Bücher mit dem Tag "einsamkeit"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "einsamkeit" gekennzeichnet haben.

1.020 Bücher

  1. Cover des Buches Die Tribute von Panem 3. Flammender Zorn (ISBN: 9783751203746)
    Suzanne Collins

    Die Tribute von Panem 3. Flammender Zorn

    (8.325)
    Aktuelle Rezension von: Ellaa_

    Meine Kurzeinschätzung: Fast hätte ich doch glatt vergessen, diese wundervolle Reihe zu Ende zu lesen. ♡ Die Tribute von Panem haben mich mit Haut und Haar für sich gewinnen können- und ich habe den Band mit einem weinenden und lachenden Auge zugeschlagen. Eine Dystopie voller Stärke, Hoffnung und Verlust. Liebe, Tiefgründigkeit und Feingefühl. Ich könnte ewig so weiterschwärmen. Ein muss für all diejenigen, die die Filme lieben. ♡ Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Lesen-  Und möge das Glück stets mit euch sein.. *Achtung! Diese Rezension enthält Spoiler. Es handelt sich um den dritten und letzten Band der Trilogie.* 


    Cover: Das Cover gefällt mir wirklich gut. Auch hier sieht man das Gesicht einer jungen Frau mit stechenden grünen Augen. Während der erste Band mit grünen Blättern verziert wurde und der zweite Band  eine tiefrote Farbe zeigt, erstrahlt der dritte und letzte Band in einem satten mitternachtsorange. ♡ Ich finde es wirklich wunderschön, dass die Bände von der Optik so perfekt aufeinander abgestimmt sind. Bei diesem Band starrt einen das junge Mädchen dieses Mal an. Frontal. Mit ihrem ganzen, jugendhaften Gesicht- Der Zorn steht ihr ins Gesicht geschrieben. Einfach eine wunderschöne und passende Gestaltung! ♡ 


    Schreibstil: Der Schreibstil von Suzanne Collins hat mir wieder sehr gut gefallen. ♡ Er ist unheimlich flüssig und leicht zu lesen und der Sogeffekt erst einmal. Ich konnte mit dem Lesen zwischendrin gar nicht mehr aufhören. Ich liebe einfach die Welt die sie erschuf, die Rebellen, Gesellschaftskritiken und unperfekten, realistischen Charaktere. :) So muss es sein! Sehr detailliert, bildlich, aber auch düster und eindringlich. Definitiv Bücher die mir für immer im Gedächtnis bleiben werden. Ganz ganz große Liebe! ♡ Ich oute mich hiermit als Fan. :) Jedes Buch hatte ein für sich großes Überthema, hier waren es definitiv: Neuanfänge und Heilung. Und nichts anderes habe ich mir für Katniss gewünscht. Diesem tapferen 17 jährigen Mädchen, die schon schlimmes sehen musste und noch viel schlimmere Dinge tun. Ich freue mich schon auf weitere Werke der Autorin und bin sehr neugierig, wie mir diese gefallen werden. 


    Idee: Die Idee hat mir wirklich sehr Gut gefallen und war perfekt gegliedert und intelligent aufgebaut. Dieser Band steckte wirklich voller Emotionen und hat nicht nur die Charaktere, sondern auch mich, wirklich mitgenommen. In jeder Zeile klebte Schmerz und Verlust.. Zunächst müssen sich alle nach den letzten Geschehnissen sammeln- das Einleben mit den strengen Regeln aus Distrikt 13, die Heilung nach den letzten Spielen und die Zerstörung von Distrikt 12.. Coin will Katniss fit und als Figur für die Rebellen haben, doch sie funktioniert nicht ganz so, wie Coin sie haben will.. Katniss muss sich immerwieder der harten Realität stellen, um nicht nur ihre Rolle zu erfüllen, sondern sich den wahren Feind vor Augen zu führen: Snow.. Der auch Peeta in seiner Gewalt hat und so seine kleinen, aber feinen Spiele mit Katniss spielt.. Als er schließlich befreit werden kann, ist Peeta nichtmehr er selbst. Durch das Jägerwespengift manipuliert, sieht er Katniss als Feind an und versucht ständig sie umzubringen. Zudem kommt Katniss oberste Mission: Snow endlich zu töten und als Soldat an vorderster Front mitzukämpfen. Katniss muss nicht nur hart dafür trainieren.. Sie muss auch ein gefährliches Spiel spielen, um ihre Ziele zu erreichen.. Und nicht nur ein Verbündeter kommt dadurch ums Leben.. Als Snow endlich besiegt scheint, bricht die nächste Lawine über Katniss ein.. Und sie muss sich eingestehen, dass sie die Menschen um sich herum nicht nur teilweise falsch eingeschätzt hat, sondern auch Coin komplett zum Opfer gefallen ist. Wer überlebt diese Hungerspiele und wer nicht? Wer geht wahrhaftig als Sieger hervor? Das Ende hat mir unendlich gut gefallen.. Endlich ist der Krieg vorbei, Katniss und Peeta glücklich, die Spiele endlich nur Geschichte- ich hätte mir kein besseres Ende für alle gewünscht! ♡ Außer natürlich für Prim und Finnick tat es mir unendlich leid.. Nichts desto trotz, ist es eine wundervolle Reihe und auch insgesamt ein würdiges Ende. ♡ 


    Charaktere: Die Charaktere haben mir wirklich sehr gut gefallen. Katniss muss wirklich füchterliches in diesem Band durchmachen. Man merkt, dass die letzten Hungerspiele, aber auch die Zerstörung ihres Distrikts sie nicht kalt gelassen haben.. Heilung, Wut, Trauer, aber auch Hoffnung sind die Worte, die am besten aufzeigen, was sie durchmacht. Genau dasselbe durchleben auch Finnick und Joanna. Peter macht eine komplette Wesensveränderung durch, vor allem durch die Folterungen im Kapitol, er und Katniss taten mir unendlich leid.. Denn es scheint zunächst, als hätten die beiden sich verloren.. Hasscharakter war hier definitiv Snow, vor allem aber Präsidentin Coin für mich. Was eine berechnende Persönlichkeit.. Gruselig! Wer mich ein wenig enttäuscht hat zum Ende hin, war Gale. Obwohl er komplett für Katniss da war, ihr immer zur Seite stande und ihr hilft, haben mir seine Handlungen und Einstellungen echt nicht gefallen.. leider! Ich freue mich, dass alle mir liebgewonnenen Charaktere ein würdiges Ende bekommen haben. Auch wenn viele Charaktere wie z.B. Finnick, leider starben. Als nächstes möchte ich unbedingt noch "Das Lied von Vogel und Schlange" lesen und hoffe, dass dieses Spin- Off meine Erwartungen erfüllen wird. ♡ 


