Bücher mit dem Tag "einstein"
42 Bücher
- Stephen Hawking
Eine kurze Geschichte der Zeit
(350)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerTypische Sach- und Fachbücher sind oft trocken und für Laien schwer zugänglich, doch hier wurde, meiner Meinung nach, wirklich gute Arbeit geleistet. Man kann sich förmlich in die Rolle eines forschenden und entdeckenden Wissenschaftlers hineinversetzen und mit Herrn Hawking mitfühlen. Trotz der Qualität des Buches habe ich jedoch Bedenken, ob es für die breite Allgemeinheit geeignet ist. Ein gewisses Maß an Vorwissen, Insiderkenntnissen und wissenschaftlichem Interesse ist notwendig, um die Lektüre wirklich genießen zu können.
- Stephen Hawking
Kurze Antworten auf große Fragen
(123)Aktuelle Rezension von: SeitenwindInhaltlich gibt es ja fast nichts auszusetzen. Einer der Größten schreibt über eine Hand voll der wichtigsten Themen.
Die Einführung hätte man vielleicht anders aufsetzen oder ganz weglassen können. Die Lobhudelei ist vielleicht berechtigt, bereitet aber den Lesenden nicht unbedingt die größte Freude.
Die Art, wie das "Wissen" vermittelt wird oder besser gesagt, wie alles Existierende erklärt wird, ist aus meiner Sicht die Schwachstelle des Buches. Manchmal ähnelt sie gefühlt Großvaters Geschichtenerzählung und manchmal wiederum einem Großkongress von Wissenschaftlern. Das hätte man schon noch etwas verbessern können.
- Friedrich Dürrenmatt
Friedrich Dürrenmatt: Die Physiker
(3.865)Aktuelle Rezension von: LuliaIm Sanatorium „Les Cerisiers“ leben drei Physiker als Patienten, die sich für Newton und Einstein halten und Möbius behauptet, ihm erscheine der König Salomo, als kurz nacheinander Krankenschwestern ermordet und daraufhin Geheimnisse enthüllt werden. Die eher kurze und dialoglastige Handlung ist inhaltlich sehr dicht und besticht durch ihre philosophische Tiefe.
Bei den Protagonisten stehen die Physiker im Mittelpunkt der Handlung und wirken aufgrund des Fokusses auf die Symbolik eher funktional und überzeichnet. Ähnlich stellt es sich bei den Nebenprotagonisten, wie z.B. der Klinikdirektorin, dar.
Wer kurze und tiefgründige Geschichten mit gesellschaftskritischen Themen mag, wird hier fündig.
Der Schreibstil ist klar, präzise und von einem schwarzen Humor durchzogen.
Insgesamt kann ich das Buch empfehlen. - Marie Benedict
Frau Einstein
(166)Aktuelle Rezension von: ZamsIch fand das Buch im Großen und Ganzen sehr realistisch.
Besonders gefallen hat mir zum Beispiel die Freundschaft zwischen den Frauen, und die Beziehung zu Milevas Vater im ersten Teil der Geschichte.
Glaubwürdig fand ich auch Mitza und Alberts Beziehung, unter anderem weil ich die selben Verhaltensmuster und Situationen auch im echten Leben schon beobachten konnte, und leider kommen ähnliche Dinge mit ähnlichem Ausgang auch heute noch vor.
Die Geschichte ist definitiv herzzerreißend, mit viel emotionalem Tiefgang.
Allerdings fan ich die Botschaft oft etwas auf die Nase gedrückt, was nicht sein hätte müssen, weil der Rest der Geschichte dazu meiner Meinung nach definitiv ausreicht.
- Blake Crouch
Dark Matter: Der Zeitenläufer
(295)Aktuelle Rezension von: sabinebaumDark Matter – Zeitenläufer ist leider geil. Die Idee greift sofort, auch wenn es fast die Hälfte des Buches dauert, bis man wirklich durchblickt. Genau das macht es spannend. Man wird reingeworfen und muss selbst sortieren. Der etwas abgehackte Schreibstil ist zwar nicht ganz meins, aber die Dynamik trägt. Das offene Ende passt perfekt.
Fazit: Lesen, wenn man auf spekulative Literatur steht.
- Andreas Suchanek
Das Erbe der Macht - Band 1: Aurafeuer
(376)Aktuelle Rezension von: Buechergarten》INHALT:
Magie ist Teil dieser Welt – hinter einem Wall und damit vor Menschenaugen verborgen. Lange Jahre hat er für Frieden und Gerechtigkeit gesorgt, doch nun tobt ein Kampf um Macht und Vorherrschaft zwischen Licht- und Schattenkämpfern. Eine alte Vorhersehung scheint sich zu erfüllen, als Jennifer Danvers ihren Kampfgefährten verliert und Alexander Kent als dessen Erbe erwacht. An ihr und ihren Freunden liegt es nun, ihn in sein neues Leben einzuführen und doch ahnt keiner von ihnen, dass das Gleichgewicht der Kräfte zeitgleich ins Chaos zu stürzen droht. Das Böse ist bereit, den Wall zu zerschmettern…
》EIGENE MEINUNG:
Das Cover von „Aurafeuer“ fand ich sofort sehr anziehend. Es verweist auf spannende, erwachsenere Magie und wirkt in seiner Schlichtheit sehr mächtig. Die Hinweis auf dem Cover zu den Preisen, die die Serie gewonnen hat, empfinde ich hingegen als störend.
