Bücher mit dem Tag "eisbär"

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87 Bücher

  1. Cover des Buches Der Goldene Kompass (ISBN: 9783551583406)
    Philip Pullman

    Der Goldene Kompass

     (1.546)
    Aktuelle Rezension von: Argentumverde

    Lyra Belaqua lebt mit ihrem Dæmon Pantalaimon im Oxford einer Parallelwelt. Sie ist am Jordan College zu Hause und weiß nicht, dass sie Teil einer großen Prophezeiung ist, von der die Zukunft abhängt. Als ihr Onkel in Oxford auftaucht und von einer fremden Welt erzählt beginnt für Lyra ein Abenteuer vom dem sie selbst noch nichts weiß. Bis in den hohen Norden muss sie reisen um herauszufinden was es mit dem Verschwinden von Kindern, der unheimlichen Mrs. Coulter, dem geheimnisvollen Staub und ihrem Dæmon auf sich hat.

     Philip Pullman gelingt es mit diesem Buch neue Fantasywelten zu erschaffen. Auch wenn die eine oder andere Idee selbst sicherlich nicht ganz neu ist, so bekommt sie bei Pullman ganz andere Aspekte und einen völlig neuen Zusammenhang. Geschickt verknüpft der Autor Elemente aus Fantasy und Abenteuer, aus Spannung und Magie zu einer ganz besonderen Geschichte, in der es weder an Freundschaft, noch an Mut, noch an Liebe fehlt. Trotzdem gibt es einige wenige Längen, in denen der Autor sich zu sehr in der Beschreibung von Details, wissenschaftlichen Zusammenhängen oder Beschreibungen der Umgebung verliert. Zum Glück bleibt dies insgesamt aber kurz und nur sporadisch im Buch, so dass es dem Gesamtwerk nicht schadet.

    Mein Fazit: Fantasiereiches Abenteuer, dass mich mitnehmen, aber nicht immer völlig begeistern konnte. Dies liegt aber wohl eher daran, dass ich mich für die ganze Thematik des Staubes und deren Zusammenhänge nicht so richtig interessieren konnte und weniger daran, dass das Buch als solches nicht spannend wäre. Für Fantasyfans ist Pullman schon lange ein Muss und ich freue mich ebenfalls auf Band 2.

     

  2. Cover des Buches Das Bernstein-Teleskop (ISBN: 9783551583420)
    Philip Pullman

    Das Bernstein-Teleskop

     (892)
    Aktuelle Rezension von: Metalfischchen

    Das Negative zuerst: verglichen mit den ersten beiden Bänden, hat dieser die meisten Längen. Bei manchen Nebenstories hätte ich mir auf der anderen Seite etwas mehr Tiefe gewünscht, bzw. ein Ende, welches in seiner Länge und Wirkung der langen Anbahnung entsprochen hätte. Andererseits hätte die ohnehin schon komplexe Hauptgeschichte damit wohl an Fahrt verloren und es wären potenziell noch mehr Längen dazugekommen. 

    Bezüglich Hauptgeschichte ist es eine Freude, wenn am Ende endlich alles zusammenkommt, Sinn ergibt und es zu einem stimmigen Abschluss (trotzdem mit Potential für eine Fortsetzung) kommt. Die Charakterentwicklung der beiden jugendlichen Hauptcharaktere finde ich überzeugend und befriedigend – gerade Lyra hat mich mit ihrer anfangs sehr unreifen Art den einen oder anderen Nerv gekostet. 

    Ich bin ziemlich mitgenommen aus der Geschichte wiederaufgetaucht, da einige ans Herz gewachsene Charaktere entweder gar nicht oder nur mit einem harten Los davonkommen. Auf der anderen Seite bleibt nicht nur Melancholie, sondern auch die positive Botschaft der gesamten Reihe: Warte nicht brav aufs Himmelreich nach dem Tod, sondern baue dir und der Menschheit zuliebe dein eigenes Paradies.

  3. Cover des Buches Ice - Hüter des Nordens (ISBN: 9783802586026)
    Sarah Beth Durst

    Ice - Hüter des Nordens

     (198)
    Aktuelle Rezension von: natti_Lesemaus

    Inhalt:

    Die junge Cassie lebt mit ihrem Vater auf einer Forschungsstation in der Arktis. Ihre Mutter ist angeblich bei ihrer Geburt gestorben, doch Cassie wächst mit rätselhaften Geschichten über ihren Tod auf. Kurz vor Cassies achtzehntem Geburtstag kommt es zu einer merkwürdigen Begebenheit: Cassie trifft auf einen Eisbären, der zu ihr spricht und ihr berichtet, dass die alten Legenden wahr sind. Ihre Mutter ist noch am Leben und wird in der Festung der Trolle gefangen gehalten. Doch um sie zu befreien, muss Cassie den Eisbären heiraten, der sich des Nachts in einen Menschen verwandelt. Zwischen Cassie und dem magischen Wesen entwickelt sich eine zarte Liebe, die jedoch von einem geheimnisvollen Fluch bedroht wird. 


    Meinung:

    Hier bin ich mir zum ersten mal nicht einig mit mir selber, wie ich die Geschichte finde. Sehr toll oder eher nicht.

    Aber fang ich mal mit dem positiven an:

    Das Cover ist mega toll. Es ist wirklich unglaublich gut gelungen und ich muss dazu ein sehr großes Lob aussprechen. Ein absoluter Blickfang.

    Dann der Klapptext- der macht wirklich neugierg auf das ganze.

    Die Idee zu der Geschichte erinnert mich zwar ein klein wenig an den Goldenen Kompass und an die Schneekönigin, trotzdem finde ich die Idee dazu auch wirklich gut. Mal eine Geschichte zu lesen, die in der Arktis spielt, ist mal was anderes.

    Dann der Mut von Cassie, der ist ebenfalls sehr beeindruckend. Sie überwindet viele Gefahren, Trotzt große Hürden und gibt nie auf, nur um ihren "Bär" aus der Trollfestung zun retten. 

    Auch die beschreibungen des ganzen ist gut gelungen und besonders die Eisbären fand ich gut.


    Aber hier hört es dann auch auf.

    Beim Schreibstil muss ich sagen, das hin und wieder Fehler bei der Grammatik und beim zusammenbau des Satzes sind, die mich persönlich aber nicht so sehr gestört haben.

    Auch fand ich das ganze in der Mitte- auf der Reise von Cassie- manchmal etwas langweilig. Mir fehlte hier tatsächlich die Spannung.


    Die Caraktere lernt man schlecht kennen und viele spielen eher im Hintergrund mit. Ich wurde irgendwie nicht wirkich warm mit denen.


    Cassie ist für mich ein unreifes, stures Kind, das oft unüberlegt und störrisch handelt. Mit ihren gerade 18 Jahren ist sie es ja auch irgendwie noch. Ein halbes Kind und keine reife Erwachsene.

    "Bär" empfinde ich zwar sympatisch, er trägt viel Verantwortung- die er sehr gewissenhaft erfüllt, aber auch er handelt manchmal egoistisch, finde ich. Nur damit seine Art von Beschützern nicht ausstirbt, macht er Cassie ein Kind, ohne das sie es will. Natürlich ist sie sauer und will dieses Kind nicht und Bär denkt auch noch  sie sei glücklich darüber.

     Bitte---- eine gerade 18 jährige, die ihn geheiratet hat, nur damit ihre verschollenene Mutter endlich frei kommt-- soll für ewig bei ihm bleiben und Mutter sein?? 