    Mein Fazit: Ich kann gar nicht anders als 5 Sterne zu vergeben. ♡ Die Tribute von Panem sind meine Seelenbücher- voller Emotionen und Verlust & eine Achterbahnfahrt der Gefühle durch und durch. Obwohl ich mir auch sehr gerne die Filme ansehe, sind die Bücher jedoch nochmal ein ganz anderes Fanerlebnis. Ich liebe einfach alles daran: Die Charaktere, die Idee und die kleinen, aber feinen Gesellschaftskritiken. Die Tribute von Panem haben hier ein wundervolles und verdientes Ende gefunden. ♡ Jetzt bin ich schon sehr neugierig auf die Zusatzbände und hoffe, sie werden dem Ganzen irgendwie gerecht. :) Eine ganz klare Leseempfehlung! ♡


  2. Cover des Buches Blood and Ash – Liebe kennt keine Grenzen (ISBN: 9783453275058)
    Jennifer L. Armentrout

    Blood and Ash – Liebe kennt keine Grenzen

    (1.029)
    Aktuelle Rezension von: Nadja

    Ich habe dieses Buch angefangen… und war komplett verloren. In dieser Welt, in Poppys Gedanken, in dieser Mischung aus Sehnsucht, Verboten und einer Liebe, die eigentlich nicht existieren darf. 💔✨

    Poppy hat mich von Anfang an berührt. Dieses Leben im goldenen Käfig, dieses ständige „Du darfst nicht fühlen, nicht sprechen, nicht leben“… und trotzdem trägt sie so viel Stärke in sich. Man spürt bei jeder Seite, wie sehr sie sich nach Freiheit sehnt – nach einem echten Leben, nach Nähe, nach sich selbst. Und genau das geht so tief unter die Haut. 💖

    Und dann kommt Hawke… 😭❤️‍🔥

    Diese Dynamik zwischen ihnen hat mich komplett eingenommen. Seine Art, sie herauszufordern, sie zum Lächeln zu bringen, sie fühlen zu lassen – obwohl sie es eigentlich nicht darf… dieses Knistern ist einfach unbeschreiblich intensiv. Jeder Dialog, jeder Blick hatte für mich so viel Bedeutung.

    Die Welt ist düster, geheimnisvoll und voller Regeln, die langsam anfangen zu bröckeln. Man merkt schnell: Hinter allem steckt mehr, als man zuerst glaubt. Intrigen, Geheimnisse und Wahrheiten, die Stück für Stück ans Licht kommen, genau das hat mich so gefesselt. ✨🔥

    Ja, am Anfang braucht die Geschichte ein wenig Zeit, um sich zu entfalten, aber genau dadurch wird alles so viel intensiver. Wenn es dann Fahrt aufnimmt, kann man einfach nicht mehr aufhören zu lesen.

    Für mich ist Blood and Ash – Liebe kennt keine Grenzen so viel mehr als nur ein Fantasybuch. Es ist eine Geschichte über

    💔 Sehnsucht

    🔥 Mut

    💫 verbotene Gefühle

    ❤️ und den Wunsch, endlich frei zu sein

    Ich habe mitgefühlt, mitgefiebert und mich komplett in diese Geschichte verloren. Und ganz ehrlich? Ich wollte dieses Buch am Ende gar nicht loslassen.

    Wenn du intensive Emotionen, eine starke Heldin und eine prickelnde, verbotene Liebe suchst… dann wird dich dieses Buch genauso einnehmen wie mich.

    ⭐⭐⭐⭐⭐


  3. Cover des Buches Tote Mädchen lügen nicht (ISBN: 9783910531215)
    Jay Asher

    Tote Mädchen lügen nicht

    (5.012)
    Aktuelle Rezension von: Julia92

    Inhalt: Als Clay aus der Schule nach Hause kommt, findet er ein Päckchen mit Kassetten vor. Er legt die erste in einen alten Kassettenrekorder, drückt auf „Play“ – und hört die Stimme von Hannah Baker. Hannah, seine ehemalige Mitschülerin. Hannah, für die er heimlich schwärmte. Hannah, die sich vor zwei Wochen umgebracht hat. Mit ihrer Stimme im Ohr wandert Clay durch die Nacht, und was er hört, lässt ihm den Atem stocken. 13 Gründe haben zu ihrem Selbstmord geführt. 13 Personen hatten ihren Anteil daran. Clay ist einer davon …

     

    Meinung: Es fällt mir nicht leicht, eine Bewertung zu diesem Buch abzugeben, da es sich um ein hochsensibles Thema handelt und Suizid nie die Lösung sein sollte. Hannah Baker ist eine Jugendliche, die sehr mit sich selbst zu kämpfen hat und am Ende nur noch diese Option sieht. Mit der gesamten Story hatte ich so meine Probleme.

    Der Schreibstil ist weder anspruchsvoll noch besitzt er Wiedererkennungswert. Vermutlich ist das gewollt, um die Jugendlichen möglichst wahrheitsgetreu darzustellen. Erzählt wird das Buch aus zwei Perspektiven – Hannah und Clay – in der ersten Person.

    Mit Hannah hatte ich so meine Probleme. Sie kam mir sehr unnahbar vor, ich fand keinen Draht, konnte nicht mal Mitgefühl entwickeln. Ihre Persönlichkeit war einfach nicht tiefgründig genug. Relativ kühl und beinahe herablassend zählt sie die Dinge auf, die andere Schüler ihr angetan haben und stellt Leute an den Pranger, die teilweise nicht mal vorsätzlich gehandelt haben. Das machte sie für mich sehr unsympathisch.

    Jeder Mensch reagiert anders auf sein Umfeld und es gibt leider zu viele Opfer von Mobbingattacken und Schlimmerem. In Hannahs Fall einen Klaps auf den Po zu bekommen oder als „Mitfahrgelegenheit“ betitelt zu werden, spiegelt nicht mal ansatzweise die wahren Probleme der Gesellschaft wider. Das Buch sollte vermutlich Augen öffnen. Doch ich bin hier zwiegespalten. Die Message sollte doch sein, Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen und darüber nachzudenken, wozu Mobbing führen kann. Doch Hannah macht es ihren Mitmenschen nicht leicht. Sie stößt sie von sich weg, wird Zeugin einer Vergewaltigung und sieht dennoch sich selbst als Opfer. Sie verlangt permanent von allen anderen, sich in sie hineinzuversetzen, ist aber nicht eine Sekunde bereit, dasselbe zu tun.

    Als sie am Ende auch noch den Vertrauenslehrer die Mitschuld an ihrem Selbstmord gibt, konnte ich beim Lesen nur noch den Kopf schütteln. Sie ist verzweifelt. Sie will Hilfe. Das behauptet sie zumindest. Doch sie lässt sich nicht helfen und läuft stattdessen davon. Ihr Lehrer bittet sie mehrere Male, zu bleiben, doch sie ignoriert dies. Ihm dann noch vorzuwerfen, nicht hartnäckig genug gewesen zu sein, ist nicht fair von ihr.

    Hier war mir einfach die komplette Handlung zu gestellt. Der Autor reihte ein Ereignis um das andere und zeichnete Hannahs Persönlichkeit sehr übertrieben – meiner Meinung nach.