„Aurafeuer“ stellt den ersten Teil einer längeren Buchserie dar. Diese ist ursprünglich monatlich als e-Book erschienen, wobei es mittlerweile Sammelbände und Gesamtausgaben (auch als Print) zu kaufen gibt. Die „Das Erbe der Macht“-Reihe umfasst 13 Bände und wurde im Anschluss mit einer 2. Staffel um ein Spin-off verlängert.
In der ursprünglichen Variante gleichen die einzelnen Teile eher Abschnitten eines große Ganzen – der Auftaktband umfasst dabei etwa 140 Seiten. Dieses Konzept hat mich schon vor Beginn des Buches gestört und auch im Laufe des Lesens konnte ich mich nicht recht damit anfreunden.
Die Erzählung selbst beginnt rasant, da man mitten in die Geschichte und dabei noch verschiedene Handlungsorte hinein geworfen wird. Erst nach und nach findet man als Leser den roten Faden, Erzählstränge kommen zusammen und das durchaus komplexe Magiesystem in der Urban Fantasy-Welt erschließt sich nach und nach zumindest soweit, dass man sich nicht verloren fühlt. Durch die kurzen Einzelbände würde es bei mir aber wohl noch einige Zeit dauern, bis ich mich wirklich in der Welt zu Hause fühlen würde.
Dazu tragen auch die Charaktere bei. Hier lernen wir sowohl Menschen, als auch Lichtkämpfer und Unsterbliche kennen. Erstere geraten schnell in den Hintergrund. Bei den magisch Begabten führt uns das Buch bald zu einer kleinen Gruppe mit ganz unterschiedlichen Protagonisten. Einige davon finde ich grundsätzlich sympathisch, andere bleiben unnahbar und Alex ist mir (mit seinem sexistischen Gehabe und seinen gewollten Macho-Sprüchen) sogar schlichtweg unsympathisch. Ich denke hier soll sich eine größere Figurenentwicklung anbahnen. Die Sprache gefällt mir nicht wirklich: Girl? Alter? Ein genaueres Kennenlernen ist aufgrund der Kürze des Buches auch nicht möglich.
Die Unsterblichen bilden hingegen einen spannenden Part, der auch vom Magiesystem unterstützt wird. Wir reden hier von Größen der Menschheitsgeschichte wie Johanna von Orleans oder Leonardo da Vinci. Diese Prämisse konnte mich sehr von sich begeistern.
Der Schreibstil hat mich am Anfang nicht wirklich in einen Fluss kommen lassen. Vor allem flapsige Bemerkungen zu Alkohol und Sex hätte es für mich nicht gebraucht. Der Humor ist mir nicht so positiv aufgefallen wie einigen anderen Lesern. Die einzelnen Handlungsorte sind interessant, aber wir springen zu schnell zum nächsten um Tiefe zu erzeugen. Am Ende des Buches findet man noch ein gutes Glossar, sowie eine (zu) große Menge an Werbung für weitere Werke des Autors…
Da ich nach wie vor das Gefühl habe, erst per Prolog in eine Geschichte geschnuppert zu haben, fällt es mir schwer diese zu beurteilen. Ich denke hier ist viel Potential vorhanden, gerade in Sachen Magie, und auch die spannenden und geheimnisvollen Teile (eine Schattenfrau, der alte Wall, mächtige Artefakte,…) haben mir gut gefallen. Ich merke jedoch selbst, dass ich nicht gewillt bin diesen Protagonisten über so viele Teile hinweg – stets in kurzen Häppchen – in die Geschichte zu folgen.
》FAZIT:
Protagonisten und vor allem die gestückelte Art diese Geschichte per kurzen e-Books zu erzählen konnten mich nicht überzeugen. Das Magiesystem, die Unsterblichen, die geheimnisvollen und spannenden Aspekte haben mir an sich gut gefallen.
- Nicolas Dierks
Mit Wittgenstein im Wartezimmer
(13)Aktuelle Rezension von: CaroasMit Philosophen warten, eine interessante Idee und mit diesem Buch sehr gut durchgeführt.
Am besten liest man diese Büchlein – passt theoretisch sogar in die Hosentasche – während man selber warten muss. Es verkürzt einen die Zeit, lässt einen das Warten aus einem anderen Blickwinkel sehen und regt zum Philosophieren an.
Fazit, ein Buch gegen das Warten und man lernst manch einen guten Philosophen / gute Philosophin kennen von dem / der man bis dato – mir ging es so – nichts gehört hat. - Silvia Arroyo Camejo
Skurrile Quantenwelt
(12)Aktuelle Rezension von: Janine0792Im Moment lese ich dieses Buch neben meinem Quantenmechanikkurs in der Uni.
Ich studiere Physik, lese aber immer gerne solche Bücher nebenher, weil es oft die Hintergründe besser beleuchtet. Was nützt mir die tollste Formel, wenn ich niemandem erklären kann, wofür man sie braucht?
Dieses Buch hat mich nicht überzeugt.
Als populärwissenschaftliches Buch hat es zu viele Formeln und viele Sachen sind unnötig verkompliziert worden.
Für jemanden, der wie ich Physik studiert, ist es zu viel erklärt. Also verstehe ich nicht ganz, wie die Zielgruppe dieses Buches aussieht?