    Übriegens Mutter- zu ihrer Geschichte muss ich sagen, das kam mir irgendwie viel zu kurz vor. Schließlich wächst Cassie mit einer Geschichte auf, die ihre Mutter betrifft und Cassie geht den Handel mit Bär ein nur damit sie nach all den Jahren endlich frei kommt. Das ist doch ein großer Bestandteil dieser Geschichte, dann hätte sie auch mehr Beachtung bedarft.

    Cassie macht einen schweren Fehler und Bär wird von den Trollen entführt. Sofort bereut sie alles und will ihn zurück. Dieses hin und her fand ich manchmal als entscheidung eines unreifen Kindes. Mal sie sie wütend und will nur nach hause, dann wieder will sie bei ihm beliben....

    Auf ihrere Reise zu der Trollfestung überwindet sie zwar sehr viel, aber sie begiebt sich oft in große Gefahren und oft vergißt dabei, das sie schwanger ist. Hier ist für mich auch hin und wieder so einiges unlogisch. Eine normal schwangere Frau hätte das alles nicht überstanden ohne das Kind zu verlieren- aber wir sind her ja auch in einer Fantasygeschichte. Da ist alles möglich.


    Das Ende war für mich zwar schon fast vorhersehrbar, aber auch irgendwie zu kurz. Hier hätte ich mir etwas mehr gewünscht. Evtl. einen Einblick in die Zukunft der drei. Wird Cassie tatsächlich für ewig bei Bär bleiben? alleine mit dem Kind in einem Eisschloss? Und was ist mit ihren Eltern? die machen sich doch bestimmt sorgen um ihr Kind?


    Fazit:

    Eine tolle Grundidee mit einem unheimlich, tollen Cover, aber es ist noch ausbaufähig...


    Von mir 3,5 Sterne

  4. Cover des Buches Valhalla (ISBN: 9783426509418)
    Thomas Thiemeyer

    Valhalla

     (126)
    Aktuelle Rezension von: Sjard_Seliger

    Schade, einfach nur schade. Und auch ein wenig ärgerlich. Eigentlich freute ich mich auf "Valhalla", nachdem ich bereits den Vorgänger "Nebra" gelesen hatte und ganz unterhaltsam fand. Dieses Buch habe ich nun bereits nach nur gut 50 Seiten abgebrochen...

    Warum? weil mich bereits auf diesen ersten paar Seiten ein unfassbar chauvinistischer, elendig abgedroschener und zuweilen sogar subtil sexistischer Schreibstil entegegen schlägt, der so in dieser Form im Jahre 2022 nichts mehr zu suchen haben sollte! U.a. erzählt Thiemeyer, wie sexy und elegant doch eine Mitarbeiterin rumläuft, und das deswegen "die Firma die richtige Wahl getroffen hat"... Hallo?! Geht's noch?!! 

    Das Buche ist im Jahre 2016 erschienen, als die Me Too-Bewegung bereits im Gange war - selbst in dieser Zeit war es bereits äußerst grenzwertig, derartige Sätze heraus zu bringen. Denken meinetwegen, aber doch nicht als Buch veröffentlichen!? ... 

    Des Weiteren enthält die Story bereits im zweiten Kapitel eine völlig deplatzierte Sex-Szene, welche zwar nicht explizit im Detail (Gott sei Dank!) beschrieben wird, jedoch total konstruiert, forciert und halt deplatziert wirkt, und dadurch nervt. 

    Die Charaktere sind leider auch eher flach und klischeehaft gehalten.

    Wirklich schade drum, denn eigentlich/bestimmt verbirgt sich unter dem ganzen chauvinistischen Gesabbel eine durchaus interessante Thematik (Ruinenstadt eines altertümlichen Nordvolkes/Norwegen zur Nazi-Besetzung 1944) in toll gewählten Settings (Kambodscha, Norwegen), welche dann aber zudem auch noch sehr trocken und übermäßig ausschweifend beschrieben werden. Nett gemeint, aber nicht sonderlich spannend - und too little too late bei dem Sprachstil.  Dennoch insgesamt 3 Sterne wegen des Potenzials. 

    Ob ich mir die Fortsetzung "Babylon" gebe, überlege ich mir lieber noch einmal... 

  5. Cover des Buches Seekers - Die Suche beginnt (ISBN: 9783407744685)
    Erin Hunter

    Seekers - Die Suche beginnt

     (107)
    Aktuelle Rezension von: LeseMama82

    Seekers – Die Suche beginnt ist ein toller neuer Serienstart der vier Autorinnen, die unter dem Pseudonym Erin Hunter schreiben und die viele von der tollen Jugendbuchreihe „Warrior Cats“ kennen werden.

    Das Buch spielt im hohen Norden Kanadas und beschreibt die Reise dreier Bären.

    Kallik ist ein Eisbärenjunges, das eigentlich mit Mutter und Bruder auf dem Eis unterwegs war, um endlich selber Jagen zu lernen. Doch in der Natur laufen Dinge häufig anders als geplant und bei einem Walangriff verliert sie ihre Mutter und wird von ihrem Bruder getrennt. Außerdem beginnt das Eis zu schmelzen und sie muss versuchen das Festland zu erreichen und ihren Bruder wiederzufinden. Sie begibt sich auf den gefährlichen Weg und ist doch eigentlich noch viel zu jung um alleine überleben zu können.

    Toklo ist ein Grizzlyjunge, der mit Mutter und Bruder auf dem Weg zu einem Fluss ist, in dem es so viele Lachse geben soll, dass alle Bären davon satt werden können. Doch der Weg dorthin ist beschwerlich, da sie durch Toklos kranken Bruder nur langsam vorankommen. Nie haben sie ausreichend zu Essen und seine Mutter kümmert sich nicht um Toklo und bringt ihm auch das Jagen und Fischen nicht richtig bei. Letztendlich ist er auf sich alleine gestellt.

    Lusa ist eine Schwarzbärin. Sie ist fünf Monate alt und im Zoo geboren worden. Doch ihr Vater und ihre Mutter erzählen ihr manchmal vom Leben in der Wildnis. Da sie es nicht  anders kennt, findet sie das Leben im Zoo in Ordnung, aber als eines Tages ihre Mutter weggebracht wird, fängt sie an einen Plan zu schmieden, um das Gehege verlassen und in die Wildnis aufbrechen zu können.


    Seekers ist eine tolle Geschichte, die von der ersten Seite an fesselt. Erzählt wird die Geschichte aus Sicht der drei Bärenkinder, die alle im Laufe des Buches ihre ganz eigene Reise beginnen und doch dasselbe Ziel verfolgen.

    Begebt euch mit ihnen in die Wildnis Nordamerikas auf eine phantastische Reise. Ich kann euch versprechen: sie wird sich lohnen!

  6. Cover des Buches Lions - Heiße Fänge (ISBN: 9783492280068)
    G. A. Aiken

    Lions - Heiße Fänge

     (45)
    Aktuelle Rezension von: dorothea84

    Lou „Crush“ Crushek ist ein Polarbär und gehört eher der vernünftige, sanftmütige Typ. Bis zu dem Tag als er morgens aufwacht und bei ihn im Bett eine kurvige Tigerin auf dem Bauch schläft. Sie ist begeistert von ihrem persönlichen Teddybären und mag es ihn auf die Palme zu bringen.  Marcella Malone kommt es zu gute, das sie weiß wie sie widerspenstige Kerle anpacken muss. Die Funken sind groß, die zwischen ihnen hin und her fliegen. 