    Das Buch war flüssig zu lesen. Immer wieder hoffte ich auf den Punkt, der das Fass zum Überlaufen brachte. Doch er kam nicht. Psychologische Hilfe wäre hier für die Protagonistin wertvoll gewesen. Stattdessen anderen die Schuld an allem zu geben, ist keine gute Message. Schade fand ich auch, dass nicht auf die Gefühlswelt der Mitschüler und der Lehrer eingegangen worden ist. Mich hätte sehr interessiert, wie sie mit dem Verlust umgehen. Auch Hannahs Eltern kommen nicht zu Wort. Die gesamte Story bezieht sich rein auf Hannahs Erlebnisse in ihrer Bubble. Das war mir etwas zu einseitig. Es fehlte an Abwechslung, an „Leben“. Clay war mir leider auch nicht sonderlich sympathisch.

    Ich vergebe 2 von 5 Sternen, da das Buch ein wichtiges Thema anspricht, jedoch in der Umsetzung meiner Meinung nach nicht gelungen ist.

  4. Cover des Buches Selection (ISBN: 9783733510220)
    Kiera Cass

    Selection

    (5.399)
    Aktuelle Rezension von: cozyeveningreads

    35 Mädchen kämpfen um das Herz von Prinz Maxon und die Krone. America, ein Mädchen aus der Unterschicht hat eigentlich nur vor das gute Essen zu genießen und will den Prinzen zunächst ignorieren. Zwischen Konkurrenzkampf, luxuriösem Palastleben und gefährlichen Rebellenangriffen, die tödlich enden können gerät sie jedoch zunehmend in ein Gefühlschaos, denn was wenn Maxon gar nicht so langweilig ist wie gedacht und wäre da nicht auch noch ihre Jugendliebe Aspen, den sie immernoch nicht vergessen kann…

    Ehrlich ich hab geweint, hatte Herzklopfen, hab mitgezittert und ganz viel gelacht und vor Freude gequietscht. 

    Ich hab die Bücher schon mehrmals gelesen und die Geschichte um America, Maxon und Aspen hat mich jedes mal wieder komplett mitgenommen.

    Für immer eine meiner liebsten Reihen und absolut empfehlenswert!

  5. Cover des Buches Jane Eyre (ISBN: 9783966375146)
    Charlotte Brontë

    Jane Eyre

    (1.413)
    Aktuelle Rezension von: calidocreates

    Jane Eyre beeindruckt mit gesellschaftskritischen Botschaften und einer mutigen Protagonistin, die sich gegen die Konventionen ihrer Zeit stellt, konnte mich aber nicht komplett abholen. Dennoch verdient das Werk Anerkennung für seine kritische Auseinandersetzung mit sozialen Ungerechtigkeiten und der Rolle der Frau in einer patriarchalen Gesellschaft. Ein guter Roman, der jedoch nicht zu den persönlichen Favoriten zählt.

  6. Cover des Buches Kafka am Strand (ISBN: 9783832185930)
    Haruki Murakami

    Kafka am Strand

    (1.116)
    Aktuelle Rezension von: entspanntesLesen

    Kafka Tamura verlässt Nakano und macht sich auf den Weg über die große Brücke. Er lässt zurück seinen Vater, mit Sack und Pack, hofft Abstand zu gewinnen und vielleicht seine Mutter und Schwester irgendwo da draußen zu finden. Währenddessen passieren in Nakano und rundherum surreale Dinge - mittendrin Nakata, ein Sechzigjähriger, der mit Katzen sprechen kann und anders denkt.

    Meine Meinung:

    Murakami erbaut Welten, die nebeneinander existieren. Ich kannte seinen Stil schon durch das zuletzt erschienene Buch "Die Stadt und ihre ungewisse Mauer".

    Das Buch arbeitet tief mit Symbolik, erklärt nicht und lässt Zugang über die Gefühle des Lesers selbst.

    Da Murakami zu fließend erzählt, entsteht dieser meditative Sog - ohne laut zu sein und Effekte zu provozieren.

    Die Kapitel wechseln ab, es gibt 2 Wege und verschiedene Konstellationen, welche sich zum Teil spiegeln. Zu einem ist da der 15 jährige Kafka, Oshima als Leitfigur und Saeki, die Bibliotheksleiterin. Zum anderen Nakata auf seinem Weg mit Hoshino, um etwas zu tun, wofür es keine Zeit und keinen konkreten Rahmen gibt.

    Der Roman war eine Wucht für mich und bewegte mich, weitere Murakami Romane auf meine Leseliste zu setzen.

    Es kann bewegen, spiegeln, zeigen oder einfach eine Geschichte sein, die magisch anhaftet.

  7. Cover des Buches Biss zur Mittagsstunde (Bella und Edward 2) (ISBN: 9783551319722)
    Stephenie Meyer

    Biss zur Mittagsstunde (Bella und Edward 2)

    (7.787)
    Aktuelle Rezension von: booklover98

    Aus nostalgischen Gründen, greife ich immer wieder gerne zu dieser Reihe. Der 2. Band ist immer mit einer Art Hass-Liebe verbunden. Auch wenn das Buch so viel besser als der Film ist, fühlt sich New Moon immer wie ein Lückenfüller an. Der Schreibstil ist gewohnt angenehm zu lesen und es ist auch schön, das Jacob mehr vorkommt, aber Bellas Depression ist nur schwer zu ertragen. In diesem Buch mag ich sie als Protagonisten nicht so gern. Bis(s) zur Mittagsstunde ist einfach der schwächste Band der Saga und wird immer mein am wenigsten gemochtes Buch der Reihe sein.

  8. Cover des Buches Der Gesang der Flusskrebse (ISBN: 9783446273252)
    Delia Owens

    Der Gesang der Flusskrebse

    (1.453)
    Aktuelle Rezension von: phantastische_fluchten

    Es ist Ende der 50er, Anfang der 60er Jahre. Die kleine Kya lebt mit ihrer Familie in den Marschlanden, nahe der Küstenstadt Barkley Cove. Ihr Vater ist ein gewalttätiger Alkoholiker, der seiner Frau einmal den Himmel auf Erden versprochen hatte. Bekommen hat sie eine Hölle.

    Als Kya sechs Jahre alt ist, verlässt die Mutter die Familie.  Das kleine Mädchen steht Monate lang jeden Abend an der Tür der verrotteten Hütte, die sie ihr zuhause nennt, und wartet auf die Rückkehr der Mutter. Doch diese bleibt fort.

    Nach und nach verlassen auch die Geschwister die Marschlanden. Als letztes ihr Lieblingsbruder Jodie, der ihr noch Tipps gibt, wie sie die Anzeichen erkennen kann, dass der Vater zur Gewalt greifen wird, und wie sie dem brutalen Vater aus dem Weg gehen kann.