Mal sehen, wie es weiter geht. Ich lege nämlich ungerne angefangene Bücher nur halb gelesen wieder ins Regal. - Andreas Suchanek
Das Erbe der Macht - Schattenchronik 2: Feuerblut (Bände 4-6)
(76)Aktuelle Rezension von: Tiana_LoreenAuch Band 2 konnte mich überzeugen! Die Schattenfrau wird immer aggressiver und die Spannung spitzt sich (schon jetzt) zu!
Inhalt:
Um voll auf seine Fähigkeiten zugreifen zu können, benötigt Alexander Kent einen Essenzstab. Doch als er und Jen nach dem Stabmacher suchen, stellen sie überrascht fest, dass dieser verschwunden ist. Eine Jagd beginnt.
Gleichzeitig wollen die Lichtkämpfer im Castillo endlich erfahren, was der Rat ihnen verheimlicht. Hierfür schmieden sie einen waghalsigen Plan. Niemand ahnt, dass das Böse in ihrer aller Mitte darauf lauert, erbarmungslos zuzuschlagen. (© Greenlight Press)Meine Meinung:
Weiter geht’s mit den Lichtkämpfern und dem Neuen Alexander Kent!
Huch...so aufregend! Alex bekommt seinen Essenzstab bzw. soll seinen Essenzstab bekommen. Die Schattenfrau stellt eine Falle und Jen und Alex haben plötzlich mit ernstzunehmenden Problemen zu kämpfen.
Auch wenn man über Clara etwas mehr erfährt und auch endlich Chloe kennenlernt, bleiben Jen und Alex dennoch im Fokus. Beide Vergangenheiten werden aufgedeckt. Plötzlich wirkt Alex nicht mehr so machohaft und Jen nicht mehr so erhaben.
Die Charakterdarstellung ist jedenfalls gelungen! Sie sind lebendig, authentisch, machen Fehler und verlaufen sich in ihren Vorurteilen. Echt gut getroffen!
Auch die anderen Lichtkämpfer nehmen immer mehr an Farbe an, auch wenn ich über die anderen noch viel erfahren möchte!
Darf ich erwähnen, dass ich die Idee mit den berühmten Unsterblichen absolut genial finde? Johanna von Orleans, Leonardo da Vinci...und Folge für Folge kommt ein (oder mehrere) neuer Unsterblicher dazu, der namentlich genannt wird.
Außerdem finde ich die Aufteilung von Gut und Böse, das die immer im Gleichgewicht sein muss, echt gelungen. Doch was tun, wenn das Böse nahe daran ist, das Gleichgewicht zu zerstören?
Was dann wohl hauptsächlich an der Schattenfrau liegen könnte. Keiner weiß wer sie ist, nur das sie Chaos stiftet wo sie auftaucht. Klar, sie ist ein rachsüchtiges Miststück, aber mit Stil. Es gibt einfach Bösewichte die haben Stil und Charme...sie ist einer davon!
Die Handlung selbst ist wieder sehr spannend. In verschiedenen Sichten verfolgt man als Leser auf der einen Seite Jen und Alex Versuch einen Essenzstab zu bekommen und auf der anderen Seite wie die restlichen aus dem Team Informationen zusammenzutragen. Auch wenn ich zugeben muss, das das Ende nicht überraschend kam bzw. wer die Person am Ende war. Auch wenn ich es echt schade um die Person finde, denn die wirkte echt nett. (Wirre Worte ich weiß, aber ich will nicht spoilern).
Fazit:
Auch Band 2 konnte mich für sich überzeugen, sodass ich ganz bald zum Folgeband greifen werde. Diese Reihe hat Suchtpotenzial! Die Idee ist gut durchdacht, die Handlung spannend und die Charaktere vielschichtig!
Von mir bekommt „Essenzstab“ 4 von 5 Federn!
- Andreas Suchanek
Das Erbe der Macht - Band 2: Essenzstab
(271)Aktuelle Rezension von: ramoZu aller erst muss ich erwähnen, dass ich es richtig toll finde das am Anfang des Buches eine kurze Zusammenfassung des vorherigen Bandes erzählt wird. Der Autor vermag es super seine eigene Geschichte zusammenfassen :D
Ich war also direkt wieder in der Geschichte drin ohne meine Gehirnzellen aktivieren zu müssen. Die Hauptstory dreht sich hauptsächlich um die Charaktere Alex und Jen und welch Überraschung, die beiden sind sich doch nicht so unähnlich wie sie denken. Das kommt jetzt nicht wirklich überraschend aber dennoch finde ich es sehr schön und angenehmer als wenn sie sich ständig im Weg stehen. Die Geschichte war wieder durchgehend flüssig zu lesen mit einer guten Portion Humor:
"Es ist fünf vor zwölf, Albert", warnte Johanna.
"Du und deine Metaphern."
"Nein, es ist wirklich fünf vor zwölf."
"Oh, schon."
Ich liebe diese bildliche Sprache, denn man fühlt sich direkt hineinversetzt in die Charaktere als auch die Orte. Es gefällt mir zusätzlich das in diesem Band, neben der Vertiefung der Hauptcharaktere, auch die Schattenfrau näher erläutert wird. Die Frage nach dem Verräter bleibt aber immer noch unbeantwortet und so bleibt einem nichts anderes übrig als den nächsten Band zu lesen, denn das Ende war wirklich fies.
Langeweile kommt bei diesem Buch nicht auf, sie könnte eine meiner Lieblingsserien werden.
