Bücher mit dem Tag "eiseskälte"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "eiseskälte" gekennzeichnet haben.

42 Bücher

  1. Cover des Buches Verblendung (ISBN: 9783453438200)
    Stieg Larsson

    Verblendung

     (6.195)
    Aktuelle Rezension von: Der_Buchklub

    Hier geht's zur vollständigen Buchbesprechung: https://buchklub.podbean.com/e/stieg-larsson-verblendung/

    Vorsicht, Spoiler!

  2. Cover des Buches Der Fänger im Roggen (ISBN: 9783499235399)
    J. D. Salinger

    Der Fänger im Roggen

     (1.519)
    Aktuelle Rezension von: Papiertiger17

    Ein genervter siebzehnjähriger Jugendlicher erzählt schrullige Anekdoten aus seinem missliebigen Leben. Für Erzählweise und -inhalt konnte ich mich überhaupt nicht erwärmen. Nach 60 von 155 Seiten hatte ich die Lektüre dann abgebrochen.

  3. Cover des Buches Mord im Orientexpress (ISBN: 9783455001914)
    Agatha Christie

    Mord im Orientexpress

     (777)
    Aktuelle Rezension von: HeleneSchneider

    nicht zu toppen, Krimi ohne zu viel Schreck

  4. Cover des Buches Schneemann (ISBN: 9783548290096)
    Jo Nesbø

    Schneemann

     (879)
    Aktuelle Rezension von: IrinaAnna0909

    Wieder ein neuer spannender Fall für den Draufgänger und Underdog Harry Hole. Was haben Neuschnee, verschwundene, untreue Ehefrauen, ratlose Ehemänner und zurückgelassene Kinder gemeinsam? - Sie alle sorgen dafür, dass der Schneemann wieder auftaucht. Im aktuellen Fall muss Harry Hole den wohl ersten Serienmörder Norwegens erwischen und lässt sich dabei auf ein tödliches Katz- und Mausspiel ein. Eine vorbelastete Ermittlerin, schweigende Ärzte und sein Alkoholismus machen die ganze Suche nach dem Mörder nicht einfacher, wobei dieser immer ganz nah bei ihm ist. 


    Hierbei handelte es sich um das erste Buch von Nesbo, welches ich gelesen habe. Ein großer Fehler, welcher meinerseits begangen wurde:

    Ich habe den Kinofilm angesehen, bevor ich das Buch gelesen habe ... 

    Dementsprechend ging die Kernfunktion eines Krimis, der mich doch eher an einen Thriller erinnert, verloren - und zwar das Lösen des Falles, während des Lesens. Jegliche falschen Spuren, welcher Nesbo gelegt hat, wurde durch mein Spoilerfilmvorwissen bereits erahnt und als Sackgasse erkannt, wordurch das Lösen des Falles nicht mehr wirklich möglich war - immerhin habe ich mir gemerkt, wer der Täter und was sein Motiv war! Dieses Ansehen meinerseits, war also ein Fehler von mir - hat das Erlebnis aber nicht geschmälert. 

    Ein Punkt, welcher mich etwas "gestört" hat, waren so mancher norwegische Ortsname oder Vornamen bzw. Nachnahmen, wenn man nicht gerade weiß,, wie man "Trygve" ausspricht, entwickelt man seine eigene Lesart von den Namen und muss sich diese dann merken für das restliche  Buch, was teilweise etwas blöd ist - immerhin ist man sich bewusst, dass man es vermutlich nicht richtig im Kopf ausspricht, aber für die richtige bzw. für meine falsche Aussprache kann der Autor ziemlich wenig, daher auch hier kein Punkteabzug. 


    Alles in Allem, kann ich das Buch jeden empfehlen, der Lust auf einen norwegischen Krimi hat :) 

  5. Cover des Buches Shining (ISBN: 9783404130894)
    Stephen King

    Shining

     (1.604)
    Aktuelle Rezension von: Lalalenii

    King schreibt hier keinen Standard Horror. Alles in allem wird in "Shining" sehr wenig gestorben - aber die unglaubliche Atmosphäre die King in das Overlook-Hotel bringt ziehen einen - ähnlich wie Jack - schnell in seinen Bann. 

    Zugegebenermaßen hat auch das Buch ein paar Längen, die den Sog aber gleichzeitig auch irgendwie bestärken. 

  6. Cover des Buches Das Grab ist erst der Anfang (ISBN: 9783453435506)
    Kathy Reichs

    Das Grab ist erst der Anfang

     (201)
    Aktuelle Rezension von: Cat78

    Zunächst mal die Kritik. Ich finde es ja gut wenn viel beschrieben wird aber bei dem Buch rauchte mein Kopf bei den ganzen Beschreibungen und den vielen französischen Namen der Gebäude. Auch die Erklärung, welche Behörde für was zuständig ist, war meiner Meinung nach zu umfangreich. Das hat den Lesefluss immer unterbrochen. Ansonsten ist die Story aber spannend und ich wollte unbedingt wissen wie es aus geht. Es sind sogar 2 Fälle, einmal die Morde an den Frauen und zum zweiten die Frage wer Brennen verunglimpft möchte. Die Figuren sind gut ausgearbeitet und deren Handlungen sind nachvollziehbar. Der Spannungsbogen ist abgesehen von obigen Umstand durchgehend gegeben wobei dieser am Ende noch mal zulegt.