    Dann geht auch Jodie und das kleine Mädchen bleibt alleine mit dem Vater zurück. Isoliert von der Welt, einsam, lernt sie die Marschlanden und ihre tierischen Bewohner zu lieben. Sie kann weder lesen noch schreiben, doch sie kennt alle Tier und Pflanzen beim Namen. Sie führt dem Vater den Haushalt und lernt zu kochen, zu waschen und zu putzen. Ihre ersten Versuche fordern den Zorn des Vaters heraus aber es gibt auch rührenden Momente der Annäherung.

    Sie muss mit dem Veteranenscheck des Vaters auskommen, um ihn und sich selbst durch das Leben zu bringen. Ihr erster Ausflug in die Stadt ist für sie ein Kampf, hat sie doch nie gelernt, ihre Wünsche zu äußern oder sich mit fremden Menschen zu unterhalten. Sie kennt den Wert der Münzen nicht und hat keine Ahnung, wieviel etwas kostet. Die aufdringlichen Fragen der Verkäuferin verunsichern sie und die Hänseleien der Einwohner kränken sie, so dass sie sich immer mehr zurückzieht.

    Als Vertreter des Schulamtes kommen, versteckt sie sich. Erst, als ihr gesagt wird, dass sie in der Schule ein kostenloses Mittagessen bekommt, ist sie bereit, einen Versuch zu starten. Der erste Tag in der Schule endet katastrophal und sie geht nie wieder dorthin. Da sie das Marschland kennt, ist es für sie ein leichtes, sich vor den Menschen zu verstecken, die sie abholen möchten.

    Als sie ungefähr 15 Jahre alt ist, tritt Tate in ihr Leben und durchbricht die Isolation des Mädchens. 

    Er ist behutsam, denn er erkennt, dass Kya wie ein scheues Reh ist, das sofort weglaufen würde, wenn man sie bedrängt. Er bringt dem Mädchen lesen und schreiben bei und nun kann sie ihre Sammlung an Muscheln. Federn und Steinen endlich beschriften. Da sie ein Talent für das Zeichnen besitzt, fertigt sie wunderbare Illustrationen ihrer Schätze an.

    Kya wächst dem Lesenden ans Herz und man wünscht ihr alles Glück der Welt, doch der Weg den sie gehen muss, ist schwer. Tate war mit Jodie befreundet und er hat das einsame Mädchen lange beobachtet, bevor er sich ihr nähert. Es entwickelt sich eine wunderbare Freundschaft zwischen den beiden aber der Lesende weiß, dass auch Tate das Mädchen irgendwann verlassen wird. Sie ist das Marschmädchen, dass in der Welt da draußen nicht existieren kann. Er möchte Biologie studieren, was bedeutet, dass er Berkley Cove verlassen muss. Durch seinen Weggang fühlt sich Kya verraten und wendet sich dem Womanizer Chase Andrews zu.

    Das Buch macht einen wütend und traurig, obwohl diese Ausgrenzung von Menschen auch heute durchaus noch zum Alltag gehört. Die Geschichte wechselt zwischen 1969 und der Vergangenheit hin und her. Als Chase Andrews stirbt, geben alle die Schuld dem Marschmädchen. Obwohl nicht klar ist, dass es sich um einen Mord handelt, beginnt der Sherif zu ermitteln und nach und nachführen  alle Spuren zu Kya.

    Es gibt ein Lied „Schließ Dein Herz in Eisen ein“, und dieser Satz passt zu dieser eindringlichen und wunderbaren Geschichte. Denn Kya bleibt nichts anderes übrig, um zu überleben. 

     

    Fazit:

    Mich hat lange kein Buch mehr so berührt wie dieses. Man möchte eingreifen, helfen, das Kind in den Arm nehmen und ihm die Liebe geben, die es von niemanden bekommt. Die Geschichte wird den Lesenden lange nicht loslassen. Ich meide normalerweise solche plakativ beworbenen Bücher aber dieses Buch hat jedes Lob verdient. 

  9. Cover des Buches Der Distelfink (ISBN: 9783442473601)
    Donna Tartt

    Der Distelfink

    (530)
    Aktuelle Rezension von: MEva

    Eine interessante Geschichte über jahrelange Konsequenzen einer einzigen Handlung, die leider etwas unnachvollziehbar in die Substanzen-Ecke taumelt.
    Theo Decker ist unter einem schlechten Stern geboren - vermutlich würde sein alkohol- und Glücksspielkranker Vater mir hier zustimmen. Im Alter von 13 Jahren verliert er seine alleinerziehende Mutter bei einem terroristischen Anschlag im Museum. Zeitgleich stellt das Schicksal die Weichen für lebenslange Bindungen: An ein Antiquariat und den "Distelfink" - das Gemälde, was er im Affekt stiehlt. Die Jahre gehen ins Land, er verliert Angehörige und seine Tat verfolgt ihn - bis ein Freund aus der Vergangenheit auftaucht.

    Spoilerwarnung:
    Meiner Meinung nach hätten 200 Seiten weniger das Thema auch rübergebracht. Theo leidet an PTSD und wurde mehrfach entwurzelt, was eine mögliche Erklärung für seinen heftigen Drogenkonsum ist den ich schon als recht unrealistisch für seinen komplexen Lifestyle als betrügerischer Antiquitätenhändler halte. Das Thema des Kunstraubs und seiner Konsequenzen - auch auf philosophischer Ebene - finde ich interessant. Theo selbst bleibt etwas blass denn seine eigenen Moralvorstellungen werden vom Gutmensch Hobie und dem selbstgerechten Boris überschattet. Am Ende wird der Leser genauso hin- und hergerissen. Was würden wir tun?

  10. Cover des Buches Ich bin dann mal weg (ISBN: 9783890296005)
    Hape Kerkeling

    Ich bin dann mal weg

    (4.116)
    Aktuelle Rezension von: Katrin1

    Sehr interessantes Buch wenn man darüber nachdenken, selbst mal so eine Strecke zu laufen. Beeindruckend erzählt womit man sich auseinandersetzen muss und was einen bewegt auf dem Weg zu sich selbst. Mir persönlich hat noch gefehlt,  wie HaPe zu den Entschluss gekommen ist, diese Reise zu machen. Für mich persönlich hat das Buch dann doch die Augen geöffnet,  dass der Jakobsweg in Spanien nichts für mich ist, aber ich bewundere jeden, der es versucht und noch mehr jeden der den Weg bewältigt.

  11. Cover des Buches Der große Gatsby (ISBN: 9783649640950)
    F. Scott Fitzgerald

    Der große Gatsby

    (1.221)
    Aktuelle Rezension von: julzpaperheart

    Der Roman erzählt von Aufstieg, Sehnsucht und einer Gesellschaft, die stark von äußeren Bildern geprägt ist. Im Mittelpunkt steht Gatsby und die Frage, was hinter seinem Lebensstil wirklich steckt. Die Geschichte wirkt auf den ersten Blick elegant und leicht, hat aber deutlich mehr Tiefe.


