Aktuelle Rezension von: seschatDer Althistoriker Holger Sonnabend liebt sein Fach und brennt dafür, was ich gut nachvollziehen kann.
Kurzweilig, aber durchaus pointiert liest sich seine populärwissenschaftliche Einführung in die Antike. In gut ausgewählten, übersichtlichen Kapiteln widmet sich der Autor dieser vielfältigen Epoche.
Seine Entdeckungsreise beginnt mit der zeitlichen Einordnung, die nicht unumstritten ist, und steuert danach die wichtigsten Stätten des antiken Griechenland und Italien an.
Es macht einfach Laune, Sonnabends anekdotenreiche wie fachlich überzeugende Ausführungen zu studieren; das muss auch der Fachmann neidlos anerkennen.
Ein besonderes Plus des Büchleins ist die moderne Herangehensweise des Autors an die doch etwas eingestaubte Materie. So bezeichnet er beispielsweise Caesar und Alexander den Großen als Promis oder gibt Einblick in die damalige weit fortgeschrittene Technikgeschichte. Auch der Nahostkonflikt ist kein Kind der Moderne, sondern reicht bis in die Antike zurück.
Neben berühmten Innovationen der Zeit, wie der Demokratie oder den olympischen Spielen, finden auch archäologische Stätten (z. B. der Parthenon in Athen, der Palast von Knossos oder die Stadt Pompeji) Erwähnung. Natürlich dürfen in einem Werk über die Antike auch berühmte Wissenschaftler/Historiker wie Winckelmann oder Mommsen nicht fehlen. Denn beide gelten als Gründerväter der wissenschaftlichen Rezeption der Antike und damit der Herausbildung der Altertumswissenschaften.
Am Ende seiner ansprechenden Darstellung gibt der Autor einen interessanten Überblick über bis heute ungelöste Rätsel, wie z. B. die Verortung von Atlantis oder dem Alexandergrab.
FAZIT
Sonnabends 100-seitiger Geschichtsband ist beste Werbung für das exotische Studienfach Alte Geschichte und regt zur tiefgründigeren Beschäftigung mit der Antike an. - Teresa Medeiros
Eine verlockende Braut
(19)Aktuelle Rezension von: Tomi2204Eine verlockende Braut - von Teresa Medeiros
Um ihren Vater vor dem Gefängnis zu bewahren, stimmt Emmaline Marlowe einer Ehe mit dem einflussreichen Oberhaupt des Hepburn-Clans zu.
Doch kurz vor der Eheschließung platzt ausgerechnet Jamie Sinclair in die Kirche und entführt die schöne Braut.
Er, der größte Feind des Clans, ist alles, was ihr Bräutigam nicht ist:
jung, attraktiv und gefährlich.
Und er erobert ihr Herz im Sturm.
Auch Jamies Rachegedanken weichen schnell einer ungeahnten Leidenschaft und schon bald weiß er : Emmaline muss die Seine werden.
Die Geschichte beginnt mitten in der Hochzeitszeremonie von Lord Hepburn und der jungen Emmaline.
Hier erfährt man direkt am Anfang warum diese Ehe überhaupt stattfindet und man fühlt direkt mit Emmaline mit.
Man kann sich von Anfang an direkt in Sie hineinversetzen und kann Sie voll und ganz verstehen was die Autorin sehr authentisch rüberbringt.
Trotz Ihres unscheinbarem Aussehen steckt in Emma doch eine starke Frau die immer erst an andere denkt anstatt an sich selbst, was sie sehr sympathisch macht.
Durch einen Fehler in Ihrer Vergangenheit fühlt Sie sich ihrer Familie gegenüber schuldig , wodurch sie auf ihre persönlichen Wünsche und Träume verzichten würde.
Bis Jamie kommt und sie vor den Augen ihres Bräutigams entführt.
Jamie kämpft selber mit seinen eigenen Dämonen und obwohl man denkt er ist ein rauer schottischer Wilder, steckt in ihm doch auch ein Gentleman, der nichts schlimmes mit Emma vorhat sondern sie im nachhinein eher beschützen möchte.
Er bemerkt ziemlich schnell und durch hinreißenden Aktionen von Seitens Emma, dass Sie nicht nur eine junge, naive englische Dame ist, sondern eine Frau mit Mut und Herz, die niemals aufgibt.
So beginnt ein aufregendes und witziges Katz- und Mausspiel zwischen Jamie und Emma, während gleichzeitig einige Fragen und Geheimnisse gelüftet werden.
Ob Emma am Ende den alten Hepburn heiratet und für ihre Familie einsteht oder ob Jamie seinen Rachefeldzug mit der Entführung bis zum bitteren Ende durchzieht ist die Frage.
Und das herauszufinden lohnt sich wirklich.
Also ich fand das Buch witzig, spannend, aufregend und auch romantisch.
Mit manchen Wendungen der Geschichte habe ich nicht gerechnet und gerade das hat mir gefallen weil sich so die Spannung durch die ganze Geschichte gezogen hat.