  7. Cover des Buches Kind 44 (ISBN: 9783442481859)
    Tom Rob Smith

    Kind 44

     (748)
    Aktuelle Rezension von: Nimmie_Aimee

    In der Sowjetunion unter der Macht von Stalin gibt es offiziell keine Verbrechen. Und die Verbrechen die Begangen werden, werden als Unfall deklariert. So auch in Moskau 1953 als der Sohn von dem besten Freund des Geheimdienstoffiziers Leo Demidow tot aufgefunden wird. Der Obduktionsbericht ist deutlich, es kann kein Unfall gewesen sein. Nach und nach tauchen weitere Morde auf, die nicht als solche Ausgewiesen werden und Leo beginnt zu ermitteln. Damit stellt er sich aber dem Regime entgegen und gerät so selbst in Gefahr.

    Ein super tolles Buch! Ein packender Thriller, der einen nicht loslässt. Es lässt sich sehr gut lesen, sodass man richtig in die Geschichte eintauchen kann. Die Geschichte ist grausam und brutal über die Ermordung von Kindern. Die Zeit in der Sowjetunion wird gut und glaubhaft dargestellt. Man kann sich gut vorstellen wie es dort wohl tatsächlich gewesen ist.

    Eine absolute Leseempfehlung!

    Es gibt auch einen Film dazu, den ich nach dem Buch gesehen habe. Mir hat er gut gefallen, tolle Schauspieler (Tom Hardy, Noomi Rapace, Gary Oldman) und das schreckliche Verbrechen wird gut umgesetzt. Man sollte das Buch aber vorher gelesen haben, da sonst einige Sachen die wichtig sind nicht deutlich genug rüberkommen. Der Film allein ist also etwas schwer verständlich. Aber in Kombination mit dem Buch ist er gut.

    Kind 44 ist der erste Teil (meines Wissens) einer Trilogie. Die anderen Bände habe ich noch nicht gelesen, freue mich aber schon drauf, denn ich bin gespannt wie es weitergeht. Man kann das Buch aber auch gut alleinstehend lesen.

  8. Cover des Buches Atemschaukel (ISBN: 9783596512034)
    Herta Müller

    Atemschaukel

     (262)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    Eindringlich, wortgewaltig und unprätentiös schildert Herta Müller die Geschichte eines Rumäniendeutschen und dessen Schicksal in einem russischen Gefangenenlager nach dem zweiten Weltkrieg. Die Erzählung lehnt sich an die eigenen Erfahrungen von Oskar Pastior, einem Lyriker und Übersetzter aus Siebenbürgen.


    Der Alltag in den Arbeitslagern ist von Mangel, Entbehrung und Grausamkeit durchsetzt. Trotzdem findet die Autorin eine Sprache, die weder anklagend noch schuldzuweisend ist, sondern sachlich und mit grosser Intensität das Los und die ganze Hoffnungslosigkeit dieser Menschen beschreibt. Dieses verdaut man als Leser nur stückweise und die unmenschlichen Zustände lassen einem sprachlos zurück.


    Eine beklemmende Lektüre einer grossen Schriftstellerin. Herta Müller wurde 2009 der Literaturnobelpreis verliehen.

  9. Cover des Buches Winter in Maine (ISBN: 9783442747597)
    Gerard Donovan

    Winter in Maine

     (298)
    Aktuelle Rezension von: Eleonora

    Julius Winsome hat nicht mehr viel im Leben. Seine Mutter starb bereits bei seiner Geburt, sein Großvater und Vater vor einigen Jahren und seine Freundin Claire verließ ihn ebenfalls vor geraumer Zeit. Er hat nur noch seinen geliebten Pitbullterrier Hobbes mit dem er in einer einsamen Hütte mitten im Wald wohnt. Umringt von 3282 Büchern, mit einer Tasse Tee in der einen und einem Buch in der anderen Hand, hat er seinen Stammsitz direkt am Ofen, so wie einst auch sein Vater. Er führt ein ruhiges, unspektakuläres Leben und fühlt in jeder Ecke der Hütte Erinnerungen an seine Kindheit und auch an seine Zeit mit Claire wieder aufleben. Doch als er eines Tages Hobbes erschossen im Schnee unweit seines Zuhauses auffindet, wandelt er sich vom friedvollen Einsiedler zum Rächer seines treuen Freundes📖 


    Trotz des Rachefeldzuges im Buch ist es eine sehr ruhige Geschichte. Julius ist sich seiner Taten vollends bewusst und handelt sehr strategisch und durchdacht. Immer wieder zieht es ihn in die Vergangenheit und er erzählt von seinem Großvater, der im ersten Weltkrieg und auch von seinem Vater, der im zweiten Weltkrieg gekämpft hat und von denen er alles gelernt hat. An seine Zeit mit Claire denkt er wehmütig zurück und vermisst sie, stellt sich aber auch immer wieder die Frage, wieso es mit ihnen auseinander ging. Mit seinem einsamen Leben hat er sich im Grunde abgefunden. Jedoch scheint mit dem Tod seines Hundes eine Grenze überschritten zu sein. Ein Verlust zu viel, ein Tropfen der das Fass zum Überlaufen bringt und Julius aus seiner Isolation herausholt um den Täter zu finden, dies aber in einer äußerst ruhigen und bedachten Weise. 

    Das Buch ist in 50 Kapitel unterteilt, die jeweils sehr kurz gehalten sind. Der Schreibstil, klar und schnörkellos, lässt einen flott vorankommen. 