    Polarbär und Tiger eine wirklich sehr gute Mischung. Wie immer bei G. A. Aiken verrückt, humorvoll, leidenschaftlich und actionreich, natürlich fehlt hier auch nicht der Sarkasmus. Es war wieder ein Genuss. Alte Bekannte waren auch wieder dabei und machte die Geschichte noch besser. Da man wusste was passiert, wenn sie auftauchten. Crush ist einfach toll und so liebenswert, ein Teddybär. Obwohl Marcella auch einfach nur genial ist. Ihre Reaktion auf gewissen Szenen ist einfach köstlich und ich musste so oft so viel lachen. Aber dieses Mal fehlte mir das Finale gegen den großen Bösewicht, der hat in diesem Buch gar nicht stand gefunden. Dadurch hat mir etwas gefehlt. Ja, es gab ein paar Wendungen, die man so nicht hat kommen sehen, aber mit fehlte der große Kampf, mit den tollen Sprüchen. 

  7. Cover des Buches Die Reise des weißen Bären (ISBN: 9783833739699)
    Susan Fletcher

    Die Reise des weißen Bären

     (21)
    Aktuelle Rezension von: RedAnnli

    Titel: Die Reise des weissen Bären

    Autorin: Susan Fletcher

    Sprecher: Julian Greis

    Genre: Hörbuch/Historischer Jugendroman (ab ca.10 Jahren)

    Herausgeber/Anbieter: JUMBO Neue Medien & Verlag GmbH

    Gesamtspielzeit: 3 CDs, ca. 250 Minuten


    🐾 Inhalt:

    Norwegen zu Anfang des 13.Jahrhunderts.

    Der junge Arthur ist von Zuhause weggelaufen.

    Er besitzt nichts, lediglich einen Brief von seiner Tante aus Wales.

    Am liebsten würde er sofort dorthin.

    Denn auch wenn er den Brief nicht lesen kann, erfüllt er ihn mit Hoffnung, auf ein besseres Leben.

    In der Stadt Bergen wird Arthur jedoch beim Stehlen erwischt und in einen Käfig gesperrt.

    Aber der Käfig ist nicht leer, ganz hinten in der dunkelsten Ecke...sitzt etwas...ein großer weisser Bär......


    🐾 Eigene Meinung:

    Die Story rund um "Die Reise des weissen Bären" war soweit rund und schlüssig.

    Lediglich das Ende hat mir nicht ganz so zugesagt, da es relativ abrupt kam und einige Fragen offen blieben (zb. Was wurde aus Arthurs Mutter? Wie ging es mit Arthur und der Bärin weiter?) 🤔


    Bei diesem einen Kritikpunkt soll es dann allerdings auch bleiben, den bis auf das Ende hat mir das Hörbuch wirklich sehr gefallen.

    Der Erzählstil von Susan Fletcher würde ich als flüssig, konkret und geradlinig beschreiben.

    Im gesammten eine sehr emphatische Story, inmitten einer realistische Kulisse, mit klaren Charakteren, sympathischen Hauptprotagonisten (inklusive der Bärin), sehr lebendig und mit sehr viel Gefühl und Spannung vorgelesen von dem Hörbuchsprecher Julian Greis.


    🐾 Fazit:

    Eine sehr schöner, historischer Roman über eine ganz besondere Verbindung zwischen einem Jungen und einer Eisbärin.


    Für das Gesammtwerk gibt es 4 Sterne!

    ⭐⭐ ⭐ ⭐ /5

  8. Cover des Buches Die Frau des Kodiakbären: (Kodiak's Claim German Translation) (Kodiak Point 1) (ISBN: 9781927459737)
    Eve Langlais

    Die Frau des Kodiakbären: (Kodiak's Claim German Translation) (Kodiak Point 1)

     (27)
    Aktuelle Rezension von: rita_andotherstories

    Ich kannte bisher kein Buch der Autorin und war überrascht, was mich erwartet und ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht. Es war unterhaltsam, kurzweilig, sexy und aufregend.

    Natürlich weiß man, so im Großen und Ganzen, wie die ganze Geschichte ausgehen wird, aber der Weg dorthin war doch spannend.


    Ich fand die beiden Protas echt super, und hatte meinen Spaß mit ihnen. Der Bär und das Stadtmädchen, welches aber auch Brüllen kann.

    Froh war ich, dass es kein ewiges Hin und Her gab, dafür aber etwas Drama, das gehört dazu. Und echt gut aufgebaut, sodass ich gern wissen möchte, wie es weiter geht.


    Für die beiden ist die Story allerdings mit dem Buch vorerst abgeschlossen, aber der ganze Plott beginnt jetzt erst so richtig. Und besonders nach dem Epilog möcht ich gern wissen, was auf die Bären, Elche, etc. noch alles zukommt.


    Eine tolle, heiße Story, wo man sich jetzt natürlich keinen Tiefgang erwarten darf, aber gute Unterhaltung :)

  9. Cover des Buches Kalmann (ISBN: 9783257246445)
    Joachim B. Schmidt

    Kalmann

     (244)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

     Kalmann ist schon über dreißig Jahre alt, aber seine Seele ist die eines Kindes. Er lebt in Raufarhöfn in Island und ist der selbst ernannte Sheriff vom Ort. Sein Opa ist sein Anker und er besucht ihn viel im Altenheim. Kalmann wünscht sich eine Frau, aber keine will doch so einen wie ihn. Er liebt das Haifischen und sein Gammelhai ist fast so gut, wie der von seinem Großvater. Dann entdeckt er eine Blutspur und stolpert so in eine große Ermittlung und es gibt nicht nur einen Toten im Ort und Kalmann ist ein einem Strudel von Ereignissen. Joachim B. Schmidt lässt Kalmann erzählen und verleiht ihm eine ganz besondere Stimme. Mit viel Gefühl und ohne Bruch. Ein besonderes Buch, eine wunderbare und auch spannende Geschichte.
    Der Diogenes Verlag hat hier wieder einmal ein ganz besonders schönes Bild für das Cover ausgewählt und fängt somit schon einmal die Stimmung der Geschichte ein.       

  10. Cover des Buches Winter (ISBN: 9783841905734)
    Barbara Schaefer

    Winter

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Buechergarten

    INHALT:

    Frühling, Sommer und Herbst ähneln einander. Nur der Winter steht für sich. Die Welt gerät in einen anderen Aggregatzustand: Wasser gefriert. Die Landschaft wird erst kahl, dann weiß. Was macht das mit den Menschen?

    Barbara Schaefer lebte vier Wintermonate in Grönland, an der rauen, isolierten Ostküste. Sie war überwältigt von der grimmigen Landschaft und den harten Lebensbedingungen. Sie wanderte über den gefrorenen Baikalsee, suchte den Schnee am Kilimandscharo, überquerte auf Schneeschuhen eine Hochebene in Schweden, reiste nach Norwegen, in die Arktis und in die Alpen und versuchte dabei zu ergründen, was das ist: Winter. Und warum der so viel Freude bringen kann. Sie hörte Winterlieder, las Winterbücher, sah Winterfilme. Sie hat draußen manchmal jämmerlich gefroren – und wollte dennoch in diesen Momenten nirgends anders hin. Denn anstatt am Strand zu liegen, trifft sie lieber Menschen im Winter. In den Bergen, am Meer, in der Stadt.