- David Bodanis
Einsteins Irrtum
(5)Aktuelle Rezension von: 101844David Bodanis hat es geschafft, das Leben und vor allem die Arbeit Albert Einsteins verständlich und wertschätzend darzustellen. Das Buch hat eine übersichtliche Gliederung von sechs Teilen, Prolog und Anhang. Mit 335 Seiten liegt es auch nicht schwer im Magen.
Der Prolog ist emotional etwas aufgeladen. Einstein wird als vereinsamte Ikone dargestellt.
Schon zu Beginn werden seine Grundgedanken in Form des Energieerhaltungsgesetzes und des Materieerhaltungssatzes anschaulich erklärt. Entsprechende Grafiken unterstützen den Leser beim Verstehen der komplexeren Inhalte. Abgelöst und aufgelockert wird das Ganze durch Schilderungen von Einsteins Kindheit und Jugend in einer liebevollen und technisch versierten Familie. Das Klischee des unkonventionellen träumerischen Genies wird bestätigt und durch die Beschreibung seiner autodidaktischen Fähigkeiten positiv verstärkt.
Das Einstein ein charmanter Frauenheld war, mag man sich nur bedingt vorstellen können und doch scheint da etwas Wahres dran zu sein. Vereinzelte Anekdoten lassen den Leser schmunzeln. Interessante Exkurse über Hubble und Keppler erhöhen den Lesespaß ungemein.
Der Epilog ist sehr wertschätzend verfasst und für alle weiterhin Interessierten findet sich im Anhang eine detaillierte Erklärung von Einsteins Relativitätstheorie.
Insgesamt ein wirklich gelungenes Buch ohne unnötige Längen und alles andere als trocken.
Das Buch wurde mir von der Randomhouse Verlagsgruppe freundlicherweise zur Verfügung gestellt. - Andreas Suchanek
Das Erbe der Macht - Band 4: Feuerblut
(158)Aktuelle Rezension von: ramoFeuerblut ist der 4. Teil aus der Reihe Erbe der Macht von Andreas Suchanek. Da vermutet wird, dass die Schattenfrau etwas mit den Ashwells zu tun hat machen sich die drei C‘s (Clara, Chloe und Chris) auf den Weg zu den Ashwells. Dort angekommen können sie aber nicht in Ruhe recherchieren und es erwarten sie viele Hindernisse. In der Zwischenzeit machen sich Jen & Alex in Indien auf der Suche nach dem Sigilsplitter und treffen hier auch auf die gewohnten Schwierigkeiten.
Dieses Buch hat wieder zwei Handlungsstränge - hier hat der Autor aber darauf geachtet, dass nicht nach jedem Kapitel die Sichtweise gewechselt wird sondern man länger an einem Handlungsstrang verweilt. Ich bin mir hierzu noch nicht sicher ob mir das gefällt, es erleichtert aber das folgen. Der Schreibstil ist wieder gewöhnt flüssig, authentisch und lustig:
„Ich komme bereits auf vier, gab er zurück. Reicht aber nicht, um deine Falten zu zählen, es sind eindeutig mehr. Waren die schon immer da?“ - Seite 11.
Ja, die Charaktere sind unheimlich sympathisch - von solchen Freunden lebt doch die Freundschaft. In diesem Band erfahren wir mehr über Clara und ihre Abneigung gegen ihre Familie - wer könnte das nicht verstehen! Umso schöner ist es zu sehen, dass die Freunde zu ihrer eigenen Familie geworden sind.
Am Ende gibts wieder den gewohnten Cliffhanger sodass man direkt weiterlesen möchte.
Die Reihe geht spannend weiter und wird nicht langweilig - deshalb ist das auch eine klare Leseempfehlung.
- Laurent Schafer
Cosmix
(37)Aktuelle Rezension von: jessistestweltDas Buch Cosmix - Vom Urknall bis zum Menschen von Laurent Schafer erklärt im Stil eines Comics die Geschichte des Universums. Es beginnt beim Urknall und führt über die Entstehung von Sternen und Planeten bis zur Entwicklung des Lebens und des Menschen. Viele farbige Illustrationen und kurze Texte helfen dabei, komplizierte naturwissenschaftliche Themen leichter zu verstehen. Manche Kapitel habe ich zwei mal gelesen um sie physikalisch richtig zu verstehen und das Wissen zu festigen.
Der Autor verbindet Wissen aus Astronomie, Physik und Biologie und erklärt Zusammenhänge verständlich und oft auch humorvoll. Dadurch wirkt das Buch interessant und unterhaltsam.
Insgesamt ist Cosmix ein informatives und kreativ gestaltetes Sachbuch, das besonders für junge, aber auch alte Leser und naturwissenschaftlich Interessierte gut geeignet ist.
- J.R. Dos Santos
Das Einstein Enigma
(80)Aktuelle Rezension von: dunkelbuchDer portugiesische Kryptanalyst Tomás Noronha soll ein Geheimmanuskript Albert Einsteins entschlüsseln: „Die Gottesformel“ – die vermeintliche Bauanleitung für eine billige Atombombe.
Tatsächlich geht es jedoch um die fundamentalen Fragen nach der Entstehung des Universums, dem Sinn des Lebens und Gott. Eine spannende Reise in die Welt von Wissenschaft und Religion. Denn im Rahmen seiner Ermittlungen kommt Tomás einem der größten Rätsel der Welt auf die Spur: dem wissenschaftlichen Beweis für die Existenz Gottes.
Man muss sich auf das Buch einlassen und kann es nicht einfach so nebenbei lesen.