- Sara Black
Trick or Treat (Bisexuelle Menage, Erotik ab 18 unzensiert, Verführt)
(1)Noch keine Rezension vorhanden - Walter Nitsche
Meine Seele ist wie ein Ozean - Warum versteht mich denn keiner?!
(8)Aktuelle Rezension von: Martinchen"Die Ozean-Seele
Die Typologie über die "Ozean-Seelen" führt in gut verständlicher Weise in ein wahres Schöpfungswunder in unserer inneren Persönlichkeit ein.
Doch die Menschen, die derart geschaffen sind, werden oft völlig missverstanden und sogar in christlichen Gemeinschaften an den Rand gedrängt, weil man sie schlecht erfassen kann. Statt sie als wertvoll facettenreich wahrzunehmen, werden sie als "kompliziert" bezeichnet. Und manchmal erhalten sie sogar Fehl-Diagnosen in Richtung "seelischer Störung". Wenn auch manche Symptome dies vermuten lassen, handelt es sich hier um Menschen, bei denen keine psychischen Störungen vorliegen, die stattdessen wundervolle Ozean-Seelen sind, die einfach noch nicht gelernt haben, auf den hohen Wellen ihres Ozeans zu surfen..."So lautet der Klappentext, der mich, zusammen mit Untertitel (Warum versteht mich denn keiner?!) und dem Cover mit dem grün schäumenden Meer, sehr neugierig gemacht hat.
Vielleicht hätte ich mir in diesem Fall den Verlag etwas genauer anschauen sollen. Das Buch ist im AsB-Verlag erschienen, der "Arbeitsgemeinschaft seelsorgerlicher Berater". Dieser Arbeitsgemeinschaft gehören Christen verschiedener Fachrichtungen an, die eine "ganzheitlich biblisch-fundierte Seelsorge" entwickelten. Eine Reihe von Seminaren und einen Fernkurs zu unterschiedlichen Themen wird von der Arbeitsgemeinschaft angeboten.
Der Autor Walter Nitsche ist Schulungsleiter der AsB, ist als Supervisor und Coach für Lebensberater und Sozialarbeiter tätig, hat zu entsprechenden Themen 15 Bücher veröffentlicht und lebt nach Aufenthalten in Österreich und der Schweiz mit seiner Frau in Baden-Württemberg.
Das vorliegende Buch fasst "das Wesentliche über die "Empfindungs-Grund-Typen" der menschlichen Persönlichkeit zusammen".
Mit Kenntnis dieser Fakten hätte ich wohl eine andere Erwartung an das Buch gehabt.
Walter Nitsche beschreibt nach einer Einführung in 11 Kapiteln die verschiedenen Grundtypen, die er in zunächst "Bergsee- und Ozean-Seelen" und dann weiter unterteilt, die unterschiedlichen Probleme, die die "Ozean-Seelen" haben und zeigt Lösungswege auf. Auch auf "Fehlprägungen und Aufgabenstellungen" geht der Autor ein und beantwortet im letzten Kapitel häufig gestellte Fragen, die viele Menschen gleichermaßen bewegen. Der Schwerpunkt liegt, wie der Titel nahelegt, auf den "Ozean-Seelen".
Der Stil ist teilweise etwas holprig mit Wiederholungen und vielen Beispielen aus Nitsches Praxis. Allerdings hatte ich eine ausführlichere Beschreibung der jeweiligen Seelen erwartet. Nitsche reißt die Typologien an und verweist dann auf die Seminare der AsB. Es ist legitim, dass Seminare angeboten werden, dagegen habe ich auch nichts einzuwenden. Allerdings geschieht es hier sehr massiv, was mich erheblich gestört hat.
Im Text werden immer wieder Statements von Seminarteilnehmern, die sehr von diesen Seminaren profitiert haben, zitiert. Auch das finde ich legitim. Ein ganzes Kapitel von 16 Seiten ausschließlich "Weiteren Statements" zu widmen, finde ich persönlich etwas zu viel des Guten.
Trotz dieser Kritik habe ich einige Denkanstöße erhalten. So z.B. im Kapitel "Fehlprägungen und Aufgabenstellungen", in dem Nitsche die unterschiedlichen Vater-, Gottes- und Selbstbilder beschreibt. Hier ist mir klar geworden, dass diese verschiedenen Sichtweisen unterschiedliche Prägungen bewirken. Das mag verwundern, da ich Gott immer nur als liebenden, beschützenden und stärkenden Vater wahrgenommen habe und wahrnehme, hat mir das sehr zu denken gegeben.
Alles in allem hatte ich einfach mehr erwartet. Es handelt sich um ein Buch, in dem die Typen der "Ozean-Seele" angerissen werden, ein Einstieg, nicht mehr.
Der Bürgerkrieg. Von Lukan. Lateinisch und deutsch von Georg Luck. (= Schriften und Quellen der alten Welt, Band 34).