     

    EIGENE MEINUNG:

    Schon die Aufmachung dieses Buches passt für mich perfekt ins Bild und ist etwas Besonderes. Es handelt sich um ein Hardcover, jedoch ohne Schutzumschlag. Der Leineneinband hat eine tolle Struktur und ist in einer blaugrauen – für mich sehr winterlichen – Farbe gefärbt. Der Titel steht groß im Mittelpunkt und ist wie „Eine Liebeserklärung“ und der Name der Autorin von weißen, verschieden großen Punkten – Schneeflocken – umgeben. Ein wenig schade fand ich es, dass die Schrift am Buchrücken sich leider mit fortschreitendem Gebrauch etwas abgelöst hat. Dafür liebe ich das Lesebändchen und beim ersten Aufschlagen erwartet einen auch eine Überraschung: So farblich zurückhaltend die Gestaltung von außen auch ist, die erste/letzte Seite sind in einem tollen Orangeton gehalten. Mit so etwas hatte ich gar nicht gerechnet und finde den Kontrast und die Wirkung auf mich als Leser ganz toll!

     

    Zu Beginn finden wir ein fein gestaltetes Inhaltsverzeichnis, dass uns die großen Kapitel „Winterliebe“, „Nordwärts“, „In die Stadt“, „In den Bergen“ und „Vom Eise befreit“ mit vielen Unterpunkten aufzeigt. Darauffolgend beginnt jedes dieser großen Kapitel mit einem winterlichen Aquarell. Eine umfangreiche Bibliografie ergänzt am Ende die Ausführungen und in beiden Umschlagseiten befinden sich toll gestaltete Karten. Diese waren für mich aber eher Zier als wirkliche Information. Etwas problematischer fand ich die sehr kleine Schrift, die mir das Lesen nicht unbedingt erleichtert hat.

     

    Da ich „Winter“ als Sachbuch eingruppiert habe steht unter „Inhalt“ mal wieder der Original-Klappentext. Für mich klang er in erster Linie nach einem Reisebericht – dann habe ich jedoch viel mehr bekommen! „Eine Liebeserklärung“ trifft es perfekt: In den fünf angesprochenen Kapiteln werden die verschiedensten Aspekte des Winters beleuchtet. Die eigenen Reisen der Autorin sind natürlich damit verflochten, bilden für mich aber nicht den Mittelpunkt, sondern eher einen roten Faden. Im Buch selbst geht es um viel mehr und so viel Verschiedenes: Was sind eigentlich Eis, Schnee, Eisblumen, etc. Wie entsteht dies alles? Welche Forschungen wurden dazu angestellt? Es geht um Eisklettern, Lawinen, verschiedene Reisen, historische Persönlichkeiten rund um das Thema, Maler, Autoren, Polarforscher, Kindheitserinnerungen, Schicksale. Natürlich dürfen auch die Polarlichter, Wintersport, Klimawandel, Wissenschaft und Tiere im Winter nicht fehlen. Über das „Natürlich“ im letzten Satz musste ich jetzt selbst etwas lachen, denn das war es für mich eigentlich zu Beginn überhaupt nicht. Dieses Buch hat mich in so vielen Aspekten überrascht und ich höre jetzt auch damit auf so viele dieser aufzuzählen. Wo ich am Anfang noch damit gehadert habe, dass ich keinen rechten roten Faden fand, war ich zum Schluss völlig begeistert von der lockeren Zusammenstellung von „Winterthemen“!!

     

    Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Es war zu jeder Zeit unterhaltsam und flüssig zu lesen, auch wenn einem das ein oder andere Thema mal mehr, mal weniger lag. Ich habe so viel Wissenswertes erfahren, ohne je das Gefühl zu haben in einem Lehrbuch zu lesen. Barbara Schaefer schreibt mit einer solchen Begeisterung, dass es einfach ansteckend ist. Ich habe in einer anderen Rezension gelesen dieses Buch sei ein „Reiseverführer“ und kann nur zustimmen. Auch wenn ich, als Winterfan, für viele Orte und Unternehmungen daraus wohl doch nicht gemacht bin. ;)

     

     

    FAZIT:

    Die Vielseitigkeit und Unvorhersehbarkeit dieses Buches hat mir wahnsinnig gut gefallen – es ist eine Mischung aus Reise- und Erlebnisbericht, Geschichte und Kultur, sowie Wissenschaft und noch so vielem mehr! Die Autorin hat mich in eine tolle Winterstimmung versetzt und zum Nachdenken angeregt! Außerdem habe ich viel dazu gelernt! Man merkt wie sehr sie den Winter liebt und im Laufe des Lesens auch wie sehr man selbst ihn mag! Auch als Geschenk kann ich mir „Winter“ sehr gut vorstellen.

  11. Cover des Buches Im Königreich der Kälte (ISBN: 9783426283035)
    Nick Lake

    Im Königreich der Kälte

     (56)
    Aktuelle Rezension von: misspider

    'Im Königreich der Kälte' entführt uns in die fantastische Mythenwelt der Inuit. Lights Vater ist von seiner letzten Forschungsexpedition in die Arktis nicht zurückgekehrt. Obwohl er bereits für tot erklärt wurde, begibt sich Light nach einer merkwürdigen Begegnung auf die Suche nach ihm - und dringt ein in die kalte und grausame Welt von Frost, dem Herrscher über die Urkälte. Gemeinsam mit ihrem treuen Freund Butler, dem Tupilak - einem Wesen mit Haifischkopf und Eisbärbeinen - und Arnie, einem Inuitjungen, stellt sich Light den grausamen Widersachern. Dabei lernt sie nicht nur die Sagen und Sagengestalten der Inuit, sondern auch ihr eigenes mystisches Geheimnis kennen.
    Was auf den ersten Blick wie ein Abenteuer für Kinder aussieht, entpuppt sich als spannendes, teilweise sogar brutales, aber immer faszinierendes Fantasy-Abenteuer, das mich immer wieder zum Staunen gebracht hat.

  12. Cover des Buches Die höchst wundersame Reise zum Ende der Welt (ISBN: 9783551316950)
    Nicholas Gannon

    Die höchst wundersame Reise zum Ende der Welt

     (68)
    Aktuelle Rezension von: Paperboat

    Archer langweilt sich ziemlich zu Tode... Seit seine Großeltern in der Antarktis auf einem Eisberg als verschollen gemeldet wurden, darf Archer das Haus ausschließlich zur Schule noch verlassen. Seine Mutter ist in dieser Hinsicht strikt und erlaubt kein ungebotenes Verhalten. Eingesperrt in das Haus, in dem seine Großeltern vor seiner Geburt gewohnt haben, bleiben ihm nur die vielen ausgestopften Tiere und Bücher als Gesellschaft. Doch trotz des Zaubers vergangener Abenteuer, der dem Hause innewohnt, sehnt sich Archer danach wie seine Großeltern auf Entdeckungstour zu gehen. Der einzige Lichtblick, den Archer ab und zu erhält, sind die seltenen Pakete, die seine Großeltern heimlich vor dem Haus der Helmsleys für den Jungen ablegen.
    Archers Leben ändert sich, als der Nachbarsjunge Oliver in sein Leben tritt. Beide Jungs wohnen im höchsten Stock ihrer jeweiligen Behausungen, und so besuchen sie sich gegenseitig über eine schmale Verbindung zwischen den Häusern. Eigentlich möchte Oliver gar kein Forscher sein und gefährliche Dinge erleben sondern nur einen Freund haben, aber gezogen von der Abenteuerlust seines neuen Freundes lässt er sich auf die Ideen von Archer ein. Jedoch, ein richtiges Abenteuer erleben sie trotzdem nicht. Das soll sich ändern, als Adelaide – frisch aus Frankreich ins Nachbarhaus eingezogen – in ihr Leben tritt. Ihr Holzbein erklärt sie in der Schule mit einem Krokodilangriff, weil sie über die wahren Begebenheiten nicht sprechen möchte. Archer ist fasziniert von ihrer Geschichte, ganz glauben kann er ihr sie allerdings nicht, und auch Oliver hegt seine Zweifel. Trotz der Eifersucht, dass Adelaide angeblich schon so viele Abenteuer erlebt haben soll, freunden sich die drei an, und als Archer einen Plan ausheckt in der Antarktis nach seinen Großeltern zu suchen, erscheint ihm Adelaides Erfahrung im Abenteuer erleben mehr als geeignet.
    Die drei erleben einige Abenteuer, mit denen sie nicht gerechnet hätten, und natürlich alles andere als geplant.