- Wolfgang Martynkewicz
1920
(7)Aktuelle Rezension von: Buecherwurm19731920 ist die Zeit des Umbruchs. Mit dem Ende des Ersten Weltkriegs wurde die Monarchie abgeschafft. Die neugegründete Demokratie ist noch sehr fragil und instabil. Es herrscht Unordnung und Chaos. Das schlägt sich auch auf die Kunst nieder. Der Dadaismus findet den Weg nach Deutschland. In den Büchern verarbeiten die Autoren ihre Erfahrungen aus dem Krieg und somit ist dieser nach wie vor präsent. Die Wissenschaft und Forschung macht nun riesen Fortschritte. Anstatt sich an den neuen Möglichkeiten und wissenschaftlichen Theorien zu erfreuen, werden sie als Humbug verschrien. Im Falle von Einstein sogar mit seiner Religion verbunden.
Der Autor bezieht sich nicht nur auf das Jahr 1920, sondern wagt einen Blick in die Vergangenheit und die Zukunft. Um die ganze Tragweite des Schaffens zu begreifen, muss man ein Blick zurück und vorwärts werfen.
Das Buch ist nicht ganz einfach zu lesen. Es ist sehr viel Stoff und vielschichtig geschrieben. Ich musste langsam lesen, um alles aufzunehmen und verarbeiten zu können. Ich habe jeden Fall eine neue Sichtweise auf die Weimarer Republik, einmal nicht aus der Sicht Politik.
- Christophe Galfard
Das Universum in deiner Hand
(21)Aktuelle Rezension von: Roksana🌌Als Doktorand von Stephen Hawking, taucht Christophe Galfard tief in die naturwissenschaftlichen Fragen des Universums ein und nimmt uns in einer charmanten Art auf eine unvergessliche geistige Reise mit ins All, durch verschiedene Galaxien und zurück in die Welt der Quantenteilchen.
Wenn man sich schon immer für die großen Fragen rund um die Entstehung und den Aufbau des Weltalls ebenso wie die chemischen / physikalischen Aspekte unseres Lebens interessiert, findet man in Galfards "Das Universum in deiner Hand" die perfekte Lektüre mit Witz und Verstand.
Ich habe das Buch sehr genossen und kann es nur weiterempfehlen. Ebenso gut wie Stephen Hawking in seinen Büchern, beschreibt Galfard den heutigen Wissensstand der Physik. Er scheint wahrlich nicht nur in der Physik von seinem Doktorvater gelernt zu haben! Das Buch gewährt einem Laien der Naturwissenschaften einen guten Einblick in die verschiedenen Theorien und Ideen der Wissenschaftler. Nachdem man das Buch gelesen hat, fühlt man sich aufgeklärter und zufrieden, da viele Fragen eine Antwort erhalten. Zugleich sind die Metaphern und Beispiele wundervoll gewählt, sodass auch witzige Sequenzen das naturwissenschaftliche Buch auflockern. Daher eine klare Leseempfehlung!🌌
- Andreas Suchanek
Das Erbe der Macht - Schattenchronik 1: Das Erwachen (Bände 1-3)
(167)Aktuelle Rezension von: nbookischDas Cover erinnerte mich sehr an die Reihe "die Chroniken der Schattenwächter" von Nicole Böhm...siehe da, sie hat das Cover auch tatsächlich gestaltet. Genau dieses Cover hat mich auch zum Lesen animiert, da ich ein großer Fan der Reihe bin.
Beim Lesen habe ich festgestellt, dass nicht nur das Cover der anderen Reihe ähnelt, sondern auch die Geschichte und deren Aufbau.
Grundsätzlich ist es eine gute spannende Idee. Die Magie wird durch einen Wall vor der Menschheit versteckt. Es herrscht ein Kampf zwischen Lichtwächtern und Schattenwächtern. Durch den Tod des Lichtkämpfers Mark erlangt Alexander dessen Macht und gerät somit in diese Welt. Beide müssen sich trotz Abneigung zusammenraufen und ihren Weg finden.
Andreas Suchanek hat einen angenehmen Schreibstil. Er ist locker und witzig und das lässt die Seiten im Nu verfliegen und lesen. Leider geht er mir vor allem am Anfang etwas zu wenig auf die Charaktere selbst ein. Ansonsten schöner Cliffhanger am Ende, was zum Lesen auf den nächsten Band einlädt.
Von mir 3,5 Sterne und Leseempfehlung, da im Grunde alles stimmig ist, wenn auch nicht ganz ausgereift. Aber bekanntermaßen reifen Autoren mit ihren Büchern :) Man darf also dennoch weiter gespannt bleiben...
- Tim James
Fundamental
(3)Aktuelle Rezension von: SikalStellen Sie sich bitte eine Zahl kleiner als Zehn aber größer als eine Milliarde vor…Sie glauben das geht nicht? Na gut, dann stellen Sie sich ein vierseitiges Dreieck vor…
Wenn Sie bereits an solch einfachen Aufgaben scheitern, wie sollten Sie dann jemals ein Buch über Quantenmechanik verstehen? Machen Sie sich keine Sorgen – auch der Autor des Buches behauptet, er verstehe nicht wovon er schreibt. Und er geht sogar so weit zu behaupten, die wenigsten Wissenschaftler, die sich damit beschäftigen, würden verstehen was die Quantenmechanik wirklich ist.