    Ich fühlte mich für 208 Seiten tatsächlich versetzt ins eiskalte, verschneite Maine und die Geschichte von Julius hat mich ganz gut abgeholt. (4/5)⭐🙂

  10. Cover des Buches Eiseskälte (ISBN: 9783404169832)
    Arnaldur Indriðason

    Eiseskälte

     (75)
    Aktuelle Rezension von: Mary2
    Erlendur reist in die Gegend seiner Kindheit in die Ostfjorde Islands.

    Hier kommen tiefgreifende Veränderungen auf  die Bewohner zu durch den Bau eines Staudamms und eines Aluminiumwerkes.

    Im verfallenden Haus seiner Eltern nimmt sich Erlendur eine  Auszeit und beginnt eine Recherche in einem Jahrzehnte zurückliegenden Vermisstenfall: Während eines plötzlichen Unwetters im Jahr 1942 verschwindet eine junge Frau in den Bergen, sie wird nie gefunden.

    Hartnäckig sucht Erlendur Gespräche mit Zeitzeugen und Verwandten, geht kleinsten Hinweisen nach und setzt nach und nach ein tragisches Puzzle zusammen. Auch Erlebnisse seiner eigenen Kindheit sind in die Handlung verwoben.

    Für mich war es das erste Buch des Autors und somit auch aus der Reihe um Kommissar Erlendur der erste Fall, den ich verfolgt habe, obwohl es bereits zehn Vorgänger gibt.

    Das war tatsächlich keine Schwierigkeit, denn der Fall ist völlig unabhängig von anderen Ereignissen zu betrachten. Tatsächlich ist es ein charakteristisches Merkmal von „Eiseskälte“, dass sich die gesamte Handlung wie in einer Blase isoliert vom Rest des Weltgeschehens abspielt.

    Es gibt nur wenige Handlungsträger, dafür sehr intensive Gespräche und starke Stimmungsbilder. Die Einsamkeit, die Kälte und die raue Natur werden dem Leser sehr eindrucksvoll nahegebracht. Mich hat die düstere Atmosphäre beeindruckt, die mir deutliche Bilder vom Osten Islands in den Kopf gebracht hat.

    Der Handlungsfortschritt ist eher gemächlich, die Spannung bleibt über lange Strecken erhalten, erreicht aber nur ein mäßiges Niveau. Sprachlich hervorragend komponiert, liest sich „Eiseskälte“ mühelos.

    Am Ende sind viele Fragen beantwortet und viele tragische Figuren können ihre Ruhe finden.

    Für mich ist Arnaldur Indridason eine lesenswerte Entdeckung, ganz sicher werde ich noch weitere Bücher aus seiner Feder lesen.

    Ich bewerte mit vier Sternen, vor allem dem mäßigen Spannungsniveau geschuldet.

    Eine Leseempfehlung gebe ich für alle Freunde des nordischen Krimis, die wenig Wert auf Grausamkeit legen.

  11. Cover des Buches Fräulein Smillas Gespür für Schnee (ISBN: 9783499237010)
    Peter Hoeg

    Fräulein Smillas Gespür für Schnee

     (663)
    Aktuelle Rezension von: Anita_Naumann

    Kennt ihr den Film zum Buch? Ich habe den Film schon mehrfach gesehen und wusste, dass er auf einem Buch basiert. Deshalb habe ich auch direkt danach gegriffen als ich es im Büchertauschschrank gesehen habe. Allerdings muss ich sagen, dass es für mich zu den wenigen Büchern gehört, wo ich tatsächlich den Film besser fand. Schon im Film ist die Hauptfigur Smilla schwierig, eigenbrötlerisch, kalt und unnahbar. Im Buch ist sie das noch viel stärker. Dadurch kann ich zumindest als Leser wenig mit ihr mitfühlen oder ihre Handlungen nachvollziehen. Sie ist mir einfach zu düster und deprimierend, als das sie wirklich eine sympathische Protagonistin wäre. Außerdem gibt es ständig Rückblicke z. B. in ihre Kindheit in Grönland oder später im Internat, die überall eingestreut werden und damit den Lesefluss stören. Dann kommen außerdem gerade im letzten Teil des Buches Beschreibungen von Schiffen dazu, die für einen Binnenländer auch nicht ganz einfach nachvollziehbar sind. Insgesamt konnte mich das Buch also nicht begeistern. Für mich nur 2 von 5 ⭐.

  12. Cover des Buches The Revenant – Der Rückkehrer (ISBN: 9783492305655)
    Michael Punke

    The Revenant – Der Rückkehrer

     (63)
    Aktuelle Rezension von: renee

    Ein interessantes und sehr spannendes Abenteuerbuch! Es entführt die Leser in eine vergangene Zeit, in eine vergangene Welt, in die nördlichen Prärien des frühen 19. Jahrhunderts. Auch dieses Buch transportiert keine Wildwestromantik, sondern zeigt eine eher grausame Realität. "The Revenant - Der Rückkehrer" ist eine abenteuerliche und auf wahren Begebenheiten beruhende Geschichte, die die Natur und die Gewalt der Menschen und die Grausamkeit und Gleichgültigkeit der Natur zeigt. Es geht um ein aggressives Geschehen und eine Reaktion darauf, den Wunsch nach Rache. Hugh Glass wird von seinen Reisegefährten beraubt und schwer verletzt in den Prärien zurückgelassen. Dennoch kann er sich retten und dürstet nach Rache. Vielleicht hat ihn auch gerade die Tat seiner Reisegefährten wieder ins Leben zurückgeholt. Wer weiß das schon?!?! Mir erschien es auf jeden Fall so. Dabei fand ich die Schreibe interessant und das Thema gut rübergebracht, etwas gestört hat mich nur, dass die indianischen Bewohner Amerikas hier nicht so gut wegkommen, aber hier spricht nur mein Wunsch und vielleicht auch meine Romantik. Denn beide Bevölkerungsgruppen werden authentisch und menschlich gezeichnet, wir leben ja auf keinem rosaroten Ponyhof. Die lebensfeindlichen Witterungsbedingungen werden perfekt geschildert und der Leser bekommt eine Ahnung davon, was es heißt damals und an diesem Ort gelebt und überlebt zu haben. Ebenso finde ich, dass dieses Buch ein Winterbuch ist, denn in dieser Jahreszeit wird der Geist des Buches noch etwas besser transportiert.