    Mit diesem Buch darf man keinen Abenteuerroman erwarten. So eingesperrt wie Archer häufig ist, so wenig Abenteuer erlebt man mit ihm zusammen. Vielfach wird eher über all die Dinge erzählt, die man mal erleben könnte. Es ist eine unscheinbare und stille Geschichte, die eher vom Träumen handelt und von der Sehnsucht, dabei jedoch mit stellenweise pfiffigem Wortwitz und Situationskomik aufwartet. Auf ein großartiges Abenteuer wartet der Leser lange, hier ist der Weg das Ziel. Dafür erlebt man mit, wie drei isolierte junge Menschen zueinander finden und eine feine Freundschaft entwickeln.
    Nicholas Gannon hat nicht nur den Roman geschrieben, er hat seine Geschichte um auch zarte und stimmige Illustrationen erweitert, denen eine ganz besondere Ruhe innewohnt, wie ich finde. Mir hat dieser Abenteuerroman ohne opulente Abenteuer dennoch sehr gut gefallen, da mir die Charaktere ans Herz gewachsen sind und mich die Zeichnungen unglaublich angesprochen haben.

  13. Cover des Buches Schattenwesen (ISBN: 9783800055388)
    Susanne Rauchhaus

    Schattenwesen

     (43)
    Aktuelle Rezension von: SonnenBlume
    Kira übernimmt nach dem überraschenden Tod ihres Vaters den Auftrag, ein Fresko zu restaurieren.  Das Kunstwerk befindet sich im Tiefkeller einer Villa, die auf den Ruinen einer Burg erbaut wurde. Je mehr Zeit Kira bei dem Fresko verbringt, desto mehr zweifelt sie an ihrer eigenen Wahrnehmung; sie hört Scharren, sieht Schatten, die sich von alleine bewegen.
    Außerdem weiß sie nicht, warum sich der Assistent ihres Auftraggebers ihr gegenüber so abweisend verhält. Es ist beinahe so, als würde Cyriel sie aus dem Haus haben wollen ...

    Ich kann nicht genau sagen was ich von dem Buch erwartet habe, die Welt der Schatten ist zumindest für mich ganz neu gewesen. Es war nicht so einfach, den Erklärungen zu folgen, da ich noch gar keine Vorstellung davon hatte, was es mit dem allen auf sich hat, ich war sozusagen mit der Protagonistin gleichauf.
    Leider konnte mich das Buch nicht fesseln und mitreißen, mir fehlte einiges an Spannung, die erst zum Schluss ein bisschen mehr aufkam.
    Die Charaktere fand ich zu Beginn wenig interessant und sogar teilweise eher nervig, trotzdem es von jeder Sorte etwas gab: der Macho durfte nicht fehlen, es gab einen Bösewicht und natürlich auch den guten väterlichen Typ.
    Die Welt, die die Autorin erschaffen hat, macht durchaus neugierig, leider hat mich die Geschichte aber nicht so sehr überzeugt, als dass ich noch mehr darüber lesen wollen würde.
    Das sehr offene Ende entspricht leider auch nicht meinem Geschmack, lieber hätte ich noch einen Ausblick in die Zukunft oder zumindest eine Ahnung, wie es denn weitergehen könnte.
  14. Cover des Buches Briefe vom Weihnachtsmann (ISBN: 9783608983852)
    J. R. R. Tolkien

    Briefe vom Weihnachtsmann

     (127)
    Aktuelle Rezension von: lesemama

    🎅🏽 Jedes Jahr haben Tolkiens Kinder einen Brief vom Weihnachtsmann bekommen, mal kürzer und mal länger. Oft mit einer bunten Zeichnung und immer mit der krakeligen Handschrift des Weihnachtsmanns. Die Briefe erzählen von den Geschehnissen am Norpol, was dem Polarbären passiert, von Kobolden und Wichteln und vom Mann im Mond.

    ❄️ Nach einer kurzen Einleitung, beginnt das Buch mit dem ersten Brief von 1920 und einer wunderschönen Zeichnung. Am Anfang sind die Briefe noch recht kurz, werden dann aber mit den Jahren häufig länger und detaillierter. Neben den Bildern sind auch die Originalbriefe abgedruckt, denn neben dem Weihnachtsmann schreibt auch manchmal der Polarbär oder Ilbereth, der Sekretär des Weihnachtsmanns. Jeder hat seine eigene Schriftart und Erzählweise, was die Briefe sehr lebendig macht. In der Übersetzung sind die verschiedenen Teile der Briefe je nach schreibendem Charakter gekennzeichnet mit normaler, dicker oder kursiver Schrift. So weiß man sofort wer schreibt. Ganz besonders mochte ich ein Gedicht, was vom Weihnachtsmann, dem Polarbären und Ilbereth verfasst wurde. An dieser Stelle musste ich wirklich lachen und ist meine Lieblingsstelle im Buch geworden.
    Als Kind hätte ich mich sehr über solche Briefe gefreut, die so liebevoll gestaltet wurden und Antworten auf die eigenen Briefe an den Weihnachtsmann waren. Ich kann mir gut vorstellen, dass jeder dieser Briefe einen ganz besonderen Weihnachtszauber in das Haus Tolkien gebracht haben.
    Es ist ein schönes Buch für zwischen durch und bekommt von mir ⭐️⭐️⭐️⭐️ Sterne. An manchen Stellen war mir die Aufteilung zwischen Originalen und der Übersetzung etwas zu unübersichtlich und ich bin durcheinander gekommen. Trotzdem hat es Spaß gemacht die Briefe zu lesen und für kurze Zeit selbst wieder Kind sein.

  15. Cover des Buches Terror (ISBN: 9783641113612)
    Dan Simmons

    Terror

     (213)
    Aktuelle Rezension von: AnnaKatha23

    Das Buch hat mich sofort gefesselt. Die Beschreibung der Arktis und der Gegebenheiten, mit denenen die Mannschaften zu kämpfen haben, sind wahnsinnig realistisch geschrieben. Das Buch hat mich direkt in seinen Bann gezogen und ich habe mich ein bisschen so gefühlt, als wäre ich selbst bei der Expedition dabei. Es ist sehr spannend und überrascht an einigen Stellen mit neuen Ereignissen. Das Übernatürliche bräuchte es für meinen Geschmack nicht. Es macht diese historische Geschichte letztendlich doch etwas unauthentisch in meinen Augen. Daher auch nur vier Sterne. Außerdem ist es hier und da doch etwas langatmig. Dennoch ein wahnsinnig spannendes Buch, das ich definitiv weiterempfehle! 