(1)Aktuelle Rezension von: AdmiralTatsächlich ist das Buch "Lukan. Der Bürgerkrieg" (1985) von Luck eine halbtextkritische Edition mit Übersetzung, die die Seiten 72-505 der insgesamt 564 einnimmt. Das ist also der absolute Großteil. Die letzten 60 Seiten enthalten knappe Erläuterungen und ein Register. Die ersten 70 Seiten gebühren einer Einführung.
Eine ziemlich schematische, bis langweilige Einleitung für meinen Kommentar, oder ? Tja, was soll ich machen. Mir fiel sonst nichts besseres ein. ;D
Jedenfalls hatte diese schematische Einleitung einen Zweck: falls das hier überhaupt jemand liest, soll er wissen, wie das Buch aufgebaut ist und worüber ich GENAU sprechen werde. Ich spreche nämich nur über die ersten 70 Seiten. Die Textedition, die Übersetzung und die Anhänge hinten habe ich höchstens rudimentär gelesen. Mir ging es lediglich um die Einführung zum Thema "Lucan".
Tja, das Thema "Lucan" ist schon so ein Thema für sich: römisch-aristokratischer Dicher des 1. Jh., von dem FAST ALLES im Laufe der letzten 2000 Jahre verloren gegangen ist. Nur dieses eine Werk "Pharsalia" (es ist nicht ganz klar, ob das der richtige Titel ist. Es könnte auch "Der Bürgerkrieg" sein) ist heute noch erhalten. Und das ist unvollendet, da Lukan wahrscheinlich noch während des Schreibprozesses den kaiserlichen Befehl zum Selbstmord erhielt und diesen auch umsetzte (es gibt einen Aufsatz von Berthe Marti, in dem dieses Werk Lucans in vielerlei Hinsicht als "Fehlschlag" bezeichnet wird). Über Lucan an sich ist ziemlich wenig bekannt. Es gibt wohl ein kleines biographisches Gedicht von Statius, einem Zeitgenossen Lucans (von dem ich noch nie was gehört habe und den ich eben auch erstmal googlen musste), eine Biographie eines gewissen Vacca (zu dem ich mit einer kurzen Recherche über das Internet nicht finden konnte) und verteilte Notizen. Viele Informationen über Lucan werden auch aus seinem Werk selbst herausinterpretiert, soweit ich das richtig verstanden habe.
Lucan soll (ich benutze weiterhin Konjunktive und Modalverben, da vieles umstritten ist) eine politische Karriere BEGONNEN haben. Aber er habe sich dann doch unter der Gönnerschaft Neros (den werdet ihr vllt. kennen ? ;> ) und mit seinem eigenem Reichtum (röm. Aristokrat !) der Dichtung gewidmet. Mit 26 sei dann gestorben.
Personell war er ein Freund (?) des Kaisers Nero, mit dem er sich aber wegen eines umstrittenen Ereignisses zerworfen habe: vllt. weil Lucan ein besserer Künstler war oder vvlt. auch weil Lucan in die Opposition trat oder etwas ganz anderes. Das ist bis heute völlig unklar, was eigentlich passierte. Ideell war er evtl. ein Republikaner /Anhänger der alten republikanisch/oligarchischen Idee der aristokratischen Freiheit, wie man sie evtl. noch stärker bei dem Historiker Tacitus 50 Jahre später findet) und evtl. ein Stoiker (eine antike Philosophie für das Verstehen der Welt und zum ethisch richtig Handeln ? Mit Philosophie habe ich mich nie wirklich auseinandergesetzt).
Die 70seitige Einführung hier von Luck thematisiert viele verschiedene Aspekte, die Lucan betreffen: seine Rezeption in späteren Jahrhunderten, die Zeitgeschichte seiner Person, seine Person selbst, sprachliche und literarische Aspekte seiner "Pharsalia" (ihr erinnert euch: der eventuelle Titel seines riesigen Gedichts), stoische, rhetorische und politische Einflüsse auf ihn udn sein Werk, die Zeitgeschichte seines Gedichts (der Bürgerkrieg zw. Caesar udn Pompeius, der etwa 100 Jahre vorher stattfand und schließlich einen Kommentar zur handschriftlichen Kommentar (wie das Werk bis heute überliefert wurde).
Lucks (der Autor/Hérausgeber) Darstellung zu Lucans Leben bleibt ziemlich vage. Das ist natürlich gut zu verstehen, erklärt allerdings noch nicht so gut, wieso die zeitgenössische/kontextbezogene Darstellung so zusammenhanglos nebendransteht. Der Teil über Lucans Zeitgeschichte bezieht sich ziemlich selten auf die Person Lucans. Hier wäre bestimmt trotz der wenigen Quellen mehr darstellerische Verquickung möglich gewesen. Auch die ereignishistorische Darstellung des caesarisch-pompeianischen Bürgerkriegs beschränkt sich zum Großteil auf in Klammern gesetzte Querverweise zum Gedicht Lucans, wo dieses Thema angesprochen wird. Das macht alles in der Hinsicht Sinn (wie Luck selbst sagt), dass der Leser der "Pharsalia" viel Kontextwissen benötigt, um Lucans Werk zu verstehen. Das rechtfertigt mMn aber nur wenig diese Einführung. Für das reine ereignishist. Faktenwissen gibt es andere, längere und ausführlichere, aber auch kürzere und pointiertere Darstellungen. Was meiner Meinung nach aber sehr wissenswert udn gelungen ist, ist der sehr pointierte und einführende Abschnitt zur Rezeption (wenn auch evtl. etwas verschönt, was wäre wohl sonst der Sinn einer Lucan-Ausgabe ?) und das Kapitel zu den Handschriften.