    Interessant finde ich auch, dass das Buch recht wenig Ähnlichkeit zu dem Film aufweist. Und das Buch durchaus realer rüberkommt und damit bekommt der Film, den ich auch sehr schätze, einige Minuspunkte ab. Denn die Figur des Hugh Glass kommt in dem Buch weniger reißerisch rüber, ist aber dafür deutlich lebensechter! Wenn das Drehbuch des Films sich mehr an dem Buch orientiert hätte, wäre der Film ebenso toll geworden. Schade!

  13. Cover des Buches Eisnacht (ISBN: 9783442373963)
    Sandra Brown

    Eisnacht

     (181)
    Aktuelle Rezension von: Meinbuecherregal

    Eisnacht von Sandra Brown aus dem Blanvalet Verlag

    .

    ❄️ Inhalt

    .

    Fünf Frauen sind entführt worden... wahrscheinlich ermordet.

    Wer ist der Täter?

    Die Ermittlungen laufen.

    Zeitgleich tobt ein Schneesturm und eine Frau und ein Mann werden in einer Hütte vom Rest der Welt angeschnitten... ist sie in Gefahr? Ist er der gesuchte Täter?

    .

    ❄️ Was hat mir gefallen?

    .

    Mir gefällt es sehr gut, wenn Zweifel gestreut werden... wenn man eigentlich weiß, wer nicht der Täter sein kann... aber dann doch immer wieder ins Zweifeln gerät.

    .

    Außerdem springt die Geschichte zwischen den Ermittlern und den Eingesperrten in der Hütte hin und her. Dieser Perspektivenwechsel lässt einen weiter und weiter lesen.

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    ❄️ Was hat mir nicht so gut gefallen?

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    Es ist eher interessant ... nicht nägelkauend spannend. Zum Schluss überschlagen sich die Ereignisse... dafür gibt es zwischendurch mal Längen.

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    Der Schluss war mir dann doch zu geballt... dadurch fehlten mir manche Erklärungen, es gab dann ein paar unwahrscheinliche Entwicklungen und andere Sachen war gar kein Thema mehr.

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    ❄️ Fazit

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    Ich mag Bücher von Sandra Brown ... immer wieder toll zum Zwischendurch lesen. Nicht zu kompliziert... nicht zu spannend... nicht zu kitschig.


  14. Cover des Buches Der Spiegel von Feuer und Eis (ISBN: 9783570307786)
    Lynn Raven

    Der Spiegel von Feuer und Eis

     (178)
    Aktuelle Rezension von: GioiaC

    Ich muss zuallererst sagen, dass ich mich am Anfang dieses Buches wirklich schwer getan hatte. Ich meine, ich lese ja wirklich gerne Fantasy Bücher, in denen gerne Mal eine magische Kraft oder ein Ungeheuer auftauchen darf. Doch, sprechende, menschliche Tiere? Das war für meinen Geschmack irgendwie zu viel und ich hatte nach den ersten Kapiteln schon mit dem Gedanken gespielt das Buch nicht zu lesen. Ich bin jedoch wirklich froh, dass ich das nicht getan habe und dabei geblieben bin, denn das hat sich auf jeden Fall gelohnt.

    Die Charaktere sind wie eigentlich immer in Ravens Büchern total tiefsinnig, was ich wirklich liebe. Es gibt für mich nichts schlimmeres, wie wenn die Charaktere einfach überhaupt keine eigene Identität haben und ich nicht mit ihnen warm werde. Das ruiniert meistens das gesamte Buch. Doch hier haben sie mir besonders gut gefallen. Anders als zum Beispiel in "Der Kuss des Kjer" oder "Die Blutbruat" war Cassim hier keines wegs naiv oder stur, sie war tolerant und gutherzig, hat Entscheidungen so getroffen wie sie es für richtig hielt und hatte dabei immer einen guten moralischen Kompass. Sie war mutig und Fremden gegenüber gutgläubig, bis diese ihr einen Grund lieferten es nicht zu sein. Sie war einfach stimmig und ich mochte sie wirklich sehr. Jornas hingegen mochte ich von Anfang an nicht, doch auch er hat perfekt in seine Rollen gepasst. Dann wäre da noch Morgwen...Er war natürlich wie alle männlichen Charaktere aus Ravens Büchern wieder einfach toll. Vielleicht nicht so toll wie Joachín, an den kommt keiner mehr so schnell ran, doch auch Morgwen war wieder der grimmige, stille und sture Fremde auf den man sich im Notfall immer verlassen konnte.

    Die Story war wirklich spannend bis zum Schluss, denn auch wenn man mitgefiebert und mitgerätselt hat, was denn nun wirklich alles dahinter steckt, konnte man es nie zu 100% sagen und das machte das ganze so gut. Es gab viele Überraschungen und Wendungen und mal wieder jede Menge Action. Dieses Mal haben wir sogar mittendrin einen Kuss, was in Ravens anderen Büchern ja immer für das Ende aufgehoben wird und das hat mir wirklich gefallen, auch wenn es davon auch hier wieder ruhig mehr hätte geben dürfen. 