  16. Cover des Buches His Dark Materials: Der Goldene Kompass – Band 1-3 der Fantasy-Serie im Sammelband (ISBN: 9783646926798)
    Philip Pullman

    His Dark Materials: Der Goldene Kompass – Band 1-3 der Fantasy-Serie im Sammelband

     (393)
    Aktuelle Rezension von: LilyEvans

    Die Romanreihe beschreibt die Abenteuer des Mädchens Lyra, das aus einer Parallelwelt stammt, und des Jungen Will, der in unserer Welt geboren wurde.  In Lyras Welt lebt die Seele eines Menschen außerhalb des Körpers in Form eines Tierwesens, ohne einander können beide Teile nicht überleben. Als Lyra ein Gespräch mit ihrem Onkel Lord Asriel belauscht, in dem es um eine unerforschte Materie "Staub" geht, macht sie sich auf eigene Faust auf die Suche. Auf ihrem Abenteuer bereist sie ihre Welt, unsere Welt und weitere Parallelwelten. In einer dieser Welten trifft sie auf Will, mit dem sie ihren weiteren Weg beschreiten wird. Beide erwartet eine Reise, bis an den Rand der Welt um letzten Endes die Welt zu retten. Beide erhalten auf ihrem Weg unerwartete Aufgaben,  die es zu beschreiten gilt, die ihre Verbindung zueinander immer stärker werden lässt.

    Mit Abstand eine der Besten Buchreihen, die ich je gelesen habe. Man wird als Leser direkt in den Bann von Lyras Welt gezogen und möchte mehr über sie und die Welt in der sie lebt erfahren. Pullman spart nicht mit Umschreibungen und gestaltet die Welt so farbenfroh und düster, sodass man ein Gefühl bekommt, als sei man mitten drin. Es tauchen viele verschiedene Charaktere auf, von denen es bei einigen einfach ist, eine liebevolle Beziehung aufzubauen. Für Leser, die gerne in Fremde Welten eintauchen möchten, ist dies eine absolute Empfehlung.

    (Ich lese die Bücher immer wieder gerne.)

    Die Bücher bauen aufeinander auf, daher ist es ratsam sie nach der Reihe zu lesen.


  17. Cover des Buches Der kleine Drache Kokosnuss und die Reise zum Nordpol (ISBN: 9783570158630)
    Ingo Siegner

    Der kleine Drache Kokosnuss und die Reise zum Nordpol

     (13)
    Aktuelle Rezension von: CindyAB
    Der Drache Kokosnuss und seine Freunde finden einen ausgehungerten Eisbären am Strand, sie helfen ihm - damit er neue Kräfte sammeln kann.
    Da es auf der Dracheninsel für den armen Björn ist, beschließen die Freunde ihn zurück an den Nordpol zu  begleiten, das ist der Auftakt zu spannenden Abenteuern und der Beginn von neuen Freundschaften.

    Wie vom Drachen gewohnt liegt hier wieder eine schöne, mitreißende Geschichte vor. Die auftretenden Figuren in der Geschichte, sowie die Umgebung sind schön geschildert und lassen die kleinen Zuhörer/Leser mit dem Drachen und seinen Freunden mitfiebern auf der weiten Reise in den Norden.

    Unterstützt wird das ganze wieder von zahlreichen/liebevollen Zeichnungen, wo es immer wieder schöne Details zu entdecken gibt.

    Schön sind hier auch die Fußnoten die einen zu genauen Details  Lebensumständen/Eigenarten im Norden oder der dort lebenden Tiere versorgen.

    Nicht ganz so gut gefallen hat mir, das manches Kapitel etwas abrupt endet, in der Erzählung, so endet der Erzählfluss etwas unerwartet.

    Fazit: Schöne Geschichte um den Drachen Kokosnuss und seine Freunde - die dieses Mal in den hohen Norden führt.


  18. Cover des Buches Zeit der Eisblüten (ISBN: 9783838749518)
    Kitty Sewell

    Zeit der Eisblüten

     (65)
    Aktuelle Rezension von: Siko71

    Dafydd wird von seiner Vergangenheit eingeholt, als er einen verhängnisvollen Brief aus Moose Creek erhält. Seine Frau Isabell will nun die ganze Wahrheit über seine Zeit als Arzt in der kanadischen Wildnis wissen. Dafydd soll dort mit Sheila Hailey zwei Kinder haben. Seine Reise nach Moose Creek verläuft anders als er sich denkt...

    Ein sehr tiefgreifender Roman über Kinder, welche glauben das der Mann vor Ihrer Tür ihr Vater ist. Aber es wird auch die dunkle, kriminelle Seite ihrer Mutter zu Tage gefördert. Mich hat der Roman sehr bewegt, wie kann eine Mutter so etwas ihren Kindern antuen? Von mir gibt es daher vomme Punktzahl.


  19. Cover des Buches Der letzte Bär (ISBN: 9783968260143)
    Hannah Gold

    Der letzte Bär

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Lena_Sophie

    Klimawandel geht uns alle an. So viel sollte uns über die letzten Jahre klargeworden sein und wer seine Kinder mithilfe einer abenteuerlichen Geschichte an dieses Thema heranführen will, kann es auf einzigartige Weise mit Bär und April tun.


    April ist ein besonderes Mädchen und das sage ich nicht nur, weil es beinahe schon zur typischen Charakterisierung einer Protagonistin gehört. Sie IST besonders, denn sie hat eine tiefe Verbindung zu Tieren, die man sich als Lesende erst einmal richtig begreiflich machen muss. Es geht über das bloße „Tiere können sie einfach gut leiden“ hinaus, da ist dieses Ur-Verständnis in ihr für das, was die Tiere wollen, denken und fühlen. Das zu lesen war stellenweise wirklich berührend, weil die Autorin es geschafft hat, die Beziehung von April zu unseren tierischen Mitbewohnern förmlich greifbar zu machen.


    Dadurch, dass der Eisbär, den April trifft, von ihr immer so genau unter die Lupe genommen wird, weiß man auch viel über seine Gefühle und Hintergründe, man lernt ihn beinahe so gut kennen wie die menschlichen Figuren. Das war einerseits spannend zu sehen, andererseits wurde mir Bär, wie April ihn nennt, teils zu stark vermenschlicht. Natürlich ist das ein fiktionales Werk und dass April eine besondere Verbindung zu Bär hat, ist der Kern des Ganzen. Aber dennoch hätte ich mir gewünscht, dass hier und da mehr von der Unberechenbarkeit eines wilden Tieres durchkommt.


    Auch Aprils Alltag auf der Bäreninsel sowie ihre Beziehung zu ihrem Vater sind geprägt von Details, die ich leider manchmal nicht ganz habe gutheißen können. Auch hier wieder: Ich verstehe, dass es geschichtlich alles so Sinn ergeben hat und gewollt war. Aber was das Mädchen alles erlebt hat, würde vermutlich jedem verantwortungsvollen Erwachsenen im Hinblick auf die eigenen Kinder die Haare zu Berge stehen lassen. An den Stellen muss man die Realität dann einfach mal beiseite legen und sich auf das Geschehen einlassen, es so nehmen wie es ist, dann bekommt man eine Abenteuergeschichte mit einer Freundschaft, die ans Herz geht und sämtliche Grenzen überwindet, und dazu noch einen Appell für mehr Klimaschutz inne hat.