So, nun wissen Sie warum die Miezekatze von Herrn Schrödinger weder tot noch lebendig ist – oder war es doch beides oder nichts davon?
Ob es nun aber so stimmt wie der Autor behauptet, dass die Welt eine Täuschung wäre, obliegt wiederum Ihrer eigenen Interpretation. Nur bitte stellen Sie diese erst nach der Lektüre dieses Buches an – es wird Ihnen leichter fallen zu urteilen.
Eines gelingt dem Autor nämlich vortrefflich - die Materie, von der er behauptet, er würde diese nicht verstehen, zu erklären. Und zwar so zu erklären, dass selbst ein Laie damit etwas anzufangen weiß.
Wenn man nun also an der Welt der Quantenphysik interessiert ist und einen Blick auf (in, um oder was auch immer) diese Materie machen möchte, kommt man um „Fundamental“ nicht herum.
Also tauchen Sie ein in die Welt der Spins und Quarks oder Gluonen – oder noch besser: Bauen Sie sich doch gleich Ihren eigenen Teilchendetektor!
Der Autor erklärt uns hier ganz genau wie es geht – und wenn man ihm Glauben schenken darf, ist da wirklich nichts dabei … 5 Sterne
- Thomas Bührke
E=mc2 - Einführung in die allgemeine und spezielle Relativitätstheorie
(1)Noch keine Rezension vorhanden - Andreas Suchanek
Essenzstab: Das Erbe der Macht 2
(17)Aktuelle Rezension von: pardenDAS BÖSE NAHT...
Um voll auf seine Fähigkeiten zugreifen zu können, benötigt Alexander Kent einen Essenzstab. Doch als er und Jen nach dem Stabmacher suchen, stellen sie überrascht fest, dass dieser verschwunden ist. Eine Jagd beginnt. Gleichzeitig wollen die Lichtkämpfer im Castillo endlich erfahren, was der Rat ihnen verheimlicht. Hierfür schmieden sie einen waghalsigen Plan. Niemand ahnt, dass das Böse in ihrer aller Mitte darauf lauert, erbarmungslos zuzuschlagen.
In diesem Band erfährt man einiges über die Pläne der Schattenfrau, die von Rachegedanken zerfressen ist. Die Lichtkämpfer Jen und Alex stehen dabei im Zentrum ihres Interesses - mit den beiden jungen Menschen hat die Schattenfrau ganz besondere Pläne. Welche, werden noch nicht verraten, aber wozu sie fähig ist, deutet sich im zweiten Band bereits an.
Als Jen und Alexander Kent beim Stabmacher auftauchen, um Alex seinen dringend benötigten Essenzstab zu besorgen, ist dieser verschwunden. Nichtsahnend tappen sie auf der Suche nach dem Stabmacher in die Falle der Schattenfrau. Gleichzeitig treibt im Castillo der Verräter sein Unwesen. Um ihm auf die Spur zu kommen, versuchen die Lichtkämpfer herauszufinden, welche Erkenntnisse der Rat der Unsterblichen hat.
Was sich hier recht spannend liest, empfand ich beim Hören oftmals doch als ziemlich langatmig. Etliche Szenen wurden ohne große Dramatik geschildert und plätscherten so vor sich hin. Das mag zu einem Teil auch diesmal wieder an dem Sprecher liegen. Clemens Benke liest den Text wie schon im vorherigen Band einfach gleichbleibend runter und zeigt dabei zudem z.T. wenig Talent für Betonungen. So kommen weder Witz noch Spannung richtig zum Zug.
Was mich auch gravierend und noch deutlich mehr als im ersten Band gestört hat, das waren die doch sehr offensichtlichen Parallelen zu Elementen aus den Harry Potter Romanen. Der Besuch beim Stabmacher beispielsweise erinnert doch sehr deutlich an Harry Potters Suche nach seinem richtigen Zauberstab bei Garrick Ollivander. Die sich verbindenden Zauberstäbe mit dem Zwillingskern werden hier ebenso bemüht wie das Denkarium von Albus Dumbledore, wenn auch in anderer Erscheinung und unter anderem Namen. Diese Beispiele für Parallelen zwischen den beiden Werken ließen sich noch mühelos fortführen. An einen Zufall mag ich da nicht mehr glauben...
Abgesehen davon bin ich jedoch neugierig, wie die Erzählung weitergeht, zumal auch dieser Band wieder mit einem Cliffhanger endet. Jede:r einzelne der Lichtkämpfer weiß nun, dass das Böse naht, dass ein Verräter unter ihnen ist und dass der Kampf begonnen hat. Und da, wie ich erfahren habe, der Sprecher ab Folge 4 ein anderer sein wird, halte ich durch. In der Hoffnung, dass der kommende Band mir wieder mehr zusagt...
© Parden
- Carlo Rovelli
Sieben kurze Lektionen über Physik
(12)Aktuelle Rezension von: Sarah_H_„Sieben kurze Lektionen über Physik“ von Carlo Rovelli ist ein einführendes Werk, das komplexe physikalische Konzepte auf verständliche Weise präsentiert.
Die 7 Lektionen:
1. Die Relativitätstheorie
2. Quantenmechanik
3. Die Struktur der Raumzeit
4. Gravitation
5. Die Thermodynamik
6. Die Entstehung des Universums
7. Das Wesen der Wissenschaft
Das Buch vermittelt auf eindrucksvolle Weise die Faszination und die Herausforderungen der modernen Physik.