Sprachl. und informativ ist diese Einführung aber sonst ganz okay.- Julia Lechner
High Carb Vegan
(43)Aktuelle Rezension von: SommerregenMit ihrem neuen Buch „High Carb Vegan“ möchten die Autoren Julia Lechner und Anton Teichmann dem Leser die fettarme und kohlenhydratreiche vegane Küche näher bringen. Darüber hinaus soll auch der Verzicht auf Indurstriezucker und Gluten zu einer gesünderen und ausgewogenen Ernährung beitragen.
Zuerst erhält der Leser daher Informationen zur „Energiedichte und Nährstoffdichte von Lebensmitteln“, die auch in einer Tabelle gezeigt wird. Hierbei lässt sich festhalten, dass die Energiedichte gleich den kcal/g zu setzen ist. Auch zu Proteinen findet sich ein Text, in dem unter anderem erklärt wird, wie viel Eiweiß ein Mensch benötigt. Auch hier zeigt eine sehr übersichtliche Tabelle den Proteingehalt von einigen Lebensmitteln in den Kategorien der Hülsenfrüchte, Früchte, des Pseudo-/Getreides, des Gemüses und der Wildkräuter/Algen.
Im Anschluss daran wird auf das Thema Fett eingegangen, auf dessen Verzehr man, folgt man den Autoren des Buches, zwar nicht vollkommen verzichten, ihn aber dennoch reduzieren sollte. Auch die Gründe hierfür werden genannt und pflanzliche Fettquellen – als Nüsse, Samen und Fettfrüchte geordnet – mit ihrem Fettanteil in einer Tabelle aufgelistet.
Als nächstes wird auf den Energiebedarf eingegangen und die „Basics des veganen High-Carb-Lifestyles“ erläutert. Sie lauten: Qualität, Rohkost, Vegan, Bewegung, Energie, Fett und Makronährstoffverteilung.
Nachdem dann die Grundausstattung vorgestellt wird, beginnt der Rezeptteil des Buches. Gegliedert in die Kapitel „Salate – knackfrisch vegan“, „Hauptgericht – fettfrei anders“, „Fruit Love – fruchtige Rohkost“, „Desserts – süß ohne Fett“, „Torten & Kuchen – keine leeren Kalorien“ und „Smoothies & Shakes – schnelle Energie“ finden sich in ihrem bereits zweiten Buch 70 vegane und glutenfreie Rezepte für den Alltag. Zu Beginn eines jeden Kapitels gibt es ein paar zusätzliche Informationen zum Lifestyle High-Carb. Aber auch innerhalb eines Abschnittes befasst sich immer wieder eine Doppelseite mit Fragen rund um diese Ernährungsform. So wird beispielsweise erklärt, wie man seinem Gericht möglichst viel Geschmack verleiht, ohne dabei auf zu viel Fett, Salz oder Geschmacksverstärker zurückgreifen zu müssen.
Die einzelnen Rezepte sind sehr übersichtlich gestaltet: Auf einer Seite befindet sich ein ansprechendes Farbfoto des Gerichtes, welches einem schon direkt Lust aufs Nachmachen bereitet, meist mit einem Feld „Unser Tipp“. Was mir sehr gefällt ist, dass sich auf jeder dieser Seiten eine Nährwerttabelle befindet. Auch die Zutaten sind sehr schön geordnet, die einzelnen zu befolgenden Schritte gut strukturiert und bündig verfasst. Eine Box mit dem ungefähren insgesamt einzuplanenden (Zeit-) Aufwand fehlt allerdings.
Mein bisheriger Favorit, da das Gericht äußerst schnell und leicht von der Hand geht und darüber hinaus auch sehr gut schmeckt, ist die „Kubanische Reispfanne“ (S.80). Sehr schön ist auch, dass man die meisten Zutaten für das Rezept immer Zuhause hat.