    Mein Fazit:
    Das erste Drittel war stark, dann verlor das Buch mich leider stellenweise etwas. Dennoch empfinde ich die Geschichte und vor allem die Message dahinter als sehr wichtig und kann sie allen Kinderbuchlesenden sehr ans Herz legen. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen. 

  20. Cover des Buches Seekers - Der Fluss der Bärengeister (ISBN: 9783407812049)
    Erin Hunter

    Seekers - Der Fluss der Bärengeister

     (5)
    Aktuelle Rezension von: KleinerVampir
    Buchinhalt:

    Die drei Bären sind vom Schmelzenden Meer auf der Wanderschaft zurück zum Zuhause von Toklo und Lusa. Doch so einfach ist deren Heimat nicht zu finden – sie orientieren sich am Großen Fluss und Kallik und Yakone jagen zum ersten Mal im Wald. Während Kallik die fremde Umgebung nicht viel ausmacht, fällt es Yakone sichtlich schwer, sich an Land zu recht zu finden. Die Bären treffen auf die Schwarzbärin Chenoa, die sich der Gruppe anschließt. Doch dann erfahren sie leider schmerzlich, dass Glück nur kurz währen kann…

     

    Persönlicher Eindruck:

    Der 9. Band der Bären-Reihe hat mir wieder sehr gut gefallen. Die Landschaft hat gewechselt und nun sind es die Eisbären, die auf dem neuen Terrain fremd sind. Während Kallik gut damit zurecht kommt, macht Yakone keine wirklich gute Figur – auch vom Charakter her ist der Eisbär eher ein Brummbär. Mürrisch und schlecht gelaunt bildet er einen Kontrast zu Toklo und Lusa, die regelrecht aufblühen.

    Neben den bekannten Figuren kommt auch diesmal ein neuer Charakter hinzu: Chenoa. Lusa scheint endlich jemand gefunden zu haben für die Zeit nach der bevorstehenden Trennung, denn sie ist die Einzige, die definitiv nicht mehr ins Bärengehege, ihrem einzigen Zuhause, zurückkehren kann.

    Die Freude währt nur kurz, denn in diesem Band geht es auf weiten Strecken um das Thema Abschied. Auch die drei Hauptfiguren wollen es nicht wirklich wahr haben, dass die Trennung mit jedem Schritt näher und näher kommt.

    Gut gefallen hat mir die melancholische Stimmung, die zum Nachdenken anregt. Bär oder nicht – vieles ist erstaunlich parallel zum Leben der Menschen und man erwischt sich immer wieder, wie man grübelt und einen eigenen Ausweg sucht.

    Gegen Ende nimmt die Reise nochmal eine recht packende und bewegende Wendung. Nicht nur Chenoas Schicksal ist besiegelt, auch Yakones Chancen, zum Schmelzenden Meer zurück zu gelangen, schwinden sekündlich. Ein Cliffhanger, der gespannt macht auf den weiteren Fortgang der Bärenreise. Ich freue mich jetzt schon darauf!

  21. Cover des Buches Die Katze, die zur Weihnacht kam (ISBN: 9783596520947)
    Cleveland Amory

    Die Katze, die zur Weihnacht kam

     (43)
    Aktuelle Rezension von: Igelmanu66

    »Niemanden, der je Eigentum einer Katze war, wird es verwundern, dass er selbst die unbedeutendsten Ereignisse, die im Zusammenhang mit seiner Katze passierten, sein ganzes Leben nicht vergisst.«

     

    Dieses Buch wartete bei mir fast ein Jahr aufs Gelesenwerden, weil ich davon ausging, dass es ein Weihnachtsbuch wäre. Das ist aber nicht der Fall. Die Handlung startet nur zufällig am Weihnachtstag, weil der Autor da seine Katze auf der Straße gefunden und mit zu sich nach Hause genommen hat. Sie ist sein erstes Haustier, die kommende Zeit mit ihr wird folglich recht spannend. Cleveland Amory berichtet über das erste Jahr mit ihr, Weihnachten spielt keine sonderliche Rolle im Buch und man kann es problemlos auch im Sommer lesen.

     

    Der Autor schreibt liebevoll, witzig und extrem unterhaltsam. Ich habe manches Mal beim Lesen laut lachen müssen! Selber habe ich keine Katze, kann nur auf Berichte befreundeter „Katzenmenschen“ zurückgreifen, aber ich denke, dass die beschriebenen Situationen vielen Frauchen und Herrchen, die sich im Eigentum einer Katze befinden, bekannt vorkommen werden. Wirklich schöne und treffende Illustrationen machen den Lesespaß perfekt, dieses Buch ist eins von der Sorte, die man gerne mehrfach liest.

     

    Der Autor war ein sehr populärer amerikanischer Tierschützer, der sich mit spektakulären Rettungsaktionen einen Namen machte. Im Buch verfolgt der Leser mit, wie er in Kanada Robben mit Farbe besprüht, um sie vor dem Abschlachten zu bewahren. Durch seine vielen Reisen sah er sich eigentlich außerstande, sich ein eigenes Haustier zuzulegen. Eigentlich ;-)

     

    Fazit: Liebevoll, witzig und extrem unterhaltsam. Wer Katzen mag, kommt an diesem Buch nicht vorbei.

     

    »Wie sicher jeder weiß, der längere Zeit Umgang mit ihnen hatte, zeigen Katzen eine unendliche Geduld mit der Begrenztheit des menschlichen Geistes. Sie sind sich bewusst, dass sie sich wohl oder übel mit unserem für sie qualvoll langsamen Auffassungsvermögen abfinden müssen. Sie müssen in Kauf nehmen, dass wir Menschen peinlich niedrige Intelligenzquotienten haben und vermutlich wegen dieses Defekts außerstande sind, auch nur die simpelsten und klarsten Weisungen zu verstehen, geschweige denn zu befolgen.«

  22. Cover des Buches Erst ich ein Stück, dann du! - Nanuk - Ein kleiner Eisbär findet Freunde (ISBN: 9783570179475)
    Patricia Schröder

    Erst ich ein Stück, dann du! - Nanuk - Ein kleiner Eisbär findet Freunde

     (6)
    Aktuelle Rezension von: MsChili

    Ein weiterer Band aus der Reihe für Erstleser „Erst ich ein Stück, dann du“ mit einer süßen Geschichte eines kleinen Eisbären.

    Nanuk will nicht lernen zu tauchen und seine Fische selbst zu fangen, denn Mama macht das doch viel besser. Doch dann verirrt er sich mit seinem neuen Freund, dem kleinen Pinguin Klaus, und trifft auf allerhand Tiere, die er noch nie zuvor gesehen hat.

    Wie? Ein Pinguin und ein Eisbär? Da passt doch etwas nicht? Doch nicht nur die Pinguine bringen das Leben der Eisbären durcheinander, auch weitere Tiere tauchen auf und zuerst sind da überall Vorurteile. Doch im Laufe der Geschichte öffnen sich die Tiere den anderen und man lernt sich kennen und verstehen. Denn der erste Eindruck kann auch mal täuschen und man sollte sich nicht in die Irre führen lassen. All das und noch so viel mehr kann man hier lernen. Es geht um Freundschaft und Verständnis, aber auch Vertrauen. So macht es viel Spaß gemeinsam mit dem Erstleser die Geschichte Stück für Stück zu erkunden. Durch die abwechselnden Abschnitte liest mal „der Große“ und mal „der Kleine“ und so macht es beiden richtig Spaß mehr über Nanuk und seine Freunde zu erfahren.