    Der Einstieg ist sprachlich besonders. Der Stil ist ruhig, teilweise distanziert und trotzdem sehr bildhaft. Ich brauchte etwas Zeit, um in den Rhythmus zu finden, aber danach entfaltet die Geschichte eine klare Wirkung.


    Die Figuren bleiben in gewisser Weise auf Abstand, was gut zur Grundstimmung passt. Gerade diese Distanz macht aber auch deutlich, wie wenig echte Nähe in dieser Welt existiert. Das hat für mich gut funktioniert, auch wenn ich emotional nicht immer komplett drin war.


    Am stärksten ist der Roman in seiner Atmosphäre. Er zeigt eine Welt voller Illusionen und unerfüllter Wünsche, ohne das ständig zu erklären. Einige Entwicklungen sind vorhersehbar, trotzdem bleibt die Gesamtwirkung sehr stimmig.


    Insgesamt ein sehr gelungener Klassiker, der mich vor allem durch seine Stimmung und Sprache überzeugt hat. Ich habe ihn gerne gelesen und viele Szenen bleiben im Kopf, auch wenn er mich nicht durchgehend gleich stark emotional erreicht hat.


  12. Cover des Buches Der Steppenwolf (ISBN: 9783518463550)
    Hermann Hesse

    Der Steppenwolf

    (1.306)
    Aktuelle Rezension von: Metalfischchen

    Harry Haller ist so etwas wie ein „randständiger Bürgerlicher“, der mit seinen Mitmenschen hadert. Harry stellt sich immer vor, wie in ihm drin der zivilisierte Mensch mit dem wilden Steppenwolf kämpft. Im ersten Drittel hätte ich fast abgebrochen, denn nach dem gefühlt hundertsten Mal hatte ich es ja schon verstanden: Harry ist der einzig vernünftige Mensch in einer Horde aus Schlafschafen. Dabei hat er mit dieser Beobachtung im Deutschland der Zwanzigerjahre ja sogar recht.

    Im zweiten Drittel taucht dann Hermine auf, welche Harry eine andere Perspektive gibt und das Buch für mich rettet. Die Leserschaft folgt von hier an Harry in eine Welt aus Musik, Partys, Drogen und Sex inklusive Bisexualität

    Das Ende ist ein wilder Drogentrip, in welchem Harry sich seinem zerrissenen Inneren stellt.

  13. Cover des Buches Shining (ISBN: 9783404130894)
    Stephen King

    Shining

    (1.744)
    Aktuelle Rezension von: Darcys_Lesestuebchen

    Jack Torrance hat ein ziemliches Problem mit seiner Aggression und durch die gerät er an einen Job als Hausmeister in einem abgelegenen Hotel in den Bergen. Zusammen mit seiner Frau Wendy und seinem Sohn Danny reist er zum Overlook, um sich den Winter über darum zu kümmern. Doch das Overlook hat nicht nur eine berühmt-berüchtigte Geschichte, es dringt auch Tag für Tag mehr in die instabile Psyche von Jack ein und schließlich geht es um Leben und Tod.

    Meine Meinung:

    Mit manchem Büchern verbindet man besonderes und manche brennen sich einem regelrecht ins Gedächtnis oder zumindest Teile davon. Als ich vor über elf Jahren das erste Mal Shining las, war ich absolut gefesselt und konnte es nicht mehr beseite legen, bis ich damit fertig war. Egal ob auf Arbeit, der Schule oder bei meinem damaligen Freund, der sich irgendwann nicht mehr traute mich anzusprechen, weil ich eh nichts mehr um mich herum mitbekam. Vor allem eine Szene konnte ich niemals vergessen und nun fand ich, dass es Zeit für einen re-read war. Es ist das erste Mal, dass ich auch ein Buch von King erneut gelesen habe und nun weiß ich, warum ich das eigentlich immer vermieden habe. Shining konnte mich vor allem wegen dem Schreibstil wieder sehr fesseln, aber man merkte dem Buch den Zahn der Zeit mehr als deutlich an und manche Dinge fand ich sehr bedenklich; gerade der Umgang mit Frauen, die Gewalt und der Konsum mit Alkohol. Aber dafür ist ein re-read irgendwie auch da und ich finde es immer sehr interessant, wie weit sich meine Meinung von damals mit meiner jetzigen unterscheidet. Ich mochte das Buch dennoch gerne, aber ein Highlight wie damals ist es leider nicht mehr.

    Typisch King dauerte es eine sehr lange Zeit, bis man überhaupt ins Overlook reiste und man lernte zunächst Jack und seine Familie kennen, die unter den Stimmungsschwankungen und Agressionen des Vaters litten. Oberflächlich wirkten sie wie eine normale, glückliche Familie, aber durch die Probleme von Jack gab es immer wieder Konfliktsituationen. Durch eine dieser Situationen landen sie im Overlook Hotel, dessen Geschichte voller Skandale und Dramen ist, und wo schließlich alles eskaliert. Ich mochte es gerade wegen der Längen zunächst sehr gerne, weil mich der Schreibstil wieder einmal sehr fesselte. King hat einfach ein Händchen fürs Schreiben und erschuf vor meinem inneren Auge gerade im Overlook eine tolle Szenerie. Ich konnte mir die Heckentiere, die unheimlichen Flure und das besondere Zimmer, vor dem Danny gewarnt wird, so gut vorstellen, dass es echt Spaß machte. 

    Der langsame Verfall von Jacks Verstand war interessant und stellenweise richtig schön unheimlich, aber irgendwie fesselte es mich nicht mehr wie früher, was vermutlich daran lag, dass ich es noch grob in Erinnerung hatte. Ich meine, es war immer noch packend, aber die großen Wow- Momente waren einfach nicht mehr vorhanden. Dennoch habe ich es sehr gerne gelesen und die Geschichten über das Hotel, seine Leichen, Dramen und Skandale waren ein Highlight für mich, dann verlor ich mich richtig in dem Buch. Allerdings geriet mir das Finale etwas zu langgezogen. Es war zwar durchaus spannend, aber weniger Seiten hätten dem Ganzen durchaus gut getan. Generell gab es immer wieder auch Passagen, die zu sehr ausgeschmückt wurden und dieses Mal störte es mich schon etwas. Genauso die Art, wie über Frauen geredet, bzw, gedacht wurde. Klar, man muss bedenken, dass dieses Buch über 40 Jahre alt ist, aber dennoch fand ich manche Aussagen echt bedenklich und ich sehe es schon kritisch. Damals bemerkte ich das überhaupt nicht, aber nach über elf Jahren fällt es mir umso mehr ins Auge. 