Das Ziel des Autors, sich kurz zu fassen und dennoch Informationen zu vermitteln, wurde vollstens erreicht. Das Buch war unterhaltsam und leicht verständlich. Darüber hinaus wurden auch die Physiker selbst, wie z. B. Albert Einstein, Niels Bohr oder Max Planck, eingehend erwähnt.
Carlo Rovelli hat es geschafft, dass ich wieder mehr über die Physik erfahren möchte!
Das Buch eignet sich gut als Einstieg in das Thema. Wer bereits einiges an Vorwissen mitbringt, wird dieses Buch eher als Auffrischung oder leichte Unterhaltung wahrnehmen.
⭐️⭐️⭐️⭐️✨️
- Marie Hermanson
Der Sommer, in dem Einstein verschwand
(71)Aktuelle Rezension von: kunterbunt79Das Cover besticht in einem sanften Blauton und da es ein Hardcover Buch ist gibt es einen Umschlag. Hier handhabe ich es immer so, dass ich den beim Lesen bei Seite lege, finde das immer etwas hinderlich.
Es spielt im Jahre 1923 im schwedischen Göteborg. Dort feiert die Stadt ihr 300jähriges Gründungsjubiläum, was mit einer großen Weltausstellung von statten gehen soll. Hier soll auch Albert Einstein seine Nobelpreisrede halten. Er ist durch seine Relativitätstheorie in aller Munde, hat aber auch sehr starke Kritiker und Gegner.
Sein größter Gegner, der zwielichtige Paul Weyland, ein Hochstapler, agiert schon lange gegen ihn und dabei spielt es auch eine kleine Rolle, dass Alber Einstein Jude ist. Auf diesem Grundgerüst baut die Autorin ihre Geschichte auf. Wer hier nun eine Einstein Geschichte erwartet wird wohl ein wenig enttäuscht sein, denn es ist eher ein Krimi und auch ein wenig Liebe ist mit im Spiel.
So spielen noch folgende Personen eine Rolle: Ellen, eine junge Journalistin, welche bei der Ausstellungszeitung „ Krone und Löwe“ kostenlos arbeiten. Sie kommt eigentlich vom Land und sieht es als ihre Chance auch eine moderne Frau zu werden. Erst mit der Zeit wird auch sie für ihre Arbeit entlohnt.
Dann gibt es noch Nils, welcher ein aufstrebender, junger Polizist ist. Er wird Ellen schon zu Beginn kennen lernen und die Beiden haben immer wieder miteinander zu tun und "ermitteln" sogar gemeinsam. Aber auch so kommen sie sich näher...
Und zu guter letzt gibt es nich Otto, welcher sich an seine Zeit damals zurück erinnert. Er war damals 12 Jahre alt und hat auf dem Ausstellungsgelände mit der Eselin Bella die Kinder vergnügt. Er kommt aus armen Verhältnissen.
So laufen die Geschichten der Einzelnen zu Beginn parallel und ich gebe zu, dass ich mich da arg schwer tat. Immer wieder legte ich es bei Seite und kam nicht so richtig rein. Es war mir zu gestückelt und erst gegen Mitte hin kommen so die Zusammenhänge. Der Schreibstil ist dabei echt gut, aber dennoch hat mich die Geschichte so gar nicht mitgenommen und es war für mich kein wahrliches Vergnügen dieses Buch zu lesen. Mir war und ist die Richtung des Buches nicht so ganz klar. Wollte man Einstein als Hauptperson sehen, der fast ermordert wurde oder aber sollte die damalige Ausstellung näher gebracht werden oder aber gar Ellen, wie sie sich als Mauerblümchen zur modernen Frau entwickelt?
Es ist mir nicht ganz schlüssig und so muss ich ehrlich sagen: Nein, dies ist und war kein Buch für mich. Schade drum.
- Samuel Graydon
Einstein
(4)Aktuelle Rezension von: HansDurrerUnter einem gekrümmten Raum habe ich mir bisher so ziemlich gar nichts vorstellen können, doch als ich jetzt lese, „dass das Licht der Sterne im Zentrum des Sternbilds Stier, die 153 Lichtjahre entfernt sind, seine Bahn ändert, wenn es in die Nähe der Sonne gelangt, und die Sterne damit nicht mehr in ihrer üblichen Himmelsposition erscheinen“ und es dafür nur eine plausible Erklärung geben kann: „Die Sonne bewirkte eine Krümmung des Raums.“, kann ich mir etwas darunter vorstellen.
Autor Samuel Graydon, Wissenschaftsredakteur des Times Literary Supplement, ist ein begabter Schreiber, der Einstein nicht nur als allergisch gegenüber Autoritäten und Dogmen schildert, sondern auch als einen Mann, der früh die Erfahrung machte, dass ihm der Garten, der zum Haus der Familie in München gehörte, „eine Art paradiesische Freude schenkte“. Dabei wurde er sich auch bewusst über „die Nichtigkeit des Hoffens und Strebens (...), das die meisten Menschen rastlos durchs Leben jagt.“
Nach dem nicht gerade glänzenden Abschluss seines Physikstudiums an der ETH Zürich, war ihm eine Universitätsanstellung verwehrt. Er musste schliesslich froh sein, schliesslich hatte er Frau und Kind zu ernähren, eine Anstellung beim Patentamt in Bern zu finden. In dieser Zeit schrieb er auch seine bahnbrechenden Arbeiten über die Relativitätstheorie, die die Physik auf den Kopf stellte. In der Folge wurde er Privatdozent an der Universität Bern, später Professor an der Universität Zürich.