Alles in allem finde ich die Gestaltung des Buches mehr als gelungen, die Rezepte sind sehr schön und lassen sich prima in den Alltag einbinden. Ob herzhaft oder süß, schnell oder doch aufwendiger – in diesem Buch wird man fündig. Auch fällt auf, dass zwei Lesebändchen, 80 schöne Farbfotos und ganze 60 Tabellen helfen, den Überblick zu behalten und das richtige Rezept auszuwählen. So gesehen ein rundum gelungenes Buch. Allerdings konnte mich „High Carb als Lifestyle“ nicht so ganz überzeugen. Ich sehe den Vorteil gegenüber zum Beispiel Low Carb nicht. Zwar wird darauf in dem Buch kurz eingegangen, jedoch hat mich diese Erklärung nicht weitergebracht. Dort wird nämlich beschrieben, dass Low Carb eine Diät, High Carb aber ein Lebensstil, der zu einer dauerhaft guten Figur führe, sei. Eigentlich hört man doch beinahe überall, man solle lieber die Kohlenhydrate etwas reduzieren…
Aufgrund seiner tollen Gestaltung sowie der leckeren und abwechslungsreichen Rezepte ist dieses Buch aber dennoch sehr zu empfehlen. - Johannes Engels
Philipp II und Alexander der Grosse
(3)Aktuelle Rezension von: AdmiralWir befinden uns im Jahr 336 vor unserer Zeitrechnung. Philipp ist ermordert worden. Er ist jedoch nicht irgendwer, nein, sondern der 2. seines Namens und der König von Makedonien. Aus labilen Anfängen hat er seinem Land eine aussichtsreiche Grundlage aus Sicherheit und Macht verschafft, das Alexander III. nun übernimmt.
Doch halt. Bevor wir medias in res gehen, noch kurz die ganzen Formalia. Ja, ich weiß, etwas nervig. Aber das sollte schon sein, denke ich. Kennt ihr die Bücherreihe bereits ? Orange-gelber Softcover-Einband mit dunkelblauem Titel. Dazu den Reihentitel "GESCHICHTE KOMPAKT". Ich lese sie auch ganz gerne: die Einführungsreihe des WBG. Sie gibt Bücher zu allen möglichen Themen der Geschichte heraus. Diesen Band "Philipp II. und Alexander der Große" (2012²) hat Johannes Engels verfasst, der sich hier an ein altes, heiß umstrittenes, sehr zeitgebundenes, ideologisch aufgeladenes und äußerst umfangreiches Thema herangewagt hat. Das Thema ist Alexander der Große. Nun entspricht diese Angabe von mir nicht so ganz dem Buchtitel, doch das hat schon seinen Sinn. Denn in seiner Einleitung erklärt Engels recht plausibel, dass Alexanders Erfolge sehr stark auf den Erfolgen und Vorbereitungen seines Vaters (und das ist eben Philipp II.) beruhen (S. 5). Zusätzlich führte Alexander "lediglich" den bereits beschlossenen Kriegszug seines Vaters aus. Denn dieser hatte bereits alles in die Wege geleitet (S. 39).
Somit macht Engels gleichzeitige Behandlung der beiden Personen, Vater und Sohn, durchaus Sinn, auch wenn es dann doch auch andere Beifügungen in diesem Buch gibt, die sich mir nur sehr rudimentär erklären. Doch dazu will ich euch erst später mehr sagen. Zunächst will ich ein wenig mit dem Buch mitgehen. Von den 126 Seiten des Buches sind die ersten 69 Seiten den Quellen (S. 8-19), der Person Philipps mitsamt dem Königreich Makedonien (S. 20-41) und Alexander (S. 42-69) gewidmet. Die Darstellungen sind chronologisch und sind auf die Ereignisgeschichte ausgerichtet.
Ähnlich wie bei den Monographien von Alexander Demandt und John Grainger habe ich auch dieses Buch recht selektiv gelesen, denn meine Lektürefokus lag hauptsächlich auf Alexander dem Großen. Dementsprechend werde ich auch hauptsächlich über die Teile des Buches sprechen, die sich direkt auf Alexander den Großen beziehen. Das Kapitel, dass sich speziell auf Alexander bezieht, ist "IV. Alexander III. der Große, Makedonien, Griechenland und der Verlauf des Alexanderzuges (336-323 v- Chr.)", S. 42-69.
Die Darstellung von Alexander beginnt der Kapitelüberschrift entsprechend (Alexander ist nicht alleiniges Hauptthema) mit einem lediglich kurzen Abriss der persönlichen Vorgeschichte zun de Feldzügen nach Kleinasien und in den weiteren Osten. Engels beschränkt sich hier auf lediglich 3 Aspekte: körperliche und geistige Erziehung, erste Stadtgründungen unter seinem Vater Philipp und die Thronfolgewirren mit der rigorosen Positionsfestigung Alexanders (S. 44-45). Der 3. Punkt leitet zum nächsten Kapitel, in dem Engels die systematische Bekämpfung der Unruhen ud drohenden Revolten durch Alexander nachzeichnet, über. Alexander habe direkt die Balkanregionen und die Gebiete im südlich gelegenen Griechenland für sich und seine Herrscherposition, die auf andere einen labilen Eindruck machte, erneut gefestigt. Als Alexander in die Balkanregionen einmarschierte, habe er bereits die dortige Grenze der bekannten und zivilisierten Welt überschritten: die Donau. Denn Alexander habe hier, von seinem pothos (eine Art innerer und grenzenloser Antrieb) getrieben, nicht nur eine Machtdemonstration präsentieren wollen, sondern sei auch seinem internen Verlangen nach Entdeckungen nachgegangen. Dieses Verhalten beeinflusste Alexander auch in späteren Feldzügen (S. 45-47). Den "Befreiungskrieg" (oder eher "Beutezug"), den er 330 in Kleinasien (damals griechisch bewohnt und von den Perser an das eigene Reich angeschlossen) begann, führte er mit besonderer Schnelligkeit aus und ließ ihn von zahlreichen Propagandamitteln begleiten. So beschrieb einerseits Kallisthenes, der offizielle Hofhistoriker Alexanders, von Anfang an mit umfangreichsten Lobesworten den ganzen Feldzug, und andererseits vollführte Alexander mehrere symbolische Handlungen durch, wie bspw. den Speerwurf auf die Küste Asien als "speergewonnenes Land" (ein wichtiges Propagandamittel wurde später natürlich dann auch die Münze).