    Dennoch muss ich auch sagen, dass Wendy eine sehr starke Persönlichkeit war, die gerade zum Ende hin eine Kraft entwickelte, die man zunächst nicht vermutet hätte. Aber auch Danny machte aufgrund seiner Gabe eine Entwicklung durch, die für einen fünfjährigen viel zu schnell voran schritt und manchmal wirkte er auf mich erwachsener als seine Eltern. Eine der Nebenfiguren mochte ich sehr gerne; der Koch war ein toller Mann und die Freundschaft zwischen ihm und Danny war schön. Generell waren die Szenen mit Danny die stärksten im Buch und es gab einige Momentem, wo ich eine fette Gänsehaut im Nacken bekam. Viele andere Figuren tauchten auch nicht mehr auf, wenn man von gewissen Gestalten mal absah und das war ideal, da sich sehr auf die Familie Torrance konzentriert wurde.

    Kings Schreibstil ist nicht für jeden etwas, weil er sehr ausschweifen kann. Ich mochte ihn hier sehr gerne und liebte bei einigen Passagen die Detailverliebtheit, bei anderen störte sie mich ein wenig, weil das Geschehen dadurch ins Stocken kam. Dennoch fesselte er mich wieder und trotz gewisser Längen und einem Punkt konnte er mich unterhalten.

    Fazit:

    Manchmal verändert die Zeit einiges und hier merkte ich es schon stark. Es zog mich nicht mehr in seinen Bann wie früher, aber dennoch habe ich es gerne gelesen. Trotz gewisser Längen war es eine interessante und stellenweise sehr spannende Geschichte, die mich gut unterhielt. Den Umgang/die Gedanken über Frauen finde ich kritisch und es ist auch nicht zeitgemäß, man sollte aber auch bedenken, dass die Geschichte über 40 Jahre alt ist. Das will ich nicht verteidigen, man merkte einfach nur, dass es nicht so gut gealtert ist. Insgesamt mochte ich es aber dennoch, da der Schreibstil mich immer noch begeistern konnte und es gab Momente, die richtig schön unheimlich waren. 

    4 von 5 Sterne

  14. Cover des Buches Schöne neue Welt (ISBN: 9783957285782)
    Aldous Huxley

    Schöne neue Welt

    (1.213)
    Aktuelle Rezension von: HenriLMatos

    Brave New World ist erschreckender als 1984, weil niemand zwingt. Die Menschen wählen ihre eigene Konditionierung, weil sie sich dabei gut fühlen. Huxley beschreibt eine Gesellschaft, in der Identität von Geburt an zugewiesen wird und niemand protestiert, weil der Protest selbst weggezüchtet wurde. Die Frage, die das Buch stellt und nie beantwortet: Was ist Freiheit wert, wenn man gelernt hat, sie nicht zu vermissen?

  15. Cover des Buches Das Juwel - Die Gabe (ISBN: 9783596196647)
    Amy Ewing

    Das Juwel - Die Gabe

    (1.788)
    Aktuelle Rezension von: dottis_buecherregal

    Ich habe dieses Buch gelesen, ohne vorher den Klappentext zu kennen. Es handelt von einer Gesellschaft, in der Blutlinien und sozialer Status die wichtigste Rolle spielen. Aufgrund weit verbreiteter Inzestprobleme ist der Adel unfruchtbar geworden, weshalb Aristokraten „Surrogate“ halten.

    Die Geschichte wirkt wie eine abgeschwächte Version von "Der Report der Magd", da die Grundidee die selbe ist.

    Violet wird von ihrer Familie getrennt, sobald die Regierung entdeckt, dass sie über besondere Fähigkeiten verfügt. Diese Kräfte erlauben es ihr, sowohl das Aussehen als auch den Charakter des Kindes zu beeinflussen, das sie austrägt. Außerdem kann sie die Dauer der Schwangerschaft erheblich verkürzen.

    In dieser Welt werden Surrogate von adeligen Frauen ersteigert, um als Leihmütter deren Kinder auszutragen und die Blutlinien der Aristokratie zu stabilisieren.

    Violet ist eine starke Protagonistin und ist deutlich reifer beschrieben als sechzehn. Die Liebesgeschichte, die im letzten Drittel des Buches stattfindet, hätte aus meiner Sicht nicht sein müssen.



  16. Cover des Buches 22 Bahnen (ISBN: 9783832167240)
    Caroline Wahl

    22 Bahnen

    (1.135)
    Aktuelle Rezension von: frischelandluft

    Sehr guter Roman um eine Anfang 20jährige in prekären Verhältnissen – die Ich-Erzählerin meistert ihr Leben mit ihrer kleinen Schwester um ihre launische, gewalttätige, suizidale und alkoholabhängige Mutter herum. Ich kann gut verstehen, dass der Roman so erfolgreich ist, ich konnte ihn nicht aus der Hand legen. Die Protagonistin erzählt ihre Geschichte sehr ehrlich und realistisch. Ich mag den nahen Erzählstil, aufgelockert durch einige Dialoge, sehr reflektiert, sehr über die Protagonistin fokusiert. Die Frau und das Mädchen leben in zwei Bubbles – die eine ist ihre Beziehung zueinander, sie bauen mit viel Liebe ein Zuhause füreinander auf; die andere Bubble ist die unberechenbare Dreierbubble mit der Mutter, die sie durch eine Reihe von Plan-B-Routinen managen. Mir ist die Geschichte nah gegangen, ich habe mir sofort den zweiten Band ‚Windstärke 17‘ gekauft.

  17. Cover des Buches Effi Briest (ISBN: 9783328110729)
    Theodor Fontane

    Effi Briest

    (1.834)
    Aktuelle Rezension von: MC_Nele

    Der Autor schildert das Leben von Effi Briest so eindrucksvoll, dass ich bereits als Jugendliche die Träume, Wünsche und Gefühle von Effi Briest mitempfinden konnte. Gesellschaftliche Zwänge stehen im krassen Gegensatz zu Entfaltung und selbstbestimmtem Leben.

    Auch wenn sich Vieles gravierend verändert hat, ist es noch heute aktuell und ein lesenswerter Klassiker.

  18. Cover des Buches Letztendlich sind wir dem Universum egal (ISBN: 9783733507404)
    David Levithan

    Letztendlich sind wir dem Universum egal

    (1.327)
    Aktuelle Rezension von: Buecherfreak_M

    "LETZTENDLICH SIND WIR DEM UNIVERSUM EGAL" 🪐✨️ 4/5 Sterne - eine Rezension ohne Spoiler 

    "Letztendlich sind wir dem Universum egal" erzählt die außergewöhnliche Geschichte von A, einer Seele ohne festen Körper. Jeden Tag erwacht A in einem neuen Körper und lebt ein neues Leben. Die Grundidee finde ich total interessant und einzigartig - sowas habe ich noch nie zuvor gelesen! Die Geschichte von A wird gefühlvoll und flüssig erzählt, mir gefällt der Aufbau des Buches sehr, nämlich dass jeder Tag ein neues Kapitel ist. Es ähnelt dem Aufbau eines Tagebuchs wie ich finde. 

    Was mir ebenfalls total gut gefallen hat, ist dass der Autor A in so viele ganz verschiedene Menschen gesteckt hat: Depressionen, familiäre Probleme, Übergewicht, LGBTQ - all das und noch viel mehr hat dabei in dem Buch Platz gefunden. 