    Alles in allem war "Der Spiegel von Feuer und Eis" also wieder ein wunderbar gelungenes Buch von Lynn Raven und auch wenn ich Anfangs so meine Startschwierigkeiten hatte, hat es sich wirklich gelohnt das Buch zu lesen und ich konnte es nachdem ich in die Geschichte gefunden hatte nicht mehr aus der Hand legen, ohne zu wissen, was denn nun wirklich hinter dem geheimnissvollen Fremden und diesem Spiegel steckte. Das Buch bekommt von mir 4 - 4,5 Sterne, diesen kleinen Abzug einfach, weil ich ein bisschen mehr Romatik vermisst hatte, doch ansonsten war es wieder wirklich gut und verdient eine Leseempfehlung von mir.

  15. Cover des Buches Das Geheimnis von Sittaford (ISBN: 9783596173686)
    Agatha Christie

    Das Geheimnis von Sittaford

     (62)
    Aktuelle Rezension von: Walli_Gabs

    „Das Geheimnis von Sittaford“ ist kein ganz typischer Agatha-Christie-Krimi. Es ermitteln weder Miss Marple noch Hercule Poirot, ein übersinnliches Phänomen gibt Rätsel auf und eine scharfsinnige junge Frau will ihren Verlobten aus dem Gefängnis retten.

    Am Anfang steht wie so oft ein Mord: Captain Trevelyan, ein geiziger, alternder Junggeselle, wird tot aufgefunden. Die erbenden Verwandten scheinen allesamt ein Motiv zu haben – und fast alle zudem ein Alibi. Und dann ist da noch der merkwürdige Umstand, dass der Captain sein Herrenhaus im abgeschiedenen Sittaford während des Winters an eine Witwe und ihre Tochter vermietet und sich für kleines Geld in der nächstgelegenen Kleinstadt einquartiert hat.
    Inspektor Narracott versucht, den Dingen auf den Grund zu gehen. Parallel ziehen Emily Trefusis, Verlobte des Hauptverdächtigen, und Charles Enderby, ein ambitionierter Journalist, Erkundigungen ein. Da die Anzahl von Dorfbewohnern und Familienmitgliedern nicht ganz klein ist, lässt sich dabei nur schwer miträtseln – ich hatte permanent den Eindruck, mindestens ein Drittel der Nebenfiguren nicht wirklich auf dem Schirm zu haben.

    Als solide Krimiunterhaltung geht „Das Geheimnis von Sittaford“ schon durch, aber ganz zufrieden war ich mit dem Leseerlebnis dennoch nicht. Freundschaftliche Beziehungen schildert Christie routiniert, aber ihre Liebespaare wirken meist etwas hölzern (was natürlich auch der Zeit geschuldet sein kann – dieser Krimi ist zum Beispiel von 1931). Oft treten sie erst zum Finale in Erscheinung, hier ist die verliebte Emily jedoch Hauptfigur. Doch so oft sie auch über ihren Verlobten spricht – was sie an ihm findet, bleibt ihr Geheimnis.
    Die Auflösung war mal wieder unvorhersehbar, aber in sich logisch. Die große Anzahl von Nebenschauplätzen und falschen Fährten war mir allerdings etwas viel und ich vermisste die üblichen Ermittler. „Das Geheimnis von Sittaford“ ist kein schlechter Krimi, aber von der Queen of Crime gibt es doch viele bessere.

  16. Cover des Buches American Psycho (ISBN: 9783942656412)
    Bret Easton Ellis

    American Psycho

     (402)
    Aktuelle Rezension von: Buecherbaronin

    Es ist Jahre her, dass ich „American Psycho“ gelesen habe. Trotzdem ist mir der Roman noch ziemlich gut in Erinnerung geblieben – vielleicht mehr, als mir lieb ist. Normalerweise breche ich Bücher nicht ab, aber hier war ich mehrmals kurz davor gewesen.

    Und nach dem Lesen habe ich zumindest verstanden, warum das Buch auf dem Index landete. Normalerweise finde ich diese Form der Bevormundung blöd. Aber wenn’s denn sein muss – packt eine FSK-Zahl drauf und fertig. Warum das in Sonderfällen nicht auch bei Büchern machen? Aber ich schweife ab.

    Während des Lesens hatte ich extrem widersprüchliche Gefühle. Es gibt ellenlange Beschreibungen völlig nichtiger Dinge, zum Beispiel das Aussehen von Visitenkarten – ob deren Farbe Elfenbein oder Eierschale ist, welche Schriftart verwendet wurde und so weiter. Es wird debattiert, in welches angesagte Restaurant man essen gehen soll, Bateman spricht viel über seine Lieblingsmusik und bestimmte LPs. Man verfolgt seitenweise seine Körperpflege und die Wahl seiner Kleidung. Kapitalismus ist ein durchgängig wichtiges Thema des Romans.

    Die scheinbar beliebigen Belanglosigkeiten plätschern so vor sich hin – und wechseln sich dann mit Batemans sadistischen Neigungen, seinen Sexorgien und seinen immer brutaler ausfallenden bestialischen Morden ab. Ich glaube, als das Buch damals erschien, war es ziemlich schockierend zu lesen, aber ebenso glaube ich, dass es auch heute noch schockiert. Denn in jeder Zeile schwingt eine grauenhafte Gleichgültigkeit mit, die Bateman als Erzähler suggeriert.