4 Jahre später (330) beendete Alexander den panhellenischen Rachfeldzug gegen das Perserreich: er hatte mehrere Schlachten überraschend gewonnen (Granikos, Issos, Gaugamela), hatte Städte belagert und erobert (Tyros, Gaza), hatte Ägypten besucht, wo er zum Pharao ausgerufen worden war, hatte Städte gegründet (Alexandreia !), hatte die persischen Reichsmetropolen besetzt (Babylon, Susa, Persepolis, Ekbatana) und hatte in einer symbolischen Geste die Palastanlagen in Persepolis niedergebrannt. Ab hier griff Alexanders Propaganda der griechischen Rache und Befreiung von der Perserherrschaft nicht mehr und es beginnen seine eigenen persönlichen Feldzüge.
Alexander leitet nun seine Feldzüge ins persische Hinterland weiter, wo er die nächsten 5 Jahre zubringt ("3. Der Alexanderzug von 330 bis zu Alexanders Rückkehr aus Indien", S. 56-63). In sehr verlustreichen Eroberungszügen unterwirft er Gebiete wie Baktrien und Sogdien. Dabei gerät er jedoch immer wieder in Konflikt mit seinen Generälen: der General Philotas soll wohl in Opposition zu Alexander gstanden haben, da Alexander immer mehr persische Praktiken und Verhaltensweisen an den Tag legte. Alexander ließ ihn hinrichten. Ein weiterer Punkt war die heftige Auseinandersetzung um die persische Proskynese, bei der der Untergebene vor dem Herrscher eine besonders unterwürfige Begrüßung vollführen musste. Das war für die Makedonen, die stets eng verbunden mit ihrem Herrscher waren, undenkbar. Alexander ließ hier seinen widerspenstigen Hofhistoriker (ihn habe ich bereits erwähnt) Kallisthenes töten. Doch der wohl berühmteste Fall war wohl die Sache mit Kleitos. Der Offizier Kleitos und Alexander gerieten 328 in völlig betrunkenem Zustand bei einem Trinkgelage aneinander, da Kleitos dem Alexander wohl Übermut und Realitätsferne vorwarf. In blinder Wut und alkoholisiertem Zorn tötete Alexander seinen Offizier "versehentlich". Alexander habe sich danach sogar selbst umbringen wollen (stimmt hier die Zeit-/Modusbildung ? :D). Der Höhepunkt dieser Widersprüchlichkeiten war im Indienfeldzug erreicht. Für Alexander war der Zug erfolgreich, da er die alten Helden der mythischen griechischen Vergangenheit (zB Herakles) übertrumpfen konnte. Doch allgemein betrachtet war der Indienfeldzug alles andere als ein Erfolg. Die Eroberungen konnten nicht gehalten werden und die Verluste an Menschen und Material war unverhältnismäßig hoch (vergleicht hierzu mal das Fazit des Indienfeldzug bei Grainger. Er sieht das noch viel drastischer).
Alexander wollte weiter nach Indien vordringen, doch dann meuterten seine Soldaten. Alexander musste nachgeben und zog sich mit seinen Truppen in einem (vielleicht als Strafe für seine meuternden Soldaten) Todesmarsch durch die gedrosische Wüste nach Karmanien zurück.
Auch in seinen letzten Regierungs- und Lebensjahren hielt sich Alexander nur noch in Persien auf. Nach seiner Rückkehr musste er die persischen Satrapien teilweise wieder neu unterwerfen und begann anschließend mit nicht gerade umfassenden Verwaltungsarbeit (er plante bereits den nächsten Feldzug nach Arabien, um evtl. der Administration zu entkommen). In dem Verbanntedekret destabilisiert er vielleicht bewusst, um sich eine weitere Klientel (der ehemaligen Verbannten) zu verschaffen. Denn mit diesem Dekret muss jede Stadt ihre Verbannten wieder aufnehmen. Bzgl. seines Verwaltungsstabs und seines Heeres in Persien betreibt er eine langsame, aber sichere "Entmakedonisierung": Soldaten schickt er nach Griechenland zurück und nimmt immer mehr Perser in seine Regierung mit auf. Zusätzlich lässt er auch noch die Masenhochzeit von Susa arrangieren, um evtl. eine erweiterte Reichsaristokratie zu schaffen, doch die meisten Ehen hatten keinen Bestand.