    Ziemlich unerwartet für mich war die Tiefe an einigen Stellen des Buches. Ich habe mir tatsächlich einen Marker genommen und ein paar Zitate bzw. Aussagen hervorgehoben, die ich super schön geschrieben fand. Hier ein paar Beispiele:

    ⋆。𖦹° "Wenn ich eins gelernt habe, dann das: Wir alle wollen, dass immer alles okay ist. Wir streben gar nicht so nach so sehr nach phantastisch oder grandios oder hervorragend. Wir geben uns gerne mit okay zufrieden, denn in den meisten Fällen ist okay völlig ausreichend." ⋆❀˖° (Seite 14)

    ♡₊˚ "Ich denke so oft ans Ausbrechen - da ist es echt schön, es tatsächlich mal zu tun. Für einen Tag. Statt ewig aus dem Fenster zu starren, tut es gut, mal auf der anderen Seite vom Fenster zu sein."・₊✧ (Seite 22)

    Einziger Minuspunkt ist, dass ich die Beziehung zwischen A und Rhiannon etwas schnell und unrealistisch fand. A war an einigen Stellen ziemlich voreilig (auch körperlich, er wollte sie echt früh küssen, Händchen halten usw). In Wirklichkeit hätte Rhiannon wohl schon ziemlich schnell das Weite gesucht. Rhiannons Charakter finde ich ebenfalls nicht so gut gelungen. Er ist leider nicht tiefgründig genug beschrieben und sie kommt mir manchmal sehr oberflächlich und unentschlossen vor. Trotzdem war die Liebesgeschichte zwischen den beiden sehr schön und regt zum Nachdenken an: Zählt, wer wir sind - oder wie wir aussehen?

  19. Cover des Buches Hundert Jahre Einsamkeit (ISBN: 9783462050219)
    Gabriel García Márquez

    Hundert Jahre Einsamkeit

    (575)
    Aktuelle Rezension von: julzpaperheart

    Der Roman erzählt die Geschichte der Familie Buendía über mehrere Generationen hinweg im Ort Macondo. Realität und Fantasie gehen dabei ständig ineinander über, wodurch eine sehr eigene, fast schon entrückte Welt entsteht.


    Der Einstieg war für mich eher schwierig. Viele Figuren, ähnliche Namen und schnelle Wechsel innerhalb der Handlung haben es unübersichtlich gemacht. Auch im weiteren Verlauf bleibt das Buch fordernd und verlangt viel Aufmerksamkeit.


    Mit dem Schreibstil bin ich nicht wirklich warm geworden. Die Erzählweise wirkt oft sehr dicht und gleichzeitig sprunghaft, wodurch für mich wenig Lesefluss entstanden ist. Dadurch fiel es mir schwer, wirklich in die Geschichte einzutauchen.


    Inhaltlich steckt viel in dem Roman, vor allem in Bezug auf Familie, Wiederholungen und Einsamkeit. Allerdings blieb vieles für mich eher schwer greifbar und hat mich emotional nicht wirklich erreicht.


    Insgesamt ein literarisch besonderer Klassiker, der viele interessante Ansätze hat, mich aber weder sprachlich noch inhaltlich richtig überzeugen konnte.


  20. Cover des Buches Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry (ISBN: 9783596033744)
    Rachel Joyce

    Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry

    (1.385)
    Aktuelle Rezension von: Herzenswege

    Die Handlung beginnt sanft und ohne besondere Spannung, schafft es aber einem rasch in ihren Bann zu ziehen. Harold läuft einfach los quer durch England, um ? Wegzulaufen - oder eine Kranke zu retten? Oder? Die Autorin führt den Leser, die Leserin wunderbar sensibel in die Innenwelten der Hauptpersonen Harold und Maureen und lässt uns miterleben wie Harold während seiner Reise seine eigene Geschichte und sein Leben reflektiert und sich entscheidende Fragen zum Leben stellt. Die täglichen Herausforderungen eines Lebens alleine auf der Straße, die Kontakte zu anderen Menschen und die Naturerlebnisse vermitteln eine ganz besondere Atmosphäre welche den Leser, die Leserin Harolds Gefühle, Tragik, Hilflosigkeit aber auch Mut, neue Hoffnung sowie Freude und Liebe miterleben lassen.

    Mich hat das buch beeindruckt und berührt - 5 Sterne

     

  21. Cover des Buches Naokos Lächeln (ISBN: 9783442744947)
    Haruki Murakami

    Naokos Lächeln

    (966)
    Aktuelle Rezension von: LovelyReaderFromMunich

    Der Roman begleitet den Studenten Toru Watanabe, der zwischen seiner psychisch labilen Jugendliebe Naoko und der ungestümen Midori hin- und hergerissen wird. Verlust, Trauer und das mühsame Erwachsenwerden stehen im Mittelpunkt – Themen, die eigentlich unter die Haut gehen sollten. Eigentlich. 

    Die Geschichte aber plätschert so vor sich hin und wabert an der Oberfläche. Selbst die dramatischsten Momente wirken seltstam leer und berühren einen nicht wirklich. Der Protagonist selbst scheint beobachtend, passiv und kaum greifbar. Auch Naoko, trotz ihrer tragischen Geschichte, bleibt schemenhaft – ich als Leserin fühlte kaum mit ihr. Auch die anderen Figuren wirkten weder sympathisch noch unsympathisch auf mich.

    Besonders problematisch finde ich das gezeichnete Frauenbild. Die Frauen in dem Roman existieren nahezu ausschließlich in Relation zu Toru – sie sind Projektionsflächen seiner Sehnsüchte, keine eigenständigen Menschen. Naoko ist die zerbrechliche, psychisch kranke Geliebte, die letztlich an ihrer eigenen Schwäche zugrunde geht. Midori ist das lebenslustige Gegenstück, impulsiv und fast immer verfügbar, wenn Toru sie braucht. Beide Frauen sind letztlich Staffage in Torus Geschichte – Figuren, die funktionieren, wenn er sie braucht, und verblassen, wenn er wegschaut. Auch die anderen Frauen im Roman sind nur dazu da, den Männern zu dienen und da zu sein, wenn die Männer Lust auf sie haben. Im Japan der späten 1960er mag die Gesellschaft Frauen tatsächlich wenig Raum für eigene Identitäten gegeben haben, doch aus heutiger Sicht ist das schwer erträglich. 

    Ein Roman von poetischer Qualität voller Depression, Distanz und Suizide. Die großen Gefühle, auf die Titel und Untertitel hoffen lasen, gab es nicht. Ein Roman, der sich nicht lohn, ein weiteres Mal zu lesen.

  22. Cover des Buches Carrie (ISBN: 9783404180066)
    Stephen King

    Carrie

    (1.561)
    Aktuelle Rezension von: Lunacat

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    4,75 Sterne für dieses alte Meisterwerk ♥︎

    .