Es war ein steiniger Weg, der auch darin begründet war, dass Einsteins Naturell mit den gängigen Gepflogenheiten alles andere als konform ging.
Einstein. Ein Leben in 99 Teilchen, in 99 kurze Kapitel gegliedert, ist ein ungemein anregendes Buch, bei dem man den Menschen Einstein unmittelbar vor Augen zu haben glaubt. Etwa sein Buhlen um Frauen. Oder sein unorthodoxes Unterrichten, das den Studenten einen seltenen Einblick in einen wissenschaftlichen Denkprozess verschaffte. Oder sein Eintreten für Marie Curie. Oder für Friedrich Adler. Oder ...
Im März 2011 zog es Einstein nach Prag, wo man ihm eine ordentliche Professur angetragen hatte. Dort lernte er auch den Kafka-Vertrauten Max Brod kennen, der gerade an einer Kepler-Biografie arbeitete. „Brods Kepler ist ein Mann, der für das normale Leben nicht erreichbar ist; ein ruhiger, der Wissenschaft und der Wahrheit verpflichteter Mensch. Als der deutsche Chemiker Walther Nernst den Roman las, habe er zu Einstein gesagt, 'Dieser Kepler, das sind Sie.'“ Einstein. Ein Leben in 99 Teilchen ist reich an solch erhellenden Anekdoten.
Im Jahr darauf kam er zurück nach Zürich, ein Jahr später erreichte ihn ein sehr grosszügiges Angebot aus Berlin ... doch ich will hier nicht das Buch nacherzählen, sondern davon berichten, was dieses Werk für mich wertvoll macht: Das Nebeneinander von Einsteins Werdegang, seinen Eigenheiten, seinem liebenswürdigem Charakter, seinen Erkenntnissen sowie dem Gewahrwerden des grösseren Ganzen.
Letzteres meint insbesondere, dass im frühen 20. Jahrhundert die Astronomen keine Ahnung davon hatten, dass das Universum grösser als die Milchstrasse ist. „Es war Konsens unter den Physikern der Zeit, inklusive Einstein, dass der Kosmos statisch und ohne Anfang und Ende ist.“ Doch dann entdeckte 1924 der Astronom Edwin Hubble eine Galaxie ausserhalb der Milchstrasse: Andromeda. Und unser Weltbild veränderte sich. Wir wissen heute: Das Universum weitet sich aus, jede Galaxie zieht die andere an. Und wir wissen auch, dass wir immer noch vor vielen Rätseln stehen.
Einstein. Ein Leben in 99 Teilchen lehrt einen Verblüffendes, etwa dass Einstein gerade mal 26 Jahre alt war, als er die Spezielle Relativitätstheorie, und erst 36 Jahre alt, als er die Allgemeine Relativitätstheorie entdeckte. Und dass er in späteren Jahren weniger als Physiker, denn als für den Frieden engagiert in Erscheinung trat, was ihn unter anderem dem FBI verdächtig machte, der ein umfängliches Dossier über ihn anlegte. Liest man Auszüge daraus, wundert man sich wieder einmal, was für Hohlköpfe bei den Geheimdiensten beschäftigt sind.
Samuel Graydon macht nicht zuletzt deutlich, dass „die Unverständlichkeit der Relativitätstheorie einen gewichtigen Teil ihrer Faszination“ ausmacht. So berichtet er etwa vom polnischen Physiker Ludwik Silberstein, der 1914 ein wichtiges Buch zur Relativitätstheorie verfasst hatte, und anlässlich einer Tagung zum Astronomen Arthur Stanley Eddington sagte, er dürfte einer von den weltweit drei Menschen sein, der die allgemeine Relativitätstheorie verstünde. Als Eddington abwiegelte, insistierte Silverstein: „Seien Sie nicht bescheiden, Eddington.“ „Im Gegenteil“, antwortete dieser. „Ich überlege, wer der dritte ist.“
Besonders faszinierend an diesem Werk ist, dass man quasi im Vorbeigehen mit Heisenbergs Unschärferelation, Baruch de Spinozas Gottesbegriff sowie Niels Bohrs Scharfsinn bekannt gemacht wird. Mit anderen Worten: Samuel Graydon nimmt uns auch mit auf eine Zeitreise, bringt uns das Ringen um Erkenntnis und Wahrheit näher, wobei sich zeigt, dass auch die hellsten Köpfe von Voreingenommenheiten geleitet werden. Als Einstein behauptete: „Gott würfelt nicht.“, hielt ihm Bohr entgegen: „Einstein, hören Sie auf, Gott zu sagen, was er tun soll.“
Zu meinen liebsten Anekdoten gehört die Begegnung Einsteins mit dem jungen Dramatiker Jerome Weidman. Dieser verfügte, seiner eigenen Einschätzung gemäss, über kein Musikgehör. Einstein wollte dies nicht akzeptieren und bemühte sich, den jungen Mann an die Musik heranzuführen, wobei er den grössten Teil eines Konzerts verpasste, was er gegenüber der Gastgeberin dahingehend begründete, dass er und sein junger Freund mit dem Grössten beschäftigt gewesen seien, wozu der Mensch fähig sei: „Die Grenze zur Schönheit ein klein wenig zu öffnen.“
Fazit: Smart, spannend, unterhaltsam und lehrreich.