323 stirbt Alexander (wahrscheinlich nicht durch einen Giftmord, sondern) an einer kurzen und heftigen Krankheit. Nach seinem Tod begannen die sprichwörtlichen Leichenspiele um seine Person in Form von jahrelangen blutigen Diadochenkriegen.
Was jetzt auf den nächsten Seiten folgt (S. 70-118) hat sich mir nicht ganz erschlossen. Was nun nämlich folgt sind geographisch und thematische Abhandlungen zu Einzelbereichen der Zeitgeschichte zu Philipp und Alexander: Athen (S. 70-82), Sparta (S. 83-94), Theben (S. 95-104), Kleinasien (S. 105-110) und Wirtschafts- und Sozialgeschichte (S. 111-118). Das widerspricht mMn dem Buchtitel, wird jedoch aus der Einleitung eher ersichtlich, wo er eben nicht beginnt, von den beiden titelgebenden Personen zu sprechen, sondern von der politischen Lage in Griechenland. Die Einzeldarstellungen sind ziemlich zielorientiert und beziehen sich zum Ende hin jeweils mehr oder weniger stark auf Alexander und Philipp, doch gibt es zu diesem Thema eine eigene WBG-Darstellung: "Athen und Sparta" von Raimund Schulz. Wie gesagt, machen diese Einzelansichten schon irgendwie Sinn, doch fehlt mir stattdessen evtl. anderes: eine "Bewertung"/"Interpretation"/ein "Kommentar" (was auch immer) zu den beiden Personen oder eine Rezeptionsgeschichte. Und die ist auf jeden Fall äußerst umfassend (bereits in der Antike selbst !). Da eine grobe Richtung zu zeigen, wäre bestimmt sehr hilfreich und interessant gewesen.
Das Buch thematisiert also weniger Philipp II. und Alexander den Großen als Personen (vgl. Titel), sondern vielmehr diese gesamte griechische Epoche Griechenlands bis zum Tod Alexanders 323 (vgl. S. 1). Deher auch die intensiven Thematisierungen der einzelnen Städte und Faktoren, die sich in der 2. Hälfte des Buches befinden. Wer hier eine Abhandlung über Alexander den Großen erwartet, bekommt somit zu dieser Person eher ereignishistorische Aspekte zu lesen, die sich nämlich in das Gesamtthema einbetten sollen.
Alles in allem muss ich natürlich trotzdem sagen, dass die ereignishistorische Darstellung fundiert, gut lesbar und hilfreich ist.
Natürlich fehlen nicht die recht umfangreiche Bibliographie und das Register, die für diese Reihe typisch sind.
Wäre zu diesem Thema allerdings wohl eher nicht meine 1. Wahl.
Seht euch auch uU noch die Rezensionen an, die ich mir ebenfalls zu diesem Buch angesehen habe.
1. Rezension von Sabine Müller, in: H-Soz-Kult, vom 04.07.2006 (http://www.hsozkult.de/publicationreview/id/rezbuecher-7881).
2. Rezension von Gerhard Wirth, in: HZ 283 (2006), S. 715-6. Jesus?!
(2)Aktuelle Rezension von: RinasWunderwerkstattDieses kleine Heft vermittelt kurz und verständlich, worum es im christlichen Glauben geht. Dank der Zustimmung des Verlags kannst Du Dir unter dem unten stehenden Link bereits jetzt schon einen Einblick in das Buch und in den christliche Glauben verschaffen. Ich hoffe sehr Dich dadurch auf das Christentum neugierig machen zu können. Denn schließlich gibt es noch vieles zu entdecken! Deshalb lohnt es auch, trotz der wiedergegebenen Ausschnitte, das kleine, günstige Heft selbst zu besitzten. Schließlich findest Du dort noch viele weitere Erklärungen und Tipps für die praktische Umsetzung!
Nicht nur für interessierte Menschen ist dieses Heft geeignet, sondern auch für gläubige, erfahrene Christen. Denn dieses Heft kann man immer bei sich haben und erinnert einen ständig daran, welches Geschenk uns Jesus bereitet hat und worauf es wirklich ankommt. Im Alltag gerät das viel zu schnell in Vergessenheit.
Einen ersten Einblick in das Heft bekommst Du unter:
http://trust-in-the-lord-with-all-your-heart.blogspot.de/2016/06/jesus.html- Lisa Nienhaus
Die Weltverbesserer
(3)Aktuelle Rezension von: M.Lehmann-PapeUmfassende komprimierte Einführung
Das „immer mehr immer weniger bringt“, das der „erste Schluck Wasser lebensnotwendig“, jeder weitere Schluck aber immer weniger wichtig wird, bis Wasser zum Waschen von Autos benutzt wird, weil es so wenig wert ist, das ist die Erkenntnis de Herrmann Heinrich Gossen, die gar nicht so weit entfernt ist von der Prognose, dass der Kapitalismus an sich selbst zugrunde gehen wird ob einer zunehmenden „Wertlosigkeit“ (Karl Marx).