    Das war mein zweiter King und ich wollte unbedingt sein Debüt lesen - dieses Buch ist doch tatsächlich von 1974! - und wurde nicht enttäuscht! Ich habe vor, jetzt alles nach ET zu lesen!!

    .

    Die Geschichte umfasst knapp 300 Seiten und hat mich wirklich ab Seite 50 total in den Bann gezogen. Ich wollte dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen, weil es so enorm spannend war! Die Handlung war perfekt durchdacht, ich hab enorm mitgefiebert und die Spannung war groß!

    Was wird passieren? Wie endet es? Was ist überhaupt schon passiert? Ich bin durch die Geschichte geflogen!

    Die vielen verschiedenen Arten von Texten im Buch waren toll eingebaut und haben mich total begeistert!

    Auch das Ende hat mir sehr gut gefallen!

    Ich konnte sogar enorm mit Carrie mitfühlen und zwischendrin wollte ich einfach nur, dass es eine Liebesgeschichte wird... (if you know, you know :-()

    Und ich war dauernd nur so "Nein, bitte nicht, nein, oh Gott, nein". Mich hat das Buch total gecatcht und ich hab es gleich als erstes Buch des Jahres weggesuchtet!

    "Natürlich hab ich hier nicht die Tiefe wie in einer Romantasy" - falsch gedacht. Ja, nicht in dem Ausmaß, doch die Geschichte hat mich auch mit ihrer Tiefgründigkeit überzeugt!

    Die Charaktere waren sehr spannend gestaltet und konnten mich total überzeugen! So untypisch, so "anders" und doch einfach "normale Menschen", aber richtig gut geschrieben! 

    Als jemand, der die Geschichte rund um Carrie noch gar nicht kannte, hat mich das Buch total geschockt!

    Den Schreibstil fand ich auch toll!!! Anfangs musste ich mich kurz zurechtfinden, aber dann war ich einfach nur begeistert! 

    Ich MUSS mehr von King lesen!

    (Ja, im Werk sind Begriffe, die heutzutage nicht okay sind, aber es im Nachhinein zu ändern, wäre auch falsch, auch wenn ich mir hierzu noch eine Bemerkung gewünscht hätte)

    .

    Fazit:

    Ein Banger zum Jahresbeginn!

  23. Cover des Buches Zusammen ist man weniger allein (ISBN: 9783446242562)
    Anna Gavalda

    Zusammen ist man weniger allein

    (3.343)
    Aktuelle Rezension von: a_different_look_at_the_book

    Ich hatte mich sehr auf den Roman „Zusammen ist man weniger allein“ von Anna Gavalda gefreut. Der Klappentext versprach eine gefühlvolle Geschichte, voller Herzschmerz, aber auch mit humorvollen und warmen Momenten. Genau das habe ich mir erhofft - doch bekommen habe ich etwas völlig anderes.

    Schon nach wenigen Seiten wirkte die Handlung eher wie ein Wirrwarr. Ich habe das Buch gemeinsam mit @linhelest angefangen, die nach einem Viertel abgebrochen hat. Und ehrlich gesagt, konnte ich das gut nachvollziehen. Ich selbst habe weitergelesen, vor allem weil mich das Schicksal der alten Paulette nicht losgelassen hat.

    Doch der Stil - ob nun von der Autorin oder durch die Übersetzung - macht es einem wirklich schwer. Ständige Zeitsprünge lassen einen oft das Gefühl haben, man hätte etwas verpasst. Zudem zieht sich die Handlung spürbar in die Länge. Viele Szenen wirken belanglos und bremsen den Lesefluss, anstatt die Figuren oder die Handlung voranzubringen.

    Obwohl man durchaus Einblicke in die Vergangenheit der vier Hauptfiguren bekommt, sind sie mir dennoch nicht durchweg sympathisch geworden. Gerade Franck blieb mir trotz seines Schicksale auf Distanz.

    Besonders problematisch fand ich den Umgang mit den Krankheiten der Protagonisten. Philiberts Stottern verschwindet quasi durch Camilles Unterstützung und ein wenig Schauspielerei. Camilles Magersucht wiederum wird durch die Zuwendung von Franck, dem Koch, „geheilt“. Für mich wirkt das verharmlosend und respektlos gegenüber Menschen, die mit solchen Erkrankungen über Jahre hinweg Therapien durchlaufen.Ich empfand die Darstellung als unrealistisch und verantwortungslos.

    Trotz all meiner Kritik hatte das Ende eine emotionale Wirkung auf mich. Auch wenn ich es kommen sah, hat mich eine Szene tatsächlich zu Tränen gerührt. Dieser Moment konnte das Gesamtbild für mich jedoch nicht retten.

    Unterm Strich bleibt es für mich ein Roman mit einer starken Grundidee, die viel Potenzial hatte, aber in meinen Augen leider nicht ausgeschöpft wurde. Statt einer berührenden und mitreißenden Geschichte bekam ich einen verworrenen Text, der mich mehr verwirrt als begeistert hat.

    ©2025 adlatb

  24. Cover des Buches Girl on the Train (ISBN: 9783764506018)
    Paula Hawkins

    Girl on the Train

    (1.263)
    Aktuelle Rezension von: Nessaja


    Rachel ist psychisch labil und Alkoholikerin. Ihren Job hat sie deshalb schon vor Monaten verloren. Dennoch pendelt sie aus Gewohnheit weiter mit dem Zug von ihrem Wohnost nach London zu ihrer ehemaligen Arbeitsstätte. Sie liebt das Zugfahren und beobachtet die Leute in den Häusern nahe der Zugstrecke. Eines Tages sieht sie etwas, was sie so nicht erwartet hätte.

    Geschrieben wurde das Buch von Paula Hawkins, einer ehemaligen Journalistin. Dieser Thriller wurde in über 40 Sprachen übersetzt und auch verfilmt. Mittlerweile hat Paula Hawkins noch weitere Bücher veröffentlicht. In meinem Bücherregal wartet noch „Die blaue Stunde“ darauf gelesen zu werden. „Girl in zhe train“ wird aber ihr erfolgreichestes Werk sein.

    Das Buch ist bei blanvalet erschienen. Es umfasst 447 Seiten und ist in relativ kurze nicht nummerierte Kapitel unterteilt. Abwechselnd wird aus der Perspektive der drei weiblichen Hauptcharaktere erzählt und auch die Zeitebene wechselt.

    Mir gefällt sehr, wie Paula Hawkins schreibt. Die Sprache ist klar und schnörkellos und damit sehr einfach zu lesen. Ein Spannungsbogen wurde sehr schön aufgebaut. Teilweise ging es mir zu langsam vorwärts, aber ich denke, dass das genau so gewollt war. Die Charaktere wurden schön gestaltet, immer wieder gab es einen Twist, den ich so nicht gesehen habe. Alles in allem sehr schön zu lesen und guten Herzens zu empfehlen. Ich freue mich jetzt noch auf den Film als Abschluss…


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