    „American Psycho“ kennt kaum Tabus, um seinen Protagonisten in all seinen Facetten darzustellen. Seine Sexualität, seine egomanischen Züge, seine Langeweile vom Leben, seine Gewaltbereitschaft, sein Drang zu töten – schonungslos stürzt Ellis seine Leser von seitenlanger Monotonie in Gewaltexplosionen und umgekehrt.

    Dabei ist der Roman nicht im klassischen Sinne spannend. Hier und da musste ich mich regelrecht durchquälen, weil einfach nichts passiert ist – nur um einige Seiten später eine neue brutale Aktion zu lesen. Insofern hat „American Psycho“ viele unterschiedliche Empfindungen in mir ausgelöst, von gelangweilt über schockiert und angeekelt bis hin zu beeindruckt.

  17. Cover des Buches Schnee, der auf Zedern fällt (ISBN: 9783455651430)
    David Guterson

    Schnee, der auf Zedern fällt

     (241)
    Aktuelle Rezension von: Dini94

    Zu Beginn des Buches befindet sich der Leser in einer Gerichtsverhandlung. Der japanischstämmige Amerikaner Kabou Minamoto wird wegen Mordes an einen amerikanischen Bürger angeklagt. Der Einzige der ihm eventuell helfen könnte, wäre der einarmiger Journalist namens Ishmael Chamber. Dieser jedoch befindet sich in Zwiespalt, denn seine Jugendliebe ist jetzt Kabou´s Frau.

    Der Klapptext deutet auf eine spannende Geschichte, jedoch wird der Leser sehr oft in die Vergangenheit zurück versetzt. Der Autor versucht mit den vielen Rücksprüngen, die damalige angespannte Situation zwischen Amerikaner und japanischstämmigen Amerikaner darzustellen.

    Das Gerichtsverfahren und die Mordaufklärung sind eher nebensächlich. Der Mordvorgang klärt sich auf die restlichen 100 Seiten. Tut mir Leid für den Spoiler. 

    Ja, es ist ein historischer Roman und ja, die Grundidee ist gelungen aber der Inhalt könnte etwas anders verpackt bzw. erzählt werden. Wem langwierige Lebensgeschichten gefallen, wird dieses Buch mögen.

  18. Cover des Buches Morgan's Hall (ISBN: 9783966984768)
    Emilia Flynn

    Morgan's Hall

     (86)
    Aktuelle Rezension von: Buchwurm05

    Inhalt:

    1938. Nach dem Tod seines Vaters soll John Morgan dessen Apfelplantage übernehmen. Doch vorher reist er mit seinem besten Freund Dickie nach Europa. Dort geraten die beiden in Wien in die Unruhen der Machtübernahme Österreichs durch Hitler. So schnell wie möglich möchten sie abreisen. An einem ihrer letzten Abenden lernen sie Isabelle, eine Halbjüdin kennen. John verliebt sich sofort in sie und auch Dickie ist nicht abgeneigt. Als die Ereignisse sich überschlagen, hat John nur eines im Sinn: Isabelle zu retten. Und plötzlich findet sie sich in Woodwall auf der Apfelplantage Morgan's Hall wieder. Gegen ihren Willen. Am Ende der Welt. Und möchte eigentlich nichts lieber als mit Dickie zusammen zu sein. Doch dieser lässt sich nicht mehr blicken.......

    Leseeindruck:

    "Morgan's Hall - Herzensland" ist der Auftakt einer Reihe rund um die Apfelplantage Morgan's Hall. Auch wenn der Roman mir gut gefallen hat, habe ich zuvor noch nie ein Buch gelesen, bei dem mir nahezu alle Figuren unsympathisch sind und jede Situation die harmlos beginnt, sich in ein Drama verwandelt. Das war nicht von Anfang an so. Vielmehr dachte ich bei der Einführung, dass es trotz des Klappentextes auch Familienidylle gibt. So richtig geändert hat sich das jedoch während der Europareise von John und Dickie. Hier gibt es auch gleich meine Lieblingsszenen. Das Szenario in Wien hat die Autorin sehr realistisch und atmosphärisch beschrieben. So dass ich den Eindruck hatte, ich wäre dabei. Bis hierhin waren mir durchaus die einzelnen Charaktere noch sympathisch. Doch dann ändert sich das durch eine Aktion von Isabelle und ab da gibt es wirklich keine einzige Szene mehr, die sich zum Guten wendet. Sondern in ein Drama ausartet. Selbst Isabelle habe ich nicht wirklich verstanden. Ja. John hat sie zu etwas gezwungen und das war wahrlich nicht die feine Art. Aber ich habe mich des Öfteren dabei erwischt, sie als undankbar zu bezeichnen. Denn so schlecht ist ihr Leben auf Morgan's Hall auch wieder nicht. Und mit ein bisschen Willen....Aber dann gab es auch wieder die Momente, in denen ich Isabelle verstehen konnte. Einzig Phil, ein Vorarbeiter mit indianischen Wurzeln, war ein bisschen der Ruhefaktor. Der aber auch für einen mystischen Touch gesorgt und einige mysteriöse Weisheiten zum Besten gegeben hat. Manches davon klärt sich am Ende auf und man versteht ein wenig mehr. Auch wenn der Roman ein mehr oder weniger abgeschlossenes Ende hat, sorgt Phil mit einer Voraussage dafür, dass in den Folgebänden noch mehr Drama zu erwarten ist und der Weg noch steinig wird.