Dass dies Adam Smith anders sieht und John Maynard Keynes wiederum Adam Smith nicht für der Weisheit letzter Schluss hält, sondern es eben anders denkt, all das ist Teil dieser Zusammenstellung von sehr komprimierten und dennoch aussagekräftigen Portraits vieler, vieler „Denker der Wirtschaft“.
Auch wenn die Tendenz des Werkes in all seinen einzelnen Würdigungen und Betrachtungen durchaus in Richtung einer Kritik an „entfesselten Kapitalmärkten“ zu verstehen ist (was bei der schieren Fülle der behandelten Denker der Ökonomie weniger an den Autoren, mehr aber an den Erkenntnissen der Ökonomen selbst liegen dürfte), die „Pole“ kommen durchaus zu Wort in diesem Buch.
Von Ayn Rand und ihrem „ent-schränkten Egoismus“ der völligen Freiheit von Markt und Mensch zum konsequenten Liberalismus eines Milton Friedmann hin zu jenem „Geld allein macht auch nicht glücklich“ des Richard Easterlin oder gar der ökonomischen „Ehe-Theorie“ Gary Beckers, tatsächlich alle nur denkbaren Bereiche der ökonomischen Theorien, von Geldschwemme bis Globalisierung, von scharfer Kritik am „entfesselten Kapitalismus (Polany) bis hin zum uneingeschränkten „Lob des Egoismus“ (Alan Smith), der Leser findet im Buch einen reichhaltigen Überblick über die vielen verschiedenen grundlegenden Haltungen zur Ökonomie und deren Verständnis und Steuerung, als auch die wichtigsten Einzelthemen (in Teilen wieder hoch aktuell), wie „Geldschwemme“, „Der Markt braucht Moral“, die notwendige „starke Rolle des Staates“ oder „Der Abstieg der Nationen“.
Jeweils geben die knappen Portraits die wichtigsten Informationen zu den grundlegenden biographischen Daten der einzelnen Ökonomen und richten dann ihr Augenmerk auf meist „den einen“ grundlegenden Gedanken, der das Werk und Denken der Portraitierten getragen hat (oder noch trägt).
Im Gesamten bietet das Buch einen sehr breiten, flüssig verfassten und verständlichen Blick auf die verschiedenen Haltungen und Herangehensweisen der Ökonomen an die Frage des „guten Wirtschaftens“ vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart hinein.
Die Motivation für Vertiefungen zu den einzelnen Themen und Grundrichtungen liegt dann allerdings beim Leser. Für ein genaueres Verständnis bestimmter Ansätze und Ansichten bedarf es einer weitergehenden, dann gezielt ausgewählten Lektüre.
Aber für diesen angestrebten breiten Blick ist das Buch uneingeschränkt zu empfehlen. - Sigrid Deger-Jalkotzy
Das mykenische Griechenland
(1)Aktuelle Rezension von: Leah_Hasjak... ich lese und lese und finde alles nicht greifbar genug.Zugegeben, die Mykenische und Minoische Kultur sind auf Grund der mangelnden Schriftfunde schwer zu erforschen. Das kann ich kaum jemanden vorwerfen und wird sich sicher in Laufe der Zeit nicht ändern, doch ich komme nicht umhin zu bemerken, dass mir Schliemanns Grabungspublikation mehr vermitteln konnte als diese Zusammenfassung vom Beck-Verlag.Zwar werden einige der vielen Wirrungen und Irrungen von Schliemanns Forschung aufgeklärt - Stichwort Schatzhäuser - doch die Erkenntnis, dass es sich um Gräber handelte, war auch nur ein Steinwurf entfernt. Er wäre mit etwas Zeit höchstwahrscheinlich selbst drauf gekommen.
Die Zeitenabfolge liest sich wie ein Verschlüsselungscode aus dem Zweiten Weltkrieg. Weiß der Himmel wie SM III A1 mit SH III A1 und Knossos, sowie mykenische Palastzeit zusammenhängt.Und die Palastbeschreibung ließ mich an meinen Deutschkenntnissen zweifeln. Wissenschaftler sind einfach keine guten Autoren.
Dafür, dass es dabei um eine Einführung in ein großes Themengebiet handelt, werden viele Themen schnell spezifisch und manche bleiben stetig konfus und nur angedeutet. Womöglich liegt das ja auch am Thema selbst und die Lücken der Forschung zwingen die Autoren dazu, das, was man sicher weiß, überzuinterpretieren und das, was man nicht kennt, schlicht und einfach weg zulassen.