    Ich mochte die schönen Bilder zu den Geschichten, so kann man sich die Tiere und die Umgebung gut anschauen und verinnerlichen. Die Geschichte selbst ist nicht zu lang, die Kapitel sind optimal gewählt.


    Wieder mal ein gelungener Band der Erstleser-Reihe, um gemeinsam zu üben.

  23. Cover des Buches Weihnachtspost (ISBN: 9783522459723)
    Emma Yarlett

    Weihnachtspost

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Shaaniel

    🎅🏻☃️Rezensionsexemplar☃️🎅🏻

    (unbezahlte Werbung)

    -Thienemann-Esslinger Verlag-


    🎅🏻☃️✉️Weihnachtspost✉️☃️🎅🏻

    -Mit echten Päckchen und Briefen zum Auffalten-


    Autorin: Emma Yarlett 

    ÜbersetzerIn: Ebi Naumann

    Verlag: Thiemann 

    Preis: 15€, Bilderbuch 

    Seiten: 32 Seiten 

    ISBN: 9783522459723

    Alter: ab 4 Jahren 

    Erscheinungsdatum: 28. September 2021


    5 Von 5 Sternen ⭐⭐⭐⭐⭐



    🎅🏻☃️✉️🎅🏻☃️✉️🎅🏻☃️✉️🎅🏻☃️✉️🎅🏻☃️✉️🎅🏻☃️✉️

    Inhaltsangabe:

    Entnommen von: thienemann-esslinger.de

    Eine spannende Weihnachtsgeschichte für Kinder ab 4 Jahren mit echten Briefen und Päckchen zum Auffalten.

    Der Weihnachtsmann hat Wunschzettelvon Kindern aus der ganzen Welt bekommen. Aber dieses Jahr ist ein kaputter Brief dabei. Die Kinder müssen dem Weihnachtsmann helfen, herauszufinden, was wohl der allergrößte Wunsch der kleinen Amy ist. Jede Menge Briefe und Päckchen im Buch müssen geöffnet werden. Ob der Weihnachtsmann es noch rechtzeitig schafft, Amys Wunsch zu erfüllen und das richtige Geschenk für sie zu finden?

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    Meine Meinung:

    Hallo ihr Süßen 💕

    aus dieser Bilderbuch Reihe, durfte ich schon *Drachenpost* lesen und wie damals schon erwähnt, erinner mich auch dieser Band hier total an die Bücher von *Felix der Hase*. Hier muss ich aber sagen, war noch etwas ganz magisches am Werk, denn mal im ernst, wann bitte bekommt man Post vom Weihnachtsman? Wie genial ist denn bitte dies! Denn im Buch befinden sich echte Briefe! Einer geheimnisvoller und magischer, als der andere und für mich war es einfach nur zauberhaft dieses Buch zu entdecken. Es hat mir unglaublich viel freude bereitet und deswegen, kann ich diese Bilderbuch Reihe (ich glaube es gab noch ein Buch über Monster), absolut empfehlen. Wirklich Märchenhaft schön! Lieben Gruß Sonja/Shaaniel

  24. Cover des Buches Traum im Polarnebel (ISBN: 9783293404571)
    Juri Rytchëu

    Traum im Polarnebel

     (39)
    Aktuelle Rezension von: Lese_Lisel

    Traum im Polarnebel ist eines dieser ganz besonderen Bücher, die ich am liebsten immer wieder lesen würde. Es wurde mir von einer Schülerin vor mehr als 15 Jahren so enthusiastisch ans Herz gelegt, dass ich es mir sofort besorgen musste.

    Inhalt

    Der junge Kanadier John Mc Lennan ist mit einem amerikanischen Expeditionsschiff ins Tschuktschengebiet gekommen. Nach einem Unfall hat er keine andere Wahl, als sich den in der Nähe lebenden Tschuktschen anzuvertrauen, die ihn auf Hundeschlitten durch die eisige Tundra im äussersten sibirischen Norden zu einer Schamanin transportieren. Die alte Kelena amputiert ihm die vom Wundbrand befallenen Finger und rettet John damit das Leben. Als dieser wieder zur Küste zurückgebracht wird, ist sein Schiff jedoch ohne ihn in See gestochen. Er muss als einziger Weisser bei den Tschuktschen überwintern. Aus Misstrauen, Ärger und anfänglicher Verzweiflung wird Freundschaft, tiefes Interesse und sogar Liebe. John lernt die Tschuktschen und ihre Lebensweise kennen und schätzen, er wird einer der ihren. Wie wird er sich entscheiden, wenn wieder ein mal ein Schiff der Weissen die Tschuktschensiedlung Enmyn anlaufen wird?

    Leben in der Eiswüste

    Juri Rytchëu weiss, wovon er spricht, wenn er das Leben der Tschuktschen beschreibt. Seine Mutter war Inuit, sein Vater Tschuktsche. Er ist inmitten der traditionellen Bräuche der Tschuktschen aufgewachsen und erst später durch Seeleute in Kontakt mit den Russen gekommen. Seine Beschreibungen sind von ausserordentlicher Kraft und Schönheit. Eindringlich bringt er einem das Leben der Tschuktschen in der lebensfeindlichen, eisigen Tundra näher, beschreibt Bräuche, Jagd und Sozialleben so anschaulich, dass man in Gedanken vollkommen eintauchen kann in diese fremde Lebensweise. Seine Figuren sind vielschichtig und glaubwürdig, die Beschreibung der arktischen Landschaft brilliant.

    Blau schimmerten der endlose Schnee, blau die Hügel, die Anhöhen und Schneewehen und auch der Himmel mit seinen hell blinkenden Sternen, und die Schlittenspuren, Hunde, Zugriemen und Tokos Iltisfellumrahmtes Gesicht.

    Rytchëu bewahrt dabei einen klaren Blick für die Härte des Lebens in der Tundra. Seine Schilderungen sind nie verklärend oder beschönigend und Lichtjahre entfernt von irgendwelchem Ethnokitsch und neoschamanischem Geplänkel. Die Geschichte ist spannend und absolut fesselnd. Ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen.

    „Ein Schiff wird dich in dein warmes Heimatland zurückbringen, zu Deinen Eltern und Verwandten. Dein Leben bei uns wird dir später wie ein Traum vorkommen… ein Traum, an den man sich nur undeutlich erinnert. Ein Traum wie im aufziehenden Nebel“

    John, die eisige Landschaft, die Bräuche und die Tschuktschen wachsen einem so ans Herz, dass das Buch viel zu schnell zu Ende ist.

    Der Mond ging auf. Schatten lagen in den Fußspuren und krochen hinter das Packeis. Wenn sich dann am unendlichen Horizont der erste Jäger zeigte, bedeckten die vielfarbigen Bänder des Polarlichts bereits die nördliche Hälfte des sternenübersäten Firmaments.

    Absolute Leseempfehlung!

    Bibliografische Hinweise:

    Traum im Polarnebel ist als neue Jubiläumsausgabe erhältlich (TB und Ebook):

    Übersetzt von Arno Specht
    Unionsverlag
    August 2016 – 376 Seiten

    Gelesen im Jahr 2001

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