    Fazit:

    Mir hat der Auftakt von Morgan's Hall gut gefallen. Dieser war ganz anders als erwartet und hat mich gut unterhalten. Es gibt viel Drama. So wird es auch nicht langweilig. Lediglich an manchen Stellen hätte ich es mir vielleicht etwas kompakter gewünscht. Denn 558 Seiten für eine Liebesgeschichte bzw. Nicht-Liebesgeschichte ist schon ganz schön viel. Gerne empfehle ich den Roman weiter. 

  19. Cover des Buches Kind 44 (ISBN: 9783785736616)
    Tom Rob Smith

    Kind 44

     (52)
    Aktuelle Rezension von: MAZERAK

    Leo Demidow ist Geheimdienstoffizier in Moskau. Als ein kleiner Junge grausam ermordet an den Bahngleisen gefunden wird, hält man ihn zurück: Denn im Nachkriegs-Russland 1953 gibt es keine Morde. Als ein zweites Kind, auf gleiche weise zugerichtet, umgebracht wird, nimmt Leo heimlich Ermittlungen auf und stürzt sich und seine Frau damit in tödliche Gefahr.

    Ich habe die Hörbuchfassung genossen und mich ordentlich gegruselt. Moskau im Winter, Nachkriegszeit, das bedeutet eisige Kälte, völlige Armut und Hunger für die Menschen, die noch dazu der gewaltsamen und tödlichen Willkür der Miliz ausgesetzt sind. Leo, selbst im Geheimdienst tätig, macht sich mit seinen Nachforschungen schnell Feinde und gerät zunehmend unter Druck. Aber was er dann, hartnäckig und unter größter Gefahr, aufdeckt, übersteigt alle grausigen Erwartungen…

    Das Hörbuch wird gelesen von Bernd Michael Lade, bekannt aus den Leipziger „Tatorten“. Er gibt dieser ohnehin schon unheimlichen und bedrückenden Geschichte den perfekten Klang. Rau und düster erzählt er von Leo’s Entdeckungen, den Bedrohungen, welchen er ständig ausgesetzt ist und haucht dabei den Protagonisten Leben ein, so dass man sie vor dem geistigen Auge sehen kann. 

    Kind 44 ist ein absolut spannender Krimi, der durch die Umstände der Nachkriegszeit und die andauernden Bedrohungen für die Menschen zusätzlich düster, schaurig und einfach bedrückend ist. Die Handlungen sind nicht vorhersehbar, man wird überrascht und ist schließlich völlig schockiert!  Ein ganz besonderer Krimi, der einem wirklich nahe geht. Absolut empfehlenswert!

  20. Cover des Buches Aurora (ISBN: 9783453432093)
    Robert Harris

    Aurora

     (61)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Ein packender Thriller, der in der Nachwendezeit in Rußland spielt und die Atmosphäre zur Zeit Stalins genauso wie zur Zeit in den Neunzigern einfängt: "Fluke" Kelso nimmt als Historiker an einem Geschichtssymposium in Moskau teil, als ihn ein ehemaliger Gulaginsasse und sehr trinkfester (Vorsicht Klischee!!) Zeitzeuge aufsucht und ihm von einem geheimen Tagebuch Stalins erzählt. In dem Zusammenhang wird (ähnlich wie in der aktuellen Graphic novel "The death of Stalin" und deren angeblich grottenschlechter Verfilmung) die Geschichte von Stalins Tod erzählt, die superspannend erzählt wird, und mit dem wißbegierigen Fernsehreporter O`Brian macht Fluke sich schnell auf die Suche, das Geheimnis von Stalins Notizbuch zu ergründen...Eine tolle Schilderung der Stalinzeit und der Boris-Jelzin-Zeit (hicks), die immer noch weit verbreitete Stalin-Verehrung macht einen frösteln.
  21. Cover des Buches Sonnensturm (ISBN: 9783442736003)
    Åsa Larsson

    Sonnensturm

     (87)
    Aktuelle Rezension von: PoldisHoerspielseite

    Sanna Strangart gerät selbst unter Mordverdacht, nachdem sie ihren eigenen Bruder brutal ermordet vor dem Altar einer Kirche auffindet. Sie weiß sich nicht anders zu helfen, als ihre Jugendfreundin Rebekka Martinsen anzurufen, die mittlerweile in Stockholm als erfolgreiche Anwältin lebt und sofort in ihre nordschwedische Heimat fährt. Auch Kommissarin Anna-Maria Mella, die hochschwanger in ihrem vorerst letzten Fall vor der Geburt ermittelt, glaubt nicht an Sannas Schuld…

    Asa Larsson spielt mit dem Titel „Sonnensturm“ auf die Polarlichter Lapplands an, die man schnell mit eisiger Kälte und verschneiten Landschaften assoziiert, was die Stimmung des Romans dann auch ziemlich gut trifft – mit der Handlung selbst hat der Titel hingegen recht wenig zu tun. Geboten wird hier ein blütenreiner Schwedenkrimi, setzt jedoch zwei starke, weibliche Ermittlerinnen in das Zentrum. Durch die dadurch resultierende Zweiteilung der Handlung kommt eine dynamische Szenerie auf, aber auch charakterlich ergänzen die beiden sich gut. Dabei steht jede vor eigenen, ganz unterschiedlichen Herausforderungen: Anna-Maria Mella mit der bevorstehenden Geburt und dem weiterhin großen Pflichtbewusstsein und ihrer Liebe der Arbeit gegenüber, Rebekka Martinsson wird hingegen an einige äußerst unangenehme Ereignisse aus ihrer Kindheit erinnert und ist dabei sehr eng mit dem Mord und seinen Hintergründen verbunden, was noch einmal eine andere Ebene einbringt. Beide wirken sympathisch, sodass man mit ihnen mitfiebert und schnell eine Bindung aufbauen kann, aber auch die anderen Figuren sind gekonnt beschrieben und bringen ihre eigene Ausstrahlung in die Handlung mit ein.

    Diese ist gekonnt erdacht und wird gradlinig erzählt, erlaubt sich aber dennoch einige gekonnte Schnörkel oder verzierende Elemente, um Dinge zu vertiefen oder die Stimmung noch dichter wirken zu lassen. Und diese ist sehr markant und vielschichtig geraten, da sie von ganz unterschiedlichen Seiten beeinflusst wird. Einerseits sind die eisigen Weiten Lapplands sehr stimmungsvoll eingebunden, aber auch die religiösen Strukturen und die sektenartige Stimmung gefällt mir äußerst gut und sorgt für viele sehr eindringliche Momente. Auch die psychologischen Komponenten bringen viel Druck mit ein.

    „Sonnensturm“ beeindruckt mit dem detailreichen und sehr stimmigen Plot, der eine immer dichtere und markantere Spannung aufbaut und zudem sehr schlüssig aufgebaut ist. Die Charaktere sorgen für eine ebenso dichte Stimmung wie die beeindruckenden Landschaftsbeschreibungen oder die psychologischen und religiösen Sekten. Ein sehr lesenswerter Roman, der mich die ganze Zeit über sehr gut unterhalten konnte

  22. Cover des Buches M.J. Holliday: Geisterjägerin - Rendezvous um Mitternacht (ISBN: 9783802582806)
    Victoria Laurie

    M.J. Holliday: Geisterjägerin - Rendezvous um Mitternacht

     (73)
    Aktuelle Rezension von: bookwitch_sarah

    Ein gut schnell Lesbarer Schreibstil.
    Zu wenig Humor, zu wenig Spooki Stuff.
    Das Verhalten der Protagonistin war nicht immer mein Fall.

    Du möchtest mal was mit Geister lesen magst aber nicht wirklich Gruseliges dann wäre dieses Buch was für dich.

  23. Cover des Buches Drop City (ISBN: 9783423146760)
    T. C. Boyle

    Drop City

     (219)
    Aktuelle Rezension von: literat
    In dem Buch geht es um eine Hippie-Kommune, Ende der 60'er, die in Kalifornien ihren Traum von freier Liebe, Toleranz und Friedfertigkeit mit einem gewaltigen Drogenkonsum, lebt. Ihr charismatische Anführer Norm, dem die Ranch gehört auf der sie leben, bekommt aber Probleme mit den Behörden und die Kommune zieht kurzerhand mit einem Traum von naturverbundenem Leben in Alaska, genau dorthin. Sein Onkel besitzt dort nämlich Land und eine Hütte. Drop City zieht mit Sack und Pack und Ziegen in einem Schulbus und 3 Autos nach Alaska um. Parallel wird die Geschichte von Sess und Pamela erzählt, die genau hier bereits leben. Sess hat Pamela per Kontaktanzeige kennengelernt, sie hat inseriert, weil sie aus der Stadt raus wollte und ein naturverbundenes, einsames Leben in der Wildnid führen wollt. Und Bund zieht die Hippiekommune direkt in ihre Nachbarschaft. Ich hatte echt Angst weiterzulesen, weil ich davon ausging, dass das auch der Todesstoß für Sess und Pamela als Paar sei. Aber nein, sie führen ein größtenteils friedliches, ja sogar freundschaftliches Miteienander. Ich mag ja die Sprache des Autors, erinnert mich an Irving, wobei ich aber das Absurde in Irvings Geschichten nicht mag. Es dauert aber etwas bis man in der Geschichte drin ist, über einige langatmige Naturbeschreibungen muss man sich durchlesen und dran bleiben. Aber ich fand die Darstellung der Hippies sehr gut. Sie Predigten die Toleranz und Menschenliebe bis zum Exzess, wenns aber mal hart wird, dann ist sich plötzlich doch wieder jeder sich selbst der Nächste. Und dass es in solchen Zusammanschlüssen auch immer schwarze Schafe gibt, die vorgeben die Weltanschauung zu teilen und aber die Kommune nur ausnutzen, bzw. für ihren Vorteil nutzen, ist auch nachvollziehbar. Für mich später geborene ist es auch kaum nachvollziehbar, dass man sich als junger Mensch so sehr auflehnt, oder auflehnen muss gegen das Establishment und die Eltern-Generation. Da sind wir uns heute ähnlicher. Das Buch ist super, um diese Lebensgefühl der damaligen Hippies nachzuvollziehen, absolut lesenswert!
  24. Cover des Buches The Godfather (ISBN: 0451167716)
    Mario Puzo

    The Godfather

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Die Vorlage zu dem wundervollen Film mit Brando, Pacino usw. Der Aufstieg des Don wird erzählt, und wie er Audienz hält, indem er sich die Sorgen seiner Bittsteller anhört und mal gütig, mal kalt reagiert, wie er seine Nachfolge zu regeln gedenkt, sich mit seinem Consigliori berät und auch äußert widerspenstige Naturen wie den Filmproduzenten Jack Woltz zu überzeugen vermag ("Ich hab ihm ein Angebot gemacht, das er nicht ablehnen konnte.") Nur die Beschreibung von Sonnys "derbem Puttengesicht" wirkt albern.

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